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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

18.12.2019 21:58    |    jennss    |    Kommentare (1.091)

Hat euch Greta beeinflusst bei euren Urlaubsentscheidungen?

Kreuzfahrten und Flüge
Kreuzfahrten und Flüge

Kreuzfahrten und Flugreisen boomen. In der "Zeit" ist ein Artikel, der für 2040 die doppelte Anzahl an Flügen prognostiziert.

 

Auch bei Kreuzfahrten gibt es einen Passagierrekord.

 

Und Greta warnt vor den Folgen, fährt demonstrativ mit Segelboot über den Atlantik, um den Leuten zu zeigen, welche Mühen sie in Kauf nimmt, um beides zu meiden.

 

Immerhin gibt es bei beiden Reiseformen Bestrebungen, umweltfreundlicher zu werden. Beim Fliegen gibt es bereits das teure SAF (Sustainable Aviation Fuel = Synthetisches Flugbenzin), welches die CO²-Erzeugung stark verringert. Es wird bisher jedoch selten eingesetzt, weil teuer. Außerdem gibt es die freiwillige CO²-Kompensation. Bei Kreuzfahrten gibt es LNG-Antriebe, Flüssiggas, z.B. bei der Aida Nova, dem mit Abstand umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiff. Dies senkt zwar CO² nicht sehr stark, aber immerhin den Feinstaub. Leider fahren die allermeisten Kreuzfahrschiffe noch mit Diesel (in Landnähe) und Schweröl (auf offener See, schwarzer Rauch).

 

Trotzdem wäre es noch umweltfreundlicher, die eigenen Urlaube nicht in so fernen Ländern oder auf See zu planen.

 

Nun kommt da so ein kleines 16-jähriges Mädchen, das mit ihren Zöpfen eher wie 12 aussieht und Asperger hat, und ermahnt die großen Politiker dieser Welt. Ist das nicht frech? Immerhin soll sie sehr gut informiert sein, hat viele hochkarätige Wissenschaftler als Berater:

 

Zitat:

Die schwedische Zeitung Expressen hat nun eine Liste der Greta-Berater veröffentlicht. Alle diese Experten haben Rang und Namen, die meisten davon sind weltweit renommierte Forscher. Unter ihnen ist ein deutscher Professor aus Potsdam.

So dumm ist sie nicht. Hier ein interessantes Interview:

 

Zitat:

Anderson: Ich habe in den Gesprächen mit ihr oft den Eindruck, mit einer jüngeren Kollegin unseres Instituts zu diskutieren, aber nicht mit einer Jugendlichen. Greta weiß unglaublich viel über den Klimawandel, und sie lernt ständig dazu. Neulich hat sie mir einen ihrer Texte über Aerosole geschickt.

SPIEGEL ONLINE: Schwebeteilchen, die den Treibhauseffekt mindern können.

 

Anderson: Ich fragte nach, woher sie diese oder jene Zahl habe. Darauf schickte sie mir mehrere Links und Zusammenfassungen aus wissenschaftlichen Texten, die sie durchgearbeitet hatte. Beeindruckend für eine 16-Jährige.

Zitat:

SPIEGEL ONLINE: Hört sie denn auf Sie?

 

Anderson: Nur wenn sie es für richtig hält. Ich habe gehört, dass ihr Vater Greta mehrmals geraten hat, bestimmte Dinge nicht so hart zu sagen, etwa als sie den Uno-Generalsekretär getroffen hat. Sie hat es trotzdem genau so hart gesagt, wie sie es für richtig hielt. Greta schert sich wenig darum, was andere von ihr denken. Sie nimmt keine Rücksicht auf Befindlichkeiten von Interessensgruppen oder Politikern.

Die Situation scheint durchaus kritisch zu sein, wenn sogar das EU-Parlament den "Klimanotstand" ausruft. Auch andere sagen, dass das Eis am Nordpol erschreckend schnell schmilzt.

 

Dennoch scheinen ihre Warnungen in der Masse nicht wirklich ernst genommen zu werden. Oder wie kommt dieser Anstieg an Flug- und Kreuzfahrtreisen? Oder ist die ganze Sache mit dem Klima doch nur Unsinn und wir Menschen haben eh keinen Einfluss darauf? Oder sagt ihr euch: Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu genießen, die Erde existiert eh nicht ewig?

j.

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26.02.2020 16:42    |    BurkhardR

Zitat:

@mark29 schrieb am 26. Februar 2020 um 16:26:27 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 26. Februar 2020 um 16:08:55 Uhr:

 

 

Bei Gasen sind Volumen % und % der Moleküle das selbe.

Auf das Gewicht betrachtet natürlich nicht.

Da gibt es leichte Moleküle wie Wasserstoff und deutlich komplexere wie komplexe Kohlenstoffverbindungen.

OK.. das heißt ein Molekül/Atom nimmt immer das gleiche Volumen ein (im gasförmigen Zustand) ? Egal ob es sich dabei um ein kleines wie Wasserstoff oder ein komplexeres handelt??? Also wenn sich 2 Moleküle zu einem verbinden würden, würde das neue Molekül das Volumen eines einzelnen Molkeüls einnehmen? Das Volumen würde sich als halbieren?

 

Klingt komisch!

Ist aber so, darum ist Wasserstoffgas oder Helium soviel leichter als Luft (Stickstoff). Beweis: Ballons und Zeppeline fliegen.

Ganz große Moleküle sind nicht mehr ganz ein ideales Gas, die hier relevanten sind es jedoch.

 

Noch zum Unterschied Wasser/CO2. Bei Normaldruck und den auf der Erde üblichen Temperaturen kann Wasserdampf nicht über eine gewisse Konzentration ansteigen - bei der Tröpfchenbildung sind die Keime wichtig. Beim Kohlendioxid gibt es einen ähnlichen Sättigungseffekt in der Nähe seines Sublimationspunktes, bei -78,5 Grad Celsius - dieser wird auf der Erde praktisch nie erreicht. Bei unseren Temperaturen kann das Kohlendioxid einen beliebig großen Anteil annehmen.


26.02.2020 16:45    |    mark29

Kannst Du die Aussage bitte mal belegen? Ich habe auch in meinen alten Chemiebüchern nachgeschaut. Da steht ebenfalls, dass die Aussage nur für ideale Gase gilt und in der Realität vom Stoff abhängt.

 

Mein Tabellenbuch finde ich grad nicht...

 

Edit: Hab was gefunden, das paßt : http://w3.restena.lu/ddnuc/COURS/6/630m.htm

 

Juuut- hätten wir den Punkt geklärt... ist wohl doch zu lange her... :-)

 

Nun zu den Messpunkten für die Luftzusammensetzung un die Temperatur.


05.03.2020 07:30    |    Schwarzwald4motion

Der Bummelzug hatte wieder eine Haltestelle, die nächste heist wohl Corona. :rolleyes:

Zitat:

Sich auf die Klimaneutralität in 30 Jahren zu einigen, ist den Mitgliedstaaten vergleichsweise leicht gefallen; schließlich kann keiner der beteiligten Regierungschefs erwarten, dann noch an der Macht zu sein.


05.03.2020 08:37    |    mark29

Ich bin bereit zu wetten, dass Corona eine stärker Senkung des CO2 Ausstoßes schafft, als alle Maßnahmen der letzten 20 Jahre.


05.03.2020 08:45    |    Schwarzwald4motion

Ja Temporär*, dafür liegen Invests auf Eis mit einer Bequemen aber vielleicht auch in Teilen notwendigen Begründung.

 

* fängt ja schon an.


05.03.2020 09:14    |    BurkhardR

Zitat:

@mark29 schrieb am 5. März 2020 um 08:37:20 Uhr:

Ich bin bereit zu wetten, dass Corona eine stärker Senkung des CO2 Ausstoßes schafft, als alle Maßnahmen der letzten 20 Jahre.

Deutschland hat seinen Ausstoß von 2017 bis 2019 um über 8% gesenkt - das ist das Vielfache des Coronaeffektes. Nur sind wir ein Volk, das Erfolge zerredet, Veränderungen hasst und kleinste Herausforderungen maßlos übertreibt.

 

Vielleicht hat Corona ja den positiven Beitrag, in Unternehmen und Verwaltungen die Digitalisierung voranzutreiben.


05.03.2020 09:39    |    Gururom

Die Chinesen werden IHN schon nicht umsonst freigelassen haben !!!


05.03.2020 10:16    |    mark29

Wir groß ist denn der Corona Einfluß in 2020? Nenn mal ne Zahl, wenn Du schon so sicher bist, wie das Ergebnis aussieht.

 

Und dann zieh mal den Vergleich zu den benannten 20 Jahren und nicht zu dem besten Abschnitt in 20 Jahren.


05.03.2020 17:43    |    Alexander67

Zitat:

@mark29 schrieb am 5. März 2020 um 10:16:34 Uhr:

Wir groß ist denn der Corona Einfluß in 2020? Nenn mal ne Zahl, wenn Du schon so sicher bist, wie das Ergebnis aussieht.

 

Und dann zieh mal den Vergleich zu den benannten 20 Jahren und nicht zu dem besten Abschnitt in 20 Jahren.

Na, warte Mal ab.

Sowohl die Seuche als auch das Jahr machen sich erst langsam warm.

 

Aber Kreutzfahrtschiffe unter Quarantäne.

Flüge fallen aus.

 

Das ist doch schon mal was, oder?


05.03.2020 20:48    |    mark29

Jupp, sehe ich auch so. Anteil an Homeoffice steigt, Reise werden storniert... Wirtschaftshandel lahmt... gute Zeichen was CO2 angeht... und wahrscheinlich auch andere Krankheiten wie Burnout...


05.03.2020 21:24    |    Boppin B

*Achtung Ironie*:

Toll, seit wir Corona haben klappt das mit CO2 Reduzierung. Leider sind wir in Kürze alle arbeitslos. Was ist da jetzt wieder schief gelaufen? Immerhin, seit Corona muß man nicht mehr soviel von Greta in der Zeitung lesen.


05.03.2020 21:34    |    Drahkke

Vielleicht ist die Menschheit unfähig, hier einen goldenen Mittelweg zu finden...


05.03.2020 21:35    |    mark29

Warum sind bald alle arbeitslos?


07.03.2020 21:31    |    Boppin B

Du hast sicher erkannt, daß das ironisch gemeint war (deswegen hab ich das ja auch hingeschrieben). Das bezog sich in erster Linie auf die Definition "alle".

 

Unabhängig davon unterstelle ich Dir, daß Du Zugang zu öffentlichen Medien hast und vielleicht sogar mitverfolgst, wie OEM`s auf den zwangsverordneten Elektrowahn reagieren. Wenn weniger bzw. irgendwann mal keine Kraftstoffpumpen, Einspitzsteuergeräte, Auspuffanlagen, Kolben, Motorblöcke, Zahnriemen, ... kurz: also alle verbrennertypischen Bauteile eines Kfz nicht mehr gebraucht werden, dann werden natürlich weder diese Produktionsanlagen, noch das entsprechende Personal benötigt. Das wiederum bedeutet, daß ein BOSCH, BROSE, Continental, MAHLE und wie sie alle heißen, Personal abbauen werden.

 

Es werden natürlich vermehrt E-typische Bauteile produziert, jedoch hat beispielsweise der Elektromotor ca 90x weniger Bauteile als ein Verbrenner. D.h. das überzählige Personal wird sicher nicht vollumfänglich in den E-Mobilitätsbereich abwandern (können). Ich frag mich gerade, was diese Leute dann tun sollen?

 

War diese Info hilfreich?


07.03.2020 22:04    |    notting

Zitat:

@Boppin B schrieb am 7. März 2020 um 21:31:33 Uhr:

Du hast sicher erkannt, daß das ironisch gemeint war (deswegen hab ich das ja auch hingeschrieben). Das bezog sich in erster Linie auf die Definition "alle".

 

Unabhängig davon unterstelle ich Dir, daß Du Zugang zu öffentlichen Medien hast und vielleicht sogar mitverfolgst, wie OEM`s auf den zwangsverordneten Elektrowahn reagieren. Wenn weniger bzw. irgendwann mal keine Kraftstoffpumpen, Einspitzsteuergeräte, Auspuffanlagen, Kolben, Motorblöcke, Zahnriemen, ... kurz: also alle verbrennertypischen Bauteile eines Kfz nicht mehr gebraucht werden, dann werden natürlich weder diese Produktionsanlagen, noch das entsprechende Personal benötigt. Das wiederum bedeutet, daß ein BOSCH, BROSE, Continental, MAHLE und wie sie alle heißen, Personal abbauen werden.

 

Es werden natürlich vermehrt E-typische Bauteile produziert, jedoch hat beispielsweise der Elektromotor ca 90x weniger Bauteile als ein Verbrenner. D.h. das überzählige Personal wird sicher nicht vollumfänglich in den E-Mobilitätsbereich abwandern (können). Ich frag mich gerade, was diese Leute dann tun sollen?

 

War diese Info hilfreich?

Es wird in der Industrie auch so sehr viel automatisiert bzw. ins Ausland verlagert. D.h. zu sagen "E-Autos vernichten Arbeitsplätze" ist eher eine Nebelkerze.

Die Leute können z. B. in die Akkuzell-/-System-Produktion, die gerade in der EU weiter hochgefahren wird. Denke mit Ersatzakku-Packs werden die Hersteller in Zukunft nach dem Kauf am ehesten Geld reinbekommen.

Wenn ich lese dass die Lade-Apps z. T. so scheiße sind, dass man den Ladevorgang nicht mal wirkl. beenden kann und deswegen auf den Ladesäulenbetreiber-Support angewiesen ist, dürfte es dort auch zusätzl. Arbeitsplätze geben.

Erste mobile Ladeservices gibt's auch schon. D.h. Fahrzeuge/Anhänder insb. für geplante Aktionen, aber auch Radweg-SUVs mit fettem Akku drin um ein E-Auto zu laden soll's schon geben.

Dazu werden immernoch mehr Ladesäulen gebraucht, eine Stromtrasse für Windstrom aus dem Norden, etc.

 

Außerdem könnte es sein, dass gerade mehr Produktionsmitarbeiter für Fabriken gesucht werden, die Desinfektionsmittel, Atemmasken und Klopapier hergestellt werden... ;-)

 

notting


07.03.2020 22:32    |    mark29

Man kann natürlich auch an allem alten festhalten und zusehen, wie der Rest der Welt einen überholt. Haben wir ja schon bei Unterhaltungselektronik gesehen.

 

Und die Idee, dass es für alle E Fahrzeuge nur einen Motor gibt, der alles abdeckt ist auch eine Illusion.

 

Die Zahl der Teile des Motor sagt auch nichts über die Fertigungstiefe und Wertschöpfung.

 

Dem gegenüber besteht das "Tanksystem" bei E Fahrzeug aus mehr als einer Büchse und einem Schlauch.

 

Zumindest im Jammern werden die Deutschen immer die Größten sein!


07.03.2020 22:34    |    Boppin B

Das mit dem Automatisieren bzw. Verlagerung kann ich so nicht gelten lassen! Auch heute ist schon ein sehr hoher Grad der Automatisierung bzw. Verlagerung ins Ausland erreicht. Auch gehe ich sehr davon aus, daß die OEM`s keine ausländischen Arbeitsplätze gemeint haben, welche zur Disposition stehen, es geht schon um die derzeit noch in D bestehenden Arbeitsplätze. Dieser Effekt wird sich noch deutlich verstärken, wenn E-Mobilität in deutlich höheren Stückzahlen die Verbrenner verdrängen (sollen).

 

Man rechnet mit etwa 410.000 Arbeitsplätzen weniger bis 2030 (Quelle Focus Money, Januar 2020). Das sind etwa die Hälfte der Beschäftigten (Stand 2018: etwa 835.000). Abhängig von der Autoindustrie siund allerdings etwa 1,8 Mio. Beschäftigte. Wieviele Arbeitsplätze da dann noch wegfallen kann man nur schlecht beziffern. Möglicherweise aber auch ungefähr die Hälfte.

 

Vielleicht fällt den glühenden Verehrern der E-Mobilität ja etwas ein, wo diese Leute dann arbeiten sollen? (sofern sie nicht selbst davon betroffen sind).


07.03.2020 22:35    |    Drahkke

Zitat:

@Boppin B schrieb am 7. März 2020 um 21:31:33 Uhr:

...alle verbrennertypischen Bauteile eines Kfz nicht mehr gebraucht werden, dann werden natürlich weder diese Produktionsanlagen, noch das entsprechende Personal benötigt. Das wiederum bedeutet, daß ein BOSCH, BROSE, Continental, MAHLE und wie sie alle heißen, Personal abbauen werden.

Unwahrscheinlich.

 

Die aufgezählten Firmen produzieren schon länger nicht mehr ausschließlich verbrennertypische Bauteile.


07.03.2020 22:37    |    Drahkke

Zitat:

@Boppin B schrieb am 7. März 2020 um 22:34:55 Uhr:

Vielleicht fällt den glühenden Verehrern der E-Mobilität ja etwas ein, wo diese Leute dann arbeiten sollen?

Die Antwort auf diese Frage findest du 2 (!) Beiträge über deinem Beitrag.


07.03.2020 22:39    |    Boppin B

@mark29: es geht nicht um "jammern", es geht schlichweg darum, daß hier eine Zwangsverordnung von E-Mobilität stattfindet. Für ein E-Fahrzeug KANN ich mich freiwillig entscheiden (weil es z.B. meiner Meinung nach für mich das ideale Transportmittel ist). So wie das aber derzeit läuft ist es m.E. falsch! Es wird mit Subventionen gearbeitet, es werden falsche Zahlen zugrundegelegt (was beispielsweise den Unterhalt der Fahrzeuge angeht) und das ist nicht richtig!


07.03.2020 22:40    |    Boppin B

Zitat:

@Drahkke schrieb am 7. März 2020 um 22:37:47 Uhr:

Zitat:

@Boppin B schrieb am 7. März 2020 um 22:34:55 Uhr:

Vielleicht fällt den glühenden Verehrern der E-Mobilität ja etwas ein, wo diese Leute dann arbeiten sollen?

Die Antwort auf diese Frage findest du 2 (!) Beiträge über deinem Beitrag.

Eine knappe halbe Million Leute, möglicherweise auch bis zu 0,9Mio? Du solltest Dich als Bundearbeitsminister bewerben!


07.03.2020 22:42    |    Boppin B

Zitat:

@Drahkke schrieb am 7. März 2020 um 22:35:53 Uhr:

Zitat:

@Boppin B schrieb am 7. März 2020 um 21:31:33 Uhr:

...alle verbrennertypischen Bauteile eines Kfz nicht mehr gebraucht werden, dann werden natürlich weder diese Produktionsanlagen, noch das entsprechende Personal benötigt. Das wiederum bedeutet, daß ein BOSCH, BROSE, Continental, MAHLE und wie sie alle heißen, Personal abbauen werden.

Unwahrscheinlich.

 

Die aufgezählten Firmen produzieren schon länger nicht mehr ausschließlich verbrennertypische Bauteile.

Das hat auch keiner behauptet!

Nicht ausschließlich verbrennerspezifisch, aber das Produktportfolio hierfür ist sehr hoch! Du solltest die Automotive-Sparten betrachten.

 

https://www.sueddeutsche.de/.../...eferer-krise-stellenabbau-1.4654232


07.03.2020 22:51    |    Alexander67

Zitat:

@mark29 schrieb am 7. März 2020 um 22:32:44 Uhr:

.....

Und die Idee, dass es für alle E Fahrzeuge nur einen Motor gibt, der alles abdeckt ist auch eine Illusion.

 

Die Zahl der Teile des Motor sagt auch nichts über die Fertigungstiefe und Wertschöpfung.

 

Dem gegenüber besteht das "Tanksystem" bei E Fahrzeug aus mehr als einer Büchse und einem Schlauch.

....

Natürlich gibt es auch bei E-KFZ (BEV oder...) nicht nur den einen E-Motor.

Aber alle E-Motoren sind einfacher als die üblichen Verbrenner.

Nicht nur in Bezug auf die Anzahl der Teile.

Auch deren Komplexität.

Eine Welle, Spülen, ...

Hingegen beim Verbrenner Kurbelwelle komplexer als beim E-Motor die eine Welle.

Zusätzlich eine oder mehrere Nockenwellen.

Diese müssen Syncronisierr sein und die Ventile die von den Nockenwellen betätigt werden liegen am anderen Ende der Zylinder. Usw.

Auch das Tanksystem der BEV ist nicht so komplex.

Immer wieder die selben Zellen und etwas Elektronik sowie optional Heizung/Kühlung.

 

Der Antrieb eines BEV ist viel einfacher als ein Verbrenner.


08.03.2020 07:49    |    mark29

Deine Argumente würde ja absolut für einen 2-Takter sprechen. Der wäre noch einfacher als ein eMotor.

 

Aber jetzt liste doch mal auf, was der e Motor an Teilen braucht, um seinen Strom zu bekommen, inkl. der Leistungsregelung. Schließlich hast Du den Verbenner ja auch nicht auf den Kurbeltrieb reduziert.


08.03.2020 08:52    |    Schwarzwald4motion

Schon mal dran gedacht das wir ohne Produktivitätsgewinn immer noch für einen Hungerlohn die 6-Tagewoche hätten, von den Tagesstunden ganz zu schweigen. Mannomann.

 

Denke wenn wir die Erneuerbare Energiewirtschaft ordentlich weiterleben wird es mehr als genug Betätigungsfelder geben.


08.03.2020 10:01    |    BurkhardR

Die (nur noch in Deutschland zu findenden) Verfechter des Verbrenners argumentieren gerne mit den Arbeitsplätzen. Die Zahlen, die ich las, besagen dass vom Verbrenner zum E-Auto etwa 20% weniger Arbeit anfällt - wenn auch die Batteriezellen hier gefertigt werden. 40% - wenn alle elektrischen Komponenten importiert werden.

 

Und spätestens mit Blick auf den Smart sollten sie sehen, welcher Nebelkerze sie da aufsitzen. Die Frage ist doch nicht, ob wir statt 800 000 dann 600 000 Arbeitsplätze haben. Die Alternative ist NULL, weil die gesamte Produktion unserer Autos nach China geht, was Daimler und BMW wohl planen, der Smart ist da der Testlauf.


08.03.2020 10:09    |    notting

Zitat:

@BurkhardR schrieb am 8. März 2020 um 10:01:37 Uhr:

Die (nur noch in Deutschland zu findenden) Verfechter des Verbrenners

Das bezweifle ich sehr stark: https://ecomento.de/.../

Zitat:

Am negativsten wird die zeitliche Entwicklung in Osteuropa gesehen: In Tschechien glauben nur 15 Prozent der Befragten an den Durchbruch der E-Mobilität in den nächsten zehn Jahren, in Ungarn sind es nur 14 Prozent.

Zum Vergleich: In D ist der Anteil ca. 1/3.

 

Zitat:

argumentieren gerne mit den Arbeitsplätzen. Die Zahlen, die ich las, besagen dass vom Verbrenner zum E-Auto etwa 20% weniger Arbeit anfällt - wenn auch die Batteriezellen hier gefertigt werden. 40% - wenn alle elektrischen Komponenten importiert werden.

 

Und spätestens mit Blick auf den Smart sollten sie sehen, welcher Nebelkerze sie da aufsitzen. Die Frage ist doch nicht, ob wir statt 800 000 dann 600 000 Arbeitsplätze haben. Die Alternative ist NULL, weil die gesamte Produktion unserer Autos nach China geht, was Daimler und BMW wohl planen, der Smart ist da der Testlauf.

Das hat IMHO kaum was mit Verbrenner vs. Elektro zutun, sondern schlicht Gewinnmaximierung bzw. den Fortschritten die China macht. Damit meine ich z. B., dass sie seit wenigen Jahren auch Kugelschreiberminen-Kugeln herstellen können. Davor wurde immer zugeliefert, weil sie's nicht konnten.

Andererseits könnte das Corona-Virus dafür sorgen, dass die Hersteller kapieren, dass sie extrem anfällig werden, wenn sie große Teile ihrer Produktion bzw. durch die Auswahl von Zulieferen alles in gewisse Regionen verlagern - und wenn's dann dort mal Probleme gibt, sind sie extrem beschissen dran.

 

notting


08.03.2020 21:15    |    Boppin B

Es gibt hier offenbar Leute, welchen die bisherigen Produktionsverlagerungen ins Ausland noch nicht ausgereicht haben um ihren Kopf einmal zum denken zu benutzen. Es wird doch wohl kaum einer ernsthaft glauben, daß wir hier in D eine Produktion im heutigen Umfang haben werden, wenn alle nicht weiter als bis zur Nasenspitze denkenden Leute es erst mal geschafft haben, den Verbrenner vollständig hinzurichten. Persönlich bin ich davon absolut überzeugt, daß mit dem Niedergang der Verbrennertechnik und einem (vermeintlichen) Siegeszug der E-Fahrzeuge noch stärker als bisher die Produktion ins Ausland verschoben wird.

 

In dem Zusammenhang die (zugegebenermaßen ketzerische) Frage ob diese Leute glauben, daß unser einigermaßen gesichertes Einkommen vom Himmel fällt oder im Garten wächst? Vielleicht schauen diese Leute mal danach, welches Zugpferd die Autoindustrie noch immer in D ist. Aber klar, wenn man dem Wahn erlegen ist die Welt vorm CO2 retten zu müssen, dann sägt man natürlich an dem Ast auf dem man sitzt.


08.03.2020 22:27    |    mark29

War die Elektronik auch mal...

Braun, Metz, Löwe, Dual, Nordmende, Blaupunkt, Becker.... wo sind die denn heute? Wo kommen denn die ganzen Geräte her?

 

Die Zukunft beim Automobil wird nicht über Verbrenner oder eMotor entschieden.

 

Veraltete Fahrzeugkonzepte werden nicht durch andere Antriebe zukunftsfähig!


08.03.2020 22:28    |    BurkhardR

Und dieser Ansicht widerspreche ich total, in Deutschland werden Autos nicht für unseren kleinen lokalen Markt, sondern für den Weltmarkt hergestellt. Und da haben die meisten Ländern, nun sogar Großbritannien, die Zulassung von Verbrennern terminiert, UK zum Beispiel 2035. Wer also glaubt, 2035 gäbe es noch einen Markt für Verbrenner, glaubt auch daran dass diese aus dem Sack des Weihnachtsmann kommen.


08.03.2020 22:53    |    mark29

Zum einen vergeht bis dahin noch viel Zeit!

 

Zum anderen sollte man hinterfragen was genau "verboten" werden soll! Hubkolbenmotore, fossile Energieträger? "Verbrenner" ist das populistische Schlagwort für die Medien. Ein klare Definition und Abgrenzung sieht ganz anders aus. Und diese Komplexität muss ganz klar verstanden werden, um nicht am Ziel vorbei zu entwickeln!

 

Politik darf keine Techniken vorschreiben oder bevorzugen! Das hemmt die freie Forschung,und Entwicklung und verbaut Chancen! Und genau das ist es was die deutsche Industrie immer weiter ins Aus schießt! Eine viel zu enge Verquikung von Wirtschaft und Politik. Ein Aushandeln von Vorgaben und Förderungen die kurzfristig, bestenfalls mittelfristig einzelnen Profit bringt, aber im internationalen Vergleich absolut rückständig ist!

 

Hat denn China mehe Geld in die 30.000km Schnellbahnnetz gesteckt oder in die Förderung von Elektroautos???

 

Und mit viel Geld wird denn der Diesel noch mmer steuerlich subventioniert? Und wie hoch sind die tatsächlichen Ausgaben für Elektroförderung dem gegenüber???

 

Mehr hinterfragen, weniger nachplappern!


09.03.2020 02:10    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@mark29 schrieb am 8. März 2020 um 22:53:27 Uhr:

...Und mit viel Geld wird denn der Diesel noch mmer steuerlich subventioniert...

 

Mehr hinterfragen, weniger nachplappern!

Wenn eine geringere Besteuerung landläufig als Subvention fehlinterpretiert wird ist eh alles sinnlos.


09.03.2020 09:02    |    jennss

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 9. März 2020 um 02:10:56 Uhr:

 

Wenn eine geringere Besteuerung landläufig als Subvention fehlinterpretiert wird ist eh alles sinnlos.

Hm... das hätte ich jetzt im Prinzip auch gleichgesetzt. Wo ist der Unterschied?

j.


09.03.2020 09:11    |    pcAndre

Morgen...!

Die geringere Besteuerung besteht darüber hinaus auch beim Erdgas (CNG) und Autogas (LPG), wobei bei der letzt genannten Kraftstoffart diese in den kommenden Jahren abgeschafft wird.

 

Ein Schelm wer böses denkt... Und lenken möchte...!;)

 

MfG André


09.03.2020 11:07    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 9. März 2020 um 09:02:35 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 9. März 2020 um 02:10:56 Uhr:

 

Wenn eine geringere Besteuerung landläufig als Subvention fehlinterpretiert wird ...

Hm... das hätte ich jetzt im Prinzip auch gleichgesetzt. Wo ist der Unterschied?

j.

Kommt vom Lateinischen "zu Hilfe kommen", in Anbetracht der Tatsache das eine Besteuerung auf die MwSt. auch beim Diesel noch obendrauf kommt ist das doch eine sehr politische Sichtweise bei der Argumentation.

 

In meinen Augen ist eine sinnvolle Subvention eh nur eine Anschubunterstützung für z.B. neue Technologien,

wenn durch öffentliche Geldern temporär die MwSt. erlassen werden kann ist das so das mindeste um das Wort Subvention nicht ad Absurdum zu führen.


09.03.2020 12:45    |    jennss

Aus welchem Grund wird Diesel eigentlich niedriger besteuert als Benzin?

j.


09.03.2020 13:43    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 9. März 2020 um 12:45:18 Uhr:

Aus welchem Grund wird Diesel eigentlich niedriger besteuert als Benzin?

j.

Zitat:

Der Gesetzgeber begründet den Steuervorteil für Dieselkraftstoff mit dem europäischen Güterverkehr. Lastkraftwagen, aber auch Lokomotiven von Güterzügen, brauchen Diesel. "Der Güterverkehr steht im europäischen Wettbewerb, und andere Länder haben eine ähnliche Steuerdifferenzierung"

Also in Summe 22ct.

 

Wir sollten eh den Energiegehalt als Bemessungsgrundlage hernehmen, so eine EU-Empfehlung.

 

Dies halte ich jedoch für Quatsch, die einzig relevante Besteuerungsgrundlage sollten Emissionen sein.


09.03.2020 15:49    |    mark29

Emissionen hängen aber vom Fahrzeug ab, nicht vom Kraftstoff.

 

Die Besteueerung nach Energiegehalt würde eine Chancengleichheit zwischen fossilen Energieträgern und anderen setzen und auch die Qualität der Speicherung und Unwandlung berücksichtigen.


09.03.2020 17:55    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@mark29 schrieb am 9. März 2020 um 15:49:14 Uhr:

Emissionen hängen aber vom Fahrzeug ab, nicht vom Kraftstoff.

 

Die Besteueerung nach Energiegehalt würde eine Chancengleichheit zwischen fossilen Energieträgern und anderen setzen und auch die Qualität der Speicherung und Unwandlung berücksichtigen.

Altes Denken, inwieweit würden Produktionsaufwändungen berücksichtigt :confused:

Natürlich hängt die Emission vom Kraftstoff ab, wenn Du von der PV oder WKA Lädst wird es besser sein als von der Bohrinsel.

PS: als Emission zähle ich auch Geräuschbelästigung u.s.w..


09.03.2020 21:20    |    Boppin B

Zitat:

@mark29 schrieb am 8. März 2020 um 22:27:39 Uhr:

War die Elektronik auch mal...

Braun, Metz, Löwe, Dual, Nordmende, Blaupunkt, Becker.... wo sind die denn heute? Wo kommen denn die ganzen Geräte her?

 

Die Zukunft beim Automobil wird nicht über Verbrenner oder eMotor entschieden.

 

Veraltete Fahrzeugkonzepte werden nicht durch andere Antriebe zukunftsfähig!

Ja, durch diese Argumentierung macht es auch richtig Sinn, die Autoindustrie samt deren Zulieferern noch so richtig an die Wand zu fahren.

 

Ich bin nicht grundsätzlich gegen den E-Antrieb. Ich bin aber gegen "Kaufhilfen" in Höhe von mehreren 1000€. Denn das verzerrt die tatsächliche Kostenbilanz und der E-Antrieb wird schön gerechnet, das hat mit der Realität nichts zu tun. Wenn das Konzept nicht von sich aus überzeugt, dann taugt es nicht!

 

BTW: verboten wird der Verbrennungsmotor hauptsächlich in Ländern, welche über keine oder nur sehr geringe Autoindustrie verfügen (Norwegen, Dändemark, Niederlande, Irland, Island, usw.) Zudem ist längst nicht sicher, ob dieser Termin nicht noch nach hinten geschoben wird. Vielleicht dann, wenn einige schlaue Politiker bemerken, daß die Abschaffung des Verbrenners vielleicht doch keine so gute Idee ist. Aber das ist nur eine Vermutung, man wird abwarten müssen. Abwegig ist das aber nicht.


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