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andyrx

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03.03.2010 15:50    |    andyrx    |    Kommentare (71)    |   Stichworte: A4, Audi, Hund, Lebensfilm, Tod, Todesangst, Trauma, Unfall

solche Pics mögen da manchen Vorschweben
Solche Pics mögen da manchen Vorschweben

Hallo Motortalker,

 

 

 

keine leichte Kost heute,aber dennoch interessant und auch spannend:cool:

 

 

habe gestern eine Sendung im ZDF gesehen (37 Grad) die zum Thema hatte traumatische Folgen bei Soldaten

nach Afghanistan Einsatz---> ein Soldat hatte sein Bein verloren war aber mental noch gut beisammen,der andere Soldat hatte echte psychische Folgen und Probleme...war aber körperlich unversehrt.

 

um letzteren geht es hier;)

 

er beschrieb Todesangst im Rahmen seiner Therapie,wenn die Raketen in unmittelbarer Nähe einschlugen oder ein Selbstmord Attentäter sich in der Nähe in die Luft sprengte das quasi ein ''Lebensfilm'' ablief in ungeheuren Tempo....und er diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

 

diesen ''Lebens Film ablaufen sehen'' habe ich auch schon erlebt,als ich vor ca. 14 Jahren mit meinem damaligen AUDI einen schweren Autounfall hatte...:eek:

 

 

Ich war in einer hellen Mondnacht und eisigen -10 Grad aber klaren trockenen Wetter auf der BAB -A29 unterwegs und mir lief nachts ein 40 Kilo Hund vor Auto (der war von einem Bauernhof geflüchtet und unter dem Autobahnzahn geschlüpft) der Hund war auf der rechten Fahrbahn und ich wechselte nach links auf die Überholspur,der Hund auch...und bumm:o

 

Das Auto (damals ein Audi A4 erste Generation) drehte sich darauf hin 3x über 25 Meter an der Leitplanke entlang und als er wieder auf geradeaus zeigte steuerte ich ihn auf den Standstreifen und stellte den Trümmerhaufen ab und alarmierte die Polizei via Handy.

 

Ja und auch ich hatte via Kopfkino den Lebensfilm gesehen,in rasender Geschwindigkeit spulte sich mein ganzes Leben ab,Kindheitserlebnisse,Ärger,Freude,Freunde,Beruf,Menschen,Dinge die ich noch vor hatte,die Geburt meiner Tochter so ziemlich alles was einen in den aufgelaufenen 35 Jahren damals so beschäftigt hat lief wie ein Kurzfilm in rasender Geschwindigkeit ab,unglaublich was das Gehirn in kürzester Zeit von der Festplatte abrufen kann.

 

Dinge die man wohl nur unter dem Adrenalinstoß zusammen bekommt,hätte ich diese Erinnungen bewusst aneinandereihen wollen hätte ich wohl eine Woche Meditation oder Trance gebraucht,hier dauerte es eventuell nur 5-10 Sekunden (ich weiss nicht genau wie lange diese 3 Umdrehungen des Auto gedauert haben) ....Ich war körperlich völlig unversehrt,das Auto Totalschaden vorne und hinten 1 Meter kürzer und alles Scheiben sind zerborsten gewesen.

 

am nächsten Tag bin ich mit einem Leihwagen (BMW 320i) dort an der Stelle ebenfalls mit 200km/h vorbeigefahren um eben keine Traumafolgen zu riskieren und es war für mich auch kein Problem,auch der Unfall hat mich nicht weiter belastet oder tangiert....er war aus meiner Sicht auch unvermeidlich und könnte jeden Tag wieder passieren.

 

Der beschriebene ''Lebensfilm'' erschreckte mich auch nicht sehr oder war jetzt extrem unangenehm,es war aber für mich ein seltsames Gefühl unterbewusst (ohne eigene Steuerung) soviel Informationen und Datenfluss in kürzester Zeit zu durchlaufen,und ich stellte mir die Frage warum ich gerade dies alles vorgespielt bekam:confused:

 

Ich hoffe ich hab das jetzt anschaulich beschrieben und bin einfach mal neugierig ob ihr ähnliches kennt oder erlebt habt wo man diesen ''Lebensfilm'' auch schon gesehen oder erlebt hat....??

 

wie gesagt blieb das für mich mental folgenlos und ich bin eine Frohnatur davor gewesen und bin es auch heute noch....:p

 

Der Hund war im übrigen in 1000 Stücken verteilt im Motorraum zu finden (ich dachte damals es wäre ein Reh gewesen) bis der Polizist sagte er habe Stücke eines massiven Gliederkettenhalsbandes befunden und eine Pfote die nicht von einem Reh stammte....die Steuermarke war abr nicht zu finden,der Bauer meldete seinen Hund aber 3 Tage später vermisst und so wurde der Schaden von damals 60.000.- DM über die Haftpflicht des Hundehalters reguliert;)

 

Autofahren bedingt nun mal auch dem Risiko eine Unfalls ausgesetzt zu sein,deshalb ist es gut wenn einen diese Erlebnisse nicht auf Dauer belasten....und ich denke ich habe das Glück gehabt weder körperlich noch seelisch irgendwelche Folgen zu beklagen haben,wer das nicht mehr los wird steigt wahrscheinlich nicht mehr gerne in ein Auto.

 

feedback oder Erfahrungen dazu..??

 

schreib es auf:;)

 

 

mfg Andy


04.03.2010 13:25    |    andyrx

was damals im Unfallgeschehen im übrigen sehr unangenehm war und auch einen Teil dieser Todesangst förderte war das Aufschaukeln des Wagen....der mit schmalen Winterreifen (ich glaub 185 oder 195/65r15) und dem komfortablen Serienfahrwerk ausgerüstet war.

 

ich hatte das Gefühl er überschlägt sich jeden Moment und diese Instabilität um die Hochachse lies einen Überschlag erahnen...deshalb fahre ich meine seitdem Audi nur noch mit Sportfahrwerk (S-Line) und der maximalen ab Werk erhältlichen Reifenbreite....also kein Tuning aber das was ab Werk möglich ist,wird auch geordert.

 

Dieses Gefühl kippt der nun oder nicht war extrem furchteinflössend und mit die Ursache für solche Unmengen an Adrenalin die den Ablauf eines solchen Lebensfilms erst in Gang bringen:eek:

 

mfg Andy

04.03.2010 13:54    |    Duftbaumdeuter15101

dieses gefühl beim aufschaukeln kann ich leider nur bestätigen, in diesem moment kams mir so vor, als ob ich nichts tun kann, der schrecken und schock bzw auch angst davor sich zu überschlagen, dabei noch den gegenverkehr im auge zu haben war irgendwie fesselnd...irgendwie lähmend, doch trotzdem hat man parallel zu diesem gefühl eine ganze menge unternommen, das es nicht im desaster endet, und man den gegenverkehr noch mit reinzieht oder man sich eben überschlägt...und mit dem 42 jahre alten käfer wars erstmal höllisch schwer irgendwie zu versuchen dass nichts mehr passiert, gleichzeitig drengt noch das gefühl/angst, zu wissen dass man sich nicht in dem sichersten gefährt aufhält

04.03.2010 14:46    |    Dr Seltsam

Ich kenn das teilweise auch. Ich hab mal in Köln bei regennasser Fahrbahn eine Ölspur erwischt die schönerweise noch in einer 90 Grad Kurve war. Die ganze Aktion vom ersten drehen bis zum weiterfahren kann keine 30 Sekunden gedauert haben weil 200 M hinter mir einer war der auch nach der Aktion noch knapp hinter mir war, aber mir kams vor wie eine Ewigkeit. Alles wurde aufeinmal langsam, ich hab nur noch gemerkt wie plötzlich "die Welt" nach links weg dreht, wie ich versucht habe gegenzusteuern und der Wagen sich immer mehr um seine eigne Achse gedreht hat bis ich hinterher mich fast einmal komplett um 360 Grad gedreht hatte.

Und dann, als der Wagen stand, fast als hätte jemand den Erdball wieder auf alte Geschwindigkeit beschleunigt, als würde einen die Zeit wieder einholen.

04.03.2010 15:12    |    andyrx

dieser Moment zwischen Himmel und Hölle erscheint einem wie einem wirklich wie eine Ewigkeit...wohl auch deshalb weil man diese quälende Ungewissheit was nun wird,als extrem belastend empfindet;)

 

mfg Andy

04.03.2010 19:36    |    Standspurpirat30156

Ja, die Zeit läuft dann schon irgendwie langsamer, aber ich hatte irgendwie während des Gefühls der totalen Leere zwischen Himmel und Hölle auch ein sehr starkes Gefühl, dass es gut gehen würde....vielleicht gab's auch deswegen keinen "Film". Was es ja dann auch tat, also gutgehen, aber auf extrem wundersame Weise...wir kamen/plumpsten mit jenem durchsackenden Flugzeug unten aus den Wolken raus, knapp über'm Boden und eine Landebahn war just paar 100 Meter um die Ecke. Navigiert hatte der Pilot da nicht mehr, der blickte wohl schon ne Weile nicht mehr durch orientierungsmäßig, das Ding wäre hart gelandet, worauf auch immer, aber genau dort, unweigerlich...mein "zweiter" Geburtstag an einem Karfreitag.

Ich war dann schon etwas andächtig, als wir kurz danach mit wackelnden Knien heißen Kaffee schlürften....aber Tags drauf war's eigentlich schon vergessen, also nicht vergessen, aber kein Trauma-Drama oder so, war ja niemandem was passiert...naja, knapp daneben ist eben auch vorbei...

....Oder der Pilot hatte ein GPS am Handgelenk, was es damals noch lange nicht gab.....twilight zone....

 

@GolfOma: Danke für die Erläuterungen, aber jetzt sollen die Savants diese riesigen Datenmengen, die sie offenbar im Kopf haben, auch noch "zippen" können...jessaes:D:D...also wenn ich da so an die Kreidestraßenmaler in verschiedensten Fußgängerzonen der Welt denke, die können den Leonardo-Schinken sogar "unzippen" und dann in Rekordzeit auf's Pflaster malen....Ich weiß schon wie's gemeint ist, das Telefonbuch im Kopf belastet wohl auch irgendwo, aber ich glaube eigentlich, dass es - gelinde gesagt - sehr unfair von der Gesellschaft ist, ihre Genies als "behindert" zu bezeichnen....das ist eigentlich auch typisch für's "Psycho-Geschäft", dass nicht selten weniger Intelligente mitunter auch neidzerfressen oft viel Intelligentere als geisteskrank bezeichnen und mit viel Gewalt "therapieren". Und von Leuten, die anderen Leuten im Kopf rumstochern, vielleicht weil's gegen Fußpilz helfen soll, halte ich gar nix, das sollen die mal schön im Selbstversuch machen, ihre Hirn-"Forschung", wo doch noch keine alte Sau auch nur ne blasse Ahnung hat, wie's Bioglibbercomputerle funktioniert. Drin rumstochern und popeln und bisserl Strom draufgeben, das ist doch keine Forschung, das ist doch eher mittelalterlicher Sadismus (ach nee, der olle Humboldt machte das damals 1700selbigsmal ja nur mit Froschschenkeln...), das ist doch als ob einer versucht, mit ner Kreissäge und nem Eispickel rauszukriegen, wie ein Pentium-Prozessor funktioniert. Verzeihung für den Kraftausdruck....Ist die Psychologie wirklich schon über den Kindergarten-Stundenplan und Fangalenz-Hopser-Spielen für ausgebrannte Manager oder sonstwen hinausgekommen ?? Und von Biochemie (Biophysik wäre das wohl vielleicht eher...) haben sie doch alle erklärterweise selbst keine Ahnung....Details sind doch unwichtig....

....nur so als ironischer Denkanstoß, wirklich nicht bös gemeint, es gibt sicher auch Psychologen, die den Rüttlischwur, ach ne, den Hyppokrates-Eid ernst nehmen und wirklich helfen wollen....aber Hypnotiseure habe ich bisher nur im Zirkus gesehen, und da auch nur im Fernsehen....:confused::D

04.03.2010 20:05    |    andyrx

Psychologen und Psychiater gehören oftmals selbst auf die Couch:p

 

mfg Andy

05.03.2010 06:53    |    Standspurpirat16572

@Kawa_Harlekin, @andryx

...auch nicht bös' gemeint....

Aber da haste jetzt wohl wirklich nicht viel Einblick in die Materie...:D

Asperger  Autismus (und da in der Ecke sind auch die Savants angesiedelt mit ihren Sonderbegabungen),

haben oft schreckliche soziale Ängste, Phobien, sind ohne Ende gestresst in ungewohnten Situationen und müssen 

sich sehr stark abschirmen, um einigermaßen klar zu kommen. Da ist die "Genialität" teuer bezahlt. Wenn Du Kind reicher 

Leute, abgesichert und von Personal versorgt bist, mag das ja angehen. Aber wenn Du alleine in unserer Kultur klarkommen 

willst, dann nützt es Dir nichts, für andere eine "Jahrmarktsattraktion" zu sein, dann willst Du ohne Panik Brötchen holen gehen.

Es muß halt glückliche Umstände geben, in denen so jemand gut leben und seine Sonderbegabung nutzen kann.

 

Ich weiß ja nicht, was für mistige oder lächerliche Erfahrungen Du mit Psychologen u.ä. gemacht hast, ich kenne das Feld halt von seiner seriösen und ernsthaften Seite. Ich find' das immer schade, wenn man dauernd nur alte Zöpfe hin- und herschwenkt, wo's doch eigentlich so interessant sein könnte: und jaaaaa :rolleyes: das Fachgebiet zieht viele Kranke an, die dann  Psychologen/Psychiater und dergleichen werden. So macht auch jeder Alki am liebsten eine Kneipe auf.... Was sind denn das für Argumente:rolleyes:. Hab' weiter oben schon 'mal den Kopf geschüttelt, als ich las, es gäbe keine Psychosen... Wovon ich nichts weiß, das gibt's auch nicht? Nix für ungut, jetzt kommt meine Ironie:

 

Manchmal kommt mir das so vor wie bei den Schwulenwitzen: die, die am lautesten lachen und die meisten auf Lager haben, haben die fetteste Panik vor sich selbst.

(Und bitte, Anwesende natürlich ausgenommen:D) Meine Lebenserfahrung (auch beruflich) lehrt, wer am lautesten "Psychokacke" schreit, der hat's auch nötig...Also, ich mache gerne mit Euch Comedy und ziehe Leute durch den Kakao oder polemisiere 'rum (ich habe ein unerschöpfliches Lager an Psychowitzen), aber bitte nicht dauernd die Ebenen wechseln.

Gerade ist es mir auch in dem "Katholen-Thread" so ergangen. 

Ich will mir nämlich hier nicht wie "Schweinchen Schlau" oder sowas vorkommen, wenn ich Infos absondere, die zwar abgefragt werden,  aber eigentlich, da nicht gewünscht, als Spaß- oder Polemikvorlage dienen.

Also, ich denke, wir wollen hier ja Spaß haben und uns nicht Frust verpassen. Aber vielleicht bin ich ja zu minderbemittelt und 

"unflexibel", um in einer Männerdomäne die schnellen shifts zu raffen und mitzutalken. (Das war jetzt astreines Denglisch).

 

Also, Ihr Lieben, ich bin dann mal wieder weg und zieh' mir mein Amiforum rein und laß' mich von Republikanern mobben, weil ich Obama toll finde:D

GO

 

Ein Mann klagt seinem Psychiater:

"Seit Wochen bin ich von dem Gedanken besessen, mein Geschlechtsteil in den

Gurkenschneider zu stecken. Ich träumte davon, dann konnte ich nicht mehr schlafen.

In der Gurkenfabrik konnte ich mich auf nichts mehr konzentrieren. Ich dachte immer

nur an das Eine. Gestern habe ich es getan!"

"Mein Gott", stöhnt der Arzt.

"Und was geschah?"

"Mir wurde sofort gekündigt."

"Und der Gurkenschneider?"

"Der ist natürlich auch entlassen worden!"

05.03.2010 08:40    |    Standspurpirat30156

Wollte nicht polemisieren, pardon, wenn's so rüberkam. Nur halt ironische Denkanstöße geben, das "Danke für die Erläuterungen" war aber durchaus wörtlich, nicht ironisch gemeint.

Ich finde nur, der Spaß hört auf, wenn meiner bescheidenen Meinung nach "Irre" anderen Leuten wegen vergleichsweise harmloser Dinge im Kopf rumbohren, um mit Elektroden deren Verhalten/Stimmung sonstwas steuern zu wollen - as seen on TV (vielleicht war's ja ne "Ente", wirkte aber sehr ernst geplant...:eek::confused::confused::eek:...) - wozu diese "Ärzte" offenbar nicht wirklich ihr Hyppokrates-Eid bewegt, sondern wohl eher ein frustrierter, und wohl bisserl "frankensteinischer" Forscherdrang.

Von Autismus habe ich wirklich null Ahnung, dafür rede ich wohl zuviel:D,

ich weiß nur, dass ich mal in einer Wohnsiedlung, wo Autisten lebten, nach dem Weg fragte, weil ich mich in der mir völlig fremden Stadt verlaufen hatte, und mir dort ein Jugendlicher - wie ein Wasserfall redend - den Weg wies...war wohl kein Autist, oder vielleicht nicht zu jedem....:p

Gruß

PS: Die Charikatur im Anhang ist ja sehr nett:D, aber wer sagt die Spruchblase ? Der Ehemann, die Ehefrau oder der Psychologe :D???

05.03.2010 09:38    |    andyrx

Moin

 

ich war noch nie bei einem Psychologen,aber meine Ex-Frau und leider war danach nix mehr wie vorher und die Scheidung lies nicht lange auf sich warten....das war bisher meine einzige Erfahrung zu diesem Branche:rolleyes:

 

mfg Andy

05.03.2010 21:32    |    nicetiger19

"zitat"

 

sehr interessanter artikel andy,

 

aber es schockiert mich, dass es menschen gibt, die nicht an psychosen glauben

es ist erwiesen, dass psychosen aufgrund einer stoffwechselstörung im gehirn auftreten(!), und daher ist es dem Betroffenen nicht möglich zu entscheiden ob er an diesen "Zustand" glaubt oder nicht, er ist der Qual schlichtweg ausgesetzt!

 

vg andy

 

 

 

Dito bin Krankenpfleger und hab auch ne Zeit lang auf der Psychiatrie gearbeitet ;)

Das sagen Leute die keine Ahnung von der Materie haben was auch nicht weiter schlimm ist wenn sie sich belehren lassen

 

Grüße Sven

05.03.2010 23:38    |    andyrx

ich glaube auch das Betroffene selbst gar nicht recht bemerken was los ist und die Hilfestellung oder der Hinweis meist von aussen kommen muss....zumal dies wohl auch ein recht intimer Bereich ist wo die Menschen ungerne drüber sprechen möchten;)

 

mfg Andy

06.03.2010 00:36    |    nicetiger19

Ja sowas ist halt immer noch ein Tabuthema in der Gesellschaft hat schon fast etwas von der Doppelmoral der Amis

 

 

Grüße Sven

06.03.2010 00:44    |    andyrx

habe zu dem Topic auch nochmal diesen Artikel gefunden;)

 

Auszug-->

 

Die subjektive Todesgewissheit kontrastiert mit einem objektiven Befund: Die meisten Betroffenen befinden sich im Moment ihres Erlebnisses körperlich gar nicht in Todesnähe. Hubert Knoblauch hat Ende der neunziger Jahre eine repräsentative Untersuchung in Deutschland gemacht. Resultat: Gut vier Prozent aller Deutschen haben schon einmal ein Nahtod-Erlebnis gehabt (auf die Schweiz umgerechnet ergäbe das 300000 Betroffene). Aber: Nur jeder Zweite hat sich dabei wirklich in lebensgefährlichem Zustand befunden. Es gibt sogar Berichte von Nahtod-Erfahrungen bei völliger körperlicher Unversehrtheit – etwa von Bergsteigern, die bei Abstürzen unverletzt im Seil landen. Entscheidend für eine Nahtod-Erfahrung ist also nicht die körperliche, sondern die «geistige Todesnähe», wie es Hubert Knoblauch formuliert: die Überzeugung, jetzt zu sterben.

 

Die Ursache für Nahtod-Erlebnisse ist also nicht der Sterbeprozess – und umgekehrt führt körperliche Todesnähe längst nicht immer zu Nahtod-Erlebnissen. Gerhard Roth, Direktor des Hirnforschungsinstituts der Universität Bremen und promovierter Philosoph, zieht daraus den Schluss, dass Nahtod-Erfahrungen «ursächlich mit dem Tod überhaupt nichts zu tun haben». Vielmehr beruhten sie auf schweren Beeinträchtigungen des Gehirns, verursacht durch Kopfverletzungen, Sauerstoffmangel oder Hormon-überdosis, einem gehirnphysiologischen Aus- nahmezustand gewissermassen, den man zum Beispiel auch durch Drogen oder Meditation herbeiführen könne. Die häufigsten Auslöser seien jedoch schockartige Erlebnisse: Autounfälle, Ertrinken, Erdrosselung oder Herzinfarkte. «Mir ist kein einziger Fall bekannt von Nahtod-Erlebnissen bei langsam fortschreitender Erkrankung», sagt Gerhard Roth.

 

Quelle--> http://www.weltwoche.ch/.../artikel-2005-23-eben-nach-dem-tod.html

 

 

mfg Andy

06.03.2010 00:53    |    andyrx

und hier auch noch mal solche eine anschauliche Beschreibung:cool:

 

--> http://wapedia.mobi/de/Nahtod-Erfahrung?t=3.

 

 

Als Fear-Death-Experiences werden Erfahrungen bezeichnet, die in lebensgefährlichen Situationen auftreten, oft ohne dass der Betroffene dabei verletzt wird. Das könnte man mit Todesangsterfahrung oder Todesfurchterfahrung übersetzen. Der Name ist irreführend, da die Betroffenen zwar damit rechneten zu sterben, aber oft angeben, keinerlei Angst empfunden zu haben. Es gibt keine exakte Statistik zu den einzelnen Elementen der Fear-Death-Experiences, jedoch scheinen deutlich weniger Erfahrungen mit dem Lichtwesen, Tunnelerfahrungen, Begegnungen mit feinstofflichen Wesen und Präkognitionen aufzutreten, als in Nahtodeserfahrungen. Veränderungen von Zeit und Raum, besonders das Gefühl, dass alles in Zeitlupe abläuft, ist in der Fear-Death-Experience deutlich häufiger als in der Nahtodes-Erfahrung erkennbar.[G 1][M 3]

 

Während für die beiden anderen Erfahrungstypen kein biologischer Auslöser eindeutig nachzuweisen ist, wird die Fear-Death-Experience eindeutig durch die Erkenntnis des Betroffenen ausgelöst, dass er in Lebensgefahr schwebt. Dies führt zu einer maximalen Aktivierung des Körper mit erhöhter Reaktionsgeschwindigkeit, die subjektiv als Zeitlupenphänomen erlebt wird.[Sa 1]

 

Bericht eines Bergunfalls von Heim bei einer Bergtour in den Schweizer Alpen. Er stürzte in einen steilen Schneecouloir, flog über einen Felsen hinaus, ungefähr zwanzig Meter frei durch die Luft und landete dann auf einer Schneekante. "Sofort, wie ich stürzte, sah ich ein, dass ich nun an den Fels geworfen werden müsse und erwartete den Anprall. Ich grub mit den gekrallten Fingern in den Schnee, um zu bremsen, und riss mir dadurch alle Fingerspitzen blutig, ohne Schmerz zu empfinden. Ich hörte genau das Anschlagen meines Kopfes und Rückens an jeder Ecke des Felsens, und ich hörte den dumpfen Schlag, als ich unten auffiel. Schmerzen aber empfand ich erst etwa nach einer Stunde. Während des Fallens stellte sich die erwähnte Gedankenflut ein. Was ich in fünf bis zehn Sekunden gedacht und gefühlt habe, lässt sich in zehnmal mehr Minuten nicht erzählen. Alle Gedanken und Vorstellungen waren zusammenhängend und sehr klar, keineswegs traumhaft verwischt. Zunächst übersah ich die Möglichkeiten meines Schicksals und sagte mir: Der Felskopf, über den ich nächstens hinausgeworfen werde, fällt unten offenbar als steile Wand ab, denn er verdeckte den unten folgenden Boden für den Blick; es kommt nun ganz darauf an, ob unter der Felswand noch Schnee liegt. Wenn dies der Fall ist, so wird der Schnee von der Wand abgeschmolzen sein und eine Kante bilden. Falle ich auf die Schneekante, so kann ich mit dem Leben davonkommen, ist aber unten kein Schnee mehr, so stürze ich ohne Zweifel in Felsschutt hinab, und dann ist bei dieser Sturzgeschwindigkeit der Tod ganz unvermeidlich. Bin ich unten nicht tot und nicht bewusstlos, so muss ich sofort nach dem kleinen Fläschchen Essigäther greifen, das ich beim Weggehen auf dem Säntis nicht mehr in die Tornisterapotheke geborgen, sondern nur in die Westentasche gesteckt habe, und davon einige Tropfen auf die Zunge nehmen. Den Stock will ich nicht gehen lassen, vielleicht kann er mir noch nützen. Ich behielt ihn dann auch fest in der Hand. Ich dachte daran, die Brille wegzunehmen und fortzuwerfen, damit mir nicht etwa ihre Splitter die Augen verletzen, allein ich wurde derart geworfen und geschleudert, dass ich der Bewegung meiner Hände hierfür nicht mächtig werden konnte.

 

Eine andere Gedanken- und Vorstellungsgruppe betraf die Folgen meines Sturzes für die Hinterbliebenen. Ich sagte mir, dass ich, unten angekommen, gleichgültig, ob ich schwer verletzt sei oder nicht, jedenfalls, wenn immer möglich, sofort aus Leibeskräften rufen müsse: 'Es hat mir gar nichts getan!' damit meine Begleiter, darunter mein Bruder und drei Freunde, aus dem Schrecken sich so weit aufraffen könnten, um überhaupt den ziemlich schwierigen Abstieg zu mir herab zu Stande zu bringen. Ich dachte daran, dass ich nun meine auf fünf Tage später angekündigte Antrittsvorlesung als Privatdozent jedenfalls nicht halten könne. Ich übersah, wie die Nachricht meines Todes bei den Meinigen eintraf und tröstete sie in Gedanken. Dann sah ich, wie auf einer Bühne aus einiger Entfernung, mein ganzes vergangenes Leben in zahlreichen Bildern sich abspielen. Ich sah mich selbst als die spielende Hauptperson.

 

 

mfg Andy

06.03.2010 12:00    |    Faltenbalg30656

Zitat:

Dito bin Krankenpfleger und hab auch ne Zeit lang auf der Psychiatrie gearbeitet ;)

 

Das sagen Leute die keine Ahnung von der Materie haben was auch nicht weiter schlimm ist wenn sie sich belehren lassen

Fakt ist auch: Ich kenne jemanden, der total klar im Kopf war, aber monate lang in einer Psychatrie fest gehalten wurde. Gegen den eigenen willen. Die meisten Ärtze und Psychologen die ich da so kennen gelernt habe, waren die, die am meisten kaputt waren. Entschuldige also bitte, dass ich von Psychologie nicht so viel halte.

 

Natürlich kann man ein Trauma oder eine Psychose haben. Doch man kann sich meiner Meinung nach in 90 % der Fälle von selbst erholen, wenn man nur will.

 

Meine Aussage bezog sich auch weniger auf schwer kranke Menschen (Autismus, Chorea Huntington, etc. - mir ist klar, dass man da keine Wahl hat). Ich bezog mich explizit auf Depressionen. Wie hieß es neulich doch: "20 % aller deutschen sind depressiv". Sorry, aber wenn ich sowas höre. Wer gesund ist, und trotzdem nicht des Lebens froh, ist meiner Meinung nach nicht "krank", sondern selber Schuld, faul und verachtend - den Menschen gegenüber, die die Wahl nicht wirklich haben, die blind, verkrüppelt, etc. sind. Verachtend, den Menschen gegenüber, die die halbe Famile an den Gevatter Hungertod verloren haben. Ich habe für Leute im reichen Westen, die Tag für Tag über Depressionen klagen, aber doch keine Gebrechen haben, keinelei Verständnis.

 

Was natürlich nicht heißt, dass ich in einer heilen Welt aufgewachsen. Tod, Krankheit und Leid, wer kennt das nicht?

06.03.2010 12:04    |    Faltenbalg30656

Zitat:

hat schon fast etwas von der Doppelmoral der Amis

Oder auch der der deutschen....:rolleyes:

 

Sagt dir Chauvinismus was?

06.03.2010 15:24    |    nicetiger19

Hi

 

JKL05 meine Aussage war auch nicht auf dich bezogen ich gebe dir sogar zum Teil Recht es sind viele die einfach nicht zu schätzen wissen was sie haben und tatsächlich selbst Schuld sind.

und auch viele die nur Simulieren oft wegen BU Ansprüchen oder anderen Versicherungsrechtlichen Angelegenheiten aber man kann ihnen nicht beikommen (leider)

 

Es wird auch viel Schmu getrieben unter dem Deckmäntelchen der Psychiatrie und das bleibt auch so den das Wesen und der Geist sind nunmal nicht Greifbar (noch nicht)(zum Glück)

 

Das mit deinem Bekannten tut mir Leid habe solche Erfahrungen auch schon gesammelt da bleibt den Betroffenen oft nur der Klageweg was sich allerdings lange zieht und oft zu nichts führt

 

Das sind auch Gründe warum ich auf Intensiv gewechselt bin ist bei weitem nicht so "Schwammig" und man Hilft wirklich

 

Grüße Sven

10.03.2010 17:34    |    taue2512

Bei mir waren es zwei einschneidende Erlebnisse, eigentlich 3 bei denen ich mich an solche Dinge erinnern kann:

 

Mit 14 Jahren machte ich eine Segelflugausbildung, bei einem der ersten Alleinflüge kam ich etwas zu tief zum Platz zurück und auf einmal mußte man sich fast kneifen: Die sehr nahen Baumwipfel versetzen den Kopf in ein "Alarmzustand", alle äußeren Eindrücke wirkten fast surreal und verlangsamt. Das war fast so als ob man sich sagen mußte: "Hey, keine Scheisse jetzt - das ist kein Computersimulator, das macht richtig Aua wenn man in den Wipfeln hängen bleibt". Ich weiss nicht wie oder warum, ich handelte nur noch instinktiv und konnte mich gerade noch auf die Landepiste rüberretten. Nach der Landung brauchte ich erstmal ein paar Minuten, um wieder klar im Kopf zu werden. 

 

Das zweite war ein Wohnungsbrand mit einem Todesopfer in meinem näheren Bekanntenkreis: Ich erhielt auf Arbeit nur einen Anruf das ich schnell in eine rund 70km entfernte Stadt kommen sollte, ohne weitere genaue Informationen warum und wieso. Gut 50 km entfernt "roch" ich etwas Verbranntes auf der Autobahn bei offenem Schiebedach und sah auf einmal das Gesicht einer Person vor meinen Augen und als ich in die Zielstrasse einbog, sah ich nur noch den Leichenwagen (die entsprechende Person lag hinten drin) wegfahren.

 

Meinen eigenen "Lebensfilm" habe ich gesehen als ich vor einiger Zeit im Mittelmeer tauchen war, das war der Aufbaukurs (PADI Deep Diver) für den PADI Advanced Open Water Kurs bei einer renomierten spanischen Tauchschule vor Rosas (Iles Medes). Das ging damals runter bis auf fast 65m mit Nitrox (36/64) als mein Oktopus auf einmal zicken machte und nur noch ein unzureichendes Volumen ablieferte. Obwohl ich selbstverständlich vor dem Tauchgang das Backup-System geprüft hatte, kam in dieser Situation dort jedenfalls gar nichts mehr raus. Erster Gedanke: Scheisse! Danach kam dann sowas wie ein "Lebensfilm", wobei bei mir persönlich weniger erlebtes durch den Kopf schoss. Es war mehr so in die Richtung: "Was passiert wenn Du nicht mehr da bist"? Ein Blick nach oben zur Wasseroberfläche, sich langsam einstellende Panik, Atemreduktion - ruhig bleiben und ganz langsamer Aufstieg mit deutlich reduzierter Deko.

10.03.2010 23:04    |    andyrx

@taue

 

 

diese Szenarien des Ertrinkens sind für mich mit die allerschrecklichsten die ich mir vorstellen kann....alleine der Gedanke eines solche qualvollen Kampfes lässt mich erschauern:eek:

 

bin kein ängstlicher Mensch und kann auch gut schwimmen,aber das Szenario ist für mich das grausamste...:o

 

mfg Andy

10.03.2010 23:13    |    alexanderschiller

Stimmt, so ein Tod wie ertrinken oder verbrennen ist schon qualvoll.

 

Ich persönlich hab vom Tod keine Angst, nur vom Sterben selbst hab Ich schiss!

 

Hoffentlich geht das so schnell das man das nicht mitkriegt, so wie die Geburt auch:D

 

 

Mfg Alex

13.03.2010 11:12    |    hanspassat

Das sich die gesamte Umwelt verlangsamt wenn es zu einem solchen Schreckensszenario kommt, blieb mir schon vor meinem 18 Geburtstag im Herbst letzten Jahres nicht vorbehalten. Das prägt doch schon sehr stark.

Unter widrigsten Bedingungen (Regen, Dunkelheit,...) hab ich ein Vorfahrtsschild übersehen und fuhr mit bald schon Schritttempo direkt in die Vorfahrtsstraße innerorts ein. Von rechts kam wer, den ich dann auch gesehen hab. Aber die Zeit blieb scheinbar stehen bis der Wagen einen halben Meter nach links versetzt, Kupplung und Bremse getreten, seine Ruheposition fand. Nach einem lauten "Schei**" erstmal gecheckt ob die Familie rechts im Auto Ok ist. Ausgestiegen und Lage gecheckt. Fotos gemacht, Daten ausgetauscht, Skizze angefertigt bis dann endlich die Polizei kam. Richtig bewusst wurde mir das erst später was noch alles hätte geschehen können. Wenn jemand von links bergab gekommen wäre mit vielleicht 70 Sachen - er hätte mich kaum rechtzeitig gesehen um noch so runterbremsen zu können... :eek:

 

Auto fahre ich wieder (hat viel Überzeugungsarbeit und ein paar Monate Zeit gekostet), aber wenn ich den Blog hier durchlese, wird einem doch direkt etwas anders. Selbst wenn man diesen Lebensfilm nicht gesehen hat.

 

Ich wünsche niemandem eine solche Erfahrung als Fahranfänger wie auch in der späteren Fahrerkarriere!

 

 

Gruß Hans

 

 

PS: Ich bin auch Taucher und hab selbst schon im Segelflugzeug gesessen. Aber Tauchen ist definitiv eine stärkere Grenzerfahrung. Nicht umsonst umfasst die Brevetierung Kapitelweise Umgang mit Verletzungen, Barotraumata, Dekompressionskrankheit und vielem mehr.

20.03.2010 11:09    |    Dr Seltsam

@ taue: Das mit der "Vorhersehung" kenn ich, wenn auch etwas harmloser. Defakto ists so, ich hab einen eisernen Grundsatz: Nie an Autobahntankstellen tanken weils dort immer scheissteuer ist. Außerdem weiß ich immer genau wieweit ich jetzt noch mit dem Sprit komm, den ich noch im Tank hab.

 

Vor zwei Jahren dann war ich mal wieder aufem Weg zur Schule, Sprit noch für die Schulstrecke + mindestens 20 KM Überschuss. Aufeinmal setz ich den Blinker, fahr rechts ran und tank an soner richtig sauteuren Autobahntanke. Ich hab mich noch beim bezahlen gefragt was das jetzt für ne Aktion war, aber dieser Drang jetzt ranzufahren und sofort zu tanken war übermächtig.

 

Später dann in Köln war vor mir ein Verkehrsstau, richtig übel. Wollte dann eine selbsterdachte Umleitung fahren und hab mich totall verfranst ins Kölner Umland weil ich mich damals noch nicht so in Kölle auskannte. Bin quer durch die Landschaft geeiert bevor ich dann mal wieder auf ne bekannte Straße kam. Beim Blick auf die KM-Uhr ist mir dann zum Schluss aufgefallen, hät ich nicht an der Autobahn getankt wär ich irgendwo unterwegs ohne Sprit liegengeblieben.

Schonallein weil ich in meiner Hektik nicht auf die Tankuhr geschaut hab und ich unterwegs keine einzige Tankstelle gesehen hab.

 

Woher wusste ich das ich heute so eine große Menge Extrasprit brauche bzw das ich mich verfahre und die Benzinuhr vollkommen ausem Blick verliere?! Es gab keine Radioansage über den Stau, keine Warnung in der Zeitung, der Tankvorgang passierte aus irgend einem Impuls den ich in meinen ganzen bisher gefahrnen 80.000 KM davor und danach nie wieder hatte.

27.03.2010 11:04    |    wolf24

Interessante Frage und erstaunlich viele auf gravierender Unkenntnis basierenden und Vorurteile, als auch unzulässige Verallgemeinerungen beinhaltende Antworten!

 

1. Die Psychologie gibt es so wenig, wie "die Medizin!"

2. Psychiatrie und klinische Psychologie unterscheidet sich hinsichtlich der Nosologie (Ursachenforschung), etwa so ähnlich, wie die Gruppe derer, die immer noch glauben, die Erde sei eine Scheibe und für Softwarefehler des Betriebssystem sei der Festplattenhersteller und nicht Bill  Gates verantwortlich und die Gruppe derer, die vom Paradigma, die Erde sei so was wie ne Kugel und die Software dann besser mal debuggen!

3. Die Psychologischen Wissenschaften sind für mich und jeden der sie tatsächlich studiert hat und über halb esoterischen oder auf mehr oder weniger populären, inzwischen längst entweder überholten mehr philosophisch spekulativen Schriften von Freud oder Jung oder Fromm oder Adler usw., rund 100 Jahren zurückliegenden "Erkenntnissen" basieren, hinausgehen, alleine deshalb die exaktesten Wissenschaften, weil wir wissen, daß unsere menschliche Wahrnehmung, das, was wir untersuchen, durchaus miteinbeflussen können! 

Bsp. die Wahrnehmungseffekte dieser ESCHER-Bilder oder Lehrerbeurteilungen /Noten, die selbst bei der vermeintlich objektiven Mathematik Notendifferenzen in Klassenarbeiten von plus/minus 2,5 ergeben, in Abhängigkeit vom Glauben des Lehrers, daß dieser Schüler Sohn eines Professors oder einer Prostituierten ist usw. usw.

 

Aus diesem Grunde sind immer bessere und ausgebufftere methodische und statistische Verfahren entwickelt worden, um eben den Faktor Mensch a) zu identifizieren und b) herauszurechnen! 

Es gibt defakto kein einziges Studium, nicht mal der Brückenwissenschaft Mathematik, das die Studenten derart mit Wissenschaftstheorie, Statistik, Empirie usw. quält.

 

4. Ein Psychiater hat möglicherweise nicht ein einziges Semester irgendeiner psychologischen Richtung, egal ob  Entwicklungs-, Lern,- Neuro- oder Persönlichkeitspsychologie oder oder oder studiert! Er hat seinen Facharzt nach rund 2 Jahren, davon einige Monate auf einer Neuroloige (=Hardware oder Elektrik)  und einige Monate in der Psychiatrie erhalten. Z.B. auf der Alkstation einer Landesnervenklinik, wo er bei einem Wochendurchlauf von 50 Patienten gerade mal im Minutentakt Aufnahme- oder Entlassungsgespräche führen muss. Wo und vor allem wann, soll der denn, noch großartig Weiterbildung in Sachen Psychotherpie machen?

 

5. Ein Psychologe hat zunächst mal durchschnittlich 6 1/2 Jahre studiert. Hat dann, selbst wenn auf klinische Psychologie spezialisiert, nicht mal, wie ein Mediziner, nach der selben Zeit, seine Approbation, sondern nur ein Diplom.

Dieses ist Vorausetzung, daß er nochmal 5 Jahre entweder berufsbegleitend oder 3 Jahre Vollzeit an einem Psychotherapieausbildungsinstitut verbringen darf, bis er endlich seine Approbation erhält.

Ich ärgre mich schon ein bisschen, wenn Psychotherapeuten, die so blöd waren, nicht einfach nur die prestige- und geldträchtige Medizinerkarriere und 300 Stunden "Weiterbildung" ohne vorherige psychologische Grundkenntnisse, in einen Topf mit diesen "Kollegen" geworfen werden.

M.E. sind es meist diese Schmalspur Nicht-psychologischen Psychotherapeuten (>Mediziner und Psychiater), die mangels tatsächlicher Erfahrungen, die Klischee bedienen!

 

 

Back to topic:

Als jemand der mit seiner Frau und 2 seiner 3 Kinder an Bord ne komplette Rolle vorwärts mit seinem PKW, absolvierte und als jemand der sich nach zwei Herzinfarkten, einmal nen Stent und einmal 3 By-pässe verpassen ließ, "man gönnt sich ja sonst nichts", kann ich die Filmgeschichte NICHT bestätigen.

 

Ich kann sie auch nicht bestätigen aus meiner Arbeit mit Traumapatienten!

 

Ich kann und will es aber auch nicht widerlegen! Denn die Art und Weise, wie eine zu einem Trauma führende Situation erlebt wird, ist tatsächlich sehr, sehr individuell.

 

Als sicher gilt jedoch eines: in der konkreten Gefahrensituation werden derart viele körpereigene "Opiate", Katecholamine, wie Dopamin, Serotonin, Adrenalin, Noradrenlain usw. ausgeschüttet, daß wir in einer solchen Situation evtl. nicht einmal den Schmerz eines Messers im Bauch spüren!

Wer hat denn noch nie mit dem Brotmesser sich ne Fingerkuppe an- oder abgeschnitten und ungläubig und verwundert seinen blutenden Finger betrachtet, bis erst oft einige Sekunden danach der Schmerz spürbar wird!

 

So gehe jetz einkaufen ... :)

 

Wolf24

28.03.2010 12:32    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

SUIZID/ Selbstmord mit dem Auto....oft fatale Folgen

 

[...] Ich denke mal dass dieses Szenario bei einer solchen Begegnung nicht ganz auszuschliessen ist:eek:

 

mfg Andy

[...]

 

Artikel lesen ...

28.03.2010 12:40    |    andyrx

@wolf24,

 

sorry wollte nicht pauschal eine ganze Berufsgruppe verunglimpfen,schwarze Schafe oder Dilettanten gibt es sicherlich in jeder Berufsgruppe......meine EX Frau war aber augenscheinlich bei solch einem Spezialisten,denn so manches was ich da erlebt habe lässt keinen anderen Schluss zu;)

 

um zur Ausgangsfrage/Erfahrung zurückzukommen....ich kann den Film definitiv beschreiben und hab ihn noch gut präsent wenn ich darüber nachdenke,zum Glück ist das aber nach kurzer Zeit aus meinem Bewusstsein verschwunden und war keine dauerhafte Belastung für mich,dass dies bei den Soldaten anders ist oder war ist sicherlich eine schwere Last die ich nicht tragen wollte,insofern habe ich wohl reichlich Glück gehabt oder ausserordentlich gut funktionierende Verdrängungsmechanismen;)

 

mfg Andy

28.03.2010 13:22    |    wolf24

Zitat Andy:

"sorry wollte nicht pauschal eine ganze Berufsgruppe verunglimpfen,schwarze Schafe oder Dilettanten gibt es sicherlich in jeder Berufsgruppe......meine EX Frau war aber augenscheinlich bei solch einem Spezialisten,denn so manches was ich da erlebt habe lässt keinen anderen Schluss zu;)

 

um zur Ausgangsfrage/Erfahrung zurückzukommen....ich kann den Film definitiv beschreiben und hab ihn noch gut präsent wenn ich darüber nachdenke,zum Glück ist das aber nach kurzer Zeit aus meinem Bewusstsein verschwunden und war keine dauerhafte Belastung für mich,dass dies bei den Soldaten anders ist oder war ist sicherlich eine schwere Last die ich nicht tragen wollte,insofern habe ich wohl reichlich Glück gehabt oder ausserordentlich gut funktionierende Verdrängungsmechanismen;)"

 

mfg Andy

 

Ich hatte von deinen Beiträgen auch nicht unbedingt den Eindruck, daß du pauschal ne Berufsgruppe verunglimpfen wolltest. Allerdings hatte ich einfach aufgrund einer Reihe einzelner Meinungen vd. Leute mal wieder festgestellt, daß für viele Leute, selbst bei manchen Hardware-Spezialisten, wie ich die Mediziner nenne, alles was mit PSY anfängt, ob nun Psychiater, Psychologe, Psychotherapeut und Mentalist oder Wahrsager oder sowie esoterische Wunderheiler (= man wundert sich, daß nur der Geldbeutel des Heilers gesunder wird) usw. in einen Topf geworfen wird!

 

Klar gibt es Kollegen und bestimmte Therapieverfahren die ich selbst, wenn ich, warum auch immer, auf der Schnauze liege, NIEMALS aufsuchen würde! Tatsache ist aber auch, daß die Hersteller eines Pharmakas von der Effizienz moderner, zeitgemäßer kognitiv verhaltenstherapeutischer Stressbewältigungs-, Angst- und Depressionstherapieen, nur träumen können. Welches Medikament erreicht schon eine Effizienz von um die 80 % iger Wahrscheinlichkeit der Wiederherstellung von Gesundheit?

 

Ich habe insofern die Notwendigkeit gesehen zu versuchen in die Klischees etwas mehr Sachinformation reinzubringen.

 

Und noch was interessantes: Im Mittelalter herrschte etwa die Gleiche Haltung wie heutzutage gegenüber psychischen Krankheiten, gegenüber körperlichen Erkrankungen! Körperlich Kranke waren Sünder, von Gott bestraft oder verhext und die Hexen wurden verbrannt! Ich bin ja froh, daß ich wenigstens nicht verbrannt werde, sondern die Leute mir so die Praxis einrennen, daß ich prinzipiell eine über 3/4-jährige Warteliste habe. 

 

Und noch was erfreuliches: Psychische Krankheiten sind nicht infektiös! Und "Verrückte" sind glücklicherweise verrückt genug zu glauben, sie seien die einzig Gesunden! :D (Was allerdings nicht den Umkehrschluß zulässt, daß jemand verrückt ist, nur weil er denkt, er sei nicht verrückt!) :D

 

Film ja, aber Filmthema, muss nicht zwingend der Lebensfilm sein! Ich könnte problemlos, meine abgelaufenen Filme anläßlich meines lebensgefährlichen Crashes, meiner Herzinfarkte, bestimmte anderer, erlebter Extremsituationen beim Notarztfahren, während des Studiums oder beim Taxijobben (Pistole an der Schläfe, Frau wird an ner Ampel, an der ich warte mit dem Taxi stehe, überfallen uvam.) in einem Buch darstellen. Ein Teil dieser Taxigeschichten habe ich übrigens, nachdem meine Märchenkenntnisse erschöpft waren, anstelle meinen Kindern zum Einschlafen erzählt.

 

Schreibe Dir doch mal deine Geschichte, incl. dem erfreulichen Überleben, zu dem ich Dich beglückwünsche, auf. Lese sie dann deinen Kindern oder deiner Holden oder Freunden vor. Schreibe sie dann ein Jahr später wieder auf und erzähle sie deinen Kindern wieder! Du machst insbesondere bei Kindern, rasch die Erfahrung, daß auch unser Gedächtnis nicht wie ein Tonband funktioniert, sondern sich im Laufe der Zeit modifiziert! (Deshalb ist z.B. die Gedächtnisrekonstruktion per Hypnose so problematisch! Möglicherweise indiziert der Hypnotiseur durch die Art und Weise seiner Hypnose bestimmte Antworten, die nur Ausdruck des Hypotiseurwissens darstellen und nichts über die tatsächlich gemachte, damalige Erfahrung darstellen!

 

Und noch ein Faktum: Glücklicherweise erleiden "nur" ein wesentlich kleinerer Teil, die Zahlen schwanken von immerhin 50 % bis hin zu 5 % aller Leute, die ne entsprechende Katastrophe erleben, ob nun Ramstein, nen Unfall oder ne Vergewaltigung oder Afghanistan oder den Irak oder Golfkrieg usw., tatsächlich ein Trauma! Nicht umsonst wird in den Diagnosekriterien erst von einem Trauma geredet, wenn nach einer bestimmten Zeit nach dem auslösenden Ereignis immer noch krankheitswerte Symptome auftreten!

 

Übrigens weist eine sehr interessante Studie zu diesem Thema darauf hin, daß Personen, die emotional über eine stabile, schützende Beziehung (Vater, Mutter, großer/kleiner Bruder/Schwester, Freund, Onkel, Tante, Opa, Oma ..) verfügen, definitiv weniger eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln! Auch dann wenn ansonsten alles beschissener, als beschissen ablief!

 

Eine PTBS ist glücklicherweise keine zwangsläufige Konsequenz auf eine erlebte Belastung! Auch dann nicht, wenn diese wirklich schlimm ist oder war!

 

Nach meinem Unfall wollte ich übrigens direkt selbst mit nem Mietwagen meine Family nachhause fahren. Weil aber meine Frau meuterte habe ich ihr zuliebe uns vom Taxi, die 50 km nachhause fahren lassen. Aber bereits am nächsten Tag, musste ich mich überwinden, mich in den Golf meiner Holden zu setzen. Es wäre insofern besser gewesen, ich wäre gleich

wieder gefahren!

 

 

Passt auf Euch ihr braucht mindestens euch selbst!

wolf24

28.03.2010 16:14    |    andyrx

Zitat:

Nach meinem Unfall wollte ich übrigens direkt selbst mit nem Mietwagen meine Family nachhause fahren. Weil aber meine Frau meuterte habe ich ihr zuliebe uns vom Taxi, die 50 km nachhause fahren lassen. Aber bereits am nächsten Tag, musste ich mich überwinden, mich in den Golf meiner Holden zu setzen. Es wäre insofern besser gewesen, ich wäre gleich

wieder gefahren!

eigentlich seltsam diese Denkmuster...:eek:

 

ich bin auch am nächsten Tag mit dem Mietwagen (BMW 320i) und rund 200km/h (freie Strecke) an der vom Vortag/Nacht von mir demolierten Leitplanke (ca. 30 Meter war die flachgelegt) vorbeigefahren.....weil viele mir erzählt hatten das wäre gut gegen falsche Gedanken;)

 

Es hat mir weder was ausgemacht noch hat es in mir besondere Glücksgefühle ausgelöst,ich bin halt dran vorbeigefahren und gut war es:cool:

 

mfg Andy

28.03.2010 17:47    |    wolf24

28.03.2010 16:14 | andyrx andyrx

"Zitat: Wolf24

Nach meinem Unfall wollte ich übrigens direkt selbst mit nem Mietwagen meine Family nachhause fahren. Weil aber meine Frau meuterte habe ich ihr zuliebe uns vom Taxi, die 50 km nachhause fahren lassen. Aber bereits am nächsten Tag, musste ich mich überwinden, mich in den Golf meiner Holden zu setzen. Es wäre insofern besser gewesen, ich wäre gleich

wieder gefahren!"

 

Zitat Andryrx:

"eigentlich seltsam diese Denkmuster...:eek:

 

ich bin auch am nächsten Tag mit dem Mietwagen (BMW 320i) und rund 200km/h (freie Strecke) an der vom Vortag/Nacht von mir demolierten Leitplanke (ca. 30 Meter war die flachgelegt) vorbeigefahren.....weil viele mir erzählt hatten das wäre gut gegen falsche Gedanken;)

 

Es hat mir weder was ausgemacht noch hat es in mir besondere Glücksgefühle ausgelöst,ich bin halt dran vorbeigefahren und gut war es:cool:

 

mfg Andy"

 

An der gleichen Stelle vorbeifahren, hätte mir kein Problem bereitet! Überleg mal, weshalb ein Turnierpferd, das vor nem Hinderniss meutert, sofort wieder über das Hindernis gezwungen wird! Es besteht die Gefahr, daß dann, wenn ein zui großer Zeitraum zw. Stress und -Bewältigung besteht, der Stressor nicht mehr bewältigt wird, weil die Vermeidung zumindestens kurzfristig angenehmer ist!

 

Und ich musste am nächsten Tag schon etwas mehr, als wünschenswert, in den Hintern treten ... . :D Aber letztlich war mir das natürlich auch einfach nur klar und deshalb auch kein Problem!

 

Und manchmal kommt es nicht auf die Erklärung, sondern auf das "do it", der 68er Generation an!

 

Gruß Wolf

12.07.2010 22:24    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

ein Alptraum für Ersthelfer bzw. Schock fürs Leben

 

[...] moin

 

als ich mal meinen Unfall hier beschrieben hab-->http://www.motor-talk.de/.../...ensfilm-schon-mal-erlebt-t2595298.html

 

 

war ich merkwürdigerweise ruhig und cool bis ans Herz bis ich alles elementare geregelt hatte,die [...]

 

Artikel lesen ...

07.01.2011 10:11    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

geniesse den Moment-->denn schnell kann alles vorbei sein.....

 

[...] wie es sich anfühlt wenn man dem Tod ins Auge blickt habe ich hier mal beschrieben--> Klick ;)

 

mfg Andy

[...]

 

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25.01.2011 21:21    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

weiches Taxi und robuste Frau--> 100 m Sturz überlebt

 

[...] @H1B

 

 

das kannst Du Dir so vorstellen--> Lebensfilm :eek:

 

mfg Andy

[...]

 

Artikel lesen ...

31.01.2011 13:23    |    Trackback

Kommentiert auf: Verkehr & Sicherheit:

 

Umfrage Tempolimit--> ja oder nein?

 

[...] was in diesem letzten Moment abläuft hab ich hier mal beschrieben--> Lebensfilm

 

das war auch eine schicksalhafte Begegnung die mir jeden Tag aufs neue passieren könnte....aber alles [...]

 

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Deine Antwort auf "Todesangst und ''Lebensfilm'' -->schon mal erlebt...??"

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