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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

20.03.2014 15:35    |    Andi2011    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Warum ist es eigentlich so schwierig beim Autofahren nett zueinander zu sein?

 

Das fragte ich mich heute Morgen und motivierte mich zu diesem kleinen Blog.

Der Grund dafür begann schon gestern Abend:

Ich fuhr mit meiner Frau unsere Tochter abholen. In dem gemütlichen kleinen Wohnviertel mit der engen Straße, gab es weit und breit weder links noch rechts eine Parkmöglichkeit. Nach einer Runde um den Block änderte sich an der Situation auch nichts. Also beschlossen wir, dass ich in der Nähe des Hauses vor einer Einfahrt halte um die Straße nicht zu blockieren und meine Frau rausspringt und alleine unsere Tochter holt - gesagt, getan.

 

Ich blieb also im Auto sitzen und wartete mit heruntergelassener Scheibe und abgestelltem Motor. Als meine Frau noch keine Minute weg war, kam es wie es kommen mußte, von vorn kam ein Auto und blinkte Richtung Einfahrt. Noch bevor er mich erreichte startete ich den Motor, setzte zurück und ließ ihn auf den Hof fahren. Der Fahrer quittierte das mit einem kopfschüttlenden "Scheibenwischer" gefolgt von einem "Mittelfinger" in meine Richtung und verschwand auf dem Grundstück.

 

Heute Morgen auf dem Arbeitsweg blockiert ein Fahrzeug der Müllabfuhr vor mir die Spur. Logisch, die Jungs tun was sie tun müssen.

Der Fahrer eines schönen gepflegten W201 Mercedes sieht das aber völlig anders und nach dem er wegen des Gegenverkehrs schätzungsweise 20 Sekunden gewartet hat, zieht er hinter dem Müllwagen raus - nicht ohne anhaltend zu hupen und hinter seinem Lenkrad wild in Richtung des Müllwagens zu gestikulieren.

 

Als ich kurz darauf auf der zweispurigen Hauptstraße weiter Richtung Arbeit fahre, zieht vor mir ein junges Mädchen in ihrem Twingo nach links. Dummerweise ist da aber ein BMW Fahrer, entweder hat sie nicht über die Schulter geschaut oder ihn sonst wie schlicht übersehen. Der BMW Fahrer musste deshalb -wirklich leicht, nicht abrupt abbremsen.

Er regiert mit einem Dauerhupton, die Twingofahrerin erschreckt, zieht wieder nach rechts und hebt die Hand zur Entschuldigung in seine Richtung. Trotzdem meinte der BMW Fahrer an der nächsten Ampel vor sie ziehen zu müssen und die Rotphase zu nutzen, um auszusteigen und dem Mädel erst mal ein paar Schimpfworte durch die Scheibe an den Kopf zu knallen um dann davon zu brausen.

 

Wer kennt solche Erlebnisse nicht und entdeckt sie manchmal nicht auch an sich selbst?

 

Bricht wirklich ein so großer Zacken aus der Krone eines jeden von uns besten und unfehlbaren deutschen Autofahrers (denn das sind wir ja alle in unserem Erleben;)), wenn wir nicht bei jeder Gelegenheit den Hilfssheriff geben und man mal Fünfe grade sein läßt?

 

Ich finde wieder ein wenig mehr Anstand im Straßenverkehr, ein wenig mehr Höflichkeit und auch ein wenig mehr Nachsicht gegenüber den Fehlern Anderer würde unserem Verkehrsalltag und uns allen gut tun,oder?

 

Danke für´s lesen!

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20.03.2014 16:18    |    PIPD black

Man kann's ja mal versuchen, aber lange anhalten wird's wohl eher nicht.:cool:


20.03.2014 16:58    |    Ozymandias91

Leute die im Straßenverkehr unterwegs sind und es eilig haben, sind definitiv fehl am Platz.


20.03.2014 17:23    |    Creeper45

Im Falle der Twingo-Fahrerin hätt ich vielleicht gesagt "das üben wir aber noch" aber gleich an der roten Ampel halten und was rüberzublöken, da macht man sich doch selbst zum Affen.

Tja, Bin Mächtig Wichtig, wobei der Benzfahrer konnts ja -oh Wunder- auch nicht besser. Aber der Typ, der einem den Scheibenwischer macht, obwohl man Platz macht, läßt einen langsam aber sicher vermuten, daß die Vernunftbegabten in der Minderzahl sind und die Klapsen Ausgang haben.

 

Die Straße wäre sowieso die ideale Spielwiese für Soziologen, wenn man sieht, wo sich Leute unbedingt noch dazwischen- oder vor- oder vorbeidrängeln müssen.

Es sind aber beileibe nicht nur die mit den dicken Klopsen, nein, grade die Kleinwagenfaherer haben dieses "Da-pass-ich-noch-durch-gen" bei den großen Autos ist es eher das "Lass-mich-lieber-durch-ich-hab-den-besseren-Anwalt-und-das-stabilereAuto"

 

Gott sei Dank gibts immer noch Autofahrer, die einen positiv überraschen. :)


20.03.2014 17:34    |    Dortmunder 65

Meine Frau meint manchmal zu mir - hup doch mal, diese Idioten.

 

Ich entgegne nur - was habe ich davon, ich will mich über solche Schwachmaten nicht aufregen.

 

Reindrängeln, Scheibenwischer zeigen, hupen usw. sehe ich jeden Tag und keiner hat Zeit.

Jeder pocht auf sein Recht und niemand lässt mal eine Lücke zum einfädeln.

Man könnte glauben da herrscht Krieg.


20.03.2014 17:41    |    salieridai

Neuerdings war auch etwas schönes. Wollte rechts in eine relativ enge Einfahrt fahren, Blinker rechts und erstmal stehen geblieben um den Gegenverkehr durchzulassen bevor ich auf die andere Fahrspur ausschere um die Einfahrt zu treffen.

 

Eine Tussi, die im Rückspiegel aussah, als hätte sie den Führerschein + Hauptschulabschluss vor 2 Wochen auf dem Schwarzmarkt gekauft, hat die Anwesenheit von Gegenverkehr anscheinend nicht gestört und ist einfach rüber gezogen. Die entgegenkommenden Autofahrer mussten voll in die Eisen gehen um Tussilein durchzulassen. Das ist gerade nochmal gut gegangen, hätte aber auch einen Unfall geben können.

 

Es ist übrigens ausgeschlossen, dass sie die entgegenkommenden Autos nicht gesehen hat, mein Auto ist nur 1,20m hoch, da kann man locker drüber gucken, wenn man in einem normalen Wagen sitzt.

 

Fazit: Wenn man irgendwo anhält, gibt es auch meistens einen Grund dafür :D


20.03.2014 18:47    |    Goify

Der heutige Straßenverkehr ist mit ein Hauptgrund, warum ich nur noch ungern unterwegs bin: Schleicher, Drängler, Ungleichmäßigfahrer, Nicht-Blinker, Dauerbremser. In Summe ist der durchschnittliche Autofahrer so schlecht, dass er eigentlich verboten gehört. Meiner Meinung nach müsste ein jeder so eine Art Führerschein haben, den er nur erhält, wenn er nach mehreren Fahrstunden eine Prüfung fehlerfrei bestehen kann. Meinetwegen ab 18 oder begleitend mit 17. Das wäre doch mal ein Vorschlag für unsere Bundesregierung.

 

Aber so wie es jetzt ist, versucht ein jeder nur seinen Vorteil zu sehen und ist natürlich selbst fehlerfrei um Oberlehrer zu sein.


20.03.2014 20:17    |    el lucero orgulloso

Solche ständigen "Draufdrücker" kann ich auch nicht haben...

...und ich würde mich auch nicht als solcher bezeichnen.

 

Generell habe ich einen recht angemessenen Fahrstil, fahre laut Tacho meist 5 Km/h über der zulässigen Geschwindigkeit und bin da ganz gut im Mittel.

Gelassener bin ich sicher am Steuer der Mercedes (besonders C-Klasse), aber auch als ich heute im deutlich fahraktiveren Toyota unterwegs war, konnte ich aufgrund der recht großen Fahrzeugbreite nicht den Quetscher und Drängler spielen.

 

Wenn irgendeine missliche Situation vor mir passiert, bin ich auch meistens einfach froh, es bemerkt zu haben und lasse der Sache die benötigte Zeit, sich zu entwurschteln.

Auch verstehe ich Leute nicht, die wegen jedem Kleinkram rumhupen. Das bringt doch einfach nichts.

Mit der Hupe habe ich eher das Problem, dass ich sie zu selten verwende (jedenfalls hab ich's in 2,5 Jahren Autofahren glaube ich noch nie gemacht).

 

Genauso wenig verstehe ich diejenigen, die morgens bei mir in der Schule ankommen und als erstes sagen: "Boah, heute wieder nur Idioten unterwegs."

Da verdrehe ich meist die Augen und kommentiere schon gar nicht mehr. Ich bin gemütlich gefahren gekommen, habe auf den Verkehr geachtet, ein wenig Radio gehört und den Kopf vor dem Schultag noch mal frei gemacht und das alles voll genossen.

 

Danke für den sehr treffend geschriebenen Artikel, Andi! :)


20.03.2014 22:55    |    nosdriver

Zitat:

ein wenig mehr Anstand im Straßenverkehr, ein wenig mehr Höflichkeit und auch ein wenig mehr Nachsicht gegenüber den Fehlern Anderer würde unserem Verkehrsalltag und uns allen gut tun

§1 Der Strassenverkehrsordnung:

Gegenseitige Rücksichtnahme durch und für jedermann.

 

Die Ergänzung meines Fahrlehrers: "...aber auch Rücksicht auf die Dummheit und Fehler anderer."

 

Seh ich genauso...

Ich seh immer zu das ich solchen Oberlehrern aus dem Weg gehe(meist erkennt man sie ja schon von weitem :D).

Und auf Beschimpfungen und dumme Gesten anderer gibts eben nen Handkuss...:D

(Meine Art der Freundlichkeit ;))

Manche Gesichter wären gute Fotos geworden :D :D ;D

 

Zitat:

"Boah, heute wieder nur Idioten unterwegs."

Einfach mal nachfragen ob der Blick im Spiegel auch einen gezeigt hat :D


20.03.2014 23:53    |    richta

Den Spruch "Seid nett zueinander" hat ein lokales Autohaus auf seinen Kennzeichenhalterungen, find ich ganz nett. :)


21.03.2014 01:45    |    Daemonarch

Leider sind auf unseren Straßen viel zuviele geistige Neandertaler unterwegs, da kann man nur eins machen... Im Geiste aufs Beißleder beissen, und den Ärger runterschlucken.


22.03.2014 14:00    |    Golf Cl

Ich muss sagen, ich zähle mich zu den Leuten, die glaube ich schon mit Sinn und Verstand unterwegs sind.

 

Was mich am meisten aufregt, ist auf der AB zu fahren. Leute die permanent auf der mittleren oder linken Spur rumpennen. Keiner schaut in den Rückspiegel, man zieht einfach mit 90-120 Sachen raus. Egal ob einer da von hinten kommt, die AB ansonsten frei ist und der auffahrende voll in die Eisen muss oder sonstige Geschichten.

Nebenbei sind da die LKW-Fahrer die den Blinker dann antippen wenn sie die Spur schon halb gewechselt haben, Drängler und einfach nur viele viele Menschen die doch mal ein wenig an andere Menschen denken sollten und auch mal darüber nachdenken könnten einen fliessenden Verkehr zu stande zu bringen und nicht einfach stumpf sich selbst im Sinn zu haben.

 

Wäre das anders, würden auch Raser, Drängler, Schleicher, ökonomisch denkende, LKW fahrer und alle anderen ein gescheites Verkehrsbild zu stande bringen und es wäre echt entspannter für alle... 


24.03.2014 16:25    |    andis hp

Ich muss leider "Daemonarch" recht geben. Ich bin am Sonntag aus dem Schwarzwald gekommen. Ich dachte am Sonntag fahren die Autofahrer etwas gesitteter, da keine LKW´s unterwegs sind. Aber kaum bei Karlsruhe auf der AB angekommen, waren sie wieder unterwegs diese "geistigen Neandertaler". Nur nach vorne schauen, und auf andere keine Rücksicht nehmen.

 

War das schön vor 30-40 Jahren, als wir mit der ganzen Familie jeden Sonntag in die Eifel fuhren. Damals galt noch die Devise : HALLO PARTNER.....DANKE SCHÖN!

Das war nicht nur ein Slogan, sondern wurde noch praktiziert. Und zwar von allen!

Schade, das selbst Freundlichkeit von den meisten Autofahrer heutzutage nicht mehr gedankt wird! Nur noch: Platz da...jetzt komm ich!:(

 

Mfg

Andi


24.03.2014 16:34    |    Goify

Die Leute haben heutzutage wegen der ganzen Informationstechnik keinerlei Zeit mehr - demnach auch keine Zeit für Freundlichkeit oder Rücksichtnahme. Jeder meint, er müsse der schnellste sein, da er es am eiligsten von allen hat. Natürlich ist das total lächerlich, da der Tag weiterhin 24 h hat und notfalls nimmt man noch die Nacht dazu. ;)


24.03.2014 19:26    |    Jeens

Ich kenn das leider auch, als Traktorfahrer ist man halt langsam und und und... ich versuche immer freundlich zu sein, Leute links abbiegen zu lassen sofern es geht, Automassen mich überholen zu lassen indem ich rechts ran fahre und trotzdem werde ich immer wieder schikaniert, gibt vielleicht viele Traktoristen die sich unsozial verhalten, aber ich bemühe mich trotzdem immer wieder.

Und es lohnt sich ab und zu mal: Fußgänger mit Hunden grüßen Freundlich, da ich auch immer langsam an denen vorbei fahre und im Gegenzug wird mir viel Platz lassen :)

 

Ich glaube sowieso, dass unsere Gesellschaft irgendwie verkommt, obwohl man auch MAL nette Menschen trifft.


25.03.2014 18:01    |    andis hp

Ich im o.g. Urlaub auch ein unangenehmes Erlebnis: Wir sind spazieren gefahren (im nördl. Schwarzwald), da gibts noch Strecken die wir nicht kennen. Als wir an einem großen Reitplatz vorbeikamen (direkt an der Straße gelegen) waren auch einige Reiter auf der Straße. Da ich sah, das sie die Straße nur überqueren wollten, bremste ich ab und blieb stehen. Die Reiter bedankten sich bei mir mit Handzeichen. Auf einmal schrieen sie auf, und rannten von der Straße.

Hinter mir kam ein Benz (älterer ML mit Karlsruher-Kennzeichen) angeflogen und hupte ununterbrochen, bremste dann ab, und schrie die Reiter an. Ich verstand nur noch: "Eine Schweinerei, die Straße ist kein Reitplatz! Wer macht die Schei.. (Pferdeäpfel) wieder von Straße? Sowas sollte verboten werden!"

Dann gab er Gas und ist verschwunden. Dabei hatte er nochmals gehupt und den "Stinkfinger" gezeigt und ein Pferd fast angefahren (einige wurden von Leuten am Zügel geführt)! Einer der Reiter hat sich die Autonummer gemerkt und wollte ihn später anzeigen. Nach Rücksprache mit mir, war ich als Zeuge einverstanden.

Ich hab den Fahrer nicht erkennen können, weis also nicht, ob es ein jüngere oder älterer Herr war.

Ich mal gespannt, ob da noch was kommt.

Das war Freitag letzte Woche passiert.

 

Mfg

Andi


26.03.2014 00:45    |    Debalier

... thema BAB - puh, die deutschen highways hab ich noch als puren stress in erinnerung - gerade, wenn´s etwas voller ward, 4 spuren, regen & ich mit lahmem bulli o.ä. on the road :) . da bin ich oft froh, dass es durch die (mmn. zu niedrige) v-max auf CH-autobahnen = 120 km/h generell gesitteter zugeht. (also 140 wären schon realistisch-angemessener...)

 

heute hab ich mir ne rückspiegel-tirade "angehört", weil ich wegen eines kindes am zebrastreifen recht scharf angehalten hab´ - in der CH stoppflicht. ich hab den jungen ziemlich spät gesehen & dementsprechend etwas härter bremsen müssen, doch der oberklassenfahrer hinter mir muss den gesten entsprechend völlig ausgetickt sein & hat mir dann minutenlang demonstrativ an der stossstange geklebt. ich geb zu, es gab die verlockung einer kleinen vollbremsung ;), aber wahrscheinlich hätte der mich erstmal zusammengelegt.

whatever - es ist traurig, wenn mobilisten nicht kapieren, dass es gerade bei kindern keine "risikoabwägung" geben darf, zumal wie erwähnt am zebra in der CH per se fussgänger den vortritt haben.


26.03.2014 08:49    |    Andi2011

Moin,

 

dem kann ich auch zustimmen, ich fahre meine Tochter regelmäßig in den Kindergarten, dort ist auch eine Schule - alles mehr als ausreichend beschildert,Zebrastreifen,Ampeln,30er Zone, die Polizei führt dort regelmäßig Kontrollen durch und doch...jede Woche begegnen mir zig Fahrer/Innen die das alles überhaupt nicht interessiert. Da wird in der 30er Zone überholt, dabei noch gehupt und der Scheibenwischer gezeigt - schliesslich ist es doch normal, das man bitteschön mindestens 20 km/h über dem erlaubten unterwegs ist...


27.03.2014 01:55    |    Debalier

...ich bin von der grundeinstellung überhaupt kein "bestrafungsfreund" jeder banalität & sehe die schweizer härte bei kleinstem verstösslein teilweise recht übertrieben (hier fährt man fast per se mit einem bein im knast) - in solchen fällen aber find ich´s gut, dass in der CH bei innerorts 20 km/h über´m limit generell für mindestens einen monat der lappen weg ist.

in 30er zonen ist die karrenz (glaub ich) noch geringer.

 

dazu muss man allerdings wissen, dass die ortschaften oft verwinkelt & die CH-"staatsstrassen" (vglb. kategorie bundesstr.) grundsätzlich wesentlich schmaler, damit ne ecke gefährlicher sind. als ich noch auf breiten bundesstrassen durch kilomerter-um-kilometer-lange brandenburger langdörfer gefahren bin, hat mich das 50er-gezuckel auch oft genervt.

 

whatever- die stopregelung am zebra finde ich gut, zudem erspart es v.a in kleineren städten - in verbindung mit kreisverkehren - die milliarden ampeln, die bei uns in jedem nest rumstehen :rolleyes:.


30.03.2014 12:52    |    italeri1947

Danke für diesen schön geschriebenen Blog - dass ich erst jetzt darauf aufmerksam werde...

 

Nun ja, das bitte ich zu entschuldigen!

 

Ich kenne solche Situationen nur zu gut und hatte auch schon mehrfach mich gefragt, wieso man nicht einschreitet und solche Verhaltensweisen unterbindet oder zumindest dafür sorgt, dass sie nicht da auftreten, wo es besonders kritisch wird (überall, wo mit verstärktem Aufkommen von Kindern zu rechnen ist oder in verkehrsberuhigten Zonen sowie an der Schwelle zu Fußgängerzonen etc.), aber ich denke, dass man solche Hitzköpfe, die für Ärger und Gefahr sorgen, sicher niemals los werden kann. Das ist so aussichtslos wie ein Kampf gegen Windmühlen.


30.03.2014 13:09    |    Andi2011

Moin,

 

Danke Hans,kein Grund sich zu entschuldigen,ich komme im Moment auch kaum nach und dein schöner Vectra Blog wär mir grad heut auch fast durchgegangen.

 

Ich bin grundsätzlich auch kein Freund von immer mehr Regeln,wohl aber von Kontrollen der bestehenden Regeln und da muss man sagen,das wäre ausbaufähig.

Natürlich wird man nie alle überzeugen,ein paar unbelehrbare Geister hat es immer und wird es immer geben.

 

Was mich stört und mir auffällt ist die zunehmende Verrohung im Straßenverkehr!

Keine Zeit,wo ich bin ist vorne,mein Recht ist immer durchzusetzen, wird schon nix passieren usw.... Diese Mentalität führt in meinen Augen in eine Sackgasse!

 

Grüße

Andi


30.03.2014 14:35    |    italeri1947

Lieber Andi,

 

danke für die netten Worte, auch zum Vectra-Blog. Ich möchte gleich noch zitieren!

 

Zitat:

Ich bin grundsätzlich auch kein Freund von immer mehr Regeln,wohl aber von Kontrollen der bestehenden Regeln und da muss man sagen,das wäre ausbaufähig.

Das erinnert mich an ein Ereignis, das etwa 2006 stattfand: Leonhard und ich im 750i im Stadtverkehr der nächsten Großstadt! Es war abends, etwa achtzehn Uhr, und ich war an einem Sonntag mit Leonhard unterwegs. Ich glaube, wir waren in einer Eisdiele gewesen und hatten einen Spaziergang durch die Innenstadt unternommen, was wir immer noch gern tun, wenn das Wetter mitspielt. Wir fuhren also im BMW wieder nach Hause und landeten in einem richtigen Verkehrschaos voller Sonntagsausflügler, die wie Leonhard und ich gen Heimat ziehen wollten. Da unterhielten wir uns über die Zustände, und ein Satz von Leonhard ist mir bis heute im Ohr geblieben: "Regeln sind eben dazu da, dass man sie bricht".

 

Zitat:

Keine Zeit,wo ich bin ist vorne,mein Recht ist immer durchzusetzen, wird schon nix passieren usw.... Diese Mentalität führt in meinen Augen in eine Sackgasse!

Das ist auch im Berufsleben sowie in der Politik, ich würde fast sagen in der allgemeinen Weltanschauung der "neuen Zeit", ein weit verbreiteter Irrglaube. Fehlgeleitete Weltideale dieser und ähnlich aggressiver Art führen in eine Sackgasse; da teile ich deine Meinung vollauf!


30.03.2014 16:35    |    scion

Ich weiß auch nicht, warum in letzter Zeit immer mehr Krawallos unterwegs sind und warum immer so aggressiv gefahren wird. Ist ja bei den LKWs auch vermehrt zu beobachten. Ohne rassistisch sein zu wollen, aber ganze Volksgruppen aus Süd-, Südost- und Osteuropa fahren ständig mit dem Messer zwischen den Zähnen. Da wird bis auf wenige Meter aufgefahren, so das ich schon oft auf den Standstreifen flüchte, um nicht "abgeschossen" zu werden und es wird auf Teufel komm raus, überholt. Die meisten LKW sind auf 90 km/h begrenzt und mal läuft einer auch 91 oder 92, dann wird das aber auch genutzt, oder die Begrenzer werden höher gedreht oder, meist bei Ausländern ganz abgeschaltet. Da ziehen welche vorbei, das man denkt, man selber steht. Berg runter wird dann sowieso bis 100 laufen gelassen um welche zu überholen, die am nächsten Berg hoch, dann ihrerseits wieder vorbeiziehen. Klassiker ist auch, das ein LKW ewige Zeit braucht, um zu überholen und wenn er dann endlich vorbei ist, setzt er den Blinker und fährt auf den nächsten Parkplatz.

Warum das auch so ist? ...es gibt kaum noch Polizei, die alles überwacht oder kontrolliert und gegen Ausländer machen die eh nix und das wissen die Ausländer auch. (bin nicht ausländerfeindlich, beobachte das nur)

 

Deshalb fahre ich für mich, nur noch 85 km/h, muß da fast nie überholen und habe kaum Probleme mit dem Sicherheitsabstand, nur Angst, das doch mal jemand hinten reinknallt.


30.03.2014 19:28    |    Diesel73

Wirklich guter Blog mal wieder, Andi.

 

Ich bin ja auch beruflich jeden Tag hinterm Steuer bzw. bekomme es von meinen Fahrern zu hören. Ist nicht schön.

Vor allem ist mir aufgefallen, dass zunehmend mehr Frauen äußerst aggressiv sind. Da kommt mir dann auch die Galle hoch. Vor allem, weil es meist die sind, die vor der eigenen Tür nur Schritttempo dulden :rolleyes:.

Vor Jahren gab es an Autobahnen mal schöne Plakate: "Gelassen läufts!" Aktueller denn je.


31.03.2014 10:12    |    andis hp

Hallo Dieselchen,

 

das ist sogar meiner Frau schon aufgefallen. Vor allem diese "hipster"-Weiber (junge Frauen mit schnellen Autos) fahren, als wenn sie das Sagen auf der Strasse hätten.

Hier im Ort ist auch eine, die fährt einen neuen Mini Paceman (der mit dem komischen Dach), die hat vor ihrem Haus die Strasse als "Spielstrasse" durchgesetzt, weil die 3 Nachbarn immer zu schnell durchgefahren sind!

Aber sie selbst fährt wie eine "gesengte Sau" durch das Dorf. Auch mal mit Tempo 80 an der Grundschule und Kindergarten vorbei.

 

Vor kurzem war sie hinter meiner Frau hergefahren (auf der Bundesstrasse mit Tempo ~120). Immer ganz dicht hinten drauf, sie konnte aber wegen Gegenverkehr nicht überholen. Eingangs der nächsten Ortschaft, als meine Frau auf 50 abgebremst hat, fängt sie an zu hupen und überholt mit Stinkefinger (!) in der Ortschaft....

 

Mfg

Andi

 

PS: ich muss mich wieder abregen. Bei uns wird das immer schlimmer...

ich geh jetzt raus Holz sägen und hacken....;)


31.03.2014 10:20    |    Diesel73

Hy andi,

 

ich komm mit Holzhacken. Irgendwie regt es mich deutlich mehr auf, wenn Frauen sich im Straßenverkehr aggressiv verhalten. Oh, da muss ich mich zurückhalten............

Männer kann ich da echt besser aussitzen. So nach dem Motto: "was kratzt es die deutsche Eiche, wenn sich ne Wildsau daran scheuert."


31.03.2014 11:42    |    Andi2011

Moin,

 

das Verhalten ist nicht mehr vorrangig auf das männliche Geschlecht begrenzt, das erlebe ich ebenso.

Ich kann es kaum nachvollziehen,auch an meiner Arbeitsstelle ist eine Tempo 30 Zone, denn auf der Strasse gibt es einen Kindergarten,eine Schule und ein Altenheim - also mehr als berechtigt. Dazu kommt das die Straße recht schmal ist, ich kann sie über eine lange Strecke gut von meinem Büro aus einsehen.

Hier ist 1-2 x wöchentlich die Polizei mit einer mobilen Radarkontrolle, das ist nun wirklich eine sehr häufige und regelmäßige Kontrolle und doch ist die Rennleitung jedesmal sehr erfolgreich hier.

Es sind nicht nur die Ausreisser nach oben die hier mit 60km/h und mehr abgefischt werden, es sind vor allem die, denen 30 zu lahm ist und die eben mindestens 40-50 fahren wollen.

 

Ich habe es schon gesagt, es erscheint mir mittlerweile wie eine allgemeine Regel, wer nicht mindestens 20km/h über dem Erlaubten unterwegs ist,gilt als schleichendes Verkehrshindernis und wird gnadenlos bedrängelt und sogar beschimpft.


31.03.2014 13:03    |    andis hp

Hier im Ort gab es noch nie eine Radarkontrolle. Dafür ist der Polizei wahrscheinlich zuwenig los (weniger als 1000 Einwohner). Der Kindergarten und die Grundschule liegen auf einem Berg. An Stosszeiten verteilen sich die Kinder sofort auf die umliegenden Strassen.

 

Aber am Ortsrand, wo die Bundesstraße mit Tempo 70 reglementiert ist, wird fast jede Woche eine Kontrolle gemacht. Das ist eine gute Einnahmequelle, da die Ortunkundigen fast alle zu schnell sind. Und die Autofahrer, die das wissen, fahren an diesen Tagen langsam, und an anderen Tagen wird wieder richtig Gas gegeben.

Mit Tempo 100 gehörst du da zu den Langsamsten.

 

Mfg

Andi


01.04.2014 21:20    |    scion

Ich sehe echt auch riesige Defizite bei der Fahrschulausbildung. Vorausschauendes Fahren wird garnicht gelehrt, nur rauf auf die Bahn und Gas. Wenn dann auch nur die kleinste Schwierigkeit kommt, sind die Leute überfordert und kopflos.

An das stoppen am Stopschild hält sich keine Sau mehr, das wurde uns damals eingebläut. Mit dem grünen Pfeil sind zumindest im Westen 90% überfordert... entweder wird drüber gebrettert oder garnicht gefahren, gottseidank wird er nun auch abgeschafft, geht ja nicht, das was aus dem Osten mal gut ist.


01.04.2014 21:27    |    Andi2011

Moin,

 

das sehe ich eilwiese ähnlich scion, ich befürworte ein Fahrsicherheitsraining als Pflicht wenn man den Führerschein macht an.

 

Der grüne Pfeil hat sich nicht durchgesetzt im Westen,auch weil ich denke das er zu wenig beworben und eingesetzt wurde,die deutschen Planer standen und stehen auf viele Ampeln alle paar hundert Meter,Kreuzungen statt Kreisverkehre und der Deutsche beharrt auf seiner freien Fahrt,wobei es genug Länder mit Tempolimits UND ohne Rechtsfahr/Überholgeboten besser voran kommen.

 

Die "wo ich bin ist vorn" Mentalität ist auch ein Stück selbst gezüchtet.


02.04.2014 10:54    |    andis hp

Hallo,

 

ich bin auch ein großer Verfechter des Fahrsicherheitstrainings für Führerscheinneulinge!

Die jungen heutzutage können ein Fahrzeug vom Fahrverhalten garnicht mehr richtig einschätzen, da ihnen jegliche Problematik von ABS, ESP usw. abgenommen wird.

Noch nichtmal richtiges Bremsen (mit und ohn ABS) wird heute geübt.

 

Vor 30 Jahren, als ich meinen "Lappen" machte, waren auch Polizisten nebenberuflich als Fahrlehrer tätig. Einer dieser Polizisten hat mich das richtige Bremsen gelehrt. Wir sind extra dafür Samstags nachmittags auf den Parkplatz eines großen Supermarkts (damals war Samstags schon um 13.00Uhr zu) gefahren und haben einige Fahrsituationen geübt.

Dies war Freiwillig und wurde nicht extra berechnet. Die Übungen wurden mit den privaten Autos der Polizisten und auch mit den älteren (finanziell abgeschriebenen) Autos der Fahrschule absolviert.

 

Mfg

Andi


06.04.2014 15:45    |    Daemonarch

Zitat:

Deshalb fahre ich für mich, nur noch 85 km/h, muß da fast nie überholen und habe kaum Probleme mit dem Sicherheitsabstand, nur Angst, das doch mal jemand hinten reinknallt.

Halte ich für mich mittlerweile genauso. Ich vergleiche die Tachoangabe meist kurz mit der GPS-Angabe des Navis, da ich in unserem Betrieb mehrere verschiedene LKW fahre, und da war von ganz genau, bis 81km/h schon alles dabei.

Dann Tempomat rein, und Ruhe.

 

Ist schon erstaunlich, wie oft man da mit Geschwindigkeiten überholt wird, die weit von den eigentlich maximalen 90km/h entfernt sind, und das jetzt nicht bergab! :eek:


Deine Antwort auf "SICHT DER DINGE: Seid doch mal nett zueinander..."

Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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