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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

29.12.2015 19:02    |    Andi2011    |    Kommentare (56)    |   Stichworte: Metalboard

Er war nie ein Rockstar wie die Mainstream Presse ihn gewollt hätte, er hatte Ecken und Kanten und manch Pressevertreter hatte schlaflose Nächte vor einem Interview mit Lemmy.

Wer ihn in den letzten Monaten in Interviews oder auf der Bühne sah wusste, Lemmy ist krank und es war klar, er ist doch nicht unsterblich, trotzdem...

 

 

 

"There is no easy way to say this…our mighty, noble friend Lemmy passed away today after a short battle with an extremely aggressive cancer. He had learnt of the disease on December 26th, and was at home, sitting in front of his favorite video game from The Rainbow which had recently made its way down the street, with his family.

We cannot begin to express our shock and sadness, there aren’t words.

We will say more in the coming days, but for now, please…play Motörhead loud, play Hawkwind loud, play Lemmy’s music LOUD.

Have a drink or few.

Share stories.

Celebrate the LIFE this lovely, wonderful man celebrated so vibrantly himself.

HE WOULD WANT EXACTLY THAT.

Ian ‘Lemmy’ Kilmister

1945 -2015

Born to lose, lived to win..."

 

So wie die Band es in ihrem Statement wünscht will ich es tun, mich heute an ihn erinnern, sein Rock`n Roll Leben feiern, seinen Einfluss, den er auf die Szene und auch mich hatte, ich erinnere mich an ein kurzes Treffen mit ihm vor einigen Jahren hinter der Bühne eines großen Festivals und an viele unsterbliche Songs...mit einem Glas meines besten Whisky und einer der besten Motörhead Balladen im Ohr - Godspeed Lemmy!

 

Danke für`s lesen!

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23.12.2015 12:36    |    Andi2011    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: Dies Das

Einer mittlerweile alten Tradition meines Blogs folgend, gibt es natürlich auch zum Ende diesen Jahres einen „Tops und Flops“ Blog. Ich hab mir seit ein paar Jahren angewöhnt, mir in Stichpunkten aufzuschreiben, was mich ganz persönlich bewegt oder mir gefallen hat oder auch nicht und auch in diesem Jahr steht da einiges auf dem Zettel...

 

Mein Jahr 2015 hat auf der Haben Seiten natürlich den Neuerwerb unseres Focus im März. Noch wichtiger, kurz darauf im April wurden mittels einer kleinen OP auch die letzten Folgen meines Garagendachabsturzes aus dem Vorjahr behoben, so dass ich nun gegen Ende des Jahres tatsächlich wieder ganz beschwerdefrei bin. Der Unfall mit Fahrerflucht der unseren kleinen i10 im Sommer lädierte wurde letztlich fachgerecht repariert und es gab darüber hinaus aber auch im sonstigen Privatleben Dinge die mich mehr berührten:

 

So wurde mein Sohn aus erster Ehe 18 Jahre alt, wie die Zeit vergeht, was ist aus dem kleinen Jungen auf meinem Schoß, mit dem ich bis zum umfallen Fußball gespielt habe für ein stattlicher junger Mann geworden und wo ist nur diese verdammte Zeit geblieben…

 

Mein kleiner Dreijähriger bekam hingegen Anfang des Jahres eine schlimme Verdachtsdiagnose die uns völlig aus der Bahn warf und sich erst nach einigen Wochen voller Untersuchungen und Ungewissheiten als harmlos herausstellte, mittlerweile ist er wieder top fit – mein schönstes Geschenk in diesem Jahr.

 

Mein Hobby das ein oder andere Metal-Konzert mit Kumpels zu besuchen und das netterweise in der Regel mit Backstagepass sorgte auch dieses Jahr für ein paar Highlights: Meine Jugendhelden von Metallica mal –wenn auch nur kurz- zu treffen gehörte dazu, das Konzert von Linkin Park in Oberhausen aber auch das „Wrestling“ Event mit meinem Alltime-Favorit Bam Bam Bigelow.

 

Im Kino machten mir die "Avengers 2", "Ant-Man", "Der Marsianer" oder auch "Everest" Spaß und natürlich musste ich als Fan der ersten Stunde am 17.12. um genau 00:01 Uhr auch der Star Wars Premiere beiwohnen.:)

 

Der Tod von diversen Berühmtheiten wie Ellis Kaut, die mir meine Kindertage mit ihrem „Pumuckel“ verschönte oder Leonard Nimoy, der wohl jedem als Mr. Spock in Erinnerung bleiben wird, ebenso wie Christopher Lee, der mit seiner Rolle als Dracula Geschichte schrieb und bis ins hohe Alter ein hervorragender Bühnen/Filmschauspieler war, bleibt in diesem Jahr in meiner Erinnerung.

Blues-Legende B.B. King oder der von meinem Vater verehrte James Last und bedeutende Politiker wie Richard von Weizsäcker, Egon Bahr und natürlich Helmut Schmidt gab es zu betrauern. Nicht zu vergessen eine Ikone des Fußballs Udo Lattek, der uns dieses Jahr ebenso verließ wie Formel-1-Pilot Jules Bianchi der nach seinem Unfall 2014 nach langer Zeit im Koma starb.

 

Die Welt und uns Deutsche bewegten im ablaufenden Jahr natürlich auch wieder ein paar Dinge von denen ich mir einige notierte und von denen ich hier ein paar Beispiele nenne:

 

  • Dazu gehört die Einführung des Mindestlohns in Deutschland, die schon fast tragische unendliche Geschichte der Griechenlandpleite die in 2015 wieder für viel Aufregung sorgte, ebenso wie die Flüchtlingskrise, die neben viel Hilfsbereitschafft und auch berechtigter Besorgnis über zu klärende Probleme, auch für viel heiße Luft und diverse Fehltritte bestimmter Bevölkerungsteile sorgte.

 

  • Der durch die Umstände mehr als tragische Absturz des A320 der Germanwings im März zählt zu den Tragödien des Jahres, ebenso wie die weiterhin aufflammende Gewalt irrsinniger Fanatisten und selbsternannter Glaubenskrieger die in vielen ferneren Ländern für unfassbares Leid sorgen und dann in diesem Jahr auch für uns im deutlich näher liegenden Frankreich mit zuerst „Charlie Hebdo“ und im November dann in Paris für viel Blut und Tote verantwortlich sind.

 

  • VW sorgt mit dem „Abgasskandal“ für Schlagzeilen, Jürgen Klopp wandert nach Liverpool ab um dort auf seine Ernennung zum neuen Bundestrainer in 2016 zu warten ;) und die Fifa zerlegt durch diverse Korruptionsskandale sich selbst und diverse Ikonen des Sport wie Beckenbauer gleich mit.

 

Dafür ließ uns der Sommer 2015 nicht im Stich und hat sich entschlossen über Weihnachten zu bleiben.:eek:

 

Diverse Deppen des Jahres fallen mir noch ein, da war zum Beispiel die Dame die in einem Cat-Woman Kostüm ein Laptop stahl und aufgrund ihrer unauffälligen Maskierung nicht wirklich weit kam. Oder der alkoholisierte Autofahrer in München der die kontrollierenden Beamten durch lautes Wiehern überzeugen wollte, dass er eigentlich ein Pferd sei.:D

 

 

Tja und sonst? Was bewegte euch im ablaufenden Jahr, was sind eure Tops und Flops, eure Pläne für 2016?

 

 

Mein Blog macht nun eine kleine Feiertagspause! Ich wünsche allen meinen Lesern schöne Feiertage und ein gutes neues Jahr 2016 und sage wie immer: Danke für`s lesen!

 

Euer Andi2011

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26.10.2015 10:54    |    Andi2011    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: Mein Hyundai

Der Hyundai i10 ist nun seit Neukauf und Auslieferung im April 2014 in unserem Besitz und nach der ersten Bilanz nach 10 Tsd. Kilometern ist es nun an der Zeit für ein weiteres Fazit.

 

25.000 Km in 1,5 Jahren entsprechen ungefähr dem was angedacht war, einen sparsamen aber komfortabel ausgestatteten Kleinwagen mit Benzinmotor und möglichst geringen Unterhaltskosten als Zweit/Pendlerfahrzeug anzuschaffen.

 

Was gibt es also zu berichten nach dieser gefahrenen Distanz:

Zunächst mal stand die erste Inspektion bei 15t Tsd.Kilometern an und schlug mit 185,51€ zu Buche. In diesem Zusammenhang wurde eine etwas schwergängige Fahrertüre und ein Klappergeräusch von der Rückbank bemängelt. Die Fahrertür wurde eingestellt und in der Rückbank der Sicherungshaken für den Klappmechanismus neu verschraubt, beide Mängel sind damit bisher behoben.

 

Im Frühjahr wurde der Kleine Opfer einer heftigen Parkremplers, der einen neuen Stoßfänger und einen neuen Kotflügel nebst Lackierung nach sich zog. Das verursachte ungeplante Kosten von 300€ für die Selbstbeteiligung, sowie eine künftig pro Jahr 80€ teurere Versicherungseinstufung – dank dem weiterhin um sich greifenden Volkssport der Fahrerflucht des Unfallverursachers.

 

Die Kostenbilanz sieht ansonsten bisher positiv aus. Im Mittel liegt der Verbrauch des verbauten 1,0 Liter 69PS Dreizylinders über die bisherige Distanz zwischen 5,2 und 5,5 Litern im Pendelverkehr mit einem hohen Autobahnanteil. Sparsam bewegt schafft der kleine Hyundai aber auch eine 4 vor dem Komma. Fahrkomfort, Lenkung, Federung überzeugen mich und die täglichen Fahrten zur Arbeit sind im i10 entspannt und komfortabel zu meistern.

 

Der Kofferraum reicht darüber hinaus locker auch für mehr als nur einen kleinen Feierabendeinkauf aus. Weder bei mir gab es bisher irgendein wirkliches Problem noch im entsprechenden Forum auf MT gibt es bisher Berichte über Gravierendes oder ernsthafte Schwächen - eher im Gegenteil. Hyundai scheint also auch mit dem aktuellen i10 weiterhin seinen Ruf positiv auszubauen. Für mich immer wieder erstaunlich, wie schnell dieser Autohersteller gelernt hat und zu einer echten Alternative zu vielen alteingesessene Marken für die Käufer geworden ist.

 

Meine Kritik hält sich daher in Grenzen. Auch nach 25 Tsd. Kilometern mit unter anderem einem kalten Winter ist der i10 frei von irgendwelchen Klappergeräuschen, alles funktioniert wie es soll und auch Heizung und Klimatisierung sind für einen Wagen dieser Fahrzeugklasse völlig ok und ausreichend - das ist in dieser Klasse nicht die Regel.

 

Die Materialien wirken ebenfalls alle noch neuwertig. Eine kleine Ausnahmen macht hier aber der Fahrersitz, hier lösen sich (zugegeben erst bei sehr genauem Hinsehen) auf der Sitzfläche scheinbar bald eine paar Nähte auf. Ich werde das bei der nächsten Inspektion vorstellen und rechne damit, dass hier das 5 Jahresversprechen von Hyundai greift.

 

Die sehr umfangreiche Ausstattung des i10 (bei Bedarf siehe Profil), von der Sprachsteuerung bis Lenkradheizung funktioniert hingegen seit Kauf ebenfalls zuverlässig und klaglos und macht den Kleinen zu einem angenehmen Begleiter.

 

Wenn ich den i10 kontinuierlich "Kleinen" nenne, so ist das sicher nicht falsch, denn er gehört zu den Klein/Kleinstwagen, ich meine es aber eher liebevoll. Unser früherer Fiat 500 - treue Blogleser werden sich an Luigi erinnern- löste zwar deutlich mehr Emotionen aus aber ich muss ehrlich gestehen:

Weder in Verarbeitung/Materialauswahl, Fahrwerk, Sitzkomfort oder dem ein oder anderen weiteren sehr nüchternen Detail kann er den deutlich günstigeren i10 toppen oder teils gar mithalten. Zur Erinnerung, ich habe für den i10 als Neuwagen nach Verhandlung "nur" 10.100€ bar bezahlt - für das dafür bisher Gebotene, läßt mich das weiterhin sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen.

 

 

 

 

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31.08.2015 14:38    |    Andi2011    |    Kommentare (9)

Der GT40 wurde von Henry Ford II nur aus einem einzigen Grund gebaut.

Nein, nicht weil er einen erstklassigen Sportwagen auf die Straße bringen wollte oder weil Ford den Rennsport zu Werbezwecken nutzen wollte, nein das alles spielte nur die zweite Geige, der Hauptgrund war ein Anderer:

 

Die perfektionierten 12 Zylinder der Ferrari sollten durch einen Ford V8 in Grund und Boden gefahren, gedemütigt, bloßgestellt und blamiert werden! Der Grund dafür ist schnell erzählt:

Henry Ford und Enzo Ferrari waren zwei Sturköpfe vor dem Herrn. Ford wollte Anfang der 60er möglichst schnell in den Rennsport einsteigen und da bot sich eine nette Variante – einfach Ferrari kaufen!

Enzo war auch alles andere als abgeneigt, wollte aber andererseits nicht, dass sein Name von der Bildfläche verschwindet und so verlangte er nachdem eigentlich alles schon besiegelt schien von Henry, dass die Rennsportabteilung doch bitte Ferrari-Ford heissen solle und er die Leitung übernimmt.

 

 

Lange Rede kurzer Sinn: Das war zu viel des Guten für Henry und als Enzo dann noch kurzerhand verkündete: „Der Deal ist geplatzt.“ schäumte der Enkel von Henry Ford -durchaus genau wie Enzo als kleiner Choleriker bekannt. Nun sollte Ferrari büßen, öffentlich, beim damals größten und weltweit bekanntesten Renn-Event: Le Mans

 

1964 wurde der GT40 mit seinem V8 losgelassen, gertreu dem Motto: Warum ein teurer 12 Zylinder, wenn reichlich Hubraum den Job übernehmen kann!

Er kämpfte anfänglich mit zu erwartenden Problemen, die aber schnell überwunden waren.

1966 schlug dann der rabiate Big Block mit 7 Litern und 485 Renn-PS zu. Damit waren 343 km/h Spitze möglich, die den GT40 erbarmungslos in Le Mans alles, inklusive der Ferrari, in Grund und Boden fahren lies. Der GT40 belegte Platz 1 mit Bruce McLaren am Steuer und Platz 2 und 3 gingen ebenfalls an den GT40. Die 24 Stunden von Le Mans wurden auch 1967 von verschiedenen GT40 in den Versionen MKI, II und IV gewonnen und derartig dominiert, dass Ferrari kein Land mehr sah...und Le Mans verließ der GT40 auch 1968 und 1969 als Sieger...Henry hatte seine Rache!Enzo tobte.

 

 

Und heute?

Der GT 40 ist längst eine Rennlegende und fasziniert mich auch optisch bis heute, wie sonst nur noch der Porsche 904 , der mit ähnlicher Karrosserieform und PS Zahlen, flach wie eine Flunder auf der Strasse lag. Der Name GT40 setzte sich übrigens zusammen aus Gran Turismo (für diese Rennserie war er aber nie gebaut) und 40 für die Höhe von 40 Zoll – und das ist verdammt noch mal sehr niedrig gebaut.

 

Der Ford GT40 hat Rennsportgeschichte geschrieben und war bei den Fans hoch beliebt und auf den Straße der Welt fanden sich in den nächsten Jahren einige Kit-Cars, den GT40 mit geplanter Straßenzulassung gab es nur in einer Zahl von sieben Stück!

 

Die Rechte an dem Namen GT40 hatte Ford sich dummerweise nie gesichert und als Ford sich entschloss den GT40 in begrenzter Stückzahl als Konkurrenz für Ferrari oder Corvette wiederzubeleben und einen wunderschönen Sportwagen schuf - so musste dieser offiziell GT heissen. Ok, er ist eh wenige cm höher als der alte GT40...aber dafür in allem perfekter.

 

 

5,4 Liter groß ist der Kompressor-V8 und leistet rund 550PS und 774Nm Drehmoment bei 4500U/Min. Das reicht für den Sprint auf Tempo 100 deutlich unter 4 Sekunden und für 330 km/h (begrenzter!) Spitze – das alles mit nur einer Nockenwelle, wie damals beim Ur-GT40.Der GT war bei uns sofort ausverkauft und wer einen der 101 Exemplare für Europa besitzt, ist wohl auch ziemlich stolz drauf. Aktuell sind die Preise für einen GT bald wieder beim Neupreis von 2005 - um die 150tsd sind mindestens fällig.

 

Nicht viel für einen Supersportler, der -Originaltext eines Automobiltesters “Ein Schlag direkt in die Fresse!“ ist.

 

Ein Geschäftspartner meines Schwiegervaters besitzt einen, kam damit 2010 zu dessen Geburtstag.

Ich durfte mal Probesitzen und einmal den Motor starten, fahren leider nicht, aber überhaupt mal in einem zu sitzen oder aus der Nähe zu bestaunen ist ja schon selten genug.

Ein unglaublicher Wagen, unglaublich, ein anderes Wort fällt mir nicht ein.

Die Karosserieform ist einfach ein Traum und auch der Innenraum ist sowas von klasse gemacht, ein echter Traumsportwagen!

 

Getreu dem Motto "Loud pipes save lives" ist der Sound des V8 ist schon im Stand eine pure Wonne, das ganze Auto vibriert beim vorsichtigen Tritt auf`s Pedal frei nach dem Motto "made for fun!“

Auf der Detroit Motor Show 2015 stellte Ford ein seriennahes Konzeptfahrzeug vor, das die Nachfolge des GT antreten soll. Der neue GT unterschiedet sich aber vom Ur-GT40 auch optisch meiner Ansicht nach stärker als der GT. Ob er dessen Charm erreichen wird – man wird sehen.

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

Quelle: Ford GT: Die Geschichte einer Rennsportlegende von Adrian Streather
Dieser Blog erschien bereits einmal im Jahr 2011, wurde aber versehentlich gelöscht, deshalb habe ich ihn leicht aktualiert noch einmal veröffentlicht.

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19.08.2015 12:06    |    Andi2011    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: Dies Das

Nimmst du Anhalter mit?

Per Anhalter fahren oder Trampen kommt glaube ich so langsam aus der Mode. In meiner Kindheit und Jugend der 70er und 80er stand eigentlich gefühlt an jeder Autobahnauffahrt und auf jedem Rastplatz jemand mit dem bekannten ausgestreckten Daumen.

Mein zugegeben sehr konservativ eingestellter Vater hat NIE einen Anhalter mitgenommen und hätte das auch nie getan.

 

Er hatte zwei Argumente:

1. Bei Männern weiss man nie ob sie einen nicht überfallen wollen

2. Bei Frauen sollte man es nicht machen, damit diese nicht auf den Geschmack kommen und vielleicht irgendwann an einen

Vergewaltiger geraten

 

Zugegeben, eine sehr pauschalisierte Denkweise.

Ich selbst habe allerdings ehrlich gesagt auch noch nie einen männlichen Anhalter mitgenommen, genau aus dem Grunde, dass mir das Risiko zu hoch ist, tatsächlich jemanden in mein Auto zu holen, der vielleicht was anderes im Sinn hat, als nur von A nach B zu kommen.

Ich habe einmal eine Anhalterin mitgenommen, die recht verzweifelt abends an einer Raststätte eine Mitfahrgelegenheit suchte – ich gebe zu, ich dachte eher in der Richtung „Lieber ich bring dich heil dahin wo du hinwillst, als in 6 Monaten dein Foto bei XY-Ungelöst zu sehen."

Ich bin da ängstlich, würde es meiner Tochter z.B. nie erlauben!

 

Wie geht es euch?

 

 

Danke für`s lesen!

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02.06.2015 13:07    |    Andi2011    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Straßenfunde

Ich erhalte immer wieder von Bloglesern und Freunden Fotos für meine "Strassenfunde" Blogreihe, von Autos die selten, skurril oder einfach besonders sind und ihnen selbst vor die Kamera kamen.

Die Blogreihe Straßenfunde "Supporters“ zeigt diese Fahrzeuge.

 

Heute gibt es einen besonders schönen Fund aus dem Strassenalltag: einen VW T2 oder "Bully"

 

Der Name des bei uns als „Bully“ bekannten T2 "Jesus me chama" kommt aus dem letzten Fertigungsland des T2 - Südamerika. Er bedeutet „Jesus ruft mich“.

Der Name ist der kaum vorhandenen Sicherheitsausstattung geschuldet, denn ein T2 kennt weder ABS noch Airbag und teils nicht mal Sicherheitsgurte an allen Plätzen.

 

Aber wen wundert es, der Bully stammt schließlich direkt aus der Nachkriegszeit und der T2 lief bei uns in Deutschland 1979 das letzte Mal vom Band, während er in Brasilien noch bis 2013 als „Neuwagen“ vom Band kam.

So ein T2 kostete bei uns damals rund 8500 D-Mark. Heute ist er ein Kultauto mit großer Fangemeinde und gute Exemplare kosten auch mal locker 20 tsd. Euro, seltenere Modelle schaffen auch durchaus Preise jenseits der 30tsd. Euro.

 

Meine Liebste hat sich vor einigen Jahren in so einen T2 verliebt und träumt bis heute davon, einen zu besitzen.

Allerdings fehlt uns neben der passenden Garage aktuell mit zwei Kindern auch beiden die Zeit für ein solches Auto und wer es im Alltag bewegen will, muss schon auch ein paar Abstriche in seiner Freizeitgestaltung hinnehmen können.

 

Dieser hier auf den Fotos ist wohl ein T2b aus der Zeit zwischen 1972-79 in der Westfalia-Camper-Ausstattung mit Aufstelldach (ich glaube darunter war dann ein Doppelbett?). Der Doppelvergaser-Motor hatte meines Wissens nach 69 PS und der Wagen hier steht einfach hervorragend da. Die Ersatzteilversorgung für einen Westfalia ist meinem Wissen nach auch noch recht gut und problemlos, Classic-Parts hat da noch einiges im Angebot, so dass sich die Unterhaltskosten finanziell in Grenzen halten. Ein wunderbarer Fund, den der liebe Herrgott hoffentlich noch lange nicht rufen wird!;)

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

Quelle: diese Bilder hier stammen von Twindance, der sie mir zur Verfügung stellte, vielen Dank dafür

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11.05.2015 17:39    |    Andi2011    |    Kommentare (50)    |   Stichworte: Focus

Mein erster Focus war Ende der 90er der MK1 mit dem Vierzylinder 2,0 Liter Saugmotor. Dieser leistete 130 PS und 178 Nm bei 4500 Umdrehungen, der Durchschnittsverbrauch lag damals bei 10-10,5 Litern...

2015 fahre ich nun wieder einen Focus und auch wenn einige Leistungsdaten fast identisch sind (125PS, 170-200 NM) so gibt es doch ein paar wesentliche Unterschiede:

 

Der neue Focus stellt sein Drehmoment ab 1500 U/Min und anhaltend bis 4000 U/Min zur Verfügung, während sein Ahne dies erst bei 4500U/Min tat. Abgesehen davon jagt sich der neue Focus vom Benzin mindestens drei Liter weniger auf 100km durch seine Innereien als damals UND… er hat einen Zylinder und einen Liter Hubraum weniger.

 

 

Diverse 100tsd Kilometer-Dauertests haben dem Dreizylinder nicht nur besondere Standfestigkeit und keinen relevanten Verschleiß bescheinigt, sondern auch Spar- wie Spaßpotenzial. Im Alltag kann ich das bisher absolut bestätigen.

Sehr leise und mit beim beherzten Tritt auf`s rechte Pedal angenehmen sportlich knurrend, habe ich bisher nichts gefunden, was ich dem bisher kleinsten Ecoboost ankreiden könnte.

Ich behaupte, wenn man nicht vorher weiß, dass man in einen Dreizylinder mit einem Liter Hubraum fährt, würden 99% aller Fahrer und Mitfahrer von einem sehr angenehm leisen Vierzylinder mit gutem Durchzug und Beschleunigungsverhalten ausgehen.

 

 

Beim Fahrverhalten bietet der Focus ebenfalls wenig Anlass zur Kritik. Nun hat der Focus in seiner Klasse was Fahrdynamik angeht schon immer Maßstäbe gesetzt, ich kenne aber tatsächlich wenige Autos, die serienmäßig einen so gelungenen Kompromiss aus Agilität und Komfort bieten. Sicher tut auch die Lenkung, die sehr präzise und schön rückmeldet, ihren Teil dazu.

 

Aus optischen Gründen hab ich mich für 18 Zoll Alus entschieden.Auswirkungen auf den Abrollkomfort hat das sicherlich, allerdings so komod, dass sich hier auch kein Kind auf der Rückbank beschweren würde.

 

 

Kommen wir zum Zubehör und den Assistenzsystemen:

 

Im Vorgänger des Focus, meinem C-Max, hatte ich schon mit diversen Assistenten positive Erfahrungen gemacht. Kein Ausfall in rund vier Jahren und hoher Komfortgewinn haben mich nun auch beim Focus großzügig die Liste der Assistenzsysteme mit Kreuzchen versehen lassen.

Ich will hier nicht alle thematisieren, die bei mir verbauten üblichen Verdächtigen wie Toter-Winkel-Assistent, Rückfahrkamera, Fahrspurassistent, Verkehrsschilderkennung oder Ein/Ausparkassistent usw. dürften mittlerweile hinlänglich bekannt sein und funktionieren im Focus, in teils der zweiten Generation, allesamt sehr gut.

 

 

Hervorheben möchte ich das Active City Stop-System, dass den Focus bis zu einer Geschwindigkeit von 50 Km/h zum stehen bringen soll bevor er auf ein Hindernis auffährt. Während ich noch überlegte, wie ich diese System im Alltag mal ungefährlich probeweise irgendwo mit Kartons oder so testen könnte, holte mich der Alltag schon ein. In einem unaufmerksamen Moment verhinderte das ACS tatsächlich zuverlässig meinen andernfalls ersten selbstverschuldeten Unfall in rund 26 Jahren.

 

Weiterhin sehr positiv im Alltag ist der s.g. Cross-Traffic-Alert. Dieser warnt beim Rückwärtsfahren, beispielsweise aus Garagen oder Parklücken, vor Querverkehr von links und rechts den man mit dem Auge noch gar nicht sehen kann und tut auch das sehr zuverlässig und ist ein echter Sicherheitsgewinn.

Verzichtbar hingegen finde ich den verbauten Müdigkeitswarner, denn dieser analysiert eigentlich nur das Fahrverhalten und zieht daraus Rückschlüsse. Ob ich wirklich müde bin oder nicht oder gar drohe, am Steuer einzuschlafen erkennt er so einfach nicht.

 

Ein interessantes Extra finde ich auch den Notrufassistenten, der nach einem Unfall Hilfe an den Unfallort ruft- braucht man aber hoffentlich nie. Erwähnen möchte ich die multifunktionalen Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und statischem Abbiegelicht. Für mich bieten diese einfach eine hervorragende Ausleuchtung und der progressive Fernlichtassistent, der tatsächlich auch rechtzeitig abblendet, arbeitet ebenfalls gut, daran muss ich mich aber im Alltag noch ein wenig gewöhnen.

 

Ein Alleinstellungsmerkmal beim Zubehör ist auf jeden Fall der automatische Türkantenschutz. Insbesondere mit Kindern ist dieses Extra wirklich alltagstauglich und verhindert nicht nur die unbeabsichtigte Beule beim Nebenmann, sondern auch unschöne Lackschäden an den eigenen Türen - gute Sache!

 

 

Nach so viel Lob darf auch etwas Kritik sein.

Schade finde ich persönlich beispielsweise, dass Ford für den neuen Focus nicht wie für den C-Max oder Kuga eine elektrische Heckklappe anbietet. An dieses gute Komfortextra hatte ich mich im C-Max vorher sehr gewöhnt. Die fehlende Abschaltmöglichkeit des Beifahrerairbags, die heute nahezu jeder Kleinwagen schon serienmäßig hat, ist für mich hingegen völlig unverständlich. In einem Fahrzeug, das nun nicht selten von Familien erworben wird, sollte sowas nicht nur als Nachrüstsatz erhältlich sein.

Insgesamt ist der neue Focus ein tolles Auto mit nur wenigen Schwächen und vielen Stärken:

Ausreichend Platz, zuverlässig, gut verarbeitet, technisch auf der Höhe der Zeit mit einigen innovativen Details und optisch und preislich attraktiv.

 

Damit ist erst mal das Ende der Vorstellung erreicht - allerdings nicht das Ende mit dem Focus sondern nur das der dreiteilige Fahrzeugvorstellung. Weitere "Turnierefahrungen" werde ich hier regelmäßig kundtun, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich nach den ersten 10 tsd Kilometern das erste Fazit ziehen...ich bin gespannt was die nächsten Jahre bringen…

 

Danke für`s lesen!

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06.05.2015 15:29    |    Andi2011    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: Autogeschichten

Liebe Männerwelt und Leidensgenossen,

 

vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch noch an meine AUTOGESCHICHTEN: Pannenhelfer oder Depp des Tages Geschichte. Heute möchte ich euch von einem Mysterium berichten, dass mir seit langer, langer Zeit immer wieder begegnet…

 

Wir haben zu Hause zwei Autos, einen Ford Focus und einen Hyundai i10.

Der Hyundai i10 dient vorrangig mir an 5 Tagen in der Woche als Fahrzeug für den Arbeitsweg, meine Liebste nutzt ihn mal am Wochenende, oder abends wenn noch irgendwas schnell zu besorgen ist.

Der Focus ist der Familienwagen. Meine Liebste chauffiert damit unsere Kinder zur Schule, zum Kindergarten, Sportverein, Schwimmen und diversen Freizeitaktivitäten hin und wieder zurück und natürlich dient er Familienausflügen und größeren Einkäufen - soweit nichts besonderes.

 

 

Ich stelle mir aber nun schon mehrere Jahre immer wieder folgende Frage:

 

Wenn ich aus dem Hyundai am Ende der Woche aussteige und beispielsweise Samstagmorgen mit dem Focus weg will – warum leuchtet mir dann immer die Tanklampe entgegen um mir zu sagen „TANK DEN WAGEN!“?

Drücke ich am Bordcomputer die Taste für die Restreichweite steht dort in der Regel entweder nichts mehr (also NULL) oder eine respektable Restreichweite im untersten zweistelligen Bereich mit der ich definitiv nicht mehr weit, aber auf jeden Fall zu einer der drei unserem Haus naheliegenden Tankstellen komme!

 

Nun bin ich mir sehr sicher, dass ich in dieser Situation den Hyundai am Freitag mit meist etwa halb vollem Tank abgestellt habe…steige ich nun aber Montagmorgen wieder in diesen ein, leuchtet mir auch hier wieder eine Tankanzeige entgegen und fordert mich auf „TANK DEN WAGEN!“!

 

Es MUSS irgendein Geheimnis hinter dieser Tatsache stehen, warum ich in dieser sich etwa alle zwei Wochen wiederholenden Raum-Zeit-Falle sitze, aber fest steht: Meine Liebste tankt keine Autos!

 

Denkt nicht, dass sie das nicht könnte, neiiiiin - sie kann z.B. wenn sie einen Firmenwagen fahren muß oder ein Auto ihres Vaters... Tanken, Luftdruck messen, den Ölstand kontrollieren, kein Thema - ja sie hat sogar schon mehrfach Fahrsicherheitstrainings besucht, fährt prima Auto usw. nur bei unseren Autos klappt das mit dem Tanken irgendwie nie!

 

 

Als ich sie mal darauf ansprach grinste sie nur, strich mir wohlwollend über die Wange - murmelte etwas wie: "Ach Schatz was du immer denkst..." - aber mehr auch nicht!

 

Als wir vor kurzem den Focus neu bekamen dachte ich mir, clever wie ich bin: „SO Baby, jetzt krieg ich dich!“ und ersann folgenden Plan:

 

Damit der Wagen gut eingefahren werden kann, nahm ich ihn in den ersten vier Wochen für den tgl. Arbeitsweg und meine Liebste begnügte sich mit dem i10 – ich setzte mich konsequent nicht ein einziges Mal in den i10 um gar nicht erst in die Situation zu kommen, ihn zu tanken…nun, was passierte nach vier Wochen, als ich mit ihr den Focus wieder gegen den i 10 tauschte?

 

Genau, der Tank des i10 war ratzeputz leer

–ABER ich wollte ihr ja ein Schnippchen schlagen, also hatte ich es mit meinem fahrerischen Können so hinbekommen, dass der Focus noch etwa 50 Kilometer Restreichweite fahren konnte bis ebenfalls wieder die Tankanzeige angeht – sie MUSSTE also in der Woche tanken in der sie den Focus fährt, bis Freitag auskommen wäre unmöglich!

 

In besagter Woche rief meine Liebste mich dann am Donnerstag (endlich, ich wartetet schon) auf der Arbeit an:

 

Sie: „Du Schatz, die Tankwarnlampe von dem neuen Focus ist angegangen, was soll ich machen?“

 

Ich: „TANKEN!“

 

Sie: „Scherzbold, ich weiß nicht wie, das ist doch ein neues Auto, ich hab den noch nie getankt, der hat doch bestimmt wieder irgendwas besonderes, ich will doch nur nix kaputt machen!“



Ich: „NÖÖÖÖHÖÖÖÖ, den kannst du genauso tanken wie unseren vorherigen C-Max, klappe auf, Zapfpistole rein, tanken – nix zu beachten!“

 

Sie: „Äh, ja ok, dann weiß ich Bescheid…ich bin jetzt gleich zu Hause, mal sehen ob ich jetzt VIELLEICHT auf dem Weg an einer Tankstelle vorbei komme!“

 

Ich: (halb ins Handy schreiend und geifernd) „Wir haben DREI Tankstellen im Umkreis von 2 Kilometern um unser Zuhause und du…“

… sie hatte schon aufgelegt.

 

Am Abend komme ich heim, meine Liebste empfängt mich mit den Worten:

 

„Du ich muss rasch zu Vanessa (hochschwangere Freundin), die braucht eben Hilfe, ich bin so in 2-3 Stunden wieder da, denk dran die Kids gleich zum Schwimmunterricht zu fahren, Schlüssel vom Ford (in dem sind die Kindersitze verbaut) liegt da, ich bin weg.“

 

 

…und verschwindet mit dem Hyundai Schlüssel in der Hand, auf den Ford Schlüssel auf der Kommode zeigend…

Als ich mit den Kindern in den Focus steige weiß ich genau, mein Schicksal ist besiegelt, ich habe wieder verloren –ihr ahnt es schon, mir blinkt freudig orange-gelb die Tankanzeige entgegen, Restreichweitenanzeige: Keine mehr...

 

…ich fahre tanken, sie ist wohl eben einfach zu schlau für mich!;)

 

 

 

 

Ich hoffe euch hat mein kleiner humorvoller Blog gefallen, danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilderquelle: Pixabay,lizenzfreie Fotos

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16.04.2015 23:26    |    Andi2011    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: Focus

Die ersten 2000 Testkilometer mit dem neuen Focus sind fast rum, Zeit für einen ersten Eindruck:

 

Fangen wir im Innenraum an und hier mit dem augenscheinlichstem, dem neuen Cockpit.

Die Materialien haben sich gegenüber dem Vorgänger noch einmal spürbar verbessert, besonders gefällt mir das sehr gut in der Hand liegende und dick umschäumte Lederlenkrad, aber auch sonst habe ich hier bisher nichts wirklich kritisierenswertes entdeckt.

Alles ist sauber verarbeitet, fasst sich nett an und ist Intuitiv zu bedienen. Dazu passen fett ploppende Türen und Motorhaube.

 

Apropos intuitiv:

Das neue Sync2 mit dem Touchmonitor hat viel Licht - aber auch ein wenig Schatten.

Der Touchmonitor bietet eine wirklich intuitiv-einfache Bedienung und besteht aus vier farbigen Bereichen für Telefon, Navigation, Media und Klima - dazu läßt sich nach eigenen Wünschen ein Desktophintergrundbild laden. Der Monitor ist in normaler Sitzposition gut zu erreichen, bietet eine schöne Grafik und die Bedienung würde ich hier wirklich als einfach bezeichnen - insgesamt also sehr positiv.

 

 

In der Werbung sagt jemand zu Sync2 "Ich bin hungrig" und das System erkennt daraus, dass es dem geneigten Fahrer nun Restaurants in seiner Nähe anzeigen soll und wenn dieser sich entschieden hat, in welchem er nun speisen will, führt das Navi ihn automatisch dorthin...

Das funktioniert in der Realität tatsächlich, allerdings so etwa nur mit diesem einen Satz. Ansonsten erwartet Sync2 von seinem Benutzer schon das er sich an einige Standardformulierungen hält und ist damit weit weniger "einfach" als man suggeriert bekommt.

Nach etwas Übung bekommt man es aber gut hin Navigationsziele per Sprachfunktion einzugeben und Telefonate zu führen und das ist zumindest für mich schon das Wichtigste.

 

 

Was bietet die -oder konkreter meine- Ausstattung des neuen Focus noch...

 

Da wären auf jeden Fall die sehr schönen, gut riechenden, bequemen Sport-Ledersitze zu nennen - selbst für mich als "Ich hab Rücken" Menschen sind diese sehr bequem.

Das MY KEY System bietet die Möglichkeit, den Zweitschlüssel zu programmieren - so kann man der Ehefrau zum Beispiel verbieten laut Musik zu hören oder die Abschaltung von Fahrassistenten untersagen (ich empfehle das aber bei Bedarf dann doch eher für den 18 jährigen Nachwuchs, zumindest meine Frau fand den Gag- naja eher Semi :D;)).

 

Darüber hinaus bietet der Innenraum einige nette Kleinigkeiten wie die ausziehbare Armlehne, zwei USB Ports, ein Ablagefach in der Mitte (von VW abgeschaut) mit Zuziehrollo und darunter versteckt verstellbare Cupholder und Ablagen usw.

Erwähnenswert finde ich auch den schönen Bordcomputer. Dieser bietet neben der tollen Grafik u.a. die Möglichkeit sich vier Werte nebeneinander anzeigen zu lassen, ebenso Dinge wie die Geschwindigkeit als Digitalanzeige oder neben dem großen Touchmonitor auch noch eine zusätzliche Pfeilnavigation.

 

 

Sehr gut und effektiv finde ich auch die gegenläufigen Scheibenwischer, hier auch gut, die Wischer müssen zum reinigen der Scheiben oder Wischer nicht erst in irgendwelche Positionen gebracht werden, sondern diese sind bei Motor aus freilaufend zu bewegen.

 

Was fehlt mir denn bisher so?

 

Nun da gibt es schon Dinge die ich auch vom Vorgänger des Focus kannte, so bietet der Focus leider keine elektrische Heckklappe, die ich mit zwei Kindern und Einkäufen schätzen gelernt hatte. Der C-Max bot außerdem drei Einzelsitze hinten - da bietet eine 60:40 teilbare Rückbank natürlich weniger Möglichkeiten.

 

Die schwarz getönten Scheiben sind super, schade hier das der Focus nicht wie der C-Max zusätzlich versenkbare Rollos für die Kids hinten in den Türen bietet, ebensowenig gibt es Klapptische an den Rücksitzen. Aber irgendwo unterscheidet sich eben ein Kompaktvan von einem Kombi...

 

 

Zum Beispiel beim Kofferraum. Den finde ich beim Turnier besser nutzbar als im kompakten Max. Er ist größer, breiter, tiefer und hat einfach mehr Platz. Dazu kommt eine niedrige Ladekante und eine optionale Wendematte mit Stoßfängerschutz (im Alltag prima)!

 

Zur Außenoptik hab ich schon kundgetan, dass sie mir besonders gut gefällt. die Tagfahrlichter unterstreichen hier mal, wie ich finde schön, die Frontoptik als Designelement - was ich wirklich nicht bei allen Autos so sehe.

Beim Blinken dimmen sie auf der jeweiligen Seite ab und auch sonst hab ich an der Beleuchtung nix auszusetzen - im Gegenteil. Die Xenon mit Kurven- und Abbiegelicht sind einfach eine Wucht, der progressive Fernlichtassistent arbeitet narrensicher....aber zu den Assistenzsystemen erzähle ich euch beim nächsten Mal erst mehr.

 

Sehr glückllich bin ich mit der Farbe.

Brisbane Braun begeistert mich total. Endlich mal wieder eine richtige Metallic-Farbe die den Namen auch verdient. Die Farbe sieht je nach Lichteinfall immer etwas anders aus, funkelt wie es Metallic tun sollte und erweist sich darüber hinaus als relativ "dreckresistent" und passt wie ich finde auch optisch super zum Focus.

 

 

Zum Fahrverhalten, den Assistenzsystemen und zum Ecoboost werde ich euch natürlich noch berichten...aber erst beim nächsten Blog. Ich hoffe euch hat es Spass gemacht meine ersten Erfahrungen zu teilen, ich freue mich auf rege Kommentare.

 

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17.03.2015 20:45    |    Andi2011    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: Focus

Vier Jahre lang gab es mit dem C-Max in der Blog-Reihe "VANtastisch" regelmäßig meine Erfahrungen mit dem Ford C-Max zu lesen und die Reihe erfreute sich reger Teilnahme und Beliebtheit.

Mit meinem neuen Focus soll es regelmäßig so weitergehen in der neuen Reihe "Turniererfahrungen", in denen ihr planmäßig mindestens wieder vier Jahre lang meine Erfahrungen nachlesen könnt.

 

Als ich die aktuelle Focusbaureihe 2011 das erste Mal sah, war ich insgesamt vom Wagen überzeugt. Was mir persönlich aber nicht gefiel, war die Optik der Frontpartie. Außerdem wirkte er innen auf mich nicht sehr stimmig, ich fühlte mich nicht wirklich wohl darin.

 

Und jetzt?

 

"Du guckst einfach, was die anderen machen, und machst es dann besser"

so sagte der Chef der Produktentwicklung bei Ford Joe Bakaj in einem Interview.

 

Soweit würde ich nicht unbedingt gehen, auch andere Mütter haben hübsche Töchter, aber die optischen Neuerungen mit der bullig wirkenden Front, den schmalen Scheinwerfern und dem „Aston Martin“ Grill sind schon echt schick und haben dem Focus sehr gut getan!

Dazu ein leicht modifiziertes Heck mit neuen Leuchten, ein neues und stimmigeres Armaturenbrett, umfangreiche und weiter verbesserte Assistenzsysteme, eine neue Sprachsteuerung und überarbeitete Euro 6 Motoren und eine noch einmal in vielen kleinen Details verbesserte Haptik und Verarbeitung.

Manch anderer Hersteller würden das nicht „Facelift“ sondern „Neues Modell“ nennen“, meinte die ein oder andere Presseveröffentlichung sinngemäß und hat damit wohl recht.

 

Als ich den so erneuerten Focus erstmals bei meinem Händler besichtigte, fand ich den Wagen direkt klasse, für mich stand da nun ein elegantes, erwachsenes Auto das mich auch emotional sofort ansprach! Die Frontpartie mit dem eleganten Kühlergrill, die schmalen Scheinwerfer...ebenso wie beim neuen Mondeo oder S-Max gefiel mir das neue Design sofort!

Dazu kommen sehr guten Ausstattungsoptionen und Platz für die Familie bietet ein Turnier sowieso. So kamen kurz darauf die Preisverhandlungen und schnell war die Sache perfekt.

 

Bei der Anlieferung nur rekordverdächtige fünf Wochen nach der Bestellung, waren von Seiten des Werkes erst die falschen Felgen verbaut, aber das hatte mein Händler bis zur Übergabe erledigt und am 16.03. war es dann soweit.

 

 

Und hier ist er nun:

Titanium Ausstattung und eine recht volle Extras-Liste die vom Premium Leder über zig Assistenzsysteme bis zu den multifunktionalen Xenon-Scheinwerfern einiges aufweist, was ich für mich für sinnig hielt - die komplette Ausstattungsliste und noch mehr Fotos finden interessierte Leser auf Wunsch hier.

 

 

Was ich kurz nach der Übernahme schon sagen kann:

Der erste Eindruck ist sehr gut, der Focus hat noch mal deutlich an Fahrkomfort gewonnen, ist innen extrem leise und fühlt sich richtig gut an und damit ist auch das "Anfassen" gemeint. Ich werde euch hier weiter berichten wie meine Turniererfahrungen sich entwickeln! :D

 

 

 

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08.03.2015 21:23    |    Andi2011    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Dies Das

Der Geruch in einem Auto kann völlig unterschiedlich sein, was der eine als toll empfindet, ist für den anderen Gestank.

 

Letztens war ich bei diversen dienstlichen Angelegenheit innerhalb einer Woche mit verschiedenen Leihwagen unterwegs.

Der erste war ein Golf VII. Als ich in den Einstieg, stank es nach dem schließen der Türen, als hätte eine Ziege kräftig in die Sitze gefur…grauenhaft! Wieder raus aus dem Wagen, erst mal durchlüften.

 

Zwei Tage später hatte ich einen Passat, der roch von innen ganz angenehm, bis ich die Lüftung einschaltete, keine Ahnung was da los war aber es umströmte mich ein Citrusduft wie auf einer Plantage, nur chemisch. Lüftung aus,Fenster runter, bähhh

Ich vermute die Autovermietung tropft da irgendwas in die Lüftungsschlitze, keine Ahnung.

 

 

Die C-Klasse am gleichen Tag auf dem Weg vom Flughafen roch dagegen richtig nach neu (war sie auch fast), fand ich ganz angenehm.

Als ich abends wieder zum Flughafen ein Taxi nehmen wollte, ließ ich das erste in der Reihe, trotz des Unmuts des Fahrers stehen und wählte das Zweite, sorry aber wenn ich beim öffnen der Beifahrertüre eine Knoblauchfahne bis dorthinaus rieche…nein danke!

 

Ich persönlich bin frei nach Jürgen von der Lippe ein Nasenmann.:D

 

Ich rieche gern! Für mich ist guter Geruch ein Stück Lebensqualität. Morgens frisch duftende Kaffeebohnen in den Automat schütten, herrliche Gerüche!

Den Topf anheben wenn man heim kommt und am Essen riechen, wunderbar!

Beim Kochen an frischen Kräutern riechen, im Frühling draußen an den Blumen schnuppern – ich liebe es!

 

Und im Auto?

 

Ich persönlich mag den Geruch eines Neuwagens, diesen kaum beschreibbaren Duft, nein nicht dieser unangenehme nach Ammoniak, der Gute! Noch besser, der Duft von (altem) Leder im Auto, wunderbar!

 

Duftbäume und ähnliches waren mir immer suspekt, aber einen immer guten Duft im Auto zu haben ist auch nicht leicht. Wie geht es euch damit so, was macht ihr, was bevorzugt ihr!

 

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05.03.2015 10:58    |    Andi2011    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: Mein Max

In den VANtastisch-Teilen habe ich euch vier Jahre lang regelmäßig in der Blog-Rubrik „Mein Max“ über meine Erfahrungen mit dem Ford C-Max MK2 und dem 150 PS Ecoboostmotor, den ich im Mai 2011 neu gekauft habe, auf dem Laufenden gehalten – damit ist nun schneller als erwartet Schluss.

 

Rund 65 Tsd. Kilometer hat der C-Max mit uns zurückgelegt, nun wird er am 16. März durch den neuen Ford Focus Turnier schneller als geplant ersetzt.

 

Am 19.11. 2010 habe ich ihn damals bestellt, ohne dass ich ihn vorher gesehen habe (von Prospekten abgesehen) und auch den Motor- den 150PS Ecoboost- konnte ich vorher nicht fahren. Ein Wagnis das ich da eingegangen bin, allerdings wurde ich dafür belohnt.

Nachdem der Liefertermin nach mehrmaligen Verschiebungen letztlich im Mai 2011 gekommen war, erhielt er kurz darauf noch das MS- Tagfahrlicht aus dem Ford Zubehör. Dieses Zubehörteil war eigentlich der einzige wirkliche Ärger und wurde nach mehreren Ausfällen letztlich durch eine andere Variante ersetzt.

Im November 2013 hatte die Batterie einen Zellenschluss und wurde innerhalb der Garantie getauscht – das war´s auch schon im Groben!

 

 

Der Wagen hat uns vier Jahre und rund 64 tsd Kilomter lang begleitet und unterm Strich muss man sagen – außer Spesen nix gewesen!

Alles fühlt sich auch nach vier Jahren noch neuwertig an. Sitze,verbaute Extras, Motor, alles läuft wie am ersten Tag und auch lästige Knarz- oder Klappergeräusche sind ihm bis heute fremd.

 

 

Im C-Max-Forum, in dem ich seit der Bestellung immer aktiv war, sind bis heute ebenfalls keine signifikanten Schwächen oder gehäufte Probleme aufgetaucht- so dass ich wohl sagen kann:

Der C-Max ist ein guter Kauf und eine Empfehlung für alle die einen sehr agilen Kompakt-Van suchen!

 

 

Ford hat in den letzten Jahren wie ich finde sehr viel Boden gut gemacht, die Modelle gelten als zuverlässig, sind gut verarbeitet, ausstattungstechnisch auf der Höhe der Zeit und auch bezahlbar.

Dazu kommt eine neue Designlinie wie sie vor rund 4-5 Jahren begonnen wurde und mit aktuellen Modellen wie dem Focus, Mondeo oder jetzt dem neuen S-Max gut ankommt.

 

 

Bleibt mir zu sagen:

DANKE MAX, mein Kumpel - für rund vier zuverlässige und sichere Jahre, und eine Menge Fahrspaß.

Bis zur Übergabe deines Nachfolgers darfst du warm und trocken noch ein paar Tage in der Garage bleiben, dann werde ich dich noch mal duschen und dich dann beim Ford-Händler auf dem Parkplatz zurücklassen – nicht ohne Abschiedsschmerz, auch wenn ich voller Vorfreude auf deinen Nachfolger bin.

 

 

Ich wünsche dir einen guten Zweitbesitzer, der dich weiterhin pflegt, dir die notwendigen Wartungen zukommen lässt und sich an dir erfreuen kann. Mach`s gut...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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26.02.2015 22:40    |    Andi2011    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Heute geht es in der Rubrik SICHT DER DINGE meines Blogs wiedermal um ein autofremdes und eher philosophisches Thema, nämlich um Erinnerungen.

 

Was sind eigentlich Erinnerungen? Die Erinnerungen die wir haben machen uns doch zu dem was wir sind und wer hat sie nicht, die guten wie schlechten Erinnerungen die uns prägen...

 

Da ist zum Beispiel diese Frau, die mich meine ganze Lehrzeit über begleitete. Ich traf sie als Patientin immer wieder im Krankenhaus auf verschiedenen Stationen, von der Chirurgie, über die Innere bis zur Onkologie. Sie war Immer mit anderen behandlungspflichtigen Beschwerden dort, sie war 56 Jahre als ich sie das erste Mal kennenlernte und sie hatte ursprünglich Brustkrebs, metastasiert, d.h. er hatte gestreut und Tochtertumore in vielen Bereichen des Körpers gebildet.

Sie war eine sehr liebenswürdige alleinstehende Frau ohne Kinder, bis zu ihrer Erkrankung arbeitete sie an einer Grundschule als Lehrerin.

Ihre Krankheit trug sie mit unglaublicher Würde, die mich mit nicht mal 20 Jahren extrem beeindruckte. Nie hab ich sie niedergeschlagen erlebt, immer mutig. Nach wiederholten Operationen war sie immer spätestens am nächsten Tag aus dem Bett hoch und wenn es noch so weh tat. In meinem dritten Lehrjahr war sie am Ende ihrer Krankheit angekommen, ihr Körper war abgemagert aber sie liess es sich auch da keinesfalls nehmen - und wenn mit zwei Pflegekräften gestützt- selbst zur Toilette oder zum Waschbecken zu kommen.

Sie starb an einem sonnigen Sonntag in meinem Frühdienst, plötzlich und so wie sie war...nett, still und leise.

 

 

Es war 1992 gegen 21:45 Wir wurden zu einem Wohnungsbrand gerufen. Beim Eintreffen qualmte es stark aus zwei Fenstern in der obersten Etage des dreistöckigen Hauses. Das ältere Ehepaar aus Parterre erzählte, ausser ihnen sei heute niemand im Haus, die mittlere Wohnung stehe leer und die Familie mit den drei Kindern von oben hätten sie abends wegfahren gesehen.

Zwei Angriffstrupps gehen in die Wohnung in einem davon bin ich.

Im ersten Kinderzimmer finden wir zwei Kinder, 4 und 7 Jahre alt in ihren Betten, der andere Trupp im Wohnzimmer einen weiteren Körper, es ist der 11 jährige Bruder. Draussen stellt sich schnell heraus, jede Hilfe kommt trotz aller Reanimationsversuche zu spät, alle drei Kinder sind tot. Die Eltern treffen kurz danach am Einsatzort ein, sie waren für 2-3 Stündchen auf einem Geburtstag, der 11 Jährige sollte wach bleiben dürfen und aufpassen. Die verzweifelten Gesichter dieser beiden Menschen und die Schreie und das Weinen der Mutter werde ich nie vergessen. Es war mein erster Einsatz mit toten Kindern, es sollten in den nächsten Jahren noch einige folgen...

 

Es ist Sommer, ich sitze im Garten, ich höre den Nachbarjungen mit seinem neuen Kettcar den Gehweg entlang fahren, dieses typische Geräusch von Kunststoffrädern auf Gehwegplatten...

Auf einmal ist da mein rotes Tretauto, mein erstes eigenes Fahrrad, gekauft vom eigenen Geld für das ich wochenlang Prospekte austrug.

Ich sehe unseren Nachbarn am Zaun lehnen, wie er mit meinem Opa spricht und dabei habe ich auf einmal den Geruch von Frikadellen in der Nase...ja, das Küchenfenster steht auf, meine Mutter macht das Mittagessen. Ich schaue die Strasse hinunter, da hinten kommt mein Vater in unserem goldfarbenen Ford 17m von der Arbeit, ich öffne ihm schon mal das Garagentor - aber das alles ist mindestens 35 Jahre her, real ist nur der Nachbarjunge mit dem Kettcar...kennt ihr das auch?

 

Warum haben wir diese Erinnerungen die Guten wie die Schlechten und warum bleiben manche ein Leben lang? Die Schlechten sollen uns oft warnen, aber man darf nicht an ihnen zu Grunde gehen. Der Mensch ist ein soziales Wesen, wir müssen Reden, brauchen die Perspektiven anderer Personen, ihren Rat, ihren Trost damit aus einer schlimmen Erinnerung keine Last wird die einen ein Leben lang begleitet und wir die guten Erinnerungen teilen - nicht einfach!

 

 

Und die guten Erinnerungen? Die müssen wir besonders bewahren, das sind die kostbarsten die wir haben, oder nicht?

Eine geistig sehr rege und fitte Dame von beachtlichen 102 Jahren mit der ich mich diese Woche unterhielt, brachte mich auf diesen Blog durch einen ihrer letzten Sätze bevor wir auseinandergingen:

 

"Wissen Sie, was bleibt einem schon im Leben erhalten, wenn nicht die Erinnerungen.Die machen uns doch zu dem Menschen der wir sind!"

 

Ich weiss es nicht, sind Erinnerungen wirklich unser wertvollster Schatz? Für mich einerseits schon, andererseits macht es mich auch nicht selten nachdenklich, sogar manchmal traurig mich an Dinge -auch die Schönen- zu erinnern, denn es erinnerst mich auch daran, dass diese Zeit vorbei ist, nicht wiederkehrt.

 

Letztlich denke ich aber schon, unsere Erinnerungen prägen uns, machen uns zu dem Menschen der wir sind. Manchmal halten sie uns aber auch fest und wir benutzen sie als Ausrede für das was wir sind und uns selbst an uns nicht gefällt, aber letztlich sind Erinnerungen auch Vergangenheit und die Zukunft bestimmen wir selbst mit.

 

Was denkt ihr?

 

 

 

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Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

The Walking Dead

Andi2011 Andi2011

The Walking Dead

Ford

Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

MITWISSER (420)

Neugierige und Wissensdurstige

  • anonym
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  • OS78
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  • FG200
  • bibi67

Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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