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14.09.2012 18:51    |    Andi2011    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Mein Max

Am 23.08.2012 fand sich in meinem Blog ein Kommentar von "buradt" zu meinen C-Max VANtastisch Teilen.

"buradt" schrieb, er habe wohl meinen C-Max bei sich auf einem Baumarktparkplatz gesehen und war so angetan, dass er sich auch einen kaufte...eine schöne Geschichte, die mich natürlich ehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über MT fand er dann Bilder von meinen Max wieder, meldete sich an und erinnerte sich direkt an das bei mir verbaute Tagfahrlicht das ihm sehr gefällt und bat mich um Kontaktaufnahme...soweit die Vorgeschichte!

 

Der Altersunterschied von 30 Jahren zwischen "buradt" und mir - das darf ich sagen, er ist immerhin 71 Jahre alt- war kein Problem,wir verstanden uns als zwei typische "Ruhrpottler" direkt auf Anhieb sehr gut. Nach kurzem Mailkontakt und zwei Telefonaten trafen wir uns nun in Oberhausen.

 

 

Sein kleines Begrüßungsgeschenk war eine Tüte voller Chips und traf voll meinen Nerv, denn ich bin überhaupt kein Süßigkeitenfan, aber für Chipsfrisch ungarisch kann ich auch nachts um eins noch mal losfahren. Der erste Lacher war natürlich da, als er erzählte das er vor seinem verdienten Ruhestand genau für diese Firma tätig war.

 

 

Da er genau wie ich nicht 1,90m ist und auch Probleme hat, die serienmäßige Antenne des Max vor dem Waschstraßenbesuch zu entfernen (schlecht erreichbar und man muss sich an die ja dann schmutzige Heckklappe lehnen), kam ihm meine kleine Gegenleistung in Form einer waschstrassenfesten 3cm Antenne für seinen Max ebenfalls sehr recht und das Stück wurde schnell montiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten uns einiges zu erzählen, fachsimpelten über die Vor-und Nachteile des Wagens und klärten die ein oder andere für ihn noch offene Frage, denn sein Mäxchen ist schließlich grad mal im dritten Lebensmonat. Auch der Vergleich der Motorisierungen 150PS Ecoboost-Benziner und 140 PS TDCi war ein Thema und "buradt" hörte meinen Ausführungen als überzeugter Dieselfahrer aufmerksam zu und war besonders vom Sparpotenzial des Benziners angetan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sein C-Max ist ein 140 PS Diesel in Titaniumausstattung und er hat sich dazu so ziemlich alles an Extras gegönnt, was die Optionsliste hergab. Mein Max ist schon sehr gut ausgestattet, aber sein Schwarzer toppt das noch z.B. mit der Lederausstattung und dem großen Panoramasonnendach oder den schicken 18 Zöllern, die wie ich finde gut zum Wagen passen...nur das Tagfahrlicht aus dem Sonderzubehör fehlt ihm, aber das wird er nun nach der Besichtigung meines Wagens schnellstens nachholen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch seine automobile Biographie ist sehr interessant:

beruflich fuhr er eigentlich immer mit Ford-Modellen, privat eher Mercedes, angefangen damals beim Strich-8

Seinen Umstieg auf den C-Max hat er bisher nicht bereut: Gut verarbeitet, groß, bequem und einfach ein"geiler Wagen" war sein Urteil.

 

 

 

 

 

Ruck zuck war die Zeit um und wir machten noch schnell ein paar Bilder unserer "doppelten Mäxchen" und verabschiedeten uns auf bald...Tja, Autos verbinden manchmal auch Generationen!

 

Danke für`s lesen!

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13.09.2012 00:19    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Autogeschichten

Bei dem wunderbaren Wetter wollten wir letzten Samstag grillen, ich musste also noch mal kurz los um Baguette und Kräuterquark für die Folienkartoffeln zu besorgen...

 

Als ich vom Supermarktparkplatz runter fahren will, sehe ich wie etwas vor mir ein ungestümer Rollerfahrer viel zu schnell und in zu großem Bogen vom Parkplatz runter rechts auf die Straße fährt.

Es kommt wie es kommen muss und ich sehe noch wie er seitlich in den Kotflügel eines entgegenkommenden Vectra kracht und einen Helm weg fliegen...

 

Schnell halten Autos an, Handys werden gezückt, jemand holt ein Warndreieck heraus.

 

 

Da ich noch auf dem Gelände des Parkplatzes bin, parke ich meinen Wagen sofort rechts in einer freien Lücke, schnappe mir meinen Verbandskasten und mache mich auf in Richtung des Rollerfahrers.

Als gelernter Feuerwehrmann/Rettungsassistent gehe ich davon aus, dass ich hier bis zum eintreffen eines Notarztes vielleicht gebraucht werde?

 

Den Rollerfahrer hat schon jemand von der Straße auf den Bürgersteig gesetzt und um ihn herum bildet sich einen Menschentraube. Ich spreche jemanden an, ob der Rettungsdienst informiert sei und eine Frau sagt sie habe bereits angerufen Polizei und Rettungsdienst seien unterwegs.

Ich verschaffe mir Platz durch die Menschen um ihn herum und sehe einen vielleicht 17 jährigen Jungen an einen Baum gelehnt sitzen und mit einem Handy fuhrwerken...ok, scheint nicht so schlimm zu sein.

Er trägt ein Shirt, kurze Hosen und Turnschuhe, der Helm flog weg weil er ihn nicht korrekt auf hatte sondern jugendlich lässig nur bis zur Stirn auf den Kopf gesetzt hatte, wie ich kurz darauf erfahre.

 

Er hat das linke Knie aufgeschürft und etwas Blut am Ellenbogen, ich spreche ihn an, sein aufgeregtes Telefonat hat er beendet, aber nun hackt er wie wild auf sein I-Phon ein - in der Vermutung er habe vielleicht einen Schock frage ich ihn erneut, ob ich ihm helfen kann und mir gern seine Verletzung ansehen würde, seine Antwort:

 

"Ey Alder lass misch in Ruh, isch muss das hier bei Facebook und Twitter einstellen, dass is so endgeil ey."

 

...nein, der Typ hatte keinen Schock, nur einen Vogel!

 

Danke für´s lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilderquelle:Google Bildersuche


10.09.2012 22:07    |    Andi2011    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Autogeschichten

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, und ich erzählte euch in den vergangenen sieben Teilen davon und möchte mich schon an dieser Stelle bedanken, dass ihr diese Blogreihe gelesen und mich auf meiner Reise vom ersten Scirocco über Audi, BMW, Mercedes, diverse Ford und exotischeres wie Camaro und 911er begleitet und mit euren Feedback bereichert habt.

 

In Teil 7 erzählte ich euch von meinen/unseren letzten aktuellen Fahrzeugen und von einigen Traumwagen in meiner Familie und heute findet diese kleine Blogreihe mit

Meine Autogeschichten Teil 8: Blick zurück nach vorn ihren Abschluss.

 

 

Wenn ich auf diese Blogreihe zurückblicke, dann bin ich selbst überrascht, wieviele Fahrzeuge da so im Laufe der Jahre bisher zusammen gekommen sind. Aber die Begeisterung für Autos ist bei mir auch heute kein Stück geringer als vor fast 24 Jahren, als ich endlich meinen Führerschein in Händen hielt – auch wenn ich manche Dinge heute anders sehe.

 

Fest steht für mich, es wird bis auf Weiteres immer einen oder besser zwei „Alltagsautos“ geben.

Ich habe eine Frau, drei Kinder, Haus, Garten, Hobbys. Ich brauche also einen Wagen, der diesen Ansprüchen an Platz gerecht wird, mir aber gleichzeitig etwas Komfort und Spaß bringen soll. Diesen Wagen fand ich im aktuellen C-Max und ich bin bisher mit diesem Ford sehr zufrieden und werde ihn wohl noch einige Jahre weiterfahren.

Nicht weil es ein Ford ist, nein auch andere Mütter haben hübsche Töchter, er vereinte für mich einfach ideal meine Ansprüche an einen modernen und komfortablen Familienwagen und bot das Beste Verhältnis von Preis und Gegenleistung.

 

 

Auch der erst im Januar diesen Jahres hinzugekommene Golf VI verrichtet bisher seinen Alltagsdienst zuverlässig und solide.

Der Fiat 500 musste -wie Blogleser wissen- vor kurzem weichen, bleibt aber in der Familie. Was kommt da noch?

Wer weiß das heute schon, vielleicht werde ich in einigen Jahren über einen Hybriden als Alltagswagen näher nachdenken?

Das wird die Zeit und Entwicklung der nächsten Jahre wohl erst zeigen.

 

Allerdings gibt es ja auch noch den Wunsch, mir noch mal einen Wagen als reines „Freizeitfahrzeug“ zu kaufen, denn wenn es ein Hobby gibt, für das ich mich immer begeistern kann, dann sind es nun mal Autos.

Da gibt es natürlich noch ein paar Dinge die dem im Moment im Wege stehen:

Mein großer Sohn wird 15 und spart auf den Führerschein, meine Tochter ist 4 Jahre alt und begeistert sich monatlich für neue Dinge von Reiten bis Ballett und mein Kleiner mit seinen 4 Monaten wird auch noch Ansprüche haben.

Dazu kommen die üblichen "Alltagsbeschwerden" wie z.B. diverse Dinge am Haus die aktuell und demnächst noch gemacht werden müssen und Familie und Unterkunft gehen aktuell klar vor...ja und Freizeit ist mir heutzutage sehr wichtig. Ein guter Whisky, ein Glas Rotwein, ein Grillabend im Garten...und natürlich meine Familie und Freunde, dass sind Dinge die für mich heute vor einem Auto immer die oberste Priorität haben.

 

 

ABER aufgeschoben ist bei mir lange nicht aufgehoben und wer weiß, was in ein oder zwei oder „schlimmstenfalls“ fünf Jahren ist und dann gäbe mehrere Fahrzeugvarianten die mir gefallen könnten und ich möchte euch heute einladen, mit mir zusammen als Abschluss dieser Blogreihe einen Blick in (meine) automobile Zukunft zu werfen, was kann oder wird da noch kommen?

Ich lade euch ein, gern mit mir zu fachsimpeln und zu diskutieren und auch gerne eure eigenen automobilen Zukunftswünsche zu berichten... los geht’s:

 

 

Youngtimer/Oldtimer

 

Sollte es ein Youngtimer oder sogar schon Oldtimer werden, gäbe es für mich mehrere Kandidaten.

Um einige Beispiele zu nennen wäre da natürlich allein schon aus traditionellen Gründen ein Ford der M-Reihe in meiner engeren Wahl. Der 12M als erstes eigenes Auto meines Vaters würde einen Kreis schließen, ein 17M oder 20M wäre aber auch nicht zu verachten. Ein zu veranschlagendes Budget müsste hier wohl je nach Model zwischen 4-10tsd Euro liegen.

 

 

Reizen könnte mich tatsächlich auch ein Capri MK1 oder MK3, ein Granada oder Consul wäre auch eines dieser Fahrzeuge, die ich als zeitlos elegant ansehen würde. Ein Mercedes W123 wäre auch ein schöner Kandidat.

Ich erwähnte ja schon, dass meine Frau besonders auf den alten T2 Bus steht und selbst überlegt, ob das in zwei, drei Jahren ein Nachfolger für ihren Golf VI werden könnte. Schöne Modelle werden hier allerdings auch schon zum Preis eines gut ausgestatteten neuen Kleinwagens gehandelt.

Der Nachteil eines Old/Youngtimers wäre sicherlich für mich, dass ich eher kein Schrauber bin und auch wenige Kontakte in dieser Richtung habe. Ich bin zwar in der Lage kleinere Arbeiten zu erledigen, aber hätte zu mehr auch weder Lust noch Zeit. Ich bin dann eher der Typ der den Wagen optisch akribisch pflegen würde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sportwagen/Roadster/Cabrio

 

Einen Porsche 911 hatte ich schon einmal und es war wunderbar den Wagen zu fahren und es gibt wenig, was dem nahe kommen kann. Allerdings ist ein 911er in gut gebrauchtem Zustand wohl heute außerhalb meines Budgets, von den Laufenden Kosten ganz zu schweigen.

Klar verliert ein 911er ab einem gewissen Zeitpunkt in der Regel auch nicht mehr an Wert, so dass es andererseits eine überschaubare Investition wäre, die man zur Not auch wieder ohne Verluste verkaufen kann.

Ein schöner Roadster wäre auch was nettes. Ich will hier gar nicht von unbezahlbaren Traumwagen wie einer Cobra sinnieren, realistisch wäre da z.B. ein BMW Z3 der ersten Serie oder eben ein älteres Cabrio wie z.B. ein Saab 9000

Die Auswahl an guten Fahrzeugen ist hier sicher recht groß, aber andererseits auch stark vom Budget abhängig.

Grundsätzlich eher unwahrscheinlich, daß ich in diese Richtung gehe, aber nicht ausgeschlossen.

 

 

US-Fahrzeuge

 

Eigentlich seit ich bei MT bin, ist meine Begeisterung für US-Cars wieder entflammt und die Erinnerungen an meinen alten Camaro scheinen in hellem Glanz. Allerdings reichen hier im Moment meine Kenntnissee bei weitem nicht aus um qualifizierte Aussagen treffen zu können, auch wenn ich schon seit längerem im US-Car-Forum fleißig mitlese.

 

 

Hier ist das Angebot natürlich groß. Gefallen würde mir sicherlich ein Ford Galaxie oder natürlich ein schöner Thunderbird, aber welcher?

Ein Square Bird oder Flair Bird sind schon traumhaft schöne Fahrzeuge, aber auch ein Glamor Bird oder gar Big Bird hätte für mich durchaus seine Reize. Ein Ford F100 oder Ranchero oder Chevrolet El Camino sind auch Fahrzeuge die irgendwie zu mir passen würden. Die Preise für solche Fahrzeuge sind durchaus vertretbar, obwohl man nach dem ein oder anderen Model auch suchen muss, um ein gutes Exemplar zu kriegen.

Alternativ wäre für mich auch eine Variante, einen noch aktuellen (gebrauchten) Ami in die Auswahl zu nehmen.

 

Ein Mustang ist sicher ein feiner Wagen, noch dazu ein Ford und so wie es aussieht, wird er wohl ab 2014 auch offiziell über das deutsche Händlernetz angeboten. Ford hat endlich verstanden, dass es schlau fürs Image ist, einen solchen Wagen bei uns anzubieten und das wäre doch unterstützenswert. Aber hier lägen meine Wünsche im Moment eher klar bei einem Chevrolet Camaro oder Dodge Challenger. Der Chevrolet ist sogar problemlos über das hiesige Händlernetz zu beziehen und zu warten, der Dodge hingegen ist in meinen Augen noch eine Spur schicker.

 

 

Tja, soweit meine Gedanken dazu. Das Budget ist natürlich auch fahrzeugabhängig, meine Obergrenze wäre wohl max. 20tsd Euro.

Ihr seht, es geht ein wenig kreuz und quer.

Aber fest steht wohl auch im Rückblick auf meine bisherige Autobiografie – es bleibt immer ein wenig spannend und spontan.

 

 

 

 

 

 

Ich hoffe dieser Blog hat euch so viel Spaß gemacht wie mir und ihr hattet Freude beim lesen.

Ich danke herzlich dafür, dass ihr dabei geblieben seid und ich bin gespannt auf eure Meinungen/Ideen/Kommentare zu meinen Zukunftswünschen - zu euren eigenen Wünschen dürft ihr natürlich auch gern was schreiben!

 

Danke für`s lesen

 

 

Quelle: Google Bildersuche, die abgebildeten Fahrzeuge sind exemplarisch

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06.09.2012 15:34    |    Andi2011    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es aus sentimentalen Gründen ist.

 

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb geht es heute weiter mit dem vorletzten Teil

Meine Autogeschichten Teil 7: Von Diesel und Traumwagen eine kleine Blogreihe, in der ich über meine bisherigen Fahrzeuge und die Geschichten drum herum erzähle:

 

Teil 6 endete mit dem behobenen Wartungsstau des Mondeo MK2 Turnier und ich will euch heute in der vorletzten Folge dieser Reihe erzählen, wie es weiter ging...

 

Der Mondeo MK2 lief problemlos, sein 90 PS Turbodiesel war ein zuverlässiger Begleiter, der mehr zum Reisen als zum Rasen animierte. Trotzdem war er für den Wagen nicht die falsche Motorisierung, er hatte einen ganz ordentlichen Durchzug und auch auf der Autobahn war man mit ihm kein rollendes Hindernis.

Als der MK2 dann rund 190tsd Kilometer hinter sich gebracht hatte schrieben wir das Jahr 2003 und ich schaute mehr aus Zufall in einem Ford Autohaus vorbei, da ich mir mal den Mondeo MK3 ansehen wollte der grad ein Facelift und die neuen TDCi Motoren erhalten hatte.

 

Ich quatschte ein wenig mit dem Verkäufer und dieser zeigte mir dann einen Mondeo aus Ende 2002, also noch vor dem Facelift, der aber schon den neuen 2,0 TDCi Motor mit dem 130 PS Diesel besaß.

Er war in Zahlung gegeben worden, denn der Vorbesitzer war auf den neu erschienenen Ford C-Max umgestiegen.

Der Mondeo war wieder in der sehr guten Ghia Ausstattung, besaß das Ford-Becker Navi und so Nettigkeiten wie einen Tempomaten oder eine Klimaautomatik und hatte grade 11tsd Kilometer gelaufen. Ich war mit dem Turnier gut gefahren und überlegte ob es wieder ein Mondeo werden soll? Wieder ein Turnier? Als Single?

 

Ja!

 

Ich holte meinen neuen Mondeo TDCi Turnier eine Woche später ab.

 

Kurz darauf lernte ich meine Frau kennen und mit ihr nahm meine private wie auch meine automobile Geschichte eine völlig neue Wendung...

Die Details der private Wendung werde ich euch hier vorenthalten, sie waren aber wie man an zwei gemeinsamen Kindern sehen kann, bis heute sehr glücklich.

Die automobile Wendung war einerseits ein Golf IV TDI den sie mit in unsere künftiges gemeinsames Leben brachte. Ein guter und zuverlässiger Begleiter, der bis auf immer wieder durchbrennende Rücklichtbirnchen keinerlei Ärger machte und so ist es im Nachgang „meine Schuld“ das er mit 90tsd Kilometern sehr gut verkauft wurde.

 

 

Ich als bekennender Fan der Marke Ford machte ihr den 2008 erschienenen neuen Fiesta schmackhaft: Titanium Ausstattung mit Nettigkeiten wie (vor vier Jahren in dem Segment noch nicht üblichem) Scheinwerferassistent,Regensensor usw.

 

Der Fiesta wurde gekauft, aber...sie wurde einfach nicht glücklich mit dem Wagen.

Er lief problemlos, war bequem, toll ausgestattet, schick, nur er wurde einfach nicht „ihr Auto“.

Welcher selbst autobegeisterte Mann kann das nicht nachvollziehen?

Wenn es nicht passt, passt es eben nicht und sie verkündete mir damals schnell wer ihr „Traumtyp“ war – genau „Luigi“ unser Fiat 500.

 

Nun ist meine Frau alles andere als ein sprunghafter Mensch, allerdings ein durchaus spontaner und so überraschte es mich auch nicht, als sie vor kurzem als Untersatz einen Golf VI auswählte und mir aktuell in den Ohren liegt, dass sie den VW T2 Bus aus Mitte der 70er Jahre einfach „saustark“ findet...wer weiß, was da noch auf mich zukommt?!

 

Wenn ihr diese Blogreihe verfolgt habt und meine eigenen automobilen „Wechselspiele“ in manchen Zeiten erlebt habt, wisst ihr warum ich darauf mit großem Verständnis reagiere, denn ich war nicht einen Deut anders...

 

Der Mondeo MK3 hingegen war gute acht Jahre mein dauerhafter Begleiter über knapp 220tsd Kilometer bekam er brav seine Wartungen, einen Rußpartikelfilter und drei neue Injektoren und ließ mich ansonsten nie im Stich und erfüllte alle Anforderungen die meine Frau, nebst Kindern hatten und machte mit seinem drehmomentstarken Diesel richtig Spass und war zugleich sparsam, ich verspürte keinen großen Drang mehr nach Veränderung - bis ich ihn 2011 gegen den neuen Ford C-Max tauschte, diesmal ein moderner Benziner.

 

Die zweite automobile Wendung verursachte mein heutiger Schwiegervater:

Über ein Jahr nach dem ich mit meiner heutigen Frau zusammen war, lernten wir uns erst etwas näher kennen. Wir hatten uns natürlich schon mehrfach kurz gesehen und ein paar Freundlichkeiten ausgetauscht aber dann kam der Tag an dem meine Liebste ihn wohl vorwarnte, dass ich nicht nur ihr Freund sondern auch ihr Mann für`s Leben sein könnte...

 

Er lud uns zu einem gemeinsamen Abendessen ein und als wir danach gemeinsam zum Parkplatz gingen, wollte er in einen Porsche 911 Turbo S und zwar aus der 964er Baureihe einsteigen...

Natürlich stürzte ich mich darauf und wir fachsimpelten und das ich auch mal einen 964er hatte, sorgte natürlich für ein langes Gespräch noch auf dem Parkplatz, bis meine Liebste mehrfach zum Aufbruch drängte.

Zu hause angekommen löcherte ich sie natürlich und fragte warum sie mir nichts davon erzählt hat. Sie meinte nur, er würd halt nicht damit angeben und er brauchte erst Zeit, ob es mit uns ernst wird. Ok, verständlich!

 

Er rief einige Tage später an und verabredete sich mit mir, um mir mal einen besonderen Porsche zu zeigen.

Das „Besondere“ war ein weiterer Porsche 964. Diesmal allerdings das Jubiläumsmodell. Diese Sondermodell „30 Jahre 911“ ist ein gesuchtes Sammlerstück und ein 964 Carrera 4 mit der breiten Karosserie des Turbo ohne dessen dominanten Spoiler die Grundlage – ich war begeistert!

 

Aber als er dann ein Tor öffnete und da ein Porsche Carrera GT stand, war ich vollends sprachlos...und erahnte, dass mein zukünftiger Schwiegervater wohl einige Autos mehr besitzt und wer diesen Blog kennt, hat schon über einige davon gelesen.

Es dauerte noch einige Zeit, bis ich alle Autos kennenlernte und erst nach unserer Hochzeit fragte er mich zum ersten Mal bei einem Wagen, ob ich ihn mal fahren will - ja er brauchte wirklich seine Zeit um mir zu vertrauen.

Heute fahren wir öfters gemeinsam los, um uns ein bestimmtes Model anzusehen und ab und an begleite ich ihn auch beim Kauf eines Wagens. Mir liegen neben den Sportwagen besonders die schönen Youngtimer am Herzen, von denen ich euch hier auch schon einige im Blog vorgestellt habe...

 

Was die Automobile Zukunft für mich noch bringen könnte und ein Resümee dieser kleinen Blogreihe lest ihr bald im letzten Teil von

Meine Autogeschichten

 

Ich hoffe auch dieser Blog bereitet euch so viel Freude wie mir und ihr bleibt im letzten Teil noch dabei!

 

 

Danke für`s lesen

 

 

 

Quelle:eigene Bilder und Google Bildersuche, die abgebildeten Fahrzeuge sind teilweise exemplarisch


03.09.2012 20:24    |    Andi2011    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es aus sentimentalen Gründen ist.

 

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb geht es heute weiter mit Meine Autogeschichten Teil 6: ganz unten...? eine kleine Blogreihe, in der ich über meine bisherigen Fahrzeuge und die Geschichten drum herum erzähle:

 

Teil 5 endete mit dem Kauf der C-Klasse und ich kündigte ja schon an, dass sich nun etwas verändern würde…

 

Das tat es auch, mit Dreißig wendete sich das Blatt schlagartig.

Zu einer harmlosen Routineoperation ging ich ins Krankenhaus, wachte aber dummerweise erst drei Tage später auf der Intensivstation wieder auf.

In der Operation machte auf einmal mein eigener Motor Probleme und wollte nicht mehr rund laufen. Was folgte war eine weitere OP, einige Zeit im Krankenhaus und dann eine Reha - um es vorweg zu nehmen, letztlich wurde ich wieder ganz gesund.

 

Ich hatte dadurch aber viel Zeit zum nachdenken, warum und wieso war das alles so gekommen ohne etwas zu merken?

Wie konnte es sein, dass ich mit Dreißig dem Sensenmann grad noch von der Schippe springe?

Sollte ein lukratives Einkommen und eine entsprechende Karriere weiterhin mein Leben weitestgehend bestimmen?

War es wirklich das, was mir wichtig war?

 

Die Antworten waren mir schnell klar, ich wollte etwas in meinem Leben ändern, 12-18 Stundentage sollten der Vergangenheit angehören, Geld hin oder her und ich überlegte, wie ich das bei meiner Rückkehr nach über drei Monaten meinem Chef beibringen sollte...

 

 

Das fiel mir aber bei meiner Rückkehr in die Firma sehr leicht, denn mir wurde schon am ersten Tag durch das Verhalten meines Chefs und meiner Kollegen schlagartig klar, dass es menschlich wohl wenig ausgemacht hätte, wäre ich nicht wieder gesund geworden...ich war halt für meinen Chef jemand der den Profit steigert und so lange war ich wertvoll und bekam alles.

Als ich krank wurde nutzte ich wenig, nein ich kostete sogar eine zeitlang Geld ohne etwas zu erwirtschaften - und die verlorenen Geschäfte der letzten Monate sollte ich doch nun bitte am besten bis Ende der Woche aufholen...Erst jetzt viel mir auch auf, in den ganzen letzten Wochen gab es keinen Besuch, keinen Anruf, keine Genesungskarte....

 

 

Ich kündigte am Ende meines ersten Arbeitstages spontan und es glich eigentlich einer Befreiung und am Ende der Woche gab ich den Porsche ab (auch wenn es weh tat). Ich fühlte mich befreit und begann, nach einem neuen Job Ausschau zu halten und setzte mich auch wieder auf die Schulbank...

 

Den Porsche war ich los, aber die C-Klasse fuhr mich mehr als zuverlässig und bequem zu meiner neuen Arbeitsstelle. Dort gab es keine Firmenwagen mehr und mein Gehalt halbierte sich fast, aber ich war zufrieden, hatte nette Kollegen fühlte mich wieder wertgeschätzt und ich war wieder ich, war gesund und ein anständiger "Notgroschen" war auch vorhanden.

 

Während dieser ganzen Ereignisse beschloß jedoch meine damalige Frau, dass ihr dieses Leben nicht so gefällt und sie auch ein neues Leben beginnen will, allerdings nicht mehr mit mir sondern mit einem anderen Partner...

Dafür aber mit den noch gut vorhandenen Reserven - und ich lernte so für die Zukunft, dass gemeinsame Kontoführung seine Nachteile haben kann...

Und so war ich inerhalb eines halben Jahres dem Tod erfolgreich entkommen, hatte einen neuen Job, ein bis zum damals ansehnlichen Dispolimit abgeräumtes Konto, geleerte Sparbücher und Anlagen aber auch einen neuen "Kumpel" den ich fast zwei Jahre regelmäßig sah - meinen Scheidungsanwalt.

Der verursachte Berg Schulden musste irgendwie bezahlt werden und letztlich war dann nach dem ersten Trennungsjahr auch klar, die C-Klasse gehörte natürlich zum in der Ehe erworbenen Besitz und musste verkauft und der Erlös geteilt werden...

 

 

Irgendwie musste ich aber zu meiner weiter entfernten Arbeitsstelle kommen und ein Ersatz für den Benz musste mich zuverlässig und ohne Probleme dorthin bringen. Ein Freund machte mich in dieser Zeit wieder auf einen Ford aufmerksam der bei seinem Händler stand...

 

Dort stand der für mich von ihm auserwählte Focus...aber auch ein einjähriger schwarzer Mondeo MK2 Turnier TD mit eher bescheidenen 90 PS der letzten Baureihe aus dem Jahr 2000 wie Blei auf dem Hof, denn neben dem Nachfolger sah er einfach nur alt aus...aber nicht für mich.

Ich ließ den Focus links liegen und stürzte mich auf den Mondeo.

 

Meine Schwäche für Ford schlug voll durch und dieser schöne Mondeo Ghia mit absoluter Vollausstattung von Leder bis Klimaautomatik und sogar Navi eroberte mein Herz im Sturm. Die Preisverhandlungen waren schnell und erfolgreich, wenn ich es mir auch aktuell mit meinem Anteil des Benz noch nicht wieder leisten konnte den Mondeo komplett bar zu bezahlen, aber die zu finanzierende Restsumme war für mich gut zu meistern.

Außerdem hatte ich einen Sohn aus der Ehe, den ich regelmäßig sah und überhaupt gab es für mich damals genug -mehr oder weniger sinnige- Argumente für den Mondeo und als Turnier gefiel er mir neben dem praktischen Nutzen sowieso.

Natürlich gab es in meinem Umfeld einige, die meinten ich solle mein neues Single-Dasein doch besser in einem schicken Zweisitzer wie dem Mazda MX5 verbringen, auch um bei der Damenwelt besser zu punkten, aber danach stand mir nicht der Sinn.

 

Der Turbodiesel fuhr mich zuverlässig und sehr bequem jeden Tag die 55 Kilometer zu meiner neuen Arbeitsstätte hin und abends wieder zurück in meine kleine Wohnung.

Der Benzinverbrauch lag um die 6 Liter und der Mondeo ließ mich nie im Stich.

 

Als ich aber eines Tages in die Tiefgarage kam, sah ich das Malheur:

Jemand hatte neben mir wohl versucht ein oder auszuparken und dabei den rechten Kotflügel und die Beifahrertüre des Ford mit einer großen Delle und massiven Lackschäden zurückgelassen und sich natürlich aus dem Staub gemacht, gleichzeitig stand die nächste Inspektion des Turbodiesel an und kurz darauf gab auch noch die Klimaautomatik ihren Geist auf...

 

 

Eigentlich lief bisher nach der Bauchlandung alles wieder gut an, aber Geld war nicht grad das, was ich jetzt in dieser Anfangsphase wirklich über hatte - der Mondeo lief Gefahr, in einen notgedrungenen Reparatur,- und Wartungsstau zu geraten.

 

Rettung kam in Form einer kleinen aber feinen freien Werkstatt, deren polnischstämmigen Besitzer ich zufällig bei einem Geburtstag einer gemeinsamen Bekannten kennen lernte. Wir kamen ins Gespräch und irgendwann trafen wir uns auf ein Bier und erzählten uns unsere bisherigen (Auto-) Geschichten.

"Auto hat Seele" war immer einer seiner liebsten Sätze und "..wenn Fahrer auch Seele hat dann passt gut" war ein weiterer Satz von ihm...

Für einen Händedruck und ein gemeinsames Bier in der Abendsonne setzte er meine Klimaautomatik wieder in Gang, führte danach für sehr kleines Geld die notwendige und überfällige Inspektion durch (der Mondeo lag jetzt bei 100tsd Kilometern) und meisterte sogar das Fiasko auf der Beifahrerseite in einer Wochenendaktion zusammen mit einem mit ihm befreundeten Karossriebauer und Lackierer.

Bis heute bin ich ihm dafür dankbar und auch wenn er seine Werkstatt mittlerweile nicht mehr hat, wir haben immer noch Kontakt.

 

Fazit dieser Auto,- und Lebensphase:

 

Ich habe viel gelernt über Menschen die nur da sind wenn es einem gut geht und über die Menschen , die da sind wenn es einem schlecht geht, natürlich wieder einges über Autos und am meisten über mich.

Ganz unten...? Nein,es gibt Schlimmeres!

 

 

 

Wie es wieder aufwärts ging, warum ich den Mondeo verkaufte und welcher Wagen folgte, erfahrt ihr dann in der vorletzten Folge

Meine Autogeschichten Teil 7

 

Ich hoffe dieser Blog bereitet euch so viel Freude wie mir und ihr bleibt dabei!

 

 

Danke für`s lesen

 

 

Quelle: Google Bildersuche, die abgebildeten Fahrzeuge sind exemplarisch


31.08.2012 21:25    |    Andi2011    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es aus sentimentalen Gründen ist.

 

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb geht es heute weiter mit Meine Autogeschichten Teil 5:Luxus pur eine kleine Blogreihe, in der ich über meine bisherigen Fahrzeuge und die Geschichten drum herum erzähle:

 

Teil 4 endete mit dem Kauf des Porsche 964 und meinem breiten Grinsen.

Dieses Grinsen blieb eigentlich bei jeder Fahrt mit dem Porsche konstant bestehen. Der Wagen war mein Kindheitstraum und ich liebte alles an ihm: die fantastische Form, die stehenden Käferpedale, die Minischeibenwischer, die wie eine hüftenschwingende Hula-Hub-Tänzerin von rechts nach links tanzen und natürlich den Sound des Boxermotors.

 

 

Bis heute gibt es wenige Motoren neben einem blubbernden V8, die mich so begeistern. Dieses heisere tiefe Röcheln ist einfach sexy!

Natürlich nicht zu vergessen, die Leistung des Wagens der zu dieser Zeit schon in Serie mit einer Beschleunigung von 0-100-km/h von 5,7 Sekunden und einer Spitze von 260km/h kaum Gegner hatte. Mein Carrera hatte nun auch noch ein paar PS mehr unter der Haube und die nutzte ich durchaus regelmäßig aus.

 

Mein Chef, der sich den 993 bestellt hatte orderte ein Fahrtraining und bestand darauf, dass ich ebenfalls teilnahm – schließlich war der 964 als Heckschleuder bekannt.

Ein Fahrtraining war mir damals schon nicht neu, aber ich hatte natürlich noch nie eines in einem Porsche absolviert. Porsche bot aber genau das damals an und so fuhren wir an einem Wochenende los und ich lernte, dass der Grenzbereich des 964 (Kurven waren schon so unglaublich schnell zu durchfahren) noch ein Stück höher lag!

 

Ich lernte aber auch, dass der Wagen wenn er diesen Bereich denn erreicht hat –außer vielleicht Walter Röhrl- kaum jemandem noch einen Fehler verzeiht und gnadenlos den Hintern nach vorne wirft.

Dieses Wissen machte mich im Umgang mit dem Auto viel sicherer, denn nichts lag mir ferner, als diesem Traumwagen irgendein Haar zu krümmen…die Möglichkeiten und Grenzen des 964 kennen zu lernen, war jedenfalls sehr wichtig und machte mich auch im Nachhinein zu einem umsichtigeren Fahrer.

 

Der Porsche rief allerdings auch Neider auf den Plan, es gab durchaus Leute in meinem Umfeld, die auf einmal meinten, ich müsse ihnen den Wagen doch bitte am Wochenende mal leihen, was natürlich nicht ging und meine Ablehnung und Erklärung als "Angeberei" abtaten. Es gab auch einige, die sich mit dem ein oder anderen provokanten Spruch nicht zurückhalten konnten – aber letztlich war mir das immer egal der Porsche wurde stets von mir gepflegt und der Lack bekam regelmäßig eine schöne Wachsschicht, selten machte Wagenpflege soviel Spass. Die notwendigen Inspektionen bekam er natürlich auch regelmäßig.

 

Als ich allerdings eines Tages in den 911er einsteigen wollte und einen langen Kratzer vom Kofferraum bis zum Heck sah, blutete mir schon das Herz. Außerdem hatten die oder der Feigling einen Wischerarm verbogen und einen hinteren Reifen angestochen. Der Rote wurde aber schnell wieder in den Ursprungszustand zurück versetzt und ich fuhr ihn weiterhin mit Freude und pflegte ihn mit Inbrunst und Liebe.

 

Der Focus hingegen verblasste daneben natürlich etwas, er war gut zu fahren, bot eine super Ausstattung und vor allem das erstklassige Fahrwerk sollte man erwähnen, aber er erfüllte letztlich nicht die Anforderungen an Platz, die eine kleine Familie ebenso hat, denn mittlerweile waren zuhause zwei Kinder und deshalb beschloss ich, einen etwas größeren Wagen für den privaten Gebrauch zu kaufen...

 

Das tat ich in Form eines gebrauchten BMW E34 als 525tds Touring. Ein guter Wagen, der Kofferraum war zwar nicht der Größte aber auf jeden Fall ausreichend. Warum ich damals einen Diesel kaufte weiß ich eigentlich gar nicht, von meiner Kilometerleistung her war es jedenfalls (noch) Unsinn.

 

Der E34 war wie gesagt ein gutes Auto, allerdings weckte er in mir -ich kann es nicht erklären- keinerlei Emotionen, die lagen allein bei meinem 964.

Deshalb nahm ich etwa ein dreiviertel Jahr nach Kauf des BMW das Angebot an, einen Mercedes W202 zu übernehmen. Der silberne C-220 Benziner war ein Vorführwagen in der Variante "Sport". Weiße Blinkleuchten, grau-rote Rückleuchten und ein Sportfahrwerk mit den 5-Loch-Alufelgen waren Kennzeichen des Daimlers, ebenso Sportsitze in Karomuster. Er sah einfach damals klasse aus und ich wollte ihn unbedingt haben. Außerdem wollte ich immer mal einen Mercedes fahren...

 

 

Der Kauf der C-Klasse und der Verkauf des BMW waren damals in meinen Augen die richtige Entscheidung, auch wenn der Benz etwas kleiner war. Der W202 war auch aus heutiger Sicht eines meiner besten Autos, denn er war zuverlässig, sehr komfortabel und bot ein zeitloses Design und war nicht so "protzig" wie die E-Klasse.

 

Ich erfreute mich tatsächlich auch in diesem Wagen an einer Erinnerung aus meiner Kindheit:

Ein Nachbar meiner Eltern hatte nämlich einen grünen W123 gekauft und ich verdiente mir jedes Wochenende ein paar Märker extra dadurch, dass ich ihm den Wagen sauber machte - meine größtes Vergnügen dabei war das satte "Plopp" der Türen zu hören - daran erinnerte ich mich oft wenn ich die Türen meiner C-Klasse schloss...das war damals eben einfach Mercedes.

 

 

Ich war nun nicht mal 30 Jahre alt, hatte einen Porsche 911 zur freien Verfügung, eine schicke C-Klasse vor der Haustüre, ein mehr als anständiges Monatseinkommen und alles sah so aus, als wenn als nächstes der obligatorische Hauskauf folgen würde...ich hatte also mehr als allen Luxus, den man sich besonders in so jungen Jahren wünschen kann - aber dann...kam alles anders...

 

 

 

 

Warum ich den Porsche abgeben musste, der Mercedes für mich nicht mehr haltbar war und wie es weiterging, erfahrt ihr dann in

Meine Autogeschichten Teil 6

Ich hoffe dieser Blog bereitet euch so viel Freude wie mir und ihr bleibt dabei!

 

 

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28.08.2012 19:55    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es aus sentimentalen Gründen ist.

 

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb geht es heute weiter mit Meine Autogeschichten Teil 4: Ford und Porsche eine kleine Blogreihe, in der ich über meine bisherigen Fahrzeuge und die Geschichten drum herum erzähle:

 

Teil 3 endete mit dem Kauf des Scorpio Schrägheck und der bot aufgrund seines großen Koffer,- und Innenraumes genug Platz für die kleine Familie, nebst Kinderwagen

Der kleine 101 PS Motor war natürlich kein Vergleich zu den deutlich PS stärkeren Motoren die ich vorher hatte, aber er bewegte den Scorpio durchaus elegant, ein echter Gleiter.

 

Zunächst mal erfüllte der Scorpio alle seine Pflichten recht gut, doch dann übersah ich beim einparken einen seitlich schön niedrig gestellten Stein und zerbeulte mir kräftig den Schweller. Bei Ford war die Reparatur unbezahlbar teuer, erst Recht für einen 88er Scorpio, also wurde es in einer freien Werkstatt für etwa 500 DM gerichtet. Allerdings mussten nun auch bald die Reifen erneuert werden und wegen der merkwürdigen 220er Größe sollten diese ebenfalls über 1500 DM kosten – Geld das ich damals nur ungern investieren wollte, zumal die KFZ Steuer sich wegen dem Kat verändert hatte und ein Wagen mit U-Kat nahezu unverkäuflich wurde. Frustriert lief ich wieder bei meinem Ford-Händler auf, der mir prompt einen silbernen Scorpio Stufenheck zeigte.

Dieser Scorpio hatte den 120 PS Motor, war aus erster Hand mit grad 40tsd Kilometern auf der Uhr und in Ghia Ausstattung, außerdem besaß er einen geregelten Katalysator – der Kauf war perfekt! Im Nachgang gehöre ich damit auch zu den Leuten, die sich damals haben verleiten lassen, wegen immer neuer Gesetzesänderungen ein eigentlich gutes Auto abzugeben, dass dann wohl ins Ausland marschiert ist. Damals dachte ich darüber allerdings nicht nach...

 

 

Der silberne neue Scorpio lief brav seine Kilometer ab, die vorderen Traggelenke mussten einmal getauscht werden (bei Ford damals nicht untypisch) ansonsten lief er klaglos und der bequeme Innenraum bot Platz und Komfort. Da mein Arbeitsweg recht kurz war kamen nicht viele Kilometer dazu, außer wenn der Scorpio mich nach Hamburg führte. Meine damalige Frau kam von dort und wir besuchten regelmäßig die Schwiegereltern und der Wagen schluckte alles an Gepäck was wir so brauchten locker und gleitete entspannt mit 140-160 km/h über die A1.

 

Mein „größtes Erlebnis“ mit dem Scorpio spielte sich dann auch auf dem Weg nach Hamburg ab: Ich wollte grad von der Autobahn abfahren als ich schon bemerkte, dass der Mercedes W124 vor uns deutlich zu schnell in die Ausfahrt fuhr und so kam es wie es kommen musste…

Der Daimler kam in der Rechtskurve nach links ab und setzte so unglücklich auf der aufsteigenden Leitplanke auf, dass diese ihn praktisch aufsattelte und auf die Seite warf. Ich hielt an und lief zum Benz.

 

Aus dem Benz kletterte mit meiner und der Hilfe eines weiteren Autofahrers eine Frau, augenscheinlich unverletzt, allerdings hoch schwanger. Sie stand noch nicht ganz auf den Füßen, da setzten die Wehen ein, wohl auch durch den Schock des Unfalls bedingt.

Wir platzierten die junge Frau auf dem Beifahrersitz des Scorpio und schoben diesen ganz nach hinten, so dass sie es möglichst bequem hatte und warteten auf den Rettungswagen.

Der kam auch, allerdings auf der Gegenfahrbahn und fuhr vorbei…weitere lange Minuten später kam er endlich auf der richtigen Spur. Mittlerweile standen mir als gelerntem Krankenpfleger und Feuerwehrmann allerdings die Schweißperlen schon deutlich auf der Stirn: Ein Kind auf dem Beifahrersitz meines Scorpio zur Welt holen? Das hätte mich doch arg überfordert!

 

 

Nun, es kam dankenswerter Weise anders, die Frau schaffte es ins Krankenhaus und der Ehemann, der über die Polizei meine Telefonnummer bekam, rief wenige Tage später an und berichtete, dass seine Holde ein gesundes Mädchen auf die Welt gebracht habe und alles bestens sei! Er bedankte sich überschwänglich und ich war erleichtert, aber dieses Ereignis werd ich nie vergessen!

 

Beruflich veränderte ich mich in dieser Zeit auch und wechselte in die freie Wirtschaft und nun bekam ich erstmalig einen Firmenwagen, zunächst aber nur zur rein dienstlichen Nutzung.

Mein damaliger Chef war ein totaler Autofreak, liebte alles was mit Motoren zu tun hatte und fuhr zur damaligen Zeit selbst etwa alle 6 Monate ein anderes Auto, selten ein langsames. Porsche war schnell unser regelmäßiges gemeinsames Gesprächsthema, denn die Marke aus Zuffenhausen stand bei uns beiden hoch im Kurs, aber dazu später mehr…

 

In der Firma bekam ich zunächst für wenige Wochen einen Toyota Picnic, alles andere als mein Traumwagen, auch wenn er bequem fuhr, die Optik fand ich grauenhaft. Nach Ende der Probezeit folgte dann ein Fiat Tipo Diesel mit 90PS, auch nicht grad mein Traumwagen aber der Tipo hatte einen ganz ordentlichen Drehmoment und machte deshalb sogar etwas Spaß. Weniger gefielen mir die vielen Plastikteile, die mäßige Verarbeitungsqualität und das der Tipo ständig wegen irgendwelcher Elektrikprobleme in der Werkstatt war.

 

 

Mal fielen die Fensterheber aus, dann die Scheibenwischer, dann die Beleuchtung…irgendwas war immer. Da es in der Firma aber unterdessen recht steil nach oben ging, die Umsätze waren hervorragend und ich die Karriereleiter weiter hoch kletterte, wurde mein nächster Wagen ein Opel Calibra V6. Mein damaliger Chef als Autofan setzte i.d.R. immer lediglich ein Budget fest und nickte dann meist auch ab wenn ihm der Wagen auch gefiel.

 

 

Der Wagen gefiel mir optisch unheimlich gut und der Motor hing klasse am Gas und machte mir viel Spaß – wenn er denn gehalten hätte…der Motorschaden ereilte ihn bereits nach wenigen tausend Kilometern und der Opelhändler baute einen Austauschmotor ein. Bereits nach weniger als 5000km im V6 gab es bei Tempo 130 auf der Autobahn einen riesen Knall – kein rotes Lämpchen oder sonst ein Hinweis deuteten an, was passieren würde- der Motor gab ein schepperndes Geräusch von sich, Qualm drang aus dem Motorraum und der Calibra ließ unter sich…und auch Motor Nummer Zwei war verraucht. Nicht typisch für den V6, aber damals ein Grund, dass mein Chef auf die Barrikaden ging und der Calibra wurde gewandelt…

 

Meine private Autohistorie sollte sich fast zeitgleich auch verändern.

Mein Vater fragte mich derweil, ob ich mir nicht doch mal mit ihm den neuen Focus als Stufenheck ansehen wollte (Stammleser kennen die Geschichte). Er kaufte letztlich das Schrägheck und der Focus gefiel mir sehr gut!

Das Geld saß mittlerweile auch wieder lockerer und so entschied ich mich, den Scorpio gegen einen Focus zu tauschen.

 

 

Der 2,0 Liter Trend mit 130 PS war ein Vorführwagen, in einem Mintgrün-Metallic und war sehr komplett ausgestattet, Außerdem gefiel es mir gut, weiter einen Ford zu fahren und der Focus war ein Quantensprung zum Escort/Orion, den ich zuhause ja mehrfach erlebte.

Er war komfortabel, natürlich nicht so groß wie der Scorpio, dafür hing er ganz gut am Gas und der Verbrauch lag um die 10 Liter.

Ich erfreute mich am Focus und seinem schicken Design, aber viel wichtiger wurde dann etwas anderes:

 

Kurz vor dem Ende des alten Jahrtausends rief mich mein Chef zu sich, ich dachte mir, ok ich brauchte einen anderen Firmenwagen…darum wird es gehen…Mein Chef war aber irgendwie dahinter gekommen, dass ich ein sehr lukratives Angebot eines Konkurrenten hatte zu ihm zu wechseln und er fragte gradeheraus, was dieser Anbot…

Ich hatte tatsächlich überhaupt nicht die Absicht zu wechseln, aber dachte mir, dass etwas „Pokern“ ja nicht schaden kann. Er hörte sich alles an und sagte dann zu mir:

„Ich mache ihnen folgendes Angebot: Sie bleiben bei mir, verlängern ihren Vertrag mindestens drei Jahre, ich hebe ihr Gehalt entsprechend an und sie bekommen von mir einen Wagen über die Firma ihrer Wahl mit uneingeschränkter privater Nutzung, nur das Benzin zahlen sie selbst“ und da er aus unseren Gesprächen wusste, dass ein Porsche mein Traum war, hing er den folgenschweren Satz an: „…und wenn es ein (gebrauchter) 911er ist!“

 

Ich grinste ihn an, bedankte mich artig für dieses Angebot, nicht ohne mich zu vergewissern ob er das auch so meinte und willigte ein!

 

Lange Rede kurzer Sinn:

Da er ja selbst in Porsche verliebt war, führ er zusammen mit mir bereits eine Woche darauf zur Porsche Niederlassung und wir sahen uns gemeinsam diverse 911er an, für mich war klar, es muss der Traum meiner Jugend sein, ein 911er der 964er Baureihe.

Der rote 964 Carrera2 aus erster Hand mit grade mal 12tsd Kilometern auf der Uhr der da stand, fiel mir direkt ins Auge: 3,6 Liter Hubraum und 250 PS lieferte der Sechszylinder-Boxer serienmäßig, dieser hatte noch dazu einen von Porsche „verfeinerten“ Motor, der glatte 300PS leistete und… er passte "knapp" ins Budget!

Mein Chef willigte ein und bestellte gleichzeitig für sich den Nachfolger 993, der grade in seinem letzten Produktionsjahr war, denn er wollte sich den letzten 911er mit luftgekühltem Boxer gönnen – und sich wohl auch gleichzeitig autotechnisch doch etwas von seinem neuen Stellvertreter absetzen.

 

 

Das Grinsen war bei Übernahme des 911er gar nicht mehr aus meinem Gesicht zu bekommen, ebenso wenig wie die immer wieder fragenden Augen an der Tankstelle nahe unserer Wohnung, die mich einmal mit einem Focus und dann wieder mit einem 911er sahen…

Wie es mit dem Porsche weiterging und warum ich einen Fahrkurs besuchen musste, erfahrt ihr in

Meine Autogeschichten Teil 5

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25.08.2012 19:52    |    Andi2011    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es aus sentimentalen Gründen ist.

 

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb geht es heute weiter mit Meine Autogeschichten Teil 3: Wilde Jahre eine kleine Blogreihe, in der ich über meine bisherigen Fahrzeuge und die Geschichten drum herum erzähle:

 

Teil 2 endete mit dem Kauf des Camaro und ich will euch nicht vorenthalten wie es weiterging:

Der Camaro wurde von mir eine Woche nach Kauf umgemeldet und alles lief reibungslos. Bereits bei der ersten Fahrt war ich völlig beeindruckt von dem Schub, den der Wagen hatte und ich dachte damals sofort an den alten Gag mit dem 100 DM-Schein am Armaturenbrett. Der Sound war ebenso brachial und das Anfahren bereitete mir im ersten Moment echte Schwierigkeiten.

 

Mein erster Weg vom Strassenverkehrsamt aus führte mich natürlich in die gemütliche Einfamilienhaus-Siedlung, in der meine Eltern wohnten. Als ich mit dem Camaro in die Straße einbog, war das "Grollen" des Motors trotz behutsamer Fahrweise laut genug, um die halbe Nachbarschaft erst an den Fenstern und dann bei uns auf dem Hof stehen zu haben.

 

Mein Vater hielt mich für "völlig bescheuert" und meine Mutter brachte nur ein besorgtes "Ach Junge..." über die Lippen und die Nachbarn spalteten sich in direkt in zwei Lager.

Die Einen besäugten den Camaro mit ehrlicher Freude, liefen um ihn herum und bestaunten den V8, die diversen Umbauten und grinsten so wie ich, die Anderen tuschelten was von wegen "Der schluckt doch mindestens 30 Liter..." oder „Zuhälterauto“, pflegten ihre Vorurteile und gingen zurück zu ihren VW Ventos oder Opel Vectras.

Mir war es egal, denn ich liebte ihn! Mein Vater war nicht zu überreden überhaupt nur einmal einzusteigen, aber meine Mutter drehte nach anfänglichem Zögern eine kleine Runde mit mir um den Block und bei der Fahrt wich ihr besorgtes Gesicht einem kleinen Grinsen. Natürlich verabschiedete sie mich aber mit der obligatorischen Ermahnung, es bitte nicht zu übertreiben.

 

Das hatte ich auch gar nicht vor, denn der Chevy flößte mir durchaus Respekt ein. In der gleichen Woche erfuhr ich, dass ein Arbeitskollege von mir, neben seinem braven Golf II auf seinem Hof einen Ford F100 stehen hatte -der natürlich ebenfalls endlos getunt war.

Dieser nette Kollege hatte ein echtes Faible für US-Cars und war natürlich bewandert. Er beäugte den Camaro genau und von allen Ecken und Seiten und kam zu dem Ergebnis, dass er wirklich super da steht. Er brachte mir etwas darüber bei, wie man einen solchen V8 am besten bewegt ohne den Wagen oder sich selbst zu Klump zu fahren und durch ihn entdeckte ich, dass viel Power sehr gelassen machen kann...aber ich nutzte den Camaro auch durchaus mal um den ein oder anderen Angeber vorn einzusaugen und hinten wieder rauszublasen, ja so ist das in der Jugend;)

 

 

Der Honda-Prelude wurde indes meist für den Arbeitsweg und alles weitere eingesetzt, der Camaro war von nun an mein bester Freund und in ihn floss einiges an Geld. Ich ließ einige Teile verchromen und das ein oder andere Teil musste schließlich auch mal erneuert werden, wobei mir der Arbeitskollege mit seinem Wissen und seinem Geschick stets zur Hand ging und weiter half.

Der vielzitierte Benzinverbrauch hing arg von meinem Gasfuß ab, lag aber mindestens 10 Liter unter den Vermutungen der Nachbarn und war damit für einen rund 6 Liter Hubraum großen Wagen, mit etwa 380 PS absolut ok für mich, meist pendelte ich mich bei rund 15-18 Litern ein.

 

Die Freundin, die meinem Prelude kurz zuvor das „blaue Auge“ verpasst hatte, war mittlerweile entschwunden.

Das kümmerte mich angesichts des Camaro recht wenig, denn –ohne indiskret sein zu wollen- der Camaro hatte sicher damals auch seinen Anteil daran, dass mein Liebesleben insbesondere an den Wochenenden viel abwechslungsreicher wurde, woran der Wagen „vielleicht“ nicht ganz unschuldig war...aber das ist eine andere Geschichte...

 

Jedenfalls war es letztlich auch die Liebe, die mich dazu brachte den Chevy zu verkaufen. Ich lernte meine damalige Frau kennen, die einen kleinen Sohn mit in die Beziehung brachte. Der Camaro wie auch der Prelude waren alles andere als kinderwagengeeignet und als wir zusammen zogen, entschloss ich mich –schweren Herzens- zum Verkauf der Beiden…

 

Der Prelude ging direkt nach Schaltung einer Kleinanzeige an einen jungen Mann, der den Honda mit strahlenden Augen und damals rund 100tsd Kilometern auf der Uhr übernahm.

Beim Camaro schaltete sich wieder besagter Arbeitskollege ein und der half mir, einen adäquaten Käufer zu finden.

Mir war wichtig, dass er in gute Hände kommt! Diese „guten Hände“ fand ich in Form eines etwa Mitte 30jährigen Rock`n`Roll Freaks, den mein Arbeitskollege kannte und der mal einen Cadillac sein Eigen nannte, den er irgendwann wegen Nachwuchs verkaufte - nun war er geschieden und wollte wieder was „amerikanisches“. Der Preis stimmte und lag deutlich über dem von mir gezahlten und er übernahm den Camaro…

 

… nicht ganz eine Woche später bekam ich einen Anruf:

Er hatte den Chevy zerlegt und zwar im Sinne des Wortes. Bei einer Ausfahrt hatte er es wohl übertrieben, kam von der Straße ab, geriet ins Schleudern und überschlug sich mit dem Wagen auf einem Acker. Ihm war glücklicherweise außer ein paar blauen Flecken und einer gebrochenen Hand nicht viel passiert, aber der Wagen war hin. Ich sah ihn mir danach noch einmal an, er stand auf einem Autohof, rundum völlig zerbeult, ein Vorderrad fehlte, die Achse gebrochen, alle Scheiben waren raus, das Dach eingedrückt und alles voller Erde, Wiese und Dreck – ich hätte heulen können bei diesem Anblick, auch wenn er nicht mehr mir gehörte…hätte ich ihn mal nicht hergegeben...

 

Der kindgerechte Untersatz den ich indes kaufen wollte, sollte natürlich ein braver Kombi sein. Ich hatte kaum Ansprüche und dachte in Richtung Nissan oder Opel Astra...

Ich war ja nun „Familienvater“ mit Verantwortung. Aber was lag näher, als sich an die Wurzeln zu erinnern, meinen Vater zu erfreuen und einen Ford zu kaufen?

Genau, nichts!

 

 

 

 

Nur das mit dem Kombi sollte nicht klappen, denn ich sah in der hinteren Ecke der Halle wo die Gebrauchtwagen standen, den Scorpio stehen!

Ein Fließheck mit riesen Kofferraum, hellblaumetallic, dem braven 101 PS Benziner und sehr guter Ausstattung.

Das der Scorpio aus 1988 war und nur einen ungeregelten Katalysator besaß störte mich nicht und das er außerdem dezent tiefer gelegt war und rundum Reifen der etwas merkwürdigen 220er Größe auf einer klasse BBS Felge hatte, zog mich nur an – er wurde gekauft! Mein Vater quitierte das mit zufriedenem Kopfnicken und einem "Vernünftig Junge", er ahnte ja nicht was noch kommen würde...

 

 

Wie es weiterging, warum der Schrägheck Scorpio recht schnell durch einen weiteren Scorpio ersetzt wurde und warum ich einen Porsche 964 bekam, erfahrt ihr in

Meine Autogeschichten Teil 4

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23.08.2012 19:43    |    Andi2011    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es nur aus sentimentalen Gründen ist.

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb geht meine neue kleine Blogreihe heute weiter mit

Meine Autogeschichten Teil 2: Glück und Seligkeit

 

 

Teil 1 endete mit der Übernahme des Honda Civic. Ein rotes Stufenheckmodel mit schwarz lackierten Stern-Alufelgen und einem roten 320er Velourleder-Lenkrad, grad passend zum spießigen grauen Velourstoff der Inneneinrichtung.

Aber der Japaner war eigentlich kein schlechter Ersatz für den GSI, er hing ordentlich am Gas und vermittelte so etwas wie "Cartfeeling" beim fahren.

 

Die Ausstattung war damals typisch japanisch, von der Servolenkung über Fensterheber bis zur Zentralverriegelung hatte der kleine Honda eine Menge Luxus an Bord, der anderswo eine Menge Kohle kostete und bei der Jugend sehr beliebt war.

Bei den Fensterhebern erinnere ich mich immer an meinen damaligen Kumpel "Ralf", der auf die elektrischen Fensterheber neidisch war, dem aber das Geld fehlte, diese in seinem alten Ascona nach zu rüsten (damals ein beliebtes Zubehörteil).

Also tat "Ralf" immer wenn er den Mädels an der Ampel imponieren wollte so, als hätte er welche. Das bewerkstelligte er, in dem er in solchen Momenten stur geradeaus blickte und gleichzeitig möglichst gleichmäßig und unbemerkt mit der linken Hand seine Fensterkurbel bediente damit es wirkt, als seien diese elektrisch...der Erfolg war jedoch eher bescheiden.

 

Der Civic besaß eine sehr direkte Servolenkung und zusammen mit dem kleinen 320er Lenkrad konnte ich eines frühen Morgens auf der Heimfahrt von der Disco auf einer kurvenreichen Landstraße nicht widerstehen: Die Straße war leer und ich übte mich im "Slalom fahren" und es kam wie es kommen musste...

viel zu schnell unterwegs übersteuerte der Honda heftig, drehte sich zweimal um die eigene Achse und ich hörte in Sekundenbruchteilen diverse "Scheppergeräusche" und sah dann eine Baumreihe auf mich zufliegen...

 

Glaubt es oder nicht, in diesen Sekunden zog damals mein kurzes Leben tatsächlich -wie man es immer hört- in Bildern rasend schnell an mir vorbei und ich wusste genau, jetzt ist alles vorbei...und dann...

dann stand ich, Motor aus, Stille!

 

Kurz benommen und ungläubig öffnete ich die Türe, stieg aus und stand mit den Füssen im Matsch des Waldbodens.

Von der jetzt etwa 20m entfernten Straße sah ich zwei Leute mit einer Taschenlampe kommen, die mich rasch erreichten. Der Eine trug einen erste Hilfe Kasten unter dem Arm und beide sahen trotz Dunkelheit wohl genauso blass aus wie ich.

Sie waren in ihrem Auto ein Stück hinter mir unterwegs, sahen aber wie der Wagen schleuderte und nach rechts Richtung Wald verschwand und befürchteten wohl das Schlimmste.

 

Ich war abgesehen von dem Schrecken aber völlig ok und im Schein der Taschenlampe sah ich, das der Civic quer genau zwischen zwei Bäumen, einem vor der Front,- und einem hinter der Heckstoßstange stand, - dazwischen war jeweils vielleicht 10 cm Platz.

 

Als die Polizei eintraf, dämmerte schon der Morgen und ich weiß noch genau, dass die erwartete Standpauke der beiden älteren Streifenpolizisten ausblieb und sie mir stattdessen auf die Schulter klopften und mir bescheinigten, wieviel Glück ich gehabt habe und das der Wagen scheinbar nicht mal groß was abgekriegt hat...sie hätten schon viel, viel schlimmere Auswirkungen solchen Leichtsinns gesehen und waren sehr, sehr nachsichtig. Später als Feuerwehrmann, hab ich bei manchem Unfall, den ich sah und der nicht so ausging, daran gedacht...ich hatte GLÜCK!

 

Wie der ADAC-Schlepper den Wagen zwischen den Bäumen aus dem matschigen Waldboden heraus und auf die Straße bekommen hat, kann ich gar nicht mehr sagen, aber der rote Civic hatte diesen Abflug tatsächlich relativ unbeschadet überstanden:

 

Auf der Motorhaube und auf der Beifahrerseite gab es drei längliche auspolierbare Kratzer, die wohl die Leitpfosten verursacht hatten, die ich bei meinen Pirouetten mitnahm. Die Gewichte an den Felgen waren allesamt verschwunden und die Spur war völlig verstellt, der Endtopf hatte eine dicke Delle und musste ersetzt werden und die Reinigung des Wagens (besonders der Radkästen) nahm eine Menge Zeit in Anspruch.

Von Seiten der Polizei flatterte kurze Zeit später tatsächlich nur ein Bußgeldbescheid und von der Stadt eine Rechnung über die Erneuerung von drei Leitpfosten und "Beseitigung von Flurschäden" in Höhe von 650 DM ins Haus...ich hab das sogar gern bezahlt!

 

Damals dankte ich es dem Civic aber nicht wirklich, denn dieses Ereignis löste in mir den Wunsch aus, den Honda los zu werden. Ich hatte irgendwie kein Vertrauen mehr in diesen Wagen (unbegründet, denn der Fehler lag ja bei mir) und er sollte so schnell wie möglich weg. Ich machte mich auf die Suche nach einem schönen Honda CRX, aber dann stand da der Honda Prelude BA4 auf dem Händlerhof und gefiel mir sofort.

 

Da ich mit dem Verkäufer im Honda-Autohaus zur Schule ging, war der Deal gut.

Ich gab den Civic ab, übernahm den gleich alten Honda und legte 1500 DM für neue Alufelgen und eine Tieferlegung drauf.

Der weiße Prelude mit seiner schönen Ausstattung, dem elektrischen Glasdach und seinen 133 PS war ein Hingucker, vor allem die Klappscheinwerfer waren hilfreich.

Zum Einen konnte man mit ihnen aufgestellt die Front des Wagens beim parken besser abschätzen und zum Anderen gab es Anfang der 90er noch Damen, die mit so was zu beeindrucken waren.

 

Eine dieser Damen war zu der Zeit meine Freundin und bewegte den Prelude auf winterlichen Straßen zu flott, so das seine Front Bekanntschaft mit einem Straßenschild machte und schon sah der Prelude aus wie Karl Dall und hielt nun ein Auge offen und eines geschlossen...

 

Der Schaden war gering, die Stoßstange nur minimal nach innen gedrückt, aber dahinter war leider die Mechanik und das Gehäuse des Scheinwerfers völlig zerstört und so kostete mich diese "Kleinigkeit" einen glatten Tausender. Als ich den Wagen abholen wollte, hoppelte er plötzlich auf dem Rückweg mehr als er fuhr, also zurück zum Händler. Ergebnis: Lambdasonde und Katalysator defekt, Kostenpunkt über 1500 DM - der Händler stellte einen Kulanzantrag, aber dann die Überraschung: Honda erstattete mir den vollen Betrag! Irgendwie hab ich damals schon gar nicht verstanden warum, aber ich war einfach happy.

 

Während der Honda in Reparatur war, erzählte mir ein Bekannter von einem Bekannten der einen Bekannten hat...

Dieser wiederum besäße einen Camaro und sei in arger Geldnot. Der Wagen sei komplett "aufgebrezelt" und günstig zu haben...Camaro...Camaro? Das ist doch ein Ami, ein Chevrolet? Amerikanische Autos kannte ich eigentlich mehr aus dem Fernsehen als von der Straße und wusste nicht mal genau, wie so ein Camaro wohl aussieht...

Also ging es ab nach Drevenack am Niederrhein, denn dort stand der Camaro in einer als Werkstatt umfunktionierten Scheune auf einem Bauernhof.

 

Der Besitzer hatte den Camaro selbst aus den USA mitgebracht und hatte ihn fast zwei Jahre lang um- und aufgebaut und als er das Scheunentor aufschob traf mich fast der Schlag und meine Hände wurden feucht:

Da stand der Camaro, Baujahr 1977, in einem glänzenden tiefen Schwarz lackiert, Sidepipes, vorne tiefer gelegt und hinten höher mit wahnsinnig "fetten" Rädern auf der Hinterachse, Chromfelgen und Airbrushflammen auf den Seiten, mit Klimaanlage, und eher seltenem Viergangschaltgetriebe sowie einem fetten zusätzlich aufgetunten V8 Motor mit weit jenseits der 300 PS.

 

Der Besitzer erzählte mir was von "verbläßt jeden Trans Am oder Porsche" und redete ständig von einem der besten "Pony Cars" aber ehrlich gesagt, ich wusste damals gar nicht wovon er redet.

Ich war völlig infiziert als er den Motor startete, was für ein Klang - als jemand der bis dato den Sportendtopf seines ehemaligen GSI als das non-plus-ultra empfand, war ich hin und weg.

Noch beeindruckter war ich von dem Fahrzeugschein mit dutzenden Eintragungen, die er mir stolz präsentierte...für mich, der bisher mit seinem eigenen bescheidenen Von-Der-Stange-Tuning schon bei den Prüfern an ihre Toleranzgrenze gestoßen war, konnte ich das gar nicht fassen?!

"Gute Verbindungen" lächelte er!

Spätestens jetzt stand für mich fest - das wird meiner und ich war SELIG!

 

 

Nun er wollte, nein er musste den Camaro schnell loswerden. Er hatte arge finanzielle Probleme und so war die Preisverhandlung schnell erledigt - die Bank gewährte mir den ersten Kredit meines Lebens- und nun hatte ich einen "Ami".

 

Ich tat gut daran, meinen Fehler mit dem Civic nicht zu wiederholen und mich nicht einfach hinter das Steuer des Wagens zu setzen und los zu donnern.

 

 

Der Camaro war ein "Biest" im Sinne des Wortes...aber da gab es noch einen hilfreichen Arbeitskollegen mit einen Ford F100...

 

Wie es mit dem Camaro und dem Prelude weiterging, warum die Beiden dann verkauft wurden und was ihnen folgte, erfahrt ihr dann bald in Meine Autogeschichten Teil 3

Ich hoffe dieser Blog bereitet euch so viel Freude wie mir und ihr bleibt dabei!

 

Danke für`s lesen

 

 

Quelle: Google Bildersuche, die gezeigten Fahrzeuge sind exemplarisch


21.08.2012 14:55    |    Andi2011    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

 

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es aus sentimentalen Gründen ist.

 

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb eröffne ich heute mit Meine Autogeschichten Teil 1: Die Anfänge eine neue kleine Blogreihe, in der ich über meine bisherigen Fahrzeuge und die Geschichten drumherum erzähle:

 

Da war mein erster Wagen, ein Scirocco I, für 1500 DM gekauft und für weitere 2000 DM wurde etwas geschweißt, lackiert usw. Als ich fast 18 war, war der Wagen fertig - bei einer der ersten Ausfahrten mit frisch ausgestelltem Führerschein, nahm mir ein Benz die Vorfahrt und die Schnauze des Scirocco direkt mit - Totalschaden. Mir war nichts passiert, aber mein erstes eigenes Auto, stundenlange Schweissarbeiten, Lackierung, Herzblut und Geld, alles umsonst...

 

"Ersatzwagen" wurde ein "fachmännisch himmelblau" lackierter Audi 80 B1 für 500 DM, er hatte den Abdruck eines Damenschuhs auf seiner Motorhaube und ich habe nie herausgefunden, ob die damalige Dame des Hauses, dem Lackierer da drüber gelaufen war oder wie der da drauf kam?

 

Die Roststellen des Audi überklebte ich am Kofferraumdeckel und an den unteren Türleisten mit schicken schwarzen Klebestreifen, der "siffende" Vergaser des 75 PS "Boliden" wurde vom Bosch-Dienst um die Ecke trocken gelegt und der Audi war eine Zeit lang mein ganzer Stolz - vor allem die original Alufelgen die ich auf dem Schrott für 20 DM bekam.

Der Audi wurde irgendwann verkauft, ein Schild im Wagen genügte und am gleichen Abend ging er für die beim Kauf investierten 500 DM an den nächsten Besitzer - diesem B1 hab ich später oft nachgetrauert. Er schaukelte durch Kurven wie eine Kirmesgondel, verbrauchte nie weniger als 12-13 Liter und rostete an allen Ecken und Enden, aber heute ist ein schöner B1 was für Fans...

 

 

 

Aber der Verkauf war eine klare Sache, denn ich bekam von meinem Onkel seinen Ford Granada 78, sehr schön ausgestattet und top gepflegt, ließ ich ihm am gleichen Tag eine ausgiebige Wagenwäsche zukommen, polierte den Lack und war glücklich - leider nur sehr kurz, denn einem dreisten Dieb gefiel der Granada auch und so war er kurz darauf nicht mehr auf dem Parkplatz, an dem ich ihn abgestellt hatte.

Ich suchte zusammen mit meinem Vater und einigen Freunden zwei Tage lang nach dem Granada und schwor bittere Rache, wenn mir der Halunke der ihn entwendet hat in die Hände fallen würde, alles umsonst, nicht mal drei Wochen war der Granada in meinem Besitz...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ford Taunus der den Granada ersetzte, war eine kurze Übergangslösung, denn ich hatte nach langem hin und her, viel Rechnerei und etwas Unterstützung meiner Eltern einen Neuwagen bestellt, einen Opel Kadett GSI.

Mit dem Kadett entbrannte in mir mit Anfang 20 die Tuningleidenschaft, er bekam alles, worüber man sich heute amüsiert:

Koni-Fahrwerk, Folia-Tec-Scheibenfolie-Tiefschwarz, 15 Zoll Alufelgen mit Tiefbett, Domstreben, den berühmten "bösen Blick", schwarze Heckleuchten und ... jede Menge Liebe und Herzblut meinerseits. Der GSI wurde gehegt und gepflegt und ich war sogar kurzzeitig Mitglied in einem Opel-Kadett-GSI Club im Ruhrgebiet. Allerdings waren diese "Club-Treffen" nie so mein Ding und deshalb trat ich auch zügig wieder aus.

Natürlich gehörte damals auch dazu, jeden VW absolut indiskutabel zu finden, erst Recht jeden Golf!

Diese "Engstirnigkeit" hat sich bei mir aber Gott-sei-Dank im Laufe der Jahre ausgewachsen und ich lernte recht schnell, dass mir Markentreue zwar durchaus sympathisch ist, unreflektierte Verteufelung alles Anderen aber zuwider.

 

Der Opel Kadett GSI war jedenfalls eine echte Rakete, machte mir viel Spass und grade als ich meinen neuen PIONEER-Aufkleber an der Frontscheibe sicher verklebt hatte kam das Unheil...

Ich werde den Tag nie vergessen, an dem ich auf einem Parkplatz stand, rechts blinkend um in eine frei werdende Parklücke zu fahren und auf einmal...mit Entsetzen in den Augen sah ich, wie links neben mir eine ältere Dame mit lautem Krachen den Rückwärtsgang in ihren Skoda wummste und ohne einen Blick, dafür mit ordentlich "Schmackes" in meine Fahrerseite donnerte.

 

 

Erst dachte ich so schlimm kann es nicht sein, als sich aber die Fahrertüre nicht öffnen ließ und ich über die Beifahrerseite ausstieg, ahnte ich schon böses: Volltreffer auf die B-Säule...ich hätte heulen können.

Die Dame stieg aus, die Polizei nahm den Unfall auf und der Kadett verließ auf einem Abschleppwagen das Gelände. Beim Opelhändler dann die Diagnose: Totalschaden, Wagen verzogen usw.

Damals war ich zu jung und/oder naiv und habe dem Opelhändler vertraut, der überredete mich, ihm den Wagen abzutreten und den Kadett gegen einen Honda Civic Stufenheck mit 110 PS einzutauschen.

 

Erst drei Jahre später erfuhr ich, dass der Händler den Wagen herrichten ließ und für sehr gutes Geld und "unfallfrei" weiterverkaufte.

Der aktuelle Besitzer war nämlich deswegen mit dem Händler vor Gericht und ließ mich über seinen Anwalt ausfindig machen.

Die Zeugenaussage war mir eine Genugtuung und der Opelhändler - war danach nicht mehr Opelhändler...

 

 

Damit endet Teil 1 dieser kleinen Reihe. Ich hoffe ihr habt genauso viel Freude beim lesen, wie ich beim schreiben und freut euch so wie ich auf Teil 2. Da erzähle ich euch, wie es mit dem Civic weiterging und wie ich zum Camaro kam...

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

Quelle: Google Bildersuche,die dargestellten Autos sind beispielhaft


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Es ist soweit...

:D

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Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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