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24.03.2024 22:17    |    jennss    |    Kommentare (92)

Ist Porsches harter Schnitt zum E-Antrieb ein guter Weg?

Porsche hat beim Macan einen harten Schnitt gemacht, weg vom Verbrenner, hin zum E-Antrieb. Genauso wird es auch beim Boxster und Cayman kommen. Dabei könnte man noch gut 10 Jahre neue Verbrenner verkaufen (abgesehen von Modellen speziell für eFuels - da geht es auch danach noch). Porsche ist von den prompten Bestellungen des e-Macans überwältigt gewesen, doch kann es sein, dass dies keine typischen Porsche-Käufer gewesen sind, sondern ein neuer Kundenkreis erschlossen wurde. Wie die bisherigen Porsche-Fans den harten Umbruch finden, sagt das noch nicht aus. Als Sportwagenfirma ist der E-Antrieb schon etwas anders als für einen Massenhersteller, denn Jahrzehnte lang war der Sound ein wichtiges Thema bei Sportwagen. Gibt es für Alltagsautos fast nur noch 3 und 4 Zylinder, so sind Sportwagen noch immer oft mit 6 und mehr Zylindern zu bekommen.

 

Wie seht ihr diesen harten Schnitt? Guter Zeitpunkt oder zu früh? Hätte Porsche besser noch parallel neue Modelle von Macan/Boxster/Cayman entwickeln sollen? Oder die alten Modelle auf den neusten Stand der Cybersicherheit bringen sollen? Letzteres war auch ein Grund für die Einstellung der Modelle. Sicher wäre es teuer gewesen, die neuen Anforderungen zu erfüllen, aber bestimmt nicht unmöglich. Porsche hat stattdessen seine ganzen Anstrengungen in den Elektro-Macan gesteckt. Komplett getrennte Plattformen würden zwei Produktionsstandorte erfordern, was wohl auch ein Argument gegen den weiteren Bau von Verbrennern war.

 

Ich denke, der ist schon sehr gut geworden, mit rund 600 km Reichweite nach WLTP bleiben noch genug km in der Realität übrig und dazu lädt er in 21 Minuten auf 80%. Der Macan 4 (387 PS) ist aktuell das günstigste Modell und rund 15000 € über dem günstigsten 4-Zylinder Verbrenner-Macan (265 PS). Allerdings ist der neue Macan 4 auch recht gut ausgestattet.

 

BMW macht es anders. Die haben viele Modelle zusammen mit Verbrenner und Elektro entwickelt. Der BMW i4 M50 ist z.B. das 2023 am besten verkaufte M-Modell gewesen, Verbrenner eingeschlossen. Dennoch kann man sehen, dass reine E-Plattformen in manchen Punkten konsequenter sind. So bietet ein BMW i5 z.B. nur maximal ca. 81 kWh an - nicht viel für ein Auto über 5 m. Eine gemeinsame Plattform wäre beim Boxster sicher möglich, da der Akku genau dorthin könnte, wo aktuell noch der Motor sitzt - hinter den Fahrer. So hat es ja auch Tesla gemacht, als sie aus dem Lotus Elise den Tesla Roadster bauten. Aber als reines E-Auto ist es eben doch einfacher und spart die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren, Getriebe etc..

 

Was beim Macan womöglich jetzt funktioniert, könnte beim kleinen Sportwagen anders aussehen. Der Boxster war zuletzt noch für etwa 65000 € nackt im Konfigurator. Mit Navi und PDK liegt er schon bei 70000 €. Beides ist bei E-Autos allermeist Serie. Ich denke, der kleinste Elektro-Boxster wird nicht unter 70000 € liegen. Und Sound wird es wohl nicht allzuviel geben, auch wenn manche E-Autos durchaus Sound aus Lautsprechern bieten... (Ioniq 5N, Taycan, e-Macan etc.). Für einen Sportwagen ist das ein nichtzuunterschätzendes Handicap.

j.

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19.03.2024 21:42    |    jennss    |    Kommentare (92)

Welches E-Auto aus dieser Liste wäre eure Wahl?

Elektrische gti-klasseElektrische gti-klasse

Mit dem ID.3 GTX kommt jetzt der langersehnte elektrische GTI aus dem Hause VW. Es gibt jedoch schon einige starke Fahrzeuge der Kompaktklasse, teils wesentlich stärker, aber dafür bietet der GTX recht viel Reichweite. Die Anhängelast und der Wendekreis stehen nicht bei allen Technischen Infos auf den Homepages.

 

Mini Countryman SE All4

313 PS Allrad, 5,6 s. auf 100, 180 km/h, 432 km nach WLTP, 29 Min. bis 80%, 11,8 m Wendekreis, 49500 €

 

VW ID.3 GTX Performance

326 PS Hinterradantrieb, 5,6 s. auf 100, 200 km/h, 570 km nach WLTP, 26 Min. bis 80%, 10,2 m Wendekreis, vermutlich um die 50000 €

 

Cupra Born VZ

Gleiche Daten wie der ID.3 GTX

 

MG 4 xPower

435 PS Allrad, 3,8 s. auf 100, 200 km/h, 385 km nach WLTP, 26 Min. bis 80%, ca. 11 m Wendekreis?, 46990 €

 

Volvo EX30 Twin Performance

428 PS Allrad, 3,6 s. auf 100, 180 km/h, 450 km nach WLTP, 26 Min bis 80%, 10,6 m Wendekreis?, 1600 kg Anhängelast, 49990 €

 

Smart #1/3 Brabus

428 PS Allrad, 3,9 bzw. 3,7 s. auf 100, 180 km/h, 400 bzw. 415 km nach WLTP, 30 Min. bis 80%, 11 m Wendekreis, 48990 € bzw. 50990 €

 

Ausnahmsweise in dieser Runde, weil preislich sehr passend:

VW ID.4 GTX

340 PS Allrad, 5,4 s. auf 100, 180 km/h, 515 km nach WLTP, 28 Min. bis 80%, 11,4 m Wendekreis, 1400 kg Anhängelast, ab 45520 € (Rabatt vom Hersteller im Konfigurator bereits abgezogen)

 

Welcher wäre eure Wahl?

j.

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24.02.2024 18:34    |    jennss    |    Kommentare (55)

E-Auto lieber gebraucht oder neu?

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In der Preisklasse um 50000 € herum kann man schon schöne Neuwagen bekommen, aber auch feine Gebrauchte. So gibt es gebraucht z.B. einen Mercedes EQE300 (29.800 km, 10/2022), manchmal angeboten mit großem Schiebedach, etwa 90 kWh Akku, 210 km/h, 245 PS, 10 Jahre/250.000 km Akkugarantie ab EZ. Oder den EQE350 ab ca. 52000 € (06/2023, 18.900 km). Oder einen Audi e-Tron55 mit 408 PS (10/2020, 28000 km) oder einen BMW i4 eDrive40 mit 340 PS und 590 km nach WLTP (02/2020, 48.610 km) oder einen Mercedes EQC mit 408 PS (19.722 km, 09/2020, 402 km) oder ein Tesla Model S Model S Maximale Reichweite (112.664 km, 11/2019) oder Model X 100D (135.299 km, 08/2018) oder Kia EV6 GT (585 PS, 27000 km, 12/2022, 424 km nach WLTP, 3,4 s. auf 100, 260 km/h).

 

Einen gebrauchten Taycan 4s oder E-Tron GT habe ich jedoch erst ab ca. 63000 € gefunden.

 

Neu gibt es dagegen inkl. Rabatte z.B. einen ID.4 GTX ab 45520 € (340 PS, Allrad, 515 km) oder einen ID.7 mit 286 PS ab 52235 € (621 km, RWD) oder einen Hyundai Ioniq 6 mit 77 kWh (614 km, 18 Min. bis 80%, 229 PS, 47000 €) oder Smart #3 Brabus (428 PS, 3,7 s. auf 100, 415 km nach WLTP, 50990 € abzgl. Rabatt?) oder ein Tesla Model 3 Max. Reichweite (51990 €, 4,4 s. auf 100, 629 km).

 

Bei großen Reichweiten kann man davon ausgehen, dass so ein Akku auch sehr lange hält, aber kalendarisch wohl bis ca. 15 oder höchstens 20 Jahre und nach km bei z.B. 600 km nach WLTP geschätzt 600.000 km (400 km real x 1500 Zyklen). Ab etwa 50000 km würde ich beim Kauf einen SoH-Test machen lassen. Damit hat man viel Sicherheit. Beim E-Auto gibt es ja viel weniger Teile als beim Verbrenner (Katalysator, Kupplung, Getriebe, Luftmassenmesser, Zylinderkopfdichtung, Zahnriemen/Steuerkette, Keilriemen, Zündkerzen, Auspuff, AGR, Benzinpumpe etc.), so dass ein E-Auto-Kauf weniger "Katze-im-Sack-Effekt" hat.

 

Bei einem Neuwagen hat man die aktuelle Technik der Preisklasse. Allerdings kommt neue Technik ja meist aus oberen Preisklassen, so dass diese nicht unbedingt neuer ist.

 

Würdet ihr ein E-Auto bei 50000 € eher gebraucht oder neu kaufen?

j.

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14.02.2024 18:24    |    jennss    |    Kommentare (19)

Ich würde eher wählen den...

Wer Porsche und Elektro will, steht bei ca. 114000 € (ohne Extras) jetzt vor einer Entscheidung: Der Macan Turbo kostet praktisch das gleiche wie der Taycan 4 Cross Turismo in der Basis.

 

Macan Turbo

639 PS mit Overboost

Beschleunigung 0 - 100 km/h bei Launch Control 3,3 s.

Beschleunigung 0 - 200 km/h bei Launch Control 11,7 s

Durchzugsbeschleunigung (80-120 km/h) bei Launch Control 2 s

591 km nach WLTP

260 km/h

21 Min. bis 80%

100 kWh brutto

114600 € (Bose-Sound serienmäßig)

4784 x 2152 x 1621 mm (Länge/Breite (mit Außenspiegeln)/Höhe)

Offenes Gepäckraumvolumen (bis Oberkante Rücksitze) 480 l

Gepäckraumvolumen vorne 84 l

Größtes Gepäckraumvolumen (hinter Vordersitzen, dachhoch) 1288 l

Max. Wattiefe (Luftfederung, Sondergeländeniveau) 340 mm

Leergewicht nach DIN 2405 kg

 

Taycan 4 Cross Turismo

435 PS mit Overboost

Beschleunigung 0 - 100 km/h bei Launch Control 4,7 s.

Beschleunigung 0 - 200 km/h bei Launch Control 16,8 s

Durchzugsbeschleunigung (80-120 km/h) bei Launch Control 2,9 s

614 km nach WLTP

220 km/h

18 Min. bis 80%

105 kWh brutto

113100 € (Bose-Sound +1350 €)

4.974 x 2.144 x 1.409 mm (Länge/Breite (mit Außenspiegeln)/Höhe)

446 l Offenes Gepäckraumvolumen (bis Oberkante Rücksitze)

Gepäckraumvolumen vorne 84 l

Größtes Gepäckraumvolumen (hinter Vordersitzen, dachhoch) 1.212 l

Max. Wattiefe (Luftfederung, Sondergeländeniveau) 340 mm

Leergewicht nach DIN 2.280 kg

 

Ein Unterschied ist, dass es beim Taycan das feste, große Glasdach gibt und beim Macan ein zu öffnendes Glasdach.

Welchen würdet ihr eher wählen?

j.

 

PS: Ich denke, die Bilder vom Screenshotten des Konfigurators sind nicht exakt im gleichen Maßstab. Die Bilder enthalten teils Sonderausstattungen.

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07.02.2024 18:12    |    jennss    |    Kommentare (43)

taycankonfiguratortaycankonfigurator

Der neue Taycan wurde jetzt vorgestellt und er liegt so nah am Verbrenner, was die Fahr- und Pausenzeit angeht, wie noch kein E-Auto zuvor: Laden in 18 Minuten von 10-80% bei 678 km Reichweite nach WLTP bei bis zu 320 kW Ladeleistung und auch bei niedrigen Temperaturen schnelles Laden durch neue Zellchemie. Das ist m.E. nicht nur auf Langstrecken ein Thema, sondern noch viel mehr im Alltag für Leute, die nicht zuhause laden können.

 

So reicht ein kurzer Stopp von 15 Minuten beim Supermarkt, um mal eben von 10% auf ca. 70% aufladen zu können, was im Alltag real so um die 400 km entspricht (im Sommer in der City noch mehr) oder in 5 Minuten um die 150 km. Klappt das wirklich? Nur, wenn es eine sehr starke Ladesäule ist. Und da kommt der Punkt mit der Infrastruktur. 2023 hätte ich den Supermärkten eigentlich immer 150 kW empfohlen. Aber der Taycan zeigt, was die Zukunft bringen wird und insofern bin ich ganz froh, dass der Ausbau in 2023 enttäuschend langsam voranging. Denn jetzt könnte man vielleicht gleich auf 300 oder 350 kW gehen. Der Taycan hat schon vor der Überarbeitung sehr gut performt (270 kW, 22 Min. bis 80% bei ca. 500 km nach WLTP), aber der neue liegt nochmals deutlich darüber, vor allem bei der Effizienz und Reichweite.

 

Ich erinnere mich noch an die Anfangszeiten der Digitalkameratechnik, die ich ja gerne mit E-Autos vergleiche. Damals kostete Vollformat von Canon um die 8000 €. Heute bekommt man eine Kamera mit noch besserer Sensortechnik (jedoch nicht Haptik) für 1000 €. Will sagen: Die Taycan-Technik zeigt uns was die Zukunft bringen wird und in den nächsten Jahren wird sukzessiv die Top-Technik nach unten durchgereicht, d.h. vor allem 800 V-Akkus und größere Kapazitäten durch kompaktere Zellen. Damit werden Wünsche nach H2 und Akku-Swap-System (Nio) obsolet. Ich gehe davon aus, dass auch der Hyundai-Konzern seine zweite Generation der 800V-Technik verbessern wird. Mercedes will in 2025 mit 800 V kommen und andere sicher auch bald. Es wird, es wird... :)

Und bitte, liebe Infrastruktur, versucht es gleich mit >300 kW-Ladesäulen. Die sind die Zukunft.

j.

 

PS: Im Konfigurator stehen beim Basis-Taycan und 4S die Reichweiten für den kleinen Akku. Mit Plus-Batterie liegt die Reichweite bei bis zu 678 km.

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03.02.2024 15:45    |    jennss    |    Kommentare (28)

Welche Nationen bieten das beste E-Auto-Angebot?

Nochmal wieder eine Umfrage. Des Öfteren liest man, dass Deutschland in Sachen E-Autos hinterherhinkt und China weit voraus ist. Ist das so? Welche Nationen seht ihr beim E-Auto vorne? Da wären z.B. (nicht vollständig):

 

Amerika mit Tesla, Lucid, Ford, Chevrolet

Frankreich mit Citroen, Renault, Peugeot, DS

England mit Jaguar, Jeep, (Mini), (MG ist wohl 100% China)

Spanien mit Cupra

Italien mit Fiat, Maserati, ...

Schweden mit Volvo, (Polestar)

Deutschland mit Mercedes, BMW, Porsche, VW, Audi, Opel, Ford, eGo, (Smart), (Mini)

China mit BYD, Zeekr, MG, Nio, (Smart), (Polestar)

Südkorea mit Hyundai, Kia, Genesis

Japan mit Toyota, Honda, Mazda, Nissan

Tschechien mit Skoda

Kroatien mit Rimac

Rumänien mit Dacia

Weitere?

 

Die Marken lassen sich nicht immer fest zuordnen, z.B. kommt der Antrieb manchmal aus China. Ich habe jetzt nicht nach Konzernen getrennt (VW, Stellantis, Geely...) - das wäre auch noch eine mögliche Umfrage.

 

Eine Nation muss nicht unbedingt viele Marken haben, sondern sollte für die Umfrage einfach gut aufgestellt sein (Preis, Leistung, Technik, Prognose).

 

In der Umfrage bitte nur maximal 3 Nationen aussuchen (Mehrfachauswahl ist möglich).

j.

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31.01.2024 18:42    |    jennss    |    Kommentare (121)

Umfrage nur an E-Auto-Fahrer: Der Nachfolger meines aktuellen e-Autos soll werden:

LadenLaden

Der Anstieg der e-Auto-Verkäufe ist gesunken. Zwar wurden 2023 in Deutschland trotz sinkender Umweltprämie noch mehr e-Autos verkauft als 2022, aber der Zuwachs der Verkäufe ist nicht mehr so hoch. Und schon gibt es Berichte von Prognosen der Rückkehr des Verbrenners, z.B.

https://jungefreiheit.de/.../

(Bei den Kommentaren frage ich mich, ob die Leute jemals ein e-Auto gefahren sind.)

 

Sogar die Tagesschau berichtet sowas, mit Beispiel, dass im Dezember 2023 deutlich weniger e-Autos verkauft wurden als im Dezember 2022, allerdings ohne den Grund zu nennen (Umweltprämie am 18.12.23 eingestellt. Erst im Januar kamen die Hersteller mit den großen Rabatten):

https://www.tagesschau.de/.../elektromobilitaet-vda-100.html

 

Ich sehe einen Grund für den sinkenden Anstieg in der aktuellen Ladeinfrastruktur innerorts, denn die muss besser werden, um mehr Leute anzusprechen, die nicht zuhause laden können. D.h. es braucht mehr Schnelllader an Supermärkten, Baumärkten, Einkaufszentren etc.. Waren die ersten E-Autofahrer so bis 2020 noch Pioniere, die zum großen Teil zuhause laden konnten, so braucht es jetzt die zweite Generation von Pionieren, nämlich jene, die nicht zuhause laden können und sich trauen. Mir ist klar, dass das etwas Mut braucht, auch wenn die Reichweiten jetzt deutlich größer wurden. Ich selbst bin den Zwischenschritt über den Plugin-Hybrid gegangen, aber ohne eigene Wallbox macht so einer kaum Sinn, weil er für öffentliche Ladesäulen zu langsam lädt. Direkt vom Verbrenner zum E-Auto verläuft kaum ohne Zweifel und Unsicherheit. Klappt es mit den Ladekarten? Kann ich weiterhin Langstrecken fahren? Aber auch viele Meinungen in Sozialen Medien sind gegen E-Autos positioniert. Das stärkt die Zweifel der Unentschlossenen.

 

Die Umfrage hier richtet sich jetzt speziell an jene, die bereits ein e-Auto haben: Wollt ihr zurück zum Verbrenner oder soll der Nachfolger eures e-Autos wieder elektrisch sein?

j.

 

Edit: Wer wieder zum Verbrenner wechseln möchte, bitte in den Kommentaren schreiben, warum.

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27.12.2023 15:11    |    jennss    |    Kommentare (99)

Welcher Hersteller hat den Einstieg zur E-Mobilität am besten hinbekommen?

deutsche Herstellerdeutsche Hersteller

Welcher deutsche Hersteller hat den Wandel zur Elektromobilität soweit am besten geschafft? Wenn man mal ca. 2019 als das Jahr nimmt, wo es mit der E-Mobilität so richtig losging, kann man nach 5 Jahren jetzt schon ein erstes Resümee ziehen, welcher Hersteller es am besten gemacht hat und nun ein gutes E-Angebot zeigt, sowie eine gute Prognose hat Da wären:

 

  • Porsche mit dem Taycan (inkl. Cross/Sport Turismo) und für 2024 in Aussicht e-Macan und e-Boxster/Cayman
  • Audi mit dem E-Tron GT, Q8 und Q4, sowie Q6 für 2024 in Aussicht
  • Volkswagen mit ID.3, ID.4, ID.5, ID.7, ID Buzz und demnächst ID.7 Tourer
  • Opel mit Corsa electric, Astra electric (inkl. Kombi), Mokka electric und Vivaro electric
  • Mercedes mit EQE, EQE SUV, EQS, EQS SUV, Maybach EQS SUV, EQA, EQB, EQV und EQT, 800 V ab 2025
  • BMW mit i4, iX, i5, i7, iX1, iX2, iX3 und demnächst i5 Touring

 

Die zugehörigen Marken wie Mini, Smart, Skoda, Cupra lasse ich mal weg.

 

Man liest gelegentlich, die chinesischen Hersteller seien an den deutschen bereits vorbeigezogen. Der Supertest des MG4 von Alexander Bloch zeigt etwas anderes. Auch z.B. mit den Koreanern sieht es im Vergleich nicht unbedingt schlecht aus. Hyundai hat zwar schon den 800 V-Akku, aber der ID.4 hat die bessere Effizienz. Bei gleicher Akkugröße hat er 43 km mehr nach WLTP als der Ioniq 5 mit 77 kWh RWD, sowie 286 PS statt 229 PS, bei 48635 € vs. 54800 €, wobei der Ioniq 5 aber mehr Serienausstattung hat. Also ich sehe die deutschen Hersteller gar nicht auf so schlechtem Weg. BMW hat ggü. Tesla zwar die höheren Grundpreise, gibt jedoch mehr Rabatte und hat eine beständigere Qualität.

 

Mercedes hat mit EQE und EQS nicht den gewünschten Erfolg, was ich für nicht so leicht zu analysieren halte. Die große Garantie von 10 Jahren/250000 km auf den Akku wird nicht so richtig honoriert beim Kunden. Allerdings hat Mercedes die größte Auswahl an E-Autos.

 

Opel hat mit dem Corsa-e einen der wenigen Kleinwagen im Programm. Der ist zwar nicht billig, verkauft sich aber überraschend gut. Mehr als die Hälfte der zugelassenen neuen Corsa sind elektrisch. Dabei gibt es viel mehr Motorvarianten mit Verbrenner. Der Astra electric ist auch relativ teuer und da weiß ich noch nicht, wie er im Verkauf liegt. Immerhin gibt es ihn auch als Kombi statt SUV.

 

Audi hat mit dem Q8 einen überarbeiteten Oldie im Programm, der auf recht guten Erfolg zurückblicken kann. Der Q4 ist die Audi-Variante des ID.4, wie üblich etwas teurer, aber mit vielen Optionen wie z.B. Schiebedach. Der E-Tron GT ist der günstigere Taycan, mit vielen Tasten in der Bedienung, aber ohne Kombi-Version.

 

BMW hat beim i3 zwar eine reine E-Plattform genutzt, setzt aber bei einigen späteren Modellen auf eine gemischte Plattform mit Verbrennern (i4, i5, i7, iX1, iX2, iX3), doch der iX hat wieder eine reine E-Plattform.

 

Anders als BMW hat VW komplett auf neue E-Plattformen umgestellt. Damit haben sie viel Platz, viel Akkugröße und kleine Wendekreise. Bei Software und Bedienung hat man aber teils zu viel gespart, was jedoch nicht am Antrieb liegt.

 

Was noch fehlt, ist z.B. ein "elektrischer GTI" wie MG4 xPower, Smart #1/3 Brabus oder Volvo EX30 AWD. Auch bei Cabrios gibt es noch nichts und Kombis sind noch rar. 800 V-Akkus kommen noch mehr. Da hat Hyundai die Mittelklasse-Konkurrenz 2020 wohl ziemlich geschockt. Selbst Tesla ist noch bei 400 V und rund 30 Minuten bis 80%.

 

Wie seht ihr die Deutschen Hersteller bei der Elektromobilität? Wer hat den Einstieg am besten hinbekommen?

j.

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15.12.2023 14:30    |    jennss    |    Kommentare (14)

Ich bin auf Instagram Follower von Kristina Vogel (Bahnrad-Champion) und die hatte berichtet, dass Tanken mit Rollstuhl umständlich ist. Alleine schon das Aussteigen dafür ist recht viel Aufwand. Ich fragte, ob es mit E-Auto besser sein könnte, weil man das Laden zum Aussteigen z.B. mit Einkaufen verbinden kann. Da kam in den Kommentaren von jemandem der Einwand, dass Ladesäulen oft nicht barrierefrei sind: Displays zu hoch, Zugang manchmal eng und nicht selten gibt es auch Kantsteine zur Ladesäule. Hoppla, wenn ich so überlege, stimmt das tatsächlich. Manchmal geht es mit Rollstuhl wohl, aber längst nicht überall. Ja, warum hat man nicht daran gedacht?

In Dänemark sei vieles barrierefreier, schrieb jemand.

Jetzt, wo die Lade-Infrastruktur im Aufbau ist, muss man unbedingt daran denken, um nicht erst bei Beschwerden alles wieder umbauen zu müssen.

j.

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13.12.2023 22:22    |    jennss    |    Kommentare (21)

"Elektroschrott""Elektroschrott"

Stellenweise gibt es regelrecht Hass auf E-Autos. Oft werden sie Elektroschrott genannt. Und das kommt sogar zwischen Freunden vor. Ein Bekannter von mir hatte im Gespräch mit einer Freundin solche verhärteten Fronten. Sie sagte, der Akku hält nur 3 Jahre und E-Autos seien Elektroschrott. Er hat dagegen argumentiert und jetzt ist er auf WhatsApp von ihr blockiert worden... Ich habe auch eine gute Bekannte, die beim Thema Autobrand vollkommen sicher war, dass ein E-Auto verantwortlich für den Brand auf dem Autofrachter Fremantle Highway sei, was sich ja inzwischen als falsch erwiesen hat, da an Bord kein e-Auto brannte. Jedenfalls schrieb sie auch, dass "die Kausalität eindeutig ist", was die Brandursache angeht. Das erstaunte mich insofern, weil ich sie als supernetten Menschen kenne. Aber bei E-Autos scheiden sich die Geister. Das erinnert mich etwas an vegetarisches Essen vor 30 Jahren. Da wurde auch oft gesagt, es sei eine Sekte, wie nun auch bei E-Autos öfter.

 

Ich glaube, konservative Menschen fühlen sich provoziert und indirekt beschuldigt, nicht umweltfreundlich zu sein. Daher kommt auch oft die Gegenbehauptung, das E-Auto sei für die Umwelt schlechter, obwohl das selbst Umweltverbände, Greenpeace etc. nicht so sehen, also keineswegs nur die EU. Zudem wird die Förderung der E-Mobilität als Zwang zum Wechseln empfunden.

 

Ich finde übrigens, die Diskussionen hier sind erstaunlich vernünftig, also tendenziell deutlich weniger aggressiv als in Sozialen Medien.

 

Habt ihr auch schon solche Konfrontationen erlebt? Welche Gründe seht ihr?

j.

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03.12.2023 19:56    |    jennss    |    Kommentare (19)

Welcher AMG wäre eure Wahl?

Der C63s e-Performance steht in der Kritik, keinen V8 mehr zu haben, nicht mal einen V6, sondern einen 4-Zylinder. Aber das ist der Weg des modernen Verbrenners: Weniger Hubraum, weniger Zylinder, satter Turbolader und E-Motor-Unterstützung. Mit E-Motor-Unterstützung sind schon andere erfolgreich gewesen, wie z.B. der Porsche 918 Spyder oder der AMG One. Und nach einigen Tests zeigt sich, dass auch der C63s e-Performance eine top Leistung abliefert, mit 680 PS eine weit höhere Systemleistung als die V8 vorher (510 PS). Trotz des deutlich gestiegenen Gewichts sind die Rundenzeiten besser geworden (ich finde nur gerade nicht das Heft mit dem Supertest, um die Zeiten nachzusehen).

 

Manch einer sieht den PlugIn-Hybrid mit so kleinem Akku jedoch kritisch. Wie lange hält der Akku? Und externes Aufladen macht bei der Kapazität kaum Sinn. Also werden die meisten wohl ihre Energie komplett aus dem Benzin ziehen, wenn auch effizient dank Rekuperation. Der C63s e Performance ist besser ausbalanciert als sein Vorgänger mit V8, der noch 55% auf der Vorderachse hatte. Der neue hat da nur noch 49%. Autozeitung schreibt:

 

Zitat:

Der Mercedes-AMG C 63 S E Performance liegt deutlich verbindlicher in der Hand als sein Vorgänger. Seine Leistungsentfaltung ist zwar weniger emotional, dafür aber extrem intensiv und unglaublich fein dosierbar. Die Stabilität und das spielerische Handling im Grenzbereich sind aber der eigentliche Gewinn der neuen, stark elektrifizierten Gesamtkomposition aus Affalterbach.

Konsequenter auf Elektro ist der EQE 53+ als reines E-Auto. Der ist jedoch trotz AMG DYNAMIC PLUS Paket auf 240 km/h limitiert. In der Beschleunigung 0-100 km/h liegt er noch knapp vorne (3,3 s. vs. 3,4 s.). Sound bietet er nur künstlichen*, der C63s immerhin 4-Zylinder-Sound. Preislich liegen sie praktisch gleichauf. Auch der EQE 53 hat bewiesen, dass er schnell in Kurven ist (Test gegen die beiden V8 Audi S8 und Dodge Charger SRT Hellcat, wo der EQE die höchste Slalomgeschwindigkeit hatte).

 

Der EQE ist eine Klasse höher (länger), aber dafür nur ein 53er. Der EQE hat 10 Jahre/250.000 km Garantie auf den Akku. Zum C63s e Performance finde ich keine Akkugarantie, aber der hat sicher keine 250.000 km, eher 100.000 oder 160.000 km.

 

Welcher wäre eure Wahl?

j.

 

 

Konfigurator EQE

 

Konfigurator C-Klasse

 

Kraftstoffart Hybrid (Super Plus)

Plug-In Hybrid

Zylinder 4

Hubraum 1.991 ccm

Leistung 350 kW + bis zu 150 kW (476 PS + 204 PS) [a]

Systemleistung 500 kW (680 PS)

Drehmoment bei Systemleistung 1.020 Nm

Getriebe AMG SPEEDSHIFT MCT 9G

Beschleunigung 0-100 km/h 3,4 s

Höchstgeschwindigkeit 280 km/h

Maximale Ladeleistung AC 3,7 KW

Akku 6,1 kWh

Länge 4.842 mm

Radstand 2.875 mm

Breite 2.033 mm

Breite (eingeklappte Außenspiegel) 1.900 mm

Höhe 1.458 mm

Wendekreis 12,11 m

Leergewicht (EU) 2.165 kg

 

EQE53+:

Kraftstoffart Strom

Leistung 505 kW (687 PS)

Drehmoment 1000 Nm

Beschleunigung 0-100 km/h 3,3 s

Höchstgeschwindigkeit 240 km/h

Batterie & Laden Ladezeit DC 10%-80% SOC (netto)

Schnelladestation 32 min

Maximale Ladeleistung DC 170 kW

Ladezeit AC 0%-100% SOC (netto) Wallbox/öffentliche Ladestationen 4,25 h

Maximale Ladeleistung AC 22 KW

Nutzbarer Energieinhalt Batterie 90,56 kWh

Länge 4.964 mm

Radstand 3.120 mm

Breite 2.103 mm

Breite (eingeklappte Außenspiegel) 1.906 mm

Höhe 1.495 mm

Wendekreis 11,76 m

Leergewicht (EU) 2.540 kg

 

PS: *Zum Sound des EQE-AMG-Pakets:

Ein Klangerlebnis mit Gänsehaut-Faktor schafft die AMG Sound Experience Performance – in den 3 wählbaren Ausprägungen „Balanced“, „Sport“ und „Powerful“. Besonders dynamische Drive-Sounds emotionalisieren Ihre Fahrt zusätzlich. In seiner Intensität orientiert sich das Klang-Setup dabei am aktuellen Fahrzustand und dem gewählten Fahrprogramm. Eigens für die Klangwelt Performance komponierte Sounds – etwa für das Laden oder Infotainment-Funktionen – runden das besondere AMG Erlebnis ab.

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Mein Blog hat am 06.02.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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