• Online: 7.518

MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

Sun Apr 22 21:12:09 CEST 2018    |    Dynamix    |    Kommentare (5)

Heute gibt es nach langer Zeit mal wieder einen Rückblick, der Anlass dafür ist ein erfreulicher! :) Alles fing vor gut 4,5 Jahren an. Bei Herrn und Frau Dynamix sollte nach langer Überlegung ein Spaßauto her. Dank Herrn Dynamix Vorliebe für amerikanisches Blech, von der sich Frau Dynamix hat anstecken lassen, sollte es entsprechend ein amerikanisches Auto werden. Nur welches? Es ging etwas Zeit ins Land bis Herr und Frau D. sich einig waren und das Modell fanden welches es werden sollte. Es sollte ein Chevrolet Caprice werden, blau, Classic Ausstattung mit allem was dazu gehört :)

 

Versuchen wir das Ganze mal in Form einer kleinen Hommage:

 

Am 19.05.1992 bist du in Willow Run im amerikanischen Bundesstaat Michigan vom Band gelaufen. Willow Run, das grenzt direkt an Detroit. Du darfst dich also mit Stolz "Detroit Iron" nennen ;) Du bist als einer der letzten Autos von diesem Produktionsband gelaufen, da das Werk Ende 1992 geschlossen wurde. Danach gab es nur noch das Getriebewerk welches mittlerweile aber auch zu ist. Dein Geburtsort war sehr geschichtsträchtig da dort nicht nur Fords sondern auch die B24 Liberator sowie einige Autos der Kaiser Corporation gebaut worden bevor das Werk 1953 an General Motors ging. Da du eins der wenigen Modelle warst die für Deutschland bestimmt waren hast du von deiner Heimat nur das Werk und den Weg zum Schiff kennengelernt. Nach einer langen Reise wurdest du dann im Oktober 1992 zum ersten mal zugelassen. Leider habe ich nie herausgefunden wer dein Erstbesitzer war, aber er muss dich sehr gemocht haben, schließlich hat er eine Menge Geld für dich ausgegeben. Man munkelt es waren über 80.000 DMark, dass war Anfang der 90er eine Menge Geld! Immerhin verrät ein kleiner Aufkleber in deiner Frontscheibe das du dein erstes Leben in Hamburg verbracht hast :) Danach gingst du durch mehrere Hände bis du schlussendlich bei mir gelandet bist.

 

 

Der Einzug

 

Vor gut 4 Jahren kamst du zu uns. Vier Jahre, dass ist länger als jedes andere Auto bei uns verweilen durfte. In der Zeit haben wir 26.000 wunderbare Kilometer zurückgelegt :) Es gab Höhen und Tiefen, aber so ist das in leidenschaftlichen Beziehungen nun mal. Der jüngste bist du mit deinen 26 Jahren wahrlich nicht mehr, dafür aber immer noch ziemlich rüstig. In Sachen Verlässlichkeit machst du so manchem Jungspund noch etwas vor auch wenn du ab und an mal etwas mehr Zuwendung benötigst. Dies kann ich dir aber nicht übel nehmen, ein bisschen Pflege braucht schließlich jeder und du dankst Sie einem mit Treue und Zuverlässigkeit :) Ja, wir haben schon ein paar Sachen zusammen durchgemacht aber das hat uns nur stärker zusammengeschweißt.

 

Ich erinnere mich noch an den Tag an dem ich dich zum ersten mal sah. Wir waren spontan ins schöne Nordhessen gefahren um dich zu besichtigen, da dein damaliger Besitzer nicht so wirklich viel mit dir anzufangen wusste. Du warst in einer Scheune abgestellt und entsprechend schmutzig. Umso imposanter war deine Erscheinung als dich dein Vorbesitzer aus der Scheune holte. Du wirktest auf den ersten Blick ziemlich groß, dein Lack in Dark Sapphire Metallic funkelte in der Sonne. Etwas misstrauisch beäugte ich dich überall, schließlich wusste ich nicht ob du die Jahre davor gut behandelt wurdest. Sehr erstaunt war ich über deinen Blechzustand da ich trotz aller Warnungen und Vorbereitungen an keiner der neuralgischen Stellen Rost finden konnte. Dein Unterboden zeigte nur vereinzelte Flugrostpickel ebenso wie der Lack. Diese waren nicht ernst was mir sehr gefiel. Auch dein Innenraum überrasche mich, nicht nur wegen der Farbe passend zur Außenhaut, sondern auch wegen des neuwertigen Zustands. Dein Leder hatte keinerlei Risse, Löcher oder ernsthafte Falten. Dein Armaturenbrett war nicht gerissen und auch im Innenraum war noch alles an seinem Platz. Auch auf der Probefahrt konntest du mich überzeugen. Es war nach einer Nacht des Überlegens quasi sicher das du es werden solltest. Beinahe wärst du wegen eines abgelaufenen Personalausweises an jemand anderen verkauft worden, mein Glück war das die nachfolgenden Interessenten kein ernsthaftes Interesse an dir hatten und ich so genug Zeit hatte alles zu regeln :)

 

So kam es das wir dich am 15.4.2014 mal eben nach der Arbeit nach Hause holten. Waren ja nur 2,5 Stunden pro Strecke ;) Die erste Fahrt war dafür umso schöner. Wie schön du über die Autobahn gleitest, wie viel Platz du bietest, wie komfortabel du bist, all das begeistert mich noch heute :) Die Reaktionen auf dich waren und sind bis heute noch zwiespältig, aber das ist mir egal. Ich mag dich genau so wie du bist. Weder werde ich dich für irgendein europäisches Auto versetzen, noch verbasteln nur damit du vermeintlich "cooler" aussiehst. Nein, du bleibst genauso wie du bist, denn nur so bist du perfekt!

 

Die ersten Jahre

 

 

Da du ein Modell bist das schon ab Werk für Deutschland vorgesehen war wusste ich das es nicht immer einfach werden würde bestimmte Teile zu finden. Einer deiner Vorbesitzer hatte dich mangels Suchwillen für das originale Ersatzteil (oder Sinn für Ästhetik) deines originalen Haubenlogos beraubt. Ebenso entriss man dir dein seltenes Radio und ersetzte es durch ein billiges Nachrüstradio das nicht mal einen besseren Klang brachte, eher im Gegenteil. Ebenso entriss man dir alle Erkennungsmerkmale, als ob man nicht wollte das man sieht wer oder was du bist. All dies haben wir rückgängig gemacht. Du bekamst wieder einen Namen, ein originales Radio (natürlich das Radio mit europäischen Frequenzen!) das deinen Schacht wieder voll ausfüllt und als i-Tüpfelchen ein brandneues und vor allem korrektes Haubenlogo!

 

Auch technisch gab es ein paar Dinge zu machen. Zuerst spendierte ich dir einen neuen Satz an der Vorderachse da deine Bremsen jämmerlich rubbelten. Bei der Gelegenheit gab es neue Radlager vorne und einen neuen Benzinfilter den dein Vorbesitzer netterweise noch spendierte. Dann war da noch die Handbremse, aber das ist ein anderes Thema. Mehr gab es an dir 2014 nicht zu machen :)

 

Als Krönung der Saison haben nick_rs, Frau D. und ich dir noch eine kurze Aufbereitung gegönnt. Das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen. Dein dunkler Lack hat wunderschön im Nachtlicht der Stadt geschimmert :cool:

 

2015 gab es bis auf normalen Service und eine defekte Benzinpumpe nichts gravierendes, dafür hatte es besonders letzteres Problem in sich. Da du so aus eigener Kraft nicht mehr fahren konntest musste ich dich auf einem Anhänger in die Werkstatt bringen lassen. Ein Glück das du einen verrückten Besitzer mit mindestens genauso verrückten Freunden hast ;)

 

Die Benzinpumpe wurde gerichtet und bei der Gelegenheit wurde endlich deine spinnende Tankanzeige gerichtet da es dabei gleichzeitig einen neuen Schwimmer gab. Leider entwickeltest du kurz darauf eine unerfreuliche Angewohnheit. Nicht nur das du auf deiner nachgerüsteten Gasanlage nicht mehr richtig laufen wolltest, du wolltest auch plötzlich schneller fahren als sonst. 80 km/h liefst du plötzlich ohne das ich dein Gaspedal auch nur angerührt hatte. Bei der näheren Fehleranalyse wurde dann festgestellt das einer deiner Zylinderköpfe an den Ventilen von Zylinder 8 aufgrund der Gasanlage schon etwas mitgenommen war. Nicht ernsthaft defekt, aber stärker verschlissen als er bei der niedrigen Laufleistung sollte. So wurde ein zugegebenermaßen radikaler Entschluss gefasst:

 

Die Gasanlage kommt endlich raus und dein Motor wird überholt!

 

So bekamst du neue rundüberholte Köpfe, dein Block bekam eine Frischzellenkur und du bekamst einen neuen Satz Kolben und Pleuel sowie alle möglichen neuen Lager, Sensoren und andere Teile. Bei der Gelegenheit gab es ein paar kleine Optimierungen. Zum einen wurde dein Block in einem schlichten Schwarz lackiert und zum anderen bekamen deine Auslasskrümmer einen Satz Dichtungen die Sie ab Werk nie hatten. Zusätzlich wurden deine Köpfe feinbearbeitet :) Das Ganze dauerte leider qäulend lange und ich musste sehr lange ohne dich auskommen aber das Ergebnis entschädigt für die Entbehrungen.

 

Seitdem läufst du noch einmal etwas ruhiger und dein Durst ist spürbar heruntergegangen :cool: In der selben Zeit war dein TÜV fällig geworden und für den wollten noch ein paar Sachen gemacht werden. Eine deiner Spurstangen und dein Umlenkhebel waren ausgeschlagen, dies resultierte darin das deine Lenkung indirekt war. So ganz gut können diese Teile bei dir schon länger nicht gewesen sein, schließlich kannte ich dich nur mit einer Lenkung die um die Mittellage eher von der indirekten Sorte ist. Nachdem das erledigt war konnte ich gar nicht glauben wie gut du dich lenken lässt. Das Spiel war weg und man konnte dich deutlich präziser durch die Straßen dirigieren, einfach herrlich! :)

 

Hach ja, es ist viel passiert in der Zeit. Fast hätte ich vergessen deinen Bruder zu erwähnen den wir 2015 angeschafft haben damit du dich nicht ganz so alleine fühlst. Wie du ja weißt ist er ein Polizist und in seinem Auftreten und Gepflogenheiten nicht ganz so adrett und kultiviert wie du aber als Polizist darf man auch nicht zimperlich sein. Um deinen Bruder darf sich aber hauptsächlich Frau D. kümmern, du bist und bleibst meine persönliche Nummer 1 :)

 

Nach all der langen Zeit die wir getrennt waren gab es dann 2017 endlich die Zusammenführung, gleichzeitig durfte dein Bruder dann auch endlich dauerhaft auf die Straße. So durftet Ihr beiden endlich zusammen nach Hause. Wie du dich erinnerst hat dein jüngerer Bruder dabei einen über den Durst getrunken und so musstest du dafür sorgen das er wieder nach Hause kommst. Es war eine lange und harte Nacht und du hast Sie mit Bravour gemeistert, genauso wie du die ganze nachfolgende Saison gemeistert hast. Zum Dank hat dir dein Besitzer ein paar Extras gegönnt.

 

Da dein Lack nicht mehr so schön funkelte beschloss dein Besitzer sich in das Thema Lackaufbereitung tiefer einzuarbeiten damit du wieder schön dastehst. Dafür wurde extra eine Poliermaschine und unzählige Pflegemittel angeschafft. Die Maschine wurde am ersten Tag noch eingeweiht und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Dein Lack glänzte wieder wunderschön und war schön glatt. Deine Altersspuren habe ich natürlich nicht wegbekommen aber die gehören nun mal zu dir, schließlich bist du kein junger Neuwagen mehr ;)

 

Als nächstes habe ich dir neue Lautsprecher spendiert, schließlich waren die alten kaputt. Das hat zwar etwas gedauert weil ich zum einen Lautsprecher wollte die den alten entsprechen, zum anderen deine Verkabelung so original wie möglich erhalten wollte. Die Operation ist gelungen und nun ertönen wieder die schönsten Melodien aus allen 4 Ecken :) Danach habe ich deine kleine Schwachstelle mit Wachs versiegelt damit du nicht irgendwann an dieser Stelle durchrostest wie so viele deiner Artgenossen. Als i-Tüpfelchen gab es dann noch eine kleine Behandlung deiner Sitze damit dein Leder auch die nächsten 25 Jahre noch aussieht wie neu.

 

Zurück in die Gegenwart

 

Mittlerweile schreiben wir 2018, du bist mittlerweile 4 Jahre bei mir und dein 26. Geburtstag steht schon bald an. Wir hatten sehr schöne Zeiten zusammen. Erst heute wieder haben wir eine schöne Tour bei bestem Wetter gemacht. 200km über Autobahnen, durch Städte und über Landstraßen. Einem Audi Fahrer bist du an der Ampel besonders aufgefallen, er hatte sich immerhin bei mir über dich erkundigt :)

 

Du magst nicht der Schnittigste oder der Schnellste sein, aber dies ist mir egal. Mir gefällt deine gelassene Art, deine ganz eigene Form der Eleganz. Sollen die Anderen doch hastig von A nach B sprinten, du bringst deine Insassen lieber komfortabel und entspannt ans Ziel. Das merken die meisten die in dir Platz nehmen durften auch sehr schnell. Selbsternannte Sportfahrer rümpfen aufgrund deiner Fahrleistungen die Nase, aber ich weiß was ich an dir habe. Besonders die Frauenwelt scheinst du mit deinen Eigenschaften zu betören, schließlich bekomme ich von fast jeder zu hören das du ein tolles und cooles Auto für einen Familienurlaub wärst ;) Selbst im hohen Alter kannst du also bei den Frauen noch punkten, dass kann nicht jeder von sich behaupten :cool:

 

Die ersten vier Jahre sind nun also vorbei. Witzigerweise dauert es weitere 4 Jahre bis du das H-Kennzeichen tragen darfst womit der deutsche Staat alle Autos adelt die es geschafft haben sich so lange so gut zu halten wie du :) Bis dato wird es sicherlich noch ein paar Sachen zu tun geben und ja, es gibt im Moment noch ein paar Dinge die erledigt werden müssen aber diese kann ich hoffentlich diese Saison noch angehen. Zum einen will ich dich noch ein bisschen hübsch machen, zum anderen möchte ich gerne den neuen Klimakompressor und die neue Antenne einbauen die schon etwas länger für dich bereit liegen. Aber das rennt ja nicht weg ;)

 

An dieser Stelle möchte ich einmal Danke sagen. Danke für all die tollen Kilometer, danke dafür das du trotz deines Alters ein relativ unkomplizierter Geselle bist! Ich kenne Autos die nicht mal halb so alt sind wie du und 10 mal mehr Probleme bereiten.

 

P.S.:

 

Ein ganz großer Dank geht an meine ganz große Liebe, in diesem Text Frau D. genannt! Ohne diese Frau kann diese Geschichte dieses Autos nicht erzählt werden und ohne Sie wäre Sie wohl auch gar nicht erst zustande gekommen. Hätte Sie mich damals nicht geschickt in die Richtung dieses Autos gesteuert wäre ich diesen ersten Schritt in Richtung Amerikanisierung meines Fuhrparks wohl nie gegangen ;) So möchte ich an dieser Stelle meiner besseren Hälfte danke sagen:

 

Danke, mein Engel! Danke für deine Leidensfähigkeit und deine Geduld und besonderen Dank dafür das du meine Leidenschaft nicht nur unterstützt sondern mittlerweile auch teilst :)

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 2 fanden den Artikel lesenswert.

Sat Apr 14 15:02:10 CEST 2018    |    Dynamix    |    Kommentare (15)

Auch wenn es einige Hardliner nicht so wirklich wahrhaben wollen, so bieten "moderne" Autos doch ein paar Vorteile. Neben Dingen wie Airbags, ABS und Einspritzungen hat die moderne Technik auch weitere Vorteile. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung hat Computertechnik nämlich durchaus dazu beigetragen Autos zuverlässiger und vor allem wartungsfreundlicher zu machen.

 

Glaubt Ihr nicht? Ich beweise euch das Gegenteil ;) Im Gegensatz zu wirklich modernen Autos sind die ersten Gehversuche der Autoindustrie mehr oder weniger simpel. Stellt euch den Vergleich Telespiel gegen Playstation 4 vor und Ihr bekommt eine ungefähre Vorstellung von den Unterschieden.

 

Was bringt das jetzt dem durchschnittlichen Autoschrauber? Nun, Steuergeräte, Sensoren und der ganze andere Kram liefern nicht nur alle möglichen Werte die einem bei der Fehlersuche helfen können, sondern in einigen Fällen auch gleich einen eigenen Fehlercode der den Fehler entweder gleich ausspuckt oder zumindest eine Hilfestellung zur Fehlerbehebung gibt. Neuere Autos zeigen solche Fehlercodes nicht selten direkt im Display an.

 

Die Autos der späten 80er/frühen 90er sind da etwas simpler gestrickt. Einen wirklich einheitlichen Standard für die Onboard Diagnose gab es erst 1996 und so haben die Hersteller da alle mehr oder weniger Ihr eigenes Süppchen gekocht. Was macht man als Autoenthusiast wenn man die Möglichkeit haben will Daten auszulesen? Richtig, man besorgt sich das entsprechende "Werkzeug". Je nach Auto gibt es da mehrere Möglichkeiten. Für so gut wie jedes OBD II Auto gibt es mittlerweile günstige Stecker, Sender, Software etc. pp mit der man Fehlercodes auslesen kann. Was macht man aber in einem Fall wie meinen? 1992 gab es noch kein OBD II und damit auch keine günstigen Auslesetools. Jetzt kann man sich ein zeitgenössisches Diagnosetool besorgen das die Außmaße eines ausgewachsenen Nachttisches hat. Aber auch hier gab es damals schon Alternativen! Snap On beispielsweise hatte einen relativ kompaktes Scantool im Angebot, leider sind die gebraucht noch sauteuer! Mit 400€ aufwärts kann man für so ein Tool je nach Angebot schon rechnen und dann muss dieses nicht unbedingt komplett sein. Aber auch hier gibt es eine günstige Alternative. Findige Köpfe haben es sich zur Aufgabe gemacht entsprechende Computerprogramme zu entwickeln. Diese dienen quasi als Grundgerüst welches mit den Daten des jeweiligen Steuergerätes gefüttert wird.

 

Da auch ich gerne die Möglichkeit hätte die beiden Caprice auslesen zu können habe ich angefangen zu recherchieren. Der Snap On Scanner fiel wie gesagt schon alleine wegen des Preises heraus, einen richtigen Werkstattcomputer mit allen Kabeln hätte ich weder meinem Bankberater, noch meiner besseren Hälfte erklären können. Da ich noch einen Laptop herumliegen habe den ich so nicht mehr benötige kam mir die Idee den als Diagnoselaptop zu missbrauchen, so wie es viele Hobbyschrauber bereits tun. Ok, die Hardware hätte ich damit schon mehr oder weniger komplett. Jetzt fehlte mir nur noch ein passendes Kabel welches auch in meinen Caprice passt. Bis einschließlich 1995 (teilweise sogar noch einschließlich 96!) kamen bei General Motors die 12 Pin ALDL Kabel zum Einsatz. Leider ist das ein Kabel das nicht mal eben an jeder Ecke herumliegt, schon gar nicht mit einem USB-Anschluss welches das Kabel kompatibel zu einem handelsüblichen Computer macht. Meine Recherche förderte genau 2 Anbieter zutage die überhaupt irgendwie in die Nähe von "seriös" kommen. Wer eBay mit dem Begriff "ALDL Cable" füttert stolpert schnell auf die Firma "Red Devil River". Die Jungs haben sogar eine Website, allerdings ist die optisch in einer Zeit hängen geblieben in der mein Caprice noch ein junger Gebrauchter war. Nichts was großes Vertrauen weckt. Das selbe gilt für die Website des Herstellers "OBD Diagnostics Inc." bei denen ich dann schlussendlich bestellt habe. Der Grund dafür war das ich hier die Option auf PayPal Zahlung hatte und deren Stecker war preislich minimal günstiger. Mit allem drum und dran hat das Kabel jetzt 80€ gekostet. Ziemlich happig für ein Kabel, aber was will man machen wenn die einzige Alternative mal eben 5 mal so viel kostet und man sich so ein Kabel nicht mal eben selber zusammenschustern kann? Da geht man dann entweder das Risiko ein oder lässt es bleiben.

 

US typisch bekam ich bereits nach einer halben Stunde die Bestellbestätigung incl. der Nachricht das meine Sendung bereits auf dem Weg wäre. Gut 2 Wochen später flatterte dann auch schon der Brief vom Zoll ein,also ab zum Zoll und das Teil abholen. Nach dem öffnen kommt ein ordentlich verarbeitetes Kabel zum Vorschein. So wie das Kabel aussieht ist es mit hoher Sicherheit "handgemacht", also nichts was jetzt nach Industriestandard aussieht :D Jetzt war testen angesagt. Es gibt im Netz ein Treiberpaket, für den Fall das der Rechner das Kabel nicht erkennen sollte. Freudig fahre ich also meinen Ersatzlaptop hoch den ich um Weihnachten herum für diesen Zweck neu aufgesetzt hatte (die Idee schwirrt mir halt schon länger im Kopf herum). Dabei stellte ich dann fest das der Rechner nicht mehr wirklich hochfahren wollte. Was war passiert? Scheinbar hat sich die alte Festplatte verabschiedet. Der Rechner findet das Betriebssystem nicht mehr und damit kann er auch nicht laufen. Mist! Gut, ich habe noch einen zweiten Laptop, probieren wir es mit dem bis der andere wieder läuft. Bei mir hat es 2 Anläufe gebraucht bis Windows die Treiber gefunden hat. Schaut auf jeden Fall in der Systemsteuerung nach über welchen Port das Kabel läuft, diese Info wird später noch einmal wichtig!

 

Ich war gespannt ob es das Kabel auch tatsächlich tut, auch dafür gibt es im Netz ein Tool mit dem man testen kann ob das Kabel in Ordnung ist und ob es mit dem Laptop kommuniziert. In meinem Falle war es der GM ALDL OBD 1 Interface Tester, dieser stammt von den gleichen Köpfen die auch WINALDL gemacht haben. Wie man auf dem Bild sehen kann hat alles wunderbar funktioniert :)

 

Jetzt braucht man nur noch die Software! Hier hat man etwas Auswahl, da es alleine für die GM OBD I Modelle fast 20 Programme gibt. Die Bekanntesten bzw. sind wohl TunerPro, TTS Datamaster sowie WinALDL. Ich habe mir testweise mal TunerPro sowie WinALDL installiert. In diesem Artikel werde ich mich auf TunerPro RT beschränken, da WinALDL bei mir war die Rohdaten geliefert hat, ansonsten für mich aber eher nutzlos war da weder die Dashboard noch die Aufnahmefunktion funktioniert hat. Vielleicht auch nur eine Sache der Einstellung. Für TunerPro braucht es noch die passenden Dateien für das jeweilige Auto, da gibt es aber auf der Webseite schon ein bisschen etwas. An dieser Stelle sei die RT Version empfohlen, diese ist ebenso kostenlos bietet aber mehr Funktionen. Der Wermutstropfen ist dieses nervige Fenster beim Start welches man erst nach 10 Sekunden schließen kann. Abhilfe schafft da nur seine Version für gut 40$ zu registrieren. In Anbetracht der Tatsache das da jemand sehr viel Zeit und Hirnschmalz investiert hat kann man das schon ruhig machen, auch wenn man es wie gesagt nicht muss.

 

 

 

 

 

 

Wenn man die Software hat geht es an die Einrichtung. Hier wird es etwas komplizierter, da man für die jeweiligen Funktionen diverse Dateien als Basis benötigt. Diese Dateien haben die Endungen .bin, .xdf und .adx. Dies sind die wichtigsten Dateiformate mit denen TunerPro arbeitet. Die passenden Dateien findet man mit etwas Suche im Netz. Ich habe mir die passenden Dateien für meine B-Bodies beim Efi Board heruntergeladen. Wenn Ihr die Dateien ebenso für euren Caprice benötigt hier kurz die Dateinamen, dass sollte die Suche erleichtern:

 

$61-5.0-Auto.bin

61v2.xdf

61.adx

 

Für die Diagnose ist die XDF-Datei maßgeblich, der Rest wird benötigt falls Ihr vorhabt eure Steuergeräte neu zu programmieren. Falls Ihr dies vorhabt, ist darauf zu achten das Ihr ein Kabel habt welches diese Funktion unterstützt. Die meisten ALDL Kabel können dies nicht, was für mich nicht schlimm ist da ich wirklich nur auslesen möchte. Wer sich an die Reprogrammierung seiner Steuergeräte rantraut sollte wirklich wissen was er tut! Man hat dank TunerPro auch die Möglichkeit die Diagnosesessions aufzuzeichnen. Diese Dateien werden als XDL-Dateien gespeichert.

 

Wenn man jetzt die Dateien hat muss man diese nur noch in TunerPro laden. Für die Bin Datei geht Ihr dafür einfach nur auf den Reiter "File" und klickt auf "Open Bin". Der Rest des Einbindeprozederes sollte jeder hinbekommen der Windows einmal bedient hat ;)

 

Für die XDF-Datei geht Ihr au den Reiter "XDF" (irgendwie logisch, oder?) und klickt auf "Select XDF". Um die ADX-Datei zu laden klickt Ihr auf den Reiter "Acquisition" und dann auf "Load Definition File". Jetzt habt Ihr alle Dateien in TunerPro eingebunden die ihr je brauchen werdet. Danach müssen noch ein paar Einstellungen vorgenommen werden damit TunerPro überhaupt Daten empfangen kann. Dazu klickt man auf den Reiter "Tools". Dort gibt es einen Menüpunkt namens "Preferences". Diesen einmal anklicken damit sich das Einstellungsfenster öffnet. Normalerweise sollte der Reiter "Data Acq./Emulation" bereits offen sein. Falls nicht, bitte einmal draufklicken. Jetzt solltet Ihr ein Fenster sehen auf dem Links ein Drop-Down Menü zu sehen ist neben dem "Interface Type" steht. Hier einmal bitte "Use Plug-in" wählen. Danach klickt ihr etwas weiter unten auf "Configure Plug-in Component". Hier wird der Com-Port wieder wichtig von dem wir vorhin sprachen. Geht sicher das euer Kabel eingesteckt ist und die Treiber erfolgreich installiert wurden. Ihr müsst im jetzt folgenden Fenster nämlich den Port angeben über den das Kabel läuft. Als "Port Type" gebt Ihr einfach "Standard Serial" an und bei "Port Number" eben den richtigen Com-Port. Auf beiden Laptops ist das der Com-Port 3, bei euch kann dies allerdings ein anderer sein.

 

Ist dies erledigt könnt Ihr zur Sicherheit den Testbutton oben anklicken. Jetzt sollte TunerPro eigentlich eine Bestätigungsmeldung ausgeben das alles ok ist. Falls nicht muss noch einmal geprüft werden ob Kabel und Treiber in Ordnung sind. Jetzt geht es dann so langsam ans eingemachte. Die wichtigsten Tools für die Diagnose sind das "Dashboard" und die "Data List Views". Diese kann man sich schon einmal aufrufen. Dies geht ganz einfach über die Buttonleiste unter den Reitern. Das Dashboard erkennt man schnell an dem roten Tachobutton, den Button für "Data List Views" findet man direkt rechts daneben. Jetzt sollte neben dem "Parameter Tree" (den Ihr nicht braucht wenn Ihr eure ECU nicht umprogrammieren wollt!) ein kleines Fenster erscheinen. Dieses vergrößert Ihr am besten entsprechend, macht das Ganze deutlich übersichtlicher! Jetzt habt Ihr einmal das Listenfenster und einmal das Dashboard geöffnet.

 

 

 

 

 

 

Als Dashboard solltet Ihr ein leeres Fenster mit 6 Kästchen sehen. Keine Angst, dass ist normal! Ihr könnt nämlich jetzt jedem dieser Kästchen eine bestimmte Anzeige zuweisen. In der Listenansicht habt Ihr dann alle verfügbaren Infos die euer Auto hergibt auf einen Blick, je nachdem was euer Auto so alles unterstützt kann das Ganze sehr unübersichtlich werden ;) Hier findet Ihr auch die möglichen Fehlercodes! Keine Panik, diese sind immer vollständig gelistet. Sollte ein Fehler tatsächlich aktiv sein steht neben dem entsprechenden Fehlercode ein "Error" in roter Schrift. Heißt: Steht neben dem Fehlercode nur gähnende Leere ist dort auch kein Fehlercode. In dieser Ansicht kann man sich noch alles mögliche andere anzeigen lassen. Loop Status, Gemischanreicherung (Fett/Mager), Klimaanlagenstatus, Position des Gangwahlhebels und was weiß ich nicht noch alles. Zusätzlich könnt Ihr für eine bessere Fehlerdiagnose eine Art Videorekorder mitlaufen lassen mit denen Ihr die Werte aufzeichnen könnt die zu dem Zeitpunkt vom Auto gemessen werden. TunerPro bietet damit so ziemlich alle Fähigkeiten eines Diagnosetools :cool:

 

Wir machen an der Stelle mal einen kurzen Sprung:

 

 

Mein Ersatzlaptop läuft dank eines guten Kumpels wieder und ich habe etwas Zeit. Ergo: Laptop raus, Software installieren und ab zum Auto! Zuerst muss man natürlich den Stecker in die dafür vorgesehense Buchse stecken. Den ALDL Anschluss findet man beim Caprice unter dem Armaturenbrett von der Mitte aus gesehen etwas linksbündig zum Lenkrad hin. Sobald die Zündung eingeschaltet ist kann der Rechner theoretisch die Daten empfangen, wobei es sich im Falle einer vernünftigen Diagnose natürlich empfiehlt den Wagen auch einzuschalten ;) Wer die Software zum ersten mal verwendet dürfte jetzt trotzdem keine Daten sehen. Dafür muss man einfach nur auf den Button mit den zwei Pfeilen klicken und schon verbindet sich der Laptop mit dem Fahrzeug. Auf den Screenshots kann man ja schon sehen das Daten ankommen :cool:

 

Das war es im Groben und Ganzen auch schon! Wer eh schon einen Laptop hat bekommt so im günstigsten Fall für unter 100€ ein brauchbares Diagnosetool für seinen GM Youngtimer an die Hand.

 

 

Was man aus den Daten macht bleibt einem natürlich selber überlassen, jemand mit etwas Talent für Technik verlässt sich sowieso nicht alleine auf Fehlercodes. Fehlercodes geben nicht selten nur einen Hinweis auf den wahren Fehler, aber dieser Hinweis kann schon der Stupser in die richtige Richtung sein ;)

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

Mon Apr 02 21:05:45 CEST 2018    |    Dynamix    |    Kommentare (12)

Zuletzt hatten wir ja die Ventilschaftdichtungen, den Temperaturfühler und die Radlager und Dichtungen an der Hinterachse erneuern lassen. Da war allerdings noch ein Punkt der massiv störte und das war die schwammige Lenkung. Diese war wie bei vielen Amerikanern mit schwammiger Lenkung nicht etwa darauf zurückzuführen das die Amerikaner schlicht zu doof sind eine vernünftige Lenkung zu bauen, sondern schlicht auf ausgeschlagene Lenkungsteile. In unserem Falle ganz besonders der Umlenkhebel.

 

Das Auto fährt damit zwar noch, allerdings nicht wirklich gut und spätestens beim nächsten TÜV dürfte allein der Umlenkhebel so fertig sein das uns der TÜV die rote Karte zeigt. Auch ein Amerikaner sollte sich ohne 3 Meter Spiel lenken lassen. In unserem Fall war die Lenkung dann leider genau diesem Klischee entsprechend. Schwammig und mit einem mordsmäßigen Spiel gesegnet. Gut, kannte ich ja schon von meinem blauen und da ließ sich schnell Abhilfe schaffen ;) Schnelle Abhilfe schaffen beim Caprice dann meistens schon neue Spurstangen und ein neuer Umlenkhebel.

 

Da Motor und Getriebe mehr oder weniger mit Ihrem vollständigen Gewicht auf der Vorderachse lasten, verschleißen diese Teile besonders gerne und sind meist nach gut 100.000km ausgeschlagen. Dies mag jetzt nach einer großen Sache klingen, allerdings sind die Teile nicht wirklich teuer und der Aufwand hält sich in Grenzen da man an die Teile mit einer Hebebühne sehr gut rankommt. Da der Dollarkurs im Moment wieder etwas günstiger steht haben wir die Teile bestellt, wer weiß wie lange dieser Kurs anhält. Natürlich haben wir die Teile wie immer via Rockauto geordert ;)

 

Wir haben uns in diesem Falle für die Teile von Moog entschieden und gegen die AC Delco Teile. Dies liegt daran das die Originalteile zum Bestellzeitpunkt leider nicht vollständig verfügbar waren und bei sowas wollen wir gerne alles vom gleichen Hersteller damit der Kram am Ende auch passt. Dazu muss man aber auch sagen das dies in unserem Falle überhaupt nicht schlimm ist. Moog genießt in Sachen Fahrwerksteile einen exzellenten Ruf! Preislich liegen diese auch nur unwesentlich unterhalb der Teile von AC Delco. Mit den richtigen Moog Teilen macht man nicht viel falsch.

 

Beim blauen Caprice hat diese Behandlung schließlich wahre Wunder bewirkt und ich bin heute noch begeistert wie toll sich der Wagen nach dieser Behandlung im Vergleich zu vorher lenkt. Gut, die Lenkung ist immer noch ultra leichtgängig aber das Spiel ohne das sich was tut ist komplett weg :)

 

Früher oder später erwischt es jeden B-Body, wer also das gleiche Problem kann sich hier anschauen welche Teile wir konkret für die Reparatur bestellt haben:

 

Idler Arm (Umlenkhebel): Moog K6187T

Inner Tie Rod End (Innere Spurstange): Moog ES2020RLT

Outer Tie Rod End (Äußere Spurstange): Moog ES2019RLT

Tie Rod End Adjusting Sleeves (Spurstangenverbinder): Moog ES 2004S

 

Die Teile sollten auch bei den 77er-90er Modelljahren passen.

 

Wir vereinbarten mit ein paar Kumpels uns um Ostern herum in der Werkstatt unseres guten Freundes für die Reparatur zu treffen. Wenn es zeitlich klappen sollte würden wir auch noch ein paar andere Sachen wie die Stoßdämpfer machen die auch schon den einen oder anderen Monat bei uns herumliegen :D Wenn die Zeit reicht würden wir vielleicht sogar den Balken endlich montieren können! Dafür hatten wir auch ein paar Teile besorgt, besonders die Füße waren mal wieder ein Thema. Das Set welches wir letztes Jahr gekauft hatten war unvollständig. Dann hatten wir vor ein paar Wochen noch eins besorgt in der Hoffnung aus zwei Sets ein ganzes machen zu können, dazu aber später mehr.

 

Am Ende standen folgende Dinge auf unserer Liste die wir mitnehmen mussten:

 

- Poliermaschine, Pads, sämtlich Reiniger für den Innenraum, Eimer, eigentlich den gesamten Putzkram

- Staubsauger

- Werkzeug (Wurde von meiner besseren Hälfte einen Abend vorher rausgeschmissen)

- Spurstangen und Umlenkhebel

- Sämtliche Ersatzteile aus der Garage (Kerzen, Zündkabel, Zündverteiler, Stoßdämpfer, Haubendämpfer etc. pp)

- Das ganze Equipment (Lautsprecher, Sirene etc.)

- Lichtbalken

 

Da in das Auto ja auch noch zwei Menschen passen sollten, musste der Mii zuhause bleiben. Allein für den Lichtbalken braucht man eigentlich mindestens einen Full-Size Kombi, zumindest wenn die Rückbank dabei oben bleiben soll. Beim Mii dürfte es alleine schon an der Länge des Balkens scheitern, also musste der Wal dafür herhalten. Es sollte ja der ganze Rest auch noch ins Auto! Wir stopften den ganzen Kram also in den Kofferraum des Caprice. Ganz schön voll, aber seht selbst ;) Der Rest musste auf der Rückbank Platz finden.

 

Am nächsten morgen ging es sehr früh (irgendwas nach 4 Uhr morgens) in Richtung Süden. Bei der Gelegenheit konnten die neuen Birnchen im Caprice zeigen was Sie können. Ich hatte mir ja mal die Phillips X-Treme Vision in H4 gegönnt. Das Abblendlicht hat mich jetzt nicht zu Begeisterungsstürmen hingerissen, umso besser gefiel mir da schon das Fernlicht aber damit kann man ja leider nicht permanent herumfahren ;) Gegen halb 9 waren wir dann im Süden angekommen. Ich setzte meine bessere Hälfte bei einer Freundin ab und fuhr schon mal zur Werkstatt vor. Da der Sheriff noch im Winterquartier stand beschloss ich mein Versprechen wahr zu machen und die Domes des Lichtbalkens eines guten Freundes zu polieren. Er hat auf den Domes leider ziemlich harte Druckstellen von seiner Abdeckung gehabt und dazu noch einen großflächigen Grauschleier. Um jetzt nicht zu langweilen hier das Fazit: Grauschleier ging easy weg, Abdrücke leider nicht bzw. nur sehr wenig. Da muss Material runter! Ich habe mehrere Durchgänge gefahren, mehrere Polituren und am Ende sogar das eigentlich aggressive Commandant 4 ausprobiert und nichts hat geholfen. An meinem Testspot waren die Abdrücke am Ende maximal etwas glatter aber immer noch da. Gegen Mittag holten wir dann den Sheriff aus dem Winterquartier. Der Wagen sprang trotz nicht abgeklemmter Batterie nach wenigen Sekunden orgeln perfekt an. Wir hatten extra einen Booster mitgenommen aber der war an der Stelle überflüssig :D Danach noch kurz den Ölstand von Getriebe und Motoröl gecheckt, etwas ATF aufgefüllt und ab dafür. Bevor es in die Werkstatt ging waren wir noch wir noch eine Kleinigkeit essen. Nach dem Essen durfte ich auch mal kurz fahren. Ich kann nur sagen: Wow!

 

Der Unterschied zu vorher ist deutlich spürbar. Nicht nur das der Leerlauf jetzt absolut sauber und ruhig ist, der Wagen zieht auch tatsächlich merklich besser als vorher. Da hatten sich wohl tatsächlich ein paar Pferde durch die defekten Ventilschaftdichtungen von der Koppel verdrückt. Jetzt sollte es aber endlich in die Werkstatt gehen.

 

Unsere To-Do Liste für Tag 1 sah wie folgt aus:

 

- Bestandsaufnahme

- Wenn möglich Equipment verbauen

- Lichtbalken montieren

 

Zu aller erst nahmen wir aber den Innenraum auseinander! Wir wollten schließlich bei der Bestandsaufnahme nach Kabelresten suchen die auf altes Equipment hindeuten. Also Sitze raus, Innenraumverkleidungen ab und den Gummiteppich ausbauen. Die Sitze sind relativ einfach zu entfernen, einfach die Schrauben vorne und hinten lösen und dann falls vorhanden die Kabel der Sitzverstellung ab. Den Sitz entsprechend zu verschieben erleichtert die Sache übrigens ungemein ;) Die Sitzbank hinten ist sogar nur eingeklickt. Einmal eindrücken und nach oben rausziehen reicht. Das Rückenteil ist lediglich mit 2 massiven Torx gesichert, da an diesen auch die Verankerungen für die Sicherheitsgurte hängen erkennt man diese ganz schnell ;) Bei der Gelegenheit fanden wir einen Notizzettel der wohl noch aus der Zeit als aktiver Streifenwagen stammte. Auf dem Zettel war scheinbar eine Täterbeschreibung mit ungefährem Wohnort (Kettleman City) und der Beschreibung des Fahrzeugs (schwarzer Camaro) des Täters. Dazu fanden wir endlich unser erstes amerikanisches Geld. Waren am Ende glaube ich nur 8 Cent oder so, aber immerhin. Dazu fanden wir einen winzigen Klebezettel die noch mal bewies das es sich bei unserem Auto um Einheit 52763 handelte :cool:

 

Weiter ging es dann mit den Verkleidungen, diese sind nur verschraubt oder eingesteckt. Kannten wir alles schon von der Aktion mit der Haubenentriegelung. Danach entnahmen wir den vorderen Innenraumteppich, an den hinteren kam man jetzt auch vom Innenraum super ran. Der Innenraum wurde gründlich ausgesaugt da dort der Staub und Dreck der Jahrzehnte lag. Die "Teppiche" reinigten wir mit einer Bürste, der Snow Foamer und der Allzweckreiniger leisteten dabei gute Dienste :cool:

 

Danach waren die Sitze dran. Auch hier kamen wieder die Bürste und der Snow Foamer zum Einsatz. Danach kam der Nasssauger dran. Ihr wollt nicht wissen was für eine widerliche Brühe wir danach aus dem Sauger gekippt haben..........

 

Da das Wetter warm und sonnig war haben wir die Sitze zum trocknen rausgestellt. Dies dauerte dank dem Wetter auch nur 1-2 Stunden. Sehr schön :) Nach dem Innenraum war dann der Balken dran. Wir machten noch eine kurze Bestandsaufnahme, testeten durch ob der Balken noch lief und danach machten wir uns an die Füße. Leider war auch das zweite Set unvollständig, zum Glück hatte unser Freund noch einen anderen Aerodynic auf Lager liegen. So machten wir aus 3 Teilen am Ende ein vollständiges. Es waren noch ein paar Anpassungsarbeiten an dem Halter nötig aber dann passte alles soweit. Vor der Montage machten wir uns noch auf die Suche nach diversen Spuren. Dabei fanden wir zwar Spuren, aber die gaben am Ende mehr Rätsel auf als vorher. Im Kofferraum war wohl auch mal irgendwas unter der Hutablage verbaut und dort fanden wir auch Reste eines Stromkabels. Leider haben wir keinen Schimmer was dies gewesen sein könnte. Wir fanden dazu noch ein zweites Lautsprecherkabel im Motorraum was etwas paradox ist da das Kabel in der B-Säule welches wir für das Kabel für den Lichtbalken hielten ebenso ein Lautsprecherkabel ist welches ins Dach geht. Im Balken war also definitiv ein Lautsprecher. Wir fanden allerdings keine Spuren im Motorraum der auf den Montageort des Lautsprechers hindeutete. Unser Kumpel hatte etwas später einen Geistesblitz. Es gab für den Caprice wohl einen Lautsprecher den man quasi spurlos verbauen konnte da man für den entsprechenden Lautsprecher eine Halterung gebaut hatte welche sich perfekt in die Einbuchtungen am Fan-Shround montieren ließen. Das würde die fehlenden Einbauspuren erklären. Die Kabel waren ja definitiv noch vorhanden. In der A-Säule auf der Faherseite fanden wir dann noch ein Kabel welches wohl zum Funkgerät gehörte. Der Lautsprecher war ja am Dach montiert. Mittlerweile wissen wir auch welcher Flasher verbaut gewesen sein müsste. Von den Spuren her deutete alles auf einen "Roadrunner" von SoundOff oder einen "Fhl2-sc" von Federal Signal hin. Die Spuren sprechen aber eher für den Flasher von Federal Signal. Würde zumindest von der Marke besser zum Lichtbalken passen. Werden wir uns dann mal bei Gelegenheit besorgen :) Nach alldem war es schon spät und wir beschlossen Essen zu gehen. Nach dem Essen kam dann die Montage des Balkens, da ich dazu nicht viel beitragen konnte beschloss ich die Schriftzüge auf der Fahrerseite mal mit einem Kreidestift nachzumalen.

 

Meine Vermutung das die Spuren auf der Fahrerseite besser erhalten sind bestätigte sich. Ich konnte alle vorhandenen Linien erkennen und rekonstruieren. Das sollte bei der Erstellung der Decals helfen. Leider fehlt der Großteil des "Innenlebens" der Buchstaben da diese wohl nicht ausgeschnitten sondern einfach nur gedruckt waren. So konnten sich dann leider keine Schatten auf dem Lack absetzen, aber immerhin! In der Zwischenzeit wanderte wie angekündigt der Balken aufs Auto. Nach ein paar Anpassungsarbeiten und ein bisschen Gefummel saß er fest an seiner Position. Sieht schon echt schick aus! Gegen 2 Uhr morgens ging es dann fürs erste ins Bett, wir beschlossen am nächsten Tag weiterzumachen.

 

Am nächsten Morgen durchforsteten wir die Teilekiste und schauten was wir an dem Tag noch so alles schaffen könnten. Da meine bessere Hälfte gerne gegen Nachmittag wieder nach Hause wollte blieb nicht mehr für alles Zeit. Wir beschränkten uns auf die akutesten Baustellen, in dem Falle auf den Umlenkhebel und die Stoßdämpfer. Ursprünglich wollten wir die Spurstangen mitmachen, da wir aber feststellten das die alten nur minimalen Verschleiß zeigten und wir auch keine Möglichkeit hatten spontan die Spur einzustellen beließen wir es bei den alten.

 

So fingen wir mit den Stoßdämpfern an. Da der Wagen keinen ernsthaften Rost hat und an der Lenkung wohl auch schon einmal was passiert ist waren alle 4 Stoßdämpfer innerhalb einer guten halben Stunde getauscht. Normalerweise dauert die Aktion locker 2-3 Stunden da immer mindestens eine Schraube zickt. In unserem Falle aber nicht. Auf die Frage meiner besseren Hälfte was an den neuen Stoßdämpfern jetzt besser ist folgte eine beeindruckende Demonstration. Unser Kumpel stemmte sich mit seinem vollen Gewicht auf einen der alten und auf einen der neuen Dämpfer. Der alte gab viel schneller nach und nach 2-3 Versuchen blieb der alte einfach im eingefahrenen Zustand stecken! Was lernen wir daraus? Kauft keine billigen Stoßdämpfer! Bei der Begutachtung der alten Dämpfer stellen wir fest das die Dämpfer an der Hinterachse noch billiger waren als die an der Vorderachse. Gut das wir die getauscht haben. Jetzt fährt sich der Wagen definitiv besser. Danach kam der Umlenkhebel dran, auch das war innerhalb einer Stunde erledigt. Die Lenkung hat jetzt schon deutlich weniger Spiel als vorher, bei der Gelegenheit stellen wir fest das der Center Link auch mal neu gemacht werden könnte. Gut, ist auch so eine Caprice Krankheit. Ist auch kein großer Akt und kosten tut das Ganze (das Moog Teil kostet keine 40€) auch nicht viel. Kommt mit auf die Einkaufsliste!

 

Der Rest des Fahrwerks hat längerfristig auch mal eine Überholung verdient, da die Fahrwerksgummis auch schon nicht mehr so dolle aussehen. Ist jetzt aber auch keine große Überraschung, der Wagen ist immerhin 25 Jahre alt! Wenn wir an dem Wochenende eins festgestellt haben dann das der Wagen für sein Alter noch echt gut beisammen ist.

 

In der Zwischenzeit hatte ich mich daran gemacht die Hauptscheinwerfer mal zu polieren. Durch den Wüstenstaub waren diese leicht blind geworden. Ein mittleres Pad und das Swirl X verschafften Linderung. Danach war es an der Zeit die Achsteile abzuschmieren. Bei einem Teil musste ich soviel Druck anwenden das der Aufsatz des Schlauchs von dem Schmiernippel geflogen ist. Ende vom Lied: Meine Klamotten waren mit einer feinen Fettschicht benetzt. Nachdem die Nippel abgeschmiert waren ging baute ich den Innenraum wieder zusammen. Rückbank montieren, Gurte, Innenraumverkleidungen und der Teppich wanderten Stück für Stück wieder an Ihren angestammten Platz. Dabei machte ich mir die Mühe die Verkleidungsteile wieder einigermaßen gerade und bündig zu montieren. Beim abrüsten hatte man sich damit nicht allzu viel Mühe gegeben. Zum Schluss kamen dann die Vordersitze. Zu unserer Freude hatten wir bei der Demontage festgestellt das der Wagen vorne 3 Gurte hat :) Die sollten natürlich wieder so verbaut werden das man diese theoretisch wieder nutzen kann. Sieht einfach vollständiger aus ;) In der Zwischenzeit wanderte der Funklautsprecher auch an seinen angestammten Platz. Wir sind uns zu 100% sicher das der Lautsprecher dort gesessen hat weil auch die Einbaulöcher perfekt zu den Spuren passen.

 

Als wir damit durch waren erfolgte noch mal ein kurzer Check aller Flüssigkeiten sowie eine Probefahrt durch meine bessere Hälfte. Während der Probefahrt bastelte ich schnell eine Geschwindigkeitstabelle für meine bessere Hälfte. Der Tacho zeigt ja nur Meilen an und die Tabelle sollte Ihr zukünftig eine große Hilfe sein zu wissen wie schnell Sie gerade fährt :) Danach war es auch schon an der Zeit Abschied zu nehmen. Die Uhr zeigte mittlerweile auch schon wieder nach 16 Uhr an und meine bessere Hälfte wollte das gute Wetter für die Fahrt nach Hause ausnutzen. Vor der finalen Abfahrt noch kurz tanken. In beide Autos gingen mit einer Differenz von 4cl so gut wie gleich viel Benzin hinein. Zufälle gibt's ;) Wie sich der Verbrauch mit dem Lichtbalken gestaltet wird die Zukunft zeigen. Man merkt beim fahren schon das der Luftwiderstand jetzt deutlich erhöht ist. Der blaue hat sich auf der Fahrt hin auch einen etwas kräftigeren Schluck gegönnt. 13,4 Liter ergab die Rechnung, dies war aber auch der Tatsache geschuldet das ich als ich den Wagen geholt hatte mal eben 60km durch den schlimmsten Ferienverkehr musste und eigentlich sämtliche Autobahnen sowie die Stadt komplett verstopft waren. Das drückt natürlich den Verbrauch ordentlich nach oben :( Dafür hatten wir auf der Rückfahrt keinerlei Stau und ich habe somit nicht mal eine halbe Tankfüllung für die gut 380km gebraucht. Damit komme ich im Kopf auf ca. 11,x Liter. Gar nicht mal so schlecht dafür das mein Schnitt so bei 120-140 lag und die Strecke viele Bergstücke zu bieten hatte auf denen der Wagen auch schon mal in den zweiten runterschaltete um das Reisetempo zu halten :cool:

 

Die Fahrt nach Hause war dann auch sehr entspannt und die Leute schauten den Wagen natürlich alle an. Ausgerechnet an diesem Tag waren auf der Autobahn sehr viele Streifenwagen unterwegs, einer bremste sogar extra auf der linken Spur ab um den Wagen von der Seite betrachten zu können :D

 

Unsere To-Do Liste an dem Auto sieht damit wie folgt aus:

 

Erledigt

 

Differentialöl getauscht und Dichtung erneuert

Haubenzug erneuert

Radlager hinten erneuert

Umlenkhebel erneuert

Ventilschaftdichtungen erneuert

Verkabelung Temperaturfühler erneuert

Wasserpumpe erneuert

Stoßdämpfer erneuert

 

Damit wäre technisch eigentlich das schlimmste erledigt!

 

Zu machen wären damit noch:

 

Reifen (ein Satz guter Reifen wäre auf Dauer nicht verkehrt)

Spurstangen (kommen bei Gelegenheit mal rein)

Verkabelung (da braucht es Zeit für)

Konsole

Decals

Hat Dir der Artikel gefallen? 5 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

Fri Feb 09 12:12:04 CET 2018    |    Dynamix    |    Kommentare (80)

Car Guy oder Pragmatiker

Heute mal wieder ein Thema das ein bisschen Beteiligung der geschätzten Stammleserschaft verspricht :) Jeder Mensch hat eine andere Einstellung zum eigenen Auto. Die einen lieben es, verhätscheln es und behandeln es besser als sich selbst. Die anderen gehören eher zu den automobilen Pragmatikern die nach dem Motto "Hauptsache der Hobel läuft" leben. Jeder kennt sicherlich jemanden von der ein oder anderen Sorte ;)

 

Mich selbst würde ich definitiv als Car Guy beschreiben und dies hat sich über die Jahre nur verschlimmert. Anfangs war ich eher jemand dem es wichtig war das der Wagen gut gewartet ist und der Wagen alle paar Wochen/Monate mal gewaschen wird damit er nicht so schäbig aussieht.

 

Früher war es so:

 

War was kaputt bin ich direkt in die Werkstatt. War der Wagen dreckig habe ich den Gartenschlauch/HRD und den Eimer rausgeholt. Hatte der Wagen mal eine Politur nötig habe ich einen Lappen und die "gute" Aldi Carnubawachs Politur aus dem Carport geholt :D

 

Heute läuft das je nach Auto alles etwas anders ab:

 

Ist was kaputt fahre ich entweder in die Werkstatt (Mii) oder versuche es selber zu richten bzw. mir das nötige Know-How über Ersatzteile und die Reparatur anzueignen (Caprice). Bei Ersatzteilen wir wenn möglich vorher selbst geschaut was es gibt, was gute Qualität ist und entsprechend auch etwas teurer eingekauft, man will ja für sein Schätzchen nur das Beste ;) Ist der Wagen dreckig geht er durch die Waschanlage (Mii) oder wird per Hand gewaschen (Caprice). An dieser Stelle folgt jetzt vermutlich einer der größten Unterschiede zu früher :D

 

Es begab sich letztes Jahr das ich meinem Auto mal was richtig gutes tun wollte. Jetzt hatte ich schon so viel in die Technik investiert das ich den Lack irgendwie außer Acht gelassen hatte. Klar wurde der Wagen des öfteren gewaschen aber poliert oder gewachst? Nicht wirklich! Da Nick das Ganze bei mir mal Quick & Dirty gemacht hatte und ich diesen hammermäßigen Glanz noch in Erinnerung hatte war es Zeit mir auch eine Poliermaschine anzuschaffen, vor allem weil mein Lack dank längerer Standzeiten unter Bäumen an manchen Stellen echt schäbig aussah. Das sollte nicht so bleiben! Ergo wurde der gute alte Lappen mittlerweile durch eine Poliermaschine ersetzt, die "gute" Aldi Carnuba Politur habe ich seit meinem ersten Auto nicht mehr angerührt (gut, das Sonax Zeug das ich für Auto Nummer 2 angeschafft taugte auch nicht mehr) und mir stattdessen ein paar Meguiars Produkte (die hatten es mir bei meiner Recherche nach brauchbaren Mittelchen irgendwie angetan) besorgt die Schritt für Schritt eingearbeitet werden wollen.

 

Dazu habe ich mit dem Victoria Wax Concours Wax noch ein Wachs auf Lager (ein Geschenk einer MT-Legende) das man am besten mit der bloßen Hand in den Lack einmassiert (Autoerotiker fühlen sich spätestens hier angesprochen :D) und ich habe mittlerweile mehr Microfasertücher (ebenso ein Geschenk) für das Auto als Handtücher fürs Badezimmer :D Gibt sicherlich einige die das belächeln, aber das Endergebnis hat mich zu einem kleinen Autopflegenerd gemacht und das ist es mir wert :) Klar, für den Ottonormal Autofahrer ist das schon echt übertrieben, aber es ist ja auch mein großes Hobby und meine "Spielzeuge" meine große automobile Liebe. Es ist einfach ein Wahnsinnsanblick wenn da 5,5 Meter Detroit Stahl (ICH darf das sagen da mein Auto tatsächlich dort gebaut wurde :D) frisch poliert vor einem stehen und der dunkelblaue Lack in der Sonne einfach nur abartig glänzt.

 

Natürlich gibt es die Car Guy Macke in unterschiedlichen Ausprägungen. Es gibt da auch noch die Neuwagenliebhaber (tun alles um den Neuwagenzustand zu erhalten), die Altblechfans (tun alles um das Auto ansehnlich und fahrbar zu halten), die Tuningfreaks (pumpen tonnenweise Kohle in technisches und optisches Tuning) von denen jeder seine Macke auf eine andere Art und Weise auslebt die aber alle eins gemein haben: Sie kümmern sich um Ihre Autos!

 

So, genug Autopornographie für heute! Kommen wir lieber zu der anderen Seite der Medaille, schließlich gibt es da noch den Pragmatiker.

 

Meiner Erfahrung nach können die Autopragmatiker in etwa so beschrieben werden:

 

Leute die Ihr Auto schon als gewaschen ansehen wenn es mal geregnet hat, Leute die erst zur Werkstatt rennen wenn der TÜV nein sagt oder das Auto schon in Flammen steht. Diese Leute kaufen nicht selten Autos zum "TÜV runterfahren" und sind glücklich damit.

 

Dann gibt es da noch ein Zwischending, quasi eine merkwürdige Kreuzung aus Car Guy und Pragmatiker. Manche würden Ihn auch schlicht "Kevin" nennen :D

 

Dieses "Zwischending" zeigt sich bei Leuten die auf der einen Seite ein nicht alltägliches Auto im Alltag fahren, nicht unerhebliche Geldbeträge in schlechtes Tuning investieren, denen aber dann das Geld oder die Lust fehlt das Ganze auch konsequent durchzuziehen wie bei den Car Guys. Pflege ist meistens ein Fremdwort, bei Ersatzteilen wird nicht selten auf das billigste Zeug zurückgegriffen (50€ Reifen vom A.T.U., nur das beste für die alte S-Klasse :D) und beim Tuning kommt es nur darauf an aufzufallen, egal wie dilletantisch oder billig das Ganze am Ende aussieht. Ich persönlich hatte da schon meine Erfahrungen mit solchen Jungs. Meistens männlich, irgendwo zwischen 18 und 25 Jahre alt (danach ist man hoffentlich zu alt für diesen Scheiß) und mit einem leichten bis akutem Kevinismus geschlagen :D In meiner Jugend auf dem Dorf war ich nur von solchen Typen umgeben. Kaltlichtkathoden im Innenraum wo noch überall die überschüssige Verkabelung zu sehen war, billigste Subwoofer die stümperhaft verkabelt und gesichert waren, billigste Alufelgen gegen die selbst Stahlfelgen hübsch sind, billige Tieferlegungsfedern, billige Brülltüten und und und waren die Erkennungszeichen. Diese Spezies wird auch nicht aussterben solange es Autos und Männer mit klammen Budget gibt :D

 

Welcher Typ seid Ihr? Car Guy oder Pragmatiker? Ich kann mir zwar denken wie die Umfrage auf einer Seite wie MT enden wird aber vielleicht werde ich ja eines besseren belehrt ;)

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

Sat Jan 27 19:58:09 CET 2018    |    Dynamix    |    Kommentare (36)

Jeder der ein altes Auto fährt hat sich sicherlich schon einmal gewünscht er hätte die ein oder andere Segnung der Moderne in seinem Auto. Unter den vermissten Dingen findet sich oftmals ein modernes Infotainmentsystem welches die Musik vom Handy oder die Navigation handeln kann.

 

Möglichkeiten hat es immer schon gegeben, mal mehr mal weniger ausgefuchst. Wer Musik aus der Konserve wollte, aber kein MP3 fähiges Radio hatte musste sich meist anders behelfen. Vor 10 Jahren hätte die Lösung noch wie folgt ausgesehen: Altes Radio raus und irgendwas modernes rein. Kann man machen, sieht aber gerade in einem alten Auto oft ziemlich sch**** aus. Nichts wirkt fremdartiger als ein in allen Farben des Regenbogens leuchtendes Nachrüstradio in einem alten Auto. Natürlich gibt es mittlerweile diverse Radios die diesem Umstand Rechnung tragen. Der bekannteste Ableger auf dieser Seite des Atlantiks dürfte das Becker Mexico sein. Allerdings dürfte nicht nur mir spätestens beim Anblick des Preises schlecht werden. Dazu sieht man dem Mexico eben auch an das es ein modernes Radio ist. Das gleiche gilt im Prinzip für die Retrosound Radios die auf der anderen Seite des Atlantiks keine Unbekannten sind. Retrosound gibt sich zumindest etwas Mühe an die Originaloptik der Werksradios heranzukommen. Man sieht auf dem Titelbild die Ähnlichkeiten zum GM Werksradio aus der Zeit meines Caprice. Spätestens wenn man dann bei beiden in das moderne Display blickt ist es mit der Nostalgie leider wieder vorbei. Allerdings gibt es gibt noch andere Alternativen auf die ich im folgenden eingehen möchte :)

 

Adapterkassette

 

Fangen wir mit der guten alten Adapterkassette an die es einem zumindest ermöglicht Musik vom Handy auf die Anlage des Autos zu übertragen. Funktioniert natürlich nur wenn man noch so ein Uraltradio mit Kassettendeck hat ;) Ich selbst habe die Dinger immer mal wieder genutzt. Mein Fazit: Relativ günstig und über eine gewisse Zeit lang auch zuverlässig. Klanglich nicht wirklich gut wobei hier alles mit der Qualität der verbauten Anlage und dem Zustand des Kassettendecks steht und fällt. Ist also mehr eine "quick & dirty" Lösung als echte Alternative.

 

 

 

 

 

FM Transmitter

 

Der FM-Transmitter ist die etwas elegantere Alternative zur Adapterkassette. Diese funktionieren grundsätzlich mit jedem Radio und man hat nicht ständig dieses an einen Tamponfaden erinnernde Kabel aus dem Kassettendeck hängen. Einfach das Handy anstöpseln und am FM Transmitter die möglichst freie Frequenz des Radios einstellen. Funktioniert grundsätzlich gut und störungsfrei, vorausgesetzt man hat eine Frequenz gefunden die wirklich frei von Einflüssen anderer Sender ist. Geht aber alles wenn man sich mal mit den Sendern in seiner Gegend beschäftigt ;) Klanglich schon besser als die Adapterkassette, wenn auch im Vergleich zu einer Bluetooth Verbindung mit Abstrichen. Beim Kauf solltet Ihr darauf achten ruhig ein etwas besseres Gerät zu nehmen. Ich hatte mal eins von Hama welches fürchterlich billig war. Bei dem ist dann auch permanent der Stecker der Stromversorgung abgefallen. Ärgerlich wenn das während einer Fahrt mehrfach passiert. Gute Erfahrungen habe ich bisher mit dem Tunecast von Belkin gemacht. Diese bieten eine solide Verarbeitung und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Kann man nicht viel mit falsch machen, weshalb ich mir sogar ein zweites kaufte nachdem Nummer 1 durch einen blöden Zufall kaputt ging. Nummer 2 ist mittlerweile leider auch hin (hatte es in einer Kiste gelagert wo blöderweise eine Flasche Glasklar drinlag, den Rest könnt Ihr euch denken :D) weswegen es nie im Caprice zum Einsatz kam. Aus dem Grund haben wir nach Alternativen geschaut zu denen wir jetzt kommen, denn es gibt mittlerweile Transmitter die noch viel mehr können ;)

 

FM-Transmitter mit Bluetooth Schnittstelle sind keine Seltenheit mehr und diese bieten gleich mehrere Vorteile. Zum einen entfällt das Kabel zum Handy (was Apple Fans freuen dürfte da Sie sich somit den dusseligen Lightning/Klinke Adapter sparen können) und zum anderen bieten diese auch ein integriertes Mikro und damit eine Freisprecheinrichtung und das alles über das Autoradio :)

 

Wir haben uns testweise für das Aukey BT-F4 entschieden. Die Einrichtung ist wirklich kinderleicht! Gerät einstecken und das Gerät via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln, dass war es bereits! Im Mii machte es einen ordentlichen Eindruck, wenn auch in Sachen klang hörbar schwächer im Vergleich zum Werkssystem. Für nicht einmal 30€ macht es seine Sache aber schon ganz gut und die Freisprechfunktion funktioniert tatsächlich besser als ich es erwartet hätte.

 

Dazu kommt das unser Anwendungsbereich ein ganz anderer ist, nämlich der Klassiker mit Original Asbach Uraltradio. Entsprechend haben wir das System natürlich im Caprice getestet, da die Adapterkassette zum einen zu unausgeglichener Lautstärke führt. Passiert wenn der Lesekopf des Kassettendecks nicht mehr der beste ist bzw. verschmutzt aber das ist ein anders Thema ;) Kommen wir also zum eigentlichen Test. Auch hier wieder das selbe Spiel:

 

Kabel einstecken und das Gerät via Bluetooth koppeln, dass wars! Vom Klang definitiv überzeugender als die Adapterkassette! Der Klang kommt gleichmäßig auf allen Kanälen an und Störungen gab es beim Test auch keine. Die Freisprechfunktion habe ich jetzt nicht getestet, aber im Mii funktionierte das schon ganz gut. Sollte also auch in alten Autos genauso funktionieren. Praktisch: Das Ganze kommt mit einer Art Montageplatte die man an einer Stelle festkleben kann wo das Mikro am besten funktioniert. So fliegt das Teil während der Fahrt nicht überall im Auto herum.

 

Ebenso gibt es auch Geräte mit DAB+ Funktion, aber da sind wir nicht selten schon im Bereich über 100€. Die Firma Albrecht bietet solche Geräte beispielsweise an. Das muss es einem dann allerdings auch wert sein ;)

 

 

Alte Radios mit einem Aux Anschluss nachrüsten

 

Ja, auch das geht mittlerweile! Es gibt ein paar kleine Anbieter (hauptsächlich auf eBay) die sich alte Radios vornehmen und diese mit einem Aux Anschluss nachrüsten. Dabei muss allerdings nicht selten irgendeine Funktion des Originalradios weichen. Im besten Fall der Anschluss eines CD-Wechslers den man eh nicht hat. In den meisten Fällen wird ein einfaches Klinke-Kabel nachgerüstet und dieses dann beim Einbau irgendwo mehr oder weniger elegant verlegt. Die meisten entscheiden sich bei sowas für das Handschuhfach als Versteck für das Klinke-Kabel.

 

Sicherlich eine der eleganteren Lösungen, allerdings auch eine die zum einen ein wenig kostspielig und zum anderen aufwändig ist.

 

USB-Box

Jetzt kommen wir zu einer Lösung die sich eher für nicht ganz so alte Autos eignet. USB-Boxen bieten je nach Ausführung im Prinzip die gleichen Funktionen wie ein FM-Transmitter, allerdings nutzt man hier wie bei der Lösung mit dem nachgerüsteten Klinke-Kabel einen nicht genutzten Eingang des Originalradios. Je nach Radio kann man so nicht nur die Musik vom Handy abspielen sondern das Ganze sogar steuern, auch wenn dies meist eher so lala funktioniert ;) Peugeot hatte eine Zeit lang mal eine ungelabelte Dension USB-Box im Zubehörkatalog.

 

Der Funktionsumfang reicht von einfacher Musikübertratung via USB bis zu allen möglichen Bluetooth Funktionen. Diese umfassen nicht nur das streamen von Musik via Bluetooth sondern auch eine Freisprechfunktion.

 

Navigation

 

Moderne Smartphones besitzen mittlerweile alle eine vernünftige Navigationsfunktion welches problemlos jedes Navigationssystem ersetzen kann. Vorteil: Immer aktuelles Kartenmaterial und man muss nicht extra ein portables Navi mit sich herumschleppen. Die geläufigsten Softwares sind hier wohl "Apple Karten" und "Google Maps". Es gibt auch Alternativsoftware von namenhaften Navigationsanbietern, die allerdings bezahlt werden wollen. Ob man die Zusatzfeatures dieser Software braucht entscheidet am besten jeder für sich selbst. Nicht jeder braucht den Radarfallenwarner oder die Synchronstimme von Arnold Schwarzenegger welche einem den Weg weist.

 

Ein kleiner Nachteil an der Geschichte ist natürlich das man das Handy während der Fahrt unter Umständen bedienen muss was mittlerweile illegal ist, auch wenn das Handy in einer Halterung steckt. Eine wirklich pfiffige Lösung dafür hat sich meiner Meinung nach Google dafür einfallen lassen. Seit Version 2.0 ist Android Auto nicht nur in der Lage das Smartphone auf den Naviscreen zu spiegeln sondern auch mit einem eigenen Interface gesegnet. Dies kommt besonders Autos entgegen die überhaupt kein modernes Infotainment haben. Das Layout ist dabei perfekt auf Autofahrer abgestimmt. Nur die wichtigsten Funktionen sind freigeschaltet (Musik, Telefon, Navigation) und alles ist miteinander vernetzt. Es gibt für jede Funktion einen gut erkennbaren und großen Button der einen direkt zur gewünschten Funktion führt. Das hat den Vorteil das man sich nicht erst durch 20 Menüs durchwurschteln muss. Das Ganze ist sehr praktisch und in Kombination mit einem Bluetooth FM Transmitter beispielsweise hat man die selben Funktionen wie bei einem modernen Infotainmentsystem :)

 

Ein weiterer Vorteil von Android Auto ist die Verknüpfung mit dem Google Assistant. Kommt eine Nachricht herein oder will man einen Anruf tätigen braucht man dies dem Assistant nur zu sagen. Man muss nicht die Hände vom Lenkrad nehmen was in Hinblick auf das Handyverbot am Steuer sehr praktisch ist. Dies funktioniert leider noch nicht mit allen Funktionen (Musik zum Beispiel) von Android Auto, weshalb man dann doch ab und an mal auf dem Display rumtatschen muss. Sobald die Einbindung aber komplett erfolgt ist könnte die App DIE Alternative für Altautofahrer sein.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 2 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Jan 21 10:57:07 CET 2018    |    Dynamix    |    Kommentare (19)

Der Titel sagt es eigentlich schon, heute soll es mal um Autos gehen die eher ein Flop waren. Wie jeder Autohersteller, so hatten auch die Amerikaner im Laufe der Zeit immer mal wieder Modelle im Programm die gefloppt sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mal liegt es einfach nur an einer Optik die völlig am Geschmack der Kunden vorbeigeht, mal an technischen Problemen und manchmal einfach nur an einem schlechten Image. Fangen wir also an:

 

Chevrolet Corvair

 

Der Corvair war prinzipiell kein schlechtes Auto. Chevrolet suchte in den späten 50ern einen Weg sich einen Stück vom Compact Car Kuchen abzuschneiden. Die Chrysler Corp hatte mit dem Plymouth Valiant ihren Beitrag für diese Klasse bereits geleistet und auch Ford hatte mit dem Falcon ein Kompaktauto im Programm. Dazu kam die Konkurrenz durch die Europäer in Form des VW Käfer. Entsprechend entwickelte man bei GM ein Auto das sich vom Grundprinzip schamlos beim Käfer bediente. Den luftgekühlten Boxermotor im Heck kennt man nämlich hauptsächlich vom Käfer ;) Mit diesem Rezept hatte Chevrolet anfangs auch durchaus Erfolg. Man verpflanzte sogar etwas später einen luftgekühlten Boxer mit Turbo in den Corvair. In Spitzenzeiten konnten fast 300.000 Fahrzeuge pro Jahr abgesetzt werden. Warum taucht der Wagen dann in dieser Liste auf? Nun, der Grund dafür hörte auf den Namen Ralph Nader. Nader war Verbraucherschutzanwalt der besonders durch ein Buch bekannt wurde in dem er sich auf das zugegebenermaßen nicht ganz einfache Fahrverhalten des Corvair stürzte. Da der Corvair in einer Klasse antrat in der die Preise möglichst billig sein sollten setzte man bei der Corvair Hinterachse auf eine Pendelachse. Dazu kam die durch den Heckmotor ungünstige Gewichtsverteilung von über 60% auf der Hinterachse. Dazu kam das die Dämfper auf der Hinterachse zu schwach ausgelegt waren. Die Folge war ein starkes übersteuern bei zu hohem Tempo. Ein Fahrverhalten welches den ersten Turbo Porsches 10 Jahre später ebenso nachgesagt wurde ;)

 

Nader hatte sich also genau auf dieses Fahrverhalten gestürzt und sein ganzes Buch darauf ausgerichtet. Die Folge war eine hohe Aufmerksamkeit für den Corvair, diese war allerdings alles andere als gut für den Wagen. Schon im Jahr 1966 brachen die Verkäufe stark ein welche sich im Laufe der Folgejahre immer weiter verschlechterten. Von noch 235.000 Autos im Jahr 1965 waren im Jahr 1969 gerade mal lumpige 6000 Stück übrig geblieben. Zu wenig um erfolgreich zu sein und damit war das Ende des Corvair besiegelt.

 

Chevrolet Citation

 

Den Citation ereilte ein ähnliches Schicksal wie den Corvair. Relativ erfolgreich gestartet, brachen die Verkaufszahlen dann schlagartig und ziemlich nachhaltig ein. Was war passiert? Der Citation sollte 1980 den überaus beliebten Nova beerben. Er stand auf GMs brandneuer X Plattform und sollte Chevrolet im Kompaktsegment zum Erfolg verhelfen. Der Wagen war für amerikanische Verhältnisse (4,5m) wirklich klein. Dazu wird man keinen V8 Motor in einem serienmäßigen Citation finden. Chevrolet wollte mit dem Citation wirklich ein erschwingliches und vor allem ökonomisches Auto auf den Markt bringen. Die Formel ging im ersten Modelljahr auch auf. Satte 800.000 Exemplare verkaufte man allein im ersten Modelljahr. Blöderweise zeigten sich ziemlich schnell diverse Konstruktions- und Qualitätsmängel woraufhin die Verkäufe brutal absackten. Chevrolet ragierte mit diversen Rückrufmaßnahmen was dem Citation den wenig rühmlichen Titel als Auto mit den meisten Rückrufen der amerikanischen Automobilgeschichte einbrachte. Der Ruf war damit nachhaltig ruiniert womit auch die starke Überarbeitung unter dem Namen "Citation II" nichts mehr half. Der Citation wurde bereits 1985 wieder eingestellt.

 

Pontiac Aztek

Böse Zungen behaupten das der Aztek das hässlichste Auto aller Zeiten sei. Die Optik ist sicherlich gewöhnungsbedürftig mit seinen vielen Kanten, Flächen und der merkwürdig geteilten Frontmaske. Diese wirkt ein bisschen als ob man auf dem Schrottplatz 2 Autos übereinandergestapelt und dann gleichzeitig in die Presse verfrachtet hat. Wurde das Concept Car vom Publikum noch wohlwollend aufgenommen (anders wäre es wohl nie zur Serienproduktion gekommen), so floppte die Optik des Serienmodells bei den Kunden. Das Concept Car des Aztek war schon alles andere als zurückhaltend, allerdings wirkte dieses immer noch deutlich weniger unförmig als das Serienmodell. So kam es dann auch das ein paar Rettungsversuche später der Wagen im Jahr 2004, nach nicht mal 5 Jahren Bauzeit, wieder eingestellt wurde. Der Wagen erlangte als "Dienstwagen" von Walter White in Breaking Bad Berühmtheit und somit einen gewissen Kultstatus. Ironisch das sich der Aztek heutzutage in den USA gerade bei jüngeren Käufern aufgrund seiner Variabilität großer Beliebtheit erfreut. Pontiac konzipierte den Wagen ursprünglich auch für diese Zielgruppe, weshalb es beispielsweise einiges an Camping Equipment (Zelt zum Anbau ans Heck etc.) gab mit dem der Aztek in eine Art Campingmobil verwandelt werden konnte.

 

Edsel

 

Die Geschichte der Marke Edsel ist ein wunderbares Beispiel dafür wie man mit einer Produkteinführung auf die Nase fallen kann. In den 50ern boomte die US-Wirtschaft und Ford wollte mit einer Marke überhalb von Ford (billig) und Mercury (obere Mittelklasse) bei der Kundschaft punkten. GM besetzte diese Nische mit der Marke Oldsmobile, Chrysler mit der Marke Dodge. Ford selbst hatte zu der Zeit nur die Marken Ford, Mercury und Lincoln zu bieten. Eine neue Marke musste also her. Diese sollte den Namen Edsel, dem Sohn von Henry Ford, tragen. So begann man Mitte der 50ern mit den nötigen Vorbereitungen. Ford betrieb einen wahnsinnigen Aufwand um die Marke bekannt zu machen. Man schaltete Werbungen und man ließ sogar eigene Sendungen produzieren für welche man berühmte Stars wie Bing Crosby und Frank Sinatra buchte. Man ließ Zeitungsartikel in großen Magazinen veröffentlichen um die Marke mit blumigen Worten zu bewerben. Im Modelljahr 1957 wurden die ersten Edsel verkauft und die Einführung floppte kolossal. Was war passiert? Als einer der meistgenannten Gründe gilt sicherlich das Design. Bereits bei der Entwicklung wollte man das die Edsels aus der Masse herausstechen. Dies sollte unter anderem durch einen besonders schmalen und hoch stehenden Kühlergrill erreicht werden. Leider stellte man fest das der ursprüngliche Designentwurf aus technischer Sicht nicht funktioniert. Man verbreiterte den Kühlergrill und so entstand das berüchtigte Edsel Gesicht welches von vielen spöttisch als Klobrille bezeichnet wurden. Weniger nette Zeitgenossen sahen in dem Kühlergrill gar ein weibliches Geschlechtsteil. Nach gerade einmal 3 Jahren stellte Ford die Marke Edsel bereits wieder ein. Man verbannte zwar im letzten Modelljahr den Klobrillengrill, aber diese Maßnahme half nichts mehr. Das Image der Marke war dahin, die Kunden kauften nicht im erwarteten Umfang und so war das Todesurteil für die Marke gefallen. Ein weiterer Grund für das scheitern war auch das Ford in seiner ausufernden Werbekampagne den Mund etwas zu voll nahm und zahllose technische Neuerungen und quasi die Revolution des Automobils verkündete. Die wenigen Neuerungen (selbst nachstellende Bremsen, elektrisch öffnende Motorhaube) die dann tatsächlich kamen waren der Kundschaft einfach zu wenig. Weiterhin kämpfte die Marke mit Qualitätsproblemen, da die Autos nebenher in anderen Ford Werken gebaut wurden. Üblicher wäre es gewesen man hätte für die Marke ein eigenes Werk eröffnet. Dies führte zu so argen Qualitätsproblemen das Edsel bald zum Backronym für "Every day something else leaks" (Jeden Tag leckt irgendetwas anderes) wurde.

 

DMC12

 

Der DeLorean ist ein weiterer kolossaler Fehlschlag, wenn auch ein sehr hübsch anzuschauender. Nach seinem Rausschmiss bei GM wollte John Z. Delorean seine eigene Automarke gründen. Die Entwicklung zog sich über Jahre hin, es gab alle möglichen Änderungen während der Entwicklung, die Kosten explodierten und ein nicht unerheblicher Teil der Investorengelder versickerte in schwarzen Kanälen. Der Wagen sollte ursprünglich 12.000 Dollar kosten und sehr sicher sein. Beides Attribute die am Ende der Entwicklung nicht mehr eingehalten werden konnten. Zum einen war der Wagen am Ende der Entwicklung mehr als doppelt so teuer wie geplant und zum anderen war von der ursprünglichen Idee des DMC12 (die 12 steht übrigens für den angepeilten Preis von 12.000$) nicht mehr viel übrig. Das Design wurde geringfügig verändert, das Chassis stammte am Ende von Lotus und der ursprünglich angedachte Motor mit ausreichend Leistung wurde gegen den trägen PRV Euro V6 ersetzt. Dazu kamen noch erhebliche Probleme bei der Produktion in Nordirland sowie eine handfeste Absatzkrise Anfang der 80er als der Wagen endlich fertig war. Es gab zwar sehr viele Vorbestellungen, allerdings wurden davon auch viele wieder zurückgezogen. Die übrig gebliebenen Käufer klagten unter massiven Qualitätsmängeln was sehr kostspielige Rückrufe zur Folge hatte. Dazu kam das John Z. DeLorean sich aus Geldnot auf einen dubiosen, gefakten Drogendeal einließ. Dies kam zwar im Prozess heraus und er wurde freigesprochen, allerdings hatte sich das schlechte Image solange der Prozess lief natürlich im Kopf der Menschen festgesetzt. Die Marke ging Pleite und alles was nicht niet und nagelfest war wurde verkauft. Darunter auch Teile der Produktionsanlagen die laut einer Legende auf Anweisung von Maggie Thatcher in der Nordsee versenkt wurden, angeblich mit der Begründung das niemand davon profitieren sollte das die britische Regierung Unsummen in die Firma gesteckt hatte. Dies erwies sich aber als Blödsinn. Die besagten Teile der Produktion wurden zwar tatsächlich in der Nordsee versenkt, allerdings auch nur weil man diese an eine Fischereifirma verkauft hatte die daran Ihre Netze festmachte ;)

 

Plymouth Prowler

 

Der Prowler zählt sicherlich zu den Autos die schon von Anfang an dazu verdammt waren schwer verkäuflich zu sein. Zu ausgefallen die Optik, zu radikal das Konzept. Der Prowler war quasi ein Hot Rod ab Werk. Lang, tief, breit und ohne irgendwelchen praktischen Nutzen. Mal eben einkaufen? Kein Kofferraum! Mal eben mit ein paar Kumpels zum nächsten Burgerhöker? Nur 2 Sitzplätze. Dazu kam das Chrysler entgegen der Erwartungen statt eines V8 einen V6 implantierte. Dazu kam das man die Hot-Rod Optik aufgrund der Crashvorschriften nicht konsequent durchziehen konnte. Der Prowler musste eine Stoßstange haben und die wollte so gar nicht zum Design passen. Diese wirkten als ob man 2 dicke Flügelchen an die Front geschraubt hätte. Damit war der Kundenkreis schon stark eingeschränkt. So kam es dann auch das vom Prowler in 5 Jahren gerade mal 11.000 Stück verkauft wurden. Der Prowler war sicherlich ein Auto für beinharte Indivudualisten ;)

 

Chrysler Airflow

 

Ein weiterer Kandidat aus der Kategorie "seiner Zeit zu weit voraus". Mit dem Airflow wollte man eine möglichst modernes und aerodynamisches Auto entwickeln. Die Idee hinter dem Airflow war es die damals hochmoderne Stromlinienform auf ein Auto zu übertragen. Dafür holte man sich unter anderem die Hilfe vom berühmten Orville Wright! Technisch war der Airflow durchaus innovativ. Nicht nur die Form war den damals üblichen Two-Box Designs weit überlegen sondern auch das Fahrwerk und die Gewichtsverteilung die sich aus der Gesamtkonstruktion ergaben waren damaligen Autos weit überlegen. Der Airflow hatte bei Beladung eine perfekte Gewichtsverteilung und das neu entwickelte Fahrwerk sorgte für ein deutlich sichereres Fahrverhalten im Vergleich zu konventionellen Autos. 1934 kamen dann die ersten Airflow auf den Markt. Leider hatte Chrysler mit massiven Problemen bei der Produktion zu kämpfen da der Airflow aufwändiger zu produzieren war wie jedes andere Auto seiner Zeit. Dies führte zu einer starken Defektanfälligkeit. Dazu waren die Kunden vom Design stark irritiert. Die Verkäufe entwickelten sich so schlecht das Chrysler den Airstream auf den Markt brachte welcher sich wesentlich besser als der Airflow verkaufte was dazu führte das zu Spitzenzeiten 9 mal mehr Airstreams vom Band liefen als Airflows. 1937 stellte Chrysler beide Modelle ein. Am Ende verkaufte Chrysler vom Airflow nicht einmal 30.000 Einheiten. Schon für damalige Verhältnisse zu wenig. Die Form des Chrysler inspirierte dafür andere Automobildesigner! Wer wissen will woher die Inspiration für den VW Käfer kam sollte sich den Airstream mal genauer ansehen ;)

 

Dodge La Femme

 

Eins vorweg: Ja, ich weiß das der La Femme eigentlich kein eigenständiges Modell sondern eher eine Art Ausstattungsvariante war. Diese ist aus heutiger Sicht aber so kurios das es schade wäre Sie hier nicht zu erwähnen. Mit dem La Femme Paket wollte man bei der Chrysler Corp besonders die weibliche Kundschaft stärker ansprechen, da man herausfand das Frauen eine stärker wachsende Zielgruppe darstellen. Die Chrysler Corp baute 2 Concept Cars auf Basis von Chrysler Modellen welche mit Details aufwarteten von denen man glaubte das Sie die weibliche Zielgruppe besonders ansprechen würde. Und in der Tat, das Publikum zeigte reges Interesse an der Idee. So wurde innerhalb des Konzerns die Marke Dodge mit der Umsetzung betraut. So entwickelte man für die Custom Royal Serie das La Femme Paket welches ab 1955 verfügbar war. Dabei griff man ganz tief in die Klischeekiste, ergo Lacktöne wie Rosa, Blumenmustersitze, eine farblich passend zum Auto abgestimmte Handtasche mit allerlei passenden Acessoires (Feuerzeug, Zigarettenetui, Schminkspiegel, Lippenstift etc. pp.) und natürlich eine Halterung für die Handtasche hinter dem Beifahrersitz. Bei Dodge sprach man von einem großen Erfolg, allerdings erklärt das nicht warum man das Paket zum Ende des 56er Modelljahres schon nicht mehr anbot ;) Die genauen Verkaufszahlen kennt man leider nicht so genau, da die La Femmes ganz einfach in die Stückzahlen der normalen Modelle einfloss. Man geht heute davon aus das in beiden Modelljahren zusammen keine 2.500 Autos mit dem La Femme Paket produziert worden sind. Eine interessante Fußnote des amerikanischen Automobilbaus bleibt es allemal ;)

 

Cadillac Cimmaron

 

Cadillac wollte ein kompaktes Luxusmodell als Konkurrenz zu BMW und Co bauen. Die Entscheidung dazu hatte allerdings etwas lange gedauert weshalb man kurzerhand auf den Chevrolet Cavalier als Technikspender zurückgriff. Da die Markeinführung relativ früh starten sollte hatte man in der Entwicklung nicht sehr viel Zeit gehabt den Cimmaron eigenständiger zu machen. Leider übernahm man technisch sehr viel vom Cavalier weshalb der Cimmaron wie ein Cadillac für Arme wirkte was

sich auch im Preis (immerhin nur 12.000$) wiederspiegelte und bei der Stammkundschaft nicht wirklich gut ankam. 89PS aus einem Vierzylinder in der Basis waren für einen Cadillac nicht wirklich angemessen. Entsprechend schleppend waren die Verkäufe. gerade mal 130.000 Exemplare entstanden von 1982-1988.

 

Cadillac Catera

 

Der Catera war ein weiterer Versuch einen "günstigen" Cadillac auf den Markt zu bringen. Dieses mal bediente man sich nicht bei Chevrolet, sondern tatsächlich bei Opel! Der Catera basiert auf dem Opel Omega B. Cadillac brauchte ein Mittelklassemodell da es längst nicht mehr reichte große Limousinen zu bauen. Mit dem Catera erhoffte man sich vor allem gegen die deutsche Konkurrenz besser bestehen zu können. Den Catera gab es ausschließlich mit dem 3 Liter V6 mit 200PS und einer ziemlich umfangreichen Ausstattung. In Tests kam der Catera auch durchaus gut weg, allerdings kam der Catera bei der klassischen Kundschaft nicht gut an. Der klassische Cadillac Käufer erwartete damals noch eine klassische Full-Size Limousine von Cadillac, eine Erwartung die der Catera natürlich nicht erfüllen konnte. Nach 5 Jahren wurde der Catera bereits wieder eingestellt. 2002 kam mit dem CTS ein Nachfolger auf den Markt welcher den Grundstein für Cadillacs neues Image als Anbieter von sportlichen Luxuslimousinen legen sollte.

 

Chevrolet SSR

 

Der SSR ist ein gutes Beispiel dafür was passiert wenn mein ein völlig abgefahrenes Konzept auf die Räder stellt und das Ganze zu teuer verkauft. Der SSR war eine wilde Mischung aus Pick-Up, Hot-Rod und Roadster in Retro Optik. Zwei Sitze, eine Ladefläche, ein elektrisches Stahldach, eine Schuss Retro und fertig war der SSR. Technisch stand der SSR auf der gleichen Plattform wie der Chevrolet Trailblazer und so teilte er sich auch die Technik mit selbigem. Es kamen ausschließlich V8 Motoren aus der Truck Palette zum Einsatz. Erst kam ein 5,3 Liter Vortec V8 mit 300 PS Leistung zum Einsatz, dieser wurde dann aber relativ schnell durch den LS2 ersetzt. Dieser leistete gegen Produktionsende immmerhin 400 PS. Der Wagen kostete 42.000$, zuviel für einen Chevrolet von dem man sich tatsächlich hohe Stückzahlen erhoffte. Von 2003 bis 2006 wurden gut 24.000 Exemplare hergestellt was angesichts der deutlich höheren Erwartungen seitens GM nicht viel war. In Anbetracht des Preises und des außergewöhnlichen Konzepts könnte man aber fast von einem Erfolg sprechen, immerhin war er bei kürzerer Bauzeit erfolgreicher als der ähnlich abgefahrene Plymouth Prowler ;)

Hat Dir der Artikel gefallen? 5 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

Thu Jan 11 15:00:45 CET 2018    |    Dynamix    |    Kommentare (332)

als-vs-neuals-vs-neu

An allererster Stelle einen Dank an die Diskutanten in meinem Blog die diesen Artikel überhaupt erst möglich gemacht haben :) Der nun folgende Artikel entstand aus der Fragestellung wie gut ein alter Diesel mit über 200.000km noch als zuverlässiger Alltagsbegleiter taugt.

 

Jeder kennt das:

 

Das treue Alltagsvehikel kommt so langsam an dem Punkt an wo man es zur Weide führen muss um Ihm dem Gnadenschuss zu verpassen. Oder es kommt der Punkt an dem der Wagen einfach nicht mehr zum Leben passt. Jetzt ist neues Rad teuer (jaja, ich weiß! Die 5€ liegen bereits in der Kasse für schlechte Wortspiele) und bei vielen geht dann die Grübelei los. Was soll es bloß werden?

 

Dabei haben sich meinen Beobachtungen nach 2 Gruppen herauskristallisiert:

 

Gruppe 1:

 

Der Autokäufer in Gruppe 1 kauft wenn möglich nur Neuwagen, maximal einen jungen Gebrauchten. Altautos sind ihm zuwider weil zu alt und fehleranfällig. Er ist bereit etwas mehr Geld für den Kauf auszugeben wenn er dafür die nächsten Jahre von nervigen Altersgebrechen verschont bleibt. Diese Gruppe schafft den Absprung meistens rechtzeitig, bezahlt das gute Gefühl aber entsprechend.

 

Gruppe 2:

 

Der typische Gruppe 2 Käufer hegt ein Misstrauen gegen alles was jünger als 10 Jahre ist und sich nicht vorher in den Händen von anderen Autofahrern bewährt hat. Für Ihn gilt: Je weniger unausgereifter moderner Schnick-Schnack im Auto steckt umso besser.

 

Gerade hier auf MT trifft man zwangsläufig besonders viele Anhänger beider Gruppen ;) Jeder hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht welche dazu führen das man eher zur einen oder zur anderen Gruppe gehört. Ich für meinen Teil bin da etwas gespalten.

 

Für den Alltag würde ich mir wohl nie wieder so ein altes Auto anschaffen. Die Gründe dafür lagen in den Erfahrungen die ich bisher mit alten Autos im Alltag gemacht habe. Stellvertretend dafür sind mein erstes Auto, ein Golf III und der Oldsmobile Alero den ich mal im Alltag gefahren bin. Auch hier sind die Vorraussetzungen ganz interessant das es sich lohnt darauf einmal einzugehen.

 

Der Golf war ein Familienauto. Als Jahreswagen mit vertretbaren 20.000km kam er in unsere Familie. Den Wagen hatten wir 14 Jahre bevor er endgültig wegkam. 11 Jahre und gut 200.000km haben meine Eltern das Vergnügen mit dem Golf gehabt bevor ich Ihn übernommen hatte. In dieser Zeit vielen natürlich einige Verschleißreparaturen an und als ich den Wagen übernommen hatte wurde dies nicht besser. Folgende Teile habe alleine ich in den gut 2,5 Jahren Haltezeit erneuern müssen:

 

- Bremse vorne komplett

- Bremse hinten komplett

- Feststellbremse komplett

- Zahnriemen

- Keilriemen

- Wasserpumpe

- Anlasser

- Flexrohr

- Auspuff

- Kupplung

- Zündung komplett

- Temperatursensor

- Bremsleitungen

- ABS Sensoren

 

Unzählige andere Kleinigkeiten die dafür sorgten das ich am Ende fast monatlich in der Werkstatt gestanden habe. An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen das es sich hier um ein Auto handelte das immer sofort repariert und rechtzeitig gewartet wurde. 2 dicke fette Ordner mit allen möglichen Reperatur- und Servicerechnungen zeugen heute noch davon. Alleine ich habe in der Zeit knapp 3000€ an Reparaturen in den Wagen versenkt.

 

Schauen wir doch mal auf den Alero. Der war bei Kauf auch schon 15 Jahre alt, hatte "gerade mal" 140.000km gelaufen und war bei der Probefahrt eigentlich ganz gut. Lediglich die Reifen waren Mist, aber das war mit gut 300€ schnell behoben. Die Wartungshistorie war nebulös und bis auf die Beteuerungen des Vorbesitzers und dem letzten TÜV Bericht hatten wir eigentlich nichts. Egal, der Wagen war nicht teuer, da muss man mit Defekten rechnen. Diese kamen dann auch ;) Erst war ein Radlager hin weil der Vorbesitzer nur das Radlager gewechselt hatte das Geräusche machte :rolleyes: Da man sowas immer paarweise wechselt habe ich gleich beide vorne neu machen lassen und dieses mal mit hochwertigen Teilen. Zwischendurch sponn die Wegfahrsperre immer mal herum. Der Hammer kam dann eigentlich als die Ansaugkrümmerdichtung kaputt ging. Das war mal eine richtig teure Reparatur die mich nicht nur tonnenweise Zeit, sondern auch richtig Nerven und Geld gekostet hat. Auch hier hatte sich das Alter des Wagens einfach bemerkbar gemacht ;) Wir tauschten die Teile alle durch wobei mich allein die Teile und die benötigten Werkzeuge locker mal 1000€ gekostet haben dürften. Auch hier folgten wieder diverse Kleinigkeiten die beseitigt werden wollten. Das ich den Wagen kurz darauf dann selbst hingerichtet habe war da auch nicht mehr so schlimm :D

 

Wie man sieht habe ich wie so viele vor mir die Erfahrung machen müssen das alte Autos einfach Zeit und Geld fressen. Für mich hat sich dabei folgende Regel herauskristallisiert:

 

Für den Alltag so neu wie möglich, für den Spaß so alt wie nötig.

 

Bei einem Spaßauto kann ich mit einem gewissen Alter und den dazugehörigen Gebrechen prima leben da man in der Regel auf so ein Auto nicht angewiesen ist. Beim Daily sieht es da wie gesagt anders aus. Wenn man jeden Monat zittern und beten muss nicht liegenzubleiben zerrt das ordentlich an den Nerven. Mittlerweile bin ich in einem Alter in dem man auf sowas einfach keinen Bock mehr hat.

 

Klar kann man sich auch mit relativ neuen Autos auf die Fr**** legen wie man an meinem Peugeot gut sieht. Wie es anders laufen kann zeigt momentan unser Mii. Er ist jetzt seit gut 2 Jahren bei uns und bisher haben wir mit dem Wagen wirklich kein ernsthaftes Problem (eine durchgebrannte Sicherung, ein Nagel im Reifen, that's it!) gehabt. Auch diese Erfahrung haben schon viele Autofahrer vor mir gemacht.

 

Zum Schluss also die große Frage:

 

Muss es für euch was neues sein oder gehört Ihr eher zu denen die im Alltag was gut abgehangenes brauchen?

 

Ihr dürft eure Erfahrungen gerne mit persönlichen Erfahrungsberichten garnieren :)

 

Kleiner Hinweis zum Schluss:

 

Ich bin mir bewusst das dieses Thema zu hitzigen Diskussionen führen kann, deshalb bitte ich jetzt schon mal um die Wahrung einer ordentlichen Gesprächskultur :)

Hat Dir der Artikel gefallen? 8 von 10 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Dec 24 15:38:57 CET 2017    |    Dynamix    |    Kommentare (16)

Zuerst einmal:

 

Eine Frohe Weihnacht an alle meine Leser und alle die sich hier sonst noch so hinverirrt haben :D Zum heutigen Fest der Feste habe ich beschlossen mir mal selbst ein kleines Geschenk in Form eines Artikels zu machen.

 

Die Wahl des Fahrzeugs ist für mich dabei so offensichtlich, dass ich mich selbst frage wie ich es schaffe seit 4 Jahren zu bloggen ohne einen einzigen Artikel zu dem Wagen zu machen?! Warum gerade der Barracuda? Nun, viele werden jetzt denken: Na, weil er cool ist!

 

Bei mir hat es aber noch eine ganz andere Bewandnis. Dieses Auto ist Schuld! Schuld an vielem! Schuld an eigentlich überhaupt allem! Es fing alles vor gut 20 Jahren mit einem Computerspiel namens Interstate 76 an. Keine Panik, Ihr müsst das Spiel nicht kennen. Ich umreiße nur grob den Inhalt damit das Wieso?/Weshalb?/Warum? verständlicher wird. In dem Spiel geht es darum sich mit schwer bewaffneten Muscle Cars gegenseitig den Garaus zu machen. Wie der Titel es verrät spielt das Spiel in den 70ern, weshalb die Muscle Cars da zeitlich natürlich wunderbar hereinpassen. In diesem Spiel fuhr die Hauptfigur einen "Picard Piranha". Natürlich wusste ich mit dem fiktiven Auto nichts anzufangen, aber mir gefiel die Form sehr. Spulen wir an der Stelle etwas vor:

 

Jahre später war das Spiel längst vergessen, aber das Auto nicht so wirklich. Mein Interesse für US-Cars beschränkte sich auf das Schauen diverser DMAX Serien über die man zwangsläufig mit diversen Infos über US-Cars konfrontiert wird. Nebenher recherchierte ich gelangweilt immer mal wieder zu den verschiedenen Autos. Ich stieß auf die Webseite eines amerikanischen Muscle Car Clubs auf der die wichtigsten Autos der Ära und deren Modelljahre im Detail vorgestellt wurden. Ich klickte mich also durch bis ich plötzlich wie vom Blitz getroffen an einem ganz bestimmten Bild hängenblieb. Es war das Bild auf dem das Heck eines 70er Plymouth Barracuda zu sehen war, besonders gut zu erkennen an seinen Rückleuchten. Es fing in meinem Kopf an zu rotieren. Irgendwo hattest du das doch schon mal gesehen?! Als ich ein paar weitere Bilder suchte fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Das war doch das Auto aus dem Spiel damals! An dem Punkt war alles vorbei. Ich war unsterblich in diesen Raubfisch verliebt und damit sprang der US-Car Funke bei mir völlig über. Fortan sog ich alle Infos zu US-Cars auf derer ich irgendwie habhaft werden konnte. Ein Artikel in der Chrom und Flammen über einen der 11 71er Hemi Cuda Convertibles machte es mir nicht gerade leichter von dieser Sucht loszukommen ;) Fangen wir aber mit dem eigentlichen Artikel an.

 

Geschichte

 

Der Barracuda kam im Jahre 1964 erstmalig auf den Markt und ist streng genommen das erste Pony Car der Welt, kam er doch ganz knapp (2 Wochen) vor dem Ford Mustang auf den Markt. Da aber Ford aber eine unfassbare riesenmenge Geld in das Marketing des Mustang gepumpt hatte ging der Barracuda ziemlich unter. Hätte Chrysler das Marketingbudget gehabt, die Klasse der Pony Cars würde wohl heute Fish Cars oder ähnlich heißen :D Naja, ist in dem Falle wohl auch besser so. Pony klingt doch irgendwie besser als Fisch ;)

 

Wo wir gerade bei Namen sind. Ursprünglich hatten die Verantwortlichen bei Plymouth den Namen "Panda" für den Barracuda angedacht. Diese Idee kam aber bei den Designern überhaupt nicht an, weshalb man den Namen schnell verwarf. Am Ende setzte sich der Vorschlag des Designers John Samsen durch, weshalb der Barracuda dann eben Barracuda hieß.

 

Wie der Mustang war auch der Barracuda ein schickes Sportcoupe auf Basis eines biederen Kompaktwagens. War es beim Mustang der Ford Falcon, so war es beim Barracuda der Plymouth Valiant der den Technikspender spielen durfte. Beide teilten sich die A-Body Plattform des Chrysler Konzerns. Der Barracuda setzte wie viele US-Cars seiner Zeit auf das klassische Rezept bestehend aus hubraumstarken Motoren und Hinterradantrieb. Es wurden viele Teile vom Valiant übernommen um die Kosten niedrig zu halten. Dabei bediente man sich nicht nur der Technik sondern teilweise auch der Optik des Valiant. Das auffälligste Merkmal des Barracuda war sicherlich sein riesiges Heckfenster welches an den Außenkanten rundlich zur C-Säule verlief. Dies stellte den Hersteller PPG sowie Chrysler vor ein paar Schwierigkeiten, wurde so eine Scheibe doch bis dato in keinem Serienfahrzeug verbaut. Man schaffte es schlussendlich und der Barracuda bekam damit die größte Heckscheibe die jemals in einem Serienfahrzeug verbaut wurde.

 

Anfang waren 3 Motoren verfügbar, 2 Versionen des Slant 6 Reihensechszylinders und ein V8 Motor. Die erste Generation wurde nur 2 Modelljahre gebaut. Dies lag unter anderem daran das der Mustang dem Barracuda nicht nur die Show, sondern auch die Kunden wegnahm. Aus diesem Grund entschied man sich für das Modelljahr 1967 ein paar Änderungen an dem kleinen Raubfisch vorzunehmen.

 

Zum einen bekam der Barracuda eine verlängerte A-Body Plattform wodurch der Radstand um 2" auf 108" wuchs. Zusätzlich bekam der Barracuda eine neue Außenhülle, auch wenn er sich immer noch den Unterbau und die Technik mit dem Valiant teilen musste. Da die Konkurrenz in der Klasse immer größer wurde musste man sich auch bei Chrysler etwas einfallen lassen. Aus dem Grund bekam der Barracuda mit jedem Modelljahr immer stärkere Motoren. So kamen über die Jahre V8 Motoren zum Einsatz. Von eher zahmen und kompakten 8-Zylindern bis zum starken Chrysler "B"-Block gab es genügend Auswahl für Kunden mit einem gesunden Appetit auf Leistung. 1968 kam dann der legendäre Hemi Motor zum ersten Mal zum Einsatz. Er wurde lediglich 50 mal verbaut, da er hauptsächlich bei Viertelmeile Rennern zum Einsatz.

 

1970 dann kam der große Schnitt. Die Chrysler Corp stellte eine völlig neue Generation Pony Cars vor. Auf Seiten von Dodge war dies der brandneue Dodge Challenger, während man bei Plymouth auf den bewährten Namen Barracuda zurückgriff. Beide standen auf der neuen E-Body Plattform welche wiederum eine modifizierte B-Body (nein, nicht die von GM!) Plattform war. Auch wenn sich beide die gleiche technische Basis (wobei sich die Radstände unterscheiden!) teilen so bekamen beide völlig eigenständige Karosserien. Gewisse Ähnlichkeiten im Design sind trotzdem nicht zu leugnen ;) Die Fastback, welches es beim Vorgänger noch gab, wurde komplett eingestampft, stattdessen konzentrierte man sich ganz auf Coupe und Convertible. Durch den größeren Motorraum passten jetzt auch endlich größere Motoren ohne Schuhlöffel und Karosseriearbeiten in den Barracuda. Das führte dazu das die mit dem Vormodell eingeführte Performancevariante "Cuda" noch potentere Motoren in Form des mächtigen 440ers und des legendären Hemi Motors bekamen. Neben den potenten Motoren und der gefälligen Form wurde der Barracuda, wie andere Mopars seiner Zeit, durch seine schrillen Farben bekannt. Die sogenannten "High Impact Colors" trugen Namen wie:

 

"Lime Light" (schrilles grün)

"Bahama Yellow" (kräftiges gelb)

"Tor Red" (kräftiges rot)

"Lemon Twist" (kräftiges helles gelb)

"Curious Yellow" (kräftiges gelb)

"Vitamin C" (knalliges Orange)

"In-Violet" (dunkles Violett, vergleichbar mit Plum Crazy)

"Sassy Grass" (etwas dunkler als lime light)

"Moulin Rouge" (Pink!)

 

Wie üblich verpasste man Ihm mit jedem Modelljahr ein paar optische Retuschen um die Optik frisch zu halten. Mein persönlicher Favorit sind dabei die 71er Modelljahre mit Ihrem Haifischkiemengrill und den Doppelscheinwerfern auch wenn Enthusiasten meist die 70er Modelle bevorzugen.

 

Bis zum Ende der Baureihe wurden die Motoren immer schwächer und die Autos gleichzeitig schwerer, da Sie neue Sicherheitsstandards erfüllen mussten. Da Benzin auch immer teurer wurde und die Versicherungen einen Feldzug gegen die Pony Cars führten ließ das Interesse der Kundschaft im Eiltempo nach, weshalb die Baureihe 1974 dann schlussendlich eingestellt wurde. Die Muscle Car Wars waren damit endgültig vorbei.

 

Technik

 

 

1964-1966

 

Im ersten Modelljahr waren 2 Slant 6 Reihensechszylinder und ein V8 Motor verfügbar. Der Basissechsender holte aus 2,8 Litern 101 PS, während die größere Version aus 3,7 Litern etwa 145 PS bereitstellte. Topmotor war der brandneue 4,5 Liter LA V8 mit 180 PS. Bereits im 65er Modelljahr strich man für den amerikanischen Markt den 2,8 Liter Slant Six und so wurde der 3,7er Reihensechszylinder die neue Basismaschine, auch wenn die kleinere Version in Kanada immer noch angeboten wurde. Dem V8 verhalf man mit dem neuen Modell "Formula S" und dem Commando Paket zu mehr Leistung. Statt des kleinen 2-fach Vergasers kam nun ein 4-fach Vergaser zum Einsatz. Dies und eine höhere Verdichtung von 10,5:1 verhalfen dem Motor zu gut 235 PS. Für 1966 änderte man an den Motoren nichts mehr. Getriebeseitig waren neben Schaltgetrieben auch das Torqueflitegetriebe erhältlich. Das Torqueflite mit den Druckknöpfen zur Gangwahl wurde 1964 zum letzten mal angeboten und so kam es nur im allerersten Modelljahr des Barracuda zum Einsatz.

 

1967-1969

 

1967 war der 225 cui Slant Six immer noch der Basismotor, dafür änderte sich bei den V8 Motoren einiges. Der bekannte 273er V8 war jetzt dank diversen Vergaseroptionen (2- und 4-fach) in verschiedenen Leistungsstufen erhältlich. In diesem Modelljahr hielt auch der 383er "B" Block Einzug in den Barracuda. Dieser leistete 280 PS und markierte die Leistungsspitze im 67er Modelljahr. 1968 ersetzte man den 273er durch den 318 cui "LA" Motor. Ebenso neu war ein 340 cui V8 mit 4-fach Vergaser. Der 383er "B" Block bekam den Namen "Super Commando" verpasst. Aber nicht nur am Namen, sondern auch an der Technik wurde gefeilt. Der Motor bekam eine neue Ansaugbrücke, Nockenwelle und Zylinderköpfe. Dies steigerte die Leistung auf 300 PS. Im gleichen Modelljahr wurden auch die 50 Super Stock Hemi Barracudas gebaut. 1969 kam dann etwas Bewegung in das Motorenprogramm. Nicht nur das der 383er noch einmal eine Leistungsspritze auf 330 PS bekam, es wurde auch ein neues Trimpaket namens "Formula S" eingeführt welches mit verschiedensten Motoren erhältlich war. Darunter waren ein 340er, der bekannte 383er und erstmalig der neue "Super Commando" mit 440 cui (7,2 Liter).

 

1970 - 1971

 

1970 gab es neben dem 225er Slant Six eine neue Basismotorisierung mit 198 cui. Bei den 8-Zylindern machte der 340-4V Motor den Anfang welcher immerhin 275 PS leistete. Diese entfiel allerdings bereits 1971 wieder. Die nächste Ausbaustufe markierte der 383 4V welcher in der Performance Variante 335 PS leistete. Danach ging es schon in das Territorium der Big Blocks. Die "schwächste" Version war hier der bekannte 440er der 375 PS leistete. Den gleichen Motor gab es 1970 auch mit Six-Pack Vergaseranlage (3-Doppelvergaser) wodurch der Motor auf 390 PS kam. Die Spitze bildete der mächtige 426er Hemi mit 2 Doppelvergasern welcher 425 PS leistete. 1971 nahm der 383er mit 2-Fachvergaser die Rolle des 340er 4V Motors ein, weshalb auch er 275 PS leistete. Die Performance Variante des 383ers fiel weg und so leistete der Motor maximal 300 PS. Der 440er war nur noch als Six Pack erhältlich und auch er büßte etwas an Leistung ein. Statt der 390 PS leistete er nun 385 PS. Die Spitze markierte unverändert der Hemi Motor.

 

1972 - 1974

 

Technisch änderte sich in den letzten Modelljahren nicht viel. Die Karosserie bekam wie gewohnt ein paar optische Retuschen, darunter fielen die Rückleuchten welche jetzt rund waren. Der Big Blocks flogen aus dem Programm, genauso wie die 6-Zylinder. 1972 blieben somit nur ein 318er und ein 340er V8 übrig. Dies war unter anderem den immer strenger werdenden Abgasgesetzen geschuldet. Im späten 73er Modelljahr ersetzte ein etwas stärkerer 360er V8 den 340er.

 

Trimlevel

 

Base: Wie der Name schon sagt handelte es sich hierbei um ein Basismodell, welches in den Modelljahren 1970 und 1971 angeboten wurde.

 

Barracuda Coupe: Diese Version gab es ebenso nur von 1970 bis 1971 und stelle so etwas wie die Billigversion da. Diese war noch unterhalb des Basismodells angesiedelt. Diese Version kam ab Werk mit dem Slant Six Reihensechszylinder.

 

Gran Coupe: Diese Version war überhalb des Basismodells angesiedelt und deutlich luxusorientierter.

 

Formula S: Der Formula S war eine Sportversion welche im Jahr 1965 eingeführt wurde. Neben dem 383er Commando Motor bekam der Barracuda mit diesem Paket auch ein paar Performance Upgrades spendiert. Darunter fielen ein sportlicheres Fahrwerk, größere Reifen auf größeren Felgen, ein Drehzahlmesser und ein paar optische Aufwertungen um den Formula S von den Standardvarianten abzuheben. Später im 65er Modelljahr kamen noch Scheibenbremsen und eine Klimaanlage dazu.

 

Cuda': Dies war ab 1969 die offizielle Sportversion des Barracuda. Im ersten Modelljahr basierte diese auf dem Formula S.

 

Für den Cuda gab es im Laufe der Zeit einige interessante Optionen welche nicht nur die Performance verbesserten. Eine dieser Optionen ist die berühmte "Shaker Hood", eine Motorhaube mit einem Loch in der Mitte wodurch der speziell für diese Haube angefertigte Luftfilter ragte. Der Name leitete sich von den Schüttelbewegungen des Motors ab welche man dank des durch die Haube ragenden Luftfilters sehen konnte.

 

Eine eher skurrile Option war das "Mod Top" Paket. Dabei handelte es sich um ein sehr spezielle Optikpaket. Wer diese Option ankreuzte erhielt ein Vynildach sowie Tür- und Sitzintarsien mit Blumenmuster!

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 2 fanden den Artikel lesenswert.

Mon Dec 18 13:14:27 CET 2017    |    Dynamix    |    Kommentare (17)

Lange lange ist es her! Klein Dynamix war noch in einem einstelligen Alter als Ihm sein großer Bruder zum ersten mal einen Computer zeigte. Bei besagtem Computer handelte es sich um einen Amiga 500 aka "Die Freundin". Der Amiga 500 war der Nachfolger des C64 und in Sachen Grafik, Sound und Bedienung seinem Vorgänger weit überlegen.

 

Was hat das mit besagtem Auto zutun? Nun, der Amiga erfreute sich besonders als Spielcomputer großer Beliebtheit und da waren wir keine Ausnahme. Mein Bruder zeigte mir damals ein Spiel in dem man in Lotus gegeneinander angetreten ist, einmal im Lotus Esprit und eben im hier erwähnten Elan. Da ich damals schon eine Affinität zu Autos hatte sind diese Autos (und besonders die im Spiel enthaltenen Datenblätter) natürlich hängengeblieben, ganz besonders nachdem mir mein Vater einen Autokatalog aus dem Jahr in die Hand drückte in dem ich beide Autos wiedererkannte :) So kam es das der Esprit SE lange Zeit (bis ich dann über meinen ersten Hemi Cuda gestoßen bin :D) mein absolutes Lieblingsauto war. Ganz losgelassen haben mich die beiden nie, von daher ist es Zeit Ihnen ein kleines Denkmal zu setzen. Den Anfang macht der Elan!

 

Kurze Warnung vorweg: Es geht nicht um die erste Generation Elan, sondern um die von vielen verschmähte zweite Generation, auch bekannt als M100.

 

Geschichte

 

Die Geschichte beginnt Mitte der 80er. Man plante bei Lotus wieder einen kleinen leichten Roadster zu bauen. Man setzte dabei zuerst auf eine Kooperation mit Toyota welche 1984 in dem M90 Prototyp gipfelte. Bei Lotus hoffte man auf eine Zusammenarbeit für ein Serienmodell, dazu sollte es allerdings nie kommen. Nichtsdestotrotz war die Arbeit nicht umsonst, so floss doch ein Teil des Know Hows in den später erscheinenden Toyota MR2. Im Jahre 1986 kaufte General Motors (puh, gerade so die Kurve zum Kernthema des Blogs bekommen! :D) die Firma Lotus dann auf. Da man die Idee mit dem Roadster nicht verworfen hatte und man mit General Motors eine Konzernmutter hatte welche über den nötigen finanziellen Hintergrund verfügte entwickelte man die Idee weiter. Der Wagen sollte dabei nicht nur leicht, sondern auch bezahlbar sein! Dafür griff man auf diverse Teile aus dem Konzernregal zurück, beispielsweise auf Motoren von Isuzu. Im selben Jahr war es soweit und das Design für den M100 wurde von der Konzernleitung abgesegnet.

 

Die Übernahme war für Lotus in finanzieller Hinsicht ein echter Segen, denn der Elan war bis dato das teuerste Auto das Lotus je entwickelt hat. 35.000.000 britische Pfund wurden für die Entwicklung ausgegeben, für Lotus Verhältnisse eine riesige Menge Geld. Da der Wagen mehr auf den Massenmarkt, als auf gut betuchte Sammler und Enthusiasten, abzielte wurde der Wagen sehr gründlich getestet. Die Entwicklung des Wagens brauchte lediglich 3 Jahre, in dieser Zeit wurden über 60 Fahrzeuge zu Entwicklungs- und Crashtestzwecken entwickelt. Ein Novum in der Geschichte von Lotus, konnte sich Lotus solche ausführlichen Testreihen vorher schlicht nicht leisten! Das fertige Modell kam dann schließlich 1989 als Lotus Elan auf den Markt. Der Name spielt natürlich auf den bekannten Vorgänger aus den 60ern an. Für den Basis Elan wurden knapp 17.000 Pfund und für den Elan SE knapp 20.000 Pfund fällig. Somit war der Elan wie versprochen ein einigermaßen leistbares Auto und kein überteuertes Spielzeug für Superreiche.

 

Die Produktion wurde 1995 wieder eingestellt. Lotus stellte eine mittlere 4 stellige Anzahl des Elan her. Ein finanzieller Erfolg war der Wagen nicht, da die Entwicklunsgkosten zu hoch waren. Dies in Kombination mit den niedrigen Verkaufszahlen führte dazu das der Wagen für Lotus eher ein Verlustgeschäft war. Man hatte sich bei Lotus höhere Stückzahlen erhofft womit man wenigstens die Kosten wieder drin gehabt hätte. Leider liefen die Verkäufe nur sehr sehr schleppend. Ein Grund dafür war das Mazda zur selben Zeit mit dem MX-5 auf den Markt kam. Wer von beiden der deutlich erfolgreichere war dürfte jeder halbwegs interessierte Autoenthusiast wissen ;) Ein weiterer Grund waren die enttäuschenden Verkaufszahlen in den USA auf deren Markt man mit dem Elan am meisten geschielt hatte. Eine Krise auf dem amerikanischen Automarkt sorgte dafür das sich der Elan in den USA nur sehr schleppend verkaufte, ein Umstand der auch schon dem DeLorean seinerzeit das Genick gebrochen hatte.

Gegen Ende der Produktion legte man eine limitierte Version namens "Series 2" auf. Lotus wurde 1994 von einem italienischen Unternehmer übernommen der diese Serie absegnete als man feststelle das man noch mehr als genug Antriebsstränge übrig hatte um diese Serie zu bauen. So enstanden 800 Series 2 Modelle welche nur in UK erhältlich waren und aufgrund gesetzlicher Bestimmungen noch ein paar Änderungen über sich ergehen lassen mussten. Dies schlug sich in verschlechterten Performancewerten wieder womit der Series 2 Elan dem US-Modell sehr ähnlich war.

 

 

 

 

Damit war die Geschichte des Elan aber noch lange nicht vorbei. Die Produktionswerkzeuge wurden tatsächlich von Kia aufgekauft. Somit wurde der Elan mit Kia Logo mehr oder weniger unverändert weiterproduziert. Rein äußerlich änderte man nur die Rücklichter ab und unter der Haube kam verständlicherweise ein Kia Motor zum Einsatz. Einen Kia Elan habe ich im Gegensatz zum Original tatsächlich schon mal auf der Straße gesehen. Exoten sind beide!

 

Technik

 

Nicht nur in der Entwicklung ging man bei Lotus neue Wege, auch technisch machte man einiges anders als früher. Der Elan ist bis heute das einzige Fahrzeug in der Lotus Geschichte mit Frontantrieb. Man begründete die Entscheidung für den Frontantrieb damit das dieser bei einem Auto mit den technischen Gegebenheiten (Gewicht, Leistung, Reifen etc. pp.) besser funktioniert und das die typischen Nachteile eines Frontantriebs keine unüberwindbaren Hindernisse darstellen. Der Wagen wog in seiner leichtesten Version gerade mal 997 kg was in Kombination mit dem steifen Chassis zu einem guten Handling führte. Dies verleitete die Zeitschrift "Autocar" sogar dazu den Elan als "fastest point to point car" zu bezeichnen das man derzeit auf dem Markt für Geld kaufen konnte. Und in der Tat, der Wagen funktionierte trotz Frontantrieb auch in der Kurve sehr gut auch wenn in anderen zeitgenössischen Tests das Handling als zu "vorhersehbar" und "sicher" gescholten wurde.

 

Motorseitig bediente man sich bei Isuzu. Der Basismotor war ein 1.6 Liter DOHC Vierzylinder Saugmotor mit 130 PS. Neben der Saugerversion gab es auch noch eine Turboversion des selben Motors. Diese brachte es auf immerhin 162 PS welche für das geringe Gewicht mehr als ausreichend waren. Der Elan brachte es in der Turboversion "SE" auf beachtliche Fahrwerte. Der Standardsprint war in 6,5 Sekunden erledigt und die Höchstgeschwindigkeit war mit 220 km/h für damalige Verhältnisse auch nicht gerade langsam.

 

Damit diese Fahrleistungen überhaupt erreicht werden konnten, nahm man am Motor einige Änderungen vor. Man änderte unter anderem die komplette Abgasanlage, den Ansaugtrakt, die Motoraufhängung und die ECU. Auch wenn man meinen sollte das sich viele Kunden für die günstigere Version mit dem Saugmotor entschieden haben, so wurden die meisten Elan doch tatsächlich als SE (also mit dem Turbomotor!) ausgeliefert. Von den Basismodellen sollen tatsächlich nur eine 3 stellige Anzahl entstanden sein.

 

Der Elan wurde nach Produktionsende durch die Elise beerbt welche sich unter Enthusiasten einer gewissen Beliebtheit erfreut. Diese wird bis heute noch in diversen Ausbaustufen produziert und damit hat die Elise (incl. Ableger wie dem Exige) jetzt schon mehr Stückzahlen geschafft als der Elan jemals.

 

Aufgrund seines kuriosen äußeren soll der Lotus M200 auf Elan Basis nicht unerwähnt bleiben. 1991 zeigte Lotus auf der IAA in Frankfurt den M200 auf Basis des Elan. Er zeichnete sich durch einen großen Überrollbügel und 2 flache Scheiben aus welche dem Wagen eine sehr futuristische Form verliehen. Leider blieb es beim Prototypen, der M200 ging nie in Serie. Der Prototyp wanderte schnell in eine private Sammlung und besagter Wagen ist vor ein paar Jahren versteigert worden. Vermutlich fristet er jetzt in einer anderen Garage sein Schicksal als Stehzeug ;)

 

Marktüberblick

 

Gemessen an normalen Fahrzeugen sind Elans auf dem Markt sehr selten. Mobile spuckt gerade mal eine handvoll Fahrzeuge aus die sich preislich im Bereich von +- 15.000€ bewegen. Damit dürfte der Elan die günstigste Art sein einen Lotus zu fahren. Eine gute Elise kostet mehr und ein Esprit sowieso. Falls ich irgendwann einmal zuviel Platz, Zeit und Geld haben sollte wandert sowas in Rot in meine Garage ;)

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 1 fand den Artikel lesenswert.

Sun Dec 03 17:55:08 CET 2017    |    Dynamix    |    Kommentare (17)

Keine Panik, dass wird jetzt nicht einer dieser typischen "ich heule rum weil die Saison vorbei ist" Beiträge :D Ich bin mir der Vor- und Nachteile der Saisonzulassung durchaus bewusst und ich kann mit beiden wunderbar leben :)

 

Nein, jetzt wo die Saison vorbei ist wird es Zeit für einen kleinen Jahresrückblick! Es ist so viel passiert das es eine Schande wäre das Ganze nicht noch einmal Revue passieren zu lassen :)

 

Pünktlich zum Saisonbeginn holte ich mein Auto von der Werkstatt welches dank diverser Reparaturen und TÜV dort ein paar Monate verbringen durfte. Da meine bessere Hälfte Ihr Auto auch endlich mal haben wollte kam es dazu das Ihr Wagen auch endlich mal angemeldet wurde. Aufmerksame Leser dieses Blogs dürften wissen wie die Nummer zu Ende gegangen ist :D Danach durften wir am eigenen Leib erfahren das es wirklich ziemlich schwierig sein kann LKR Kennzeichen für einen Amerikaner zu bekommen! :mad:

 

Das ein Problem nicht selten alleine kommt durften wir dann einen Tag später feststellen als wir unter dem Auto plötzlich ein paar Tropfen entdeckten die uns spanisch vorkamen. Die Wasserpumpe am Cop Car hatte sich natürlich genau an dem Zeitpunkt verabschiedet an dem wir gerade dabei waren die Kennzeichen zu montieren :rolleyes:

 

Im April stand dann wieder mal ein Ringtreffen an das natürlich mit dem Cop Car bestritten wurde :) Glücklicherweise hatten wir die Wasserpumpe bis dato wieder repariert und der Wagen schien auch dicht zu halten. Bei der Gelegenheit durfte der Wagen auch mal eine Runde auf den Ring :cool: Der Wagen schlug sich ganz wacker wenn man vom gerissenen Haubenzug absieht. Naja, ist halt ein altes Auto! Ersatz wurde ein paar Wochen später besorgt und montiert. Zwischendurch waren wir ich mit dem Wagen beim Harley Dome in Köln. Dort führen die Cop Cars für gewöhnlich die Parade durch die Stadt an. Das schöne: Die Strecke durch die Innenstadt ist durch eine Polizeieskorte gesichert und die Straßen waren für den normalen Straßenverkehr abgesperrt. Heißt: Ganz legal rote Ampeln überfahren oder mal schneller als 50 fahren um die Parade nicht zu verlieren. Leider wird es aller Voraussicht nach 2018 keinen Harley Dome mehr geben. Wenigstens war der Wagen einmal dabei :)

 

Einige werden sich jetzt fragen was denn mit dem anderen Caprice so passiert ist in der Zeit. Nun, eigentlich überhaupt nichts. Der Wagen wurde meist ohne besondere Anlässe bewegt. Nennt man dann wohl "Genussfahrten" :D Wenn ich es recht überlege habe ich mit dem Wagen dieses Jahr nur ein Treffen angefahren. Ansonsten bin ich mit dem Wagen wirklich nur sinnlos zur Entspannung durch die Gegend gefahren oder um wirklich lange Strecken zurückzulegen (Hannover!).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Wochen später ging es mit dem Sheriff Richtung Karlsruhe. Unser Verein feierte sein 20 jähriges Jubiläum und da uns angeboten wurde die Oldtimerparade während der Tribute to Carl Benz Show anzuführen haben wir beschlossen unser Jubiläum im Rahmen der Show zu feiern. Während der Fahrt brannte eine Sicherung im Auto durch, da sich das Autoladegerät meiner besseren Hälfte irgendwie in seine Bestandteile aufgelöst hatte. Bemerkt haben wir das natürlich erst als wir den Kofferraum öffnen wollten und nichts passierte :rolleyes: Naja, kein großes Thema! Das Wochenende war insgesamt sehr schön (wenn man von der katastrophalen Rückfahrt absieht), auch wenn an diesem Wochenende deutlich ersichtlich wurde das der Wagen unter bestimmten Umständen Öl verbrannte. Wir trafen viele Freunde, sahen viele schöne Autos und wir haben den Beweis angetreten das man den Sheriff auch problemlos mit einer 13 vor dem Komma fahren kann statt der prophezeiten 17-21 Liter :cool:

 

Natürlich sollte dieses Jahr der blaue Caprice nicht zu kurz kommen. So schaffte ich mir dieses Jahr eine Poliermaschine an um dem Lack, der mittlerweile doch etwas mitgenommen aussah, mal wieder eine Auffrischung zu gönnen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Hat zwar Stunden gedauert und anstrengend war es auch aber zumindest die matten Stellen habe ich wegbekommen :cool:

Ein paar Tage später geschah ein Wunder, ich habe tatsächlich in meiner Umgebung 2 einigermaßen bezahlbare Einzelgaragen gefunden die genug Platz bieten :eek: Es sollen ja doch noch Zeichen und Wunder geschehen! Die Garage wurde spontan besichtigt, für gut befunden und keine Stunde später 2 Mietverträge unterschrieben! Damit war das Thema endlich abgehakt. Dies sollte nicht das einzige automobile Problem sein das sich dieses Jahr erledigen sollte :)

 

Im August wurde ich von MT eingeladen bei Testfahrten im Contidrom mitzuwirken. Einzige Bedingung: Ich muss zu jedem gefahrenen Auto einen Testbericht schreiben. Na wenn das alles ist bin ich dabei :cool: So schwang ich mich eines (sehr frühen!) Samstags in den Caprice und fuhr nach Hannover hoch. Das war glaube ich eine der ereignislosesten und entspanntesten Fahrten meines Lebens. Tempomat bei 140 km/h rein, die Fuhre laufen lassen und das fantastische Wetter genießen :cool: Das Wochenende selbst war dann auch ziemlich cool, konnte ich doch neben herkömmlichen Autos auch Preziosen wir den Nissan GTR und den Porsche 911 fahren :) Danke nochmals an dieser Stelle an alle Beteiligten für das super Wochenende!

 

Etwas später heiratete eine Arbeitskollegin meiner besseren Hälfte und Sie wollte unbedingt das der Sheriff Ihr Hochzeitsauto wird. Den Wunsch erfüllten wir Ihr natürlich gerne und so führte der Wagen mit Schleifen an den Antennen und der Pushbar die Hochzeitseskorte an :)

 

Die Monate danach waren relativ unspektakulär. Im September stand der B-Day in Stuttgart an, eine Pflichtveranstaltung für jeden GM Full-Size Fahrer. Da der Sheriff neuen TÜV brauchte, bot es sich an mit Ihm zum B-Day zu fahren. Meine bessere Hälfte hat sich ausgerechnet kurz vorm Ziel blitzen lassen :D Als Sie mir den Brief in die Hand drückte grinste Sie noch (Sie dachte ich wäre geblitzt worden!), als ich Ihr aber das Kennzeichen zeigte grinste Sie nicht mehr :D :D :D :D :D Weiter im Text:

 

Wir ließen den Wagen also da um Ihn zu tüven. Bei der Begutachtung fielen noch ein paar Sachen auf die gemacht werden müssten. Bei der Gelegenheit sollte die Werkstatt mal nach der Ursache für den Ölverbrauch schauen. Da ich mir nach diversen "Experimenten" mit dem Wagen ziemlich sicher war das es die Ventilschaftdichtungen waren sollte die Werkstatt diese tauschen. Dazu aber später mehr. Wir haben mittlerweile Oktober und das Wetter hält sich ganz ordentlich. So setzte ich mich eines warmen Sonntag nachmittag mal hin um endlich die Schweller zu konservieren. Das hatte ich mir schon bei Kauf des Autos eigentlich mal vorgenommen, habe es aber bis dato nie getan. Da ich alles was ich dafür brauchte mittlerweile parat hatte, konnte ich zügig loslegen. Gut 2 Stunden und 4 Dosen Fluid Film AS-R später war die Sache erledigt.

 

Wieder ein paar Wochen später löste ich endlich mal den VLN Gutschein meiner besseren Hälfte ein. Dieser beinhaltete eine Übernachtung in der Eifel sowie 2 Tickets für das letzte Saisonrennen der VLN. Blöderweise fiel das Rennen auf das selbe Wochenende wie die Jahreshauptversammlung des Vereins. Das Wochenende war ziemlich durchgetaktet. Da wir an dem Freitag Abend vorher noch privat verhindert waren mussten wir am Samstag früh los, sehr früh sogar! Der ganze Spaß ging schon um halb 9 Uhr los und wir mussten noch einchecken, die Tickets holen und natürlich erst einmal in die Eifel kommen. Wir kamen zum Glück rechtzeitig an und stöberten erst einmal ein wenig in den Boxen herum. Danach schauten wir uns das Rennen an. Nach dem Rennen war das Zimmer fertig und so brachten wir unsere Sachen erst einmal ins Zimmer. Danach gingen wir noch etwas Essen und dann ging es auch schon ab ins Bett. Da wir am nächsten Morgen 2 Stunden in die entgegengesetzte Richtung mussten war auch hier wieder früh aufstehen angesagt. Entsprechend leer war der Frühstücksraum auch. Ich glaube bis auf ein paar Japaner saß morgens um halb 6 Uhr keine Sau dort :D Nach dem Frühstück schwangen wir uns schnell ins Auto, wir wollten schließlich pünktlich los. Außerdem war es schweinekalt und windig in der Eifel! Wir schafften es glücklicherweise pünktlich zur JHV und so machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Weg in heimische Gefilde. So kann man ein Wochenende im Zeitraffer rumkriegen ;)

 

Wiederum ein paar Wochen später beschloss ich mal wieder etwas zu schrauben. Da ich mittlerweile etwas Blut geleckt was die Reparaturen anbelangte, beschloss ich mich einen weiteren Punkt auf meiner Liste anzugehen die mich am blauen immer schon nervten: Die kaputten Lautsprecher!

 

Nachdem ich diversen MT Usern und meinen Bumm Bumm Brothers (:D) auf die Nerven gegangen bin hatte ich endlich alles (ok, nicht wirklich aber das kam schon noch) was ich brauchte um loszulegen. Mit der Hilfe des Service Manuals und eines guten Kumpels hatte ich dann auch irgendwann raus wie der ganze Krempel ausgebaut wird ohne das halbe Auto dabei zu zertrümmern. Nach ein paar Tagen (dank fehlendem Werkzeug) war ich dann mit allem durch und so kann ich seitdem das Radio wieder voll genießen :)

 

In der Zwischenzeit hatte sich die Werkstatt das Auto meiner besseren Hälfte mal genauer angesehen. Fazit: Eigentlich ganz gut, für den TÜV sollte lediglich eine undichte Dichtung an der Hinterachse gerichtet werden und die Radlager hinten könnten auch mal neu. Da die Jungs eh mal wegen des Ölverbrauchs schauen sollten, geschenkt! Nach Erhalt des Angebotes entschieden wir das wir das Go für die Reparaturen geben. 2 Tage später stand dann auch fest das es wohl wirklich die Ventilschaftdichtungen waren. Neben den bereits erwähnten Defekten wurde bei der Gelegenheit auch gleich der Stecker von der Temperaturanzeige repariert. Einer der Vorbesitzer in den USA hatte das Kabel herausgerissen.

 

In der Zwischenzeit entschied ich mich meinem Auto noch ein wenig Kosmetik zu gönnen. Im Sommer war bereits der Lack dran, jetzt wollte ich endlich mal den Sitzen wieder was gutes tun. Da die Sitze in einem für Ihr Alter phantastischen Zustand ist wollte ich natürlich dafür sorgen das es auch so bleibt. Die letzte Behandlung mit Pflegemittel war zu diesem Zeitpunkt bestimmt auch schon wieder 2 oder 3 Jahre her. Da ich aber mit dem Pflegemittel von Dr. Wack (war mir irgendwie zu flüssig) nicht wirklich zufrieden war hatte ich mich mal bei meiner neuesten Lieblingspflegemarke Meguiars umgesehen. Dort entdeckte ich ein Lederpflegemittel das in seiner Konsistenz an Wachs erinnerte. Da die Rezensionen ganz gut aussahen und die Anwendung wohl sehr einfach ist habe ich mir das Zeug mal gegönnt. An einem ruhigen Feiertag setzte ich mich hin und rieb die Sitze und alle anderen Lederteile behutsam mit dem Zeugs ein. Man kann es relativ sparsam verwenden und man sah nach der Anwendung schon das die Sitze etwas Farbe hinzugewonnen hatten. Dazu fühlte sich das Leder jetzt etwas geschmeidiger und weniger hart an als vorher. Ich denke das war der Sinn der Sache ;) Als ich den Wagen dann abends wieder zur Garage fahren wollte fiel mir eine durchgebrannte Lampe negativ auf. Keine große Sache, dass habe ich gestern nach dem finalen einmotten erledigt. Meine Wahl fiel hierbei auf die Phillips X-tremevision 130 in der H4 Version. Ich denke die werden schon für besseres Licht sorgen, beim ersten testen fiel mir zumindest auf das die Lichtfarbe deutlich heller ist und das der Lichtkegel etwas breiter ist. So richtig testen kann ich das natürlich erst wieder in der neuen Saison.

 

Rückblickend ist also einiges mit den beiden Autos passiert. Wir haben einige Dinge von unserer To-Do Liste streichen können und wir hatten auch die Gelegenheit die Autos zu genießen. Wäre ja auch langweilig wenn man nur an den Autos schraubt und Sie nicht fährt ;) Damit ist eine erfolgreiche Saison zu Ende gegangen. Wir sind gespannt welche Herausforderungen in der Saison 2018 auf uns warten :)

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 1 fand den Artikel lesenswert.

Tue Nov 21 19:31:53 CET 2017    |    Dynamix    |    Kommentare (23)

 

Die letzten Monate war es etwas still um unseren altgedienten automobilen Gesetzeshüter. Nun, dies lag zu meinen an der Saisonpause, andererseits daran das an dem Auto soweit nichts neues kaputt gegangen ist. Davon ab ist soooo viel spektakuläres auch gar nicht passiert. Der Wagen lief soweit wie immer, nichts ging mehr kaputt und der Wagen durfte als Hochzeitsauto einer guten Freundin herhalten :)

 

Pünktlich zur Winterpause stand bei dem Wagen nicht nur neuer TÜV an, sondern auch Ursachenforschung in Sachen Ölverbrauch auf dem Plan. Wir hatten während der Saison genug Gelegenheit mal zu schauen wann und unter welchen Umständen die Rauchschwaden aus dem Auspuff zustande kamen. Besonders stark fiel uns das in Karlsruhe auf als der Wagen viel im Stand lief. Das Qualmen passierte meist nur dann, wenn der Motor warm war und die Drosselklappe von "zu" in "auf" Stellung ging. Im Leerlauf nur wenn der Motor mehrere Minuten regungslos im Leerlauf irgendwo herumstand, beispielsweise auf der Rückfahrt von Karlsruhe als wir in einen heftigen Stau gerieten. Während der Fahrt gab es keinen Qualm und somit ließ sich das Problem schon ein bisschen einkreisen.

 

In Karlsruhe wurde uns von sogenannten "Experten" noch gesagt das der Motorblock hin sei (WTF?! Why?! :confused:) und wir doch direkt einen neuen Shortblock bestellen sollen. War natürlich der mit Abstand größte Bullshit ever, dafür lief der Motor noch viel zu stramm. Eine weitere Idee waren die Kolbenringe, allerdings hätte der Wagen dann wirklich IMMER qualmen müssen. Zudem macht sich sowas für gewöhnlich durch einen Leistungsverlust deutlich bemerkbar. Da er aber selbst in diesem Zustand immer noch Kreise um meinen Caprice fährt, der immerhin einen frisch überholten Motor spazieren fährt, machte dies für mich nicht wirklich Sinn. Die Ventilschaftdichtungen machten da schon irgendwie mehr Sinn, da die von den vielen beschriebenen Symptomen auch in unserem Fall am besten ins Bild passten.

 

Das fiese: Die Symptome bei einem zerschossenen Kolbenring und einer kaputten Ventilschaftdichtung sind sich sehr ähnlich. Der Unterschied liegt im Detail! Bei kaputten Kolbenringen müsste der Motor permanent und besonders dann qualmen wenn man mal richtig das Pedal bis zum Erdkern durchtritt. Tat er aber überhaupt nicht, im Gegenteil! Ich hatte eher den Eindruck das die Abgase immer ölfreier wurden je heftiger man den Wagen trat :D

 

Er qualmte nur im Stand wenn die Drosselklappe zu war und mann dann losfuhr und selbst das hatte sich dann nach einmal rausrußen erledigt. Ich fuhr an einem Tag mal zu Testzwecken eine Testrunde hinter meiner besseren Hälfte hinterher. Ich gab Ihr Anweisungen was Sie mit dem Wagen mal alles machen sollte um zu schauen was der Wagen in diesen Situationen macht, darunter auch einmal auf der Autobahn richtig Gas geben. All dieses Tests waren bis auf die Ampelsituationen völlig unauffällig. Also blieben da ja eigentlich wirklich nur noch die Ventilschaftdichtungen übrig. Aufschluss kann hier eigentlich nur eine Kompressionsmessung (wobei auch hier nur bedingt) bringen welche in unserem Falle auch vor der Reparatur gemacht wurde um ganz sicher zu sein!

 

Da die Saison wie gesagt für den 9C1 vorbei war, beschlossen wir in der Werkstatt unseres Vertrauens die Ventilschaftdichtungen erneuern zu lassen. Da er für den TÜV eh schon einmal da war passte das ganz gut. Ein paar Wochen später sollte Operation Ventilschaftdichtung steigen. Leider hatte man festgestellt das sich eine der Simmerringe an der Hinterachse verabschiedet hat. Dies führt dazu das Öl vom Differentialgehäuse in Richtung Bremstrommeln wandert. Naja, wird dann gleich mitgemacht. Die Radlager waren wohl auch nicht mehr so tutti, ist aber alles ein Abwasch. Ich vermute mal das von dort auch die Geräusche von der Hinterachse kamen wenn der Wagen mal stärker beschleunigt hat.

 

 

 

 

So fingen die Jungs an den Wagen zu reparieren. Die Werkstatt hielt meine bessere Hälfte auf dem laufenden. Die Jungs fingen mit dem Check der Zündkerzen an. 2 waren etwas verkokelt und die anderen waren ölig. Hmmm, soweit so blöd, wäre aber in Anbetracht der Ventilschaftdichtungen wie gesagt auch nicht sonderlich ungewöhnlich. Danach stand der Kompressionstest an. Dieser ergab keinerlei Auffälligkeiten. Alle Werte lagen bei mindestens 10 Bar (was in Anbetracht von Alter und Laufleistung noch echt stramm ist!), von zerschossenen Kompressionsringen kann hier also keine Rede sein. Damit war auch die Werkstatt der Meinung das es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit neuen Schaftdichtungen bereits getan ist.

 

Laut Service Manual sollte die Kompression nicht unter 689 kpa (6,89 bar) liegen. Ebenso sollte der Wert des "schlechtesten" Zylinders nicht unterhalb von 70% des Besten liegen. Da auch dies nicht nicht der Fall war (dafür hätte mindestens einer der Zylinder bei gut 8,5 Bar liegen müssen), konnten wir also von einem relativ gesunden Motor ausgehen.

 

Jetzt könnte immerhin noch ein Ölabstreifring hin sein, da man diese bei der Messung nicht zwangsläufig erwischt. Nach Betrachtung der Werte war dies allerdings eher unwahrscheinlich. Somit war der nächste Schritt klar: Ventildeckel ab, Stößel weg und Schaftdichtungen prüfen. Nach der Demontage fielen den Mechanikern dann 2 kaputte Ventilschaftdichtungen in die Hände. Damit waren die Übeltäter wohl gefunden, aber noch ist nicht aller Tage Abend. Wer weiß ob da nicht noch mehr lauert und die Schaftdichtungen nur ein Problem von vielen war?

 

Gute 2 Tage später war der Wagen fertig und das Ergebnis stand fest. Es waren doch nur die Schaftdichtungen! Die Werkstatt machte mehrere Probefahrten um ganz sicher zu sein. Ergebnis: Keinerlei Rauchentwicklung mehr und der noch vorher etwas zitterige Leerlauf in D-Stellung hat sich jetzt auch normalisiert :) Vorher schüttelte er sich im Leerlauf etwas unwillig. Damit ist die "Schlimmste" Baustelle an dem Wagen soweit erledigt. Bei der Gelegenheit haben wir gleich die abgerissenen Kabel vom Temperatursensor flicken lassen und somit tut die Temperaturanzeige jetzt wieder was Sie soll :cool:

 

Damit hat sich die Reparatur doch schon gelohnt und der Wagen kann rauchfrei in die nächste Saison starten :cool: Damit dürfte sich der Ölverbrauch also endgültig erledigt haben, besonders auffällig war er ja meist nur wenn man viel gestanden hat bzw. Stop and Go Verkehr angesagt war.

 

 

Wir können es kaum erwarten den Wagen zum Saisonstart wieder abzuholen um das Ganze selbst mal auszutesten :) In Zukunft können wir mit dem Wagen, wenn es denn sein muss, bis ans Ende der Welt fahren ohne uns große Sorgen darüber machen zu müssen das der Wagen ohne das wir es wissen überhitzt oder wir ständig nach dem Öl schauen müssen :cool: Damit können wir beruhigt und mit frischem TÜV gesegnet in die neue Saison starten.

 

Damit Ihr auch was davon habt, haben wir die Videos für euch extra hochgeladen ;) An dieser Stelle eine Warnung: Video 1 kann zu akuten Ohrgasmen führen :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war allerdings noch nicht alles. Da wir natürlich den Wagen irgendwann mit den richtigen Decals sehen wollen habe ich einen Entschluss gefasst. Da scheinbar niemand in der Lage oder Willens ist und die Decals anzufertigen müssen wir es jetzt selber machen. Dafür werde ich mir das passende Vector Programm besorgen und mich da mal einfuchsen. Weihnachten steht vor der Tür uns bis zum Urlaub ist es auch nicht mehr so lange ;) Weiterhin habe ich bezüglich der Schriftarten mal etwas herumgeforscht und ich bin zumindest auf die richtige Schriftart für den Sheriff Schriftzug gestoßen. Der C.O.P. Schriftzug wird etwas kniffliger, da muss ich wohl mal einen Blick auf die Fahrerseite werfen, ich bilde mir ein das die Schatten des Schriftzuges dort besser erhalten sind. Wenn ich da die richtige Schriftart finde haben und ich das Decal nachmachen kann haben wir bereits alles!

 

Hier mal ein kurzer Abriss was bereits gemacht wurde und was noch zu machen ist.

 

Gemacht:

 

Wasserpumpe getauscht

Neues Kühlmittel

Ventilschaftdichtungen

Simmerring an der HA neu abgedichtet

IAC Valve

Haubenzug

 

Zu machen:

 

Umlenkhebel (der ist leider nicht mehr der beste, weshalb die Lenkung auch extrem indirekt ist)

Spurstangen (sind laut TÜV noch nicht fällig aber wenn man den Umlenkhebel schon macht.......)

Reifen (sobald ich einen vernünftigen Satz Straßenreifen finde der mich überzeugt kommen da die richtigen drauf!)

Schweller mit Fluid Film fluten (Kinderspiel!)

Lautsprecher (vielleicht, kommt wohl auch auf die Lust meiner besseren Hälfte an)

KYB Dämpfer einbauen

Zündung erneuern (was ja dank der Reparatur nicht mehr wirklich nötig ist)

 

Die Sachen die jetzt noch auf der To-Do Liste stehen dürften an einem Nachmittag "with a little help of our friends" erledigt sein :) Wenn das alles mal erledigt ist, dann ist der Wagen zumindest technisch in einem wirklich mehr als akzeptablen Zustand. Ich würde die Technik dann gemessen am Alter fast als "sehr gut" beschreiben ;) Rostprobleme hat er nie gehabt, der Motor ist nach dieser Aktion wieder komplett problemfrei (problemfreier als er es die letzten 10 Jahre war!) und wenn Lenkung, Dämpfer und Reifen gemacht sind händelt er sich sogar wieder wie er sollte.

 

Bedenkt man das Alter und die Historie des Wagens so sind die Sachen die bisher angefallen sind erfreulich marginal. Klar, mit einem Neuwagen konkurriert der Wagen in der Hinsicht nicht aber wenn ich mal dran denke was andere schon in Autos gepumpt haben die nicht einmal halb so viel mitgemacht haben.......... ;)

Hat Dir der Artikel gefallen? 6 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

  • von 17
  • 17

Wer war´s?

  • Dynamix Dynamix
  • Miep87 Miep87

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Americas Next Top Models: Vorstellungen aktueller amerikanischer Fahrzeuge

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen oder auch einfach eigene Gedanken :)

 

Enjoy your stay!

 

Dynamix

Saisonstart

Saisonstart

Cool wall

Strange blokes

  • anonym
  • christian 140ps
  • ToledoDriver82
  • XG30_2000
  • flo-95
  • bronx.1965
  • nick_rs
  • Goify
  • Schlawiner98
  • m5095