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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

18.12.2019 21:58    |    jennss    |    Kommentare (1.091)

Hat euch Greta beeinflusst bei euren Urlaubsentscheidungen?

Kreuzfahrten und Flüge
Kreuzfahrten und Flüge

Kreuzfahrten und Flugreisen boomen. In der "Zeit" ist ein Artikel, der für 2040 die doppelte Anzahl an Flügen prognostiziert.

 

Auch bei Kreuzfahrten gibt es einen Passagierrekord.

 

Und Greta warnt vor den Folgen, fährt demonstrativ mit Segelboot über den Atlantik, um den Leuten zu zeigen, welche Mühen sie in Kauf nimmt, um beides zu meiden.

 

Immerhin gibt es bei beiden Reiseformen Bestrebungen, umweltfreundlicher zu werden. Beim Fliegen gibt es bereits das teure SAF (Sustainable Aviation Fuel = Synthetisches Flugbenzin), welches die CO²-Erzeugung stark verringert. Es wird bisher jedoch selten eingesetzt, weil teuer. Außerdem gibt es die freiwillige CO²-Kompensation. Bei Kreuzfahrten gibt es LNG-Antriebe, Flüssiggas, z.B. bei der Aida Nova, dem mit Abstand umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiff. Dies senkt zwar CO² nicht sehr stark, aber immerhin den Feinstaub. Leider fahren die allermeisten Kreuzfahrschiffe noch mit Diesel (in Landnähe) und Schweröl (auf offener See, schwarzer Rauch).

 

Trotzdem wäre es noch umweltfreundlicher, die eigenen Urlaube nicht in so fernen Ländern oder auf See zu planen.

 

Nun kommt da so ein kleines 16-jähriges Mädchen, das mit ihren Zöpfen eher wie 12 aussieht und Asperger hat, und ermahnt die großen Politiker dieser Welt. Ist das nicht frech? Immerhin soll sie sehr gut informiert sein, hat viele hochkarätige Wissenschaftler als Berater:

 

Zitat:

Die schwedische Zeitung Expressen hat nun eine Liste der Greta-Berater veröffentlicht. Alle diese Experten haben Rang und Namen, die meisten davon sind weltweit renommierte Forscher. Unter ihnen ist ein deutscher Professor aus Potsdam.

So dumm ist sie nicht. Hier ein interessantes Interview:

 

Zitat:

Anderson: Ich habe in den Gesprächen mit ihr oft den Eindruck, mit einer jüngeren Kollegin unseres Instituts zu diskutieren, aber nicht mit einer Jugendlichen. Greta weiß unglaublich viel über den Klimawandel, und sie lernt ständig dazu. Neulich hat sie mir einen ihrer Texte über Aerosole geschickt.

SPIEGEL ONLINE: Schwebeteilchen, die den Treibhauseffekt mindern können.

 

Anderson: Ich fragte nach, woher sie diese oder jene Zahl habe. Darauf schickte sie mir mehrere Links und Zusammenfassungen aus wissenschaftlichen Texten, die sie durchgearbeitet hatte. Beeindruckend für eine 16-Jährige.

Zitat:

SPIEGEL ONLINE: Hört sie denn auf Sie?

 

Anderson: Nur wenn sie es für richtig hält. Ich habe gehört, dass ihr Vater Greta mehrmals geraten hat, bestimmte Dinge nicht so hart zu sagen, etwa als sie den Uno-Generalsekretär getroffen hat. Sie hat es trotzdem genau so hart gesagt, wie sie es für richtig hielt. Greta schert sich wenig darum, was andere von ihr denken. Sie nimmt keine Rücksicht auf Befindlichkeiten von Interessensgruppen oder Politikern.

Die Situation scheint durchaus kritisch zu sein, wenn sogar das EU-Parlament den "Klimanotstand" ausruft. Auch andere sagen, dass das Eis am Nordpol erschreckend schnell schmilzt.

 

Dennoch scheinen ihre Warnungen in der Masse nicht wirklich ernst genommen zu werden. Oder wie kommt dieser Anstieg an Flug- und Kreuzfahrtreisen? Oder ist die ganze Sache mit dem Klima doch nur Unsinn und wir Menschen haben eh keinen Einfluss darauf? Oder sagt ihr euch: Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu genießen, die Erde existiert eh nicht ewig?

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 6 von 17 fanden den Artikel lesenswert.

22.03.2020 17:22    |    notting

Zitat:

@legooldie schrieb am 22. März 2020 um 17:15:17 Uhr:

Ich finde es ganz gut das die Flieger jetzt mal nicht zu tausenden die Luft verschmutzen.

Wohne in der Nähe von einem Großflughafen.

Hoffe auch, dass dank Corona einige Leute lernen, dass man nicht mehrmals im Jahr größere und kleinere Spaßtrips insb. mit dem Flugzeug machen muss. 1x/Jahr in den Urlaub fliegen geht noch einigermaßen, aber was ich so z. T. mitbekomme, selbst aus dem direkten FfF-Umfeld:

https://www.heise.de/.../...-das-Fliegen-mit-dem-Flugzeug-4354163.html

https://www.tagesspiegel.de/.../24679158.html

 

notting


22.03.2020 17:57    |    Alexander67

Zitat:

@BurkhardR schrieb am 22. März 2020 um 10:04:38 Uhr:

Pro gereistem Kilometer macht jeder PKW mehr Schademissionen als ein Flugzeugsitz - erst bei 3 Personen gewinnt der PKW.

Ganz nebenbei sind Autoabgase erst mal relativ wenig klimaschädlich auf dem Boden.

Flugzeugabgase sind gleich oben.

 

Es ist auch eine Frage der Mobilität.

Wer auf dem Boden 5000 km fahren müsste um zum Ziel zu kommen, der denkt eher schon mal nach.

Aber mal schnell 5000km dahin fliegen und dann dahin und...

Mit dem Auto komme ich maximal auf 25000km

Andere übertreffen das locker mit 2 mal Urlaub und 5 Geschäftsreisen für 2*2*3000=12000km plus 2*5*3000=30000.

In summe also 42000km

Und da ist dann noch kein km Autobahn dabei.


22.03.2020 17:59    |    notting

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 22. März 2020 um 17:57:09 Uhr:

Zitat:

@BurkhardR schrieb am 22. März 2020 um 10:04:38 Uhr:

Pro gereistem Kilometer macht jeder PKW mehr Schademissionen als ein Flugzeugsitz - erst bei 3 Personen gewinnt der PKW.

Ganz nebenbei sind Autoabgase erst mal relativ wenig klimaschädlich auf dem Boden.

Flugzeugabgase sind gleich oben.

 

Es ist auch eine Frage der Mobilität.

Wer auf dem Boden 5000 km fahren müsste um zum Ziel zu kommen, der denkt eher schon mal nach.

Aber mal schnell 5000km dahin fliegen und dann dahin und...

Mit dem Auto komme ich maximal auf 25000km

Andere übertreffen das locker mit 2 mal Urlaub und 5 Geschäftsreisen für 2*2*3000=12000km plus 2*5*3000=30000.

In summe also 42000km

Und da ist dann noch kein km Autobahn dabei.

Bzw. du meinst wohl man muss erstmal irgendwie zum Flughafen kommen...

 

notting


22.03.2020 18:01    |    legooldie

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 22. März 2020 um 17:57:09 Uhr:

Zitat:

@BurkhardR schrieb am 22. März 2020 um 10:04:38 Uhr:

Pro gereistem Kilometer macht jeder PKW mehr Schademissionen als ein Flugzeugsitz - erst bei 3 Personen gewinnt der PKW.

Ganz nebenbei sind Autoabgase erst mal relativ wenig klimaschädlich auf dem Boden.

Flugzeugabgase sind gleich oben.

 

Es ist auch eine Frage der Mobilität.

Wer auf dem Boden 5000 km fahren müsste um zum Ziel zu kommen, der denkt eher schon mal nach.

Aber mal schnell 5000km dahin fliegen und dann dahin und...

Mit dem Auto komme ich maximal auf 25000km

Andere übertreffen das locker mit 2 mal Urlaub und 5 Geschäftsreisen für 2*2*3000=12000km plus 2*5*3000=30000.

In summe also 42000km

Und da ist dann noch kein km Autobahn dabei.

Ich glaube das das seit heute erst mal kein Problem sein wird,wenn jetzt fast alle zuhause bleiben müssen.


22.03.2020 19:53    |    mark29

Flugzeuge haben auch keinen Kat, keinen DPF und mein SCR. Flugzeuge lasse auch ab und zu mal ein paar Tonnen Kerosin ab....


22.03.2020 20:00    |    notting

Zitat:

@mark29 schrieb am 22. März 2020 um 19:53:58 Uhr:

Flugzeuge haben auch keinen Kat, keinen DPF und mein SCR. Flugzeuge lasse auch ab und zu mal ein paar Tonnen Kerosin ab....

Jede Tonne verbranntes Kerosin weniger bedeutet weniger CO2 ;-)

 

notting


22.03.2020 20:33    |    SUV-Fahrer

Zitat:

@mark29 schrieb am 22. März 2020 um 19:53:58 Uhr:

Flugzeuge lasse auch ab und zu mal ein paar Tonnen Kerosin ab....

Im regulären Flugbetrieb gibt es keinen Anlass, Treibstoff abzulassen, sondern handelt es sich hierbei um eine Notfallmaßnahme.

 

Auch spielt Fuel Dumping lediglich bei Flugzeugen, deren maximales Startgewicht über dem max. zulässigen Landegewicht liegt, als Notmaßnahme eine Rolle (bspw.: A380-800: MTOW: 490-575 t, MLW: 386-395 t).

 

Natürlich ist jegliches Ablassen von flüchtigen Kohlenwasserstoffen in die Atmosphäre schlecht für die Umwelt, jedoch ist die Menge in Relation zu all den anderen Emissionen verschwindend gering.

 

Gruß,

SUV-Fahrer


22.03.2020 21:50    |    mark29

Kann man sich auch schönreden....


23.03.2020 09:56    |    SUV-Fahrer

Zitat:

@mark29 schrieb am 22. März 2020 um 21:50:33 Uhr:

Kann man sich auch schönreden....

Natürlich… Der verantwortliche Flugzeugführer lässt aus Jux und Tollerei mal eben JET-A im Wert von 20.000 $ ab… Das macht er einmal, danach kann er sich bei der Bundesagentur für Arbeit melden.

 

Der Treibstoffschnellablass dient der Gewichtsreduktion, um eine sichere Landung zu gewährleisten und wird lediglich in wenigen Ausnahmesituationen durchgeführt, wie etwa:

 

-Notlandungen infolge von mechanischen Fehlern, einem unkontrollierbaren Feuer, ernsten Erkrankungen von Passagieren oder Crew usw.

 

-Sowie im millitärischen Bereich: Landungen auf Flugzeugträgern

 

Viele Flugzeuge können auch overweight landen. Problematisch hierbei ist, dass sich die Landestrecke verlängert (Gefahr, die Landebahn zu überrollen), zudem muss danach eine spezielle Kontrolle der Flugzeugstruktur gemacht werden, was relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Im schlimmsten Fall erleidet die Struktur durch das zu hohe Landegewicht einen Schaden, was Reparaturen nach sich zieht.

 

Gruß,

SUV-Fahrer


23.03.2020 10:12    |    mark29

Ungefiltert Abgase in die Luft zu blasen und in Notsituationen puren Kraftstoff selbst über bewohnten Gebieten abzulassen ist also Deine Rechtfertigung dafür, dass jeder Depp für 29,- durch ganz Europa fliegen konnte und auch bald wieder fliegen sollte??????

 

Echt jetzt?????

 

Genau das sollten doch die Argumente sein, warum man die aktuelle Situation dazu nutzen sollte den Raubbau an der Natur und der Umwelt zu überdenken!!!


23.03.2020 10:20    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@mark29 schrieb am 23. März 2020 um 10:12:40 Uhr:

..??????

 

Echt jetzt?????

(…) !!!

Also eine Argumentationsverstärkung sieht anders aus, bring lieber unwiderlegbare Fakten.


23.03.2020 11:29    |    SUV-Fahrer

Zitat:

@mark29 schrieb am 23. März 2020 um 10:12:40 Uhr:

dass jeder Depp für 29,- durch ganz Europa fliegen konnte und auch bald wieder fliegen sollte??????

Ich kann Sie beruhigen, LCC nutzen i.d.R. B737 u. A320, diese verfügen gar nicht über ein Jettison System, da MTOW und MLW nah beieinander liegen.

 

Gruß,

SUV-Fahrer


23.03.2020 12:02    |    mark29

Na, bitte, also stimmen Sie mir doch zu.


23.03.2020 19:30    |    Drahkke

Ich kann da keine Zustimmung erkennen...


24.03.2020 21:32    |    Boppin B

Gehts nach einigen hier, dann müsste man jegliche Flugreisen verbieten. Und Schiffsreisen gleich mit. Nicht zu vergessen alle Verbrenner Fahrzeuge. Und natürlich Hausfeuerungsanlagen.


25.03.2020 08:18    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Boppin B schrieb am 24. März 2020 um 21:32:46 Uhr:

Gehts nach einigen hier...

Nö, Nur die Technik zügig weiterbringen, und g.g.f. etwas Reduzieren z.B. Kurzstreckenflüge.

Wenn jemand Tatsächlich weiter will darf er sich gerne Outen.


25.03.2020 10:07    |    mark29

Sehe ich genauso! Jetzt istbder Moment grundlegende Dinge zu überdenken und neue Lösungen zu entwickeln und durch zu setzen.

 

Wie viel Homeoffice ist möglich und sinnvoll? Welche Distanzen sind mit welchem Verkehrsmittel zu bewältigen?

 

Wie sind Preise und Steuern für die jeweiligen Verkehrsmittel anzusetzen?

 

Und dann bietet sich jetzt auch noch die Chance das über Bundesländergrenzen, Staatengrenzen ud Ozeane hinweg zu ändern bzw. zu verbessern!


25.03.2020 11:11    |    jennss

Es kann sein, dass Corona uns den A*sch rettet und den Kipppunkt des Klimawandels so gerade noch abwendet, denn durch Corona dürfte die CO2-Emission zeitweilig wirklich sehr deutlich sinken. Flieger bleiben fast alle am Boden. Kreuzfahrten werden abgesagt. Autos sind kaum unterwegs.

 

So eine Radikalmaßnahme gegen CO2 würden wir Menschen von uns aus nie machen. Das ist vielleicht das einzig Positive am Virus.

j.


25.03.2020 11:48    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 25. März 2020 um 11:11:55 Uhr:

...Das ist vielleicht das einzig Positive am Virus..

Da würde mir noch einiges einfallen, Letztlich ist es aber meist die Unterbrechung Menschlicher Dominanz auf diesem Planeten.

 

Eine der jetzt sichtbaren wenigen deutlichen Vorteile war wohl das unsere Landwirtschaft nicht kaputtgespart wurde, und Regionale Produkte die Versorgungssicherheit gewährleisten.

Ob da jetzt die Angst vor einem Virus oder eher Krieg oder Landschaftspflege im Vordergrund stand würde ich dem jeweiligen Zeitabschnitt zuordnen.

 

Solche Redundanzen werden wir nach dieser Erfahrung vermehrt beachten, insbesondere auch was Rohstoffe (incl. Wirkstoffe) oder alternativ Digitale Kommunikation betrifft.


25.03.2020 12:27    |    Grasoman

Zitat:

@jennss schrieb am 25. März 2020 um 11:11:55 Uhr:

Es kann sein, dass Corona uns den A*sch rettet und den Kipppunkt des Klimawandels so gerade noch abwendet, denn durch Corona dürfte die CO2-Emission zeitweilig wirklich sehr deutlich sinken. Flieger bleiben fast alle am Boden. Kreuzfahrten werden abgesagt. Autos sind kaum unterwegs.

 

So eine Radikalmaßnahme gegen CO2 würden wir Menschen von uns aus nie machen. Das ist vielleicht das einzig Positive am Virus.

j.

Corona rettet gar nichts.

 

Solange unsere Versorgung noch klappt: fliegen Transportflieger, fahren Containerschiffe, fahren Lkw und solange pendeln auch noch Arbeiter zur Arbeit und arbeiten dort mit den Robotern zusammen.

 

Und alles an Entbehrungen, was derzeit nicht geliefert wird, wird dann zeitnah nachgeholt. Dann gibt es eben eine Phase, wo mehr Containerschiffe fahren als jetzt im Mittel, mehr Transportflieger fliegen und noch mehr Lkw auf den Straßen unterwegs sind, wenn z.B. Nachtflugverbote und Sonntagsfahrverbote ausgesetzt sein werden.

 

Denn was wird denn folgen: die Wirtschaft wird ächzen, wie sehr sie angeblich von Corona gebeutelt wurde. Und dann wird man ihre Auflagen lockern: auch die Umweltschutzauflagen/Klimaziele mit. Einfach nur, um diese Wirtschaft wieder ans Laufen zu bekommen.

 

Parallel wurde gerade der Ölpreis richtig günstig. Und liegt jetzt bei US$ 26 pro Barrel (auch die Erdgaspreise sind daran gekoppelt). Bei so billigem Öl und Gas lohnt sich das Verbrennen auch wieder viel eher als der Umstieg auf erneuerbaren elektrische Energie.

 

Insofern: aus dem bisschen Reduktion jetzt kann man noch lange keinen Wendepunkt im CO2-Ausstoß konstruieren. So meine Meinung.


25.03.2020 12:37    |    mark29

Ich fürchte, dass Du in diesen Punkten Recht behalten wirst.


25.03.2020 13:24    |    jennss

Manche Flüge, Fahrten und Kreuzfahrten werden sicher nachgeholt, aber bestimmt nicht alle. Einigen fehlt dafür dann auch das Geld oder die Zeit.

j.


25.03.2020 13:41    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Grasoman schrieb am 25. März 2020 um 12:27:25 Uhr:

...Corona rettet gar nichts.

.. Bei so billigem Öl und Gas lohnt sich das Verbrennen auch wieder viel eher als der Umstieg auf erneuerbaren elektrische Energie.

An das man auch kommen sollte...


25.03.2020 18:51    |    Grasoman

Was bleibt denn alles gleich:

* Heizungen der Häuser

* Stromproduktion

* der Konsum an Lebensmitteln

* der Konsum an Waren: nun eben erstmal über Online-Plattformen

 

Und wenn nun 156 Milliarden EUR zusätzlich in den Bundeshaushalt eingestellt werden, dann gehen die vor allem wo rein: letztlich in den Energieverbrauch. Denn egal, ob jemand was produziert oder Dienstleistungen erbringt, all das braucht vor allem Energie. Die Gesamtheit der Atome bleibt ja gleich auf der Erde, also kostet alles, was an Materialumformungen stattfindet, letztlich "nur Energie". Bei Dienstleistungen ist es noch leichter einzusehen.

 

Zitat:

Manche Flüge, Fahrten und Kreuzfahrten werden sicher nachgeholt, aber bestimmt nicht alle. Einigen fehlt dafür dann auch das Geld oder die Zeit.

Dafür meiden andere aus Angst erstmal für längere Zeit den CO2-effizienten ÖPNV oder Bahnverkehr und verursachen da mehr CO2 in Autos. Am Ende des Jahres wird es eine Bilanz geben, nächstes Jahr noch eine und so weiter. Und dann werden wir sehen, was wirklich rausgekommen ist. Ich glaube nicht, dass Corona insgesamt einen Effekt in Deutschland haben wird.

 

Und auch international nicht.

 

Die wirklichen Einflüsse sind IMHO vier Sachen:

1) Wieviele Menschen gibt es?

2) Wieviele und welche Waren und Dienstleistungen nutzt jeder dieser Menschen im Mittel?

3) Wieviel Energie braucht es für die Herstellung dieser Waren und Erbringung dieser Dienstleistungen?

4) Für diese Energie: wie setzt sie sich zusammen aus fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energie?

 

Zu 1) Corona ändert die Menschenzahl kaum. Corona ist selbst in Regionen mit schwachem Gesundheitssystem in der fortpflanzungsfähigen Bevölkerung zu "harmlos" und zu wenig tödlich, um dort wirklich dramatisch die Verhältnisse zu verändern. Selbst wenn dramatische 5% der Weltbevölkerung Coronabedigt zusätzlich sterben sollten, es wären "nur" 5%. Die extremen Geburtenraten holen das ratzfatz wieder auf. Da reicht 1 Jahr.

 

Zu 2) Ich denke, die Nachfrage bleibt relativ stabil, einige Sachen werden nur verschoben. Und selbst wenn dieses Jahr die eine oder andere Fernreise oder Kreuzfahrt entfällt, werden es nächstes Jahr sicherlich die eine oder andere mehr. Eine Rückbesinnung auf "weniger Luxus" oder "weniger Verschwendung" findet dabei nicht statt, denn beides würde die Weltwirtschaft beeinträchtigen. Man kann also sagen: das Abrufen dieser Touristik- und Transportleistungen (Schiffe, Flugzeuge, Pkw-Fahrten etc.) war wirtschaftlich eingeplant. Wenn man am Erhalt dieser Firmen interessiert ist, dann wird man schauen, dass jetzt ausgefallene Dienstleistungen nachgeholt werden. Man wird die Kunden schon ködern - auch mit Billigflügen, Billighotels und billigen Kreuzfahrten. Und/oder den temporären Abbau von Zöllen.

 

Zu 3) Corona ändert die Herstelleffizienz von Waren und Dienstleistungen kaum. Dafür bräuchte es andere Mittel. Vermutlich verschiebt Corona die Herstelleffizienz ein bisschen zum schlechteren (Leute im Home-Office sind einfach weniger produktiv), aber auch ein bisschen zum besseren (mehr automatisierte Fertigung, weniger Menschenabhängigkeiten in der Produktion angestrebt, ggf. mehr Onlinevertrieb statt Präsenzläden).

 

Zu 4) Corona ändert den Energiemix vermutlich nicht oder nur wenig. Es schafft nicht mehr PV und Windkraftanlagen oder die Speicher dazu, es lässt keine Kohlekraftwerke abschalten oder Ölquellen versiegen. Aber der temporäre Ölpreisverfall durch temporär etwas weniger Energienachfrage aus der Wirtschaft verändert den Mix wieder in Richtung fossiler Energieträger. Bis auf die Ölquellen, die dann nicht mehr wirtschaftlich sind (z.B. US Fracking Gas und Öl oder auch kanadische Ölsande sind da nicht wirtschaftlich auszubeuten), aber da wird der Staat nachhhelfen, und das subventionieren.

https://finanzmarktwelt.de/.../


25.03.2020 19:20    |    mark29

Derzeit sind deutlich weniger Leute unterwegs, durch Homeoffice, Kurzarbeit, unbezahlten Urlaub. Deine Theorie, dass alle in Autos statt in Bahnen unterwegs sind ist falsch.

 

Und es werden sicher auch keine stillgelegten Kohlekraftwerke reaktiviert.

 

Dass derzeit weniger Kohle gefördert wird und Öl billiger wird, sehe ich eher als Zeichen für eine geringe Nachfrage.


26.03.2020 08:52    |    Gururom

Wir sind hier in einem Motorforum und, zumindest ich, freue mich massiv über die momentan günstigen Sprit/Dieselpreise.

Ebenso natürlich über den gesunkenen Preis für Heizöl EL, habe mir extra noch zugelassene Zusatztanks in den Keller gebuckelt und für gut 45 Cent 5ooo Liter gekauft.

Da läuft meine Heizung wieder zwei Jahre, bei einem weiteren schwachen Winter sogar länger, auf einem Niveau welches mir kein anderer Energieträger bieten kann.

 

PS Heizöl ist in den letzten tagen wieder ordentlich gestiegen, gerade wegen der nicht abklingenden hohen Nachfrage !!

 

Gesundheit !


26.03.2020 09:17    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Gururom schrieb am 26. März 2020 um 08:52:23 Uhr:

... zumindest ich, freue mich massiv über die momentan günstigen Sprit/Dieselpreise.

(…)

Gesundheit !

Und falls Du mit Corona im Krankenhaus liegst kannst ja nochmal in Dich gehen welches Szenario Dir lieber wäre.


26.03.2020 11:07    |    Gururom

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 26. März 2020 um 09:17:03 Uhr:

 

Und falls Du mit Corona im Krankenhaus liegst kannst ja nochmal in Dich gehen welches Szenario Dir lieber wäre.

Dann hält das Öl noch länger, da ich ja zu Hause nicht heizen muss!

Wenn ich dann wieder rauskomme, freu ich mich daran.

 

Falls noch nicht gemerkt, die meisten Menschen lassen die Krankheit gesund hinter sich !

Natürlich sterben auch ein geringer Prozentsatz mit Corona.

 

Gesundheit


26.03.2020 11:11    |    mark29

Naja, rechne mal den geringen Prozentsatz auf 60% der Bevölkerung die sich sehr wwhrscheinlich infizieren hoch. Und berücksichtige, dass Dein Intensivbett dann tendenziell eher ein Feldbett in einem THW Zelt sein könnte...


26.03.2020 13:15    |    Grasoman

Zitat:

Wir sind hier in einem Motorforum und, zumindest ich, freue mich massiv über die momentan günstigen Sprit/Dieselpreise.

Ich persönlich freue mich darüber, dass die relativ hohen Energiesteuern auf Kraftstoffe in Deutschland die Kraftstoffpreise noch halbwegs stabil halten. In anderen Ländern schwankt das stärker und es wird zwar auch mal "richtig billig" (die Gallone unter USD$ 2), aber so sehen die Autos dazu dann auch aus. Und bei USD$ 4 pro Gallone kriegen sie dann dort ne Schnappatmung, weil ihr fetter Pick-Up soviel durchzieht.

 

Aber siehst du jennss: Es gibt Ausgleichsprozesse. Leute, die z.B. bei hohen Heizölkosten ihre Ölheizung schneller gegen eine Wärmepumpen-Heizung ausgetauscht hätten (gerade mit noch Förderung ringsrum). Aber diese Leute bunkern heute eben noch richtig große Mengen von Heizöl in ihren Tanks.


26.03.2020 13:54    |    mark29

Und ich freue mich, dass ich schon seit einigen Monaten Homeofficeerfahrung habe und das auch in der jetzigen Situation gut läuft. Die Spritpreise jucken mich schon lange nicht mehr.


26.03.2020 16:15    |    Gururom

Zitat:

@Grasoman schrieb am 26. März 2020 um 13:15:28 Uhr:

[

Aber siehst du jennss: Es gibt Ausgleichsprozesse. Leute, die z.B. bei hohen Heizölkosten ihre Ölheizung schneller gegen eine Wärmepumpen-Heizung ausgetauscht hätten (gerade mit noch Förderung ringsrum). Aber diese Leute bunkern heute eben noch richtig große Mengen von Heizöl in ihren Tanks.

Weil sich zBsp. eine Wärmepumpe selbst bei doppelt so hohen ölpreis und momentaner hoher Förderung in einem Altbau nie rentiert!

Hier funktioniert nur Öl oder Gas, alternative Energien erreichen niemals die benötigten Vorlauftemperaturen welche in Gebäuden von 100 Jahren+ nötig sind.

 

Natürlich kann man sich sein Haus auch mit 20cm dicken Styroporplatten zukleben, welche die Kosten nochmals nach oben treiben, Atmungsprobleme der Gebäudehülle provozieren und schluss endlich ein riesen Entsorgungsproblem bereits heute aufwerfen.

 

PS: sauer das du keine Energie bevorraten kannst??


26.03.2020 21:08    |    Boppin B

Tja, so ists ja auch richtig. Erst das Haus mit Styropor hermetisch abriegeln, dann sich mit Schimmel rumärgern, man braucht ne aktive Wohnraumbelüftung (in welcher sich dann nicht oder kaum entfernbarer) Staub sammelt. Da freuen sich die Allergiker! Vom miserablen Brandschutz und dem Problem der Entsorgung ganz zu schweigen.

 

Ich hab vor 25 Jahren gebaut und bin heute sehr froh, daß ich diesen ganzen heutigen Wahnsinn beim Wohnhausneubau nicht mitmachen muß! Ich hab mit 36cm Hochlochziegel gemauert, da brauchts kein Styropor oder Vollwärmeschutzgeraffel. Wer heute baut muß ein vielfaches aufgrund von entsprechenden Auflagen erfüllen, kein Wunder daß die erforderlichen Summen beim Neubau förmlich explodieren. Mit viel Glück sind die Leute fertig mit bezahlen wenn sie in den Ruhestand eintreten. Dann können sie von ihrer Rente gleich die Renovierung bezahlen. Kann aber nur derjenige nachvollziehen, der mal gebaut und einen 6-stelligen Kredit zurückgezahlt hat. Aber das geht in die Köpfe einiger Traumtänzer nicht rein.


26.03.2020 21:27    |    wellental

Zitat:

@Boppin B schrieb am 26. März 2020 um 21:08:14 Uhr:

Ich hab mit 36cm Hochlochziegel gemauert, da brauchts kein Styropor oder Vollwärmeschutzgeraffel. Wer heute baut muß ein vielfaches aufgrund von entsprechenden Auflagen erfüllen, kein Wunder daß die erforderlichen Summen beim Neubau förmlich explodieren.

Das stimmt so nicht ganz ;) Ich hab 2017 auch mit 36er gebaut und damit die KFW70 erfüllt. Diese ist heute Pflicht, damals war die noch optional. Sprich: Man kann auch heut noch ohne den Styropor-Schwachsinn die Auflagen problemlos erfüllen. Ich wickel mein Haus doch nicht in Brandbeschleuniger ein :eek:

 

Aber generell hast Du recht: Die Auflagen sind schon strenger geworden.


26.03.2020 21:29    |    Alexander67

Es gibt auch Dämmmaterial welches nicht als Brandbeschleuniger wirkt.

 

Ist eben nur teurer.


26.03.2020 21:35    |    wellental

Stimmt. z.B. 36er Hochloch-Ziegel ;)

 

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 26. März 2020 um 21:29:51 Uhr:

Es gibt auch Dämmmaterial welches nicht als Brandbeschleuniger wirkt.


26.03.2020 21:37    |    Alexander67

Zitat:

@wellental schrieb am 26. März 2020 um 21:35:44 Uhr:

Stimmt. z.B. 36er Hochloch-Ziegel ;)

Zitat:

@wellental schrieb am 26. März 2020 um 21:35:44 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 26. März 2020 um 21:29:51 Uhr:

Es gibt auch Dämmmaterial welches nicht als Brandbeschleuniger wirkt.

Ich dachte eher an Glas- oder Quarz-Wolle.


26.03.2020 21:41    |    wellental

Wenn man einen Geldscheisser daheim hat, kann man das machen. Hab die Kohle lieber in eine vernünftige Pelletsheizung und diverse andere Sachen investiert.


27.03.2020 22:00    |    Boppin B

Glücklicherweise sind noch einige Leute hier die klar denken können. Sicher gibt es Produkte oder Maßnahmen welche in puncto Energieeinsparung Sinn machen. Ich wage aber zu behaupten daß die meisten Bauherren übers Ziel rausschiessen (z.T. auch infolge gesetzlicher Vorgaben) und letztlich gibts dann Probleme (z.B. Raumklima). Zudem braucht man sich nicht wundern wenn kaum mehr einer bauen kann da dies nicht mehr zu finanzieren ist!


27.03.2020 22:04    |    Alexander67

Zitat:

@Boppin B schrieb am 27. März 2020 um 22:00:55 Uhr:

Glücklicherweise sind noch einige Leute hier die klar denken können. Sicher gibt es Produkte oder Maßnahmen welche in puncto Energieeinsparung Sinn machen. Ich wage aber zu behaupten daß die meisten Bauherren übers Ziel rausschiessen (z.T. auch infolge gesetzlicher Vorgaben) und letztlich gibts dann Probleme (z.B. Raumklima). Zudem braucht man sich nicht wundern wenn kaum mehr einer bauen kann da dies nicht mehr zu finanzieren ist!

Das Raumklima kann man sogar automatisiert regeln lassen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Die richtige Software und vor allem Hardware vorausgesetzt.


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