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19.11.2013 14:48    |    Andi2011    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Im Internet stolperte ich letztens über folgende Zeilen aus dem Brief einer älteren Dame:

 

„Könnte ich mein Leben nochmals leben, dann würde ich das nächste Mal riskieren, mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen, lockerer und humorvoller sein als dieses Mal. Ich kenne nur sehr wenige Dinge, die ich ernst nehmen würde.

 

Ich würde mehr verreisen. Und ein bisschen verrückter sein. Ich würde mehr Berge erklimmen, mehr Flüsse durchschwimmen und mir mehr Sonnenuntergänge anschauen. Ich würde mehr spazieren gehen und mir alles besser anschauen. Ich würde öfter ein Eis essen und weniger Bohnen.

 

Ich hätte mehr echte Schwierigkeiten als eingebildete. Müsste ich es noch einmal machen, ich würde einfach versuchen, immer nur einen Augenblick nach dem anderen zu leben, anstatt jeden Tag schon viele Jahre im Voraus.

 

Könnte ich noch einmal von vorne anfangen, würde ich viel herumkommen, viele Dinge tun und mit sehr wenig Gepäck reisen. Könnte ich mein Leben nochmals leben, würde ich im Frühjahr früher und im Herbst länger barfuß gehen. Und ich würde öfter die Schule schwänzen.

Ich würde mir nicht so hohe Stellungen erarbeiten, es sei denn ich käme zufällig daran. Auf dem Rummelplatz würde ich viel mehr Fahrten machen, und ich würde mehr Gänseblümchen pflücken.“

 

(Quelle unbekannt)

 

 

Ein netter Text, der auch nachdenklich macht und mich zu meinem heutigen Blog brachte...

Was will ich eigentlich? Was will ich vom Leben? Worum soll es gehen? Was will ich erreichen, tun, lernen, können und sein? Was brauche ich, um glücklich und zufrieden zu sein?

Ein spannendes Thema finde ich, das mich zu folgender hypothetischer Frage an euch bringt:

 

Wenn du die Möglichkeit hättest einem Zeitreisenden einen Zettel mitzugeben, den er deinem noch jungen Ich geben würde, welchen Satz oder Rat würdest du darauf schreiben und dir somit selbst in der Vergangenheit geben?

 

Ich habe diese Frage in den letzten Tagen spaßeshalber einigen Leuten gestellt und die Antworten verblüften mich teilweise sehr!

Einer meiner Freunde (geschieden) hätte geschrieben: „Heirate nie!“

Ein Anderer: „Hab mehr vertrauen in dich!“ und ein Dritter meinte humorvoll: „Kaufe nie einen BMW, er wird dich arm machen!“

 

Ich glaube ich würde mir selbst schreiben: „ Versuche Fehler nur einmal zu machen und lerne aus ihnen!“…wahrscheinlich hätte ich aber nicht auf mich gehört!;)

 

Was würdet ihr schreiben?

 

Danke für`s lesen!

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13.11.2013 10:14    |    Andi2011    |    Kommentare (68)    |   Stichworte: Straßenfunde

Ich erhalte immer wieder von Bloglesern und Freunden Fotos von „Straßenfunden“ für meine Blogreihe, die ihnen selbst vor die Kamera gekommen sind mit dem Angebot, diese zu verwenden.

 

Die Blogreihe Straßenfunde "Supporters“ zeigt diese Fahrzeuge, die wie gewohnt selten, skurril oder einfach besonders sind.

Heute ist der besondere Fund ein Passat B2 Variant.

 

Einige Leser werden sich erinnern, dass es in der Straßenfunde Reihe bereits einmal einen Passat B2 gab und wer mag kann hier noch einmal nachlesen. Dieser ist jedoch besonders und ihr werdet lesen warum.

 

Das Facelift des B2 kam 1985 und veränderte den Passat durch größere Stoßfänger, einen veränderten Frontgrill und anderen kleinen optischen Retuschen. Diese Variante die in Emden und Brüssel gebaut wurde, blieb bis zur Ablösung 1988 auf dem Markt und die Baureihe gilt mit über 3,3 Millionen gebauten Fahrzeugen als sehr erfolgreich.

Auch heute sieht man noch mal B2 im Straßenbild, denn der Wagen ist in der Youngtimer-Szene bisher nicht wirklich angekommen. Das liegt sicher auch an seinem Nutzwert, der ihn oft bis zum Schrottplatz durch viele Hände gehen ließ und die Wartung oft nicht konstant durchgehalten wurde und besonders der hier gezeigte Variant diente als billiges Alltagsauto und wurde oft maximal beansprucht und verschlissen!

 

Dabei hat der B2 viele Langzeitqualitäten mitgebracht. Die Motoren, insbesondere die Benziner gelten als pflegeleicht und robust. Obwohl er heute natürlich auch seine Schwachstellen, wie Türkanten, A-Säule, Heckklappe usw. kennt, war der B2 auch gegen Rost gut gewappnet, besser als viele seiner Konkurrenten der 80er Jahre.

 

Dieser Straßenfund ist ein Variant CL aus 1987 im seltenen Titanrot-Metallic mit dem 75 PS Motor. Die kleine CL Ausstattung wurde lediglich durch die Metallic-Lackierung und ein Radio-Alpha ohne Kassettenteil aufgewertet.

Jungfräuliche 79tsd. Kilometer hat der Variant auf der Uhr und wurde von der heute 76 jährigen Besitzerin und ihrem Mann vor 26 Jahren neu gekauft und seitdem im Alltag bewegt.

 

Er wurde gekauft, weil es ab und an sperrige Güter zu transportieren gab und der VW erledigte diese Aufgabe vorzüglich. Zudem so berichtet die alte Dame, gab es in den 26 Jahren nie ernsthafte Probleme mit dem Wagen und natürlich wird er seit 26 Jahren in einem VW Betrieb regelmäßig gewartet, was der Inspektionsaufkleber aus 2012 beweisen konnte.

So fällt es der rüstigen alten Dame auch bis heute nicht schwer, ihren Freunden und Verwandten zu wiedersprechen, die sie immer wieder auffordern, den Wagen doch gegen was Kleineres zu tauschen.

 

Dieser Passat Variant ist ein normaler Alltagswagen! Der sehr gute Zustand und die nette Geschichte dahinter machen diesen Variant zu einem besonderen Straßenfund der „Supporters-Reihe“ und ich bedanke mich bei einem meiner Stammleser, der ungenannt bleiben will, für die Einsendung dieses Fundes!

 

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04.11.2013 09:42    |    Andi2011    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: Dies Das

Was waren das noch für Zeiten, als sich bei meinem Honda Prelude die Schlafaugen öffneten wenn ich das Licht einschaltete, schick und cool sah es aus!

 

Klappscheinwerfer standen mal für sportliche Autos, aber heute sind sie ausgestorben. Beim Opel GT aus 1968 klappten sie weniger als sie drehten, nämlich um die Längsachse und das auch noch mechanisch durch ziehen an einem Hebel. Cool war`s trotzdem.

 

Beim Porsche 928 wurde das natürlich elektrisch gelöst, sah aber zugegeben in offenem Zustand nicht so cool aus wie beim Porsche 914

Da waren die Amis wie Chrysler mit dem Le Baron oder der Lincoln Continental, Toyota Supra der zweiten und dritten Generation, der Toyota MR2 fällt mir ein oder die Celica, der Mazda MX5 der ersten Generation, BMW 850 oder diverse Maserati, Lamborghini und Ferrari…

 

 

Heutzutage vorbei, selbst das Gesicht einer Corvette – seit den 60ern geprägt durch die tiefe Front mit den Schlafaugen ist seit der C6 von den Schlafaugen befreit! Der Lotus Esprit, als einer der letzten Verfechter, verzichtet seit Anfang des neuen Jahrtausends auch darauf.

 

Natürlich hat das alles logische Gründe, die Aerodynamik leidet mit aufgestellten Scheinwerfern in Zeiten des effizienten Spritverbrauchs, die Technik ist nicht billig und Xenon, Scheinwerferreinigungsanlagen usw. machen es schwieriger.

Aber was ist mit der Optik?

 

 

Ihr Autobauer da draußen – gebt mir die Klappscheinwerfer zurück, es wird Zeit für wieder interessante und coole Frontpartien!

 

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30.10.2013 14:43    |    Andi2011    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Scott ist Amerikaner, Amerikaner durch und durch!

Scott war vier Wochen in Deutschland und begleitete mich in diesen Wochen regelmäßig bei meiner Arbeit, diversen Meetings usw. – informeller Austausch nennt man so etwas und manche Arbeitgeber vereinbaren solche gegenseitigen Praktika um voneinander zu lernen, aber das soll hier nicht Thema sein.

 

Ich mag Amerika, bin aber leider selbst noch nie dort gewesen. Vieles kennt man aus dem Fernsehen, hat seine Meinungen… Scott und ich haben auch einiges an Freizeit miteinander verbracht, waren öfter mit dem Auto zusammen unterwegs, er lernte meine Familie kennen und so ergaben sich viele Gespräche zwischen uns über unsere jeweiligen Kulturen, Eigenarten und auch über Autos.

 

 

Scott erzählte mir schon früh von seiner „german heritage“ denn sein Großvater wanderte als junger Mann in die USA aus um dort sein Glück zu machen und er selbst war bisher auch noch nie in Deutschland und entsprechend gespannt auf das Land und die Menschen hier.

Unsere Gespräche drehten sich häufig um bestimmte Themen und ich möchte einige davon hier verarbeiten um vielleicht ein paar (typisch deutsche) Vorurteile in ein anderes Licht zu rücken:

 

„Frag mal deinen Amerikaner nach der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, der wird mit Sicherheit nicht mal wissen wo Düsseldorf liegt obwohl er da untergebracht ist, der kennt bestimmt höchstens Bayern!“ sagt ein Kollege von mir schnippisch!

Ich frage den Kollegen im Gegenzug ob er die Hauptstadt von Wisconsin kennt (Madison! Und? Welcher Leser wusste es?;)) Kann er nicht beantworten und zieht davon. Ich gebe zu, Madison wusste ich auch nur deshalb, weil Scott aus Wisconsin stammt und ich gern im Vorfeld informiert bin, wenn ich so einen Gast habe und nicht gern dastehe wie ein Depp.

 

Als ich mit Scott von Düsseldorf aus zu einem Termin etwa 200km entfernt fahre, kommt das Thema Verkehr auf. Scott weiß zwar, dass bei uns andere Verkehrsregeln herschen und freute sich im Vorfeld unheimlich auf seine erste Fahrt hier (abgesehen von der Taxifahrt vom Flughafen), zumal wir sie im BMW 550d X-Drive-Touring meines Schwiegervaters absolvierten.

Trotzdem war er enttäuscht! Nicht vom BMW, den fand er hervorragend und da er auf Drehmoment steht, begeisterten die 720Nm des BMW ihn erkennbar. Das es ein Diesel ist, wollte er erst nicht glauben.

 

Allerdings die angetroffene Verkehrssituation mit zig Tempolimits und Baustellen frustrierte ihn:

 

„Ich dachte hier in Deutschland herrschen keine Tempolimits? Hier kriecht ja alles, Baustelle an Baustelle, wir kommen ja kaum voran!" Ich erkläre ihm unsere Regeln ein wenig und Scott rümpft die Nase.

„Also, ich werde zu Hause nie wieder über unsere Tempolimits fluchen, da geht es meistens trotz Baustellen voran und bei uns achten die Fahrer auch mehr aufeinander, hier gilt ja scheinbar das Gesetz des Stärkeren, kein Wunder das es stressig ist und das ihr hier nicht mal rechts überholen dürft ist ja Unsinn. Da fahr ich ja noch lieber in L.A. von Downtown nach Santa Monica!" (scheint für ihn wohl der Inbegriff von Verkehrsstress zu sein).

 

 

Es schließt sich eine Diskussion über Automatikgetriebe, Fahrwerke und PS an. Scott arbeitet beruflich oft in L.A., nutzt dann aber meist Mietwagen oder die Metro. In Wisconsin, wo er mit seiner Frau und den drei Töchter lebt hat er einen Chevrolet Silverado für „Daddy“ wie er sagt und dabei erwähnt, dass seine große 17 Jährige Tochter den Wagen immer fahren will. Seine Frau fährt einen Chrysler Town and Country (bei uns als Grand Voyager bekannt), den findet sie "boring!":)

 

Politik ist auch ab und an ein Thema. Es ärgert Scott ein wenig, welches Bild der amerikanischen Politik in der Öffentlichkeit bei uns herrscht.

„Unser Land ist riesig, weißt du Andi was die Leute bewegt? Die gleichen Dinge wie bei euch, Steuern, Nahrungsmittelpreise, Arbeitslosigkeit, der nächste Urlaub, das Schulwesen…!

Ich bin Demokrat und grad bei mir in Wisconsin ist das im Moment nicht einfach. Die Republikaner sind in meinen Augen einfach Machtversessen und der Einfluss der Tea-Party ist meine größte Sorge.“ So seine Meinung!

 

Als wir in der Nähe von Münster an einem McDonalds vorbeikommen, fällt die Thematik unweigerlich aufs Essen. Scott ist eher rank und schlank und als ich ihm erzähle, dass hier oft in der Presse steht wie dick die Amerikaner seien/werden und das bei ihnen alles in XXXL Portionen abgegeben wird, kontert er:

„Ich dachte auch mal die Deutschen essen nur Wurst und treffen sich jeden Abend zum Bier!“ und grinst. "Bei uns gibt es schon diese Probleme das stimmt, aber es kommt auch wieder darauf an wo. In den großen Städten ist das anders als bei mir auf dem Land und in L.A. ist die Chance morgens einen Jogger zu überfahren 10x höher, als einen Dicken zu treffen!“ witzelt er.

 

 

Scott und ich sind uns in diesen paar Wochen ein Stück näher gekommen und ich habe festgestellt, dass es viele Dinge gibt die ich an Amerika nicht mag und auch nicht verstehe, ebenso wie es Dinge gibt die ich bewundernswert finde. Auch habe ich das ein oder andere Mal gedacht, dass mir in Deutschland einige Dinge richtig gut gefallen und wir manchmal auf hohem Niveau klagen.

 

Scott hat sich gewundert, wie freundlich er hier aufgenommen wurde, ihm wurden die Deutschen als knauserige und meist schlecht gelaunte Typen geschildert. Er überlegt ernsthaft, mit seiner Familie mal hier Urlaub zu machen, die Wurzeln seiner Familie zu besuchen – „So lernt man anders zu denken!“ sagte er. Wahre Worte!

Ich nehme mir vor, künftig weniger in „gut“ oder „schlecht“ Kategorien zu denken, sondern eher nach dem Motto: Scott ist anders – ich aber auch!

 

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24.10.2013 13:21    |    Andi2011    |    Kommentare (62)    |   Stichworte: Straßenfunde

In meiner Reihe "Straßenfunde" präsentiere ich in loser Folge Fahrzeuge, die mir im Alltag am Straßenrand vor die Kamera gekommen sind. Dabei handelt es sich stets um Modelle die selten, skurril oder einfach besonders sind und manchmal vielleicht sogar eine Geschichte erzählen…

Der heutige Fund dürfte einige BMW Fans hier besonders erfreuen, ein BMW E21

 

Am 01.07.1975 – mitten in die Wirtschaftskrise hinein, als Helmut Schmitt noch Kanzler war und das Flüssigkristall-Display die Welt erblickte – lies BMW im Werk 1 in Milbertshofen den Nachfolger des erfolgreichen 02er vom Band laufen, die erste 3er Reihe, der E21!

 

Ein schweres Erbe, denn der Vorgänger 02 hatte einen sehr guten Ruf und verkaufte sich blendend, sogar noch weitere zwei Jahre, trotz Einführung des E21.

Der erste 3er aber sollte ihn letztlich einholen.

 

 

Der E21 konnte eigentlich fast alles besser als sein Vorgänger. Sein Blechkleid bot eine steifere Karosse, erstmals berechnete Knautschzonen sowie Dreipunkt-Automatikgurte (hinten gegen Aufpreis) und eine Fülle weiterer Dinge sorgten für höhere Sicherheit. Eine damals hochmoderne Zahnstangenlenkung für sichereres Lenkverhalten und das Armaturenbrett zeigte erstmals die zum Fahrer hin orientierte Form. Zunächst mit vier Solex-Stufenvergasermotoren zwischen 98 PS und 109 PS folgten später weitere Motorisierungen wie der 320i mit 125PS und der 323i mit 143 PS Sechszylinder.

Hier sollte man anmerken, wir befinden uns in den 70er Jahren! Da wo BMW mit 98 PS als Einstiegsmotorisierung anfing, hörten die meisten seiner Konkurrenten auf.

 

 

Auch der Verbrauch der Motoren war in Zeiten der Ölkrise ein Argument!

Ein 320er lag im Mittel bei „nur“ rund 13 Litern/100km´- das hört sich für heutige Verhältnisse viel an, ein 34 PS VW Käfer des gleichen Baujahres brauchte aber genau so viel.

Dazu konnte man seinen BMW gut ausstatten, natürlich für gutes Geld. So kostet beispielsweise damals das kleineste Radio (Bavaria Mono) schon 223 DM, das Top-Gerät ein Radio Blaupunkt Frankfurt Stereo gar 455 DM. Selbst eine Klimaanlage, in der Mittelklasse damals sehr ungewöhnlich, fand sich für 1277 DM in der Aufpreisliste.

 

Im Dezember 1983 lief der letzte E21 vom Band - bis dahin über 1,3 Millionen Mal und damit erfolgreicher als sein Vorgänger. Leider ereilte ihn trotz seiner guten Qualitäten das Schicksal auch vieler seiner Nachfolger in der 3er Reihe, er wurde verheizt und ging durch zig Hände bis zum Schrott.

So gibt es heute in Deutschland nur noch knapp 7.000 E21

 

 

Dieser hier dürfte ein 318er der frühen 80er Jahre sein, von seinem Besitzer mit ein paar kleinen Änderungen wie Felgen und weißen Blinkern versehen, steht er insgesamt sehr schön da, wirkt keinesfalls alt und nicht mal besonders ungewohnt im Straßenbild obwohl man so einen E21 kaum noch antreffen kann.

 

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10.10.2013 15:24    |    Andi2011    |    Kommentare (50)    |   Stichworte: Straßenfunde

In meiner Reihe "Straßenfunde" präsentiere ich in loser Folge Fahrzeuge, die mir im Alltag am Straßenrand vor die Kamera gekommen sind. Dabei handelt es sich stets um Modelle die selten, skurril oder einfach besonders sind und manchmal vielleicht sogar eine Geschichte erzählen…

Der heutige Fund hängt mir besonders am Herzen, ein Mercedes W116

 

Nicht wenige bezeichnen den ab 1966 entwickelten und ab 1972 gebauten W116 auch heute noch als das beste Auto der Welt und er prägte den bis heute gültigen Begriff „S-Klasse“.

 

Neben technischen Innovationen wie dem ersten ABS System in einer Serienlimousine gab es vor allem einen riesigen Wohlfühlfaktor. Federkernsitze, ein dickgepolstertes Armaturenbrett, aus dem vollen geschnitzte Knöpfe, Materialien, Instrumente, ein Kofferraum wie eine Raumfähre usw. sorgten für den späteren perfekten Ruf von Mercedes als ideales Oberklasse,- und Reisefahrzeug mit einer Haltbarkeit für die Ewigkeit!

 

 

In den 70er Jahren war der 116 einfach ohne nennenswerte Konkurrenz, einzig Opel hatte damals mit dem Admiral und Diplomat etwas Vergleichbares im Angebot, konnte aber verkaufstechnisch nicht mithalten.

Mit dem 116er war man nicht gut, nein man war perfekt gekleidet, egal ob Bankdirektor oder vermögender Einzelhändler, dieses Auto zeigte dem Rest der Welt wer man ist, was man hat und das man es geniesst – der Wagen passt perfekt in die 70er Jahre.

Erst Ende der 70er Jahre konnten Konkurrenten wie BMW mit dem 7er (E23) oder Volvo in der Oberklasse wieder ein Wörtchen mitreden, aber da war der gute Ruf der „S-Klasse“ schon betoniert und sollte die nächsten Jahrzehnte konstant bleiben.

 

 

Der 280 S der mir hier vor die Linse kam war mit einem 160 PS starken Sechszylinder (ab 1976 156 PS) die kleinste Motorisierung, aber mehr musste es beim 116er eigentlich nie sein, er war und ist bis heute ein Gleiter und seine Motoren sind grundsätzlich alle für Laufleistungen auch jenseits der 400tsd gut.

Der 280S war mit 11,5 Sekunden für den Sprint auf 100km/h und einer Endgeschwindigkeit von 196 km/h auch mit der kleinsten Motorisierung eh damals kaum von Konkurrenz auf der linken Spur geplagt und hält auch heute damit noch gut mit.

Ersatzteile sind heute noch recht problemlos im Vergleich zu bekommen, der größte Feind ist wie immer bei Autos dieser Zeit der Rost.

 

 

 

 

 

 

 

Im September 1972 kostete so ein 280S 23.809,50 DM und in seinem letzten Jahr 1979 34.159 DM

– nackt versteht sich, wie bei Mercedes üblich.

Ich kann ihn einfach nur schön finden, wie er so dasteht in seinem Silbermetallic, mit dem schönen Chrom, der ausladenden Karosse mit der beeindruckenden Front die auch heute noch ruft:

„Achtung hier komm ich“

 

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29.09.2013 14:42    |    Andi2011    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Straßenfunde

In meiner Reihe "Straßenfunde" präsentiere ich in loser Folge Fahrzeuge, die mir im Alltag am Straßenrand vor die Kamera gekommen sind. Dabei handelt es sich stets um Modelle die selten, skurril oder einfach besonders sind und manchmal vielleicht sogar eine Geschichte erzählen…

Der heutige Fund ist längst aus dem Straßenbild entschwunden, ein Audi 80 LS Typ 82

 

Als Audi den Vorgänger Typ 80 1972 auf die Straßen brachte,war er eine echte Neukonstruktion mit neuen Motoren und wurde ein großer Erfolg für den Konzern. Er führte das Baukasten-System bei VW/Audi ein und war nicht nur in meinen Augen die Grundlage für den späteren Erfolg des Konzerns. Nebenbei bemerkt,war dieser Typ 80 Ende der 80er eines meiner ersten Autos, dass ich für damals 500 DM kaufte.

 

Der Nachfolger des Typ 80 B1, Typ 82 genannt, war eigentlich nur ein Facelift, dafür aber ein optisch deutliches, und überbrückte die zweijährige Zeit bis 1978 der B2 erschien.Es gab ihn in verschiedenen Motoren und Ausstattungsvarianten (S/LS/GL) und auch einige Sondermodelle wurden aufgelegt, so dass insgesamt über 1,1 Millionen Exemplare des B1 abgesetzt werden konnten.

 

 

 

Der Audi 80 LS der mir hier vor die Linse kam, ist also das Faceliftmodell in der LS Ausstattung mit dem 75 PS Motor aus 1976-78 und präsentiert sich in einem schönen Zustand.

Er wies natürlich ein H-Kennzeichen auf, allerdings schien es, als würde der Wagen völlig normal im Alltag eingesetzt.

Vor allem der Innenraum wies darauf hin, in dem sich alle möglichen Dinge herumliegend fanden, von Kaugummipapier bis zu leeren Einkaufstüten auf der Rückbank, wies alles darauf hin, dass dieser B1 Typ 82 nicht nur für Clubtreffen ausfährt – gut so!

 


25.09.2013 21:31    |    Andi2011    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Liebe Leser,

 

heute endet meine kleine Reihe "Alles hat ein Ende..." mit Teil 3 der kleinen humoristisch aufbereiteten Reise eines Hausumbaus....

 

 

03.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

das Regal, dass ich in die Nische im neuen Kinderzimmer stellen sollte und zusammengebaut habe, passt in der Höhe auf 3 cm nicht. Meine Frau - die ausgemessen und es bestellt hat- meint es sei meine Schuld, ich hätte es falsch zusammengebaut...

Ich kürze das Regal mit meiner Kreissäge, passt!

 

04.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

Die Telekom schellte heute bei mir und meinte, vor meiner Haustüre sei eine ihrer Leitungen defekt und sie würden morgen dort ein Loch buddeln um das zu beheben, davon sei auch unsere Leitung betroffen und dafür müssen sie direkt vor meinem Hauseingang graben, aber sie werden ein Brett hinlegen, dass wir rein und raus kommen – sehr nett!

05.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

Die Telekom hat ihr Loch gebuddelt und ihre defekte Leitung vulkanisiert, dabei haben sie aber die Wärmeisolierung an meiner Hauswand auf einer Fläche von etwa einem Meter bis zum Mauerwerk verkokelt. Der nette Herr der beauftragten Firma meint, dass sei doch nicht sooo tragisch, wenn da wieder Erde vor sei, würd man es ja nicht sehen - das Problem ist in meinen Augen aber eher, dass so Sickerwasser direkt in meine Hauswand einzieht!!!

Dankenswerterweise sieht der zuständige Herr der Telekom am Telefon das aber genauso und der Schaden wird behoben. Natürlich buddelt die Firma das Loch aber erst zu, damit übermorgen eine andere Firma wieder aufbuddelt und die Isolierung erneuern kann, klingt logisch oder?

 

 

11.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

17:00 Uhr: Unser Nachbar von gegenüber hat sich vor ein paar Wochen entschlossen, seine Haus von aussen streichen zu lassen und sein Dachgechoss auszubauen. Gerüst steht, seine Maler haben vor einigen Tagen angefangen, seine Handwerker auch…

Wir unterhalten uns auf der Strasse über die Dinge, die bei einem Umbau so passieren, über Handwerker und überhaupt…

 

18:00 Uhr: Der arme Kerl muss sich seinen Frust von der Seele reden, mein Gott, bei dem geht aber auch alles schief, er läd mich in seinen Garten ein, dort hat er noch einen Kasten Bier und eine Flasche Grappa in seinem Gartenhäuschen…

 

20:00 Uhr: Ich liebe meinen Nachbarn, ein feiner Kerl, verdammt gut dieser Grrrrrrrraaapppaaaaaaa…

 

23:00 Uhr: Mein Handy klingelt, meine Frau fragt wo ich abgeblieben bin…

esssssss geht mir guuuuuuuut Schatz, kommmm gleich…

 

 

12.09.13

 

Liebes Tagebuch

 

Mein Kopf gehört mir nicht, dieser Körper ist nicht meiner, warum reden alle soooo laut???

 

 

 

 

 

 

13.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

die Wärmeisolierung ist wieder intakt, inklusive eines Entschuldigungsschreibens der Telekom!

Es geht in den Endspurt, alle Räume sind fertig, nur ein Raum noch nicht, unsere große Wohnküche. Die Wasser- und Stromleitungen liegen aber und der Maler muss nur noch streichen – das geht schnell.

Meine Frau meldet derweil, dass die Waschmaschine im Keller kaum noch Wasser zieht und sich immer ausschaltet. Ich behebe das Problem, indem ich die Hauptwasserleitung GANZ aufdrehe und nicht wie der Installateur, nur etwa zur Hälfte.

 

18.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

die küchenlose Zeit geht zu Ende, morgen früh kommen die Küchenbauer und alles ist fertig!

Meine Schwiegermutter will uns etwas Gutes tun und bringt uns einen riesen Topf selbstgemachte Linsensuppe vorbei…

Leider läßt sie diesen im Flur fallen!

Die frisch gestrichenen Flurwände sowie ein teures Paar Schuhe meiner Liebsten und natürlich meine Schwiegermutter, sehen so mit Linsensuppe aus, als wenn sich mehrere Betrunkene in unserem Hausflur übergeben hätten…Meine Schwiegermutter heult als sie mit meiner Frau alles aufwischt während ich den Maler auf seiner Handynummer anrufe – er kommt morgen vorbei um den Hausflur neu zu streichen…

 

 

 

19/20.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

01:20 Uhr: Der Flur ist neu gestrichen, die Küchenbauer haben ganze 11 Stunden die Küche eingebaut – und zwar ohne irgendein Problem, alles sieht super aus und funktioniert, wir haben alles auf und eingeräumt, ich falle jetzt ins Bett.

 

10:00 Uhr: Mein Gott, es ist vollbracht!

Alles ist fertig und so wie wir es und vorgestellt und geplant hatten, ich stehe nacheinander in jedem der neuen Räume und strahle, meine Frau auch, sie meint toller Umbau und sie würde mich sehr lieben!

ALLES HAT EIN ENDE…UND IST GUT!

 

 

Ich hoffe meine kleine Reihe hat euch gefallen, ich sage Danke für`s lesen!:)


20.09.2013 15:14    |    Andi2011    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Liebe Leser,

 

nach einem turbulenten Auftakt, geht es heute weiter mit Teil 2 meiner kleinen humorvoll gemeinten "Umbaugeschichte"...

 

 

16.08.13

 

Liebes Tagebuch,

 

08:00 Uhr: Mein Rücken hat die Nacht auf der Schlafcouch nicht gut überstanden, als ich vom Arzt zurück komme, wo ich mir eine Spritze hab geben lassen, diskutiert meine Frau an der Haustüre mit einem netten Herrn der zwei Heizkörper anliefert. Dieser weigert sich bei strömendem Regen beharrlich, sie mit seiner Sackkarre HINTER die Haustüre in den Flur zu stellen, statt VOR die Haustüre, weil er das nicht dürfe – ich schiebe meine Frau ins Haus und überrede den netten Herrn gegen eine „Gebühr“ von 5€ die Heizkörper doch die 60cm weiter HINTER die Türe ins Trockene zustellen.

 

17:30 Uhr: Heute kam mit der Post eine Materialrechnung für eine Duschwand in Höhe von 1395 €, dummerweise habe ich die Duschwand aber bei Lieferung bar bezahlt! Wo ist die verd…Quittung in diesem Chaos!!!

 

18.08.13

 

Liebes Tagebuch,

 

Sonntagabend, das Wochenende haben wir damit verbracht, kleinere Arbeiten zu erledigen und den bisher angefallenen Müll und Schutt vor der Garage zu stapeln, morgen früh soll ein Kumpel mit seinem Hänger kommen und alles zum Bauhof schaffen.

 

Gestern rief jemand an, dass der bestellte große Kühlschrank morgen geliefert wird, mit Eiswürfelbereiter und solchen Nettigkeiten, wollte ich immer schon haben – soll morgen ab 09:00 Uhr geliefert werden, ich freu mich drauf!

 

19.08.13

 

Liebes Tagebuch,

 

19:00 Uhr: Ein grauenhafter Tag! Der Kumpel mit dem Hänger liegt mit Blinddarm im Krankenhaus, kann nicht mehr in die Garage und das Zeug muss irgendwie da weg, muss mir was einfallen lassen!

Die netten Herren die den Kühlschrank geliefert haben, beantworten meine Frage warum er rechts angeschlagen geliefert wird und nicht links, mit einem Blick auf den Bestellschein – dort steht davon nichts! Hatte ich zwar mit dem Verkäufer besprochen, aber nicht schriftlich aufgenommen…die Herren schlagen vor, dass vor Ort zu erledigen, allerdings koste das 98€!

Ich verzichte, werd doch wohl so eine blöde Tür selbst umbauen können! Als sie weg sind, lese ich in der Beschreibung zum Thema „Türanschlag“ folgenden Satz:

„Überlassen sie den Wechsel des Türanschlages einem Fachmann, die aufwändige Elektronik könnte sonst Schaden nehmen!“

Die können mich mal! 1 Stunde später ist die Tür an der richtigen Seite!

 

 

Unsere Handwerker kommen gut voran, heute war ein Neuer da, außer das der sich ständig kratzte war er ganz nett und hat gut gearbeitet!

 

04:00 Uhr: Meine Frau weckt mich, weil sie wie sie sagt, von Mückenstichen übersät ist und ich dieses verd…Vieh endlich umbringen soll!

 

05:00 Uhr: Keine einzige Mücke gefunden, wo versteckt sich dieses Biest bloß???

 

20.08.13

 

Liebes Tagebuch,

 

Wir sind alle von Mückenstichen übersät, dem Kleinsten geht’s so schlecht, dass seine Lymphknoten angeschwollen sind und er Fieber hat, wir fahren zum Kinderarzt!

 

12:00 Uhr: Der Kinderarzt sagt, das sind keine Mückenstiche sondern Flohbisse!

Wir sollen uns schnellstmöglich zuhause auf die Suche begeben und einen Schädlingsbekämpfer einschalten!

Zuhause angekommen, sehen wir nach kurzer Suche viele kleine schwarze hüpfende Tierchen, während meine Frau schreiend das Haus verlässt, suche ich online nach einem Schädlingsbekämpfer…

 

15:00 Uhr: Der Schädlingsbekämpfer hat „Katzenflöhe“ diagnostiziert (wir haben keine Katzen, aber der sich ständig kratzende Handwerker berichtete doch so stolz von seinen vier „Rackern“...).

Die ganze Hütte ist eingenebelt, die Handwerker mußten wir natürlich heimschicken und wir dürfen das Haus mindestens vier Stunden nicht betreten…es beginnt zu regnen als ich dem Mann für seine Arbeit 800€ bezahle.

 

16:00 Uhr: Meine Frau und ich stehen unter dem Vordach unseres Gartenhäuschens im Regen, die Kinder sind bei Oma. Ich beschließe, wir fahren jetzt einfach schön in unser Lieblingsrestaurant was essen!

 

16:05 Uhr: Ich komme nicht in die Garage an mein Auto, da liegt ja der ganze Schutt vor, dass Auto meiner Frau mit den Kindersitzen hat Oma genommen, Taxigeld hab ich keines mehr, da meine letzten Bargeldbestände die ich im Haus hatte der Schädlingsbekämpfer eingesackt hat…meine Frau heult!

 

16:06 Uhr: Meine Frau schreit mich an, ich sei an allem schuld, blöder Umbau!

 

23.08.13

 

Liebes Tagebuch,

 

die Umbauarbeiten mussten aufgrund des nun bewältigten Flohbefalls bis heute Ruhen, immerhin hab ich gestern kurzfristig einen Hänger bekommen und konnte den Schutt vor der Garage entsorgen.

 

11:00Uhr: Die Firma des Malers ruft an, er hat sich heute Morgen die Hand gebrochen, sie schicken einen Ersatzmann, aber erst Montag – ich klebe frustriert das Schlafzimmer ab und berichte meiner Frau, dass wir noch bis Montag auf der Couch bleiben – meine Frau sagt ich sei an allem Schuld.

 

26.08.13

 

Liebes Tagebuch,

 

19:00 Uhr: Das Schlafzimmer ist fertig gestrichen, dass neue Bett hab ich aufgebaut. Als ich den Fernseher im Schlafzimmer anschließen will stelle ich fest, dass die Steckdose weg ist – dieser Maler hat sie einfach „zu“ gemacht und drüber tapeziert, der Himmel wird wissen warum.

 

 

27.08.13

 

Liebes Tagebuch,

 

ein Hoch auf das deutsche Handwerk! Der Maler hat an der betreffenden Stelle die Steckdose wieder montiert, neu tapeziert und gestrichen! Er meinte „irgendjemand“ habe ihm aber doch gesagt, die Steckdose solle da weg…

 

Habe heute eine Materialrechnung über zwei Heizkörper in der Post gehabt, soweit ok, allerdings zuzüglich dem Posten „Anlieferung in die Wohnung und Montage“ in Höhe von 176,80€.Ich denke an den netten Herrn dem ich einen Fünfer fürs „Hinter die Haustür stellen“ gegeben habe und belege ihn mit einem Voodoo-Fluch, alle Haare sollen ihm ausfallen…ich rufe da sofort an!!!

 

Die Freundin mit dem Rehpinscher rief auch an, das kleine Vieh, dass sich auf meinem neuen Boden "entleert" hatte ist seit ein paar Tagen auch wieder da, hatte sich irgendwie zwei Tage im Keller "versteckt" - Sachen gibt´s...

 

 

 

 

Wenn ihr wissen wollt, wie das Chaos zu Ende ging, freue ich mich über euer Feedback und wenn ihr auch beim dritten und letzten Teil von "Alles hat ein Ende..." noch mal dabei seid!

 

Danke für´s lesen!


17.09.2013 17:21    |    Andi2011    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Liebe Leser,

 

in den letzten Wochen wurde mein Blog etwas vernachlässigt und heute möchte ich euch auf eine humorvolle und leicht ironische Weise einladen, die Gründe und die letzten vier Wochen mit mir noch mal durchzugehen...

 

Wir fühlen uns in der Gegend in der wir wohnen in unserem restaurierten Altbauhaus sehr wohl, nette Nachbarn, sehr gute Wohngegend, alles gut erreichbar...was uns fehlte war aber mindestens ein zusätzliches Kinderzimmer.

 

Zunächst war der Plan, unser Haus zu verkaufen und etwas Größeren, möglichst in der gleichen Wohngegend zu finden. Diese Idee scheiterte aber entweder an fehlenden oder zu teuren Angeboten, so dass wir uns entschieden, einfach umzubauen...

 

Hier folgen nun meine Erlebnisse:

 

01.08.2013

 

Liebes Tagebuch,

wir haben uns entschlossen umzubauen, eine gute Idee und viel billiger als ein neues Haus zu kaufen! Eigentlich wollen wir nur einen neuen Raum schaffen, ein zusätzliches Kinderzimmer muss her und ein paar Sanierungs,- und Modernisierungsarbeiten machen wir direkt mit, Material ist bestellt, die Handwerker terminiert, die Kosten kalkuliert, es kann losgehen!

 

05.08.13

 

Liebes Tagebuch,

der Installateur hat mir Mut gemacht, das Verlegen der Küchenanschlüsse ins jetzige Wohnzimmer (wir schaffen eine etwa 40 qm große Wohnküche) ist kein so großes Problem wie gedacht, er muss nur ganz wenig Dreck machen sagt er, meine Frau freut sich sehr darüber!

Die bestellte neue Badewanne ist leider nicht die, die wir bestellt haben, wurde also heute wieder abgeholt, nächste Woche soll die richtige kommen!

 

07.08.13

 

Liebes Tagebuch,

der Anstreicher war heute da um den Flur zu streichen. Leider hat er beim Schieben eines Flurschrankes meinen Internetsplitter samt Dose aus der Wand gerissen, Telefon und Internet gehen nicht mehr, besorge morgen einen neuen Splitter…

 

Die Badewanne ist gekommen, leider wieder nicht die bestellte Wanne, haben sie direkt wieder mitgenommen. Dafür ist die bestellte Duschwand vorerst nicht mehr lieferbar, wir suchen was Neues aus, Lieferzeit 3-6 Wochen. Blöd, das heute die Dusche rausgerissen wurde, naja, wir haben noch ein Waschbecken, wird für ein oder zwei Tage gehen!

 

06.08.13

 

Liebes Tagebuch,

eine neue Duschwand wie wir sie wollen hat 3-6 Wochen Lieferzeit! Zwei Erwachsene und zwei kleine Kinder erledigen ihre Körperpflege an EINEM Waschbecken, wir lieben uns, sind eine Familie, das wird kein Problem!

Der Installateur hat die Leitungen verlegt, das Erdgeschoss ist komplett mit Planen abgehangen, drei Wände aufgestemmt, meine Frau hat ihn gefragt, was genau er meinte als er sagte:

„Ich muss nur ganz wenig Dreck machen!“, er hat nur gelächelt...

 

07.08.13

 

Liebes Tagebuch,

heute ist die richtige Badewanne gekommen! Leider kann sie nur aufgestellt aber nicht fertig gemacht werden, denn die bestellten Mosaiksteine zur Verkleidung sind nicht mehr lieferbar!

Wir waren kurzentschlossen im Baumarkt und haben Andere ausgesucht und direkt mitgenommen.

Das Waschbecken dient nun auch dem Spülen, denn meine Handwerker haben heute die Küche rausgerissen, in diesen Raum soll das zusätzliche Kinderzimmer - die Spülmaschine lächelt mich unangeschlossen und müde aus dem Flur an...wir sind eine Familie wir lieben uns, wird schon gehen!

 

08.08.13

 

Liebes Tagebuch,

12:00 Uhr, der Installateur hat versehentlich eine Elektroleitung getroffen, aber der Elektriker war schon da, alles wird wieder gut!

Der Maler hat heute den Flur und das alte Kinderzimmer gestrichen – sieht wunderbar aus, ist nur leider nicht das sandfarbende was wir uns ausgesucht hatten, die Wände sind zartrosa!

Er meinte da ist wohl beim anmischen was schief gegangen, morgen streicht er neu.

 

18:00 Uhr, meine Frau kommt ins Bad wo ich grad am Waschbecken spüle und will sich die Haare waschen, dabei berichtet sie, die elektrischen Rollos im Erdgeschoss lassen sich nicht mehr schließen, außerdem ist auf den Steckdose für Fernseher usw. kein Strom mehr...morgen werde ich diesen Elektriker an den Sicherungskasten anschliessen!

 

09.08.13

 

Liebes Tagebuch,

Die Badewanne ist eingebaut und soll morgen nutzbar sein und –große Überraschung- die Duschwand ist gekommen, weit vor der Lieferzeit!

Wir freuen uns, morgen können wir Duschen und Baden, bis der Installateur mich darauf hinweist, das morgen Samstag ist und er erst Montag wiederkommt!

Ich habe trotzdem gute Laune und auch die Rollos und die Steckdosen haben wieder Saft! Alles wird gut!

 

 

12.08.13

 

Liebes Tagebuch,

08:00 Uhr, beim Einbau der Duschwand ist dem Installateur dieselbige abgerutscht und auf die Fliesen gekracht, eine Ecke ist großflächig abgesplittert! Ich verspreche dem Installateur dass ich ihn noch heute auf meinem Rasen öffentlich auf einem Scheiterhaufen verbrennen werde, wenn er nicht umgehend für Ersatz sorgt und ich nicht noch heute entweder duschen oder baden kann! Er verspricht seine „Kontakte spielen zu lassen“ und spätestens um 15 Uhr wieder da zu sein...

 

18 Uhr: Der Installateur ist nicht mehr erschienen, nur seine Mailbox geht dran, ich lade im Geiste mehrere Schusswaffen durch...immerhin hab ich seit heute wieder Telefon und Internet!

 

Der Flur ist nun Fliederfarben, der Anstreicher meint, irgendwas scheint da nicht mit der Farbe zu stimmen, er streicht morgen noch mal neu.

13.08.13

 

Liebes Tagebuch,

07:30 Uhr, der Installateur ruft an um mich zu fragen ob er heute noch gefahrlos mein Grundstück betreten könne, wenn er eine neue Duschwand mitbringt und ob ich noch sauer sei!

Er habe Ersatz für die zerstörte Duschwand bei einem Händler in Wuppertal aufgetrieben und selbst abgeholt (!) und es täte ihm leid…er würde sie heute noch einbauen!

 

 

Ich unterbreche den morgendlichen Streit um`s Waschbecken (jaja, wir sind eine Familie,lieben uns und wird schon gehen,blablabla...) mit der frohen Botschaft!

 

18 Uhr, die Duschwand ist installiert, bis die Silikonnähte usw. trocken sind, müssen wir aber noch bis morgen mit dem Duschen warten!

 

14.08.

 

Liebes Tagebuch,

Wasser, Duschen – herrlich!!!! Die Mosaikfliesen sind auch an der neuen Wanne, Flur und Kinderzimmer Nr.1 sind sandfarben! Meine Handwerker meinen alles wird gut! Ich liebe diese Jungs!

 

Im nun entstandenen neuen Kinderzimmer ist der Boden verlegt, sieht super aus, gestrichen ist der Raum auch, alles ist wunderbar!

 

16 Uhr: Eine Freundin meiner Frau kommt mit ihrem Rehpinscher vorbei und besichtigt das fertige zusätzliche Kinderzimmer und geht dann mit meiner Frau Kaffee trinken…

Als sie weg sind, finde ich einen „See“ und ein "Häufchen" auf dem nagelneuen Boden, ich werde diesen verd…. Rehpinscher $%&%§!!!

 

15.08.13

 

Liebes Tagebuch,

Heute in der Mittagspause war ich in der Stadt etwas erledigen.

 

16 Uhr: Die neue Haustüre ist gekommen! Leider haben die Handwerker heute unsere alte Haustüre schon ausgebaut und sind dann gefahren ohne die neue einzubauen, haben nur eine Plane hingehangen. Ich überleg ob ich die Nacht mit einer Schrotflinte im Hausflur verbringe um eventuelle Einbrecher abzuwehren…

 

16:02 Uhr: Ich entscheide mich mit der Schrotflinte lieber bei der Firma der Handwerker vorbei zu fahren...

 

16:03 Uhr Meine Frau überredet mich nur anzurufen und zu drängen, dass heute noch jemand die neue Haustüre einbaut, was nach deutlichen Worten meinerseits erstaunlicherweise auch tatsächlich noch passiert, natürlich hätten die Handwerker vor gehabt heute eh dafür noch mal wieder zu kommen…sagen sie.

 

22:15 Uhr: Wir haben eine neue Haustüre! Ich falle erschlagen ins Bett – nein falsch, ab heute schlafen wir ja auf der Schlafcouch, das Schlafzimmer ist abgebaut, morgen soll das neue Bett kommen und der Maler das Schlafzimmer streichen!

 

22:20 Uhr: Die Freundin mit dem Rehpinscher ruft verzweifelt an, ihr Hund ist seit heute Mittag nicht auffindbar - Sachen gibt`s...

 

 

 

 

Wie es weitergeht, erfahrt ihr, wenn euch dieser kleine humorvolle Blog gefällt, im zweiten Teil!

 

Danke für`s lesen!


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Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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