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22.02.2010 10:33    |    andyrx    |    Kommentare (70)    |   Stichworte: Autofahrer, Radfahrer, Recht, STVO, Vorfahrt

friedliches Nebeneinander...geht doch;)
Friedliches Nebeneinander...geht doch;)

Moin,

 

 

Radfahrer und Autofahrer ist zumindest in den Großstädten immer irgendwie ein heikles Thema.....man liebt sich nicht unbedingt denn man unterstellt sich meistens gegenseitig Rücksichtslosigkeit und Egoismus;)

 

 

hab dazu mal ein interessantes Thema gefunden:eek:

 

Radfahrer hat immer Vorfahrt!

 

Fährt ein Radler auf einem Radweg in die falsche Richtung, verliert er deshalb nicht automatisch die Vorfahrt. Eine Radfahrerin, die auf der verkehrten Seite unterwegs war, muss nach einem Zusammenstoß mit einem abbiegenden Auto im August 2008 lediglich ein Drittel des Schadens zahlen. Das hat das Amtsgericht München entschieden (AZ 343 C 5058/09). Zu zwei Dritteln muss der Autofahrer die Reparaturkosten selbst tragen.

 

Der Fahrer hatte nach rechts abbiegen wollen. Die Radlerin, die ihm auf dem Radweg der Vorfahrtsstraße in falscher Richtung entgegenkam, sah er zwar, schätzte aber ihre Entfernung falsch ein. Er bog ab, ohne sie im Auge zu behalten. Bei dem folgenden Zusammenstoß entstand an dem Wagen ein Schaden von rund 2500 Euro. Die Radfahrerin weigerte sich, die Reparaturkosten zu übernehmen, da der Autofahrer ihre Vorfahrt missachtet habe.

 

Quelle--> http://www.n-tv.de/.../Radfahrer-hat-immer-Vorfahrt-article729226.html

 

 

was habt ihr da für Erfahrungen...??

 

Ich hab da eigentlich keinen Stress bisher gehabt,einzig die Fahrrad Kuriere sind oftmals sehr riskant unterwegs.....es gibt aber auch Stadtteile in Hamburg da ist regelrecht Krieg untereinander weil scheinbar Lebensphilosophien auf der Strasse ausgefochten werden:p

 

mfg Andy


22.02.2010 11:01    |    SerialChilla

Rein menschlich gesehen ist das schon gut so. Radfahrer haben keinen Schutz und ein Auto ist nunmal um vieles stärker, da muss man besser aufpassen.

 

Wenn wirs aber mal realistisch sehen, dann halte ich die Regelung für ne Frechheit.

Sehr viele (nicht alle!) fahren wie sie wollen, komplett rücksichtslos, ohne Licht und ohne Beachtung des fließenden Verkehres. Für die gibts dann nur "grün und Vorsicht: Querverkehr" (Zitat eines Radfahrers!).

 

Radfahrer haben einen rechtlichen Freifahrtschein, der oft gnadenlos ausgenutzt wird.

 

 

An alle, die jetzt verständnislos den Kopf schütteln: Fahrt mal nen Sommer lang in Berlin und Umgebung Auto... ;)


22.02.2010 11:05    |    gurusmi

In Heidelberg haben die Radfahrer längst gewonnen und bewegen sich in einem rechtsfreien Raum. Seitdem die Oberbürgermeisterin Beate Weber am Ruder war, ist dies so. Wenn man mit dem durch die Weststadt fährt, so hat man nur Einbahnstraßen vor sich. Diese gelten aber hochoffiziell nicht für Radfahrer. Das reinste Chaos. Und die Polizei hat den Kampf für das Getzt an der Radfahrerfront längst verloren und aufgegeben.

 

Aber wie heißt es so schön in der STVO?

 

Zitat:

§ 1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Schade nur, daß die Radfahrer davon noch nichts mitbekommen haben. Trotz Führerschein. Ein sichtbares Zeichen der Egomanen...


22.02.2010 11:06    |    andyrx

@serialchilla

 

Du meinst so etwas wie militante Radfahrer:eek::o:p

 

mfg Andy


22.02.2010 11:08    |    TheWurst

Ich kriege jedes mal die Krise, wenn ich diese Möchtegern-Rennradprofis sehe, die - möglichst zu zweit nebeneinander - auf der Landstraße rumfahren, obwohl nebendran ein Fahrradweg ist. Schade dass es illegal ist die umzufahren... ;)


22.02.2010 11:14    |    SerialChilla

andy: Nein. Ich meine den durchschnittlichen berliner Radfahrer ;)

 

Bei Omi aufm Klapprad ist das sicher anders, aber sonst hat man fast ausschließlich getarnte Kamikaze-Piloten.


22.02.2010 11:17    |    gurusmi

ich habe kaum einen Autofahrer gesehen, der dies schon gelesen hat.

 

Zitat:

STVO § 2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge

(4) Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren; nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Eine Benutzungspflicht der Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung besteht nur, wenn Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden. Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ allein angezeigt ist. Radfahrer dürfen ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und Fußgänger nicht behindert werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Mofas Radwege benutzen.

Hat mich auch erstaunt. Radfahrer müssen die Radwege nicht befahren und dürfen, sofern sie kein Hindernis sind, auch nebeneinander fahren. Nur das mit der Behinderung müssen sie noch lernen.


22.02.2010 11:18    |    andyrx

geil finde ich ja radelnde Autofahrer;)

 

ich kenn so einen ganz spezielles Beispiel--> der ist eher ein sehr ruhiger Autofahrer,aber auf seinem Rad ist der eine echte Pistensau...:eek:

 

 

Jekyll und Hyde sag ich da nur:p

 

mfg Andy


22.02.2010 11:21    |    gurusmi

@Andy:

Bei mir heißen die Jungs "Didi Thurau für Arme". ;)


22.02.2010 11:40    |    andyrx

ich denke da eher an Rambo oder Robin Hood und Che Guevara oder eine Mischung aus allem:D:D

 

mfg Andy


22.02.2010 11:47    |    gurusmi

Ich denke bei meiner Bezeichnung eher an den Sportlichen Aspekt. Aber Deine Gedanken sind auch nichtz schlecht. Wobei:

Robin Hood hat ein grundpositives Image (Beschützer der Witwen und Waisen)

Che Guevara war Revoluzzer und wird zumindest teilweise Positiv betrachtet.

 

Und ich kann mit der geballten Ignoranz nicht so viel positives verbinden. Aber ich bin früher auch BMX gefahren. ;)


22.02.2010 11:50    |    andyrx

ja sowie manche dann auf dem Radl sitzen sind auf einmal alle Autofahrer ''böse'' sitzen sie dann selbst wieder im Auto ist alles ganz friedlich:p

 

mfg Andy


22.02.2010 11:54    |    gurusmi

@Andy:

Man fährt mit dem Auto zum Freund (Alle Radfahrer sind idiots). Danach steigt man auf das Fahrrad um (Alle Autofahrer sind Idiots). Um am ende wieder ins auto einzusteigen (Alle Radfahrer sind idiots). ;)


22.02.2010 11:59    |    andyrx

ja so in etwa:p

 

mfg Andy


22.02.2010 12:03    |    Joe_64

Hier ein Kommentasr eines (auch-) Radfahrers (15 tkm Auto, >5 tkm Rad):

 

§ 1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet

oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

 

das sagt eigendlich alles, aber ab hier beginnt die Interpretation, bei der auch jeder Einzelne den Standpunkt wechselt je nach dem ob er im Sattel oder im Sessel sitzt.

 

Der Radfahrer ist grundsätzlich der Schwächere wenn es rappelt, also sollte man sie immer im Auge behalten und ggf. zurückstecken. Der Ärger ist unendlich und wenn Blut fliesst...

 

Das Befahren von Radwegen ist eine gute Idee, aber man sollte es selbst mal probiert haben: oft sind es Schlaglochlandschaften, mit Mülltonnen zu geparkt, Slalomkurse, ... schlicht eine Zumutung. Da wird aber grade viel diskutiert.

 

Speziell der Rennradler, üblicherweise auf Landstrassen anzutreffen, haben recht empfindliches und ungefedertes Gerät, da sind Radwege oft ein no go !

 

Das nebeneinander fahren dient der Unterhaltung (liebe handytelefonierenden Fahrzeuglenker) und man will auch nicht immer nur den Hintern seines Vordermannes bestaunen. Entweder im großen Bogen drum herum oder kurz!! hupen, die machen dann schon Platz. Bei großen Gruppen heisst es warten, langsamer als ein Traktor sind die auch nicht. :-)


22.02.2010 12:10    |    andyrx

ja die Radwege sind oft nur mit normalen Fahrrädern einigermassen zu fahren,mit den empfindlichen Rennrädern ist der Achter oder Plattfuss dann nicht weit;)

 

mfg Andy


22.02.2010 12:22    |    Tobi103

Also bisher hatte ich noch keine ernsthaften Probleme mit Radfahrern, was mich aber stört sind

a) Radfahrer, die meinen, sie wären Profirennfahrer und Radwege sind ja nur was für das gemeine Familienradfahrervolk - deshalb fahren die dann auch mitten auf der Landstraße mit 20-30, obwohl nebendran ein ewig breiter Radweg ist

b) die von gurumsi beschriebene Einbahnstraßen-Situation. Hier gibt es eine Ecke, die ist folgendermaßen aufgebaut:

|| <------ ||

|| ------> ||, also die obere Straße Einbahnstraße in die eine Richtung, die andre in die andere Richtung. zwischen den beiden Straßen liegen etwa 20m. Es ist schon oft vorgekommen, dass mir erst in der einen ein Radfahrer entgegen kam und dann beim einfahren in die nächste Einbahnstraße auch wieder einer!


22.02.2010 12:25    |    gurusmi

@Joe_64:

Was soll man da noch sagen. Bei Dir ist eigentlich jedes Wort zuviel. aber trotzden.

 

Zitat:

Der Radfahrer ist grundsätzlich der Schwächere wenn es rappelt, also sollte man sie immer im Auge behalten und ggf. zurückstecken. Der Ärger ist unendlich und wenn Blut fliesst...

Nur die meisten Radfahrer bewegen Ihr Gefährt derart, daß sie genau das provozieren. Frei nach dem Motto: "Das Auto ist stärker und muß auf mich Rücksicht zu nehmen"

 

Zitat:

Speziell der Rennradler, üblicherweise auf Landstrassen anzutreffen, haben recht empfindliches und ungefedertes Gerät, da sind Radwege oft ein no go !

Und deshalb dann der Egotrip? Dummheit schützt vor Strafe nicht!

 

Zitat:

Das nebeneinander fahren dient der Unterhaltung (liebe handytelefonierenden Fahrzeuglenker) und man will auch nicht immer nur den Hintern seines Vordermannes bestaunen. Entweder im großen Bogen drum herum oder kurz!! hupen, die machen dann schon Platz. Bei großen Gruppen heisst es warten, langsamer als ein Traktor sind die auch nicht.

1. Mir währe neu, daß ein Trecker die Breite auf 20m variiert. Auch habe ich noch keinen Trecker gesehen, der auf der Straße umkippt. Radfahrer dagegen schon.

2. ich hab eine FSP

3. Was der Hintermann will interessiert nicht. er bewegt sich im öffentlichen Verkehrsraum und hat die Regeln zu befolgen. Das verlangt man ja auch vom Autofahrer.

4. Platzmachen wäre ja mal was. aber das paßt den Schmalspur-Möchtegern-Sportlern nicht. Die bleiben nebeneinander und schimpfen wenn man auch nur kurz hupt. Auch große Gruppen haben die Pflicht rechts am Rand zu fahren. Das ist Gesetz und nicht diskutierbar,.

 

Generell sollten sich die Radfahrer folgendes überlegen: Toleranz und Rücksichtnahme ist KEINE Einbahnstraße.


22.02.2010 12:42    |    Joe_64

@gurusmi

 

na so richtig tolerant scheinst Du mir auch nicht zu sein... wie oft sitzt Du auf dem Rad? Falls öfter als 'Vatertag' nehme ich (fast) alles zurück.

 

Es nervt jedenfalls gewaltig wenn jemand ohne Not in gefühlten 5-10cm Abstand an einem vorbeidrängelt "ist ja nix passiert". Spätestens dann wackel so ein Rad gewaltig.

 

Dein letzte Satz gilt doch auch für Autofahrer, oder?


22.02.2010 12:49    |    nawarthmal

Ich muß mich echt wundern, was einige hier schreiben. Die Straße ist eben nicht ausschließlich für Autofahrer da.

Mir ging es oft so, daß ich bei LKW-Fahrern dachte, "der kann nicht ganz dicht sein". Dann mußte ich, der bisher nur fast 20Jahre PKW gefahren war, plötzlich mal im Berufsverkehr einen 7.5Tonner Möbelkoffer ohne Beifahrer mitten durch die Berliner Innenstadt fahren. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, Radfahrer und scheinbar idiotische Autofahrer überall. Dann bin ich drei Jahre lang beruflich langen Sprinter in Berlin gefahren. Wieder waren alle anderen nicht ganz dicht. Jetzt fahre ich seit zwei Jahren mit dem Rennrad zur Arbeit, immer 10km Innenstadt. Und muß aufpassen, nicht übergekachelt zu werden. Rechts vor links gewährt mir keiner. Einbiegende unterschätzen meine Geschwindigkeit, Vorbeifahrende hupen und brüllen mir zu, ich solle auf den Radweg - den ich aber, siehe oben - lt StVO oft gar nicht benutzen muß und ab Tempo 25 auch nicht mehr darf. Unfallfrei bin ich nur, weil ich extrem vorausschauend fahre und die Tücken meiner täglichen Strecke genau kenne

 

Aber: Mir hilft inzwischen die Erfahrung mit den anderen Verkehrsmitteln, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Weil ich weiß, wie man als Radler/Kradfahrer übersehen und falsch eingeschätzt werden kann und wo überall die toten Winkel beim LKW liegen

 

Folgendes sollte Pflicht beim Erwerb des Führerscheins sein: Innenstadtfahrstunde auf Rad, Mofa & Klein-LKW!


22.02.2010 12:53    |    gurusmi

Also ich sitze so 200 Tage im Jahr auf dem Fahrrad. Den Frühling/Sommer/Herbst komplett durch.

- Ich schätze meinen Fahrradleistung auf ca. 8-10tkm p.a.

- Ich habve zwei große Hunde und fahre mit denen ins Feld zwecks Auslauf.

- Ich fahre z.B. auch viele kürzere Einkaufswege mit dem Fahrrad

- Ich hasse die Besäufnis-Touren a'la Vatertag.

- Ich beherrsche auch mit 40 noch den Wheelie und Jumps.

- Ich fahre lieber in Nebenstraßen, Feldwegen und auf Radwegen.

- Bei stark frequentierten Straßen auch in Schrittgeschwindigkeit auf dem Bürgersteig. Da bin ich dann dankbar, daß mich die Fußgänger auf diesem akzeptieren.

- Ich denke nicht nur an die Amateure, sondern auch an Kinder, Erwachsene und Rentner.

 

Mein letzter Satz gilt für alle und alles. Man kann nichts fordern, was man zu geben nicht bereit ist.

 

Ich bleibe z.B. auch als Fußgänger bei einer roten Ampel stehen. Wie sollen denn Kinder lernen, daß man nur bei grün drüber geht, wenn jeder einfach bei Rot drüber watschelt?


22.02.2010 12:55    |    Deacon Palmer

Der oben genannte Fall ist kein Regelfall...

Wer auf der falschen Seite fährt und damit sozusagen einen Unfall verursacht, dem wird ab 18 (und erst recht ab Führerscheinbesitz) eine gewisse Verkehrskompetenz unterstellt, sodass er hätte wissen müssen, dass er nicht auf der falschen Seite fahren darf...

 

Bei mir war das ja ein wenig anders im letzten Sommer. Autofahrer hat keinen Schulterblick beim rechts abbiegen gemacht und schon flog ich über seine Motorhaube und hab seinen rechten Außenspiegel mitgenommen. Dann kam er mir noch damit, dass ich ja relativ schnell gewesen sei... Ja und?! Ich hab trotzdem Vorfahrt:o


22.02.2010 12:55    |    Ebbi50

"Radfahrer sind einfach die besseren Menschen?". Zumindest bekommt man den Eindruck, wenn man in Freiburg mit dem Auto unterwegs ist. Irgendwie bekommen die immer Recht. Egal, wie sie fahren. Die Regel <rechts vor links> scheint bei ihnen wahrscheinlich nicht nur in Freiburg unbekannt zu sein. "Kamikazebiker" ist dann der richtige Begriff. Gut Trainierte halten sie im innerstädtisch fließenden Verkehr nicht nur mit, sondern auch drauf. Sie streben auch hier in der ewigen Wahnvorstellung, dass Wachstum, Leistung und Erfolg alles im Leben ist, unbeirrt nach vorne. Und die, die auf ebener Strecke nicht mithalten können, versuchen sich eben auf abschüssiger Fahrbahn. Machmal glaubt man im Kindergarten zu sein. Erwachsene Menschen auf dem Fahrrad, dem Mountainbike oder der Rennmaschine kompensieren gelegentliche oder regelmäßige Mißerfolge im Leben mit einer schier militanten Energie beim Biken. So kann man den Eindruck bekommen, fahrt man als Auto- oder Motorradfahrer durch Freiburg. Hat mich doch letztes Jahr eine Unbeirrte auf ihrem Mountainbike im Gefälleverkehr aufs Korn nehmen wollen. Nur ein augenblicklicher Stop meinerseits verhinderte den Aufprall an einer Kreuzung. Dort, wo ich von rechts auf eine nicht vorfahrtberechtigte Gefällestrecke (Luisenstr. - Holzmarkt) einbiegen wollte. Klar, wer abwärts im Taumel der Geschwindkeit sein Bestes gibt, wird sich kaum von einer Dose bremsen lassen wollen. Also ging es mit Gebrüll das Gefälle hinab: "Du hast niemals Vorfahrt" wurde mir knapp und ohne Chance auf Erwiderung mit energisch weiblich emanzipatorischer Miene entgegenbebrüllt und schwupps, schrappte diese Kamikazebikerin auf ihrem Mountainbike an meinem Nummernschild vorbei.

Nur ein Beispiel? Nee...., da ist auch das Kamikaziweib mit dem Kinderhänger an ihrem Bike, das mir mitten vor der UNI-Bibliothek in Freiburg mit Top-Speed den Weg abschnitt, um noch schräg die Fahrbahn querend, die Grünphase der Fußgänger-Ampel zum Überfahren auch noch der Gegenfahrbahn zu erwischen. Kinder in Fahrradhängern leben gefährlich. Ich habe einfach Rücksicht zu nehmen. Was sonst.

Nein...., die Blumen für die im Freiburger Straßenverkehr getötete Radfahrerin an der Ecke Schreiberstr./Ka-Jo sind jetzt weg. Sie waren wohl schon verwelkt.

Gott......, könne sich Freiburger RadfahrerInnen denn nie an die Verkehrsregeln halten? Ich selber bin ebenfalls sehr, sehr oft einspurig unterwegs. Mit dem Fahrrad und meinen Möppis. Mir käme nicht, niemals, nie und sowieso nicht in den Sinn, einfach so draufzuhalten. Sind wir denn im Krieg?

 

Gruß Ebbi......, den dieses Thema nervös macht.


22.02.2010 13:23    |    Maxximus77

Ich kann es nicht verstehen dass einfach immer gesagt wird, der Autofahrer ist der stärkere und erhält zumindest immer ne Teilschuld, oft die volle Schuld.

Wenn ich aber beobachte wie Radfahrer fahren, ist das einfach ein Unding dass Autofahrer dafür büßen sollen. Ich sehe täglich Rotsünder, nicht an Rad-Weg-Halter, ohne zu schauen von links nach rechts fahren, nebeneinander fahren etc

 

Und ich sehe eine dieser Aktionen wirklich täglich, die Rotsünde definitiv mehrmals am Tag. Ich wage zu behaupten dass sich kaum einer daran hält.

Ich würde alle hart bestrafen und wenn sie im Besitz von einem sind, den Lappen wegnehmen, wie sich das für über rotfahren gehört.


22.02.2010 13:39    |    hacky1312

Also mein Vater hat auch mal eine Oma vom Fahrrad gehaun als er an die Kreuzung rangerollt ist, also mit max 3-5 km/h die Oma ist vom Fahrrad gefallen, Fahrrad war noch komplett intakt.

An unserem Auto war ein kleiner Kratzer vorne an der Stoßstange, nichts schlimmes.

Mein Vater hat dann aber trotzdem die Polizei gerufen und die haben das dann auch alles aufgenommen usw, später hat er sich dann nochmal bei der Oma erkundigt ob alles ok wäre und so und dann kam ihr Schwiegersohn ans Telefon und meinte eben von wegen, dass er uns Anzeigen wird. Dann hat mein Vater gesagt, dass er dann jetzt eben seinen Anwalt einschalten wird.

Also Anwalt eingeschaltet und 2 Monate später ~400 Euro für die kaputte Schürze vorne bekommen. Hät der Typ nichts gesagt hätten wir es auch dabei belassen. Achja und vom Verkehrsamt wurd das Verfahren auch eingestellt.

Die Oma ist auch auf dem Bürgersteig gefahren und mein Vater kam aus einer Rechts-vor-Links Straße.

Aber immerhin hat er volles Recht bekommen.


22.02.2010 13:40    |    RogBro

Ich bin sowohl Rad- als auch Autofahrer und sehe das ganze zwiespältig. Gegen Rennradfahrer, die auf der Straße fahren, habe ich absolut nichts einzuwenden, es wäre vielmehr lebensmüde, den Radweg zu verwenden. Ich sehe dort auch nicht wirklich ein Problem - einfach vorbeifahren und fertig.

Wenn ich mir allerdings solche Drahteselcowboys ansehe, die nachts ohne Licht und unter Mißachtung jeglicher Verkehrsregeln fahren lautet meine Meinung: Selber schuld! Mir schoss einmal nachts ein schwarz gekleideter Radfahrer ohne Licht der Einbahnstraße entgegengesetzt fast vor mein Auto. Den habe ich, meiner Meinung zu Recht, zusammengehupt.

 

Etwas mehr Rücksicht täte sicherlich beiden Seiten gut.


22.02.2010 14:46    |    Astra-f-anatic

Endlich mal ne Plattform um mal meine Meinung kund zu tun. Es kann nicht sein das Radfahrer ständig auf der Strasse unterwegs sind und dadurch den Verkehr blockieren aber sobald es auf eine Ampel zugeht und diese auf Rot steht, fahren sie auf den Bürgesteig und über den Zebrastreifen. Danach gehts munter auf der Strasse weiter. Das nächste ist wen eine Gruppe von Radfahrern, speziel diese möchtegern Ulrichs, nicht hintereinander fahren sonder zu fünft oder zu sechst neben einander. Überholst du solche Knallköpfe mal etwas zu eng zeigt dir jeder zweite den Mittelfinger.:mad: Wofür gibt es den Radwege? Aber das haben diese Chaoten ja nicht nötig, bei der Tour de France fährt man ja auch auf der Strasse. Bei uns fahren viele Fahrraffahrer Nachts ohne Licht:eek: Braucht man anscheinend nicht, warum auch, holst du so eine Leuchte vom Fahrrad ist ja eh der Autofahrer der doofe.

 

Ich hab nix gegen Radfahrer die sich an die STVO halten, den daran muß sich der Autofahrer ja schliesslich auch halten. Nur diese Ausnahmen gehören leider immer mehr zu den Randgruppen.


22.02.2010 14:55    |    murxer666

Strassenverkehr ist ein geben und nehmen, nur weil es einen Paragraphen gibt, kann ich noch lang nicht auf mein "Recht" bestehen. Endet meist mit ner Dalle.

 

Wenn aber so wie heut früh, ein Radfahrer, einen Bus rechts überholt, der blinkend an ne Haltestelle fährt, der hats nich besser verdient zermatscht zu werden.

Nun ja, der Busfahrer hat ihn noch rechtzeitig gesehen und musste sich zum Dank noch beschimpfen lassen.

 

Von denen, die schwarz gekleidet ohne Licht oder gar mit rotem Licht am Lenker durch die Dunkelheit fetzen, am besten noch gegen eine Einbahnstrasse, fang ich gar nicht erst an.

 

Und wenn man so einen Kamikaze dann mal erwischt, ist man als Autofahrer noch der Dumme...

 

Murxer,

(fährt gerne Rad)


22.02.2010 14:58    |    martinkarch

Zitat:

Ich kriege jedes mal die Krise, wenn ich diese Möchtegern-Rennradprofis sehe, die - möglichst zu zweit nebeneinander - auf der Landstraße rumfahren, obwohl nebendran ein Fahrradweg ist

In der Gruppe darf man das und mit Lizenz auch !

 

Auf dem Radweg ist es jedenfalls oft nicht ideal zum Gasgeben !

 

Manchmal natürlich auch DOCH, dann sollte man ihn auch nutzen. So mach ich es auch !


22.02.2010 15:04    |    Brunolp12

Zitat:

gurusmi

Platzmachen wäre ja mal was. aber das paßt den Schmalspur-Möchtegern-Sportlern nicht

Aber: wie soll man Platz machen, wenn man schon ganz rechts ist?

 

Zitat:

gurusmi

Die bleiben nebeneinander und schimpfen wenn man auch nur kurz hupt. Auch große Gruppen haben die Pflicht rechts am Rand zu fahren. Das ist Gesetz und nicht diskutierbar

Ausnahme:

Ab einer Gruppe mit 16 Teilnehmern ist das Fahren auch zu zweit nebeneinander erlaubt, (siehe "geschlossener Verband").

Das ist auch sinnvoll, hält man sich mal die Länge und Breite eines solchen "Verbandes" vor Augen:

Das Überholen von mindestens 16 Rädern in einer Reihe ist (jederzeit korrekten Seitenabstand vorausgesetzt - empfohlen: mindestens 1,5 Meter, also mindestens 2 Meter vom rechten Straßenrand) weit schwieriger als das Überholen eines halb so langen, aber doppelt so breiten "Verbandes".

 

 

Ansonsten kennt die Radwegebenutzungspflicht (=gilt für Wege mit einem der blauen Schilder) durchaus einige Ausnahmen, die vielen Autofahrern nicht bekannt zu sein scheinen:

Wenn der Weg nicht "Fahrbahnbegleitend" ist, sich in einer Tempo 30 Zone befindet oder zugeparkt ist, dann ist die Benutzungspflicht zum Beispiel hinfällig. Wenn zwar ein Streifen vorhanden ist, das entsprechende Schild aber nicht gesetzt ist (Bemalung der Oberfläche zählt meines Wissens nicht).

 

Zitat:

martinkarch

In der Gruppe darf man das und mit Lizenz auch

Lizenz oder nicht hat in Deutschland meines Wissens keine Auswirkung. Aber in Österreich wohl schon.


22.02.2010 15:06    |    rickstermann

Hallo , mein Senf dazu: ;)

Der Autofahrer ist der "Stärkere" , von ihm geht mehr Gefahr aus - also soll er mehr aufpassen. Der Fahrradfahrer weiss das allzu genau und rechnet felsenfest auf die Rücksichtnahme des Autofahrers. Was manchmal schief geht. Was ich als Autofahrer nicht kapiere: mein Auto bekommt nur Beulen etc. - der Radfahrer könnte sogar draufgehen. Warum nehmen Radfahrer dieses Risiko auf sich?

Ich seh das so: wenn ich in den Dschungel oderso gehe, pass ich doch auf mich selbst richtig doll auf (dass mich kein grosses, brüllendes Viech anfällt) - da geht doch der Selbstschutz vor!

Nichts für ungut - ich pass ja auf Radfahrer auf , selbst wenn die sich falsch verhalten.

Ciao!:D

 

 

edit:

Warum regen sich Radfahrer auf , wenn man sie mit der Hupe vor einer drohenden Gefahr warnt? (dafür ist die Hupe "konzipiert")


22.02.2010 15:12    |    Brunolp12

Zitat:

rickstermann

Warum regen sich Radfahrer auf , wenn man sie mit der Hupe vor einer drohenden Gefahr warnt? (dafür ist die Hupe "konzipiert")

weil das sehr laut ist und man sich tierisch erschreckt


22.02.2010 15:28    |    micci1

Mich erschreckt es auch wenn Sie zum schreien anfangen und mir den Stinkefinger zeigen, aber das interessiert ja keinen!.:D


22.02.2010 15:31    |    rickstermann

;)

@ Brunolp12

Was glaubst du wie ich mich erschrecke, wenn ich mich einem unbeschrankten Bahnübergang nähere und davor anhalte oder stehen bleibe - der Lokführer des heranrasenden Zuges aber sein Signalhorn ertönen lässt!

Da klingeln einem die Ohren! Aber letztendlich bin ich froh, dass er mich gewarnt hat.

Ich vertraue darauf, dass dieser Meinungsaustausch zu einem friedlichen "Zusammenleben auf der Strasse" führt!

Cool übrigens die Blogs / Foren hier - Motortalker sind die Besten! :D:D:D


22.02.2010 15:41    |    Kamilli

Fahrt mal in Hannover, am besten im Stadtteil Linden Nord! Da herrscht Anarchie auf zwei Rädern! Krönendes Highlight vor zwei Wochen: Ich fahre langsam in einem Wohngebiet mit rechts vor links Kreuzungen und mir kommt eine Radfahrerin entgegen. Auf Sicht- und Rufweite hebt sie den Mittelfinger zum Gruß und blafft: "Arschficker!". Muss ich noch was dazu sagen? Die Straße war breit genug für zwei Autos, ich auf meiner Seite und sie in keinster Weise eingeschränkt.

Des öfteren bekommt man auch zu hören:" Radfahrer haben IMMER Recht!" So bewegt sich auch ein nicht unerheblicher Teil dieser Verkehrsteilnehmergruppe...

 

Mehr mag ich dazu mal nicht sagen.

 

Gruß


22.02.2010 15:52    |    Lewellyn

"Betriebsgefahr" heißt das juristisch. Die erhöhte Betriebsgefahr das PKWs bedeutet automatisch eine Mitschuld gegenüber deutlich schwächeren Verkehrsteilnehmern, bis zur völligen Schuldunfähigkeit bei den Allerschwächsten, Kindern bis 7 Jahren.

 

Früher, als ich noch jung undsoweiter, hatte ich als allererstes Motorrad eine Suzuki GT250. Die war damals schon 10 Jahre alt, lief 160 mit nominell 27PS und emmitierte dabei gefühlte 135db.

 

Auf einer kilometerlangen Geraden auf einer wenig befahrenen Landstrasse lag ich mal wieder hinter meinem M-Lenker, Vollgas was ging. Die Tachonadel bewegt sich langsam auf 160 zu. Vor mir tauchten zwei Radfahrer auf, die offensichtlich quatschend nebeneinander her fuhren. Da die Strasse breit genug und topfeben war, wechselte ich einfach auf die linke Fahrbahnseite und fuhr dann Gasaufanschlag so mit 2 Meter Abstand vorbei. Im Augenwinkel (ich lag ja) sah ich im heftig vibrierenden Rückspiegel, wie schlagartig Unruhe in die beiden kam und einer wohl in den (trockenen) Graben fuhr.

 

Sorry. Tut mir auch noch nach 25 Jahren aufrichtig leid. Wirklich. Zumindest zehre ich davon noch, wenn mich mal wieder eine Gruppe Radler zum schleichen nötigt...:D


22.02.2010 15:53    |    Brunolp12

Zitat:

rickstermann

Was glaubst du wie ich mich erschrecke, wenn ich mich einem unbeschrankten Bahnübergang nähere und davor anhalte oder stehen bleibe - der Lokführer des heranrasenden Zuges aber sein Signalhorn ertönen lässt!

Da klingeln einem die Ohren! Aber letztendlich bin ich froh, dass er mich gewarnt hat.

naja, wenn Du gerne mal einen kompletten Zug übersiehst, dann musste wohl dankbar sein für ein aufweckendes Signal :D :p :rolleyes:

 

Nach den Verkehrsregeln ist warnendes Hupen in solchen Fällen wohl außerorts gestattet. Aber wenn aber ein Autofahrer in korrektem Abstand an einem Fahrrad vorbeifährt, dann ist diese Warnung idR. nicht erforderlich (ja, eher unüblich) und daher wohl von einigen als aggressiv empfunden.


22.02.2010 17:06    |    KKW 20

Zitat:

22.02.2010 11:05 | gurusmi gurusmi

In Heidelberg haben die Radfahrer längst gewonnen und bewegen sich in einem rechtsfreien Raum. Seitdem die Oberbürgermeisterin Beate Weber am Ruder war, ist dies so. Wenn man mit dem durch die Weststadt fährt, so hat man nur Einbahnstraßen vor sich. Diese gelten aber hochoffiziell nicht für Radfahrer. Das reinste Chaos. Und die Polizei hat den Kampf für das Getzt an der Radfahrerfront längst verloren und aufgegeben.

In Frankfurt ist das gleiche Spiel, seit dem die Grünen im Römer sitzen und der Herr Sikorski (Grüne) Verkehrsdezenent ist.

Autofahrer sind die Buhmänner, Radfahrer dürfen alles. Die dürfen sogar in Einbahnstraßen, wo schon Kleinlastwagen Probleme haben durchzukommen, entgegen der Fahrtrichtung fahren. Was sie auch tun und das zum Teil völlig rücksichtslos.


22.02.2010 17:27    |    andyrx

nun Radfahrer gelten als ökologisch unbedenklich und vorbildlich weil sie eben keine verhassten Co2 Stinker benutzen und in so manchen grün gefärben Rathäusern scheint man unter diesem Aspekt durchaus für solche Radfahrer Verständnis zu haben die mit ihre Vehikeln und Fahrweisen den Klassenkampf auf die Strasse tragen:rolleyes:

 

leerstehende Fahrradparkhäuser für zig Millionen Euro aus EU Mitteln sind da ja noch ganz locker zu sehen:p

 

mfg Andy


22.02.2010 17:30    |    Brunolp12

naja, in manchen Innenstädten wäre aber auch wirklich schon ziemliches Chaos, wenn jeder mit dem eigenen PKW reinkommen würde.

 

Alternativen sind keine grünen Phantasien sondern ein Muß


Deine Antwort auf "Radfahrer contra Autofahrer--> Recht bekommt meist der Radler"

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