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andyrx

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07.11.2010 22:01    |    andyrx    |    Kommentare (3.675)    |   Stichworte: Atomkraft, Co2, Energie, Politik, Umfrage

KKW/Atomenergie ja oder nein...??

Atomkraft an oder aus..??Atomkraft an oder aus..??

Moin Motortalker,

 

vor den Toren Hamburgs im Kreis Lüchow/Dannenberg geht es wiedermal ums Ganze...die Mutter aller Schlachten ist um Gange und die Kriegsbeute heisst ''Castor'':eek:

Zitat:

 

Atomkraftgegner belagern Gleise, Polizisten jagen Demonstranten: Kurz vor dem Eintreffen des Castor-Transportes im Wendland nehmen die Proteste eine neue Dimension an - es gibt heftige Krawalle. Die Polizei verteidigt das gewaltsame Einschreiten: "Dieser Castor- Einsatz hat ein anderes Level als beim vorherigen Transport 2008."

Gleisbesetzungen, Treckerblockaden, massive Proteste und gewaltsame Ausschreitungen: Aktivisten haben den Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben deutlich verzögert. Krawalle überschatteten im niedersächsischen Wendland die friedlich verlaufene Anti-Atom- Demonstration mit bis zu 50.000 Teilnehmern vom Vortag. Die Polizei setzte immer wieder Schlagstöcke, Pfefferspray und auch Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, die auf die Gleise stürmten. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der Castor wurde unterdessen mehrfach gestoppt und näherte sich nur langsam dem Ziel: Mit fast elf Stunden Verspätung erreichte er das rund 50 Kilometer entfernte Lüneburg.

Es beteiligen sich deutlich mehr Menschen, als wir gedacht haben", sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Lüneburg. Die Gesamtlage vor Ort sei "aggressiver als wir uns das erhofft haben".

Polizei: Ein anderes Level

 

Die Polizeiführung verteidigte unterdessen das gewaltsame Einschreiten gegen Castor-Gegner als notwendig. Der Lüneburger Polizeipräsident Friedrich Niehörster sagte: "Dieser Castor- Einsatz hat ein anderes Level als beim vorherigen Transport 2008." Atomkraftgegner hatten den Polizeieinsatz als unverhältnismäßig kritisiert. Die Polizei könne nicht zusehen, wie Atomkraftgegner Schienen verbögen und Steine aus den Gleisen räumten, sagte der Polizeipräsident. Straftaten könnten nicht geduldet werden.

Quelle und ganzer umfangreicher Artikel-->http://www.n-tv.de/.../...-naehert-sich-Dannenberg-article1875991.html

 

Da ist wieder mal seit langen richtig was los und leider auch viel Randale und Gewalt im Spiel....die Atomkraft ist wieder ein politisches Kernthema geworden....wohl auch weil die Politik mit ihrer etwas selbstgefälligen Art die Laufzeitverlängerung zu beschliessen dieses Thema wieder angefacht hat.

 

Wie denkt ihr über das Thema...??

 

Angesichts der forcierten Thematik Co2 und E-Autos ist die Atomkraft sicherlich nicht so einfach zu ersetzen....leider wird dies aber gerne mal unter den Tisch gefegt.

 

mfg Andy

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17.05.2016 14:58    |    Physikus70

Tagsüber Strom, Nachts black out - alles klar! Wieso und warum, die Diskussion incl. der Schwierigkeiten beim Speichern hatten wir ein paar Seiten vorher schon ausführlich.

 

Nun, ich warte auf realisierbare Lösungen und die Antwort, warum sie nicht schon umgesetzt wurden. Am Willen kann es ja nicht liegen bei der Anzahl an Solarpanels und Windkrafträdern die nun schon völlig ausreichen und an manchen Tagen Überschuß produzieren, den wir noch mit Geld bezahlen, damit er abgenommen wird. Auch Akku-Batterien ließen sich genug produzieren. Warum macht man das denn nicht?


18.05.2016 12:07    |    158PY

Dein Problem, lieber Physikus70, liegt wohl eher darin zu suchen, dass du nur bestimmte Antworten als für dich ausreichend qualifiziert erachtest. Realisierbare Lösungen gibt es genügend, was es allerdings nicht genügend gibt, ist ausreichend Willen in der Bevölkerung, sich mit diesen Lösungen auch auseinanderzusetzen. Das gemeine Volk will nämlich Strom aus der Steckdose. Wenn die pösen, pösen AKWs weit genug weg sind, dann ist der gelb und günstige Atomstrom natürlich sehr genehm, wenn die Windräder weit genug weg sind, darf es auch grüne Windenergie sein und wenn die Solarpanels ausreichend gefördert werden, sodass ihr Strom billig genug ist, darf es auch grüner Solarstrom sein. Wenn der Papa im Pütt arbeitet und der Sohn grad seine Ausbildung bei der Ruhrkohle angefangen hat, muss der Strom natürlich aus einem unserer schönen Kohlekraftwerke kommen, usw. usw.

 

Japan ist übrigens eine ganze Zeit lang nach der Flutkatastrophe vom 11.3.11 ohne Atomkraftwerke ausgekommen und zwar ohne alle, obwohl sie angeblich zu x% vom Atomstrom abhängig sind. Insofern glaube ich durchaus, dass man auch in Europa alle AKWs abschalten könnte, ohne dass die Lichter ausgehen. man müsste sich vielleicht halt entsprechend einrichten (z.B. Großverbraucher wie Elektrostahlwerke nur noch zu bestimmten Zeiten laufen lassen), aber für möglich halte ich das durchaus...


18.05.2016 14:53    |    meehster

Locker - weil es eben viele Möglichkeiten gibt. Nicht nur Solar und Wind. ich zum Beispiel zapfe Erdwärme an, es gibt Wasserkraft, Gezeitenkraftwerke, inzwischen kann man sogar eine Art "Wurst" auf das Wasser legen und aus den Wellen Strom gewinnen. Und es gibt noch viel mehr, was mir im Moment gar nicht einfällt.


18.05.2016 17:04    |    158PY

@meehster:

solange das St. Florians-Prinzip erhalten wird, ist alles gut. Hauptsache, der Strom kommt aus der Steckdose und ist schön billig... Wasser-und Gezeitenkraftwerke sind inzwischen auch böse. Man muss große Dämme bauen, die Fische werden von den Turbinen zermatscht oder müssen mühsam Treppe steigen und Geothermie geht auch nicht, weil - ach denk dir selber einen Grund dagegen aus oder frage einfach irgend eine besorgte Nachbarschafts-Iinitiative...;)


18.05.2016 17:13    |    Hannes1971

Zitat:

[...] und Geothermie geht auch nicht, weil - ach denk dir selber einen Grund dagegen aus oder frage einfach irgend eine besorgte Nachbarschafts-Iinitiative...

Das dürften die Einwohner von Staufen nur bejahen....

 

Allerdings dürfte das Risiko bei professioneller Vorerkundung überschaubar sein. Bei uns in der Gegend wird auch gerade Sturm gegen ein Geothermieprojekt gelaufen...


18.05.2016 18:15    |    touranfaq

Es gibt schon seit Jahren ein fertiges Konzept, wie man ganz Europa komplett mit Windkraft versorgen kann. Grob gesagt die komplette Atlantikküste runter mit Windrädern bestücken und mit einem HGÜ-Netz in Europa verteilen.

 

Sowas wird aber natürlich nix solange national jeder sein eigenes Süppchen kocht und gegen jedes einzelne Windkraft geklagt wird - von Atomkraftgegnern :rolleyes:


18.05.2016 20:58    |    Physikus70

Es geht noch einfacher, überall an den Küsten Windräder, in den Wüsten und Steppen Solarpanels, das Rund um die Erde in allen Staaten des Equators damit nicht das Licht aus geht und mit HGÜ´s zu uns nach Europa. Merkt keiner was? GUUT!

Kleiner Hinweis, Libyn und Irak waren vor ca 10 Jahren im Begriff, Solarenergie auszubauen. Vielleicht führt der IS nach dem Ausruf des Kalifats das Projekt ja weiter.

 

Und die Saudi Arabier - was machen Die?

http://www.heise.de/.../...n-will-16-Atomkraftwerke-bauen-2032883.html

Der Iran will auch vom Öl weg - schon was gemerkt?

http://www.faz.net/.../...-neue-atomkraftwerke-fuer-iran-13981163.html

 

Übrigens, eine tolle Idee die Großverbraucher wie Stahlwerke abends abschalten und morgens wieder einzuschalten. Macht den Öfen scheinbar nichts aus und energetisch sehr vorteilhaft diese Betriebs-Fahrweise.

 

Frage, habt Ihr eine Ahnung von Ökonomie und Politik?

Darf ich mal nach dem Alter fragen?

Geht Ihr schon arbeiten?

 

Unser Problem scheint zu sein, daß es zu viele Leute gibt, die vom Kreissaal über den Hörsaal in den Plenarsaal gekommen sind und der arbeitenden Bevölkerung dann was vom realen Leben erzählen wollen.

 

Ach ja, und was der Wille in der Bevölkerung angeht, der bildet sich gerade ganz neu.


18.05.2016 21:56    |    158PY

Mahlzeit Physikus70,

 

was das Problem betrifft, welches du ausgemacht zu haben meinst, so kann ich mich in diese Gruppe leider nicht einfügen. Schon meine Geburt fand nicht in einem Saal, sondern im Kinderheim statt (habe jetzt kein besseres Wort dafür, eine Hebammenstation in unserem Dorf), einen Hörsaal habe ich nur besuchsweise gesehen, ebenso wie einen Plenarsaal. Aber ein tolles Wortspiel, mein Kompliment. Das mit dem Stahlwerk vertiefen wir jetzt mal besser nicht, davon scheinst du nicht gerade die große Ahnung zu haben. Ich bin 53 und finde AKWs eigentlich total super. Wenn bloß der Mensch nicht wäre. Deshalb kann ich leider nicht mehr dafür sein, obwohl ich lange dafür war und einige Zeit sogar in einem gearbeitet habe (AKW Gundremmingen, Block B und C). Aber es steht dir frei, für Kernkraft zu sein, ich möchte mir bloß von dir nicht einreden lassen, AKWs wären bei uns nötig, das sind sie nämlich nicht. Und das werde ich mir auch von einer AfD nicht einreden lassen, ganz egal was der Wählerwille zu dieser Partei sagen mag. Es steht dir frei, diese Leute zu wählen, welche Lösungen sie für die Menschheit parat haben, konnte ich aber auch nach längerer Analyse noch nicht herausfinden. Deshalb wähle ich sie nicht, wobei ich das noch gar nicht dürfte, denn ich bin kein deutscher Staatsbürger, möchte es aber gerne werden. Und da genau diese Partei das offenbar nicht will, werde ich dieser Partei auch kaum meine Stimme geben können. Wobei: das ist doch ein Autoforum, also können wir uns Parteipolitik doch schenken, oder nicht?

 

Trotzdem freundliche Grüße und weiterhin viel Spaß in diesem Forum :)


19.05.2016 00:19    |    Physikus70

Tja lieber 158PY

Ziemlich zu Anfang dieses Threat habe ich mich auch vorgestellt. Habe Physik in Jülich studiert und war am Forschungsreaktor Dido und Merlin bei der Brennelemententwicklung tätig. Mein Praktikum in nichtspangebende Formgebung - so nennt man die Gießerei und plastische Formgebung - habe ich in der Gießerei bei Thyssen absolviert. Dort wurde Tag und Nacht gearbeitet - nicht weil es so schön war, sondern die Öfen durchlaufen mußten. Temperaturschwankungen (Wärmedehnungen) sind Gift für die Ausmauerung. Soweit zu der Ahnung die ich nicht habe.

 

Was deine Bedenken hinsichtlich der Menschen im Leitstand eines AKW´s angeht würde ich annehmen, daß du die Piloten in der Kanzel eines Flugzeuges während des Fluges auch lieber am Boden sehen würdest. Ja, da hat Germanwings sehr zu beigetragen. Trotzdem bin ich weiter für Piloten, die mitfliegen und Menschen, die im AKW aufpassen auf die Dinge, die auch die ausgeklügelste Technik nicht erfasst und dann kompetent eingreifen. - Aber das Thema hatten wir vorletzte Seite auch schon

 

Was das Thema AfD betrifft, haben die Medien die Lufthoheit und drangsalieren die Bürger tagtäglich mit ihren regierungstreuen volkserzieherischen Meinungen im Unterton und mal ganz offen. Es ist schon bequemer, die Medien und Politiker der "Volksparteien" über die AfD für sich denken lassen. Ist aber nicht ganz mein Fall. Hab die GEZ daraufhin seit 1 Jahr eingestellt, außer Mahnungen bis jetzt nichts passiert.

 

Schönen Abend noch!

Physikus70


14.06.2016 17:55    |    Physikus70

2,3 Mrd --- So wird das Geld der Bürger für feuchte Träume der Folkloristen buchstäblich im Meer versenkt.

http://www.n-tv.de/.../...chland-die-Energiewende-article17918691.html

 

 

Aufhören, ich kann mich nicht mehr halten vor Lachen ...... Muhahaha !


27.11.2016 19:12    |    Physikus70

Ja !

Die Schweizer zeigen es uns mal wieder. Herrrrrrrrlich

http://www.zeit.de/.../...ieg-volksabstimmung-hochrechnung-kernenergie

 

Es gibt noch ein Völkchen, das uns trotzt wie die Gallier Asterix und Obelix.


27.11.2016 20:41    |    Hafi545

Ja, die linientreuen Spinner in Tschernobyl nannte man dann "Liquidatoren" und hat sie zum Aufräumen in den verstrahlten Schutt geschickt. Ist doch prima, wenn es davon genug gibt. Man weiß ja nie, wann man sie mal braucht.


14.01.2020 00:03    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

Tempolimit in Deutschland,ein Thema an dem sich die Gemüter erhitzen

 

[...] Atomkraft ist hier Thema gewesen —} https://www.motor-talk.de/.../...a-bitte-oder-nein-danke-t2973723.html

 

Da passt das besser

[...]

 

Artikel lesen ...


14.01.2020 15:07    |    158PY

Danke @trackback für die Rückführung zum Thema!

 

Versteh gar nicht, wozu die alle neue Atomkraftwerke wollen...? Bei mir kommt der Strom doch aus der Steckdose! (hier bitte Blitzkneißer-Symbol eintragen).


14.01.2020 17:38    |    mark29

Ist doch das selbe wie bei den Elekroautos, erstmal machen, dann schauen wir mal wer das nach uns wie entsorgt!

 

Heute genießen wir die Vorteile- in 50 Jahren kann sich dann wer anders drum kümmern.


25.07.2020 15:23    |    Karlsson79

Zitat:

@mark29 schrieb am 14. Januar 2020 um 17:38:56 Uhr:

Ist doch das selbe wie bei den Elekroautos, erstmal machen, dann schauen wir mal wer das nach uns wie entsorgt!

Nö, das muss man nicht aufwändig schützen und kann inzwischen auch recyclen.

Unterm Strich ist das E-Auto die sauberste Möglichkeit, Auto zu fahren und bei uns funktioniert das seit über 5 Jahren auch im Alltag echt gut.


25.07.2020 15:31    |    Drahkke

Eben.

 

Recycling-Konzepte gibt es mittlerweile - die müssen nur noch auf einen industriellen Maßstab skaliert werden.


25.07.2020 21:37    |    158PY

Öhm, ich will seit etwa 40 Jahren ein Elektroauto und seit etwa 5-7 Jahren kann man die inzwischen sogar kaufen, stehe der Elektromobilität also grundsätzlich positiv gegenüber. Aber diese Diskussion startete vor knapp 10 (in Worten: zehn) Jahren doch zum Thema Atomkraft ja oder nein? Das Batmobile mit hinten eingebautem Atomreaktor hat sich am Markt allerdings nicht durchsetzen können...;)


25.07.2020 21:41    |    andyrx

Im cityverkehr mögen E-Autos Zukunft haben ....;)

 

Für Menschen die viele Kilometer fahren müssen und im Güterverkehr hat das aus meiner Sicht mittelfristig wenig Zukunft


29.07.2020 10:53    |    Karlsson79

Die besten Voraussetzungen fürs BEV hat man gerade mit vielen Jahreskilometern, einfach weil die höheren Anschaffungskosten sich relativieren, die niedrigeren Betriebskosten zum tragen kommen und kalendarische Alterung spielt nicht so die Rolle.

Langstrecken sind allerdings etwas zäh. Ideal ist es, damit 150km am Tag zur Arbeit und zurück zu fahren und für mal 1.000km/Tag nimmt man das Auto der Frau.

Ich kann bei der Arbeit bislang auch noch gratis laden.


30.07.2020 17:05    |    vegas96

Die Batterietechnologie entwickelt sich schnell weiter und Reichweiten um die 1000 km sind demnächst auch möglich . Mir reichen die 300-400 km in meinem ETron vollkommen......


01.08.2020 12:08    |    Steam24

Es gibt auch Aussagen, dass die Akkupreise steigen werden, weil die Nachfrage zunimmt.


01.08.2020 12:18    |    158PY

Ich warte einfach auf den Atom-Akkumulator. ;)


01.08.2020 12:48    |    Drahkke

Entscheidend ist letztlich das Preis-Leistungs-Verhältnis.


01.08.2020 12:50    |    Karlsson79

Zitat:

@vegas96 schrieb am 30. Juli 2020 um 17:05:34 Uhr:

Die Batterietechnologie entwickelt sich schnell weiter und Reichweiten um die 1000 km sind demnächst auch möglich . Mir reichen die 300-400 km in meinem ETron vollkommen......

Ich weiß nicht, warum ein BEV eine Reichweite bieten soll, die mein Benziner auch nicht unbedingt bietet. 1.000km fahren können heißt doch nicht, dass das nonstop sein muss.

Die Pausen dürfen halt nicht zu lang werden.

 

Zitat:

@Steam24 schrieb am 1. August 2020 um 12:08:20 Uhr:

Es gibt auch Aussagen, dass die Akkupreise steigen werden, weil die Nachfrage zunimmt.

Geredet wird immer viel. Bislang ging der Preis pro kWh runter und es ist auch gerade keine Trendwende in Sicht.

 

Zitat:

@158PY schrieb am 1. August 2020 um 12:18:28 Uhr:

Ich warte einfach auf den Atom-Akkumulator. ;)

Andere warten auf den Messias, jeder wie er mag.

 

Zitat:

@Drahkke schrieb am 1. August 2020 um 12:48:58 Uhr:

Entscheidend ist letztlich das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Na klar. Und das ist schon immer besser geworden.


01.08.2020 13:08    |    158PY

Ich hatte gehofft meinen Beitrag ausreichend deutlich als ironisch gekennzeichnet zu haben...:(


01.08.2020 14:03    |    Karlsson79

Ist schon angekommen, aber die Hoffnung auf Wunderakkus (da geht es mehr um Feststoff) ist ja trotzdem verbreitet und daher auch die Antwort.


03.08.2020 10:36    |    fire-fighter

Mir würde schon ein Akku mit besserem Brandschutz reichen, der thermisch nicht mehr "durchgeht"

 

Die jetzt verwendete Technologie ist ein Pulverfass.


04.08.2020 07:11    |    vegas96

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 3. August 2020 um 10:36:54 Uhr:

Mir würde schon ein Akku mit besserem Brandschutz reichen, der thermisch nicht mehr "durchgeht"

 

Die jetzt verwendete Technologie ist ein Pulverfass.

Ist dir bekannt das die fossilen Brennstoffe auch brennen???


04.08.2020 20:39    |    Drahkke

Das Containment der Antriebsakkus ist sicherlich noch verbesserungsfähig.


05.08.2020 10:26    |    158PY

Solange Sattelzüge mit tonnenweise Öl, Benzin und Gas unterwegs sind, erscheint mir das Risiko eines Akkus vergleichsweise überschaubar...


05.08.2020 11:08    |    fire-fighter

Ein Sattelzug mit Benzin oder Diesel, oder auch ein Fahrzeugtank fangen aber nicht an zu brennen, wenn sie stark gestaucht werden. Sie brennen auch nicht spontan nach 24h. Wenn sie brennen, dann kann man sie mit Wasser, bzw. mit Schaum löschen. Einmal aus, gibt es keine Rückzündung.

 

Dies alles ist beim Lithium-Akku komplett anders. Als "Durchgehen" bezeichnet man eine Kettenreaktion, also den beschleunigenden Abbrand erst einiger weniger, dann mehrerer und zuletzt aller Zellen im Akku. Dieser Prozess ist nicht aufzuhalten, hierbei entsteht eine sehr große Hitzeentwicklung, es werden große Mengen giftiger Gase ausgestoßen. Die Reaktionsheftigkeit und -geschwindigkeit ist keinesfalls mit Benzin oder Diesel vergleichbar.


05.08.2020 22:26    |    Drahkke

Aber auch für diese Verbrennung wird Sauerstoff benötigt. Denn müßte man wirksam vom Akku fernhalten.


06.08.2020 11:24    |    Karlsson79

Das Risiko ist hier ja eigentlich nich höher als beim Verbrenner, ist für mich kein Argument.

 

Sicherere Zellen gibt es übrigens - Lithium Eisenphosphat. Haben nicht ganz die Energiedichte, aber sie sind langlebiger, günstiger, brauchen weniger Thermalmanagement.

Könnte gut sein, dass sich das an Stellen durchsetzt, wo man nicht die richtig hohe Performance braucht. Sprich Zweitwagen. Ich hab da seit 5 Jahren 22kWh netto und muss sagen, dass man damit eigentlich leben kann.

Klar, ein paar mehr Reserven wären gut, aber wenn es 35kWh wären statt der 52kWh beim aktuellen Zoe und dafür billiger und langlebiger, wäre das für mich beim Zweitwagen eine interessante Alternative.


06.08.2020 13:18    |    fire-fighter

Zitat:

@Drahkke schrieb am 5. August 2020 um 22:26:03 Uhr:

Aber auch für diese Verbrennung wird Sauerstoff benötigt. Denn müßte man wirksam vom Akku fernhalten.

Leider reicht das nicht.

 

Zitat:

...Die Batterien setzen im Brandfall zudem eine relativ hohe thermische Energie frei, u.a. aufgrund der brennbaren organischen Elektrolytbestandteile. Überdies enthält die positive Elektrode (Kathode) gebundenen Sauerstoff. In den meisten Fällen wird bei Lithium-Ionen-Batterien für die negative Elektrode (Anode) eine Lithium-Interkalations-Verbindung mit einem hohen und ebenfalls brennbaren Grafitanteil verwendet. Bei der Auswertung der in- und ausländischen Literatur zeigte sich, dass das Löschen mit Metallbrandpulver, Sand oder Löschgasen nur bedingt geeignet ist, um diese Brände zu bekämpfen. Diese Löschmittel sind zum Teil nur schwer auf brennende Teile wie Lagergut, verdeckte Batterien in Fahrzeugen usw. aufzubringen.

 

Untersuchungen bezüglich des Brandschutzes und der Brandbekämpfung bei lithiumhaltigen Batterien belegen, dass v.a. der Einsatz größerer Mengen des Löschmittels Wasser vorteilhaft ist: Aufgrund seiner Kühlwirkung hat Wasser entscheidenden Einfluss darauf, die Auswirkungen eines thermischen Durchgehens (Thermal Run­away) abzumindern und das Durchgehen weiterer Zellen und Module zu verhindern.

 

Wie Literaturuntersuchungen gezeigt haben, ist der Einsatz von Wasser zur Brandbekämpfung durch die Feuerwehreinsatzkräfte unter Beachtung bestimmter Randbedingungen geeignet, z.B. Mindestabstände beim Löschen [4] und die evtl. Bildung von Wasserstoff bzw. Knallgas aufgrund einer möglichen Elektrolyse des Wassers.

 

Hierbei muss berücksichtigt werden, dass eine direkte Kühlung eingebauter Batterien z.B. in einem Fahrzeug i.d.R. nur schwer oder kaum möglich ist. Dies führt ggf. zu einer Erhöhung des Wasserbedarfs.

Quelle

 

Eine Lithiumbatterie brennt also selbst unter Wasser, solange sie nicht genügend abgekühlt ist. Autohersteller geben einen Wasserbedarf von 5.000 bis 15.000 Liter an (hier variieren die Angaben noch stark, man kann aber eher die obere Grenze annehmen)

 

Dazu kommt noch die toxische und ätzende Verseuchung des Untergrundes und die starke Kontamination des Löschwassers, welches unbedingt aufgefangen werden muß.


06.08.2020 13:21    |    fire-fighter

Zitat:

@Karlsson79 schrieb am 6. August 2020 um 11:24:09 Uhr:

Das Risiko ist hier ja eigentlich nich höher als beim Verbrenner, ist für mich kein Argument.

Das kann man so sehen, die Realität ist aber etwas anders.

 

Zitat:

Sicherere Zellen gibt es übrigens - Lithium Eisenphosphat. Haben nicht ganz die Energiedichte, aber sie sind langlebiger, günstiger, brauchen weniger Thermalmanagement.

Könnte gut sein, dass sich das an Stellen durchsetzt, wo man nicht die richtig hohe Performance braucht. Sprich Zweitwagen. Ich hab da seit 5 Jahren 22kWh netto und muss sagen, dass man damit eigentlich leben kann.

Klar, ein paar mehr Reserven wären gut, aber wenn es 35kWh wären statt der 52kWh beim aktuellen Zoe und dafür billiger und langlebiger, wäre das für mich beim Zweitwagen eine interessante Alternative.

Und wo sind diese Eisenphosphat-Zellen im Einsatz? Gibt es hier schon konkrete Modelle?


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