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27.05.2017 12:56    |    Trottel2011    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 5HP24, Getriebe, Getriebeöl, Getriebeschaden, Jaguar, Quickie, Quickie Artikel, Rusty, X308, XJ8, ZF

Hallo Motor-Talker!

 

Nach dem Ausbau und der Überholung kommt jetzt die "Wiederinbetriebnahme" der 5hp24. Soll ich das bereuen? Wir schauen mal! :D

 

Vorab, ich musste beim Ausbau etwas kaputt machen, damit ich das Getriebe überhaupt ausbauen konnte. Das war damals die Austrittsleitung zum Öl-/Wasserkühler. Damit das Getriebe funktionieren kann, muss ich die Leitungen, die noch drin sind, ausbauen. Fummelarbeit? Ja. Schlimme Fummelarbeit? JA!!! Arbeit für einen Azubi? Auf jeden Fall! :( :D

 

Aber hier hängt es jetzt fest. Die Leitungen werden am Block mit 2 Schellen fixiert. Diese kann ich nicht erreichen. Dazu ist der Motorraum zu verbaut und Rusty einfach zu eng... Ergo muss ich das machen, was ich niemals machen wollte: den Motor auf dem vorderen Fahrschemel ausbauen! Heisst, Rusty bekommt sein Herz entnommen. Macht kein Spaß, aber ich muss ihn wieder zum Laufen nekommen!

 

Damit der Motor raus kann, muss ich das Getriebe aber wieder mechanisch einbauen (um Gleichgewicht zu schaffen zwischen der hellen und der dunklen Seite der Macht, da die Midichlorianwerte ungewöhnlich hoch sind :D). Also, legen wir los.

 

Der Drehmomentwandler wird ins Getriebe auf der Eingangswelle eingesteckt und nach dem dritten Einrasten sitzt es (1. Ölpumpe, 2. Eingangswelle, 3. Wandlerüberbrückungskupplung, das 3. fehlt bei der TH400 in der Iron Lady). Das Getriebe nun mit Hilfe des Praktikanten wieder bereit für den Einbau machen. Dazu schrauben wir noch die Getriebetraverse fest. Da der Kardan nicht angeschlossen wird, brauchen wir uns da keine Sorgen machen.

 

Und damit ist das Getriebe wieder drin. Völlig unspektakulär. Knapp 90 Minuten hat das gedauert und durch. Der Wandler wird dann auch festgeschraubt und schon ist der Artikel zu Ende. Eigentlich schon fast ein Quickie... Endlich hat etwas mal geklappt. Yay!

 

Nächster Schritt für nächsten Samstag (leider habe ich nicht mehr Zeit momentan): Vorderachse mit Motor und Getriebe drauf ausbauen. Ob das klappt? Ich denke schon. An Rusty ist nichts festgerostet. Dafür rostet er selbst gerne etwas weiter :D Und danach kommt die nächste "Reparatur" schon :D Es bleibt spannend! :D


17.05.2017 19:50    |    Trottel2011    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: ersatzteile, Iron Lady, Jaguar, Kühler, Teile, V12, X27, XJS, XJ-S

Hallo Motor-Talker!

 

Als Fan viele SciFi Filme, habe ich mir beim Titel hier etwas Spaß erlaubt. Spricht man in SciFi Filmen von einem besonderen Mineral/Rohstoff, heißt es in der Regel "Unobtanium". Das ist ein Wortspiel aus dem Englischen. "Unobtain" heißt "Unbeschaffbar". Das "ium" am Ende soll es als Mineral/Element darstellen. Das Obtained bedeutet "Beschafft!" ;) :D Aber zum Thema!

 

Es war mal wieder soweit, es gab ein Engpass in meiner Restaurierung... Ein Engpass, mit dem ich eigentlich nicht gerechnet hätte! Um etwas auszuholen: 2016 noch hatte ich angefangen die Lager der vorderen Anbauteile zu prüfen. Dabei fiel mir auf, dass das Lager der Riemenscheibe des Lüfterrades etwas Spiel hat. Spiel ist gut, ca. 0.5-0.7 mm Bewegung in alle Richtungen. Dazu beim Schütteln konnte man hören, wie das Lager raschelte und klapperte. Ergo: tot! Muss neu.

 

Jaguar hat hierzu ein Lager verwendet, welches einst ein "allerwelts" Wasserpumpenlager für englische Fahrzeuge war. Vom ehemals weltbesten Kugellagerunternehmen, nein, nicht SKF sondern RHP, (bis es sich aufkaufen lassen musste) stammte das "FPS 380" Lager.

 

Das Problem ist, dass das letzte Lager schon laaaaaange ausverkauft wurde. Es gibt auch keine Zubehörlager im identischen Format. Nur Lager mit längerer Welle. Und dazu kommt die Problematik: es will keiner solch ein Lager verkaufen! Kein Scherz! Es wollte kein Lieferant mir ein Lager in den richtigen Dimensionen verkaufen... Und selbst die Chinesen, die gerne alles anbieten, wollten mir mindestens 1000 Stück verkaufen! :eek: Das kommt mir alles bekannt vor, wie letztes Jahr mit dem "Deckel" der Drehmomentwandlerschrauben.

 

Ich habe also mit einigen Nummern von Lagern von anderen Herstellern, die auch passen würden (mit etwas Nachbearbeitung an der Welle bzw. am Gehäuse), quasi überall in Europa, wo ein Lager sein könnte, nachgefragt, ohne positive Nachricht. Selbst Spezialisten für klassiche Lager konnten mir nicht weiterhelfen.

 

Also ging es an mein "Zeichenbrett" um zu schauen, wie ich das umgehen könnte. Alternativen wurden ausgearbeitet. Meine Lieblingsalternative: keine! :D Viskolüfter los werden, stattdessen einen kürzeren Keilriemen nehmen, vorne 2 Elektrolüfter rein und gut... Aber das wäre nicht original und die Iron Lady soll soweit original bleiben. Die Kühlung ist ja auch soweit ausreichend dimensioniert... Und wie geil klingt ein kalter Lüfterrad? Richtig geil! Krach muss sein! Das gehört zum Auto dazu! ;)

 

Eine andere Alternative war 2 Lager aufzutreiben, die ich ins Gehäuse setzen könnte. Sprich einpressen. Dann vom alten Lager die Welle rauspressen, etwas abdrehen lassen, und dann in die Lager hineinpressen. Darauf dann die Riemenscheibe und gut... Aber da gibt es wieder ein Problem: ich finde keine Lager im mit 38.1 mm Außendurchmesser und 19 mm Innendurchmesser. Sauber! Dazu in ausreichender Stärke... Unobtanium! Muss ich doch zum unerwünschten Gebrauchtteil greifen? Ich hoffe nicht! Aber es sah danach aus.

 

Doch dann... Mein Cousin in GB wurde eingeschaltet und ich bat ihn die Teilenummer zu verwenden und ein paar örtliche Jaguarhändler aufzusuchen. EAC3437, so die Teilenummer. Er möchte bitte mal fragen ob einer sowas am Lager hat. Lange habe ich dazu nichts gehört gehabt. Die Zeit verstrich (knapp 4 Monate!) und die große Feier des Jahres fand statt. Zu meiner Überraschung: er hat eins aufgetrieben! Tatsache, einer hatte eins! Und noch "tatiger Sacher" :D nagelneu, ungebraucht und in der Originalverpackung. Nicht einmal ausgepackt und aus 2000 stammend - also nicht wirklich alt. Das Beste: kostenlos! Hat nur Lagerfläche in Anspruch genommen! Und da mein Cousin zu Besuch kam, passte es hervorragend :)

 

Eine Prüfung ergab: das Lager ist komplett ungebraucht und im Bestzustand. Die trockene Lagerung über 17 Jahre hat keine Schäden erzeugt. Das Wachspapier samt Öl haben dafür gesorgt, dass die Oberfläche rostfrei blieb. Kein Spiel (naja, etwas ja, muss ja so sein!) und alles bestens... :D Ich bin zufrieden! :D Die Herausforderung liegt jetzt nur noch darin, das gusseiserne Gehäuse zu reinigen und gegen weitere "Oberflächenkorrosion" zu schützen. Lack ist da irgendwie nicht unbedingt für geeignet, andererseits sieht man das Teil im eingebauten Zustand minimal... Fragen über Fragen :D

 

 

Somit kann, wenn dann noch ein paar Dichtungen eintreffen, an de, Zusammenbau der Stirnseite der mächtigen V12 Maschine weitergearbeitet werden :)


07.05.2017 13:42    |    Trottel2011    |    Kommentare (114)    |   Stichworte: Automatik, Diesel, Drive, Leihwagen, Let's, Mietwagen, Reparatur, Rusty, SUV, TDI, Touareg, V6, Volkswagen, VW

Hallo Motor-Talker!

 

Aus gegebenem Anlass kommt heute ein Let's Drive... Thema diesmal: der Volkswagen Touareg V6 TDI. Viel Sapaß bei der Mitfahrt :)

 

Vorab, dieser Artikel könnte etwas negativ klingen. Dieses Auto vereint 3 Sachen in sich, die ich selbst nicht mag:

 

1. Volkswagen, 2. Dieselmotoren und 3. Sports Utility Vehicles, kurz SUV. Alles Sachen, wo sich bei mir die Fußnägel hochrollen und wo cih selbst nicht freiwillig einsteigen würde! Aber hier muss ich es ;)

 

Wie komme ich in den Genuß dieses Autos? Rusty wartet seit mehr als 2 Wochen, nachdem er von einem anderen Fahrzeug angefahren wurde, auf eine Entscheidung der Versicherung. Da ich solange den Volvo meiner Eltern fahren durfte aber einige Tage nun darauf nicht zugreifen kann, habe ich ein Leihwagen erhalten. Danke "Gegnerversicherung" :) Warum es so ein fetter Touareg ist und kein Golf, Passat oder Polo? Naja, liegt nur an der Leistung von Rusty. Er mag zwar 20 Jahre alt sein, aber 240 ps sind immer noch die höchste Stufe der Versicherungsklasse... Ergo: Oberklasse. Ein Touareg ist zwar kein "Premiumluxus" aber ist in der Fahrzeugklasse/-gruppierung der Autovermieter eben auf gleichem Niveau. Somit: passt! Also, seit Freitag bin ich Touareg Fahrer und da ist klar: es muss ein Let's Drive her :)

 

Kommen wir mal erstens zum Design. VW Design halt. Was soll man großartig dazu sagen? Kennt man einen, kennt man alle. Keine Überraschungen. Keine "aufregenden neuen Linien". Keine Experimente. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb VW es schaffte, sich zum größten Autobauer der Welt (2016) hochzumausern. Die Räder sind rund, die Scheiben sind durchsichtig und das was weiß ist, deckt Blech ab. ;)

 

Nun zu dem Bereich, wo man als Autofahrer am meisten zu finden sein wird: im Innenraum. VW ist nun mal bekannt dafür, dass man wertige Ausstattungen verbaut. Das ist hier keine Alternative. Alles fühlt sich wertig an. Klingt doof, aber im direkten vergleich zu Rusty, Oberklasse aus den "Mitt-90ern", ist es DEUTLICH hochwertiger. Man merkt 1. die 20 Jahre dazwischen und 2. den Fortschritt in der Produktentwicklung und 3. die Unterschiede in den Entwicklungskosten.

 

Steigt man ein, kommt man sofort mit dem Innenraum klar. Man weiß wo was zu finden sein wird. Alles bedient sich wie im Golf, Polo, Passat oder Up!. Schalter schalten, der Lichtschalter sieht nach Lichtschalter aus. Im Kombiinstrument sind noch richtige, analoge Rundinstrumente (deutlich schöner als diese neuen LCD/LED Displays wie heute schon fast üblich. Auch hier finden wir keine wilden Designausrutscher. Somit keine Experimente aber auch keine Langeweile. Es sieht SEHR stimmig aus. Verdammt, ich hasse es das zu sagen, aber es gefällt mir! :eek: Dass ich das jemals über ein VW Innenraum sagen würde, hätte ich nicht gedacht. :rolleyes: :D

 

Die Sitze sind recht bequem. Allerdings, wahrscheinlich habe ich es nicht gefunden, fehlt mir die Sitzflächenneigung!? Ebenso, für ein Auto dieser Kategorie, sollte zumindest der Fahrersitz elektrisch verstellbar sein. Alles mechanisch. Naja, man stellt den Sitz theoretisch auch nur einmal ein... Dennoch, das fehlt mir. Sicherlich gibt es sowas zu bestellen, und sicherlich hat die Kiste hier eine besondere Mietwagenkonfiguration, aber letztendlich hätte das als Standard verwendet werden können.

 

Die Rücksitze sind ziemlich bequem und lassen sich auch einfach umlegen. Eine flache Ladefläche sieht aber deutlich anders aus. Das kann selbst der S80 meiner Eltern deutlich besser. Für ein SUV ist hier definitiv Nachholbedarf gegeben! :)

 

Als "Soundfetischist" (zum bestimmten Grad), höre ich gerne MEINE Musik so wie ICH es möchte. Das kann auch mal laut sein oder auch mal leise. Meistens ohne zusätzlichen Bass oder ähnlich aber es muss so klar wie nur möglich sein. Nachdem die Paarung zwischen Galaxy Note 4 und VW Touareg nicht sonderlich schnell funktionieren wollte (das kann der Fiat Ducato mit Uconnect System deutlich besser und schneller) durfte ich in den Genuß von einer tollen Soundanlage kommen. Es sind nirgendswo irgendwelche Embleme auf den Lautsprechern zu finden, somit vermute ich mal, dass es nicht die Spitzenanlage ist... Der Klang aber ist wirklich SEHR gut. Auch hier, ich bin begeistert!

 

Radio ist eingestellt, ich sitze im Fahrersitz und ich habe ein Schlüssel in der Hand (kein Keyless Entry/Keyless Go -> finde ich gut!). Was macht man damit? Richtig! Anwerfen. Nach etwas Gesuche konnte ich das Zündschloss bzw. der Schalter dessen lokalisieren und stecke den Schlüssel ein um es gleich in meine Richtung vom Schloss geworfen zu bekommen. Huch? Etwas mehr Kraft notwendig? Okay. Reindrücken mit etwas mehr Nachdruck und es ist drin. Einmal kurz nach Rechts in Uhrzeigersinn gedreht und der V6 erwacht zum Leben!

 

Nur für's Protokoll: hier ist der 3.0l V6 TDI mit 262 ps und 580 nm drin. Nicht in der "Offroad" Spezifikation (also ohne Untersetzung und Differenzialsperren) sondern in der Straßenauslegung. Ein paar Gasstöße im Stand zeigen: der Motor ist drehfreudig! Eigentlich für mich untypisch Diesel. Erlebe ich hier mein Blaues Wunder?

 

Der Motor läuft leise und kaum spürbar vor sich hin. Die Vibrationen, die ein Diesel normalerweise von sich gibt sind kaum zu merken. Es ist, als ob es doch ein V6 Benziner wäre. Die ebenso typischen V6 Vibrationen sind auch kaum zu spüren. Hier muss ich meinen Hut ziehen! V6 Diesel und Laufruhe: CHECK! Wer immer bei VW/Audi bei dieser Maschine federführend war, erhält meinen Respekt... ABER, im Vergleich zum V8 von Rusty oder dem R6 im alten X300, ist der Motor dennoch zu spüren ;) Aber das ist ein anderes Thema!

 

Fahren wir mal los, oder zumindest versuchen wir es... Das wird schwer. Eine Automatik sollte schon im Leerlauf genug Anfahrmoment erzeugen können, dass man bereits noch mit getretener Bremse (nicht ganz durchgetreten) spüren kann, wie es kriecht. Hier merke ich nichts!? Ist die 8 Gang Automatik vielleicht doch ein DSG welches nicht richtig funktionieren will?

 

Ich blicke runter und sehe: AUTO HOLD ist aktiviert. Größter Mumpitz überhaupt! Um das zu überwinden, muss man ordentlich Gas geben. Das geht doch immer schief und sieht komisch aus... Das war das Erste, was ich deaktiviert habe! So'n Qutasch!

 

Ist der Nobelhobel ersteinmal am Rollen, so ist das Fahren dann doch recht angenehm. Dank der Luftfederung und der guten Lenkung, ist es doch recht komfortabel zu fahren. Das Leergewicht von mindestens 2.2t merkt man eher weniger. Hier hilft selbstverständlich auch das Drehmoment, ich wiederhole, von 580 nm...

 

Die 8 Gang Automatik schaltet kaummerklich. Die Fahrstufen flutschen förmlich rein. Es gibt kein Bedarf die Gänge manuell einlegen zu wollen. Es schaltet ziemlich genau und nicht wie manch moderne Automatik wahllos und hilflos hin und her. Nur bei ca. 50 km/h kam es mir so vor, als ob die Automatik gerne noch ein Gang hoch-/runterschalten wollen würde.

 

Per "Zufall" (haha :D) entdecke ich neben dem linken "Systemschalter" für die Fahrbahnen noch den mittigen Regler und den großen Drehschalter für die Höhenkorrektur. Gleich so tief wie möglich runter gelassen :D Ist ja ein SUV und muss tiefergelegt werden (:rolleyes: :D). Aber nein, im Programm "Sport" ist der Wagen etwas tiefer aber nicht sonderlich sportlicher. SUV heißt ja nicht, dass das Fahrzeug sportlich zu sein hat, sondern dass es den Fahrer bei seiner Sportaktivitäten ein Nutzen bieten soll. Also stellen wir alles auf "NORMAL" und bleiben normal.

 

Ich ziehe hier gerne Rusty heran, um zu schauen, ob ein SUV von heute ein Fahrwerk vom Feinsten von Damals (ja, der XJ hatte damals ein Spitzenfahrwerk, welches gutmütig, komfortabel und sehr angenehm zu fahren war) ebenbürtig oder sogar überragend ist... Rusty federt komfortabel und zeitgleich straff. Der Touareg kann das auch. Schnelle Kurven läßt Rusty lächeln. Durch die breite Spur mit niedrigem Schwerpunkt (Dank niedrigste Bauhöhe einer Luxuslimousine) legt sich Rusty fast schon so in die Kurve (naja, an den Außenrand :D). Kurven nimmt der Touareg erstaunlich flach. Flacher als der XJ.

 

Allerdings, und hier kommt das Gewicht und die Höhe ins Spiel: Autobahnausfahrten im Schnellgang fühlen sich nicht "sicher" an. Das klingt doof, aber ich fühlte mich im Touareg nicht sonderlich stabil im Vergleich zu Rusty. Es gibt eine Autobahnkreuzung hier (Bremer Kreuz) der ziemlich langgezogene Ausfahrten hat... Ohne Tempolimit (außer die üblichen 120 km/h). Rusty geht da locker mit 130 durch... Nicht fragen woher ich das weiß, einfach hinnehmen :D Der Touareg fühlte sich bei 80 schon relativ unwohl... Mein Popometer wollte nicht mehr zulassen. Sicherlich gingen mit den ganzen Assistenten wie ESP, usw. mehr aber da der Touareg 1. ein Leihwagen ist und 2. ein SUV sein will, wollte ich die Gesetze der Physik nicht ausnutzen.

 

Fahren wir mal weiter und suchen uns eine Straße mit Kopfsteinpflaster. Dieses konnte Rusty hervorragend meistern. Auch OHNE Luftfahrwerk und OHNE Besonderheiten am Fahrwerk. Einfach durch gute Ingeneurskunst. Zwar ist hinten, durch die schweren Guss Querlenker, eine minimal spürbare ungefederte Masse vorhanden. Dennoch, im Vergleich zum Touareg wirkt der XJ8 wie eine Sänfte - mit Krach :D Der VW ist aber für ein 2.2t Schiff sehr komfortabel. Erstaunlich komfortabel. Aber eben nicht Limousinen Komfort... Trotz Comfort Einstellung des Fahrwerkes.

 

Es musste zwischendurch aber mal sein: die 262 ps und 580 nm wollten mal aus dem Stand gescheucht werden. Uiii uiii uiii! :D Da kam ich mir vor, wie im deutlich schwächeren V12 der Iron Lady! Das Drehmoment schiebt unaufhaltsam und es fühlt sich an, als wollten sich die Räder samt Antrieb von der Karosserie losreissen und auf und davon machen :D Die Kiste knickte hinten gewaltig ein und dann, als es soweit war vorwärts zu gehen, hob es sich vorne aus den Radkästen :D Das gefällt! Ganz ehrlich? Das gefällt sogar sehr! Da wird es schon irgendwie komisch sein dann von dieser Maschine auf einen zwar größeren aber dafür schwächeren Sauger V8 Benziner zurück zu gehen. Darum wollte ich keine riesige Maschine. Darum wollte ich einfach nur ein Golf, Corsa oder sogar Smart... :( Aber die Autovermietung musste mir sowas hinstellen! :rolleyes: :D Vorfreude auf den V12 steigt nun noch mehr :D

 

Angeblich soll das Dickschiff mit ca. 6.9l auf 100 km zu bewegen sein. Es KÖNNTE bei meinem Fahrprofil hinhauen. Wenig Stau, ca. 30% Landstraße, 50% Autobahn (120) und 20% Stadt (ohne Stau). Es wäre durchaus möglich wenn ich mich zurückhalten würde... Auf einer kurzfristig entschiedenen Fahrt nach Hamburg, konnte ich die Langstreckenqualitäten mal ausgibig testen. Sowohl am Tage, als auch bei Nacht.

 

Auf Autobahnen halte ich mich gerne an eine schöne Zahl: 100 mph also 160 km/h. Man ist nicht der Schnellste aber auch nicht der Langsamste. Für mich ist diese Geschwinigkeit in meinem Fahrprofil wichtig. Alle meine Autos müssen diese Geschwindigkeit aushalten ohne dass sie zum Säufer werden. Mein C30 konnte das sehr gut. Zwar hatte es dann knapp 3500 U/min, aber man war nicht am Brüllen. Und der Verbrauch war, für die Geschwindigkeit, in Ordnung. Der Touareg überraschte hier. Klar, es ist ein Diesel... Aber dennoch war ich erstaunlich überrascht.

 

Einmal Hamburg und zurück (sind ca. 260 km Gesamt) und nur knapp 20€ für Sprit ausgegeben... Das zahle ich mit Rusty auch, jedoch bei höherem (LPG) Verbrauch.

 

Der Touareg verhält sich ziemlich gutmütig und ist sehr spurtreu! So muss es sein. Der Radstand und das Gewicht helfen dabei. Dazu noch die recht breite Spur. Also Hut ab! Langstrecke kann der Touareg gut. Allerdings ist Langstrecke eher die Domäne von Limousinen und Kombis. Die Technik des Touareg in einer ansprechenden Limousine, flacher und etwas länger und es wäre doch ziemlich sehr gut!

 

Aber ich kann nicht immer loben. Es gibt da etwas Negatives... Nein, sogar zwei negative Sachen, die mir absolut nicht gefallen:

 

1. die Startstopp Automatik

Ich sehe den Sinn dieser Anlagen und wenn sie RICHTIG GUT funktionieren, kann ich damit leben. Hier jedoch wirkt sie leblos und störend. Bei der W204 Benz Ausführung, ist schon während man das Bremspedal losläßt der Motor schon am anspringen. Hier bin ich teilweise ganz vom Pedal runter und gebe schon Gas bis der Motor dann mal anspringt. Und dann ist der Verkehr vor mir schon fast über alle Berge und ich sehe wie ein Fahranfänger aus, der die Kupplung schnell kommen läßt. Fault or Feature? Ich tendiere zu Feature, weil es nicht ab und zu so war sondern durchgehend.

 

2. der Segelmodus im Getriebe

Auch hier sehe ich den Sinn dieser Entwicklung und denke, wenn es richtig implementiert und umgesetzt wird, gäbe es gewaltig Potenzial. Das Ganze kann gut und richtig laufen. Aber irgendwie wirkt es hier "falsch". Ich weiß, dass man dabei quasi "ausgekuppelt" wird und dann dahingleitet/-rollt bis wieder Momentum gewonnen werden muss. Aber um dieses Momentum zu gewinnen wird mit einem Ruck durch das Auto geantwortet. Nein, ich habe keine Bleifüße. Ich kann ein Schalter so bewegen, dass man kein Gangwechsel spürt ohne ewig mit der Kupplung schleifen zu müssen. Genauso kann ich den S80 bewegen, ohne die defekte Drehmomentstütze zu spüren. Also ist irgendwas hier nicht ganz funktionobelnd. :confused:

 

Ist man endlich mit dem Fahrzeug angekommen, stellt sich die Frage: Wie parke ich ein? Warum die "wie" Frage? Weil man NICHTS sehen kann. Weder die vordere Spitze der Motorhaube noch irgendwas am Heck. Selbst im Innenspiegel wird man nicht wirklich viel sehen können. Die Kopfstützen der Rückbank blockieren fast alles. Die Übersichtlichkeit ist wirklich unter aller Sau. Und das meine ich nicht böse. Es ist einfach so! Da muss ich den XJ in seiner Übersichtlichkeit loben. Die langen Hauben/Deckel vorne und hinten sind perfekt um zu erkennen, wo das Auto beginnt und wo es aufhört. Da sind die Parksensoren absoluter Pflicht! :rolleyes:

 

Die vielmals angepriesene Sitzhöhe und die Übersicht, kann ich nicht als Vorteil ansehen. Man sieht zu wenig was neben einem passiert. Es versteckte sich ein Lotus Evora auf der Beifahrerseite, welches ich erst dann sah und merkte, als es bei der grünen Ampel schlagartig nach vorne donnerte. Weder im Spiegel, noch von meinem Sitz aus konnte ich es erkennen. Traurig sowas. Da fühle ich mich jetzt im XJ8 doch etwas unsicherer aber zeitgleich sicherer für die Leute um mich herum... :( Wenn ich als Autofahrer, der versucht sein Umfeld zu scannen und zu verstehen und extrem aufmerksam ist (Rundumblick sehr regelmäßig), sowas nicht sehe, was machen dann die ganzen abgelenkten Instragramm-Selfie-Wahnsinnigen, die sowieso nur nach Vorne und auf's Handy schauen!? :eek: Ebenso ist man nicht wirklich hoch sitzend. Vielleicht etwas erhöht, aber das sitzt man ja auch in einem Zafira oder einem Espace (als es noch ein Van und kein CrossOver war).

 

Dann die Breite... OH MEIN GOTT ist das Teil breit! Von Außenspiegel zu Außenspiegel sind es 2.208 m! Leute, mein XJ ist MIT Spiegel knapp 40 cm schmaler! Nein, kein Scherz! ~1800 mm von Spiegelspitze zu Spiegelspitze! Diese 40 cm spürt man etwas im Innenraum aber der Rest geht in die Karosserie. Sorry, das ist für mich ein absolutes No Go! Da bekommt man weder auf einem normalen Parkplatz, noch sonst wo richtig ein Parkplatz ohne andere Parkplätze zu gebrauchen. Wie sowas "Hip" sein kann ist mir echt ein Rätsel. Vielleicht ist es doch nur etwas für's Ego und um ein Statement á la "Antisozial" zu zeigen!? :confused: Ich weiß es nicht und will das nicht jedem unterstellen. Die Fahrzeuge haben ihre Daseinsberechtigung für Leute, die tatsächlich etwas mit dem Auto anfangen können: Leute die häufig ein Wohnwagen ziehen, Pferdebesitzer, selbst Landwirte würde ich sowas nicht absprechen. Aber warum Mutti, die in der Stadt wohnt und nur ihr Einzelkind damit zur Schule fahren muss, ist immer noch nicht klar. Hätte ich eine Frau und sie würde ein SUV haben wollen, bekäme sie von mir ein Spielzeugauto und ein Renault Twingo hingestellt...

 

 

Für mich ist der Touareg nichts. Zwar fahre ich ihn jetzt für die Tage die ich ihn habe gerne, aber ich sehe für mich keinen Grund dazu vom XJ auf ein SUV umzusteigen. Ein Fahrzeug, welches ICH für MEINEN Lifestyle absolut nicht gebrauchen kann. Weder erfüllt es mein Wunsch nach Platz richtig, noch kann ich mit dem Design außen mich anfreunden. Der Antriebsstrang gefällt mir, muss ich echt als Dieselgegner sagen. Sowas in Benzinerform wäre sehr cool. Ich bin auch kein Drehmomentjunkie, aber es ist auch mal schön mit etwas Drehmoment umherzuirren :D Der hier gezeigte Touareg hat ein Verkaufspreis von 70.420€! Eine Menge Geld für viel Auto. Wäre es mir das Geld wert, wenn ich ihn MIR leisten könnte? Nein.


Blog Recommendation, the

Mein Blog hat am 01.04.2014 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Man Behind The Scenes, the

Trottel2011 Trottel2011

Best of Britain

Fiat

 

Cars, the

The Crown Juwel:

Die Iron Lady

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ-S (XJ27)

Modelljahr: 1989.5

Motor: V12 (5.3l, 295 BHP)

Getriebe: Automatik (3-Gang TH400)

Farbe: Arctic Blue (JFE)

Ausstattung: Volle Hütte + Sportsitze + Sportlenkrad + Glasschiebedach

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

Im Besitz: seit 10/2013

 

The New Daily Driver:

Lusysan

Hersteller: FCA (by Mazda)

Auto: 124 Spider (Typ 348 bzw. NF)

Motor: R4 Multiair (1.4l, 140 BHP)

Getriebe: 6 Gang Automatik (Aisin B400)

Farbe: Vesuvio Schwarz Metallik

Ausstattung: Lusso mit alles

Modifikationen: -30 mm H&R Sportfedern, Stubby Kurzstabantenne, getönte Seitenblinker ohne Spiegeleieffekt

Im Besitz: seit 10/2018

 

A Former Daily Driver:

Toni

Hersteller: FCA (Fiat)

Auto: 500 (312) "Lounge"

Modelljahr: 2018

Motor: R4 (1.2l, 69 BHP)

Getriebe: Handschaltung (5-Gang)

Farbe: Vesuvio Schwarz Metallik (kommt)

Ausstattung: zusätzlich zu Lounge noch 5" Touchscreen samt 6 Lautsprecher, getönte Scheiben hinten, Chrompaket, und ein paar Kleinigkeiten

Im Besitz: 05/2018 - 10/2018

 

Another Former Daily Driver:

Rusty Jag

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ8 Executive (X308)

Modelljahr: 1997

Motor: V8 (3.2l, 237 BHP)

Getriebe: Automatik (5-Gang ZF5HP24)

Farbe: Meterorite Pearl (MDT)

Ausstattung: Vollausstattung bis auf Memorysitze, Soundanlage, Regensensor und Navigationssystem

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

Im Besitz: 03/2015 bis 05/2018

 

Yet Another Former Daily Driver:

The Jaguar Formerly Known As "Jag"

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ6 SPORT (X300)

Modelljahr: 1995

Motor: R6 (3.2l, 211 BHP)

Getriebe: Automatik (4-Gang ZF4HP22)

Farbe: Schwarz Metallik

Ausstattung: Sportpaket + ein paar Kleinigkeiten

Im Besitz: 01/2015 - 02/2015

Unknown Sisters, the

Auflistung der Sonderartikel zum XJ-S/XJS

 

Teil 1: Lister LeMans

Teil 2: Lynx Eventer

Teil 3: Koenig Breitbau

Teil 4: TWR XJ-S

Teil 5: PBB Monaco

Teil 6: Aston Martin DB7

Teil 7: Jaguar XJ-C

Teil 8: Daimler-S

Teil 9: Railton Claremont und Fairmile

Teil 10: Hess and Eisenhardt Convertible

TH400 Series, the

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Repeating Vistors, my (451)

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