• Online: 1.006

Wed Dec 27 15:11:36 CET 2023    |    jennss    |    Kommentare (97)

Welcher Hersteller hat den Einstieg zur E-Mobilität am besten hinbekommen?

deutsche Herstellerdeutsche Hersteller

Welcher deutsche Hersteller hat den Wandel zur Elektromobilität soweit am besten geschafft? Wenn man mal ca. 2019 als das Jahr nimmt, wo es mit der E-Mobilität so richtig losging, kann man nach 5 Jahren jetzt schon ein erstes Resümee ziehen, welcher Hersteller es am besten gemacht hat und nun ein gutes E-Angebot zeigt, sowie eine gute Prognose hat Da wären:

 

  • Porsche mit dem Taycan (inkl. Cross/Sport Turismo) und für 2024 in Aussicht e-Macan und e-Boxster/Cayman
  • Audi mit dem E-Tron GT, Q8 und Q4, sowie Q6 für 2024 in Aussicht
  • Volkswagen mit ID.3, ID.4, ID.5, ID.7, ID Buzz und demnächst ID.7 Tourer
  • Opel mit Corsa electric, Astra electric (inkl. Kombi), Mokka electric und Vivaro electric
  • Mercedes mit EQE, EQE SUV, EQS, EQS SUV, Maybach EQS SUV, EQA, EQB, EQV und EQT, 800 V ab 2025
  • BMW mit i4, iX, i5, i7, iX1, iX2, iX3 und demnächst i5 Touring

 

Die zugehörigen Marken wie Mini, Smart, Skoda, Cupra lasse ich mal weg.

 

Man liest gelegentlich, die chinesischen Hersteller seien an den deutschen bereits vorbeigezogen. Der Supertest des MG4 von Alexander Bloch zeigt etwas anderes. Auch z.B. mit den Koreanern sieht es im Vergleich nicht unbedingt schlecht aus. Hyundai hat zwar schon den 800 V-Akku, aber der ID.4 hat die bessere Effizienz. Bei gleicher Akkugröße hat er 43 km mehr nach WLTP als der Ioniq 5 mit 77 kWh RWD, sowie 286 PS statt 229 PS, bei 48635 € vs. 54800 €, wobei der Ioniq 5 aber mehr Serienausstattung hat. Also ich sehe die deutschen Hersteller gar nicht auf so schlechtem Weg. BMW hat ggü. Tesla zwar die höheren Grundpreise, gibt jedoch mehr Rabatte und hat eine beständigere Qualität.

 

Mercedes hat mit EQE und EQS nicht den gewünschten Erfolg, was ich für nicht so leicht zu analysieren halte. Die große Garantie von 10 Jahren/250000 km auf den Akku wird nicht so richtig honoriert beim Kunden. Allerdings hat Mercedes die größte Auswahl an E-Autos.

 

Opel hat mit dem Corsa-e einen der wenigen Kleinwagen im Programm. Der ist zwar nicht billig, verkauft sich aber überraschend gut. Mehr als die Hälfte der zugelassenen neuen Corsa sind elektrisch. Dabei gibt es viel mehr Motorvarianten mit Verbrenner. Der Astra electric ist auch relativ teuer und da weiß ich noch nicht, wie er im Verkauf liegt. Immerhin gibt es ihn auch als Kombi statt SUV.

 

Audi hat mit dem Q8 einen überarbeiteten Oldie im Programm, der auf recht guten Erfolg zurückblicken kann. Der Q4 ist die Audi-Variante des ID.4, wie üblich etwas teurer, aber mit vielen Optionen wie z.B. Schiebedach. Der E-Tron GT ist der günstigere Taycan, mit vielen Tasten in der Bedienung, aber ohne Kombi-Version.

 

BMW hat beim i3 zwar eine reine E-Plattform genutzt, setzt aber bei einigen späteren Modellen auf eine gemischte Plattform mit Verbrennern (i4, i5, i7, iX1, iX2, iX3), doch der iX hat wieder eine reine E-Plattform.

 

Anders als BMW hat VW komplett auf neue E-Plattformen umgestellt. Damit haben sie viel Platz, viel Akkugröße und kleine Wendekreise. Bei Software und Bedienung hat man aber teils zu viel gespart, was jedoch nicht am Antrieb liegt.

 

Was noch fehlt, ist z.B. ein "elektrischer GTI" wie MG4 xPower, Smart #1/3 Brabus oder Volvo EX30 AWD. Auch bei Cabrios gibt es noch nichts und Kombis sind noch rar. 800 V-Akkus kommen noch mehr. Da hat Hyundai die Mittelklasse-Konkurrenz 2020 wohl ziemlich geschockt. Selbst Tesla ist noch bei 400 V und rund 30 Minuten bis 80%.

 

Wie seht ihr die Deutschen Hersteller bei der Elektromobilität? Wer hat den Einstieg am besten hinbekommen?

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

Fri Dec 15 14:30:33 CET 2023    |    jennss    |    Kommentare (14)

Ich bin auf Instagram Follower von Kristina Vogel (Bahnrad-Champion) und die hatte berichtet, dass Tanken mit Rollstuhl umständlich ist. Alleine schon das Aussteigen dafür ist recht viel Aufwand. Ich fragte, ob es mit E-Auto besser sein könnte, weil man das Laden zum Aussteigen z.B. mit Einkaufen verbinden kann. Da kam in den Kommentaren von jemandem der Einwand, dass Ladesäulen oft nicht barrierefrei sind: Displays zu hoch, Zugang manchmal eng und nicht selten gibt es auch Kantsteine zur Ladesäule. Hoppla, wenn ich so überlege, stimmt das tatsächlich. Manchmal geht es mit Rollstuhl wohl, aber längst nicht überall. Ja, warum hat man nicht daran gedacht?

In Dänemark sei vieles barrierefreier, schrieb jemand.

Jetzt, wo die Lade-Infrastruktur im Aufbau ist, muss man unbedingt daran denken, um nicht erst bei Beschwerden alles wieder umbauen zu müssen.

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

Wed Dec 13 22:22:52 CET 2023    |    jennss    |    Kommentare (19)

"Elektroschrott""Elektroschrott"

Stellenweise gibt es regelrecht Hass auf E-Autos. Oft werden sie Elektroschrott genannt. Und das kommt sogar zwischen Freunden vor. Ein Bekannter von mir hatte im Gespräch mit einer Freundin solche verhärteten Fronten. Sie sagte, der Akku hält nur 3 Jahre und E-Autos seien Elektroschrott. Er hat dagegen argumentiert und jetzt ist er auf WhatsApp von ihr blockiert worden... Ich habe auch eine gute Bekannte, die beim Thema Autobrand vollkommen sicher war, dass ein E-Auto verantwortlich für den Brand auf dem Autofrachter Fremantle Highway sei, was sich ja inzwischen als falsch erwiesen hat, da an Bord kein e-Auto brannte. Jedenfalls schrieb sie auch, dass "die Kausalität eindeutig ist", was die Brandursache angeht. Das erstaunte mich insofern, weil ich sie als supernetten Menschen kenne. Aber bei E-Autos scheiden sich die Geister. Das erinnert mich etwas an vegetarisches Essen vor 30 Jahren. Da wurde auch oft gesagt, es sei eine Sekte, wie nun auch bei E-Autos öfter.

 

Ich glaube, konservative Menschen fühlen sich provoziert und indirekt beschuldigt, nicht umweltfreundlich zu sein. Daher kommt auch oft die Gegenbehauptung, das E-Auto sei für die Umwelt schlechter, obwohl das selbst Umweltverbände, Greenpeace etc. nicht so sehen, also keineswegs nur die EU. Zudem wird die Förderung der E-Mobilität als Zwang zum Wechseln empfunden.

 

Ich finde übrigens, die Diskussionen hier sind erstaunlich vernünftig, also tendenziell deutlich weniger aggressiv als in Sozialen Medien.

 

Habt ihr auch schon solche Konfrontationen erlebt? Welche Gründe seht ihr?

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Dec 03 19:56:29 CET 2023    |    jennss    |    Kommentare (19)

Welcher AMG wäre eure Wahl?

Der C63s e-Performance steht in der Kritik, keinen V8 mehr zu haben, nicht mal einen V6, sondern einen 4-Zylinder. Aber das ist der Weg des modernen Verbrenners: Weniger Hubraum, weniger Zylinder, satter Turbolader und E-Motor-Unterstützung. Mit E-Motor-Unterstützung sind schon andere erfolgreich gewesen, wie z.B. der Porsche 918 Spyder oder der AMG One. Und nach einigen Tests zeigt sich, dass auch der C63s e-Performance eine top Leistung abliefert, mit 680 PS eine weit höhere Systemleistung als die V8 vorher (510 PS). Trotz des deutlich gestiegenen Gewichts sind die Rundenzeiten besser geworden (ich finde nur gerade nicht das Heft mit dem Supertest, um die Zeiten nachzusehen).

 

Manch einer sieht den PlugIn-Hybrid mit so kleinem Akku jedoch kritisch. Wie lange hält der Akku? Und externes Aufladen macht bei der Kapazität kaum Sinn. Also werden die meisten wohl ihre Energie komplett aus dem Benzin ziehen, wenn auch effizient dank Rekuperation. Der C63s e Performance ist besser ausbalanciert als sein Vorgänger mit V8, der noch 55% auf der Vorderachse hatte. Der neue hat da nur noch 49%. Autozeitung schreibt:

 

Zitat:

Der Mercedes-AMG C 63 S E Performance liegt deutlich verbindlicher in der Hand als sein Vorgänger. Seine Leistungsentfaltung ist zwar weniger emotional, dafür aber extrem intensiv und unglaublich fein dosierbar. Die Stabilität und das spielerische Handling im Grenzbereich sind aber der eigentliche Gewinn der neuen, stark elektrifizierten Gesamtkomposition aus Affalterbach.

Konsequenter auf Elektro ist der EQE 53+ als reines E-Auto. Der ist jedoch trotz AMG DYNAMIC PLUS Paket auf 240 km/h limitiert. In der Beschleunigung 0-100 km/h liegt er noch knapp vorne (3,3 s. vs. 3,4 s.). Sound bietet er nur künstlichen*, der C63s immerhin 4-Zylinder-Sound. Preislich liegen sie praktisch gleichauf. Auch der EQE 53 hat bewiesen, dass er schnell in Kurven ist (Test gegen die beiden V8 Audi S8 und Dodge Charger SRT Hellcat, wo der EQE die höchste Slalomgeschwindigkeit hatte).

 

Der EQE ist eine Klasse höher (länger), aber dafür nur ein 53er. Der EQE hat 10 Jahre/250.000 km Garantie auf den Akku. Zum C63s e Performance finde ich keine Akkugarantie, aber der hat sicher keine 250.000 km, eher 100.000 oder 160.000 km.

 

Welcher wäre eure Wahl?

j.

 

 

Konfigurator EQE

 

Konfigurator C-Klasse

 

Kraftstoffart Hybrid (Super Plus)

Plug-In Hybrid

Zylinder 4

Hubraum 1.991 ccm

Leistung 350 kW + bis zu 150 kW (476 PS + 204 PS) [a]

Systemleistung 500 kW (680 PS)

Drehmoment bei Systemleistung 1.020 Nm

Getriebe AMG SPEEDSHIFT MCT 9G

Beschleunigung 0-100 km/h 3,4 s

Höchstgeschwindigkeit 280 km/h

Maximale Ladeleistung AC 3,7 KW

Akku 6,1 kWh

Länge 4.842 mm

Radstand 2.875 mm

Breite 2.033 mm

Breite (eingeklappte Außenspiegel) 1.900 mm

Höhe 1.458 mm

Wendekreis 12,11 m

Leergewicht (EU) 2.165 kg

 

EQE53+:

Kraftstoffart Strom

Leistung 505 kW (687 PS)

Drehmoment 1000 Nm

Beschleunigung 0-100 km/h 3,3 s

Höchstgeschwindigkeit 240 km/h

Batterie & Laden Ladezeit DC 10%-80% SOC (netto)

Schnelladestation 32 min

Maximale Ladeleistung DC 170 kW

Ladezeit AC 0%-100% SOC (netto) Wallbox/öffentliche Ladestationen 4,25 h

Maximale Ladeleistung AC 22 KW

Nutzbarer Energieinhalt Batterie 90,56 kWh

Länge 4.964 mm

Radstand 3.120 mm

Breite 2.103 mm

Breite (eingeklappte Außenspiegel) 1.906 mm

Höhe 1.495 mm

Wendekreis 11,76 m

Leergewicht (EU) 2.540 kg

 

PS: *Zum Sound des EQE-AMG-Pakets:

Ein Klangerlebnis mit Gänsehaut-Faktor schafft die AMG Sound Experience Performance – in den 3 wählbaren Ausprägungen „Balanced“, „Sport“ und „Powerful“. Besonders dynamische Drive-Sounds emotionalisieren Ihre Fahrt zusätzlich. In seiner Intensität orientiert sich das Klang-Setup dabei am aktuellen Fahrzustand und dem gewählten Fahrprogramm. Eigens für die Klangwelt Performance komponierte Sounds – etwa für das Laden oder Infotainment-Funktionen – runden das besondere AMG Erlebnis ab.

Hat Dir der Artikel gefallen? 0 von 1 fand den Artikel lesenswert.

Tue Oct 31 14:56:02 CET 2023    |    jennss    |    Kommentare (42)

Welche Cam würdet ihr am liebsten unter dem Weihnachtsbaum finden?

Es ist im Blog ja nicht festgelegt, ob es Autothemen sein müssen. Jetzt mal eine andere Umfrage, gerichtet an die Foto-Fans :). Wenn ihr reichlich Geld für eine Kamera und System zur Verfügung hättet, welche wäre eure Wahl?

 

- Leica SL2

- Leica M11-P

- Leica M11 Monochrom

- Leica Q3 oder Q2 Sondermodell

- Leica M6 (analog, neu)

- Nikon Z8 oder Z9

- Canon EOS R3

- Canon EOS R5/R5c

- Sony A1

- Sony A9 II

- Fujifilm GFX100 II

- Pentax 645Z (gibt es bald nicht mehr)

- Hasselblad X2D 100C

 

Demnächst kommen wohl EOS R1 und A9 III raus, können wir hier ohne Specs aber nicht berücksichtigen. Die Leica S3 lasse ich mal raus, weil die preislich zu weit darüber liegt.

 

Was ist für euch von besonderer Bedeutung? Bildqualität, Auflösung, AF, Videofunktion...?

Ich habe 2019 auf DSLM gewechselt (Sony A9) und bin total überzeugt davon, jedoch nur in Verbindung mit Stacked Sensor (kein Sucherblackout). Eine DSLR ohne echten Augen-AF wäre für mich jetzt ein Rückschritt. Vor kurzem habe ich nach 4,5 Jahren A9 gewechselt auf die A1. Hatte auch einen Systemwechsel zur Z8 in Betracht gezogen, wäre aber nicht billiger geworden, da ich die A1 gebraucht gekauft habe. Bevor ich meine A1 bei jemandem gekauft habe, hatte ich noch einen anderen Verkäufer im Auge, bei dem ich aber zu spät kam. Interessanterweise haben beide mit Leicas geliebäugelt bzw. schon gekauft. Ich finde Leica auch klasse, weil das tolle Feeling/Design der Cam sicherlich auch motiviert. Aber letztlich ist mir die Technik wichtiger und Leica bietet bisher keinen Stacked Sensor (kein Sucherblackout, kein Geräusch mit el. Auslöser). Bei der Messe Photopia in Hamburg fand ich die Leica M11 Monochrom super (als Zweitcam interessant). Auch wenn ein Monochrom-Sensor nicht unbedingt so sinnvoll ist (beim Farbsensor geht das mit den Filtern quasi über die Weißabgleichseinstellung nachträglich in Lightroom), hat er schon einen besonderen Reiz, abgesehen von der extremen Auflösung ohne Bayer-Filter und von der besseren Lichtempfindlichkeit (+1 Blende). Allerdings kann man bei der normalen Kamera mit elektronischem Sucher den SW-Modus ebenfalls einstellen und eine Monochrom-Kamera quasi simulieren, wobei die RAWs aber in Farbe bleiben.

 

Welche würdet ihr am liebsten unter dem Weihnachtsbaum finden? :)

j.

 

Btw: Um den Bogen zu Autos zu schlagen: Bei Digitalkamera sieht es mit dem Werterhalt wohl genauso aus wie bei E-Autos. Zum Sammeln taugen sie kaum, auch wenn es Sondermodelle gibt. Oder wie seht ihr das? Allerdings könnte es bei sehr teuren E-Autos mit dem Akku wiederum wurscht sein, weil der da im Preis keine besondere Rolle spielt. Ein neuer Akku im Rimac Nevera kostet sicher nur einen Bruchteil der 2 Millionen Neupreis des Autos. Also wenn man einen 30 Jahre alten Nevera kauft, kann man sich auch noch locker einen neuen Akku dazu leisten. Bei Brot-und-Butter-Autos hat der Akku dagegen einen großen Kostenanteil.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 2 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Oct 22 19:28:54 CEST 2023    |    jennss    |    Kommentare (119)

Welche 3 Autos von diesen wären in eurer engeren Auswahl?

bis45000eurobis45000euro

Wenn man bis etwa 45000 € (nach Bafa-Abzug, plus ggf. Extras) für ein E-Auto ausgeben möchte, hat man jetzt eine ordentliche Auswahl. Es gibt Power-Autos, wie auch solche mit guter Reichweite, jedoch nicht über 500 km und gleichzeitig über 400 PS, nur entweder-oder. Ich habe die Bafa ab 2024 eingerechnet, jedoch keine zusätzlichen Rabatte, die es bei einigen Herstellern gibt.

 

Preise nach Abzug der kompletten Umweltprämie 2024 (ca. -4785 € komplett bzw. -3000 € Bafa, auch wenn im Konfigurator noch der höhere Herstellerbetrag aus 2023 abgezogen ist):

 

- ID.4 Pro mit Infotainment-Paket, 286 PS, 180 km/h, 6,7 s. auf 100, 550 km, 43850 €

- Enyaq 85, 286 PS, 6,7 s., 180 km/h, 563 km, 44115 €

- ID.3 Pro S, 204 PS, 575 km, 180 km/h, 42810 €

- Cupra Born, 231 PS, 551 km, 41765 €

- MG4 xPower, 3,8 s. auf 100, 200 km/h, 435 PS, 385 km, 41312,50 €

- MG4 Trophy Extended Range, 6,5 s. auf 100, 180 km/h, 520 km, 245 PS, 40312,50 €

- MG Marvel R Luxury (FWD), 7,9 s. auf 100, 402 km, 200 km/h, 41312,50 €

- Mini Countryman (AWD), 313 PS, 5,6 s. auf 100, 430 km, 44715 €

- BMW iX1 eDrive20 (FWD), 204 PS, 474 km, 43105 €

- Volvo EX30 AWD, 450 km, 180 km/h, 3,6 s. auf 100, 43705 €

- Volvo XC40 475 km, 7,3 s. auf 100, 41823 €

- Volvo C40 485 km, 7,3 s. auf 100, 41823 €

- Smart #1 Brabus, 180 km/h, 428 PS, 400 km, 44205 €

- Smart #3 Premium, 272 PS, 455 km, 41705 €

- Astra Sports Tourer Electric GS, 156 PS, 411 km, 9,0 s., 41772,50 € (ohne GS und Tourer 37202,50 €)

- Tesla Model 3, 6,1 s. auf 100, 201 km/h, 513 km, 39990 €

- Tesla Model Y, 6,9 s. auf 100, 217 km/h, 455 km, 41890 €

- Hyundai Kona 66 kWh, 218 PS, 514 km, 172 km/h, 7,9 s., 43055 €

- Hyundai Ioniq 6, 53 kWh, 151 PS, 185 km/h, 429 km, 8,8 s., 39115 €

- Hyundai Ioniq 5, 58 kWh, 170 PS, 185 km/h, 8,5 s., 39115 €

- Abarth 500e Cabrio, 255 km, 155 PS, 7,0 s., 36205 €

- Renault Megane e-Tech Equilibre EV60 220hp, 7,4 s., 41815 €

- Toyota Bz4x, 436 km, 204 PS, 7,5 s., 42705 €

- Kia Niro, 65 kWh, 204 PS, 460 km, 40905 €

- Kia EV6, 169 PS, 8,5 s., 185 km/h, 394 km, 42115 €

- Peugeot E-308 SW, 156 PS, 51 kWh, 412 km, 9,0 s., 40980 €

 

Wähle ca. 3 Modelle aus, die bei dir in die engere Auswahl kämen. Die Liste hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Bei den superschnellen sehe ich 3 Fahrzeuge: Den Volvo EX30 AWD, den Smart #1 Brabus und den MG4 xPower. Das sind quasi die elektrischen GTIs, wobei sie jedoch unter 4 s. auf 100 brauchen, dafür aber maximal 200 km/h schnell sind. Ich sehe von diesen dreien den Volvo vorne, weil er die größte Reichweite hat, warum auch immer. Der Mini mit 313 PS ist auch stark, aber noch 2 Sek. langsamer als der EX30, was doch ziemlich viel Unterschied ist. Ein Golf GTI Clubsport braucht auch 5,6 s., der normale GTI 6,2 s.

 

Besonders universell finde ich ID.4 und Enyaq mit dem neuen Motor (286 PS). Dass er neben mehr Power auch noch mehr Reichweite bringt, ist bemerkenswert.

 

Die 800 V-Fraktion sehe ich hier nicht im Vorteil, denn der größere Akku beim ID.4 bringt mehr. Sogar das Laden bis zur gleichen Reichweite ist nicht langsamer. (ca. 170 kW jeweils). Hätte Hyundai den größeren Akku nicht zwangsgekoppelt mit größerer Ausstattung, wären Ioniq 5 und 6 hier auch mit dem 77 kWh-Akku drin. Beim Ioniq 6 sogar mit 614 km und 800 V (bis 240 kW).

 

Will man ein Schiebedach, ist die Auswahl ziemlich begrenzt. Da wären Astra, Enyaq, iX1 und evtl. weitere bei größeren Ausstattungspaketen (EV6, Ioniq 6, Volvo XC40).

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

Mon Oct 09 14:26:23 CEST 2023    |    jennss    |    Kommentare (47)

Welcher große BMW SUV wäre eure Wahl?

Im vorigen Heft von AMS ist der BMW XM getestet worden und interessanterweise wird da auch endlich die rein elektrische Beschleunigung gemessen. So braucht der XM bis 100 km/h 11,4 Sek. und bis 120 km/h 16,2 s., während er inklusive Verbrenner 4,0 bzw. 5,3 s. braucht (besser als Werksangaben mit 4,3 s.). Das ist schneller als ein Mercedes E400e im gleichen Heft (14,1 s. auf 100 elektrisch) und immerhin auf dem Level eines Smart EQ ForTwo. Dank der 95 km elektrischen Reichweite lt. AMS werden sicher viele Fahrer möglichst oft den Verbrenner kalt lassen.

 

Der iX M60 ist das rein elektrische Gegenstück, wenn auch deutlich günstiger und etwas kleiner. (3,8 s. auf 100) Der iX xDrive50 hat etwas mehr Reichweite (633 km) und immer noch sehr gute Fahrleistungen.

 

Konfiguratoren:

iX M60 / eDrive50

XM

 

Daten:

iX eDrive50

385 kW (523 PS) bzw.

0-100 in 4,6 s.

200 km/h

Reichweite nach WLTP 633 km

Ladeleistung 22 kW AC/195 kW DC

4.953 mm x 1.967 mm x 1.696 mm

Anhängelast 2,5 t.

107900 €

 

iX M60

455 kW (619 PS)

0-100 in 3,8 s.

250 km/h

Reichweite nach WLTP 564 km

Ladeleistung 22 kW AC/195 kW DC

4.953 mm x 1.967 mm x 1.696 mm

Anhängelast 2,5 t.

143100 €

 

XM

480 kW (653 PS), V8 + E-Motor

0-100 in 4,3 s (AMS hat 4,0 gemessen)

250 km/h

Reichweite nach WLTP 83 km (AMS hat 95 km gemessen)

Ladeleistung 7,4 kW AC/- kW DC

5.110 mm x 2.005 mm x 1.755 mm

Anhängelast 2,7 t.

178000 €

 

Welchen würdet ihr eher wählen, wenn Geld egal wäre? :D

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 2 fanden den Artikel lesenswert.

Mon Aug 21 23:06:00 CEST 2023    |    jennss    |    Kommentare (81)

Meine Wahl für einen Monat Gratisfahren wäre...

Stellt euch vor, ihr gewinnt für einen Monat ein Auto fahren zu dürfen, inkl. aller Kosten. Welches dieser beiden wäre eure Wahl, der Verbrenner-GTI oder sein elektrisches Pendent? Da VW noch keinen "elektrischen GTI" im Programm hat, habe ich hier den Volvo EX30 AWD genommen.

 

VW Golf GTI Clubsport

https://www.volkswagen.de/.../golf-gti-clubsport.app

Preis 46480 € abzgl. Händlerrabatt

Maße 4,30 x 1,79 x 1,46 m

Felgen 18"

Frontantrieb

Leistung 300 PS

0-100 5,6 s.

250 km/h

Reichweite ?

7 Gang DSG

Anhängelast 1,8 t

Wendekreis 12 m

 

Volvo EX30 Plus Twin Motor Performance

URL https://www.volvocars.com/.../ex30-electric?...

Preis: 46705 € abzgl. staatliche Umweltprämie von 3000 €

Maße: 4,23 x 1,84 x 1,55 m

Felgen 19"

Allradantrieb

Leistung 428 PS

0-100 3,6 s.

180 km/h

Reichweite WLTP 460 km

1 Gang

Anhängelast 1,6 t

Wendekreis 10,6 m

 

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 4 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Aug 06 21:57:36 CEST 2023    |    jennss    |    Kommentare (226)

Im Laufe der Jahre hat sich das Auto mit Verbrennungsmotor stark verändert:

 

1. Damals gab es öfter 6, 8 und 12 Zylinder. Die gibt es noch heute, sind aber viel seltener geworden. Die Grenze für einen 6 Zylinder liegt heute bei etwa 350 PS. Um die 300 PS sind es allermeist noch 4 Zylinder. 3 Zylinder gibt es jetzt auch mit mehr als 200 PS.

 

2. Damals gab es Sauger, heute fast nur noch Turbos.

 

3. Heute gibt es Otto-Partikelfilter und Diesel-Partikelfilter, damals nicht.

 

4. Damals hieß es: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, es sei denn durch Hubraum". Heute sind die Hubräume viel kleiner geworden, dank Turbos.

 

5. Heute haben auch Verbrenner sehr viel Software. Ein Golf 8 unterscheidet sich bei Bedienung und Software kaum von einem ID.3. Bei anderen Marken ist es auch so.

 

6. Damals waren Verbrenner reine Verbrenner. Heute haben sehr viele aktuelle Modelle Lithium-Ionen-Akkus und E-Motoren. Beispiele sind bei Audi die TFSIe, bei VW der eTSI oder eHybrid, bei Mercedes erkennt man die Mild- und PlugIn-Hybride im Konfigurator an den addierten PS-Leistungen, z.B. der C180: 170 PS + 23 PS oder C300 de: 197 PS + 129 PS Bei C-, E- oder S-Klasse gibt es keine einzige Limousine mehr ohne Akku-Unterstützung. Auf dem brennenden Autofrachter gab es sehr wahrscheinlich viel mehr Verbrenner mit Lithium-Ionen-Akkus als E-Autos. Die Hybridisierung sieht bei vielen anderen Herstellern genauso aus.

 

7. Damals gab es viele Handschalter, heute gibt es in vielen Modellreihen nur noch Automatiken.

 

8. Durch obige Maßnahmen sind auch Verbrenner nicht mehr so billig. Ein Golf fängt z.B. mit 2,0 TDI 150 PS DSG bei 40425 € vor Abzug von Händlerrabatten an, über einem ID.3 mit 204 PS vor Abzug der Umweltprämie. Mal sehen, wie das dann mit Euro7 aussieht.

 

Was ich insgesamt sagen will: Der Schritt zum Elektroauto ist gar nicht mehr so weit, im Positiven (Schadstoffe), wie auch im Negativen (Sound). Wer den alten Werten hinterher trauert, muss sich dann einen gebrauchten, schön alten Verbrenner holen, kein aktuelles Modell. Der aktuelle Verbrenner ist nicht mehr das, was er mal war. Der Abschied hat schon lange begonnen. Nicht traurig sein. Das E-Auto macht mehr Spaß als viele Verbrennerfans vermuten.

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 11 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Jul 30 15:13:16 CEST 2023    |    jennss    |    Kommentare (256)

225xe Hybrid225xe Hybrid

Mal angenommen, es war wirklich ein Akku, der den Brand auf der Autofähre bei Ameland ausgelöst hat. Es ist zwar aktuell nur eine Vermutung, aber möglich. Welche Konsequenzen könnte das haben?

 

- Verbot von E-Autos, Mild- und PlugIn-Hybriden auf Autofähren? Da Hybride ja deutlich mehr brandgefährdet sind als reine E-Autos, könnte man es auch zunächst bei einem Hybrid-Verbot belassen. Laut verschiedener Auswertungen sind Hybride mit der Kombination aus Verbrenner und Akku wesentlich kritischer als reine E-Autos. Beispiel die Auswertung einer Versicherung:

https://www.golem.de/.../...aeufiger-als-elektroautos-2202-162964.html

Zitat:

Pro 100.000 verkauften Fahrzeugen sind Hybridautos in 3.475 Brände verwickelt, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor brannten immerhin in 1.530 Fällen von 100.000 Verkäufen. Bei Elektroautos sind es 25 von 100.000 verkauften Fahrzeugen. Für die Studie wurden laut AutoinsuranceEZ die Zahlen für das Jahr 2021 ausgewertet.

 

Die Gesamtzahlen, die ebenfalls in der Studie veröffentlicht wurden, sind angesichts der ungleichen Verteilung der Antriebsarten eher Randnotizen. In den USA kam es zu 199.533 Bränden bei Verbrennern, bei Hybriden waren es 16.051. Dagegen ist die Zahl von 52 Elektroautobränden sehr gering, doch davon gibt es auch deutlich weniger. Zudem ist die Studie natürlich eine Momentaufnahme eines einzigen Jahres.

Es gibt noch mehr Auswertungen, die ähnliche Ergebnisse haben, z.B.:

 

Zitat:

Daten der US-Verkehrswacht und schwedischer Aufsichtsbehörden würden zeigen, dass E-Autos 25 Mal seltener Feuer fangen.

Hybride mit Lithium-Ionen Akkus sind z.B. die eTSIs von VW im Golf etc. Davon gibt es bei Verbrennern schon sehr viele Modelle bei vielen Herstellern, sind ja quasi schon der neue Standard bei Verbrennern. Bei Mercedes sind fast alle Modelle mit Lithium-Ionen-Akku und E-Motoren (Mild- oder PlugIn-Hybride) ausgestattet. Fähren dürften dann nur noch reine Verbrenner transportieren, keine Hybride mehr, egal, ob PlugIn oder Mild. Anders sind die Toyota Vollhybride, da sie einen anderen Akkutyp haben (NiMH). Der ist wohl ohne Risiko, wenn ich mich nicht irre. Ein aktueller Prius hat aber auch NMC-Akkus (PlugIn-Hybrid).

 

- Transport von E-Autos und Hybriden nur, wenn sie einen LFP-Akku oder Feststoff-Akku haben, da nicht oder sehr viel weniger brandgefährdet, z.B. im Tesla Model 3 Standard oder im Volvo EX30 Standard oder bei BYD. Gibt sicher noch mehr E-Autos mit den kobaltfreien LFP-Akkus.

 

- Fähren anders bauen, um im Brandfall besser löschen zu können.

 

- Härtere Prüfungen für NMC-Akkus bzgl. Qualität/Produktionsfehler. (wobei ich nicht weiß, wie die Hersteller aktuell prüfen)

 

Welche Punkte fallen euch noch ein? Eigentlich halte ich die Diskussion aktuell für etwas übertrieben, da auch NMC-Akkus qualitativ i.A. schon sehr gut sind, aber man muss doch mal mögliche Konsequenzen durchdenken. Der Fall vom Chevrolet Bolt/Opel Ampera-e (2017 bis 2019) und Samsung Note 7 zeigte, dass Fehler möglich sind, wie auch immer die entstanden sind.

j.

 

PS: Hier noch etwas zu spontanen Selbstentzündungen:

https://www.wiwo.de/.../24457024-3.html

 

Zitat:

„Es gibt, wenn auch sehr selten, auch Spontanbrände“, sagt Winter. Die gibt es auch bei Benzinern und Dieseln. Fast immer sind sie auf Produktionsfehler der Hersteller zurückzuführen, wenn eine Ursache ermittelt werden kann.

PPS:

Das Gerücht, dass es ein Elektroauto gewesen sein sollte, stammt von einem Mitarbeiter der Küstenwache. Um zu sagen, ob es wirklich ein bestimmtes Auto war, von dem zuerst der Brand ausgingen, müsste er im richtigen Moment in der Halle gewesen sein. Und er müsste sich recht gut auskennen mit den Fahrzeugen. Man kann nämlich nicht so leicht unterscheiden ob es z.B. ein BMW i4 ist oder ein 420i und er müsste auch unterscheiden können mit Hybriden. Das ist ja ein großer Unterschied, ob es ein Hybrid oder ein Elektroauto war.

Es ist wohl wahrscheinlich, dass die Elektroautos nicht alle zusammen gestanden haben, sondern im Kreis ihrer Marken mit den Verbrennern standen.

 

In welcher Situation kommt eigentlich ein Mitarbeiter der Küstenwache in den Frachtraum? Wenn er wegen eines Brandes gerufen wurde? Kann man dann den noch sagen, welches Auto es war? Da müsste doch einige Zeit vergangen sein bis er dort unten ist.

 

PPPS: Es würde mich mal interessieren, wie viel Prozent der Leute, die jetzt ein E-Auto verteufeln, zu Hause in der Wohnung ein E-Bike stehen haben. Sollte ein E-Bike-Akku in der Wohnung brennen, dürfte das wohl noch gefährlicher sein, als ein Auto draußen.

Hat Dir der Artikel gefallen? 4 von 11 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Jul 16 17:05:03 CEST 2023    |    jennss    |    Kommentare (221)

quo vadisquo vadis

VW meldete 30% weniger Bestellungen bei E-Autos als erwartet und will eine Schicht streichen. Ich weiß jetzt nicht, ob es bei anderen Herstellern genauso aussieht. Aber ich habe mir schon gedacht, dass es irgendwann einen Einbruch geben muss. Es läuft etwas schief.

 

Aktuell erreicht man noch kaum "Laternenparker", also Leute, die nicht zuhause laden können und auf öffentliche Ladesäulen angewiesen sind. Zwar ist die Ladesäulenverteilung für Langstrecken schon ganz brauchbar, aber innerorts fehlt es weitgehend an Ladeparks mit Schnellladern (50+ kW), vor allem an Supermärkten. Ich hatte Anfang 2023 gedacht, das wird das Jahr der Infrastruktur, nachdem das E-Auto-Angebot seit 2020 endlich deutlich besser geworden ist.

 

Gerade da, wo man mal 20 bis 30 Minuten zum Einkaufen oder so parkt, muss es Ladesäulen geben. Ich bin ziemlich überrascht, dass es bei der Infrastruktur im Ort fast gar nicht vorangeht. Hier ist ein Supermarkt bei Rewe mit einer 150 kW-Doppelladesäule, aber ansonsten weiter weg haben fast keine Supermärkte, Einkaufzentren, Baumärkte etc. Ladesäulen. Unglaublich. So geht das nicht weiter. Zwar haben noch nicht alle Hausbesitzer oder jene mit häuslicher Lademöglichkeit ein E-Auto, d.h. von der "Sättigung" sind wir auch da sicher noch ein gutes Stück entfernt, aber da wird sich das E-Auto zumindest deutlich leichter durchsetzen können als bei der großen Menge anderer Bürger, weil Laden zuhause im Alltag super bequem ist und sogar angenehmer als zur Tankstelle fahren zu müssen (finde ich).

 

Ich denke, dass nur wenige "Laternenparker" den Mut haben, sich schon jetzt in die Abhängigkeit lokaler Ladesäulen zu begeben, während es mit Tankstellen noch völlig problemlos aussieht. Da kauft man lieber nochmal einen Verbrenner. Ein großes Hemmnis sollen die Genehmigungen zu Ladesäulen sein. Nur damit kann man Zuschüsse bekommen oder so in etwa ist das. Genau kenne ich die Zusammenhänge nicht (bitte in den Kommentaren schreiben, wer es genauer weiß). Auf jeden Fall ist es nicht sehr verwunderlich, dass die Kurve der E-Auto-Verkäufe demnächst wohl nicht mehr so sehr steigen wird, wie bisher. Das erste Halbjahr 2023 waren es noch gut 30% mehr E-Autos als im ersten Halbjahr 2022, trotz niedrigerer Umweltprämie. Aber da kommt sicher auch dazu, dass PlugIn-Hybride nicht mehr gefördert werden und so manch einer dann eben gleich ein Bev gekauft hat. Was VW jedoch meldete, gibt Anlass den Weg zu überdenken. Nett ist jetzt nur, dass die E-Auto-Wartezeiten rapide gesunken sind, nachdem sie lange bei über 12 Monate lagen.

 

Das zweite Problem, das ich ansprechen möchte, sind die Strompreise. Man kann sich da schon ziemlich verarscht vorkommen. Ich habe jetzt den Anbieter gewechselt, hatte bisher 39 Ct. und jetzt ca. 25 Ct. pro kWh. Als ich das (in 5 Minuten am Handy) gemacht habe, kam noch ein Angebot vom alten Anbieter, der noch etwa 28 Ct. angeboten hat. Ich habe trotzdem gewechselt (jetzt auch endlich Ökostrom). An dem "letzten Versuch" des alten Anbieters ist zu erkennen, dass die 39 Ct. vorher gar nicht berechtigt waren! Das war unser Grundversorger, der wohl auf Dumme hofft, die nicht wechseln. Ich finde das unglaublich. Das ist so eine Sauerei wie bei Handyverträgen, nur halt in höheren Dimensionen. Da ich recht viel fahren (>30000 km/Jahr), spare ich ggü. dem alten Vertrag mal eben 114 €/Monat (Hausstrom eingeschlossen). Jetzt fahre ich wieder für rund 5 €/100 km. Man muss also ständig aufpassen und vor einer automatischen Verlängerung um 12 Monate inkl. Preissteigerung ggf. wechseln.

 

Bei öffentlichen Ladesäulen sieht es aber insgesamt schlecht aus. Obwohl die Energiepreise schon längst wieder stark gesunken wird, gehen die Preise für Strom an Ladesäulen kaum runter -> Abzocke, als gäbe es da Absprachen. Auch das blockiert die Mobilitätswende. Während ich jetzt wieder bei 25 Ct. bin, lädt man öffentlich noch oft für über >60 Ct. Was für eine Benachteiligung gegenüber Laternenparkern! So geht das nicht. Man muss auch da immer sehr aufpassen, welche Verträge man hat (mit Grundgebühr weniger Ct./kWh). Ich weiß leider auch nicht, wie sich das nun weiter entwickeln wird, weder bei der Infrastruktur, noch beim Strompreis. Aber irgendwas muss da geschehen, sonst stagniert die Kurve der E-Auto-Verkäufe bald.

 

Und ein drittes Problem sind Fake-News. Ich sehe auf Instagram, in Foren, auf Facebook, YouTube etc. immer wieder Falschnachrichten und falsche Behauptungen zu E-Autos, gegen die die Mobiltätswende auch anzukämpfen hat, z.B. um Nachrichten von (angeblichen) Fahrzeugbränden, Elektrosmog, kein Fahrspaß, stundenlangen Ladezeiten, Reichweitenproblemen, katastrophale Umweltfreundlichkeit, ungerechtfertigter Förderung etc. So manch einer scheut dann auch den Wechsel, weil er schlicht verunsichert ist.

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 5 von 9 fanden den Artikel lesenswert.

Sun Jun 25 12:47:07 CEST 2023    |    jennss    |    Kommentare (121)

gutefahrt7gutefahrt7

Der Golf R333 war nach 8 Minuten ausverkauft, trotz eines horrenden Preises von 76410 € (333 Stk.). Der Audi TT RS kommt zum Ende der TT-Baureihe als Iconic Edition für 113050 € (100 Stk.). Das Ende der Verbrenner naht erst 2035, aber schon die bevorstehende Euro 7-Norm wird einige Modelle und Motoren aussterben lassen (Kleinwagen vor allem). Und viele Modelle werden auch gar nicht mehr bis 2035 gebaut, sondern schon Jahre vorher eingestellt.

 

Jetzt heißt es wachsam sein, wenn man eine noch nicht volle Sammlergarage hat :). Zwar ist es nicht sicher vorhersehbar, wie sich die Preise der Verbrenner entwickeln werden, wenn die E-Autos immer besser werden, aber zumindest die letzten attraktiven Modelle dürften ziemlich wertstabil sein. Eins werden E-Autos wohl nie so attraktiv können wie Verbrenner: Motorsound. Deswegen tippe ich darauf, dass vor allem Modelle mit gutem Sound wertvoll werden könnten. Die 718 RS-Modelle könnte ich mir mit gutem Werterhalt vorstellen. Der 5-Zylinder von Audi mit Sicherheit auch. (A3 5-Zylinder sind in der Übersicht schon ohne Preisangabe).

 

Bei welchen Fahrzeugen rechnet ihr noch mit besonderen Modellen für großen Werterhalt?

j.

 

PS: Das Foto ist vom aktuellen GuteFahrt-Heft

Hat Dir der Artikel gefallen? 4 von 8 fanden den Artikel lesenswert.

  • von 35
  • 35

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 06.02.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor(en)

jennss jennss


 

Besucher

  • anonym
  • Tete86
  • jennss
  • Cliff2015
  • RazorM3
  • Klaxo01
  • LowState
  • _RGTech
  • Non3
  • FranziskaW

Archiv