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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

21.08.2011 00:33    |    Andi2011    |    Kommentare (94)    |   Stichworte: Dies Das

Heute Mittag bekam ich einen Anruf der mich zu meinem heutigen spontanen Blogbeitrag bringt.

Der Anruf kam von meinem Freund (ich nenn ihn hier mal einfach mal unverfänglich Thomas).

 

Thomas fährt einen Audi A3 der allerersten Baureihe aus 1996 mit dem kleinen Benziner, den er sich nach einiger Sparerei im Jahr 2000 kaufte und seitdem fährt.

 

Thomas ist ein einfacher Handwerker mit keinem besonders großen Gehalt, hat seit Jahren eine feste Freundin und ein Kind und lebt mit ihnen zusammen in einer normalen 3 Zimmer Mietwohnung.

Nun liegt sein Audi so langsam aber sicher in den letzten Zügen, hat über 300tsd Kilometer runter...zig Sachen sind reparaturbedürftig, der Motor macht richtig Zicken,verliert jede Menge Öl und das Getrieb, naja schaltet mehr schlecht als recht, kurz gesagt, der Audi ist eigentlich durch...

 

Nun ruft Thomas mich heute an um mir freudig zu erzählen, dass seine Tante, die er regelmäßig mit neuen Wasserkästen und kleineren Einkäufen und auch mal einer Arztfahrt beliefert/unterstützt ihm gestern doch tatsächlich sagte, er solle sich ein neues Auto kaufen, bis VIERZIGTAUSEND Euro dürfe er gehen, sie zahlt!!!

 

Tja so kanns gehen - er war jedenfalls völlig baff und hat nun heute nachdem er eine schlaflose Nacht hatte, ob er das annehmen soll und darf, sich herzlichst bedankt und "zugesagt".

 

Bei aller Freude hat er nun ein Problem, welches Auto soll er nehmen, bis 40tsd gibt es eine Menge Auswahl, aber er muss natürlich bedenken, dass er die Unterhalts/Folgekosten selbst zahlt und da sein Gehalt keine riesen Sprünge zulässt, will das gut überlegt sein, andererseits ist es verlockend mal etwas zuzuschlagen.

Aber der Wagen soll ja dann lange halten,die kleine Familie befördern, ihm aber auch gefallen...

 

Nun - jedenfalls fing ich auch an zu grübeln, ganz hypothetisch, was würde ich mir kaufen unter meinen vorhandenen Bedingungen und diesen Voraussetzungen, vieleicht einen automobil länger gehegten Wunsch erfüllen, vieleicht einen schönen alten Ford 12m kaufen (kostet keine 40) oder lieber einen Ami? Oder doch ganz anders...und lass euch nun mal teilhaben:

 

Jemand sagt euch, er zahlt euch ein Auto bis 40tsd Euro, egal welches Model, aber den Unterhalt und die laufenden Kosten generell zahlt ihr selbst, was wäre euer automobiler Traum den ihr euch erfüllen würdet?

Ich find den Gedanken ganz spannend, erscheint zunächst einfach aber dann...fängt man doch an zu grübeln...:D


18.08.2011 18:50    |    Andi2011    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: Coole Typen

Ihr haltet Arnold Schwarzenegger für cool?

Dann lest besser nicht weiter, denn in der Reihe „Coole Typen“ geht es heute um einen der Coolsten überhaupt, dem selbst ein Terminator wohl nur ein müdes: „Make my day“ entlocken würde – Mr. Clint Eastwood!

 

 

Am 31.5.1930 geboren und somit mittlerweile stolze 81 Jahre alt, ist er selbst in diesem Alter immer noch das, was ich als „Cool“ bezeichnen würde. Sein letzter Film in dem er selbst zu sehen war Gran Torino , beweist einmal mehr, Alter spielt keine Rolle.

Eastwood spielt hier einen Koreakriegsveteran und hat als ehemaliger Ford Mitarbeiter einen schicken Gran Torino in seiner Garage stehen und legt sich mit einer Straßengang an.

Damit hilft der Film übrigens auch ein Stück, diesem Wagen nachträglich ein wenig Anerkennung zu bescheren,denn er stand immer im Schatten des Mustang. Starsky und Hutch fuhren übrigens auch einen.

 

Auch die Dirty Harry Filme sind heute noch so was von stark anzusehen, keiner – wirklich keiner kann ein Gesicht machen wie Eastwood wenn er stinkesauer ist. Ab 1971 war er Polizeiinspektor Harry Callahan alias Dirty Harry.

Harry ist ein super cooler Bulle, der mit etwas "unkonventionellen" Methoden Verbrecher jagt – dazu nur ein Zitat:

 

„Go ahead, make my day“.

Dirty Harry ist Kult und Eastwood verkörperte den wortkargen, zynischen Bullen und seine Magnum einfach perfekt, die originale Filmszene ist eine der typischsten Dirty Harry Szenen, deshalb hab ich sie als Video gewählt!

 

Coogan`s großer Bluff in dem er mit seiner bekannt zynischen und introvertierten Art einen vermeintlich dummen Provinzbullen spielt, der halb NY aufmischt, geht in eine ähnliche Richtung, ein Klassiker!

 

Im wahren Leben ist Eastwood ein Multitalent, er ist nicht nur ein erstklassiger Schauspieler und Regisseur, Filmproduzent und Komponist, der Kerl singt auch noch und das nicht mal übel.

Ganz nebenbei war er auch noch zwei Jahre Bürgermeister in Carmel, einer kalifornischen Kleinstadt, in der er einen Wohnsitz und eine Kneipe hat.

Er zog sich übrigens den Zorn seiner republikanischen Partei zu, weil er strikt gegen den Irak Krieg war und sich verweigerte, als er gefragt wurde ob er nicht diverse Wahlkampfveranstaltungen von George W. Bush unterstützen wolle.

Unbestätigten Überlieferungen zu folge soll er in internen Kreisen gesagt haben:

„Dieses Arschloch ist zu dumm um grade in ein Klo zu scheißen“ - ohne weiteren Kommentar:)

 

Sein Lebenswerk hier aufzuzählen ist unmöglich aber ich will mal neben Dirty Harry an ein paar Kracherfilme mit Clint erinnern:

 

Da wären natürlich die alten Western die ihn berühmt gemacht haben, vor allem natürlich Sergio Leones

Für eine Handvoll Dollar,

Eastwood war damals eine „Notlösung“ weil Leone sich bei geringem Budgett nicht einen James Coburn leisten konnte.

Keiner ahnte damals, dass Leone und Eastwood damit die Italo-Western weltberühmt machen würden.

 

Ihm folgten weitere Klassiker wie

Zwei glorreiche Halunken.

Leone plante einen Überwestern, da er nun das entsprechende Budget hatte, einen Film den jeder kennt : Spiel mir das Lied vom Tod

Aber nicht Eastwood sondern Charles Bronson (auch ein cooler Typ) erhielt die Hauptrolle. Keiner weiß genau, was Leone und Eastwood auseinander brachte, aber sie sprachen auf Jahre kein Wort mehr miteinander, erst kurz vor Leones Tod 1989 vertrugen sich beide wieder.

 

Was mich zu einem weiteren Highlight der Eastwood Filme bringt:

Erbarmungslos – was für ein genialer Film, den er nach der Aussöhnung Leone widmete und für den er seinen ersten Oskar erhielt.

Aber genug von Western...

 

 

Gerne erinnere ich mich auch an seine komödiantisch angehauchten Filme wie Pink Cadillac, Der Mann aus San Fernando oder Space Cowboys .

Einer seiner größten Erfolge war

Million Dollar Baby,

den ich persönlich jetzt so dolle nicht fand.

In the line of Fire,

in dem Eastwood einen gealterten Geheimagenten spielt und den US Präsidenten vor einem irren Attentäter schützt zeigt Eastwood in altem Glanz.

 

Seht euch mal das Bild des alten Eastwood an der Blick ist der gleiche wie vor 40 Jahren, der Typ hat im Alter nicht nur ein unglaubliches Lebenswerk sondern vor allem eines: Würde!

 

Ich gebe gerne zu, Eastwood ist einer meiner ewigen Filmhelden, ein großartiger Schauspieler, ein echter Typ und vor vielen seiner Filme kann ich mich nur verneigen.

Ein guter Freund von mir, mit dem ich mir oft Eastwood Streifen im Kino und Video/DVD angesehen habe, sagte mal zu mir:

 

„Eastwood ist der einzige Typ, für den ich sofort schwul werden würde!“

 

Soweit würd ich jetzt nicht gehen, aber da ist was dran...;)

 

Clint Eastwood, eine der letzten großen Hollywood-Legenden!

 

Welcher seiner Filme ist euer Favorit und was denkt ihr zu Mr. Eastwood, ich finde er ist auf jeden Fall einer der coolsten Typen überhaupt!


11.08.2011 22:31    |    Andi2011    |    Kommentare (57)    |   Stichworte: Coole Typen

Es gab eine Zeit wo man nicht einer Richterin Salesch, einer sinnentleerten Nachmittagstalkshow oder diversen Tauschfrauen im Fernsehen begegnet ist: Die 80er!

Da liefen noch richtig coole Serien wie eben z.B. EIN COLT FÜR ALLE FÄLLE für echte "Kerle";)

 

Der Inhalt der Serie ist schnell erzählt:

Colt Seavers ist Stuntman und arbeitet nebenbei als Kopfgeldjäger.

Ihm zur Seite stehen sein Cousin Howie Munson, angehender Stuntman und die (supersexy) Stuntfrau Jody Banks.

Gemeinsam bekommen sie ihre Aufträge von"Big Jack" Samantha Jack und jagen ruchlosen Verbrechern, die die Kaution prellen wollen hinterher und zerlegen massenweise Autos und legen einen Stunt nach dem Anderen hin.

Das ganze versehen mit einer gehörigen Portion Humor.

 

Am 08.03.1983 startete die Serie damals im ZDF und wird heute noch ab und an irgendwo wiederholt.

Colt Seavers hiess im richtigen Leben Lee Majors und ist auch bekannt durch den „6 Millionen Dollar Mann“ seine Filmkollegen Douglas Barr (Howie) und Heather Thomas (Jody) kennen auch noch viele aus diversen kleineren Serien (und Heather von Pin-Up-Kalendern:D).

 

Natürlich spielte ein spezielles Auto eine Rolle,Colt`s Auto:

Ein GMC Sierra Grande, ein cooles Teil!

In der Realität gab es damals extra einen Vertrag mit GMC und sie bauten immer den gleichen Sierra Grande zigfach für die Serie, da dieser in der Realität natürlich nicht immer die wilden Fahrten und vor allem Riesensprünge unbeschadet überstand.

Diese speziellen Seavers GMC hatten eine Besonderheit, sie hatten den Motor zu einem Großteil unter dem Fahrersitz um die Stuntszenen (vor allem Sprünge) besser zu verkraften.

 

Der Song „Unknown Stuntman“ wurde in verschiedenen Versionen bekannt, eine (schlechtere) sogar in deutsch von Tom Astor gesungen.Der Original Song wurde von Lee Majors selbst eingesungen und landete sogar in den deutschen Single-Charts.

 

109 Folgen wurden gedreht, davon liefen etwa 90 im deutschen Fernsehen, das Ende der Serie kam im Mai 1986 da Majors durch die jahrelangen Dreharbeiten und Belastung zum "6 Millionen Dollar Mann" und danach praktisch nahtlos eben den Arbeiten zum "Colt für alle Fälle" kurz vor dem Kollaps stand und sich nach Jahren ohne Urlaub entschied, nun weniger zu drehen und kürzer zu treten.

 

Ich habe schöne Erinnerungen an die Serie: humorvoll, nette Autos, coole Stuntszenen (für die damalige Zeit) und den Song „The unknown Stuntman“ kann ich heute noch locker mitsingen, ein echt toller Song beim Autofahren!

 

EIN COLT FÜR ALLE FÄLLE, eine echt starke Serie mit einem coolen Colt Seavers, der deshalb in meiner neuen Rubrik "Coole Typen" einen Platz findet, hier habe ich schon ein paar Artikel gesammelt und hier geht es künftig um Schauspieler/Innen, Musiker, Serien, Filme und Menschen die - wie ich meine - in diese Rubrik gehören - schaut gern mal rein, ich hoffe es gefällt euch!

 

Kennt ihr die Serie noch,was meint ihr?


09.08.2011 12:54    |    Andi2011    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: Ford

Heute kommt der versprochene M-Nachschlag, denn der Barocktaunus verdient eine ganz eigene Erwähnung:

 

1957 kommt der Ford 17m auf den Markt. Die Präsentation fällt recht großspurig aus, die Bonner Beethovenhalle wird extra angemietet und die Schlagersängerin Gitta singt dazu ein eigens komponiertes Lied für den 17m.

 

Der 17m P2 kommt sehr amerikanisch rüber vor allem wegen seinem Heckflossendesign, den runden Rückleuchten und der Zierleiste die Z-förmig verläuft. Außerdem gab es (ein Novum in dieser Zeit in der BRD) CHROM SATT, dass brachte ihm wiederum bei der biederen deutschen Presse den Beinamen „Barocktaunus“ ein.

 

Der Innenraum ist ebenfalls „american Style“ und erinnert mit dem Lenkrad und einigen anderen Details an die amerikanischen Customline Modelle. Der Verkauf des 17mP2 startete nicht ganz grundlos somit auch in den USA ein Jahr später.

 

Der Motor ist ein aufgebohrter OHV Motor der schon aus dem 15m bekannt ist aber 200ccm mehr Hubraum hat und daher auch einen besseren Drehmoment. Das reicht für einen Sprint auf Tempo 100 in 23 Sekunden. Ausserdem kamen McPherson Federbeine zum Einsatz, ein vollsynchronisiertes Dreiganggetriebe und auf Wunsch ein teil-synchronisiertess Vierganggetriebe.

 

Nicht zu vergessen der „Saxomat“, bei dem es kein Kupplungspedal gab sondern das auskuppeln automatisch beim berühren des Schalthebels stattfand.Einen elektrischen Overdrive gab es ebenfalls und auch ein Stoff- und etwas später Stahlschiebedach war bestellbar.

Außerdem war da der 17m de Luxe, der erste deutsche Kombi (Turnier) mit kompletter Luxusausstattung.Ein gepolstertes Armaturenbrett und gepolsterte Sonnenblenden (mit Schminkspiegel!),Mittelarmlehne vorn und hinten,Kraftstoffleuchte,Kilometerzähler,Lichthupe.Rückfahrscheinwerfer oder Weißwandreifen gehörten beim de Luxe dazu.

Auf Wunsch gab es natürlich auch eine Echtlederausstattung und sogar Sicherheitsgurte vorn

– ich erinnere noch mal wir sind im Jahr 1957 in Deutschland.

 

Natürlich gab es auch hier wieder die von Deutsch gefertigte Cabrioversion, aber vielen der 50/60er Generation ist der 17mP2 vor allem auch im Straßenbild in Erinnerung,weil er häufig als Kranken – und Leichenwagen anzutreffen war (man musste also im schlimmsten Fall als Passagier nicht mal die Automarke wechseln).

 

Mit einer leichten Modellpfelge wurde das Dach etwas kürzer,der Chrom noch etwas üppiger und das Vierganggetriebe nun auch vollsynchronisiert und andere Kleinigkeiten wurden verändert.

 

Die Ablösung für den 17mP2 war die berühmte „Badewanne“ die ich hier ja schon vorgestellt habe.Drei Jahre war damals ein recht normaler Tonus für einen Modellwechel.

Fast 240tsd Fahrzeuge wurden in diesem Zeitraum gebaut und der 17mP2 zählt auch heute noch zu den beliebtesten Vertretern der Ford M-Modelle,besonders die Kombivariante in der De Luxe Version ist er ein gesuchtes Stück. Damals in den 60ern hingegen sank sein Stern schneller als man denkt, auf dem Gebrauchtwagenmarkt war er unbeliebt weil er „veraltet“ war...und da sage einer heute sei die Zeit schnelllebiger.

 

Der 17mP2, vielleicht das amerikanischste aller deutschen Ford Modelle und sicher eines der Schönsten.


05.08.2011 22:13    |    Andi2011    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: Dies Das, Umfragen

Alte Autos sind Schrott

Ich bin im Netz neulich über ein typisches Schrottplatzbild gestolpert und irgendwie hat es mich fasziniert und ich habe nach weiteren Bildern (wild durcheinander ohne erkennbare Quelle) gesucht...

 

Ich finde manche dieser Bilder künstlerisch, manche machen mich auch nachdenklich, wie kurz das Leben eines Autos sein kann oder eben auch wie lang, welche Dinge wir mit unseren Autos so erleben, was den Weg zum Schrottplatz verursacht hat, war es ein Unfall, hat der Wagen einfach nur ausgedient, wobei diese Autos ihre Besitzer wohl begleitet haben, was sie wohl erzählen würden, wenn sie es könnten....

 

Schrottplätze, verlassene Autowracks, für manche von uns ein Ort um sich günstig mit Ersatzteilen zu versorgen, für andere eine Art Friedhof ...oder ist das alles viel zu poetisch und unsere Begleiter sind endlich doch nichts anderes als...Schrott?

 

Welche Gedanken habt ihr dabei?


02.08.2011 22:43    |    Andi2011    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Ford

Bei Ford heißt der Kombi in Deutschland Turnier das war schon vor 50 Jahren so und scheint wohl noch eine Weile so zu bleiben, warum auch nicht?!

 

Die Tradition der Turnier-Modelle bei uns begann mit dem „Buckel-Taunus“, denn den gab es schon in verschiedenen Modellvarianten. Aber erst 1960 kamen dann die damaligen Werbestrategen auf die Idee, dem Kind auch einen Namen zu geben:

Der erste Turnier war geboren und so wurde der 17m P3 der erste offizielle Ford-Turnier.

 

Die M-Turnier:

 

Von der „Badewanne“ gab es sogar zwei Turnier-Versionen mit 1,5 und 1,7 Liter Motor und zunächst mit Rückleuchten an der oberen Dachkante und später dann in den Kotflügeln, zudem konnte die Heckklappe unterschiedlich angeschlagen sein. Bis 1964 verkaufte Ford immerhin 86tsd Turnier. Eine kleine Summe im Vergleich zur Limousine mit über 580 tsd. verkauften Exemplaren, aber damals war Deutschland auch noch nicht auf „Kombinationswagen“ getrimmt.

1963 kam der 12m dazu, mit einer Zuladung von 400kg und einem max. Ladevolumen von bis zu 1800l. Der zeitgleich vertriebene 15m wurde natürlich auch direkt als Turnier angeboten.

Mit dem 17m von 1964 und dem 20m von 1965 kamen zwei weitere Turnier auf den Markt.Vor allem der 20m Turnier beeindruckte, denn er bot sogar einen Sechszylinder, eine Zuladung von 500kg. Der 17 und 20 war auch als 5 Türer lieferbar – bis dahin hatten die meisten Kombis auf dem deutschen Markt drei Türen und auch die Werbung ging nun in eine andere Richtung.

Der Turnier wurde angepriesen als „Familien-Reisewagen“.

Ab 1968 begann ja die Ära der großen Ford Modelle mit dem 17m, 20m und 26m die zeitgleich vorgestellt wurden.Ab jetzt gab es für die Turnier dauerhaft verschiedene Motoren, umklappbare Rückbank und verschiedenste Motorvarianten.

 

Die Amis:

 

...passen in die Reihe der deutsche Ford Turnier nicht so ganz hinein, aber ich will sie trotzdem kurz erwähnen. Amerikanischen Ford Kombi Modelle (Wagon) gibt es natürlich auch so einige,auch hier gibt es viele Beispiele die den Rahmen dieses Beitrages aber sprengen würde, erwähnt sei z.B. der Ford Custom Wagon um 1970 oder Torino Wagon oder ein Galaxie Wagon (über den ihr hier im Blog später noch mal lesen werdet), ein paar Fotos hab ich mal eingestreut, aber zurück zum Turnier...

 

Der Escort und Focus Turnier:

 

1968 feierte mit dem Escort eine neue Modellreihe ihren Einstieg und mit ihm gab es direkt vier verschiedene Turnier-Varianten des „Hundeknochens“

1975 kostet ein Escort Turnier etwa 12tsd DM und dafür bekam man einen beachtlich stabilen kleinen Transporter. Durch die verschiedenen Escort Baureihen spielt der Turnier jeweils eine wesentliche Rolle bis der Focus 1998 den Escort ablöste. Der Focus Turnier folgte ein Jahr später und übernahm schnell wieder über 50% der Käuferschicht. 2000 und 2001 war der Focus gar das meistverkaufte Auto weltweit. Aktuell 2011 neu aufgelegt, erwartet Ford erneut einen Verkaufsanteil von 50% für den Turnier, der seinem größeren Bruder Mondeo nun im Heckbereich sehr ähnelt.

 

Granada und Scorpio Turnier:

 

1972 wurden die Turnier deutlich größer, der Granada/Consul feierte Premiere und löste die M-Reihe von Ford ab. Der Granada Turnier entwickelte sich schnell zu einem der beliebtesten Kombi-Modelle, allein schon wegen seiner schieren Größe.Ein top ausgestatteter Granada 2,3 GLS steht 1975 mit 18.900DM in der Preisliste und viele Käufer entscheiden sich für den Raumriesen.Bis heute sind Granada Turnier gesuchte Fahrzeuge.

Ihm folgt 1986 der Scorpio, der sich schwer tut an die Erfolge des Granada anzuknüpfen, Ford begeht hier schwerwiegende Fehler im Design und der Modellpolitik und bis zum Ende der Bauzeit des Scorpio verkauft er nicht mal die Hälfte der 1,6 Millionen Granada im gleichen Bauzeitraum.Allerdings ist der Turnier wiederum recht beliebt.

 

Taunus und Sierra und Mondeo Turnier:

 

1970 bis 1982 wurde der Taunus als eigene Modellreihe gebaut. Neben dem Wechsel von Vorder- auf Hinterradantrieb und den jetzt verbauten Reihenmotoren, gab es natürlich wieder einen Turnier: Der 1300er stand ab 7.365 DM in der Preisliste. Der Nachfolger des Taunus wird die deutschen Straßen lange bevölkern, der Sierra geht 1982 an den Start und zwei Monate später im Dezember `82 folgt der Turnier ab 17.465 DM. In verschiedenen Modifikationen bleibt der Sierra bis zu seiner Ablösung auch als Turnier wieder ein wesentlicher Teil des Erfolges.

1993 kommt dann der Mondeo auf den Markt. Der Turnier bietet eine aufwendige Hinterradaufhängung die einen sehr tiefen und breiten Laderaum ermöglicht. Bis im Jahr 2000 der neue Mondeo mit dem von Martin Smith entwickelten „Kinetic-Design“ erscheint, der Turnier ist auch hier wieder ein großer Erfolg und macht weit über 50% der Verkaufszahlen aus.

 

Aktuelle Ford Turnier Modelle:

 

Der aktuelle Ford Focus und Ford Mondeo sind die letzten verbliebenen Turnier Modelle.Der Mondeo Turnier kostet heute in seiner günstigsten Variante 24.200 Euro und ist mit entsprechender Motorisierung und Ausstattung locker über die 40tsd zu bringen.Einen Focus Turnier gibt es ab 18.650 Euro und auch er ist problemlos auf weit über 30tsd zu bringen.

 

Ford hat heute eher den Markt der Vans für sich entdeckt und sieht darin auch die Zukunft:

S-Max,Galaxy,C-Max und Grand C-Max bilden im Moment hier die neue Linie,im nächsten Jahr wird der B-Max dazukommen.Die Entscheidung in diesem Marktsegment verstärkt und mit verschiedenen Karosserievarianten aufzutreten scheint sich auszuzahlen.

 

Das alles beruht allerdings auf einer langen Tradition und Turnier Erfahrung eben...

 

Welcher Ford Turnier ist euer Favorit oder welchen fahrt ihr und welche Erfahrungen habt ihr gemacht oder welche Gechichten sind euch in Erinnerung?

 

Danke für`s lesen!

 

Bilder-Quelle: Google Bildersuche


31.07.2011 16:19    |    Andi2011    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Autogeschichten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was muss ich tun um mal einen Formel Rennwagen zu steuern?

Mich an Zakspeed oder einen Internet Anbieter wenden und rund 400-500 Euro bezahlen oder Geburtstag haben und sich das Ganze schenken lassen wie ich letztes Jahr.

 

Dafür bekommt man einen Formel Schnupperkurs geboten und darf tatsächlich mal selbst ans Steuer.

Weitere zu erfüllende Grundvoraussetzungen:

 

Mindestalter 18 Jahre > ok Check

 

Körpergröße bis 1,95 Meter >ok Check

 

Gewicht bis 100 kg > äh,naja ich äh...CHECK!

 

Schuhgröße < 47 >46 Check

 

Keine gesundheitlichen Einschränkungen > kaputter Rücken,diverse Muskelverspannungen,Schulterschmerzen... > CHECK

 

Ich bin dabei!

 

Was kriege ich jetzt dafür?

 

Einen Renault Formelwagen mit 4 Zylindern und ca.140 PS bei einem Gewicht von 450Kg (ja plus ich,also noch mal 100Kilo) macht eine mögliche Höchstgeschwindigkeit von ca. 240 km/h.

„Beim Formel fahren lernen Sie den Nürburgring von seiner schönsten Seite kennen“

so stets im Prospekt und da ich den Nürburgring kenne, weiß ich was unter „schön“ zu verstehen ist: mit Glück ist es nicht arschkalt sondern nur kalt und mit noch mehr Glück gibt es keinen Regen. Aber gefahren wird außer bei Glatteis immer,also...

ich mache mich mit einigen Kumpel die mich begleiten auf den Weg und wir werden nicht enttäuscht, leichter Nieselregen,kalt (aber immerhin nicht arschkalt),also rein ins Hotel und...

 

...los geht’s mit der Instruktion:die heutigen 12 Teilnehmer und ich kriegen erklärt wie ein Rennauto im groben funktioniert (ich weiß doch schon alles – gähn), was ein Bremspunkt ist (gähn), wie man theoretisch eine Kurve richtig fährt (gähn), noch mal was ein Bremspunkt ist und wie ein Formelfahrzeug bremst (gähn).... halloooo, ich habe Ayrton Senna bei dutzenden Rennen zugesehen:

ICH WEISS BESCHEID!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem wir eingekleidet sind (Rennoverall und Helm werden gestellt) geht’s endlich ins Auto, da stehen sie fein säuberlich aufgereiht die kleinen Renault und nach erneuter kurzer Erklärung geht’s los...

 

Verdammt eng das Cockpit (100 Kilo,CHECK!)und die Handschaltung hat einen gefühlten Weg von 1x1cm...wir werden ermahnt:schön entspannt bleiben beim schalten, Zurückschalten in der Kurve nicht vergessen, den Fünften nur auf der Geraden...

Jeder hat einen eigenen „Chefmechaniker“ der beim Anlegen der Gurte, Helm, Sprechfunk hilft.

Ja die haben Sprechfunk im Helm, also eher Hörfunk, denn ich kann nur hören, nix sagen.

 

An der Strecke stehen diverse Instruktoren und sagen einem beim fahren über den Knopp im Ohr was man richtig und falsch macht.

Ja und es wird auch noch mal darauf hingewiesen, dass Regelverstöße die Absichtlich begangen werden zum sofortigen Ende der Fahrt führen.

 

Es geht zur Einführungsrunde. „Wir lernen mal das Auto etwas kennen“

Das Auto kennen, hallooooo, ich weiß doch bescheid, Formel Fahrzeug, 140 PS, dreht bis knapp 8000U/Min...anfahren bitte mit etwa 3000U/Min...

….Gas....Gas...noch etwas mehr....ok 3000/U/Min....halten....Kupplung...und ….

AUS!

 

Verdammt, abgewürgt!!! Das ist doch keine Kupplungsweg, dass ist ein Witz! Ich hab nur meinen Fuß etwas zu mir hin bewegt....naja, ich bin Profi, kann passieren (lag bestimmt an der Kupplung:D ) zweiter Versuch...puh geklappt, ich rolle juhu.

 

Nach einer langsamen Runde weiß ich jetzt vier Dinge:

 

1. Das Cockpit ist super eng und sobald ich schalte oder mich sonst wie bewege (was eh kaum geht) schlage ich links und rechts ans Cockpit

 

2. Der für uns abgesperrte Streckenteil ist sehr kurvig, es geht bergauf, bergab und es gibt eine schnelle Gerade (nur hier dürfen wir auch überholen)

 

3. Die Strecke unterteilt sich in drei Abschnitte, den ersten trockenen mit etwas Sonne, den zweiten wo der Asphalt nass ist und den dritten auf dem es grad regnet – ja wir sind am Nürburgring

 

4. Der Instruktor der vorn als erstes fährt ist `ne coole Sau, fährt FAST so gut wie ich;)

 

Nach der Runde geht’s wieder in die „provisorische“ Boxengasse,aussteigen,wie wars?:

 

Unsere einzige weibliche Teilnehmerin will nicht weiter fahren, sie ist Polo gewöhnt und das ist kein Polo!!!

Ein zweiter Teilnehmer steigt ebenfalls aus weil sein Rücken nach den zwei Runden am Ende ist.

Wir übriggebliebenen 10 sind also die Elite, die neue Formelgeneration, die Hoffnungsträger...und wir sind heiß, heiß endlich mal Gas geben zu dürfen.

 

Nun beginnt unser „Rennen“ wir haben 30 Minuten auf der Strecke, kriegen noch mal die Leviten gelesen von wegen nicht übertreiben, dran denken das Ding ist ruckzuck auf über 200, Schalten nicht vergessen (gähn,ich weiss DAS!)...

 

Meine erste Runde ist wieder die Einführungsrunde (nicht abgewürgt, puh) und nun geht’s endlich los, ich komme zum ersten Mal auf die Gerade und in meinem Ohr sagt jemand: „und jetzt voll drauf“...3Gang – 4Gang- unglaublich der Lärm im Cockpit, unglaublich geil, ich fliege nach vorne wie vom Gummiband abgeschossen – 5Gang- „BREMSPUNKT“ ruft einer in mein Ohr...Bremspunkt? Oh ja verdammte Axt da war doch was...Rechtskurve!

 

Rauch steigt auf, meine Vorderräder stehen, ich lasse die Bremse los und lenke ein...bitte, bitte nicht in den Kies, dann ist mein Rennen vorbei...mein linkes Vorderrad streift leicht die Kurbs.

Ich hab die Kurve noch geschafft (ja völlig falsch angefahren).

 

„KNAPP“ sagt die Stimme in meinem Ohr...ich weiß!

Aber jetzt weiter aufs Gas...hmm zieht irgendwie nicht mehr die Karre....“SCHALTEN“ sagt die Stimme...

Mist bin immer noch im Fünften...

 

Die dritte Runde klappt deutlich besser, die Vierte und Fünfte machen richtig Spaß und ab jetzt läuft es immer besser.

Unglaublich welche Bremsmanöver mit dem Ding möglich sind und wie schnell man manche Kurve nach mehrmaligem ausprobieren fahren kann. Der Instruktor ist dabei eine große Hilfe, denn er fährt immer an der Spitze (und von da vertreibt den Profi auch niemand).

Wenn man sich an ihm orientiert und sich langsam im Auto wohlfühlt, kommt der Spass von ganz alleine.

Irgendwann fange ich an lockerer zu werden, die Stimme in meinem Ohr sagt ab und an noch Dinge wie „Super“,"Schön den Bremspunkt erwischt“ und nur noch selten so was wie „Schneller Schalten“ ...als ich grad anfange mich etwas zu „entspannen“ sagt die Stimme „BOX“...die Zeit ist rum!

 

Ich steige aus, mein Körper ist voller Adrenalin es war einfach geil!

Ein höllischer Spaß den ich am liebsten morgen wieder haben will.

Auf der Heimfahrt bin ich froh, dass ich nicht fahre, meine Arme und Schultern Schmerzen, mein Nacken auch. Am nächsten Morgen hab ich den Muskelkater meines Lebens und blaue Flecken an beiden Oberarmen (von der Cockpitwand), meine Handgelenke gehören mir gar nicht und ich bin hundemüde (gähn).

 

Ich hab was gelernt:

 

1. Einen Formel-Rennwagen zu fahren ist mit das Größte was man mal gemacht haben muss

 

2. Mein Respekt vor den Jungs und Mädels die „Doch nur im Kreis fahren“ ist noch höher als sonst

 

3. Jeder der meint,wenn man ein schnelles Auto fahren kann,kann man auch ein Formel Auto fahren ist ein Depp (wie ich am Anfang;))

 

 


27.07.2011 21:49    |    Andi2011    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Dies Das

Ich entscheide mich eher für einen...

Nach grober Definition ist ein Van ein Fahrzeug mit 5-7 Sitzen, mit meist variablem Sitzkonzept.

Es gibt aber natürlich auch noch die sg. Hochdach-Kombis wie z.B. der Renault Kangoo, Mini-Vans, Kompakt-Vans usw.

 

Die ersten „richtigen“ Vans nach unserem heutigen Verständnis kamen recht spät nach Deutschland, wärend sie besonders in Amerika den Markt schon lange erobert hatten.

Der Renault Espace, der von Matra entwickelt wurde und kurzerhand von Renault, wegen finanzieller Probleme von Matra übernommen wurde und 1984 auf den deutschen Markt kam, war anfänglich mit vielen Fragezeichen versehen

- ob sich sowas in Deutschland verkauft???

 

Doch schnell wurden Vans zum Verkaufsschlager und andere Hersteller folgten. 1995 kamen Ford Galaxy und die baugleichen VW Sharan und Seat Alhambra dazu, Peugeot ging Kooperationen mit Fiat und Lancia ein und nicht zu vergessen hatte Chrysler mit dem Voyager einen gefragten Van im Angebot und so nahm die Entwicklung ihren Lauf und der Kombi hatte zunehmend Konkurenz.

 

Wenn man den Strategen diverser Automobilmarken glauben darf, wird sich der Markt für Vans und hier insbesondere für die kleineren Kompact-Vans wie Touran, C-Max, Mazda 5, Opel Zafira oder Renault Scenic und Weitere, in der nächsten Zeit deutlich steigern.

Kein Wunder, denn vermeintliche „Nachteile“ wie weniger agile Fahreigenschaften oder höherer Verbrauch werden mit jedem neuen Model kaum noch unterscheidbar zum Kombi und auch die Optik der modernen kompakten Vans ist zunehmend reizvoll.

 

 

Allerdings sind Kombis bei uns Deutschen weiterhin sehr beliebt und hoch im Kurs und die Hersteller schlafen auch hier nicht!

Sie reichen meist für die normale Durchschnittsfamilie aus um den Bedarf an Gepäck und Einkauf locker zu stemmen. Ausserdem haben die Kombis generell eine viel längere Tradition die in der Nachkriegszeit schon begann und von daher einen festen Stammkundenkreis.

 

 

Insbesondere auch in der oberen Mittelklasse bieten viele Kombis zwar nicht unbedingt den totalen Nutzwert aber dafür oft eine sehr ansprechende Optik und werden daher bevorzugt gekauft (geleast;) )

Ich habe mich nach zwei Kombis (Mondeo Turnier MK2 und 3) nach einiger Überlegung bei meinem Neuen für einen kompakten Van entschieden, neben der Optik und Ausstattung war für mich dabei ausschlaggebend, dass der Innenraum variabler ist und die Sitzposition und der Einstieg einfach bequemer sind.

Andererseits schlägt mein Herz auch durchaus weiterhin für Kombis, die Vielfallt des Marktes macht es einem heutzutage nicht leichter.

 

Um es umfragetechnisch etwas einfacher zu machen, fasse ich deshalb ganz ketzerisch mal alles unter den Begfriff Van was in diese Richtung geht, vom klassischen Espace, über die kompakten Vans, Hochdachkombis oder Mini-Vans bis ...

Beim Kombi ist es ja etwas einfacher. Die Fotos stellen natürlich auch nur eine kleine Auswahl da, genau wie meine Auflistung hier nur einen Bruchteil an Möglichkeiten abdeckt und deshalb dürft ihr natürlich gerne mit weiteren Modelvorschlägen und Fotos ergänzen :D

 

Was meint ihr, steht oder standet ihr vor der Wahl Kombi oder Van? Wo seht ihr Vor - und Nachteile?

Wofür habt ihr euch entschieden oder würdet euch entscheiden?


22.07.2011 16:45    |    Andi2011    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Ford

Der Ford Bronco hat 30 Jahre Automobilgeschichte mitgeprägt, die 1966 mit dem „Vintage-Broncos“ startete.

Die Idee für ein solches Fahrzeug kam von jemandem, dessen Namen eigentlich eher mit einer anderen Ford-Erfolgsgesschichte verbunden ist: Donald N. Frey entwickelte nämlich auch den Mustang mit.

Im Gegensatz zum Mustang, der auf dem Ford Falcon beruhte,bekam der Bronco ein eigens entwickeltes Fahrwerk nur für dieses Model. Ausserdem einen Sechs- und Achzylinder Motor, wahlweise mit 4,7 oder ab 1969 5,0 Liter Hubraum.

 

Der niedrige Grundpreis von unter 3000 Dollar kam auch zustande, weil die Konstruktion so einfach wie möglich gehalten wurde. So waren die Scheiben aus Flachglas, der Fahrzeugrahmen eine einfache Leiterkonstruktion und sogar die Türblätter waren für beide Seiten identisch.

Bis 1978 blieb der Vintage Bronco fast unverändert und hatte damit den mittlerweile viel erfolgreicheren Gegnern wie dem Chevy Blazer, der mit mehr Leistung, Platz und Extras glänzte oder dem Dodge Ramcharger und auch dem Jeep nicht viel entgegen zu setzen.

 

1978 begann dann die Ära der „Full-Size-Broncos“ der nun gegen den Chevy Blazer antrat, aber allein konzeptionell eigentlich nie so richtig dorthin passte. Er war immer eine Mischung aus Arbeitstier und/oder Spasswagen.

1979 gab es dann Einzelradaufhängung vorn, hinten blieb die Starrachse bis zum Ende 1996 erhalten, da sie viele Vorteile bot.

Mit großen V8 Motoren (ab 1979 mit Katalysator) und dem unverwüstlichen Rahmen des Ford F100 war er eine Alternative für Blazer und Co. Er galt in den 80er Jahren als der größte Geländewagen auf dem Markt, mit schlappen 2,41 Tonnen und dem wahlweise 5,8 oder 6,4 Liter großen V8 Motoren.

 

Die dritte Generation des Bronco kam 1983 und war blieb bis 1987 fast unverändert und passte sich dann wieder dem Zeitgeist an, es gab wieder kleinere Sechszylinder und der Erfolg lag nun bei Käuferschichten, die sonst eher ein anderes Auto fuhren:

Akademiker, Büroangestellte und Familien – die Ära der großen Geländewagen in Familienhand begann.

 

Allerdings fehlten ihm die zwei hinteren Türen – die Rolle des Familiengeländegänger`s übernahm erst richtig der Ford Explorer ab 1990 während der Bronco immer wieder modifiziert wurde.

 

Besonders der Full-Size Bronco, der von 1978 an, hat es mir immer angetan, was für eine gigantische Erscheinung! Besonders von dieser Baureihe gab es viele Sonderumbauten, vom Pickup bis zum Wohnmobilaufsatz und auch viertürige Varianten gab es als Sonderumbau. Natürlich ist diese Bronco-Baureihe auch vielen als „Monster-Truck“ Umbau ein Begriff.

 

Er war und ist eben ein alter Saurier! Ein Auto fast für jede Situation und für die Ewigkeit.

Vor rund 15 Jahren, es war Mittwoch der 12. Juni, lief der letzte Bronco-Saurier vom Band…Irgendwie war der Bronco was besonderes, sei es durch sein Erscheinungsbild und die tolle Optik oder die zuverlässig brabbelnden V8 Motoren – einfach ein tolles US-Car, der es Wert ist mal an ihn zu erinnern!

 

Was meint ihr zum Bronco? Freue mich auf eure Meinungen.


19.07.2011 21:40    |    Andi2011    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Ford

Vorsicht vor Fremden...so begann die damalige Fernsehwerbung für den neuen Ford 20m...

 

Mit dem 17m, 20m und 26m endet meine kleine Reihe der M (Meisterstück) Modelle von Ford.

Im August 1967 wurden der Ford 17m und der Ford 20mP7 vorgestellt.Von 60 bis 108 PS reichte die Motorenpalette und das 20m TS Coupe wurde zum Spitzenmodel mit einem 90 PS oder 108PS starken V6.

Jedes der Modelle erhielt eine etwas andere Optik im Front und Heckbereich, was viele nicht Ford-Kenner bis heute irritiert und es manchmal schwer macht direkt zu erkennen, was man da vor sich hat.

 

Mit dieser Modelreihe entfiel auch erstmals der Begriff „Taunus“ der bisher die M-Modelle auszeichnete. Ford hiess offiziell wieder FORD, denn bis zu diesem Zeitpunkt durften die Ford-Werke-Deutschland den Begriff nicht verwenden.

Nun wurde aber die „FORD OF EUROPE“ gegründet und auch das FORD-Logo durfte jetzt auf die Fahrzeuge.

 

Den 17 und 20m gab es als zwei-und viertürige Limousine und als Kombi und wiederum fertigte die ja schon bei der "Badewanne" und dem 12m beteiligte Karosserieschmiede „Deutsch“ eine Cabrio-Variante. Dieser Ford war nun ein echter Mittelklasse Wagen.

 

Seine Form kam allerdings bei den (eher konservativen) Deutschen zunächst nicht an, der so genannte „Hüftschwung“ gefiel vielen nicht und hemmte die Verkaufszahlen.

Also beschloss Ford bereits nach einem Jahr, ein Facelift vorzunehmen und der P7b war geboren und fuhr wieder die bekannte „Linie der Vernunft“.

 

Aber diese M-Modelle waren eh anders als die bisherigen, sie waren nicht nur im Design amerikanisch angehaucht sondern jetzt noch größer, protziger, besser ausgestattet und passten perfekt in die Zeit des Wirtschaftswunders.

 

Motoren mit modernen Registervergasern hielten nun Einzug und die Luxusversion hiess jetzt 20m XL und bot alles, was der anspruchsvolle Fahrer wünschte vom Echtholz im Armaturenbrett und an vielen Stellen im Fahrzeug, reichlich Chrom und sogar ein holzgemasertes Lenkrad gehörten nun dazu.

Der 20m RS hingegen spielte die Rolle des auffälligen Sportlers der 155Nm auf die Hinterachse des Sechszylinders brachte - immerhin, wenn man überlegt das Ford heute den Focus mit dem Titel RS ergänzt und dann 305PS und 440Nm an die mechanischen Differenzialegesperrte Achse bringt...aber damals war eben mehr die sportliche Optik zusammen mit Komfort gewünscht.

 

Doch damit nicht genug kam dann im November 1969 das neue Flagschiff von Ford dazu, der 26m mit 2,6Liter V6 125PS, Automatikgetriebe, Servolenkung, Scheibenbremsen und einigem mehr.

Charakteristisch waren die Doppelscheinwerfer und das serienmäßige Vinyldach sowie die rundumgetönte Verglasung und schicke Radvollblenden.

Es gab ausserdem ein damals überragendes Blaupunkt Radio inclusive Überblendregler und Fondlautsprecher und so wundervolle Polsterfarben wie "Elfenbein" oder "Olivgrün" und "Jadeblau".

Die Beschleunigungswerte lesen sich auch heute noch gut mit 10,4 Sekunden auf Tempo 100 und einer Spitzengeschwindigkeit von 180km/h.

 

Diese letzten der M-Reihe waren ebenfalls ein großer Erfolg für Ford und etablierte die Marke nun wieder endgültig im Wirtschaftswunderland Deutschland, man fuhr nicht mehr automatisch nur Käfer, es gab Alternativen die bezahlbar waren und mehr Komfort und Sicherheit boten und mit dem 26m gab es eine Alternative zu Mercedes und einen ernstzunehmenden Konkurenten für den Opel Diplomat.

 

Die Geschichte des Nachfolgers habe ich schon hier im Blog unter der Ford Rubrik erzählt, denn 1972 kam dann das Ende der Ford M-Reihe und der Nachfolger Granada erblickte das Licht der Welt und begründete wesentlich den weiteren Erfolg von Ford Deutschland.

 

Mir hat diese kleine Reihe zu den M-Modellen viele Spass beim schreiben und erinnern gemacht, besonders natürlich die Artikel zum 12m meines Vaters und natürlich auch die "Badewanne" war einfach ein aussergewöhnlicher Ford und der 26m bildet den komforttechnischen Höhepunkt der M-Modelle...Die Ford MEISTERSTÜCKE...wunderschöne Fahrzeuge die euch hoffentlich genauso erfeut haben wie mich :)


Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

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Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Ford

Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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