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07.07.2021 13:02    |    Trottel2011    |    Kommentare (171)    |   Stichworte: bev, elektroauto, id, id.4, let's drive, volkswagen, vw, zukunft

Macht Volkswagen aktuell alles richtig mit der ID.x Reihe?

Hallo Motor-Talker!

 

Volkswagen ID.4 Vorne RechtsVolkswagen ID.4 Vorne RechtsEine kleine Premiere in diesem Blog: ein Elektroauto! Ja, tatsächlich fahre ich mal ein Elektroauto und ich war bei Abholung sehr gespannt. Ein großes Dank gilt dem leihenden Autohaus für die Möglichkeit.

 

Wie immer ist die Vorabfrage: was haben wir hier? Ein neuer Volkswagen ID.4 - die wohl neuste Art bei VW Autos zu benennen. Wobei, Up! Bisher eine der kürzesten Namen sein dürfte.

 

Der ID.4 soll die boomende Klasse der SUVs mit dem aktuellen Trend (welches aber kein Trend bleiben sondern Mainstream werden wird) der Elektromobilität vereinen soll. Nicht ohne Grund kommen mehr und mehr Fahrzeuge dieser eSUV Klasse auf dem Markt. E-Mobilität ist en vogue und SUVs noch immer. Da ist die Entscheidung seitens der VW Führung auf ein eSUV zu setzen komplett verständlich. Das zeugt sich aktuell bestens in den Zulassubgszahlen und ebenso auf der Strasse. Während es früher die Model S und Zoe sowie Leaf waren, die man häufiger fahren sah, sind es jetzt fast ausschließlich ID.3 und ID.4. Der in Bremen gebaute Merceded Benz EQC ist trotz längerer Verkaufszeit kaum auf der Strasse anzutreffen - in meiner Region. Eher sehe ich X Klasse und wieder einige Vaneos!

 

Volkswagen ID.4 Seite LinksVolkswagen ID.4 Seite LinksGehen wir hier mal komplett offen und ohne Vorurteile ran. Schliesslich ist das die Zukunft. Benzin im Blut oder Strom in der Steckdose...

 

Fangen wir beim Aussehen an. Optisch ein klarer Fall von 'gefällig'. Man sieht die ID Familie sofort in der Front. Aber im selben Schwung sieht man einfach, dass es ein VW ist. Über die Jahre hat man sich an die Ootik von VWs gewöhnt und der ID.4 fällt wenig aus der Reihe. Die Front ist in sich zusammen betrachtet stimmig. Der mangelnde Kühlergrill, der sonst auf jedem Verbrenner der Marke zu finden ist, fehlt. Aber es fehlt nicht wie beim Passat 35i, wo es einfach falsch ausschaut. Es sieht dennoch gut aus. Nur die Öffnung unten stellt eine Pforte zu einer Höhle dar. Da hätte man es irgendwie anders lösen können. Das Licht vorne und hinten wirkt gefällig. Die Lightbars, wie heute üblich, sind nicht ganz meins. Aber das ist eine persönliche Sache.

 

Insgesamt aber ist der ID.4 optisch gefälliger als der ID.3. und gefälliger als Vergleichsfahrzeuge der Klasse (EQC und äh lich). Soll aber nicht heissen, dass ich ihn hübsch finde. Es ist halt typisch VW. Weder super schick noch übertrieben bieder. Mainstream.

 

Volkswagen ID.4 Sicht durch FahrertürVolkswagen ID.4 Sicht durch FahrertürDie 21" Felgen sehen zeitgleich modern als auch aerodynamisch aus. Die breiten 255er Reifen hinten sind sicherlich notwendig, wenn man den Wagen ordentlich fordert. Was aber irritiert: warum wechselt man hinten von der Bremsscheibe - die sich bewährt hat - zur alten Trommel zurück? Bei einem Kleinwagen a la Fiat 500, Micra und Konsorten, absolut verständlich. Aber bei einem Auto für schätzungsweise 55.000 EUR? Es mag ja sein, dass die Bremswirkung sich als besser erwiesen hat, jedoch ist die Wartungsfreundlichkeit nicht ganz so gegeben. Mal eben die Bremsen kurz durch die Felge prüfen: nö! Hier nicht mehr :( Etwas nervig ist, dass die Bremsen hinten doch etwas mehr quietschen, wie es bei einer Trommel Bremse häufiger vorkommt. Die riesigen Räder sich beim Fahren total unauffällig. Man merkt sicherlichvdas Mehr an Gewicht in jeder Ecke, aber allgemein ist der ID.4 gut gefedert.

 

Von hinten sieht es sehr aerodynamisch aus aber das ist beim Waschen richtig bescheiden. Wie soll man hinten die Scheibe ordentlich reinigen? Die riesige Haube, die zur Abrisskante wird, hilft nicht dabei die Heckscheibe sauber zu halten oder sauber zu machen. Wo wir gerade von hinten sprechen... Die Sicht nach hinten ist bescheiden. Durch die Kameras kommt etwas Sicht dazu aber das kann ja nicht die Zukunft sein...

 

Volkswagen ID.4 Sicht nach VorneVolkswagen ID.4 Sicht nach VorneVolkswagen ID.4 Sicht nach Vorne RechtsVolkswagen ID.4 Sicht nach Vorne RechtsUnd jetzt, da wir schon von innen sprechen: machen wir da mal weiter! Es erwartet uns ein komplett aufgeräumter Innenraum. Es sind nirgendswo irgendwelche unnötigen Tasten vorhanden. Definieren wir jedoch unnötig. Volkswagen hat, anders als beim Golf, das Ganze mit den Tasten etwas überarbeitet. Im Golf VIII war ich davon nicht begeistert. Hier bin ich es auch nicht, aber es ist besser. Die kleinen ShortCuts sind praktisch aber dennoch nicht perfekt. Es gibt eben Tasten, die sollte man komplett ohne irgendwie schätzen zu müssen wo es liegt, eine Taste drücken können. Auch die ShortCuts sind Touch Sensitive Tasten.

 

Es sind viele Stellen im Innenraum, wo ich etwas anders gemacht hätte. Infotainment und Lenkrad sind die beiden 'schlimmsten' Stellen. Fangen wir beim Lenkrad an. Die Tasten sind hier auch alle soweit Tpuch. Aber mit einem Feedback. Ebenso mit der Möglichkeit die Taste auch mit einem Klick oder Doppelklick zu bedienen. Beispielsweise Tempomat. Ein Klick = 1 km/h drauf oder runter. Doppelklick dann 10 drauf oder runter. Verwirrend ist dass auf der linken Seite eine Taste mit 'Mode' drauf ist. Entweder LIM oder Tempomat. Okay, das ist eine Idee. Auf der Anderen Seite ist eine Taste an der selben Stelle... Ich dachte dass man damit im Display (ehemals Kombiinstrument) zwischen verschiedene Darstellungen wechseln kann... Nope. Nur zwischen kleine Anzeige und grössere Anzeige. Das wars auch schon...

 

Volkswagen ID.4 ArbeitsplatzVolkswagen ID.4 ArbeitsplatzWechseln wir rüber zum Infotainment. Wie ich dieses Wort hasse. Aber es passt. Die Darstellung ist sehr klar und kühl gehalten. Relativ selbst erklärend. Leider aber sehr laggy. Der Wechsel von einem zum nächsten Screen dauert ein paar Sekunden. Das kann mein Spider besser und das Systemmist schon einige Jahre auf dem Markt!

 

Im 'Infotainment' sind alle Funktionen einstellbar. Es sind alle Funktionen logisch und intuitiv bedienbar. Ausser die Sitzheizung. Wenn man im normalen Modus fährt, bsp. Radio läuft, sind die Klimseinstellungen sowie Sitzheizungseinstellungen direkt erkennbar. Intuitiv wäre jetzt, man drücke auf die Sitzheizungsicons und kann damit die Stufe einstellen. Stattdessen wird danach direkt das Klimamenü angezeigt. Es ist schon etwas nervig. Hier sind Icons vorhanden. Diese doch einfach mal als 'Tasten' nutzen...!? :confused:

 

Volkswagen ID.4 MittelkonsoleVolkswagen ID.4 MittelkonsoleDie Sitze sind sehr gut. Es sind ja auch die Ergonomiesitze. Diese haben einen schönen Schnitt und das Material ist gut. Ich finde sowieso den modernen Stoff, den VW bei 'nicht-Ledersitzen' verwendet, sehr angenehm von der Haptik. Kann sein dass es noch einige billigere Version gibt, aber das ist hier egal. Hinten ist bei meiner Sitzeinstellung viel Platz - ich bin 1.82 m als 'Sitzriese'. Die Sitze hinten sind genauso bequem und haben einen guten Winkel.

 

Komfort... Wichtiger Punkt! Zum Komfort zählt die Möglichkeit Luft rein/raus zu lassen. Weiterer Kritikpunkt: ich möchte alle 4 Fenster auf einmal öffnen. Geht? Nein. VW hat ein 'Touch-Umschalter' zwischen Front- und Heckseitenfenster verbaut. Das heisst man muss erst Vorne öffnen, dann warten, dann hinten umschalten, dann öffnen und warten. Das lenkt etwas viel ab... Man ist zu lange damit beschäftigt die Fenster zu öffnen. Nicht kann man hier problemlos reinlassen. Das riesige Panoramadach ist toll. Nicht ganz so toll wie ein Stoffverdeck, den man flott wegklappen kann, aber sonst toll. Die Touchbedienung davon ist gut und intuitiv ABER man muss es richtig berühren. Dann fährt der Sonnenschutz auch richtig zu bzw. auf. Allgemein ist das Ambiente im Innenraum sehr angenehm. Das Raumklima ist sehr entspannend.

 

Als Roadsterfahrer weiss man, dass man sehr gut packen muss wenn man einkaufen fährt oder verreisen will. Zum ersten Mal konnte ich seit 3 Jahren den Kofferraum volllqden mit Raum für mehr! :D Es geht eine Menge rein. Praktisch! Aber dass man sein Gepäck so hoch heben muss, hat einerseits was Gutes aber auch was Schlechtes an sich. Das Gute: es ist fast auf Greifhöhe, man muss sich nicht bücken. Das Schlechte: man muss es wieder auf den Boden legen - also wieder bücken ;) Aber sonst ist im Kofferraum viel Platz. Links und Rechts der üblichen Ladefläche sind noch Vertiefungen, ideal für lose Flaschen oder Kleinkrams der sonst herum fliegt. Ein paar Haken zur Befestigung von Tüten sind vorhanden. Die LED Leuchte im Kofferraum könnte aber stärker sein. Für mich ein Plus-Punkt: die Hutablage. Die wabbeligen Stoffbahnen, die VW als Laderaumabdeckung in manchen Fahrzeugen einbaut, sind echt ein Graus. Hier aber eine gute feste Abdeckung. Sehr gut! Unter dem Laderaumboden sind 2 Fächer. Ein Großes sowie darunter noch ein Kleines. Ideal auch um Ladekabel und Konsorten zu verstecken und verstauen.

 

Volkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungVolkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungSo, Design, Innenraum, Bedienung haben wir hinter uns... Jetzt ist das Fahren angesagt. Das Modell hier ist die 204 ps "Pro Performance" Version in der 1st Edition. Es sind ich glaube 310 nm an der Hinterachse, die ab der ersten Umdrehung anliegen. Das Gewicht beträgt um die 2.2t Leer mit Fahrer. 0-100 in ca. 8,5 Sekunden und eine Vmax von 160 km/h runden das Fahrzeug datentechnisch ab. Aber was ist mit Fahrtechnisch? Man spürt das Gewicht und das ist natürlich fahrtechnisch sofort zu merken. Bei der "Vollgasbeschleunigung" fühlt es sich so an, als würden die Räder davon traben und das Auto kommt nicht hinterher. Sprich bis man irgendwann 120 km/h erreicht hat, sind die Räder gefühlt 2 m vor dem Wagen. Erst danach wird es allmählich "besser" - die Räder fangen sich. Im Spider mit knapp 1000 kg fühlt es sich deutlich anders an.

 

Volkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungVolkswagen ID.4 AmbientebeleuchtungDer Motor ist sehr gut eingestellt/abgestimmt. Klar, ein Elektromotor kann was. Eine absolut gefühlt liniare Beschleunigung. Komplett frei von irgendwelchen Schaltvorgängen. Kein Krach. Kein Reifenquietschen. Kein Zirpen. Nichts. Nur die künstlichen Geräusche, die das Auto von sich geben muss. Das Lauteste im Innenraum sind die Reifen und der Scheibenwischermotor! Es ist unheimlich leise. Und zeitgleich unheimlich! Der Moment, wenn man das "Gaspedal" nur berührt und sofort Bewegung in die Kiste kommt ist echt - naja - WOW! Eine "Offenbarung". Kein Krach von einem Verbrenner, der erstmal die Initialbewegung der Drosselklappe abwarten muss. Kein Turboloch. Kein Kompressorgeheule. Kein Schlurren der Automatik. Kein Klacken aus einem Zweimassenschwungrad später ist die Maschine dabei vorwärts zu rollen. Klar: volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung. Salopp gesagt: HEFTIG! Krasser Scheiß! :D

 

Wenn das wirklich unsere Zukunft ist, dann hallo zukunft! Ich liebe meinen Verbrenner aber ich glaube ich könnte mich sehr schnell an die Mühelosigkeit und Leisigkeit gewöhnen. Während ich im Verbrenner fast immer das Radio nebenbei laufen habe, ist mir aufgefallen, dass ich eher das Radio im ID.4 aus hatte. Warum? Keine Ahnung. Wahrscheinlich einfach die Ruhe genießen. Enjoy the Silence, würde jetzt im Hintergrund des Spiders laufen :D

 

Volkswagen ID.4 KofferraumVolkswagen ID.4 KofferraumVolkswagen ID.4 Kofferraum mit räumliche NutzungVolkswagen ID.4 Kofferraum mit räumliche NutzungUnd so kommen wir dem Ende der Probefahrt (ein Wochenende) näher. Eine Akkuladung reicht problemlos 400 km. Zumindest habe ich das soweit schätzen können. Das Gute ist, dass die Verbraucher gut benannt werden und man somit seine Nutzung des Energiesystems anpasst. Die Klimaanlage wird dann runtergedreht und dann stellt man fest, es würde knapp 50 km Reichweite klauen. Reichen dann z.B. 3 Grad Wärme mehr? Die Massagefunktion im Sitz wird ausgeschaltet, weil es dann um die 10 km kostet. Usw. usf. Das Laden konnte ich nur an der Haushaltsdose testen. Das klappte ziemlich gut (über Nacht, ca. 8 Stunden geladen und die volle Reichweite laut Anzeige von 455 km erreicht).

 

Mein Resumée? Ein interessantes Auto, welches optisch klar ein neuerer VW darstellen will und sicherlich auf dem Markt eine gute Position einnehmen wird. Konkurrenz zum Model Y ist geboten, aber... VW muss an ein paar Details arbeiten. Aber es ist ein VW und man merkt das. Die Technik scheint gut durchdacht zu sein, das Packaging könnte besser sein (Stichwort: Frunk). Sollte es soweit sein, dass man in 5 Minuten ca. 200-250 km nachladen kann, ist ein E-Auto für mich (als baldigen Laternenparker) absolut im Rahmen. Leider ist der ID.4 nicht soweit, dass er die Ladezeiten schaffen kann, aber wenn das geht, bin ich wohl am Wechseln! Aber aktuell sehe ich das nicht direkt in den nächsten Monaten passieren...

 

Volkswagen ID.4 Vorne Rechts Volkswagen ID.4 Vorne Rechts


19.07.2021 11:23    |    Ascender

Müsste man nicht eher die Wirtschaftlichkeit vergleichen? :) Ich weiß noch, dass der A2 auf reges Interesse gestoßen ist, weil er eben als "3-Liter-Auto" galt, aber die hohen Anschaffungskosten haben das dann wieder egalisiert. Letztendlich konnte man mit konventionellen Autos während der Haltedauer sehr viele Kilometer fahren, damit sich das gelohnt hätte.


19.07.2021 11:28    |    FWebe

Zitat:

@Ascender schrieb am 19. Juli 2021 um 11:23:11 Uhr:

Müsste man nicht eher die Wirtschaftlichkeit vergleichen? :) Ich weiß noch, dass der A2 auf reges Interesse gestoßen ist, weil er eben als "3-Liter-Auto" galt, aber die hohen Anschaffungskosten haben das dann wieder egalisiert. Letztendlich konnte man mit konventionellen Autos während der Haltedauer sehr viele Kilometer fahren, damit sich das gelohnt hätte.

Generell gilt es, immer den Wirkungsgrad und die Verfügbarkeit in Relation zu setzen. Das gilt entsprechend auch analog für die Relation aus Anschaffungspreis (Verfügbarkeit) und Betriebskosten (Wirkungsgrad).


19.07.2021 11:42    |    Dynamix

Zitat:

@Ascender schrieb am 19. Juli 2021 um 11:23:11 Uhr:

Müsste man nicht eher die Wirtschaftlichkeit vergleichen? :) Ich weiß noch, dass der A2 auf reges Interesse gestoßen ist, weil er eben als "3-Liter-Auto" galt, aber die hohen Anschaffungskosten haben das dann wieder egalisiert. Letztendlich konnte man mit konventionellen Autos während der Haltedauer sehr viele Kilometer fahren, damit sich das gelohnt hätte.

Aus dem Grund waren die dann als Gebrauchte extrem gesucht, womit sich der Anschaffungspreis wieder etwas relativiert hat. Man konnte für die Dinger noch gutes Geld verlangen weil scheinbar viele darauf gewettet haben das es schon genug Idioten gibt die den Wertverlust tragen damit man die Dinger am Ende für nen schmalen Taler abstauben kann und ne 1A Sparbüchse in der Einfahrt stehen hat.


19.07.2021 12:50    |    Ascender

Die sind relativ wertstabil gewesen, aber auch als Gebrauchte lohnte sich das aufgrund dieser Tatsache nicht, weil man vergleichbare, konventionelle Fahrzeuge für weniger Geld am Markt bekommen hat.


19.07.2021 13:09    |    PIPD black

Wenn man die heutigen Laufleistungen der letzten verbliebenen Angebote dieser Fahrzeuge so sieht, dann dürfte sich das schon gelohnt haben, wenn so ein Lupo 3L über 350 oder 400 tkm erlebt hat, auch wenn er die 3l vllt. nicht ganz geschafft haben sollte.


19.07.2021 13:12    |    Ascender

Muss ja wenn, dann beim selben Halter sein, damit sich das lohnt. Das amortisiert sich über die Laufleistung...


20.07.2021 22:29    |    _RGTech

Ach, damals hat man sich 'ne Reihe "Freaks" angezüchtet, die genau diese Art von Auto extrem toll fanden bzw. quasi drauf gewartet haben - und durch die relativ rasche Einstellung der Modelle ist der Gebrauchtmarkt befeuert worden. Das passt schon irgendwie, ist halt sehr nischig.

 

Ein alter Prius beispielsweise dagegen wird schon mal für einen neueren oder noch neueren ausgemustert oder liegenlassen - es gibt sie halt immer noch :D

Aktuell sind so "letzte ihrer Art" eher im Bereich der Blech-Klappdachcabrios, Hocheinstiegs-Kompakten (A-Klasse, Meriva) und irgendwie auch im Verbrenner-Kleinwagenbereich zu suchen. Da sterben die Alternativen zunehmend weg oder sind einfach kein gutes Angebot mehr, und entsprechend werden da die Gebrauchtpreise stabiler stehen.

Und wer sich letztes Jahr ein paar (bevorzugt tageszugelassene!) Suzuki Jimny auf die Seite gestellt hat, hat mehr Gewinn machen können als mit jedem Aktienfond - ein Lada Taiga ist einfach nicht das Gleiche und alles andere ist entweder weniger geländegängig oder um ein Vielfaches größer :)

 

 

 

Zu den Trommelbremsen kann ich auch beitragen, dass mir hintere Scheiben bisher eher weggerostet sind als verschlissen. Und das bei vergleichsweise brauchbarer Bremsbalance, im Gegensatz zum MQB des nun bei den Stromern zu Trommeln zurückwechselnden Konzerns...

https://www.at-rs.de/.../bremsscheiben-reinigung-audi-a3-8v.html

Also ich kann verstehen, dass gerade die dortigen Ingenieure den Wechsel durchgedrückt haben (die Controller können's kaum gewesen sein, die Fertigungskosten dürften hier mangels verwertbaren Gleichteilen eher gestiegen sein, und höheren Werkstattkosten beim Austausch stehen geringere Tauschintervalle entgegen). Und bin auch froh, dass mein neues Winterauto ebensolche Trommeln wieder hat.

 

Vorne haben die offenen und besser belüfteten Scheibenbremsen aber nach wie vor die Nase vorn - auch beim 1303S von 1974 mit nur 50 PS ;)


09.08.2021 13:55    |    dodo32

Ich hatte weiter oben geschrieben dass ich der Ansicht bin, dass das Thema mit den Akkus steht und fällt. Zumindest in der momentanen Form. Heute bin ich über einen Artikel gestolpert, den ich Euch in diesem Kontext nicht vorenthalten möchte: https://efahrer.chip.de/.../...uper-akku-revolutioniert-e-autos_105581

 

Damit wären zwar noch nicht alle Probleme / offene Fragen gelöst aber - wenn preislich interessant - könnten solche Zellen zu einer erheblich rascheren Verbreitung von E-Fahrzeugen führen.


09.08.2021 15:05    |    Ascender

Das ist eher noch ein Grund nicht zu verfrüht auf den Zug aufzuspringen. ;) Die technische Entwicklung bezüglich Akku- und Ladetechnologie geht massiv vorwärts. Ein aktuelles E-Auto ist übertrieben gesagt in drei Jahren schon rückständig. Wiederverkauf? Gibts keine ausreichenden Erfahrungen zu. Kann ich überhaupt nicht abschätzen. Maximal tue ich mir das im Leasing an. Aber "nachhaltig" ist das nicht.


09.08.2021 15:18    |    PIPD black

Ganz meine Meinung.


09.08.2021 16:16    |    FWebe

Was der Akku kann, ist die eine Sache, nur muss die Ladeinfrastruktur das auch liefern können.

Wenn da 6 MW für ein Fahrzeug durch die Leitung gehen soll, wäre das zwar schnell aber ich habe da irgendwie eine gewisse Skepsis, ob das auch tatsächlich so angeboten wird.


09.08.2021 18:57    |    dodo32

Zitat:

@FWebe schrieb am 9. August 2021 um 16:16:54 Uhr:

Was der Akku kann, ist die eine Sache, nur muss die Ladeinfrastruktur das auch liefern können.

Wenn da 6 MW für ein Fahrzeug durch die Leitung gehen soll, wäre das zwar schnell aber ich habe da irgendwie eine gewisse Skepsis, ob das auch tatsächlich so angeboten wird.

Keine Frage - Du hast vollkommen Recht. Wenn ich mein Beispiel aus dem Bereich Modellbau von weiter oben in Deinem Kontext erweitern darf: da war es im Prinzip ähnlich. Die Zellen wurden bekanntlich immer besser aber geladen werden, wollten sie auch. Hieß für mich vor rund 14 Jahren: 24 Zellen mit je 1,2 Volt = 28,8 Volt. 6.600 mAh Stunden Kapazität. Wenn man in einem halbwegs adäquaten Zeitraum laden wollte, musste man mit rund 10 Ampere einladen = 300 Watt Ladeleistung. Zum damaligen Zeitpunkt gab es genau 2 (!) bezahlbare Geräte, die das konnten. Stückpreis: 300 Euro! Und man brauchte eine 12 Volt Spannungsquelle. Also habe ich mir eine LKW Batterie besorgt. Kein Scherz. Die habe ich dann auf den Modellflugplatz mitgeschleppt. :rolleyes::rolleyes:

 

Und das ist nur ein Modellhubschrauber gewesen. Daher frage ich mich, wie ein Verbot von Verbrennern (Neuzulassungen) ab 2030 nach Vorstellung der Grünen funktionieren soll. Das sind nur 9 (!) Jahre. Ich verfolge die Debatte über E-Autos hier auf MT seit bald über 10.

 

Ich habe mir gerade die Zahlen von 2020 angesehen: rund 3 Millionen Neuzulassungen! Da müsste die Infrastruktur binnen 9 Jahren so weit aufgebaut sein, um all diese Fahrzeuge unverzüglich laden zu können. Ich bin gespannt bzw. man darf gespannt sein ob es gelingt, den Laden in dieser kurzen Zeit auf links zu drehen.

 

Zitat:

Das ist eher noch ein Grund nicht zu verfrüht auf den Zug aufzuspringen.

Ja, natürlich. Dennoch wären diese Zellen sicherlich eine kleine Revolution während der Revolution. ;) Man stelle sich ein aktuelles Smartphone mit den Akkus von vor 30 Jahren vor :D

 

Das ganze Ding geht, wie von FWebe vollkommen richtig angemerkt, natürlich auch in Richtung Infrastruktur. Irgendwie muss der Strom in die Akkus rein.

 

Die technische Komponente ist heute schon prinzipiell kein Problem aber diese schiere Masse an Fahrzeugen ist halt was anderes als eine schiere Masse an Handys etc. :eek:


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Mein Blog hat am 08.10.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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The New Daily Driver:

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Hersteller: FCA (by Mazda)

Auto: 124 Spider (Typ 348 bzw. NF)

Motor: R4 Multiair (1.4l, 140 BHP)

Getriebe: 6 Gang Automatik (Aisin B400)

Farbe: Vesuvio Schwarz Metallik

Ausstattung: Lusso mit alles

Modifikationen: -30 mm H&R Sportfedern, Stubby Kurzstabantenne, getönte Seitenblinker ohne Spiegeleieffekt

Im Besitz: seit 10/2018

 

The Crown Juwel:

Die Iron Lady

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ-S (XJ27)

Modelljahr: 1989.5

Motor: V12 (5.3l, 295 BHP)

Getriebe: Automatik (3-Gang TH400)

Farbe: Arctic Blue (JFE)

Ausstattung: Volle Hütte + Sportsitze + Sportlenkrad + Glasschiebedach

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

Im Besitz: 10/2013 - 05/2021

 

A Former Daily Driver:

Toni

Hersteller: FCA (Fiat)

Auto: 500 (312) "Lounge"

Modelljahr: 2018

Motor: R4 (1.2l, 69 BHP)

Getriebe: Handschaltung (5-Gang)

Farbe: Vesuvio Schwarz Metallik (kommt)

Ausstattung: zusätzlich zu Lounge noch 5" Touchscreen samt 6 Lautsprecher, getönte Scheiben hinten, Chrompaket, und ein paar Kleinigkeiten

Im Besitz: 05/2018 - 10/2018

 

Another Former Daily Driver:

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Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ8 Executive (X308)

Modelljahr: 1997

Motor: V8 (3.2l, 237 BHP)

Getriebe: Automatik (5-Gang ZF5HP24)

Farbe: Meterorite Pearl (MDT)

Ausstattung: Vollausstattung bis auf Memorysitze, Soundanlage, Regensensor und Navigationssystem

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

Im Besitz: 03/2015 bis 05/2018

 

Yet Another Former Daily Driver:

The Jaguar Formerly Known As "Jag"

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ6 SPORT (X300)

Modelljahr: 1995

Motor: R6 (3.2l, 211 BHP)

Getriebe: Automatik (4-Gang ZF4HP22)

Farbe: Schwarz Metallik

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Auflistung der Sonderartikel zum XJ-S/XJS

 

Teil 1: Lister LeMans

Teil 2: Lynx Eventer

Teil 3: Koenig Breitbau

Teil 4: TWR XJ-S

Teil 5: PBB Monaco

Teil 6: Aston Martin DB7

Teil 7: Jaguar XJ-C

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Teil 9: Railton Claremont und Fairmile

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