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27.03.2024 19:18    |    Trottel2011    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: 3 (B), D5, D5244T, D5244T10, Kombiinstrument, modification, Öwes, V70, V70 3, Volvo

Hallo Motor-Talker!

 

Vor einer Weile gab es eine Umfrage bzgl. der Farbe für meine Bremssättel im V70. Blau (Volvo Blau) wurde bestimmt und das wird irgendwann im Sommer angegangen werden. Aber vorher zieht die gleiche Farbe auch mal woanders ein: im Innenraum! Wobei es technisch schon im Innenraum zu finden ist *hust* am Lenkrad *hust* :D Und da heute mal wieder "Mod-Mittwoch" ist, gibts die nächste Änderung :)

 

Wer Volvo kennt, weiß, dass die Marke sehr sportliche Geschichte hat. Einst hatten die Fahrzeuge am dem 850 T5R mit dem Zusatz 'R' immer eine sportlicher Auslegung. Mit dem S70R/V70R wurde eine Farbe mehr und mehr zur wichtigen Basis: Laser Blau. Und Laser Blau wurde mehr und mehr zum Zeichen des R Modells. Im S60 I/V70 II R wurden blaue Tachoscheiben eingeführt und sollten von der Sportlichkeit Zeugen. Doch mit dem Ende des S60 I/V70 II wurde das R Modell eingestellt. Stattdessen führte man im Stile des 'S-Line' oder 'M-Pakets' eine Sportausstattung ein: R Design (ein Begriff, welches von vielem falschgeschrieben wird :D). Diese hatten dann andere Fahrwerke (meistens ca. 20 mm tiefer und in V70 Modellen Niveaumaten an der Hinterachse), andere Sitze und Designelemente, die eben an die alten R Modelle erinnern sollten, leider nur ohne Leistungssteigerungen. Es gibt somit 'R Modelle' mit 100 bis >300 ps - abhängig vom Modell und Plattform. Und ein wenig möchte ich Öwes in diese Richtung drücken.

 

Und darum gibt's heute etwas, dass es beim V70 R gab: blaue Tachoscheiben.

 

Diese stammen vom schwedischen 'Tuning Anbieter' Vparts. Tolle Sachen haben die übrigens :D Einzeln gibt es die Scheiben nämlich nicht. Da außerdem die Scheiben aus Aluminium bestehen, erklärt das zeitgleich die Beleuchtung von vorne ;) Gehen wir an die Montage!

 

Zu erst die Batterie abklemmen und das Lenkrad nach unten stellen und ganz rausziehen. Danach die Plastikkappe vor dem Kombiinstrument bzw. hinter dem Lenkrad abziehen, es reicht es nach vorne zu einem zu ziehen. Danach mit einem Torx 25 Schraubendreher die beiden unteren (unten links und rechts in den Ecken des Kombiinstruments) sowie die beiden oberen Schrauben entfernen und mit einem Falzbein oder einem kleinen Plastikspachtel zwischen Armaturenbrett und Kombiinstrument stecken das Kombiinstrument lösen. Nun kann man die Instrumente nach vorne (Richtung Lenkrad) rausziehen und den Stecker auf der Rückseite lösen. Kleiner Tipp: die oberen beiden Schrauben rausnehmen OHNE dass die untere Abdeckung rausgezogen wurde... Dann verschwinden die Schrauben nicht. Woher ich das weiß? :D Naja... Sagen wir das mal so, nachdem eine Schraube durchgefallen ist, habe ich das bemerkt...

 

Ist es ausgebaut, legen wir uns das Teil auf die Arbeitsfläche und lösen mit einem Kreuzschlitzschraubendreher die hintere mittige obere Schraube. Mit einem Falzbein dann vorsichtig die umliegenden Clips, die das Polycarbonat halten, lösen. Vorsichtig abnehmen. Achtung! Oben in der Mitte ist ein Kabel, den man sehr schlecht entfernen kann. Dieses ist für die Beleuchtung des Instruments erforderlich.

 

Jetzt gibt es die falsche Art und Weise die Scheiben zu tauschen und dann noch die Richtige. Die Falsche wird vom Anbieter bzw. Hersteller bei VParts gezeigt. Die Richtige ist viel einfacher und materialschonender... Aber fangen wir einfach mal an :D

 

Falsche Methode:

Die schwarzen Ringe in der Mitte des Instruments entfernen. Diese sind nur gesteckt und können relativ einfach mit einem Zug dran entfernt werden. Wichtig ist, dass man die Ringe dann um die Tachonadeln herum "fädelt". Die Tachoscheiben lassen sich dann einfach abziehen und wieder vorsichtig um die Nadeln herum bewegen.

 

Jetzt die neuen Scheiben vorsichtig auspacken und in die entsprechenden Halterungen einlegen, die Ringe montieren, das Plexiglasteil aufstecken, die Schraube eindrehen, den Stecker hinten einstecken, die Einheit wieder an seinem richtigen Ort stecken und alle Schrauben einstecken, die Verkleidung wieder verriegeln und das Lenkrad so einstellen, wie man es gerne hat. Und fertig! Blaue Tachoscheiben die man tags- als auch nachtsüber beim Fahren sehen können wird :)

 

Problem an dieser Methode - ganz egal welche Scheiben verbaut werden - ist, dass man die Kunststoffpins, die aus Polycarbonat bestehen, abbricht und die Beleuchtung der Rundinstrumente am Rand nicht mehr so gewährleistet ist.

 

Richtige Methode:

Oben in der Mitte des Kombiinstruments ist das Feld wo die Blinker und Warnleuchte aufleuchten. Dieser kleine weiße Plastikteil ist nur gesteckt. Vorsichtig entfernen und rausziehen. Danach die 2 Schrauben je Scheibe (kleiner Kreuzschlitz) entfernen und die Tachonadeln auf 12 Uhr stellen. Dann einfach nach oben des Tachos schieben. Zack, draussen. Fertig. Ende. Kein Fummeln.

 

Die neuen Scheiben werden dann - wenn original von Volvo - nur eingesetzt und wieder zusammengedrückt. Die je 2 Schrauben pro Seite einsetzen, die kleine Plastikeinheit zwischen den Scheiben einstecken und dann das Gehäuse wieder aufstecken. Schraube rein und FERTIG. Da ist nichts mit abbrechen und defekt usw. Wie ich darauf komme? Weiterlesen hilft! :D

 

Also, die falsche und richtige Methoden sind bekannt. Jetzt aber: woher komme ich darauf? Einfach, ich habe diese Arbeit ungefähr 3x gemacht... :D

 

Insgesamt habe ich jetzt 4 verschiedene Tachoscheiben gehabt und bin jetzt bei den Originalen R-Deisgn Tachoscheiben von Volvo gelandet:

 

- VParts (Zubehör)

Sehen schick aus und die Farbe knallt, aber sie sind glänzend und das ist tagsüber echt bescheiden. Selbst nachts spiegelt und reflektieren die Teile Licht und gerade als blendempfindlicher Mensch ist das doof. Die Passform für sowohl ältere Modelle (vor 2010) als auch spätere Modelle (ab 2010) bringt mit sich, dass unter den äußeren Ringen die Striche für Modelle ohne breiten Ring sichtbar werden. Ebenso blockieren sie allgemein eine seitliche Ausleuchtung der Skalierung am Rand der Anzeigen.

 

- Ebay Zubehör

Es sind Aluminiumteile aus gelasertem ca. 0,5mm dickem Blech, blaueloxiert und optisch nicht ganz so krass glänzend, sitzen aber nicht 100% perfekt und die kleinen Kunststoffringe in der Mitte sind dann nicht passend. Sie rutschen gut herum und stellten sich als Fehlkauf heraus, besonders weil sie auch etwas zu dick sind.

 

- Originale R-Design (von Volvo)

Waren am einfachsten einzubauen und sehen tatsächlich am besten aus. Die matte Oberfläche läßt ein Spiegeln nicht zu und die Passform ist natürlich am besten. Am Ende habe ich mir einen gebrauchten Tacho gekauft und erstmal geschaut ob der so im Auto funktioniert. Nein, muss kodiert werden. Aber da die Instrumente "modular" aufgebaut sind, kann man die Innereien einfacher austauschen. So wurden die Scheiben ausgetauscht und die richtige Methode des Tauschens "erlernt" :D

 

Jetzt hat Öwes schicke Instrumente, die auch nachts blau sind aber nicht blau leuchten. Also kein VW "Blue is Cool" Zeugs aus den spät 90ern und Golf IV sondern immer noch die grüne Hintergrundbeleuchtung, die ich bei Volvo sehr schätze aber mit einer blauen Front. Mir gefällts. Wobei ich noch nicht ausgeschlossen habe, dass ich irgendwann mal auf dein TFT Display wechsele, da diese von Volvo eigentlich nicht teuer sind und die Abwärtskompatibiltät zwar nicht von Volvoseite aus besteht aber durch Leute wie D5T5.com oder andere "Hacker" die Möglichkeiten geschaffen werden. Dazu müsste man eine Softwareänderung vornehmen sowie ein paar Leitungen legen und die Nutzung wäre auch "eingeschränkt" da nicht alle Funktionen des Kombiinstrumentes bei älteren Modellen nutzbar sind. Das ist was mich davon abhält - achso, und die Optik weil es nicht mehr grün leuchtet sondern weiß oder rot oder grün oder blau und je nach Modus usw. :D

 

 

Nächster Schritt? Innenraumaufwertungen... Welche genau? Keine Ahnung :D Bin noch nicht ganz entschlossen was passieren wird :) Öwes ist gekommen um zu bleiben und darum mache ich ihn mir "meins" :)


20.03.2024 05:38    |    Trottel2011    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 3 (B), D5, D5244T, D5244T10, öwes, Quickie, Quickie Artikel, V70, V70 3, Volvo

Hallo Motor-Talker!

 

Heute ist Mod-Mittwoch! Also gibts was neues... :) Zwar nur in "Quickie Form" aber haben ist besser als brauchen ;)

 

Haben Autos Ohren? Nachdem der Micra meiner besseren Hälfte "Shrek Ohren" hat (kleine Spiegel an runden Stielen die seitlich aus dem Auto ragen), bin ich der Überzeugung: JA, Autos haben Ohren und das sind dann die Außenspiegel :D

 

Öwes hat aktuell relativ bescheidene Spiegelkappen in weiß. Steinschläge sowie ein vor einer Weile stattgefundener Spiegelkontakt mit einem anderen Fahrzeug zeigen so langsam, dass Öwes traurige Öhrchen hat. Und die kommen neu. Wie aus dem Titel zu erkennen entsteht ein Panda :D Ich hatte mit der Idee von blauen Kappen gespielt, wie einst bei den Bremssätteln beschlossen... Aber... Irgendwie würde das nicht richtig ausschauen, weshalb ich mich dann umentschieden habe: Zubehörkappen in Schwarz Glänzend, wie bei den Felgen und den Türsäulenverkleidungen. :)

 

Der Umbau/Austausch ist super flott erledigt: alte Kappe mit einem Falzbein abhebeln, neue Kappe aufstecken und festdrücken. Wobei ich dann noch das Innenleben des Spiegels noch etwas angeschaut und gereinigt habe (etwaige Schäden geprüft und gefunden, scheinbar wurden die Blinker - wie üblich - irgendwann locker nachdem man das Leuchtmittel ersetzte. Dabei briicht meistens die kleine Klammer innen drin ab und das Ergebnis ein Klappern... Yay!).

 

Und nun? Mir sagten die silbernen Blinker nicht zu. Es wirkte irgendwie unfertig und ich konnte mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, neue Spiegelkappen zu haben aber gammelige Spiegeleier in Plastikgehäusen. Bei weiss sehen die silbernen Blinker noch gut aus aber bei Schwarz? Nope!

 

Also mal eben flott die Schwarzen aus dem Zubehör genommen, gelbleuchtende aber verchromte Glühlampen beschafft und verbaut. Much better! :D So langsam kommt auch das Äußere dahin, wo ich es haben will. Und damit ist Öwes zu einem großen "Panda" geworden :D

 

Bei meinen Autos bin ich eigentlich ein Fan von Kontrasten. FU hatte schwarze Spiegelkappen und schwarze Türgriffe. Lusysan (Spider) war komplett schwarz, da war die Farbe die Grundlage, der 500er bekam Chromkappen von Fiat und Rusty hatte schwarze Spiegelkappen. Selbst mein C30 hatte einst Java Braune Spiegelkappen, passend zum Java Braunen Bodykit (original ab Werk!). Ein Kontrast sieht immer gut aus, wenn es korrekt gemacht wird. Es gibt da auch die Möglichkeit eben eine Farbe wie Weiß, Schwarz oder Grau mit einem grellen Farbton noch zu kontrastieren, aber das hängt oftmals vom Rest des Autos ab.

 


13.03.2024 13:00    |    Trottel2011    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: 3 (B), Achsvermessung, D5, D5244T, D5244T10, öwes, P3, Querlenker, S60, S80, V60, V70, Volvo, Vorderachse, XC60

Hallo Motor-Talker!

 

„Please Mind The Gap“ steht überall bei der New Yorker und Londoner U-Bahn und das soll ja heißen, dass man beim Einstieg auf die Lücke zwischen Wagen und Bahnsteig achten möchte. Aber Gaps gibt es überall... ;) Auch bei Öwes. Und so kommen wir zu einem "unnötigen Teil" der Kombi Kur und jetzt auch Kombi-Mods :D Naja, für einige unnötig, ich möchte es aber machen :D

 

Seit Kauf damals hat mich die Höhe von Öwes gestört. Er wirkte hochbeinig, als ob er weiter offroad fahren könnte als heutige SUV es könnten (noch mehr Seitenhiebe werde ich nicht austeilen :D). Mit den 18"ern hat sich das Ganze nochmals verstärkt. Besonders weil man gefühlt unter dem Auto durchrobben könnte. Also werden wir den Gap reduzieren und damit Öwes auf eine niedrigere Fahrzeughöhe absenken...

 

Für mich ist ein Volvo, wenn es tiefergelegt wurde, der bessere Volvo - Irgendwie sehen sie in einer tieferen Fahrwerksposition einfach "stimmiger" aus. Wie ein alter Cadillac, der so weit tiefergelegt wurde, dass das Cadillac Emblem der hinteren Radkappen auf Höhe der Fenderskirts sitzt. Es wirkt einfach besser und insgesamt passt es einfach. Es gibt nicht viele Autos, wo ich das so sagen würde. Ein Jaguar sieht schnell unstimmig aus damit. Mein Spider war mir manchmal sogar etwas zu tief. Die perfekte Höhe hatte mein C30 vor langer Zeit damals. Ein tolles meinungsspaltendes Auto! Trauere ich immer noch hinterher... :(

 

Zeitgleich machen wir noch ein paar Kleinigkeiten mit. Warum? Warum nicht? Naja, eigentlich weil fast alles am Fahrwerk doch schon alle ~150-160tkm schon angefasst werden sollte und ich schon diverse Geräusche entnommen habe. Also gehen wir hier einfach vollends in die Tiefe. Letztenendes bietet es sich gerade JETZT dafür an, gerade wenn man Stoßdämpfer und Federbeine draußen hat.

 

Also, was benötigen wir? Die richtigen Federn. Also mussten die Wunschfedern bestellt werden. Diese sind von Eibach und werden Öwes ca. 30 mm näher zum Boden bringen. Ebenso tauschen wir die Dämpfer aus (wenn schon, dann richtig), nehmen dazu gute in Richtung OEM aus dem Zubehör, neue Domlager und Gummiteile. Ich will kein Poltern, Rumpeln oder allgemein ein Geräusch von irgendwas Lockerem, deshalb ist die Liste lang... Also hier ein paar Teilenummern:

 

Federn: Eibach Pro-Kit

Satz: E10-84-012-01-22.2 (Gutachten ausgedruckt)

 

Stoßdämpfer: KYB/Kayaba Excel-G

Vorne Links: 339719

Vorne Rechts: 339718

Hinten: 349122 (hier gibt es verschiedene Versionen, mein 2010er hat die 22 am Ende)

 

Federbeinstützlager: Lemförder

Vorne: 37767 01 (Satz pro Seite)

Hinten: 31765 01 (pro Seite)

 

Federtellerauflagen: Volvo Original

Vorne Oben: 31317210

Vorne Unten: 31317211

Hinten Oben: 30748807

Hinten Unten: 30714527

Hinten Oben: 31406762 (Federaufnahme)

Alternativ statt 31406762: 31681879 (manchmal besser das Teil komplett zu tauschen)

 

Querlenker:

Vorne Links: SKF VKDS 324009 B

Vorne Rechts: SKF VKDS 324008 B

Hinten Links und Rechts oben/hinten: SKF VKDS 426007

Hinten Links und Rechts vorne: SKF VKDS 424008

Hinten Links und Rechts unten (Federträger): Volvo 31317602

 

Schrauben:

Schraube Domlager Hinterachse an Karosserie: 4x Volvo 30624207

Schaube Stoßdämpfer an Längslenker Hinterachse: 2x Volvo 30624310

Schraube Längslenker an Querlenker: 2x Volvo 30622728

Klemmschraube Achsschemel Vorderachse: 2x Volvo 999251

Sturzschraube Hinterachse: 2x Volvo 30741284

Sturzschraubenunterlegscheibe Hinterachse: 2x Volvo 30776060

Sturzschraubenmutter (M12): 2x Volvo 987885

Flanschschraube Querlenkerlagerung Hinterachse: 8x Volvo 999259

Flanschschraube Querlenkerlager Vorderachse: 6x Volvo 987605

Mutter Querlenkerlager Vorderachse (M14): 4x Volvo 985932

Schraube Domlager an Karosserie vorne (M8): 6x Volvo 30741286

 

Sonstige Teile:

Staubschutzmanschetten Vorne: 1x Satz Meyle 714 640 0011

Anschlagpuffer Hinterachse: 2x Volvo 31277310

Werkzeug:

Mittelfeste Schraubensicherung

Stoßdämpfer Werkzeug: KS Tools 150.9435 (für hintere Stoßdämpferaufnahmen)

Federspanner für McPherson Federbeine

Bremsenreiniger

Drehmomentschlüssel: 10-50 nm

Drehmomentschlüssel: 50-200 nm

Knarrenkasten (diverse Größen)

Gekröpfte Ringschlüssel (diverse Größen)

 

Diverse Schrauben haben ich hier direkt neugekauft, weil:

1. Einige Schrauben Dehnschrauben und zur Einmalnutzung zulässig sind.

2. Wenn man alte gammelige Schrauben bei Neuteilen verwendet, bleiben sie gammelig und beeinflussen evtl. weitere Arbeiten.

 

Ich lege heute hinten los. Da sind die Erfolge irgendwie schneller drin :D Also, Öwes aufbocken und Achsständer unter den Hilfsrahmen stellen. Hierbei auf die höchstmögliche aber sichere Position achten. Danach die Räder abnehmen. Ob wir die Parkbremse tatsächlich anziehen oder nicht ist egal. Die Kiste ist vorne mit P verriegelt. Keile kommen noch unter die Räder als Schutz und die Felgen unter die Schweller. Damit ist Öwes schon mal gesichert.

 

Als nächstes schauen wir uns die tolle Konstruktion dieser Hinterachse an. Auch heute, 2024, ist die EUCD Plattform von Ford was Fahrdynamik angeht meiner Meinung nach ungeschlagen in ihrer Klasse. Wie die C1 Plattform in der kompaktklasse… Ich schweife ab :D Also, wir haben eine Hinterachse aus einer Längsschwinge/-lenker, einem Federträger/Querlenker und 2 Querlenkerarme (einer vorne aus gestanztem Blech, einer hinten aus Schmiedestahl). Diese Kombination aus 4 Radlenkern machen die Kiste so fahraktiv und spaßig. Also zerlegen wir es :D

 

Zu erst den Dämpfer rausnehmen. Dieser ist oben mit 2 Schrauben (10 mm) an der Karosserie befestigt und unten mit einer Schraube (18 mm) am Längslenker. Ist dieses gelöst, entfernen wir noch die anderen Schrauben der kleinen Querlenker ( 4x 15 mm). Damit sind die Teile schon mal raus. Achtung! Auf die Orientierung der Bauteile achten. Lösen wir noch die Mutter der Stabikoppelstange auf beiden Seiten, können wir schon mal hier etwas weiter machen.

 

Mit dem hydraulischen Wagenheber nun die Schwinge und den Querlenker/Federträger leicht anheben, danach die untere Schraube lösen und die Teile fallen förmlich auseinander. Die Hinterachsfedern sind nicht wie bei einem McPherson Federbein „vorgespannt“ verbaut sondern sitzen recht lose im Halter. Ist die Feder raus, entfernen wir noch den Gummiring im Federteller und lösen die Exzenterschraube des Querlenkers auch noch. Wenn neu, dann richtig neu! Dann ist auch der Federträger demontiert.

 

Somit ist nur noch der Längslenker am Auto dran. Hier lassen wir alles, wie es ist, da die Buchsen an den Längslenkern noch gut sind, will ich sie nicht tauschen – ungewöhnlich für mich aber der Aufwand ist groß! Das, was wir hier schon gemacht haben, wiederholen wir auf der anderen Seite. Recht einfach und schnell gemacht.

 

Jetzt können wir uns an den Zusammenbau machen. Fangen wir einfach mit dem an, was hier wichtig ist: den Stoßdämpfer. Den Alten zerlegen wir. Wir benötigen das „Tauchrohr“. Dieses ist komischerweise nie bei den Dämpfern aus dem Zubehör dabei. Nur das Original kommt damit. Wahrscheinlich bei Ford Teilen ebenfalls. Egalo Karlo. Machen wir weiter. Also, „Domlager“ des Dämpfers demontiert, dazu die Zentralmutter entfernen. Danach können wir alles abziehen und stecken das Rohr auf den neuen Dämpfer, zusammen mit dem Abstandstück. Zu guter Letzt greifen wir uns ein Stoßdämpferlager und ziehen die Mutter auf 25 nm an. Das machen wir 2 Mal (sind ja 2 Stück ). Die alten Dämpfer kommen zusammen mit den alten Lagern in die Entsorgung.

 

Weiter geht es mit den unteren Querlenkern. Wir bauen die neuen Querlenker/Federträger ein, setzen aber vorher noch den Gummiring unten ein. Nun gehen wir an den „Federteller“ der oben auf der Feder sitzt. Dieser besteht aus ein paar Bauteilen:

 

- Gummiplatte

- Gummiring

- Metallträger

- Puffer

 

Das stecken wir alles nach der Logik zusammen (Platte auf Träger, Ring auf Träger, Puffer in die Öffnung) und können uns dann an den weitergehenden Zusammenbau fokussieren.

Bauen wir alles wieder zusammen. Wir zücken die neuen Schrauben aus dem Fundus raus, und hängen als erstes den Federträger wieder mit der Exzenterschraube in den Hilfsträger – auf Durchsteckrichtung achten! Die Achslenker bringen wir auch wieder in Position und schrauben die nicht fest aber zumindest so, dass die Schraube sitzt. Drehmomente setzen wir später.

 

Wichtig ist, dass Volvo bei FAST allen Schrauben mit festgeschweißten Muttern arbeitet. Es gibt aber Fälle wo die Mutter abbricht bzw. die Schraube abreisst. Auch dafür gibt es entsprechende Kits. Lässt man aber alles gut einweichen – ich nutze dazu immer gerne Güsol (keine Werbung! Nur Erfahrungswerte!) – reißt selten was ab. Das ging auch mit 25 Jahre alte für Abriss bekannte Schrauben an der Iron Lady schon gut :D

 

Nächster Schritt ist es, die Feder samt Federteller korrekt ausgerichtet in den Federträger zu stecken und diesen dann mit Hilfe des Wagenhebers soweit hochzudrücken, dass die Feder sitzt und wir die Verbindungsschraube zwischen Längslenker und Federaufnahme/Querlenker einschrauben können. Auch hier, rein bis Anschlag aber nicht festziehen, wir wollen keine Buchsen zerstören.

 

Im Nächsten Schritt können wir den Stoßdämpfer einbauen. Hier wird unten mit einer fetten 18 mm Schraube durch die Buchse des Querlenkers der Dämpfer mit dem Längslenker verbunden. Oben die beiden Schrauben. Diese können wir schon fest anziehen – da keine Bewegungen möglich sind. „Fest“ heißt hier 30 nm Wieder ziehen wir die große Schraube nur „leicht“ an, damit sie nicht zu fest ist.

 

Haben wir nun alles zusammengebaut können wir mit einem Wagenheber (wenn auf der Bühne einfach einen Heber) den Wagen von den Achsständern nehmen und die Ständer unterhalb der Querlenkerverbindungsschraube stellen und das Auto darauf wieder ablassen. Wenn beide Seiten so stehen, können wir die korrekten Anzugsmomente für die Hinterachse einstellen. Diese lauten:

 

Hinterer Querlenker an Hilfsrahmen: 130 nm

Hinterer Querlenker an Längslenker: 130 nm

Vorderer Querlenker an Hilfsrahmen: 130 nm

Vorderer Querlenker an Längslenker: 130 nm

Federträger an Hilfsrahmen (Sturzschraube): 90 nm

Federträger an Längslenker: 110 nm

Stoßdämpfer an Karosserie: 30 nm

Stoßdämpfer an Stoßdämpferlager: 25 nm

Stoßdämpfer an Längslenker: 175 nm

Stabikoppelstange an Längslenker: 55 nm

Stabikoppelstange an Stabilisator: 55 nm

 

Sauber! Wir haben die Buchsen in ihrer endgültigen Position angezogen. Damit wird sich da nichts ausreißen. Wäre gerade bei neuen Fahrwerksteilen doof wenn es passieren würde. Räder nun wieder aufstecken und festziehen – mein innerer Monk meinte noch die Nabendeckel akkurat auszurichten – und dann ist die Hinterachse fertig – abgesehen von der: Achsvermessung.

 

Wandern wir nach vorne… Wieder bocken wir Öwes auf (diesmal so, dass wir an alle Schrauben der Vorderachse rankommen können – ein paar haben Muttern die wir erreichen können müssen) und nehmen die Vorderräder ab und lösen die Schrauben der Antriebswellen schon mal prophylaktisch. Manchmal kann es einfacher sein die Antriebswellen zu lösen oder gar ganz rauszuziehen. Hier bin ich der Überzeugung, dass wir erstmal lösen. Die Schrauben müssen wir definitiv ersetzen aber die kosten auch nur „ein paar Euro“ :D

 

Sind die Räder ab, nehmen wir die Stabikoppelstangen vom Federbein ab (16 mm Nuss), lösen alle Gelenke, die wir finden können (Traggelenk 22 mm sowie Spurstangenkopf 21 mm) und nehmen zusätzlich noch die Klemmschraube am Achsschenkel (ich meine 15 mm) raus. Warum? Weil wir das Federbein rausziehen können müssen. Die Schraube kann ordentlich festsitzen, weshalb es sich empfehlen kann, diese ordentlich mit Rostlöser zu besprühen, damit sie sich lösen lassen. Wenn es nicht sofort geht, einfach einwirken lassen, wir wandern dann einfach weiter zum Querlenker.

 

Da ich eine Fahrwerksrevision mache und mir die Traggelenke nicht gefallen (ich habe auch seit ein paar Tagen noch ein Klopfen bei leichten Schlägen) tausche ich einfach alles aus… Alles ist einfacher dann. Die Querlenker sind auf beiden Seiten gleich befestigt:

 

- Vorne eine Schraube mit angeschweißter Mutter im Hilfsrahmen

- Hinten 2 Schrauben mit Muttern, die die Stabilisatorenlager halten

 

Diese Schrauben müssen nach Aussage von Volvo alle neu, besonders die Vordere, da sie mit Drehmoment und danach 45° angezogen werden. Somit eine leichte Dehnung bekommen.

 

Also, Traggelenk ist schon aus dem Achsschenkel raus. Wenn es nicht einfach geht: man nehme ein Ausdrücker oder wie in meinem Falle eine Montagegabel 8am besten mit 23 mm Gabelabstand) – schließlich wird der Querlenker so nicht mehr benötigt (naja, zumindest soweit erkennbar, wir machen den aber später mal wieder fit und verkaufen es als überholt oder legen sie ins "Lager", irgendwann sind sie wieder fällig). Danach die vordere Schraube mit dem Gelenksteckgriff lösen (Hebel ist wichtig :D) und die gänzlich lösen. Danach die beiden hinteren Schrauben mit Muttern lösen und der Querlenker kann raus. Schwer sind die Teile nicht – zum Glück. Also, rausziehen, vorsichtig den neuen Querlenker aus der Verpackung nehmen und in die Öffnungen stecken und alles mit den korrekten Schrauben festziehen. Hier müssen wir zum Glück nicht auf die eine korrekte Vorspannung wie hinten achten, da die Schrauben und Buchsen nur in einer Position passen und in dieser nur festgemacht werden können – es lebe der McPherson Federbein! :D Die vorderste Schraube wird mit 140 nm + 45° angezogen. Die hinteren Schrauben jeweils mit 175 nm (21 mm Ringschlüssel und 18 mm Nuss).

 

Als nächstes können wir die Federbeine einsetzen. Diese bauen wir schon mal im Keller zusammen :D Heißt: Federbein nehmen, unten auf der Federablage die Gummiauflage aufsetzen und die Nippel durch das Loch ziehen ;) Danach können wir die Federn auf das Federbein setzen, auf der Spitze der Feder kommt noch der obere Gummiring, der zwischen Federbeinstützlager und Feder sitzt und wir setzen das Stützlager drauf. Nun noch das Befestigungsblech zur Montage an die Karosserie und – ätsch! Das geht nicht. Wir brauchen unbedingt Federspanner. Hier nutze ich gerne einen geliehenen Spanner. Also Feder spannen, nicht zu viel, wieder an die richtige Position bringen und dann die Bauteile ausrichten. Wichtig ist, dass der Durchschlagpuffer sowie der Staubschutz für den Stoßdämpfer eingesetzt werden sowie noch die korrekte Ausrichtung des Lagers zusammen mit Stoßdämpfer und Domlager. Das Stützlager hat eine Nase, eine kleine „Ausbuchtung“ und das Domlager eine Bohrung genau auf der flachen Seite, welches später im Auto nach Innen zeigen wird. Auf dem Federbein selbst ist ebenfalls eine flache/gerade Stelle, welches auch mit dem Oberteil auszurichten ist. Sitzen alle Teile nicht korrekt zueinander, sind die Kräfte, die auch das Lager (aus Plastik) aufnehmen muss, deutlich größer und damit wird das Lager nicht wirklich lange überleben. Also, ausgerichtet und die obere Mutter mit 30 nm angezogen, schieben wir die Teile mal eben wieder dahin, wo die anderen Teile herkamen :D

 

Von unten nach oben zum Federbeindom schieben und oben mit einer Schraube schon mal einhängen. Nicht festziehen, sondern nur einhängen. Und jetzt wird’s bescheiden. Da wir etwas „kluch“ waren, haben wir den unteren Querlenker nicht in den Achsschenkel gesteckt, sondern es etwas lockerer herumhängen lassen. Damit haben wir mehr Möglichkeiten das Federbein in den Schenkel zu bekommen, ohne es zu Tode zu prügeln und beschimpfen. Damit wir nun das Federbein aus dem Achsschenkel entnehmen können, nehme ich einen Spreizer, den ich vorsichtig ansetze und verwende. Schließlich ist der Schenkel gegossen und damit etwas „spröde“. Der Spreizer hilft dabei den Druck vom Federbein zu nehmen und damit rutscht das Federbein einfacher raus/rein, bis die kleine „Nase“ an der Rückseite genau in die Öffnung bzw. der Spreizung des Schenkels sitzt. Ist es erreicht, kann man den Spreizer entfernen und Schraube (mit etwas Loctite) eindrehen und auf 110 nm anziehen. Kann sein, dass es einfacher ist, wenn alle 3 Schrauben oben am Federbeinstützteller eingedreht und auf 30 nm angezogen wurden.

 

Danach bringen wir den Querlenker wieder ins Spiel. Diesen dann in die untere Öffnung am Achsschenkel stecken – hier ist eine Brechstange oftmals die beste Methode um ausreichend Bewegung reinzubringen – besonders weil die Querlenkerbuchsen neu sind. Das Traggelenk nun soweit anziehen, bis 100 nm erreicht wurden. Kleiner Tipp von mir: mit der runden Buchse vorne anfangen und danach die hinteren Schrauben erst einsetzen. So richtet sich das Teil besser aus. Außerdem so versuchen zu arbeiten, dass das Federbein inkl. Achsschenkel so stehen, dass das Traggelenk hinter dem Federbein sitzt. Danach flutscht es einfacher rein… Anders herum braucht man Geduld und Nerven. Fragt nicht, woher ich das weiß :rolleyes:

 

Der Spurstangenkopf für die Lenkung muss noch in das entsprechende Gegenloch des Achsschenkels gesteckt und mit 80 nm angezogen werden. Wir sind auf der Zielgeraden! :D Die Stabikoppelstange wieder befestigen, dabei aber beachten, dass wir mit 55 nm die Koppelstange am Federbein und mit 75 nm am Stabilsator selbst anziehen.

 

Eine Sache muss noch angezogen werden: die Antriebswelle(n). Wir haben die Schraube gelöst und diese Schrauben nur zur Einmalnutzung gedacht sind, erneuern wir diese. Also, alte Schraube rausdrehen und rausdrehen und rausdrehen und… irgendwann ist sie raus und wir können die neuen Schrauben, öhm, ja, einschrauben :D Anziehen ist nicht so einfach möglich. Besonders weil wir am besten noch ein Gegenhalten benötigen. Das Gegenhalten ist z.B. durch die Vorderräder mit angezogener Parkbremse (oder eingelegtem P) erst dann möglich, wenn alle Räder auf dem Boden stehen. Also, Nabendeckel der Felgen entfernen, Felgen wieder montieren und Öwes wieder auf seine Räder setzen. Natürlich hierbei die Radschrauben korrekt anziehen (140 nm). Nun die Schraube für die Antriebswelle anziehen. Hier sind es 35 nm und danach 90°. Hier macht sich die „Breaker Bar“ echt bezahlt :D

 

Okay, alles ist fest, auf 4 Räder steht Öwes auch schon wieder. Wir brauchen jetzt aber dringend eine Achsvermessung, da Öwes ca. 30 mm tiefer ist, sollte das nicht zu spät sein, da sonst irgendwann die Reifen im Popo sind und das wollen wir nicht! Waren teuer genug! :D Einmal noch kurz die Drehmomente für die Vorderachse mal in einer Übersicht (es war recht schwer sich alle Daten zu besorgen, da man sie aus X-verschiedene Tabellen entnehmen muss):

 

Querlenker Vorne an Hilfsrahmen "2 Schrauben mit Muttern": 175nm

Querlenker Vorne an Hilfsrahmen "1 Schraube ohne Mutter": 140 nm + 45°

Traggelenk an Achsschemel: 100 nm

Domlager an Karosserie: 30 nm

Stoßdämpfer an Domlager: 30 nm

Stabikoppelstange an Stoßdämpfer: 55 nm

Stabikoppelstange an Stabilisator: 70 nm

Klemmschraube Achsschenkel an Stoßdämpfer: 110 nm

Antriebswelle vorne: 35 nm und 90°

Spurstangenkopf an Lenkhebel: 80 nm

 

Und damit ist alles erledigt, was wir erledigen können. Nach der Achsvermessung ist Öwes endlich auf einer Höhe, wo man tatsächlich mit leben kann :D Er ist nicht zu tief aber auch nicht zu hoch. Er ist nicht zu hart aber auch nicht zu weich. Kurven sind stabiler (nicht mehr wie eine Yacht sondern wie ein Jetski) nehmbar. Ein wenig mehr Sturz an der Hinterachse erzeugt mehr Grip in Kurven, bin aber nicht ganz ein Fan davon. Vielleicht besorge ich zugelassene anpassbare obere Querlenker für hinten. Ansonsten ist das Fahrwerk (bis auf eine Buchse je Seite hinten) komplett neu. Alle Traggelenke sind neu. Alles was irgendwie Geräusche erzeugen könnte ist gewechselt.

 

Jetzt ist die größe Frage: wie lange dauert es bis die „problemhaften“ großen Buchen der Längslenker der Hinterachse quietschen. Aber selbst das ist flott und günstig erledigt :) Zumindest in der Theorie. In der Praxis könnte das wieder ganz anders ausschauen.

 

 

Die nächsten Umbauten stehen auch schon bereit. Mal schauen wann ich die angehe. Sind nur noch Kleinigkeiten, da die größten Punkte (Fahrwerk, Bremse, usw.) schon erledigt wurde. Ich denke mal spätestens hier im Blog werdet ihr die Änderungen finden :)


09.03.2024 19:54    |    Trottel2011    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 3 (B), D5, D5244T, D5244T10, facelift, P3, Quickie Artikel, V70, Volvo

Hallo Motor-Talker!

 

Ein Mod folgt nach dem nächsten - wer hätte gedacht, dass Volvo sowas bieten könnte :D Just kidding! Hier geht's heute in diesem "Quickie" um die Rückleuchten. Bei Volvo seit dem 850 in den 90ern (Ausnahme der 1. V40) haben allgemein Fahrzeuge mit Heckklappe vertikale Rückleuchten die meistens bis an die Scheibenoberkante reichen. Egal ob Kombi, SUV oder Kompaktwagen. Und so hat auch Öwes als Kombi der 2010er ebenfalls Rückleuchten, jedoch in 2 Teilen... Ein Unten/Außen Teil und ein Oben/Innen Teil.

 

Im Normalfall (Lieferung ab 2008 bis zum 2. Facelift irgendwann 2011 oder so) leuchten hinten mit Licht an nur die unteren, äußeren Lampeneinheiten. Die Leuchten die sich an der Heckklappe befinden sind dann reine Bremsleuchten. Mit dem Facelift Nummer 2. hat man die Aufteilung (und das Design) geändert und die Rückleuchten haben eine lange Leuchtgrafik. Die oberen Leuchtenteile haben dann nicht nur die Funktion der Bremsleuchte, sondern auch die der Rückleuchten. Und genau das, wollen wir heute erreichen und 'immitieren'.

 

Da die Rückleuchten - bis auf Blinker und Rückfahrscheinwerfer - komplett LED sind, können wir nicht einfach mal ein Kabel legen. Müssen wir auch gar nicht, weil findige Tüftler ein Modul entwickelt haben, was als "Piggyback-" bzw. "Zwischenstecklösung" eingebaut wird. Und das machen wir jetzt! Wenn wir nur ein Kabel ziehen würden, dann gingen die Leuchten nicht mehr korrekt...

 

Vorweg: dieses Modul ist in vielen Shops verfügbar. Kosten liegen um die 25 bis 30 EUR. Ich habe es von meinem Volvo Ersatzteilehändler des Vertrauens besorgt. Der Einbau ist recht simpel, wir müssen ja auch nur 2 Kabel anschließen. Dazu nehmen wir die Kunststoffverkleidung an der Decke im Kofferraum ab. Dazu benötigt man nur minimal Werkzeug. Ein Schlitzschraubendreher, eine 8 mm Nuss mit Ratsche und ein Falzbein (wobei man auch ohne klar kommt). Zusätzlich empfiehlt sich ein kleiner Seitenschneider für die paar Kabelbinder, die wir anbringen müssen.

 

Also, Deckenleuchte rausnehmen (Schlitzschraubendreher) und den Stecker dessen lösen, darunter die 8 mm Schraube rausdrehen. Nachdem das erledigt ist, mit einem Falzbein die Klips unter dem Plastik lösen. Vorsichtig! Plastik kann schnell brüchig und spröde werden. Hier wurde kein "High End Kunststoff" verbaut sondern "High Cost Efficiency Cheapo Plastik". Darunter kommt ein Stecker zum Vorschein. Dieser Stecker steuert die gesamte rückwärtige Beleuchtung. Den Stecker nun aus seiner Halterung entnehmen.

 

In diesem Stecker müssen 2 Pins gefunden werden: 3 (grau/braun) und 9 (lila/gelb).

 

In 3 kommt das schwarze Kabel rein. Es ist so gestaltet, dass man es einfach in die Öffnung des Steckers (weibliche Seite) eingesetzt werden kann und dort verriegelt wird. Das Rote wird nun in 9 ebenfalls reingesteckt. Damit beide Zusatzpins nicht rausrutschen, sind beide mit jeweils einen eigenen Kabelbinder mit dem "Piggyback-Kabel" zu verbinden und zu sichern. Nun noch das kleine Modul mit einem Kabelbinder an dem Kabelstrang noch fixieren und die Montage ist fertig. Nicht vergessen die Kofferraumdichtung wieder über die Verkleidung zu ziehen, da sonst Wassereinbruch droht! :)

 

Alles wird wieder zusammengebaut und die Funktion kann gleich sofort getestet werden! :D Super schnell getestet: Licht auf "Standlicht" und es ist vollbracht. Noch kurz testen, dass die Bremsleuchten wieder schön funktionieren und: passt! Sehr gut :) Jetzt sieht Öwes im Dunkeln etwas jünger aus und mehr nach Volvo :D

 


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Mein Blog hat am 08.10.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Man Behind The Scenes, the

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Best of Britain

Volvo

 

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Current Vehicle:

The Daily Driver:

Öwes

Hersteller: Volvo Cars

Auto: V70 (Typ B/III)

Motor: R5, D5244T10 (2.4l R5, 205 BHP)

 

Former Vehicles:

The Depressing Daily Driver:

Mister FU

Hersteller: Stellantis (Fiat)

Auto: Tipo (Typ 356)

Motor: R3 Firefly (1.0l, 100 BHP)

 

The Former Daily Driver:

Lusysan

Hersteller: FCA (by Mazda)

Auto: 124 Spider (Typ 348 bzw. NF)

Motor: R4 Multiair (1.4l R4, 140 BHP)

 

The Former Crown Juwel:

Die Iron Lady

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ-S (XJ27)

Modelljahr: 1989.5

Motor: V12 (5.3l V12, 295 BHP)

 

A Former Daily Driver:

Toni

Hersteller: FCA (Fiat)

Auto: 500 (312) "Lounge"

Modelljahr: 2018

Motor: R4 (1.2l R4, 69 BHP)

 

Another Former Daily Driver:

Rusty Jag

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ8 Executive (X308)

Modelljahr: 1997

Motor: V8 (3.2l V8, 237 BHP)

 

Yet Another Former Daily Driver:

The Jaguar Formerly Known As "Jag"

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ6 SPORT (X300)

Modelljahr: 1995

Motor: R6 (3.2l R6, 211 BHP)

XJ-S in Teilen und Modellen

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