Sat Jun 11 14:32:27 CEST 2022
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jennss
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Kommentare (1127)
Was haltet ihr vom Verbrennerverbot 2035?In der EU steht die Vorgabe, dass neue Fahrzeuge ab 2035 kein CO2 mehr ausstoßen dürfen (ausgenommen Herstellung), kurz vor dem Beschluss. Damit werden die Hersteller wohl fast komplett auf E-Autos umstellen. Brennstoffzellenantriebe sind weiterhin möglich, aber bislang sehr selten. Die Fahrzeuge sind teuer, die Infrastruktur ebenfalls und bisher recht schlecht (in Deutschland immerhin vergleichsweise gut mit 91 H2-Tankstellen, ansonsten in Europa dagegen fast nichts). eFuels sind insofern auch nicht mehr möglich, weil Kohlenstoff verbrannt wird und dabei CO2 freigesetzt wird. eFuels sind nur dann klimaneutral, wenn sie mit 100% grünem Strom erzeugt wurden und das erscheint der EU wohl zu schwierig vorzugeben. (?) So fragt sich jetzt, was aus Porsches Investition zur eFuel-Produktion in Chile wird. Damit würde man CO2 in Chile binden und in Europa wieder freisetzen, was global gesehen kein Problem für das Klima wäre. Auch der Methanol-Range-Extender im Gumpert Nathalie wird ab 2035 nicht mehr zulassungsfähig sein, wenn dieser Beschluss in der EU durch ist. Wasserstoff-Verbrenner (nicht zu verwechseln mit Brennstoffzellen) wären immer noch möglich, doch bisher hat kein Hersteller ein Serienfahrzeug damit auf den Markt gebracht. Alte Verbrenner dürfen auch nach 2035 immer zugelassen werden, nur keine neuen mehr. Dieser zeitliche Druck auf Hersteller und Kunden gefällt nicht jedem. Einerseits ist es eine klare Aussage und Richtungsvorgabe, so dass man sich auf den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur und die Entwicklung von E-Autos konzentrieren und somit Kosten bündeln kann. Manche bemängeln aber die Einschränkungen der Technologie. Gerne wird noch Technologieoffenheit gefordert, weil man davon ausgeht, dass andere Technologien als E-Autos noch immer Karriere machen könnten. Es wäre möglich, dass noch neue Technologien irgendwann entwickelt werden und dann aber nicht mehr zulassungsfähig sind bzw. politisch abgewürgt werden. Es gibt auch Stimmen, dass 2035 zu spät ist, z.B. von der Deutschen Umwelthilfe. Zitat von Tagesschau.de zur Meinung von Greenpeace:
Was haltet ihr von dem bevorstehenden EU-Beschluss zum "Verbrenner-Verbot"? PS: Den Boxster GTS 4.0 PDK im Bild bin ich letzte Woche Probe gefahren. Tolles Auto, aber es hat mir auch gezeigt, dass ich E-Motoren doch lieber fahre. ![]() |
Wed Jul 06 09:49:10 CEST 2022 |
Adi2901
Was wird schwer gemacht?
Jeder möchte nun mal immer was vom Kuchen ab haben, sowohl der Staat, der Energieversorger usw. 😉
Wed Jul 06 10:25:46 CEST 2022 |
Old Faithful
Ja, nachdem die zuständigen Ämter darauf hingewiesen haben, dass nach der Preisangabenverordnung abgerechnet werden muss nach dem, was verkauft wird. Und das ist nicht die Zeit.
Wed Jul 06 10:44:28 CEST 2022 |
Adi2901
Nein, es gab einen anderen, relativ einfachen Grund.
Es wurden in den Ladesäulen einfach keine geeichten Sromzähler eingesetzt, aus diesem Grund wurde bzw. durfte jahrelang nur über die Zeit und nicht Strommenge verrechnet werden.
Die Besitzer schnell ladender EVs freuten sich, die jenigen mit Schnarchladung waren jedoch weniger erfreut. 😉
Wed Jul 06 11:43:25 CEST 2022 |
Mike_083
Die Bürokratie hat man beim Hausbau sowieso. Daher hat uns das nicht so getroffen, im Gegenteil, es war noch eine der angenehmeren Erfahrungen.
Wir haben Nachbarn, die haben vor 3 Jahren gebaut und damals gemeint, sie rüsten die PV nach. Nur kostet sie mittlerweile 50% mehr und die Wartezeit beträgt bis zu 2 Jahre...
Wed Jul 06 11:48:20 CEST 2022 |
Adi2901
Hier sehe ich keine Probleme, das meiste erledigt in der Regel der Solateur.
Den Rest d.h. Finanzamt technisch gesehen, entweder selbst erledigen, was nicht sonderlich schwer ist oder den Steuerberater machen lassen.
Wed Jul 06 12:07:25 CEST 2022 |
PS-Schnecke52374
Das ist doch der Knackpunkt. Selbst wenn du eine so genannte Nulleinspeiseanlage errichtest, also garantiert nie Strom verkaufst, musst du zum FA, und die wollen dann am Liebsten noch Steuern jnd Abgaben von dir für den selbst erzeugten und verbrauchten Strom.
Musst du deinen Garten auch mittels Steuerberater anmelden, und dann jede selbst gezogene Tomate und jeden selbst gepflückten Apfel fiktiv versteuern?
Wed Jul 06 12:30:05 CEST 2022 |
reox
Die Effizienz dieser Kraftstoffe sei "extrem schlecht", sagte Diess in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch). "Für die Herstellung braucht es viel Strom. Um ein paar Prozent lässt sich der Prozess vielleicht optimieren, aber die Größenordnungen bleiben: Wenn in 2030 einer für 10 Euro Strom tankt, um 500 Kilometer weit zu kommen, wird der E-Fuel-Fahrer 60 Euro ausgeben müssen."
Wed Jul 06 12:56:33 CEST 2022 |
Adi2901
Da hast du eventuell was falsch verstanden. 😉
Einspeisung und Steuern auf selbst verbrauchten, eigen erzeugten Strom sind 2 verschiedene Paar Schuhe.
Wenn du was bekommen möchtest, dann musst du auch was dafür tun.
Die Steuerform konnte früher jeder selbst wählen, das ist mittlerweile nicht mehr nötig.
Abgesehen davon:
"Die Neuregelung zur Einkommensteuer gilt nicht nur für Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung bis 10 kWp. Auch Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer installierten elektrischen Gesamtleistung von bis zu 2,5 kW sind seit Juni 2021 von der Einkommensteuerpflicht automatisch befreit. "
Somit geht es ab Mitte 21 kaum noch einfacher.
Wed Jul 06 13:03:03 CEST 2022 |
PS-Schnecke52374
Allein, dass auf Eigenverbrauch, egal bei welcher Anlagengröße kassiert wird, ist ein absolutes nogo.
Soll man demnächst vielleicht auch Sozialabgaben für eine Putzfrau abführen, wenn man seine Hütte selber putzt?
Wed Jul 06 13:17:40 CEST 2022 |
cookie_dent
Kannst Du so pauschal nicht behaupten, meine Tochter hat vor zwei Monaten ein Haus gekauft, da ist im Moment kein finanzieller Spielraum für eine PV Anlage und erst recht nicht für ein BEV.
Im Umfeld von gestiegenen Zinsen schon mal gar nicht.
Und nein, die Finanzierung ist nicht auf Kante genäht.
Wed Jul 06 13:24:19 CEST 2022 |
Mike_083
Ja, okay. Bei uns ging das so mit. Wir haben aber auch 2018 gebaut. Da war zwar auch alles teuer. Aber nicht so der Wahnsinn wie heute. Manche Dinge beim Bau sind seither um 40% teurer geworden, manche aber auch um 300%. Da könnten und wollten wir nicht mehr mit... Wir verdienen seither leider auch nicht das Dreifache.
Wed Jul 06 15:43:53 CEST 2022 |
Old Faithful
Das hat der technische Vorstand der Eichdirektion Nord in einem Vortrag in Kiel anders erzählt.
Es stimmt, dass die eingebauten Stromzähler nicht geeicht waren. Dennoch wurden sie der Abrechnung zugrunde gelegt. Das war nicht zulässig. Sofern Uhren eingebaut waren, die die Grundlage der Abrechnung nach Zeit waren, waren diese ebenfalls nicht geeicht. Und das war ebenfalls nicht zulässig, denn die Uhren hätten natürlich geeicht sein müssen.
Aber die Eichdirektionen haben beide Augen zugedrückt und Fristen gesetzt für den Einbau geeichter Stromzähler, sowohl für AC als auch für DC. Diese Fristen wurden von den Betreibern nicht eingehalten. Erleichternd muss man erwähnen, dass es damals (2016/17) noch keine eichfähigen DC-Zähler gab.
Wed Jul 06 17:03:01 CEST 2022 |
Adi2901
Hast du dich überhaupt halbwegs mit dem Thema beschäftigt, statt nur zu meckern?
Es wird keiner gezwungen dieses Besteuerungsmodell zu wählen.
Wer es nicht möchte, der muss natürlich auf eigenen, selbst erzeugten und verbrauchten Strom auch keine Mwst. bezahlen.😉
Es ist eine einfache Rechnung, welche zu einem sinnvollen Steuermodell einen Pv-Besitzer führt.
Wed Jul 06 17:15:53 CEST 2022 |
Adi2901
Es ist alles eine Frage ob Geld verschenkt werden soll oder nicht. 😉
Wer sich keine angepasste PV-Anlage aufs Dach gesetzt hatte, der verbrennt mittlerweile eigenes Geld.
Die gewöhnliche Stromrechnung selbst ist beim Stromversorger schon seit langem höher als meine 2018 Vollfinanzierte PV-Anlage mit allen Nebenkosten und dazu gekauftem Strom.
Jetzt natürlich, wenn alles brennt und die Preise explodieren haben alle den richtigen Zeitpunkt längst verpasst.
Genau sieht es beim BEV aus.
Steht das Auto mehr als es fährt, dann lohnt sich ein E-Umstieg vom Verbrenner nicht.
Für mich, bei meinem Fahrprofil (2-2,5tkm/Monat) hat sich der E-Umstieg mehr als gerechnet, bereits durch die Einsparung der Kraftstoffkosten bezahlt sich die Leasingrate nahezu komplett.
Wed Jul 06 17:23:55 CEST 2022 |
PS-Schnecke52374
Ich versuch da gerade durchzusteigen, aus purem Eigennutz, plane eine Anlage. Wenn du da mehr weist, was da zu beachten ist, gern per PN, allgemein zugängljch find ich nur widersprüchliche Informationen
Wed Jul 06 18:35:21 CEST 2022 |
Adi2901
Es ist ganz einfach:
Kleinunternehmerregelung = MwSt. der PV Anlage wird vom FA zurück erstattet und dafür wird der eigene, selbst erzeugte und verbrauchten Strom versteuert.
Wird jedoch keine Erstattung der MwSt. von der verbauten PV-Anlage beim FA beantragt, dann wird auch keine MwSt. auf eigenen verbrauchten PV-Strom erhoben.
Wed Jul 06 18:48:24 CEST 2022 |
PS-Schnecke52374
Danke.
Und was ist mit der EEG Umlage, ... fällt die überhaupt noch an jetzt?
Wed Jul 06 18:53:44 CEST 2022 |
cookie_dent
Ja, es ist aber auch eine Frage ob man noch weite 100.000€ finanzieren will oder kann.
Zumal die Banken mit der Kreditvergabe derzeit sehr vorsichtig agieren.
Letztendlich geht es um die Extrakosten einer PV Anlage nebst Batterien incl. dem Kauf eines BEV.
Irgendwann ist auch finanzielle Leistungsfähigkeit eines jungen Ehepaares mit frischen Nachwuchs mal erschöpft.
Da wird dann lieber die Kröte der hohen Energiekosten geschluckt.
Wed Jul 06 19:20:58 CEST 2022 |
Adi2901
klick
@cookie_dent
1.Keiner hat vom Kauf eines BEV gesprochen. 😉
Ich lease z.B. das E-Auto.
2.Wenn der normale monatliche Stromabschlag unter Umständen aktuell grösser ist, als der monatliche Abschlag für die Finanzierung der Anlage incl. Nebenkosten und dazu gekauten Strom.
Tja, dann stellt sich die Frage, weiter eigenes Geld verbrennen oder nicht.
Denn, das Geld für Strom muss so oder so ausgegeben werden und das kann jeder selbst entscheiden, dem Energieversorger in den Rachen weiter schmeissen oder damit was sinnvolles anfangen.
Wed Jul 06 20:18:19 CEST 2022 |
jennss
Müssten wohl eher 100 km sein, nicht 500 km. Aber Faktor 6 stimmt wohl mit Strom aus Deutschland.
j.
Wed Jul 06 20:21:37 CEST 2022 |
Mike_083
Das stimmt, auch ich fahre 25.000km pro Jahr und erspare mir pro Jahr ca. 1.150€ an Tankkosten gegenüber einem Benziner, der aber nur 5l auf 100km braucht! Auf die Haltedauer von 5 Jahren gerechnet sind das 5.750€ an Ersparnis beim Tanken, dazu kommt die Befreiung von der Kfz-Steuer (in Österreich) und die günstigere Wartung. Auf 5 Jahre gerechnet reden wir hier von einer Ersparnis von über 8.000€ gegenüber einem sparsamen Benziner, der nur 5l auf 100km braucht. Wenn man noch die Förderung bei der Anschaffung berücksichtigt...
Wed Jul 06 20:29:07 CEST 2022 |
Adi2901
@Mike_083
Zu Berechnung mach eher Sinn einen vergleichbaren Verbrenner zu nehmen, nicht irgend einen der nur 5L verbraucht.
Ansonsten kommt bei uns noch u.a. der jährliche THG-Quoten Verkauf dazu mit bis zu 435,- und Kfz-Steuer Befreiung von 10 Jahren.
Wed Jul 06 20:34:07 CEST 2022 |
Alexander67
Bei Strom aus Chile kommt noch der Transport hinzu.
Thu Jul 07 10:24:43 CEST 2022 |
Rhinorider
Das kann man so nicht sagen. Viele E-Autos haben einfach mehr Spitzenleistung Leistung als ein ähnlicher Verbrenner, bei der Dauerleistung sieht es schon anders aus.
Gehe ich von mir aus, würde ich beim nächsten Wagen zum i4 greifen.Den gibt es nur ab 340PS. Würde ich hingegen einen Verbrenner nehmen, suche ich nach irgendwas zwischen 150 und 200PS als Diesel. Bei diesem liege ich dann bei unter 5,5L/100km und das ist auch mein persönlicher Referenzwert für die Kosten. Einen gleich starken M340d als Vergleich heranzuziehen macht für mich keinen Sinn. Er fällt für mich als Vielfahrer vollkommen aus dem Kostenrahmen.
Thu Jul 07 11:07:17 CEST 2022 |
Adi2901
@Rhinorider
Das kann natürlich jeder sehen wie er möchte, dann sind das allerdings Äpfel/Birnen Vergleiche.
Ich würde zumindest keinen bmw i4 (340ps) mit einem rapelnden 4 Zylinder Diesel mit der halben Leistung vergleichen, das ist halt nur meine Meinung. 😉
Abgesehen davon, bei welchen Drehzahlen werden die Verbrenner im Alltag bewegt und in welchem Drehzahlfenster liegt ihre spitzen bzw. max. Leistung.
Beim E-Fahrzeug ist die Spitzenleistung sofort verfügbar und diese wird nur in den Beschleunigungphasen benötigt, was auch von der Auslegung vollkommen ausreicht.
Beim Verbrenner ist die Spitzenleistung nie sofort verfügbar und muss sich erst über die Drehzahl und dann auch für sehr kurze Zeit erkämpft werden.
Thu Jul 07 11:11:34 CEST 2022 |
Alexander67
Mahle behauptet etwas neues mit viel Dauerleistung zu haben.
Link z.B. https://www.electrive.net/.../
PS. Bei Fahrzeugen ist in den Papieren oft nur die Dauerleistung eingetragen.
Beim PSA Diesel Hybrid war es nur der Diesel.
Bei (mindestens) einem Tesla war es auch so
Thu Jul 07 12:22:02 CEST 2022 |
Rhinorider
Ist der Knackpunkt im Vergleich wirklich die Motorleistung? Wenn man das für den Stammtisch braucht, dann verstehe ich das. Ich muss jedoch Fahrzeuge Innerhalb meines Budgets vergleichen und dann kommt dieser Vergleich eben raus. Ein M440i ist mit meiner Wunschausstattung knapp 10.000€ teurer als ein i440. Das ist für mich ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.
Was nützt es mir den persönlichen Kostenvorteil eines E-Autos mit einem Fahrzeug zu vergleichen, das ich mir nicht kaufen würde, da es Austattungsbereinigt schon in der Anschaffung deutlich teurer ist?
Thu Jul 07 13:09:18 CEST 2022 |
Adi2901
Wie oben schon geschrieben, im Endeffekt kann jeder sich sein Vergleich selbst zusammen stricken.
Objektiver Vergleich jefoch muss an Hand bestimmter Merkmale durchgeführt werden.
In der Regel war das bisher die Motorleistung und Fahrzeuggrösse bzw. Fahrzeugklasse und unter anderem auch der Kaufpreis.
Thu Jul 07 13:20:09 CEST 2022 |
cookie_dent
Doch, denn ich hatte mich ursprünglich auf den Kommentar von @Mike_083 bezogen:
Richtig, die Frage ist aber auch ob man das noch zusätzlich finanziert bekommt.
Aufgrund der hohen Immobilienpreise sind einige der mir bekannten Finanzierungen ziemlich am finanziellen Anschlag.
Thu Jul 07 13:40:43 CEST 2022 |
Rhinorider
Das war vielleicht einmal so dass es bestimmte Kriterien gab die immer eine gute Vergleichbarkeit gegeben haben. Mittlerweile sind Autos jedoch so individuell geworden dass man die alten Standards eben nicht immer ansetzen kann, gerade wenn es um das persönliche Nutzungsverhalten geht.
Thu Jul 07 14:24:07 CEST 2022 |
Alexander67
PS. Beim Tesla natürlich nicht der Diesel aber eben die Dauerleistung.
Thu Jul 07 14:37:14 CEST 2022 |
Alexander67
Eine interessante Methode Strom nicht nur zu speichern sondern auch zu vermehren.
https://www.scinexx.de/.../
OK, Abwärme gibt es überall in der Zivilisation.
Eine Option.
Eine weitere wäre einfach primitiv etwas mit Strom zu erwärmen und hinter bei Bedarf diese Wärme zu nutzen um Strom zu erzeugen.
Aber weshalb einfach erwärmen wenn auch Wärmepumpen gehen?
Und Wärmepumpen haben im Sommer eh wenig zu tun.
Also könnte man aus Strom im Sommer womöglich noch mehr Strom machen.
Ja, das müsste alles sehr genau geprüft bzw. berechnet werden.
Der Gedanke hat aber was.
Thu Jul 07 15:57:45 CEST 2022 |
Adi2901
Optimale Lösung:
Den überschüssigen PV-Strom nicht einspeisen, sondern H2 draus zu erzeugen, in Tanks zu speichern und wiederum im Winter, die WP elektrisch durch H2 zu betreiben.
Fertige modulare Lösungen gibt es bereits, jedoch nich relativ teuer.
Thu Jul 07 17:55:50 CEST 2022 |
Alexander67
Am Ende (vermutlich) ja.
Wärmespeicher sind unflexibel und (vermutlich) nicht geeignet um größere Mengen Energie vom Sommer in den Winter zu retten.
Aber die Vorstellung aus dem Wärmeüberschuss im Sommer noch mehr Strom zu erzeugen um noch mehr H2 erzeugen zu können....
Thu Jul 07 19:45:07 CEST 2022 |
PS-Schnecke52374
... und wenn du dann fertig gerechnet hast, erkennst dass ein Perpetuum Mobile nach wie vor nicht baubar ist. 😉
Thu Jul 07 19:50:46 CEST 2022 |
PS-Schnecke52374
Oder die Vorstellung, aus Stroh Gold zu spinnen?
Thu Jul 07 21:14:00 CEST 2022 |
25plus
Auch wenn Elektroautos mit nur einem Gang im niedrigen Geschwindigkeitsbereich dank des hohen Drehmoments gut beschleunigen und im hohen Geschwindigkeitsbereich die meist sehr hohe Motorleistung kurzfristig zur Verfügung steht, ist die Aussage einfach grundlegend falsch.
Beim Elektroauto ergibt sich die Leistung gleichermaßen aus Drehmoment und Drehzahl. Was beim Verbrenner das Schaltgetriebe übernimmt, nämlich ein Leistungsplateau über einen hohen Geschwindigkeitsbereich zur Verfügung zu stellen, wird beim Elektromotor über das breite verfügbare Drehzahlband erreicht. Trotzdem können Elektromotoren die maximale Leistung nur kurzfristig halten und meist fehlen Angaben, wann das maximale Drehmoment und die maximale Leistung überhaupt anliegen, komplett. Manchmal wird sogar darauf hingewiesen, dass die maximalen Leistungswerte überhaupt nur unter optimalen Bedingungen erreicht werden können.
Ein Golf VIII hat bei gleicher Motorleistung bessere Fahrleistungen als ein ID.3. Wenn man mal schnell auf das Gas- bzw. Fahrpedal drückt, wirkt das Elektroauto deutlich flotter, es muss kein Ladedruck aufgebaut werden und Zurückschalten ist bei den meisten Elektroautos nicht vorgesehen. Beim ID.3 ist, wie bei den meisten Elektroautos, aber schon sehr früh wieder Schluss, nämlich bei 160 km/h, während der Golf mit 150 PS über 220 km/h und mit 190 PS fast 240 km/h läuft.
Der Smart Fortwo electric drive war mit 75 PS der einzige Klein(st)wagen bis 80 PS, der schneller beschleunigt hat als mein Space Star 1.2. Der Smart lag bei 11,5 Sekunden von 0-100 km/h, der Space Star bei 11,7 Sekunden. Dafür war beim Smart bei 125 km/h Schluss, der Space Star läuft 180 km/h für etwa 1 1/2 Stunden, dann ist der Tank leer.
Bei BMW ist es genauso wie bei VW, 5,7 Sekunden von 0-100 km/h erreicht ein i4 mit 340 PS oder ein 430i mit 245 PS aus einem 4-Zylinder mit 2 Liter Hubraum. Letzterer läuft aber 250 km/h statt 190 km/h.
Bei Elektroautos der normalen Leistungsklasse ist das hohe Gewicht für noch bessere Fahrleistungen hinderlich und eine gute Beschleunigung wird mit kurzen Getriebeübersetzungen erreicht. Oft heißt es, die geringe Höchstgeschwindigkeit wäre dazu da, den Verbrauch zu senken. Aber die Autos könnten sowieso nicht dauerhaft schneller fahren und längere Getriebeübersetzungen würden die Beschleunigung verschlechtern.
Will man eine sehr hohe Leistung bei niedrigen Geschwindigkeiten, kommt man um ein Getriebe mit veränderbarer Übersetzung oder festen Stufen nicht herum, solange man nicht vollkommen übertriebene Spitzenleistungen vorsieht.
Ein stufenloses Getriebe wie bei den kleinen HSD von Toyota löst alle diese Probleme sehr elegant. Es gibt keine Kupplungen und nur sehr wenige Getriebeelemente, die beschleunigt werden müssen. Der Verbrennungsmotor kann die Maximalleistung im hohen Geschwindigkeitsbereich dauerhaft zur Verfügung stellen, es gibt keine Schaltvorgänge. Aus dem Stand kommen die Vorderräder schon bei den schwachen HSD bei trockener Fahrbahn an die Haftgrenze, bei nasser Fahrbahn kann die verfügbare Leistung bei niedrigen Geschwindigkeiten gar nicht auf die Straße gebracht werden. Dass die Beschleunigung schon ab 50 km/h dann stark einbricht, ist eben so, wenn 120 PS ein Auto mit 1500 kg beschleunigen müssen. Bis dahin sortieren aber die modernen Verbrenner erst noch ihre Gänge und bauen Ladedruck auf. Da für die meisten Autofahrer 80-120 km/h wichtiger sein dürfte, ist so ein schwachbrüstiger HSD natürlich sowieso keine Option. Wer aber versteht, worum es den Ingenieuren bei dem Antrieb schon seit 25 Jahren geht, findet ein System, das in jeder Situation optimal arbeitet.
Thu Jul 07 22:02:07 CEST 2022 |
Alexander67
Wäre es nicht.
Es würde die Umgebungswärme genutzt werden.
OK, das ganze ist extrem vom Wirkungsgrad abhängig.
Man könnte am Tag per Solartherme den Flächen die Hmmm 60 Grad haben Energie entziehen und diese nachts bei 25 Grad wieder über solche Elemente frei lassen.
Oder über eine Bohrung zur Wärmegewinnung im Winter bei noch niedrigerer Temperatur.
Womit man den Boden beheizt der dann im Winter noch etwas wärmer und daher effizienter wird.
Oder auch nur die kühle Nordseite vom Haus.
Quasi nicht wie bei der Wasserkraft das Gefälle im Gewässer sondern das Gefälle der Temperatur.
Natürlich nutzt man auch die Abwärme der Klimaanlage wo möglich.
Es bleibt aber dabei.
Vorher gut rechnen.
Fri Jul 08 06:46:51 CEST 2022 |
Adi2901
@25plus
Der Smart ist grundsätzlich ein reines Stadtauto und wurde auch so konzipiert.
Wer die Kisten auch gefahren ist, der weiss warum es eine Geschwindigkeitsbegrenzung bei den Fahrzeugen auch gab.
Schöne max. Werte bei den Verbrennern, die auf dem Papier stehen und für den Stammtisch sicherlich auch was taugen mögen.
Erstmal um diese in den kleineren Leistungsklassen, wie bei den von dir erwähnten Golfs überhaupt als V-Max erreichen zu können, braucht es ein freies Flugfeld.
Fahre noch als Zweitfahrzeug selbst einen 4,4L V8 und ein Motorrad mit 1PS/KG. Schön mal die V-Max zu erreichen, einen praktischen Nutzen hat es jedoch kaum einen, geschweige den grosse Zeitersparnis.
Das Programm wäre hier, bei dauerhaften theoretischen Nutzung, hohe Abnutzung und exorbitanter Verbrauch.
Die meist überfüllten und hier z.B. in Rhein-Main Gebiet auf 100/120 beschränken Autobahnen brauche ich kaum noch erwähnen.
Bin früher 4 Jahre lang aus RLP nach NRW und zurück jeweils am WE (2×265km) gependelt und einzig wann halbwegs frei gefahren werden konnte, das war nach der Spätschicht nach 22Uhr.
Hier war auch keine V-max für merkbare Zeitersparnis ausschlaggebend (damaliges Fahrzeug konnte 250km/h abgeregelt fahren), sondern gleichmäßig und dauerhaft gefahrene höhere Geschwindigkeiten.
Die goldene Mitte aus Abnutzung/Verbrauch und Zeit lag bei 160km/h zu fahren, wo es frei und unbeschränkt war.
Der Prius ist ein Fall für sich.
Ein 2006er Prius 2 wird seit 13 Jahren in der Familie bewegt.
Sparsam ist der Wagen auf jeden Fall, angenehm zu fahren bei etwas Leistung Anforderung, ist sicherlich was anders.
Der Atkinson Betrieb des Benziners, ist in Verbindung mit dem stufenlosem Getriebe sorgen für eine Geräuschkulisse, die ihres gleichen sucht.
Fri Jul 08 08:37:28 CEST 2022 |
PS-Schnecke52374
Es bleibt dabei, dass du unterm Strich mehr Strom rausholen willst, als du vorher reingesteckt hast.
Solch lustige Ideen hast du schon mehrfach gebracht. Alex, das ist utopisch. in einem idealen System könntest du genau so viel Energie rausholen, wie du reingesteckt hast. Aber solche Systeme gibt es nicht. jede Umwandlung bedeutet "Verlust" und je häufiger du hin und her wandelst, desto weniger vom ursprünglichen Ertrag bleibt über.
klar, du kannst mit PV Überschuss irgend etwas erwärmen, aber dabei verlierst du schon durch die Umwandlung mindestens 25% der Energie. Dein wie auch immer beschaffener Wärmespeicher ist niemals zzu 100% isoliert, also verlierst du da über die Zeit ebenfalls Energie, und zwar um so mehr, je länger du die Energie aufbewahren willst. Letztlich die Rückwandlung zu Strom, in deinem Artikel gehen sie davon aus, dass sie wohl so auf 40% Wirkungsgrad kommen könnten, oder anders ausgedrückt, auch diese techik verliert 60% der eingesetzten Energie. Somit würdest du maximal 30% des eingesetzten PV Überschusses in Form von Strom zurückbekommen ... im Optimalfall.
Allein deine Idee mit der Wärmepumpe ist eine Milchmädchenrechnung.
Erstens kannst du eine kWh Wärme nicht mit 1 kWh Strom gleichsetzen,
zweitens müsstest du ja erst einmal Strom aufwenden, um Strom zu erzeugen,
drittens die Wärmepumpe soll sich in deinem Gedankengang ja aus dem zuvor angelegten Wärmespeicher bedienen, und egal, mit welcher Arbeitszahl du dann rechnest, sie kann eben nicht mehr Wärmeenergie aus dem Speicher holen, als vorher reingesteckt wurde. Mittels der WäPu in deinem Konstrukt könnte man den Wärmespeicher nur schneller (also in kürzerer Zeit) wieder entladen.
Dein Hinweis auf "Umgebungswärme":
Wenn das so ginge, wie du dir vorstellst, dann frage dich einmal, warum man überhaupt noch irgend etwas verbrennt, um daraus Strom zu machen... Hey! Ich steck 1 kW Strom in eine moderne WäPu, die macht 4 kW Wärme draus, und aus dieser Wärme mach ich dann Strom, 1 kW zweige ich wieder für die WäPu ab, und fertig ist das Perpetuum mobile....Warum das nicht schon längst die ganze Welt tut, anstatt unnötig Geld und Arbeit in Bergbau, Öl- und Gasförderung zu stecken.
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