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18.07.2012 21:53    |    micha225    |    Kommentare (4)

Nach 140000km möchte ich dem Motor etwas gutes tun und habe mir mal die Werte des Luftmassensensors angeschaut.

Irgendwie war ich mit denen aber nicht zufrieden und deswegen wurde der Sensor getauscht.

Das Ganze ging in 10 Minuten über den Tisch und ist darum fix gemacht;)

 

Vor dem Umbau habe ich mir dann die auf dem Markt verfügbaren Sensoren angeschaut und bin zu dem Entschluss gekommen den Pierburg zu verbauen.

Die höhere Lebensdauer sowie der andere Strömungsweg und das andere damit verbundene Messverfahren haben für ihn gesprochen und so wurde der Bosch Sensor (Bild 1) durch diesen ersetzt.

 

Der LMM ist in weiteren Modellen ebenfalls verbaut und diese Anleitung kann für diese Fahrzeuge auch verwendet werden.

Aber vor dem Austausch ist die Vergleichsnummer zu prüfen ob es sich dabei um den selben LMM handelt (siehe Liste).

 

Alle Angaben wie immer ohne Gewähr;)

 

Werkzeug:

TS 25 Schlüssel (5 Stern mit Sicherheitspin...Bild 2)

 

Material:

Luftmassenmesser 7.22684.08.0 (Bild 3 und 4)

 

Vergleichsnummern für den LMM:

000 VT5 077 (VAG)

028 906 461 (AUDI,SEAT,SKODA,VW)

028 906 461 X (VAG)

038 906 461 C (AUDI,SEAT,VW)

038 906 461 D (SEAT)

038 906 461 C (SKODA)

074 906 461 B (SKODA)

06A 906 461 (AUDI)

1 051 396 (FORD)

1 209 109 (FORD)

1 344 951 (FORD)

 

Arbeiten:

Der Ausbau stellt sich sehr einfach dar.

Es sind die beiden Schrauben und der Stecker (Bild 5) zu entfernen und dann kann der Sensor nach oben entnommen werden.

 

Dies kann ein wenig schwer gehen, da sich eine Dichtung (Bild 7) am Sensor befindet.

Nachdem der alte Sensor entnommen wurde, ist der Bereich zu reinigen (Bild 6).

Etwas feiner Staub/Dreck wird dort zu finden sein.

 

Der neue Sensor hat ebenfalls eine Dichtung (Bild 7).

Diese habe ich ganz dünn mit WD 40 bestrichen (so wenig wie möglich...ein Hauch reicht!), damit die Dichtung beim Einbau sich gut in die Führung einpasst.

 

Jetzt die beiden Schrauben wieder handfest anziehen und den Stecker wieder anstecken.

 

Nach dem Tausch bilde ich mir ein das der Wagen etwas direkter am Gas hängt und oben raus freier wirkt.


05.07.2012 09:42    |    micha225    |    Kommentare (55)

Gültig für den 2,0 TDI BMM und den 1,9 TDI BLS!

 

Ich hatte mir im Januar schon bei ca 133000km das AGR mal zur Brust genommen und wollte schauen wieviel Ablagerungen dort vorhanden sind.

Es waren ca 6-7mm starke Ölkohleverkrustungen an dem Ventil und da war ich schon erschrocken.

Ich habe es daraufhin grob gereinigt und jetzt habe ich es endlich geschafft mal den gesamten Bereich zu reinigen.

Diesen Weg beschreibe ich hier...

 

Drehmomente:

 

Schrauben AGR-Kühler 22NM

Schrauben AGR-Ventil 10NM

Schrauben Zwischenstutzen 10NM

Schrauben Saugrohrstutzen mit Saugrohrklappe 10NM

 

Material:

 

Dieselkraftstoff

Pinsel

Scotch Brite

Vielzahnnuss Größe 8

Torx Größe 27 und 40

Inbus Größe 6

Ratsche, diverse Verlängerungen und Flexwelle

Schlitzschraubendreher

 

Dichtungen sollten bei beiden Motoren gleich sein, aber zur Sicherheit vorher nochmal prüfen!

Die passen auf jeden Fall beim BMM...

 

Dichtung AGR-Kühler 069 131 547 D

Dichtring AGR-Ventil N 900 627 02

Dichtring Zwischenflansch zum Saugrohr N 909 273 02

 

eckiger Dichtring bei Saugrohrklappenteil 03G 128 063 G, M oder Q:

03L 131 547 B

 

runder Dichtring bei Saugrohrklappenteil 03G 128 063 A:

N 905 216 04

 

Arbeitsschriite:

 

Als erstes wird die Motorabdeckung entfernt.

Diese ist nur aufgesteckt und wird nach oben abgezogen.

 

Nun ist der Blick auf den Motorbereich um den es geht frei (Bild 1).

Im hinteren Bereich ist das AGR-Ventil (mit der schwarzen Plastikabdeckung Bild 2) zu finden.

Es sitzt an dem Zwischenflansch und ist mit 3 Torx27 Schrauben befestigt (diese Schrauben sieht man leider nicht, man muss sie erfühlen und kann sie dann auch entfernen um nur das AGR-Ventil auszubauen)

Der graue elektrische Stecker ist vom AGR Ventil zu entfernen.

 

Als erstes wird der Schlauch der Ladedruckstrecke entfernt.

Dazu werden die 3 Kraftstoffleitungen aus den Haltern geclipst und die Befestigungsschraube ist zu entfernen.

Nun kann der Schlauch aus den Aufnahmen an der Saugrohrklappe und am Ladeluftkühler mit Hilfe des Schlitzschraubendrehers entfernt werden.

Der Schlauch wird dann ausgefädelt.

 

Der schwarze elektrische Stecker des Drucksensors (Bild 3) sowie der elektrische Stecker der Saugrohrklappe (Bild 4) ist zu entfernen.

Nun kann der Kabelbaum aus den 2 Clips am Ventildeckel entfernt werden und wird zur Seite gelegt.

 

Nun habe ich den Drucksensor (Bild 3) mit dem Halter von dem Saugrohr gelöst, um so an die Schrauben des Zwischenflansches zu kommen.

Nur so kommt man an die Torx27 Schrauben des Zwischenflansches zu lösen.

Der Sensor kann dann leicht zur Seite genommen werden.

 

Als nächstes ist die Saugrohrklappe zu entfernen.

Hierzu sind die 3 Vielzahnschrauben zu entfernen und die Klappe kann zur Seite abgenommen werden.

 

Auf Bild 4 ist auch der Flansch zum Abgaskühler zu sehen.

Hier sind 2 Inbusschrauben verbaut die ebenfalls entfernt werden.

 

Die 3 Schrauben des Zwischenflansches sind nun zu entfernen.

Dies ist ein wenig fummelig, da man nur mit einer Verlängerung und einer Flex-Verlängerung an die Schrauben kommt.

 

Auf Bild 13 sieht man den Flansch des Ansaugrohrs und kann die 3 Schrauben erahnen.

Die zum Motorblock gewannte Schraube habe ich stecken lassen, da ein einfädeln beim Einbau sich als schwer erweisen würde.

 

Nun hat man alle Teile demontiert und wer sich für den Weg entschieden hat, der kann jetzt ganz entspannt das AGR Ventil aus dem Zwischenflansch schrauben.

 

Im ausgebauten Zustand sieht man dann wie stark die Verkokungen im Innenraum sind:

AGR Kühler Bild 7 und 11

AGR Ventil Bild 8 und 12

Saugrohrklappe Bild 10

Zwischenflansch Bild 6 und 9

 

Die Verkokungen habe ich nun in Diesel eingeweicht und mit dem Pinsel sowie mit Scotchbrite entfernt.

Diese Prozedur ist langwierig und es dauert natürlich.

 

Das Ergebnis ist auf den Bilder 15-18 und 20 zu sehen.

 

Im Anschluß habe ich die Dichtungen entfernt und gegen neue Dichtungen ersetzt.

Die Dichtflächen sind dementsrechend vorzubereiten.

 

Nun kann das AGR Ventil wieder in den Zwischenflansch geschraubt werden und der Zwischenflansch wird wieder an das Saugrohr geschraubt.

Dabei die Schrauben ersteinmal nur ansetzen, damit man den Abgaskühler leichter anschrauben kann.

Sind die Abgaskühlerschrauben angesetzt, dann kann man den Flansch festschrauben.

Jetzt wird die Saugrohrklappe wieder befestigt und der Drucksensor wird wieder angeschraubt.

 

Wenn jetzt der Kabelbaum wieder verlegt wurde und alles angeschlossen ist, hat man es fast geschafft.

 

Nun muss nur noch der Ladedruckschlauch eingebaut werden.

In Bild 5 sieht man die Führungsnasen auf die beim Einbau geachtet werden muss.

Die Verschlüsse müssen danach richtig verschlossen werden!!!

 

Jetzt noch die Abschlussarbeiten wie Kraftstoffleitungen einclipsen, Halteschraube des Ladeschlauches befestigen sowie die Motorabdeckung aufstecken.

 

Das Ganze hat ca 2Stunden gedauert.

 

Im Anschluss bilde ich mir ein das er etwas runder läuft und die Gasannahme entwas direkter ist...aber ob das subjektiv ist weiß ich nicht;)

Auf jeden Fall tut es dem Motor die Reinigungskur gut.

 

Das Saugrohr selbst habe ich nicht gereinigt.

Hier habe ich mit einem Boroskop hineingeschaut und habe nur minimale Verschmutzungen gesehen.

Nachdem der Zwischenflansch ab war, hat sich das bestätigt das dort nur ein kleiner Film an der Innenwand war.


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