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06.09.2012 15:34    |    Andi2011    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Autogeschichten

Je älter man wird umso länger wird bei manchen die Autohistorie...

Irgendwann trennt man sich von einem Wagen, aber oft taucht er in den Gedanken irgendwann wieder auf, nicht selten mit etwas verklärtem und nicht mehr ganz realitätsnahem Blick.

Manch einer denkt sich auch, hätt ich es mal gelassen und ihn behalten, kauft später gar noch mal genau dieses Model und wenn es aus sentimentalen Gründen ist.

 

In meiner Autobiografie finden sich eine Menge Fahrzeuge und an die meisten davon erinnere ich mich gern, deshalb geht es heute weiter mit dem vorletzten Teil

Meine Autogeschichten Teil 7: Von Diesel und Traumwagen eine kleine Blogreihe, in der ich über meine bisherigen Fahrzeuge und die Geschichten drum herum erzähle:

 

Teil 6 endete mit dem behobenen Wartungsstau des Mondeo MK2 Turnier und ich will euch heute in der vorletzten Folge dieser Reihe erzählen, wie es weiter ging...

 

Der Mondeo MK2 lief problemlos, sein 90 PS Turbodiesel war ein zuverlässiger Begleiter, der mehr zum Reisen als zum Rasen animierte. Trotzdem war er für den Wagen nicht die falsche Motorisierung, er hatte einen ganz ordentlichen Durchzug und auch auf der Autobahn war man mit ihm kein rollendes Hindernis.

Als der MK2 dann rund 190tsd Kilometer hinter sich gebracht hatte schrieben wir das Jahr 2003 und ich schaute mehr aus Zufall in einem Ford Autohaus vorbei, da ich mir mal den Mondeo MK3 ansehen wollte der grad ein Facelift und die neuen TDCi Motoren erhalten hatte.

 

Ich quatschte ein wenig mit dem Verkäufer und dieser zeigte mir dann einen Mondeo aus Ende 2002, also noch vor dem Facelift, der aber schon den neuen 2,0 TDCi Motor mit dem 130 PS Diesel besaß.

Er war in Zahlung gegeben worden, denn der Vorbesitzer war auf den neu erschienenen Ford C-Max umgestiegen.

Der Mondeo war wieder in der sehr guten Ghia Ausstattung, besaß das Ford-Becker Navi und so Nettigkeiten wie einen Tempomaten oder eine Klimaautomatik und hatte grade 11tsd Kilometer gelaufen. Ich war mit dem Turnier gut gefahren und überlegte ob es wieder ein Mondeo werden soll? Wieder ein Turnier? Als Single?

 

Ja!

 

Ich holte meinen neuen Mondeo TDCi Turnier eine Woche später ab.

 

Kurz darauf lernte ich meine Frau kennen und mit ihr nahm meine private wie auch meine automobile Geschichte eine völlig neue Wendung...

Die Details der private Wendung werde ich euch hier vorenthalten, sie waren aber wie man an zwei gemeinsamen Kindern sehen kann, bis heute sehr glücklich.

Die automobile Wendung war einerseits ein Golf IV TDI den sie mit in unsere künftiges gemeinsames Leben brachte. Ein guter und zuverlässiger Begleiter, der bis auf immer wieder durchbrennende Rücklichtbirnchen keinerlei Ärger machte und so ist es im Nachgang „meine Schuld“ das er mit 90tsd Kilometern sehr gut verkauft wurde.

 

 

Ich als bekennender Fan der Marke Ford machte ihr den 2008 erschienenen neuen Fiesta schmackhaft: Titanium Ausstattung mit Nettigkeiten wie (vor vier Jahren in dem Segment noch nicht üblichem) Scheinwerferassistent,Regensensor usw.

 

Der Fiesta wurde gekauft, aber...sie wurde einfach nicht glücklich mit dem Wagen.

Er lief problemlos, war bequem, toll ausgestattet, schick, nur er wurde einfach nicht „ihr Auto“.

Welcher selbst autobegeisterte Mann kann das nicht nachvollziehen?

Wenn es nicht passt, passt es eben nicht und sie verkündete mir damals schnell wer ihr „Traumtyp“ war – genau „Luigi“ unser Fiat 500.

 

Nun ist meine Frau alles andere als ein sprunghafter Mensch, allerdings ein durchaus spontaner und so überraschte es mich auch nicht, als sie vor kurzem als Untersatz einen Golf VI auswählte und mir aktuell in den Ohren liegt, dass sie den VW T2 Bus aus Mitte der 70er Jahre einfach „saustark“ findet...wer weiß, was da noch auf mich zukommt?!

 

Wenn ihr diese Blogreihe verfolgt habt und meine eigenen automobilen „Wechselspiele“ in manchen Zeiten erlebt habt, wisst ihr warum ich darauf mit großem Verständnis reagiere, denn ich war nicht einen Deut anders...

 

Der Mondeo MK3 hingegen war gute acht Jahre mein dauerhafter Begleiter über knapp 220tsd Kilometer bekam er brav seine Wartungen, einen Rußpartikelfilter und drei neue Injektoren und ließ mich ansonsten nie im Stich und erfüllte alle Anforderungen die meine Frau, nebst Kindern hatten und machte mit seinem drehmomentstarken Diesel richtig Spass und war zugleich sparsam, ich verspürte keinen großen Drang mehr nach Veränderung - bis ich ihn 2011 gegen den neuen Ford C-Max tauschte, diesmal ein moderner Benziner.

 

Die zweite automobile Wendung verursachte mein heutiger Schwiegervater:

Über ein Jahr nach dem ich mit meiner heutigen Frau zusammen war, lernten wir uns erst etwas näher kennen. Wir hatten uns natürlich schon mehrfach kurz gesehen und ein paar Freundlichkeiten ausgetauscht aber dann kam der Tag an dem meine Liebste ihn wohl vorwarnte, dass ich nicht nur ihr Freund sondern auch ihr Mann für`s Leben sein könnte...

 

Er lud uns zu einem gemeinsamen Abendessen ein und als wir danach gemeinsam zum Parkplatz gingen, wollte er in einen Porsche 911 Turbo S und zwar aus der 964er Baureihe einsteigen...

Natürlich stürzte ich mich darauf und wir fachsimpelten und das ich auch mal einen 964er hatte, sorgte natürlich für ein langes Gespräch noch auf dem Parkplatz, bis meine Liebste mehrfach zum Aufbruch drängte.

Zu hause angekommen löcherte ich sie natürlich und fragte warum sie mir nichts davon erzählt hat. Sie meinte nur, er würd halt nicht damit angeben und er brauchte erst Zeit, ob es mit uns ernst wird. Ok, verständlich!

 

Er rief einige Tage später an und verabredete sich mit mir, um mir mal einen besonderen Porsche zu zeigen.

Das „Besondere“ war ein weiterer Porsche 964. Diesmal allerdings das Jubiläumsmodell. Diese Sondermodell „30 Jahre 911“ ist ein gesuchtes Sammlerstück und ein 964 Carrera 4 mit der breiten Karosserie des Turbo ohne dessen dominanten Spoiler die Grundlage – ich war begeistert!

 

Aber als er dann ein Tor öffnete und da ein Porsche Carrera GT stand, war ich vollends sprachlos...und erahnte, dass mein zukünftiger Schwiegervater wohl einige Autos mehr besitzt und wer diesen Blog kennt, hat schon über einige davon gelesen.

Es dauerte noch einige Zeit, bis ich alle Autos kennenlernte und erst nach unserer Hochzeit fragte er mich zum ersten Mal bei einem Wagen, ob ich ihn mal fahren will - ja er brauchte wirklich seine Zeit um mir zu vertrauen.

Heute fahren wir öfters gemeinsam los, um uns ein bestimmtes Model anzusehen und ab und an begleite ich ihn auch beim Kauf eines Wagens. Mir liegen neben den Sportwagen besonders die schönen Youngtimer am Herzen, von denen ich euch hier auch schon einige im Blog vorgestellt habe...

 

Was die Automobile Zukunft für mich noch bringen könnte und ein Resümee dieser kleinen Blogreihe lest ihr bald im letzten Teil von

Meine Autogeschichten

 

Ich hoffe auch dieser Blog bereitet euch so viel Freude wie mir und ihr bleibt im letzten Teil noch dabei!

 

 

Danke für`s lesen

 

 

 

Quelle:eigene Bilder und Google Bildersuche, die abgebildeten Fahrzeuge sind teilweise exemplarisch


06.09.2012 15:57    |    Dr Seltsam

Es war mir eine Freude, es ist mir eine Freude und es wird mir eine Freude sein auch den letzten Teil deiner spanennden Serie zu lesen. Soweit ich weiß wurde Luigi ja verkauft und soll jetzt ersetzt werden, durch was hab ich mir aber nicht gemerkt.

 

Aufjedenfall beglückwünsche ich dich, dass bei dir doch noch alles gut geworden ist und du nicht nur eine sehr glückliche kleine Familie, sondern scheinbar auch noch perfekte Schwiegereltern gefunden hast :)


06.09.2012 16:08    |    pieb

Echt wieder spitze geworden!


06.09.2012 17:44    |    Dortmunder 65

Anständige Menschen werden irgendwann vom Schicksal belohnt und ich hoffe für Dich, dass Dein

Leben deinen Wünschen entsprechend weiter verläuft!


06.09.2012 18:49    |    mr. mountain

Wieder ein großer Lesespass Deine Autogeschichten und Erfahrungen zu lesen.

Dass es persönlich und familiär auch wieder rund läuft, freut mich sehr für Dich.


06.09.2012 20:06    |    el lucero orgulloso

Mal wieder sehr schöne Geschichte, auch wieder ein Lesespaß der Extraklasse für mich! :)

 

Vor allem die Sache mit deiner Frau gefällt mir hier in dem Teil und vor allem auch, wie sie deine automobile Geschichte beeinflusst hat. :)


06.09.2012 20:52    |    124er-Power

Danke, freue mich aufs Finale. :)


06.09.2012 22:34    |    plaustri20

Wiedereinmal ein super Artikel zu deinem Automobilen Werdegang, freu mich schon auf den letzten Teil:)

... und habe gerade bemerkt, das ich den 6. Teil verpennt habe als ich im Urlaub war - muss ich gleich nachholen:cool:


07.09.2012 12:12    |    Andi2011

Moin,

 

danke für die lobenden Worte und netten Kommentare!

Ja, meine Frau hatte tatsächlich einen großen Einfluss auch auf meine automobile Geschichte, da sie selbst recht autobegeistert ist, wobei unsere Meinungen da manchmal durchaus ein-zwei Welten auseinander liegen;)

 

Grüße

Andi


07.09.2012 19:01    |    carisim

Das gibt dann wenigstens Gesprächsstoff, einer Meinung zu sein ist ja langweilig ;)


07.09.2012 20:09    |    Andi2011

Stimmt.

Der Hauptunterschied in unseren Ansichten ist glaub ich der:

 

Ich bin durchaus für viel Ausstattung und mag auch alle möglichen Neuerungen und auch die ein oder andere Spielerei die man nicht wirklich zum fahren braucht.

Meine Liebste ist da völlig pragmatisch - wir haben z.B. in beiden Autos einen Tempomat,sie benutzt sowas nicht weil sie es unsinnig findet und sie der Meinung ist,ihr Fuss ist der beste Tempomat der Welt:D

 

Grüße

Andi


07.09.2012 20:14    |    el lucero orgulloso

Meine Mutter hat mir mal, als ich sie auf ein Automatikgetriebe angesprochen habe (noch bevor wir den E 320 hatten, den sie überdies in 1,5 Jahren, in denen wir ihn haben, maximal 2 Mal gefahren ist), erzählt:

"Automatikgetriebe, nee, das möchte ich nicht, ich mag das Schalten, da wird mir nicht so langweilig beim Fahren." :D

 

Was den "Fußtempomat" angeht, kommt das ja auch auf das Auto und das Gaspedal an. Als wir in dem Jahr in Skiurlaub gefahren sind und ich da eine Strecke von 225 Km zurücklegen durfte, habe ich auch, als es die Situation zugelassen hat, den Fuß manchmal zig Kilometer lang unverändert auf dem Gaspedal gelassen. Ging auch sehr gut. (War bei unserem E 200 T.)


09.09.2012 13:43    |    norske

Schöner Blog, Andi, ich glaube, das brauche ich aber nicht besonders zu betonen… ;)

Deiner Frau Gemahlin würde ich empfehlen, einen T2 einmal Probe zu fahren. Ich hatte das Vergnügen, zwischen Lehre und Bundeswehr drei Monate lang für eine freie Autowerkstatt mit eben einem T2 Ersatzteile zu fahren.

Das Auto fährt sich interessant. Dadurch, dass man quasi auf bzw. vor der Vorderachse sitzt, vermittelt der Wagen ein besonderes Fahrgefühl, das man mögen muss.

Das fast waagerecht stehende Lenkrad und die stehenden Pedale sind lustig, Kupplung und Bremse müssen in einem Viertel Kreis getreten werden – ist von daher problemlos, weil man aufrecht wie auf einem Küchenstuhl sitzt.

Die Übersicht nach vorne ist bei dem Auto übrigens phänomenal: Da wo die Fußspitzen aufhören, endet auch der Wagen…

Wenn Ihr mal die Möglichkeit habt, dann unbedingt mal fahren, den Bus. ;)

 

Grüsse

Norske


09.09.2012 14:23    |    Andi2011

Moin,

 

danke Norske!

Sie hat den T2 schon gefahren, ein Freund von uns besaß bis vor etwa 5 Jahren Einen, den er bis zuletzt als "Camper" nutzte.

Der Wagen war allerdings wirklich alles andere als "schick" und mehr als abgelebt. Aber sie fand ihn immer klasse, neben der Optik, vor allem auch wegen dem von dir so treffend beschriebenen Fahrgefühl.Vor einigen Wochen sahen wir ein sehr schönes Exemplar und da ist in ihr wohl diese alte Liebe neu entflammt;)

Gefallen tut er mir auch...

 

Grüße

Andi


09.09.2012 15:35    |    italeri1947

Lieber Andi,

hier kommentiere ich zwar etwas später, aber dennoch voller Freude und Interesse. Ich habe zur Zeit leider weniger Zeit, als ich es mir wünsche, doch deinen Blog verfolge ich trotz alledem immer. Vor allem dein Mondeo Mk-3 hat es mir hier angetan; man merkt, wie du an dem Ford hingst und wie er dir Freude bereitet hat.

 

Auch zum Familienglück sowie allen anderen positiven Wendungen möchte ich dich freundschaftlich beglückwünschen und ich freue mich, dass alles doch so ein gutes Ende nahm. "Morgen sieht die Welt immer ganz anders aus", so sagt man gern, wenn es einem nicht sehr gut geht, und so war das wohl auch hier: Alles wandte sich doch zum Guten.

 

Ich habe diesen Teil auch sehr gern gelesen und werde beim Nächsten auch wieder mit von der Partie sein.


10.09.2012 15:07    |    Maius

Mensch, ich bin über's WE auch nicht zum Lesen gekommen, was ich natürlich gleich mal nachgeholt habe. :)

Jaja, die Frauen und Auto's. Meine kann mit der modernen Technik auch nichts anfangen, wobei ich selbst außer 4 elektrischen FH und einer Klima alles andere im Alltagswagen auch für entberlich halte. Ok, Regensensor, Tempomat u.a. sind schon nett...

 

Aber, jetzt habe ich nur für mich den alten Benz gekauft und die Frau mal damit fahren lassen. Na, jetzt findet sie den auch ganz toll "Ui, der hat ja noch Kurbeln! Und so ein großes Lenkrad!". Ach, man muss sie einfach liebhaben...;)


10.09.2012 21:59    |    Andi2011

Zitat:

Ach, man muss sie einfach liebhaben...;)

... ist eigentlich nichts hinzuzufügen;)


Deine Antwort auf "AUTOGESCHICHTEN: Teil 7 - Von Dieseln und Traumwagen"

Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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