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andyrx

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25.04.2012 10:09    |    andyrx    |    Kommentare (1.103)    |   Stichworte: Gericht, Gesellschaft, Gesetz, Justiz, Mord, Notwehr, Politik, Umfrage

Totschlag oder Notwehr..??

Notwehr oder Totschlag..??Notwehr oder Totschlag..??

Moin

 

Ein alter Mann wird überfallen und erschiesst einen von 5 flüchtenden jugendlichen Tätern,der Fall aus dem LK Stade sorgte für Aufsehen und nimmt ein nicht erwartetet Wendung....:eek:

 

Zitat:

Der 78-Jährige war im Dezember 2010 von fünf jungen Männern auf seinem Grundstück in Sittensen (Landkreis Rotenburg/Wümme) mit vorgehaltener Waffe überfallen und ausgeraubt worden. Ein 16-Jähriger starb, als der Rentner viermal auf die Flüchtenden schoss. Die anderen Täter im Alter von 23 bis 25 Jahren wurden wegen räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

 

Das Ermittlungsverfahren gegen den Rentner war im Juli 2011 eingestellt worden, weil er sich nach der damaligen Überzeugung der Staatsanwaltschaft in einer sogenannten Notwehrlage befunden hatte. Er sei daher berechtigt gewesen zu schießen.

 

Notwehr "objektiv und subjektiv fraglich"

Gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahren hatte die Familie des Getöteten Beschwerde eingelegt. Alle Zeugen seien deshalb nochmals angehört worden, sagte Vonnahme. Die Aussagen seien erneut mit den Spuren am Tatort und mit den Angaben des Rentners verglichen worden. "Daraufhin hat sich die Waage zum Nachteil des 78-Jährigen geneigt", sagte Vonnahme. Eine Notwehrsituation sei "objektiv und subjektiv fraglich". Somit sei der Schuss in den Rücken des Jugendlichen nicht gerechtfertigt gewesen und müsse als Totschlag bewertet werden.

 

Das Landgericht Stade muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und die Hauptverhandlung eröffnet wird. Der Rentner bleibt vorerst auf freiem Fuß. "Es besteht kein Haftgrund", betonte Vonnahme

Quelle und ganzer Artikel-->http://regionales.t-online.de/.../index

 

hier der Bericht von damals aus der Kreiszeitung-->http://www.kreiszeitung.de/.../...erschiesst-einen-taeter-1047108.html

 

die Täter hatten damals seine Geldbörse mit 2000.- Euro erbeutet....und sind als Intensivtäter bekannt gewesen.

 

wie seht ihr das...einem flüchtenden Räuber hinterherschießen...um sein Eigentum zu sichern??

 

Ist das OK oder überzogen..??

 

mfg Andy


06.05.2012 17:55    |    joschi67

@OpamitTDI

Ja der amerikanische Vergleich hat noch gefehlt.:D

Dann führe ich doch mal die Schweiz ins Feld. 74 Tötungsdelikte gesamt ( mit und ohne Schusswaffen) in 2010.

Und jedem unbescholtenem Bürger ist es erlaubt eine Waffe zu erwerben.


06.05.2012 18:39    |    OPAmitTDI

Zitat:

Ob man eine Waffe benötigt oder nicht, das geht den Staat schlicht nichts an.

Tja, nennt sich Gewaltenteilung. Ist ein Teil der Spielregeln unserer Demokratie. Und ganz sicher geht es UNSEREN Staat was an, ob du eine Waffe hast oder nicht. Wenn das Tragen oder Besitzen einer Waffe existenziell wichtig für dich ist, gibt es ja genug alternative Staaten ;)

 

Meint ihr wirklich, wenn alle Privatleute bewaffnet sind, ginge die Kriminalität zurück ??

 

 


06.05.2012 18:52    |    andyrx

darum geht es doch gar nicht,der Rentner hatte nunmal ein und hat sie eingesetzt als er sein Eigentum zurück haben wollte...ein entsprechend eingesetzet Spaten oder Beil hätte die gleiche Wirkung haben können...den Tod:o

 

bleibt die Frage ob das dem Überfallenen erlaubt war oder nicht:eek:

 

mfg Andy


06.05.2012 19:10    |    SUV-Fahrer

Zitat:

Wenn das Tragen

Nicht eine Waffe ist gefährlich, sondern der, der sie benutzt bzw. sie in dem Willen, sie zu benutzen, geladen mit sich herumträgt. Letzteres ist, bis auf ganz wenige und knallhart reglementierte Ausnahmen, in Deutschland verboten.

 

Zitat:

Besitzen einer Waffe existenziell wichtig für dich ist, gibt es ja genug alternative Staaten

Will man den privaten Waffenbesitz einschränken oder gar ganz verbieten, nimmt man nicht nur ein Stück Freiheit und Kultur, sondern man maßregelt wieder - es wird Jagdausübung und Schießsport geben wie zu DDR-Zeiten: Für linientreue Kader. Wollen wir das?

 

Wollen wir ferner hinnehmen, dass der Staat in alle Bereiche des Lebens hineinregiert, selbst dann, wenn erwiesenermaßen nichts bewirkt werden kann?

 

Gruß,

SUV-Fahrer


06.05.2012 19:12    |    joschi67

Wenn man OpamitTDI glaubt, dann war es ihm nicht erlaubt.

Wir haben eine Gewaltenteilung. Und als guter Bürger hält man sich an die Spielregeln. Papa Staat beschützt uns schon.

 

 

 

Erkenne nur ich die Ironie?


06.05.2012 19:12    |    andyrx

wer eine Waffe will weil er vorsätzlich damit Unheil anrichten will wird eine bekommen oder wissen wo er so etwas herbekommt:o

 

mfg Andy


06.05.2012 19:27    |    OPAmitTDI

Zitat:

Wenn man OpamitTDI glaubt, dann war es ihm nicht erlaubt.

 

Wir haben eine Gewaltenteilung. Und als guter Bürger hält man sich an die Spielregeln. Papa Staat beschützt uns schon.

Was ist denn die Alternative? Waffenverkauf freigeben? Jeder bewaffnet sich, was das Konto so hergibt und dann sind wir endlich alle in Sicherheit?

 

Willst du das ?

 

Zitat:

Wollen wir ferner hinnehmen, dass der Staat in alle Bereiche des Lebens hineinregiert, selbst dann, wenn erwiesenermaßen nichts bewirkt werden kann?

Heisst also in letzter Konsequenz: Waffenverkauf freigeben? Nach dem Motto: Nicht Waffen töten Menschen sondern Menschen töten Menschen?


06.05.2012 19:33    |    joschi67

Was ich will ist leider nicht relevant.

 

Mir würde schon ein einziger § reichen: Jeder der bei der Begehung einer Strafttat zu Schaden kommt ist selber Schuld.

 

 

Und wie man für Sicherheit sorgt? Warum fragen wir nicht die Schweizer? Aber dafür haben die ein Suizidproblem.:rolleyes:


06.05.2012 19:39    |    OPAmitTDI

Zitat:

Mir würde schon ein einziger § reichen: Jeder der bei der Begehung einer Strafttat zu Schaden kommt ist selber Schuld.

Nennt sich Selbstjustiz. Toll, dann hätten wir das schon mal geklärt. Wir wäre es mit Einführung der Scharia (falls du nicht selber Hand anlegen kannst) ?

 

 


06.05.2012 19:43    |    joschi67

Scharia ? Überlassen wir das doch den Leuten, die sich damit auskennen.

 

Und Selbstjustiz und Notwehr sind 2 Paar Schuhe.


06.05.2012 19:46    |    OPAmitTDI

"Und Selbstjustiz und Notwehr sind 2 Paar Schuhe."

 

Willst du den flüchtenden Fahrraddieb erschiessen dürfen oder nicht ? Quasi Judikative und Exekutive in einer Person.


06.05.2012 19:50    |    joschi67

Nein, will ich nicht.Aber nen Ast zwischen die Speichen schieben.Und nun kommt der springende Punkt: Wenn er sich deswegen das Genick bricht, so ist das einzig und allein sein Problem. Man klaut nämlich keine Fahrräder.Das Problem geht von Ihm aus, die Situation wurde von Ihm eingeleitet.


06.05.2012 20:01    |    OPAmitTDI

"Nein, will ich nicht"

Warum denn nicht. Ist doch dein Eigentum. Und so ein Fahrrad kann auch 2000 Euro wert sein? Mit dem Ast in die Speichen geht aber nur, wenn er an dir vorbei fährt. Ist bei flüchtenden Fahrraddieben eher schwierig. Außerdem geht dann dein Rad kaputt.

 

Was mich stört, dass viele den Schutz des Eigentums über ein Menschenleben stellen. Eigentum kann kaputt gehen, wiederbeschafft werden, von der Versicherung bezahlt werden. Ein Menschenleben nicht.

 

Was in diesem Zusammenhang auch passt, ist dass ein Pfarrer, der sich an Kindern vergeht milder bestraft wird als ein Einbrecher. Man für mehrfache Schwarzfahren evtl. in den Knast kommt aber Gewalttäter milde bestraft werden.

Sachen und Sachgüter zählen mehr als körperliche Unversehrtheit. Und das ist das, was mich auch in diesem Thread erschüttert.

Ein Menschenleben gegen 2000 Euro?

 


06.05.2012 20:15    |    joschi67

Das dich das erschüttert, ehrt dich als Menschen. Mich kotzt dieser ewige Täterschutz aber an.

Und auf Raubzug gehen und sich dabei auf das Recht auf körperliche Unversehrtheit berufen,.......

Das ist doch jetzt nicht dein Ernst?

Vielleicht ist ja genau das der Grund für die steigende Kriminalität? Es hat sich rumgesprochen, das der Täter mehr Rechte hat als sein Opfer.

Und was den Pfarrer angeht aus deinem Beispiel, ja den will ich erschießen dürfen.


06.05.2012 23:27    |    Drahkke

Das Problem, welches wir heute in Deutschland haben, liegt in der Tatsache begründet, daß es für Kriminelle leichter ist, illegal an eine Waffe zu kommen, als für rechtschaffene Bürger, legal an eine Waffe zu kommen.


06.05.2012 23:28    |    v36401

Am Ende hat ein ordentliches Gericht das letzte Wort und das ist gut so. Und wenn wir mal die hier aufgeführten Wortmeldungen zusammenfassen, können wir immerhin feststellen, daß der Sachverhalt an sich von den meisten Mitdiskutanten ähnlich gesehen wird.

 

Man hat Verständnis für die Situation des Rentners und ist ansonsten im Wesentlichen der Meinung, daß die Notwehr nicht mehr gegeben war. Trotzdem stand er unter Schock oder unterlag einem Erlaubnisirrtum, damit würde er kaum noch in den Knast kommen.

 

Also kann man doch sagen, daß das Rechtsempfinden im Allgemeinen nicht so ganz daneben liegt. Unser Rechtssystem ist besser als sein Ruf, vorausgesetzt alle halten sich an die Spielregeln. Und dazu gehört, daß ein Staatsanwalt bei einem Totschlag auch wegen Totschlages ermittelt, auch wenn am Ende etwas anderes herauskommt.


07.05.2012 00:46    |    OPAmitTDI

"Das Problem, welches wir heute in Deutschland haben, liegt in der Tatsache begründet, daß es für Kriminelle leichter ist, illegal an eine Waffe zu kommen, als für rechtschaffene Bürger, legal an eine Waffe zu kommen."

 

Was soll der rechtschaffene Bürger denn mit der Waffe? Sich bei Überfällen wehren können? Es gibt genug rechtschaffene (nicht vorbestrafte) Bürger, bei denen ich ich froh bin, dass sie keine Knarre haben. Wieviele Räuber und Einbrecher sollen denn damit erschossen werden? Bis es keine mehr gibt? Lassen sich Einbrecher, Räuber oder andere Gewalttäter davon abschrecken? Das klappt in anderen Ländern auch nicht.

 

 

 

 


07.05.2012 09:55    |    Drahkke

@OPAmitTDI

Ich wollte damit lediglich deutlich machen, daß man auch in unserem Land nicht in der Lage ist, den illegalen Waffenhandel wirksam einzudämmen.


07.05.2012 19:28    |    SUV-Fahrer

Zitat:

Nach dem Motto: Nicht Waffen töten Menschen sondern Menschen töten Menschen?

So wie Schuhe nicht tottreten, Messer nicht totstechen, Autos nicht totfahren, so können auch Waffen nicht totschießen, denn bei einer Schusswaffe handelt es sich lediglich um ein Werkzeug, einen seelenlosen Gegenstand aus Stahl und Holz oder Kunststoff und dieser als solcher ist völlig ungefährlich.

 

Eine Waffe birgt ein ebenso hohes Gefahrenpotential wie ein Küchenmesser oder eine Axt, während jedoch mit diesen Gegenständen weitaus häufiger Gewaltverbrechen verübt werden, hört man, im Gegensatz zu den Waffen, keinerlei Forderungen nach einem Verbot dieser Mordwerkzeuge.

 

Es ist einfach, der Bevölkerung Sicherheit zu suggerieren, indem man Waffen verteufelt und verbietet. Dass sich ein durchgeknallter Amokläufer dann anderer Mittel bedienen wird, z.B. Angriffe mit Säuren, gelöste Radbolzen, Angriffe mit einem Samuraischwert, das ist ja sekundär.

 

Gruß,

SUV-Fahrer


07.05.2012 19:54    |    OPAmitTDI

"So wie Schuhe nicht tottreten, Messer nicht totstechen..."

 

Naja, mit Schusswaffen ist es erheblich einfacher, findest du nicht? Während ein 6-jähriger einen erwachsenen Mann locker erschiessen kann, ist es durch tottreten, totschlagen oder erstechen eigentlich unmöglich. Soll heissen: Eine Waffe hat ein ganz anderes Gewaltpotential als ein Messer. Ich kann flüchtende Jugendliche von hinten zu Tode bringen, selbst als Gehbehinderter. Mit Schuhen, Messern oder Äxten wird mir das nicht gelingen.

Ich kann mir vorstellen, dass so ein Teil in der Jackentasche einem das Gefühl der Macht gibt, falsches Selbstbewußtsein nach dem Motto: Mir kann keiner, sollen sie ruhig kommen.

Aber genau deswegen ist der Besitz hier stark reglementiert und das ist gut so.

 

 


07.05.2012 19:57    |    Drahkke

@OPAmitTDI

Unterschätzt du da nicht die Möglichkeiten von Messern und Äxten gewaltig? Der einzige Unterschied zur Schußwaffe besteht darin, daß das keine Distanzwaffen sind.


07.05.2012 20:51    |    SUV-Fahrer

Zitat:

Eine Waffe hat ein ganz anderes Gewaltpotential als ein Messer.

Der Anteil von legalen Schusswaffen bei Straftaten ist verschwindend gering. Daran ändern auch so furchtbare Einzeltaten wie die Massenmorde in Erfurt, Winnenden oder auf Utoya nichts.

 

Man kann nicht hunderttausende Schützen dafür bestrafen und eine ganze Branche, mitsamt rund 80.000 Arbeitsplätzen in Deutschland, in den Ruin treiben, weil ein Einzeltäter eine Wahnsinnstat begeht, die er in jedem Fall verübt hätte, völlig unerheblich, wie streng das WaffG ist.

 

Es gilt zu überdenken, ob man auf jedes Ereignis mit einem Verbot reagieren muss, denn mit Verboten verhindert man keine Verbrechen.

 

Gruß,

SUV-Fahrer


08.05.2012 08:11    |    ThomBer

Zitat:

Man kann nicht hunderttausende Schützen dafür bestrafen und eine ganze Branche, mitsamt rund 80.000 Arbeitsplätzen in Deutschland, in den Ruin treiben, weil ein Einzeltäter eine Wahnsinnstat begeht, die er in jedem Fall verübt hätte, völlig unerheblich, wie streng das WaffG ist.

Natürlich kann man viele Bestrafen und auch unschuldige Menschen "bestrafen", nur weil EINER etwas Falsches tat. Die aktuellen waffenrechtlichen Bestimmungen sind Beleg dafür und aus der Weltpolitik kennen wir das doch auch, oder? ;)

Die Anzahl der Arbeitsplätze ist mir Wurst. Lieber bezahle ich AlgII/Hartz4 für andere, als dass ich durch eine Waffe, die dort hergestellt wurde, zu Schaden komme. ;)

 

Zitat:

eine Wahnsinnstat begeht, die er in jedem Fall verübt hätte,

Das lesen wir immer wieder...Der Täter hätte sich doch so oder so eine Waffe besorgt....

Hhmm, ich weiß ja nicht, welchen Freundeskreis ihr so habt, aber ich z.B. wüsste nicht, woher ich eine Schusswaffe bekommen könnte. Wenn ich eine hier frei kaufen dürfte, dann hätte ich aber auch eine und das bitte bitte, sollte verhindert werden.

 

 

_____________________________

 

 

Zitat:

Der Anteil von legalen Schusswaffen bei Straftaten ist verschwindend gering.

Na klar, die Täter sind ja nicht doof. Selbst bzw. gerade wenn ich eine legale Waffe hätte, mit der ich fleißig legal üben könnte, würde ich doch morgen zum Mord am Nachbarn wohl eine fremde Waffe nehmen oder?

Aber ich verstehe schon, die Aussage sollte ja nur zeigen, wie ungefährlich legale Waffen sind.... Ok, da gehe ich auch mit. Eine Verschärfung des WaffenG würde nicht viel bringen.


08.05.2012 11:11    |    Drahkke

Eine Liberalisierung des WaffenG würde auch nicht die Schreckenszenarien Wirklichkeit werden lassen, welche die Skeptiker dahingehend immer postulieren. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Waffenrecht des jeweiligen Landes und seiner Kriminalitätsquote.


08.05.2012 12:46    |    SUV-Fahrer

Zitat:

als dass ich durch eine Waffe, die dort hergestellt wurde, zu Schaden komme.

Durch eine Waffe kommt niemand zu Schaden, denn Waffen geben von sich aus keine Schüsse ab.

 

Eine Waffe ist nur ein Werkzeug, ein Stück Metall. Welche Gefahr soll von einer nicht schuss- und nicht zugriffsbereiten Waffe ausgehen?

 

Der anständige, gesetzestreue Bürger wird mit seiner Schusswaffe niemanden umbringen, genauso wenig wie mit seinem Küchenmesser oder seinem Golfschläger (so ein 10er Eisen ist eine ganz fiese Waffe, wenn man sie auf den Kopf bekommt).

 

Gruß,

SUV-Fahrer


08.05.2012 12:49    |    Drahkke

Der hier diskutierte Fall ist doch ein typisches Beispiel dafür, daß ein restriktives Waffenrecht gewaltbereite Intensivtäter nicht von ihrem Vorhaben abhalten kann.


08.05.2012 13:22    |    ThomBer

Zitat:

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Waffenrecht des jeweiligen Landes und seiner Kriminalitätsquote.

Stimmt, wenn man die Selbstverteidigung, wie z.B. in Florida (glaube, dass es dort so ist) soweit liberalisiert, dass JEDER jeden abknallen darf, wenn man sich bedroht gefühlt hat, dann sind diese Todesfälle ja auch legal und zählen nicht zu der Kriminalstatistik. ;)

_________

 

 

@SUV-Fahrer

DER MENSCH war und ist schon immer der entscheidende Faktor, das ist ja klar und weil der Gesetzgeber weiß, wie viele "Kloppis" hier herum keuchen, hat er entschieden, dass Schusswaffen verboten sein sollen (mit Ausnahmen). Das ist doch ok. Eine Verschärfung des Waffenrechts würde aber meiner Meinung nach nichts bringen, stimmt auch wieder.


08.05.2012 19:47    |    micha1100

Drahkke, und du meinst, ein liberaleres Waffenrecht hätte den Überfall verhindert?


08.05.2012 20:36    |    notting

Ich bin auch der Meinung, dass ein Küchenmesser am Hals genauso gefährlich ist wie eine Waffe, die z. B. an einem den Kopf gehalten wird. Das dt. Waffenrecht finde ich mehr als ausreichend. Und ich bin kein Waffenfreund. Aber die, die Projektile in eine Zielscheibe ballern wollen, sollen das doch im entspr. Rahmen legal machen dürfen.

 

notting


08.05.2012 21:31    |    Drahkke

@micha1100

Nein, ein liberaleres Waffenrecht hätte den Überfall sicherlich nicht verhindert. Ein verschärftes Waffenrecht allerdings auch nicht.


08.05.2012 23:43    |    FirstAidKit

Also, so wie ich das sehe, ist das auf jeden Fall Totschlag. Die Jugendlichen, ganz egal, was sie gemacht haben sollten, befanden sich auf der flucht, und der Rentner hat (vielleicht ist der maximale Grad der Geistesgegenwärtigkeit nicht mehr ganz so hoch im Rentenalter - Ich weiß es nicht) ihnen in den Rücken schießen wollen, und einen tödlich getroffen.

 

In den Medien steht, die waren als Problemkinder bekannt, na toll. Natürlich fällt es einem leichter, mit dem Rentner zu sympathisieren, wenn man irgendwelche Asozialen im Kopf hat, die vermutlich noch einer ethnischen Minderheit angehören, die, so steht es ja in den Medien, muss also stimmen, sowieso nicht gut hier in Deutschland sozialisiert ist. Na dann, soll der arme Rentner doch seinen Grund und Boden verteigigen.

 

Falsch. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder plötzlich Selbstjustiz üben dürfte? "Der hat mir mein Geld geklaut, also schieß ich auf ihn". So läuft das in einem Rechtsstaat wie unserem nunmal nicht. Ja, man darf sich mit den Mitteln, die einem zur Verfügung stehen, wehren, selbst wenn es eine legal erworbene und geführte Pistole ist, aber in diesem Fall ist das doch kein Wehren mehr, sondern, meinetwegen im Affekt ausgeübte, Rache. Auf Seite 1 schrieb irgendwer von den Voraussetzungen für den Todschlag in minder schwerem Fall. Ich bin kein Rechtsanwalt, es mag sein, dass dieser Fall minder schwer ist, aber meine Meinung ist, und ich finde es sehr bedauerlich, dass es Menschen gibt, die hier in einem zivilisierten Land aufgewachsen sind, und anders denken... Dieser Rentner gehört ins Gefängnis, und der Waffenschein, alle Waffen und die EWB, ihm entzogen.


08.05.2012 23:51    |    Drahkke

@FirstAidKit

Was macht dich so sicher in deiner Ansicht, daß sich die Täter zum Zeitpunkt der Schüsse bereits auf der Flucht befunden haben?


08.05.2012 23:59    |    dark_papa

so so,

die Familie des Räubers hat sich beschwert! Über was eigentlich?

-Keine Ahnung,was die wollen...,vielleicht einfach nur Geld?! :o


09.05.2012 00:00    |    Drahkke

Ich denke, die wollen eher ihr Gewissen beruhigen und von den eigenen Fehlern bei der Erziehung ablenken.


09.05.2012 00:13    |    FirstAidKit

@ Drahkke

 

Es steht so im ersten Post. "Der Rentner schoss auf die Flüchtigen"

Und davon mal ganz abgesehen denke ich nicht, dass sie sich aus irgendwelchen erklärbaren Beweggründen beschwert haben. Hallo? Stell dir vor, du hast einen Sohn, und der wird mal eben erschossen. Achja, der Typ, der ihn ershcossen hat, und das auch noch zugibt, wird nicht belangt, nein, ist sogar noch auf freiem Fuß. Das fände ich, auch wenn es Situationen geben mag (echte Notwehr) in denen das durchaus rechtens ist, schon Hinterfragenswert. Fehler bei der eigenen Erziehung, vielleicht, aber deswegen empört über so ein Urteil sein... nee, eher nicht. Zumal... ohne Gerichtsverhandlung - Das Verfahren wurde eingestellt... Fände ich ehrlich gesagt schon ziemlich zweifelhaft.


09.05.2012 00:17    |    Drahkke

Der 1. Post ist aber auch nur eine Pressemeldung. Wirklich aussagekräftig sind hier nur die Ermittlungsprotokolle und die stehen uns nicht zur Verfügung. Leider sagt die Pressemeldung auch nichts darüber aus, welche neuen Erkenntnisse die Staatsanwaltschaft nun zu einer Neubewertung der Ereignisse bewogen hat. Somit bleibt leider jede hier diskutierte Sichtweise reine Spekulation.


09.05.2012 00:24    |    FirstAidKit

Sicher, sicher. Aber da wir alle keine Juristen sind (gut, es mag einige hier geben) und keinem von uns die Akten zur Verfügung stehen, war ja von vorn herein klar, dass es sich hier um eine spekulative Debatte handelt. Trotzdem haben wir uns alle darauf eingelassen, und ich finde, auf Basis unserer Spekulationen kann man doch ganz anständig debattieren. Wir erheben ja auch nicht den Ansprucht eine Fehlerfreie Anklageschrift / Verteidigung auf die Beine zu stellen, oder so. Von daher sehe ich kein Problem, solange hier keine Lynchaufrufe oder Ähnliches auftauchen.


09.05.2012 00:56    |    dark_papa

Lynchen ist jetzt aber auch wirklich überflüssig!

Der Schwerverbrecher ist ja schon tot. ;)


09.05.2012 13:04    |    Drahkke

Die einzigen Zeugen sind die Täter, welche ihr Opfer mit Sicherheit beschuldigen und ihre eigene Tat schönreden werden. Was glaubt die Staatsanwaltschaft mit einer Anklage zu erreichen? Noch mehr Sicherheit für Täter?


09.05.2012 13:11    |    FirstAidKit

Zitat:

Was glaubt die Staatsanwaltschaft mit einer Anklage zu erreichen? Noch mehr Sicherheit für Täter?

Nein, sondern Gerechtigkeit.

 

Du vermischt hier gerade zwei verschiedene Straftaten. Täter in Straftat 1, dem Raubüberfall, sind die Jugendlichen, und Opfer ist der Rentner. Okay, soweit geklärt.

 

Jetzt handelt es sich jedoch nicht um eine Notwehrsituatione, soweit ich das überblicken kann, sondern um eine zweite Straftat: Totschlag

 

Hier ist der Rentner der Täter und die Jugendlichen das Opfer. Um ehrlich zu sein kotzt mich ein bisschen an, dass du offenbar der Meinung bist, die STatsanwaltschaft sollte keine Anklage erheben: Natürlich sollte sie das, selbst beim kleinsten Verdachtsmoment. Wo kämen wir denn da hin, wenn der Staat plötzlich trotz Verdacht alles durchgehen lassen würde. Achja, zu "Mehr Sicherheit für Täter", genau da hin. Denn: Der Rentner würde geschont werden, kein Strafverfahren würde eingeleitet werden.

 

Ganz unabhängig davon, ob er letztlich schuldig gesprochen wird oder nicht (Ihr wisst, Recht haben und Recht bekommen - zwei verschiedene DInge), gehört er auf jeden Fall angeklagt. Sehr traurig, dass es in Deutschland Menschen gibt, die die Rechtsstaatlichkeit in Frage stellen....


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