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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

03.06.2016 15:07    |    Andi2011    |    Kommentare (65)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Ja ich bin schnell! Ich kann sogar privat wie im Beruf mehrere Aufgaben gleichzeitig im Kopf behalten und nacheinander, teils sogar zeitgleich bearbeiten. Ich bin körperlich wie geistig und auch fahrtechnisch durchaus in der Lage ein Auto auch bei 200 h/km zu fahren und ich kann - wenn ich will- den Wochenendeinkauf in weniger als 30 Minuten absolvieren (inklusive Parkplatzsuche;))

 

Aber warum das alles?

Ich stelle immer mehr fest, schnell sein reicht oft nicht mehr aus, nein, alle müssen immer schneller sein und werden...schneller an der Kasse, am besten Erster, schneller auf der Autobahn als alle Anderen, schneller als die "Konkurrenz"...

 

Ich habe beruflich viel mit Zeitmanagement zu tun und mir ist mittlerweile schon lange klar geworden, dass Zeit sich gar nicht managen läßt, sie steht uns zur Verfügung und wir können sie nutzen, mehr oder weniger selbstbestimmt, meist ist es aber durchaus unsere Entscheidung.

 

Dabei ist es aber doch so, dass dieser "Beschleunigungs-Schnellsein-Wahnsinn" tatsächlich wenig bringt. Im Gegenteil, er fordert Nerven und schlimmstenfalls Opfer - auf jeden Fall bereitet er Stress.

"Abschalten", "Auftanken", "anderen mal den Vortritt lassen" sind Eigenschafften die scheinbar immer mehr verloren gehen.

Also habe ich diese Woche ganz bewusst mal anders verbracht...

 

Ich bin generell auf meinem Arbeitsweg kein "Raser" geht auch gar nicht, denn die Strecke ist durchgängig tempolimitiert und meist mit Baustellen versehen. Nicht umsonst habe ich für genau diesen Weg den kleinen Hyundai i10 angeschafft. Diese Woche habe ich aber bewusst auf "Langsamkeit" Wert gelegt, hab jedem der Einbiegen wollte gern den Vortritt gelassen, das Einfädeln so leicht es geht gemacht und versucht die Uhr gar nicht zu beachten.

 

Bevor jetzt die ersten "Autobahnschleicher" und "Spaßbremse" schreien, ich bin kein Oberlehrer, ich habe niemanden behindert, bin einfach nur entspannt gefahren, hab nicht zwingend jeden LKW überholt, sondern bin einfach mal ganz rechts geblieben, wenn die Abfahrt eh in vier Kilometern kam. Und Spaß am Autofahren verbinde ich persönlich mittlerweile kaum noch mit Tempo.

 

An der Kasse beim Einkaufen, habe ich bewusst Leute vorgelassen und wenn ich in einer Schlange stand und eine weitere Kassiererin mit den Worten "Kommen Sie auch zu Kasse 3" vorbei ging, schubste und drängelte ich nicht los in Richtung der noch leeren Kasse sondern blieb stehen und schaute mir das Treiben an.

 

Ach ja, ich hab mein Handy in der Tasche gelassen, eine Angewohnheit der letzten Jahre an der Kasse stehend mal eben Mails checken usw. führt nämlich dazu, das man viel um sich herum verpasst.;)

Überhaupt das Handy...nein ich habe es nicht ausgeschaltet und will es nicht verteufeln, ich hab nur nicht ständig das Ding rausgeholt und in der Hand gehabt - zwei dreimal am Tag und gut war`s.

 

Ich hab den Fernseher abends mal aus gelassen und stattdessen mit den Hunden gespielt und (auch wenn es wirklich schwer war) ich habe auch ein paarmal einfach nur so, ohne was zu tun im Garten gesessen und NICHTS gemacht ausser meinem Kopf eine Auszeit gegönnt, was nicht selten irritierte Blicke und Nachfragen „ob es mir gut gehe“ auslöste.

Was war noch so in dieser Woche...ach ja, ich war wenig auf MT und einmal im Wald spazieren, ganz allein, das erste Mal seit Jahren...war schön! :)

 

Ich wollte euch –liebe Leser- einfach mal davon berichten, euch nicht belehren das ihr was anders machen müsst oder sollt, aber vielleicht anregen zum regelmäßig mal stehen bleiben und Nachdenken ob es so wie es ist, für euch ok ist?!

 

Danke für`s lesen!

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03.06.2016 18:07    |    silver77

Sehr schöner Artikel Andi. Ich kann Dich sehr gut verstehen.

 

Bei mir wurde vor knapp vier Wochen, am dritten Geburtstag meines Sohnes, ein leichter Hörsturz diagnostiziert. Und das im Alter von 38. Auslöser war sehr wahrscheinlich Stress. Das war wieder mal ein Weckruf für mich. Seit dem habe ich meinen Medienkonsum zurückgefahren und gönne mir wesentlich mehr Auszeiten für mich. Das tut mir richtig gut.

 

P.S. Letzte Woche haben wir unseren neuen A6 in Neckarsulm abgeholt. Einfach ein Traumauto. Auch wenn es "nur" der kleine TDI mit 190 PS ist. Es sind Welten im Vergleich zum Passat B7.


03.06.2016 18:16    |    K12B

Gerade beim Autofahren bin ich eigentlich schon immer eher gemächlich unterwegs. Natürlich nicht verkehrsbehindernd, aber auf der Autobahn mit guten 90-100 hinterm LKW, dabei schön Musik hören. Das ist Entspannung.

 

Ansonsten im Alltag leider auch mehr auf der Seite der gestressten Leute. Warten an der Kasse kann ich z.B. gar nicht leiden, selbst wenn ich an dem Tag eigentlich Zeit hätte.

 

Sollte man mal mehr darauf achten, hast recht. Guter Artikel!


03.06.2016 20:11    |    Dynamix

Tja, was soll man da sagen. Ich versuche eigentlich schon so gut es geht gelassen zu bleiben. Man muss nicht immer und überall der erste sein. Ich sehe es ja auch fast täglich auf der Autobahn. Oftmals sind nämlich die Typen die sich im Stau über jede Spur drängeln oder mit 200 km/h an einem vorbeischießen keine 15 Minuten später wieder vor einem wo man diese wiederum überholt :D

 

Aber gut, das sind dann so Sachen auf die ich keinen Einfluss habe. Im Auto kommt meine Fahrweise wirklich drauf an welches Auto ich fahre. Viele versuchen ja jedem Auto ihren eigenen Fahrstil aufzudrücken, ich bin da mehr der Fahrer der sich auf den Charakter des Autos einstellt. Fährt das Auto flott fahre ich auch flott. Ist das Auto eher von der gemütlichen Sorte fahre ich auch entsprechend ;) So kommt es auch das beispielsweise jede Fahrt im Caprice einfach nur eine große Entspannung ist. Die weichen ausladenden Sitze, das komfortable Fahrwerk, die weiche Automatik und dazu das beruhigende Grummeln des Motors. Da verfällt man ganz schnell in eine gewisse Gelassenheit.

 

Selbst der Mii ist irgendwo entschleunigend was aber eher an der kaum vorhandenen Leistung liegt :D Den kann man gar nicht wirklich schnell fahren und so fährt man lieber langsamer und erfreut sich dafür an Verbrauchswerten um die 4 Liter :cool:

 

Wohl auch ein Grund warum ich so gerne Auto fahre ist das ich dabei so herrlich runterkommen kann. Gebt mir eine wenig befahrene Strecke, das passende Auto und irgendwas womit ich meine Musik in diesem Auto hören kann und ich bin der glücklichste Mensch auf Erden :)

 

Im Alltag bin ich eigentlich mehr der gelassene Typ. Ich hab in meinem Leben schon genug verrückten Kram gesehen und erlebt, da bringt mich nicht mehr so viel aus der Ruhe.


03.06.2016 21:17    |    ToledoDriver82

Gerade wenn ich mich hinters Steuer setze,habe ich Zeit...und auch wenn ich sie nicht habe,nehme ich mir sie einfach...Stress und Hektik bringen eh nix,mal abgesehen davon das es davon schon genug überall gibt....


03.06.2016 21:26    |    Diesel73

Schöner Artikel Andi.

 

Genau mein Thema im Moment. Seit dem Unfall hat sich bei mir wohl ein nicht zu unterschätzender Stresspegel aufgebaut. Die Quittung hab ich jetzt. Glücklicherweise selbst erkannt und gehandelt. Nun hab ich einen längeren Timeout.

Das Arbeiten an der Langsamkeit fällt mir allerdings äußerst schwer und ist intensiv betrieben gar nicht so einfach :rolleyes:.


04.06.2016 00:36    |    aladin033

Wirklich schöner Artikel.

hab das auch schon ein paar mal festgestellt wie Angenehm die fahrt hinter nem LKW sein kann :D

ich zähle eher zu den Fahrern mit schwerem Gasfuss.

Aber mal ehrlich.. wie du schon sagtest es bringt beim fahren eig nix.

hab das mal auf ner Strecke die ich wöchentlich fahre getestet.

ich jeden LKW überholt meine Arbeitskollegin nicht. ende der Geschichte?

ich war 10 Sekunden eher am Ortsschild :D

den Mehrverbrauch will ich garnicht wissen. :)


04.06.2016 09:57    |    Andi2011

Ich glaube das ein grundsätzliches Problem ist, dass wir heute in unserer Gesellschaft und multimedialen Welt schlicht überflutet sind.

 

Jeden Tag Nachrichten aus aller Welt, Krisen,Kriege Hungersnöte und tausend andere Dinge mit denen wir im Sinne des Wortes belastet sind.

Auf der anderen Seite kaum Entspannung, die Auszeiten die unser Hirn,Gemüt oder Seele braucht und früher bekam werden immer weniger - wir füllen jede Zeit mit Handlungen außer vielleicht noch den Schlaf in der Nacht. Wenn wir wohin laufen zücken wir dabei das Handy und lesen whats up oder spielen Candy Crush und checken Facebookprofile anstatt einfach nur zu laufen, wenn wir Autofahren denken wir an die Zeit wann wir ankommen und regen uns währenddessen über die anderen auf die uns daran scheinbar hindern, kommen wir nach Hause schalten wir den Fernseher ein und werden mit neuen Dingen berieselt, diskutieren und streiten im Internet mit wildfremden Menschen bis auf's Blut usw.

 

Letztlich ist es so: Wir erwarten immer was und zwar immer das Beste, die beste Lösung, den besten Tipp, das beste Brot,das beste Auto...und das letztlich von allen und allem und natürlich auch von uns selbst.

Nur, das kann keiner und nichts erfüllen.

 

Das alles ist nicht schlimm wenn es in Dosen erfolgt und eben auch Auszeiten, Erholungsphasen für den Kopf dabei sind, fallen diese weg, wird man irgendwann zwangsläufig krank und streckt die Flügel.

Und wie hier schon gesagt, es ist wirklich schwer und wird dabei immer schwerer sich solche eigenen Auszeiten für den Kopf zu gönnen, man muss sie sich erkämpfen.


04.06.2016 12:31    |    ToledoDriver82

Seit meinem Autounfall nehm ich mir auch Auszeiten...wie die aussehen,kommt immer drauf an,wichtig ist nur das man sie sich nimmt....entspannen kann man ja auf die unterschiedlichsten Arten und wenn es mal Nichtstun ist obwohl noch tausend Dinge Anliegen ;) ich gebe dir recht,manchmal muß man sich dazu zwingen


04.06.2016 15:55    |    Ascender

Durch mein langjähriges Taekwondo-Training in meiner Kindheit habe ich vor allem eines gelernt: Geduld. Ich glaube ich bin der geduldigste Mensch auf der Welt, und lasse anderen gerne den Vortritt. Etwa älteren Menschen, oder aber zum Beispiel Frauen mit Kindern. Das ist für mich kein großes Thema. Viele Personen zeigen sich davon irritiert und fragen: "Junge Leute haben es doch immer eilig?!"

 

Im Straßenverkehr gebe ich mir nichts auf Tempolimitüberschreitungen. Ich fahre aufmerksam und "Strich fuffzich!" (in einem 50er Bereich). Schon lange habe ich festgestellt, dass es nichts bringt zu hetzen. Die Zeitersparnis von wenigen Minuten rechtfertigen das einfach nicht. Wenn man in der City unterwegs ist ist sowas sowieso nur marginal. Am besten ist es immer am Montag Morgen kurz vor acht. Wie viele da noch meinen sie würden dadurch nicht zu spät auf der Arbeit erscheinen. :D

Wenn ich im Rennauto unterwegs bin achtet zudem sowieso jeder darauf wie man sich gibt. Ich bin halt auch keiner der "angeben" möchte was er fürn tolles Auto hat. Total unnötig. Da fühlen sich doch eher viele belästigt.

 

Es gab eine Situation, garnicht so lange her, da funktionierte der Kühler meines Fahrzeugs nicht richtig. Bei zuviel Drehzahl überhitzte der Motor. Es war Sonntag, und ich hatte keine Lust den ADAC zu rufen. Ohnehin war es nicht mehr allzu weit bis nach Hause. Etwa 30 km. Wie gesagt, es war Sonntag, daher keine LKWs auf der Bahn. Ich fuhr rechts mit 80 km/h, die Autobahn war dreispurig. Meint ihr, dass die Leute es hinbekommen haben rechtzeitig ihre Spur zu wechseln? Stattdessen: Nahes auffahren, Lichthupe, wildes Gestikulieren, dann plötzlicher Spurwechsel, "Vogel", Hupe, Beschimpfungen. What the fuck?! Nicht nur einmal übrigens. Was geht in diesen Leuten vor? Manchmal habe ich schon den Warnblinker angemacht und bin auf die Standspur rüber, weil die es einfach nicht gecheckt haben. Ich habe mich teilweise dazu echt genötigt gefühlt. Es war Platz ohne Ende, es war auch nicht viel Verkehr. Ich verstehe es nicht. Seitdem ist mein Vertrauen in die Menschheit stark belastet. :D

 

Also, immer mit der Ruhe. ;) Mir sind bisher leider nicht viele Gentleman begegnet. Das vermisse ich in unserer heutigen Gesellschaft. Die meisten sind nur noch genervt und tun nichts für ihre Bildung.


04.06.2016 19:20    |    Diesel73

Richtig. Das ist ein gewaltiges Problem. Derzeit fahre ich morgens um kurz vor 8 los. Ist der Horror. Und wie viele heben einfach dankbar die Hand, wenn man sie aus ner Seitenstraße in die Schlange reinlässt. Das tut dann gut, diese kurze freundliche Geste.


05.06.2016 01:14    |    Newman100

Viele machen aber auch keine Geste, weshalb ich den nächsten nicht mehr rein lasse.

 

P.S. Das Thema hier ist eigentlich sehr allgemein und hat nur bedingt mit dem Thema Auto zu tun.


05.06.2016 20:40    |    Dortmunder 65

Ich drängele schon Jahre nicht mehr an der Kasse oder Theke, mein Handy nehme ich schon immer nur in die Hand wenn ich muss. Auf der Arbeit lasse ich mich auch nicht hetzen, bringt eh nichts.

Allein auf der Autobahn fahre ich gern mal schnell, ansonsten lasse ich öfters gern mal jemanden rein.

Nur diese neue Masche 10 km/h langsamer zu fahren wie erlaubt geht mir auf den Geist oder diese extrem langsame Anfahren an Ampelkreuzungen ist nervig.

Ich arbeite noch an meiner Gelassenheit!


05.06.2016 20:43    |    ToledoDriver82

Das schaffst du schon :p;)


05.06.2016 20:46    |    Dortmunder 65

Wenn nur die Frauen dann noch Ruhe geben ist es wie im Himmel!:D:D:D


05.06.2016 20:49    |    ToledoDriver82

Nana....ganz so sehr darfst du nun auch nicht wieder verwöhnt werden :D


05.06.2016 20:49    |    aladin033

Dortmunder 65 warst schon mal oben oder was? :D


05.06.2016 20:51    |    Dortmunder 65

Fast


05.06.2016 20:52    |    aladin033

oh :o


05.06.2016 20:57    |    Dortmunder 65

Anscheinend hatte jemand gemeint es ist doch zu früh! Das ekelhafteste war, ich habe alles um mich aufgenommen konnte ab nichts bewegen oder sonst was. Ein Licht habe ich allerdings nicht gesehen, war ehr wie ein Aufwachen ohne Kontrolle über den Körper, mit dem Gefühl aus einer Waschtrommel zu kommen.


05.06.2016 23:41    |    PIPD black

Oh Dorti....wir sind uns sehr ähnlich, wie ich gerade feststelle.:eek:

Ob es ein Licht gab, weiß ich auch nicht, aber ich war schweißnass und riss mir die Zudecke vom Leib, während mich das Notfallpersonal in den OP schob. Die Leute unterwegs auf den Fluren starrten mich an.:mad:

 

.....und auch ich arbeite an meiner Gelassenheit. Wohnwagengespannfahrten helfen dabei. Aber bei allem wird es doch nichts mit Gemütlichkeit.:(


06.06.2016 10:40    |    Andi2011

Immer "entspannt" zu sein wird auch kaum funktionieren, sich aber solche "Inseln" zu schaffen kann eigentlich gut gehen.

Auch das "sich aufregen" kann ja durchaus gesund sein - in der richitgen Dosis.

Ich persönlich arbeite vor allem stets daran mich NICHT über die Dinge aufzuregen an denen ich nix ändern kann und die nur Nerven kosten - irgendwelche sinnlosen Diskussionen im Internet sind da so ein Beispiel - meine Übung dabei lautet: Aus der Diskussion einfach aussteigen, ohne Groll ohne Hass, ohne Nachtreten, denn in wenigen Minutgen kräht kein Hahn mehr danach:)


06.06.2016 11:37    |    ToledoDriver82

Recht haste


06.06.2016 11:45    |    Dynamix

Je nach Diskussionspartner ist das gar nicht mal so einfach :D Auch wenn man den gegenüber nicht kennt und man sich ja doch hinter seinen Accounts verstecken kann regt es mich manchmal tierisch auf wenn Leute im Internet Unwahrheiten verbreiten. Natürlich könnte man sagen: Pfeif drauf!

 

Allerdings weiß ich das die Leute sich sowas merken und dann so Ihre Meinung daraus bilden. Das dann aus den Köpfen der leute wieder rauszubekommen wird verdammt schwierig.

 

Bestes Beispiel sind die Leute die zu Anfang des VW-Abgasskandals überall eingetrichtert bekommen haben das die Amerikaner das mit Absicht gemacht hätten um VW zu schaden. Das hat sich so festbetoniert das du endlose Gegenbeispiele bringen kannst und es bringt trotzdem nichts. Da musst du schon im Anfang ansetzen bevor sich der Blödsinn richtig im Kopf festsetzen kann ;)


06.06.2016 12:17    |    Dortmunder 65

Zitat:

Ich persönlich arbeite vor allem stets daran mich NICHT über die Dinge aufzuregen an denen ich nix ändern kann und die nur Nerven kosten

GENAU :D:D:D:D:cool:


06.06.2016 12:25    |    Dortmunder 65

@ PIPD

 

Ich wurde eine Woche auf den Kopf gestellt und die haben keine Erklärung gefunden!

Am Ende war es wohl eine Spätfolge, hatte etwa eine Woche vorher einen Fußball heftig gegen die Brust bekommen.

Da war ich nur kurz ohne Atem und weggetreten.

Die Ärzte meinten die Pumpe sei da wohl schon aus dem Rhythmus geraten. Ein Sportkollege hat mir einen Faustschlag auf die Brust gegeben und die Pumpe fing gleich wieder an, bis ich wohl richtig da war stand schon das Rettungspersonal da und bearbeiteten mich.

Irgendwie denke ich fast nie an die Geschichte, ist wohl schon zu lang her.


06.06.2016 13:12    |    PIPD black

So ähnlich bei mir.

Zuerst keine Erklärung gefunden....selbst im CT nichts zu sehen.

Nach 2 Wochen gingen plötzlich die Lichter aus, als ich abermals aus dem CT kam und der Doc mir das weitere Vorgehen erklären wollte.

Behandlung verlief dann erfolgreich, aber die Ursache fand man nicht.

Die fand dann später ein Facharzt durch "Zufall" als ich ihm von meinem "Werdegang" erzählte. Danach gabs erstmal die volle Dröhnung Cortison und die Einweisung in eine Fachklinik zur Bestätigung seines "Verdachts".

 

Um auf's Thema zurückzukommen.....meine Frau ist heute noch stinksauer auf unseren Hausarzt (sie geht da nicht mehr hin), dass er so untätig/unfähig war, obwohl man ihm nur GUTES nachsagt und er auch in der Klinik einen sehr guten ruf hat. MMn kann man eben nicht alles wissen oder erkennen. Sie kommt aus der Gesundheitsbranche und hat dafür natürlich keine Verständnis. Vor meinem Zusammenbruch hätte ich ihn auch in der Luft zerreißen können, danach seh ich es deutlich entspannter (s. 2 Sätze vorher).


06.06.2016 14:07    |    HerrLehmann

Guter Artikel. :)


06.06.2016 15:57    |    Andi2011

Bei mir sitzen in Coachings nicht selten Leute, die sich über ihre miesen Arbeitsbedingungen aufregen - mein Chef schreit mich an, zwingt mich zu diesem oder jenem, ich hab keinen planbaren Dienst mehr, ich habe kaum noch Freizeit, ständig muss ich einspringen, das Arbeitsklima bei uns ist so schlecht usw.

 

Meine erste Frage ist dann immer: "Und warum arbeiten Sie dann noch dort?"

 

Selten kommen dann Antworten wie das man sich schon woanders beworben habe oder das es auf dem Arbeitsmarkt im Moment nichts gäbe oder man nicht gesucht oder zu alt sei...die Antworten sind meist sowas wie:

 

Ja aber ich arbeite da schon 5 Jahre, man kennt sich ja, ich will meine Kollegen nicht im Stich lassen, irgendwer muss es doch tun...usw.

 

Meine Antwort ist dann: " Nein, sie sind noch dort,weil Scheisse warm ist!"

 

Das ist der erste Schritt zum "Denkt mal drüber nach";)


06.06.2016 16:14    |    PIPD black

Wo er Recht hat, hatter Recht.:D


06.06.2016 17:45    |    Dortmunder 65

Zitat:

Meine erste Frage ist dann immer: "Und warum arbeiten Sie dann noch dort?"

Weil das Schmerzensgeld doch recht gut ist was man bekommt!:D:D:D


06.06.2016 18:21    |    Newman100

Ich versuche ja beim Auto fahren mich nicht aufzuregen. Wenn aber solche Leute kommen wie heute. Ich wollte ausparken , musste wegen des Randsteines paar mal vor und zurück fahren und deutete dem Gegenverkehr, er soll ein bisschen rüber fahre damit ich vorbei komme.

Dann maulte so eine Dame im Auto rum, ich solle Auto fahren lernen. Manchmal muss man sich wirklich beherrschen, um nicht auszusteigen und dem anderen die Meinung zu geigen.

Ging nur nicht, da hinter mir einer stand.

 

Ich jedenfalls sehe nicht ein, mir die Felgen kaputt zu machen wegen Leuten, die keine Ahnung haben, dass man auf sowas aufpassen muss.


06.06.2016 18:36    |    ToledoDriver82

Dafür gibt's ein einfaches Mittel...auf der einen Seite rein,auf der anderen raus :D einfach ignorieren ;)


06.06.2016 19:46    |    Newman100

Ja ja stimmt schon.

Im Nachhinein merkt man oft, wie belanglos die meisten Dinge sind, über die man sich aufregt und dass das Leben eigentlich auch richtige Probleme bereithält.

 

Am ehesten kommt man wohl darauf, wenn man über das Leben nachdenkt bzw. am Begräbnis eines geliebten Menschen war.


06.06.2016 20:50    |    PIPD black

Eigentlich eher wenn man gerade nochmal so aus der Kiste gesprungen ist, bevor sie zugeschaufelt wird.;)


06.06.2016 21:18    |    Newman100

Ich denke es weiß jeder was gemeint ist.

Darüber sollte man keine Witze machen.


07.06.2016 07:48    |    PIPD black

Sehe ich etwas anders.

Sterben darf kein Tabu-Thema sein, dann ist auch ein humorvoller Umgang damit kein Problem.

Es gehört zum Leben dazu, ebenso wie eine realistische Auseinandersetzung mit dem Thema zu Lebzeiten.

Natürlich ist es ein Verlust einen geliebten Menschen zu verlieren, für mich gehört da aber ein anderer Umgang dazu.

Wenn ich mal die deutschen Trauerzüge mit denen in New Orleans vergleiche, möchte ich lieber in New Orleans sterben.;)

 

Achja.....wenn man dem Tod schon mal von der Schippe gesprungen ist, sieht man die/viele Dinge ganz anders und man geht auch ganz anders mit dem Tod um, als vielleicht jemand, der sowas nur vom Hörensagen oder "Zusehen" kennt. Da werden viele Dinge unwichtig, dafür andere Dinge intensiver.


07.06.2016 08:33    |    Newman100

Du meinst mit von der Schippe springen ein Nahtoderlebnis? Oder was hast da erlebt?

 

Naja der Tod ist für die meisten Menschen die nicht beruflich damit zu tun haben (Arzt, Krankenschwester, Altersheim) ein Thema das man verdrängt.

Finde ich auch natürlich. Ganz realistisch gesehen ist es die Auslöschung der eigenen Existenz bzw. kann keiner es ertragen, einfach nicht mehr da zu sein.

 

Wenn wir mal von irgendwelchen Religionen absehen.

Menschen mögen einfach nichts, worüber sie keine Kontrolle haben.


07.06.2016 10:43    |    Andi2011

Hmmm, interessante Gesprächsentwicklung - ein schlimmes Erlebnis sorgt dafür, das man intensiver/bewusster lebt, das ist wohl bei sehr vielen Menschen so.

 

Ich arbeite ja schon mein ganzes Arbeitsleben lang in diesen Bereichen und habe mich von daher schon oft und bis heute regelmäßig mit dem Thema auseinandergesetzt.

Nahtoderlebnisse habe ich dabei sehr, sehr selten und meist nur bruchstückghaft berichtet bekommen. Das was mir bis heute (logischerweise) am meisten eingebrannt ist, ist das meiner eigenen Schwester und mittlerweile über 20 Jahre her und ich berichte hier gern mal davon:

 

Meine Schwester, damals Ende 20, litt an allergischem/chronischem Asthma und nahm diverse Medikamente ein, sie begleitete meine damals kleine Nichte zu einem Tanztraining der Schule in der Turnhalle.

Sie merkte dort, das sie einen schweren Asthmaanfall bekam und schickte eine andere Mutter los, ihr das Notfallspray aus dem Auto zu holen, diese fand es aber nicht und als sie zurück kam konnte meine Schwester bereist kaum noch sprechen und "pfiff" auf dem letzten Loch.

Die andere Frau rannte noch mal los zu einer Hausarztpraxis die auf der Strasse neben der Schule war (an Rettungsdienst o.ä. dachte damals irgendwie niemand). Dieser Hausarzt nahm die Dame dankenswerterweise sofort sehr ernst und rannte mit ihr inclusive Notfalltasche zur Turnhalle und liess gleichzeitig seine Sprechstundenhilfe den Notarzt alarmieren.

Als er in der Tunrhalle eintraf lag meine Schwester bereits auf dem Boden, blau angelaufen und ohne Atmung und Herzschlag und er begann sofort mit der Reanimation, der eintreffende Notarzt reanimierte weitere 20 Minuten, letztlich erfolgreich.

Auf dem Weg ins Kranknehaus musste sie weitere zweimal reanimiert werden, lag dann beatmet etwa 3 Wochen auf der Intensivstation und die Ärzte sagten damals, sie werde evtl. schwere Hirnschäden haben und ein Pflegefall bleiben. Meine Schwester brauchte weitere zwei Wochen um wieder "normal" zu sein, Leute zu erkennen, sich an das zu erinnern was vor 10 Minuten war - aber es kam alles wieder und sie wurde letztlich wieder ganz gesund.

 

Das die Vorgeschichte und nun zu dem Erlebnis:

Als ich mit ihr im Kranknehaus damals "aufarbeitete" was passiert war, wollte ich ihr erzählen was ich wusste (eben von der anderen Mutter die loslief, dem helfenden Hausarzt, dem NAW), aber das wusste sie alles.

Sie erzählte mir extrem detailiert wie sie sich selbst auf einmal auf dem Boden der Turnhalle sah und einen Moment brauchte um zu verstehen das sie das ist, dann sei sie etwa 2 Meter über ihrem Körper geschwebt und habe gesehen wie ein Arzt (sie sagte der hiess Dr. Bruns, das war richitg und der besagte Hausarzt, dass wusste ich da aber noch nicht) erschien und begann sie zu reanimieren, dann der Notarzt usw.

Sie meinte sie fühlte sich erst geschockt, in Panik, dachte an Mann und Kinder und habe dann begriffen, das sie wohl tot sei.

Sie habe sich dann unheimlich wohl gefühlt, befreit und ohne Angst und sei höher geschwebt, aus der Turnhalle heraus über das Dach. Dann habe sie eine Stimme gehört - (allerdings nicht wie jemand der spricht sondern eher wie Telepathie, ich kann es nicht anders wiedergeben).

Diese "Stimme" habe sie mitgenommen an einen hellen Ort (sie konnte das nie näher beschreiben) der ihr unheimlich gefiel, sie sagte sie fühlte sich noch nie so wohl und geborgen.

Dann habe die "Stimme" sinngemäß gesagt, sie solle keine Angst haben, aber sie müsse nun zurück und sie habe heftig wiedersprochen, wollte dort bleiben. Dann sei sie wie von einem unsichtbaren Sog weggezogen worden und ihre Erinnerung endet.

 

Als ich das hörte und auch in den folgenden Jahren wir noch (wenn auch wenige) Male darüber sprachen, war ich immer fasziniert und gleichzeitig erschrocken, wie fröhlich und detailiiert sie davon erzählte. Sie erzählte es allerdings nur mir, unseren Eltern und ihrem Mann, sonst bis heute niemandem. Was ihr geblieben ist davon bis heute - sie hat überhaupt keine Angst vor dem Tod, sie sagt ich freue mich zu leben, aber wenn es mal soweit ist, weiss ich es wird schön.

Meine Schwester ist übrigens keiner Religion zugehörig und auch nicht gläubig im religiösen Sinne.

 

 

So das war eine lange Storie, aber ich hab sie jetzt mal so runtergeschrieben.


07.06.2016 17:28    |    Newman100

Sehr eine ergreifende Geschichte.

Wie Ernst man das persönlich nehmen kann, muss jeder selbst entscheiden. Streng genommen ist man ja erst tot, wenn der Hirntot eintritt und das tut er beim Nahtoderlebnis nicht.

Manche mögen es Flucht in einen Glauben nennen, ich hingegen beneide ehrlich gesagt Menschen, die fest daran glauben können, dass danach noch was kommt. Ich wurde zwar auch christlich erzogen, sehe das aber eher sachlich. Wenn man also tot ist, existiert man einfach nicht mehr wie vor der Geburt. Muss man nur mal tote Tiere gesehen haben (Vogel,Hund) Da tut sich dann auch nichts mehr, also warum sollte das beim Menschen anders sein.

Wenn man sich mal überlegt, wie ein Haus oft verwahrlost dasteht, wenn es nicht mehr gepflegt wird, weil die Bewohner gestorben wird. Das Haus könnte noch Jahrzehnte dastehen, daran erkennt man auch, wie vergänglich wir Menschen sind.

Der Friedhof ist auch so eine Sache. Dort könnte man sagen sind Menschen die nicht mehr existieren und an die sich irgendwann einmal niemand mehr erinnert (schrecklicher Gedanke)

Aber die Menschen brauchen einen Ort, an dem sie Abschied nehmen können. Streng genommen könnte man ja alle Verstorbenen einäschern und bräuchte weniger Platz.

Ein ewiger Kreislauf...


Deine Antwort auf "Sicht der Dinge: Mut zur Langsamkeit"

Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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