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01.12.2012 10:32    |    Andi2011    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: Ford

Der Name Taunus steht über Jahrzehnte in Verbindung mit mehreren Modellen der Marke Ford. Hier geht es heute um die letzte Baureihe von 1975/76 bis zu seiner Ablösung durch den Ford Sierra im Sommer 1982.

Der bis 1975 gebaute "Knudsen-Taunus" war und ist bis heute sehr beliebt, nicht zuletzt wegen seiner eher amerikanischen Formgebung.

Von daher war der Schnitt im Design zum Jahreswechsel 1975/76 mit dem Taunus TC 76 doch für viele Taunus-Fahrer eine deutliche Umstellung, zumindest von aussen.Innen blieb zunächst fast alles wie beim Vorgänger, vor allem das Armaturenbrett ist nahezu identisch. Das Mitte der 70er sehr moderne Aussendesign mit den klaren und schnörkellosen Linien des Taunus gefiel den Kunden aber schnell und dieser Wagen ist sehr eng mit meiner Kindheit verwoben.

 

Mein Vater fuhr zunächst den TC `76 bis zu seiner Ablösung. Dieser Wagen war in der einfachen L-Ausstattung, die noch unter GL und GHIA rangierte und besaß einen bescheidenen 1,3 Liter Reihenvierzylinder mit 55 PS. Aber das war damals in der Nachbarschaft nichts schlimmes, dort standen halt Ford Taunus, Opel Ascona und VW Golf, die auch nicht mehr unter der Haube hatten in unserer kleinen Einfamilienhaussiedlung.

 

Als damals sieben oder achtjähriger Knirps, sagte meine Mutter mir immer Bescheid, wenn mein Vater von der Frühschicht kam und ich lief ganz bis zum Anfang unserer Straße in die mein Vater einbiegen musste. Dort stand ich dann und wenn ich den roten Taunus kommen sah, hielt ich den Anhalterdaumen raus...

 

...mein Vater hielt an, ich kletterte auf seinen Schoß und durfte von dort aus den Wagen (mit etwas Hilfe durch ihn) alleine bis in die heimische Garage lenken, wärend mein Vater sich um die Schaltung, Kupplung, Gas und Bremse kümmerte.

 

1981 kaufte mein Vater dann den Nachfolger TC `80, der eigentlich optisch mit größeren Blinkern, Rückleuchten und modernerem Innenraum kein großer Unterschied war, allerdings war das Blechkleid etwas vergrößert und der Innenraum wuchs.

Mein Vater entschied sich für einen weinroten Taunus in der GL Ausstattung mit beigen Stoffpolstern und als Zweitürer mit dem 1,6 Liter Reihenvierzylinder und 70 PS. Ein Unterschied zu den 55 PS des Vorgängers, der doch deutlich war.

Mit diesem Wagen sollte ich meine ersten eigenen Fahrerlebnisse sammeln:

 

Mein Vater fuhr mit mir in ein entlegenes Gebiet am Niederrhein und ich durfte das erste Mal auf einem Feldweg selbst ans Steuer, er erklärte mir alles ausgiebig und begann immer wieder von vorn, auch als ich den Taunus das sechste oder siebte Mal in Folge abwürgte. Schließlich fuhr ich im ersten Gang den Feldweg hinauf, drehte auf einer Wiese einen Kreis und fuhr den Feldweg wieder zurück - ich glaube das ging den ganzen Nachmittag so...und es waren doch noch so lange sechs Jahre bis zum Führerschein!

 

 

Mit dem modernen Sierra wurde mein Vater als konservativer Ford Fahrer niemals grün, so dass er irgendwann auf den Orion umstieg und ich dem Taunus doch sehr nachtrauerte. Ich liebte diesen Wagen, sein 80er Jahre Kantendesign, seinen großen Innenraum und sein tiefes Metallicrot mit der beigen Innenausstattung und den Federkernsitzen die damals im Auto wie in der Couchgarnitur modern waren...ich erinnere mich gern!

 

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

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17.11.2012 18:56    |    Andi2011    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: Ford, Umfragen

Der Ford B-Max...(Mehrfachwahl erlaubt)

Der neuen Ford B-Max steht nun beim Händler und ist somit der fünfte Van, den Ford anbietet. Also nutzte ich die Gelegenheit, mal einen Blick auf den kleinen "Neuling" zu werfen und davon zu berichten.

Zunächst mal wirkt er alles andere als klein, der auf Fiesta-Basis aufbauende B-Max. Er steht da sehr selbstbewusst neben seinen größeren Konzernbrüdern und macht optisch auf mich einen guten Eindruck.

 

Ford spricht von rund 3tsd Vorbestellungen und das scheint einen guten Start zu versprechen, denn im Segment der Mini-Vans hat er nicht wirklich viele Gegner, erst recht keine mit den viel beworbenen Schiebetüren.

Die "fehlende" B-Säule ist in die Vordertür und Schiebetür integriert, dass merkt man vor allem, wenn man die Fahrertüre öffnet und erstmals erstaunt über die „Dicke“ der Türe ist und natürlich an der entstandenen großen Öffnung. Das ist schon nett gemacht und vereinfacht vor allem den Transport kleiner Kinder bestimmt. Dazu kommt eine klappbare Lehne des Beifahrersitzes, so dass der B-Max bei Bedarf auch mal bei Transportaufgaben eingesetzt werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schiebetüren öffnen tatsächlich leichtgängig und ich habe sie von außen mit minimalem Kraftaufwand öffnen und schließen können. Sie vermitteln ein sattes Schließgeräusch und bieten wie alle Türen solide Öffner. Von innen sieht das schon anders aus, um die Türen von innen zu schließen muss man doch weit hinter sich fassen, das ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Dafür sitzt man aber hinten wie vorn wirklich bequem und recht großzügig.

Auffallend ist der höhere Einstieg nach hinten, erinnert ein bisschen an die alte B-Klasse und gefällt bestimmt nicht jedem.

 

Ganz bestimmt nicht gefällt mir die Türmechanik unten in Wadenhöhe an den Schiebetüren! Ich kann mir vorstellen, dass man da mal in der Bewegung hängen bleibt und sich fies wehtut, da hätte eine einfache Abdeckung genügt um dieses Risiko zu senken. Der Innenraum bietet das mittlerweile aus der Focus/C-Max und Fiesta gewohnte Cockpitdesign, die Materialien in der hier ausgestellten Titanium Version fassen sich gut an und sind sauber eingearbeitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den B-Max bekommt man in der Grundvariante Ambiente mit dem 95PS Saugbenziner und zusätzlichen sinnigen Extras wie Klimaanlage und Nebellampen für rund 18tsd Euro, die mittlere Ausstattungslinie Trend mit dem 100PS Ecoboost-Motor und ein paar netten Extras mehr kostet dann schon rund 20tsd Euro. Wer zur Topausstattung Titanium greift und noch ein paar Dinge wie das sehr schöne große Panoramadach oder das gehobene Media-Audiosystem mit dem neuen Ford-Sync dazu bestellt, kann auch 25tsd Euro ausgeben.

 

 

Der B-Max ist etwas kritisch betrachtet nicht perfekt und in der Preisklasse gibt es durchaus Alternativen für kleine Familien wie z.B. den Hyundai I30 Kombi, allerdings füllt er eine weitere Lücke im wachsenden Van Segment, bietet mit den Schiebetüren durchaus praktische Vorteile und baut die Fahrzeugpalette von Ford sinnvoll aus. Laut dem Verkäufer sind die bisherigen Altersgruppen der Interessenten sehr gemischt, von der kleinen Familie bis zum älteren Ehepaar. Was meint ihr?

 

Danke für`s lesen!

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20.09.2012 15:46    |    Andi2011    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: Ford

Wer in Deutschland von Ford einen variablen großen Van sucht, muss zum S-Max, Galaxy oder eine Nummer darunter zum

Grand/C-Max greifen. Mehr gibt es aktuell offiziell über die Händler nicht zu beziehen und damit ist Ford sicher am deutschen Markt auch gut genug aufgestellt, aber träumen wird man ja mal dürfen…

 

Deshalb geht es heute in meiner Ford Rubrik um einen wirklich variablen und dazu noch sehr ansehnlichen Van oder wem die Bezeichnung besser passt Crossover – den Ford Flex.

 

Der Flex ist mit seinen 5,13m Länge, einem Radstand von rund 3m und der sehr gelungen Optik im Retrostil wirklich ein schicker Wagen.

 

Als Nachfolger des Freestar und Mercury Monterey ersetzt er beide Modelle seit 2008, wird auf der gleichen Ford D4-Plattform gebaut wie sein Konzernkollege Explorer oder Lincoln MKT und in Ontario gefertigt. Ein großer Wurf den Ford da unter Design-Chef John Mays gebaut hat.

 

Kein Wunder, denn er sieht nicht nur gut und anders aus als die meisten seiner Konkurrenten, sondern hat neben einem optionalen Allradantrieb auch noch Platz. Es gibt ihn wahlweise als Sechs,-oder Siebensitzer und dabei ist immer ein großer Kofferraum der sich über eine elektrische Heckklappe öffnen lässt. Wer es noch größer braucht, kann die zweite und dritte Sitzreihe auch wegklappen und eine riesen Ladefläche erzeugen. Eine Anhängelast von gut 2 Tonnen dürfte vieleicht noch üppiger sein, den meisten Zwecken aber genügen.

 

Auch auf der Ausstattungsseite hat der Ford so ziemlich alles was das Herz begehrt.

Von der optionalen Chromfelge, einer mehrfarbig einstellbaren Lounge-Beleuchtung, Rückfahrkamera, Einparkhilfe, Soundsystem, Leder, verstellbare Pedalen, über ein mehrteiliges Panoramadach bis zum DVD-Entertainmentsystem oder Kühlschrank ist und lässt sich der Flex mit allen Nettigkeiten ausrüsten, die das Leben schöner machen.

 

Es gibt einige liebevoll designte Kleinigkeiten aber auch vieles, was einfach praktisch ist. Überhaupt ist der Innenraum ein Wohnzimmer auf Rädern: Man sitzt auf sehr bequemen und großen Polstern, kann sich bei Bedarf an mehreren Kühlfächern mit Getränken bedienen oder sich über das Ford-Sync-System in der Jukebox durch über 20.000 Songs wühlen, Online-Nachrichten sehen und hören geht natürlich genauso wie über Touch zu navigieren.

 

 

Die Lackierung des Wagens lässt sich mit dem Dach abstimmen, dass man außer in Wagenfarbe auch in Weiß oder Silber ordern kann. Mir würde hier z.B. ein weißes Dach in Verbindung mit dem Kodiak-Braun sehr gut gefallen!

 

Den Antrieb des Ford übernimmt wiederum ein Benziner aus der Ecoboost-Familie, idealerweise der Topmotor:

Ein 3,5 Liter Sechszylinder mit 355PS in Verbindung mit einer Sechstufen-Automatik. Das reicht für Tempo 100 deutlich unter 8 Sekunden und da die Ecoboost durchaus aufgrund ihres breiten Drehzahlbandes nicht nur durchzugsstark sind, auch für Verbräuche um realistische 8-12 Liter.

 

Klar wäre es wohl wirtschaftlich wohl unvernünftig von Ford, den Flex auch bei uns anzubieten und so interessierten Käufern den Weg zum Importeur zu ersparen, aber wie anfangs gesagt: Träumen wird man ja mal dürfen…

 

 

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

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02.06.2012 21:32    |    Andi2011    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: Ford

Die Zukunft von Ford sehe ich eher...

In Zeiten in denen bei uns häufig über die Zukunft von OPEL und deren Krisen gesprochen wird und der Blick gern auf den Problemen der Hersteller generell liegt, will ich in diesem Zusammenhang mal einen Blick auf FORD werfen, einem der traditionsreichsten Automobilbauer weltweit.

 

Wer sich die Entwicklung von FORD der letzten paar Jahre anschaut, muss eigentlich erfreut Beifall klatschen:

Wirtschaftskrise hervorragend gemeistert, Modellpalette gut erneuert und modernisiert aufgestellt, ein Chef (Mulally) der dem Unternehmen gut tut...

 

Mulally hat es geschafft, FORD in kurzer Zeit wieder in sicheres Fahrwasser zu führen und die Zukunftsplanungen mit Schwerpunkten auf Qualität und Technologie oder der effizienten Nutzung der Ressourcen und Produktionsorte erscheinen durchaus sinnig.

 

Das Europageschäft ist es, das auch Ford wie anderen Herstellern immer noch Probleme bereitet.

Woran liegt das? An den Modellen?

 

FORD hat sich hier in den letzten Jahren in Europa deutlich besser aufgestellt. Modelle wie der Mondeo, Focus oder der kommende B-Max treffen wieder den Geschmack der Kunden, sind gut ausgestattet, qualitativ gut aufgestellt und treffen mit moderne Motoren wie der EcoBoost-Generation wieder den Zeitgeist – zudem bot FORD immer einen guten Gegenwert für das ausgegebene Geld.

 

Aber denoch gibt es auch Defizite:

Z.B. Die Qualität der Werkstätten geniesst oft keinen guten Ruf und auch in der Modelpalette könnte es durchaus noch Verbesserungen geben.

 

So gut vor allem der Nordamerikanische Markt ist, so schwächelt aber der europäische Markt immer wieder. Zwar hat FORD kein wirkliches Problem, denn die Umsatzzahlen insgesamt sind trotzdem gut und man muss auch die europäische Wirtschaftslage mit recht teuren Teile und Produktionskosten nicht vergessen – Dinge mit denen fast alle Hersteller zu kämpfen haben, aber dennoch...

 

 

Könnte FORD mal das gleiche passieren, was Opel aktuell immer wieder droht?

Zumal die Konkurenz aus Fernost nicht schläft und ebenfalls zunehmend am Kuchen knabbert, Stichwort Hyundai.

 

Wo und wie seht ihr die Zukunft von FORD in Europa und generell? – ich freue mich auf eure Meinungen und (bitte) sachlichen Diskussionen.

 

Danke für`lesen!

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02.05.2012 20:23    |    Andi2011    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Ford

«Unique in All the World», so lautete ein Werbetext für einen der schönsten Ford Thunderbird - und einzigartig war er wirklich!

Der Entwurf von Bill Boyers ist für mich persönlich einer der schönsten Birds überhaupt geworden.

 

Der „projectile Look" des Models gab nicht umsonst den Namen "Bullit Bird" an den Wagen, denn alles erinnert an ein Flugzeug beim

Coupé wie auch bei dem wunderschönen Cabriolet oder dem etwas später erschienenen zweisitzigen Roadster und dem Landau Hardtop Coupé mit Vinyldach.

Ein schlankes Dach, das umwerfend schöne Heck mit den Rücklichtern im Look einer Jetdüse, die markante Front und das Interieur mit der Trennung von Fahrer- und Beifahrerseite im Design von Art Querfeld lassen mich einfach nur schwärmen.

 

Lee Iacocca, damals seit 1959 Präsident bei Ford, stellte das Auto am 12. November 1960 vor und die Reaktionen waren äußerst positiv (und die Verkaufszahlen später ebenfalls).

Warum ist schnell erklärt, der Bird bot eine tolle und sehr luxuriöse Ausstattung mit Dingen wie dem damals sehr modernen Transistorradio,dem Cruise-O-Matic-Getriebe oder Servolenkung mit einem bestellbaren «Swing-Away»-Lenkrad.

 

Dazu gab es im 1961er Bird jeweils 390 cui Thunderbird Special Maschinen mit 275 bhp, 300 bhp, 375 bhp und 401 bhp.

1962 gab es dann nur noch die 300 bhp und eine 340 bhp Thunderbird Special Variante. 1963 erhielt der T-Bird in der Basis Motorisierung den 390 cui Interceptor mit 300 bhp und den 390 cui Thunderbird Special mit 340 bhp.

 

Besonders erwähnen möchte ich das Landau Hardtop Coupé, gewidmet an Gracia Patricia von Monaco (“Principality of Monaco").Innen wie außen in weiß gehalten, mit einem braunen Vinyldach abgerundet - wunderschöne Fahrzeuge! Ebenfalls eine Besonderheit war der 62er Sports Roadster, heute ein beliebtes Sammlerobjekt und damals sogar bei wenigen deutschen Ford Händlern offiziell zu erstehen.

 

 

 

Mit meiner Begeisterung für diesen Bird bin ich in prominenter Begleitung, auch John F. Kennedy war vom Thunderbird so begeistert, dass er gleich 50 von ihnen bei der Prozession zu seiner Amtseinführung einsetzte.

Ein wunderschöner Wagen!

 

Dieser Blog ist eine kleine Hommage an meinen Blog-Kollegen Norske und seinen hervorragenden Blog Days of Thunder,der sich netterweise bereit erklärte, meinen Artikel zum T-Bird mit seinem Fachwissen zu unterstützen!

 

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Ford Oldtimer und Motorsport Club Cologne e.V.

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23.04.2012 23:01    |    Andi2011    |    Kommentare (47)    |   Stichworte: Ford

Heute geht es in meinem Blog um einen "Kleinwagen" von Ford!

 

Nein, die Rede ist nicht vom Ford Fiesta oder KA, heute geht es um den PINTO!

 

Ende der 60er Jahre endete so langsam aber sicher wieder der Trend "kleinere" Autos in den USA zu bauen, allerdings entstand dadurch wieder eine Lücke im Angebot denn: nicht jeder Autokäufer sehnt sich nach PS und Größe!

Diese Kunden suchten sich deshalb schnell auf dem europäischen und japanischen Automarkt bei Corolla oder Datsun ein passendes Gefährt, in den USA war vielleicht noch der Chevy Vega oder AMC Gremlin für dieses Klientel akzeptabel.

 

 

Ford hatte zu diesem Zeitpunkt zwar die so genannten „Compact-Cars“ im Angebot, aber seien wir ehrlich, ein Falcon oder Mustang sind nicht wirklich für die genannte Käufergruppe interessant - zu groß, zu teuer und nicht wirklich "Kompakt".

Ford hatte das erkannt und brachte nach nur 25 Monaten der Entwicklungszeit ein Auto auf den Markt, dass bei Ford ein neues Segment schuf - die „Sub-Compact-Cars“ und mit dem PINTO 1969 seinen ersten Vertreter fand.

 

 

Für Ford rächte sich aber nachträglich die kurze Entwicklungsphase, denn der PINTO kam in einer Zeit auf den Markt, wo das Thema Sicherheit in Fahrzeugen eine neue Qualität erreichte.

Der PINTO war zwar keinesfalls schlechter konstruiert oder hatte mehr Sicherheitsrisiken als andere Fahrzeuge seiner Zeit, trotzdem geriet er aufgrund einiger Fahrzeugbrände nach Unfällen und den damit zu beklagenden Verletzten und Toten in die Schlagzeilen.

Der PINTO besaß einen Tank der im Falle eines Heckaufpralls schnell reißen konnte, dazu kamen kaum oder nicht mehr zu öffnende Türen nach Unfällen.

Ford handelte zwar, allerdings erst sehr spät! Erst 1977 wurde der PINTO weitreichend überarbeitet und verbessert und Ford rüstete auch ältere Fahrzeuge noch um.

 

 

Letztlich schadete die Sicherheitsdebatte dem PINTO in puncto Erfolg aber nicht wirklich. Der PINTO wurde im Zeitraum 1969 bis ins Jahr 1981 gebaut und in den USA und Kanada wurden rund 2,1 Millionen Exemplare verkauft.

 

 

Als Motoren gab es den 75 PS OHV 1,6 und den 95 PS OHC 2,0 Liter Reihenvierzylinder (ab 1975 auch 2,3 L). Ab 1975 wurde im PINTO auch ein 2,8 Liter V6 angeboten.

1978 gab es auch eine abgasgereinigte Kalifornien-Version mit 2,3 Liter OHC Motor, übrigens der erste Ford mit geregeltem 3-Wege Katalysator!

 

 

 

 

 

Die Motoren waren dabei durchaus alte Bekannte, den 1,6 Liter Motor konnte man im englischen CORTINA oder CAPRI ebenfalls bekommen und die Zahnstangenlenkung des PINTO wurde auch im ESCORT verbaut.

Auch der Ford 20M trug sein Scherflein zum PINTO bei, Köln lieferte dessen Schaltgetriebe und auch die V6 Motoren kamen später aus Köln.

Die Kraftübertragung auf die Hinterachse gelang jeweils wahlweise über eine Dreigang-Automatik oder eine Viergang-Schaltung.

 

 

Ab 1972 war ein „Three Door Runabout“ mit Heckklappe und ein Kombi mit im Programm, sogar mit der damals beliebten Holzbeplankung konnte man ihn bekommen - allerdings war dies ein Pseudo-Woody, denn die Beplankung war nur aufgeklebtes Holzimitat.

Außerdem gab es den PINTO noch in einer Lieferwagen-Variante mit geschlossenem Seitenteil, womit er besonders bei den Kleinunternehmern durchaus beliebt war.

Der „Cruising Wagon“ dagegen bediente das sportlich angehauchte Klientel und ist leicht durch das seitliche "Bullauge" zu erkennen. Neben Spoiler und Rally-Felgen glänzte dieser auch mit besonderen Farben.

 

 

 

 

Der PINTO - in großer Stückzahl auf dem amerikanischen Markt vertreten ist er dort auch heute noch ein Begriff und auch bei den Tunern hat er bis heute seine Fans. Dieser Kleinwagen ist bei uns allerdings weitestgehend unbekannt - Grund genug ihm in meinem Blog einen Platz zu verschaffen!

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

 

Quelle: Ford Pinto Car-Club of America

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19.04.2012 20:51    |    Andi2011    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Ford

Im ersten Weltkrieg litt insbesondere die englische Wirtschaft unter den Seeblockaden und den ausbleibenden landwirtschaftlichen Gütern für die Bevölkerung, also musste die eigene Wirtschaft angekurbelt werden und dafür brauchte man Maschinen um schnell zu sein.

Diese wurden aus den USA gern importiert, Traktoren wie der "Waterloo Boy" oder der "Titan" waren begehrte Ware und hier sah der als guter Geschäftsmann bekannte Henry Ford seine Chance und hier beginnt mein heutiger Blog...

 

Fords Vergangenheit ist als Sohn eines Farmers eng mit der Landwirtschaft verknüpft und bereits 1907 entwarf er erste Traktoren-Prototypen.

Weil der Aufsichtsrat der Ford Motor Company sich gegen die Produktion ausgesprochen hatte, gründete Ford Kurzerhand 1917 die Firma "Henry Ford & Son" und bot der britischen Regierung an, kurzfristig mindestens 6000 Traktoren zu bauen und zu liefern...die Briten schlugen ein und Ford lieferte bereits im April 1918 aus und ab 1919 fertigte Ford auch in Cork/Irland.

 

 

Die Rückführung in die Ford Motor Company betrieb Henry Ford dann übrigens bereits zwei Jahre später, als er alle Anteile an seiner Motor Company besaß, aber zurück zum Thema...

 

Geliefert wurde der "FORDSON", ein kleiner und kompakter Schlepper mit rund 1,1 Tonnen Gewicht und einem 4,3 Liter Reihen-Benziner mit Dreigang Getriebe und 20PS, der auch im Mischbetrieb mit Petroleum lief.

 

Durch seine Riemenscheibe war der FORDSON auch als Stationärmotor zum Antrieb von Maschinen verwendbar. Außerdem konnte er als Zugmaschine für verschiedene Geräte eingesetzt werden.

 

 

Der FORDSON wurde ein riesen Erfolg!

Bis 1920 wurden weltweit bereits über 162.000 FORDSON produziert und bis zum Ende der Produktion waren es rund 750.000 Modelle.

 

Gut Dreiviertel aller Traktoren in den USA waren nun FORDSON und weltweit war dieser Schleppertyp praktisch konkurrenzlos, denn keiner konnte diese Stückzahlen zu einem so günstigen Preis herstellen. In den USA gingen einige kleinere Hersteller in die Pleite und auch in Europa - besonders in Deutschland - fürchtete man die Konkurrenz von Ford so sehr, dass man kurzerhand ein Importverbot verhängte.

 

 

Ford ist bekannt dafür die Fließbandfertigung im Automobilbau etabliert zu haben, dass Ford so auch die preisgünstige und schnelle Fertigung von Traktoren vorantrieb, in dem er hier seine T-Model Erfahrungen nutze ist weniger bekannt.

 

Bekanntester und größter Hersteller in Deutschland wurde durch das Importverbot zunächst die Firma Pöhl, die ihre "Pöhl-Ackerbaumaschine" fertigte. Dieser Schlepper war dem von Ford recht ähnlich, allerdings hatte er gegenüber dem Fordson einen wesentlichen Nachteil - den Preis!

Ein FORDSON lag in Deutschland bei etwa 1900 Goldmark, ein Pöhl-Schlepper bei 7000 Goldmark.

Über diverse Wege fanden die FORDSON Traktoren trotzdem den Weg nach Deutschland, denn zum Beispiel im Ruhrgebiet und Rheinland galten keine Einfuhrbeschränkungen und 1924 beugte sich die Regierung und hob das Einfuhrverbot auf...bereits die ersten 500 importierten FORDSON Schlepper waren sofort ausverkauft.

 

 

Die Folge war klar, die deutschen Hersteller begannen so schnell es ging ihre Produktion ebenfalls auf Serienproduktion umzustellen und fertigten nun nach dem FORDSON Vorbild.

Der "Hanomag WD Radschlepper" kam auf den Markt und begann mit 28 bis 32PS dem Nordamerikaner Konkurrenz zu machen.

 

Der FORDSON wurde natürlich ebenfalls laufend verbessert, Gummibereifung hielt Einzug, Staukästen wurden integriert und ab 1922 war die Dreipunktaufhängung - die die Kraftübertragung auf den Pflug so steuert, dass der Traktor sich nicht aufbäumt- am Fordson serienmäßig.

 

 

Im Jahr 1928 sank aufgrund der Weltwirtschaftskrise die Nachfrage drastisch und die Produktion wurde eingestellt. Später lief die Produktion in Irland mit dem Nachfolger Model N wieder an und aufgrund des werbewirksam guten Namens FORDSON behielt man diesen noch bis 1965 im Traktorenbau bei, bis man nur noch den Namen FORD verwendete, aber das ist eine andere Geschichte...

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:Veteranen der Scholle,Ein historisches Schlepperbuch

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15.04.2012 01:03    |    Andi2011    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Ford

Der Name FORD dürfte heute wohl jedem ein Begriff sein, auch der Name des Firmengründers Henry Ford ist geläufig und das Ford-T-Model zu kennen, gehört zur Grundlage eines jeden automobilen Fans.

 

Aber wie die Geschichte der Marke FORD tatsächlich begann, wissen eher wenige. Also gibt es heute mal etwas automobile FORD Geschichte in meinem Blog:

 

Diese nimmt ihren Anfang genau am 4. Juni 1896 nachts um etwa 03:00Uhr in der Detroiter Bagley Avenue 58

Zu etwa dieser Zeit legte Henry Ford -der sich bis dato mit dem Bau von Dampfmaschienen engagiert beschäftigte- nämlich letzte Hand an sein erstes Automobil.

Die Begeisterung war sogar so groß, das Henry Ford erst im Moment der Fertigstellung bemerkte, das sein Gefährt nicht durch die Türe seines Werkschuppens passte...

Getreu seiner Einstellung, das Probleme immer nur da sind um sie zu lösen, wurde kurzerhand die Wand eingerissen und der Wagen stand draussen.

 

 

Die Jungfernfahrt mit seinem „Quadricycle“ getauften Wagen muß abenteuerlich gewesen sein, zwei umgebaute Dampfrohre dienen als Zylinder...

Ein Spannhebel dient als Schaltung der zwei Gänge, die durch zwei Lederriemen die Kraft über eine Kette ans Differenzial der Hinterachse bringen und Ford erreicht so mit seinem Zweizylinder um die 4 PS und satte 32 km/h.

Der Wagen besteht aus einem einfachen Stahlchassis und wiegt nur rund 240 kg. Unter der Sitzbank liegt der rund 13 Liter fassende Tank.

Die erste Ausfahrt endete zwar nach einigen Kilometern mit diversen Zündaussetzern - aus heutiger Sicht ironischerweise genau vor dem Cadillac Hotel- aber der Anfang war geschafft und Ford`s Energie ungebrochen.

 

Henry Ford verkauft im gleichen Jahr 1896 sein erstes Quadricycle für 200 Dollar an Charles Ainsley.

1899 und 1901 baute Ford je ein weiteres Exemplar das er jeweils verbessert, das Quadricycle besitzt nun z.B. ein Lenkrad.

Sein erstes gebautes Quadricycle kauft Henry später wieder von Charles Ainsley zurück, für 65 Dollar (1980 wurden übrigens in der Kölner FORD-Lehrwerkstatt zwei Replika nach den originalen Bauplänen hergestellt).

 

Henry Ford hatte Blut geleckt, dem Automobil gehört die Zukunft, da war er sich nun sicher.

Auch Ideen hatte er genug im Kopf, also brauchte es nicht mehr viel außer etwas Zuspruch.

Den bekam er von seinem Freund Thomas Edison. Henry Ford und Thomas Edison (ja, der mit der Glühbirne und dem Grammophon ;)) lebten und arbeiteten im Winter viel in Florida und eben dieser Edison riet Ford letztlich dazu, sein eigenes Unternehmen zu gründen...

 

 

Die FORD Motor Company wurde schliesslich kurz darauf im Jahr 1903 gegründet und die Geschichte nahm ihren Lauf...

 

Das originale Quadricycle der ersten Jungfernfahrt steht heute im Henry Ford Museum in Dearborn!

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

genutzte Inspirations-Quellen: The Life of Henry Ford und http://www.hfmgv.org/exhibits/hf/

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07.04.2012 22:37    |    Andi2011    |    Kommentare (46)    |   Stichworte: Ford

Ein neuer Explorer ist immer ein Ereignis! Zugegeben nicht so sehr in Europa, aber in den USA.

Bei uns wird es ihn nicht offiziell geben, leider!

 

Aber nachdem Ford in den Neunzigern mit dem Import von US-Modellen wie Windstar, Probe und eben auch Explorer bei uns eine Bauchlandung hinlegte verwundert mich das nicht.

In den USA allerdings ist er grad während der Auto Show in Detroit mit dem „Truck of the Year“ Titel ausgezeichnet worden.

Er ist ein Bestseller und das bereits in der fünften Generation. Warum der Explorer so beliebt ist, kann man leicht beantworten:

Er geizt nicht mit dem Platz (sieben Personen können sich bequem räkeln, das Ladevolumen ist mit knappen 2 Kubikmetern sehr respektabel) ist ein echter SUV und im Vergleich zu seinen Konkurrenten noch erschwinglich.

 

Ford ist beim neuen Explorer etwas andere Wege gegangen als bisher, man hat sich vom Kastenrahmen verabschiedet und stattdessen die Plattform des neuen Taurus oder Flex verwendet.

 

Auf der Motorenseite kommt im neuen Explorer nun auch die Ecoboost-Generation bei den Benzinern zum Zuge, der V6 hat 3,5 Liter Hubraum und ist somit gut für 294PS und 345Nm und ersetzt den alten V8.

Der kleinere Ecoboost ist ein 2,0 Liter Vierzylinder mit 240Ps und 340 Nm - beide Motoren sollten für ausreichend Vortrieb bei dem gut 2T Wagen gut sein. Auf den geschwindigkeitsbeschränkten amerikanischen Straßen verspricht Ford für den Highway Werte von unter 10 Litern für die Benziner, bei einer Beschleunigung von gut 8,5 Sekunden - das ist nicht nur im Land des früher unbegrenzten Benzin-Konsums mittlerweile ein gefragter Wert für ein Auto dieser Größe und Masse.

 

 

Auf der Ausstattungsseite gibt es z.B. 6-Gang Automatik den Totwinkel-Warner und das Terrain Management System, damit wird per Drehknopf je nach dem wo man unterwegs ist, die passende Abstimmung gewählt. Darüber hinaus gibt es in dem Auto so ziemlich alles elektrisch verstellbar - bis hin zur dritten Sitzbank.

 

Das Cockpit sieht schick aus und Ford verbaut hier Materialien die in ihrer Haptik selbst die deutschen Autotester strahlen lassen.

In den USA gibt es den Explorer ab umgerechnet rund 20tsd Euro, den gut ausgestatteten V6 für unter 30tsd Euro.

Davon kann man hier nur träumen, womit ich zurück zum Anfang kommen: Bei uns wird es ihn nicht offiziell geben, leider!

 

Warum eigentlich nicht?

 

 

Die Ford Händler bei uns müssen Explorer Kunden zur Konkurrenz schicken, denn wo es bei uns beim Kuga aufhört gibt es darüber nichts, was ein SUV/Geländewagen Kunde bestellen könnte.

Noch dazu ist der Explorer sehr ansehnlich gelungen, in Verbindung mit einem Diesel wär er hier sicher für einige Käufer eine Alternative. Also reiben sich erst mal die freien Importeure die Hände und bieten den Explorer bei uns ab etwa 35tsd Euro an.

 

Danke für`s lesen!

 

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15.02.2012 21:08    |    Andi2011    |    Kommentare (123)    |   Stichworte: Ford

 

Der F650 ist mit bescheidenen 6,50 m Länge, einem Radstand von 4,62 Metern und rund 5,2 Tonnen Leergewicht das Topmodell der s.g. Heavy-Duty-Pick-up-Baureihe von Ford und wird seit 2008 angeboten, als Import auch in Deutschland.

Gegen dieses Teil ist selbst ein Hummer schon fast ein zartes Kerlchen!

 

 

 

 

 

 

 

Gebaut wird das gute Stück in Augusta (Georgia) in der Standardvariante,wie bei Bedarf auch in einigen "Special-Versions".

 

Der Hubraum des 6,7 Liter Cummins-Selbstzünders verteilt sich auf eigentlich bescheidene sechs Zylinder, die aber mit 325 PS und 1000 Newtonmeter Drehmoment für mehr als ordentlichen Antritt sorgen. Mittels einer Tasten-Sechsstufenautomatik und über eine große Kardanwelle wird das alles an die (meistens) Zwilligsräder der Hinterachse transportiert und auf die Straße gebracht.

 

 

 

 

 

Im Innenraum erwarten einen recht bequeme Ledersessel, ein schlichtes aber nicht häßliches Nutzfahrzeug-Cockpit und eine bequeme Rückbank, mehr Platz als in einem Ford Ranger oder einem BMW X5 oder überhaupt den meisten anderen Fahrzeugen hat man sowieso.

 

 

 

 

 

 

Die „Fässer“ unter den Trittleisten fassen bei Bedarf knapp über 400 Liter Diesel , bei einem Verbrauch von 14-20 Litern, langt das eine ganze Weile und bei so einer Tankfüllung inklusive des Dieselpreises, bekommt der Begriff Clubsmart- oder Payback-Punkte sammeln eine ganz andere Bedeutung :D

Die Basisvariante kostet bei uns rund 100tsd Euro, nach oben lassen sich diverse Dinge aufrüsten.

Bleibt die Frage nach dem Einsatzzweck? Logisch: Transport, Ziehen von Lasten aller Art und...in einigen Fällen Spaß!

 

Der F650 wird in einem Land wie den USA eher Normalität sein als bei uns in Europa, von Deutschland ganz zu schweigen.

Mit dem Teil macht man sich bei Kleinwagenbesitzern wie auch Mercedes M-Klasse Fahrern bei uns wohl sicher auch keine Freunde...dafür gibt es bestimmt viele Trucker, die dem „Kleinen“ freudig zuwinken.

 

Danke für`s lesen

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31.01.2012 23:08    |    Andi2011    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Ford

Mein Kunstlehrer auf dem Gymnasium war ein schrulliger Typ!

 

Er kam meistens zu spät zum Unterricht und lieferte dafür das, was eigentlich Aufgabe der Schüler war, nämlich fadenscheinige Ausreden wie z.B.:

"Die Radiosprecherin hat sich heute morgen mit der Uhrzeit vertan, deshalb dachte ich es wäre noch früher."

 

Auch in seinem Verständnis von Kunst war er sehr eigen, was ich nicht negativ meine, für ihn war vieles Kunst, manchmal sogar ein weggeworfenes Blatt Papier oder eine Tasse Kaffee...

Genauso schrullig wie er, war auch sein Auto, in dem er oft direkt vor der Schule übernachtete, weil er grad einen Einfall hatte und in seinem Auto daran arbeitete - es war ein Ford Econovan, umgebaut zum Miniwohnmobil.

 

Mein Kunstlehrer von damals lebt schon lange nicht mehr und was mich an ihn neben diesen Geschichten erinnert, ist eben dieser Ford Econovan, er gehörte zu ihm dazu....und da ich letztens in alten Bildern wühlte und sein blauer Ford da auf dem Parkplatz an der Schule steht, kam dieser Blog dabei heraus...

 

Der Econovan ist sowas wie ein ungeliebtes Kind, ein häßliches Entlein...nicht wesentlich größer als der damalige Escort, plante Ford den Econovan neben dem Ford Transit zu etablieren und scheiterte damit.

 

Da Ford damals eng mit Mazda kooperierte, bzw. Anteile bei Mazda besaß (Dr.Seltsam und sein Fiesta MK4 werden sich erinnern) lag es nahe, Teile aus dem Mazda Regal zu verwenden, z.B. Getrieb vom Mazda 323 und teilweise auch Motoren und da man schon mal dabei war, liess man den Econovan auch gleich bei Mazda fertigen und in Deutschland einfach mit einem Diesel und einem Benziner antreten.

Natürlich wurde der Econovan auch von Mazda baugleich als Mazda Bongo angeboten...hinterher sogar mit Allrad.

 

Von 1985 bis 1992 wurde der Econovan von Ford in Deutschland angeboten und dann ohne Nachfolger eingestellt, Mazda produzierte seinen Bongo noch bis 2001 weiter.

 

In Deutschland blieb der Erfolg für den Econovan sehr überschaubar -nicht Fisch nicht Fleisch- war eine nicht ganz falsche Meinung.

Der kleine Van selbst war allerdings gar nicht übel, die Technik robust, die Optik nicht häßlicher als andere Vorläufer der heutigen Vans und in anderen Ländern, wie z.B. Südamerika liessen die Verkaufszahlen sogar durchaus Grund zur Freude zu.

 

In Deutschland hingegen ist dieser Ford aus dem Strassenbild eigentlich unbemerkt verschwunden, wohl genauso unbemerkt wie er angeboten wurde....auch mich hätte nichts an diesen Ford erinnert, wenn da nicht dieses Foto und mein alter Kunstlehrer gewesen wäre...

 

 

 

 

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05.01.2012 11:41    |    Andi2011    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Ford

 

In meinem letzten Beitrag in der FORD-Rubrik ging es um den Orion, die Stufenheckvariante des Escort und um meinen Vater, der ein Fan des Orion war und dann "fremdging"...die Fortsetzung dieser Geschichte lest ihr nun heute:

 

Für meinen Vater als begeisterten Orion-Fahrer war der Focus ein Schock!

 

Er sah 1997 Bilder des geplanten Focus und laß noch dazu das es (zunächst) keine Stufenheckvariante geben würde - diese beiden Dingen reichten aus, das Fass war voll...aber der Reihe nach:

 

Der Focus war, als er 1998 an den Start ging, ein Quantensprung für Ford! Ähnlich wie der Wechel vom Taunus zum Sierra und später zum Mondeo.

Das eckige New-Edge-Design schüttelte den Muff aus allen alten Ford Poren und die hochgesetzten Rückleuchten ließen die jüngere Kundschaft applaudieren und den alten Escort schnell vergessen - die ältere konservative Kundschaft war nun aber eindeutig vor die Wahl gestellt: mitgehen oder die Marke wechseln...

 

...und mein Vater wechselte, nach dem seine Ford Karriere mit dem 12m begann und über Taunus und Eskort MK1 bis zum Orion führte, war hier Schluss - mein Vater fuhr zum örtlichen VW Händler und kaufte 1997, noch bevor der Focus überhaupt auf dem Markt war, spontan einen roten Golf III der letzten Baureihe aus dem Austellungsraum...ich glaube bis heute er glaubte damit Ford eins auszuwischen und sich rächen zu können, für den Verrat am konservativen Klientel;)

 

Für mich hingegen stand schnell fest, dieser Focus ist klasse, optisch wie technisch. Mir gefielen die hochgesetzten Rückleuchten, die markante Front und der moderne und gut verarbeitete Innenraum.

Die Serienausstattung umfasste bereits vier Airbags, ABS und Zentralverriegelung, für die vorderen Türen gab es elektrische Fensterheber und ein ASR bei den stärkeren Motoren. Die Aufpreisliste bot Klimaanlage, Bordcomputer, Tempomat, Frontscheibenheizung und Sitzheizung und später auch ein ESP.

 

Was gibt es noch zu erzählen vom ersten Focus MK1, der ja durchaus heute nach 13 Jahren noch im Strassenbild eine Rolle spielt?

Nun, es gab ihn ab 1999 auch mit dem TDDi-Dieselmotor und 1,8 Liter Hubraum mit 90 Pferdestärken, die TDCi´s folgten erst später.

 

Ab 2002 gab den Focus mit Erdgastanks aber eben auch den 173 PS 2,0-Liter-Benziner und das neue Topmodell ST (Sports Technology)170.

Ein feiner kleiner Sportler der mit 6-Ganggetriebe,Sportfahrwerk und Sportsitzen für Aufsehen sorgen konnte.

Alles jedoch nichts gegen den auf weltweit 4501 Exemplare limitierten Focus RS, der mit 215 Turbo-PS, Brembo-Bremsen,Sparco-Halbschalensitzen, Getrag-Sportgetriebe und anderen netten Details daher kam...

 

Der Focus war ausserdem zweimal nacheinander das meistverkaufte Auto weltweit - weit vor dem Golf und übrigens ist er aktuell bei den weltweiten Verkäufen immer noch vor dem Golf (dieser kleine Seitenhieb sei mir in einem Ford-Blog mal erlaubt).

 

Aber zurück in den normalen Alltag:

 

Mich überzeugte der Focus jedenfalls recht schnell und Ende 1998 stand mein Focus vor der Türe! Mit dem 2,0Liter Benziner und 130PS und so ziemlich allem an Ausstattung, was ich so bestellen konnte.

Bestellt beim "ehemaligen" Ford Händler meines Vaters der ja zu VW abgewandert war.

 

Mein Focus machte mir Feude, er war gut verarbeitet, gut ausgestattet und besonders die tollen Fahreigenschaften verschafften mir ein breites Grinsen, der Focus fegte um die Ecken wie sonst wohl kaum ein Kompaktwagen Ende der 90er.

 

Und mein Vater????

 

Tja - Anfang 1999 folgte endlich die viertürige Stufenheckvariante als Nachfolger des Ford Orion, (und nebenbei bemerkt, auch der beliebte Kombi) und mein Vater fragte mich, ob ich nicht mit ihm mal zum Fordhändler wolle..nur so zum schauen:D

 

Ich weiss was ihr nun denkt: Er hat sich sofort den Orion bestellt?

 

FALSCH!

 

Nein er hat mich und den Fordhändler überrascht, nachdem er sich den ausgestellten Orion gründlich betrachtet hatte, sich alles an Technik und Ausstattung erklären liess (wofür er sich bei meinem Focus bisher Null interessierte;)) ging er an mir und dem Verkäufer vorbei...

 

...zielstrebig auf einen ausgestellten dunkelgrünmetallic-farbenen Focus Trend mit sehr guter Ausstattung und dem 115 PS Motor zu und sagte zum Verkäufer kurz und knapp:

 

"Den will ich, wenn sie mich wiederhaben wollen, machen sie mir einen anständigen Preis!"

 

Mein Vater, der den neuen Focus optisch grausam fand, der immer die konservativen Fahrzeuge mit Stufenheck bevorzugte, möglichst mit kleiner Aussattung und kleinem Benziner bekam seinen anständigen Preis und kaufte den neuen Focus mit den hochgesetzten Rückleuchten am gleichen Tag und wechselte so nach kurzer Zeit wieder ins Ford-Lager.Das New-Edge Design und später das Kinetic Design der Ford Modelle gefällt ihm seither hervorragend und er weinte zum ersten Mal bei der Abgabe seines "alten" Autos diesem (wirklich guten Golf) keine Träne nach.

 

Und er wurde glücklich damit - mein Vater, der Orion-Fan wurde zum Focus-Fan!

Bis heute hat er sich jeden neuen Focus (+ Facelifts) gekauft, incl. des aktuellen Modells.

 

Ich danke euch für`s lesen!

 

 

 


26.12.2011 11:23    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Ford

Weggerostet, verschrottet und die letzten Modelle fast alle der Abwrackprämie zum Opfer gefallen:

 

Der Ford Orion der ersten Baureihe ist aus den Köpfen leider so gut wie völlig verschwunden. Der Orion sollte mit seinem Stufenheck das klassische Ford Klientel ansprechen als er im Juli 1983 auf den Markt kam.VW brachte mit dem Jetta eine Alternative für das konservative Klientel und auch bei Ford gab es einige alte Taunus-Kunden die mit Uwe Bahnsens futuristischen Entwürfen nichts anfangen konnten...

 

Er war etwas höher in der Preisliste und in der Ausstattung positioniert als der Escort mit dem er bis zur B-Säule identisch war. Unterschieden hat er sich von seinem Schrägheckbruder natürlich durch das Stufenheck und auch durch einen etwas anderen Kühlergrill und das fehlende Dreieckfenster. Ausserdem gab es ihn anfangs nur in gehobenen Ausstattungsvarianten und mit entsprechender Motorisierung, bis hin zum 105 PS Einspritzer aus dem XR3.

 

Der Orion begleitete meine Jugend ein Stück weit und ist mir deshalb natürlich schon einen Blog wert.

Er hatte allerdings auch durchaus Qualitäten - die allerdings in Deutschland nur wenige zu schätzen wussten.Wer aber glaubt, der Orion sei für Ford ein Fehlschlag gewesen irrt, denn in anderen Ländern verkaufte er sich hervorragend.

 

Aber der Reihe nach...

 

Der Orion stand beim Ford-Händler im Ausstellungsraum als ich damals mit meinem Vater dort war. Mein Vater entsprach (und entspricht) grundsätzlich dem damals klassischen Ford-Kunden und auf ihn passte das damalige Angebot von Ford an seine konservativen Kunden, den "alten" Taunus durch einen Orion zu ersetzen!

Der Orion wurde gekauft und blieb - und mein Vater wurde zum "Orion-Fan".

 

So wundert es nicht,dass auch der Orion MK2, der 1986 kam, sofort wieder gekauft wurde und im dunkelroten Metalliclack und in CL Ausstattung auf unserem heimischen Hof stand. Für eine kleine vierköpfige Familie incl. einmal jährlichem Harzurlaub der ideale Familienwagen!

 

Dieser Orion hatte -ein Novum für meinen Vater- einen Dieselmotor (der erste und einzige Diesel den mein Vater jeh fuhr). Der Orion MK2 war ein gutes Auto und vor allem der 1,6er Diesel war echt ein Musterbeispiel an Sparsamkeit und Haltbarkeit.

Ein Verbrauch von unter 5 Litern bei fast ausschliesslich Stadtfahrten war gut möglich und ausserdem galt der Diesel bei späteren Gebrauchtwagenkäufern als äüßerst beliebt aufgrund seiner Haltbarkeit. Hier gibt es einen Link zum damaligen AUTO BILD TEST

 

Gegen Ende 1990 kam dann der Orion MKIII auf den Markt.

Er war deutlich eleganter gezeichnet als sein Vorgänger und entsprach dem Escort optsich fast vollständig.

Besonders war damals ein bei der Topausstattung GHIA ein sereinmäßiger Heckscheibenwischer bei einer Stufenhecklimousine.

 

Natürlich kaufte mein Vater auch diesen Orion, in GL Ausstattung und mit einem klassischen 71PS Saugbenziner, aber dafür einer auffälligen mintgrünen Metalliclackierung.Auch dieser Orion hatte die bekannten Vorzüge verfeinert: guter Fahrkomfort, großzügiger Inneraum, robuste Technik und ein großer Rucksackkofferrraum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu erwähnen ist sicher noch, dass der Orion in Brasilien als Ford Verona als auch als VW Apollo verkauft wurde, sogar als 2 türige Variante.

Der Name Orion starb 1993, ab da hies er nur "Ford Escort Stufenheck" und 1998 wurde er komplett eingestellt.

Da stand der Nachfolger schon in den Startlöchern: der Focus!

 

Mein Vater war jedenfalls begeisterter Orion-Fahrer und er war schockiert vom modernen Design des Nachfolgers Focus der 1998 die Bühne betrat - so schockiert das er als langjähriger treuer Ford-Kunde zum ersten Mal die Marke wechselte und sich einen Golf kaufte ...

 

... diese Liebe hielt allerdings nur ein Jahr, denn 1999 erschien der Focus in der Stufenheckvariante...aber das ist eine andere Geschichte die ich euch noch mal erzählen werde.

 

 

 

 


Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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