andyrx

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15.10.2012 00:39    |    andyrx    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: , , , , , , ,

oft ist im Stadtsäckel nix mehr drin... oft ist im Stadtsäckel nix mehr drin...

Moin Motortalker,

 

allenthalben liest man von der schwierigen Finanzlage der Städte/Kommunen oder Gemeinden...jeder private Bürger wäre schon längst gepfändet worden so wie das mitunter ausschaut;)

 

Aufgrund diverser Rechenmodelle werden dann gerne mal unsinnige Biltzer aufgestellt,hohe Parkgebühren eingeführt und allerlei Abgaben erfunden um etwas Geld ins klamme Stadtsäckel zu bringen:rolleyes:

 

habe gerade einen Artikel gefunden der ein bemerkenswertes Beispiel zeigt wie es auch anders geht;)

 

Zitat:

Ganz Nordrhein-Westfalen ist pleite, nur Raesfeld nicht. Die 11.000-Einwohner-Gemeinde im Münsterland ist die einzige Kommune des Landes, die seit fast 20 Jahren keine Schulden macht. Wie konnte das gelingen? Eine Wanderung zwischen Solidarität und Solidität.

 

+++

 

Um so dringender die Frage: Wie kommt man in Raesfeld mit dem Geld aus, das man hat? "Am besten", sagt Bürgermeister Andreas Grotendorst, "Sie geben möglichst wenig aus."

 

Raesfelds Finanzstatus ist vor allem das Verdienst seines Amtsvorgängers Udo Rößing (CDU), der in seiner 34-jährigen Amtszeit einen Schuldenberg von vier Millionen Mark abtragen und am 5. Juli 1993 vermelden konnte: Raesfeld hat keine Verbindlichkeiten mehr. Seither gilt das defizitlose Dasein als Markenzeichen der Kommune im Kreis Borken. Sparsamkeit ist zum gemeinsamen Nenner ihrer Bewohner geworden. Die Folge: Jedes teure Großprojekt wird von der Bürgerschaft kritisch beäugt, Protzerei ist verpönt.

 

Wie ein kleines Paradies

Raesfeld ist ein Stück heile Welt, die Menschen auf der Straße grüßen sich und in der Bäckerei wird geschwatzt, ehe das Sechskornbrot über die Theke wandert. Arbeitslosigkeit gibt es kaum.

Quelle und ganzer Artikel-> http://wirtschaft.t-online.de/.../index

 

nunja,das ist leider die große Ausnahme....leider möchten gerne viele Politiker wiedergewählt werden und setzen sich deshalb Denkmäler in Form von Bauten oder Denkmäler die weit über die Finanzkraft hinaus gehen....:rolleyes:

 

In Hamburg dürfte man sicherlich die die Elbphilhamonie im Kopf haben....ursprüngliche Kosten geplant waren 77.000.000.- Euro...nun ist man bei 467.000.000.- Euro angelangt...auch für ein wirtschaftsstarke Metropole wie Hamburg ein dicker Brocken der eigentlich aufgrund der Schulden gar nicht machbar ist:eek:

 

Das Beispiel Raesfeld ist sicherlich nicht 1 zu 1 übertragbar auf die großen Städte...aber ein wenig davon abschauen sollte sich der ein oder andere Kämmerer schon etwas....wenn da nur nicht der Filz und Klüngel wäre:D:D

 

anders kann ich mir so manche Investitionsruine nicht erklären....:p

 

mfg Andy


Kommentare: 29

15.10.2012 00:53    |    CaptainSlow

"Als in den Siebzigern ein Schwimmbad entstehen sollte und als seinerzeit über eine Veranstaltungshalle diskutiert wurde, zeigte sich die Gemeinde erstaunlich weitsichtig. Die hohen Folgekosten, die viele profilierungsbedürfte Kommunalpolitiker bei ihren Entscheidungen gerne ausblenden, bedeuteten in Raesfeld das Ende des architektonischen Wunschkonzerts. Stattdessen richtete die Gemeinde einen Badebus ein, der seither alle Schwimmer in die Badeanstalt Borken bringt. Das kostet gerade mal 11.000 Euro im Jahr."

 

Ja, ist ja praktisch, wenn man den Bürgern was bieten kann und das auf Kosten der nächsten Stadt. Ich denke, ich benutze demnächst nurnoch das Auto meines Nachbarn ohne mich an Kauf, Versicherung, Inspektionen und Reperaturen zu beteidigen, sondern zahle nur den Sprit den ich verfahre. :rolleyes:

 

 

Zitat:

In Hamburg dürfte man sicherlich die die Elbphilhamonie im Kopf haben....ursprüngliche Kosten geplant waren 77.000.000.- Euro...nun ist man bei 467.000.000.- Euro angelangt...auch für ein wirtschaftsstarke Metropole wie Hamburg ein dicker Brocken der eigentlich aufgrund der Schulden gar nicht machbar ist:eek:

Das ist allerdings immer mehr ein Problem in Deutschland. Einerseits kommen Projekte ewig nicht in Gang, weil andauernd irgendwer irgendwo irgendwas verhindert...ist doch egal was der Mensch braucht, hauptsache der blaugestreiften, ringelschwänzigen Feder-Stecknasen-Fledermaus gehts gut. ;) Die Kosten für viele reine Prestigeprojekte laufen aber gerne aus dem Rahmen. Hätte es die Elbphilarmonie gebraucht? Hätte es den neuen Airport Berlin BRandenburg gebraucht? Eher nicht. Aber die, die es beschließen, müssen es ja nicht bezahlen.

 

Um zum Nachbarn zurück zu kommen: Wenn ich mir ein Auto auf seine Kosten kaufen kann...dann ist es mir auch egal, was die Karre kostet. Ist ja nicht mein Geld.

 

 

€dit: Über das Thema gab es mal eine nette doku beim ZDF: Pleitegeier über Rhein und Ruhr

 

In der Doku ist alles drin: Sinnloses Fußballstadion für 40 Millionen bauen obwohl man hochverschuldet ist, dämliche Bürgerinitiativen die verhindern, daß Felder mit Häusern für junge Familien bebaut werden die Geld in die Stadt bringen würden etc. pp.


15.10.2012 02:06    |    Shibi_

Ich verstehe nicht warum es vielen Städten egal ist, dass sie so viele Schulden haben. Natürlich gibt es fälle in denen sich ein positiver Haushalt nicht realisieren lässt. Aber andererseits ist es doch auch keine Lösung einfach jedes Jahr mehr Schulden zu machen. Würde ich das als Privatmensch machen würden irgendwann welche vor meiner Tür stehen und mein Auto, meinen Fernseher etc. mitnehmen.

 

 

Ein entfernter Verwandter von mir ist in Karlshuld Bürgermeister und die sind seit etlichen Jahren komplett Schuldenfrei. Es ist durchaus möglich eine Gemeinde schuldenfrei zu halten wenn man etwas auf den Haushalt achtet.


15.10.2012 02:42    |    124er-Power

Da haste ja mal wieder ein heißes Thema ausgepackt Andy.

Es wird soviel Geld unnötig verbrannt, das ist kaum zu glauben. :o

 

Wie kann man von 77 Mio. auf 467 Mio. kommen? Das ist mehr als 6x soviel wie geplant! :eek:

 

Weitere Beispiele wo es mal wieder teurer wird als geplant sind der Flughalfen in Berlin und S21.

Die Ursache ist immer dieselbe. Fehlplanung! :o

 

 

Und wer darfs mal wieder ausbaden? Wir Steuerzahler. :mad:

Wenn die Städte und Länder endlich mal lernen würden, verantwortungsbewusst mit den Geldern umzugehen, dann könnten wir uns auch endlich den verdampten Solidaritätszuschlag sparen!!!!!!


15.10.2012 02:46    |    124er-Power

Meine Stadt versinkt auch etwas im Größenwahn.

Hier wird ein Einkaufszentrum nach dem anderen gebaut, doch brauchen wir wirklich soviele?

 

Und was ich überhaupt nicht verstehe, wieso braucht der TSV 1860 München jetzt ein eigenes Stadion?

Wenn die sich mit dem FCB net einig sind, dann solln se halt das OlympiaStadion nehmen, das steht doch eh größtenteils ungenutzt da.


15.10.2012 08:03    |    r-o-b-e-r-t

Ob meine Stadt pleite ist?

 

Ich wohne in Berlin. Punkt.

 

:D


15.10.2012 08:26    |    JürgenS60D5

Wer Macht hat, nutzt sie. Das gilt für Schwachsinnsprojekte wie ein ein eigenes Stadium für 1860, und hört bei vollkommen sinnfreien Einkaufszentren nicht auf.

 

Etwas zerrissen bin ich, wenn es darum geht über öffentliche Bauten zu urteilen. Es ist schon erstaunlich, wie die Kosten für solche Bauten wie S21, Elbfilharmonie, etc. explodieren. Aber "Fehlplanung" ist mir zu simpel. Zu einer Planung gehören im er viele. Ich war in genügend Projekten, bei denen die öffentliche Hand beteiligt war. Und nicht selten herrscht bei Privatfirmen das Gefühl: "hey, billig rein und dann melken".... das gleiche gilt doch für Strassenbauprojekten. Angeblich ist kein Geld da, ich habe eher das Gefühl, da wird auf Kosten der Allgemeinheit auch der "shareholder Value" gesteigert.

 

@captainslow: ich seh das anders. Der Eintrittspreis muss die entsprechenden Kosten beinhalten. Tut er das nicht, ist es nicht das Problem der Gemeinde, die dafür sorgt, dass die Auslastung steigt, sondern das Problem des Eigentümers/Betreibers. Insoweit hinkt dein Vergleich mehr als nur gewaltig.


15.10.2012 09:00    |    RedCougar

Zitat:

Original von 124er-Power

... Wie kann man von 77 Mio. auf 467 Mio. kommen? Das ist mehr als 6x soviel wie geplant! :eek:

Wie man da hin kommt? In dem man unfähige Leute die Ausschreibung machen lässt, die nicht wirklich vom Fach und Beamte sind und in dem man bewusst auch Positionen in der Ausschreibung weglässt, damit das Bauvorhaben anfänglich nicht so teuer ausschaut. Ich arbeite mittlerweile sein 25 Jahren im Bausektor und kann sowohl als Hamburgerin als auch als relativ fachkundige Arbeitnehmerin nur den Kopf schüttel. So geht es wohl mittlerweile jedem Hamburger(in), aber das BVH abbrechen oder stilllegen ist mittlerweile keine Option mehr. Dafür ist der "Point of no return" schon seit langem zu weit überschritten und man kann den zudem häßlichen Bau einfach nur noch Fertigstellen. Augen zu und durch.

 

Den Politikern fehlt die Weitsicht und sind zu sehr auf die eigene Profilierung bedacht. Zudem sind gerade Kommunalpolitiker leicht beieinflussbar durch die ortsansässige Wirtschaft und selten so fachkundig, dass sie entsprechende Zahlenwerke selbst durchschauen könnten.

 

Das ist wie wenn man im Kleinen ein Häusle bauen will, zur Bank geht und der Bankangestelle einem tolle Zahlen vorlegt, die man selbst nicht wirklich versteht und die monatlichen Ausgaben schöngerechnet sind. Das Ende vom Lied: Der Häuslebauer ist finanziell bis auf den letzten Cent ausgereizt und sobald auch nur ein Nagel schief in die Wand gehauen wird, droht die Zwangsversteigerung, weil man außerplanmäßig nen neuen Nagel besorgen muss und man das in den laufenden Kosten nicht berücksichtigt hat. Einer Kommune droht zwar nicht unbedingt die Zwangsversteigerung, aber sie nimmt weitere Kredite auf, die dann entsprechend teurer sind und den Haushalt nochmal mehr belasten.

 

Kaum ein Politker ist Mann´s genug - à la Margaret Thatcher damals in GB - unpopuläre Maßnahmen zur Sanierung des Haushalts durchzusetzen oder gar nur anzusprechen. Und es wird auch demnächst noch viel schlimmer mit der Verschuldung der öffentlichen Haushalte, wenn in absehbarer Zeit eine Ruhestandsflut und entsprechend zu zahlende Pensionen auf sie zu kommt. Das ist ein immens! großer Posten, der dann Jahr für Jahr - und bei der heutigen Lebenserwartung - über viele Jahrzehnte anfällt und noch so manche Stadt/Land in den Ruin treiben wird. Nur dieser Posten wird zu gerne verschwiegen und ausgeblendet. Sollen sich doch die nachfolgenden Amtsträger damit abgeben ...


15.10.2012 09:22    |    gurusmi

Also meine Gemeinde hat in 2011 einen Überschuß erwirtschaftet. So auch der ganze Staat. Dies verbleibenden Gelder wurden zur Schuldenreduktion verwendet.

 

Zitat:

Die Rechnung des Kantons Basel-Stadt schliesst im Jahre 2011 mit einem Überschuss von 217.3 Millionen Franken. Budgetiert war ein Plus von 52.5 Millionen ...

Linkservice

 

Auch für das Jahr 2012 rechnet man mit einem Überschuß. Dieser soll jedoch weitaus geringer sein.


15.10.2012 09:26    |    Dr Seltsam

Das Problem is ja, sobald mal mehr eingenommen wird werden damit nicht die Schulden bedient, sondern es wird direkt wieder für irgendwas rausgehauen. Statt das man sagt, alles was über Planung reinkommt geht in die Schulden, denkt man aufeinmal man hat eine Goldader und kann sofort wieder weitermachen wie bisher.


15.10.2012 10:03    |    CaptainSlow

Zitat:

@captainslow: ich seh das anders. Der Eintrittspreis muss die entsprechenden Kosten beinhalten. Tut er das nicht, ist es nicht das Problem der Gemeinde, die dafür sorgt, dass die Auslastung steigt, sondern das Problem des Eigentümers/Betreibers. Insoweit hinkt dein Vergleich mehr als nur gewaltig.

Afaik sind Städtische Bäder genauso subventioniert wie Bibliotheken, Theather etc. pp., sprich, der Preis ist eigentlich viel zu niedrig. Glaubst du, Städte würden sonst Bäder schließen, wenn der Bedarf da ist? Nein, müssen sie aber, weil es sie sonst a) zu teuer kommt oder b) sie den Preis erhöhen müssen, dann viele Besucher wegfallen und dadurch das ding immernochnicht in den schwarzen Zahlen steht.

 

egal wie man es dreht und wendet: Zu prahlen, daß man kein eigenes Schwimmbad hat, weil man das ja der Nachbarn kostenfrei nutzen kann ist für meinen Geschmack trotzdem daneben.


15.10.2012 10:07    |    andyrx

ein Schwimmbad sollte dann ein Thema sein wenn Nachfrage und Angebot zusammenpassen....eine Gemeinde die sich so was gönnt muss dann eben auch die Besucher aus anderen Orten mit einplanen oder die Finger davon lassen;)

 

insofern kann ich nix nachteiliges daran erkennen wenn man im Nachbar Ort für die bessere Auslastung eines Schwimmbads sorgt welches sonst noch mehr rote Zahlen produzieren würde;)

 

mfg Andy


15.10.2012 10:08    |    batze

siehe Heilbronn und die BUGA 2019. Der Großteil der Einwohner sind dagegen, siehe da. das stört den OB nicht, Er will es mit aller Gewalt im Gemeinde/Stadtrat durch drücken. Weitere Großprojekte an denen die Stadt beteiligt ist 2 Klinikneubauten, die Ortsumfahrung von 2 Ortsteilen welche die CDU 40 Jahre verpennt hat, und aus Gründen von Streitereien innerhalb nicht auf die Reihe bekam. Jetzt ist das Heulen und Wehklagen gross, nachdem die derzeitige Landesregierung das letzt genannte Projek aus finanzielen Gründen gestrichen hat. Des weiteren der Ausbau der S4 (Strassenbahn) von Heilbronn nach Gundelsheim- Mosbach auf DB Schienen. Als ob die derzeitige S4 vonKarlsruhe nach Öhringen -ebenfalls auf DB Gleisen- nich schon genug Geld gekostet hat. Nach 10 Jahren mußte innerstädtisch in HN das Gleisbett erneuert werden, Grund, Billigmaterial-Pflastersteine- aus China.


15.10.2012 10:12    |    andyrx

so manche teure Ortsumfahrung sorgt zwar für Ruhe im Ort...aber mitunter ist dann soviel Ruhe dort das die Geschäfte zumachen müssen oder die Stadt wie ausgestorben wirkt...gesehen zuletzt im Ort Dahlenburg in der Lüneburger Heide....zig leerstehende Geschäfte und nichts mehr was diesem Ort irgendwie Leben gibt...einfach verwaist;)

 

mfg Andy


15.10.2012 10:14    |    DerMatze

allein die idee für 11.000 einwohner ein schwimmbad bauen zu wollen, finde ich schon grotesk.... bei vergleichsweise hoher dichte an schwimmbädern und badeseen kann das nicht kostendeckend laufen -.-


15.10.2012 10:23    |    andyrx

ja,das ist mitunter grotesk...ein teures Schwimmbad im Ort aber kein Geld mehr um die Strassen instand zu halten....wenn dann im Frühling die Schlaglöcher nicht mehr richtig repariert werden können...weiss man wirklich wie unnütz so manche teure Investition war;)

 

da wird dann lieber schnell mal ein Blitzer aufgestellt,denn der bring ja auch Geld ins Stadtsäckel:rolleyes:

 

mfg Andy


15.10.2012 10:39    |    batze

Andy bei der Ortsumfahrung was HN betrifft geht es um den täglichen

Strassenverkehr mit bis zu 12tsd Fahrzeuge den Anrainer ein besseres Leben zu ermöglichen. An schlimmsten ist der Schwerverkehr, welcher bedingt durch Navilenkung neue Strecken für sich endeckt, die völlig ungeeignet sind. Und was die innerörtliche Infrastrucktur bezüglich Einkaufen betrifft, fahren 90% der Heilbronner und Umlandbevölkerung zum Kaufland,das hier Dominant ist,bedingt durch den Firmensitz der Schwarzgruppe im nahen Neckarsulm.


15.10.2012 10:41    |    andyrx

Moin

 

das war auch jetzt nicht auf Heilbronn bezogen sondern eher ein allgemeine Betrachtung....in einer Kleinstadt müssen die Stadtväter aber sicherlich beide Seiten der Ortsumfahrung sehen...kein Verkehr mehr aber auch Totengräber Ruhe im Ort...hat immer alles seine zwei Seiten;)

 

mfg Andy


15.10.2012 11:06    |    onkel-howdy

das problem haben nichtnur gemeinden sondern auch grossfirmen. und solange missmanagment keine strafen nachsich zieht (ausser vielleicht einen rauswurf) sind diese leute eben blind. aber schuld daran ist das system. ein jung dynamische ing. frisch von der schule der zu doof ist 1 und 1 zusammenzuzählen werkelt ganz nette pläne aus, rechnet mit 100% verfügbarkeit, samstag und sonntag sind ganz normale arbeitstage und so kann man einen auftrag über 10.000 tele die woche an land ziehen obwohl man weiss das man nur 9000 teile schafft. dann wird monatelang material von a nach b geschoben, bilanzen gerade gebogen, hier und da vertröstet ABER die oberste heeresleitung bekommt mit "da ist einer der greift durch und den kann man was machen lassen. so einen brauchen wir hier oben!"...dann fällt dieser jung/dynamische kerl die karriereleiter hoch und der nachfolger sitzt vor einem scherbenhaufen. oder die firma wird an einen neuen investor verkauft, verluste angeschrieben und das rad beginnt sich erneut zu drehen.

 

was interesiert mich eine firma/gemeinde wen ich in 5-10 jahren eh im vorstand/landtag sitzen will. und genauso reagieren auch politiker. was interesiert mich eine gemeinde aus der ich nichtmal komme? wer einen bürgermeister wählt der nichtmal aus dem selbigen ort kommt der macht doch eh was falsch. wie kann den ein solcher die problematik kennen? die bedürfnisse der gemeinde? oder die finanziellen ausgaben?


15.10.2012 11:21    |    Goify

Regensburg steht mit 37 Mio. € in der Kreide, was mich ein klein wenig bestürzt, auch wenn die reichsten Regensburger im Jahr wohl mehr verdienen. ;)


15.10.2012 11:22    |    astra diesel wi

Moin

Man sogar 2 Schwimmbäder die beide nicht genug Besucher haben und mit Millionen Minus fahren bauen und zwar so das andere, sog. Investoren noch satt absahnen.

Siehe: Flensburg Campusbad/Glücksburg Fördelandtherme ua. bei Youtube.

Und man überlegt ernsthaft ob Schleswig auch noch eine Spasstherme haben soll...

Was anderes:

Heute aktuell:

http://www.shz.de/.../...rmeister-kaempfen-gegen-kuchenparagrafen.html

Jedes Jahr kommen 2-3 ehrenamtliche Sammler an die Haustür und sammeln für örtliche gute Zwecke, zb. Kindergilde, Altenkaffee usw..

Es wird eine Liste geführt, links steht der Name, rechts wieviel er gegeben hat, man sieht also wie geizig oder grosszügig der Nachbar war, eine feine Sache fand ich immer, habe immer im Mittelfeld gezahlt, aber immer und gerne , man weiss wofür und die eigenen Kinder machten früher auch immer gern beim Kinderfest mit.

Kaffee und Kuchen wurden immer wie selbverständlich von Privat angeliefert, meist taten sich die Frauen auch zum gemeinsamen kuchenbacken zusammen sehr löblich finde ich.

Das ist mit ein Grundpfeiler der Soldargemeinschaft, warum müssen sich unsere Amtsträger jetzt da drum kümmern, und warum gibt sich die Zeitung die Blöße so einen Quatsch auch noch zu veröffentlichen und wenn dann sollte man prompt eine Lösungsmöglichkeit aufzeigen:

VOR der Veranstaltung steht ein grosser Haufen frischer Kuchen und jede Menge Warmhaltekannen von denen keiner weiss wie die da nur hingekommen sind:) und keiner weiss wer genau das Zeug da abgestellt hat:)

Dann ists zumindest schon mal kein Spender greifbar.

Muss der örtliche Bauhof den Haufen entsorgen, oder können die Gäste das selbst?

Leider habe ich ein Problem mit dem einloggen bei SHZ, sonst gäbs einen Kommentar.

Gruss Willy


15.10.2012 11:55    |    JürgenS60D5

captainslow, ich wiederhole mich gerne:

sicherlich hat kein Bürger ein Schwimmbad kostenlos benutzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass KEIN Eintrittsgeld bezahlt wurde.

 

Insofern sehe ich es als weiterhin als gut an, auf die eigene Errichtung eines eigenen Schwimmbades zu verzichten und die Auslastung eines anderen Schwimmbades zu erhöhen. Ein schöne win-win-Situation!

 

Kann ich mir Deine Auslassung so vorstellen, dass Du der Meinung bist, ein eigenes Schwimmbad wäre toll gewesen? Frei nach dem Motto: jeder für sich?


15.10.2012 11:55    |    rigide

? 15.10.2012 10:03 | CaptainSlow

 

Zitat:

Zitat:

 

@captainslow: ich seh das anders. Der Eintrittspreis muss die entsprechenden Kosten beinhalten. Tut er das nicht, ist es nicht das Problem der Gemeinde, die dafür sorgt, dass die Auslastung steigt, sondern das Problem des Eigentümers/Betreibers. Insoweit hinkt dein Vergleich mehr als nur gewaltig.

 

Afaik sind Städtische Bäder genauso subventioniert wie Bibliotheken, Theather etc. pp., sprich, der Preis ist eigentlich viel zu niedrig. Glaubst du, Städte würden sonst Bäder schließen, wenn der Bedarf da ist? Nein, müssen sie aber, weil es sie sonst a) zu teuer kommt oder b) sie den Preis erhöhen müssen, dann viele Besucher wegfallen und dadurch das ding immernochnicht in den schwarzen Zahlen steht.

 

 

 

egal wie man es dreht und wendet: Zu prahlen, daß man kein eigenes Schwimmbad hat, weil man das ja der Nachbarn kostenfrei nutzen kann ist für meinen Geschmack trotzdem daneben.

@captainslow:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Komune außer den Fahrkosten auch den Eintritt zahlt. Die Fahrkosten sind sicher niedriger, als die Betriebskosten eines eigenen Bades.

 

Das Bad der Nachbarkommune ist deshalb besser ausgelastet und die Finanzierung dadurch verbessert.

Imho für beide Kommunen eine win-win-Situation und eine gute Lösung.


15.10.2012 13:45    |    tino27

Witzigerweise ist Dortmund trotz 2 Mrd. Euro Schulden als einzige Kommune im Ruhrgebiet handlungsfähig. Oberhausen hat dagegen nur 1,9 Mrd, aber ist auch etwas kleiner.

 

Etwas schade finde ich, dass man quasi bestraft wird, wenn man gut wirtschaftet. Die oben genannte Gemeinde trifft dies nur durch weniger Zuwendungen vom Land.

 

In Sachsen dagegen gibt es eine Art Reichensteuer, die Finanzausgleichsumlage. Liegen die Steuereinnahmen über der Bedarfszahl einer Gemeinde, muss man nach 3 Jahren 50% dieses Überschusses abdrücken. Teilweise wurden diese Einnahmen aber schon durch frühere Investitionen eingeplant, so dass nicht wenige Gemeinden Schulden machen müssen, um diese Steuer zu bezahlen. :confused:


15.10.2012 14:57    |    Goify

Das Gleiche gibts beim Länderfinanzausgleich. Angeblich wäre Bayern längst schuldenfrei, wenn diese reformiert werden würde. Ich sehe dies als eine Art Strafe für Gemeinden, die gut wirtschaften können.


15.10.2012 15:11    |    tino27

Wobei Bayern auch ordentlich Geld vom Ruhrgebiet erhalten hat. Aber das hat man wahrscheinlich vergessen. ;)

 

NRW liegt sogar noch vor Bayern.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4nderfinanzausgleich#Finanzvolumen


15.10.2012 15:13    |    Goify

Sowas kehrt man immer unter den Tisch. ;)


15.10.2012 16:06    |    perchlor

rigide 11:55 h

Deinem letzten Satz ist nichts mehr hinzu zu fügen!

 

Genau so sieht es nämlich aus, bei uns mußte auch das Freibad geschlossen werden, dafür gib`s im Sommer kostenlos Shuttle ins Bad der Nachbargemeinde.


04.12.2012 17:50    |    Knecht ruprecht 3434

Bei Städten und Gemeindem ist es das selbe wie

bei Ländern/Bund.:o

Geld das andere erschuftet haben wird mit vollen Händen zum Fenster

rausgeworfen.:rolleyes:

Morgen ist alles wieder gut.:D Das wird ja von Oben auch stets vorgebetet

und falls nix gut wird, dan muss die Kuh ebben noch mal

gemolken werden.:D

Frei dem Motto ist doch nicht mein Geld.:o

Ganz ehrlich die müssen Pleite gehen

und sollte keine hilfe bekommen.:D

Sonst gibt es keinen Lerneffkt.

Der Loser ist in jeder hinsicht immer der

kleine Zahleman.:mad:

Auch wenns weh tut ist ne Gemeinde/Stadt oder der Staat Pleite,

muss er Bankrott gehen.:rolleyes:

Beste Beispiel ist ja grad in bei den Helenen zu sehen.:rolleyes:

Konkursverschleppung ist eine Straftat, nur ab einen

bestimmten Level herrscht Narren und Rechtsfreiheit.:confused:


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