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07.07.2021 13:02    |    Trottel2011    |    Kommentare (166)    |   Stichworte: bev, elektroauto, id, id.4, let's drive, volkswagen, vw, zukunft

Macht Volkswagen aktuell alles richtig mit der ID.x Reihe?

Hallo Motor-Talker!

 

Volkswagen ID.4 Vorne RechtsVolkswagen ID.4 Vorne RechtsEine kleine Premiere in diesem Blog: ein Elektroauto! Ja, tatsächlich fahre ich mal ein Elektroauto und ich war bei Abholung sehr gespannt. Ein großes Dank gilt dem leihenden Autohaus für die Möglichkeit.

 

Wie immer ist die Vorabfrage: was haben wir hier? Ein neuer Volkswagen ID.4 - die wohl neuste Art bei VW Autos zu benennen. Wobei, Up! Bisher eine der kürzesten Namen sein dürfte.

 

Der ID.4 soll die boomende Klasse der SUVs mit dem aktuellen Trend (welches aber kein Trend bleiben sondern Mainstream werden wird) der Elektromobilität vereinen soll. Nicht ohne Grund kommen mehr und mehr Fahrzeuge dieser eSUV Klasse auf dem Markt. E-Mobilität ist en vogue und SUVs noch immer. Da ist die Entscheidung seitens der VW Führung auf ein eSUV zu setzen komplett verständlich. Das zeugt sich aktuell bestens in den Zulassubgszahlen und ebenso auf der Strasse. Während es früher die Model S und Zoe sowie Leaf waren, die man häufiger fahren sah, sind es jetzt fast ausschließlich ID.3 und ID.4. Der in Bremen gebaute Merceded Benz EQC ist trotz längerer Verkaufszeit kaum auf der Strasse anzutreffen - in meiner Region. Eher sehe ich X Klasse und wieder einige Vaneos!

 

Volkswagen ID.4 Seite LinksVolkswagen ID.4 Seite LinksGehen wir hier mal komplett offen und ohne Vorurteile ran. Schliesslich ist das die Zukunft. Benzin im Blut oder Strom in der Steckdose...

 

Fangen wir beim Aussehen an. Optisch ein klarer Fall von 'gefällig'. Man sieht die ID Familie sofort in der Front. Aber im selben Schwung sieht man einfach, dass es ein VW ist. Über die Jahre hat man sich an die Ootik von VWs gewöhnt und der ID.4 fällt wenig aus der Reihe. Die Front ist in sich zusammen betrachtet stimmig. Der mangelnde Kühlergrill, der sonst auf jedem Verbrenner der Marke zu finden ist, fehlt. Aber es fehlt nicht wie beim Passat 35i, wo es einfach falsch ausschaut. Es sieht dennoch gut aus. Nur die Öffnung unten stellt eine Pforte zu einer Höhle dar. Da hätte man es irgendwie anders lösen können. Das Licht vorne und hinten wirkt gefällig. Die Lightbars, wie heute üblich, sind nicht ganz meins. Aber das ist eine persönliche Sache.

 

Insgesamt aber ist der ID.4 optisch gefälliger als der ID.3. und gefälliger als Vergleichsfahrzeuge der Klasse (EQC und äh lich). Soll aber nicht heissen, dass ich ihn hübsch finde. Es ist halt typisch VW. Weder super schick noch übertrieben bieder. Mainstream.

 

Volkswagen ID.4 Sicht durch FahrertürVolkswagen ID.4 Sicht durch FahrertürDie 21" Felgen sehen zeitgleich modern als auch aerodynamisch aus. Die breiten 255er Reifen hinten sind sicherlich notwendig, wenn man den Wagen ordentlich fordert. Was aber irritiert: warum wechselt man hinten von der Bremsscheibe - die sich bewährt hat - zur alten Trommel zurück? Bei einem Kleinwagen a la Fiat 500, Micra und Konsorten, absolut verständlich. Aber bei einem Auto für schätzungsweise 55.000 EUR? Es mag ja sein, dass die Bremswirkung sich als besser erwiesen hat, jedoch ist die Wartungsfreundlichkeit nicht ganz so gegeben. Mal eben die Bremsen kurz durch die Felge prüfen: nö! Hier nicht mehr :( Etwas nervig ist, dass die Bremsen hinten doch etwas mehr quietschen, wie es bei einer Trommel Bremse häufiger vorkommt. Die riesigen Räder sich beim Fahren total unauffällig. Man merkt sicherlichvdas Mehr an Gewicht in jeder Ecke, aber allgemein ist der ID.4 gut gefedert.

 

Von hinten sieht es sehr aerodynamisch aus aber das ist beim Waschen richtig bescheiden. Wie soll man hinten die Scheibe ordentlich reinigen? Die riesige Haube, die zur Abrisskante wird, hilft nicht dabei die Heckscheibe sauber zu halten oder sauber zu machen. Wo wir gerade von hinten sprechen... Die Sicht nach hinten ist bescheiden. Durch die Kameras kommt etwas Sicht dazu aber das kann ja nicht die Zukunft sein...

 

Volkswagen ID.4 Sicht nach VorneVolkswagen ID.4 Sicht nach VorneVolkswagen ID.4 Sicht nach Vorne RechtsVolkswagen ID.4 Sicht nach Vorne RechtsUnd jetzt, da wir schon von innen sprechen: machen wir da mal weiter! Es erwartet uns ein komplett aufgeräumter Innenraum. Es sind nirgendswo irgendwelche unnötigen Tasten vorhanden. Definieren wir jedoch unnötig. Volkswagen hat, anders als beim Golf, das Ganze mit den Tasten etwas überarbeitet. Im Golf VIII war ich davon nicht begeistert. Hier bin ich es auch nicht, aber es ist besser. Die kleinen ShortCuts sind praktisch aber dennoch nicht perfekt. Es gibt eben Tasten, die sollte man komplett ohne irgendwie schätzen zu müssen wo es liegt, eine Taste drücken können. Auch die ShortCuts sind Touch Sensitive Tasten.

 

Es sind viele Stellen im Innenraum, wo ich etwas anders gemacht hätte. Infotainment und Lenkrad sind die beiden 'schlimmsten' Stellen. Fangen wir beim Lenkrad an. Die Tasten sind hier auch alle soweit Tpuch. Aber mit einem Feedback. Ebenso mit der Möglichkeit die Taste auch mit einem Klick oder Doppelklick zu bedienen. Beispielsweise Tempomat. Ein Klick = 1 km/h drauf oder runter. Doppelklick dann 10 drauf oder runter. Verwirrend ist dass auf der linken Seite eine Taste mit 'Mode' drauf ist. Entweder LIM oder Tempomat. Okay, das ist eine Idee. Auf der Anderen Seite ist eine Taste an der selben Stelle... Ich dachte dass man damit im Display (ehemals Kombiinstrument) zwischen verschiedene Darstellungen wechseln kann... Nope. Nur zwischen kleine Anzeige und grössere Anzeige. Das wars auch schon...

 

Volkswagen ID.4 ArbeitsplatzVolkswagen ID.4 ArbeitsplatzWechseln wir rüber zum Infotainment. Wie ich dieses Wort hasse. Aber es passt. Die Darstellung ist sehr klar und kühl gehalten. Relativ selbst erklärend. Leider aber sehr laggy. Der Wechsel von einem zum nächsten Screen dauert ein paar Sekunden. Das kann mein Spider besser und das Systemmist schon einige Jahre auf dem Markt!

 

Im 'Infotainment' sind alle Funktionen einstellbar. Es sind alle Funktionen logisch und intuitiv bedienbar. Ausser die Sitzheizung. Wenn man im normalen Modus fährt, bsp. Radio läuft, sind die Klimseinstellungen sowie Sitzheizungseinstellungen direkt erkennbar. Intuitiv wäre jetzt, man drücke auf die Sitzheizungsicons und kann damit die Stufe einstellen. Stattdessen wird danach direkt das Klimamenü angezeigt. Es ist schon etwas nervig. Hier sind Icons vorhanden. Diese doch einfach mal als 'Tasten' nutzen...!? :confused:

 

Volkswagen ID.4 MittelkonsoleVolkswagen ID.4 MittelkonsoleDie Sitze sind sehr gut. Es sind ja auch die Ergonomiesitze. Diese haben einen schönen Schnitt und das Material ist gut. Ich finde sowieso den modernen Stoff, den VW bei 'nicht-Ledersitzen' verwendet, sehr angenehm von der Haptik. Kann sein dass es noch einige billigere Version gibt, aber das ist hier egal. Hinten ist bei meiner Sitzeinstellung viel Platz - ich bin 1.82 m als 'Sitzriese'. Die Sitze hinten sind genauso bequem und haben einen guten Winkel.

 

Komfort... Wichtiger Punkt! Zum Komfort zählt die Möglichkeit Luft rein/raus zu lassen. Weiterer Kritikpunkt: ich möchte alle 4 Fenster auf einmal öffnen. Geht? Nein. VW hat ein 'Touch-Umschalter' zwischen Front- und Heckseitenfenster verbaut. Das heisst man muss erst Vorne öffnen, dann warten, dann hinten umschalten, dann öffnen und warten. Das lenkt etwas viel ab... Man ist zu lange damit beschäftigt die Fenster zu öffnen. Nicht kann man hier problemlos reinlassen. Das riesige Panoramadach ist toll. Nicht ganz so toll wie ein Stoffverdeck, den man flott wegklappen kann, aber sonst toll. Die Touchbedienung davon ist gut und intuitiv ABER man muss es richtig berühren. Dann fährt der Sonnenschutz auch richtig zu bzw. auf. Allgemein ist das Ambiente im Innenraum sehr angenehm. Das Raumklima ist sehr entspannend.

 

Als Roadsterfahrer weiss man, dass man sehr gut packen muss wenn man einkaufen fährt oder verreisen will. Zum ersten Mal konnte ich seit 3 Jahren den Kofferraum volllqden mit Raum für mehr! :D Es geht eine Menge rein. Praktisch! Aber dass man sein Gepäck so hoch heben muss, hat einerseits was Gutes aber auch was Schlechtes an sich. Das Gute: es ist fast auf Greifhöhe, man muss sich nicht bücken. Das Schlechte: man muss es wieder auf den Boden legen - also wieder bücken ;) Aber sonst ist im Kofferraum viel Platz. Links und Rechts der üblichen Ladefläche sind noch Vertiefungen, ideal für lose Flaschen oder Kleinkrams der sonst herum fliegt. Ein paar Haken zur Befestigung von Tüten sind vorhanden. Die LED Leuchte im Kofferraum könnte aber stärker sein. Für mich ein Plus-Punkt: die Hutablage. Die wabbeligen Stoffbahnen, die VW als Laderaumabdeckung in manchen Fahrzeugen einbaut, sind echt ein Graus. Hier aber eine gute feste Abdeckung. Sehr gut! Unter dem Laderaumboden sind 2 Fächer. Ein Großes sowie darunter noch ein Kleines. Ideal auch um Ladekabel und Konsorten zu verstecken und verstauen.

 

Volkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungVolkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungSo, Design, Innenraum, Bedienung haben wir hinter uns... Jetzt ist das Fahren angesagt. Das Modell hier ist die 204 ps "Pro Performance" Version in der 1st Edition. Es sind ich glaube 310 nm an der Hinterachse, die ab der ersten Umdrehung anliegen. Das Gewicht beträgt um die 2.2t Leer mit Fahrer. 0-100 in ca. 8,5 Sekunden und eine Vmax von 160 km/h runden das Fahrzeug datentechnisch ab. Aber was ist mit Fahrtechnisch? Man spürt das Gewicht und das ist natürlich fahrtechnisch sofort zu merken. Bei der "Vollgasbeschleunigung" fühlt es sich so an, als würden die Räder davon traben und das Auto kommt nicht hinterher. Sprich bis man irgendwann 120 km/h erreicht hat, sind die Räder gefühlt 2 m vor dem Wagen. Erst danach wird es allmählich "besser" - die Räder fangen sich. Im Spider mit knapp 1000 kg fühlt es sich deutlich anders an.

 

Volkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungVolkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungDer Motor ist sehr gut eingestellt/abgestimmt. Klar, ein Elektromotor kann was. Eine absolut gefühlt liniare Beschleunigung. Komplett frei von irgendwelchen Schaltvorgängen. Kein Krach. Kein Reifenquietschen. Kein Zirpen. Nichts. Nur die künstlichen Geräusche, die das Auto von sich geben muss. Das Lauteste im Innenraum sind die Reifen und der Scheibenwischermotor! Es ist unheimlich leise. Und zeitgleich unheimlich! Der Moment, wenn man das "Gaspedal" nur berührt und sofort Bewegung in die Kiste kommt ist echt - naja - WOW! Eine "Offenbarung". Kein Krach von einem Verbrenner, der erstmal die Initialbewegung der Drosselklappe abwarten muss. Kein Turboloch. Kein Kompressorgeheule. Kein Schlurren der Automatik. Kein Klacken aus einem Zweimassenschwungrad später ist die Maschine dabei vorwärts zu rollen. Klar: volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung. Salopp gesagt: HEFTIG! Krasser Scheiß! :D

 

Wenn das wirklich unsere Zukunft ist, dann hallo zukunft! Ich liebe meinen Verbrenner aber ich glaube ich könnte mich sehr schnell an die Mühelosigkeit und Leisigkeit gewöhnen. Während ich im Verbrenner fast immer das Radio nebenbei laufen habe, ist mir aufgefallen, dass ich eher das Radio im ID.4 aus hatte. Warum? Keine Ahnung. Wahrscheinlich einfach die Ruhe genießen. Enjoy the Silence, würde jetzt im Hintergrund des Spiders laufen :D

 

Volkswagen ID.4 KofferraumVolkswagen ID.4 KofferraumVolkswagen ID.4 Kofferraum mit räumliche NutzungVolkswagen ID.4 Kofferraum mit räumliche NutzungUnd so kommen wir dem Ende der Probefahrt (ein Wochenende) näher. Eine Akkuladung reicht problemlos 400 km. Zumindest habe ich das soweit schätzen können. Das Gute ist, dass die Verbraucher gut benannt werden und man somit seine Nutzung des Energiesystems anpasst. Die Klimaanlage wird dann runtergedreht und dann stellt man fest, es würde knapp 50 km Reichweite klauen. Reichen dann z.B. 3 Grad Wärme mehr? Die Massagefunktion im Sitz wird ausgeschaltet, weil es dann um die 10 km kostet. Usw. usf. Das Laden konnte ich nur an der Haushaltsdose testen. Das klappte ziemlich gut (über Nacht, ca. 8 Stunden geladen und die volle Reichweite laut Anzeige von 455 km erreicht).

 

Mein Resumée? Ein interessantes Auto, welches optisch klar ein neuerer VW darstellen will und sicherlich auf dem Markt eine gute Position einnehmen wird. Konkurrenz zum Model Y ist geboten, aber... VW muss an ein paar Details arbeiten. Aber es ist ein VW und man merkt das. Die Technik scheint gut durchdacht zu sein, das Packaging könnte besser sein (Stichwort: Frunk). Sollte es soweit sein, dass man in 5 Minuten ca. 200-250 km nachladen kann, ist ein E-Auto für mich (als baldigen Laternenparker) absolut im Rahmen. Leider ist der ID.4 nicht soweit, dass er die Ladezeiten schaffen kann, aber wenn das geht, bin ich wohl am Wechseln! Aber aktuell sehe ich das nicht direkt in den nächsten Monaten passieren...

 

Volkswagen ID.4 Vorne Rechts Volkswagen ID.4 Vorne Rechts


07.07.2021 13:21    |    Ascender

Ich bin gespannt wie er sich verkaufen wird. Volkswagen hat viel Geld (und noch mehr Subventionen) in das ID-Projekt reingesteckt. Auch bin ich gespannt wie sich die Leasingrückläufer in drei Jahren preislich entwickeln werden.


07.07.2021 13:30    |    Trottel2011

Zitat:

@Ascender schrieb am 7. Juli 2021 um 13:21:19 Uhr:

Ich bin gespannt wie er sich verkaufen wird. Volkswagen hat viel Geld (und noch mehr Subventionen) in das ID-Projekt reingesteckt. Auch bin ich gespannt wie sich die Leasingrückläufer in drei Jahren preislich entwickeln werden.

Ich in auf die Zuverlässigkeit gespannt. Schliesslich wird häufiger bei VW Produkten nach wenigen Jahren von Problemen berichtet, die nicht hätten sein müssen. Steuerkettenlängung durch schlechte Qualität des Zulieferers kann man nicht mehr als Grund vorschieben ;)


07.07.2021 13:36    |    Ascender

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 7. Juli 2021 um 13:30:17 Uhr:

Ich in auf die Zuverlässigkeit gespannt. Schliesslich wird häufiger bei VW Produkten nach wenigen Jahren von Problemen berichtet, die nicht hätten sein müssen. Steuerkettenlängung durch schlechte Qualität des Zulieferers kann man nicht mehr als Grund vorschieben ;)

Hehe, die werden schon einen Weg finden. Vielleicht nicht unbedingt bei einem Halo-Car, welches "Zukunftstechnologie" demonstrieren soll, aber spätestens wenn sich batterieelektrische Autos durchgesetzt haben werden...

 

Bremsen, Fahrwerke, Bildschirme, etc. haben die Dinger ja auch. Da kann also noch genügend kaputt gehen. ;)


07.07.2021 14:26    |    PIPD black

Danke für den Eindruck.

 

Ich kann den Dingern einfach nix abgewinnen. Weder Design (SUV, riesige Räder) außen noch die Bedienung innen (Touch) sagen mir zu. Irgendwann kommen dann vllt. auch mal ansprechende Fahrzeuge. Wenn nicht fahre ich meinen Dieseldinosaurier noch viele Jahre weiter.:)


07.07.2021 16:50    |    _RGTech

Auch meins ist das nicht... sieht zu sehr nach Van aus, wie der BMW i3 auch, und wie allgemein viele E-Autos einfach plump und fett besonders untenrum. Man könnte das mit größeren Scheiben verbessern (aber man will ja auch etwas VDA-Ladevolumen im Katalog angeben können und das schafft man nur mit Schießscharten; mit dem netten Nebeneffekt dass man für Rückfahrkameras und Reparaturen nochmal hinlangen kann...) und auch andere Designtricks nutzen. Der Entfall eines Kühlergrills beispielsweise ist mittlerweile ja auch beim Verbrenner üblich - schon der genannte Passat 35i hatte den im Prinzip nicht mehr nötig (es reichte das bisschen Luft ums VW-Zeichen); die Kühlluft wird heute generell zum größten Teil unter dem Nummernschild angesaugt. Was allerdings auch wieder dämlich ist, denn der dort gern positionierte Klimakondensator ist bei ungeschickt (grobmaschig) designtem Gitter leicht Steinschlagopfer.

Interessanterweise könnte man diesen gerade bei E-Autos wieder weiter nach oben versetzen, denn er stellt ja nun keinen Motorkühler mehr zu!, und das "echte" Kühlergitter wieder dorthin packen, wo es vor Jahrzehnten mal war... :)

 

Ich wäre lieber Fan eines längeren, dafür flacheren Fahrzeugs - Retro eben - und auch wenn der simple Ersatz des Motors durch Batterien in meinem Mercedes fahrdynamisch sicher keinen Vorteil in der Gewichtsverteilung brächte (gut, ich könnte auch das Ersatzrad dann vorn unter die Haube packen :D). Wäre aber viel gefälliger als die mittlerweile übliche Sandwichbauweise, die mal in der A-Klasse hätte beginnen sollen.

 

 

Und nachdem ich jetzt meine 3 Kritikpunkte Rundumsicht, Grillimitat und im Prinzip auch Ladekante/Kofferraumnutzbarkeit so schön miteinander verwoben habe, kommt als Schlusswort nur noch mein persönliches "No-Go" Touchbedienung dazu, weswegen ich mir so ein Ding nicht mal freiwillig anschauen wollen würde, selbst wenn mich sonst irgendwas zum Besuch eines VW-Standes verleiten sollte (was aktuell GANZ schwer ist!) ;) Von daher danke, dass du das übernommen hast; so reicht mir die Lektüre hier :)


07.07.2021 17:07    |    Trottel2011

Zitat:

@_RGTech schrieb am 7. Juli 2021 um 16:50:10 Uhr:

Auch meins ist das nicht... sieht zu sehr nach Van aus, wie der BMW i3 auch, und wie allgemein viele E-Autos einfach plump und fett besonders untenrum. Man könnte das mit größeren Scheiben verbessern (aber man will ja auch etwas VDA-Ladevolumen im Katalog angeben können und das schafft man nur mit Schießscharten; mit dem netten Nebeneffekt dass man für Rückfahrkameras und Reparaturen nochmal hinlangen kann...) und auch andere Designtricks nutzen. Der Entfall eines Kühlergrills beispielsweise ist mittlerweile ja auch beim Verbrenner üblich - schon der genannte Passat 35i hatte den im Prinzip nicht mehr nötig (es reichte das bisschen Luft ums VW-Zeichen); die Kühlluft wird heute generell zum größten Teil unter dem Nummernschild angesaugt. Was allerdings auch wieder dämlich ist, denn der dort gern positionierte Klimakondensator ist bei ungeschickt (grobmaschig) designtem Gitter leicht Steinschlagopfer.

Interessanterweise könnte man diesen gerade bei E-Autos wieder weiter nach oben versetzen, denn er stellt ja nun keinen Motorkühler mehr zu!, und das "echte" Kühlergitter wieder dorthin packen, wo es vor Jahrzehnten mal war... :)

 

Ich wäre lieber Fan eines längeren, dafür flacheren Fahrzeugs - Retro eben - und auch wenn der simple Ersatz des Motors durch Batterien in meinem Mercedes fahrdynamisch sicher keinen Vorteil in der Gewichtsverteilung brächte (gut, ich könnte auch das Ersatzrad dann vorn unter die Haube packen :D). Wäre aber viel gefälliger als die mittlerweile übliche Sandwichbauweise, die mal in der A-Klasse hätte beginnen sollen.

 

 

Und nachdem ich jetzt meine 3 Kritikpunkte Rundumsicht, Grillimitat und im Prinzip auch Ladekante/Kofferraumnutzbarkeit so schön miteinander verwoben habe, kommt als Schlusswort nur noch mein persönliches "No-Go" Touchbedienung dazu, weswegen ich mir so ein Ding nicht mal freiwillig anschauen wollen würde, selbst wenn mich sonst irgendwas zum Besuch eines VW-Standes verleiten sollte (was aktuell GANZ schwer ist!) ;) Von daher danke, dass du das übernommen hast; so reicht mir die Lektüre hier :)

Ja, alles genannte gefällt mir auch nicht. Ein Retroelektroauto gibt es ja bald - der Microlino...


07.07.2021 17:12    |    Ascender

Warum gibt es eigentlich keine Kippschalter in Autos? Die sind so cool. Ich wollte immer Kippschalter haben... :(


07.07.2021 17:20    |    Trottel2011

Zitat:

@Ascender schrieb am 7. Juli 2021 um 17:12:51 Uhr:

Warum gibt es eigentlich keine Kippschalter in Autos? Die sind so cool. Ich wollte immer Kippschalter haben... :(

Crashsicherheit. Bei Mini gibts die - min Bügel drum herum.


07.07.2021 17:25    |    Ascender

Ja, so meinte ich das. :) Stimmt, Mini hat das.


07.07.2021 17:26    |    miko-edv

Zitat:

@Ascender schrieb am 7. Juli 2021 um 17:12:51 Uhr:

Warum gibt es eigentlich keine Kippschalter in Autos? Die sind so cool. Ich wollte immer Kippschalter haben... :(

bis Mitte der '90er waren die sehr verbreitet (Golf1/2/3, Passat 35i, T4 vorGP) ... in den Renaults der '70/'80er sogar teilweise als 2-Wege-Schalter ...


07.07.2021 17:36    |    _RGTech

...Wipp- und Kippschalter sind nicht identisch :)

 

Aber den einrastenden wie Nebelschlussleuchte oder Heckscheibenheizung beim Golf 2 trauere ich definitiv nicht nach.


07.07.2021 17:48    |    miko-edv

ach so, du möchtest so etwas

https://...-eu.ssl-images-amazon.com/.../..._SX300_SY300_QL70_ML2_.jpg

lieber vielleicht sogar diese Ausführung

https://www.siepmann.net/produktbilder/307623/kippschalter.jpg

 

ich befürchte, dagegen gibt es mittlerweile Unfallverhütungsvorschriften ...


07.07.2021 18:08    |    PIPD black

Zitat:

@Ascender schrieb am 7. Juli 2021 um 17:12:51 Uhr:

Warum gibt es eigentlich keine Kippschalter in Autos? Die sind so cool. Ich wollte immer Kippschalter haben... :(

Gibts im Peugeot 208…..auch im E.;)

Wobei die eher zum Tippen sind. Meine Frau meinte, da könne man Klavier drauf spielen.:p


07.07.2021 23:48    |    _RGTech

Zitat:

@miko-edv schrieb am 7. Juli 2021 um 17:48:37 Uhr:

ach so, du möchtest so etwas

https://...-eu.ssl-images-amazon.com/.../..._SX300_SY300_QL70_ML2_.jpg

lieber vielleicht sogar diese Ausführung

https://www.siepmann.net/produktbilder/307623/kippschalter.jpg

 

ich befürchte, dagegen gibt es mittlerweile Unfallverhütungsvorschriften ...

Ja, ich fürchte auch, dass das Höchste der Gefühle sowas https://blob.freent.de/.../...9-50c19e6609c151debd540eb7b789896d-1.jpg ist...


07.07.2021 23:56    |    Peter.Pan

Zitat:

.... Das Gewicht beträgt um die 2.2t Leer mit Fahrer. .....

Spätestens an dieser Stelle müsste Jeder, der sich schon mal mit dem Gesetz der Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat, erkennen, dass diese Art der Elektromobilität lediglich ein großes Konjunkturprogramm oder Geschenk an die Automobilindustrie ist. Damit wird kein Gramm CO2 eingespart und nichts für die Umwelt getan. Ganz im Gegenteil.

 

Ein vergleichbarer (?) Tiguan in der Highline-Ausstattung MIT Allradantrieb hat ein Leergewicht von weniger als 1.600 kg. Das bedeutet, dass beim ID.4 fast 30 % der eingesetzten Energie nur dafür verwendet werden, die eigene "Energiequelle" (+ ca. 600 kg) zu bewegen!

Diese gegenüber einenm Verbrenner zusätzlich benötigte Energie kommt ebenfalls aus der Steckdose und wird konventionell erzeugt, da wir von einer vollständigen Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen noch meilenweit entfernt sind.

 

Das ist nur ein Grund, warum diese Art der "E-Mobilität" niemals die Zukunft sein kann, aber darauf will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.


08.07.2021 08:36    |    nick_rs

Zitat:

@Peter.Pan schrieb am 7. Juli 2021 um 23:56:36 Uhr:

Zitat:

.... Das Gewicht beträgt um die 2.2t Leer mit Fahrer. .....

Spätestens an dieser Stelle müsste Jeder, der sich schon mal mit dem Gesetz der Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat, erkennen, dass diese Art der Elektromobilität lediglich ein großes Konjunkturprogramm oder Geschenk an die Automobilindustrie ist. Damit wird kein Gramm CO2 eingespart und nichts für die Umwelt getan. Ganz im Gegenteil.

 

Ein vergleichbarer (?) Tiguan in der Highline-Ausstattung MIT Allradantrieb hat ein Leergewicht von weniger als 1.600 kg. Das bedeutet, dass beim ID.4 fast 30 % der eingesetzten Energie nur dafür verwendet werden, die eigene "Energiequelle" (+ ca. 600 kg) zu bewegen!

Diese gegenüber einenm Verbrenner zusätzlich benötigte Energie kommt ebenfalls aus der Steckdose und wird konventionell erzeugt, da wir von einer vollständigen Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen noch meilenweit entfernt sind.

 

Das ist nur ein Grund, warum diese Art der "E-Mobilität" niemals die Zukunft sein kann, aber darauf will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Uiuiuiui, da sind aber riesige Denkfehler drin. Gerade für jemanden, der sich mit „Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat“ :rolleyes:

Da alleine Elektromotor um ein Vielfaches Effizienter läuft als ein Verbrenner, der die meiste Energie in Wärme umwandelt, braucht ein 2200kg Auto trotzdem noch deutlich weniger Energie als ein 1600kg Verbrenner - unabhängig davon, woher diese Energie herkommt. Dazu kommt die Rekuperation. Beim Bremsen schieben 2200kg Bewegungsenergie wieder zurück in den Akku, bremst man einen 1600kg Tiguan, ist die Energie einfach weg. Daher ist das Gewicht bei Elektroautos gar nicht so ausschlaggebend wie bei Verbrennern. Man kann übrigens einfach googeln welche Energiemengen E-Autos und Verbrenner verbrauchen. ;)

 

 

@Trottel2011 die Sitzheizung kann man auch aktivieren, indem man mit zwei Findern auf den Temperatur-Slider tippt. Ist aber auch nicht mega intuitiv. So wie von dir vorgeschlagen würde ich es mir auch wünschen. Ich finde es interessant, wie viele diese Touchbedienung grundsätzlich ablehnen, obwohl sie die noch nie getestet haben und die, die sie getestet haben, sogar als Intuitiv bezeichnen. Aber erst testen und dann Meinung bilden war bei MotorTalk ja noch nie Thema.


08.07.2021 09:44    |    Trottel2011

Zitat:

@nick_rs schrieb am 8. Juli 2021 um 08:36:16 Uhr:

Zitat:

@Peter.Pan schrieb am 7. Juli 2021 um 23:56:36 Uhr:

 

 

Spätestens an dieser Stelle müsste Jeder, der sich schon mal mit dem Gesetz der Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat, erkennen, dass diese Art der Elektromobilität lediglich ein großes Konjunkturprogramm oder Geschenk an die Automobilindustrie ist. Damit wird kein Gramm CO2 eingespart und nichts für die Umwelt getan. Ganz im Gegenteil.

 

Ein vergleichbarer (?) Tiguan in der Highline-Ausstattung MIT Allradantrieb hat ein Leergewicht von weniger als 1.600 kg. Das bedeutet, dass beim ID.4 fast 30 % der eingesetzten Energie nur dafür verwendet werden, die eigene "Energiequelle" (+ ca. 600 kg) zu bewegen!

Diese gegenüber einenm Verbrenner zusätzlich benötigte Energie kommt ebenfalls aus der Steckdose und wird konventionell erzeugt, da wir von einer vollständigen Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen noch meilenweit entfernt sind.

 

Das ist nur ein Grund, warum diese Art der "E-Mobilität" niemals die Zukunft sein kann, aber darauf will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Uiuiuiui, da sind aber riesige Denkfehler drin. Gerade für jemanden, der sich mit „Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat“ :rolleyes:

Da alleine Elektromotor um ein Vielfaches Effizienter läuft als ein Verbrenner, der die meiste Energie in Wärme umwandelt, braucht ein 2200kg Auto trotzdem noch deutlich weniger Energie als ein 1600kg Verbrenner - unabhängig davon, woher diese Energie herkommt. Dazu kommt die Rekuperation. Beim Bremsen schieben 2200kg Bewegungsenergie wieder zurück in den Akku, bremst man einen 1600kg Tiguan, ist die Energie einfach weg. Daher ist das Gewicht bei Elektroautos gar nicht so ausschlaggebend wie bei Verbrennern. Man kann übrigens einfach googeln welche Energiemengen E-Autos und Verbrenner verbrauchen. ;)

 

 

@Trottel2011 die Sitzheizung kann man auch aktivieren, indem man mit zwei Findern auf den Temperatur-Slider tippt. Ist aber auch nicht mega intuitiv. So wie von dir vorgeschlagen würde ich es mir auch wünschen. Ich finde es interessant, wie viele diese Touchbedienung grundsätzlich ablehnen, obwohl sie die noch nie getestet haben und die, die sie getestet haben, sogar als Intuitiv bezeichnen. Aber erst testen und dann Meinung bilden war bei MotorTalk ja noch nie Thema.

Zum Thema Gewicht und Rekuperation usw. -> ja, passt. Problem ist, dass du aber immer totes Gewicht mit dir herumführst. Der Chef von Lucid Motors - ehemaliger Entwickler bei Tesla - meinte, und das ist richtiger, dass es nicht darum geht die größte Menge an Batterie für die beste Reichweite mit sich zu führen. Er nennt das "Dead Range". Mehr Gewicht -> mehr Energiebedarf um vorwärts zu fahren -> weniger Reichweite -> mehr Batterie -> Mehr Reichweite -> mehr Gewicht. Ist ein Teufelskreis. Sinnvoller wäre die Batterie soweit richtig nutzen zu können, dass die Effizienz gesteigert wird. Also, nicht wie Porsche, das ineffizienteste Elektroauto auf dem Markt bauen sondern wie Lucid im Air.

 

Insgesamt sehe ich die Zukunft im E-Antrieb, aber nicht als BEV sondern mit alternative Stromerzeugung. Auch wenn Wasserstoff in Lagerung und co noch ein Problem darstellt, so ist die Problematik mit der Ladezeit nicht gegeben. Man bekommt mehr Fahrzeuge durchgeschleust als bei einer Stromladestation. Man bekommt in weniger Zeit mehr Reichweite. Das Wichtigste: "Dead Weight" gibt es nicht. Batterien können kleiner ausfallen.

 

Alternative dazu wäre nicht in die Reichweite zu investieren, sondern in die Ladezeiten. Statt 700 km mit einer Akkuladung, lieber eine Ladezeit von 5 Minuten für 200-250 km und ein 300 km Akku. Würde eher den Nerv der Zeit treffen. Ob ich jetzt 600 km am Stück fahre und danach 30 Minuten laden muss oder ich fahre 200 km, lade 5 min, fahre wieder 200 km, lade 5 min und danach noch weitere 200 km um dann am Zielort 5 min zu laden ist Jacke wie Hose. Da ist man 10 Minuten länger unterwegs... Der Akku kann kleiner sein, das Auto dadurch deutlich leichter und es wird weniger Material gebunden.

 

Zum Thema Sitzheizung: Danke für den Hinweis. Das ist nicht ganz intuitiv. Allerdings habe ich die Betriebsanleitung aufgrund von Zeitmangel nicht gelesen... :D Ich lehne Touch nicht ab. Da wo es Sinn ergibt (auf Displays mit ausreichend großer Fläche) spricht da nichts gegen. Aber ein paar Sachen sollten immer ein Knopf haben. Licht sollte immer per Schalter sein. So meine Meinung. Wie Fensterheber und Seitenspiegel. Wenn der Touchscreen großgenug ist und die Steuerung so logisch ist, dass man es auch während der Fahrt ohne großartig viel Blicken zu müssen, kann es gerne Touch sein. Mein Navi im Spider ist auch ein Touchscreenteil. Zur Sicherheit wird es beim Fahren gesperrt (durch ein Hack aber aufhebbar). Ebenso in Android Auto. Da aber ein Touch für "alle Funktionen" nicht gesperrt werden kann, wird da auch sicherlich während der Fahrt drauf herumgedrückt. Was natürlich wieder ein Sicherheitsfaktor darstellt...

 

Wie gesagt, ich bin dem Touch nicht abgeneigt, es sollte aber - wie beim Smartphone - direkt und intuitiv arbeiten können, ohne dass man sich großartig umklicken muss. Doppelbelegung von Tasten usw. ist alles okay... Aber das muss sich sofort erschließen :D Oma Fine wird das nicht sofort beim ersten Mal verstehen wenn sie sich ihren neuen ID.2 kauft :D


08.07.2021 10:22    |    Ascender

An dem Wasserstoffauto wird jetzt wie lange rumgedoktert? Das wird nicht kommen, die Subventionen gehen auch klar in Richtung BEV. Wasserstoff hat momentan noch zu viele Nachteile. Was nützt es "Dead weight" zu sparen, wenn man die Probleme bei der Speicherung hat? Weil Wasserstoff das kleinste chemische Element ist diffundiert es durch andere Materialien hindurch. Die Problematik wird mit sehr hohen Drücken gekontert. Das ist auch der Grund warum es so energieaufwendig und teuer ist.

 

Porsche entwickelt mit Nachdruck an so genannten efuels. Bspw. auf Ammoniak-Basis. Die können sowohl in Brennstoffzellen in elektrische Energie verwandelt werden, oder in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Das ist meines Erachtens der klügere Ansatz, wenn auch nicht ganz so effizient vom Wirkungsgrad her.


08.07.2021 10:49    |    Peter.Pan

Zitat:

@nick_rs schrieb am 8. Juli 2021 um 08:36:16 Uhr:

 

Uiuiuiui, da sind aber riesige Denkfehler drin. Gerade für jemanden, der sich mit „Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat“ :rolleyes:

Da alleine Elektromotor um ein Vielfaches Effizienter läuft als ein Verbrenner, der die meiste Energie in Wärme umwandelt, braucht ein 2200kg Auto trotzdem noch deutlich weniger Energie als ein 1600kg Verbrenner - unabhängig davon, woher diese Energie herkommt. ....

Zum "Denkfehler" wird es erst, wenn man nicht das Gesamtsystem betrachtet. :D

Deine Aussage zur "Effizienz" des E-Motor's ist genauso "richtig", wie die Herstellerangaben "0 g CO2/km" :rolleyes:

Bei der Stromerzeugung, die aus den o.g. Gründen bis auf weiteres in konventionellen Kraftwerken erfolgt, werden auch ca. 70 % der eingesetzten Primärenergie in Wärme "umgewandelt" (Ausnahme BHKW's mit angeschlossener Nah- oder Fernwärmeversorgung). Hinzu kommen die Übertragungsverluste beim Stromtransport und in den AC-Ladern, was den Wirkungsgrad weiter senkt.

Deshalb ist die momentane Form der E-Mobilität genauso "umweltschonend" wie das Heizen mit Strom in Form von Luft-Wasser-Wärmepumpen, was den Leuten zur Zeit als "die Lösung aller Umweltprobleme" verkauft wird.

 

Und zum Thema "Rekuperation":

Durch den Rekuperator wird das E-Fahrzeug abgebremst, während der Verbrenner mit Schubabschaltung deutlich weiter rollt. Schon mal ein E-Auto gefahren? Das zum Thema "Energierhaltung"!

 

Und ein weiteres Thema ist die nicht vorhandene Infrastruktur. Um den zusätzlichen Leistungsbedarf an Elektroenergie zu decken, müssen Tonnen neuer Elektrokabel in der Erde vergraben werden, die auch nicht auf Bäumen wachsen. :D

Warum wohl müssen Ladeeinrichtungen mit einer Leistung über 3,6 KVA beim EVU angemeldet werden? Ladesysteme mit einer Summenleistung von mehr als 12 kVA bedürfen der Genehmigung durch das EVU (So bei meinem EVU, dürfte aber bei anderen EVU nicht anders sein). Momentan alles noch kein Problem bei der geringen Verbreitung an E-Fahrzeugen. Aber Ersatz aller Verbrenner durch E-Fahrzeuge in der jetzigen Form? NeverEver! Man wird sehen, wo die Reise hingeht - oder auch nicht mehr.

 

Aber jeder wie er will. Tante Google liefert ja alle "Fakten", die oftmals leider doch nur "alternativ" sind.

:D


08.07.2021 13:12    |    Trottel2011

Zitat:

@Ascender schrieb am 8. Juli 2021 um 10:22:40 Uhr:

An dem Wasserstoffauto wird jetzt wie lange rumgedoktert? Das wird nicht kommen, die Subventionen gehen auch klar in Richtung BEV. Wasserstoff hat momentan noch zu viele Nachteile. Was nützt es "Dead weight" zu sparen, wenn man die Probleme bei der Speicherung hat? Weil Wasserstoff das kleinste chemische Element ist diffundiert es durch andere Materialien hindurch. Die Problematik wird mit sehr hohen Drücken gekontert. Das ist auch der Grund warum es so energieaufwendig und teuer ist.

 

Porsche entwickelt mit Nachdruck an so genannten efuels. Bspw. auf Ammoniak-Basis. Die können sowohl in Brennstoffzellen in elektrische Energie verwandelt werden, oder in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Das ist meines Erachtens der klügere Ansatz, wenn auch nicht ganz so effizient vom Wirkungsgrad her.

Ammoniak ist aber extremst ätzend und schädlich für die Umwelt. Es wird seitens Wärtsilä an Ammoniakantrieben für Großdieselmotoren gearbeitet. Prinzipiell ist es eine Supersache. Aus N und H wird NH3, dieses kann wunderbar verbrannt werden. Nachteil: es entstehen nur Stickoxide und Wasserdampf. Stickoxide sind ja auch lange schon ein Problem. Die Umwandelung von denen in andere Stoffe ist auch nicht gerade einfach - siehe aktuelle Filter an Diesel und neuen Benzinern...

 

Wasserstoff ist nur ein Problem aktuell, weil es zu einem Problem in den Medien gemacht wird. Genauso wie Atommüll. Statt Jahrzehnte lang die Gewinne aus stärkeren Verbrennern oder aus der billigen Stromproduktion in mögliche, nachhaltigere Antriebe zu stecken, wurde das Geld eben als Gewinn verbucht, als Dividend ausgezahlt und "nach mir die Sintflut".

 

HÄTTE HÄTTE FAHRRADKETTE - ja, klar. ABER es ist richtig. Es ist nur ein Problem heute, weil man sich vorher nicht darum kümmern wollte. Benzin war ja billig. Diesel überall verfügbar. CO2 war kein Problem. Es war jedoch absehbar, dass der Tag irgendwann kommen würde... Hätte man vor einigen Jahren was gemacht, hätte man das heute nicht als Problem... Ja, so einfach ist das...


08.07.2021 13:56    |    Ascender

Benzin ist auch heute noch billig, wird nur sehr hoch versteuert. Früher haben alle von Peak Oil gesprochen und die Panik geschoben, obwohl das totaler Quatsch war. Erstens weil immer mehr Ölquellen erschlossen werden, zweitens es synthetische Herstellungsverfahren gibt (Kohleverflüssigung zum Beispiel).

 

Dass sich die Stimmung derart dreht haben wir vor allem dem Abgasskandal zu verdanken, wobei ich bis heute nicht weiß warum das so dermaßen hochgekocht ist, denn sowohl die Presse, als auch die Behörden und die Politik wussten bescheid. Ich habe zum ersten Mal als 16-Jähriger in einem Motorradmagazin (2004) davon gelesen, also kann auch die Öffentlichkeit nicht behaupten nicht bescheid gewusst zu haben. Dass dann eine Populismuswelle um sich greift und Fahrverbote ausgesprochen wurden, damit hätte ich nicht gerechnet.

 

Wie dem auch sei, die Stimmung hat sich definitiv gewandelt. Der "Öko" wurde früher noch belächelt und als Spinner abgetan, heute ist es - auch dank Greta und FFF - eher Mainstream. Und in der Folge hat natürlich auch die EU sehr schnell die Nägel in den Sarg geschlagen.

 

Ob das nun sinnhaft ist den Verbrenner auf diese Art und Weise sterben zu lassen sei mal dahingestellt. Du hast natürlich recht, dass die Hersteller genug Geld verdient haben. Ich frage mich wirklich warum die überhaupt Subventionen erhalten.

Trotz Milliarden-Strafen hat VW im Jahr 2017 einen Gewinn von über 11,4 Milliarden (!!!) Euro gemacht. Das muss man sich mal reinziehen. Und dann buttert der Steuerzahler da noch wie Blöd Geld in den Laden rein.

 

Methan wird auch sehr heiß diskutiert bei den e-Fuels. Ich bin mir sicher Porsche wird was gutes draus machen und den Verbrenner somit teilweise retten. :) Vielleicht nicht vor 2030, aber irgendwann schon.


08.07.2021 15:21    |    Peter.Pan

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 8. Juli 2021 um 13:12:46 Uhr:

Ammoniak ist aber extremst ätzend und schädlich für die Umwelt. ....

Nicht nur das, es ist hochtoxisch! Ich möchte das nicht unbedingt in meinem Fahrzeug haben.

Die ersten Kompressionskälteanlagen wurden mit Ammoniak betrieben. Deshalb war man froh, als das Ammoniak durch die Erfindung der FCKW's abgelöst wurde, die man als "Sicherheits- oder Gesundheitskältemittel" bezeichnete.

;)

Dann hat man aber festgestllt, dass die FCKW's das Ozonloch schädigen und es auch in den Kälteanlagen verboten, obwohl diese am wenigsten FCKW in die Umwelt freigesetzt haben. Die Hauptemitenten waren die Spraydosen und die Schaumstoffindustrie. Das Kältemittel aus den Kühlschränken musste aufwendig entsorgt werden, der Rest, bei dem ein Großteil des FCKW noch in der PU-Isolierung gebunden war, wurde auf dem Hausmüll entsorgt und weiter in die Umwelt "entlassen".

:rolleyes:

Da die Ersatzstoffe ja auch ein CO2-Potential haben, ist man Anfang der 2000er in Luxemburg auf die "Idee" gekommen, nur noch Ammoniak in Kälteanlagen zuzulassen!

:D

Der Aufwand, den man betreiben muss, um die Sicherheit der Menschen und Umwelt zu gewährleisten, ist enorm. Man wollte das Ammoniak sogar in Raumklimaanlagen! Zum Glück gab es keinen Hersteller, der so etwas bauen wollte. Ich weiß nicht, wie man da die Sicherheit noch hätte gewährleisten können.

:confused:

Andererseits wird in der chem. Industrie bei Störfällen (die es häufiger gibt, als man glaubt) bei Austritt von Phosgen (Kampfgas im ersten Weltkrieg!) z.B. bei der TDI-Produktion Ammoniak zum Niederschlagen der Phosgenwolke eingesetzt.

 

So wird immer schneller jeden Tag eine "neue Sau durch's Dorf getrieben", weil es gerade "Mainstream" ist und es Dank WWW immer mehr "Experten" gibt.

 

Anstatt einfach nur die Rahmenbedingungen vorzugeben und dann die Wissenschaftler und Ingenieure ihre Arbeit machen zu lassen, werden Vorgaben gemacht, die bei sachlicher Gesamtbetrachtung einfach nur "Banane" sind. Die Lobbyisten sitzen bei den Politikern auf dem Schoß und diktieren die Gesetze, die ihnen zum größtmöglichen Profit verhelfen.

 

Und so ist es eben auch mit der augenblicklichen Form der E-Mobilität. Nicht zuende gedacht, aber ein lukratives Geschäft für die Autoindustrie und vom Steuerzahler bezahlt.

Warum ist die Zahl der Neuzulassungen bei den Hybriden so groß? Meist Firmenwagen, Zuschuß beim Kaufpreis und Steuervorteil für den Nutzer bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils.

Die wenigsten Fahrzeuge werden während der Leasingdauer an das Stromnetz angeschlossen, dafür schleppen sie unnötig Ballast mit sich rum.


08.07.2021 18:23    |    _RGTech

So sieht's halt aus. Jeder Hybrid schleppt erstmal einen seiner Antriebe nebst Kraftstoff relativ ungenutzt durch die Gegend. Wo das so besonders effizient sein will, erschließt sich wohl erstmal der Autolobby, die die Steuererleichterungen und Kaufanreize (aber nicht für die bösen ausländischen Mildhybride) durchgedrückt hat.

 

 

Zitat:

@Ascender schrieb am 8. Juli 2021 um 13:56:25 Uhr:

zweitens es synthetische Herstellungsverfahren gibt (Kohleverflüssigung zum Beispiel)

Erdöl ausgerechnet durch Kohle zu ersetzen ist jetzt aber auch nicht grad das G'sündeste :rolleyes:

 

 

Zitat:

@nick_rs schrieb am 8. Juli 2021 um 08:36:16 Uhr:

Ich finde es interessant, wie viele diese Touchbedienung grundsätzlich ablehnen, obwohl sie die noch nie getestet haben und die, die sie getestet haben, sogar als Intuitiv bezeichnen. Aber erst testen und dann Meinung bilden war bei MotorTalk ja noch nie Thema.

Ich behalte mir einfach vor, ein System, das beim Telefonieren scheiße ist und beim Fotografieren erst recht, auch im Auto nicht haben zu wollen. Meine Kamera hat nur Knöppe, mein Smartphone immerhin auch (nicht genug, ein Homebutton fehlt leider - schade - aber QWERTZ ist schon mal gut), und im Winterauto gibt's zwar ein Touchnaviradio, aber dessen meistbenutzte Funktionen liegen physikalisch im Lenkrad vor. Selbst das Tablet am Sofa hat 'ne magnetisch anhaftende Tastatur. Und das ist gut so. Ich will das Zeug (relativ) blind bedienen können und nicht erst noch gucken müssen, wo ich nun wieder hinfummeln muss.

 

Und ja, das ist MEINe MEINung, und die steht auch fest ohne dass ich die xte Ausführung von etwas testen muss, das schon grundsätzlich nicht geeignet ist, gut zu sein ;)


08.07.2021 18:28    |    Ascender

Zitat:

Erdöl ausgerechnet durch Kohle zu ersetzen ist jetzt aber auch nicht grad das G'sündeste :rolleyes:

Keine Frage. Nochmal genau lesen. Damals interessierte man sich noch nicht so für Umweltfragen, ich erwähnte nur "Peak Oil" als ewigen Angstmacher, und dass man eben die politische und soziale Entwicklung vor dem Dieselskandal nicht in der Vehemenz erwarten konnte. Die Frage war ja warum man so lange nichts gemacht hat und dann auf dem letzten Drücker die E-Mobilität mit Subventionen einführt.


08.07.2021 18:42    |    _RGTech

Wie üblich war's - neben der Tatsache, dass die Panik meistens nicht gerechtfertigt war (auch in meiner Schulzeit stand in den Büchern, dass die Ölreserven vielleicht noch 20 Jahre halten, wenn wir nicht sparsamer werden - Pustekuchen, wir verbrauchen mehr denn je und sind schon längst über die Deadline raus) - immer die mangelnde Wirtschaftlichkeit, weil gegen subventionierte und allgemein verfügbare Stoffe alle Neuentwicklungen erst dann Land sehen, wenn sie entweder von sich aus wesentlich mehr Vorteile und/oder Profite versprechen (es muss also zumindest ein Marktpreis realisierbar sein, der die Massen anspricht). Aktuell ist das eben der Akkuantrieb. Anderes hat man lang nicht ernst genommen oder gar nicht ernsthaft als Alternative verfolgt, höchstens so als "worst-case-Plan B", und der ist eben jetzt erst unabwendbar eingetreten. Und aus naheliegenden Gründen (technische Machbarkeit, Abwälzung von Problemen wie Infrastruktur auf den Verbraucher der gefälligst daheim mit seiner kaum mehr subventionierten PV-Anlage laden soll, Preislage, und Lösung auch anderer Probleme wie lokaler Emissionen in Innenstädten und damit Einsparung von Strafzahlungen wegen DUH-Klagen, ...) hat man die früher so nebenbei nachverfolgten, aber eben nicht marktreifen Lösungen nicht als aktuell durchs Dorf zu treibende Sau ausgemacht. Und nebenbei waren da halt auch Konzepte drunter, die heute aus anderen Umweltgründen (Kohle ist ja auch mittlerweile ein rotes Tuch, im Gegensatz zu Erdgas aber vollkommen zu Recht, so ein Hambacher Forst wächst während unserer Lebenszeit jedenfalls nicht mehr nach) verpönt sind und einfach nicht mehr in Frage kommen. Je genauer man hinschaut, desto mehr Nachteile findet man auch (beim E-Antrieb ist das ja schon in genug mehr oder weniger gut recherchierten - Gruß an arte - Massenmedienreportagen verwurstet worden; bei Synthfuels und Wasserstoff etc. lohnt das momentan nicht, weil der Aufreger viel zu klein wäre).

 

Puh, lange Satzbandwürmer, sorry :D


08.07.2021 18:51    |    nick_rs

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 8. Juli 2021 um 09:44:30 Uhr:

Zitat:

@nick_rs schrieb am 8. Juli 2021 um 08:36:16 Uhr:

 

 

Uiuiuiui, da sind aber riesige Denkfehler drin. Gerade für jemanden, der sich mit „Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat“ :rolleyes:

Da alleine Elektromotor um ein Vielfaches Effizienter läuft als ein Verbrenner, der die meiste Energie in Wärme umwandelt, braucht ein 2200kg Auto trotzdem noch deutlich weniger Energie als ein 1600kg Verbrenner - unabhängig davon, woher diese Energie herkommt. Dazu kommt die Rekuperation. Beim Bremsen schieben 2200kg Bewegungsenergie wieder zurück in den Akku, bremst man einen 1600kg Tiguan, ist die Energie einfach weg. Daher ist das Gewicht bei Elektroautos gar nicht so ausschlaggebend wie bei Verbrennern. Man kann übrigens einfach googeln welche Energiemengen E-Autos und Verbrenner verbrauchen. ;)

 

 

@Trottel2011 die Sitzheizung kann man auch aktivieren, indem man mit zwei Findern auf den Temperatur-Slider tippt. Ist aber auch nicht mega intuitiv. So wie von dir vorgeschlagen würde ich es mir auch wünschen. Ich finde es interessant, wie viele diese Touchbedienung grundsätzlich ablehnen, obwohl sie die noch nie getestet haben und die, die sie getestet haben, sogar als Intuitiv bezeichnen. Aber erst testen und dann Meinung bilden war bei MotorTalk ja noch nie Thema.

Zum Thema Gewicht und Rekuperation usw. -> ja, passt. Problem ist, dass du aber immer totes Gewicht mit dir herumführst. Der Chef von Lucid Motors - ehemaliger Entwickler bei Tesla - meinte, und das ist richtiger, dass es nicht darum geht die größte Menge an Batterie für die beste Reichweite mit sich zu führen. Er nennt das "Dead Range". Mehr Gewicht -> mehr Energiebedarf um vorwärts zu fahren -> weniger Reichweite -> mehr Batterie -> Mehr Reichweite -> mehr Gewicht. Ist ein Teufelskreis. Sinnvoller wäre die Batterie soweit richtig nutzen zu können, dass die Effizienz gesteigert wird. Also, nicht wie Porsche, das ineffizienteste Elektroauto auf dem Markt bauen sondern wie Lucid im Air.

 

Insgesamt sehe ich die Zukunft im E-Antrieb, aber nicht als BEV sondern mit alternative Stromerzeugung. Auch wenn Wasserstoff in Lagerung und co noch ein Problem darstellt, so ist die Problematik mit der Ladezeit nicht gegeben. Man bekommt mehr Fahrzeuge durchgeschleust als bei einer Stromladestation. Man bekommt in weniger Zeit mehr Reichweite. Das Wichtigste: "Dead Weight" gibt es nicht. Batterien können kleiner ausfallen.

 

Alternative dazu wäre nicht in die Reichweite zu investieren, sondern in die Ladezeiten. Statt 700 km mit einer Akkuladung, lieber eine Ladezeit von 5 Minuten für 200-250 km und ein 300 km Akku. Würde eher den Nerv der Zeit treffen. Ob ich jetzt 600 km am Stück fahre und danach 30 Minuten laden muss oder ich fahre 200 km, lade 5 min, fahre wieder 200 km, lade 5 min und danach noch weitere 200 km um dann am Zielort 5 min zu laden ist Jacke wie Hose. Da ist man 10 Minuten länger unterwegs... Der Akku kann kleiner sein, das Auto dadurch deutlich leichter und es wird weniger Material gebunden.

 

Zum Thema Sitzheizung: Danke für den Hinweis. Das ist nicht ganz intuitiv. Allerdings habe ich die Betriebsanleitung aufgrund von Zeitmangel nicht gelesen... :D Ich lehne Touch nicht ab. Da wo es Sinn ergibt (auf Displays mit ausreichend großer Fläche) spricht da nichts gegen. Aber ein paar Sachen sollten immer ein Knopf haben. Licht sollte immer per Schalter sein. So meine Meinung. Wie Fensterheber und Seitenspiegel. Wenn der Touchscreen großgenug ist und die Steuerung so logisch ist, dass man es auch während der Fahrt ohne großartig viel Blicken zu müssen, kann es gerne Touch sein. Mein Navi im Spider ist auch ein Touchscreenteil. Zur Sicherheit wird es beim Fahren gesperrt (durch ein Hack aber aufhebbar). Ebenso in Android Auto. Da aber ein Touch für "alle Funktionen" nicht gesperrt werden kann, wird da auch sicherlich während der Fahrt drauf herumgedrückt. Was natürlich wieder ein Sicherheitsfaktor darstellt...

 

Wie gesagt, ich bin dem Touch nicht abgeneigt, es sollte aber - wie beim Smartphone - direkt und intuitiv arbeiten können, ohne dass man sich großartig umklicken muss. Doppelbelegung von Tasten usw. ist alles okay... Aber das muss sich sofort erschließen :D Oma Fine wird das nicht sofort beim ersten Mal verstehen wenn sie sich ihren neuen ID.2 kauft :D

Tatsächlich sind der Taycan und auch der etron GT ziemlich effizient. Vor allem auf der Langstrecken. Auch der EQS stellt Hyundai Kona & co gerne in den Schatten.

 

Wasserstoff wird denke ich eine gute Ergänzung zu den BEVs sein, da sie das Problem der Stromspeicherung ein Stückweit lösen. Aber zwischen Energieerzeugung und Umsetzung in Bewegung geht unheimlich viel verloren, daher wird Wasserstoff wohl nur eine Randerscheinung bleiben.

 

Ich persönlich setzte ja - wie du auch schon sagst - auf die Ladezeit bei kleinem Akku. Vor 2-3 Jahren waren 50kw schnellladen Standard. Heute ist man mit 150kw nur durchschnittlich dabei. Ich denke, da wird noch etwas gehen ;)


08.07.2021 18:59    |    Trottel2011

Zitat:

@_RGTech schrieb am 8. Juli 2021 um 18:42:38 Uhr:

Wie üblich war's - neben der Tatsache, dass die Panik meistens nicht gerechtfertigt war (auch in meiner Schulzeit stand in den Büchern, dass die Ölreserven vielleicht noch 20 Jahre halten, wenn wir nicht sparsamer werden - Pustekuchen, wir verbrauchen mehr denn je und sind schon längst über die Deadline raus) - immer die mangelnde Wirtschaftlichkeit, weil gegen subventionierte und allgemein verfügbare Stoffe alle Neuentwicklungen erst dann Land sehen, wenn sie entweder von sich aus wesentlich mehr Vorteile und/oder Profite versprechen (es muss also zumindest ein Marktpreis realisierbar sein, der die Massen anspricht). Aktuell ist das eben der Akkuantrieb. Anderes hat man lang nicht ernst genommen oder gar nicht ernsthaft als Alternative verfolgt, höchstens so als "worst-case-Plan B", und der ist eben jetzt erst unabwendbar eingetreten. Und aus naheliegenden Gründen (technische Machbarkeit, Abwälzung von Problemen wie Infrastruktur auf den Verbraucher der gefälligst daheim mit seiner kaum mehr subventionierten PV-Anlage laden soll, Preislage, und Lösung auch anderer Probleme wie lokaler Emissionen in Innenstädten und damit Einsparung von Strafzahlungen wegen DUH-Klagen, ...) hat man die früher so nebenbei nachverfolgten, aber eben nicht marktreifen Lösungen nicht als aktuell durchs Dorf zu treibende Sau ausgemacht. Und nebenbei waren da halt auch Konzepte drunter, die heute aus anderen Umweltgründen (Kohle ist ja auch mittlerweile ein rotes Tuch, im Gegensatz zu Erdgas aber vollkommen zu Recht, so ein Hambacher Forst wächst während unserer Lebenszeit jedenfalls nicht mehr nach) verpönt sind und einfach nicht mehr in Frage kommen. Je genauer man hinschaut, desto mehr Nachteile findet man auch (beim E-Antrieb ist das ja schon in genug mehr oder weniger gut recherchierten - Gruß an arte - Massenmedienreportagen verwurstet worden; bei Synthfuels und Wasserstoff etc. lohnt das momentan nicht, weil der Aufreger viel zu klein wäre).

 

Puh, lange Satzbandwürmer, sorry :D

Und genau das meine ich, wenn ich sage 'HÄTTE HÄTTE FAHRRADKETTE' in Bezug auf Atommüll und Wasserstoff als Antrieb. Die Wirtschaft, sprich die Energieproduzenten und deren 'Kostverzehrer' (Autohersteller) waren lange Zeit aufeinander angewiesen. Die Autohersteller waren darauf angewiesen, dass Kraftstoff günstig war. Die Öllobby darauf, dass Autos gebug verbrauchen, damit die Gewinne nicht schrumpfen. Statt aber die Gewinne brauchbar in die weitere Erforschung alternativer Antriebe zu investieren, wurde sichergestellt, dass die Verbrenner noch die Strasse dominieren. Sogar soweit musste man gehen, dass man dabei betrogen musste, damit die Fahrzeuge eine Zulassung erhalten und behalten.

 

Der Verbrenner ist defacto am Ende und der Ersatz ist nicht da. Das heisst man hält die Hirntoten mit Lebenserhaltenden Maschinen noch irgendwie am leben. Es könnte sich ja irgendwann ja lohnen. Nein, es lohnt sich nicht. Die Frage ist: wie löst man dieses Problem? Nun ja... DAS ist ein Thema für unsere Forscher, die überstürzt irgendwas auf die Atrasse bringen müssen, was sich aktuell nicht lohnt. Solange die Tesla Batterien im Grunde genommen tausende und tausende von AA Batterien (überspitzt) darstellen und diese ein Gewicht mitschleppen werden KANN das nicht unsere Zulunft sein. Verdammt, letztens gab es eine Diskussion darüber ob evtl. der Dampfantrieb bei der Bahn auf Atrecken ohne Fahrdraht wieder aufleben könnte... Schliesslich könnte man ja Erdgas ja in Öfen verteuern und damit Dampf produzieren... :rolleyes: Ineffizienz pur! Obwohl ich ein Fan des Dampfantriebs bin...

 

Wir brauchen eine DURCHDACHTE Lösung und das als beständig. Und das Einzige, was wirklich beständig ist, ist kein Antrieb. Es gibt keinenCO2 neutralen Antrieb. Gab es nie und wird es nie geben.


08.07.2021 19:05    |    nick_rs

Zitat:

@Peter.Pan schrieb am 8. Juli 2021 um 10:49:53 Uhr:

Zitat:

@nick_rs schrieb am 8. Juli 2021 um 08:36:16 Uhr:

 

Uiuiuiui, da sind aber riesige Denkfehler drin. Gerade für jemanden, der sich mit „Energieerhaltung, Energieeffizienz oder Wirkungsgraden etwas näher beschäftigt hat“ :rolleyes:

Da alleine Elektromotor um ein Vielfaches Effizienter läuft als ein Verbrenner, der die meiste Energie in Wärme umwandelt, braucht ein 2200kg Auto trotzdem noch deutlich weniger Energie als ein 1600kg Verbrenner - unabhängig davon, woher diese Energie herkommt. ....

Zum "Denkfehler" wird es erst, wenn man nicht das Gesamtsystem betrachtet. :D

Deine Aussage zur "Effizienz" des E-Motor's ist genauso "richtig", wie die Herstellerangaben "0 g CO2/km" :rolleyes:

Bei der Stromerzeugung, die aus den o.g. Gründen bis auf weiteres in konventionellen Kraftwerken erfolgt, werden auch ca. 70 % der eingesetzten Primärenergie in Wärme "umgewandelt" (Ausnahme BHKW's mit angeschlossener Nah- oder Fernwärmeversorgung). Hinzu kommen die Übertragungsverluste beim Stromtransport und in den AC-Ladern, was den Wirkungsgrad weiter senkt.

Deshalb ist die momentane Form der E-Mobilität genauso "umweltschonend" wie das Heizen mit Strom in Form von Luft-Wasser-Wärmepumpen, was den Leuten zur Zeit als "die Lösung aller Umweltprobleme" verkauft wird.

 

Und zum Thema "Rekuperation":

Durch den Rekuperator wird das E-Fahrzeug abgebremst, während der Verbrenner mit Schubabschaltung deutlich weiter rollt. Schon mal ein E-Auto gefahren? Das zum Thema "Energierhaltung"!

 

Und ein weiteres Thema ist die nicht vorhandene Infrastruktur. Um den zusätzlichen Leistungsbedarf an Elektroenergie zu decken, müssen Tonnen neuer Elektrokabel in der Erde vergraben werden, die auch nicht auf Bäumen wachsen. :D

Warum wohl müssen Ladeeinrichtungen mit einer Leistung über 3,6 KVA beim EVU angemeldet werden? Ladesysteme mit einer Summenleistung von mehr als 12 kVA bedürfen der Genehmigung durch das EVU (So bei meinem EVU, dürfte aber bei anderen EVU nicht anders sein). Momentan alles noch kein Problem bei der geringen Verbreitung an E-Fahrzeugen. Aber Ersatz aller Verbrenner durch E-Fahrzeuge in der jetzigen Form? NeverEver! Man wird sehen, wo die Reise hingeht - oder auch nicht mehr.

 

Aber jeder wie er will. Tante Google liefert ja alle "Fakten", die oftmals leider doch nur "alternativ" sind.

:D

Sicherlich ist der Strommix bei dem Wirkungsgrad mit einzurechnen. Aber der wird sich auch noch verändern. Und schon mit aktuellem Strommix und der Batterieproduktion ist ein Elektroauto sauberer. Das ist einfach so. Und wenn wir schon so anfangen, dann müssen wir auch den Energieverbrauch bei der Raffinerie von Krafstoffen mit einrechnen. Da fährt ein e-Auto schon sehr weit, bis der Diesel überhaupt erstmal in den Tank fließt.

 

Und scheinbar im Gegensatz zu dir bin ich schon viele E-Autos gefahren und besitze auch einen PHEV. Rollen ist immer effizienter, und ein e-Auto kann das am besten. Entweder man stellt die rekuperation auf schwach oder automatisch, dann segelt das Auto, oder man hält das Gaspedal im entsprechenden Bereich, dann segelt es ebenfalls, ohne, dass „Strom gegeben“ wird. Wenn man das Bremspedal drückt wird dann rekuperiert. Segeln kann beim Verbrenner höchstens der Handschalter oder eine sehr neue Automatik mit Segelfunktion. Ansonsten ist die Energie weg und verpufft in der Motorreibung oder den Bremsen. Deine ganze Argumentation ist einfach Mumpitz, scheinbar bist DU noch nie bewusst ein e-Auto gefahren oder hast dich wenigstens damit beschäftigt. Egal wie du es drehst und wendest, Das e-Auto macht mehr aus seiner Bewegungsenergie als ein Verbrenner.

 

Und sicherlich gibt es bei der Infrastruktur noch Nachholbedarf, aber früher gab es Benzin auch nur in der Apotheke. Geht eben nicht alles mit einem Fingerschnipser. Heißt aber nicht, dass es langfristig nicht funktioniert. Wer 2021 immer noch glaubt, dass E-Autos sich nicht durchsetzten werden, der geht ziemlich blind durchs Leben.


08.07.2021 19:09    |    Ascender

Zitat:

Es gibt keinenCO2 neutralen Antrieb. Gab es nie und wird es nie geben.

Pferde? Wobei die auch nicht CO²-Neutral sind, weil die ja auch etwas fressen müssen. :D

 

Aber wenn der Autohass so weiter geht, werden wieder Leute mit roten Fahnen vor den Autos in Ortschaften hergehen müssen um die Fußgänger und Radfahrer zu warnen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Flag_Act

 

Dann steige ich aufs Pferd um. :D


08.07.2021 20:41    |    Peter.Pan

Zitat:

@nick_rs schrieb am 8. Juli 2021 um 19:05:06 Uhr:

... Und scheinbar im Gegensatz zu dir bin ich schon viele E-Autos gefahren und besitze auch einen PHEV. ...

Sehr schön, da haben wir genau das, was ich vermutet habe. Wenn man mit sachlicher Argumentation nicht weiterkommt, behauptet man Dinge, die man nicht weiß und in der Realität auch nicht zutreffen.

 

"Mumpitz", um bei Deiner "Argumentation" zu bleiben, ist die alleine schon die "Argumentation" mit dem Strommix. "Öko-Strom", der aktuell für die E-Mobilität verbraucht wird, steht für Haushalt, Gewerbe und Industrie nicht zur Verfügung und muss konventionell "nachproduziert" werden. PUNKT.

Da nützt es auch nichts, wenn "... 80 % der Besitzer von E-Fahrzeugen Öko-Strom nutzen ...", so in einer Studie (wer hat sie beauftragt?) nachzulesen.

Und Dein "PHEV" nützt da auch nix - gilt da auch das Vorgenannte. Die Plugin-Hybriden sind in der Mehrzahl der Nutzungsfälle der allergrößte "Mumpitz".

Die "Studie" aus 2019 argumentiert zum Beispiel, dass ca. 50 % der BEV-Nutzer den dafür benötigten Strom mittels Photovoltaik-Anlagen selbst erzeugen.

Abgesehen davon, dass die Minderheit der Kfz-Nutzer auch Eigenheimbesitzer ist und gar nicht die Möglichkeit hat, ihren Strombedarf - und sei es nur für das E-Auto - selbst zu decken, muss man beachten, dass die Mehrzahl der E-Autonutzer ihre Fahrzeuge dann laden wollen, nämlich nach Feierabend, wenn kaum oder gar kein Strom aus Sonnen- oder Windenergie zur Verfügung stehen! Und jetzt komm mir nicht damit, dass Du den Strom, den Du tagsüber selbst "erzeugt", um ihn Abends für die Ladung des E-Vehikels zu nutzen. Bedeutet aktuell noch mehr Batterien mit all den bekannten Problemen!

Solange das Thema "Stromspeicherung" nicht wirklich sinnvoll gelöst ist - und davon sind wir noch Jahrzehnte entfernt - wird es immer Spitzenlastkraftwerke geben, die den benötigten Strom mit fossilen Brennstoffen erzeugen.

 

Niemand - auch ich nicht - haben jemals behauptet, dass der E-Antrieb nicht der Antrieb der Zukunft sein kann oder wird. Nur das, was uns aktuell als "ökologisch" verkauft wird, ist meilenweit davon entfernt.

 

Aber klar, wenn man selbst auf die "Blender" hereingefallen ist, weil man eine ganzheitliche Betrachtung ausser acht gelassen hat, ist man natürlich für Sachargumente nicht aufgeschlossen, weil man sonst zugeben müsste, sich nicht umfassend informiert zu haben. Die Blöße gibt man sich nicht und "argumentiert" stattdessen mit der "Unwissenheit" und "Blindheit" des Gegenüber.

 

P.S.:

Oben erwähnte "Studie" gibt an, dass ein aktuelles E-Fahrzeug nach einer Nutzungsdauer von 13 Jahren völlig CO2-neutral ist. Fakt ist aber, dass die momentan eingesetzten Batterien nach ca. 8 Jahren "platt" sind und das Fahrzeug ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.


08.07.2021 21:09    |    Amadeus-A6

Warum müssen eigentlich in jedem Thread, in dem es um E-Autos geht, irgendwelche Trolle auftauchen und Unwahrheiten aus längst widerlegten Studien herbeizitieren.

Neidet ihr es den Leuten so sehr, dass sie sich ein BEV leisten können?

Wenn es das nicht ist, was ist es dann?

12 Jahre bis zur CO2 Neutralität, nach 8 Jahren ist die Batterie kaputt, Als nächstes kommen die seltenen Erden, Kinderarbeit, Wasserverbrauch …

Alles nur, um ein totes Pferd noch ein wenig weiter zu reiten.

Diskutieren ist ja schön und gut, aber irgendwann ist man es leid, immer wieder die gleichen Scheinargumente von uninformierten Leuten zu lesen.


08.07.2021 21:35    |    Trottel2011

Zitat:

@Ascender schrieb am 8. Juli 2021 um 19:09:51 Uhr:

Zitat:

Es gibt keinenCO2 neutralen Antrieb. Gab es nie und wird es nie geben.

Pferde? Wobei die auch nicht CO²-Neutral sind, weil die ja auch etwas fressen müssen. :D

 

Aber wenn der Autohass so weiter geht, werden wieder Leute mit roten Fahnen vor den Autos in Ortschaften hergehen müssen um die Fußgänger und Radfahrer zu warnen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Flag_Act

 

Dann steige ich aufs Pferd um. :D

Ja, aber auch nur bei Gehgeschwindigkeit... :D


09.07.2021 02:39    |    Swissbob

Toller Fahrbericht und eine tolle Diskussion.

 

Als BEV,PHEV und Verbrenner Fahrer, habe ich täglich den direkten Vergleich.

 

Ich muss @Peter.Pan in vielen Punkten recht geben, fast alle elektrifizierten Fahrzeuge werden zwischen 19 und 6 Uhr geladen ausser in Norwegen, Finnland und Schweden scheint um diese Uhrzeit auch im Sommer keine Sonne mehr.

 

Es ist richtig, dass Elektroautos sehr effizient sind, aber nur im Sommer. Im Winter steigt der Verbrauch extrem an , beim Verbrenner wird hingegen die Abwärme genutzt.

 

PV,Thermosolar,Luft/Wasser Wärmepumpen sind tolle Sachen sofern die Geografische Lage stimmt.

 

Je nördlicher der Standort desto weniger Sinn machen die oben genannten Sachen.

 

Auch stört mich dass in der EU auf einheitlichen Regeln gepocht wird, der Energieverbrauch je Bürger hängt sehr stark von der Topographie und dem Mikroklima ab.

 

Ein Bekannter sagte mir vor kurzem, er bräuchte zum Elektroauto einen kleinen Benzin Generator damit er auch auf der Strasse laden kann, ansonsten macht es keinen Sinn. Es gäbe viel zu wenig Lademöglichkeiten, und hierzulande weigern sich die Stadtwerke zusätzliche Ladesäulen zu bauen, da das Netz bereits jetzt voll ausgelastet wäre.


09.07.2021 09:51    |    Amadeus-A6

Woher kommt die Annahme, dass fast alle E-Autos zwischen 19 und 6 Uhr laden?

Ist das Dein Gefühl?

Gegenbeispiel: Ich habe an meinen zwei Firmensitzen jeweils 3 Doppelladesäulen installieren lassen. Diese werden über die firmeneigene Solaranlage versorgt, wenns geht. Den Rest liefert jeweils ein BHKW, was auch den Firmensitz versorgt.

Die Mitarbeiter können hier zu einem vergünstigten Preis laden, was jeder tut, der per E-KFZ zur Firma kommt.

Unser Stromer zu Hause hängt meist tagsüber am Ladegerät (mit Steuerung des Ladebedarfs). Ist mal jemand damit unterwegs, nutzt derjenige wenns sein muss auch gern innerstädtische Ladeangebote für 0,29€ pro kWh oder die kostenlosen Ladesäulen. Laden müssen wir den kleinen max. 1x die Woche.

Aber sicher, ich bin bestimmt mit dem Nutzungsverhalten kein Maßstab.

Würden nun wirklich alle E-KFZ nur nachts geladen, wäre der regenerative Anteil immer noch nicht null. Zusätzlich verstehe ich die Argumentation nicht, denn ein Verbrenner bietet einem gar nicht die Möglichkeit, zumindest lokal ohne Emmissionen fahren zu können. Der Rest ist nicht das Problem des E-KFZ, sondern der Energieerzeugung.

Leider stimmt die Aussage, dass der Verbrauch von Elektroautos im Winter extrem ansteigt, so auch nicht.

Natürlich verbraucht man aufgrund Rollwiderstand der Winterreifen, Sitz-/Lenkradheizung, Inneraumheizung, Batterievorwärmung etwas mehr. Das macht ein Verbrenner allerdings auch. Die Batteriekapazität ist bei Kälte allerdings eingeschränkt, was sich direkt auf die Reichweite auswirkt. Das bedeutet aber nicht , dass plötzlich Energie fehlt. Man hat nur nicht die Volle Energie der Batterie zur Verfügung.

Beim Verbrenner hat man im Winter ebenfalls das Problem, dass die Autos einen höheren Verbrauch haben. Zusätzlich ist dann oft aufgrund des Thermofensters die Abgasnachbehandlung deaktiviert.

 

Zum Schluss kannst Du Deinem Bekannten mal empfehlen, sich eine der vielen kostenlosen Ladesäulen-Apps zu laden (EnBW z.B.) oder https://abetterrouteplanner.com/ auszuprobieren. Dass es viel zu wenige Lademöglichkeiten gibt, ist quatsch. Dass es noch mehr geben könnte, da stimme ich zu.

Und die Geschichte mit dem Benzin-Generator zum Laden gehört wohl eher zu den Stammtisch-Märchen. Ein kleiner Generator schafft vielleicht 2kW Ladeleistung. Wie lange will er denn damit laden?

Außerdem würde mich brennend interessieren, welche Stadtwerke sich weigern, zusätzliche Lademöglichkeiten zu bauen. Wo ist denn das Netz schon voll ausgelastet?

Nur zur Info: Momentan kann sich jede Privatperson eine 11kW-Wallbox installieren (lassen), sogar mit 900€ gefördert. Diese muss lediglich gemeldet werden. Größere Wallboxen (z.B. 22kW) sind genehmigungspflichtig. Hier geht es allerdings nicht zuerst um die Leistung des Netzes sondern darum, dass geprüft werden muss, ob der Hausanschluss eine Zusatzbelastung von 22kW aushält (also Hauszuleitung, Verbraucher im Haus, etc.).


09.07.2021 10:29    |    PIPD black

Aktuell ist der Fördertopf in D für Wallboxen empty.


09.07.2021 10:48    |    Swissbob

@Amadeus-A6

 

Dankeschön für die ausführliche Antwort:)

 

Ich hätte ergänzen sollen, dass ich in der Schweiz lebe.

Wir haben von 22Uhr bis 6Uhr günstigen Nachtstrom, der gerne genutzt wird. ( alle E-Fahrer in meinem Umfeld)

 

Ich habe hier mehrere Stadtwerke angefragt, ob das Ladenetz weiter ausgebaut werden soll, dies wurde stets mit Hinweis auf die alte Infrastruktur verneint.

 

In Deutschland scheint es zum Glück anders zu sein.

 

Mein Bekannter lebt in einer Wohnung ohne eigene Lademöglichkeit. Daher stammt sein Zynismus.

 

Mein Verbrenner braucht im Winter 1L mehr, mein Elektroauto 6-8kWh/100km mehr, das ist ein deutlicher Unterschied.

 

Gruss

Swissbob

 

P.S. Ich habe zu Hause auch eine 11kW Wallbox.


09.07.2021 11:08    |    ToledoDriver82

Ich verstehe bei der ganzen Thematik immer nicht, warum es nur ein entweder/oder geben soll. Wie bei Benzin/Diesel/Gas, kann man Strom doch einfach als weitere Variante nutzen und jeder sucht sich eben seins raus. Ich muss dabei nicht energisch gegen Vebrenner vorgehen, noch umgekehrt gegen Elektro.

Leider scheint hier ein immer größerer Kampf gegeneinander zu entstehen, schade.


09.07.2021 12:00    |    Trottel2011

Zitat:

@ToledoDriver82 schrieb am 9. Juli 2021 um 11:08:49 Uhr:

Ich verstehe bei der ganzen Thematik immer nicht, warum es nur ein entweder/oder geben soll. Wie bei Benzin/Diesel/Gas, kann man Strom doch einfach als weitere Variante nutzen und jeder sucht sich eben seins raus. Ich muss dabei nicht energisch gegen Vebrenner vorgehen, noch umgekehrt gegen Elektro.

Leider scheint hier ein immer größerer Kampf gegeneinander zu entstehen, schade.

Wenn man sich schon unbedingt als stolzer Fahrer eines Autos mit Schaltgetriebe outen muss und das dermaßen wehement sagen MUSS weil man noch die Beinkontrolle und Überhaupt das Gefühl mit dem Auto verbunden zu sein angibt, wird es alleine da schon ein Knackpunkt und Angriffspunkt sein. Wenn man als LPG'ler sich outet, wird man als arm abgestempelt. Kauft man sich die kleinste Maschine wird man als kein Autofan angesehen. Usw. Usf. - da ist ein Antriebskrieg schon vorgegeben!

 

Toledo, du bist selbst so einer, der sagt, dass alles was einen bevormunden könnte ja überhaupt scheisse ist und dass du sowas nicht brauchst. Wenn du extremer wärst, wäre das Nächste ein Hetzen gegen alle, die sowas haben und gerne nutzen. So sieht die schmale Bandbreite der dummen menschlichen Psyche aus. Siehe die Intoleranz für Ausländer, anders-Sexuelle, anders-Gläubige, anders-Lebende. Geht alles auf dieses eine Makel zurück. Profilieren und Intoleranz ;)


09.07.2021 12:53    |    ToledoDriver82

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 9. Juli 2021 um 12:00:08 Uhr:

Zitat:

@ToledoDriver82 schrieb am 9. Juli 2021 um 11:08:49 Uhr:

Ich verstehe bei der ganzen Thematik immer nicht, warum es nur ein entweder/oder geben soll. Wie bei Benzin/Diesel/Gas, kann man Strom doch einfach als weitere Variante nutzen und jeder sucht sich eben seins raus. Ich muss dabei nicht energisch gegen Vebrenner vorgehen, noch umgekehrt gegen Elektro.

Leider scheint hier ein immer größerer Kampf gegeneinander zu entstehen, schade.

Wenn man sich schon unbedingt als stolzer Fahrer eines Autos mit Schaltgetriebe outen muss und das dermaßen wehement sagen MUSS weil man noch die Beinkontrolle und Überhaupt das Gefühl mit dem Auto verbunden zu sein angibt, wird es alleine da schon ein Knackpunkt und Angriffspunkt sein. Wenn man als LPG'ler sich outet, wird man als arm abgestempelt. Kauft man sich die kleinste Maschine wird man als kein Autofan angesehen. Usw. Usf. - da ist ein Antriebskrieg schon vorgegeben!

 

Toledo, du bist selbst so einer, der sagt, dass alles was einen bevormunden könnte ja überhaupt scheisse ist und dass du sowas nicht brauchst. Wenn du extremer wärst, wäre das Nächste ein Hetzen gegen alle, die sowas haben und gerne nutzen. So sieht die schmale Bandbreite der dummen menschlichen Psyche aus. Siehe die Intoleranz für Ausländer, anders-Sexuelle, anders-Gläubige, anders-Lebende. Geht alles auf dieses eine Makel zurück. Profilieren und Intoleranz ;)

Vielleicht ist es auch die Art und Weise wie man in D die Menschen von solchen Dingen wie dem E Antrieb überzeugen will...immer nur mit der Keule ist eventuell nicht die beste Lösung. Im allgemeinen hab ich eh das Gefühl, in D gibt es nur 2 Varianten, entweder "ja, macht mal" oder "jetzt aber und wer nicht will, den bringen wir schon dazu". Es mag nicht immer leicht sein und alle bekommen wir nicht auf einen Nenner.

Um den Bogen zum Fahrzeug wieder zu ziehen. Der weckt bei mir keinerlei Begierde/Emotionen und man sieht doch den ein oder anderen hier. Deswegen werd ich aber keinem vom Kauf abhalten oder gar das Auto schlecht reden, erwarte das aber im Gegenzug auch.


Deine Antwort auf "Let's Drive: Volkswagen ID.4 (2021)"

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The New Daily Driver:

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Getriebe: 6 Gang Automatik (Aisin B400)

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Ausstattung: Lusso mit alles

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Ausstattung: Volle Hütte + Sportsitze + Sportlenkrad + Glasschiebedach

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

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Motor: R4 (1.2l, 69 BHP)

Getriebe: Handschaltung (5-Gang)

Farbe: Vesuvio Schwarz Metallik (kommt)

Ausstattung: zusätzlich zu Lounge noch 5" Touchscreen samt 6 Lautsprecher, getönte Scheiben hinten, Chrompaket, und ein paar Kleinigkeiten

Im Besitz: 05/2018 - 10/2018

 

Another Former Daily Driver:

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Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ8 Executive (X308)

Modelljahr: 1997

Motor: V8 (3.2l, 237 BHP)

Getriebe: Automatik (5-Gang ZF5HP24)

Farbe: Meterorite Pearl (MDT)

Ausstattung: Vollausstattung bis auf Memorysitze, Soundanlage, Regensensor und Navigationssystem

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

Im Besitz: 03/2015 bis 05/2018

 

Yet Another Former Daily Driver:

The Jaguar Formerly Known As "Jag"

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ6 SPORT (X300)

Modelljahr: 1995

Motor: R6 (3.2l, 211 BHP)

Getriebe: Automatik (4-Gang ZF4HP22)

Farbe: Schwarz Metallik

Ausstattung: Sportpaket + ein paar Kleinigkeiten

Im Besitz: 01/2015 - 02/2015

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Auflistung der Sonderartikel zum XJ-S/XJS

 

Teil 1: Lister LeMans

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Teil 3: Koenig Breitbau

Teil 4: TWR XJ-S

Teil 5: PBB Monaco

Teil 6: Aston Martin DB7

Teil 7: Jaguar XJ-C

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Teil 9: Railton Claremont und Fairmile

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