Fri Mar 11 15:25:44 CET 2011
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andyrx
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Kommentare (3128)
| Stichworte:
Erdbeben, Honda, Japan, Katastrophe, Mazda, Nissan, Suzuki, Toyota, Tsunami
<iframe class="video youtube-player" width="425" height="355" type="text/html" src="https://www.youtube.com/embed/dm2Hr-1l1MM" allowfullscreen="1" frameborder="0"></iframe> schreckliche Bilder aus Japan....ein Erdbeben dieser Stärke ist auch für das Erdbeben erprobte Japan ein Schicksalschlag😰 wenn da von bisher 5 Toten die Rede ist,braucht man nicht viel Phantasie um zu wissen das dies am Ende wieder tausende sein werden...die Zerstörungen sind massiv und das Elend wird groß sein. Auto,Schiffe,Häuser und Bäume werden wie Spielzeug zerstört...jeder wird sich ausmalen können wieviele Menschen darin umgekommen sein werden🙁 Mein Mitgefühl gilt den Menschen in Japan und den betroffenen Regionen umzu....kaum eine Naturkatastrophe schlägt mit so viel Macht und folgenden Elend zu wie ein solches Beben. mfg Andy ![]() |
Fri Mar 18 15:56:54 CET 2011 |
Reachstacker
Danke für den Bericht. 🙂
Und steigendes Wasser ist immer ne gute Nachricht wenn das Schiff auf der Sandbank sitzt. 😎
Im Andy seinen Keller wohl weniger. 😛
@ Andy
Duct Tape nicht vergessen!!! 😁
Gruss, Pete
Fri Mar 18 16:08:02 CET 2011 |
Spannungsprüfer13299
.......da brauchst du aber eine seehr große Rolle DuctTape......
Obwohl (Zitat stagehand): " Gaffa hält die Welt zusammen !"
Gruß SRAM
Fri Mar 18 16:14:42 CET 2011 |
wolf24
Au! 😁
Fri Mar 18 16:29:32 CET 2011 |
VOX DEI
Ich glaube Du unterschätzt die Situation dort und vor allem die Dimension dieser Katastrophe, genau wie vor einer Woche.
Fri Mar 18 16:31:13 CET 2011 |
deville73
Aber Du weisst es besser...
Fri Mar 18 16:31:46 CET 2011 |
Reachstacker
PLUG = Stecker (für die die kein "denglish" können.) 😉
Das ist eine sehr Un-Amerikanische Bemerkung.
Es zeigt aber ein Problem, in english nennt man es ein "shizm". Adenauer nannte es einen "tiefen Graben".
Um ein AKW, Raffinerie, Armee, Kriegsmarine oder sonstwas Grosses, Erfolgreich am Leben zu erhalten braucht man eine geschulte Mannschaft. Teil dieser Schulung ist nach Vorschrift arbeiten zu können. Man sucht sich also Leute die das pchychologisch verkraften können. In dieser Welt bin ich selbst Total ungeeignet und würde schon beim ersten Gehirneignungstest rausgeschmissen. 😰
Der "Graben" ist nämlich der: Nachdem man Personal sucht die nach Vorschrift arbeiten und dieses Denken Jahrzehntelang eintrichtert, ist es unmöglich von den Beteiligten zu erwarten das sie etwas machen das gegen die Vorschriften verstösst.
Genausogut könnte man einen Schwäbischen Schaffner fragen den Fahrplan umzuschmeissen und schnell meine Mutter abzuholen weil sie vergessen hat das sie zum Doktor muss. 😛
Das geht einfach nicht, das ist im Kopf nicht vereinbar.
In dem Falle brauchte man ein Krisen Team (da muss aber erstmal jemand die Krise erklären)
Fazit dieser langen Schreiberei?
Wir schneiden die Stecker ab und schaffen feste Verbindungen um Maschinen laufen zu lassen bis die richtigen Teile ankommen.
Das kann man ehrlicherweise von der Mannschaft im AKW nicht erwarten, weil es gegen ihre Denkart und ihre Schulung (Prinzipien) verstösst.
Gruss, Pete
Fri Mar 18 16:33:05 CET 2011 |
Schattenparker133861
Moin🙂
Noch Jemand mit gedämpftem Optimismus:
🙄
Fri Mar 18 16:38:36 CET 2011 |
Multimeter47054
Lese gerade, dass der Tsunami eine Höhe von 23 Metern hatte. Wenn ich so aus dem Fenster schaue, würde ich ab einem gewissen Punkt gar nicht mehr den Wellenkamm sehen. Holla, die Waldfee! 😰
Fri Mar 18 16:42:07 CET 2011 |
Reachstacker
Ich habe die Situation dort noch nie unterschätzt, allerdings gebe ich zu Schwierigkeiten mit der lokalen Denkart zu haben (siehe meinen letzten Beitrag)
Was kann man an einen Generator "unterschätzen?
Oder an einer Pumpe?
Oder einem Kabel (das garkeinen Stecker braucht wenn man Pete heist?)
Die einzige Unterschätzung ist eigentlich diese: Im Notfall braucht man ein Krisen Team das zwar die Materie kennt aber nicht für den Normalbetrieb geschult ist, einfach deswegen weil sich das widerspricht.
Dieses "Team" wurde uns aber nicht vorgestellt, wahrscheinlich weil es nicht existiert.
In Deutschland gibt es so ein Team wenn ich SRAM vor ein paar Tagen richtig verstanden habe.
Gruss, Pete
Fri Mar 18 16:42:20 CET 2011 |
Spannungsprüfer13299
Na ja, es hat schon seinen Grund, warum Herr Sailer fürs Öko-Institut arbeitet..............
Diese Typen, die anderen bei Arbeiten unter Druck über die Schulter schauen und alles besser wissen sind schlichtweg überflüssig.
Und deswegen in der Industrie auch nicht geschätzt.
Gruß SRAM
Fri Mar 18 16:45:31 CET 2011 |
Spannungsprüfer13299
Allerdings, darf ich vorstellen:
http://www.kfv-bergstrasse.de/LinkClick.aspx?...
http://www.khgmbh.de/wDeutsch/
und der hier wäre jetzt sicherlich recht nützlich:
http://www.khgmbh.de/wDeutsch/files/fernhantierung_bagger.pdf
Gruß SRAM
Fri Mar 18 16:55:40 CET 2011 |
Reachstacker
Na bitte. 🙂
Die KHG Techniker würde der falsche Stecker wahrscheinlich auch nicht stören. 😁
Auf der anderen Seite würde man die nicht mit dem Alltagbetrieb beauftragen.
Gute Manager in jeder Industrie wissen das Service Techniker in der Produktion versagen und umgedreht. Das sind einfach 2 verschiedene Welten. Entsprechend wird das auch organsiert, zumindest wenn man erfolgreich sein will.
Gruss, Pete
PS: der Bagger gefällt mir 😁
Fri Mar 18 17:00:39 CET 2011 |
Spannungsprüfer13299
Dachte ich mir 😉
Gruß SRAM
Fri Mar 18 17:02:19 CET 2011 |
VOX DEI
Was meinst Du andauernd? Dass dieses Himmelsfahrtskommando nicht für so eine Situation geschult ist? Was kommt als nächstes? Dass nur ihr Amis die Situation unter Kontrolle kriegen könnt?
Fri Mar 18 17:05:14 CET 2011 |
Pingback
Kommentiert auf: Nach Erdbeben: Autoproduktion in Japan steht still : Seite 14 : @ Kapitän: als organisierte Kriminalität mit solch weitreichen...
Fri Mar 18 17:22:04 CET 2011 |
Reachstacker
@ VoxDei
Keine Ahnung was da sooo unverständlich ist.
Aber im Krisenfall rufe ich Smit Rotterdam an und nicht die Hapag-Lloyd.
Zum Transport rufe ich die Hapag-Lloyd an und eben nicht Smit Rotterdam.
Capiche?
Fri Mar 18 17:29:02 CET 2011 |
deville73
Was mich nach wie vor an den Japanern beeindruckt ist, dass es bisher trotz knapper Versorgungslage und Stromsperren keine Plünderungen oder ansteigende Kriminalität zu geben scheint.
Die japanische Mentalität ist schon etwas besonderes.
Wenn sie anstehen, dann stehen sie eben an. Und wenn es nix mehr gibt bis sie dran sind, dann gehen sie eben wieder heim.
Fri Mar 18 17:39:34 CET 2011 |
Spannungsprüfer13299
Das einzig richtige Verhalten.
........wenn ich mir hingegen in einer solchen Situation den hochgepäppelten deutschen Prekariatsmob vorstelle .........🙄
Gruß SRAM
Fri Mar 18 18:02:23 CET 2011 |
deville73
Geht ja schon im Schlussverkauf los.
Hier noch was zu Nicola Tesla
Fri Mar 18 18:26:07 CET 2011 |
andyrx
weise Worte😎
...und eben deshalb braucht man einen Krisenstab der abseits der Handbücher und Vorschriften kreativ ist und mit den notwendngen Kompetenzen und Autorität versehen auch der nicht geplanten Situation angepasste Entscheidungen treffen kann und muss....und wenn er sagt er braucht 3 Löschboote und 100 Bagger sowie 3 schwere Hubschrauber diese auch bekommt....ohne langes Rückfragen oder zaudern😮
es hängt das Schicksal einer ganzen Nation dran und darf es keinen zu großen Aufwand geben oder kostet zuviel...muss ich erst Cheffe fragen oder im Aufsichtsrat Mittel beantragen...😁😁
der Unfall war nicht eingeplant da ausserhalb der Vorstellungskraft und deshalb helfen auch keine Handbücher oder Arbeitsanweisungen,diese Seiten existieren dort einfach nicht😮
mfg Andy
mfg Andy
Fri Mar 18 18:27:30 CET 2011 |
Standspurpirat30156
@deville73 und SRAM:
Auch ich guck mir mit Tränen in den Augen (ehrlich) die Situation in Japan an, sehe mit welcher Fassung sie diese Katastrophe völlig neuartiger Dimension versuchen in den Griff zu kriegen, und ebenfalls sehe, wie diese Tepco-Techniker, die dort die Reaktorkühlung eines bereits aufgeplatzten Kernreaktors wieder anschmeißen wollen und wie die Feuerwehrleute verzweifelt versuchen, den Reaktor mit Kühlwasser zu besprinklen, und das tun sie alle wissenden Auges, dass sie so gut wie keine Überlebenschance bei der Strahlendosis haben. Und warum das alles? Wohl weil sich anscheinend weltweit, von gschaftlhubernden Profitgeiern vorangetrieben, höher angereicherte oder sonstwie "getunte" Brennstäbe verbreitet haben, da zwar Profit-effizienter sind, aber die dafür auch noch in der Abklingphase noch so heiß werden können, dass ein Super-Gau entstehen kann. Diese Vermutung (?) schrieb auch gerade jemand im "Nachbarblog" vom Andyrx über "Atomkraft nein danke/ja bitte". Solche "getunten" Brennstäbe, wenn es sie gibt, haben wir hier sicher auch....ich lernte früher immer, Notabschaltung eines Siedewasser/Druckwasser-AKWs geht von Statten, indem man die Brennstäbe einfach aus dem Moderator (Wasser) zieht, bzw. einfach dadurch dass das moderierende Wasser einfach verdampft wenn der Reaktor aus welchem Grund auch immer zu heiß laufen sollte. Dies ist offensichtlich falsch bzw. ist wohl mittlerweile falsch für heutige Brennstäbe, die bereits aufgrund des "Nachglimmens der nuklearen Asche" so heiß werden können, dass der Reaktorkern schmilzt.
Und über die deutsche Mentalität in dieser Situation kann ich wiedermal wahrlich nur kotzen. Während in Japan unglaublich mutige Menschen sehenden Auges in den Tod gehen, um das Schlimmste (ca 10x Tschernobyl) zu verhindern, und die restliche Bevölkerung in Japan geduldig um die minimalste Grundversorgung stundenlang ansteht, fangen die unsäglichen Deppen hier an, Jodtabletten zu bunkern statt sie nach Japan zu schicken, machen sich Sorgen über lächerliche ein oder zwei Bequerel (1 Bequerel = 1 Zerfall pro Sekunde), diskutieren Tage-lang nur wegen anstehender Wahlen über die dämlichen Meiler hier, deren Abschaltung sich eh defakto über Jahre hinziehen wird (rein technisch bedingt, wie wohl jeder außer unserer Regierung weiß); und dies anstelle endlich diese Krisenteams, die es wie oben beschrieben offensichtlich hier gibt, sofort auf die Thematik in Japan anzusetzen....es erwartet ja niemand, dass die auch freiwillig und wissenden Auges wie diese mutigen Japaner dort "in den Himmel" fahren, aber zumindest eine technische Lösung könnten sie versuchen wenigstens am Schreibtisch hier zu erarbeiten.
Aber den Abschuß lieferte mir gestern ein Autofahrer, der an der Tanke (die Zeitungen mit den Japanschlagzeilen weithin sichtbar am Kiosk der Tanke) an der ganzen langen Schlange wartender Autos (wegen 3 cent billiger, nicht wegen Rationierung wie in Japan) vorbeifuhr, rückwärts vor mir an der vordersten (bereits freien) von drei Zapfsäulen einparkte (ich stand an der mittleren Zapfsäule), anfing zu tanken, und mich dann auch noch anpöbelte, als ich begann mühsam um ihn herum auszuparken, mich also auch noch versuchte zu nötigen, stehen zu bleiben und zu warten bis er, dieser unverschämte Kerl auch fertig war - ich war ja längst mit dem Tanken fertig gewesen und hatte längst bezahlt und wollte gerade wegfahren, als dieses Subjekt vor mir einparkte.
Die deutsche Mentalität ist im Durchschnitt für mich nun ein für alle mal erledigt...wirklich ein für alle mal. Feierabend...Ob für mich dieses Volk nun erledigt ist, kann diesem Volk vermutlich hinten am A.. vorbeigehen, aber so ein widerlicher Affe kann auch mal an den falschen geraten, nicht bloß an mich...und dann kommt vielleicht wegen so einer unverfrorenen Kleinigkeit keine Schraube mehr aus Japan oder sonstwoher nach Dtschland....können die ganzen neunmalklugen Schwatzbacken-Experten-Manager wieder den Handwerkern, Technikern uvm. klugscheißernd und verschlimmbessernd "editierend" über die Schultern glotzen, während diese dann vielleicht die Schrauben nur noch mit den Fingernägeln reindrehen müssen, weil sie keine Schraubenzieher mehr kriegen....
Fri Mar 18 18:40:45 CET 2011 |
deville73
Ja, das sind schon Unterschiede zwischen den Mentalitäten.
Ähnliches fiel mir damals in den USA auf, als ich den 4-Way-Stop kennenlernte, den es hier nicht gibt.
Das ist eine Kreuzung, die an jeder der vier Straßen ein Stopschild hat.
Die Sache ist die, dass der als erster in den Kreuzungsbereich einfahren darf, der als erster an seinem Stopschild ankam, dann der nächste usw.
Das hat dort immer geklappt. Immer. Die anderen haben gewartet, bis der Berechtigte die Kreuzung verlassen hat und dann erst fuhr der nächste los.
Versuch sowas mal in Deutschland einzuführen. Da wäre jeder als erster angekommen und alle würden in der Mitte der Kreuzung zusammenkrachen.
Fri Mar 18 19:00:00 CET 2011 |
wolf24
Reachstacker, deine shizm Einschätzung/Beschreibung hat wohl ziemlich genau den Nagel auf den Kopf getroffen.
Deshalb hatte ich mehr oder weniger ernsthaft weiter oben erwähnt, daß die ursprünglichen DDR-Improvisationsmeister 🙂 vermutlich eher geeignet sind, als die sich zu 100% an die Standard-Vorgehensweise klammernden Techniker. Diese werden dann, wenn sich die Dinge ausserhalb des vertrauten Terrains entwickeln mit Konfusion reagieren.
Übrigens würde ich gar nicht mal davon ausgehen, daß bei solchen giganten Katastrophen die "Deutschen" so bescheuert reagieren, wie einige hier annehmen.
Aus meinen konkreten Erfahrungen, als ich noch in den 70er Jahren in Berlin war und ein Tag lang Windstärken auf Orkanniveau tobten und auch einige Leute tödlich verunglückten, kann ich berichten, daß sehr plötzlich und für mich auch vollkommen unerwartet, die Leute plötzlich näher rückten und eine gegenseitige Rücksicht und Hilfsbereitschaft gezeigt wurde.
Ich war damals einer der Leute vor denen meine Eltern mich immer gewarnt hatten, Mischung Marx-Che Guevara-Sponti , musste weil nichts mehr zu futtern, Einkaufen gehen. Werde von ner Böe erfasst, ein paar Meter durch die Luft gezerrt, als mir ein älterer Mann, der sich an ne Straßenlaterne festhielt, mit einer recht geschickt ausgestreckten Hand, mir grinsend Halt verschaffte. Wir anschließend erstmal ein paar Minuten uns zusammen halten mussten, bis wir uns weiter getrauten.
Mein Sozialpsychologieprof berichtetet im folgenden davon, daß dies durchaus typisch sei und mehr oder weniger universelles, menschliches Verhalten darstellen solle.
Was allerdings passiert, wenn und falls Tokyo evakuiert werden muss, kann ich mir nicht vorstellen. Einfache Berechnung:
Wenn der Betze knapp 50000 Zuschauer hat, brauchen die, bestens organisiert in Park-ride-System, Zug und Privat Pkw, ca. 2-3 Stunden bis sich alles verlaufen hat. Rechnen wir also 50000 Leute ein paar KM weiter in 2 Stunden. Ne halbe Millon ergo 20 Stunden. 5 Millionen ergo 200 Studen. 35 = 1400 STunden = 58 Tage, also 2 Monate.
Wie werden diese Leute die an der Warteschlange hinten stehen, in ihren Wohnungen sitzen, so lange versorgt ... . Und wo und wie werden die abtransportierten mit Nahrung, Getränken, Wetter geschützten Schlafmöglichkeiten untergebracht?
Wie lange kann das wirklich ohne Jeder gegen Jeden, funktionieren?
Wolf
Fri Mar 18 19:03:24 CET 2011 |
Reachstacker
4 way stop ist halt ne billige Ampel 😁 (ich fahre durch 2 jeden Tag)
Tja, die hätten bei KHG anrufen können, wahrscheinlich haben sie die Nummer verloren
KHG kann glaube ich über 3000 Mann auf die Beine stellen. Also 300 nach Japan schicken hätte die Sicherheitsbereitschaft in Deutschland nicht weiters gestört.
Das schwierige ist ja dieses: Wann ruft man an? Am ersten Tag? Am dritten Tag?
Irgendwas ähnliches wirds auch in den USA geben, einmal unter DOE und unter dem Militär.
Das Japan mit 50 Kraftwerken keine "Atom Feuerwehr" haben soll kommt mir komisch vor.
33 Mann sind von den USA nach Japan geflogen, die sind aber (glaube ich) nur zum Messen und sowas da.
Die Situation ist halt was sie ist und jetzt machen wir weiter von wo wir schon sind. Ob da Beratungen hinter geschlossenen Türen sind wissen wir ja auch nicht.
Gruss, Pete
Fri Mar 18 19:18:09 CET 2011 |
Reachstacker
@ wolf24
Danke 🙂
Ich fixe viel lieber Maschinen ohne Menschen, weils einfacher ist. 😉
Aber Menschen gehören dazu und gutes trouble shooting (Fehlersuche) verlangt nach mehr als Scheizzkarre oder Blödmann zu murmeln.
Ja die DDR war ja so'ne McGyver Organisation. 😁 Die Roten Latschen lebten wie die Maden im Speck und die Schrauber mussten zusehen wie es weiter ging ohne Teile. Das ist ja auch eine Schulung.
Nebenbei haben Menschen in Deutschland früher auch Schlange gestanden, in der DDR halt länger wie in der BRD. Das geht alles.
Keine Angst wegen Tokyo, da kommt nix. Diese Befürchtung ist nur ein Überbleibsel der von der gelben Presse hoch geputschten Angst.
In einer Woche ist das alles vorbei, die Bild findet ne neue Krise und Japan widmet sich den Strassenbau 🙂
Wenns andersum geht lag ich halt falsch. 😉
Aber ich würde immer noch die 800 000 Notopfer bei zugewiesenen Gastfamilien einquartieren. Wenn das in Deutschland machbar war ist das in Japan erst recht machbar.
Gruss, Pete
Fri Mar 18 19:21:48 CET 2011 |
Brunolp12
(gelöscht)
Fri Mar 18 19:44:33 CET 2011 |
VOX DEI
@Reachstaker
Also Du unterstellst andauernd den Japanern, dass die keine Ahnung haben. Dass die dort 40 Männer und Frauen, die an der Rettung beteiligt sind, einfache Praktikanten sind. Dass die keine geschulte Leute für solche Fälle haben. Dass die nicht instande sind, "Kühlpumpen" zu organisieren.
Glaubst Du wirklich was Du sagst? Glaubst Du, dort sind alle bekloppt und nicht alle Szenarien durch gegangen sind? Die wissen dort was Sache ist!
Sollen sie GENAUESTENS die Menschen über die Lage informieren? Nein! Denn da käme die Megapanik!
Bei euch Amis hat schon ein "Klogeräusch" im Radio (waren es die 1930er Jahre?) gesorgt, dass Massenpanik entstand. "Hilfe, die Aliens kommen!"
PS: Mit Deinem Überblick, müsstest Du Dein Gartenschlauch und die Pumpe einpacken und sofort nach Japan düsen und denen zeigen, wie man's macht.
Fri Mar 18 20:02:42 CET 2011 |
Schattenparker133861
Moin🙂
30.10.1938 um genau zu sein 😉
Gruss Klaus
Fri Mar 18 20:06:50 CET 2011 |
Standspurpirat30156
Danke deville73 für das erheiternde Beispiel mit den US-amerikanischen 4-way Stops...🙂...ja, ich kenne die auch...wenn die in Dtschland eingeführt würden, würden die Versicherungsraten hier ins unermessliche steigen, da bin ich auch 100% überzeugt, dass es an jeder solchen Kreuzung hierzulande, wenn es sie gäbe, zig mal pro Tag krachen würde.
Und danke für Eure netten Aufmunterungsversuche, ich hoffe da eh bisserl mehr auf unsere Ossis bezgl. gesunden Menschenverstandes, denn die hatten den Fall schon, dass ihre Firmen stillstanden, weil es kein Pauspapier mehr gab, oder keine Schraubenzieher oder was auch immer...und ich sagte oben ja "im Durchschnitt"...😛....mir hat auch schonmal ne alte bayrische Oma in ner alten Ritterburg aus dem Mittelalter das Leben gerettet, als ich als 7-jähriger am für mich viel zu hohen Mäuerchen um den Burgbrunnen herum einen Klimmzug machte, damit ich runter in den Brunnen gucken konnte, wo der Burgführer irgendwelche Kerzen am Seil hinunterließ um zu zeigen wie tief der Brunnen war....dämlicher Burgführer, war ne Klassenfahrt von lauter 7-jährigen....die Oma hielt mich am Gürtel fest, ansonsten gäbe es mich heute nicht mehr, denn ich hatte bereits bei meinem schwungvollen Klimmzug das Übergewicht nach vorne gekriegt...aber ich musste die Oma gar nicht drum bitten...und ich finde, die Japaner sollten auch nicht um Unterstützung bitten müssen, die deutsche und andere Regierungen sollten von alleine die Jodtabletten schicken und sofort kompetente Hilfstrupps zumindest technische Lösungsvorschläge erarbeiten lassen...ob die Japaner diese Lösungsvorschläge dann annehmen oder nicht, oder lieber die Lösungen von anderen oder eigene vorziehen, ist ja völlig deren Sache...
....aber so wie hier in Dtschland geschehen, das Thema erstmal politisch bezüglich bevorstehender Wahlen auszuschlachten, während in Japan die Welt fast untergeht, und das haben alle Seiten hier getan, die Regierung genauso wie die Opposition und die Öko-Müsli-APO-Überbleibsel, ist wohl an Zynismus angesichts der Katastrophe biblischen Ausmaßes in Japan nicht zu übertreffen...vor allem diese Politiker mitsamts iherr Schwatzbackenexpertenmanager sind und bleiben für mich ein für alle mal erledigt.
Ich könnte immer noch kotzen über diesen wahltaktischen Schachzug, den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernkraft um 3 Monate zu verschieben, na toll, wo doch mittlerweile jeder weiß, dass das Herunterfahren eines Reaktors, so wie er heute konstruiert ist, offenbar Jahre der Abkühlphase benötigt....wenn diese offenbar völlig blöden Dämlacks da nun mit ihren "executive decisions" ins Geschehen eingreifen, haben wir hier bald auch nen Super-Gau....angeblich ist das AKW IsarII, oder wie auch immer das Ding heißt, nun seit heute vom Netz, aber was heißt das denn ?? Der Reaktor brodelt also weiter vor sich hin, nur wird er seine Energie (Hitze, und sei es "nur" das Nachglimmen der nuklearen Achse) nicht mehr an die Stromturbinen los, er kocht also sozusagen im eigenen Saft...bis wohl wie in Japan, der dadurch entstehende Überdruck über die Notventile abgelassen werden muss, mit allen Konsquenzen....dann brauchen die Deppen hier die Jodtabletten wirklich....
Gruß
Fri Mar 18 20:09:06 CET 2011 |
andyrx
sorry,aber all die Sachen die jetzt eilig organisiert werden...hätten in einem Land wie Japan binnen 12 Stunden vor Ort sein können bzw sein müssen...das ist ein High Tech Standort und kein Entwicklungsland wo der Dorfschmied murmelt ''wenn ich Zeit hab klopp ich dir ne Pumpe zusammen'' OK.
Man hat den Tepco Leuten über Tage die Regie überlassen....das sind in meinen Augen 5 verlorene Tage die das
Schicksal von ganz Japan beeinflussen können,die Regierung hätte aktiver handeln müssen und in alle Entscheidungen aber auch den Support eingebunden werden müssen....nach 3 !!! Tagen platzt dann dem Regierungschef erstmalig der Kragen und er beschwert sich öffentlich über die Informationspolitik von Tepco,da sieht man doch...er hatte gar kein eigenes Bild von der Situation....😮
in meinen Augen ein untragbarer und unerträglicher Zustand wo soviel auf dem Spiel steht😰
mfg Andy
Fri Mar 18 20:10:06 CET 2011 |
wolf24
Vox Dei, ich verstehe den Reachstaker nicht so, daß er den Japaner Inkompetenz unterstellt, sondern auf ein durchaus angesichts komplexer Systeme typisches Problem, das sich übrigens auch in der Evolution zeigt:
Hochspezialisierte Lebewesen weisen erheblich größere Anpassungsprobleme als chaotische Strukturen auf, weil sie eben nur für spezifische Bedingungen geschaffen sind.
Und wenn ich höre, daß die von Dir hochgeschätzten jap. Experten eine Woche benötigten, um überhaupt mal ein Stromkabel zu legen oder weitaus tragfähigere Hubschrauber von Russlang oder den Amis anzufordern oder einfach nur schweres Gerät anzulanden und mobile Generatoren usw. usw. anzubringen, dann ist das für mich so wenig verständlich, wie wenn im Krankenhaus kein Notstromaggregat für den Falls eines Stromausfalls vorhanden ist!
Ich habe den sehr starken Eindruck, daß hier seitens des Betreibers Tepco die Betriebswirtschaftler mehr zu sagen hatten, als die Techniker und daß die Reaktoren prima von den Amis abgekupfert wurden, aber die notwendige Adaption an die Bedingungen in Japan dem Rotstift geopfert wurde!
Natürlich ist es wenig sinnvoll ne Panik-Förderungs-Info zu betreiben, nur wäre es ja gerade beruhigend von einem Kathastrophen-Rettungsteam zu berichten und den Leuten so Mut zu machen. Da die Japaner nicht dumm sind und dies sicherlich auch wussten, kann die Nichterwähnung einer entsprechend task-force wohl nur bedeuten, daß die tatsächlich keine haben!
Und grundsätzlich haben wir natürlich gut reden, nur halte ich mich an eine einfache Regel und die besagt, schau hin und du wirst sehen. Schön reden ist hier aber nicht mehr angesagt und wenn die Atom-Industrie weltweit wieder etwas an Boden gewinnen will, hat sie schonungslos die Hosen herunter zu lassen und sich als lernfähig zu erweisen!
Fri Mar 18 20:11:59 CET 2011 |
deville73
Na ja, die zunehmende Einführung von Kreisverkehren geht ja auch in dieselbe Richtung wie die 4-way-stops.
Aber da geht dann ja auch genug ab, wie die tägliche Praxis zeigt.
Fri Mar 18 20:17:34 CET 2011 |
deville73
Und genau da liegt anscheinend einer der gravierendsten Schwachpunkte der Japaner.
Die arbeiten halt ausschliesslich nach dem, was sie im Drill gelernt haben.
Da bleibt die jetzt so dringend notwendige Kreativität und Flexibilität schnell auf der Strecke.
Das ist die Kehrseite der Disziplin.
Ratlosigkeit in neuen, ungewohnten Situationen.
Fri Mar 18 20:17:42 CET 2011 |
wolf24
Danke Andy, genau meine Rede! Und ein Hinweis auf die zutreffende Analyse vom reachstaker: Man hat den Spezialisten die Kontrolle überlassen, aber nicht berücksichtigt, daß die primär Profit- und nicht Sicherheitsmaximiert arbeiteten. Das heißt, sie hatten Schiß, daß ihr Versagen, wenn sie fremde Hilfe in Anspruch nehmen würden, sichtbar wird oder werden könnte und deshalb erst spät und sehr zögerlich erforderliche fremde Hilfe in Anspruch genommen! Und selbst ihr Präsident ist diesen Spezialsten mindestens drei Tage auf den Leim gegangen, bis er endlich mal Klartext redete! Ob er bislang auch klartext handelte????
UND DAS SAGE ICH JETZT UND WETTE UM NEN SCHÖNEN KASTEN PFÄLZER KARLSBERG, daß spätere Analysen genau diese These bestätigen werden!
mfg wolf
Fri Mar 18 20:19:53 CET 2011 |
Schattenparker133861
Moin🙂
So was nennt sich im asiatischen Bereich "das Gesicht verlieren" und diese Blösse wird sich kein Asiate geben, egal ob Arbeiter oder Staatschef 🙄
Fri Mar 18 20:20:10 CET 2011 |
Standspurpirat30156
Es könnte so sein, wie Du sagst, Andy, aber ich glaube es eigentlich nicht, obwohl ich natürlich auch keinen genauen Einblick habe. Ich glaube vielmehr, angesichts der Katastrophe biblischen Ausmaßes war das ganze Land Japan einschließlich ihrer Regierung einfach erstmal wie gelähmt, als sie alle sahen, dass die halbe Ostküste schlicht weg ist; und dann verfielen sie gleich in Angststarre angesichts eines drohenden 10-fachen Tschernobyl-Super-Gaus. Ich würde den Japanern keinen Vorwurf machen, in solch einer Situation muss die Weltgemeinschaft blitzschnell, sofort und instantan alle Hebel unterstützend in Bewegung setzen. Einfach zugucken und sich bitten und betteln lassen, ist in meinen Augen unterlassene Hilfeleistung größten Ausmaßes....das ist ja etwa so, wie einem sterbenden Krebskranken oder Aidskranken zu sagen, er solle gefälligst selbst die Erforschung seiner/ihrer Krankheit in die Hand nehmen, könnte ja auch jeder Wissenschaftler den Standpunkt vertreten, warum er eigentlich Tag und Nacht forschen soll wie eine Laborratte, ihm selbst fehlt ja nix...einfach Kaugummis oder Biergläser übern Ladentisch oder Tresen zu schieben wäre ja viel einfacher und schneller verdientes Geld...
Gruß
PS: Und während dies alles in Japan geschieht, mit Himmelfahrtskommandos und allem drum und dran, beglücken uns Uli Höneß und Co mit ihren "divinen Weisheiten", warum der Ribery diese oder jene Flanke verzogen hat und die Horden pöbeln grölend und besoffen durch die Stadt...gute Nacht.
Fri Mar 18 20:23:43 CET 2011 |
andyrx
nun die Regierung sieht es mittlerweile selbst ein😮
Quelle und ganzer Artikel-->
http://nachrichten.t-online.de/.../indexnun hat man eine Flotte Feuerwehr Fahrzeuge aus Tokio kommen lassen....die fleissig Wasser sprühen...warum sind nun jetzt erst eingetroffen..??
die hätten doch schon seit 7 Tagen dort sein können..??
Ich kann das einfach nicht nachvollziehen...ich denke die japanische Bevölkerung wird da noch einiges mit der Regierung zu besprechen haben😰
mfg Andy
Fri Mar 18 20:26:09 CET 2011 |
Multimeter47054
Was ist an Karlsberg schön? Das ist Kopfwegbier! 😁
Bezgl. der mangelnden Kompetenz bei Tepco. Inzwischen gibt es in Japan schon eine öffentliche Debatte, warum sich Tepco windet wie ein Wurm, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Menschenleben und bewohnte Gebiete auf dem Spiel stehen. Es gibt's dort zunehmend kritische Stimmen und es wird inzwischen auch dort nachgehakt.
In der japanischen (Diskussions-)Kultur ist das schon ein halbes Erdbeben. In etwa so, wie wenn die Grünen eingestehen würden, dass sie es auch nicht besser können, wie die anderen.
Fri Mar 18 20:27:02 CET 2011 |
wolf24
Na ja Kawa-Harlekin, PS:
... hättest du nichts dagegen, wenn in Japan alles in Ordnung ist? 😕
Fri Mar 18 20:28:59 CET 2011 |
Standspurpirat30156
Naja, ein paar Tage Bedenkzeit sollte man den mutigen "Himmelfahrern" von der Tokioter Feuerwehr schon einräumen....nicht vergessen, die fahren sehenden Auges in einen grauenhaften Strahlen-Tod mit ihren Wasserwerfern, ganz zu schweigen von den Tepco-Technikern, die unmittelbar im Reaktorinneren rumturnen um da irgendwelche Sprinkleranlagen zu installieren...nur wenn gleich am Freitag/Samstag vielleicht die zu Löschflugzeugen umgebauten Jumbo-Jets und DC-10 der kalifornischen Feuerwehr oder anderer schon da gewesen wären, wären diese Himmelfahrtskommandos vielleicht gar nicht mehr nötig...ich glaube nicht, dass irgendwer in Japan, Tepco nicht und die japanische Regierung auch nicht, diese giagntischen Löschflugzeuge wieder weggeschickt hätte, hätten sie Tokio bereits am Samstag angeflogen...und selbst wenn....hätte die US air force oder andere halt bisserl Sprit verblasen...oder kommt das sonst nie vor ???
Gruß
PS:@wolf24...dieses Geschwätz dieser mit Geld vollgestopften Fußballstars stinkt mir immer, vor allem auch weil wegen derer astronomischen Sponsor- und Werbeverträge sämtliche Sportkleidung 10 Mal so viel kostet, wie sie eigentlich wert ist...aber angesichts dieser Katastrophe in Japan grenzt es an beißenden Zynismus, diesem und anderem dämlichen Geschwätz auch nur eine Sendeminute zu opfern...während sich ja über die Medien auch wirkliche Experten weltweit austauschen könnten, und vielleicht doch noch rechtzeitig eine Lösung finden könnten, den Super-Gau in Japan zu verhindern.
PPS: Ist doch im Moment völlig egal, wer warum welchen Fehler gemacht hat, wo auch immer...das kann man hinterher noch bekakeln, wenn der Super-Gau erfolgreich verhindert wurde....hoffentlich gibt's dann noch jemand, der bekakeln kann...
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