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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

24.10.2013 13:21    |    Andi2011    |    Kommentare (62)    |   Stichworte: Straßenfunde

In meiner Reihe "Straßenfunde" präsentiere ich in loser Folge Fahrzeuge, die mir im Alltag am Straßenrand vor die Kamera gekommen sind. Dabei handelt es sich stets um Modelle die selten, skurril oder einfach besonders sind und manchmal vielleicht sogar eine Geschichte erzählen…

Der heutige Fund dürfte einige BMW Fans hier besonders erfreuen, ein BMW E21

 

Am 01.07.1975 – mitten in die Wirtschaftskrise hinein, als Helmut Schmitt noch Kanzler war und das Flüssigkristall-Display die Welt erblickte – lies BMW im Werk 1 in Milbertshofen den Nachfolger des erfolgreichen 02er vom Band laufen, die erste 3er Reihe, der E21!

 

Ein schweres Erbe, denn der Vorgänger 02 hatte einen sehr guten Ruf und verkaufte sich blendend, sogar noch weitere zwei Jahre, trotz Einführung des E21.

Der erste 3er aber sollte ihn letztlich einholen.

 

 

Der E21 konnte eigentlich fast alles besser als sein Vorgänger. Sein Blechkleid bot eine steifere Karosse, erstmals berechnete Knautschzonen sowie Dreipunkt-Automatikgurte (hinten gegen Aufpreis) und eine Fülle weiterer Dinge sorgten für höhere Sicherheit. Eine damals hochmoderne Zahnstangenlenkung für sichereres Lenkverhalten und das Armaturenbrett zeigte erstmals die zum Fahrer hin orientierte Form. Zunächst mit vier Solex-Stufenvergasermotoren zwischen 98 PS und 109 PS folgten später weitere Motorisierungen wie der 320i mit 125PS und der 323i mit 143 PS Sechszylinder.

Hier sollte man anmerken, wir befinden uns in den 70er Jahren! Da wo BMW mit 98 PS als Einstiegsmotorisierung anfing, hörten die meisten seiner Konkurrenten auf.

 

 

Auch der Verbrauch der Motoren war in Zeiten der Ölkrise ein Argument!

Ein 320er lag im Mittel bei „nur“ rund 13 Litern/100km´- das hört sich für heutige Verhältnisse viel an, ein 34 PS VW Käfer des gleichen Baujahres brauchte aber genau so viel.

Dazu konnte man seinen BMW gut ausstatten, natürlich für gutes Geld. So kostet beispielsweise damals das kleineste Radio (Bavaria Mono) schon 223 DM, das Top-Gerät ein Radio Blaupunkt Frankfurt Stereo gar 455 DM. Selbst eine Klimaanlage, in der Mittelklasse damals sehr ungewöhnlich, fand sich für 1277 DM in der Aufpreisliste.

 

Im Dezember 1983 lief der letzte E21 vom Band - bis dahin über 1,3 Millionen Mal und damit erfolgreicher als sein Vorgänger. Leider ereilte ihn trotz seiner guten Qualitäten das Schicksal auch vieler seiner Nachfolger in der 3er Reihe, er wurde verheizt und ging durch zig Hände bis zum Schrott.

So gibt es heute in Deutschland nur noch knapp 7.000 E21

 

 

Dieser hier dürfte ein 318er der frühen 80er Jahre sein, von seinem Besitzer mit ein paar kleinen Änderungen wie Felgen und weißen Blinkern versehen, steht er insgesamt sehr schön da, wirkt keinesfalls alt und nicht mal besonders ungewohnt im Straßenbild obwohl man so einen E21 kaum noch antreffen kann.

 

Danke für`s lesen!

Hat Dir der Artikel gefallen?

24.10.2013 13:54    |    Ascender

Ja, hat mich gefreut davon zu lesen. Danke dafür.

 

Für mich ist der E21 ein besonderes Auto. Ich habe im Motorsport die meißten meiner Rennen mit einem solchen Auto bestritten (Rallye 200 und Bergrennen, sowie ab und an mal Slalom). :)


24.10.2013 14:27    |    italeri1947

Der gute alte E21. Bis weit in die 90er-Jahre hinein sah ich immer wieder solche BMWs fahren: Teils in schlimmem Zustand und von seltsamen Menschen gesteuert - aber sie sind gefahren. Das spricht für die sehr solide Technik. Auch das Blech war besser konserviert als bei vielen damaligen Konkurrenten - in den 80er-/90er-Jahren zählte der BMW E21 nicht zu den Schnellrostern; erst nach etwa zehn bis zwölf Jahren traten meist dann Rostschäden auf.

 

Leider sind sie ab ca. 1999/2000 kaum mehr im Straßenbild zu sehen, was schade ist. Auf einmal verschwand der E21 im Alltagsbetrieb vollständig von der Bildfläche.

 

Aber es gibt ja noch den E30, der dem E21 sehr ähnlich ist (im Grunde, wenn man es so will, ist der E30 nur eine Weiterentwicklung des E21, so wie der E28 eine Weiterentwicklung des E12 ist) und den man immer wieder mal sieht, auch wenn sein Bestand sehr stark nachließ: Speziell die viertürigen Limousinen und die tourings sind selten geworden. Warum auch immer - vor Jahren gab es noch öfters die kleinen Vierzylinder in der ersten Hand von älteren Herren, und an Wartungsstau, Rost und sonstigen Dingen krankte der E30 eigentlich auch nie in dem Umfang wie andere Volumen-Mittelklassewagen seiner Zeit.

 

Danke, lieber Andi, für diesen Bericht!

 

Ich verbinde mit einem E21 dieses Erlebnis.


24.10.2013 14:42    |    italeri1947

Hier ist noch etwas von BMW aus dem Jahre 1985, welches den Stellenwert der Rostvorsorge der Münchner zeigt - ich hoffe, es gefällt euch!


24.10.2013 15:20    |    Andi2011

Moin,

 

Ascender,da eifert dodo dir ja jetzt mit einem E21 nach!:)

 

Hans, vielen Dank für deine Ausführungen und Anhänge. Den Artikel von dir mit der Geschichte der abenteurlichen E21 Heimfahrt kenne ich natürlich und er passt hier gut rein!

Die Qualität des E21 war generell bei vielen Dingen besser als bei der Konkurrenz und setzte durchaus Maßstäbe! Der erste 3er war sehr gut gedämmt, viele Stellen wo bei der Konkurrent das nackte Blech zu sehen war, waren bei ihm konserviert und verkleidet.

 

Auch auf der Motorenseite war BMW sehr zuverlässig und vor allem holte man einiges aus den Dingern raus, ich denke da auch an den Alpina E21 B6 2.8 ab 1978

Der Sechszylindermotor hatte in seiner letzten Baustufe 218 PS und 265 Nm bei 5000 Umdrehungen , wohl gemerkt 1978!

 

Grüße

Andi


24.10.2013 15:48    |    Dortmunder 65

Und die lassen sich heute noch gut fahren, habe ich im Sommer mal probieren dürfen!

Ein BMW den ich selbst heute noch kaufen würde. Ich schätze viele sind jetzt auch in liebevolle Hände.


24.10.2013 15:50    |    Christian8P

Die Zeit der Low-Budget-Ruinen ist beim E21 schon länger vorbei.


24.10.2013 16:04    |    italeri1947

Wirklich Low-Budget war der E21 eigentlich zu keiner Zeit - er wurde nicht so verramscht wie später E30 und E36 in einem gewissen Alter. Die Welle des Tunings hat der E21 eigentlich kaum miterlebt. Sicher gab es Kits wie etwa von Zender oder BMW selbst, sowie die von Andi bereits erläuterten Alpina-Versionen - aber als der E21 dann mal "in die Jahre kam", gab es kaum noch Tuningteile, die für ihn hergestellt wurden.

 

Wenn man in den 90er-Jahren noch einen sah, und es gab sie hier in der Gegend bis etwa 1999/2000 durchaus immer mal wieder, waren die Fahrzeuge meist entweder komplett serienmäßig erhalten oder mit zeitgenössischem, wohl vom Erstbesitzer verbauten Tuning-Accessoires "verschönert". Der Pflegezustand der Fahrzeuge war dabei aber freilich die andere Sache!


24.10.2013 16:07    |    Christian8P

Ich erinnnere mich noch sehr gut an ziemlich runtergerittene E21 im Ruhrgebiet. Hier war er ein sehr beliebtes Tuningobjekt und wurde sehr gerne verheizt. Das hat schon Mitte der 1990er Jahre den Bestand sehr dezimiert.


24.10.2013 16:28    |    italeri1947

Es gab da schon einige Dinge, die über den Albrecht-Katalog vertrieben wurden (wer kennt die Firma Albrecht noch?), aber als der E21 dann preiswert wurde, gab es für die Zielgruppe attraktivere und modernere Autos für das gleiche Geld wie den Golf II GTI, den Kadett GT/E oder manchen frühen E30.


24.10.2013 16:53    |    Ascender

Kann mich da Christian nur anschließen. In den 90ern selbst habe im Ruhrgebiet nur ein unverbasteltes Exemplar gesehen. Ich fand den toll.

 

Mein Vater rümpfte damals abfällig mit der Nase: "Altes Auto"...

 

 

Ansonsten sah man nur die Bastelkisten. In Dortmund sehr beliebt um hinterher auf dem Wallring illegale Straßenrennen zu fahren. Tiefer, härter, breiter.

 

Man muss aber dazu sagen, dass es - wie Hans schon erwähnte - relativ wenig Bastelkram für den E21 gab in den 90ern.

 

Wir haben ja D&W um die Ecke (in Bochum), und da bekam man eigentlich nurnoch was für den E30 (Rückleuchten, Scheinwerfer, weiße Blinker, Spoiler, Kotflügelverbreiterungen, Bodykit, etc.).

 

Tiefbettfelgen waren eh der letzte Schrei. :D


24.10.2013 16:58    |    Christian8P

Zitat:

In Dortmund sehr beliebt um hinterher auf dem Wallring illegale Straßenrennen zu fahren. Tiefer, härter, breiter.

Daran hat sich ja bis heute nicht viel geändert.:rolleyes:


24.10.2013 17:09    |    chrissA4

Der E21 ist einer der schönsten BMW überhaupt. Aber ich kann mich auch noch gut an ziemlich verheizte Exemplare erinnern. Charakterisch hatten die durch Tieferlegung extrem negativen Sturz an der Hinterachse ( der ja schon mit Serienfahrwerk vorhanden war) und das meist leicht bräunliche Heck durchs verbrannte Öl...

Die Firma Albrecht Tuning kenn ich auch noch gut! Der hier abgebildete 318 hat ja auch die Doppelscheinwerfer die doch eigentlich den 6 Zylindern vorbehalten war. Ein Anwalt in meiner Nachbarschaft fuhr lange Zeit einen E21 der ersten Serie, gut erkennbar an dem noch gebogenen Endrohr und der nicht vorhandenen Schwarzen Heckblende zwischen den Rückleuchten.


24.10.2013 17:33    |    Ascender

Zitat:

Daran hat sich ja bis heute nicht viel geändert.

Doch, eine Menge. Die Polizei war noch in den 90ern darin bemüht regelmäßig zu kontrollieren, und man hat das sehr schnell eingedämmt.

 

Ab den 2000er Jahren gab es dort jedenfalls nicht mehr die regelmäßigen Tuning- und Rasertreffs.

 

Die treffen sich jetzt woanders, aber eben nicht mehr in der Innenstadt.

 

Ab und zu gibt es mal einen Revival am Samstag Abend - so ein oder zwei Mal im Jahr. Aber die Polizei ist ja eh nur einen Katzensprung entfernt und reagiert recht schnell wenn sowas ist.

Das Risiko dort kontrolliert zu werden mit der halblegalen Kiste, das gehen eben nur die wenigsten noch ein.


24.10.2013 17:39    |    Christian8P

Zitat:

Ab und zu gibt es mal einen Revival am Samstag Abend - so ein oder zwei Mal im Jahr.

Das "durfte" ich letztes Jahr selbst miterleben. Eine ganze Horde donnerte Samstagnacht den Wall hinunter.

 

Edit.: Also ich bin da selbst nicht mitgefahren. Gott bewahre! Ich bekam es nur als Fußgänger auf dem Weg zum Hbf mit.


24.10.2013 17:39    |    Audifahrer-NRW

... mein Onkel fur damals einen schwarzen 323i, damals eine wahnsinns Rakete, meine mit EZ 79 oder 80. Kann mich noch an den sound erinnern, tolles Auto. Er hat ihn bis 1992 gefahren, total vom Rost zerfressen ging er in den Export... Habe schon länger keinen mehr gesehen, leider.


24.10.2013 18:20    |    rpalmer

Das war noch einer der schönen BMWs, wo sie noch so schön schlank waren und eine gewissene filigrane Linien im design hatten.

Scheint hier wohl ein stärkeres Exmeplar zu sein, die einfacheren kamen ja mit Einzelscheinwerfern daher, was huete ziemlich ungewohnt wirkt.

 

Man sieht sie wirklich selten, aber ich erinnere mich noch, dass bis vor ein paar Jahren hier noch eine mit DIN-Schildern herumfuhr. Was für ein schöner, war zwar nur ein 315 und ohne besondere Ausstattung, aber er war sehr gut erhalten. Irgendwann waren aber der Wagen und die Omi, die ihn fuhr, verschwunden....


24.10.2013 18:35    |    chrissA4

Wenn es ein 318er ist hat er original die Einzelscheinwerfer. Die doppelten sind scheinbar nachgerüstet.


24.10.2013 21:08    |    Audifahrer-NRW

... die doppelten gab es erst ab 320i aufwärts meine ich.


24.10.2013 21:19    |    chrissA4

Ja ab 320, wobei der erste 320 noch ein 4 Zylinder war.


24.10.2013 21:49    |    dodo32

Guter Artikel! Vor allem war ich überrascht, dass in Deutschland wohl noch 7000 Exemplare laufen. Woher stammt die Zahl? Das ist viel...

 

Der E21 war schon Mitte der 90er Jahre nicht mehr regemäßig im Straßenbild anzutreffen. Das lag mitunter daran, dass die eingeführten G-Kat Plaketten auch noch den letzten Hardliner zum Verkauf eines katlosen Autos bewogen. :( Daher sind auch die 323i des Nachfolgers E30 sehr selten. Dieser kleine "Staatsstreich", hat viele Klassiker der frühen 80er Jahre dahingerafft. :mad:

 

Diese BMW versprühten noch den Flair der 70er Jahre. Chrom, eine von innen gesehen majestätische Motorhaube und vor allem: es gab sie nur mit 2 Türen!

Insbesondere der 323i war ein kluger Wurf. VW hatte ja angefangen mit dem Golf 1 GTI an der 200 km/h Marke zu kratzen. Durch den 323er, war dieses "Problem" gelöst. Darüber hinaus schuf man durch den erstmalig in der Kompaktklasse verbauten 6 Zylinder, eine deutliche Distanz zum bürgerlichen Volkswagen und erschloss neue Kundenkreise. Der E30 war die Konsequente Weiterentwicklung und aus meiner Sicht einer der besten BMW, die je gebaut wurden, bzw. einer der besten seiner Epoche. Aber das ist eine andere Geschichte. ;-)


24.10.2013 23:15    |    MarcTurbo

Hallo Andi! Haste ja was schönes fotografiert... Wir hatten ca. vor 10 Jahren einige Jahre einen... Haben wir von meinem Onkel gekauft für 3000€ Hatte knapp über 100tkm gelaufen und da war nix dran... 318er der Sprit musste extra verbleit werden... Ein sehr seltenes Fahrzeug, das Ende vom Lied war leider nicht so schön! Mutter hat den linken Kotflügel an einem Zaunpfahl eingebeult und zerkratzt, hinten kleiner Rempler... Vatta hat ne Anhängerkupplung ran gebaut (verschraubt)... Eltern ließen sich scheiden und Vatta hat den am Ende für 600 Scheine verkauft.... Trauriges Ende, Onkel war sehr sauer -.- der wagen hatte nie einen Winter gesehen als wir ihn bekommen hatten! Hätten wir besser einen E30 oder so verranzen lassen können. Ein Silvester haben die uns noch Böller in den Grill gesteckt und zerstört! Unser hatte nur 2 Scheinwerfer... Echt nicht der schönste aber so ein seltenes Stück BMW Geschichte... E21 wo auch immer du jetzt bist ich hoffe es geht dir gut!


25.10.2013 08:23    |    flieger65

Zitat:

Ein 320er lag im Mittel bei „nur“ rund 13 Litern/100km´- das hört sich für heutige Verhältnisse viel an, ein 34 PS VW Käfer des gleichen Baujahres brauchte aber genau so viel.

Zitat Ende

 

Kein 34 PS Kafer mit 1200 cm³ hatte einen Verbrauch von 13 Liter/100 km!

Der 1200 er mit 34 PS verbrauchte im Schnitt zwischen 7 und 9 Liter auf 100 km.

13l auf 100km verbrauchen konnte nur ein 1303 mit 50 PS.


25.10.2013 09:15    |    andis hp

Ich hatte Anfang der 80er die Möglichkeit einen 323i mit angenieteter Verbreiterung zu kaufen. 1 Tag vor der Übernahme/Kaufvertrag hat ihn der Verkäufer in den Strassengraben gehauen. Er war unverletzt aber der BMW war totalschaden.

Durfte ihn schon vorher mal Probefahren. Man war das ein Geschoß in den frühen 80er. Man war noch Autos mit 50-70PS (Fiat, Ford usw.) gewohnt. Und dann sagenhafte 143PS im 323i.

Ich hab schon lange keinen E21 mehr im fahrbereiten Zustand gesehen.

 

Mfg

Andi


25.10.2013 10:00    |    Andi2011

;oin,

 

vielen Dank für eure interessanten Kommentare,Geschichten und Ergänzungen!

 

Zitat:

Guter Artikel! Vor allem war ich überrascht, dass in Deutschland wohl noch 7000 Exemplare laufen. Woher stammt die Zahl? Das ist viel...

dodo, für die absolute Zahl kann ich natürlich nicht garantieren, ich habe die Zahl von 7.000 tsd von einem Mitglied eines BMW E21/E30 Clubs,der da immer die aktuellen Zahlen hat.Da mein Schwiegervater ja einen E30 -klick

und einen 2002 - klick unterhält,hat er da diverse "Kollegen":)

Wobei hier die 320er schon arg selten auf dem Markt auftauchen,die meisten guten Exemplare sind schon in fester Sammlerhand denke ich.

 

Grüße

Andi


25.10.2013 11:27    |    Lewellyn

Ein damaliger Freund aus den frisch beigetretenen Ländern hatte sich 1990 einen E21 323i Automatik gekauft. Der war sehr günstig.

 

Ist ihn aber nicht lange gefahren. Die Spritkosten...;)


25.10.2013 11:34    |    italeri1947

Zitat:

Ein damaliger Freund aus den frisch beigetretenen Ländern hatte sich 1990 einen E21 323i Automatik gekauft. Der war sehr günstig.

Billig waren die Dinger, vor allem mit Automatik - weil das wirkliche Spritvernichter gewesen sind, die selbst für die damalige Zeit alles waren, nur nicht sparsam. Erst recht, wenn die BMW Dreigang-Automatik mit von der Partie gewesen ist!

 

Zitat:

Guter Artikel! Vor allem war ich überrascht, dass in Deutschland wohl noch 7000 Exemplare laufen. Woher stammt die Zahl? Das ist viel...

Am öffentlichen Straßenbild nimmt von all denen 7.000 Autos fast keines mehr teil; das wird nur ein ganz geringer Anteil sein, der von damaligen Neuwagenkäufern, die inzwischen weit über 80 Jahre alt sind, gelegentlich bewegt wird und ggf. sogar noch fünfstellige Laufleistungen aufweist. Davon könnte es im ganzen Bundesgebiet vielleicht 500 Stück geben, und das ist schon eine großzügige Schätzung. Der Rest wird in Sammlerhänden sein und kaum noch bewegt, außer an Festivals, BMW-Sternfahrten oder sonstigen Gelegenheiten bei schönem Wetter.

 

Zitat:

Der E21 war schon Mitte der 90er Jahre nicht mehr regemäßig im Straßenbild anzutreffen. Das lag mitunter daran, dass die eingeführten G-Kat Plaketten auch noch den letzten Hardliner zum Verkauf eines katlosen Autos bewogen. :( Daher sind auch die 323i des Nachfolgers E30 sehr selten. Dieser kleine "Staatsstreich", hat viele Klassiker der frühen 80er Jahre dahingerafft. :mad:

Stimmt; viele Autos dieser Art haben die Umweltprämien, etwa von Ford beim Kauf eines neuen Mondeo/Escort etc. um 1995 herum, geschluckt. Wer danach noch einen fuhr, war entweder Rentner und Erstbesitzer oder ein sozial eher schwacher Zeitgenosse, der das Geld für einen Neuen mit Katalysator nicht aufbringen konnte und deswegen in den sauren Apfel beißen musste. Oder aber ein echter Fan und Liebhaber.


25.10.2013 11:34    |    LeDriver

Da werden Erinnerungen wach, der erste Westwagen :) meines Vaters nach der Wende war ein BMW 316 Bj. 1981.

Genau so:

 

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:E21_BMW_316.jpg

 

Jedoch mit anderen Felgen (Stahl) und dunkler Innenausstattung.


25.10.2013 11:40    |    Ascender

Aber man bekam doch noch Autos ohne Kat zugelassen, oder?

 

Was war denn der Nachteil daran, wenn man eines fuhr?

 

Ich habe das nicht mehr so im Kopf. Ich kann mich aber noch an die G-KAT-Plaketten erinnern.

War es so, dass man bei Smogalarm nicht mehr fahren durfte?

 

Steuernachteil?


25.10.2013 11:47    |    Andi2011

Moin,

 

Ascender, der Einbau von Katalysatoren in Neufahrzeugen war bei uns ab 1989 vorgeschrieben. Es gab damals diverse steuerliche Veränderungen/Vergünstigungen, ich meine z.B. KFZ-Steuererlass für drei Jahre bei einem Neuwagen?!

Viele haben da zum Neuwagen gegriffen, auch weil Autos ohne Kat zunehmend auf dem Gebrauchtwagenmarkt unverkäuflich wurden oder nur noch mit hohen Verlusten zu verkaufen waren.

 

Der "Smogalarm" und damit Fahrverbot ohne G-Kat war auch ein Argument und Smogalarm gab es damals noch recht regelmäßig in vielen Städten

 

Grüße

Andi


25.10.2013 11:49    |    Ascender

Und wofür war die Plakette?

 

Ich erinnere mich da nur dunkel dran. Bin ja auch Baujahr 88. Ich weiß nur, dass mein Dad die an seinen Neuwagen nicht angebracht hatte.


25.10.2013 11:55    |    Audifahrer-NRW

... denke diese Plakette sicherte freie Fahrt zu bei Smogalarm, man sieht noch heute ältere Autos mit diesem (6?) eckigen orangen Aufkleber in der Scheibe fahren. Ich habe mir so ein Ding Anfang der 90er nie in die Scheibe geklebt als quasi Aufkleber Hasser.


25.10.2013 12:00    |    italeri1947

Zitat:

... denke diese Plakette sicherte freie Fahrt zu bei Smogalarm, man sieht noch heute ältere Autos mit diesem (6?) eckigen orangen Aufkleber in der Scheibe fahren. Ich habe mir so ein Ding Anfang der 90er nie in die Scheibe geklebt als quasi Aufkleber Hasser.

Ich habe diese im BMW und auch im Omega, im Safrane war sie, im Scorpio trage ich das Ding auch durch die Gegend. Das war ein sechseckiger Aufkleber, der beim Landratsamt erworben werden konnte - die Kleber waren gar nicht so billig; 20 Märker wechselten den Besitzer. Um 1998/1999 aber verschwand diese Plakette wieder, weil das Thema Smog nicht mehr gar so verbreitet war.


25.10.2013 12:05    |    Ascender

Achso, also tatsächlich freie Fahrt bei Smogalarm.

 

Das dürfte tatsächlich schon Mitte der 90er kein großes Thema mehr gewesen sein.

Mein Vater hat sich bei seinem 94er Audi 80 B4 2.0 E keine reingeklebt.

Auch 1996 hatte er keine Plakette bei dem Audi A4 B5 1,8T.

 

Ich glaube der hasst auch Aufkleber am Auto. :)


25.10.2013 12:14    |    124er-Power

Tolles Auto, ich hoffe der E21 aus meinem Friedhofsblog wird wieder restauriert.


25.10.2013 12:22    |    chrissA4

G Kat war damals ja groß im kommen. Mitte der 80er wurde ja auch die ASU eingeführt und als Besitzer eines Katlosen Autos warst du der Umweltfrevler schlechthin. Mein Vater gab seinen E 12 in Zahlung für einen E30 324D, die wurden steuerlich begünstigt, und galten als ,,sauber'' ,ich glaub das war so 86-87.


25.10.2013 12:29    |    Ascender

Zugegebenermaßen hat sich die Luftqualität durch den Einsatz von Katalysatoren massiv verbessert. Ich weiß noch, dass ich teilweise als Kind relativ nah an den Auspüffen der Fahrzeuge vorbeikam, wenn ich eine Straße queren musste oder so (ich war da ja noch recht klein :) ).

 

Das roch leider nicht immer so gut, wie bei dem Motorrad eines ehemaligen Nachbarn. Da standen wir als Kinder immer dahinter, wenn er sein Bike warmlaufen ließ und haben daran geschnüffelt. :D

Ich glaube der hat da Zusätze in den Öleinfüllstutzen reingekippt.

 

Da hat sich schon viel getan.


25.10.2013 12:31    |    chrissA4

Und das ist auch gut so!


25.10.2013 12:35    |    chrissA4

Ich mochte allerdings als Kind schon den Geruch von verbleitem Benzin.

Oder in der Spedition meines Onkels, wenn die LKWs rein kamen, die standen am Wochenende ja noch in der Halle. Das roch so schön nach Diesel, Reifen und Autobahn...

Okay, ich drifte ab ;)


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