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17.01.2024 13:30    |    Andi2011    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: GMC

Seit dem Kauf des GMC ist mittlerweile ein Jahr vergangen, Zeit für ein erstes Resümee.

 

Schon wenige Wochen nach dem Kauf hatte ich das Glück, einen ausreichend großen, abgeschlossenen und bezahlbaren Tiefgaragenstellplatz für den Truck zu finden – und das will in Düsseldorf was heißen und ist ein echter Glücksfall und auf der Positivseite der Jahresbilanz.

 

Nachdem direkt zu Beginn dann auch einige beim Kauf bekannte Kleinigkeiten in meiner US-Werkstatt behoben wurden und der GMC kurz danach planmäßig noch eine neue Sitzbank nebst Dachhimmel bekam, sollte es eigentlich erstmal gut sein (Interessierte siehe die ersten zwei TruckTales Blogs hier).

 

War es aber nicht. Ist halt ein Oldie und da weiß man eben nie…

Bei mir äußerte sich das mit plötzlich auftretenden und zunehmenden Elektrik-Bugs.

Zunächst wirkte es noch wie versteckte Kamera, als ich beispielsweise die Hupe drückte und es nicht hupte, dafür aber das Innenlicht anging. Wenn man dann das Abblendlicht einschalten wollte, ging der Drehzahlmesser auf null – als es dann kurz danach auch noch anfing leicht „kokelig“ aus dem Armaturenbrett zu riechen, fuhr ich lieber direkt durch zur Werkstatt.

 

Die Fehlersuche dauerte eine gute Woche, dann war das Armaturenbrett demontiert, die Türverkleidungen, der Dachhimmel, der Teppich und die Verkleidungen an A/B-Säule ab und es offenbarte sich das Problem. Einer der (oder mehrere) Vorbesitzer versuchte sich vielfälltig daran diverse Kabel zu legen. Es fanden sich Kabel die da nicht hingehören praktisch überall und hinter allen Verkleidungen und Teppichen, teils nicht abisoliert, falsch angeschlossen, schon angekokelt.

 

Lange Rede kurzer Sinn:

Das ganze Kabelgedöns kam raus, teils neue Kabel rein, alles wieder zusammengebaut, einiges an Geld dagelassen und seither ist alles gut. Als "Belohnung" hab ich mir dann direkt noch neue Türverkleidungen gegönnt, die alten und rappeligen waren ja eh schon grad abgebaut...

 

Wie meine Freundin im Nachgang so schön sagte:

„Jetzt weisst du wie er nackt aussieht, sowas schweißt doch zusammen!“ Recht hat sie! :cool:

 

Seitdem läuft der GMC jedenfalls völlig problemlos und das auch sehr regelmäßig. Er ist natürlich kein „Daily“ aber ich wollte ihn auch tatsächlich nie nur in der Saison fahren, sondern immer dann, wenn ich Lust drauf hab. Wenn mal ein US-Car Treffen in der Nähe ansteht oder das Wetter trocken ist und nicht grad Minusgrade, wird er auch bewegt. So sind im ersten Jahr rund 4tsd Kilometer zusammengekommen.

 

Ich hätte nicht in diesem Ausmaß mit dem doch sehr hohen Aufmerksamkeitslevel gerechnet, den der Truck im Straßenverkehr mit sich bringt. Gut, man hört ihn halt auch schon sehr früh ;).

In der Regel bemerke ich bei jeder Fahrt lächelnde Gesichter, hochgestreckte Daumen usw. vor allem auch bei der Generation Ü60, vielleicht liegt es daran das die noch Elvis kannten und daher Ami-Karren mögen? Ok, eine Dame auf einem Lastenrad rief mir durch das offene Fenster „Umweltsau“ zu – diese Wertung stimmt zwar nicht aber bitte, damit kann ich leben.

 

Wie sieht mein Fazit nach einem Jahr also aus:

 

Auf der Kostenseite ein teures erstes Jahr (teils geplant, teils nicht) aber erfolgreich was die Reparaturen und das Ergebnis angeht. Außerdem habe ich ein paar Dinge über das Auto lernen können (auch wenn mir noch einiges an Wissen fehlt).

 

Auf der Spaß Seite erfüllte der Truck alles was ich mir erhofft und wo ich mich drauf gefreut habe. Auf der durchgehenden Sitzbank zu sitzen, die weich schaltende Automatik, eine Hand entspannt am Lenkrad, die andere um die Freundin gelegt - so stellt man sich das in einem Ami doch vor!

Mich lässt das alles jedenfalls entspannter auf den Alltag blicken und macht bisher echt Spaß!

 

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16.05.2023 14:30    |    Andi2011    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: GMC

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, die Historie des GMC komplett nach zu vollziehen.

Einerseits weil ich dachte, dass mir das eigentlich recht egal ist, andererseits, weil es immer Arbeit ist und ich meist zu faul für Recherche bin...

 

Naja, jedenfalls auf einmal hatte ich doch irgendwie Blut geleckt, als ich mir diverse alte Rechnungen, TÜV Belege, das Oldtimergutachten usw. mal in Ruhe ansah…und dann…machte es doch Spaß :)

 

Ich habe also zuerst mal eine Carfax-Abfrage mit schlanken 35 Euro bezahlt. Als ich die bezahlt hatte bekam ich prompt ein ungutes Gefühl im Bauch…

…Warum habe ich das nicht vor dem Kauf gemacht? Was ist, wenn da jetzt ein „Salvage Title“ drinsteht (Auto war nicht mehr verkehrstauglich) oder zig Unfälle…. oder…man hört so viel in Foren und von einem der einen kannte und ja, auch ich kannte jemanden der übel auf die Nase gefallen ist...

 

Naja, zu spät ist es dann jetzt eh, ich öffnete den erworbenen Bericht und… alles ok!

Außer „No Problem“ und „No Issues Reported“ steht da nix drin, also Carfax ist sauber. Puh.

 

Anhand vorhandener Rechnungen/Papiere/Eintragungen in alten Fahrzeugbriefen usw. habe ich dann begonnen zu recherchieren, zu telefonieren usw.

Mein aktueller Stand sieht wie folgt aus (Namen der Beteiligten habe ich natürlich geändert/erfunden):

 

- Der GMC wurde 1986 mit der Produktionsnummer 72827 als 2 Door Cab, 2-Wheel-drive im GMC Werk in Flint/Michigan gebaut und ging an „Bob“ in Jacksonville/Florida. Bob gönnte sich die höchste Ausstattung "Sierra Classic" die neben viel Chrom auch elektronische Fenster, eine Zentralverriegelung, Lenkradverstellung, Klima und einiges mehr enthielt. Hier gab es scheinbar in runden sechs Jahren keinerlei Besonderheiten. Da Bob vermutlich auch kein Farmer in Florida war und den GMC nicht oft bewegte, nicht verwunderlich.

- 1992 verkaufte Bob den Wagen an „Bernd“ aus Bayern. Bernd importierte den Wagen über den bekannten Seeweg am 15.01.1993 nach Deutschland.

 

- Schon knappe zwei Jahre später verkaufte er den GMC an „Ludwig, zu dem gibt es leider keinerlei Kontaktdaten mehr. Ich weiß nur, dass er den Pickup wiederum nach rund 2 Jahren nach Baden-Württemberg an "Michael" vertickte, der ihn aber auch nicht lange behielt und bereits 4 Jahre später 1999 wiederverkaufte. Aus dieser Zeit habe ich leider bisher nicht viel herausgefunden. Da gibt es weder Rechnungen noch sonstige Hinweise.

 

- Der Sierra1500 ging 1999 nun für rund 14 Jahre an „Willi“ und wieder nach Bayern. Willi ließ dem GMC im Laufe der Jahre einige Dinge angedeihen, ging immer brav zu einer „Jeep und Trucks“ Werkstatt, wenn was war und zog zwischendurch für einige Jahre auch zusammen mit dem GMC nach Österreich. Zurück in Bayern verkaufte er den GMC 2013 an „Alois“

 

- Alois wurde mit 9 Jahren als Besitzer der bisher zweitlängste Besitzer des GMC. Er besaß in einem kleinen Bayrischen Kaff eine Metzgerei. Bei ihm finden sich anhand der vorhandenen Rechnungen und Papiere ab 2013 auch erste nachweisbare Tachostände. Er übernahm in jedenfalls mit rund 28.700 Meilen. Alois ist heute in Rente, hatte aber einiges an Geld in den blauen Truck gesteckt. Ob die zweite Lackierung auf sein Konto oder noch auf den Vorbesitzer zurückgeht, kann man nicht mehr sagen. Laut meinem Lackspezi ist der jetzige Lack aber geschätzt 10-15 Jahre alt. Bei ihm fanden einige Umbaumaßnahmen (natürlich zeitgemäß) statt, wie Fahrwerksteile und/Felgen/Reifen. Die Auspuffanlage und der Custom-Grill gehen auf sein Konto und auch eine komplette Getrieberevision für rund 4tsd Euro steckte er in das Fahrzeug. Außerdem fand bei ihm nach den Umbauten 2018 die erste H-Zulassung statt.

 

- Marina wurde weitere vier Jahre später, also 2022 die erste weibliche (und kürzeste) Besitzerin des Trucks. Mit ihr verließ er nach vielen Jahren Bayern und landete im Ruhrgebiet, genauer in Dortmund. Marina investierte ebenfalls in den Truck, von Bremsen bis zu Edelbrock-Ansaugbrücken/Vergaser usw., sie ließ auch ein Wertgutachten anfertigen. Warum sie den Wagen dann an den Händler im Jahr 2022 nach etwas mehr als sechs Monaten wieder verkaufte ist unklar. Laut dem Händler war die Ursache „vermutlich Geldmangel“. Klar ist aber auch, dass der Wagen bei ihr in relativ kurzer Zeit rund 6tsd Meilen unterwegs war, also scheinbar als „Daily“ eingesetzt war.

 

Im Januar 2023 ging er dann an einen gewissen Andi2011, der ließ dann bereits in den ersten Wochen (weil er ein ungeduldiger Mensch sein kann) einiges machen. Zuletzt wurde die Sitzbank komplett auseinandergebaut, geschweißt, aufgepolstert und frisch bezogen. Ebenso der Dachhimmel. Andi fährt demnächst ein paar Tage in Urlaub, die nutzt er um den blauen Truck erneut zu seinem US-Spezi in die Werkstatt zu geben. Dann soll die defekte Tankanzeige repariert, ein kleinerer Elektrik-Bug getötet und die Türverkleidungen erneuert werden.

 

Andi2011 ist ziemlich verliebt in den Ami Pickup, von daher kann man annehmen, dass er dort längere Zeit bleiben wird….

 

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06.03.2023 11:15    |    Andi2011    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: GMC

Nicht selten haben sich diverse Menschen/Vorbesitzer an so einem fast 37 Jahre alten Fahrzeug im Laufe der Jahre/Jahrzehnte versucht, nicht alle erfolgreich, nicht immer fachgerecht...manches hat bei älteren Amis auch den Ruf sowieso nicht oder nie zu funktionieren. Uhren beispielsweise oder Tempomaten oder auch die Klima gehören dazu.

 

Mein GMC hat beim Kauf ein aktuelles Wertgutachten und eine Oldtimerbewertung gehabt - sie weist ihn als Zustand 3+ aus. Das bedeutet grob:

"Normale Spuren der Jahre sind zu erkennen. Kleinere Mängel, aber voll fahrbereit. Keine Durchrostungen. Keine sofortigen Arbeiten notwendig. Oldtimer ist im Gebrauchtzustand aber fahrbereit."

 

Das heißt in meinem Fall konkret:

  • Die Instrumentenbeleuchtung ist teilweise ausgefallen
  • Öldruckmesser, Voltmesser, Uhr, Zigarettenanzünder ohne Funktion
  • Fensterheber links und rechts ohne Funktion

 

Das ist auf der Elektrik Seite recht überschaubar, der Rest wie Tempomat, Zentralverriegelung, Klima usw. funktionieren tadellos, sogar die Umschaltung der beiden Tanks im Innenraum klappt.

Froh bin ich auch über das intakte Armaturenbrett ohne Riße.

 

 

Außerdem sollte gemacht/kontrolliert werden:

  • Gaspedal hat zu hohen Widerstand
  • Fensterschachtgummis li. Und re. sind marode und müssen neu
  • Außenspiegel sind beide wackelig und verstellen sich ständig unter dem "V8 Geboller"
  • allgemeine Durchsicht des Wagens auf Undichtigkeiten und generell Motor/Getriebe/Rost

 

Ergebnis nach einer Woche Werkstatt:

  • Elektrik funktioniert wieder bis auf zwei Ausnahmen: Voltmesser ist nicht zu reparieren, müsste neu, Uhr funktioniert, aber der Verstellmechanismus ist abgebrochen. Lasse ich jetzt erstmal so.
  • Gaspedal: Hier war eine falsche Spannfeder verbaut, gegen die richtige getauscht, jetzt ist alles wunderbar
  • Fensterschachtgummis erneuert, Außenspiegel so befestigt das nix mehr wackelt
  • Scheibenwischer erneuert, Zündkerzen, Ölwechsel und ein paar andere Kleinigkeiten wurden erledigt

 

Die Durchsicht ergab soweit auch nichts Schlimmes. Motor, Getriebe usw. alles dicht (Ja alle Amis sind Rüden und markieren immer irgendwie ihr Revier und die meisten "schwitzen" auch etwas).

Rosttechnisch sieht es so aus, als wenn es hinter dem Frontscheibengummi anfängt zu gammeln (sieht man mit einer Taschenlampe wenn man die anhebt) ebenso an der Unterkante der Fahrertür und einer Stelle an der Heckklappe. Alles allerdings in einem Stadium wo man mit Rostumwandler schnell fertig ist. Werde ich im Frühling/Sommer mal angehen. Ansonsten muss man ja eh immer mit irgendeiner Überraschung rechnen.

 

Was steht aktuell noch an größeren Dingen an?

Die Sitzbank:

Die ist leider völlig durchgesessen und teils rissig. Ich habe bereits einen Sattler/Polsterer aufgetan der sich dem annimmt, leider kostet sowas schon ein paar Euro.

Den Dachhimmel, der eine gewisse künstlerische Freiheit des Vorbesitzers darstellt, wird dabei direkt mitgemacht.

 

Auch ein paar andere Dinge kann ich mir vorstellen mal irgendwann zu erneuern, wie die Türverkleidungen, sowas kostet nicht die Welt....aber jetzt steht er erstmal beim Sattler. Danach geht es direkt wieder in die Werkstatt, da eine Schraube der Klimahalterung abgerissen ist und es jetzt aus dem Motorraum „singt“ . Außerdem behauptet jetzt die Tankanzeige, das beide Tanks halb voll sind obwohl sie voll sind:rolleyes: - danach hoffe ich erstmal auf eine tolle erste Saison mit vielen Ausfahrten und zwei oder drei US Car Treffen:)

 

 

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24.02.2023 13:40    |    Andi2011    |    Kommentare (11)

Ein Wohnmobil oder ein Camper Van gehörte für mich und meine Freundin seit mindestens 5 Jahren zu den Dingen, die wir uns kaufen wollten. Festivals besuchen, Kurzurlaube, lange Wochenenden, Spaß am Camping…Gründe gab es genug!

 

Der Campingmarkt ist in den letzten Jahren allerdings explodiert, der „Vanlife-Hype“, Corona und die scheinbar wiedererwachte Lust am Camping haben die Preise explodieren lassen.

 

Unser Wunsch rückte in immer weitere Ferne und wir hatten uns eigentlich schon entschlossen, unseren Jimny mit einem Dachzelt zu bestücken und das Thema Wohnmobil erstmal auf Eis zu legen bis…ja bis zu diesem Tag im Mai 2022.

 

Wir haben uns nur aus Spaß bei einem Händler umgesehen und auf einmal Stand er da:

Ducato 250, Carado t348, Baujahr 2013, nur knappe 14tsd Kilometer gelaufen, Vorbesitzer ein älterer Herr aus Bayern. Der hatte das Mobil ab und an mal bewegt in all den Jahren, mehr nicht. Wir waren direkt begeistert! Optisch und technisch –ich konnte es kaum glauben- war er in nahezu Neuzustand. Gekauft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich musste ich ein paar Dinge machen, ändern:

 

- die neun Jahre alten Sommerreifen wurden gegen neue Allwetterreifen ersetzt

- er bekam eine große Inspektion mit Zahnriemenwechsel

- das hässliche Kunststofflenkrad nebst Schaltknauf wurde durch die Originale in Leder

ersetzt und das Cockpit Dekor etwas ansehnlicher gemacht

- ein Camper-Navi nebst Soundsystem und Rückfahrkamera wurde verbaut

- der Innenraum „entrentnert“ und unserem Geschmack angepasst und die Außenbeklebung

ersetzt

 

 

Auf den Fotos seht ihr auch ein wenig das Vorher/nachher.

 

Die ersten Touren seit Juni letzten Jahres führten uns von Norddeutschland über den Niederrhein bis nach Bayern und im Sommer nach Frankreich und in die Niederlande - wir haben unser Mobil also bisher gut genutzt.

 

Dieses Jahr stehen diverse Festivalbesuche auf dem Programm, natürlich diverse Kurztrips und auf jeden Fall Dänemark – mal sehen was noch so kommt. Auf jeden Fall erlebe ich das Teil als Bereicherung meines Lebens und als einen hohen Spaßfaktor! Einfach los zu können ohne buchen zu müssen, das hat schon was!

 

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07.02.2023 13:55    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: GMC

Ich starte diese Blogreihe "TruckTales" -frei nach einer Fernsehserie der 80er umbenannt;)- mit der Vorstellung meines neuen „Spielzeugs".

 

 

„Ein Colt für alle Fälle“ war Ende der 80er für mich regelmäßiges Serien-Pflichtprogramm und sorgte mit für mein frühes Interesse an US Cars.

Der coole GMC von Mr. Seavers, der mühelos über Hindernisse springen konnte und einfach super aussah, war immer ein Traumauto für mich.

 

Anfang der 90er Jahre, kaufte ich dann über Umwege meinen ersten Ami, einen Camaro – damit galt ich in unserem braven Ruhrgebietsviertel mit seiner Stufenheckklientel wie Kadett, VW Vento oder Escort/Orion wie ihn mein Vater fuhr, als „Zuhälter“! :cool:

 

 

Zeitsprung: Vor etwas mehr als einem Jahr reifte in mir der Gedanke, nochmal einen Ami zu haben…frei nach dem Motto:

Lebenswünsche erfüllen, wenn es möglich ist und nicht damit warten.

 

Schnell kam wieder „Ein Colt für alle Fälle“ ins Spiel und somit die Pick Up`s /Squarebodies der 80er. Besonders die baugleichen Chevy und GMC hatten es mir angetan! Nach einiger Suche und ein paar Besichtigungen wurde ich dann bei einem Händler fündig und bereits nach der ersten Besichtigung war mir klar: DER ist es!

 

 

GMC 1500 Sierra, Erstzulassung 7/86, 5,0 Liter V8, optisch und technisch guter Zustand, kein Wartungsstau, H-Zulassung, neuer TÜV, alles an zeitgemäßen Änderungen wie Räder, Edelbrock Luftfilter/Vergaser usw. eingetragen…

 

Ein paar Dinge gibt es noch zu tun:

 

• Fenstergummis Fahrerseite müssen neu

• "komische" Aufkleber des Vorbesitzers runter (teils schon vor Abholung erledigt)

• Voltmeter, Öldruckmesser… und ein, zwei Lämpchen ohne Funktion.

• Sitzbank auf der Fahrerseite nach rund 36 Jahren durchgesessen, Polster leicht rissig

• Dachhimmel muss mal neu

• Paar optische Kleinigkeiten wie Pedalgummis

 

 

 

 

 

Das es mit 36 Jahren kein Neuwagen ist, sollte jedem klar sein und das so ein Auto auch bedeutet, dass immer irgendwas zu tun ist oder bald sein wird – auch!

 

Der GMC ist mittlerweile (was war das für eine Arie) angemeldet und gerade gehe ich die oben beschriebenen „kleinen Baustellen“ an, danach ist das Wetter hoffentlich so, dass ich auch ein paar vorzeigbare „Draußen-Bilder“ zeigen kann, bis dahin gibt es hier erstmal ein paar aus dem Laden.

 

Und wie fährt er so?

 

Zunächst mal unglaublich lässig!

Er läuft wunderbar geradeaus, der Motor startet problemlos und läuft rund, Fahrwerk und Bremsen (vorn Scheiben hinten Trommeln) sind „stramm“ und super, hängt gut am Gas, die Dreigang-Automatik schaltet weich und ruckfrei und natürlich…der Sound ist einfach Gänsehaut pur.

 

Außerdem habe ich Spaß an dem „Autoscooter-Lenkrad“ und dem Kolben als Schalthebel und vielen Kleinigkeiten mehr. Die/Meine erste Saison kann also kommen :D

 

 

 

GMC und Fahrzeuge Andi2011

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24.06.2021 14:49    |    Andi2011    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: Jimny

 

„Mama, was ist das für ein Auto?“

„Hmmm, ich glaube ein Jeep“

„Warum hat das Auto eine Leiter?“…

 

Solche Gespräche bekommen wir seit wir den Jimny haben öfters mit, kaum ein Waschstraßen-Besuch bei dem man nicht angesprochen wird. Und als letztens beim Tanken ein höher gelegter und ziemlich fetter Dodge Ram neben mir stand und der Besitzer lächelnd mit Blick auf den Jimny meinte „…auch `ne coole Karre!“ dachte ich mir nur „JA stimmt!“

Es ist also Zeit, das der Jimny seinen dritten Blogbeitrag bekommt. Schließlich ist er mittlerweile gute 6 Monate bei uns und hat die ersten 5tsd Kilometern hinter sich.

 

Da ist es Zeit für ein erstes kleines Fazit und einen Bericht über die diversen Dinge die schon passiert sind. Probleme gab es bisher keine und so soll es auch sein. Anstehen tut ein Austausch eines Kabelstranges in der Beifahrertüre im Rahmen eines Rückrufs, da dieser brechen kann. Ansonsten bisher nur pure Freude. Der kleine Würfel ist solide verarbeitet, alles funktioniert wie es soll und die Fahrten machen einfach nur Spaß!

 

Erstaunlich wie praktikabel der Würfel im Alltag einsetzbar ist, sind die Rücksitze weg, passt dort von Rindenmulch-Säcken aus dem Gartencenter bis zu Regalbrettern echt was rein. Auch eine Ausfahrt mit drei Personen, zwei Hunden und leichtem Gepäck war bisher kein Problem. Der Verbrauch liegt je nachdem zwischen 6,8 und 7,5 Litern im Mittel, für einen Würfel im Wind für uns völlig ok.

 

Von Anfang an haben wir diverse Dinge am und mit dem Jimny vorgehabt und mittlerweile einiges davon umgesetzt. Neben diversen optischen Kleinigkeiten wie anderen Seitenblinkern, hochwertigen Fußmatten usw.

 

Eine Rückfahrkamera haben wir in Eigenregie nachgerüstet. Dafür musste der Jimny wie auf dem Foto zu sehen etwas „gestrippt“ werden. Das ging aber erstaunlich gut, da alles sehr gut zugänglich ist und in wenigen Stunden war alles perfekt erledigt. Wozu braucht man bei einem Auto mit den Außenmaßen und hervorragender Übersichtlichkeit eine Rückfahrkamera? Der wesentliche Grund liegt in unserer Heimatstadt Düsseldorf begründet, Parkplätze sind rar und eng und wenn man mal wieder so richtig schön eingeparkt ist und mit dem Reserverad am Heck nicht auf Tuchfühlung mit dem Hintermann gehen will, ist das einfach eine feine Sache.

 

Eine Heckleiter von Horntools war ebenfalls schnell verbaut und ist neben der Optik im Nachgang ein einfaches Mittel, um problemlos ans Dach des Jimny zu gelangen.

Eine größere Aufgabe war die Bereifung. Die Serienmäßigen Alus mit den Dualer Reifen sind zwar nicht übel, im Gelände aber eher mäßig. Außerdem sind es reine Sommerreifen. Nach diversen Vergleichen und gelesenen Erfahrungsberichten haben wir uns dann für den Klassiker, die BF Goodrich All Terrain entschieden. Die hätten in der Größe 215/75/R15 auch auf die Serien Alus gepasst. Wir haben uns aber irgendwie in die Dotz Dakar Felgen in schwarz verguckt, ebenfalls ein typischer Klassiker für Geländewagen und dann diese Kombi verbaut.

 

Das Ergebnis ist nicht nur optisch ein Highlight gegenüber der Serie, sondern sorgt auch dafür, dass der Jimny deutlich besser auf der normalen Straße liegt und im Gelände deutlich weniger anfällig für schwierigere Untergründe oder Steine ist.

Der Personenschutzbügel von Delta 4x4 in matt schwarz pulverbeschichtet ist tatsächlich vorrangig der Optik geschuldet, sorgt aber nach den ersten Erfahrungen beim Parken auch dafür, dass der ein oder Andere dann doch etwas mehr Platz lässt.

 

Als nächstes ist das Thema Dachträger und Zelt dran, dann ist der Jimny auch für mehr gerüstet als nur eine Übernachtung im Auto. Diverse Transportboxen usw. sind ebenfalls auf der Liste und einige andere Kleinigkeiten. Für kleinere Touren reicht es auch jetzt schon und die haben wir sehr genossen. Der Jimny entschleunigt und macht einfach Spaß.

 

Aber wir wollen mit „Jimbo“ wie er liebevoll von meiner Freundin genannt wird, noch einiges mehr unternehmen…er soll uns von Festivals bis hin zum Camper-Urlaub begleiten.

Es gibt also noch ein bisschen was zu tun…

Bis dahin freuen wir uns darüber ihn zu fahren und über unglaublich viele lächelnde Gesichter denen wir begegnen…

 

Danke fürs lesen!

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22.12.2020 14:57    |    Andi2011    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Jimny

Hightech Features und einen besonders hohen Fahrkomfort hat der Jimny nicht. Auch keinen modernen Dreizylinder mit Turbo oder Ausstattungsoptionen die keine Wünsche offenlassen.

Autos wie ihn gibt es nicht mehr wirklich viele und das obwohl er erst 2018 erschienen ist. Leider wurde er trotz der enormen Nachfrage und Wartezeiten von bis zu 2 Jahren ab Bestellung und Verkaufspreisen die weit, weit über Liste liegen wiedereingestellt. Schuld ist der Flottenverbrauch und die Strafzahlungen die Suzuki in Europa natürlich nicht haben will. Eventuell soll der Jimny GJ in 2021 in einer NFZ-Variante wieder angeboten werden.

Wir haben unseren nach langer Suche am 10.12.2020 gekauft, einer der wenigen und letzten Neuzulassungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Vierzylinder mit 1,5 Litern Hubraum und 102 PS erledigt seine Aufgabe ganz prima. Natürlich, bei ca. 145km/h ist Schluss, aber die will man mit dem Jimny auf der Autobahn auch nicht unbedingt fahren, bei 100-120 fühlt er sich ganz wohl.

Die Lenkung ist leichtgängig und sehr indirekt, um es mal vorsichtig zu sagen. Man kurbelt beim Parken schon ordentlich. Der Leiterrahmen mit Starrachsen, zuschaltbarem Allradantrieb (klassisch über eine zweite Schaltung) und Untersetzung ermöglicht es seinem Fahrer beispielsweise im Takt der Musik an einer Ampel das gesamte Auto heftig von links nach rechts schaukeln zu lassen und die Blicke auf sich zu ziehen oder eben auch im Gelände so manchem Allrad-Konkurrenten um die Ohren zu fahren.

Er ist ein Hingucker, kaum jemand der einen nicht wohlwollend anlächelt, wenn man mit ihm unterwegs ist.

 

 

 

 

Und wie fährt er sich so?

Mit einem Wort: Spaßig!

Das beginnt damit das man sich sofort zurechtfindet, Suzuki hat dem Fahrer keine Rätzel aufgegeben, das Cockpit ist funktional und übersichtlich.

Die Würfelform ermöglicht einen perfekten Rundumblick, man sitzt gerade hinter der nahezu senkrecht stehenden Windschutzscheibe, schaltet über einen Hebel, der den Namen noch verdient (übrigens sehr knackig) und ist überrascht wie gut der Kleine untenrum geht. Ist man einmal im Vierten Gang angekommen, kann man dort fast den Rest der Fahrt bleiben, bei 40km/h in den Vierten empfiehlt die Schaltanzeige und sie hat recht, da ist nix untertourig, der Kleine geht gut voran.

Der Motor brummt dabei hörbar, aber mit sehr angenehmem Klang vor sich hin und in der nächsten kommenden Kurve, darf man endlich wieder am Lenkrad drehen. Die Lenkung ist natürlich im Gelände ideal, in der Stadt nicht so – macht aber nix, denn es funktioniert gut und macht Spaß.

 

 

 

 

So karg wie ich am Anfang suggeriert habe, ist der Jimny nicht ausgestattet. Er hat einige Dinge wie z.B. einen Spurverlassenswarner (schönes Wort), einen Kollisionsassistenten, Lichtautomatik, Verkehrsschilderkennung und auch ein gut funktionierende „Entertainment“ mit Navi, DAB, Klimaautomatik, Sitzheizung usw. Das in der Comfort-Plus Variante ebenfalls verbaute LED Licht inklusive Fernlichtassistent ist ebenfalls eine Bereicherung.

 

Andere Dinge wird man vergeblich suchen. Weder eine einfache Einparkhilfe, noch einen Regensensor konnte man bestellen. Aber vermissen tut man beides auch nicht, denn der Jimny ist derartig übersichtlich, dass es selbst jedem Fahranfänger gelingen dürfte, ihn Knautschfrei zu rangieren. Dafür gibt es im freien Zubehör alles was das Offroad-Herz begehrt.

Alles an diesem Auto ist „moderner Oldschool“ (freie Worterfindung)! Nicht nur beim Fahren fühlt man sich als säße man in einem Auto Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre, nur eben irgendwie in modern, auch das Interieur, mit seinem kantigen Armaturenbrett, dem Haltegriff auf der Beifahrerseite oder den robusten Materialien passt perfekt in den Jimny. Die Verarbeitungsqualität ist dabei erstaunlich – nichts klappert oder knistert, auch nicht auf holprigen Wegen, alles fasst sich sogar nett an und wirkt pflegeleicht und wertig und ist auch im Detail gut verarbeitet und optisch passend nett gemacht.

 

Das alles sind auch gute Voraussetzungen für den Einsatz in der Stadt. Der Kofferraum ist keiner. Sind die hinteren Sitze aufrecht, passt da außer einem Regenschirm und ein paar Schuhe nicht mehr rein. Klappt man die hinteren Sitze um, entsteht eine große ebene Ladefläche. Wer noch mehr will kann beide Vordersitze nach hinten umlegen, so kann man sogar im Jimny zu zweit gut schlafen.

In weniger asphaltiertem Terrain findet der Würfel aber seine wahre Bestimmung. Wir haben es bisher noch nicht wirklich ausprobieren können aber einige Wege abseits der Straße konnten wir, dank eines netten Bauern, mal probieren. Abgesehen von dem riesigen Spaß den das gemacht hat, sagte der Jimny zum Schluss nur „Äh, das war`s? Lächerlich, ich kann viel mehr!“ Wir werden es noch testen.

 

 

Die ersten Kilometer stimmen also zuversichtlich! Der Jimny ist definitiv ein Auto für Menschen, die genau sowas suchen (oder brauchen). Zur Begrüßung bekam er jetzt erstmal eine Lackversiegelung und eine Nachbearbeitung des Unterbodenschutzes und der Hohlräume. Meine Freundin ist schwer begeistert von Ihrem Traumwagen und ich bin es auch! Ich habe schon viele Autos in meinem Leben besessen und gefahren – im Vergleich muss ich sagen, nur sehr wenige haben so viel Spaß gemacht wie der Jimny.

 

Danke fürs lesen!

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01.12.2020 13:22    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Jimny

Der Suzuki Jimny ist ein Kindheitstraum meiner Freundin. Er ist auch ihre erste konkrete Erinnerung an ein Auto.

Ihr Vater war Förster und nahm seine, Anfang der 90er Jahre grad mal 5-Jährige, Tochter in seinem Suzuki SJ 410 regelmäßig mit in die Wälder. Ihre Tante fuhr Mitte der 90er ebenfalls einen selbst knallbunt lackierten Jimny und ihr Bruder natürlich auch.

 

Sie selbst landete mit 18 zuerst bei einem uralten Corsa, dann bei einem Toyota Aygo, beide für kleines Geld und zuletzt beim Clio. Der Traum vom Jimny blieb…

 

Als dann Ende 2018 der aktuelle Jimny GJ auf den Markt kam, war es komplett um sie geschehen und ihr Entschluss stand fest. Ihr Plan war damals, vielleicht in 2-3 Jahren „endlich“ einen gebrauchten Jimny zu kaufen. Im Laufe der kommenden Zeit wurde schnell klar, das wird so nicht funktionieren.

 

 

 

 

 

Der Jimny war schneller ausverkauft als Donald Trump Anekdoten raushauen kann.

Wir dachten erst noch das wird sich legen und schauten alle paar Monate mal interessiert im Internet nach…es legte sich nicht, es wurde schlimmer!

 

 

Zuerst kletterte die Wartezeit für einen bestellten Jimny auf bis zu zwei 2 Jahre und kurz danach war er gar nicht mehr bestellbar. Die Nachfrage nach dem Jimny hat sicherlich auch Suzuki selbst überrascht.

Das Resultat war, Jimnys der aktuellen Generation sind neu nur noch bei wenigen Händlern zu bekommen, in der Regel findet man jetzt bundesweit im Netz irgendwas zwischen 10-15 Fahrzeuge zu Preisen, die mehr als deutlich über dem ursprünglichen Verkaufspreis stehen.

Bei Gebrauchten sieht es nicht viel besser aus, Jimny aus 2018 mit Laufleistungen um die 50tsd Kilometer liegen bei mindestens 23 Tsd. Euro.

 

Letzte Woche stießen wir dann eher zufällig auf einen neuen Jimny bei einem Suzuki Händler in der „Nähe“. Wir hatten Zeit, ansehen schadet nicht, wenigstens mal drin sitzen….

Der Händler war wenig überrascht das zwei Menschen aus Düsseldorf „mal eben“ vorbeikommen für einen Jimny…und da stand er dann im Laden:

Comfort+ Ausstattung in Chiffon Ivory beige mit schwarzem Dach für 27.990€.

 

 

 

 

Der Jimny ist sehr ordentlich ausgestattet, vom DAB-Radio über Klimaautomatik und Navi bis zu LED Scheinwerfern hat er einiges an Bord. Dazu kommt die äußere Optik und ein Innenraum, der überall laut 80/90er Jahre schreit.

Wenn man dazu grob die Bauweise des Jimny betrachtet:

Robuster 4 Zylinder, Leiterrahmen, zuschaltbarer Allradantrieb und Starrachsenaufhängung mit Schraubfedern, plus (eigentlich) erschwinglicher Preis weiß man, warum er bei Förstern und echten Offroad-Fans so beliebt ist und eben auch bei „Normalos“.

Wo gibt es solche Autos noch, ohne Turbolader,Vierzylinder,Allrad... Außer dem Lada Niva fallen mir da nicht viele ein.

 

 

Der Preis ist –um es mal vorsichtig zu sagen- „überteuert“ wenn man es vernünftig betrachtet.

 

Für rund 28tsd Euro gibt es zweifellos ganz andere Autos die besser ausgestattet, motorisiert, größer, wertiger usw. sind. Und falls noch jemand Zweifel hat, natürlich ist da nix mit Preisnachlass.

in der aktuellen Marktlage allerdings ist er als Neuwagen schon fast ein Schnäppchen. Wir haben den Laden um 18:30 Uhr verlassen, auf dem Heimweg und bis kurz nach Mitternacht gerechnet, gemacht und getan und dann am nächsten Morgen direkt um 09 Uhr den Händler angerufen und gekauft.

In etwa zwei Wochen wird er ausgeliefert und heute schreibe ich den ersten Blog zum Jimny…es werden sicher noch welche folgen, der Nächste wenn wir die ersten Kilometer hinter uns haben.

 

Warum kauft man sich so ein Teil, wenn man in Düsseldorf lebt und nicht auf dem Land?

 

Der Plan war und ist, den Jimny in der nächsten Zeit weiter auszustatten mit u.a. einem Dachzelt und ihn dann für unserer regelmäßigen Wander/Erkundungstrips zu nutzen. Außerdem könnte ich das jetzt rechtfertigen, indem ich euch sage das er auch in der Stadt durchaus aufgrund der geringen Maße, der guten Ausstattung usw. punktet, man schön hoch sitzt usw.

Der wirklich wichtigste Grund ist aber:

 

Es ist ein Lebenstraum! Die sollte man sich erfüllen, wenn sie greifbar sind. Nichts ist schlimmer als am Ende zu denken „Hätte ich mal…“

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22.08.2019 15:36    |    Andi2011    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Goldener Schraubenschlüssel der AutoBildGoldener Schraubenschlüssel der AutoBild

Als ich letztens nach meinem Umzug nach Düsseldorf einen von mehreren übriggebliebenen Kartons im Keller fand lag sie da - die Auszeichnung der AutoBild...

 

Ich weiß noch wie du mir von der Auszeichnung berichtet hast:

 

Dieser Werkstatttest der AutoBild war mal ein Qualitätskriterium, Fehler wurden verbaut und nach dem Zufallsprinzip Werkstätten der entsprechenden Marke ausgewählt und anonym getestet. Außerdem wurde der Service des Betriebes genau unter die Lupe genommen.

 

Du warst Werkstattleiter als dein Betrieb getestet wurde und du warst sehr stolz auf „deine Jungs“, als du davon erfahren hast. Du hast alle zu dir nach Hause zum Grillen und einem kühlen Bierchen eingeladen.

 

Schludrigkeit war dir immer zuwider, genau wie Unpünktlichkeit bei deinen Mitarbeitern oder Unfreundlichkeit gegenüber Kunden.

Als du die Auszeichnung entgegennahmst, gab es einen kleinen Empfang, sogar ein Vertreter des Herstellers war für das Promotion Foto erschienen, was dir völlig wurscht war.

 

 

Für dich war „Service“ nicht nur ein Wort, sondern eine berufliche Einstellung, der „Kunde ist König“ war bei dir mit Leben gefüllt.

 

Das alles kostete dich Fleiß, Geduld und manches graue Haar auf deinem Kopf aber du legtest Wert darauf, dass alles im Betrieb menschlich blieb. Wenn ein Mechaniker einen Fehler machte, zeigtest du ihm wie es richtig geht, sauer wurdest du nur, wenn der besagte Mitarbeiter sich nicht besserte. Die Azubis mochten dich, weil du streng warst - aber gerecht.

 

2009 wurdest du aus „deiner“ Werkstatt verband, du solltest Platz für einen Jüngeren machen, der direkt vom Hersteller "empfohlen" wurde und „frischen Wind“ bringen und natürlich effizienter arbeiten sollte. Gemeint war damit wohl mit weniger Leuten mehr schaffen.

Entlassen konnte man dich nicht, dafür warst du zu lange im Betrieb und im Betriebsrat und überhaupt zu lange dabei, also wurdest „wegbefördert“ ins Qualitätsmanagement.

 

Jetzt war dein Job die Qualitätsstandards des Unternehmens zu prüfen. Dummerweise spieltest du da nicht wie wohl gewünscht "mundtot" immer mit, sondern hattest immer noch ein Ohr für die Mitarbeiter und meldetest auch nach oben zurück, was du gesehen hast an Zeitdruck, an Unterbesetzung. Qualität predigen und absolute Quantität fordern - das war beruflich und privat nie dein Ding!

 

Eines Tages bei einem deiner Besuche in der Werkstatt war auch der goldene Schraubenschlüssel verschwunden und hing nicht mehr an der Wand, sondern stand in einem Abstellraum im Keller, der neue Werkstattleiter wollte nichts seines Vorgängers in der Werkstatt sehen...

 

Als du das entdeckt hast, nahmst du ihn kurz entschlossen mit nach Hause.

 

2010 war es als deine Chefs mitteilten, es sollten weitere Mitarbeiter entlassen und gleichzeitig das Arbeitspensum der Werkstatt weiter erhöht werden – Effizienz...

Du warst im Qualitätsmanagement, in der Gewerkschaft und in der Ausbildungskammer und sprachst mit allem was du hattest dagegen und fielst endgültig in Ungnade.

 

Du bekamst das Angebot mit einer Abfindung auszusteigen und dann über eine Auffanggesellschaft später in Rente zu gehen... du warst müde, resigniert und letztlich willigtest du ein.

Ein Arbeitsleben mit Herzblut für deine Automarke, deine Kunden und deine Mitarbeiter waren zu Ende.

 

Du überlegtest, was du nun mit deiner freien Zeit machen könntest, du warst halt kein Typ der daheimsitzt und den lieben Gott einen guten Mann sein lässt.

Dein erstes Freizeitprojekt war der Ankauf einer uralten Vespa, diese zerlegtest du, erneuertest alle möglichen Teile, lackiertest sie im Originallack... dein Lebensmut war zurück, du hattest wieder Pläne...

 

 

Bei der ersten Ausfahrt mit der Vespa nahm dir ein PKW die Vorfahrt, kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starbst du noch im Schockraum an deinen inneren Verletzungen. ich weiß noch, an dem Abend wollten wir eigentlich zusammen zum Polterabend eines Kollegen gehen...

 

Auf deiner Beisetzung war keiner der "Chefs" gekommen, aber alle deiner alten Mitarbeiter sind gekommen, alle Azubis, alle Reinigungskräfte und sogar einige Kunden.

 

Damals half ich einige Wochen danach deiner Frau beim Aufräumen in deinem Keller und fand den goldenen Schraubenschlüssel der AutoBild von dem du mir so oft erzählt hast, verliehen an die Werkstatt in der du Werkstattmeister warst, versteckt hinter Kisten, völlig verstaubt und das Schild verkratzt und ich nahm ihn mit Erlaubnis deiner Frau an mich als Erinnerung an dich, denn irgendwie verkörperte dieser Preis dich für mich immer.

 

Ich hatte ihn jahrelang in meinem Werkzeugkeller an der Wand, bis ich umzog und jetzt nach einem Jahr aus dem Karton fischte und mich erinnere…acht Jahre bist du nun schon tot - der Schlüssel kriegt jetzt einen neuen Platz mein Freund - ich habe dich nicht vergessen!

 

 

Danke fürs lesen!

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01.08.2019 16:31    |    Andi2011    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Ford

Im Februar 2019 gekauft und mittlerweile 10tsd Kilometer zurückgelegt - Zeit für ein erstes Resümee.

 

Der EcoSport gehört zur Gattung der kleinen SUV und eignet sich besonders für Leute, die gerne höher sitzen wollen, den Komfort eines normalen PKW schätzen, keine Unsummen ausgeben wollen/können und kein riesen großes Auto wollen oder brauchen.

 

Und das hat Ford mit der in dieser Form seit 2018 verkauften Auflage des Ecosport gut hinbekommen, die Verkaufszahlen sind prima- ist es der Wagen auch?

 

Nach 10tsd Kilometern in der Stadt, über Land und Autobahn und bisher diversen Kurztrips innerhalb Deutschlands und den Niederlanden ist es Zeit für einen ehrlichen kleinen Bericht und ein paar eigene Feststellungen:

 

1. Wer einen kleinen SUV wie den EcoSport fährt muss mit verschiedenen Kommentaren rechnen. Die eine Personengruppe, die solche Fahrzeuge für Teufelszeug hält, weil sie angeblich so umweltschädlich sind und in der Stadt schon mal gar nichts zu suchen haben, auf der Autobahn auch nicht, weil sie ja (meistens) nicht weit über 200km/h schnell auf der linken Spur unterwegs sein können und auf dem Land sowieso nicht, weil sie ja nicht mal Allrad haben.

Die andere Personengruppe findet ihn dagegen gut, weil man darin angenehm hoch sitzt und alles im Blick hat oder er gut aussieht oder andere positive Dinge vorweisen kann.

 

2. Der EcoSport hat in meinem Fall den 1,0 Liter Ecoboost Motor mit 125 PS und 6-Gang-Schaltung. Ich habe auf meinen Hauptstrecken mit einem Verbrauch von idealerweise 7,5 bis 8,5 Litern gerechnet - tatsächlich hat er sich im Mittel über diese Fahrleistung bei genau 6,77 Litern gehalten. Das entspricht in etwa dem Verbrauch den ich auch mit dem Vorgänger Focus Turnier hatte.

 

 

3. Der EcoSport ist nicht auf der Autobahn zuhause - zu mindestens nicht, wenn man gerne mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs ist. Er fährt zwar über 180km/h schnell, aber das macht nicht wirklich Spaß und schlägt sich nur in einem deutlich höheren Verbrauch nieder. Da ich aber darauf auch keinen besonders gesteigerten Wert lege, ist es mir egal. Am wohlsten fühlt er sich zwischen 100 und 130 km/h und das ist in aller Regel auch meine hauptsächliche Reisegeschwindigkeit. Gut: Auch auf langen Strecken sind die Sitze und die Sitzposition bequem, der Geräuschpegel im Innenraum ist angenehm leise. Der 125PS Motor reicht völlig aus um den Wagen bequem zu bewegen und problemlos bei Bedarf zu überholen.

 

4. In der Stadt fühlt sich der kleine SUV ganz wohl. In meinem Fall Düsseldorf, mit viel Verkehr, vielen Staus, wenig Parkplätzen ist er recht wuselig unterwegs, Parkplätze sind kein Problem aufgrund der kompakten Abmessungen. Den (nicht zu kaufenden) Parkassistenten vermisst man nicht, denn der EcoSport ist aufgrund seiner Bauweise gut abzuschätzen und mit den obligatorischen Parkpiepern und der Rückfahrkamera auch für weniger begabte Parker sehr gut zu handeln. Selbst die angeschlagene Hecktür war bisher wieder erwarten kein Problem im Alltag, sie öffnet bei Bedarf in zwei Stufen und ermöglicht einen guten Zugang zum Kofferraum.

 

Abseits der bekannten Wege ist er eben KEIN Geländewagen, wenn man das versteht, kann man die hohe Bodenfreiheit auf schlechten Wegen, das gute Fahrwerk und die Möglichkeit über einige Wege locker drüber zu "rumpeln" wo ein normaler PKW aufgrund der fehlenden Bodenfreiheit nicht weiter kommt aber nutzen und genießen.

 

5. Der EcoSport ist ein erwachsenes (an den meisten Stellen) durchdachtes Auto, die Verarbeitung entspricht der Fahrzeugklasse und ist damit nicht besser oder schlechter als bei diversen Konkurrenten die ich bisher gesehen habe und/oder gefahren bin. Es quietscht nix, es klappert nix - darauf kommt es mir hauptsächlich an. Dinge wie die Teilledersitze, Armaturentafel, Lenkrad usw. die man auch mal in der Hand hat sind haptisch gut gemacht. Features wie das Navi mit dem gut funktionierenden Sync3, die B&O Soundanlage, oder elektrische Helferlein wie Cross-Traffic-Alert verschönern einem den Alltag und sind fehlerfrei.

 

6. Für zwei Erwachsene ist der EcoSport ein recht ideales Gefährt, bietet vorn wie hinten gut Platz, der Kofferraum ist ausreichend groß, mit verstellbarem Kofferraumboden und vielen kleineren wie größeren Ablagen im Innenraum lässt sich vieles verstauen.

 

7. An manchen Stellen hat Ford den EcoSport nicht zu Ende gedacht, so ist die Hutablage aufgrund der Hecktürkonstruktion hochklappbar aber zu sperrig, da gibt es bessere Lösungen. Die Scheibenwischer sind etwas klein dimensioniert, der Beifahrersitz ohne Höhenverstellung ist mir unverständlich und das geringe Tankvolumen kann im Alltag nerven. Einige Bedienelemente wie Sitzheizung u.ä. sind zu tief angebracht - zumal Ford warum auch immer beim EcoSport darauf verzichtet diese Dinge über das Sync 3 System und den sehr gut funktionierenden Monitor zu steuern. Kann man zwar freischalten lassen, aber warum nicht von vornherein?

Insgesamt bin ich bisher sehr zufrieden. Die Unterhaltskosten sind bei Verbrauch, Versicherung und Steuer (Euro 6dTemp) sehr akzeptabel, Wartungskosten alle 2 Jahre oder 30 Tsd. Kilometer und 5 Jahre Garantie sind zeitgemäß. Defekte oder Mängel seit der Übernahme Null

 

Ein sehr gut ausgestatteter Ecosport Titanium X wie meiner kostet aktuell lt. Konfigurator mit Aktionsnachlass knapp über 22tsd Euro neu - ohne das was man noch selbst verhandeln kann, ein fairer Preis für ein gutes Auto, so lautet meine bisherige Bilanz.

 

Danke für`s lesen!

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26.02.2019 15:10    |    Andi2011    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Ford

Mein heutiger Blog dreht sich um Fotos eurer Auto(s) und der passenden Geschichten dazu. Also los gehts, zeigt hier ein oder mehrere Bilder von denen ihr sagt, es ist besonders schön oder gelungen! Verknüpft es idealerweise mit einer Geschichte wo und warum dieses Foto entstanden ist oder warum ihr es besonders schön findet oder an was es euch erinnert.

 

Ich habe leider, leider viele Fotos meiner doch recht vielen Autos nicht mehr verfügbar, habe aber immerhin welche meiner letzten beiden Autos und des aktuellen Ecosport zu bieten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese drei Bilder zeigen meinen aktuellen Wagen den ich frisch jetzt im Februar gekauft habe, ein Ecosport in iridium schwarz. Die Bilder sind auf dem "Einfahrtrip" entstanden.Ich war mit dem Wagen und mit meiner Freundin direkt kurz nach dem Kauf im Norden, die Elbe hoch bis Cuxhaven/Bremerhaven und wir haben dort ein paar schöne Tage zusammen verbracht. Auf einem Deich sind dann bei Sonnenuntergang diese Bilder entstanden. Sie haben für mich vor allem die Bedeutung einer Art "Neustart" und das es ein besonders schöner Kurzurlaub war der mich immer auch an diesen Wagen erinnern wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Bild zeigt den Vorgänger des Ecosport, den Focus Mk3 Turnier den ich vier Jahre fuhr. Dieses Bild entstand kurz nach dem Kauf vor dem Schloss Borbeck in Essen und ich weiss, dass ich sehr zufrieden mit dem Kauf war und auch stolz auf den Wagen. Leider hängen für mich sonst keine wirklich schönen Erinnerungen am Focus,einfach weil er eigentlich als Hauptfahrzeug für meine Exfrau gedacht war - da dann aber alles anders kam, wird er für mich immer den Beigeschmack der Trennung haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese beiden Bilder zeigen meinen C-Max den ich vor dem Focus kaufte. Auf ihn war ich besonders stolz.Er war der erste Neuwagen den ich mir nach mehreren Jahren geleistet habe und mein erstes Fahrzeug das so Dinge wie Rückfahrkamera oder Parkassistent bot und auch wieder mein erster Benziner nach vielen Jahren.

Den C-Max habe ich geliebt, er war immer MEIN Auto. Meine schönste Erinnerung an ihn ist definitv der Tag der Abholung nach über 6 Monaten Wartezeit und viele schöne Ausflüge mit meinen Kindern. Diese Fotos entstanden am Niederrhein in einer einsamen Ecke an einem schönen Sommertag.

 

Jetzt seid ihr dran!:)

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10.02.2019 14:26    |    Andi2011    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Ford

EcoSportEcoSportSchlechte Verarbeitung, komische Optik, zu teuer, nicht konkurrenzfähig - nur ein paar Beispiele der Pressekommentare als der Ecosport in der 2. Generation auch zu uns auf den Markt kam. Der ursprünglich für Entwicklungsmärkte wie Südamerika und Indien (und dort sehr erfolgreich) produzierte Ecosport fiel hier zu Lande eigentlich völlig durch und wie ich finde auch berechtigt im Vergleich zu Konkurrenten hier.

 

Als ich dann das Facelift Anfang 2018 erstmals auf deutschen Straßen sah war ich direkt überrascht – da hat sich einiges getan. Das umfangreiche Facelift innen wie außen, die Umstellung der Produktion nach Europa (Rumänien) und ein paar Dinge mehr haben aus dem Ecosport einen guten kleinen SUV gemacht, der die Konkurrenz der kleinen SUV von Renault, Opel oder Hyundai nicht scheuen muss.

 

Nun, als eigentlich echten “Spontankauf” hab ich ihn seit etwa einer Woche bei mir vor der Türe stehen. Zeit für eine erste Vorstellung.

 

EcoSportEcoSport

 

 

Der Motor/Getriebe/Lenkung:

 

In meinem ES ist der 125PS Ecoboost Benziner zusammen mit dem 6-Gang Getriebe verbaut das ich aus dem Vorgänger Focus kenne und geschätzt habe. Was ist hier anders?

Vor allem überraschenderweise die Geräusche im Innenraum! War der Focus als gut gedämmt zu bezeichnen und der Dreizylinder dort als angenehm “leise knurrig” im Inneraum zu bemerken, ist er im ES eigentlich gar nicht mehr zu hören.

Der Durchzug ist ab niedriger Drehzahl (170Nm zwischen 1.400 und 5.000 U/Min) durchaus sehr ordentlich und das Getriebe harmoniert mit knackigen und präzisen Wegen ebenfalls hier sehr gut.

Das Fahrwerk ist “fordtypisch” und damit wie immer echt gut. Er liegt sehr gut in Kurven, die Lenkung ist direkt und zielgenau und das sorgt echt für Spaß.

 

Innenraum und Ausstattung:

 

Der Innenraum orientiert sich am Design des Fiesta und aktuellen Focus und gefällt mir persönlich bis auf Kleinigkeiten im Design sehr gut – aufgeräumt und praktisch könnte man zusammengefasst sagen.

 

Für meinen Geschmack könnte die Bedieneinheit für Heizung/Klima etwas höher platziert sein, zumal Ford in der aktuellen SYNC3 Generation die Bedienung der Klimatisierung hier nicht mehr freischaltet., ebenfalls könnte der Schalthebel etwas höher positioniert sein. Mit dem Arm auf der (ausziehbaren) Mittelkonsole aufliegend kann man aber bequem schalten.

 

Mein Vorgänger, der Focus MK3 war sehr komplett ausgestattet, vom Leder bis zu allen verfügbaren Assistenten war alles an Bord. So eine Ausstattungsvielfalt bietet der ES nicht.

Auf Ein/Ausparkassistenten oder Verkehrsschilderkennung muss man hier verzichten.

Allerdings vermisst man auch nicht wirklich etwas, vom Xenon bis zum Cross-Traffic-Allert mit Rückfahrkamera oder Blind-Spot hat er -zumindest in meiner Variante- alles an Bord.

 

Die Sitze sind nicht schlecht, man sitzt bequem und straff aber mit besonderem Seitenhalt sind sie nicht gesegnet und eine Höhenverstellung für die Beifahrerseite sucht man ebenfalls vergebens .

Die (Rundum-)Sicht finde ich hingegen richtig gut, genau wie die hohe Sitzposition, einfach bequem.

 

EcoSportEcoSport

 

Das Sync3 System mit 8 Zoll Bildschirm ist intuitiv und einfach zu bedienen, touchen, wischen und man hat was man will. Sehr einfach ließ sich auch das Handy einbinden, ebenso ist Android Auto kein Problem wenn man will. Neben Navi und DAB hab ich auch die optionale B&O Soundanlage mit Subwoofer und die passt vom klang her wie ich finde sehr gut und ist für mich eine Empfehlung gegenüber dem normalen Soundsystem.

Ebenso mag ich es sehr nach vielen Jahren mal wieder ein Schiebedach zu haben. Wer mehr Details zur Ausstattung sehen will kann hier in meinen Fahrzeugdetails nachsehen.

 

Natürlich ist der Ecosport weder wirklich Eco noch Sport – aber wenn man aufgrund der Namen die Autos bekommen kauft, ist man selber schuld. Auf jeden Fall ist der ES aber ein angenehmer Gleiter, mit dem man komfortabel ans Ziel kommt und bei Bedarf auch flotter weg kommt. Für mich kommt als Vorteil dazu, das ich gerne höher sitzen wollte und gleichzeitig aber keinen riesigen Van oder Kombi o.ä. mehr wollte. Erstens brauche ich den Platz nicht mehr und zweitens ist der Düsseldorfer Stadtverkehr und die Parkplatzsituation hier so besser zu meistern.

 

EcoSportEcoSport

 

Womit wir auch schon bei der Hecktür sind. Der Nachteil ist ganz klar, dass man beim Längsparken ggf. hinter sich genug Platz braucht und hier eine übliche Heckklappe einfach praktischer ist. Andererseits hab ich in der ersten Woche festgestellt, daß es so schlimm nicht ist.

Die Türe wird von einem großen Dämpfer unterstützt und kann in zwei Positionen gehalten werden. Ansonsten hat man je nach Ausstattung 334 bis 356 Liter zur Verfügung und mit Umklappen der Rücksitze bis zu 1.238 Litern. Dazu kommt ein höhenverstellbarer Gebäckraumboden. Der Rest ist Geschmacksache – ich finde das Ding optisch echt cool.

 

 

Unterhaltskosten:

 

Insgesamt in meinem Fall gut, Die Vollkasko mit 300€ SB kostet mich im Jahr rund 430€, dazu kommen Steuern (den Bescheid hab ich noch nicht, irgendwas um die 130€ bei Euro 6D-Temp) und Benzin, wobei der Verbrauch noch nicht bei mir zu beurteilen ist – aktuell sind es rund 7,5 Liter.

 

Das soll mal als erste Vorstellung reichen, ich bin bisher sehr zufrieden und zuversichtlich das mich der ES viele Kilometer problemlos und gut begleiten wird.:)

 

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Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog und bin Forenpate für ein paar Ford Foren, grundsätzlich bin ich aber in einigen Foren unterwegs und besitze keine Markentreue.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein anderes Auto gönnen solltest:

 

1. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

2. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

3 . Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

4. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

5. Du hattest noch nie einen V8

 

6. Von A nach B kommst du nur mit dem ADAC

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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