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andyrx

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03.03.2010 15:50    |    andyrx    |    Kommentare (71)    |   Stichworte: A4, Audi, Hund, Lebensfilm, Tod, Todesangst, Trauma, Unfall

solche Pics mögen da manchen Vorschweben
Solche Pics mögen da manchen Vorschweben

Hallo Motortalker,

 

 

 

keine leichte Kost heute,aber dennoch interessant und auch spannend:cool:

 

 

habe gestern eine Sendung im ZDF gesehen (37 Grad) die zum Thema hatte traumatische Folgen bei Soldaten

nach Afghanistan Einsatz---> ein Soldat hatte sein Bein verloren war aber mental noch gut beisammen,der andere Soldat hatte echte psychische Folgen und Probleme...war aber körperlich unversehrt.

 

um letzteren geht es hier;)

 

er beschrieb Todesangst im Rahmen seiner Therapie,wenn die Raketen in unmittelbarer Nähe einschlugen oder ein Selbstmord Attentäter sich in der Nähe in die Luft sprengte das quasi ein ''Lebensfilm'' ablief in ungeheuren Tempo....und er diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

 

diesen ''Lebens Film ablaufen sehen'' habe ich auch schon erlebt,als ich vor ca. 14 Jahren mit meinem damaligen AUDI einen schweren Autounfall hatte...:eek:

 

 

Ich war in einer hellen Mondnacht und eisigen -10 Grad aber klaren trockenen Wetter auf der BAB -A29 unterwegs und mir lief nachts ein 40 Kilo Hund vor Auto (der war von einem Bauernhof geflüchtet und unter dem Autobahnzahn geschlüpft) der Hund war auf der rechten Fahrbahn und ich wechselte nach links auf die Überholspur,der Hund auch...und bumm:o

 

Das Auto (damals ein Audi A4 erste Generation) drehte sich darauf hin 3x über 25 Meter an der Leitplanke entlang und als er wieder auf geradeaus zeigte steuerte ich ihn auf den Standstreifen und stellte den Trümmerhaufen ab und alarmierte die Polizei via Handy.

 

Ja und auch ich hatte via Kopfkino den Lebensfilm gesehen,in rasender Geschwindigkeit spulte sich mein ganzes Leben ab,Kindheitserlebnisse,Ärger,Freude,Freunde,Beruf,Menschen,Dinge die ich noch vor hatte,die Geburt meiner Tochter so ziemlich alles was einen in den aufgelaufenen 35 Jahren damals so beschäftigt hat lief wie ein Kurzfilm in rasender Geschwindigkeit ab,unglaublich was das Gehirn in kürzester Zeit von der Festplatte abrufen kann.

 

Dinge die man wohl nur unter dem Adrenalinstoß zusammen bekommt,hätte ich diese Erinnungen bewusst aneinandereihen wollen hätte ich wohl eine Woche Meditation oder Trance gebraucht,hier dauerte es eventuell nur 5-10 Sekunden (ich weiss nicht genau wie lange diese 3 Umdrehungen des Auto gedauert haben) ....Ich war körperlich völlig unversehrt,das Auto Totalschaden vorne und hinten 1 Meter kürzer und alles Scheiben sind zerborsten gewesen.

 

am nächsten Tag bin ich mit einem Leihwagen (BMW 320i) dort an der Stelle ebenfalls mit 200km/h vorbeigefahren um eben keine Traumafolgen zu riskieren und es war für mich auch kein Problem,auch der Unfall hat mich nicht weiter belastet oder tangiert....er war aus meiner Sicht auch unvermeidlich und könnte jeden Tag wieder passieren.

 

Der beschriebene ''Lebensfilm'' erschreckte mich auch nicht sehr oder war jetzt extrem unangenehm,es war aber für mich ein seltsames Gefühl unterbewusst (ohne eigene Steuerung) soviel Informationen und Datenfluss in kürzester Zeit zu durchlaufen,und ich stellte mir die Frage warum ich gerade dies alles vorgespielt bekam:confused:

 

Ich hoffe ich hab das jetzt anschaulich beschrieben und bin einfach mal neugierig ob ihr ähnliches kennt oder erlebt habt wo man diesen ''Lebensfilm'' auch schon gesehen oder erlebt hat....??

 

wie gesagt blieb das für mich mental folgenlos und ich bin eine Frohnatur davor gewesen und bin es auch heute noch....:p

 

Der Hund war im übrigen in 1000 Stücken verteilt im Motorraum zu finden (ich dachte damals es wäre ein Reh gewesen) bis der Polizist sagte er habe Stücke eines massiven Gliederkettenhalsbandes befunden und eine Pfote die nicht von einem Reh stammte....die Steuermarke war abr nicht zu finden,der Bauer meldete seinen Hund aber 3 Tage später vermisst und so wurde der Schaden von damals 60.000.- DM über die Haftpflicht des Hundehalters reguliert;)

 

Autofahren bedingt nun mal auch dem Risiko eine Unfalls ausgesetzt zu sein,deshalb ist es gut wenn einen diese Erlebnisse nicht auf Dauer belasten....und ich denke ich habe das Glück gehabt weder körperlich noch seelisch irgendwelche Folgen zu beklagen haben,wer das nicht mehr los wird steigt wahrscheinlich nicht mehr gerne in ein Auto.

 

feedback oder Erfahrungen dazu..??

 

schreib es auf:;)

 

 

mfg Andy


03.03.2010 16:43    |    Spannungsprüfer46938

schon krass sowas.. eine derart "lebensfilm" hatte ich noch nicht aber als ich mal zimlich heftigmit dem fahrrad einige überschlageungen gemacht habe kam alles wie Zeitlupe vor, man sieht sich selber langsam fliegen, körperlich waren einige sachen gebrochen die durch ne OP wieder gemacht wurden und seelisch is auch nichts mehr da. auch als mir ein Motorrad mit 70 in die seite meines fahrrads reingefahren war und ich mich wieder überschlagen habe einige male lief es wieder solangsam ab^^ mein schuh wurde 20-30meter weiter gefunden :D, und es gab noch so einige unfälle die ich besser bei mir behalte xD aber nie ein lebensfilm, zumiondest errinere ich mich nicht dran..vllt. wegen kurze Ohnmächtigkeit oder so..

bin ja auch ers 20jahre alt, mein weiß nie was noch kommt, ob heute oder morgen. jeder wird denke ich mal in einer solchen gefährlichen situation stecken und einen Lebensfilm sehen?


03.03.2010 16:58    |    andyrx

hallo

 

ich glaube dieser Moment der Angst oder der Unwissenheit was passiert nun muss einen Moment anhalten ohne das man selbst reagieren kann...sprich der Situation ausgeliefert zu sein ohne sie beeinflussen zu können durch Abwehrhaltung oder andere körperlich Aktivitäten....ich konnte in diesem Moment wo der Hund vorne rechts einschlug und das Rad wohl blockierte einfach nichts machen und musste warten bis der Wagen sich wieder fängt,die Angst unkontrolliert irgendwo einzuschlagen oder sich zu überschlagen,war lähmend....als die Frontscheibe rausflog blies mir kalter Fahrtwind bei -10 Grad ins Gesicht und ich trat als der Wagen nach der dritten Piroutte mal gerade aus stand die Bremse und die Karre zum Stillstand.

 

In den Momenten wo ich aktiv etwas tun konnte war der Kopf völlig klar und ich konnte aktiv handeln....davor nicht,weil es nichts gab was ich sinnvolles hätte tun können.

 

Alles was man dann tut ist Reflex und Instinkt,nichts was man so schnell mit dem Köpf und langen Überlegen machen könnte....so hab ich das zumindest in Erinnerung,die Knie haben mir eigentlich erst gezittert als ich 2 Stunden später zuhause war.

 

mfg Andy


03.03.2010 17:00    |    Trennschleifer2381

Ich hab vor einiger Zeit mal einen Report darüber gesehen, es scheint wohl bewiesen zu sein, dass es den Lebensfilm wirklich gibt, ein eigenes Zentrum im Gehirn ist dafür verantwortlich, das sonst nie angesprochen wird.

 

Damals haben sie das in Verbindung mit Nahtoderfahrungen untersucht, aber mehr, als dessen Existenz haben sie auch nicht bewiesen.

 

Ich will eigentlich garnichts davon wissen, dazu kommt es noch früh genug, und sterben müssen wir alle irgendwann :(

 

Die interessantere Frage wäre natürlich: Was kommt danach? Der Film beweist erstmal garnichts, das ist ne reine Reaktion im Gehirn . . . allerdings ist es schon erstaunlich, dass sowas existiert. Was hat das für einen Zweck in der Evolution? Warum hat sich das beim Menschen ausgebildet? Erleben Tiere etwas Ähnliches?


03.03.2010 17:06    |    andyrx

ja der Sinn warum das so war hat sich mir damals auch nicht recht erschlossen...da waren Erlebnisse/Momente aus den Kindertagen dabei an die ich mich bewusst nicht mehr hätte erinnern können....:eek:

 

es erschien ein wenig wie Abschied nehmen und schnell nochmal die Abrechnung sehen zu wollen..:cool:

 

Ich empfand das aber nicht als unbedingt unangenehm,eher verwirrend...:confused:

 

mfg Andy


03.03.2010 17:08    |    Standspurpirat16572

Hallo,

 

die Forschung über Nahtoderfahrungen ist eines der spannensten Kapitel überhaupt, finde ich.

Was Du hier ansprichst, betrifft zwei Gebiete: Traumaforschung (da hat sich in dem letzten Jahrzehnt

wahnsinnig viel getan) und das "schrillere" Feld der Nahtodforschung.

Leider muß ich jetzt los und kann mich nicht gleich beteiligen,

"ich komm' wieder, keine Frage"...

 

Gruß,

GO 

 

P.S. ... und erst 'mal "Gott sei Dank", daß Du das überlebt hast!!!Da hat's ja "Spitze auf Knopf gestanden"...Puhhh


03.03.2010 17:16    |    Trennschleifer2381

Es mag leicht Offtopic sein, aber das ganze Thema Tod empfind ich als extrem unangenehm. Ich meine die klassische Vorstellung ist ja, dass man den Lebensfilm sieht, dann wacht man plötzlich neben seinem eigenen Körper wieder auf, sieht sich von aussen, dann kommt das helle Licht, und man kommt in den Himmel (oder auch nicht).

 

Blind daran zu glauben fällt mir unendlich schwer, ich fänd es auch naiv. Die Kirche hat so viele bewiesen falsche Thesen vertreten, warum sollte ausgerechnet diese richtig sein? Sie lässt sich nicht widerlegen, das ist das geniale daran . . .

 

Mein Verstand sagt mir allerdings, dass danach einfach alles vorbei ist. Man hatte sein Leben, und jetzt sind andere dran, weiter zu machen. Die Welt dreht sich weiter, man hinterlässt vielleicht ein paar Spuren, aber die verwischen auch wieder. Und man selbst bekommt davon sowieso nichts mehr mit.

 

Ich weiss, es gibt Autoren, die sich mit keinem anderen Thema beschäftigt haben, und es ist unendlich komplex.

 

Trotzdem bekomm ich Panik, bei der Vorstellung, eines Tages einfach nichtmehr zu existieren. Das führt mich dann automatisch zu Überlegungen wie "Warum lebe ich eigentlich so ich-bezogen, warum geb ich Geld für ein Auto aus, wenn ich damit auch einen guten Zweck verfolgen könnte . . . . was fang ich eigentlich mit meinem Leben an . . . mach ich das Beste daraus? Wahrscheinlich nicht . . . und irgendwann ist es dann vorbei, und ich kann nichts davon ungeschehen machen. . ."

 

Okay, nun wisst ihr, wie es im hintersten Eckchen meiner Seele aussieht, um das ich möglichst immer einen großen Bogen mache :/


03.03.2010 17:24    |    andyrx

Klar keine leichte Kost wie ich schon geschrieben hatte....wer mag sich schon mit dem Tod beschäftigen,wobei ich diese Erfahrung von damals rückblickend als gar nicht so schlimm empfand was wohl auch damit zutun hat

dass ich keine Schmerzen litt oder einen Überlebenskampf (wie beim ertrinken z.B. oder ersticken) zu führen hatte.....Ich hatte nur Angst vor der Ungewissheit wie geht das jetzt aus,tot oder lebendig...und die Sorge nicht mehr Abschied nehmen zu können von den Menschen die mir lieb und teuer sind:confused:

 

mfg Andy


03.03.2010 17:38    |    Spiralschlauch31838

vor ca. 14 Jahren via handy die polizei gerufen?da mussteste doch vorher noch kurbeln oder?:D

 

als kind is mein vater mal mit recht hohem tempo auf glatteis einer katze ausgewichen und wir drehten uns mehrmals.da schossen mir bilder von kindergarten und 1.-2. klasse durch den kopf aber sonnst is mir soetwas nochnie passiert

 

ich hab aber häufig Déjà-vu`s.das find ich auch recht faszinierend.


03.03.2010 18:00    |    andyrx

@exxe

 

das geht schon in eine ähnliche Richtung,nur war Dein Film im zarten Alter von 4-5 Jahren dann halt eher ein Kurzfilm,aber schon erstaunlich dass Du dich daran erinnern kannst;)

 

mfg Andy


03.03.2010 18:02    |    Standspurpirat30156

Hmm, von solchem "Lebensfilm" hab' ich natürlich auch schonmal gehört, aber nie selbst erlebt. Ich dachte, dass tritt nur auf, wenn man biologisch schon so halb im Nirwana ist...weiß jetzt auch nicht wie ich es ausdrücken soll. Aber solche "Schrecksekunden", wo man nicht sicher ist, ob man heil rauskommt, kenne ich auch. Ich saß mal in einem absackenden/abstürzenden Flugzeug (das sich dann doch wieder fing und an den Baumwipfeln vorbeischrappte...); ich habe eigentlich während der etwa 3 Minuten - die mir viel länger erschienen - durch die Wolken nach unten gar nichts gedacht, außer dass ich etwas "leer", ganz ruhig und andächtig wurde (- hab' glaub' ich die Hände gefaltet und an Angehörige gedacht -) und halt dachte, "dat isses wohl jewesen", konnte ja auch nichts machen hinten drin. Schreckhormone wären wohl zur Genüge vorhanden gewesen...aber kein "Lebensfilm":confused:....aber ich hatte schon immer ein schlechtes Gedächtnis:D...um mal ein behutsames Spässle in das melancholische Thema zu bringen.

Gruß

PS: Bis auf bisserl wackelige Knie danach, war eigentlich gar nix, auch keinerlei Flugangst oder so, vielleicht auch weil ich mich bisserl mit der Materie auskenne, und genau wußte, was ablief.

Ich denke immer, die "Sch...ße", die mit kurzem Schrecken knapp an einem "vorbeifliegt", macht auch kein Trauma, nur die die "trifft" hinterläßt tiefe Narben. Aber vielleicht ist das ja bei jedem anders, vor allem auch wie bei dem Soldaten, wo's wohl links und rechts daneben "getroffen" hatte.


03.03.2010 18:06    |    nicetiger19

Boa hab gerade voll Gänsehaut beim lesen bekommen da ich auch schon so einen Film (wenn ich es so bezeichnen kann) hatte war vor ca. 2 Jahren als mir die Vorfahrt genommen wurde (in einer Rechtskurve kam mir ein Auto auf meiner Spur entgegegn) und es zu einem Frontallaufprall kam der Schaden war nicht so Groß (na ja Totalschaden) aber das Gefühl als es knallte war schon sehr heftig und ich hatte noch Glück das mein vom Motorrad gerießener Körper das Auto verfehlte

Jedenfalls war das während meines "Freifluges" aber kann mich nicht mehr an Details erinnern das ging schon wahnsinnig schnell

 

Als Motorradfahrer haste aber auch keine Chance Mann Mann Mann

 

Grüße Sven


03.03.2010 18:09    |    Faltenbalg30656

Todesangst? Also die Unfälle, die ich bisher hatte, liefen nicht sehr STVO konform ab. Deshalb sag ich mal nix zu ^^

Aber anstatt dass sich ein Film abspielte, war ich mehr damit beschäftigt, das schleudernde Fahrzeug vom Waldrand weg zu lenken...:(


03.03.2010 18:15    |    nicetiger19

Boa hab gerade voll Gänsehaut beim lesen bekommen da ich auch schon so einen Film (wenn ich es so bezeichnen kann) hatte war vor ca. 2 Jahren als mir die Vorfahrt genommen wurde (in einer Rechtskurve kam mir ein Auto auf meiner Spur entgegen) und es zu einem Frontallaufprall kam der Schaden war nicht so Groß (na ja Totalschaden) aber das Gefühl als es knallte war schon sehr heftig und ich hatte noch Glück das mein vom Motorrad gerießener Körper das Auto verfehlte

Jedenfalls war das während meines "Freifluges" aber kann mich nicht mehr an Details erinnern das ging schon wahnsinnig schnell

 

Als Motorradfahrer haste aber auch keine Chance Mann Mann Mann

 

Grüße Sven


03.03.2010 18:21    |    andyrx

im übrigen die ihm Eingangspost des Threads beschriebenen Soldaten...so wie der zweite körperlich unversehrte (aber traumatisierte) Soldat mental drauf war,wäre mir auch lieber das Bein weggeschossen worden,die seelischen Beeinträchtigungen waren aus meiner Sicht weit gravierender als die Einschränkungen des anderen mit dem fehlenden Bein der aber im Kopf damit gut zurecht kam:eek:

 

hier der Link zur Sendung--> http://www.zdf.de/.../Kein-Schritt-ohne-Risiko

 

man kann sich die Sendung dort komplett ansehen:p

 

mfg Andy


03.03.2010 18:23    |    Spiralschlauch31838

@andy:

 

wenn bilder von kindergarten und 1.-2. klasse durch den kopf gingen war ich wohl keine zarte 4-5 jahre jung. ich bin zwar nich der dümmste aber fürs einschulen mit 4 hatts dan dochnich gereicht:p:D

 

müsste da ca. 4. klasse gewesen sein.da hat man natürlich nicht soviel eingeprägte momente wie als erwachsener


03.03.2010 18:26    |    He-Man42

Ich hatte so was ähnliches. Vor gut 25 Jahren hatte ich einen schweren Unfall mit dem Auto. Ich bin frontal mit einem entgegen kommenden PKW zusammen gestoßen. Bei mir lief jetzt kein "Film" ab, aber vom realisieren das es kracht, bist zum crash war vielleicht eine halbe sekunde Zeit. Es ist unglaublich an was, und wieviel ich da noch gedacht habe. Ich weiß bis heute noch genau meine Gedanken, die ich kurz vor dem Unfall hatte.

 

gruß He-Man


03.03.2010 18:31    |    Spiralschlauch31838

was sieht man da eig?sachen die einen geprägt haben nehm ich an (erste freundin,bester urlaub,tollste eigene auto usw)


03.03.2010 18:39    |    Faltenbalg30656

Zitat:

wäre mir auch lieber das Bein weggeschossen worden,die seelischen Beeinträchtigungen waren aus meiner Sicht weit gravierender als die Einschränkungen des anderen mit dem fehlenden Bein der aber im Kopf damit gut zurecht kam

Also ich glaube bei mir wäre es andersrum. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich nicht an "Psychosen" etc. glaube. Sicherlich kann man ein Trauma haben. Sachen aber wie Depressionen etc. kann ich einfach nicht bergreifen...


03.03.2010 18:40    |    Provaider

Also Nahtod Erfahrungen musste ich noch nicht machen. Im Auto oder auf dem Rad hatte ich schon einige Zeitlupen erlebnisse. Ging bei mir immer soweit gut bis auf kleiner Plessuren. Unfälle nur ale Beifahrer und die nur kleiner Belchschäden, dort hab ich das gnaz gelassen hingenommen, wärne eine Mitfahrerin angefangen hat Panik zu bekommen und erst mal beruhig werden wollte.

 

Vor dem Ertrinken hab ich etwas Angst, ich stell mir das sehr unangehmen vor. Ich mach selber Wassersport bzw Untwerwassersport und habe schon 4 mal eine Schwimmbad-Blackout(Ohnmacht im Wasser) bei andere Miterlebt, haben sie alle gut überstanden. Ist aber ein sehr unangenehmes Gefühl einen Leblosen Körper aus dem Wasser zu ziehen und in starre Augen zu blicken. Selber war ich auch schon öfters mal so weit das mei einzigster Gedanke war LUFT, die Grenze zum Blackout hab ich aber noch nie überschritten und wie nah man Wirklich war weiß man leider nicht so genau. Schlimm ist es wenn man sich dann noch verschluckt, dann hat man nicht nur Atemnot sondern auch einen Hustenreitz.

 

Mir wäre Recht wenn mir die Erfahrung mit dem Lebensfilm noch eine weile erspart bleiben würde ;)


03.03.2010 18:45    |    yooman

Ich hatte in einer Unfallsituation ein anderes, aber fuer mich ebenfalls extremes, Erlebnis. Ich fuhr auf Kopfsteinplaster mit ueberfrierender Naesse ein wenig zu schnell. Mich ueberholt ein alter Dreier und lenkt zu stark ein und stellt sich quer und schlittert quer vor mir her. Bremsen brachte gar nichts. Der Dreier rutscht immer noch quer langsam nach rechts, prallt gegen einen Alleebaum und zurueck auf Strasse waehrend ich schon neben ihm bin. Brems- und Lenkwirkung immer noch nahe Null.

 

Als nun die Kiste auf mich zuschiesst schaltet die Welt auf "Zeitlupe", waehrend ich mich weiter normal bewegen kann. Wie auch immer gelingt es mir auf dem ueberfrorenen Kopfsteinpflaster die Kontrolle ueber den Wagen zu erhalten, auszuweichen, anschliessend zu bremsen und rechts ranzufahren, einen Notruf abzusetzen und Erste Hilfe zu leisten.

 

Als weitere Fahrzeuge halten und ebenfalls helfen, ist mein Adrenalintank alle und die Luft ist raus. Ich klappe zusammen und kann mich kaum noch an Details erinnern. Nur noch an diesen Zeitlupeneffekt und das ich in dieser extrem schnellen Situation endlos Zeit zum Denken und Reagieren hatte. Manchmal traeume ich noch davon und alles ist real, wenn ich dann aufwache ist wieder alles weg.

 

Was sich unausloeschlich eingebrannt hat, waren meine Worte: "Scheisse, das wars dann wohl." an meinen neben mir sitzenden Bruder, der ebenfalls unwirklich ruhig bleib und aeusserlich gar nicht reagierte.


03.03.2010 19:26    |    nicolade

//gelöscht


03.03.2010 20:49    |    emil2267

ich bin mal mit dem fahhrad ziemlich fies von ner autofahrerin abgeschossen wurden,hab mein erstes auto im gegenverkehr versenkt & auch da gings so fix,dass ich eigentlich nix zu sagen konnt

 

weiche kniee gabs immer erst einige zeit später

 

aber das sind so plötzlich hereinbrechende situationen,wo man eigentlich viel mehr mit reagieren beschäftigt is

 

 

sowas,wo man teilnahmslos auch über längere zeit,vielleicht auch sogar noch allein ist & nicht weiss,was kommt,bleibt mir & denen,die ich kenn wohl hoffentlich erspart :(


03.03.2010 20:50    |    Antriebswelle238

Also den Zeitlupeneffekt kenne ich auch.

1973 oder 74 hatte ich einen Frontalzusammenstoss mit einem in einer Linkskurve auf meiner Spur entgegenkommenden PKW, den es rausgetragen hatte..

Hatte kurz vorher etwa 120 drauf, Tempolimit gabs noch nicht, Gurte waren noch nicht vorgeschrieben. Der "ganze Vorgang" dauerte etwa 1,5 maximal 2 Sekunden. Mir kams vor wie eine kleine Ewigkeit. Alles lief in Zeitlupe.

Du stehst auf der Bremse, die Reifen kreischen. Du starrst auf den Entgegenkommenden, siehst das Entsetzen in seinem Gesicht, die schreckgeweiteten Augen, hörst Metall knirschen und Glas splittern, und dann - nix. Filmriss.

Noch vor dem bewussten Sehen - warum ist das rechte Bein so heiss? Ich schau hin. Was macht denn der Motor hier? Der gehört doch da vorne hin. Da vorne - das gibt es nicht mehr. Ich öffne die Tür, steige aus, etwas wackelige Knie - mehr nicht (na gut, die Hose war versaut). Ich sehe meinen "Gegner" ebenfalls aussteigen. Wir schauen uns einen Moment lang nur blöd an, ohne etwas zu sagen ...


03.03.2010 22:11    |    andyrx

Zitat:

Also ich glaube bei mir wäre es andersrum. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich nicht an "Psychosen" etc. glaube. Sicherlich kann man ein Trauma haben. Sachen aber wie Depressionen etc. kann ich einfach nicht bergreifen...

Doch ich glaube daran und mag mir so etwas gar nicht vorstellen,zum Glück hab ich ein robustes Gemüt und mir tun Menschen sehr leid die an so etwas leiden,das Beispiel Enke zeigte ja welcher Leidendruck dahinter stehen kann;)

 

 

deshalb sagte ich auch lieber ein sonniges Wesen und Gemüt und den körperlichen Schaden wie oben in der Sendung 37 Grad beschrieben als Ängste und Depressionen die die Seele aufessen......dann lieber einbeinig durchs Leben gehen und noch lachen können;)

 

diese Erfahrung Lebensfilm gesehen und verarbeitet hat mich nicht dauerhaft belastet aber so manche sensible Natur wird da lange dran zu knabbern haben...:eek:

 

 

mfg Andy


03.03.2010 22:13    |    Spiralschlauch31838

"na gut, die Hose war versaut"

 

na prima...da is der tag wohl gelaufen...:D

 

 

nee im ernst:

also sowas möcht ich nicht erleben und hab es gottseidank auch nicht.da bin ich richtig froh mit recht sicheren autos "aufzuwachsen".wenn man sich so die alten chrashtests ansieht wird einem schon angst und bange


03.03.2010 23:33    |    Antriebswelle238

@ exxe:

 

...damit wir uns nicht falsch verstehen: Öl- und Brandflecken am rechten Hosenbein :D


03.03.2010 23:48    |    Spiralschlauch31838

na prima...da is die laune echt in arsch...:D

 

hoffe doch du hast ne neue hose bekommen:)


03.03.2010 23:48    |    Faltenbalg36146

5.5.95, 23 Hundert, ein Migrant mit Honda Prelude zieht ohne Licht, mit quietschenden Reifen und ohne weitere Vorwarnung aus einer schrägen Parklücke raus. Ich komme mit dem MTB mit ca. 30 km/h gefahren, versuche auszuweichen, keine Chance.

Volle Granate in den hinteren Kotflügel des Wagens rein...Abflug...über den Kofferraum des Wagens...dann Aufschlag auf der Straße...durch Kampfsporterfahrung Rolle vorwärts...trotzdem mit der linken Augenbraue den Asphalt getoucht...das Rad kam mir hinterher...schallerte auf meinen Hinterkopf, massive Platzwunde...Kette des Rades auf meinem rechten Arm abgemalt.

Im Flug komische Gedanken, nicht näher zu spezifizieren.

Nach der Flugrolle auf den Füßen aufgekommen, zum Auto, den Fahrer aus dem Wagen gezerrt, auf die Motorhaube gedengelt und gewartet, bis die Schnittlauchs kamen.

Hätte dem Fahrer damals eine plätten sollen, denn bis heute keinerlei Stellungnahme seinerseits....:mad:


04.03.2010 00:21    |    Standspurpirat16572

Hallo,

da bin ich wieder. Ich habe gerade mit größtem Interesse Eure Beiträge gelesen und habe mich dabei

an ein Erlebnis erinnert, was wohl am ehesten zu den "Zeitlupenberichten" gehört (20 Jahre her).

Ich nenne es, wenn ich davon spreche "Schockerlebnis".

Bin auf einer wohlbekannten Straße auf dem Weg zu einem Geschäft, wo es riesige afrikanische Körbe gibt.

Laufe im Pulk über einen Fußgängerüberweg und da trifft mich ein Schlag von links und ich knalle der Länge nach auf die

rechte Seite: Kopf, Schulter, Hüfte. Über mich weg überschlägt sich ein Fahrrad und ein junger Mann (hatte volle Pulle

bergab die rote Ampel überfahren und ist in den Fußgängerpulk gerauscht und hat mich erwischt).

 

Von da an ging die Zeitlupe los: ich hatte nur den Gedanken, aufstehen, von der Fahrbahn weg, gleich kommen Autos...

Es fühlte sich an, als sei ich außerhalb, irgendwo über meinem Körper und würde mich wie "fernsteuern". Sah auch die

Passanten, die mir helfen wollten "von oben". Die wollten den Radfahrer festhalten, aber ich hatte dessen zu Tode

erschrockenes Gesicht und den ausländischen Akzent gehört, dachte nur "armer Kerl" und versuchte die Leute abzuwimmeln

mit der Versicherung "alles in Ordnung". Ich hatte da keinen "Film", aber wie einen Zwang: "Du musst den Korb kaufen".

Dann ging ich ferngesteuert in das Geschäft, kaufte einen von den Riesenkörben, schleppte ihn ins Parkhaus, setzte mich in mein Auto, fuhr los zu einer Freundin. Alle Handlungen hatten eine seltsame, maschinenartige Präzision.

 

Erst beim Fahren fing ich an zu erleben, was passiert war und ich bekam starke Schmerzen an den geprellten Stellen.

Bei der Freundin angekommen erzählte ich wie ein Wasserfall immer die gleiche Geschichte und Gefühle stellten 

sich wieder ein. Während sie mich verarztete kam eine ganz tiefe Erleichterung und mit Lachen und Weinen löste sich diese

ferngesteuerte "Starre". Auf meinem Bein war trotz Hose eine blutende Abschürfung, die genau das Profil des Fahrradreifens

zeigte, die feste Winterwolljacke an der Schulter war aufgeschürft und ich hatte eine fette Beule über der rechten Schläfe.

An der Schulterprellung habe ich dann ein ganzes Jahr laboriert.

Das muß ein mords Aufprall gewesen sein: das Fahrrad war jedenfalls kaputt, der Reifen wie eine Niere, die Gabel verbogen.

Heute erzähle ich die Geschichte als Anekdote "vom Fahrrad überfahren, bessere Knautschzone" und so...

Aber der "Überlebensmechanismus", den ich da erlebt habe, von dem Ihr ja auch z.T.berichtet, der beeindruckt mich doch sehr! Offenbar war das wasserfallartige Erzählen sofort danach gut und heilsam - es ist mir nichts geblieben, außer einer

leicht irritierbaren Schulter.

Von "Traumaopfern", die dann Langzeitfolgen haben, hört man oft, daß sie nach dem Ereignis verstummen und eher

"starr" bleiben. 

Dieses "außerkörperliche", "ferngesteuerte" Funktionieren ist jedenfalls unvergesslich.

 

Gruß,

GO


04.03.2010 00:29    |    flowserve

Hatte mal ne Situation vor 2 Jahren wo mir auch innerhalb kürzester Zeit viele Gedanken vom früheren Leben umherkreisten.

 

Saß auf dem Beifahrersitz neben meinem Kumpel der unbedingt auf ner Landstraße nach einem Kreisverkehr nen Auto überholen musste Berghoch und mit durchgezogener Linie,wäre ja so eigentlich nicht "dramatisch" da der Berg langgezogen ist.

 

Der andere gab jedoch auch Vollgas und so kam es wie es kommen musste,hatte kurz vor der Bergkuppe nochmal aufs Tacho geschaut da standen 160 und ich hoffte noch das jetzt bitte kein Auto von vorne kommt.

 

Es kam aber eins und mein Kumpel und der neben uns hatten leider den gleichen gedanken und machten zur selben Zeit ne Vollbremsung wodurch ein rüberscheren nicht möglich war.

 

Als ich dann in das ängstliche Gesicht schaute von dem der von vorne kam und wusste das es gleich knallt,hatte ich die letzten jahre mit der lehre,schule und die vielen schöne Momente meines Lebens vor Augen,da sprangen die Gedanken in Abschnitten hin und her obwohl das eigentlich nur sekunden waren.

 

Kurz vorm Aufprall löste mein Kumpel die Bremse, gab nochmal kurz Vollgas und zog rechts rüber.

 

Hatte gedacht das wir den rechts neben uns rammen aber es passte auch wenn es wohl nur mm waren,das der neben uns immer noch voll in der Bremse stand war unser Glück.

 

Danach zitterten mir noch ne halbe stunde die Knie und ich ärgerte mich danach das ich auch nicht angeschnallt war was sonst immer der Fall ist.


04.03.2010 00:50    |    Fensterheber15352

Unser Gehirn arbeitet so, daß wir alles, was wir wahrnehmen permanent wie auf eine Festplatte schreibt - unser ganzes Leben lang. Hier werden unsere optischen und akustischen Eindrücke ebenso aufgezeichnet wie Gerüche und sogar alle Gefühle.

 

Das sind ungeheure Datenmengen. Wir können diese aber in normalen Situationen nicht alle einzeln aufrufen, da unser Gehirn - um uns nicht zu überfordern - die abzurufende Datenmenge reduziert.

 

Durch Stimulation mittels Elektroden im Gehirn kann man interessante Effekte hervorrufen, nämlich z.B. daß man sich plötzlich mit allen Sinnen und Emotionen an eine bestimmte Situation in seinem Leben erinnert, und zwar ohne daß dies bewußt durch die Versuchsperson geschieht.

 

In der Psychologie (z.B. bei der Transaktionsanalyse) ist dieser Effekt der totalen Aufzeichnung ein alter Hut, denn sie nutzt ihn z.B. als Erklärung dafür, daß wir bestimmte Dinge / Situationen / Menschen etc. mit ganz bestimmten Gefühlen assozieren. Diese Programmierungen zu ändern ist das Ziel, wenn Menschen krankhafte Denk- und Verhaltensmuster zeigen.

 

Warum bei Unfällen so viele Informationen abgerufen werden, das weis ich nicht. Ich tippe mal auf einen Effekt durch starken Adrenalinausstoß oder durch Erschütterung des Gehirns.


04.03.2010 02:04    |    Standspurpirat30156

@Stan73: Das erscheint mir aber nicht als eine gesicherte oder gar beweisbare Erkenntnis, dass das Gehirn alle Sinneswahrnehmungen detailliert wie eine Festplatte aufzeichnet, wenn es wohl auch irgendwie so sein muss, wenn es diesen "Lebensfilm" tatsächlich gibt. Die Psychologie ist ja nicht gerade eine exakte Wissenschaft, was wie ich meine, auch ein altbekannter Hut ist....

Und Jessaes, Zitat: "....mittels Elektroden im Gehirn kann man interessante Effekte hervorrufen...", das klingt mir aber sehr nach nem wahnsinnigen Frankenstein-Konzept:confused::eek::eek:, so ein von Elektroden "angespießtes" armes Hirn glaubt vermutlich schlicht, und nicht ganz aus der Luft gegriffen, es geht biologisch bald zu Ende:confused:...

 

.....hab' mal im TV was über sogenannte Savants (unglaubliche Genies, musikalisch, künstlerisch, mathematisch, fotographisches Gedächtnis usw.) gesehen; da hieß es in dieser Sendung (ntv oder n24, soweit ich mich erinnere) auch, dass es eine lokale Schädigung des Gehirns gewesen sein könnte, das so ein einseitiges aber unvorstellbares Genialität/Genie verursacht/hervorgebracht haben könnte....klingt mir auch genauso nach Frankenstein's Wahnsinn, solche völlig unhaltbare und völlig vage, um nicht zu sagen daherphantasierte Theorien (von "echten" Psychiatern in jener Sendung "daherphantasiert"....:eek:)...nicht dass irgendein Dschingiskhan-Psychiater mal auf die Idee kommt, einem nach dem anderen nen Knüppel übern Schädel zu ziehen, ob nicht doch endlich einer zum Genie wird...:D:mad:


04.03.2010 02:41    |    Schattenparker31491

Ich musste sowas zum Glück noch nie erleben, aber was mich mal interessieren würde: Weiß jemand von Rennfahrern, die solche "Lebensfilme" hatten? Weil da gibts ja nunmal eine besondere Häufung an heftigen Unfällen, die ein durchschnittlicher Fahrer so wohl nur sehr selten erleben wird.


04.03.2010 02:52    |    andyrx

Ich denke das dies Themen sind die Menschen die so etwas erlebt haben dieses oft lieber für sich behalten und nicht gerne darüber reden,vor allem bei Rennfahrern wird dann gerne unterstellt er könne dann nicht mehr schnell fahren weil er gehemmt ist oder Angst hat und ähnliches,teilweise wird es als zu intim empfunden als darüber viel Aufhebens zu machen...:eek:

 

Ich empfinde es rückblickend als spannende Grenzerfahrung die allerdings nicht unbedingt ein zweites mal erleben möchte...:o

 

ich hatte dabei halt einfach auch viel Glück,denn die Karre hätte sich auch aufschaukeln können und die Rolle seitwärts machen können mit anderen Konsequenzen für mich...dessen bin ich mir durchaus bewusst und auch wenn man weiss es kann einem jeden Tag erneut passieren denke ich zum Glück nicht jeden Tag daran,sonst wäre man schnell ein Kandidat für eine solche Therapie wie sie der oben genannte Soldat leider braucht...:cool:

 

 

 

mfg Andy


04.03.2010 09:39    |    Duftbaumdeuter15101

sehr interessanter artikel andy:),

 

aber es schockiert mich, dass es menschen gibt, die nicht an psychosen glauben:mad:

es ist erwiesen, dass psychosen aufgrund einer stoffwechselstörung im gehirn auftreten(!), und daher ist es dem Betroffenen nicht möglich zu entscheiden ob er an diesen "Zustand" glaubt oder nicht, er ist der Qual schlichtweg ausgesetzt!

 

vg andy


04.03.2010 10:34    |    Spannungsprüfer34933

Guten Morgen,

ich muss mich "Cepillo" anschließen ich fand den Artikel enorm spannend und hab ihn gestern bis spät in die Nacht gelesen und die Reportage über die Soldaten angeguckt.

Ich selbst hab noch keine Lebensfilmerfahrung gemacht.

Ich wusst aber bei meinen 2 Unfällen(einer unverschuldet und heftiger, die Polizei wollt mir damals die Vollschuld aufs Auge drücken und tat dies auch...Ich musste ewig mit der Versicherung verhandeln,weil die ja auch den Polizeibericht hatte, und bekam letztendlich Recht, aber das is ne andere Geschichte...)mit dem Roller immer 2 Sekunden vorher, dass es jetzt gleich rumst und konnt immer noch das schlimmste abwenden. Ich weiß nicht ich hatte da ein ganz eigenartiges Gefühl, was ich sonst nie hatte, kennt ihr das auch?

Gruß Lukas


04.03.2010 11:18    |    Standspurpirat16572

@Kawa_Harlekin,

 

Die Psychologie  ist zwar eine Geisteswissenschaft, vernetzt sich jedoch immer tiefer mit den sogenannten "exakten" Naturwissenschaften: Medizin, Neurowissenschaften, Bindungs-und Säuglingsforschung, Biochemie etc. - also aus dem Bereich der reinen Ideen, Theorien, Spekulationen und subjektiven Beobachtungen ist sie schon lange heraus. Um die genannten Effekte im Gehirn zu induzieren, braucht es übrigens keine Elektroden (darauf stehen mehr die Hirnforscher), es genügen hypnotherapeutische Verfahren und dergleichen. Oder eben starke emotionale Erschütterungen wie bei den beschriebenen Gefahrensituationen.

 

Savants verfügen nicht über die Fähigkeit, "Erinnerung" zu "zippen" und als Memory.zip ins Archiv (genannt implizites Gedächtnis) zu legen. Es bleibt, wenn ich beim PC-Vergleich bleibe, alles im Arbeitsspeicher, zum sofortigen Zugriff . Das heißt sie haben relativ wenig "Luft im Anzug" für komplexe und schnelle z.B. soziale Rechenleistungen. Die Speicher sind einfach überfüllt mit Daten, die für das "aktuelle Geschäft" wenig nützlich sind. Bluescreen-Gefahr inbegriffen. "Gesunde" zeichnen sich dadurch aus, daß sie besser vergessen können - klingt paradox, wenn man sich gerade die neueste Hirnjogging-App für's iPhone gekauft hat:D

 

Gruß,

GO


04.03.2010 11:24    |    andyrx

Moin,

 

ja,Dinge die wir nicht mit Logik oder Erfahrungen fundiert nachvollziehen können,die sich in einer Grauzone menschlichen Denkens abspielen sind enorm spannend....denn es verunsichert ein Stück weit,macht aber auch neugierig;)

 

Deshalb vergisst man so etwas auch nicht,bzw. versucht man mehr darüber zu erfahren;)

 

mfg Andy


04.03.2010 11:45    |    Lewellyn

Zwischen dem Fernsehbericht und Verkehrsunfällen gibt es aber noch einen deutlichen Unterschied.

 

Die Soldaten dort leben unter permanentem Todesrisiko. Und erleben live mit, wie Menschen brutalst sterben. Die haben keine Pause im Stress. Und das ist wohl das, womit viele mental nicht klarkommen.

 

Als ich beim Bund war, hatten wir "Munwache". Außerhalb der Kaserne, in einem abgelegenen Waldgebiet waren die Munitionsbunker untergebracht. Dort kam es tatsächlich mal zu einem Eindringen von einem oder mehreren Unbekannten auf das Gelände, während ich dort Dienst hatte. Im Stockdunklen, mit entsicherten Sturmgewehr (gegen die Vorschrift) in Vierertrupps das Waldgelände nach diesen Eindringlingen zu durchsuchen, das vermittelte mir eine Idee davon, wie das wohl auf Patroullie in Afghanistan ist. Und das jeden Tag aufs neue. Dass das viele nicht verpacken, kann ich vollumfänglich nachvollziehen.


Deine Antwort auf "Todesangst und ''Lebensfilm'' -->schon mal erlebt...??"

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