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22.08.2019 15:36    |    Andi2011    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Goldener Schraubenschlüssel der AutoBildGoldener Schraubenschlüssel der AutoBild

Als ich letztens nach meinem Umzug nach Düsseldorf einen von mehreren übriggebliebenen Kartons im Keller fand lag sie da - die Auszeichnung der AutoBild...

 

Ich weiß noch wie du mir von der Auszeichnung berichtet hast:

 

Dieser Werkstatttest der AutoBild war mal ein Qualitätskriterium, Fehler wurden verbaut und nach dem Zufallsprinzip Werkstätten der entsprechenden Marke ausgewählt und anonym getestet. Außerdem wurde der Service des Betriebes genau unter die Lupe genommen.

 

Du warst Werkstattleiter als dein Betrieb getestet wurde und du warst sehr stolz auf „deine Jungs“, als du davon erfahren hast. Du hast alle zu dir nach Hause zum Grillen und einem kühlen Bierchen eingeladen.

 

Schludrigkeit war dir immer zuwider, genau wie Unpünktlichkeit bei deinen Mitarbeitern oder Unfreundlichkeit gegenüber Kunden.

Als du die Auszeichnung entgegennahmst, gab es einen kleinen Empfang, sogar ein Vertreter des Herstellers war für das Promotion Foto erschienen, was dir völlig wurscht war.

 

 

Für dich war „Service“ nicht nur ein Wort, sondern eine berufliche Einstellung, der „Kunde ist König“ war bei dir mit Leben gefüllt.

 

Das alles kostete dich Fleiß, Geduld und manches graue Haar auf deinem Kopf aber du legtest Wert darauf, dass alles im Betrieb menschlich blieb. Wenn ein Mechaniker einen Fehler machte, zeigtest du ihm wie es richtig geht, sauer wurdest du nur, wenn der besagte Mitarbeiter sich nicht besserte. Die Azubis mochten dich, weil du streng warst - aber gerecht.

 

2009 wurdest du aus „deiner“ Werkstatt verband, du solltest Platz für einen Jüngeren machen, der direkt vom Hersteller "empfohlen" wurde und „frischen Wind“ bringen und natürlich effizienter arbeiten sollte. Gemeint war damit wohl mit weniger Leuten mehr schaffen.

Entlassen konnte man dich nicht, dafür warst du zu lange im Betrieb und im Betriebsrat und überhaupt zu lange dabei, also wurdest „wegbefördert“ ins Qualitätsmanagement.

 

Jetzt war dein Job die Qualitätsstandards des Unternehmens zu prüfen. Dummerweise spieltest du da nicht wie wohl gewünscht "mundtot" immer mit, sondern hattest immer noch ein Ohr für die Mitarbeiter und meldetest auch nach oben zurück, was du gesehen hast an Zeitdruck, an Unterbesetzung. Qualität predigen und absolute Quantität fordern - das war beruflich und privat nie dein Ding!

 

Eines Tages bei einem deiner Besuche in der Werkstatt war auch der goldene Schraubenschlüssel verschwunden und hing nicht mehr an der Wand, sondern stand in einem Abstellraum im Keller, der neue Werkstattleiter wollte nichts seines Vorgängers in der Werkstatt sehen...

 

Als du das entdeckt hast, nahmst du ihn kurz entschlossen mit nach Hause.

 

2010 war es als deine Chefs mitteilten, es sollten weitere Mitarbeiter entlassen und gleichzeitig das Arbeitspensum der Werkstatt weiter erhöht werden – Effizienz...

Du warst im Qualitätsmanagement, in der Gewerkschaft und in der Ausbildungskammer und sprachst mit allem was du hattest dagegen und fielst endgültig in Ungnade.

 

Du bekamst das Angebot mit einer Abfindung auszusteigen und dann über eine Auffanggesellschaft später in Rente zu gehen... du warst müde, resigniert und letztlich willigtest du ein.

Ein Arbeitsleben mit Herzblut für deine Automarke, deine Kunden und deine Mitarbeiter waren zu Ende.

 

Du überlegtest, was du nun mit deiner freien Zeit machen könntest, du warst halt kein Typ der daheimsitzt und den lieben Gott einen guten Mann sein lässt.

Dein erstes Freizeitprojekt war der Ankauf einer uralten Vespa, diese zerlegtest du, erneuertest alle möglichen Teile, lackiertest sie im Originallack... dein Lebensmut war zurück, du hattest wieder Pläne...

 

 

Bei der ersten Ausfahrt mit der Vespa nahm dir ein PKW die Vorfahrt, kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starbst du noch im Schockraum an deinen inneren Verletzungen. ich weiß noch, an dem Abend wollten wir eigentlich zusammen zum Polterabend eines Kollegen gehen...

 

Auf deiner Beisetzung war keiner der "Chefs" gekommen, aber alle deiner alten Mitarbeiter sind gekommen, alle Azubis, alle Reinigungskräfte und sogar einige Kunden.

 

Damals half ich einige Wochen danach deiner Frau beim Aufräumen in deinem Keller und fand den goldenen Schraubenschlüssel der AutoBild von dem du mir so oft erzählt hast, verliehen an die Werkstatt in der du Werkstattmeister warst, versteckt hinter Kisten, völlig verstaubt und das Schild verkratzt und ich nahm ihn mit Erlaubnis deiner Frau an mich als Erinnerung an dich, denn irgendwie verkörperte dieser Preis dich für mich immer.

 

Ich hatte ihn jahrelang in meinem Werkzeugkeller an der Wand, bis ich umzog und jetzt nach einem Jahr aus dem Karton fischte und mich erinnere…acht Jahre bist du nun schon tot - der Schlüssel kriegt jetzt einen neuen Platz mein Freund - ich habe dich nicht vergessen!

 

 

Danke fürs lesen!

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23.11.2017 12:38    |    Andi2011    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Der Jahresrückblick hat in meinem Blog so etwas wie eine kleine Tradition, dieses Jahr will ich aber nicht einfach nur das ausklingende Jahr 2017 mit seinen mehr oder weniger großen und kleinen Ereignissen abarbeiten. Ich möchte euch beteiligen – im Sinne der SICHT DER DINGE Rubrik dieses Blogs, mit einer etwas anderen Art von Rückblick…

 

In unserer schnelllebigen immer medialeren Zeit kommen oft viele Dinge zu kurz, deshalb habe ich hier mal 25 Fragen zusammengetragen (und beantwortet) die einen etwas anderen Blick auf das Jahr zulassen und vielleicht auch euch zum nachdenken anregen. Unten sind die Fragen (use Copy&Paste:)) noch einmal für euch und ich würde mich freuen, wenn Ihr sie ebenfalls beantwortet, ob alle oder nur einzelne... wie ihr könnt, mögt, wollt und den Blog teilhaben lasst.

 

1. Gab es während des Jahres ein "erstes Mal" in meinem Leben? Habe ich etwas das erste Mal gemacht, war ich an einem

besonderen Ort, …?

 

Ich habe das erste mal eine Reise ohne Luxus unternommen, war in Schottland in den Highlands zum wandern, in einer einsamen Hütte, mitten in der Natur, ohne Strom, Wasser aus einer Pumpe und Dusche draussen - es war toll!

 

2. Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Kenntnisse habe ich mir angeeignet, die ich vor einem Jahr noch nicht hatte?

 

Ich habe meine Fähigkeit die Dinge zu nehmen wie sie kommen verbessert und mir neu Kenntnisse über die Natur und Wandern angeeignet.

 

3. Welche Erlebnisse im Jahr zählen zu den drei schönsten?

 

- das Kennenlernen meiner jetzigen Partnerin

- mein Geburtstag

- Ein Wanderurlaub in Schottland und zwei Kurztripps an die See

 

4. Gibt es ein Ereignis, ein persönliches Erlebnis, das mein Weltbild verändert oder nachhaltig geprägt hat?

 

Mein Weltbild hat sich nicht verändert aber verstärkt, grob gesagt obwohl es viele Dinge auf der Welt gibt die ich negativ sehe, sehe ich auch viele Menschen die im Kleinen und Großen tolle und wunderbare Dinge für Menschen,Tiere,Umwelt usw. tun, meist im Stillen, aber voller Herzblut.

 

5. Welcher Abschied bzw. welche Trennung ist mir schwergefallen?

 

Mir ist die Trennung von einem Freund schwergefallen, aber die Erkenntnis das sich unsere Wege einfach trennen müssen war größer. Abschied zu nehmen von einer Mitarbeiterin die mich, kurz bevor sie starb, an ihr Krankenbett bat um mir zu danken für die gemeinsame Zeit, eine große Frau!

 

6. Welche Person habe ich kennengelernt, die mein Leben besonders bereichert (hat)?

 

Meine Freundin, was für ein großartiger, unkomplizierter,lebensfroher Mensch!

 

7. Was war meine größte Enttäuschung? Und was kann ich jetzt rückblickend Positives darin sehen?

 

Meine größte Enttäuschung war das scheitern meiner Ehe weil ich damit nie gerechnet habe und es für mich völlig überraschend kam und direkt darauf eine schwere Krankheit, aber in diesem Jahr habe ich sehr wohl erkannt, dass darin auch positives steckt und steckte. Entwicklung findet immer dann statt, wenn man die Haltestellen des Lebens zum Umsteigen nutzt

 

8. Was hätte ich nicht geglaubt, wenn mir jemand das vor einem Jahr vorausgesagt hätte?

 

...das ich mich verliebe!

 

9. Was habe ich mir persönlich Gutes getan? Was habe ich für meine physische und psychische Gesundheit getan?

 

Sehr vieles, ich habe die Natur für mich an vielen Stellen neu entdeckt, ich habe mir viele kleine schöne Dinge gegönnt, mögen es kleine materielle Sachen sein wie Pflanzen für mein Wohnung oder einfach in der Sonne zu sitzen, ich habe meine Batterien dieses Jahr oft und gut aufgefüllt und bin stolz darauf.

 

10. Womit hatte ich Unrecht, wem habe ich Unrecht getan?

 

Ich hatte Unrecht bei der Einschätzung eines Mitarbeiters und seiner Qualitäten.Aber das kann man ja revidieren...

 

11.Welche Entscheidung ist mir schwergefallen? Welche gute Entscheidung habe ich gefällt?

 

Die Entscheidung mich neu zu verlieben und mit jemandem zusammen zu sein ist mir schwer gefallen und war gleichzeitig die beste Entscheidung die ich treffen konnte, Mut zahlt sich manchmal aus.

 

12. Wer oder was hat mich herzlich zum Lachen gebracht? Wann habe ich das letzte Mal so richtig gelacht?

 

Vieles hat mich zum lachen gebracht, das letzte Mal herzhaft gelacht habe ich letzte Woche als ich mir eine Nacht lang alte Stan Laurel und Oliver Hardy Filme am Stück gegeben hab!

 

14. Wann und wodurch habe ich mich besonders geliebt gefühlt?

 

Insbesondere durch meine Kinder und meine Freundin, aber auch besonders durch zwei Freunde, die mir soviel Gutes getan haben,dass ich immer noch gerührt bin.

 

15. Welcher persönliche Wunsch ist in Erfüllung gegangen, welches Ziel habe ich erreicht? Oder vielleicht sogar mehrere?

 

Mein Wunsch mal Schottland/die Highlands zu erleben und da zu wandern ist in Erfüllung gegangen, meine beruflichen Ziele für dieses Jahr hiessen wieder "an Land" zu kommen und das habe ich geschafft, ansonsten war eines meiner Ziele mich nicht unterkriegen zu lassen von finanziellen Nöten - das klappt mal besser mal schechter.

 

16. Habe ich einen Freund oder eine Freundin dazugewonnen?

 

Ich habe mit meiner Freundin tatsächlich auch eine wirkliche Freundin und Beraterin gewonnen.

 

17. Was würde ich so nicht mehr machen?

 

Zu viele Zugeständnisse gegenüber Menschen, die mir gegenüber aber keine machen.

 

18. Was hat sich zum Positiven gewendet?

 

Meine Einstellung zum Leben hat sich noch positiver gestaltet, trotz diverser Rückschläge

 

19. Was lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt/gewünscht/erwartet habe?

 

Die Trennung, ich hätte nicht gedacht das sich einige Menschen die ich zu meiner Familie zählte von mir abwenden.

 

20. Was habe ich geschafft, auf welche Leistung bin ich stolz?

 

Meine Wohnung einzurichten.

 

21.Welches ungewöhnliche Kompliment habe ich erhalten?

 

Das schönste Kompliment das ich dieses Jahr erhalten habe war, als jemand zu mir sagte, das er mich als Mensch mit einem großen Herzen kennt und nun etwas für mich tun wird.

 

22. Womit bzw. mit wem habe ich zu wenig Zeit verbracht?

 

Mit meinen Kindern.

 

23. Welche Sorgen, Ängste hatte ich, die sich als unbegründet herausgestellt haben?

 

Ich hatte dieses Jahr viele Sorgen und Ängst und die bestehen auch weiterhin, vor allem in finanzieller Hinsicht und die sind auch begründet aber es hat sich auch herausgestellt das Zuversicht, Mut und Zeit helfen.

 

24. Wofür bin ich besonders dankbar?

 

Für die Menschen und Freunde die mir nahe stehen.

 

25. Was ist mir wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?

 

Ich selbst und meine Bedürfnisse sind mir viel wichtiger geworden und das ist auch gut so.

 

 

 

So liebe Leser, hier noch mal zum kopieren die Fragen und viel Spass und Grübelei damit :)

 

 

1. Gab es während des Jahres ein "erstes Mal" in meinem Leben? Habe ich etwas das erste Mal gemacht, war ich an einem

besonderen Ort, …?

2. Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Kenntnisse habe ich mir angeeignet, die ich vor einem Jahr noch nicht hatte?

3. Welche Erlebnisse im Jahr zählen zu den drei schönsten?

4. Gibt es ein Ereignis, ein persönliches Erlebnis, das mein Weltbild verändert oder nachhaltig geprägt hat?

5. Welcher Abschied bzw. welche Trennung ist mir schwergefallen?

6. Welche Person habe ich kennengelernt, die mein Leben besonders bereichert (hat)?

7. Was war meine größte Enttäuschung? Und was kann ich jetzt rückblickend Positives darin sehen?

8. Was hätte ich nicht geglaubt, wenn mir jemand das vor einem Jahr vorausgesagt hätte?

9. Was habe ich mir persönlich Gutes getan? Was habe ich für meine physische und psychische Gesundheit getan?

10. Womit hatte ich Unrecht, wem habe ich Unrecht getan?

11. Welche Entscheidung ist mir schwergefallen? Welche gute Entscheidung habe ich gefällt?

12. Wer oder was hat mich herzlich zum Lachen gebracht? Wann habe ich das letzte Mal so richtig gelacht?

14. Wann und wodurch habe ich mich besonders geliebt gefühlt?

15. Welcher persönliche Wunsch ist in Erfüllung gegangen, welches Ziel habe ich erreicht? Oder vielleicht sogar mehrere?

16. Habe ich einen Freund oder eine Freundin dazugewonnen?

17. Was würde ich so nicht mehr machen?

18. Was hat sich zum Positiven gewendet?

19. Was lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt/gewünscht/erwartet habe?

20. Was habe ich geschafft, auf welche Leistung bin ich stolz?

21. Welches ungewöhnliche Kompliment habe ich erhalten?

22. Womit bzw. mit wem habe ich zu wenig Zeit verbracht?

23. Welche Sorgen, Ängste hatte ich, die sich als unbegründet herausgestellt haben?

24. Wofür bin ich besonders dankbar?

25. Was ist mir wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?

 

Ich danke euch für`s lesen, wünsche euch allen schon mal ein gutes restliches Jahr und eine schöne Weihnachtszeit!

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03.06.2016 15:07    |    Andi2011    |    Kommentare (65)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Ja ich bin schnell! Ich kann sogar privat wie im Beruf mehrere Aufgaben gleichzeitig im Kopf behalten und nacheinander, teils sogar zeitgleich bearbeiten. Ich bin körperlich wie geistig und auch fahrtechnisch durchaus in der Lage ein Auto auch bei 200 h/km zu fahren und ich kann - wenn ich will- den Wochenendeinkauf in weniger als 30 Minuten absolvieren (inklusive Parkplatzsuche;))

 

Aber warum das alles?

Ich stelle immer mehr fest, schnell sein reicht oft nicht mehr aus, nein, alle müssen immer schneller sein und werden...schneller an der Kasse, am besten Erster, schneller auf der Autobahn als alle Anderen, schneller als die "Konkurrenz"...

 

Ich habe beruflich viel mit Zeitmanagement zu tun und mir ist mittlerweile schon lange klar geworden, dass Zeit sich gar nicht managen läßt, sie steht uns zur Verfügung und wir können sie nutzen, mehr oder weniger selbstbestimmt, meist ist es aber durchaus unsere Entscheidung.

 

Dabei ist es aber doch so, dass dieser "Beschleunigungs-Schnellsein-Wahnsinn" tatsächlich wenig bringt. Im Gegenteil, er fordert Nerven und schlimmstenfalls Opfer - auf jeden Fall bereitet er Stress.

"Abschalten", "Auftanken", "anderen mal den Vortritt lassen" sind Eigenschafften die scheinbar immer mehr verloren gehen.

Also habe ich diese Woche ganz bewusst mal anders verbracht...

 

Ich bin generell auf meinem Arbeitsweg kein "Raser" geht auch gar nicht, denn die Strecke ist durchgängig tempolimitiert und meist mit Baustellen versehen. Nicht umsonst habe ich für genau diesen Weg den kleinen Hyundai i10 angeschafft. Diese Woche habe ich aber bewusst auf "Langsamkeit" Wert gelegt, hab jedem der Einbiegen wollte gern den Vortritt gelassen, das Einfädeln so leicht es geht gemacht und versucht die Uhr gar nicht zu beachten.

 

Bevor jetzt die ersten "Autobahnschleicher" und "Spaßbremse" schreien, ich bin kein Oberlehrer, ich habe niemanden behindert, bin einfach nur entspannt gefahren, hab nicht zwingend jeden LKW überholt, sondern bin einfach mal ganz rechts geblieben, wenn die Abfahrt eh in vier Kilometern kam. Und Spaß am Autofahren verbinde ich persönlich mittlerweile kaum noch mit Tempo.

 

An der Kasse beim Einkaufen, habe ich bewusst Leute vorgelassen und wenn ich in einer Schlange stand und eine weitere Kassiererin mit den Worten "Kommen Sie auch zu Kasse 3" vorbei ging, schubste und drängelte ich nicht los in Richtung der noch leeren Kasse sondern blieb stehen und schaute mir das Treiben an.

 

Ach ja, ich hab mein Handy in der Tasche gelassen, eine Angewohnheit der letzten Jahre an der Kasse stehend mal eben Mails checken usw. führt nämlich dazu, das man viel um sich herum verpasst.;)

Überhaupt das Handy...nein ich habe es nicht ausgeschaltet und will es nicht verteufeln, ich hab nur nicht ständig das Ding rausgeholt und in der Hand gehabt - zwei dreimal am Tag und gut war`s.

 

Ich hab den Fernseher abends mal aus gelassen und stattdessen mit den Hunden gespielt und (auch wenn es wirklich schwer war) ich habe auch ein paarmal einfach nur so, ohne was zu tun im Garten gesessen und NICHTS gemacht ausser meinem Kopf eine Auszeit gegönnt, was nicht selten irritierte Blicke und Nachfragen „ob es mir gut gehe“ auslöste.

Was war noch so in dieser Woche...ach ja, ich war wenig auf MT und einmal im Wald spazieren, ganz allein, das erste Mal seit Jahren...war schön! :)

 

Ich wollte euch –liebe Leser- einfach mal davon berichten, euch nicht belehren das ihr was anders machen müsst oder sollt, aber vielleicht anregen zum regelmäßig mal stehen bleiben und Nachdenken ob es so wie es ist, für euch ok ist?!

 

Danke für`s lesen!

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03.05.2016 10:58    |    Andi2011    |    Kommentare (95)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

„Premium“ ist ein Wort, das uns überall entgegenschlägt – alle verkaufen nur Premium-Qualität, Premium-Produkte, Premium-Marken…

Von der Biersorte über den Küchenstuhl bis zum Auto – Premium!

 

Von besonderer oder bester Qualität soll das Wort bedeuten und ich glaube, das tat es auch mal, bis die Werbung den Begriff für sich entdeckte. Leo König, früherer Chef einer großen Duisburger Brauerei sagte: "Premium ist die Synthese aus Spitzenqualität, Marktdurchdringung in entsprechendem Preisniveau, Beliebtheit beim Konsumenten und markenartikel-gemäßem Auftreten mit entsprechend bundesweiter Akzeptanz."

 

Schöne Definition und passt auch irgendwie, wer was verkaufen will, muss dafür werben. Diese alte Weisheit funktioniert in beide Richtungen, während die Einen "supergünstig" zur Schnäppchenjagd rufen, werben die Anderen mit "Premium" und "Exklusiv" – aber der Begriff ist aufgeweicht worden

 

Aber zurück zu unserem liebsten Kind, dem Auto.

 

Die sog. Premium-Marken wurden bei uns eigentlich schon früh in den 60er und 70er Jahren geprägt und einen entscheidenden Anteil daran hatten unzweifelhaft Mercedes und BMW. Angefangen beim satten ploppen der Türen über Armaturenbretter wie eine Burg und eben auch Langzeitqualitäten des Autos an sich was Haltbarkeit angeht.

Automarken wie Audi gaben dem ganzen dann noch eine weitere Dimension, Spaltmaße wurden verkleinert, Passgenauigkeiten angepasst usw. und „edlere“ Plastiksorten und Materialien generell hielten Einzug in die Innenräume.

 

 

Aber was ist heute eigentlich noch wirklich „Premium“ wenn doch eigentlich alles diesen Titel tragen darf?

Woran macht ihr das fest? Warum kauft man überhaupt "Premium"? Nur um dem Nachbarn zu imponieren oder verspricht man sich davon etwas mehr im Sinne des Wortes?

Was meint ihr?

 

 

Danke für`s lesen!

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26.02.2015 22:40    |    Andi2011    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Heute geht es in der Rubrik SICHT DER DINGE meines Blogs wiedermal um ein autofremdes und eher philosophisches Thema, nämlich um Erinnerungen.

 

Was sind eigentlich Erinnerungen? Die Erinnerungen die wir haben machen uns doch zu dem was wir sind und wer hat sie nicht, die guten wie schlechten Erinnerungen die uns prägen...

 

Da ist zum Beispiel diese Frau, die mich meine ganze Lehrzeit über begleitete. Ich traf sie als Patientin immer wieder im Krankenhaus auf verschiedenen Stationen, von der Chirurgie, über die Innere bis zur Onkologie. Sie war Immer mit anderen behandlungspflichtigen Beschwerden dort, sie war 56 Jahre als ich sie das erste Mal kennenlernte und sie hatte ursprünglich Brustkrebs, metastasiert, d.h. er hatte gestreut und Tochtertumore in vielen Bereichen des Körpers gebildet.

Sie war eine sehr liebenswürdige alleinstehende Frau ohne Kinder, bis zu ihrer Erkrankung arbeitete sie an einer Grundschule als Lehrerin.

Ihre Krankheit trug sie mit unglaublicher Würde, die mich mit nicht mal 20 Jahren extrem beeindruckte. Nie hab ich sie niedergeschlagen erlebt, immer mutig. Nach wiederholten Operationen war sie immer spätestens am nächsten Tag aus dem Bett hoch und wenn es noch so weh tat. In meinem dritten Lehrjahr war sie am Ende ihrer Krankheit angekommen, ihr Körper war abgemagert aber sie liess es sich auch da keinesfalls nehmen - und wenn mit zwei Pflegekräften gestützt- selbst zur Toilette oder zum Waschbecken zu kommen.

Sie starb an einem sonnigen Sonntag in meinem Frühdienst, plötzlich und so wie sie war...nett, still und leise.

 

 

Es war 1992 gegen 21:45 Wir wurden zu einem Wohnungsbrand gerufen. Beim Eintreffen qualmte es stark aus zwei Fenstern in der obersten Etage des dreistöckigen Hauses. Das ältere Ehepaar aus Parterre erzählte, ausser ihnen sei heute niemand im Haus, die mittlere Wohnung stehe leer und die Familie mit den drei Kindern von oben hätten sie abends wegfahren gesehen.

Zwei Angriffstrupps gehen in die Wohnung in einem davon bin ich.

Im ersten Kinderzimmer finden wir zwei Kinder, 4 und 7 Jahre alt in ihren Betten, der andere Trupp im Wohnzimmer einen weiteren Körper, es ist der 11 jährige Bruder. Draussen stellt sich schnell heraus, jede Hilfe kommt trotz aller Reanimationsversuche zu spät, alle drei Kinder sind tot. Die Eltern treffen kurz danach am Einsatzort ein, sie waren für 2-3 Stündchen auf einem Geburtstag, der 11 Jährige sollte wach bleiben dürfen und aufpassen. Die verzweifelten Gesichter dieser beiden Menschen und die Schreie und das Weinen der Mutter werde ich nie vergessen. Es war mein erster Einsatz mit toten Kindern, es sollten in den nächsten Jahren noch einige folgen...

 

Es ist Sommer, ich sitze im Garten, ich höre den Nachbarjungen mit seinem neuen Kettcar den Gehweg entlang fahren, dieses typische Geräusch von Kunststoffrädern auf Gehwegplatten...

Auf einmal ist da mein rotes Tretauto, mein erstes eigenes Fahrrad, gekauft vom eigenen Geld für das ich wochenlang Prospekte austrug.

Ich sehe unseren Nachbarn am Zaun lehnen, wie er mit meinem Opa spricht und dabei habe ich auf einmal den Geruch von Frikadellen in der Nase...ja, das Küchenfenster steht auf, meine Mutter macht das Mittagessen. Ich schaue die Strasse hinunter, da hinten kommt mein Vater in unserem goldfarbenen Ford 17m von der Arbeit, ich öffne ihm schon mal das Garagentor - aber das alles ist mindestens 35 Jahre her, real ist nur der Nachbarjunge mit dem Kettcar...kennt ihr das auch?

 

Warum haben wir diese Erinnerungen die Guten wie die Schlechten und warum bleiben manche ein Leben lang? Die Schlechten sollen uns oft warnen, aber man darf nicht an ihnen zu Grunde gehen. Der Mensch ist ein soziales Wesen, wir müssen Reden, brauchen die Perspektiven anderer Personen, ihren Rat, ihren Trost damit aus einer schlimmen Erinnerung keine Last wird die einen ein Leben lang begleitet und wir die guten Erinnerungen teilen - nicht einfach!

 

 

Und die guten Erinnerungen? Die müssen wir besonders bewahren, das sind die kostbarsten die wir haben, oder nicht?

Eine geistig sehr rege und fitte Dame von beachtlichen 102 Jahren mit der ich mich diese Woche unterhielt, brachte mich auf diesen Blog durch einen ihrer letzten Sätze bevor wir auseinandergingen:

 

"Wissen Sie, was bleibt einem schon im Leben erhalten, wenn nicht die Erinnerungen.Die machen uns doch zu dem Menschen der wir sind!"

 

Ich weiss es nicht, sind Erinnerungen wirklich unser wertvollster Schatz? Für mich einerseits schon, andererseits macht es mich auch nicht selten nachdenklich, sogar manchmal traurig mich an Dinge -auch die Schönen- zu erinnern, denn es erinnerst mich auch daran, dass diese Zeit vorbei ist, nicht wiederkehrt.

 

Letztlich denke ich aber schon, unsere Erinnerungen prägen uns, machen uns zu dem Menschen der wir sind. Manchmal halten sie uns aber auch fest und wir benutzen sie als Ausrede für das was wir sind und uns selbst an uns nicht gefällt, aber letztlich sind Erinnerungen auch Vergangenheit und die Zukunft bestimmen wir selbst mit.

 

Was denkt ihr?

 

 

 

Danke für`s lesen!

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16.05.2014 13:07    |    Andi2011    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Ich geh gern mit Menschen um, mag den Großteil meiner Mitarbeiter und auch wenn ich nach manchem Arbeitstag geschafft auf`s heimische Sofa plumpse, mach ich meinen Job ganz gern.

Klar, Ausgleich ist wichtig, den finde ich meist in der Familie, bei Freunden, im Kino, in meinem Auto ganz allein…aber richtig zur Ruhe kommen?

 

Nun bot mein Arbeitgeber einen „Oasentag“ an. Nun ja dachte ich mir, was soll das werden?

Fahren wir in ein Kloster und fassen uns alle im Sitzkreis an den Händen und summen vor uns hin?

Ich bin nicht religiös im kirchlichen Sinne und sowas liegt mir eher nicht.

 

Aber Ansehen kann nicht schaden, also fuhr ich in ein nettes idyllisches Örtchen in das eingeladen wurde und lies mich vorher aufklären, dass wir dort zur Ruhe finden sollen, was für unsere Seele tun und eine Aufgabe erfüllen.

 

Aha ja, gut, ok, mal sehen…Nach einer Begrüßung und ein paar Erläuterungen eines anwesenden Mönches, sprach er mit jedem von uns wenigen Leuten einzeln etwa eine halbe Stunde, sehr nett, sympathisch, auch mit mir.

Am Ende des Gespräches bekam jeder eine Aufgabe und ich auch meine Aufgabe, meine ganz alleine.

Ziel: Eine Zeit der Stille erleben und aushalten, Reden verboten, Denken erlaubt, den Rest des Tages bis zum Abendbrot um 19 Uhr.

 

Mir war unwohl als ich den Zettel auseinander faltete der mir in die Hand gedrückt wurde. Sollte ich jetzt etwa schweigend Mandalas malen? Körperliche Entspannungsübungen durchführen? In der Kirche sitzen und das Gras beim wachsen beobachten?

Ne, dann bin ich hier schnell wieder weg.

 

 

Auf dem Zettel stand: Geh und suche deinen Arcturus!

 

Ääääh jaaaaa, neeee is klaaa - wie ich als alter Ruhrpottler bei mir dachte.

 

 

Ich marschierte also mit meinem Zettel los nach draußen, an meinem geparkten Auto vorbei, über eine Wiese zu einem Flüßchen und las nochmal: „Geh und suche deinen Arcturus!“

 

Arcturus? Schon mal irgendwo gehört… Was ist das?

Also das Smartphone gezückt und die Suchmaschine bemüht.

Ergebnis Nr. 1: Norwegische Death-Metal Band

Nicht schlecht, Metal ist meine Musik, cool dieser Mönch oder meint der was anderes??

Ergebnis Nr. 2: Arcturus, der hellste Stern des Nordhimmels, weit außerhalb unseres Sonnensystems…

 

Ich ging zurück in die dortige Bibliothek und begann zu suchen und zu lesen und...zu schweigen.

Ich las und dachte nach über die Größe der Erde, über Neptun, den äußersten Planeten unseres Sonnensystems. Über Größenverhältnisse und physikalische Zusammenhänge.

Über Arkturus, einen der hellsten Sterne den wir von der Erde aus und sogar von so etwa jedem Kontinent aus sehen können. 200 Mal heller als unsere Sonne und mit 22 Mal größerem Durchmesser.

 

Man kann ihn sehen, wenn man einfach der Deichsel des „Großen Wagens“ am Sternenhimmel folgt, besser: Man kann ihn nicht übersehen.

Ich ging zurück zum Fluss und die Gedanken kamen von allein:

Wie wichtig nehmen wir uns und ich mich? Sorgen um Morgen, das Geld, den Job. Nöte, Kriege, Ungerechtigkeiten auf unserer Welt.

Ärger über den blöden Nachbarn, den Stau im Feierabend, die zu hohe Handyrechnung die Benzinkosten...

 

Mir fiel ein Bild aus einem der Bücher von der Raumsonde Cassini-Huygens ein, dass die Sonde vom Saturn aus von der Erde machte, ich hab es hier eingebaut…

 

Wir sind so klein, unser Planet nicht mal ein Staubkorn im Sonnensystem, geschweige denn im riesengroßen Weltall.

Wie soll man sich da nicht verloren fühlen, hilflos…dachte ich so bei mir, als ich mittlerweile wieder an dem kleinen Fluss entlang spazierte.

 

Was ist mein Stern (nein, gemeint ist nicht Mercedes;)) was erhellt mich, was leuchtet mir und ist mir Hilfe, Vorbild und was ist mir wichtig?

Vielleicht meine Familie, meine Frau, meine Kinder, meine Freunde, eben die wichtigen Dinge des Lebens, die wichtigen Dinge meines Lebens?!

 

Ich muss meinen hellen Stern kennen, im Auge behalten, meinen Arcturus…meinen hellen Punkt in mir.Den Tag nehmen wie er ist und das Gute darin suchen und sehen, das Schlechte bemerkt man eh immer zu erst und spricht und denkt darüber nach, nicht über das Gute.

 

Ich glaube das meinte der Mönch an diesem Tag, als er mir den Auftrag gab „Geh und suche deinen Arcturus!“ dachte ich, als ich abends ins Bett fiel. Reden durfte ich da schon seit zwei Stunden wieder…aber ich wollte nicht!

 

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhr ich recht entspannt heim...schlauer Kerl dieser Mönch...

 

 

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20.03.2014 15:35    |    Andi2011    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Warum ist es eigentlich so schwierig beim Autofahren nett zueinander zu sein?

 

Das fragte ich mich heute Morgen und motivierte mich zu diesem kleinen Blog.

Der Grund dafür begann schon gestern Abend:

Ich fuhr mit meiner Frau unsere Tochter abholen. In dem gemütlichen kleinen Wohnviertel mit der engen Straße, gab es weit und breit weder links noch rechts eine Parkmöglichkeit. Nach einer Runde um den Block änderte sich an der Situation auch nichts. Also beschlossen wir, dass ich in der Nähe des Hauses vor einer Einfahrt halte um die Straße nicht zu blockieren und meine Frau rausspringt und alleine unsere Tochter holt - gesagt, getan.

 

Ich blieb also im Auto sitzen und wartete mit heruntergelassener Scheibe und abgestelltem Motor. Als meine Frau noch keine Minute weg war, kam es wie es kommen mußte, von vorn kam ein Auto und blinkte Richtung Einfahrt. Noch bevor er mich erreichte startete ich den Motor, setzte zurück und ließ ihn auf den Hof fahren. Der Fahrer quittierte das mit einem kopfschüttlenden "Scheibenwischer" gefolgt von einem "Mittelfinger" in meine Richtung und verschwand auf dem Grundstück.

 

Heute Morgen auf dem Arbeitsweg blockiert ein Fahrzeug der Müllabfuhr vor mir die Spur. Logisch, die Jungs tun was sie tun müssen.

Der Fahrer eines schönen gepflegten W201 Mercedes sieht das aber völlig anders und nach dem er wegen des Gegenverkehrs schätzungsweise 20 Sekunden gewartet hat, zieht er hinter dem Müllwagen raus - nicht ohne anhaltend zu hupen und hinter seinem Lenkrad wild in Richtung des Müllwagens zu gestikulieren.

 

Als ich kurz darauf auf der zweispurigen Hauptstraße weiter Richtung Arbeit fahre, zieht vor mir ein junges Mädchen in ihrem Twingo nach links. Dummerweise ist da aber ein BMW Fahrer, entweder hat sie nicht über die Schulter geschaut oder ihn sonst wie schlicht übersehen. Der BMW Fahrer musste deshalb -wirklich leicht, nicht abrupt abbremsen.

Er regiert mit einem Dauerhupton, die Twingofahrerin erschreckt, zieht wieder nach rechts und hebt die Hand zur Entschuldigung in seine Richtung. Trotzdem meinte der BMW Fahrer an der nächsten Ampel vor sie ziehen zu müssen und die Rotphase zu nutzen, um auszusteigen und dem Mädel erst mal ein paar Schimpfworte durch die Scheibe an den Kopf zu knallen um dann davon zu brausen.

 

Wer kennt solche Erlebnisse nicht und entdeckt sie manchmal nicht auch an sich selbst?

 

Bricht wirklich ein so großer Zacken aus der Krone eines jeden von uns besten und unfehlbaren deutschen Autofahrers (denn das sind wir ja alle in unserem Erleben;)), wenn wir nicht bei jeder Gelegenheit den Hilfssheriff geben und man mal Fünfe grade sein läßt?

 

Ich finde wieder ein wenig mehr Anstand im Straßenverkehr, ein wenig mehr Höflichkeit und auch ein wenig mehr Nachsicht gegenüber den Fehlern Anderer würde unserem Verkehrsalltag und uns allen gut tun,oder?

 

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05.02.2014 14:00    |    Andi2011    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Liebe Leser, in diesem kleinen nachdenklichen aber humorvoll gemeinten Blog möchte ich euch zu ein paar wirren Gedanken einladen, die ich beim einkaufen hatte, aber von Anfang an:

Als ich letztens mal wieder mit meiner Liebsten einen kleinen Ausflug in ein großes Shopping-Center machen durfte, lief eigentlich alles wie immer…

Nachdem ich in zwei, drei Läden mit ihr war, bekam ich die Anweisung, sie jetzt mal ganz in Ruhe schauen zu lassen und mich selbst zu beschäftigen bis ich wieder gefragt oder angerufen werde.

Ich hatte also jetzt 2-3 Stunden Freizeit bis zum nächsten Treffen mit ihr und schlenderte gedankenverloren los.

 

Als ich so durch den Konsumtempel klüngelte, landete ich zunächst in einem großen Elektronik-Markt. Diese Dinger mag ich nicht wirklich, die Angebote dort sind meist keine und die Verkäufer sind es meist auch nicht….

Trotzdem halte ich Ausschau nach einem dieser seltenen Geschöpfe, die oft schwerer zu finden sind als seinerzeit Osama Bin Laden in den Bergen Afghanistans und habe irgendwann auch Erfolg:

 

„Guten Tag, ich suche…“

 

Weiter komme ich leider nicht, das ist die seltene Gattung Verkäufer auch schon wortlos an mir vorbei zurück ins Dickicht aus CD/DVD/BlueRay- Regalen entkommen.

Naja, denke ich mir, ich kauf hier eh ungern! Schon die Werbeslogan der Media-Saturn-Holding GmbH „Geiz ist geil“ und

„Ich bin doch nicht blöd“ haben in mir immer eine vehemente Abneigung ausgelöst. Nicht zuletzt auch, wegen der für mich doch teilweise fragwürdigen Geschäftspraktiken dieses Unternehmens…

 

Kurz darauf treffe ich aber doch noch auf ein williges Weibchen der Verkäufer-Gattung und ich stelle ihr die Frage, wo ich denn hier wohl ein langes HDMI-Kabel finden könne?

Die Dame schaut mich an als hätte ich nach dem Zustand der Hämorrhoiden ihres Filialleiters gefragt, murmelt was von:

 

„Anderer Kollege zuständig…Abteilung…weiß nicht genau…“ und verschwindet.

 

Na gut, dann nicht!

 

Ich schlendere weiter durch die endlosen Gänge des Einkaufszentrums, als mich eine junge Frau an einem Stand anspricht, ob ich denn schon Mitglied im ADAC sei?

 

„Ja bin ich!“

 

sage ich wahrheitsgetreu und will grad ein, der aktuellen ADAC-Misere geschuldetes, „NOCH!“ lustig hinterherschicken, als sie mich schon fragt, ob ich Kinder habe und was mir deren Sicherheit denn wert sei und ob ich nicht mal über deren Unfallschutz nachdenken wolle?

 

Ich versichere der Dame leicht genervt, dass ich mir zur Sicherheit meiner Kinder problemlos einen Kängurubeutel an den Bauch nähen lassen würde, aber sicher jetzt hier keine neue Unfallversicherung abschließen werde, und lasse sie irritiert stehen.

Was wollen die hier eigentlich alle von mir?

Ach ja…mein Bestes…!

 

Ich setze meinen Hintern auf den Stuhl eines kleinen Kaffees und bestelle mir einen Espresso. An mir eilen Menschen vorbei und bei einigen frage ich mich wirklich, welchem Traum die wohl entsprungen seien mögen?

Aber, die Welt ist bunt und ich genieße dieses bunte Treiben auch ein wenig.

Zumindest bis zu dem Moment wo sich ein junges Pärchen, schätzungsweise Anfang 20, an den Nachbartisch setzt.

 

Sie trägt eine Art Gürtel als Rock, grinst recht debil und irgendwas kauend vor sich hin und hat so viel Farbe im Gesicht, wie der berühmte Clown Oleg Popow in seinen besten Jahren. Er dagegen, ganz klar der kleine Bruder eines Gangsterrappers, mit Spiegelsonnenbrille und Baseball-Kappe und Chef der Sandkastenrocker von der Förmchenbande.

 

Als er mit den Worten:

„Isch nehm`n Red Bull und meine süße Kurtisanin hier krischt `ne Cola!“

 

bestellt, weiß ich genau, warum heutzutage im Fernsehen Formate wie

„Bauer sucht Frau“ besser laufen als Bonanza.

Die beiden gehören klar in die Kategorie: „Für alles zu haben und zu nichts zu gebrauchen!“

 

Während ich weiterziehe überlege ich ernsthaft, wer von solchen Typen wohl mal die Facebook-Profile löschen wird, wenn die Menschheit sich schon längst selbst das Licht ausgeblasen hat?

Wenn dann irgendwann Außerirdische über unsere medialen Spuren stolpern – mein Gott, was sollen die bloß denken wie wir Menschen so waren???

Schon gut, ich habe heute etwas wirre Gedanken…

 

Kurz darauf entdecke ich im undurchsichtigen Schaufenster eines Sex-Shop ein Schild mit der Aufschrift:

 

„Unser Vibratorenangebot – getestet von ÖKO-TEST“.

 

 

Nicht mal einem Vibrator kann man blind vertrauen? Öko-Vibratoren?

Natürlich müssen die getestet werden, denn irgendwer kam auf die Idee, daß es schlau ist die Dinger aus Kunststoffen mit krebserregenden polyzyklischen, aromatischen Kohlenwasserstoffen, Dibutylzin und Tributylzinnen zu versehen, die an unseren Fortpflanzungsorganen dann fiesen Schaden anrichten können.

Ich dachte bisher immer, es sei im Sinne des Vibrators und der meist weiblichen Nutzer (oder heißt es doch Nutzerinnen oder Nutzer/Innen?) wenn so ein Testergebnis auf „befriedigend“ lautet? Jetzt sehe ich das anders!

 

Verraten und Verkauft, ja das sind wir alle in dieser Konsumwelt denke ich, während ich einen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes beobachte.

Dieser fordert grade einen augenscheinlich Obdachlosen auf, seinen Sitzplatz vor einem Discount-Laden doch bitte sofort zu verlassen!

Klar, da wo Kinderjacken für 9.99 € angeboten werden, die vorher in Niedriglohnländern hergestellt und um den halben Globus verschifft wurden ist es schwer auszuhalten, daß vor der Türe so eine gescheiterte Existenz ohne Job sitzt. Da kann die Verona Pooth noch so quickig

 

„Besser als wie man denkt“

 

in die Kamera fiepen und ihre „Mama-Kollektion“ verkaufen- so „zweifelhafte“ Gestalten wollen wir vor solch edlem Geschäft nicht...oder ist es andersherum? Naja, ich habe heute halt ein paar wirre Gedanken…

 

Oh, ein Bioladen, sieht aber nett aus, da geh ich mal rein!

Schließlich kaufen wir unser Gemüse und Obst auch auf dem heimischen Markt und beim Bio-Bauern, also schau ich mich in diesem Müslitempel doch mal um.

Bio ist gesund, sagt meine Liebste immer! Ok, drei Kilo Bio-Schokolade werden meinem Bauchfett genauso wenig gut tun wie ohne Bio, aber im Grunde hat sie ja Recht.

Mittlerweile weiß ich auch, dass Aufdrucke wie „aus kontrolliertem Anbau“ oder „natürliche Herstellung“ wie ich sie auf manchen Supermarktwaren lese, soviel bedeuten wie damals die Beteuerungen von Boris Becker zur Besenkammer-Affäre.

 

 

Ich entdecke ein paar vegetarische Brotaufstriche und beschließe meiner Liebsten „Tomate-Paprika“ einzupacken, lege noch etwas Kichererbsenpüree und ein Kräuter-Pesto in mein Körbchen und schlendere zur Kasse.

Als ich bezahlt habe, zerre ich eine Plastiktüte aus meiner Jackentasche um die eingekaufte Ware zu verstauen.

Die Bio-Dame an der Kasse schenkt mir einen Blick, der mich für diesen Frevel gleichzeitig steinigen und entmannen könnte – mit der Plastiktüte im Bioladen, Andi, da hast ja wieder mitten ins Schwarze getroffen, da kann ich „Mehrfach-Tüten-Nutzer“ sein wie ich will!

 

 

Naja, voll Bio oder gar Vegetarier werde ich persönlich wohl eh nie, obwohl ich veganes Essen echt lecker finde, man muss ja auch nur Hackfleisch und Sahne dazu geben und das Ganze mit Käse überbacken und schon schmeckt es wunderbar!

Nein,liebe Vegas unter den Lesern, ist nur Spaß eines dem Steak Verfallenen.

 

Ich biege um eine Ecke und stehe vor einem Computerspiele-Shop und gehe einfach mal rein.

Ein Verkäufer kauft grade etwa zwei Duzend PS3 Spiele von einem etwa 16 Jährigen für bescheidene 100 Euro auf, die dieser für seine neue PS4 leider alle nicht mehr nutzen kann.

Ein anderer Verkäufer denkt wohl ich suche etwas und fragt mich, ob ich das neue „Sowieso-Spiel“ (ich hab den Namen vergessen) suche?

 

Er erzählt, dass ich mit dem Kauf meinem Sohn eine riesen Freude machen würde, denn er könne damit nun ganze Spielergruppen "adden" und die "Aimbot-Funktion" sei sowas von das Geilste.

Ich versteh als früherer Gameboybesitzer der den Anschluss verloren hat gar nix!

Ich antworte ihm, daß er mir davon nix erzählen braucht, weil ich schon nicht verstehe,

warum ich um Windows zu beenden die Start-Taste drücken muss?!

Er lächelt mir mitleidig nach, als ich den Laden verlasse.

 

Ich bin verwirrt! Soviel Angebot, soviel Konsumgüter, soviel Zeugs das keiner wirklich braucht, oder doch?

Mein Telefon klingelt und meine Liebste meldet sich:

 

„Schatz ich bin fertig, hab alles was ich brauchte, sollen wir uns in 15 Minuten bei dem Italiener in Parterre treffen und was zusammen essen?“

 

 

Klar, machen wir, Essen ist gut, italienisch auch…

Ich wische meine wirren Gedanken der letzten Stunden beiseite, nein, ich bin ja auch nicht anders oder besser als die meisten der Menschen die heute hier einkaufen, konsumieren, Geld ausgeben.

 

Kurz danach sitze ich mit meiner Liebsten beim Italiener und lasse mir hervorragende Pasta alla puttanesca schmecken und diskutiere über dieses Gefühl im Bauch das ich manchmal habe.

Über die soziale Ungerechtigkeiten die man vor der eigenen Haustür sieht, die Skrupellosigkeit die heute in der Geschäftswelt oft herrscht wenn der Profit von Wenigen über Leben und Gesundheit Vieler steht und über unser stetig steigendes Konsumverhalten generell.

Wie soll man das alles verstehen oder gar etwas verändern?

 

Meine Liebste legt ihre Gabel an die Seite, sieht mich mit ihrem verständnisvollsten Lächeln an und sagt zu mir:

 

„Weißt du, du muß doch gar nicht alles verstehen oder verändern, "ich will" ist doch schon die Hälfte von "ich kann."

 

 

 

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19.12.2013 09:52    |    Andi2011    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit ist für mich die Adventszeit oft mit sehr vielen Terminen gefüllt, ich muss zu vielen Weihnachtsfeiern, viele Hände schütteln, Mitarbeitern aus vielen Bereichen für ihre Arbeit danken, was ich auch als Anerkennung für diese Mitarbeiter sehe und mir da auch nicht künstlich Mühe geben muss, ich mach das eigentlich gern!

 

Dazu gehören meist die obligatorischen Weihnachtsplätzchen, Weihnachtsessen und Lieder in dieser Zeit zu meinem beruflichen Alltag und das alles wird mit den Jahren natürlich auch ein Stück Routine...bei all dieser Routine gibt es manchmal Überraschungen und von einer dieser Überraschungen, die mich berührte, möchte ich heute erzählen.

 

Auf dieser Weihnachtsfeier am 18.12.2013 in einer Einrichtung für schwerst pflegebedürftige Menschen, war eigentlich alles wie immer, es gab Kaffee, Plätzchen, Kuchen, ein kleines Weihnachtsprogramm wurde vorgetragen, viele lächelnde und glückliche Gesichter, ich war mit jeder Menge Smalltalk beschäftigt und ich gebe zu, es langweilte mich ein wenig. Ich war müde nach einem langen Arbeitstag und meine Gedanken waren schon zu Hause bei meiner Familie, ich dachte grad darüber nach, ob ich wohl meine Schuldigkeit hier gut erledigt hätte und vielleicht aufbrechen könnte, als plötzlich jemand aufstand und sagte, er wolle seine persönliche Weihnachtsgeschichte erzählen:

 

 

Es war der 23.12.1973, ich war beruflich seit vier Jahren selbständig, die Geschäfte liefen langsam gut und so beschlossen meine Frau Erika, die ich immer Eri nenne und unsere Kinder Andreas (3 Jahre) und unsere Tochter Sonja (5 Jahre), dass wir uns mal etwas gönnen, den ersten kleinen Urlaub seit etwa 5 Jahren!

 

Wir fuhren mit unserem vollgepackten Auto nach Kitzbühel. Dort hatten wir ein verträumtes Ferienhaus gemietet, in dem wir als kleine Familie die Weihnachtstage miteinander verbringen wollten.

Etwa 15 km vor Kitzbühel standen wir nun schon seit guten zwei Stunden im Stau und es ging nicht mehr voran. Ich kramte eine Straßenkarte raus und entdeckte die kleine Umgehungsstraße die uns auch an unseren Zielort führen konnte, beriet mich kurz mit meiner Frau Eri und bog dann kurzentschlossen ab.

 

Die Umgehungsstraße kannte ich von einer früheren Fahrt und wusste, sie ist recht kurvig und im Winter nicht ganz ungefährlich, aber wir wollten dem Stau entkommen.

Eri sagt zu mir: „Da steht ein Schild, was steht denn da?“

Aber das Schild war verschneit und kaum lesbar, ich ignorierte es – dass sollte sich später als Fehler herausstellen…

 

Wir fuhren eine Weile und es wurde dunkel, der Schneefall wurde stärker und es wurde immer stiller um uns herum. Der Schnee glitzerte im Scheinwerferlicht, dazu die wunderbare Landschafft, es war unglaublich schön!

Nach einiger Zeit begannen Eri und ich mit den Kindern Weihnachtslieder zu singen, wir waren fröhlich und gut gelaunt und fühlten uns einfach glücklich.

 

Als die Straße steiler wurde, beschloss ich unter einem etwas windgeschützten Felsvorsprung anzuhalten um die Schneeketten zu montieren. Als ich das geschafft hatte und grade wieder ins Auto stieg, hörten wir auf einmal ein lautes Grollen.

Ehe wir uns versahen donnerte eine riesige Lawine mit lautem Getöse über uns hinweg und nur der Felsvorsprung unter dem wir angehalten hatten verhinderte, dass wir in unserem Auto mitgerissen wurden.

Als die Lawine vorbei war, stieg ich am ganzer Körper zitternd aus, Eri sah einfach nur erschrocken aus und Andreas und Sonja weinten vor Angst. Der Wagen war ein ganzes Stück Richtung Abhang geschoben worden, vor und hinter uns auf der Straße türmte sich eine undurchdringbare Schneewand auf, neben uns der Berg und an der anderen Seite der Abhang.

 

Auch der Wagen war teilweise mit Schnee bedeckt, an ein vor oder zurück war nicht zu denken und zu allem Überfluss, sprang der Wagen auch nicht mehr an.

Es wurde kälter und kälter, Eri, Sonja und Andreas sahen mich angstvoll an und es war meine Eri die als erste die Stille unterbrach: „Müssen wir jetzt hier erfrieren?“

Ich weiß es nicht, antwortete ich und unser kleiner Sohn Andreas begann wieder leise zu weinen, Sonja begann ein "Vater Unser" zu beten. Wir kauerten uns dicht aneinander, es wurde kälter und kälter, so um die -15 Grad werden es gewesen sein.

 

 

Ich wollte nicht aufgeben, ich bin niemand der einfach aufgibt, ich durchwühlte unsere Koffer nach warmer Kleidung und Eri zog den Kindern alles an was sie fand. Ich erinnerte mich an meine Taschenlampe die ich immer im Kofferraum hatte, schnappte sie mir und auch wenn ich wusste, dass ich die Batterien lange nicht mehr gewechselt hatte, stellte ich mich an den Berghang und begann wie wild mit erhobenem Arm Lichtsignale und das S.O.S. in Richtung Tal zu blinken, ich wollte nicht einfach so aufgeben, 5 Minuten, 10 Minuten lang, dann waren die Batterien ganz leer…

 

Eri sagte leise zu mir: „Wenn wir jetzt hier sterben müssen, sind wir wenigstens zusammen" und begann mit den Kindern zu beten.

Sie bedankte sich leise in mein Ohr flüsternd bei mir, das ich ihr ein guter Ehemann war, sie mich immer sehr geliebt habe und dankbar sei, mich und die Kinder gefunden zu haben.“

Ich war so wütend, so wütend wie noch nie in meinem Leben, hier sollte alles enden, an einem Berghang würde ich meine Familie und mein Leben verlieren, meine Kinder, sie sind doch noch so klein….lieber Gott…

 

Nach etwa zwei Stunden in der Kälte die wir dicht aneinander gekauert im Auto saßen hörte ich auf einmal ein lauter werdendes Brummen. Ich stieg aus, es wurde lauter und lauter, ich rief, aber niemand antwortete. Nach etwa einer weiteren halben Stunde wich die Schneewand hinter unserem Auto langsam zur Seite, eine Art Schneeraupe und viele Männer mit Schüppen wurden immer sichtbarer.

 

Hans hieß der Leiter dieser Retter die uns freischaufelten und das erste was er mich fragte war:

„Könnt ihr Preußen eigentlich nicht lesen, da unten im Tal steht doch ein großes Schild das man den Pass nicht befahren soll wegen akuter Lawinengefahr!“

Ich erinnerte mich an das zugeschneite Schild nach dem Eri mich gefragt hatte und das ich ignorierte…

Nach etwas mehr als einer Stunde trafen wir in Kitzbühel im Spital ein und wurden dort untersucht, wir waren unterkühlt, ansonsten fehlte aber keinem von uns etwas und wir durften kurz darauf gehen.

 

Eine weitere Stunde später trafen wir an unserer gemieteten Hütte ein und Frau Bracht, die Vermieterin hatte für uns einen wunderbaren Tannenbaum aufgestellt und ein Kaminfeuer entzündet, sie wusste nicht warum wir so spät kamen und war trotzdem dort geblieben um auf uns zu warten, eine sehr liebe Frau.

Als sie gegangen war kuschelten wir uns an den Kamin, nahmen uns in die Arme und begannen nacheinander zu weinen und hielten uns ganz fest, kurz darauf schliefen wir nacheinander vor Erschöpfung noch vor dem Kamin ein.

 

Am nächsten Tag kam Frau Bracht vorbei um nach uns zu sehen. Mittlerweile hatte sie von der Geschichte gehört und berichtete uns, dass ein Bauer im Tal aus dem Augenwinkel ein Blitzen vom Berg sah, als er nachsehen wollte ob die Lawine einen seiner Weideställe beschädigt habe, als er näher hinsah, erkannte er so was wie Blinksignale und dachte, er informiere sicherheitshalber mal die Bergrettung…

 

Meine Taschenlampe mit den fast leeren Batterien war in diesen wenigen Minuten die sie noch funktionierte wohl unsere Rettung.

 

Es ist bis heute in meiner Erinnerung das schönste Weihnachten, das wir je zusammen hatten!

 

Und heute, ich bin nun 71 Jahre alt, ist bald wieder Weihnachten. Mein Sohn Andreas ist längst ein erwachsener und toller Mann geworden und unsere Tochter Sonja hat eine eigene Familie und uns drei wunderbare Enkelkinder geschenkt und Eri….

ja Eri – sie ist hier neben mir- sie liegt nun schon seit sechs Jahren im Wachkoma, aber für mich –ich weiß nicht ob sie das verstehen können- ist es immer noch wie damals an diesem Berg als ich die Taschenlampe mit den fast leeren Batterien herauskramte, ich kann und will nicht aufgeben!

Ich möchte Ihnen allen danken für das was sie täglich hier tun und sie bitten, auch niemals aufzugeben! Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten!

 

Dann setzte er sich, streichelte seiner Eri in ihrem Liegerollstuhl liebevoll übers Gesicht, küsste sie auf die Stirn und es war totenstill im Saal.

 

Diese Geschichte, an einem Tag an dem ich „die Routine“ abspielen wollte und mit dem Kopf schon woanders war hat mich beeindruckt und mir an diesem Tag ein Stück weit zurückgegeben, was doch in diesen oft vollgepackten Tagen das Wichtigste sein sollte. Vielleicht geht es euch genauso, manchmal muss man einfach innehalten und dankbar sein, für das was man hatte oder noch hat und seine Kraft daraus ziehen, deshalb habe ich diesen Blog geschrieben!

 

Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtstage und sage danke für`s lesen!

 

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19.11.2013 14:48    |    Andi2011    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Im Internet stolperte ich letztens über folgende Zeilen aus dem Brief einer älteren Dame:

 

„Könnte ich mein Leben nochmals leben, dann würde ich das nächste Mal riskieren, mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen, lockerer und humorvoller sein als dieses Mal. Ich kenne nur sehr wenige Dinge, die ich ernst nehmen würde.

 

Ich würde mehr verreisen. Und ein bisschen verrückter sein. Ich würde mehr Berge erklimmen, mehr Flüsse durchschwimmen und mir mehr Sonnenuntergänge anschauen. Ich würde mehr spazieren gehen und mir alles besser anschauen. Ich würde öfter ein Eis essen und weniger Bohnen.

 

Ich hätte mehr echte Schwierigkeiten als eingebildete. Müsste ich es noch einmal machen, ich würde einfach versuchen, immer nur einen Augenblick nach dem anderen zu leben, anstatt jeden Tag schon viele Jahre im Voraus.

 

Könnte ich noch einmal von vorne anfangen, würde ich viel herumkommen, viele Dinge tun und mit sehr wenig Gepäck reisen. Könnte ich mein Leben nochmals leben, würde ich im Frühjahr früher und im Herbst länger barfuß gehen. Und ich würde öfter die Schule schwänzen.

Ich würde mir nicht so hohe Stellungen erarbeiten, es sei denn ich käme zufällig daran. Auf dem Rummelplatz würde ich viel mehr Fahrten machen, und ich würde mehr Gänseblümchen pflücken.“

 

(Quelle unbekannt)

 

 

Ein netter Text, der auch nachdenklich macht und mich zu meinem heutigen Blog brachte...

Was will ich eigentlich? Was will ich vom Leben? Worum soll es gehen? Was will ich erreichen, tun, lernen, können und sein? Was brauche ich, um glücklich und zufrieden zu sein?

Ein spannendes Thema finde ich, das mich zu folgender hypothetischer Frage an euch bringt:

 

Wenn du die Möglichkeit hättest einem Zeitreisenden einen Zettel mitzugeben, den er deinem noch jungen Ich geben würde, welchen Satz oder Rat würdest du darauf schreiben und dir somit selbst in der Vergangenheit geben?

 

Ich habe diese Frage in den letzten Tagen spaßeshalber einigen Leuten gestellt und die Antworten verblüften mich teilweise sehr!

Einer meiner Freunde (geschieden) hätte geschrieben: „Heirate nie!“

Ein Anderer: „Hab mehr vertrauen in dich!“ und ein Dritter meinte humorvoll: „Kaufe nie einen BMW, er wird dich arm machen!“

 

Ich glaube ich würde mir selbst schreiben: „ Versuche Fehler nur einmal zu machen und lerne aus ihnen!“…wahrscheinlich hätte ich aber nicht auf mich gehört!;)

 

Was würdet ihr schreiben?

 

Danke für`s lesen!

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30.10.2013 14:43    |    Andi2011    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Scott ist Amerikaner, Amerikaner durch und durch!

Scott war vier Wochen in Deutschland und begleitete mich in diesen Wochen regelmäßig bei meiner Arbeit, diversen Meetings usw. – informeller Austausch nennt man so etwas und manche Arbeitgeber vereinbaren solche gegenseitigen Praktika um voneinander zu lernen, aber das soll hier nicht Thema sein.

 

Ich mag Amerika, bin aber leider selbst noch nie dort gewesen. Vieles kennt man aus dem Fernsehen, hat seine Meinungen… Scott und ich haben auch einiges an Freizeit miteinander verbracht, waren öfter mit dem Auto zusammen unterwegs, er lernte meine Familie kennen und so ergaben sich viele Gespräche zwischen uns über unsere jeweiligen Kulturen, Eigenarten und auch über Autos.

 

 

Scott erzählte mir schon früh von seiner „german heritage“ denn sein Großvater wanderte als junger Mann in die USA aus um dort sein Glück zu machen und er selbst war bisher auch noch nie in Deutschland und entsprechend gespannt auf das Land und die Menschen hier.

Unsere Gespräche drehten sich häufig um bestimmte Themen und ich möchte einige davon hier verarbeiten um vielleicht ein paar (typisch deutsche) Vorurteile in ein anderes Licht zu rücken:

 

„Frag mal deinen Amerikaner nach der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, der wird mit Sicherheit nicht mal wissen wo Düsseldorf liegt obwohl er da untergebracht ist, der kennt bestimmt höchstens Bayern!“ sagt ein Kollege von mir schnippisch!

Ich frage den Kollegen im Gegenzug ob er die Hauptstadt von Wisconsin kennt (Madison! Und? Welcher Leser wusste es?;)) Kann er nicht beantworten und zieht davon. Ich gebe zu, Madison wusste ich auch nur deshalb, weil Scott aus Wisconsin stammt und ich gern im Vorfeld informiert bin, wenn ich so einen Gast habe und nicht gern dastehe wie ein Depp.

 

Als ich mit Scott von Düsseldorf aus zu einem Termin etwa 200km entfernt fahre, kommt das Thema Verkehr auf. Scott weiß zwar, dass bei uns andere Verkehrsregeln herschen und freute sich im Vorfeld unheimlich auf seine erste Fahrt hier (abgesehen von der Taxifahrt vom Flughafen), zumal wir sie im BMW 550d X-Drive-Touring meines Schwiegervaters absolvierten.

Trotzdem war er enttäuscht! Nicht vom BMW, den fand er hervorragend und da er auf Drehmoment steht, begeisterten die 720Nm des BMW ihn erkennbar. Das es ein Diesel ist, wollte er erst nicht glauben.

 

Allerdings die angetroffene Verkehrssituation mit zig Tempolimits und Baustellen frustrierte ihn:

 

„Ich dachte hier in Deutschland herrschen keine Tempolimits? Hier kriecht ja alles, Baustelle an Baustelle, wir kommen ja kaum voran!" Ich erkläre ihm unsere Regeln ein wenig und Scott rümpft die Nase.

„Also, ich werde zu Hause nie wieder über unsere Tempolimits fluchen, da geht es meistens trotz Baustellen voran und bei uns achten die Fahrer auch mehr aufeinander, hier gilt ja scheinbar das Gesetz des Stärkeren, kein Wunder das es stressig ist und das ihr hier nicht mal rechts überholen dürft ist ja Unsinn. Da fahr ich ja noch lieber in L.A. von Downtown nach Santa Monica!" (scheint für ihn wohl der Inbegriff von Verkehrsstress zu sein).

 

 

Es schließt sich eine Diskussion über Automatikgetriebe, Fahrwerke und PS an. Scott arbeitet beruflich oft in L.A., nutzt dann aber meist Mietwagen oder die Metro. In Wisconsin, wo er mit seiner Frau und den drei Töchter lebt hat er einen Chevrolet Silverado für „Daddy“ wie er sagt und dabei erwähnt, dass seine große 17 Jährige Tochter den Wagen immer fahren will. Seine Frau fährt einen Chrysler Town and Country (bei uns als Grand Voyager bekannt), den findet sie "boring!":)

 

Politik ist auch ab und an ein Thema. Es ärgert Scott ein wenig, welches Bild der amerikanischen Politik in der Öffentlichkeit bei uns herrscht.

„Unser Land ist riesig, weißt du Andi was die Leute bewegt? Die gleichen Dinge wie bei euch, Steuern, Nahrungsmittelpreise, Arbeitslosigkeit, der nächste Urlaub, das Schulwesen…!

Ich bin Demokrat und grad bei mir in Wisconsin ist das im Moment nicht einfach. Die Republikaner sind in meinen Augen einfach Machtversessen und der Einfluss der Tea-Party ist meine größte Sorge.“ So seine Meinung!

 

Als wir in der Nähe von Münster an einem McDonalds vorbeikommen, fällt die Thematik unweigerlich aufs Essen. Scott ist eher rank und schlank und als ich ihm erzähle, dass hier oft in der Presse steht wie dick die Amerikaner seien/werden und das bei ihnen alles in XXXL Portionen abgegeben wird, kontert er:

„Ich dachte auch mal die Deutschen essen nur Wurst und treffen sich jeden Abend zum Bier!“ und grinst. "Bei uns gibt es schon diese Probleme das stimmt, aber es kommt auch wieder darauf an wo. In den großen Städten ist das anders als bei mir auf dem Land und in L.A. ist die Chance morgens einen Jogger zu überfahren 10x höher, als einen Dicken zu treffen!“ witzelt er.

 

 

Scott und ich sind uns in diesen paar Wochen ein Stück näher gekommen und ich habe festgestellt, dass es viele Dinge gibt die ich an Amerika nicht mag und auch nicht verstehe, ebenso wie es Dinge gibt die ich bewundernswert finde. Auch habe ich das ein oder andere Mal gedacht, dass mir in Deutschland einige Dinge richtig gut gefallen und wir manchmal auf hohem Niveau klagen.

 

Scott hat sich gewundert, wie freundlich er hier aufgenommen wurde, ihm wurden die Deutschen als knauserige und meist schlecht gelaunte Typen geschildert. Er überlegt ernsthaft, mit seiner Familie mal hier Urlaub zu machen, die Wurzeln seiner Familie zu besuchen – „So lernt man anders zu denken!“ sagte er. Wahre Worte!

Ich nehme mir vor, künftig weniger in „gut“ oder „schlecht“ Kategorien zu denken, sondern eher nach dem Motto: Scott ist anders – ich aber auch!

 

Danke für`s lesen!


25.09.2013 21:31    |    Andi2011    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Liebe Leser,

 

heute endet meine kleine Reihe "Alles hat ein Ende..." mit Teil 3 der kleinen humoristisch aufbereiteten Reise eines Hausumbaus....

 

 

03.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

das Regal, dass ich in die Nische im neuen Kinderzimmer stellen sollte und zusammengebaut habe, passt in der Höhe auf 3 cm nicht. Meine Frau - die ausgemessen und es bestellt hat- meint es sei meine Schuld, ich hätte es falsch zusammengebaut...

Ich kürze das Regal mit meiner Kreissäge, passt!

 

04.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

Die Telekom schellte heute bei mir und meinte, vor meiner Haustüre sei eine ihrer Leitungen defekt und sie würden morgen dort ein Loch buddeln um das zu beheben, davon sei auch unsere Leitung betroffen und dafür müssen sie direkt vor meinem Hauseingang graben, aber sie werden ein Brett hinlegen, dass wir rein und raus kommen – sehr nett!

05.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

Die Telekom hat ihr Loch gebuddelt und ihre defekte Leitung vulkanisiert, dabei haben sie aber die Wärmeisolierung an meiner Hauswand auf einer Fläche von etwa einem Meter bis zum Mauerwerk verkokelt. Der nette Herr der beauftragten Firma meint, dass sei doch nicht sooo tragisch, wenn da wieder Erde vor sei, würd man es ja nicht sehen - das Problem ist in meinen Augen aber eher, dass so Sickerwasser direkt in meine Hauswand einzieht!!!

Dankenswerterweise sieht der zuständige Herr der Telekom am Telefon das aber genauso und der Schaden wird behoben. Natürlich buddelt die Firma das Loch aber erst zu, damit übermorgen eine andere Firma wieder aufbuddelt und die Isolierung erneuern kann, klingt logisch oder?

 

 

11.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

17:00 Uhr: Unser Nachbar von gegenüber hat sich vor ein paar Wochen entschlossen, seine Haus von aussen streichen zu lassen und sein Dachgechoss auszubauen. Gerüst steht, seine Maler haben vor einigen Tagen angefangen, seine Handwerker auch…

Wir unterhalten uns auf der Strasse über die Dinge, die bei einem Umbau so passieren, über Handwerker und überhaupt…

 

18:00 Uhr: Der arme Kerl muss sich seinen Frust von der Seele reden, mein Gott, bei dem geht aber auch alles schief, er läd mich in seinen Garten ein, dort hat er noch einen Kasten Bier und eine Flasche Grappa in seinem Gartenhäuschen…

 

20:00 Uhr: Ich liebe meinen Nachbarn, ein feiner Kerl, verdammt gut dieser Grrrrrrrraaapppaaaaaaa…

 

23:00 Uhr: Mein Handy klingelt, meine Frau fragt wo ich abgeblieben bin…

esssssss geht mir guuuuuuuut Schatz, kommmm gleich…

 

 

12.09.13

 

Liebes Tagebuch

 

Mein Kopf gehört mir nicht, dieser Körper ist nicht meiner, warum reden alle soooo laut???

 

 

 

 

 

 

13.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

die Wärmeisolierung ist wieder intakt, inklusive eines Entschuldigungsschreibens der Telekom!

Es geht in den Endspurt, alle Räume sind fertig, nur ein Raum noch nicht, unsere große Wohnküche. Die Wasser- und Stromleitungen liegen aber und der Maler muss nur noch streichen – das geht schnell.

Meine Frau meldet derweil, dass die Waschmaschine im Keller kaum noch Wasser zieht und sich immer ausschaltet. Ich behebe das Problem, indem ich die Hauptwasserleitung GANZ aufdrehe und nicht wie der Installateur, nur etwa zur Hälfte.

 

18.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

die küchenlose Zeit geht zu Ende, morgen früh kommen die Küchenbauer und alles ist fertig!

Meine Schwiegermutter will uns etwas Gutes tun und bringt uns einen riesen Topf selbstgemachte Linsensuppe vorbei…

Leider läßt sie diesen im Flur fallen!

Die frisch gestrichenen Flurwände sowie ein teures Paar Schuhe meiner Liebsten und natürlich meine Schwiegermutter, sehen so mit Linsensuppe aus, als wenn sich mehrere Betrunkene in unserem Hausflur übergeben hätten…Meine Schwiegermutter heult als sie mit meiner Frau alles aufwischt während ich den Maler auf seiner Handynummer anrufe – er kommt morgen vorbei um den Hausflur neu zu streichen…

 

 

 

19/20.09.13

 

Liebes Tagebuch,

 

01:20 Uhr: Der Flur ist neu gestrichen, die Küchenbauer haben ganze 11 Stunden die Küche eingebaut – und zwar ohne irgendein Problem, alles sieht super aus und funktioniert, wir haben alles auf und eingeräumt, ich falle jetzt ins Bett.

 

10:00 Uhr: Mein Gott, es ist vollbracht!

Alles ist fertig und so wie wir es und vorgestellt und geplant hatten, ich stehe nacheinander in jedem der neuen Räume und strahle, meine Frau auch, sie meint toller Umbau und sie würde mich sehr lieben!

ALLES HAT EIN ENDE…UND IST GUT!

 

 

Ich hoffe meine kleine Reihe hat euch gefallen, ich sage Danke für`s lesen!:)


Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

The Walking Dead

Andi2011 Andi2011

The Walking Dead

Ford

Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

MITWISSER (422)

Neugierige und Wissensdurstige

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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