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17.02.2024 15:36    |    Trottel2011    |    Kommentare (44)    |   Stichworte: bev, elektroauto, ex30, let's drive, probefahrt, volvo, volvo ex30

Hallo Motor-Talker!

 

Volvo EX30 (2025) Vorne LinksVolvo EX30 (2025) Vorne LinksFrisch von der Vorstellung, gibt's ein Let's Drive zum niegel nagel neuen Volvo EX30! :D Mein Lieblingshändler und eigentlich die kompetenteste Werkstatt und fairste Werkstatt die ich kenne (nein, keine Werbung! Wenn man irgendwo zufrieden oder begeistert ist, kann man die ruhig weiterempfehlen! :)), hat mich eingeladen den Wagen zu testen und dem bin ich nachgekommen :)

 

Elektroautos sind ja mittlerweile - auch wenn der Hass vieler zu spüren ist - bereits am Markt etabliert. Sie sind "Salonreifer" als sie es vorher jemals zu vor waren. Und so ist es kein Wunder, dass mehr und mehr Hersteller ihre Fahrzeugflotten um Fahrzeuge mit reinem E-Antrieb ergänzen. Egal wie die Akkus geladen werden und wie der Strommix ist, sie haben was. Und jetzt werden auch die Kompaktwagen weiter elektrisiert. Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion lostreten... Es ist ein Fahrbericht. Da wir keine Gänge haben, behandeln wir es einfach wie eine CVT:

 

P für PARKEN

Volvo EX30 (2025) SchlüsselVolvo EX30 (2025) SchlüsselWas haben wir hier überhaupt? Es ist der gerade frisch vorgestellte Volvo EX30. Die ersten Fahrberichte der Presse liegen schon ein paar Monate zurück, jetzt steht das Auto aber schon auf der Straße und kann von jedermann gefahren werden. Das Modell hier ist der EX30 Single Motor Extended Range RWD Ultra... Also mal eben ein Mundvoll für ein Modell :) Es verfügt über 200 kW (272 ps) Leistung, hat 343 nm ab der ersten Umdrehung und schafft den Sprint von 0-100 km/h in 5,1 Sekunden. Volvotypisch ist es bei 180 km/h abgeregelt... Ausgefahren habe ich den Wagen nicht aber den Sprint getestet: mehr dazu später! :D

 

Volvo EX30 (2025) Seite LinksVolvo EX30 (2025) Seite LinksDer EX30 kommt immer entweder mit Heckantrieb oder Allradantrieb und es gibt die Möglichkeit zwischen 2 Batterien zu wählen. Die normale "nicht extended range" Modelle haben eine Reichweite von 344 km nach WLTP. Die "extended range" Modelle 480 km (wobei es da immer wieder unterschiedliche Angaben gibt. Nimmt man das Modell mit Allrad, sind es immer 460 km. Dann hat das Fahrzeug aber IMMER die große Batterie und eine Leistung von 319 kW (434ps) und 543 nm. Der Sprint hier wären dann 0-100 in nur 3.6 Sekunden. Für ein Fahrzeug in der Kompaktklasse, was der EX30 sein will, absolut geile Werte! :D Geladen wird dagegen aber "nur" mit maximal 150 kW. Jedoch soll der Akku binnen 26 Minuten von 10 auf 80% aufladbar sein. Finde ich "okay". Klar können das Hyundai, Kia und Porsche besser, es gibt aber auch welche, die das immer noch nicht einmal können. Zumal auch die Suche nach einem 150 kW Lader sich wohl einfacher gestalten läßt als nach 250 kW oder mehr... :)

 

Volvo EX30 (2025) RücklichtdetailVolvo EX30 (2025) RücklichtdetailDer hier gezeigte Testwagen ist im Farbton "Vapour Grey" aber die meisten werden Mausgrau sagen. FU (mein ex-Tipo) war in der selben Farbe lackiert. Von Außen finde ich den EX30 für ein Elektroauto gar nicht mal so "unattraktiv". Es sind keine "komischen" Designs vorhanden. Kante zeigen ist hier angesagt! Die Volvodesignsprache der Verbrennermodelle (relativ nüchtern, zurückhalten, understated) ist hier auch vorhanden, aber es zieht sich noch weitere Anleihen aus der Zeit der 80er und frühen 90er. Eckige Leuchten, eine recht gradlinige Form. Schlicht aber gut. Wenn man bedenkt, dass der EX30 der erste Elektrovolvo ist, der NICHT auf einer Verbrennerplattform steht (XC40 Recharge usw. haben Optionen auf Verbrennermotoren), ist die Frage: wie ist es unterm Blech? Die Basis ist ja mit dem des Smart #1 ja gleich.

 

N für NEUTRAL

Volvo EX30 (2025) ArmaturenbrettVolvo EX30 (2025) ArmaturenbrettSteigen wir ein bzw. versuchen wir das. Mit dem Schlüssel wobei ich eher sagen sollte "Schlüssel" werde ich nicht Freunde werden. Es sind absolut KEINE erkennbaren Tasten vorhanden. Zum Einsteigen reicht es aber aus einfach am Türgriff zu ziehen. Keyless Entry eben. Heute die Norm geworden. Ist man eingestiegen sieht man: wenig. Es ist wie bei Tesla: super minimalistisch. Zu viel? Das stellen wir mal später beim Fahren fest. Die Bedienung gibt erst einmal keine Rätsel auf. Also zumindest etwas. Wobei die Frage ist: was ist man vorher gewohnt?

 

Volvo EX30 (2025) Blick zur BeifahrerseiteVolvo EX30 (2025) Blick zur BeifahrerseiteWie in vielen Fahrzeugen seit Mitte der 2010er, ist ein großes zentrales Display in der Mittelkonsole vorhanden. Hier aufrecht (Portaitmodus) stehend. Es ist klar und sieht soweit logisch aus. Unten ist eine Touchtastenleiste mit diversen Möglichkeiten vorhanden. Hinterm Lenkrad ist ein kleines schwarzes Feld erkennbar. Wo man in vielen Fahrzeugen ein Tachometer erwarten würde ist hier nur eine Kontrollleuchtenleiste vorgesehen. Die Geschwindigkeit ist im großen Display zentral oben ablesbar...

 

Volvo EX30 (2025) LenkradVolvo EX30 (2025) LenkradDas Lenkrad ist - erlebe ich zum ersten Mal in einem Volvo - nicht mehr rund sondern schon etwas eckiger. War der Austin Allegro nur seine Zeit Jahrzehnte voraus oder ist er ein Trendsetter im Nachhinein betrachtet? :D Das Lenkrad ist mit einigen Tasten belegt und könnte recht normal wirken. Wie ist die Bedienung? Später im Fahrtest.

 

Lassen wir unseren Blick über das Armaturenbrett schweifen sieht man echt wenig. Wenig im Sinne von einfach wenig los. 4 hochkant stehende Lüftungsdüsen, ein Infotainmentbildschirm, eine Intarsie und das wars. In der Mittelkonsole ist eine aufrechte Ladestelle (induktiv) vorhanden sowie eine Klappe im Boden, worin sich ein Fach versteckt mit USB Anschlüssen. Die Mittelarmlehne ist fest an Ort und Stelle und weder zu öffnen noch zu verschieben. An der Spitze dessen sind die Fensterheberschalter für die beiden vorderen Fenster. In der Reihe dahinter ist die Taste "rear" zu erkennen. Hier drücken und die hinteren Fenster können dann mit den gleichen Tasten gesteuert werden. Wo es mir gerade einfällt: ich habe nirgendswo bewusst den Schalter für die Außenspiegelverstellung gesehen, gut, die Position passte aber dennoch... Die Mittelkonsole ist aber schon echt gewaltig und unter der Armlehne kann man gefühlt sein Wuffi packen. Der kann dann von vorne nach hinten durchlaufen :D

 

Volvo EX30 (2025) FahrersitzVolvo EX30 (2025) FahrersitzAuf der Rückbank kurz Platz genommen und: es geht schlecht! In meiner Fahrposition (ich sitze nicht tief und auch nicht ewig weit nach hinten geschoben) konnte ich meine Füße nicht ablegen. Unter dem Sitz war zu wenig Platz und der Boden war sonst zu hoch. Dem geschuldet, dass hier die Batterie heimisch ist. Irgendwo gibt es eben immer ein Nachteil. Ich würde sagen der Kofferraum ist okay. Kleiner als das, was in Mr FU war aber größer als im x30er Vorgänger: dem C30 ;) Aber ich würde etwas mehr erwarten... 318l sind eben auch heute nicht viel... In den Tipo gingen 400+ Liter rein. In den C30 251l, und der war ein Coupé.

 

Die Materialwahl im Innenraum ist "gewagt". Volvo wirbt damit, dass die meisten Rohstoffe und Plastiken recycelt wurden. Bei diesem Testfahrzeug waren aber sehr viele Hartplastiken vorhanden, die zwar nach Wiederverwertung ausschauten aber ziemlich schnell zerkratzt waren. Aber es fühlte sich alles, was im oberen Bereich war, besser an. Unten kann ja ruhig günstigeres Plastik vorhanden sein. Solange es nicht überall ist!

 

Volvo EX30 (2025) Tür DetailVolvo EX30 (2025) Tür DetailVolvo EX30 (2025) LüftungsdetailVolvo EX30 (2025) LüftungsdetailDie Sitze sind Volvo-typisch ergonomisch und gut. Viele Hersteller lassen das sich teuer bezahlen. Ich sage nur Opel mit den "Aktion Gesunder Rücken" Sitzpaket. Noch nie stieg ich mit Rückenschmerzen aus einem Volvo aus. Und ich denke hier wird es genauso sein. Die Sitze passen wie angegossen. Seitenhalt ist okay. Kopfstützenposition ist okay. Verstellbarkeit wie üblich gut.

 

Kippt man sein Kopf nach hinten, lacht einen ein riesiges Panoramadach an. Herrlich! Sowas liebe ich. Noch mehr liebe ich es, wenn sowas zu öffnen wäre. Ist aber aktuell weder im Konfigurator noch irgendwo in Berichten bestellbar.

 

D für DRIVE!

Volvo EX30 (2025) WählhebelVolvo EX30 (2025) WählhebelJetzt fahren wir endlich mal los. Für mich als Verbrennerfahrer ist es ungewohnt irgendwo einzusteigen und gleich D wählen zu können. Der Vorgang des Startens fehlt mir aber das ist eben so wenn man von Dino-Motor-Zeit auf Raketenwissenschafts-Zeit wechseln sollte :D Eine ungewohnte Sache mehr: der "Wählhebel" sitzt da, wo bei Volvo IMMER der Wischerhebel saß. P da wo der Heckwischer aktiviert wurde. Ob ich mich daran gewöhnen können werde? :D

 

Also, wir drücken den Hebel nach unten und legen "D" ein. Nichts. Keine Handbremse die man betätigen müsste. Es ertönt nur ein leises "Motorscheingeräusch" für die blinden Autofahrer unter uns! ;) :D Also, das Gaspedal (jetzt auch stehend, habe ich vorher nie bei Volvo gesehen oder zumindest aktiv wahrgenommen) vorsichtig drücken und vom Hof runter. Den Blinker setzen und - och nöööö - BMW und Mini lassen grüßen: es ploppt zurück in seine Ruheposition und rastet nicht ein. :( DAS ist nervig. Aber vielleicht hat Volvo das besser drauf als BMW und co. Wir fahren, das Geräusch vom Blinker wirkt auch irgendwie sehr künstlich. Das Pedal wird leicht gestreichelt und: nichts! Es fährt so, als würde man es leicht streicheln. Gut, dann etwas mehr Bewegung rein und der EX30 setzt schon sowas wie Beschleunigung um... :D

 

Die Kiste geht AB! Und das meine ich ernst! Die Unaufgeregtheit des Elektroantriebs ist immer noch erstaunlich. Ich bin schon einige E Fahrzeuge gefahren mittlerweile und keiner macht so ein Drama wie ein Verbrenner. Und ja, manchmal mag ich Drama in meinem Leben :D :D :D Aber mit welch' Ruhe der EX30 vorwärts drückt ist erstaunlich. Man hört nur die Reifen und sonst nichts. Naja, vielleicht noch das typische E-Auto "Summen". Aber es ist absolut unaufgeregt aber dennoch ein Grinsen verursachend. Beschleunigung ist eben einfach toll :D Und die knappen 5 Sekunden die es von 0-100 km/h braucht? Locker geschafft. Dem glaube ich vollends. Da kann Öwes mit deutlich mehr Drehmoment (über einen deutlich schmaleren Bereich) nicht hinterher kommen.

 

Die Lenkung ist angenehm. Beim Rangieren leichtgängig genug. Bei schnellerer Fahrt wiederum wieder schwergängiger. Absolut feinfühlig. Man merkt, dass die Elektrische Servolenkung deutlich weiterentwickelter ist als es noch vor sagen wir 10 Jahren war, als die großen Mainstream Legacy Hersteller es nach und nach implementierten. Ob Hydraulische oder Elektrische: die Lenkung fühlt sich einfach gut an.

 

Volvo EX30 (2025) FensterheberschalterVolvo EX30 (2025) FensterheberschalterEs geht auf eine etwas holperige Straße: das Fahrwerk hält! ;) Kein Poltern. Keine komischen Geräusche. Das können Neuwagen teilweise deutlich schlechter. Ob das länger so bleibt, bleibt abzuwarten. Aber was ich hier teste gefällt von den Fahreigenschaften schon mal durchweg gut.

 

Die Bremse packt ordentlich zu, wobei ich mich dabei erwischt habe, wie ich binnen wenigen Minuten Fahrzeit weniger und weniger oft zur Bremse gegriffen habe: das Fahren mit einem Pedal ist hier echt gut. Bis zum Stillstand bremst der E-Motor den EX30 runter und hält ihn sogar. Ob das an der Parkbremse liegt, die man nicht steuern kann? Ich weiß es nicht. Aber die Motorbremse ist schon ziemlich gut, auch wenn ich manchmal gerne noch einfach ausgekuppelt ausgerollt wäre...

 

Die rasante Beschleunigung verschafft immer und immer wieder ein Grinsen zu erzeugen. Mir persönlich fehlt das Aufheulen eines Dinosaftmotors aber dennoch. Den Reiz verstehe ich vollends.

 

Überholen ist genauso mühelos wie normales Mitschwimmen, auch wenn ich es schwer fand mein Tempo richtig zu halten. Gefühlt ist die Feinfühligkeit im Pedal nicht ganz so gut wie es andere Hersteller können. Und da der EX30 so leise ist, ist man meistens zu schnell unterwegs. Weil die Geschwindigkeitsanzeige aber auch auf dem Touchscreen zu finden ist, ist der gewohnte Blick auf das Kombiinstrument immer das Erste was man macht und wandert dann zum Touchscreen. Trotz dessen, ist das Gefühl von Geschwindigkeit im EX30 nicht mehr so gegeben. Wenn es lauter wird, fährt man schneller - beim EX30 ist das nicht so. Kritik? Meh, eher einfach eine Gewöhnungssache :)

 

R für RÜCKWÄRTS

Volvo EX30 (2025) InfotainmentdetailsVolvo EX30 (2025) InfotainmentdetailsParken wir den EX30 wieder ein und relativieren das, was wir erlebt haben. Beim Fahren habe ich diverse Funktionen getestet, die ich für mich benötige: den Tempomaten soll man durch Wählhebel nach unten auf D drücken aktivieren können. Ich konnte jedoch zwar die Fahrassistenten aktivieren aber keinen Tempomaten finden. Schlimm finde ich dagegen den Licht/Blinker/Wischerhebel. Ja, andere haben das auch aber bei Volvo war das immer getrennt. Jetzt ist der Lichtschalter vom Armaturenbrett auf den Hebel umgezogen (naja, das war ja schon bei den neuen Modellen so) aber jetzt auch noch der Wischerhebel darüber... Ich musste einmal die Frontscheiben waschen... Intuitiv ist das nicht. Auf der linken Spitze, wo früher mal das "Bestätigen" für Meldeungen waren, sind jetzt ZWEI Tasten. Einmal Frontscheibewaschen und einmal Heckscheibewaschen. Da Fuq!? Ich sehe es schon kommen, dass die Leute dann entweder niemals ihre Scheiben waschen (was heute schon fast der Fall ist) oder dann vorne statt hinten bzw. hinten statt vorne waschen werden. Ich habs dann einfach seingelöassen.

 

Allgemein ist die Bedienung aller Funktionen etwas "schlechter" als man es gewohnt ist. Es fehlen habtische Rückmeldungen bei der Nutzung des Infotainmentbildschirms. Ich bleibe dabei: Klimatisierung MUSS per Drehregler bedient werden können. Alles Andere ist sicherheitsgefährdend und ablenkend. Und gerade bei Ablenkung... Die Kiste warnt einen sobald man sein Kopf wegdreht. Als ob eine Kamera einen beobachtet. Und das ist glaube ich auch der Fall. Sobald ich beim Geradeausfahren mal nach links oder rechts schaute (manchmal sieht man ja auch was abseits der Straße was man kurz folgen will) mault einen die Kiste mit Piepston an, man solle bitte mehr auf die Straße schauen. Das wird dann mit einer Meldung auf dem Infotainment (schriftlich in kleinerer Schriftart) dann nochmals geschrieben. Was lenkt wohl mehr ab? Der kurze Blick aus dem Fenster oder das Ablesen einer Meldung vom Infotainment? Allgemein wird man mit diversen Meldungen nahe zu vollbombardiert. Ich verstehe den Nutzen aber ich verstehe auch, dass Leute sich von so viel Bevormundung nicht überzeugen lassen werden.

 

Volvo EX30 (2025) KofferraumVolvo EX30 (2025) KofferraumMeine letzten beiden Kritikpunkte am Auto: Preis (und Konfigurierbarkeit) sowie Produktionsort. Für ein Fahrzeug im Kompaktsegment ist der EX30 mit - in dieser Ausstattungslinie - knapp 50.000 EUR nicht günstig. Für das Geld gibt es anderweitig Fahrzeuge mit mehr Ausstattung, mehr Technik und mehr Leistung aber eben ohne E Antrieb. In der Konfigurierbarkeit ist der EX30 auch recht eingeschränkt. Entweder extended range oder Normalrange oder Allrad mit extended range. Mehr gibt es eigentlich nicht. Dazu aber noch ein paar Pakete... Core, Ultra usw. Will man alles haben, ist man schnell ~53.000 EUR los. Nimmt man das Basis Modell mit der Grundausstattung, was aber ziemlich üppig ist, sind es nur knappe 36.000 EUR.

 

Die größte Kritik ist aber, dass das Auto in China vom Band läuft und da sicherlich deutlich weniger kosten wird. Ob man wirklich zufrieden sein kann, mit einem Auto aus China? Ich denke es hängt von einigen Aspekten ab: wer hat es entwickelt? Welche Grundlagen stehen zur Wahl? Und: wie gut ist die Montage im Werk? Volvo ist zwar in der Hand der Chinesen, haben aber so ziemlich gute Freiheiten wenn es auf ihre Produktionsstandorte ankommt. Und genau da soll wohl eine Änderung kommen: der EX30 soll langfristig für den europäischen Markt in Europa gebaut werden. Ob das passiert? Werden wir sehen.

 

Ausgestiegen aus dem Auto kann man sagen:

Volvo hat ein Auto entwickelt, welches es schafft gute Verarbeitung mit guter Technik zu kombinieren mit einem Design, welches nicht so "Revolutionär" ausschaut wie der ehemalige Leaf als es damals raus kam und dennoch eine eigene Welt zu erschaffen, wo es designtechnisch reingehört. Meine Empfehlung wäre es aber, den EX30 als CORE zu bestellen. Da ist alles drin, was man braucht. Die Reichweite ist für 95% aller Reisen ausreichend und wenn man doch länger unterwegs ist, kann man alle 300 km für 30 Min Pause machen und kommt entspannter an.

 

Volvo EX30 (2025) Vorne Links Volvo EX30 (2025) Vorne Links


17.02.2024 16:35    |    miko-edv

Moin,

kein Auto für mich ...

a) die Bedienung via Touch-Screen ... für einen Nicht-3D-Seher eine heftige Ablenkung vom Verkehrsgeschehen, sich mit dem Finger langsam in Richtung Display tasten zu müssen. Dazu ist das Ding glänzend, also spiegelnd, schon im normalen Notebook ein NoGo, also im Auto erst recht, wegen des Lichteinfalls aus verschiedensten Richtungen.

b) das Fehlen des Instruments hinter dem Lenkrad ... ich WILL nicht immer zur Seite schauen und dabei den Fokus der Augen verstellen müssen, nur um zu wissen, ob ich mir das aktuelle Tempo auch leisten kann. Das ist schon beim "Fahren nach Navi-Bild" anstrengend genug (gut, die tiefe Einbauposition im Caddy ist sowieso nicht optimal - aber dafür blendfrei).

Immerhin ist es hochkant, damit das Navi mehr in Fahrtrichtung zeigen kann als was "nebendran" liegt.

c) die unübliche Hebelbedienung - hat mich schon vom Berlingo abgehalten, weil ich nicht Willens war, für jedes Auto eine neue Bedienungsmethode auswendig zu lernen. Sicher ist der Gangwählhebel an der Lenksäule eine Reminiszenz an die Lenkradschaltung in den 60/70ern, aber die ist sicher nicht grundlos "ausgestorben" (ok, da war wohl eher die zunehmende Anzahl der Fahrstufen das Entscheidende ...).

d) die "Kleinigkeiten":

- eine Mittelkonsole/Armlehne muß für die Ergonomie bitteschön verstellbar sein, und auf der Spitze haben keine Funktionstasten zu liegen, die dann der Beifahrer auch noch benutzen möchte ...

- was soll das Ladekabel unter dem Kofferraum ...? Damit man zum Tanken auf der Langstreckenfahrt erst alles ausräumen muß? Die Mulde gerne offen machen, um den Platz nicht zu verschenken, und das Kabel dann griffgünstig an die Heckklappe hängen ...

17.02.2024 16:43    |    Trottel2011

@miko-edv

Der Kabel kann sicherlich auch vorne rein, da man die Haube öffnen kann. Aber da habe ich nicht reingeschaut.

 

Bedienungskonzept ist etwas anders, in den 50 min habe ich mich nicht ungewöhnen können. Aber ich denke mut mehr Zeit geht das. Dennoch auch für mich kein Auto. Vielleicht werden diverse Punkte noch nachgebessert.

17.02.2024 17:02    |    miko-edv

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 17. Februar 2024 um 16:43:39 Uhr:

... Aber ich denke mit mehr Zeit geht das. ...

für jemanden, der das Auto "exklusiv" fährt, sicher - aber wenn man regelmäßig zwischen verschiedenen Fabrikaten wechselt, sollte die Bedienung möglichst einheitlich sein.

Ist schon nicht intuitiv, den Tempomat bei Mercedes X am Hebel links unten zu haben, wenn er bei VW früher am Wischerhebel war und jetzt links auf dem Lenkrad - wo der Mercedes die Menüführung hat.

Beim Berlingo waren es die beiden Satelliten im "toten Winkel" hinter den Lenkradspeichen, mit jeweils 6 Tasten, deren Beschriftung ich nicht sehen konnte ...

Für alles Möglich gibt es Normen, aber für solche im Bedarfsfall lebenswichtigen Elemente haben die Designer alle Freiheiten ...

17.02.2024 18:44    |    Molotov

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!

18.02.2024 09:08    |    JCzopik

Bericht ist wie immer super, aber in so einem Auto zu fahren wäre eine Qual für mich. Abgesehen davon, dass ich E-Autos für eine Sackgasse halte, sind die meisten davon einfach nur hässlich.

18.02.2024 11:00    |    Ventox

Zitat:

@miko-edv schrieb am 17. Februar 2024 um 16:35:01 Uhr:

Moin,

kein Auto für mich ...

Aus genau den von Dir angesprochenen Punkten auch für mich nicht.

Das Armaturenbrett scheint man aus Kostengründen ohne eingelassene Instrumente gestaltet zu haben.

Passt für Rechts- und Linksverkehr.

Aber dann scheint den Herstellern eingefallen zu sein, dass es doch tatsächlich Länder gibt, in denen der Gesetzgeber möchte, dass man sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält.

Also tackern wir in der Mitte des Armaturenbrett ein großes Tablet.

Der Beifahrer möchte ja auch mal draufsehen.

Spaß beiseite, ich erwarte bei einem Auto die wichtigsten Anzeigen wie Geschwindigkeit, Drehzahl, Tankanzeige und Kühlwassertemperatur in Blickrichtung des Fahrers geradeaus.

Und das möglichst nicht spiegelnd im Armaturenbrett eingelassen.

Alles andere ist für mich ein Kompromiss.

18.02.2024 11:08    |    Molotov

Alles eine Frage der Gewöhnung. Testen Sie es einfach mal, egal in welchem Auto: Den Blick nach vorne auf den Tacho, und den auf die Seite, auf einen von Ihnen vorgestellten imaginären Punkt. Es gibt im Sinne der Aufmerksamkeitsspanne absolut keinen Unterschied. Wie gesagt: Reine Gewöhnungssache.

 

Ich kenne das Tablet aus dem Tesla eines Freundes. Da spiegelt nix. Wird beim Volvo auch so sein. Nun ja, ich freue mich auf meinen EX.

18.02.2024 12:32    |    JCzopik

Zitat:

@Molotov schrieb am 18. Februar 2024 um 11:08:32 Uhr:

Alles eine Frage der Gewöhnung. Testen Sie es einfach mal, egal in welchem Auto: Den Blick nach vorne auf den Tacho, und den auf die Seite, auf einen von Ihnen vorgestellten imaginären Punkt. Es gibt im Sinne der Aufmerksamkeitsspanne absolut keinen Unterschied. Wie gesagt: Reine Gewöhnungssache.

 

Ich kenne das Tablet aus dem Tesla eines Freundes. Da spiegelt nix. Wird beim Volvo auch so sein. Nun ja, ich freue mich auf meinen EX.

Naja, bei jüngeren Menschen ist es vielleicht so. Bei älteren lässt die Akkommodation der Augen nach. Somit ist der Blick auf den seitlichen Tacho oder auch auf den Tacho vor der Nase sowieso ablenkend. Daher hilft hier eigentlich nur ein Head Up Display, denn die wichtigen Infos sind dann dort direkt im Blickfeld und verlangen keiner Umstellung der Augen.

Ansonsten finde ich die Tablet- und Touch-Lösung in einem Auto so oder so fehl am Platz.

Hässlich oder nicht ist natürlich Geschmackssache, aber für mich sind die Tablet-Autos nur noch hässlich im Innenraum.

18.02.2024 13:18    |    JürgenS60D5

Ich bin knapp 61 und hatte auf der Probefahrt genau 0 Probleme.

Aber, richtig ist auch: ein head-up display wäre eine gute Sache.

Ob der/ein Hebel nun so oder anders zu bedienen ist: ist mir egal.

 

Ob eine Heizung per Drehknopf zu bedienen ist: weiss ich nicht..... ich stelle da vielleicht alle 3 Tage mal was um.

 

Die Bedienung mittels Display habe ich ja nun schon seit mehr als 5 Jahren. Fahre ich den/meinen V60 aus 2011 oder den V40 aus 2016, denke ich mir immer: was für eine alte, umständliche Bedienung.... Also genau anders herum.

18.02.2024 13:30    |    Trottel2011

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 18. Februar 2024 um 13:18:00 Uhr:

Ich bin knapp 61 und hatte auf der Probefahrt genau 0 Probleme.

Aber, richtig ist auch: ein head-up display wäre eine gute Sache.

Ob der/ein Hebel nun so oder anders zu bedienen ist: ist mir egal.

 

Ob eine Heizung per Drehknopf zu bedienen ist: weiss ich nicht..... ich stelle da vielleicht alle 3 Tage mal was um.

 

Die Bedienung mittels Display habe ich ja nun schon seit mehr als 5 Jahren. Fahre ich den/meinen V60 aus 2011 oder den V40 aus 2016, denke ich mir immer: was für eine alte, umständliche Bedienung.... Also genau anders herum.

Ich kontere mal... :)

 

Wenn ich morgens im Herbst/Winter/Frühling ins Auto steigen, geht zu erst die Lüftung auf Frontscheibe und die Heckscheibenheizung wird angeworfen. Das sind im V70 z.B. 2 Tastendrücke - kennst du bestimmt auch. Im Geschäftsleben hat mir mein alter Chef was gesagt, was absolut wichtig ist: jeder Klick ist ein Klick zu viel. Und wenn ich dann erst ins Menü 'Lüftung' rein muss, danach auf Lüftung und dann erst kommt Frobtscheibe etc., ist es zu viel.

 

Die Heizung fasse ich tatsächlich häufiger an, besonders weil ich z.B. auf einer langen Sommertour im Hochsommer gerne die Temperatur niedriger einstelle um es dann wieder hochzufrieden wenn ich ankomme.

 

Aber ja, ein HUD wäre beim EX30 schön gewesen. Der Händler hofft auch auf die Implementierung irgendwann.

18.02.2024 13:49    |    JCzopik

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 18. Februar 2024 um 13:18:00 Uhr:

Ich bin knapp 61 und hatte auf der Probefahrt genau 0 Probleme.

...

Dann sind wir im gleichen Alter. Die Tendenz, von sich aus auf andere zu schließen, habe ich auch. Aber genau deswegen sind wir hier richtig: ich bin Brillenträger, habe eine künstliche Linse in einem Auge. Mittlerweile ist der graue Star im anderen Auge auch soweit, dass dort bald operiert werden muss. Daher ist das mit den Augen ja so eine Sache...

An der Heizung stelle ich beispielsweise sehr wenig um. Aber Sitz- und Lenkradheizung werden oft ein- und ausgeschaltet. Außerdem nutze ich sehr oft eine Taste, um das gerade gespielte Lied zu überspringen. Auch an der Lautstärke fummele ich oft. Telefon wird zwar nicht bedient, aber auf 2 Tasten habe ich meine wichtigsten Telefonnummern, die ich anrufe. Auch zwei Radiosender sind da gespeichert. Und der Aufruf für Poweramp in meinem Handy. Dazu kommen noch die Klangeinstellungen, die auch auf einer Taste liegen.

Mit dem iDrive lassen sich auch sehr schnell andere Einstellungen oder Infos finden, ohne dass ich schmierige Fingerabdrücke auf dem Bildschirm lasse. Und vor allem geht das auch während der Fahrt ziemlich problemlos, da die Tasten wesentlich besser als der weiter von mir entfernte Bildschirm erreichbar sind.

Das Ablesen analoger Instrumente ist am Beispiel einer Armbanduhr nachweislich schneller. Nicht einfacher, aber wirklich schneller.

18.02.2024 15:06    |    Autorauto

Ich bin den EX30 auch probegefahren. Was die Bedienung betrifft, habe ich nach ein paar Versuchen in den Untermenues - ich hatte mir ehrlich gesagt vorher nix mal in Ruhe angeguckt - einfach auf Sprachsteuerung gewechselt. Hey Google, mach mal Heizung höher, spiel mir Leonard Cohen, mach Sitzheizung an. Danach habe ich mich nur noch und mit zunehmendem Vergnügen mit dem Gerät unterhalten. Funktioniert so viel besser als in meinem V60. Ansonsten war ich von dem Auto doch recht angetan. Für zwei Personen genau richtig. Leise, komfortabel, schnell und ja, man kann ohne Angstgefühle sogar 180 fahren, mache ich aber eh nicht (mehr), wäre bei einem E Auto sowieso sinnlos. So cool sind Aufenthalte an Ladestationen längs der Autobahn nun auch wieder nicht. Für mich genau die richtige Antwort auf die Anforderungen der Zeit an ein Auto, das auch anderen Raum zum Leben lässt.

18.02.2024 18:51    |    Swissbob

Guter Bericht:) Lese ich sehr gerne.

 

2 Anmerkungen, der EX30 basiert auf dem #1 von Smart,dadurch könnte man HUD und Matrix LED sehr einfach integrieren.

 

Was sagst Du zur Härte des Fahrwerks?

 

Versuch noch den Smart in die Finger zu bekommen, der Vergleich zwischen den beiden, dürfte sehr interessant sein.

18.02.2024 18:57    |    Trottel2011

Zitat:

@Swissbob schrieb am 18. Februar 2024 um 18:51:43 Uhr:

Guter Bericht:) Lese ich sehr gerne.

 

2 Anmerkungen, der EX30 basiert auf dem #1 von Smart,dadurch könnte man HUD und Matrix LED sehr einfach integrieren.

 

Was sagst Du zur Härte des Fahrwerks?

 

Versuch noch den Smart in die Finger zu bekommen, der Vergleich zwischen den beiden, dürfte sehr interessant sein.

Habe ja auch reingeschrieben, dass er sich die Basis mit dem #1 teilt ;)

 

Das Fahrwerk finde ich ziemlich gut. Komfortabel ohne zu hart zu sein. Die Sitze sind aber härter als gewohnt :D

 

Mal schauen. Der Smart sieht - öhm - linsenbrechend aus :D

18.02.2024 19:06    |    Swissbob

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 18. Februar 2024 um 18:57:02 Uhr:

Zitat:

@Swissbob schrieb am 18. Februar 2024 um 18:51:43 Uhr:

Guter Bericht:) Lese ich sehr gerne.

 

2 Anmerkungen, der EX30 basiert auf dem #1 von Smart,dadurch könnte man HUD und Matrix LED sehr einfach integrieren.

 

Was sagst Du zur Härte des Fahrwerks?

 

Versuch noch den Smart in die Finger zu bekommen, der Vergleich zwischen den beiden, dürfte sehr interessant sein.

Habe ja auch reingeschrieben, dass er sich die Basis mit dem #1 teilt ;)

 

Das Fahrwerk finde ich ziemlich gut. Komfortabel ohne zu hart zu sein. Die Sitze sind aber härter als gewohnt :D

 

Mal schauen. Der Smart sieht - öhm - linsenbrechend aus :D

Dankeschön fürs Feedback.

 

Der Text ist besser als bei den meisten Journalisten, du hast effektiv alles erwähnt was wichtig ist.

 

Der #3 ist meines Erachtens noch eleganter.

 

Ich sass letztens im #1 und war von der Qualität beeindruckt.

18.02.2024 21:38    |    Andreas4

Natürlich spiegelt das Display in der Mitte...wenn die Sonne im ungünstigen Winkel von rechts kommt was im realen Leben doch immer wieder mal vorkommt, und das wäre nicht der Fall wenn der Fahrer es vor der Nase hätte!

19.02.2024 08:21    |    Mixman

Schöner Bericht für ein Mega hässliches Auto.

Vor allem der Innenraum geht garnicht!

19.02.2024 08:50    |    Molotov

Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Ich finde ihn wunderschön.

19.02.2024 09:04    |    Swissbob

Zitat:

@Molotov schrieb am 19. Februar 2024 um 08:50:21 Uhr:

Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Ich finde ihn wunderschön.

Es gab seit dem C30 keinen Volvo der so stark polarisiert wie der EX30.

 

Mit HUD, Matrix LED und einer verschiebbaren Rückbank, wäre er noch besser.

19.02.2024 09:06    |    Trottel2011

Zitat:

@Swissbob schrieb am 19. Februar 2024 um 09:04:15 Uhr:

Zitat:

@Molotov schrieb am 19. Februar 2024 um 08:50:21 Uhr:

Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Ich finde ihn wunderschön.

Es gab seit dem C30 keinen Volvo der so stark polarisiert wie der EX30.

 

Mit HUD, Matrix LED und einer verschiebbaren Rückbank, wäre er noch besser.

Genau das. Ich fand den C30 damals wunderschön und fuhr den in Weiß Metallik/Braun Metallik für etwas mehr als 7 Jahre und war danach schon traurig den verkauft zu haben. Aber es gab nie jemanden der sagte "ich mag den aber die Ecke mag ich nicht" sondern immer "igit" oder "wunderschön".

20.02.2024 07:20    |    RGBLicht

Ich bin den Volvo auch gefahren, einige Dinge fielen mir dabei auf. Die Werksangabe der Beschleunigung ist m.E. vertauscht mit dem Modell mit kleiner Batterie. Geht immer noch ordentlich voran, aber eben nicht in 5,1 Sekunden sondern in beschaulichen knapp unter 6 Sekunden. Beschaulich deshalb, weil man sich, als Elektroautofahrer, einfach daran gewöhnt, das instant Fahrgefühl aber gerne genießt und sich bei jedem Umstieg in einen Verbrenner fragt, woher kommen jetzt die Vibrationen, warum riecht es so komisch (Kaltstart) und warum dauert es so lange, wie das Auto reagiert.

Was ich nicht verstehe, warum bestimmte Dinge auf ein Alter geschoben werden oder von Problemen gesprochen wird, bspw. die Bedienung des zentralen Displays oder das Fehlen des Fahrerdisplays. Egal ob 20 oder 60 Jahre alt, ich habe im Umfeld genug Menschen, die finden eine etablierte Umsetzung, bspw. wie die im Smart #1/3 deutlich angenehmer. Klar kann man mit Tesla oder Volvo ohne Fahrerdisplay fahren, es ist nur angenehmer es nicht zu tun :)

Materialien, mein Probefahrtwagen hatte knapp 400km drauf und sah schon schmuddelig aus und die Oberflächen fühlten sich teilweise ölig an. Kein Ruhesblatt. Was ich gut finde, den Türöffner, er motiviert dazu mit der rechten Hand die Tür zu öffnen um gleich den Schulterblick durchzuführen. Ansonsten ist er zwar aus Metall aber dennoch irgendwie windig.

Fahrwerk war ordentlich, hat mir gut gefallen, besser als im Smart #3.

In den Frontkofferraum passt nicht wirklich ein Kabel einfach rein, dazu muss es schon sehr präzise aufgerollt werden…ob man das bei Wind und Wetter macht???

Ab Landstraßentempo wird das Auto etwas lauter, man hört rundherum Wind und etwas Abrollgeräusche. Ist erträglich. Mehr als 130 fuhr ich nicht, man könnte es auf der Langstrecke ertragen, wären mir die Sitze nicht etwas zu schmal und der Verbrauch, konzeptbedingt, niedriger. Das Auto ist kein Kostverächter, außerhalb der Stadt sind Verbrauchswerte deutlich über 20kWh/100km leicher zu erreichen als Werte darunter. Zum Vergleich, ein Model Y braucht 1-3 kWH/100km weniger. Wäre für mich kein Showstopper, der Akku ist aber recht klein, so dass Tripps eher schneller eine Pause verlangen als man sich es zu Beginn einer Fahrt wünscht. Zumindest, wenn man im Bereich der Richtgeschwindigkeit unterwegs ist.

Zum Google Betriebssystem, sehr schnelle Reaktion, auch auf Spracheingabe, aber ehrlich, die nutzt man nur, wenn man alleine fährt, denn mit mehreren Personen kommt a) eine gewisse Ungewohntheit auf, b) das System kann nicht mehr zwischen mehreren Stimmen unterscheiden und ist im Gespräch nicht nutzbar c) man weckt womöglich Mitreisende.

Platz ist der Größe entsprechend vorhanden, damit meine ich, Rückbank ist eher Strafbank, aber für kurze Strecken nutzbar, Füße bekommt man schwer unter die Vordersitze.

Auch mir hat der Händler gesagt, dass viele Kunden ein HUD vermissen und man hofft mit der Modellpflege eines zu bekommen.

Am Ende der Probefahrt bin ich noch in einen XC40 gekrochen, der kam mit wertiger, hochwertiger vor. Hat aber noch deutlich mehr mit dem Konzept und damit hohen Verbrauch zu kämpfen und ist unhandlicher. Aber wohl keine schlechte Alternative.

20.02.2024 10:21    |    pico24229

Sieht jetzt nicht schlecht aus, klingt alles ganz ok. Für meinen Geschmack zu futuristisch anstatt wirklich uptodate.

Interessant finde ich es dass soweit ich weiss aktuell nur noch Volvo mit rein ELektro oder Hyprid angeboten werden.

20.02.2024 10:23    |    Trottel2011

Zitat:

@pico24229 schrieb am 20. Februar 2024 um 10:21:40 Uhr:

Sieht jetzt nicht schlecht aus, klingt alles ganz ok. Für meinen Geschmack zu futuristisch anstatt wirklich uptodate.

Interessant finde ich es dass soweit ich weiss aktuell nur noch Volvo mit rein ELektro oder Hyprid angeboten werden.

Zumindest MILDhybrid. Der Diesel ist schon gänzlich raus, zum Bedauernd der Händler (XC60 Diesel war der Bestseller...).

20.02.2024 10:24    |    Molotov

Ich find's witzig, wie jeder zum Teil was anderes berichtet. Was sagt uns das? :D

20.02.2024 10:31    |    Trottel2011

Zitat:

@Molotov schrieb am 20. Februar 2024 um 10:24:37 Uhr:

Ich find's witzig, wie jeder zum Teil was anderes berichtet. Was sagt uns das? :D

Ist ja alles subjektiv und jeder hat andere Erwartungen. Das sagt es aus. Der Test stellt ja auch nur meine Eindrücke dar...

20.02.2024 10:32    |    Molotov

Auf nichts anderes wollte ich hinaus.

 

Gruß

20.02.2024 10:37    |    Swissbob

Zitat:

@Molotov schrieb am 20. Februar 2024 um 10:24:37 Uhr:

Ich find's witzig, wie jeder zum Teil was anderes berichtet. Was sagt uns das? :D

Das er polarisiert:D

20.02.2024 11:00    |    Molotov

Yo, wobei ich mit polarisieren immer auch etwas Negatives verbinde. Ich bin ganz ehrlich: ich finde es total spannend, dass in einem Auto eben nur ein Tablet ist. In meinem 3er Touring ist soviel Bling Bling, was ich mittlerweile als komplett störend empfinde. Fehlendes HUD, kann ich nachvollziehen, da dies in meinen Augen sowieso die Zukunft ist: Projektion, spiegeln etc. von Infos. Nicht umsonst spricht man von "aufgeräumt". Bei mir war mal im 3er der Eco Schalter kaputt. Hell, was ein Aufwand diesen Mist zu reparieren. Das, was Tesla und jetzt auch Volvo macht ist die Zukunft. Jetzt gilt es eben, und das ist der nächste Schritt, das komfortabel und zweckmäßig zu machen. Bling Bling ist in meinen Augen Apollo 13. Komplette Resourcen-Verschwendung. Wartet mal noch 10 Jahre ab, wie dann ein Cockpit aussieht. Auch das Recycling von Materialien wird sich stetig verbessern. Das Konzept von Volvo ist nachhaltig und in meinen Augen der richtige Weg. Dieser Weg ist jetzt noch etwas holprig, aber er wird stetig besser werden.

20.02.2024 11:04    |    Trottel2011

Zitat:

@Molotov schrieb am 20. Februar 2024 um 11:00:20 Uhr:

Yo, wobei ich mit polarisieren immer auch etwas Negatives verbinde. Ich bin ganz ehrlich: ich finde es total spannend, dass in einem Auto eben nur ein Tablet ist. In meinem 3er Touring ist soviel Bling Bling, was ich mittlerweile als komplett störend empfinde. Fehlendes HUD, kann ich nachvollziehen, da dies in meinen Augen sowieso die Zukunft ist: Projektion, spiegeln etc. von Infos. Nicht umsonst spricht man von "aufgeräumt". Bei mir war mal im 3er der Eco Schalter kaputt. Hell, was ein Aufwand diesen Mist zu reparieren. Das, was Tesla und jetzt auch Volvo macht ist die Zukunft. Jetzt gilt es eben, und das ist der nächste Schritt, das komfortabel und zweckmäßig zu machen. Bling Bling ist in meinen Augen Apollo 13. Komplette Resourcen-Verschwendung. Wartet mal noch 10 Jahre ab, wie dann ein Cockpit aussieht. Auch das Recycling von Materialien wird sich stetig verbessern. Das Konzept von Volvo ist nachhaltig und in meinen Augen der richtige Weg. Dieser Weg ist jetzt noch etwas holprig, aber er wird stetig besser werden.

Aufgeräumt geht auch wunderbar OHNE Touchscreen. In meinem V70 ist alles ziemlich aufgeräumt trotz guter Ausstattung.

20.02.2024 11:08    |    miko-edv

"Wartet mal noch 10 Jahre ab, wie dann ein Cockpit aussieht."

ich finde die Erwartung sehr spannend, wie dann solch ein heute in den Verkehr gebrachtes Cockpit noch funktioniert ... die heutigen "Indoor"-Computer haben i.d.R. keine Lebenserwartung im zweistelligen Jahresbereich, und im Auto kommen ganz andere klimatische Einflüsse dazu, die sicher nicht lebensdauerverlängernd wirken.

20.02.2024 11:13    |    Molotov

@Trottel2011 Klar, damit meine ich aber nicht nur die Optik, sondern auch die Bündelung der Funktionen. Wofür braucht man denn heutzutage noch für jede Funktion einen extra Knopf? Ich kann gerne mal einen Nightshot aus meinem BMW machen. In meinen Augen ist das total rückständig. Wir werden in Zukunft immer mehr mit Sprachbefehlen, Gesten etc. im Auto unterwegs sein. Ich hatte auch mal einen V70 als Geschäftswagen. Einen R sogar. Klasse Auto, und ja, toll und typisch skandinavisch aufgeräumt. Aber das war halt mal. Die Hersteller werden in Zukunft keine Materialschlachten mehr veranstalten nur damit ich überall auf etwas drücken oder an etwas drehen kann.

20.02.2024 12:38    |    Andreas4

Werden wir sehen, ja. Ich gehe davon aus, dass man zumindest für die Basics der Fahrzeugbedienung zur Vernunft zurückfinden wird. Wischer, Blinker, Lautstärke, Temperatur, Defrost und Licht werden in Zukunft von den meisten Herstellern sicher in der Masse weiter/wieder mit haptischer Bedienung verbaut werden.

Und der Quatsch mit dem fehlenden Fahrerdisplay wird sich nicht durchsetzen, auch da bin ich mir sicher.

Ist grad ne schmarrige Zeit was das angeht, Hauptsache anders, Hauptsache gespart und verteidigt wird der Blödsinn auch noch, könnte man im übertragenen Sinne fast als das Stockholm-Syndrom der Automobiltechnologie empfinden.

20.02.2024 12:50    |    Trottel2011

Zitat:

@Andreas4 schrieb am 20. Februar 2024 um 12:38:53 Uhr:

Werden wir sehen, ja. Ich gehe davon aus, dass man zumindest für die Basics der Fahrzeugbedienung zur Vernunft zurückfinden wird. Wischer, Blinker, Lautstärke, Temperatur, Defrost und Licht werden in Zukunft von den meisten Herstellern sicher in der Masse weiter/wieder mit haptischer Bedienung verbaut werden.

Und der Quatsch mit dem fehlenden Fahrerdisplay wird sich nicht durchsetzen, auch da bin ich mir sicher.

Ist grad ne schmarrige Zeit was das angeht, Hauptsache anders, Hauptsache gespart und verteidigt wird der Blödsinn auch noch, könnte man im übertragenen Sinne fast als das Stockholm-Syndrom der Automobiltechnologie empfinden.

Naja, der Twingo hatte das in der 1. und 2. Bauform. Erst die 3. Version (mit Heckmotor) kam damit raus. Und das zentrale Display bzw. Kombiinstrument ist nichts Neues. Der Ur-Mini hatte das. Der 1. New Mini auch. Ziemlich viele Renaults auch. Diverse Toyotas haben das auch. Also denke ich nicht, dass es spontan wieder verschwinden wird. Es wird nur bei mehr und mehr Herstellern zur "norm". Mir würde es reichen, wenn z.B. überm Lenkrad nur eine kleine LCD Anzeige mit der Geschwindigkeit angezeigt werden würde. Das wäre für mich mehr als genug Infos im E-Auto. Im Verbrenner habe ich noch gerne Drehzahlmesser und Tankanzeige irgendwo im Sichtfeld. Aber am wichtigsten für MICH ist es hinterm Lenkrad zu haben. Bei Porsche sind die Drehzahlmesser die größten Anzeigen im Kombiinstrument. Tacho ist dann links oder rechts davon und kleiner. Also theoretisch auch so. Es ist nur die Frage wie man sowas brauchbar gestalten würde.

 

Die Grundinfos wie Licht an/aus, Fernlicht an/aus, Blinker links/rechts, Handbremse an/aus und Geschwindigkeit sollten immer direkt im Sichtfeld vor dem Fahrer sein. Wenn er nach links/rechts blicken muss, ist das schon zu viel, besonders wenn das Auto einen dann anmeckert, wie es der EX30 gerne macht :D

20.02.2024 12:52    |    RGBLicht

Ja, mache einmal einen Nightshot und stelle dagegen das Ambiente BlingBling aktueller Elektrofahrzeuge.

Wozu brauche ich einen Knopf, na um ihn zu drücken oder die Funktion zu nutzen. Genau das, was in vielen Tabletkonzepten zwar noch geht aber regelmäßig über Umwege, ablenkend und leider oft in Bereichen, die ich mit dem langen Arm nicht mehr so einfach erreichen kann, vom Blick, der sich hierdurch abwendet von der Straße will ich gar nicht sprechen.

Innovativ empfinde ich das nicht, es dient für mich einzig der Kosteneinsparung.

Ich fahre regelmäßig unterschiedliche Autos, wenn ich dann wieder in meinem EV bin, wo viele Alltagsdinge, die ich gerne anpasse, per Knopf, Regler etc. nutzbar sind, vom angenehmen Mikroschaltergefühl will ich gar nicht mal reden, auch das ist toll und blind erfassbar.

Laneassist schnell einmal in einer Engstelle, Baustelle deaktivieren, Knopf gedrückt ohne den Blick von der Straße zu nehmen, Abstand des ACC nachregulieren, Schalter gedrückt ohne den Blick von der Straße zu nehmen, Spiegel mal schnell neu justiert, schwupps, erledigt,, mal einfach von ACC auf Limiter umgestellt, Knopf gedrückt erledigt usw. in den Tabletmodellen erlebe ich als Fahrer und Beifahrer, entweder man lässt sie immer in einer Kompromisseinstellung oder deaktiviert diese. Und 100% der Personen, mit denen ich zu tun habe, wünschen sich ein HUD oder zumindest ein Fahrerdisplay, auch die Teslafahrer, die ich kenne.

Es geht auch ohne, ohne Frage, aber warum sollte ich mich an etwas gewöhnen, was besser geht, bei so etwa „Zentralem“?

Was ID.7 hier als Kompromiss liefert finde ich gut, kleines, knackscharfes Fahrerdisplay mit den relevanten Inhalten, eines der besten HUDs, die ich kenne und ein ordentliches Tablet. Das Beste aus allen Welten würde ich sagen. So geht Auto der Zukunft, wenn es nach mir ginge.

20.02.2024 12:57    |    Molotov

Ich prophezeie Ihnen, dass in 10 Jahren kein Mensch mehr über ein fehlendes Fahrerdisplay reden wird. Eventuell ist dann schon Ihre komplette Windschutzscheibe ein einziges Disdplay, auf dem alle Informationen zusammenlaufen. In diese Richtung wird es gehen. Dann lachen wir eventuell auch schon wieder über ein Tablet, weil das oldschool ist.

20.02.2024 13:01    |    Molotov

@RGBLicht Was Sie alles drücken beim Fahren. Kommen Sie da überhaupt noch zum fahren?

20.02.2024 13:02    |    Trottel2011

Zitat:

@RGBLicht schrieb am 20. Februar 2024 um 12:52:03 Uhr:

Ja, mache einmal einen Nightshot und stelle dagegen das Ambiente BlingBling aktueller Elektrofahrzeuge.

Wozu brauche ich einen Knopf, na um ihn zu drücken oder die Funktion zu nutzen. Genau das, was in vielen Tabletkonzepten zwar noch geht aber regelmäßig über Umwege, ablenkend und leider oft in Bereichen, die ich mit dem langen Arm nicht mehr so einfach erreichen kann, vom Blick, der sich hierdurch abwendet von der Straße will ich gar nicht sprechen.

Innovativ empfinde ich das nicht, es dient für mich einzig der Kosteneinsparung.

Ich fahre regelmäßig unterschiedliche Autos, wenn ich dann wieder in meinem EV bin, wo viele Alltagsdinge, die ich gerne anpasse, per Knopf, Regler etc. nutzbar sind, vom angenehmen Mikroschaltergefühl will ich gar nicht mal reden, auch das ist toll und blind erfassbar.

Laneassist schnell einmal in einer Engstelle, Baustelle deaktivieren, Knopf gedrückt ohne den Blick von der Straße zu nehmen, Abstand des ACC nachregulieren, Schalter gedrückt ohne den Blick von der Straße zu nehmen, Spiegel mal schnell neu justiert, schwupps, erledigt,, mal einfach von ACC auf Limiter umgestellt, Knopf gedrückt erledigt usw. in den Tabletmodellen erlebe ich als Fahrer und Beifahrer, entweder man lässt sie immer in einer Kompromisseinstellung oder deaktiviert diese. Und 100% der Personen, mit denen ich zu tun habe, wünschen sich ein HUD oder zumindest ein Fahrerdisplay, auch die Teslafahrer, die ich kenne.

Es geht auch ohne, ohne Frage, aber warum sollte ich mich an etwas gewöhnen, was besser geht, bei so etwa „Zentralem“?

Was ID.7 hier als Kompromiss liefert finde ich gut, kleines, knackscharfes Fahrerdisplay mit den relevanten Inhalten, eines der besten HUDs, die ich kenne und ein ordentliches Tablet. Das Beste aus allen Welten würde ich sagen. So geht Auto der Zukunft, wenn es nach mir ginge.

Absolut. Manchmal ergibt es Sinn, wenn z.B. nicht gebrauchte Funktionen die nur der einmaligen Einstellung bedürfen eben dann irgendwo gebündelt werden. Aber die meisten Sachen will man ja auch einfach greifen können. wenn ich an einem Drehregler für die Heizung drehen kann, ohne dass ich mein Blick von der Straße nehmen muss, ist es perfekt. Im V70 z.B. kann man sogar blind die Lüftungsorientierung einstellen, weil man mit den Fingern die Form des Menschens der dargestellt wird, ertasten kann. Kopf, Rumpf, Beine. Einfacher geht das nicht. Klar, man muss nochmal hinschauen wie die Temperatur ist, aber das ist ne einfache Sache. Das Radio ist ja auch beim V70 mit Tasten versehen. Klar, zu viele Tasten sind auch nervig, aber das meiste ist sofort klar.

 

Touchscreens sind deutlich billiger in der Fertigung und können bei vielen Modellen verbaut werden. Fiat nutzt das Infotainment System vom 500E auch im Tipo, im 600E und sonst noch wo. Einfach den Fuss ändern und es passt. Dass es dennoch scheiße ist, ist irrelevant. :D Du kannst ja auch einfacher die Leute abzocken. Statt durch Mengen günstiger zu werden, werden die Bildschirme teurer, obwohl sie eigentlich billiger sein sollten. Die Hardware ist auch nicht gerade "high end" sondern meistens etwas langsamer als andere Techniken es sind. Zusätzlich wirst du irgendwann Pixelfehler oder tote Displays haben - oder wie bei Fiat spontane Neustarts und ausfallende Bildschirme. Mit Tasten ist das alles NICHT gegeben. Es kann sich höchstens der Softlack ablösen... Wenn überhaupt. Die Funktion bleibt in der Regel auch erhalten.

20.02.2024 15:55    |    der_Derk

Schöner Test! :)

 

Finde das Design insgesamt nicht schlecht, auch gerade im Innenraum - nur das macht's vermutlich wenig massenkompatibel, wenn's mir gefällt ist das meistens ein schlechtes Zeichen. Auch die Armaturen in der Mitte - hatte ich seinerzeit im Lancia Y, habe ich aktuell im Mini, und weder war es noch ist es ein Problem. Natürlich kann man jede Variante auch gut oder schlecht auslegen - und da wäre auch der Punkt der Bedienung: Touch an sich ist nicht per se schlecht, denn man kann es prinzipiell immer noch blind auffindbar machen und eine taktile Rückmeldung geben. Ebenso kann man Schalter an schwer erreichbaren Positionen absolut unleserlich verstecken, die Tastenlösung ist nicht automatisch gut. Es hängt halt immer von der Umsetzung ab.

 

Gut, hier sieht es jetzt so aus, als wären die Lenkradtasten nur vertikal unterteilt, und ansonsten muss man doch wieder hinsehen, was man drückt. Hat VW beim ID3 auch schon auf dem letzten Meter formvollendet an die Wand gefahren; Dort ist die Oberfläche so gestaltet, dass man auch blind die Positionen finden kann - und eine zweistufige Empfindlichkeit ermöglicht den Druckpunkt erst auf der zweiten Stufe, mit mechanischer Rückmeldung, wie seinerzeit beim Blackberry Storm (dort übrigens heftig kritisiert, weil zu ungewohnt für den Touch-Anwender). Bis hierhin hätte alles wunderbar funktioniert - nur dann gab es eben eine zusätzliche Swipe-Funktion auf der ersten Berührungsstufe, man kann daher eben nicht blind die Positionen ertasten ohne andere Funktionen auszulösen. Die Rolle rückwärts zu "Jetzt wieder echte Tasten im Lenkrad" war an der Stelle völlig unnötig. Aber ich schweife ab...

 

Die Drehmomentvergleiche zwischen Verbrenner und Elektro lohnen sich nicht mehr so wirklich, weil spätestens bei Elektro die Angabe der einzig möglichen Übersetzung (wenn's nicht gerade der Taycan mit zwei Gängen ist) unter den Tisch fällt, und der Motordrehzahlbereich ebenso. Man müsste die Radzugkraftdiagramme vergleichen, nur das ist für das typische Kundengespräch dann wohl überkomplex. Ein Großteil des gewaltigen Beschleunigungserlebnisses bei Elektro geht auch darauf zurück, dass es keine akustische Rückmeldung mehr gibt, was man dem Fahrzeug da gerade abverlangt, wohingegen man den konventionellen Antrieb im Alltag eher selten auch nur in der Nähe seines Nennleistungsbereichs betreibt.

 

Ah, eines hat der EX30 seinem Plattformbruder #1 auf jeden Fall voraus: Mangels rahmenloser Türscheiben und versenkter Türgriffe dürfte er auch bei Frost noch funktionieren... ;)

 

Gruß

Derk

20.02.2024 16:52    |    Twinni

Von außen ganz hübsch, aber innen einfallslos und billige Plastikanmutung. Der Preis dafür ist viel zu hoch.

Deine Antwort auf "Let's Drive: Volvo EX30 Ultra (2025)"

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Motor: R5, D5244T10 (2.4l R5, 205 BHP)

 

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Auto: Tipo (Typ 356)

Motor: R3 Firefly (1.0l, 100 BHP)

 

The Former Daily Driver:

Lusysan

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The Former Crown Juwel:

Die Iron Lady

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ-S (XJ27)

Modelljahr: 1989.5

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A Former Daily Driver:

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Modelljahr: 2018

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Auto: XJ8 Executive (X308)

Modelljahr: 1997

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Yet Another Former Daily Driver:

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Modelljahr: 1995

Motor: R6 (3.2l R6, 211 BHP)

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