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Olli the Driver

Über meine Volvos, meinen Peugeot und andere schöne Autos

15.10.2008 22:37    |    Olli the Driver    |    Kommentare (52)    |   Stichworte: Erfahrungsberichte, Probefahrt, S60, V50, V70, Vergleich, Volvo

Der zweite Elchtest. Nachdem der kleine V50 letzte Woche bereits eine gute Figur gemacht hat ist jetzt der V70 dran. Aus Budget- und CO2 Gründen wäre der 2.0D der Motor der mich für meinen Firmenwagen am ehesten interessieren würde. So einen Wagen hat mein :) aber nicht, dafür gibt es einen V70 D5 Momentum mit Geartronic. Also nicht ganz der Wagen den ich wählen würde, aber dafür bietet dieser Wagen eine gute Gelegenheit für einen Vergleich mit meinem S60 D5 Geartronic. Auch dieser Vorführer ist aus 2007, hat auch schon fast 30.000 km auf dem Tacho, nun gut, dann ist er wenigstens anständig eingefahren. Die Verarbeitung des Wagens macht auch einen guten Eindruck.

 

Beim Platz nehmen merke ich sofort wie gut die Volvo Sitze mit meinem Rücken harmonieren. Hier haben sich zwei gefunden die sich gesucht haben. Da dürften sich die deutschen "Premium-Hersteller" gerne noch was abgucken. Wieder einmal muss ich aber feststellen, das die Sportsitze in meinem 2004er S60 noch eine Spur besser sind. Aber das großartige Wohlfühl-Feeling ;) das mein S60 bietet stellt sich auch hier ein. Dem Fahrer offenbart sich ein sehr großzügiges Platzangebot, locker und luftig geht es hier zu, weniger eingezwängt als in so manchem deutschen Hecktriebler der einen auf großer Sportler macht. Auch die Rücksitzbank bietet hinten auch Erwachsenen genügend Platz. So opulent wie im Skoda Superb geht es hier nicht zu, aber es reicht, und dafür bleibt noch genügend Platz im Kofferraum. Eine wahre Halle, vermutlich auch als Smart-Parkplatz zu verwenden ;). Praktisch ist das Haltesystem für Taschen, so findet meine Notebooktasche guten Halt ohne in jeder Kurve durch den ganzen Laderaum zu fliegen. Unter dem doppelten Boden, der durch einen Gasdruckdämpfer hochgehalten wird, findet allerlei Kleinkram Platz. Praktisch ist die elektrische Heckklappe, die sich mit der Fernbedienung auch öffnen lässt, zum schließen reicht ein Tastendruck an der Klappe. Ein nettes Feature, das ich aber nicht unbedingt bräuchte.

 

Das Cockpit gefällt mit seinem schlichten Design und einer guten Funktionalität. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, der Wagen erklärt sich fast von selber. Im Vergleich zum V50 wirkt das Cockpit moderner und auch hochwertiger. Insbesondere das Styling des Armaturenbretts auf der Beifahrerseite wirkt beim V50 vergleichsweise plump, beim V70 wird die große Fläche durch die breite Aluleiste angenehm aufgelockert. Die neue Farbe der Armaturenbeleuchtung, eher in Richtung Blau-Grün anstatt einem mehr in gelbliche tendierenden Grün wie noch in den anderen Volvo-Modellen, findet nicht meine ungeteilte Zustimmung. Zum Glück nicht so stechend blau wie bei VW, aber nicht so gut abzulesen wie eine grünliche Beleuchtung. Zudem scheint es hier wieder eine Auflicht-Beleuchtung zu geben, die Mitte des Instrumententrägers wird von einer LED angestrahlt. Die Beleuchtung der kurzen roten Zeiger fällt dagegen zurück, bei Dunkelheit dimme ich die Armaturenbeleuchtung etwas weil es mir sonst zu sehr blendet, mit der Konsequenz das die Zeiger nur noch schwer zu erkennen sind (Die Fotos geben das leider nicht so deutlich wieder wie ich es empfunden habe).

Im Display wird jetzt nicht nur der aktive Tempomat angezeigt, sondern auch die eingestellte Geschwindigkeit. Finde ich grundsätzlich gut. Wenn der Tempoamt, z.B. durch eine Bremsung, ausgeschaltet wird bleibt die gewählte Geschwindigkeit in Klammern stehen. Überschreitet man das eingestellte Tempo, bleibt dieses trotzdem in der Anzeige. Hier wird es etwas verwirrend. Eine etwas kleine Anzeige für den Tempomat und die Anzeige so wie sie jetzt ist als digitaler Tacho würde mir besser gefallen, so wirkt es auf den ersten Blick komisch, wenn man auf dem Tacho 70 sieht während man tatsächlich schon 100 drauf hat. Nette Idee, aber in der Umsetzung nicht ganz geglückt.

 

Erstaunlich: in diesem größeren, teureren und eigentlich moderneren Auto wird noch ein Navi mit mehreren DVDs eingesetzt, der kleine V50 hat schon ein Festplattensystem. Das fällt mir auf als ich nach der Version sehen will, dort ist eine Karte dargestellt aus der ersichtlich wird, das nicht ganz Europa auf dieser DVD enthalten ist. Leider vergesse ich zu testen ob wenigstens die Hauptstraßen der anderen Länder drauf sind, so das wenigstens ein grenzübergreifendes Routing möglich ist. Dafür kommt mir die weibliche Stimme hier nicht ganz so träge vor wie im V50. Angenehmer Punkt, der mir auch am V50 aufgefallen ist: während eine Verkehrsdurchsage läuft unterbricht das Navi nicht die Durchsage durch einen eigenen Text, sondern gibt nur einen kurzen Gong ab der auf die Anweisung im sehr gut platzierten Display oben auf dem Armaturenbrett aufmerksam macht. Auch sonst hinterlässt das RTI einen guten Eindruck wie schon im V50, zwar optisch nicht das modernste System, aber funktional. Eine Spracheingabe wäre schön, aber mit den Tasten am Lenkrad geht es auch.

 

Das High Performance Radio hinterlässt wiederum einen guten Eindruck, ein guter Sound mit den verschiedensten Musikrichtungen, das Angebot von pooh mal das Premium Sound System zu testen werde ich bei Gelegenheit trotzdem gerne wahrnehmen :).

 

Die Halogenscheinwerfer liefern ein ordentliches Licht, mein Eindruck von diesen ist aber nicht ganz so gut wie von denen im V50, vielleicht hier einfach nur etwas zu kurz eingestellt?

 

Das Fahrwerk: ein zu einem Elch gewordener Traum von Fahrkomfort. Der absolute Sieger in meinem bisherigen Vergleich. Souverän bügelt das Fahrwerk alle möglichen Unebenheiten weg, stoisch zieht der Wagen seine Linie auf der Autobahn, auf der Landstraße ist er agil genug, nicht so behäbig wie mein S60. Der Wendekreis dieses größeren Autos ist deutlich kleiner als beim S60. Den unvergleichlichen Komfort, den ich im S60 genieße, kann mir auch der V70 liefern, und das noch etwas besser. Leider kann ich nicht mit einem Citroen vergleichen ;), aber im Vergleich mit Audi, Mercedes etc. gewinnt der Volvo die Komfortwertung ganz klar.

 

Der V70 bietet mir endlich mal die Gelegenheit, den neuen D5 Motor zu testen. Mein S60 aus 2004 hat noch den alten D5 mit 163 PS, 5-Gang Geartronic und keinen Rußpartikelfilter. Der V70 hat die überarbeitete Version des Motors, 185 PS, 6-Gang und RPF. Neure Version der Common-Rail Einspritzung und sicher noch so einiges mehr. Damit hat er auf dem Papier gute Karten - aber leider auch nur da. Von Beginn an fällt mir die hohe Geräuschkulisse auf. Klar, auch mein D5 verheimlicht nicht, das er ein 5-Zylinder ist, bleibt dabei akustisch aber im Hintergrund. Ganz anders der modernere Motor im V70. Ein sehr kerniges Geräusch ist stets präsent. Von der Art her nicht unangenehm (da fand ich den Mercedes C220 CDI störender), ich mag 5-Zylinder-Sound, aber die Lautstärke ist zu hoch. Wenn im Radio eine Lautstärke im oberen Drittel gewählt ist wird der Motor zwar problemlos übertönt, aber bei "Zimmerlautstärke" bleibt der Motor stets vernehmbar. Ich kannte bisher nur den alten D5 in meinem S60 und habe mich bei den Diskussionen im Forum immer gewundert, warum so viele Leute, gerade auch welche die von Fremdmarken kommen, mit dem Motor nicht glücklich werden. Aber jetzt verstehe ich das etwas besser. Wer von einem deutschen "Premium-Produkt" einen 6-Zylinder gewohnt ist wird diesen Motor als Rückschritt empfinden. Er hat seinen Reiz, aber er reizt auch die Ohren, damit passt er nicht so gut zu so einem komfortablen Auto wie dem V70. Es wäre unfair hier von einer Enttäuschung zu sprechen, aber mein S60 harmoniert prächtig mit dem alten D5, und auch der V50 hat mit dem 2.0D einen hervorragend zu dem Wagen passenden Antrieb, diese Harmonie will sich beim V70 mit dem D5 leider nicht ganz einstellen.

 

Wäre der 2.0D eine Alternative in diesem Auto? Nun, mit der Leistung meines S60 bin ich zufrieden, und auch der 2.0D im V50 war o.k.. Im größeren und schwereren V70 verpuffen die 22 Mehr-PS aber nahezu wirkungslos. Nicht falsch verstehen, dieser Wagen ist damit absolut ausreichend motorisiert, mehr würde ich im Alltag nicht brauchen. Das zeigt mir aber auch, das ein schwächerer Motor in diesem Auto nicht ganz nach meinem Geschmack wäre. Mal ein Vergleich der technischen Daten:

 

Code:
Modell Getriebe  PS  Drehmoment    Gewicht Vmax 0-100 Verbrauch
S60 D5   5-G A   163 340/1750-3000 1604    210  9,9   7,6
V50 2.0D 6-G S   136 320/2000      1472    205  9,6   5,8
V50 2.0D 6-G DSG 136 320/2000      1495    205  9,7   6,0
V70 2.0D 6-G S   136 320/2000      1664    195 11,4   5,9
V70 2.4D 6-G S   163 340/1750-2750 1704    210  9,9   6,7
V70 2.4D 6-G A   163 340/1750-2750 1715    205 10,5   7,5
V70 D5   6-G S   185 400/2000-2750 1704    225  8,9   6,7 
V70 D5   6-G A   185 400/2000-2750 1715    215  9,4   7,5

 

Der V50 2.0D erreicht also etwa die Fahrleistungen die ich vom S60 gewohnt bin. Im V70 müsste ich dafür schon zum 2.4D Handschalter greifen oder eben zum D5 Geartronic. Die sind aber aufgrund des Preises und des CO2 Wertes für mich aber als Firmenwagen unpassend, da müsste ich einiges zuzahlen. Der 2.0D im V70 scheint mir, nur nach den Papierwerten zu urteilen, für meinen Anspruch zu schlapp zu sein.

 

Ich behandle die Autos die mir zur Probefahrt anvertraut werden mit Respekt. Andererseits muss ich auf knapp 150 km entscheiden ob der Wagen für 150.000 km taugt. Da fahre ich nicht wie normal, mein Fahrstil ist eher spaß- als vernunftorientiert. Das zeigt sich natürlich auch im Verbrauch. Den mit 5,8 l angegebenen V50 habe ich mit knapp 8 l bewegt, der V70 nimmt sich knapp 11 l :eek:. In der Praxis würde ich hier schon mit einem 2 l niedrigerem Verbrauch rechnen, aber selbst dann scheint mir der D5 hier etwas zu durstig zu sein.

 

Tja, bei aller Qualität die der V70 hat, im Motorenbau hinkt Volvo der Konkurrenz hinterher. Der 2.2l 4-Zylinder mit 17x PS im Mondeo und 407 hat einen guten Eindruck gemacht, schade das sich Volvo hier nicht im Konzernregal bedient, dieser Motor könnte die Attraktivität dieses tollen Autos noch erhöhen.

 

Ein großartiges Auto, aber auch artig groß. Das zeigt sich als ich zu Hause in meinen reichlich schmalen Stellplatz rangiere. Auf der einen Seite der hohe Zaun, auf der anderen Seite der Kleinwagen meiner Nachbarin, die vielleicht irgendetwas kann, aber einparken gehört definitiv nicht zu ihren Fähigkeiten. Also öffne ich die Tür so weit, das der schwedische Stahl ihre Sardinenbüchse nicht zerquetscht. 9 cm breiter als der V50, 6 cm breiter als der S60, die Zielgruppe dieses Wagens scheinen eher Garagenbesitzer als Etagenwohnungsmieter zu sein. Und der XC60 ist noch mal 3 cm breiter :eek:.

 

Was bleibt als Fazit? Ein grundsätzlich positiver Eindruck vom Volvo V70. Ein sehr schönes Auto, das seine Passagiere mit viel Komfort verwöhnt. Perfektes Fahrwerk, mit die besten Sitze die man finden kann. Unaufgeregt und gut. Ein sehr individuelles Fahrzeug, das man auch auf dem größten Supermarktparkplatz selten ein zweites mal findet, während der Fahrer des silbernen Passat vergeblich versucht, den 5. identischen Wagen zu öffnen ;). Ein Auto für entspannte Genießer, die auch gerne zügig fahren, aber für die Sportlichkeit unwichtig ist. Aber auch ein Auto das ich, zumindest mit diesem Motor, nicht ganz uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Unbedingt selber fahren und prüfen ob es gefällt.

 

Ich mag den V70. Er bietet deutlich mehr von dem Volvo-Feeling, das ich schätze seit ich meinen S60 fahre. Aber der V50 hat auch seine Reize. Ich bin noch etwas unentschlossen, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr schlägt das Pendel zugunsten des V50 aus. Ich werde noch einige Nächte darüber schlafen, vor März brauche ich den Wagen nicht und mein Verkäufer verspricht eine Lieferzeit von ca. 2 Monaten, das gibt mir jetzt etwas Luft zum Nachdenken und vielleicht doch noch mal die Chance, einen C70 zu testen. Aber ich bin mir jetzt ziemlich sicher das auch mein nächster Wagen ein Volvo wird. Muss zwar noch mal über A4 und C-Klasse nachdenken, aber die beiden Elche haben ihre Sache so gut gemacht das ich eigentlich keine Veranlassung zu einem Wechsel sehe.


15.10.2008 23:00    |    Trackback

Kommentiert auf: Volvo V70, XC60, XC70, S80 (ab 2007):

 

Elchtest: meine Probefahrt im V70 D5 GT

 

[...] mit Geartronic begnügen :D. Den ausführlichen Bericht mit vielen Bilder gibt es wie üblich in meinem Blog. Toller Wagen, wenn auch mit einigen Abstrichen bei der Motorisierung.

 

Gruß, Olli

[...]

 

Artikel lesen ...


15.10.2008 23:20    |    Benjamin2111

Toller Bericht Olli, und er zeigt vieles von dem, was im Forum schon öfter über den V70 gesagt wurde.

Wie wäre es denn mit dem Heico-Tuning für den 2.0d im V70? Der dürfte dann etwas über 160PS haben und du kannst es mit voller Garantie direkt "ab Werk" bestellen (Wird nachträglich beim Händler gemacht, kann aber von vornherein mitbestellt werden). Ich weiß den Preis nicht genau, aber für den D5 sind es 1950 Euro. Das wäre im XC60 interessant, 2,4d nehmen und mit Tuning 210PS haben, und das ganze für 50,- € mehr als ein D5 kosten würde.


15.10.2008 23:24    |    Olli the Driver

Tuning jeglicher Art, auch direkt vom Händler, ist bei unseren Firmenwagen nicht erlaubt.


16.10.2008 08:16    |    d5er

Warum wartest du nicht auf den Xc60 mit dem 175PS Motor aus dem Mondeo?

 

Gruß Martin


16.10.2008 08:56    |    s40t5r

Hi Olli, danke für den Bericht. Den 185PS D5 Motor habe ich in einem V50 mal ausprobiert und fand ihn laut, das erste was meine Frau sagte als sie ins Auto stieg: Der ist aber laut. Ich liebe den 5Zylinder Sound den mein T5 bietet und werde ihn sehr vermissen, klar den D5 hätte wäre mein kanonischer Kandidat für die Nachfolge gewesen, aber der war einfach zu laut. Das will bei mir was heissen, ich fand auch den Rumpel Düse mit 130PS in einem Bora nicht zu laut :-)


16.10.2008 09:23    |    HHLieber

Hallo,

ich bin Anfang diesen Jahres von einem A4 (BJ2000, Benziner) auf den XC70 D5 umgestiegen.

Der Motor kommt mir persönlich nicht unbedingt laut vor und ich höre Radio/CD eher im unteren Drittel.

Ist der XC70 anders gedämmt? Oder bin ich nur nicht so empfindlich?

Den A4 meines Vaters (BJ2006, Diesel) empfinde ich deutlich lauter und "nagelnder"

Gruß

Heiko


16.10.2008 09:39    |    Olli the Driver

Zitat:

Warum wartest du nicht auf den Xc60 mit dem 175PS Motor aus dem Mondeo?

1. Brauche ich den neuen Wagen im März, und meine zahlreichen Probefahrten, gerade auch mit dem V70, bestätigen mich darin kein Auto "blind" zu bestellen.

2. Wie kommst du darauf das der den Motor aus dem Mondeo bekommt? Haben wir doch im Forum schon drüber diskutiert: XC60 FWD ab Mitte 2009, der bekommt den überarbeiteten 5-Zylinder.

 

Zitat:

Das will bei mir was heissen, ich fand auch den Rumpel Düse mit 130PS in einem Bora nicht zu laut

Ich hatte vor dem S60 einen Golf IV mit dem 100 PS PD TDI, habe im Vergleich zum S60 damals auch den A4 mit 130 PS PD TDI gefahren. Diese Motoren waren mit viel zu laut.

 

Zitat:

Den A4 meines Vaters (BJ2006, Diesel) empfinde ich deutlich lauter und "nagelnder"

Das ist dann ja auch noch ein PD Motor, die sind schon lauter als die CR


16.10.2008 10:17    |    Eric E.

Hi Olli,

 

willst Du den 2,0D nicht doch mal fahren?? Papierwerte sind das eine, ein persönlicher EIndruck das andere....

 

Grüße,

Eric,

es wird wohl ein V50 2.0D, oder?? :D


16.10.2008 10:25    |    XC70D5

Was habe ich die ganze Zeit gesagt? "An Deiner Stelle würde ich den V50 nehmen" :D

 

 

Die Gasfeder am Zwischenboden finde ich genial, da sollten die anderen Hersteller doch gerne abkupfern.

 

Die Verarbeitung des V70 finde ich auch toll, besonders was die neuen Materialien gegenüber dem Vorgänger angeht. Dass der D5 mit 185PS und RPF so schlecht - gegenüber dem alten D5 mit 163PS ohne RPF - ist, ist ja leider schon seit erscheinen des Motors bekannt. Laute Leute scheinen den auch nicht zu mögen :p

 

Und ohne Dachreeling finde ich die Optik schon bescheiden, aber für mich käme eh nur der XC70 infrage :D ;)

 

Ach übrigens, könntest Du mal was zu Deinem S50 schreiben :p

 

 

 

 

Gruß

 

 

Martin


16.10.2008 10:26    |    Olli the Driver

Zitat:

willst Du den 2,0D nicht doch mal fahren?? Papierwerte sind das eine, ein persönlicher EIndruck das andere....

Ja, mein eigener Eindruck ist für mich sehr wichtig. Die Entscheidung ist noch nicht endgültig getroffen, ich denke ich brauche noch das Wochenende um noch ein paar Runden drüber nachzudenken und die verschiedensten Konfiguratoren zu quälen.

Wenn der V70 mich so dermaßen überzeugt hätte, das der V50 nicht mehr in Frage käme, dann würde ich selbstverständlich noch eine Fahrt im V70 2.0D machen. Aber so... wie gesagt, ich muss noch mal drüber nachdenken, aber die Tendenz geht eher hin zum V50.


16.10.2008 10:31    |    Olli the Driver

Zitat:

Was habe ich die ganze Zeit gesagt? "An Deiner Stelle würde ich den V50 nehmen" :D

 

Dass der D5 mit 185PS und RPF so schlecht - gegenüber dem alten D5 mit 163PS ohne RPF - ist, ist ja leider schon seit erscheinen des Motors bekannt.

 

Und ohne Dachreeling finde ich die Optik schon bescheiden, aber für mich käme eh nur der XC70 infrage :D ;)

 

Ach übrigens, könnstest Du mal was zu Deinem S50 schreiben

Pah, BMW Fahrer, von solchen Ketzern lasse ich mich nicht verleiten :p.

 

Ja, darüber habe ich viel gelesen, das es so extrem ist hätte ich aber nicht gedacht

 

Den V70 finde ich so noch o.k., aber den V50 würde ich vermutlich nur mit Reeling nehmen. Ein Elch braucht sein Geweih :D

 

S50? Psst, ist noch geheim, Volvo hat mich zu den ersten Testfahrten eingeladen :). Danke für den Hinweis, Tippfehler beseitigt ;)


16.10.2008 10:33    |    der_deppen_daemel

Moin Olli!

 

Toller Bericht! Ich hatte auch mal einen Tag lang ein V70 D5 GT (neue Serie) - war aber kein Momentum sondern Summum. Mir fiel auch auf, dass der Motor so ziemlich laut war. Verglichen mit dem GANZ kleinen Bruder, dem C30 2.0d (ja 4 Zylinder), ist der V70 gar nicht Premium. Also, zumindest vom Klang des Diesels. Ich denke im V70 III sollte man - wenn - schon ein Benziner nehmen. Der 170ps 20V mit 2.4l Hubraum wäre da ja ideal :D

 

Ansonsten: sind dir die Teile um das Lenkrad aufgefallen? Kamen sie die bekannt vor? Blinker und Wischerhebel sind aus dem C30/S40 II/V50 und C70 II bekannt. Das Lenkrad ist auch das selbe, nur mit dickerem Leder bezogen.

 

Ist dir auch aufgefallen, dass die neuen V70er keine Kühlmitteltemperaturanzeige mehr haben!? Ich habe mich dumm und dämlich (hehe mein Name :D) gesucht aber keines gefunden. Weder irgendwo Digital, noch als eine Anzeige... Doof gesagt: Was soll die Kagge!?

 

Naja... Mal schauen :D Deine Suche gleicht ja einer Odyssee :D Viel Erfolg noch!


16.10.2008 10:42    |    Olli the Driver

Zitat:

Ich denke im V70 III sollte man - wenn - schon ein Benziner nehmen.

 

Ansonsten: sind dir die Teile um das Lenkrad aufgefallen? Kamen sie die bekannt vor? Blinker und Wischerhebel sind aus dem C30/S40 II/V50 und C70 II bekannt. Das Lenkrad ist auch das selbe, nur mit dickerem Leder bezogen.

 

Ist dir auch aufgefallen, dass die neuen V70er keine Kühlmitteltemperaturanzeige mehr haben!?

Ja, ich vermute der 2.5T könnte eine gute Maschine für dieses Auto sein. Leider scheitern sämtliche Benziner im V70 an unserem Firmeninternen CO2-Limit. Wie oben schon geschrieben, Volvo hat ein Problem mit den Motoren.

 

Ich weiß nicht ob es die gleichen waren, zumindest sind sie sehr ähnlich. Damit habe ich kein Problem, so lange die Qualität stimmt. Das Leder am Lenkrad sowohl vom V50 wie auch vom V70 fühlte sich aber viel mehr nach Leder an als das bei meinem S60 der Fall ist.

 

Ja, das ist mir aufgefallen. Tankanzeige nur noch digital, Kühlmittel Fehlanzeige. Schade, aber damit steht Volvo nicht alleine da.


16.10.2008 11:00    |    der_deppen_daemel

Ist wahrscheinlich nur dazu da, mehr D5 Maschinen austauschen zu können. Ich dachte immer, wenn der Motor dann auf Temperatur sein sollte gäbe es eine Leistungsfreigabe. Sprich: mehr Leistung steht zur Verfügung... Aber nix da. Kann man kalt genauso treten wie warm.

 

Das Lenkrad fühlte sich nach mehr Leder an, als mein angebliches Lederlenkrädchen im C30. Naja, wie dem auch sei...

 

Hast du mal an den 2.0F oder den ggf. bald kommenden 2.5FT (Turbo Ethanol)? Dann könnte die CO2 Bilanz wieder stimmen :) Oder auf Gasumbauen? Damit müsste die Bilanz auch sich irgendwie verbessern... Und es ist billiger im Unterhalt als so manch Diesel (keine hohen Steuern, niedrige Treibstoffkosten, lange Service Intervalle (30tkm), ...).

 

Außerdem, ich weiß nicht in wie fern du in die Städte musst, aber bei dem Problem mit den Umweltplaketten weiß man ja nie wie lange man mit einem Diesel in die Stadt kann... Das war z.B. eines der Gründe wieso ich auf nen Diesel nun verzichtet habe und mir ein Benziner kaufte :)


16.10.2008 11:09    |    Olli the Driver

Zitat:

Hast du mal an den 2.0F oder den ggf. bald kommenden 2.5FT (Turbo Ethanol)? Dann könnte die CO2 Bilanz wieder stimmen :) Oder auf Gasumbauen? Damit müsste die Bilanz auch sich irgendwie verbessern... Und es ist billiger im Unterhalt als so manch Diesel

 

Außerdem, ich weiß nicht in wie fern du in die Städte musst, aber bei dem Problem mit den Umweltplaketten weiß man ja nie wie lange man mit einem Diesel in die Stadt kann... Das war z.B. eines der Gründe wieso ich auf nen Diesel nun verzichtet habe und mir ein Benziner kaufte

Die CO2 Werte dieser Autos laut DIN (oder woher kommt die Norm, ist ja glaube ich jetzt europäisch einheitlich?) ändern sich leider nicht, dort mit nur CO2 mit Benzin gemessen. Nachrüstung ist bei unseren Firmenwagen nicht erlaubt. Die Unterhaltskosten spielen für mich keine Rolle, da muss sich mein Arbeitgeber drum kümmern, so lange ein Wagen für mich bestellbar ist ist das o.k.

 

Bisher komme ich überall mit der gelben Plakette rein, und der Wagen wird nur 4 Jahre gefahren, da sollte grün reichen.


16.10.2008 14:18    |    Eifel-Elch

Hi Olli,

 

nachdem ich exakt auf diesen Bericht gewartet hab, will ich hierzu auch mal was sagen...

Der laute Motor hat mich bei sämtlichen Probefahrten vor einem Jahr auch genervt. Allerdings waren diese Probefahrten im Prinzip nie 100% mein Wunschfahrzeug, weil entweder der Wagen den D5 drin hatte und dann auch die Giertronic oder eben nen anderen Motor und das 6-Gang-Handschalt-Getriebe.

Erst nach langem Nörgeln und Anschreiben an Volvo habe ich dann einen S60 D5 mit Handschaltung probefahren können. Und siehe da: die Geräuschkulisse ist gleich ganz anders und deutlich leiser.

Deshalb mein Tipp: Überdenke die persönliche Notwendigkeit der GT in Kombination mit Komfort/Kraft. Und fahr trotzdem auch den V70 2.0d.

 

Dann kannst Du immer noch sagen, es lag am Motor oder eben am Getriebe.

 

 

Gruß

 

Markus


16.10.2008 16:04    |    JÜRIELCH

Hi Oli,

ich hab auch gedacht, daß ich als Vielfahrer nach zwei V70II mit einem V50 2.0D zurechtkomme. Nach ca. 1 1/2 Jahren und 60Tkm habe ich das Handtuch geschmissen. Der Radstand ist einfach zu kurz, der V50 ist k e i n Langstreckenauto! Nach Probefahrten mit dem S80 2.0D hätte ich mir den beinahe bestellt. Geworden ist es aber ein S80 D5 Geartronic und ich habe es nicht bereut. Einfach ein klasse Langstreckenfahrzeug. Mein Händler hat es mir aber auch bei der Entscheidung einfach gemacht: 27% auf LP weil das FZ ca. 11 Monate im Showroom stand. Aufmerksam wurde ich auf diese Fahrzeuge und davon gibt es einige S80 in Deutschland bei den Händlern, durch die Suche im Internet wie mobile und Co. Der Vorteil auch noch: das Auto gilt als Neufahrzeug (wichtig für Deinen Arbeitgeber!)

Weiterhin viel Spass beim Testen,

beste Grüsse

Jürgen


16.10.2008 17:38    |    XC70D5

Ob die Finanzkrise demnächst überhaupt noch größere Firmenwagen zulässt? Z.Zt. wird sie ja eifrig genutzt, um alte Zöpfe abzuschneiden... 

 

 

Gruß

 

Martin


16.10.2008 18:50    |    Olli the Driver

Zitat:

Deshalb mein Tipp: Überdenke die persönliche Notwendigkeit der GT in Kombination mit Komfort/Kraft. Und fahr trotzdem auch den V70 2.0d.

Ich mag die GT von meinem S60, aber sie wäre für mich kein Must-Have. Beim V70 würde ich sicher drauf verzichten, alleine schon weil mein Budget mit dem Wagen ohnehin schon überschritten wäre. Im Moment kommt der Motor für mich aber erst an zweiter Stelle, zunächst geht es mir um Fahrzeuggröße und Komfort. Wenn die Entscheidung zugunsten der V70 Karosserie ausfällt muss ich mich noch mal mit den Motoren beschäftigen.

 

Zitat:

ich hab auch gedacht, daß ich als Vielfahrer nach zwei V70II mit einem V50 2.0D zurechtkomme. Nach ca. 1 1/2 Jahren und 60Tkm habe ich das Handtuch geschmissen. Der Radstand ist einfach zu kurz, der V50 ist k e i n Langstreckenauto!

:( Genau so etwas wollte ich hier jetzt nicht lesen, aber dennoch vielen Dank für deine Info. Genau dieser Gedanke geht mir auch durch den Kopf. Der V50 hat nicht ganz das Niveau des S60, aber vielleicht reicht er trotzdem. Gewissheit werde ich aber erst erlangen wenn ich den Wagen mal ein Jahr gefahren habe, wenn es denn zu einer Bestellung kommt. Oder doch den V70? Ich brauch noch ne Weile um mich zu entscheiden.

 

Zitat:

Ob die Finanzkrise demnächst überhaupt noch größere Firmenwagen zulässt?

Tja, ich bin auch mal gespannt wie sich das bei uns entwickelt. Ein Anfang ist mit dem CO2-Limit ja schon gemacht, und so weit ich weiß soll das auch Schritt für Schritt gesenkt werden.


16.10.2008 19:10    |    volvocrasher

hallo olli,

 

wie immer ein toller bericht, schade, daß es bald vorbei ist ;)

 

ich habe ja auch den v50 und finde ihn auf der AB nicht schlecht, habe meine stammstrecke auch schon mit einem 745, mit einem a6 und mit einem x-type-estate gefahren, unterschiedliche radstände und komfortkonzepte also. keinen fand ich da besonders schlecht, klar der 745er ist "alte schule", der a6 ist gut, aber hat schlechte sitze, der jag hoppelte erst ab 220 etwas :D, bei der geschwindigkeit ist ein v6 aber keine freude mehr. am besten schlägt sich der v50. auch nach 700 km auf schwedischen autobahnen an einem tag war ich abends nicht genervt oder durchgeschüttelt. 300 km deutsche AB steckt mein rücken problemlos weg, krach ist auch keiner. ich bin mir sicher, daß es auch bei flnsburg-münchen so wäre.

 

stünde ich vor der wahl, mich zwischen dem mangelnden durchzug bei langem radstand im v70iii oder gutem durchzug bei kurzem radstand zu entscheiden, ich würde vermutlich den v50 nehmen, weil durchzug wichtiger als 3% weniger gehüpfe ist. wie groß ist eigentlich die differenz im radstand? machen vermutete 15 cm so viel aus?

 

bg

sascha


16.10.2008 19:23    |    Olli the Driver

V50 2640 mm

V70 2816 mm

 

Man spürt es schon. Aber wenn es danach geht, eine S-Klasse liegt vermutlich noch mal beser usw. Der V50 würde mir von der Größe her aber völlig reichen, so eine große Karosserie wie den V70 brauche ich im Alltag nicht. Den Komfort hätte ich aber schon gerne. Es wird immer ein "besser" geben, aber wieviel ist eigentlich genug? Die Frage stelle ich mir gerade, ein V50 könnte die Antwort sein... oder nicht?

 

Die Gedankenspiele gehen weiter, habe noch Zeit bis die Bestellung aufgegeben werden muss...


16.10.2008 19:30    |    Mirco-S-H

Moin Olli,

 

wie immer ein sehr schöner Bericht. Freut mich, dass du wohl bei Volvo bleibst.

 

Wenn dir der V50 2.0d zu schwach ist, wie wäre es dann mit dem V50 D5, oder wurde der schon vorgeschlagen und ich habs übersehen? Oder passt er vom CO2-Wert nicht ins Firmenprogramm?

 

Gruß

Mirco


16.10.2008 19:42    |    Olli the Driver

Der V50 2.0D ist mir nicht zu schwach. Er markiert die Untergrenze dessen was ich akzeptieren kann, aber er reicht. Die gleiche Maschine im V70 wäre mir, den Papierwerten nach zu urteilen, aber eine Nummer zu klein. Der D5, dann ggf. als Handschalter im V50 ist sicher eine Alternative, aber der 2.0D reicht, und den Mehrpreis stecke ich dann lieber in eine bessere Ausstattung.


16.10.2008 21:48    |    audi-A4quattro

Also um mal als "Ausenstehender" was dazu zu sagen: Was den Innenraum/ Materialien anbelangt liegen doch Welten zwischen dem V50 und V70. Hab mir beide mal bei ner Ausstellung genau angeschaut. Den Innenraum im V50 empfand ich als bäh (billige Kunstoffe, schlechte Anmutung), der im V70 ist ganz Ok. Also für mich als A4 Fahrer (B7 '07) käme nur der V70 in Frage.

 

Nix für ungut!


16.10.2008 22:02    |    Olli the Driver

Der V70 ist hinsichtlich der Materialien und der Gestaltung auf jeden Fall oberhalb des V50 anzusiedeln, das ist ganz klar. Der V50 in Basis-Ausstattung mit dem billigen Kunststoff an der Mittelkonsole überzeugt mich auch nicht gerade. Aber mit Alu oder hellem Echtholz sieht das ganze schon viel freundlicher aus.

 

Audi würde ich in der Hinsicht besser einstufen, speziell den alten A4, der aktuelle ist bei Armaturen und Mittelkonsole da schon ein kleiner Rückschritt, aber immer noch ziemlich gut. Aber das wäre mir den heftigen Mehrpreis nicht wert.


16.10.2008 22:25    |    der_deppen_daemel

Man sollte aber auch die Preise und die Zielkundschaft sich ansehen...

 

Der V50 richtet sich an die Kunden, die einen Kombi brauchen aber eben kein Riesenteil. Sie wollen Premium, aber nur den Einstieg.

Der V70 richtet sich an die Kunden, die einen Kombi brauchen aber eben ein großer Kombi. Sie wollen den guten vollwertigen Premium und zahlen eben entsprechend mehr.

 

Materialien fand ich in beiden so ziemlich gleichwertig. Die Türverkleidungen klingen bei beiden billig, die Mittelkonsole im C30 (also, V50 und S40 II) finde ich aber gelungener...


16.10.2008 22:57    |    Trackback

Kommentiert auf: Olli the Driver:

 

Braucht man PS? Eindruck vom Powershift Getriebe

 

[...] wäre. Und dann ist ein Wagen mit Automatik ja auch meistens etwas träger, wie ich gerade erst beim Test des V70 erfahren musste.

 

Der V50 2.0D wäre für mich mit der Automatik, besser gesagt dem Powershift Doppelkupplungsgetriebe [...]

 

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17.10.2008 11:53    |    Trackback

Kommentiert auf: Volvo V70, XC60, XC70, S80 (ab 2007):

 

XC60 FWD ab Mitte 2009

 

[...] das Auto meiner Wahl - aber ich kann dem D5 einfach nichts mehr abgewinnen (andere auch nicht, wie man liest ) und da man dank verkorkster Heckbodengruppe LPG nicht sinnvoll zum Einsatz bringen kann, brauche ich [...]

 

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17.10.2008 19:38    |    p.com

Also ich kann Deinen Eindruck hinsichtlich Performance, Verbrauch und dem Eindruck, dass V70 III und D5 mit Automatikgetriebe irgendwie nicht harmonieren voll bestätigen. Habe vor dem Kauf 2 x über´s WE einen zu Hause gehabt und war auch ein wenig enttäuscht. Komfort, Größe, Fahrwerk, Innenraum-Design und -Anmutung alles toll, aber die Motor-Getriebe-Kombi hat mich dann doch kurzfristig wieder über einen V50 als D5 nachdenken lassen (wollte aber eigentlich etwas Komfortableres, deshalb war auch ein Disco III in der Auswahl).

 

Bis mein V50 2.0 D in die Werkstatt musste und der Händler mir zufällig als Ersatzwagen einen V70 III 2,4 D mit Schalter mitgegeben hat. Gut, die Schaltung ist nicht ganz so knackig wie im V50; aber das war dann der entscheidende Punkt, wo ich gesagt habe "Der wird´s!". Der Motor läuft schön ruhig (schon eher wie der zitierte 6-Zylinder der deutschen Konkurrenz), was den komfortablen Charakter des Wagens gut unterstreicht und die Schaltung harmoniert sehr gut mit dem gesamten Ensemble.

 

Ist etwas total anderes, als der V50 2.0 D. Der war sportlich und deutlich performanter. Die Sitze waren auch sehr gut (bin damals noch meine 45.000 KM pro Jahr gefahren), aber die Sitze im V70 III sind deutlich komfortabler. Habe ich neulich erst festgestellt, als ich einen V50 2.0 D als Ersatzwagen hatte. Der V70 III mit dem 2,4 D ist keine Rakete, aber ein typischer Volvo: ein Cruiser eben, nur mittlerweile auch noch mehr Premium denn je, wenn man sich mal den Innenraum und die Möglichkeiten diesen weiter aufzuwerten anschaut.

 

Wenn Dir der Komfort und entspanntes Fahren wichtig sind, dann würde ich Dir eher zum V70 raten. Wenn Du mehr Sportlichkeit brauchst, gerne die Kurven enger nimmst und schneller beschleunigen willst, dann eher den V50. Das mehr an Raum war für Dich ja kein Argument.


17.10.2008 22:09    |    UHU1979

Wieder ein sehr schöner Bericht.

 

Das Interieur des V70 gefällt mir gut. Aber der Wagen ist halt für meine Zwecke zu groß. Bei den Bildern aus dem Parkhaus kann ich Olli gut verstehen.


17.10.2008 23:40    |    Olli the Driver

Zitat:

Wenn Dir der Komfort und entspanntes Fahren wichtig sind, dann würde ich Dir eher zum V70 raten. Wenn Du mehr Sportlichkeit brauchst, gerne die Kurven enger nimmst und schneller beschleunigen willst, dann eher den V50. Das mehr an Raum war für Dich ja kein Argument.

Ich will Komfort UND schnelle Beschleunigung in einer halbwegs kompakten Karosse. Alles zusammen geht nicht, also muss ich irgendwo Kompromisse eingehen.

 

Zitat:

Das Interieur des V70 gefällt mir gut. Aber der Wagen ist halt für meine Zwecke zu groß. Bei den Bildern aus dem Parkhaus kann ich Olli gut verstehen.

So geht es mir auch. Und das Parkhaus war ein leeres Firmenparkhaus nach Feierabend. Wenn ich da an manche Hoteltiefgarage denke in die ich bei beruflichen Einsätzen fahren muss...


20.10.2008 08:59    |    d5er

Zitat:

Ich will Komfort UND schnelle Beschleunigung in einer halbwegs kompakten Karosse. Alles zusammen geht nicht, also muss ich irgendwo Kompromisse eingehen

 

BMW 3er

Audi A4

Mercedes C-Klasse

Ford Mondeo..........

 

Gruß Martin


20.10.2008 09:50    |    Olli the Driver

Ach Martin, die habe ich doch alle schon getestet. Den 3er BMW erfüllt meine Anforderungen hinsichtlich Komfort nicht, der Mondeo ebenfalls nicht, in erster Linie wegen der Sitze, und in der Karre fühle ich mich auch nicht wohl, habe am Wochenende noch mal drin gesessen. Die C-Klasse wäre o.k., aber so recht werde ich mit dem Auto nicht warm. Bleibt von den von dir genannten der A4, und der ist verdammt teuer, siehe meinen aktuellen Vergleich. Und kompakt... von deinen 4 Kandidaten erfüllt nur die C-Klasse dieses Kriterium.


20.10.2008 12:37    |    meehster

Olli, mir fällt grade so ein: Hast Du inzwischen mal den Opel Insignia probiert? Ich finde, man sitzt ganz gut drin, das Lenkrad liegt sehr gut in der Hand und die Handschaltung flutscht, daß es eine wahre Freude ist. Ich durfte nur leider nicht fahren :(


20.10.2008 13:20    |    d5er

Wie kannst du das dan von der Handschaltung schreiben?

 

@Oli, soweit ich gelesen habe soll der neue 3er jetzt ja noch mal mehr in die richtung Komfort gehen?!

 

Gruß Martin


20.10.2008 13:52    |    meehster

Ich habe im Stand die Gänge durchgeschaltet - und dabei hat der Insignia einen guten Eindruck hinterlassen. Herrlich kurze Schaltwege und angenehm leichtgängig - und doch spürte ich wie die Gänge drin waren :)


20.10.2008 14:17    |    Olli the Driver

Die offizielle Vorstellung des Insignia ist doch erst im November, oder? Habe bisher noch keinen gesehen, war aber seit der Astra Probefahrt auch bei keinem Opel Händler mehr. Aber letztendlich ist der Wagen genau so groß wie V70 & Co., und das brauche ich einfach nicht. Vom Format her reicht mir ein Auto wie der V50.

 

Ich bezweifle das BMW den Wagen so viel komfortabler gemacht hat das er mir gefällt. War gestern in der BMW NL, da war im Schauraum überhaupt kein 3er, nur ein aktueller 1er. Immer noch so schlechte Sitze, der 1er viel zu eng, da fühle ich mich im Volvo wohler. Wenn der 3er kein völlig neues Fahrwerk bekommen hat und neue Sitze, dann ist der raus. Und selbst wenn er gefällt, spätestens beim Preis dürfte er rausfliegen.


20.10.2008 18:10    |    p.com

Wenn ich das so lese, dann würde ich Dir jetzt den V50 2.0D mit HSG empfehlen. Dazu dann alles, was den Komfort erhöht ( (T-Tech-Sitze mit elektr. Sitzverstellung und Sitzheizung z.B.). Am Besten nur 16"-Bereifung auch wg. dem Komfort (das tut der Sportlichkeit keinen Abbruch). Ich hatte damals 16" und meine Mitarbeiter haben jetzt 17" (C30 und V50), der Unterschied macht sich aus meiner Sicht schon bemerkbar.

 

Der V50 war für mich bei meiner damaligen Kaufentscheidung (vor 4 Jahren) das ideale Fahrzeug, aus nahezu ähnlichen Gründen wie bei Dir: Die deutschen Hersteller waren mir zu sehr auf Sportlichkeit ausgelegt und schlichtweg unverschämt in der Preisgestaltung. Der V70 II kam wegen dem etwas altbackenen Innenraum-Design (im Vergleich zum V50), den nicht ganz so guten Sitzen und der damals einfach nicht benötigten Größe nicht mehr in Frage.

 

Der V50 ist ein dynamischer, kompakter Kombi, der dabei aber nicht gänzlich auf Komfort verzichtet und sich dabei sowohl vom Aussen-, als auch vom Innenraumdesign positiv vom Mitbewerb abhebt. Dazu gibt es einen ausreichend dimensionierten Kofferraum (etwas größer als BMW 3er, Audi A4 und C-Klasse, zumindest damals), akzeptable Preise und auch gute Rabatte. Die Sitze sind wirklich gut, auch im Vergleich zum Mitbewerb (man könnte höchstens die leicht zu kurze Beinauflage bemängeln). Das 6-Gang-Getriebe (und sogar das 5-G im 1,6 D) ist klasse: kurze Schaltwege, präzise und knackig.

 

Was gibt es dann noch zu überlegen, wenn der V70 zu groß und zu teuer ist?

 

Mach es Dir nicht zu schwer, rät Dir

p.com


20.10.2008 19:50    |    Olli the Driver

p.com, daruf wird es hinauslaufen. Habe mir die Wagen ja gestern noch mal angesehen und eine Nacht drüber geschlafen, dazu die verschiedensten Varianten durchkonfiguriert. 16" reicht mir, die 17" jetzt habe ich nur drauf weil die beim Black Edition dabei waren. Leder ebenso. Also reicht ein Momentum, elektrische Sitzverstellung brauche ich nicht. Ein V70 mit der nötigsten Ausstattung kostet so viel wie ein V50 mit allem was mir wichtig ist und einigem mehr.


Deine Antwort auf "Elchtest zweite Etappe - Probefahrt im Volvo V70 D5"

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