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14.01.2011 18:15    |    game-junkiez    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: Bunker, Das Arbeitserziehungslager, DIE KLINIK, Lost Places, Luftschutzbunker, Mittelbau, Platte, Plattenbau, Point Alpha, Prypjat, Urbex

Hallo liebe Leser,

 

der Frankfurter Luftschutzbunker in der Schmickstraße (Osthafen) wurde 1940 nach den ersten Bombenangriffen auf Berlin im Rahmen des "Führer Sofortprogramm" gebaut. Er sollte den Hafenarbeitern des Osthafens und den Arbeitern/Arbeiterinnen der dort angesiedelten Industrie, Schutz vor konventionellen Sprengbomben bis 1000kg und Luftminen (Minenbomben oder im Volksmund auch Wohnblockknacker) bieten.

 

Der Bunker verfügte über ein aufwendiges Walmdach, das sowohl zur Tarnung als auch zum Schutz vor Fliegerbomben konstruiert war.

 

Aus dem Beton den man für den Bau eines solchen einen Bunkers benötigte hätte man fast 9000 Einfamilienhäuser bauen können. Allein die Wandstärke der Außenwände betrug circa 2 Meter. Ganz unten im Anhang findet Ihr eine Skizze die die Wandstärke verdeutlicht.

 

Versuche einen ähnlichen Bunker (Frankfurt Schmidtstraße) in den 70er Jahren durch gezielte Sprengungen abzureissen, blieben erfolglos. Außer einer leichten Wöllbung in der Außenwand hat der Bunker die Jahrzehnte unbeschadet überstanden.

 

Was macht man nun mit so einem Betonklotz das sich nur mit extremen Aufwand sprengen lässt ?

Die Sanierung des undichten Walmdachs oder der Komplettabriss hätten jeweils den Kostenrahmen gesprengt, so dass der Bunker 2005 stattdessen um eine große Holz-Glas-Konstruktion (Entwurf von Ulrich Exner und Sigrun Musa) aufgestockt wurde. Man trug das marode Dach ab, womit der Bunker zu einem hochgelegenen Bauplatz wurde. In dem Relikt des zweiten Weltkrieg sind heute Künstlerateliers und das Institut für neue Medien untergebracht (Box auf dem Dach). Proberäume für Musiker entstanden im Innern des Bunkers mit seinem schweren Betonkern. Meiner Meinung nach eine rund um gelungene Idee, eine Kombination aus "steinerner Zeitzeuge" und zeitgemäßer Nutzung. Ein "Lost Places"-Objekt das somit zwar nicht "Lost" ist aber dadurch vor dem Verfall und Abriss bewahrt wurde.

 

Viele Grüße

 

g-j:)

 

Ergänzung : Hier noch ein Video von den Abissarbeiten an einem Bunker in Hagen :

 

 

 


14.01.2011 18:17    |    game-junkiez

Hier als Nachtrag noch die Skizze sowie ein Bild des Bunkers wie er vor dem Umbau aussah.

 

Viele Grüße

 

g-j:)


Bilder

14.01.2011 18:59    |    -Trigger-

Ich finde solche Lost Places immer sehr interessant.Würde auch gerne sowas erkunden.Bitte mehr davon


14.01.2011 19:07    |    Drahkke

Was hat es mit dem seltsamen Drahtgitter-Aufbau auf dem Dach auf sich? Der scheint ja nachträglich draufgebaut worden zu sein.


14.01.2011 19:15    |    fabe123

geil wo du die places immer ausgrabst! find ich gut :)


14.01.2011 19:18    |    game-junkiez

Diese "Drahtgitter-Aufbau" gehört zum Konzept und grenzt quasi den Außenbereich der "aufgesetzten Box" ab. Vereinfacht ausgedrückt ein überdimensionales "Geländer". Meines Wissens nach wurde das nicht nachträglich angebracht.

 

Viele Grüße

 

g-j:)


14.01.2011 19:33    |    game-junkiez

Zitat:

Ich finde solche Lost Places immer sehr interessant.Würde auch gerne sowas erkunden.Bitte mehr davon

Hi Trigger,

 

deinem Wunsch komme ich gerne nach;) Arbeite bereits an einem Artikel über ein Objekt das etwas schwerer zugänglich war... die Richtung des Artikels ist aber "zivil" und nicht "militärisch", ein sehr schönes Objekt aus dem Bereich "Industriekultur" gebaut vor knapp 100 Jahren:)

 

Zitat:

geil wo du die places immer ausgrabst! find ich gut :)

Einfach mal mit offenen Augen durch "Deine und Maine Heimatstadt" fahren, da gibt es noch eine ganze Menge zu erkunden;) Wird Zeit das das Frühjahr kommt:)

 

Viele Grüße

 

g-j:)


14.01.2011 19:59    |    WillMann

wieder mal ein schöner artikel....;)

der gelbe banner ist schon interessant....

a.n.a.l lässt grüssen,gell?:eek::D


14.01.2011 20:12    |    game-junkiez

Zitat:

a.n.a.l lässt grüssen,gell?:eek::D

Was sollen denn die Leute denken WillMann:rolleyes::eek::confused:

 

:D:D:D

 

Interessant war das (gefunden bei der Recherche) zum Gebäude :

 

Band sucht Drummer für Punk`n`Roll Band in Frankfurt

Proberaum vorhanden im Bunker Schmickstrasse (hinter der Hanauer)!

 

Leider beschränkt sich mein Drum und Percussion-Können auf "nakisch mit einer Trommel vor dem Wanst um den Christbaum" zu laufen:D

 

Viele Grüße

 

g-j:)


14.01.2011 20:54    |    PW2704

bei mir um die Ecke vom Büro :-)


14.01.2011 21:10    |    game-junkiez

Eine schöne Gegend,

 

ich halt mich gerne dort auf..... da gibt es immer was zu sehen:)

 

Viele Grüße

 

g-j:)


14.01.2011 21:12    |    PW2704

ja ist schon interessant dort. Wie sich die Gegend doch in den letzten 11 Jahren verändert hat.


14.01.2011 21:50    |    WillMann

Zitat:

Band sucht Drummer für Punk`n`Roll Band in Frankfurt

 

Proberaum vorhanden im Bunker Schmickstrasse

aha....:o

also nicht nur a.n.a.l. .....:eek::D


15.01.2011 09:28    |    game-junkiez

Hey tino,

 

vielen Dank für die Links ! Die Bilder und das Video vom Abriss sind sehr beeindruckend ! Da sieht man auch mal wie viel Stahl im Beton steckt ! Das Video habe ich mal oben in den Beitrag eingefügt, da es meiner Meinung nach gut zum Thema passt.

 

Schon krass was es für ein Aufwand ist so einen Betonklotz wieder weg zu bekommen;)

 

So eine große Betonschere habe ich noch nie gesehen:eek:

 

Viele Grüße

 

g-j:)


15.01.2011 09:31    |    game-junkiez

Zitat:

ja ist schon interessant dort. Wie sich die Gegend doch in den letzten 11 Jahren verändert hat.

Ja leider,

 

da gab es eine Menge Objekte in denen man "forschen" konnte, die sind heute leider alle aus/umgebaut oder abgerissen;)

 

Viele Grüße

 

g-j:)


15.01.2011 10:48    |    tino27

Zitat:

So eine große Betonschere habe ich noch nie gesehen:eek:

Das ist so weit ich weiß die größte Schere Europas und auch der Bagger wurde von der Firma inoffiziell umgebaut. Holländer sind da ganz weit vorn. Die Schere kommt aber außen nicht weiter, deswegen auch die Fräse.


15.01.2011 11:13    |    game-junkiez

Zitat:

Das ist so weit ich weiß die größte Schere Europas und auch der Bagger wurde von der Firma inoffiziell umgebaut. Holländer sind da ganz weit vorn. Die Schere kommt aber außen nicht weiter, deswegen auch die Fräse.

Jetzt wird mir auch bewußt warum Frankfurt die Bunker stehen lässt;)

 

Die Vorderseite/Rückseite des Hagener Bunkers finde ich übrigens sehr interessant ----> Mal schön eine Fassade draufgemalt ;) ----> Klick

 

Das mit der Fräse muss ja eine langwierige Arbeit sein:eek:

 

Viele Grüße

 

g-j:)


15.01.2011 14:32    |    B4-Rocker

Hey tino27, danke für deine NRW-Bunkerseite! :)

 

Ich bin dem Gamie noch was schuldig!!! :cool:

 

 

LG! :cool:


15.01.2011 14:35    |    game-junkiez

Zitat:

Ich bin dem Gamie noch was schuldig!!! :cool:

Feixtanzend im Kreis spring:cool:

 

Freu mich drauf:)

 

Viele Grüße

 

g-j:)


15.01.2011 14:51    |    B4-Rocker

Wenn es draußen bald ein wenig gemütlicher wird dann begebe ich mich auf Expedition! :)

 

Habe ja auch tierische Begleitung dabei,....ähh..ich meine unseren Rüden! :D

 

 

LG! :cool:


15.01.2011 15:11    |    game-junkiez

Zitat:

Wenn es draußen bald ein wenig gemütlicher wird dann begebe ich mich auf Expedition! :)

Gemach... nur keine Hektik, bin selbst momentan nicht besonderst aktiv.... obwohl, die Woche war ich fleißig;)

 

Viele Grüße

 

g-j:)

 

Hier einen Vorgeschmack auf das kommende Objekt das wirklich "Lost" ist;)


Bild

15.01.2011 15:15    |    B4-Rocker

Interessant....hat was von SAW!!! :cool:

 

 

LG! :cool:


15.01.2011 15:27    |    game-junkiez

Was solls,

 

Einer geht noch;)

 

Viele Grüße

 

g-j:)


Bild

15.01.2011 15:39    |    B4-Rocker

Jetzt hat es was von SAW und S/M! :eek::D

 

 

LG! :cool:


15.01.2011 15:53    |    game-junkiez

Industriekultur since 1912 mehr wird aber noch nicht verraten;)

 

Viele Grüße

 

g-j:)


15.01.2011 15:59    |    B4-Rocker

Diese Bauwerke sind aus vielerlei Hinsicht interessant, die architektonische sowie die geschichtliche mit ihren Hintergründen und natürlich auch die etwaigen Gerüchte die sich daraus ergaben! :)

 

Der Geruch und die Atmophäre vor Ort haben teilweise sowas morbides an sich....! :cool:

 

 

LG! :cool:


15.01.2011 16:04    |    mutch72

Hab letzte Woche mal ne Reportage gesehn wo drüber berichtet worden ist daß in den 60er Jahren und früher bei den Gebäuden noch nicht auf ne Wärmeschutzdämmung geachtet worden ist. Ich glaub der Bunker da ist ne unbeabsichtigte Ausnahme :)


17.01.2011 08:53    |    game-junkiez

Hier noch was zur Technik und dem Ausbau des Bunkers in der Frankfurter Schmidtstr. (Quelle : bunko.net) :

 

Zitat:

Über das rein Funktionale und Zweckmäßige der Anlage hinaus waren wir überrascht von der Technik im Innern. Stromaggregate, Luftschächte in jeden Raum zur Versorgung mit Frischluft und Wärme und zur Sicherung der Gründlichkeit 2 Sanitärbereichen pro Etage mitTrinkwasser und seperater Notwasserversorgung. So solide und gründlich,ein Bunker sollte wohl auch 1000 Jahre stehen.

oder

 

Zitat:

Die wohl spektakulärste Aktion während des Umbaus bestand zweifels ohne darin, in die 2m dicke Stahlbetonwand im hinteren Treppenhaus eine Festeröffnung zu installieren. Bevor die Mannschaft mit schwerem Kernbohrgerät anrücken konnte mußte zuvor noch ein 1500 Liter Wassertank aus dem 2. Weltkrieg entfernt werden. Nach Aussage unseres 1. Vorsitzenden sollte sich kein Wasser mehr in dem Tank befinden, was sich jedoch beim Abriss als falsch herausstellte. Tausende Liter Brakwasser platzen ins Treppenhaus hinunter was eine ganz schöne Sauerei war. Die Wand war nun freigelegt und das Grät zur Kernbohrung konnte installiert werden. Tagelang frästen sich die Ketten, die mit Wasser geschmiert wurden, durch den Stahlbeton. Das Wasser, dass an der Außenfassade ablaufen sollte suchte sich blöderweise seinen Weg geradewegs in einen Lüftungsschacht eines Proberaumes im 1.Stockwerk und wurde leider erst bemerkt als dieser zu Hälfte vollgelaufen war.

 

Nach dem Sägen des Betonquaders wurde dieser von innen nach außen geschoben und draußen von einem riesigen Kran mit Ketten und Seilen aufgefangen und mittels einer Mule abtransportiert.

Viele Grüße

 

g-j:)


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