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14.08.2012 20:04    |    Andi2011    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Coole Typen

In meiner Reihe „Coole Typen“ geht es heute um jemanden, dessen Namen jeder kennt und dessen Musik jeder mindestens einmal in seinem Leben gehört haben dürfte... ein "cooler Typ" seiner Zeit, eine Ikone für viele, bis heute unvergessen und mit einer riesen Fangemeinde gesegnet.

 

Zu seinem 35.Todestag am 16. August gebührt ihm ein Platz in meiner "Coole Typen" Rubrik, mein Dank für diese sehr gute Idee, die ich hiermit umsetze gehört Norske - die Rede ist von Mr. Elvis Presley.

 

 

Elvis Aaron Presley kam am 8. Januar 1935 in East Tupelo, Mississippi/USA als Sohn von Vernon Presley und Gladys Presley zur Welt. Er hatte einen Zwillingsbruder, der jedoch tot geboren wurde.

Elvis hatte eine enge Bindung zu seiner Mutter, da sein Vater kurz nach seiner Geburt wegen Scheckfälschungen zu einigen Jahren Haft verurteilt wurde. Der junge Elvis war der Musik schon früh zugetan, sang im Kirchenchor und gewann bereits mit zehn Jahren den zweiten Preis in einem Talentwettbewerb. Nur ein Jahr später, 1946 bekommt er seine erste Gitarre und bringt sich autodidaktisch das Gitarrenspiel bei.

 

Im Jahre 1953 schließt er die Schule ab und arbeitet als LKW Fahrer bei Crown Electric in Memphis.

"My Happiness und Thats When Your Heartaches Begin" ist seine erste Platte die er auf eigene Kosten aufnimmt - weniger um damit berühmt zu werden, sondern um sie seiner Mutter zum Geburtstag zu schenken.

Allerdings werden schon jetzt die ersten Leute auf ihn aufmerksam und bereits 1954 folgt die zweite Plattenaufnahme

"Thats All Right (Mama)" die kurz darauf auch "Airplay" bekommt und die ersten Auftritte folgen zusammen mit seinen Weggefährten Scotty Moore und Bill Black.

 

Bereits 1955 spielt Presley über 160 Konzerte und es entwickelt sich schnell sein eigener Stil in Verbindung mit seiner wirklich einzigartigen Blues-Stimme. Natürlich gab es auch Ärger wegen der "schmutzigen" Texte und sogar erste Forderungen der Zensur, aber der Weg von Elvis und des Rock`n Roll war jetzt nicht mehr aufzuhalten.

Es folgten erste Fernsehauftritte und der größte amerikanische Plattenkonzern (RCA) kauft die Rechte an Presley von seinem damaligen Vertragspartner Sam Phillips für 35.000 Dollar.

 

 

In Nashville entsteht kurz darauf unter der Federführung von RCA der Song "Heartbreak Hotel", der einschlägt wie eine Bombe und Elvis seine erste goldene Schallplatte einbringt. Die Erfolgsgeschichte von Elvis Presley ist nun unter Führung eines großen Konzerns und seines neuen Managers Colonel Parker nicht mehr zu stoppen, die "Kids" sind infiziert.

 

1956 unterschreibt Elvis bei Paramount Pictures einen langjährigen Filmvertrag und es geht mit seiner Karriere weiter steil bergauf, er kauft für sich und seine Familie ein Haus in Memphis, seiner Mutter den ersten berühmten "Pink Cadillac" und beginnt mit den Dreharbeiten für "Love me Tender", dem weitere Filme folgen, insgesamt werden es über dreißig Filme werden.

 

Die Presse nimmt Elvis, den sie mittlerweile wegen seines Hüftschwungs "The Pelvis" getauft haben aber noch weiter auf`s Korn, ihm werden seine Texte und seine "obszönen" Tanzeinlagen sowie seine "weibische" Kleidung angelastet.

 

1957 kauft Presley dann sein bis heute berühmtes Anwesen Graceland in Whitehaven bei Memphis, dreht nebenbei

"Jailhouse Rock" und wird Ende 1957 zum Militär einberufen - zu diesem Zeitpunkt ist der Name Elvis Presley bereits in aller Munde und Ohren und eigentlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen.

Kurz bevor Elvis in Bremerhaven eintrifft (wo er euphorisch empfangen wird) und in Friedberg stationiert wird, stirbt seine Mutter Gladys, was ihn tief bestürzt. Er ist allerdings nicht allein nach "Germany" gekommen und bewohnt als Privileg außerhalb seiner Einheit in Bad Nauheim ein Haus zusammen mit seinem Vater und einigen Freunden.

 

 

1959 trifft er erstmals auf (die noch sehr junge) Priscilla Beaulieu die ihm durchaus gefällt und 1960 reist er nach Ende seines Wehrdienstes zurück in die USA und die LP "Elvis is back" erscheint. Die Weihnachtstage verbringt Elvis mit der nun 15jährigen Priscilla Beaulieu in Graceland.

Der Status von Elvis ist gesichert und in den nächsten Jahren wird es etwas ruhiger um ihn, Fernsehauftritte gibt es kaum noch und Elvis widmet sich etwas seinem Geld und genießt das Leben.

 

1967 ist es dann soweit und er heiratet Priscilla in Las Vegas. Aus der Ehe geht 1968 seine Tochter Lisa Marie hervor.

1968 ist auch das Jahr seines großen Comebacks, Elvis will es noch einmal wissen und mit der Ausstrahlung eines NBC Specials und seinem ersten Fernsehauftritt nach mehreren Jahren ist er sofort wieder da.

Die Querelen um sein Image sind lange vorbei, sein Musik-Stil ist etabliert und der Name Elvis Presley ein Garant für Geld.

 

1969 absolviert er über 50 Auftritte in Las Vegas und die LP "From Elvis in Memphis" erscheint, gleichzeitig hat sein letzter Film "Change of Habit" Premiere.

 

Auch in den Jahren 1970 bis 1972 läuft alles bestens für ihn, er hat große Engagements in Las Vegas, wird mit diversen Auszeichnungen überhäuft und er veröffentlicht weitere Songs.

Im Februar 1972 kommt allerdings die Trennung von Priscilla und im Nachgang werden die Gerüchte um ihn immer lauter...

 

Die Rede ist von schweren Depressionen, Fettsucht, Tabletten...

Presley gibt weiter Konzerte und 1973 wird seine Fernsehshow "Aloha From Hawaii" weltweit von über einer Milliarde Menschen gesehen, aber seine gesundheitlichen Probleme werden nun immer offensichtlicher...

1976 gibt er noch weit über 120 Konzerte aber man sieht ihm bei jedem Auftritt an, dass es ihm körperlich nicht mehr gut geht und er muss sogar Konzerte abbrechen.

 

Sein letztes Konzert gibt Elvis Presley am 26.Juni 1977 in Indianapolis und kurz darauf erscheint seine letzte LP "Moody Blue"

 

Am 16. August 1977 stirbt Elvis Aaron Presley mit 42 Jahren in Memphis an Herzversagen.

Ginger, seine damalige Freundin hört das Fallen eines Körpers und findet ihn im Badezimmer. Anwesende Freunde von Presley beginnen mit Wiederbelebungsmaßnahmen, ein Notarzt wird gerufen, die Ärzte im Baptist Memorial Hospital können aber um 14:43 Uhr nur noch den Tod feststellen...

 

Die Nachricht von Elvis Presleys Tod geht rasend schnell um die Welt, die Trauer ist fast grenzenlos. Egal ob Flug,-Bus- oder Bahnverbindungen, alles was nach Memphis hinein führt war inklusiver sämtlicher Blumenläden restlos ausverkauft, Elvis-Songs spielten auf allen Radiosendern und selbst Präsident Carter trat vor die Mikrofone.

 

Am 18.08 wurde der Leichnam von Elvis von einer Wagenkolonne mit dreißig weißen Cadillacs zum Forest Hill Cemetery Friedhof gebrach und dort in einem Mausoleum beigesetzt. Weil es jedoch zu mehreren Einbruchversuchern kam, wurde sein Leichnam und der seiner Mutter kurz darauf umgebettet und auf Graceland beerdigt. Seine Grabstätte ist dort bis heute Anlaufpunkt für hunderttausende Touristen jedes Jahr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Elvis Presley, ein "cooler Typ", ein Mensch mit einem riesigen Talent, der die Musikwelt verändert hat wie kaum ein Zweiter und dessen Mythos durch seine tragischen letzten Jahre noch weiter verstärkt wurde...was passt wohl besser um diesen Artikel zu beenden, als einer der schönsten Elvis-Songs...klickt drauf, lehnt euch zurück, lest mit...

 

"You are always on my mind"

 

Maybe I didn't treat you

Quite as good as I should have

Maybe I didn't love you

Quite as often as I could have

Little things I should have said and done

I just never took the time

 

You were always on my mind

You were always on my mind

 

Tell me, tell me that your sweet love hasn't died

Give me, give me one more chance

To keep you satisfied, satisfied

 


 

Maybe I didn't hold you

All those lonely, lonely times

And I guess I never told you

Im so happy that you're mine

If I make you feel second best

Girl, Im sorry I was blind

 

You were always on my mind

You were always on my mind

 

Tell me, tell me that your sweet love hasn't died

Give me, give me one more chance

To keep you satisfied, satisfied

 

Little things I should have said and done

I just never took the time

You were always on my mind

You are always on my mind

You are always on my mind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

 

Quellen: google Bildersuche/VivaElvis


12.08.2012 00:25    |    Andi2011    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Autogeschichten

Ein Auto privat verkaufen? Das hab ich das letzte Mal glaub ich irgendwann Mitte der 90er Jahre gemacht...

Aber nun war es fällig, denn wir wollten unseren Fiat 500 -von meiner Frau beim Kauf Luigi getauft- an den Mann oder die Frau bringen.

Der 500er hat uns rund 40.000 Kilometer treu gedient und ist ein echt feiner Wagen, aber auf Dauer sind drei Alltagswagen für uns einfach Unsinn und da meine Liebste Anfang des Jahres den Golf bekam, stand nun fest das wir den Fiat abgeben wollen.

 

 

 

Außerdem kann man etwas extra Geld immer gut gebrauchen - Ideen hab ich da schon- und der Fiat 500 sollte doch noch einiges bringen, denn er ist top gepflegt, gut ausgestattet, absolut fit und auf dem Markt alles andere als unbeliebt.

Also machte ich mich daran die Preise zu checken und dann den 500er anzubieten:

 

Als ich die Verkaufspreise für ähnliche Modelle bei Mobile.de oder Autoscout prüfte war schnell klar, wir werden den Fiat dort einstellen. Einen professionellen Internetankäufer kontaktierte ich auch, der bot aber nur bescheidene 7500 Euro an.

 

Also wurde er bei den einschlägigen online Autobörsen inseriert und was passierte?

 

Zunächst mal etwa eine Woche lang nichts!

Dann auf einmal trudelten diverse Mails bei uns ein, der Inhalt war immer gleich:

In einer Mischung aus deutsch und englisch wurde der Verkaufspreis noch mal nachgefragt und Interesse an dem Wagen bekundet, Kaufgrund war immer das genau dieser Wagen der Traumwagen sei, den man unbedingt bei sich in Spanien oder Italien haben wolle.

Dann wurde bestätigt, dass der Wagen gekauft wird und vorgeschlagen, einen Scheck zu schicken.

Sobald dieser von mir eingelöst ist und ich das Geld in Händen halte und alles ok ist, solle man nur eine Mail schicken und der Wagen würde umgehend durch einen Bekannten abgeholt.

 

 

Diese Masche ist relativ bekannt:

Der besagte Scheck wird eingelöst, meist ist er etwa um einen Tausender höher ausgestellt als der vereinbarte Kaufpreis.

Kurz darauf folgt eine Mail des vermeintlichen Käufers das er versehentlich falsche Zahlen eingetragen habe und man das überschüssige Geld doch bitte auf Konto XY zurück überweisen soll. Dann erscheint der „Bekannte“ und übernimmt den Wagen und die Papiere. Etwa vier Wochen später prüft die Bank den Auslandsscheck und stellt fest, dass er nicht gedeckt ist und fordert das Geld zurück. End vom Lied: Geld weg, Auto weg und den Tätern noch einen Tausender Bonus gezahlt.

 

Diese Mails lassen sich bei den Internetanbietern jeweils melden, aber kaum ist der eine „Käufer“ gelöscht, erscheint schon der Nächste auf der Bildfläche.

Es gab auch „echte“ Interessenten, die versuchten schon per Mail den Preis um mindestens einen Tausender zu drücken, ohne den Wagen überhaupt gesehen zu haben.

Nach zwei Wochen hatte ich genug von dem Stress und nahm die Anzeigen raus. Dafür inserierte ich den Fiat 500 nun in zwei Regionalzeitungen, jeweils am Samstag und es gab zwei Reaktionen.

 

Ein junger Mann wollte den Fiat 500 unbedingt so schnell wie möglich ansehen, fragte mich schon am Telefon Löcher in den Bauch und gab an, dann in etwa spätestens einer Stunde da zu sein...ich habe nie wieder von ihm gehört.

Der Zweite war ein älterer Herr, der den 500er seiner Enkeltochter zum 20. Geburtstag schenken wollte. Er war sehr versiert und im Vorfeld informiert, kannte sich mit den Preisen aus, fand unseren fair wenn der Wagen auch so sei wie beschrieben und kam am Nachmittag mit der Enkeltochter vorbei.

Aber das Mädel war von vornherein nicht begeistert, ihr gefiel schwarz nicht, sie wollte babyblau oder weiß....also wurde nichts daraus.

 

 

Ich informierte meine Liebste, dass ich aufgebe, keine Lust mehr auf diesen "Käse" habe und den 500er gelegentlich bewegen werde (ihn abzumelden und einzumotten fand ich Unsinn, bei nur etwa 400 Euro für Versicherung und Steuer im Jahr), parkte ihn in der Garage und das Thema war für mich erstmal erledigt...kommt Zeit kommt Rat und es lag ja kein dringender Grund vor ihn los zu werden, nur ein rein rationaler...

 

Bis letzte Woche meine Nichte anrief: Ihr Peugeot 106 aus 1995 hatte endgültig den Geist aufgegeben und der Fiat 500 ist ihr Traumauto und sie hat fleißig gespart...allerdings nicht genug für Luigi, sie hat nur rund 6000 Euro zusammen und wollte mich eigentlich fragen, ob ich mir ihr dafür bei einem Händler was passenden suchen könnte...

 

Lange Rede kurzer Sinn: Ich hab mit meiner Liebsten gesprochen und nun hat meine Nichte bei uns noch ein paar "Restschulden", die sie bequem abzahlen kann und der kleine Fiat 500 ist in (sehr:)) glücklichen Händen und bleibt in der Familie!

 

Ich bin so am zufriedensten mit der Lösung, denn der kleine Luigi ist mir wirklich ans Herz gewachsen, er wird es gut bei ihr haben, da bin ich sicher!

 

Danke für`s lesen!


06.08.2012 21:53    |    Andi2011    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: Dies Das

1898 rollten die ersten Luxusmodelle dieser Automarke aus dem Werk in Eisenach und die Burg oberhalb dieser Stadt gab den Fahrzeugen auch gleich ihren Namen: WARTBURG

 

Bei uns im Westen der Republik gelten Wartburg heute für 99% der Bevölkerung neben dem Trabant als das DDR-Auto, zu kurz gedacht,wie ich finde!

Wartburg und seine Geschichte ist es Wert sich etwas mit ihr zu befassen, denn Wartburg hat in der Vergangenheit seine Zukunft in der Entwicklung luxuriöser Automobile gesehen. Die Ingenieure und Designer wollten Coupes bauen, Roadster und luxuriöse Sportlimousinen mit feinen Sechszylindermotoren, so der Plan.

 

 

Und der schien erstmals gut umsetzbar, denn 1928 kaufte sich BMW in das Eisenacher Werk ein um dort solche Ikonen wie den 327 oder 328 Roadster oder auch den BMW 340 zu bauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch dann kam alles anders, nach Kriegsende herrschten im Osten Deutschlands bereits die Planwirtschaftslenker und verordneten den Eisenacher-Autobauern zunächst mal den IFA F9 - der war als Nachfolger des Vorkriegs DKW optisch durchaus hübsch, aber mit Frontantrieb und Zweitaktmotorisierung alles andere als das, was die Eisenacher bauen wollten, denn das bedeutete für das Werk das Aus für die Weiterentwicklung der Vier- und Sechszylinder.

Die Produktion des IFA F9 kam von Zwickau nach Eisenach, weil dort die Pläne für einen Kleinwagen für das Volk konkrete Züge annahm und man die Produktionsstätte brauchte, die Rede ist natürlich vom Trabant.

 

1956 baute Wartburg dann den 311 - und zwar ohne im Vorfeld die Erlaubnis zur Entwicklung eingeholt zu haben, alles lief praktisch "betriebsintern" ab. Das bedeutete einerseits, dass es mit dem 311 einen schicken neuen Wartburg gab, andererseits das die Ingenieure aufgrund der fehlenden Zustimmungen viele alte Teile aus dem IFA übernehmen mussten und auch der unbeliebte Zweitakter musste den Wagen befeuern. Denoch gab es ihn in mehreren Varianten z.B. als Cabrio, Limousine oder Kombi, wobei ich besonders das Viersitzige Cabrio sehr schön finde. Ein Ableger des 311 war des 313 Sport-Coupe, ein wunderschöner Wagen mit Hardtop der optisch ebenfalls zu begeistern wusste. Kurioserweise ist dieser 311 heute ein sogar recht begehrtes Objekt für Custom Umbauten, wohl auch aufgrund seines amerikanischen Looks.

 

Dieser Zweitakter prägte letztlich alle Wartburg die da noch kommen sollten - ein Zweitakter der bis Ende der 80er Jahre immer weiterentwickelt wurde - wobei Weiterentwicklung hier hieß, dass die Ingenieure versuchten ihm über die Jahre wenigstens etwas Benehmen bei zu bringen, was aber nie gut gelang. Immerhin hatte der Motor einen Vorteil den viele Ostbürger zu schätzen wussten: Er war prinzipiell mit einem Schraubenzieher und etwas Motorwissen auch von Laien zu warten.

 

Der Rest ist schnell erzählt, denn 1966 kam dann der planwirtschaftlich korrekte Wartburg 353 heraus. Dieser von Clauß Dietel im Kastenformat entworfene Wagen hatte so gar nichts mit dem schicken 311 seines Vorgängers Hans Fleischer gemein. Dennoch war er gegenüber dem 311 ein riesen Fortschritt, denn er hatte Dinge wie eine moderne Einzelradaufhängung und einen Kofferraum von rund 500 Litern und war damit sehr modern und stand vielen Westautos der 60er nichts nach.

Außerdem hatten die Wartburg in der DDR den Ruf des "Besseren" Volkswagens, auch die Wartezeit auf einen Wartburg, besonders in der beliebten Kombivariante, war deutlich länger als auf einen Trabant, wenn man denn überhaupt einen bekam. Der Unterschied zwischen Wartburg und Trabant war aber doch deutlich, so das Wartburg -wenn auch anders als gedacht- doch so etwas wie der Hersteller von Luxusautos wurde.

 

 

1988 begann die Serienfertigung des 353 Nachfolgers Wartburg 1.3 in Eisenach und dieser besaß einen VW-Motor. Ursprünglich für den VW Polo 86c entwickelt fand er in erster Linie wieder aus planwirtschaftlichen Gründen den Weg in den Wartburg.Einige für Devisen wichtige Exportmärkte der DDR hatten nämlich gedroht den Wartburg aufgrund seines "stinkenden" Zweitakters nicht mehr importieren zu lassen.Optisch unterschied sich der Wartburg 1.3 vom Vorgänger allerdings kaum.

 

 

Der Rest ist Geschichte:

1991 wurde Wartburg von der Treuhand abgewickelt und für immer geschlossen, wer weiß was aus dieser Automarke mit seinen begabten und inovativen Ingenieuren und Arbeitern geworden wäre, hätte das Werk nicht in Eisenach sondern z.B. in Bremen gestanden...

 

 

Danke für`s lesen!

 

 

Quellen: DDR-Legende Wartburg und Google Bildersuche


01.08.2012 21:30    |    Andi2011    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Autogeschichten

Vor einiger Zeit hatte ich Transportbedarf - es ging um diverse Möbel die Mittels Anhänger von A nach B transportiert werden sollten.

Da reichte mein Ford C-Max nicht aus, zumal ich keine Anhängerkupplung verbaut habe.

Also wurde ein Fahrzeug aus dem näheren familiären Umfeld geliehen und da bot sich der zur Verfügung stehende Mercedes ML natürlich an.

 

Die 1997 eingeführte M-Klasse habe ich bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich noch nie selbst gefahren, also eine wunderbare Gelegenheit diesen W164 der zweiten Generation endlich mal selbst zu bewegen.

 

Nun, mit der Transportaufgabe an sich will ich euch nicht langweilen, die war zügig und unproblematisch erledigt und der ML hatte wie erwartet keinerlei Probleme mit dem Hänger nebst Inhalt - kein Wunder, der ML darf rund 3500kg ziehen.

Als der Hänger also weggebracht war und der ML da so brav stand, dachte ich mir, es wäre doch eine gute Gelegenheit, dem Benz mal etwas auf den Zahn zu fühlen - schließlich ist das kein ganz normaler ML, sondern ein 420 CDI mit dem V8 Diesel an Bord.

Der mobilisiert über zwei Turbolader mit seinen 306 PS schlappe 700Nm Drehmoment, die er bei rund 2000 U/min zur Verfügung stellt.

Das ganze wird über eine 7-Gang-Automatik an die permanent Allrad-getriebenen Räder gebracht.

 

Wenn man das Gaspedal bewegt ist man zunächst etwas enttäuscht wenn man nun einen bulligen V8 Sound erwartet.

Der Motor klingt zwar absolut nicht schlecht, ist aber akustisch schon zurückhaltend - passt damit andererseits aber hervorragend zum Charakter des Wagens: Kraft satt in jeder Lebenslage und Schub ohne Ende wenn man ihn will.

 

 

Apropos Schub: Der ist nun wirklich beeindruckend.

Es reicht das Gaspedal auch nur ansatzweise Richtung Bodenblech zu bewegen und der Motor zieht mit einer beeindruckenden Power und wie am Band gezogen nach vorn. Die 7-Gang-Automatik (7G-TRONIC) passt dabei hervorragend, nervt nicht durch sofortiges runterschalten und gehört für mich zu den besten Automatikgetrieben, die ich bisher in Aktion erlebt habe - nahezu in jeder Situation auf diesen Motor perfekt abgestimmt.

 

Wenn mir nun langweilig wäre, könnte ich auch mittels der Schalt-Wippen am Lenkrad die Gänge selbst wählen, klappt auch hervorragend, ist aber bei dieser Automatik wirklich mehr dem Spaß als der Notwendigkeit geschuldet.

Den Kickdown muss ich natürlich auch mal antesten und den pariert der 420 mit einem enormen Schub nach vorn, Tempo 100 ist

unter 7 Sekunden abgehakt und der Vortrieb nimmt auch kaum ein Ende, man könnte meinen dieser fahrende Schrank mit einem Gewicht von weit über 2,3 Tonnen kennt das Wort "Luftwiederstand" überhaupt nicht;)

Der Fahrkomfort wird mit Sicherheit auch durch die serienmäßige Airmatic positiv beeinflusst, dazu kommen die hohe Sitzposition auf bequemen Ledersitzen und eine auch sonst wenig Wünsche offen lassende Ausstattung.

 

Optisch macht der ML sein Gewicht und seine Leistung nur sehr bescheiden deutlich, was mir persönlich an diesem Wagen sehr gut gefällt.

Er wirkt er auf mich sogar stimmiger als der 2011er Nachfolger W166.

 

Was gibt es noch zu sagen? Vieleicht was zum Verbrauch. Der Wagen wird in der Regel nicht unbedingt super sparsam bewegt, ist häufig auf der Autobahn und/oder wird auch mal als Zugwagen eingesetzt. Der Bordcomputer zeigt im Langzeitverbauch mit mittlerweile rund 40tsd Kilometern auf der Uhr ein Mittel von 12,6 Litern an.Laut Bordcomputer habe ich ihn auch problemlos unter 10 Litern bewegen können, mein Mittel lag bei 11,1 Litern.Durchaus akzeptabel bei dem Gewicht und den Leistungsdaten.

 

Der ML 420 ist auf seine Art ein echter Traumwagen, denn er vereint ein großes Platzangebot mit einem Motor, der kaum Wünsche offen lässt, kennt mit seinem Allradantrieb auch im Winter wenige Grenzen, zieht ausreichend Lasten bei Bedarf und bietet einen hohen Fahr-und Reisekomfort - für einen Familienvater ein idealer Daily-Driver und das nahezu perfekte Fahrzeug

...wenn ich ihn mir leisten könnte.;)

 

Danke für`s lesen!

 


24.07.2012 23:38    |    Andi2011    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Coole Typen

In meiner Reihe „Coole Typen“ geht es heute mal wieder um eine Fernsehserie, allerdings eine Aktuelle, die hier vielleicht nicht jeder mag, aber mit Sicherheit bei jedem Horror/Splatter Fan oben auf der Liste stehen wird, "Coole-Kalte" Typen im Sinne des Wortes: The Walking Dead

 

 

Meine persönliche Begeisterung für dieses Genre beruht eigentlich auf dem Altmeister dieser Filme, George A. Romero, der die Klassiker-Zombie Filme schlechthin gedreht hat: Night Of The Living Dead und  Dawn Of The Dead.

Endzeitfilme generell interessieren mich sehr, aber auch dort gibt es natürlich deutliche Unterschiede bei der Qualität, allerdings ist die bei TWD hoch angesiedelt.

 

 

Auf THE WALKING DEAD bin ich erst relativ spät aufmerksam geworden, als die erste Staffel auf DVD erschien, hatte ich nur einen Trailer gesehen und trotzdem sofort die erste Staffel gekauft. Meine Liebste und ich wollten jeden Abend eine der ersten 6 Folgen ansehen und waren so begeistert, dass es am ersten Abend 4 Folgen wurden und der Rest folgte an Tag Zwei.

 

 

Was macht die Faszination dieser Serie aus?

 

 

 

Ganz einfach, die Frage was passiert mit den wenigen Menschen, die das Ende überlebt haben, wie überleben (oder auch nicht) sie in einer Welt, die nichts mehr mit dem hat, was wir kennen?

Es gibt keine Supermärkte mehr in denen man einkaufen geht, keinen Treibstoff oder Strom und das alles in der ständigen Gefahr von den "Untoten" überrannt zu werden. Inerhalb kurzer Zeit wird die Welt durch den Ausbruch der Seuche in die Steinzeit zurück katapultiert, aber die alltäglichen Dinge des Alltags bleiben auch dem Häufchen Überlebender nicht erspart: Eifersucht, Neid, Geltungssucht, Mut, Selbstlosigkeit...die ganze Palette der negativen wie positiven menschlichen Eigenschaften finden statt und das alles auf eine sehr sehenswerte und qualitativ gut gemachte Art und Weise.

 

Robert Kirkman startete 2003 seine Comic-Serie THE WALKING DEAD die schnell ein großer Erfolg wurde.

Die filmische Umsetzung ist dabei mehr als gelungen, angefangen bei den Stories über die stark agierenden Schauspieler bis zum äußerst sehenswerten Make-Up und den spezial-Effects.Die oft sichtbare Akribie, mit der in den Folgen vorgegangen wird ist oft beeindruckend und schafft eine Szenerie, die sehr real rüberkommt.Zu empfehlen ist hier auch der Blick "Behind The Scenes".

 

 

Die erste Staffel lief mittlerweile sogar im Free-TV, ansonsten musste man für Staffel 2 Pay-TV besitzen, denn die zweite Staffel wurde auf FOX bereits gesendet, Staffel 3 wird folgen. Fans die kein Pay-TV haben oder sich auf irgendwelchen Wegen die nächsten Folgen schon besorgt haben, müssen wie ich bis etwa November warten - dann erscheint Staffel 2 auf DVD/BlueRay.

Nun,ich habe kein Pay-TV und auch keine Downloads - das wirft mich einerseits zurück, anderseits ist die Vorfreude auf die zweite Staffel bei uns schon groß und ich wette wir werden wieder am ersten Abend bis spät in die Nacht dabei bleiben.

 

 

 

THE WALKING DEAD - Coole Typen im Sinne des Wortes und eine starke Serie

 

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

Quelle:Foxchannel und google Bildersuche


22.07.2012 23:17    |    Andi2011    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Dies Das

Das Wetter sonnig und warm, Lack und Chrom sauber und blitzend, Motorendonnern laut und grollend und im Hintergrund spielen diverse Bands Country Musik...

 

Der ideale Sonntag also, wenn man US-Cars mag und ein Treffen praktisch vor der Haustüre stattfindet.

Da habe ich natürlich die Chance genutzt und das 9. US Car Treffen am Centro Oberhausen besucht (Danke an dieser Stelle an norske, der mich in der Blogbar darauf stiess!)

 

Nun es war ein gelungener Sonntag mit einer Menge Fahrzeugen und einer prima Stimmung vor Ort, die Bands spielten gut und einige Fahrzeugführer funktionierten die anliegende Centro-Strasse kurzerhand zur Speed-Mile um und liessen die V8 mal richtig spurten - ein Höllensound!

 

Ich denke es wäre für jeden etwas dabei gewesen, von bekannteren US-Fahrzeugen wie dem Dodge Charger oder Mustang bis zum Buick Wildcat,Studebaker oder Ford Crestline Victoria...

Genug geredet, lassen wir einige Bilder sprechen, viel Spass damit!

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


19.07.2012 21:42    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Liebe Leser,

 

heute gibt es einen sehr persönlichen Blog von mir und ich habe länger überlegt, ob ich ihn schreiben soll, habe mich aber dann dafür entschieden...

 

Warum? Weil es jetzt auch gut für mich ist darüber zu schreiben, weil du es gut gefunden und gemocht hättest, denn Autos und auch MT waren oft - sehr oft - Thema bei uns, du liebtest alles was mit Sport zu tun hatte...Fußball...Leichtathletik...aber vor allem alles, was mit Motoren und vor allem Autos zu tun hatte.

Formel 1 und die DTM, ADAC Cup...das alles sahst du dir gern im Fernsehen und wenn es klappte auch mal live an.

Automessen, Autosendungen, Autohäuser, Autoforen...alles das mochtest du gern und auch deinen Hyundai, den du bald gegen etwas sportlicheres und größeres tauschen wolltest - der neue i40 war auf deiner Liste für dich und deine kleine Familie - und wir konnten prima miteinander fachsimpeln, welcher Wagen es denn werden sollte...

 

Das alles, war heute vor 4 Monaten um 10:43 Uhr schlagartig vorbei...

 

Als ich zu der Unfallstelle kam wurde der Wagen grade abgeholt.

Ich lief über das Feld um zu verstehen was passiert ist, fand viele Trümmerteile die weit über hundert Meter im Acker lagen, Glassplitter, Plastikteile, Gussteile des Motors...ich hob einige auf um zu begreifen, ließ sie wieder fallen...ging zu dem Baum, trat dagegen...

Wie konnte das sein? Vor 4 Jahren erst hab ich ein Familienmitglied durch einen Verkehrsunfall verloren, vor nicht mal zwei Jahren einen meiner besten Freunde und nun...du...

 

Am Tage der Beerdigung trugst du dein Fan-Trikot und in deinem Sarg lagen ein paar Dinge die du liebtest und die dir wichtig waren. Dein kleiner Sohn hatte ein Bild für dich gemalt...bei der Trauerfeier wurde dein aktuelles Lieblingslied gespielt, dass ich hier noch einmal in dem dir gewidmeten Blog einbringen will...und als ich, deine Freundin an der einen und deinen Sohn an der anderen Hand, hinter deinem Sarg herging, war es einer der schwersten Wege die ich gegangen bin...

 

Wir haben den Baum und dein Grab gestaltet wie es dir wohl gefallen hätte und ich versuche immer, wenn ich an dich denke in Erinnerung zu behalten, was für ein feiner Mensch du warst...mein Freund.

 

Danke für`s lesen und verstehen!

 

 


16.07.2012 21:47    |    Andi2011    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Metalboard

Im Metalboard will ich heute einen besonderen Musiker mit einem kleinen Nachruf ehren, der mit DEEP PURPLE weltweite Erfolge feierte : Mr. Jon Lord

 

Wie aktuell zu lesen ist, ist Jon Lord heute mit 71 Jahren verstorben.

 

Nicht nur DEEP PURPLE Fans dürfte der Name Lord etwas sagen, galt er doch bis heute als einer der besten Keyboarder der Welt.Sein Hammond-Orgel- Sound sorgte in jedem Fall für den unverkennbaren Stil von PURPLE.

 

Deep Purple haben mit Lord echte Meilensteine des Hard-Rock geschrieben, so etwa jeder, der wie ich Anfang der 80er Gitarre spielen lernen wollte, konnte als erstes "Smoke on the water" spielen.

Unvergessene Klassiker wie "Child In Time", "Highway Star", „Space Truckin’" wären ohne das Mitwirken von Lord undenkbar.

In den letzten Jahren widmete Lord sich mehreren Blues-Projekten und arbeitet auch wieder verstärkt im Klassik Bereich.

 

 

"It is with deep sadness we announce the passing of Jon Lord, who suffered a fatal pulmonary embolism today, Monday 16th July at the London Clinic, after a long battle with pancreatic cancer. Jon was surrounded by his loving family.

Jon Lord, the legendary keyboard player with Deep Purple co-wrote many of the bands legendary songs including Smoke On The Water and played with many bands and musicians throughout his career.

 

Best known for his Orchestral work Concerto for Group & Orchestra first performed at Royal Albert Hall with Deep Purple and the Royal Philharmonic Orchestra in 1969 and conducted by the renowned Malcolm Arnold, a feat repeated in 1999 when it was again performed at the Royal Albert Hall by the London Symphony Orchestra and Deep Purple.

Jon’s solo work was universally acclaimed when he eventually retired from Deep Purple in 2002.

 

Jon passes from Darkness to Light.

 

Jon Lord 9 June 1941 – 16 July 2012."

(Quelle: Homepage Jon Lord)

 

 

Godspeed Mr. Jon Lord and Child In Time at volume 10 !

 

Danke für`s lesen!

 


02.07.2012 22:00    |    Andi2011    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Wer meinen Blog kennt weiß, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt. In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder in loser Reihenfolge ein paar Autos vor, die Größtenteils mindestens als Youngtimer zählen und im Moment auf den Umzug in eine große Fahrzeughalle warten. In Teil 1 ging es um einen BMW E30 und in Teil 2 um einen Scirocco aus 1975.In Teil 3 erzählte ich euch von einen Mercedes W123...

 

...da bietet es ich an einen weiteren Mercedes anzuhängen: den Mercedes Benz W201 auch bekannt als Baby-Benz

 

 

 

Der W201 war bei seiner Einführung 1982 eine Sensation, im Vorfeld lange angekündigt, sollte er den Einstieg in die Mercedes Welt von nun an erschwinglicher gestalten - was er letztlich auch tat, allerdings war ein Benz im Vergleich noch nie günstig in der Anschaffung - auch der W201 nicht !

Bei rund 25.000 DM begann der Einstieg in die Mercedes-Welt und dafür bekam man grad einen 90 PS Vergasermotor und ansonsten einen relativ "nackten" W201...

...immerhin aber mit Scheibenbremsen rundum oder einer Raumlenker-Hinterachse, die dem Hecktriebler eine gute Straßenlage brachte.

 

Der 190er steht immer noch für die bekannten Mercedes Tugenden wie Langlebigkeit und Solidität, er bietet nicht grade opulenten Platz im Innenraum, ist aber auch nicht klein.

Auf jedem Fall bietet er ein sehr heimisches Gefühl. Die Sitze sind bequem, die Armaturen übersichtlich und funktional und alles wirkt irgendwie zeitlos.

 

Die Benzinmotoren gelten beim W201 eigentlich als völlig unproblematisch, was nicht heißen soll die Diesel seien schlecht, aber die Benziner sind ebenfalls für Laufleistungen bis 500tsd Kilometer gut und noch dazu recht wartungsarm.

 

Überhaupt ist der 190er ein idealer Youngtimer. Die Ersatzteilversorgung ist völlig problemlos und auch nicht überteuert, die überschaubaren Problempunkte beim W201 wie z.B. Traggelenke oder Lenkungsdämpfer sind schnell zu orten und Rost ist beim Baby-Benz eigentlich auch gut zu lokalisieren (außer das bekannte „Heckscheibennest“) und in den Griff zu bekommen.

Den einzigen "Nachteil" den der Benz als Youngtimer haben könnte ist der, dass er noch recht häufig anzutreffen ist und im Straßenbild immer noch ein nicht ungewöhnliches Bild darstellt.Ist er trotzdem eine "Rarität aus der Garage"?

Ja,denn man muss ehrlich sagen, dass es auch viele arg verbastelte und runtergerockte Exemplare im Alltag gibt, bei denen für den Besitzer nicht mehr die Optik sondern nur die haltbare Technik eine Rolle zu spielen scheint...die schönen 190er gibt es noch, aber es werden weniger!

 

...der 190E aus 1990 den ich euch hier vorstelle ist so eines der schönen Exemplare!

Er ist aus 1. Hand und mit dem 118 PS Motor und 172 Nm bei bei 3500 U/Min gemütlich - aber nicht lahm motorisiert. Der Lack ist in sehr gutem Zustand und auch der Innenraum zeigt sich ohne erkennbare Abnutzung. Ein Radio und einige wenige Extras hat der Baby-Benz verbaut - und die damals empfohlene Automatik an Bord.

Der Kilometerstand von 72.974 km und der absolute Originalzustand ohne einen Rostfleck sprechen eine deutliche Sprache:

 

Dieser W201 war eine typischer Sonntags-Benz aus Rentnerhand mit lückenlosem Scheckheft, warmer Garage und reinem Schönwettereinsatz. Gekauft wurde er im Jahr 2008 aus einem Erbnachlass und der Kauf war eher ein Zufall:

Ein Bekannter berichtete von seinem Freund im Saarland, dessen Vater verstorben sei und dessen Haus nun umgebaut würde und dem 190er in der Garage - ein Anruf und einen Besuch später stand der 190er auf dem Hänger und wechselte für bescheidene 2900 Euro den Besitzer.

 

Manchmal braucht es einfach Zufall und Glück gleichzeitig!

 

Danke für`s lesen!


20.06.2012 21:48    |    Andi2011    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Coole Typen

In meiner Reihe „Coole Typen“ geht es heute mal abseits der aktuellen Fussball-EM um einen Sportler - obwohl der Begriff "Sportler" umschreibt ihn nur zum Teil, er ist für manche ein Idol, eine Ikone oder auch einfach nur "Der Champ" - vor kurzem wurde er siebzig Jahre alt, die Rede ist von einem der ganz Großen : Muhammad Ali

 

1975 durfte ich als kleiner "Stöpke" zusammen mit meinem Vater seinen Kampf gegen Joe Frazier im Fernsehen anschauen und seither war der Name "Ali" einer meiner Wegbegleiter.

Wen das alles nicht sehr interessiert, sollte nun aussteigen, denn mein Text wird heute etwas länger und intensiver, aber ich denke es lohnt sich weiter zu lesen...

 

Was faszinierte so an ihm?

 

Sicherlich einerseits seine enorme Kampfkraft, die jeder boxinteressierte kennen wird, seine Kämpfe sind heute alle zigfach im Fernsehen wiederholt und auf DVD gebannt.

Die Leichtigkeit, mit der Ali durch den Ring tänzelt, der "Ali Shuffle" oder das immer wieder typisch zum Gegner provokant gereckte Kinn, verbunden mit dem Signal "Tu was du willst, du besiegst mich nie" und selbst wenn der Gegner auf ihn einprügelte, wusste Ali das es ihn müde machen wird und seine Zeit noch kommt. Jetzt wisst ihr, nicht Rocky Balboa war der Champ - sondern die Filme inspiriert von einem echten Kämpfer: Muhammad Ali.

 

 

Aber bei Ali ging es nie nur um den Weltmeistergürtel, sondern immer auch um gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, grad in den sechziger Jahren wurde Ali zu einer so überlebensgroßen Figur der Befreiungsbewegung der Schwarzen in Amerika.

 

Geboren am 17. Januar 1942 in Kentucky als Cassius Clay, begann er mit knappen zwölf Jahren mit dem Boxen. Mit 18 Jahren hatte er bereits 108 Amateurkämpfe hinter sich und 1960 holte er in Rom olympisches Gold im Halbschwergewicht.

Ab 1961 arbeitete er mit Trainer Angelo Dundee (starb 90 Jährig in 2012 nach Ali`s 70. Geburtstag), der ihn zum mehrfachen Weltmeister machen sollte.

 

Im Februar 1964 war das zum ersten Male der Fall: 22 jährig stand Cassius Clay dem amtierenden Weltmeister Sonny Liston, dem man sponsoring der Mafia nachsagte, aber auch seiner Hammer-Faust gegenüber.

Bei diesem Kampf tat sich auch zum ersten Mal pressebewusst das "Großmaul" Clay hervor, in dem der Liston einen "dicken, hässlichen Bär" nannte und den legendären Satz sagte:

"I'm gonna float like a butterfly and sting like a bee."

 

 

Nachdem Clay den Kampf überzeugend und damit den Titel gewann, wurde er schnell zur Symbolfigur. Als er nach dem Kampf seine Bekehrung zum Islam bekannt gab und seinen "Sklavennamen" erst gegen Muhammad X - dann Ali tauschte und zur "Nation of Islam" konvertierte, war Ali endgültig in aller Munde.

Sein geistiger Vater dabei war Malcolm X, einer der radikalen Prediger der "Nation of Islam".

1975 trennte er sich wieder von der Bewegung kritisierte ihren neuen Führer Louis Farrakhan u.a. wegen seiner fanatischen Einstellungen scharf.

 

 

 

 

Ali kaltgestellt

 

1967 schließlich ging es richtig heiß her in den USA als Ali den Wehrdienst in Vietnam verweigerte und lieber seine Sportlerzulassung und seinen WM Titel verlor und zudem zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde (von denen er einige Monate tatsächlich im Gefängnis war).

In deutlicher Anspielung auf die in Amerika weiterhin übliche Rassentrennung hatte sein Satz:

"No Vietcong ever called me nigger." als Begründung politische Brisanz - und sein Berufungsverfahren nutze Ali um die Sache zu einer über moralische Werte zu machen, die er letztlich gewann.

Ali war nun zu einer Symbolfigur der Schwarzen weltweit und zu einem Hoffnungsträger für viel Menschen geworden - andererseits zu einem Feindbild und zu jemandem den man liebte oder hasste.

 

Rückkehr und große Kämpfe

 

1971 kehrte Ali in den Ring zurück, aber das Boxen war jetzt nicht mehr nur ein Sport sondern eine Art Politikum und Kämpfe mit Ali waren etwas, dass weltweit aufsehen erregte.Dabei wurde Ali sowas wie der "Good Guy" und seine Gegener die "Bad Guy". Dieses Schicksal traf auch George Foreman oder Joe Frazier - weltklasse Boxer, nur eben ohne das Talent für die große Bühne wie eben Ali es hatte.

Besonders seine drei großen Kämpfe gegen Joe Frazier 1971 (Sieg Frazier), 1974 (Sieg Ali) und besonders 1975 (Sieg Ali) sind vielen Menschen bis heute in Erinnerung.

 

 

Allerdings zerstörten diese Kämpfe auch so etwas wie eine Freundschaft zwischen diesen beiden Ausnahmeboxern.

Ali beschimpfte Frazier immer wieder vor den Kameras, mal noch harmlos und für ihn typisch großmäulig als "dumm und hässlich" aber auch als "Nigger ohne Rhytmus".

Diese rassistischen Beleidigungen seines ehemaligen Freundes konnte Frazier nicht als "Show" abtun. Bis zu seinem Tode im Jahr 2011 hat er zigfache Entschuldigungen Ali`s zurückgewiesen, was wiederum Ali bis heute zusetzte, Ali schwieg darüber, was er bei Fraziers Beerdigung im Stillen vor seinem Sarg zu ihm sagte...

 

Gegen Foreman hingegen absolvierte Ali nur einen Kampf, der aber schrieb Geschichte:

"Rumble in the Jungle"  hiess das Spektakel das 1974 in Zaire stattfand und Ali wurde dort begrüßt wie ein König und gewann diesen (fantastischen) Kampf schließlich auch. Der Kampf ist eine der Hauptszenen in dem (guten) Film "Ali" mit Will Smith.

1979 beendete Ali seine Karriere.

 

 

Bis hierher gibt es Gründe genug, Ali in der Rubrik "Coole Typen" entsprechend zu erwähnen, aber einer meiner Hauptgründe folgt erst jetzt:

 

Anfang der achtziger Jahre diagnostizierten die Ärzte Parkinson bei Ali.

Für ihn kein Grund sich aufzugeben oder mit seinem Schicksal zu hadern, er nahm den Kampf auf, schottete sich nicht ab, scheute keine öffentlichen Auftritte. Er reiste im Auftrag der USA in den Irak um die Freilassung von Geiseln zu erreichen und trat zuletzt für Obama in dessen Wahlkampf auf.

In einer der für mich bewegendsten Szenen entzündete Ali 1996 das Olympische Feuer in Atlanta vor 3,5 Milliarden Fernsehzuschauern - damals schon sichtlich vom Parkinson gezeichnet. Sicher kann man Ali auch vorwerfen, nicht immer alles richtig gemacht zu haben und auch, sich manchmal missbrauchen zu lassen, aber er tat immer das was er für richtig hielt, nicht was die Masse für richtig hielt.

 

In Bezug auf den Parkinson und den (nicht bestätigten) Verdacht, dass bei Ali das Boxen schuld an der Erkrankung sei, zitiere ich einen Ali Freund:

"Wenn die Leute sagen: Boxen ist schrecklich, schau, was es aus Ali gemacht hat – dann muss ich fragen: Welches Leben hätte er denn ohne Boxen gelebt? Es wäre gewiss nicht viel gewesen."

Ali sagte mal Anfang der 90er in einem Interview: "Die Menschen sehen nun das ich nicht Superman bin, aber ich bin ein Mensch."

 

Anfang 2012 wurde dieser "Mensch" 70 Jahre alt und bei einem seiner öffentlichen Auftritte, gestützt von einem Begleiter, hebt er die Fäuste vor den Körper -so wie früher - genau in der richtigen Höhe um einen seiner fatalen Treffer zu landen.

Aber das Bild zeigt einen Menschen im Endstadium seines Lebens. Längst hat der Parkinson sein zentrales Nervensystem fest im Griff, sorgt dafür das er seine Gesichtszüge, das Zittern seines Körpers meist nicht kontrollieren kann...

 

 

...als er so die Arme kurz zum Kampf hebt, schwenkt die Kamera aber auch auf seine Augen...und in denen ist der gleiche Glanz, der gleiche verschmitzte Ausdruck wie eh und jeh!

 

Muhammad Ali, nicht nur ein "cooler Typ" sondern ein Besonderer.

 

Danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

Quelle: Thomas Hauser:"Muhammad Ali: His Life and Times".


Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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