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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

21.01.2023 14:35    |    jennss    |    Kommentare (81)

Umfrage nur an PHEV-Fahrer und ehemalige PHEV-Fahrer: Was wird/wurde euer Auto nach dem PHEV?

Den Golf gibt es seit einiger Zeit nicht mehr als PlugIn-Hybrid, weder GTE noch eHybrid. Das dürfte an der fehlenden Förderung liegen. Oder kommt der nochmal wieder?

 

Jetzt neu ist der Mazda MX-30 R-EV, ein serieller PlugIn-Hybrid, ähnlich wie der alte BMW i3 (ebenfalls 170 PS), jedoch mit Wankelmotor statt 2-Zylinder. Und der Mazda schafft mit 50 Liter Benzin und vollem Akku über 600 km (85 km elektrisch und 515 km mit Benzin). Ich finde den Preis auch gar nicht so schlecht, also ab 35990 €. Ein MG4 mit 64 kWh/204 PS/450 km kostet das gleiche, aber bei dem gibt es als BEV noch ca. 7177 € Förderung (4500 € vom Staat, Rest Hersteller), womit er nur noch 28813 € kostet. Der Mazda Plugin-Hybrid (170 PS) kostet das gleiche wie der MX-30 EV (vor Abzug der Umweltprämie) ohne Benziner, aber mit doppelt so großem Akku (nach WLTP ca. 200 km, 145 PS), wobei es nur zum BEV die 7177 € Förderung gibt, zum PHEV nichts.

 

Man kann den MX-30 R EV auch sehr viel ohne Benzin fahren, wenn man - je nach Tagesfahrleistung - fast täglich lädt. Im Gegensatz zu den vielen parallelen PHEVs der anderen Hersteller fährt der Mazda immer mit E-Motoren-Antrieb. Er hat nach WLTP 85 km elektrische Reichweite und kann mit max. 36 kW DC laden (25 Minuten von 20 bis 80%, wobei der PHEV zuhause aber meistens wohl von 0 auf 100% geladen wird). Der Mazda MX-30 R-EV ist limitiert auf 140 km/h und beschleunigt in 9,1 s. auf 100. (BEV auch 140 km/h, jedoch 9,7 s.) Wie findet ihr diese Mazda-Lösung mit seriellem Hybrid und Wankel? Homepage, noch ohne Konfigurator des PHEV, aber schon mit Infos:

https://www.mazda.de/modelle/mazda-mx-30/mazda-mx-30-r-ev/

 

Nicht betroffen von der Kürzung der Förderung sind die teuren PHEVs, also z.B. der BMW XM oder ein Porsche Panamera 4 E-Hybrid. Bei denen gab es ja nie eine Förderung. Also die Existenz der PHEVs ist nicht von der Förderung abhängig, aber im günstigeren Bereich wird es wohl weniger Angebote geben.

 

Bei Mercedes gibt es z.B. noch den GLA250e mit 160 PS + 102 PS (Benziner + E-Motor) für 46.421,90 €. Der geht in 7,1 s. auf 100, also klar schneller als der EQA250+ (8,6 s., 531 km nach WLTP) für 47420,30 € nach Abzug der gesamten Umweltprämie. Von der Bafa gibt es ab 40000 € netto eh nur noch 3000 € Umweltprämie. Also da ist der PHEV noch ein ganz ordentliches Angebot, ähnlich dem reinen Benziner für 46.255,30 € (GLA 250 mit 224 PS, 6,9 s. auf 100).

 

Dennoch werden PHEVs über kurz oder lang wohl deutlich weniger werden, denn nicht wenige PHEV-Fahrer kaufen als nächstes einen BEV, soweit ich weiß, weil sie das elektrische Fahren überzeugt und sie beim BEV mehr elektrische Power haben, sowie eine bessere Haltbarkeit durch weniger Vollzyklen. Aber mal sehen, was die Umfrage ergibt.

 

Die Umfrage richtet sich nur an PHEV-Fahrer und ehemalige PHEV-Fahrer.

j.

 

PS: Wer zurück zum Verbrenner gegangen ist oder gehen will, bitte nennt eure Gründe in den Kommentaren und welchen PHEV ihr hattet. Die anderen natürlich auch gerne :).

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15.01.2023 14:35    |    jennss    |    Kommentare (15)

Welches Team bist du?

Eine komplett schräge Gegenüberstellung, aber irgendwie doch ganz interessant... :)

 

Zwischen 200.000 und 250.000 € gibt es zwei Autos, die sehr gegensätzliche Zielgruppen ansprechen, aber im Grunde genommen auch nicht völlig anders sind. Beide sind ähnlich groß und teuer und gingen z.B. für eine Familie, die ein 5 m-Auto akzeptiert.

 

Der Lightyear 0 hat nur 60 kWh und dennoch eine große WLTP-Reichweite von 625 km bzw. über 1000 km im Alltag. Der Lucid Air Dream Edition hat zwar noch mehr Reichweite auf der Langstrecke (861 km in Performance-Variante), aber auch einen etwa doppelt so großen Akku. Für seine Leistung ist der Lucid durchaus effizient, aber an die extreme Effizienz des Lightyear 0 kommt keiner heran, zumal der Lightyear bei geringer Kilometerleistung komplett ohne Laden auskommen kann, zumindest im Sommer. Bis ca. 11000 km dürften aus den Solarzellen jedes Jahr kommen können. Dadurch kommt es in der Praxis laut Lightyear auch mal zu mehr als 1000 km zwischen den Ladevorgängen.

 

Lightyear 0:

https://lightyear.one/lightyear-0/

Praktische Reichweite inkl. Solar 1,000 km (driving range between two charging moments)

Reichweite Akku 625 km (WLTP)

Highway range (at 110 km/h) 560 km

Zusätzlich bis zu 70 km pro Tag über Solarpanels

Zusätzlich bis zu 11,000 km pro Jahr über Solarpanels

Akku 60 kWh

10 s. auf 100

Max. 160 km/h

50 kW Laden

250.000 €

 

Lucid Air Dream Edition

https://www.lucidmotors.com/de-de/air/configure?compare=1

Reichweite 861 km (WLTP)

1111 PS

Akku 113 kWh

2,7 s. auf 100 km/h

Max. 270 km/h

300 kW Laden

900 V-Akku

218.000 €

 

Wenn ihr reich wärt, welchen würdet ihr eher kaufen?

j.

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26.11.2022 05:50    |    jennss    |    Kommentare (95)

Welcher Ioniq wäre eher eure Wahl?

Beide sind gleich teuer (siehe Konfigurator-Screenshots), wobei der 6er in der Basis trotz ca. 10% weniger Akkukapazität rund 12% weiter kommt. Beim größeren Akku (229 PS) kommt der 6er nach WLTP rund 21% weiter (614 km vs. 507 km), bei 800 € niedrigerem Preis.

Aber Reichweite ist nicht alles. Die kleine Heckklappe stört viele. Und man sitzt niedriger. Dafür spart man etwa 20% Fahrkosten, was ihn indirekt deutlich günstiger macht als den 5er.

 

Der 6er ist wie ein EQE, jedoch mit 800 V-Akku und weniger Optionen (Hecklenkung, Schiebedach u.v.m.). Bemerkenswert am 6er ist, dass er mit nur 77,4 kWh fast die Reichweite des EQE 300 mit 89 kWh schafft (614 vs. 629 km). In Sachsen Effizienz liegt der Iconiq 6 damit trotz der Größe und des extremen Schnellladens nahezu auf dem Level des Ur-Ioniq (38 kWh, 311 km nach WLTP).

 

Was hat sich Hyundai wohl dabei gedacht, den Basis Ioniq 6 in der Kapazität (53 kWh statt 58 kWh) und Leistung (151 PS statt 170 PS) ggü. dem Ioniq 5 zu beschneiden? Beim 6er lohnt der Aufpreis zum großen Akku mehr als beim Ioniq 5.

 

Für welchen Ioniq würdet ihr euch entscheiden?

j.

 

Konfigurator Ioniq 5

 

Konfigurator Ioniq 6

 

Konfigurator EQE

 

PS: (nach Kommentar von notting)

Reifengrößen:

6er: 7,5 J x 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 225/55 R 18 Bereifung

 

5er: 7,5 J x 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 235/55 R 19 Bereifung

 

Beim Ioniq 5 gibt es keine 18", vermutlich wegen des Designs. Der Reichweitenvorteil des Ioniq 6 liegt also nicht nur an der Aerodynamik.

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06.11.2022 20:32    |    jennss

Windkraft in Schleswig Holstein (nahe Büsum)Windkraft in Schleswig Holstein (nahe Büsum)

Der Krieg mit seiner Energiekrise macht uns die Kostbarkeit der Energie deutlich. Russland pusht mit dem Krieg auch den Ausbau der Regenerativen Energien im Westen und damit den Abschied von der Abhängigkeit von der fossilen Energie. U.a. in Verbindung mit der Elektromobilität werden wir sparsamer. Es bezieht sich aber auf alle Bereiche, vor allem Haus und Auto. Das Interesse an Solarenergie auf dem Dach ist gestiegen, auch weil die Leute gerne eine Möglichkeit haben, sich im Notfall ein wenig mit Energie selbst versorgen zu können. Supermärkte wollen ihre Dächer für Solarenergie nutzen. Probleme mit Windkraftgegnern müssen jetzt gelöst werden. Die Krise beschleunigt alles.

 

Haben wir bisher mit der fossilien Energie noch so um uns geworfen, weil es alles außer den Kosten keine großen Hindernisse gab, so bremst uns die Elektromobilität auch wegen der Reichweite der Fahrzeuge Energie zu verschwenden. Aber auch bei fossilem Kraftstoff und AdBlue ist man jetzt viel mehr bemüht zu sparen. Es ist zu beobachten, dass manche auf der Autobahn viel langsamer (100 bis 120 km/h) fahren, als sie könnten, nicht nur mit E-Auto. Das spart Geld und Aufwand in der Energieproduktion. Ohne den Krieg und der damit verbundenen Energiekrise hätte es wohl deutlich länger gedauert mit der Energiewende, auch wenn wir zunächst aus Gründen der sicheren Energieversorgung jetzt noch die Laufzeit der Atomkraftwerke um ein paar Monate verlängern. Also wenn man versucht, diesem schrecklichen Krieg etwas Positives abzugewinnen, dann ist es die Beschleunigung des Ausbaus der Regenerativen Energien und damit auch Speicherlösungen zu finden.

 

Die Energiekrise zeigt uns auch, dass manche Bundesländer mit dem Ausbau der regenerativen Energien getrödelt haben. Als Vorbild würde ich hier Schleswig-Holstein sehen. Die haben sogar eine Überproduktion an regenerativen Energien. Im Süden Deutschlands hat man konservativ noch lange auf alte Energien gesetzt. Das rächt sich jetzt.

 

Die Energiekrise bewirkt ein Umdenken im Thema Energie. Verschwendung wird zunehmend erkannt. Natürlich gibt es auch E-Autos, die den alten Zeitgeist bedienen und eine Höchstgeschwindigkeit von z.B. 260 km/h ermöglichen (Ein bisschen Spaß muss sein :D), aber es sind nicht viele auf dem Markt. Ein Tempolimit ist mit der Elektromobilität nicht mehr wirklich nötig.

 

Die allgemeinen Energiekosten bei Strom und fossilen Energien tragen ebenfalls zum Energiesparen bei und werden hoffentlich irgendwann wieder etwas sinken.

 

Es gibt Bereiche der Elektromobilität, die an politische Themen grenzen. Das ist für mich im Blog immer eine Schwierigkeit, weil hier politische Meinungen aufeinander treffen können und die Kommentare bissig und provozierend oder gar beleidigend ausfallen können. Bitte haltet euch mit den Ursachen im politischen Bereich zurück und betrachtet vor allem die Auswirkungen auf den Energiesektor.

j.

 

PS: Habe wieder allerlei interessante Links in den Text gepackt.

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04.11.2022 23:51    |    jennss    |    Kommentare (19)

Welcher reizt euch mehr zu besitzen?

Was beim neuen Smart #1 auffällt, ist das rundliche Design und manche sehen eine Ähnlichkeit zu Mini. Der neue Smart #1 Brabus ist mit monströser Leistung ausgestattet (428 PS), so dass man da schon eine neue Generation von Hot-Hatches sehen kann. Was der GTI 1976 begründet hat, scheint im Brabus eine neue Steigerung zu finden, wie sie noch keiner zuvor hatte (der Audi RS3 ist eine andere Preisklasse) - wenn man mal von der limitierten Höchstgeschwindigkeit absieht, die ich selbst auch von sekundärer Bedeutung für den Sport & Spaß sehe. Die Leistung übersteigt die von GTI und Golf R, aber preislich liegt er dazwischen. Überhaupt ist der Preis neben der kurzen Karosserie bei dieser Leistung die Sensation. Kein anderes Auto für 48990 € bzw. in 2023 ca. 44000 € nach Abzug der Umweltprämie schafft den 0-100-Sprint unter 4 Sekunden. Klar, 0-100 ist nicht alles, aber man kann davon ausgehen, dass die anderen Geschwindigkeitsbereiche ebenfalls sehr gut gehen, zumal kein Getriebe Schwächen reinbringen kann. Grenzen wird die recht hohe Bauform setzen, doch im Alltag wird man da nicht allzu viel von spüren, denke ich, weil man auf den Straßen kaum an Kurvengrenzbereiche kommen kann.

 

Nun fragt sich, was Mini denn dagegenzusetzen hat. Zu finden ist der Mini Countryman John Cooper Works (JCW) mit 306 PS und immerhin 5,1 s. auf 100 für 51800 €. Die 250 km/h sind natürlich ein Vorteil, zumal man sie beim Verbrenner auch noch mit hoher Reichweite nutzen kann, sofern man sie auf den Straßen überhaupt ausfahren kann. Die 3,9 s. des Brabus sind meiner Einschätzung nach spaßiger, aber 5,1 s. sind ja auch nicht schlecht. Doch ein E-Antrieb kann alles noch spontaner und unverzögerter hinbekommen, was den Fahrspaß nochmals steigert. Nur Motorsound bietet er nicht. Da wird jeder seine eigenen Prioritäten setzen. Interessanterweise bekommt man bei Smart ein rotes Dach nur beim Brabus, wie bei Mini nur beim JCW. Also da hat sich Smart klar an Mini orientiert.

 

Wo ich beim Mini einen klaren Vorteil sehe, ist das optionale Schiebedach. Dafür ist der Brabus in seiner Ausstattung bereits ziemlich komplett, inkl. AC 22 kW-Lader (DC 150 kW), (festes) Panoramaglasdach, adaptiver Tempomat (ACC) mit Stop & Go-Funktion, HeadUp-Display u.v.m.

 

Man kann sich natürlich fragen, ob man das Geld wirklich in solche Fahrleistungen stecken will oder lieber in Reichweite. Für 46800 € (bzw. ca. 39600 € nach Abzug der Umweltprämie in 2023) bekommt man z.B. beim Skoda Enyaq mit 204 PS/8,5 s. ein großes Auto mit 544 km nach WLTP (und mit 265 PS Allrad für 49050 € bzw. ca. 44000 € n.A.d.U., bei 6,9 s. auf 100, 527 km). Aber 3,9 s. sind halt echt eine Granate und was Besonderes, wie damals der GTI mit seinen ca. 9 s. auf 100. Und mit 400 km nach WLTP kann man auch schon ganz ordentlich Langstrecken fahren, wie ich selbst erlebt habe (ID.3, 417 km nach WLTP).

 

Wie seht ihr den Smart #1 Brabus auf dem Markt? Wird er eine neue (elektrische) Generation von Hot-Hatches begründen, wie damals der Golf GTI?

 

Und eine Umfrage hänge ich auch mal dran, ganz primitiv Verbrenner vs. E-Auto, weil das mit dem Mini als Konkurrenz so gut passt :).

j.

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30.10.2022 15:14    |    jennss    |    Kommentare (59)

Anfang des Jahres wollte ich eigentlich einen Artikel schreiben, dass 2022 das Jahr der Ladesäulen wird, aber irgendwie habe ich dann nicht die Zeit gefunden und andere Themen, die ich meist ziemlich spontan geschrieben habe, haben es in den Blog geschafft :). (Ich habe überhaupt noch eine ganze Menge Themen, über die ich eigentlich schreiben will, aber nicht so viel Zeit finde.)

 

Jetzt ist das mit den Ladesäulen aber gerade wieder aktuell geworden :(. Vorgestern und gestern wollte ich unterwegs öffentlich laden und ganze vier DC-Ladesäulen waren defekt oder ausgeschaltet (Itzehoe Shell, Lidl Othmarschen, McDonalds Heimfeld, Harburg Rathaus). Unglaublich. Ich lade ja zu 90 oder 95% zu Hause und da merke ich die Probleme der öffentlichen Ladesäule kaum. Im Urlaub von Hamburg nach Österreich hat es mit dem Laden auch ziemlich gut geklappt.

 

Und ich sehe, dass der Ausbau zwar ganz leicht vorankommt, aber nicht so, wie ich mir das Anfang des Jahres vorgestellt habe und prophezeihen wollte. Das ist schon ziemlich enttäuschend. So langsam muss es wirklich vorangehen. Und es geht nicht nur darum, mehr Ladesäulen aufzustellen, sondern auch bestehende Ladesäulen in Betrieb zu halten. Wichtig wären wirklich größere Ladeparks in der City, am besten in den Parkhäusern von Einkaufszentren. Je mehr Ladesäulen beieinander stehen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit diese unnötig anzusteuern, weil sie nicht funktionieren. Mit der Akzeptanz der Karte habe ich übrigens so gut wie keine Probleme, nur sind manche Ladesäulen einfach ausgeschaltet/defekt.

 

Die Frage ist jetzt, woran das liegt mit dem schlechten Ausbau und der miesen Wartung. Zu lesen war, dass die Genehmigungen für Ladepunkte zu lange dauern, weil die Behörden nicht hinterherkommen. Das wäre eine echte Sauerei. So kann man E-Fahrer nicht einfach im Stich lassen. Dann muss man mehr Leute in der Behörde einstellen. Auch Lieferengpässe gibt es aktuell. Kennt ihr weitere Gründe?

 

Leider kann ich so verstehen, wenn Leute noch vorsichtig sind bei der E-Mobilität und nochmal einen Verbrenner kaufen. Die E-Fahrzeuge machen ja viel Spaß, aber es muss drumherum auch gut funktionieren und sollte keinen Frust auslösen.

j.

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25.10.2022 22:20    |    jennss    |    Kommentare (37)

Es gibt noch viele Schiebedach-Fans, trotz des sinkenden Angebots. Das Schiebedach ist quasi ein "Cabrio light". Es hat nicht nur Wellness-Funktion, sondern kann auch das Innenklima verbessern, in Verbindung mit Klimaanlage oder auch ohne. Man hat nicht so viel Sturm im Haar wie beim Cabrio, aber doch schon recht viel Himmel und Frischluft (O2). Ein festes Panoramadach ist in meinen Augen überhaupt keine Alternative, auch wenn viele Hersteller nur noch sowas anbieten. Besonders beim Taycan finde ich es eine Sünde, auf ein Schiebedach zu verzichten. Da gibt es tausend Extras, aber nur ein festes Glasdach - echt enttäuschend. Ich hatte zu Schiebedächern ja schon mal einen Artikel getippt. Inzwischen gibt es noch viele weitere neue E-Autos, aber weiterhin nur wenige mit Schiebedach. Hier möchte ich mal auflisten, welche E-Autos ich mit Schiebedach aktuell kenne (Angaben ohne Gewähr):

 

- Alle bei Mercedes: EQA, EQB, EQC, EQE, EQV, EQS, EQE SUV und EQS SUV.

- Von BMW einige, aber nicht alle: i4, iX1, iX3. Schwach: Nichts beim i7, iX3 und iX

- Bei Audi nur Q4, nicht E-Tron GT. Der große E-Tron ist offenbar nicht mehr bestellbar (?).

- Von Skoda hat der Enyaq ein Schiebedach optional.

- Bei Kia gibt es den EV6 mit Schiebedach, wenn man das GT-Line-Paket (+6000 €) nimmt oder den GT. Außerdem gibt es beim Kia Soul und Niro EV ein Schiebedach.

- Bei Mini gibt es den Cooper SE mit Schiebedach (im Premium Plus Paket für 3400 €).

- Bei Volvo bekommt man den XC40 (nicht C40) mit Schiebedach inkl., wenn man das Ultimate-Paket nimmt (+ 9300 €).

- Bei Renault gibt es den Twingo mit Faltschiebedach.

- Bei Fiat gibt es den 500 mit Cabriodach.

- Bei Hyundai gibt es den Nexo und Ioniq 6 (mit großem Akku) mit Schiebedach.

- Von Mazda ist der MX30 mit Schiebedach zu bekommen.

- Bei Nissan gibt es den Ariya mit Schiebedach.

- Bei MG gibt es den Marvel R und MG ZS EV mit Schiebedach.

- Bei Genesis gibt es den Electrified GV70 mit Schiebedach.

 

Bei VW, Ford, DS, Porsche, Cupra, Jaguar, Toyota, Honda, Polestar, Tesla, e.Go, Peugeot, Smart #1, Opel u.a. gibt es aktuell nichts mit Schiebedach. Bei Lexus finde ich keinen Konfigurator zum UX300E (ist der wieder vom Markt weg?). Bitte korrigiert mich, wenn ich mich irgendwo irre. Seht ihr diesen Trend auch kritisch? Was mag der Grund sein?

j.

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16.10.2022 01:07    |    jennss    |    Kommentare (32)

Welchen Akku-Weg haltet ihr für die bessere Lösung?

Der Nio ET7 kommt mit dem Battery-Swap-System mit einer ganz neuen Sache auf den deutschen Markt. Das ist die Alternative zu den 800 V-Akkus, würde ich sagen. Bei Carmaniac im Video hat der Akkuwechsel knapp 6 Minuten gedauert und das Laden auf 80% 37 Minuten (bei offiziell angegebenen 40 Minuten). Zwei Akkuwechsel im Monat sind über 3 Jahre hin gratis. Darüber hinaus kostet der Wechsel 10 € plus Stromkosten. Aktuell gibt es nur zwei Wechselstationen in Deutschland, also eine in Berlin Spandau und eine in Bayern an der A8. Demnächst soll noch eine Düsseldorf dazukommen und dann mal sehen, wie es weitergeht. Noch in diesem Jahr sollen es 20 Stationen in Europa werden und weltweit 1000 bis 2025.

 

Der Nio ist jedoch nicht kaufbar, sondern nur über Leasing- und Abo-Modelle zu bekommen, Leasing ab 1199 € (Abo monatlich kündbar ab 1550 €) mit 75 kWh und mit 100 kWh im Leasing über 1400 € (?), je nach Laufleistung. Wie es da mit der Umweltprämie aussieht, konnte ich nicht herausbekommen. Die Versicherung, sowie Winterräder sind mit enthalten. Wenn ich mich nicht irre, spielt die persönliche Versicherungseinstufung da keine Rolle, was für Anfänger vorteilhaft ist.

 

Es sollen maximal 13 Akkus in einer Wechselstation vorrätig sein, die dort auf 90% aufgeladen werden. Es sind nicht 100%, weil das Lagern mit hohem Akkustand nicht so gesund ist für den Akku, wobei ich 90% auch schon recht hoch finde, wenn die da lange gelagert werden. Ich lade unseren ID.3 im Alltag immer nur bis 80% auf. Zum Ausgleich werden die Akkus in den Stationen nur mit 40 oder 80 kW geladen, je nachdem wie viele Akkus in der Station gerade verfügbar sind.

 

Der Kofferraum ist mit 370 l. für eine 5,10 m lange Limo recht klein (ID.3 hat 385 l.), zumal es keinen Frunk gibt. Das Auto beschleunigt in 3,8 s. auf 100 (mit 75 oder 100 kWh konnte ich nirgendwo herauslesen) und fährt maximal 200 km/h. Der Nio hat 33 Sensoren rundum und fährt automatisch in die Swap-Station rein, wie beim automatischen Einparken. Was ich mich noch frage, ist, wie solide das Wechselsystem ist. Da muss ja jede Schraube sitzen. Und wie sieht es bei alten Akkus aus, also welche Garantie gibt es? Ist die Frage nach der Akkugarantie hinfällig, weil man die Akkus tauschen kann? Könnte es passieren, dass man einen frischen Akku eintauscht gegen einen alten Akku, der schon an der 70%-Grenze liegt? Und verhindert oder begünstigt das Swap-System eine neue Akkutechnik? (Nio wollte noch eine Feststoffakkuversion herausbringen). Könnte man verschiedene Akkugrößen für verschiedene Autoklassen vorrätig haben oder taugt eine Station nur für ein bestimmte Fahrzeuggröße (der ET7 hat 3,06 m Radstand)? Schränkt das Akkuformat in der Entwicklung den freien Aufbau des Fahrzeugs zu sehr ein? (Standard von Nio vorgegeben, falls andere Marken mitziehen wollen). Dass es bisher keinen Kauf gibt, sondern nur Leasing/Abo zeigt für mich, dass man sich nicht sicher ist, wie lange man das System anbieten kann bzw., ob es ein Erfolg wird, was aber auch durchaus fair ist. Müssen nicht sehr viel mehr Akkus gebaut werden als es Autos gibt? (Und das von jeder Akku-Variante)

 

Als Preis werden 70000 € genannt, aber da man ihn nicht kaufen kann, ist das schwer einzuordnen. Es gibt einige Alternativen zum Nio ET7. Das wären z.B. der Mercedes EQE350, der BMW i4 M50, der Genesis GV60 Performance und ein Kia EV6 GT. Am direktesten als Alternative sehe ich jedoch den Genesis Elecrified G80 (69200 €). Der G80 setzt auf 800 V-Akkus (87,2 kWh), nicht zu tauschen, aber dafür maximal schnell beim Laden, d.h. 22 Minuten bis 80%, wobei der G80 aber nur eine WLTP-Reichweite von 520 km hat (Nio mit 100 kWh 580 km). Das schnelle Laden kann man überall nutzen, wo es die 300 bis 350 kW-Schnelllader gibt, also schon ziemlich viele in Deutschland (knapp 1000). Der Nio lädt dagegen vergleichsweise langsam, vermutlich um die Kosten der Wechselakkus gering zu halten nicht so stark klimatisiert, bietet jedoch alternativ den Akkuwechsel an.

 

Fahrzeugmäßig haben der Südkoreaner (Genesis) und der Chinese (Nio) Ähnlichkeiten. Ich finde die Cockpits dem Stil dieser Zeit angepasst. Der Genesis geht in 4,9 s. auf 100 und schafft 225 km/h Spitze. Der Kofferraum ist mit 354 l. ebenfalls recht klein. Zum G80 gibt es ein Solardach gegen Aufpreis, das im Jahr etwa 1500 km dazu liefern kann.

 

Welches Auto hat in euren Augen die zukunftsträchtigere Akku-Technologie?

j.

 

PS: Die Bilder habe ich von den Herstellerseiten. Ich denke, die haben am wenigsten etwas dagegen, wenn man sie nimmt. :)

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12.10.2022 21:47    |    jennss    |    Kommentare (38)

Welche Farben (Mehrfachauswahl möglich) fändet ihr von diesen für euch schön?

Porsche hat den Konfigurator überarbeitet. Man kann jetzt alle Sonderfarben direkt am Auto anzeigen. Die Sonderfarben sind sehr teuer, machen das Auto aber auch besonders exklusiv (aktuell gerade wieder nicht verfügbar). Bei Wiederverkauf bekommt man es wohl kaum wieder rein (8806 €). In Anbetracht dessen, dass das Auto eh schon nicht billig ist, relativiert sich der Aufpreis vielleicht (ca. 10% Aufschlag bei Basisvariante für 88399 €).

 

Wie findet ihr solche Sonderfarben? Ich finde einige sehr toll, z.B. Sternrubin, nordischgoldmetallic oder 914olympblau. Auch indischgrün ist klasse. Ein paar habe ich mal in die Umfrage gesetzt. Der Taycan-Konfigurator:

https://configurator.porsche.com/de-DE/model/Y1AAA1

 

Welche Farben kämen für euch in Frage (abgesehen vom hohen Aufpreis?) Was wäre euer persönlicher Favorit?

j.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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26.09.2022 21:37    |    jennss    |    Kommentare (50)

energiebauerenergiebauer

Bauern haben es nicht leicht. Sie arbeiten viel und die Marge ist oft nicht sehr groß. Der Trend geht zu veganem Essen oder zu Biofleisch. Mit dem Bio-Stempel steigt der Aufwand und der Gewinn sinkt. Es ist ein Kampf zwischen der unbeliebten Massentierhaltung und der weniger lukrativen Biohaltung. Diesen Sommer machte auch die Trockenheit Bauern zu schaffen.

 

Ich glaube, wenn ich jetzt Bauer wäre, würde ich umsatteln zum Energiebauern. Bauern haben große Felder für den Anbau und die Tierhaltung. Diese Felder könnte man auch für die Produktion grüner Energie nutzen, also Tiere, Trecker, Anhänger und alles verkaufen und ein Solar-System aufbauen. Dazwischen passen noch ein paar Windräder. Das sind Ausgaben, die (vermute ich) sogar noch gefördert werden und nach einer guten Investition hat man laufende Einnahmen, ohne ständig das Feld zu bestellen, die Tiere zu schlachten etc. Es bliebe zudem sicher auch noch mehr Freizeit, so dass man sich nicht bei RTL bewerben braucht ;).

 

Was denkt ihr dazu?

 

Gibt es hier Bauern, die sich schon mal Gedanken über so einen Wechsel gemacht haben? Ist das eine realistische Idee?

j.

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17.09.2022 15:07    |    jennss    |    Kommentare (77)

Welches kompakte E-Auto gefällt euch besser?

MG war immer eine klassische Automarke aus England. Chinesen haben die Marke übernommen und ich hatte erst Zweifel, ob das was wird. Habe aus alten Hifi-Zeiten noch in Erinnerung, dass aus Dual, Grundig u.v.a. tollen Marken nach Fernost-Übernahme nur noch billiger Murks kam. Doch MG aus China scheint doch ganz cool zu werden. Ich hatte auf einer Messe in Winsen schon Gelegenheit, mich in MGs reinzusetzen (leider nicht den MG4 fotografiert). Den Daten nach ist das echte Konkurrenz zu den ID's von VW und anderen.

 

Der MG4 trifft genau auf den ID.3. Er ist 2 cm länger (4,28 m), 6 cm flacher, hat 7 cm weniger Radstand und ebenfalls Heckantrieb (im Gegensatz zum MG5 mit Frontantrieb). Anders als den ID.3 gibt es den MG4 auch mit weniger als 204 PS, d.h. mit 170 PS und 51 kWh, während der ID.3 Pure erstmal aus dem Programm genommen wurde, aber dafür noch mit sehr großem Akku lieferbar ist (82 kWh brutto/558 km ab 43.560 €). Ein erster Bericht zum MG4 ist beim ADAC.

 

MG4 mit 64 kWh:

61,7 kWh netto (brutto 64 kWh)

204 PS

Laden in 35 Minuten von 10 auf 80% (max. 135 kW)

7,9 s. auf 100

435 km nach WLTP (= Luxury / Comfort 450 km)

160 km/h

32.420 € (Comfort) + 3570 € (Herstelleranteil der Umweltprämie) = 35990 €

34.420 € (Luxury inkl. Wärmepumpe, el. Sitzverstellung, Sitzheizung, kabelloses Aufladen von Smartphones, Echtzeit Navigation & WiFi Hotspot, 360°- Kamera) + 3570 € (Herstelleranteil der Umweltprämie) = 37990 €

28.420 € (Standard mit 51 kWh und 170 PS) + 3570 € (Herstelleranteil der Umweltprämie) = 31990 €

 

 

ID.3:

58 kWh (62 kWh brutto, 77/82 kWh als Version Pro S)

204 PS

Laden in 35 Minuten von 5 auf 80% (max. 120 kW)

7,3 s. auf 100

429 km nach WLTP

160 km/h

38.060 € (bei abgezogenem Herstelleranteil sind es 34.490 €)

 

Hat der ID.3 im Vergleich zur Konkurrenz (z.B. Renault Megane) schon einen guten Preis, so schlägt der MG4 das nochmal. Was mir bei MG gefällt, ist, dass es auch nette Farben gibt (rot, blau, orange), aber beim ID.3 sieht es mit türkis und kingsred auch nicht schlecht aus. Bei den MG-Preisen wird es die Konkurrenz nicht leicht haben, sofern die Qualität stimmt. Die Standardversion mit 350 km ist auch günstiger als der Opel Corsa-e (ab 33.895 €, 349 km). In meinen Augen ist der MG4 (PDF) der stärkste Herausforderer für den ID.3. Die Akku-Garantie liegt bei nur 7 Jahre/150.000km statt 8 Jahre/160000 km bei VW, aber dafür gibt es diese Garantie bei MG auch auf das ganze Fahrzeug.

 

Wie seht ihr den MG4 im Vergleich zum ID.3?

j.

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17.09.2022 13:31    |    jennss    |    Kommentare (56)

Bei unserem Urlaub in Österreich hatten wir eine Reifenpanne an einer Landstraße, die ich noch nicht erwähnt hatte, weil ich hoffte, dass es Kulanz gibt. Der ID.3 hat kein Reserverad und auch kein Reifendichtmittel, weil es selbstheilende Sealed-Reifen sind (20"). Nun war der Reifen trotzdem platt. Das genaue Loch war nicht zu sehen. Ich merkte es, weil es bei der Fahrt plötzlich anfing zu rumpeln. Habe schon geahnt, dass das bei dem glatten Teer nicht an der Straße liegen kann. Also an dem schmalen Straßenrand gehalten und geguckt: Vorne links Plattfuß, keine Ahnung, warum. Shit. Hatte ich so noch nie, also eine Reifenpanne mit echtem Liegenbleiben. Was jetzt?

 

Wir waren zu viert im Auto. Meine Frau ist wie ich (ertaubt) gehörlos, meine Tochter und ihre Freundin hörend. Ich wusste eigentlich schon, dass ich die Mobilitätsnummer anrufen muss. Telefonieren kann ich nicht, aber die beiden Hörenden im Fond :). Ich habe in der VW-Anleitung die Nummer gesucht und nicht gefunden (steht vielleicht trotzdem irgendwo drin?). Die Kinder (naja, beide schon erwachsen) waren ziemlich verzweifelt (an der Straße war viel Verkehr und die fuhren eng mit 100 km/h vorbei), haben die ADAC-Nummer gefunden und in aller Verzweiflung gleich angerufen. (Später wusste ich, dass ich das hätte stoppen müssen, aber ich brauchte ihre Hilfe auch.) Ok., meine Tochter hat mir dann in Gebärden übersetzt, was die Person beim ADAC wissen wollte. Die würden dann in ca. 1,5 h ankommen. Ich bin kein ADAC-Mitglied, aber irgendwie ließe sich das wohl regeln.

 

Doch plötzlich kam von der Gegenseite ein Abschleppwagen an, nicht vom ADAC. Der Fahrer meinte, mit ihm klappt das mit der Mobilitätsgarantie. Den ADAC haben wir gleich abgesagt. Gut, wir sind dann zu VW gefahren, haben das Auto geparkt und Schlüssel und Fahrzeugschein in einem Umschlag eingesteckt (24 h-Service-Kasten, bei VW war schon Feierabend), dann mit Taxi zum Hotel zurück (ca. 80 €). VW in Österreich hat einen passenden Reifen durch Rumtelefonieren ausfindig gemacht und mit unserem Einverständnis eingebaut (am nächsten Tag sollte es ja nach Hause gehen). Die Rechnung hatte etwa 800 €, also ca. 400 € der Reifen mit Einbau und Abholung aus Salzburg (100 km entfernt, leider kein Conti, sondern ein Bridgestone, sieht anders aus als die übrigen 3, aber fährt problemlos) und nochmal ca. 400 € für die Abschleppkosten, die nicht mit der Mobilitätsgarantie übernommen wurden, weil wir nicht die passende Nummer angerufen haben, sondern den ADAC.

 

Der Bearbeiter in Österreich meinte, wir hätten aber gute Chancen, auf Kulanz den Betrag von VW zurückzubekommen, wegen unserer speziellen Situation (gehörlos). Ok., geht nicht anders. Hätten wir eine Autozulassung in Österreich, wäre es kein Problem mit der Mobilitätsgarantie gewesen, sagte er. Dann wären die Kosten nicht auf der Rechnung erschienen. Wir sind dann am nächsten Tag wieder nach Hause gefahren. Ich habe wg. Kulanz eine Mail an VW geschrieben. Es gab ein paar Mails und Kulanz wurde abgelehnt, weil wir nicht die richtige Nummer angerufen haben. Dass der Abschleppdienst eigentlich kompatibel mit der Mobilitätsgarantie wäre, spielt keine Rolle. Das Problem mit dem komplizierten Anrufen und unserer Situation als Gehörlose hat auch keinen Einfluss. So, wie ich aus den Mails erkannt habe, steckt sogar der ADAC als Versicherung hinter der VW-Mobiltätsgarantie, aber das wurde nicht so klar bestätigt (wer weiß es genau?).

 

Tja, dumm gelaufen. Später habe ich die richtige Nummer im Internet gefunden, sogar eine SMS-Nummer. In der Situation hatte ich einfach nur in den Unterlagen im Auto gesucht und kam nicht drauf, im Handy zu googlen :(. Die Mädels waren schneller. Eine Versicherung versucht natürlich immer, sich vor den Kosten zu drücken, wenn irgendwie möglich, hier aus formalen Gründen. Es gab sicherlich keine Zweifel an unserer Autopanne, die ich mit Fotos belegt habe und ich war mit dem Auto ja auch bei VW in Österreich. So kann ich mich nicht beschweren. Es war meine eigene Schuld. Ich habe nun die Nummern ausgedruckt in das Handschuhfach gelegt, was ich euch auch empfehle. Also dieser Artikel ist nur eine Info und Warnung, in so einer Situation ruhig zu bleiben und so lange nach der richtigen Nummer zu suchen bis man sich sicher ist.

j.

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