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11.03.2011 16:01    |    game-junkiez    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: 8P, Das Keltenkreuz, Der Friedhof, Gedanken, Kleinstdenkmäler, Kriegerdenkmal, Magic Places, Magische Orte

Hallo liebe Leser,

 

bereits hunderte Male bin ich an der grauen Zementstatue vorbeigefahren, mir nichts dabei gedacht und irgendwie habe ich es jetzt endlich mal geschafft anzuhalten um mir das Ehrenmal genauer anzuschauen.

 

Ein Kriegerdenkmal ist ein Denkmal, das zur Erinnerung an gefallene Soldaten errichtet wurde. In Deutschland soll es über 100.000 dieser Kleinstdenkmäler geben. Die vorwiegend verwendeten Baumaterialien sind Bronze, Granit, Marmor, Findlinge. Die Denkmalsinschriften verweisen bei den bis 1945 entstandenen Denkmälern oft auf die Tugenden der gefallenen Soldaten: Tapferkeit, Mut, Vaterlandsliebe, Treue, Opferbereitschaft, Kameradschaft und Pflichterfüllung bis in den Tod. Dagegen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mehr die Rolle der Gefallenen als Kriegsopfer betont.

 

Das Kriegerdenkmal das ich Euch heute vorstelle ist in mehrere Hinsicht kurios. Es wurde zum Gedenken an die Toten des Ersten Weltkrieges (1914-1918) errichtet. Zum einen ist die Figur aus Betonguß (ungewöhliches Material) zum zweiten ist meiner Meinung nach eindeutig ein Wehrmachtssoldat zu sehen. Form des Helms, die Uniform (Mantel/Stiefel) und die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände (Gewehr, Bajonette, Munitionstaschen) weisen darauf hin. Natürlich habe ich versucht ein wenig zu recherchieren, mich bei der Stadtverwaltung der Gemeinde gemeldet. Leider konnte oder wollte man mir meine Frage nach der Herkunft, dem Bildhauer/Künstler und dem Jahr der Erstellung nicht beantworten. Man wies mich nur darauf hin, das die Statue denkmalgeschützt ist. Desweiteren ist eine so monumentale Figur in einer solch kleinen Gemeinde wohl eher unüblich. Die "geballte Faust" und der breitbeinige feste Stand des Soldaten soll wohl Kampfbereitschaft, Mut und Siegesgewissheit darstellen. In den Jahren vor 1933 wurden eher sterbende oder trauernde "Krieger" dargestellt.

 

Der aufgestellte Kranz trug auf der Schleife die Aufschrift "In ehrendem Gedenken"

 

Viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 16:41    |    marcu90

Ich finde die Statue auch Interessant. Beim durchscrollen der Gallerie war ich mir aber nicht sicher, ob es eine Darstellung des 1. oder 2. WK ist. Hier mal ein Bild aus dem 1. WK und hier eines aus dem 2. (mal so auf die schnelle gesucht).

 

Solche kleinen denkmäler szehen aber wirklich überall. In meinem Dorf und in den Nachbardörfern steht jeweils ein großer Stein, in welchem die Namen der gefallenen Einwohner im 1. WK aufgelistet sind. Bei unserem kann man nichtmal mehr die Namen lesen, nur das es um den 1. WK geht, konnte ich noch erkennen.


11.03.2011 17:00    |    game-junkiez

Zitat:

Ich finde die Statue auch Interessant. Beim durchscrollen der Gallerie war ich mir aber nicht sicher, ob es eine Darstellung des 1. oder 2. WK ist. Hier mal ein Bild aus dem 1. WK und hier eines aus dem 2. (mal so auf die schnelle gesucht).

Wenn ich das denn mal wüsste, bin mir völlig unsicher, tendiere aber eher zu WWII. Was mich auch etwas stutzig macht, ist die Anzahl der Gräber um die Figur. Es sind maximal 15 Gräber, es ist wirklich eine sehr kleine Gemeinde. Wer weiss wo die Statue ursprünglich stehen sollte.

 

Viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 17:08    |    TS-BM73

also, wenn ich mir die Statue so ansehe, ist das eine Mischung aus 1. und 2. WK!

 

Der Helm ist der Form nach ganz klar ein M35, also ein Helm der deutschen Wehrmacht im 2. WK; die Waffe ist aber allem Anschein nach ein Gewehr 98 (und kein Karabiner 98), da der Kammerstängel (Repetierhebel) gerade von der Waffe wegsteht.

 

Zumindest das ist mir auf die Schnelle aufgefallen.

 

Ansonsten steht auch bei uns in der Gemeinde ein solches "Kriegerdenkmal".

 

Gruß

 

M.


11.03.2011 17:18    |    marcu90

Das ist ja mal wirklich Magic, g-j. Die Gräber stammen aus dem 1. WK, die Figur scheint aber ein Misch-Masch aus 1. und 2. WK zu sein.

Entweder wurde sie zwischen den Kriegen von einen Helseher gemacht, oder jemand ist nach den Kriegen in die Vergangenheit gereist, um sie zu fertigen, damit es irgendwelchen aufmerksammen Leuten auffält und sie sich den Kopf darüber zerbrechen :D


11.03.2011 17:25    |    brainstormer

So klar würde ich das mit den Helm nicht sehen. Der M-35 hatte keinen hervorstehenden "Bolzen". Dieser auf dem Bild jedoch schon von daher WK I. Siehe auch

 

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Uniformen/Helme/Stahlhelm.htm


11.03.2011 17:25    |    game-junkiez

Zitat:

Der Helm ist der Form nach ganz klar ein M35, also ein Helm der deutschen Wehrmacht im 2. WK; die Waffe ist aber allem Anschein nach ein Gewehr 98 (und kein Karabiner 98), da der Kammerstängel (Repetierhebel) gerade von der Waffe wegsteht.

An ein Mauser System 98 habe ich auch gedacht da der Waffentyp aber auch noch bis 1945 im Einsatz war, hat mich das nicht wirklich weitergebracht.

 

Zitat:

Ansonsten steht auch bei uns in der Gemeinde ein solches "Kriegerdenkmal".

Gibt es da Bilder im Netz oder kannst Du welche machen ? Würde gerne mal vergleichen.

 

Danke und viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 17:30    |    Verbal Kint

nicht dass es groß einen Unterschied machen würde, nur als Anmerkung:

 

Viele Gendekstätten zeigen statt historisch korrekter Uniform/Bewaffnung die zum Zeitpunkt der Errichtung übliche Ausrüstung, was auch daran liegt dass nicht immer der gefallene Soldat dargestellt werden soll. Mehr dazu auch hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegerdenkmal#Errichtet_nach_1933

 

An dem konkreten Beispiel würde ich anhand der Uniform nicht ausdrücklich auf WKII schliessen.

Die Ausrüstung war durchaus ein fliessender Übergang.

Der deutsche Stahlhelm der die Pickelhaube ablöste wurde bereits 1916 eingeführt. Die Unterschiede bis zum kriegsende WKII sind auch da fliessend, sowieso auch unterschiedliche Varianten der Truppengattungen.

Ähnlich die Uniform selbst. Preussisch blau war nur bis ~1910 rum offiziell Felduniform. Der 98k war zwar Standard im zweiten Weltkrieg es wurden jedoch auch vereinzelt noch G98 verwendet. Umgekehrt gab es schon im WKI eine karabiner Variante des G98. In Relation zur Größe der Statue würde ich aber sagen: zu lang für ein 98k, dann würde die Figur einer realen Größen von 1,50m entsprechen, eher unüblich, der Verschluss deutet auch auf G98 hin.

Das Bajonett des WKII, wurde auch schon Ende WKI ausgegeben.

Bis solche Standardausrüstungen aber bei jedem einzelnen Soldaten ankommen vergehen immer ein paar Jahre(zehnte) - das ist heute immer noch so.

 

Alles in allem würde eine frühe WKII Ausrüstung wohl einer späten vom WKI relativ ähnlich sehen.


11.03.2011 17:40    |    game-junkiez

Zitat:

Alles in allem würde eine frühe WKII Ausrüstung wohl einer späten vom WKI relativ ähnlich sehen.

Hmmmm, also werden wir es an Hand der Ausrüstung nicht klären können. Würde zu gerne wissen wann das Teil entstand und aufgestellt wurde.

 

Viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 18:01    |    tino27

Ich hoffe, ich werd nicht falsch verstanden, aber ich find das Ding beeindruckend. Ich finde, die Soldaten haben es sich verdient, von einer stolzen Figur geschützt und vertreten zu werden. Dabei geht es nicht darum, dass sie heldenhaft gestorben sind, denn das kann man höchstens, wenn man ein Kind rettet und dabei umkommt. Aber sie wahren tapfer und haben ihr Schicksal so gut es ging gemeistert. Ums Sterben hat sich sicher keiner gerissen.

 

Warst du schon mal am/im/auf dem Völkerschlachtdenkmal?

 

Aber warum nennst du es Zementstatue? Weiter unten sagst du richtigerweise Beton.

 

Ich würde sagen, man kann die Figur relativ gut ans Ende des 1.WK datieren. Wie schon gesagt wurde, sind Helm und Munitionstaschen normal für das Ende des 1.WK.

Beim Gewehr dachte ich auch sofort, dass es für einen Karabiner viel zu lang ist. Ebenso das Bajonett. Ich meine, dass die im 2.WK meist kürzer waren.

http://www.bajonett.de/WK1-Galerie/Infanterie/ng1.14.jpg

 

Bei diesem Bild könnte man auch meinen, dass es WK 2 ist, aber es ist WK 1.

http://www.bayonetworld.de/htm/SchuetzengrErs.JPG


11.03.2011 18:21    |    game-junkiez

Zitat:

Aber warum nennst du es Zementstatue? Weiter unten sagst du richtigerweise Beton

Keine Ahnung wie ich auf Zement gekommen bin Tino:D

 

Ist die einreihige Knopfleiste des Mantels mittig, vielleicht ein Indiz für die Identifikation ?

 

Der Herr in der Mitte trägt einen zweireihigen Mantel --> Klick

 

Viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 18:22    |    marcu90

Wiso sollte es falsch Verstanden werden :confused: Sicherlich haben die Soldaten es verdient, das man auf irgendeine Art und Weise an sie Erinnert wird.


11.03.2011 18:23    |    ladafahrer

Das ist ein Wk1-Soldat.

Der Helm hat die Aufnahmen für den Grabenpanzer bzw. für den Stirnpanzer. Das war eine schwere Stahlverstärkung für den Stellungskrieg, die auf die Entlüftungsbolzen gesteckt und hintenrum mit einem Lederriemen befestigt wurde. Sowohl der Stirnpanzer als auch der Brustpanzer waren Grabenausrüstung und wurden an die ablösenden Truppen weitergegeben. Aufgrund des Gewichtes war der Grabenpanzer aber unbeliebt. Interessant ist, daß der Brustpanzer auch auf dem Rücken getragen werden konnte, um von hinten Schutz zu bieten.

Die Wk1-Helme hatten die Kinnriemenbefestigung an der Helmglocke, die M35 und 43 am Innenhelm

 

Die Patronentaschen waren bis auf Kleinigkeiten und die Farbe zwischen den Weltkriegen sehr ähnlich, denn weder die Munition noch die Waffen der regulären Truppen (5 Schuß auf Ladestreifen, je 10 Schuß in einer Ledertasche. Je 30 Schuß im Dreierpack) haben sich geändert. Mit Aufkommen des Selbstladegewehres G43 und dem Stgw44 gab es auch neue Magazintaschen, für die Schmeißer-MP sowieso.

 

Die Stiefel waren bis auf Nahtführung und (in den ersten Kriegsjahren der Farbton) ebenfalls ähnlich. die Sohlennägel waren in Wk1 gelegentlich fünfschlägig (ähnlich eines Hufnagels) und in WK2 durchweg sechsschlägig

 

Das Gewehr 98 hatte für die alte noch vom G88 stammenden 8x57 I Patrone ein Kurvenvisier, um die Absenkung der Geschoßlaufbahn des langsameren Geschosses auszugleichen. Mit Aufkommen der stärkeren 8x57 IS war auch die Flugbahn gestreckter und es gab flachere Schiebevisiere. Entweder die Läufe wurden getauscht oder man mußte die jeweils passende Munition organsisieren Das S-Kaliber hatte am Zündhütchen einen schwarzen Ring. Im WK1 gab es also zwei Sorten Infantriemunition.

Außerdem gab es auch im WK1 Karabiner. K98a und 98b. Auch meine ich, daß am G98 gelegentlich der Kammerstengel umgebogen wurde, um dem Reiter nicht ständig den ansonsten geraden Griff in den Rücken zu hämmern. Daraus wuede dann einer der beiden Karabiner (a oder b, ich müßte nochmal nachschauen...) entwickelt.

 

Gute Unterscheidungskennzeichen sind auch die Gasmaskenbüchse und das Tragen einer Halsbinde/Halstuch (Gas).

 

 

Beton war übrigens ein gängiges Mittel für die Denkmäler der Weimarer Republik, denn Buntmetalle waren rar und die Leute hatten eh nichts zu essen. Bronzedenkmäler sind meist Adler vom Krieg 70/71, die Heldendenkmäler vom Östereicher im Bereich 34-37 oder Mahnmale der frühen deutschen BRDemokratie.

 

Tja soweit mal, Gruß Thomas


11.03.2011 18:26    |    Dr Seltsam

Nur mal so, denkt keiner von euch das der Bildhauer einfach ein vollkommen Waffenunkundiger Typ war weswegen solche Sachen wie der Repetierhebel vielleicht falsch dargstellt wurden vom Winkel?! Kann doch auch sein :D :D :D


11.03.2011 18:31    |    tino27

Naja, es gibt genug Leute, die es als Verklärung empfinden, wenn man solche Statuen in stolzer Pose darstellen.

 

Die Kopfleiste ist ein guter Hinweis. Bei den normalen Feldblusen war im 2. WK zwar auch nur eine Knopfreihe vorhanden, aber bei Mänteln konnte ich in meinen Büchern nur 2 Knopfreihen finden. ;)


11.03.2011 18:34    |    tino27

@ ladafahrer

 

Nietenzähler! :D


11.03.2011 18:39    |    game-junkiez

Zitat:

Das ist ein Wk1-Soldat

Ah jetzt ja Thomas sehr aufschlußreich. Dankeschön !

 

Zitat:

Wiso sollte es falsch Verstanden werden :confused:

Ich kann seine Bedenken verstehen, ich schlepp den Beitrag jetzt schon gut 4 Wochen mit mir rum und habe lange überlegt ob ich ihn hier poste. Bedenken diesbezüglich wurden uns scheinbar schon mit in die Wiege gelegt. Wenn man sich für die deutsche Geschichte der letzten 100 Jahre interessiert, wird man leider ganz schnell in eine Ecke gedrückt in der man gar nicht steht:(

 

Zitat:

Nur mal so, denkt keiner von euch das der Bildhauer einfach ein vollkommen Waffenunkundiger Typ war weswegen solche Sachen wie der Repetierhebel vielleicht falsch dargstellt wurden vom Winkel?!

Lach, da habe ich auch schon dran gedacht.... gab ja damals nicht mal das Netz wo man hätte schnell nachschauen können:D

 

Viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 18:42    |    marcu90

Aber im 1. WK hatten die höheren Militättänge auch Zweireiher an, oder? (Jetzt nicht auf die Statue bezogen, das ist ein gemeiner Soldat)

tino: solche Leute müssen sich mal mit der (deutschen) Geschichte befassen, Schuld für den 1. WK tragen wir wesentlich weniger, als die meisten Menschen glauben (am 2. übrigen sgenau so - nicht Falsch verstehen: das war Schreklich, aber unter diesen Voraussetzugen würde es jederzeit in jedem Land der Welt nochmal genau so ablaufen :mad: )


11.03.2011 18:53    |    ladafahrer

Ich glaube nicht, daß sich damals ein Bildhauer einen groben Fehlöer erlauben konnte oder wollte. Die Leute damals, aufgrund der noch ungeborenen Demokratie und somit einer allgegenwärtigen Obrigkeits-, Militarismus- und Führungshörigkeit sicherlich auch die breite Bevölkerung, haben das wohl sehr ernst genommen.

 

Da kam sicher niemanden in den Sinn, beim Lesen der Gedenkinschriften mal nachzurechnen und sich an den Kopf zu greifen bei einem Lebensalter von grad mal 20 Jahren. Oder sie wurden gleich inhaftiert wegen Ruhmeslästerei, Beleidigung oder ähnlichem.

 

Ich arbeite derzeit in einer Kaserne eines königlich bayrischen Jagdgeschwaders. Der Namenspatron der Kaserne ist in WK1 gerade mal 24 geworden. Ich bin fast doppelt so alt, möchte keinen Tag missen und jetzt geht der Spaß ja erst richtig los.

Ja, es hat schon seinen Grund, weswegen die Politik für ihre Streitereien am Liebsten junge Leute haben will. Die lassen sich noch so richtig schön für jeden Blödsinn motivieren ohne auch nur einen Meter zu hinterfragen.

 

@marcu90:

Die Anzahl der Knöpfe ist auch ein Zeichen aus welcher Zeit die Uniform stammt. Die Notuniformen zum jeweiligen Ende der Kriege hatten immer nur eine Reihe.

In WK1 gab es außerdem eine Vielzahl von Uniformen, vor allem diverse Notuniformen.


11.03.2011 20:42    |    game-junkiez

Zitat:

Die Notuniformen zum jeweiligen Ende der Kriege hatten immer nur eine Reihe.

Krass, was man hier alles lernen kann.

 

Viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 20:53    |    tino27

Es gibt ja nicht nur Notuniformen, sondern auch Feldschneider.

 

Im Grunde haben die alles zu Tragbarem verwandelt, was nur nach Stoff aussah. Also Feldbahnen (Zelte), kaputte Uniformen, usw. Die haben Taschen angenäht, wo keine waren und haben Knöpfe angesetzt, wo sie oder der Träger es schön fanden.


11.03.2011 20:56    |    marcu90

Wir deutschen wussten vor allen anderen, dass Individualismus cool ist :D

 

Wusste aber auch nicht, das es bei Uniformen solchen "Wildwuchs" gab. Dachte immer die Militärs seien steif und alles schön streng nach Vorschrift.


11.03.2011 21:10    |    tino27

Ich empfehle in dem Zusammenhand dieses Buch, was einen guten Einblick bietet ohne zu nervend ins extrem Detail zu gehen.


11.03.2011 22:06    |    game-junkiez

Interessanter Tip Tino,

 

in die Richtung bin ich wenig belesen, da ich es ja mehr mit Gebäuden/Beton und Bunkern habe. Und der Preis ist auch ok, ich glaub das bestell ich. Kann nichts schaden wenn man mal sondeln geht oder andere Dinge findet, bzw. mal wieder so Fragen wie hier hat.

 

Viele Grüße

 

g-j:)


11.03.2011 22:47    |    Astra-f-anatic

Bei uns auf dem Friedhof steht auch so eine Statue. Es ist ein Soldat knient mit zum beten gefaltenen Händen, ebenfalls zum gedenken an den 1. Weltkrieg. Gab sogar schon ne Reportage von ihr da dieses Denkmal schon ne lange Geschichte hat. Bei uns im Dorf hängen Gedenktafeln an der Kirche mit den gefallenen Einwohnern unseres Ortes aber vom 2.Weltkrieg. Meine beiden Groß-Onkel stehen leider auch drauf.:(


11.03.2011 23:13    |    tino27

Ich möchte mich nochmal korrigieren. Es heißt nicht Feldbahn, sondern Zeltbahn. :)

 

Hab nur mal schnell geblättert und paar Stellen will ich mal publizieren.

 

Die Tarnhose ist vom Kompanieschneider aus Zeltbahn gefertigt worden. Das als Überhose konzipierte Stück wird um die Hüfte durch eine Kordel gehalten, die in einem Durchzug im Saum läuft; die Hose besitzt weder Taschen noch einen Hosenschlitz.

 

Für die Feldbluse hat der Kompanieschneider Zeltbahnstoff verwendet und einen Kragen aus Abzeichentuch angesetzt.

 

Die Tarnbluse ist ebenfalls vom Schneider der Einheit angefertigt worden, aus dem üblichen Zeltbahnmaterial.

 

aus: de Lagarde, Jean: Deutsche Uniformen 1939-1945. Motorbuch Verlag, 1999, S. 73, 97, 104. (ich lass mir doch nicht eine vergessene Fußnote vorwerfen :))


11.03.2011 23:51    |    Austro-Jag

Bei mir gibts auch ein großes Kriegerdenkmal mit so einer ähnlichen, sehr detailreichen Statue. Der Soldat steht weniger Breitbeinig mit seinem M95 am Boden und sieht ziemlich abgekämpft ab - eben ein müder Krieger. Soviel ich weiß wurde es 1928 errichtet und später versetzt und erweitert. Auf der mittleren Steintafel steht: Unsere Gefällenen Helden der beiden Weltkriege. Halbkreisförmig sind rund um die Statue Tafeln mit den Namen aufgestellt, sowie Säulen mit Ölschalen und Laternen. Für so einen kleinen Ort (heute 900 EW, früher 1300) ist es ein sehr schönes Denkmal, ich such mal ein paar Fotos...

Leider gab es auch immer wieder Debatten, vorwiegend von grüner Seite ausgelöst, diese Denkmäler zu beseitigen, da sie die Gräueltaten der Kriege glorifizieren. Ich hasse es wenn sie mit solch einem Schwachsinn anfangen! Die Dämonisierung der österreichischen und deutschen Vergangenheit kennt keine Grenzen. Gewisse Leute neigen leider dazu jeden Wehrmachssoldat oder K.u.K. Soldat als Monster, Mörder und Kriegsverbrecher hinzustellen. Diese extrem einseitige Geschichtsvermittlung ärgert mich sehr und vermittelt nur ein falsches Bild. Man wollte sogar schon den Wiener Heldenplatz, die Zentagasse sowie diverse andere mit militärischen Namen versehen Straßen und Plätze umbenennen. Sogar die Türkenkriege sollten aus dem Geschichtsunterricht gestrichen werden - einfach Hirnlos!

Nochmals zum Denkmal: Steht dieses außerhalb des eigentlichen Friedhofes?


12.03.2011 00:09    |    tino27

Mir fällt gerade ein, in meinem Heimatdorf gibt es auch zwei Kriegsgräber oder eher Denkmäler, wobei dies nur Stelen sind.

 

Das eine gedenkt der Soldaten des 1. WK und wurde später um die des zweiten erweitert. Das andere wurde für die sowjetischen Soldaten errichtet, die im Dorf gefallen sind. http://www.dokst.de/node/1115/?details=910

 

Ich glaub nach dem ersten Weltkrieg entstand in fast in jedem Dorf so ein Denkmal, für die Söhne des Dorfes.

 

Es gab auch mal einen Streit um einen Platz, der so lange ich denken kann, Platz der Befreiung heißt. Es geht dabei darum, dass die Sowjets auch keine Befreiung brachten, sondern auch nur eine andere/weitere Diktatur. Es wurde sogar mal über Straßennamen, wie Karl Marx und Karl Liebknecht gestritten. :rolleyes:


12.03.2011 00:22    |    Austro-Jag

Gegen Karl Marx hat hier noch niemand etwas gesagt. Der Karl Marx Hof in Wien wird sogar Sankt Marx genannt:rolleyes:. Doch die Schlacht von Zenta, einer der bedeutendsten Siege in der Geschichte Österreichs ist denen ein Dorn im Auge. Sogar über die Strache Straße wurde schon diskutiert .... einfach lächerlich.


12.03.2011 04:47    |    game-junkiez

Zitat:

Nochmals zum Denkmal: Steht dieses außerhalb des eigentlichen Friedhofes?

Ja, steht außerhalb des Friedhofes. Gut sichtbar an der Hauptstraße.

 

Viele Grüße

 

g-j:)


12.03.2011 08:30    |    Dr Seltsam

Viele Straßen und teilweise ganze Städte wurden im Osten nach 1989 umbenannt weil die Sowjets überall ihre Spuren hinterlassen hatten. Man denke mal nur daran das Karl-Marx Stadt heute wieder Chemnitz heißt. In Berlin solls auchmal eine Stalinallee gegeben haben, heißt heute alles anders.


12.03.2011 11:01    |    tino27

Stalin kann man ja umbenennen und ne ganze Stadt auch. Aber einzelne Straßen, wie Karl-Marx oder sogar Rosa-Luxemburg, umzubennen ist nicht mehr maßhaltig. Es wird argumentiert, dass diese zum DDR-Regime gehörten und auf Grund ihrer Thesen Menschen eingesperrt wurde. Nur was kann Karl-Marx dafür, wenn seine Worte missbraucht werden und so ausgelegt werden, wie die DDR es brauchte.


12.03.2011 12:48    |    TS-BM73

Zitat:

Gibt es da Bilder im Netz oder kannst Du welche machen ? Würde gerne mal vergleichen.

 

 

Ich hatte mich wohl etwas ungeschickt ausgedrückt! Ich meinte damit, dass in unserer Gemeinde auch ein Kriegerdenkmal steht; aber das sieht anders aus (WK 2 Soldat, der einen sterbenden Kameraden auf dem Schoß hat).

 

Sorry!

 

Gruß

M.


12.03.2011 19:59    |    Rene-GT

... Gebäude, Beton und Bunker ...

 

 

g-j, da hätte ich einen Tip für Dich:

 

http://berliner-unterwelten.de/fuehrungen.3.0.html


13.03.2011 10:41    |    Mission Control

Der Stahlhelm ist ein Typ: M16 aus dem 1. WK

 

http://www.zib-militaria.de/M16-Stahlhelm


14.03.2011 06:26    |    game-junkiez

Danke MC,

 

ja doch, der von Dir verlinkte Helm schaut dem der Figur sehr ähnlich.

 

Danke und viele Grüße

 

g-j:)


14.03.2011 08:24    |    TS-BM73

also, ich persönlich finde, dass für einen M16 Helm die Front nicht weit genug nach vorne wegragt!

Aber; ein M35 ist es auch nicht, da muss ich meine Meinung revidieren!

 

Gruß

M.


11.04.2011 00:13    |    tino27

Ich bin heut durch Zufall an dieser Säule vorbei gekommen.

 

Ich denke, dass die Gestalt Germania darstellen soll, so wie hier.

 

Da der Text nicht ganz so gut zu erkennen ist: Es starben den Heldentod für König und Vaterland. Dann die Namen mit Dienstgrad, darunter Füsilier, Musketier und Grenadier.


Bilder

11.04.2011 09:26    |    WillMann

mensch tino...

da fehlt die werbung aussenrum.....:eek::D

 

im ernst...

das ding sieht beeindruckend aus.....:cool:

besonders der kontrast... --> wohnhaus - säule :rolleyes::p


11.04.2011 13:02    |    tino27

Wat, wie? Werbung? Den raff ich grad nicht.

 

Ja, die Umgebung ist etwas seltsam. Kein großer Platz, keine Kränze, nix.


Deine Antwort auf "Magic Places - Unseren gefallenen Söhnen.... Das Kriegerdenkmal"

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