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SportsLounge Alles was mich an Autos interessiert.

25.12.2016 21:47    |    Rotherbach    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 7, 730i, 735i, 740i, 750i, 7er, BMW, E32, E 32, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen

Einleitung

 

Im Jahr 1986 ersetzte BMW den ersten 7er der Baureihe E23 durch einen deutlich moderneren Nachfolger, den 7er der Baureihe E32. Die Oberklasselimousine wurde in Kooperation von Claus Luthe und Ercole Spada gezeichnet und war dynamisch, elegant gezeichnet und war dennoch im Design prestigeträchtig. 1992 wurde der 7er einem Facelift unterzogen, bei welcher neue Motoren eingeführt wurden. Nach acht Jahren wurde der 7er im Jahr 1994 durch den E38 ersetzt.

 

Der 7er war das erste deutsche Oberklassefahrzeug nach dem zweiten Weltkrieg das mit einem V12 Motor bestellt werden konnte. Neben dem V12 Motor gab es zudem mehrere Reihen-6-Zylinder und V8 Motoren. Alle Motoren gelten als laufruhig, drehfreudig und leistungsstark. Frühe Motoren konnten noch ohne Katalysator geordert werden, Fahrzeuge mit Werkskatalysator können auf Euro2 aufgerüstet werden. Die Kraft der Motoren wird auf die Hinterachse übertragen, es konnte zwischen Schalt- und Automatikgetriebe gewählt werden, eine Ausnahme bilden der 740i und der 750i, diese waren ausschließlich mit Automatikgetriebe zu bekommen. Die Fahrleistungen sind stets ordentlich. Dieselmotoren gibt es in der E32 Baureihe noch keine.

 

Zwar bietet der 7er der E32 Baureihe weniger Innenraum als die zeitgleich angebotene S-Klasse von Mercedes Benz, ist aber dennoch geräumig und großzügig. Das Cockpit ist ergonomisch ausgeführt und auf den Fahrer zugeschnitten. Das Verarbeitungsniveau ist gut, die Sitze sind langstreckentauglich und bequem. Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich und rückmeldungsstark, bietet aber angemessenen Fahrkomfort. Die Lenkung unterstützt sportliches Fahren durch direkte Abstimmung und gute Rückmeldung. Die Sicherheitsausstattung und das Sicherheitsniveau entspricht dem Standard er späte 80er Jahre oder 90er Jahre und damit nicht mehr aktuell.

 

Der E32 ist ein Youngtimer und hat das Potential im Preis zu steigen. Das Angebot ist nach wie vor ordentlich. Das Preisniveau merklich unterhalb des Preisniveaus der Mercedes S-Klasse, steigt aber merklich an. Das Preisniveau für einfache Verschleißteile ist im Zubehör niedrig. Service und Ersatzteile, die über BMW bezogen werden sind jedoch merklich teuer, einige Teile sind mittlerweile schwer aufzutreiben.

 

Typische Schwachstellen des BMW 7er (E32):

 

6-Zylinder Motoren:

  • verschlissene Ventilschaftdichtungen, Ölrauch beim Lastwechsel
  • Überhitzung, können zu Rissen im Zylinderkopf und defekten Zylinderkopfdichtungen führen
  • Kipphebelbrüche
  • Eingelaufene Nockenwellen
  • Wasserverlust
  • defekte, undichte Wasserpumpe
  • Ausfall Viscolüftung Kühlung
  • Ölverlust am Motor und Getriebeausgangssimmerring
  • defekte Katalysatoren
  • defekte Viscokupplungen
  • verschlissene Einspritzventile
  • verschlissene Kraftstoffpumpen
  • verschlissene Motorlager

 

V8 Motoren:

  • hoher Verschleiß an Kolbenbohrungen
  • sich lockernde Ölpumpenverschraubung, führt zu Motordefekt
  • verschlissene Zündspulen
  • defekte Katalysatoren
  • defekte Viscokupplungen
  • verschlissene Einspritzventile
  • verschlissene Kraftstoffpumpen
  • verschlissene Motorlager
  • Ölundichtigkeiten am Zylinderkopf, Ventildeckel, Ölwanne, Simmerringe Nockenwellen und Kurbelwellen und Kettenkasten
  • verschlissene Hydrostößel
  • defekte Wasserpumpen
  • Ausfall Thermostat

 

V12 Motoren:

  • Wartung und Pflege aufwändig und teuer
  • verschlissene Zündspulen
  • defekte Katalysatoren
  • defekte Viscokupplungen
  • undichte Ansaugbrücken führen zu unrundem Motorlauf
  • verschlissene Einspritzventile
  • verschlissene Kraftstoffpumpen
  • verschlissene Motorlager
  • Ölverlust
  • defekte Zylinderkopfdichtung an den hinteren Zylindern
  • defekte Drosselklappen
  • Überhitzung der hinteren Zylinder
  • undichte Benzinschläuche im Motorraum, kann zu Fahrzeugbrand führen
  • sich lösende Schrauben der Nockenwellenlagerblöcke, kann Motorschaden nach sich führen

 

Getriebe und Antrieb:

  • starker Verschleiß der Automatikgetriebe, regelmäßige Wartung in 60.000 km Intervallen anzuraten
  • verschlissene Getriebelager
  • Ölverlust
  • verschlissene Mittellager
  • verschlissene Gelenkwellen
  • verschlissene Gleichlaufgelenke

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Buchsen Vorderachse
  • verschlissene Querlenker Vorderachse
  • verschlissene Pendelstützen Vorderachse
  • verschlissene Spurstangen Vorderachse
  • verschlissene Hinterachsschwingenlager
  • verschlissene Stützlager Hinterachse
  • gebrochene Schrauben am hinteren Achsträger
  • undichte hydraulische Niveauregulierung, falls vorhanden

 

Sicherheit:

  • Ausfall Lichtkontrollmodul
  • hoher Bremsenverschleiß
  • Ausfall Anzeigeinstrument
  • verschlissene Lenkgetriebe

 

Komfort:

  • Ausfall Klimaanlage
  • Ausfall Lüftungskontrolle
  • Ausfall Heizungssteuerung
  • defekte elektrische Sitzverstellung
  • sich lösender, quietschender Gebläsemotor

 

Karosserie & Korrosion:

  • Radläufe
  • Türunterkanten und –böden
  • Kofferraumdeckel
  • Tankklappen
  • Wagenheberaufnahmen
  • Schwellerspitzen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierungen 2016, 2017

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23.12.2016 17:20    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 1 (6Y), 6Y, Fabia, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachpunke, Schwachstellen, Skoda

Einleitung

 

Der 1999 eingeführte Fabia ist der Nachfolger des Felicia. Es gab ihn als 5-Türigen Kleinwagen, als Kombi und Stufenhecklimousine. Der Fabia zeigt das bekannte Skoda Gesicht und folgt in Form- und Design in erster Linie praktischen Erwägungen, er ist allerdings etwas unübersichtlich. Die Plattform, die meisten Motoren und Elektronik teilt sich der Fabia mit dem VW Polo und dem Seat Ibiza. 2004 erfolgte eine Modellpflege und 2007 wurde der Vertrieb zugunsten des Nachfolgers eingestellt.

 

Im Fabia gab es eine Vielzahl an Benzin- und Dieselmotoren. Bei den Benzinern wurden Motoren von 1L bis 2L angeboten, sie boten eine Leistung von 50 bis 120 PS. Bei allen Euro 4 Motoren ist eine leicht verzögerte Gasannahme zu bemerken, dies ist aber normal. Die Motoren sind in der Regel zuverlässig, benötigen aber teilweise aufmerksame Wartung. Bei den Dieseln wird eine Leistung von 64 bis 130 PS abgedeckt. Im Angebot finden sich nur 1.4 und 1.9L Motoren. Die 1.4L Motoren sind jeweils Turbogeladen, beim 1.9L Motor gibt es auch noch einen Diesel ohne Aufladung. Bei teilen der Dieselmotoren werden nur gelbe Plaketten erreicht. Alle Fabias verfügen über Frontantrieb.

 

Der Fabia ist für seine Klasse geräumig, er ist praktisch organisiert und im wesentlichen Nutzwertorientiert. Auf mittleren Strecken genügt der Fond auch Erwachsenen. Der Zugang zum Kofferraum wird durch die hohe Ladekante etwas erschwert. Der Fabia ist ordentlich und solide verarbeitet. Er ist sinnvoll ausgestattet, bot allerdings nicht die Diversität, die Polo und Ibiza boten. Der Fabia wirkt optisch allerdings im Innenraum einfallslos und günstig. Fahrwerk und Lenkung sind unaufgeregt und pragmatisch, das Ergebnis ist eine sichere Abstimmung mit ordentlichem Fahrkomfort. Der Fabia wird oftmals als gering gedämmt und deshalb laut beschrieben.

 

Das Angebot an Fabias ist durchaus groß, das Preisniveau ist durchschnittlich hoch, da die Nachfrage nach wie vor hoch ist. Das Preisleistungsverhältnis ist eher gut. Verschleiß- und Ersatzteile sind günstig, der Service ist ebenfalls günstig.

 

Typische Schwachstellen des Skoda Fabia (6Y):

 

Benzinmotoren:

  • schlagen durch aufgeweichte Motorenlager
  • 1.4 MPI (60/68 PS): defekte Zylinderkopfdichtungen
  • alle 1.4L: reißende untere Kühlschläuche
  • 3-Zylinder: verschlissene Steuerkettenspanner, gelängte Steuerketten, verklemmte Abgasrückführungsventile, Ölverlust an Kurbelwellendichtung, verkokte Ventile
  • defekte Zündspulen
  • Ölverlust
  • defekte Lichtmaschinen
  • defekte Luftmassenmesser
  • 1.0/1.4 16V: Frostmotorproblematik, wurde die Zuheizung im Ölkreislauf nachgerüstet?
  • hoher Ölverbrauch möglich
  • hoher Verschleiß der Kunststoffspannrollen an 1.4L 16V Motoren, kann frühzeitigen Zahnriemenriss bewirken, verkürzte Wartungsintervalle beachten.
  • 1.4 16V (75 PS): defekte Katalysatoren und Lambdasonden

 

Dieselmotoren:

  • schlagen durch aufgeweichte Motorenlager
  • Ölverlust
  • defekte Lichtmaschinen
  • defekte Luftmassenmesser
  • defekte Wasserpumpen
  • 1.9 TDI: verkokte Turbolader, verschlissene Injektoren, Zahnriemenwechselintervall knapp bemessen, sollte frühzeitig gewechselt werden.

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissener und undichter hydraulischer Kupplungshauptzylinder
  • 1.9 TDI RS (130 PS): hoher Kupplungsverschleiß

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Gelenke Vorderachse
  • verschlissene Koppelstangen Vorderachse
  • verschlissene hintere Achslagerung Vorderachse
  • verschlissene Stabilisatorgummies

 

Sicherheit:

  • Ausfälle Scheibenwischer
  • defekte Servopumpe
  • defekte Sensoren Servolenkung
  • eindringende Feuchtigkeit in Kabelbäume und Steuergeräte
  • Ausfall/Defekt ESP Steuergerät/-block

 

Komfort:

  • Wassereinbruch durch Lüftung und Pollenfilter
  • verstopfte Ablauflöcher in Türen, stehendes Wasser in den Türen
  • defekte elektrische Fensterheber
  • defekte Magnetkupplungen der Klimaanlage
  • Steinschlagschäden an Klimaanlagen Kompressor

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2020

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22.12.2016 21:59    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Kaufberatung, N, Renault, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Twingo, Twingo 2, Twingo II

Einleitung

 

Die zweite Generation des Twingos trat 2007 ein schweres Erbe an, war der Vorgänger doch ein sehr beliebter und ausdrucksstarker Kleinwagen. Zwar wurden nahezu alle Kritikpunkte am Vorgänger verbessert, dabei wurde jedoch vergessen, auch das Design ausreichend zu würdigen. Der zweite Twingo war sehr herkömmlich, geradezu beliebig und verwechselbar gestaltet. Erst mit dem 2012er Facelift erhielt der Twingo wieder eine ausdrucksvolle Frontpartie, allerdings wurde der Twingo dann 2014 auch eingestellt.

 

Die zweite Generation des Twingo bietet im Vergleich zum Vorgänger, eine große Palette an Motoren an, darunter auch vier Varianten des 1.5L Common Rail Dieselmotors. Bei den Benzinern besteht das Angebot aus Motoren mit 1.2L Hubraum zwischen 58 und 102 PS, wobei die Topmodelle eine Turboaufladung hatten. Als Topmodell wurde auch beim Twingo eine RS Variante eingeführt, diese nutzte einen 1.6L 16V Motor mit 133 PS. Die Motoren sind genügsam, ausreichend drehfreudig, lediglich die 58 PS Basismotorisierung wirkt zugeknöpft und speziell auf der Autobahn mit dem Twingo überfordert. Die 1.2 16V Motoren konnten entweder mit einem Schalt- oder einem Halbautomatikgetriebe kombiniert werden. Die Dieselmotoren laufen vergleichsweise leise und ruhig, sind durchzugsstark. Da alle Dieselmotoren mindestens die Euro 4 Norm erfüllen, erhalten sie alle eine grüne Plakette. Alle Motoren liefern ihre Kraft an die Vorderräder.

 

Der Twingo ist ein vergleichweise geräumiger Vertreter der Kleinstwagenklasse. Auf den Vordersitzen können zwei Erwachsene entspannt auch längere Strecken fahren, allerdings ist die Sitzposition für den Fahrer etwas gewöhnungsbedürftig. Der Fond reicht Erwachsenen auch für mittellange Strecken noch aus. Speziell dann, wenn die verschiebbare Rückbank verbaut ist, so kann man wählen, ob man Fondpassagieren mehr Raum einräumen möchte oder das Kofferraumniveau vergrößern möchte. Der Twingo verfügt über ein ordentliches Verarbeitungsniveau, speziell nach dem Facelift ist es vergleichsweise gut. Das Fahrwerk ist komfortabel, ausreichend agil, bei kurzen Stößen aber etwas bockig. Der RS ist sehr sportlich abgestimmt, auf schlechten Straßen kann er auch mal holprig wirken. Die Bremsen des Twingos sind ordentlich, die des RS bissig. Das Sicherheitsniveau des Twingos ist gut, allerdings war ESP zu keinem Modelljahr Serie, sondern entweder aufpreispflichtig oder an größere Motoren gekoppelt. Die Komfortausstattung hängt im Wesentlichen vom Wollen des Erstkäufers ab. Bis zu Letzt wurden besonders günstige Fahrzeuge ohne Klimaanlage von Renault angeboten.

 

Das Angebot an Twingos der zweiten Generation ist groß, das Preisniveau ist leicht unterdurchschnittlich. In Punkto Wartung sind Twingos mit Ausnahme des überdurchschnittlich teuren Zahnriemenwechsels günstig. Ersatzteile können auch ohne Probleme über den Zubehörmarkt bezogen werden.

 

Typische Schwachstellen des Renault Twingo (II/N):

 

Benzinmotor:

  • undichtigkeiten zwischen Krümmer und Flexrohr
  • 1.2 16V/1.2 TCE: defekte Lichtmaschinen, defekte Anlasser

 

Dieselmotoren:

  • defekte Injektoren
  • defekte Raildrucksensoren
  • frühe Modelle hoher Verschleiß in Hochdruckpumpe

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Gelenke Vorderachse
  • verschlissene Aufhängung Vorderachse
  • Verschlissene Querlenker
  • Verschlissene Traggelenke
  • Verschlissene Spurstangen

 

Sicherheit:

  • verschlissene Lenkungsgelenke
  • verschlissene Bremsscheiben Vorderachse

 

Komfort:

  • defekte CD Radios
  • Ausfalle elektrische Fensterheber v.a. Fahrerseite
  • Lüftung arbeitet sehr laut

 

Karosserie & Korrosion:

  • schlechter Lackauftrag auf Schweller
  • geringe Menge Unterbodenschutz ab Werk, kontrollieren und ggf. nachkonservieren.
  • Korrosion um Ablauflöcher und Stopfen im Unterboden

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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22.12.2016 21:16    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 838, Coupe, Kappa, Kaufberatung, Lancia, Probleme, Schwächen, Schwachstellen, SW

Einleitung

 

Der Lancia Kappa – oder korrekter k – war der 1994 eingeführte Nachfolger des Lancia Thema und eine sehr konservativ, aber dennoch gefällig gezeichnete Limousine der oberen Mittelklasse. Das Design ist sehr zurückhaltend ausgefallen, übt jedoch in seiner Schlichtheit eine grundsätzliche Anziehungskraft aus. Im Innenraum wurde jedoch auf eine angenehme Gestaltung wert gelegt. Neben der Limousine waren auch ein Kombi und ein Coupe im Angebot, beide wirkten optisch etwas schräg. Nach einem Facelift 1998 wurde der Kappa noch bis 2000 produziert und dann eingestellt. Einen Nachfolger erhielt er in Form des Thesis erst im Jahr 2002.

 

Im Kappa finden sich 5-Zylinder Benziner, hierunter auch der berühmte 20V Turbo, ein von Alfa Romeo entliehener 3L V6 Motor und zeitweise war auch ein 4-Zylinder Turbomotor im Angebot. Die 5-Zylinder Motoren sind drehfreudig und klingen sehr gut. Gleiches gilt für den beinahe legendären V6 Motor. Ihre prinzipielle Sportlichkeit will im Grunde nicht zum grundsätzlichen Anspruch des Kappas als Komfortfahrzeug passen, in diesem Zusammenhang mutet es noch kurioser an, dass Lancia zeitweise zu den Motoren auch kurz übersetzte "Powerdrive" genannte Varianten des Schaltgetriebes anbot. Abgesehen von den Turbos konnte jeder Motor wahlweise mit einem Automatikgetriebe geordert werden, hierbei ist anzumerken, dass in Deutschland für den V6 ein Schaltgetriebe nur auf ausdrücklichen Wunsch geordert werden konnte, entsprechend selten sind sie in Deutschland. Neben den Benzinern wurden auch zwei Dieselmotoren angeboten, beide waren 2.4L 5-Zylinder, die Variante mit 124 PS ist noch ein klassischer Wirbelkammerdiesel, er wurde 1998 von einer Common Rail Variante mit 136 PS abgelöst, beide Dieselmotoren erreichen nur die rote Plakette. Beide Varianten gab es nur handgeschaltet. Die Leistung der Motoren wurde ausschließlich an die Vorderräder übertragen.

 

Der Kappa ist ein geräumiger Vertreter der oberen Mittelklasse. Alle Passagiere finden eine angenehme Sitzposition, einzig im Fond des Coupes kann es etwas kuschelig zugehen. Der Kappa ist ordentlich verarbeitet und bei guter Wartung und Pflege ein solides und zuverlässiges Fahrzeug, Wartungsmängel und –rückstände quittiert die Technik jedoch ziemlich kompromisslos. Die Materialauswahl im Kappa ist gelungen, der Kappa wirkt stets nobel ausgestattet. Die Sitze sind etwas weich, eine Ausnahme bildet die Sitzanlage des Coupes, die von Recaro stammt. Der Kappa ist ein komfortabler Gleiter, mag jedoch sehr kurze Bodenwellen nicht sonderlich, die Fahrwerksabstimmung erlaubt weniger Querdynamik als man es von Lancia bei Einführung gewohnt war. Die Sicherheitsausstattung ist nach heutigen Maßgaben akzeptabel, jedoch nicht mehr sehr gut.

 

Das Angebot an Kappas war nie groß und ist es auch heute nicht. Das Preisniveau für Limousinen ist sehr niedrig, aufgrund ihrer Seltenheit sind Kombis deutlich teurer. Die Coupes haben bereits einen kleinen Liebhaberkreis gefunden und sind vergleichsweise teuer. Die Kosten für Teile und Service sind hoch, speziell bei den 5-Zylindern sind Wartungskosten sehr hoch. Leider beginnt die Ersatzteisituation speziell bei exklusiven Kappateilen kritisch zu werden.

 

Typische Schwachstellen des Lancia Kappa:

 

5-Zylinder Benzinmotor:

  • Krümmerrisse, v.a. bei Turbo.
  • Sehr teurer Zahnriemenwechsel
  • Ölverlust
  • Zahnriemenwechsel bei 70.000-80.000 km oder nach 4 Jahren durchführen, Werksintervall gilt als zu lang.
  • defekte Luftmassenmesser
  • undichte Wasserpumpen

 

16V Turbo Benzinmotor:

  • defekte und verschlissene Pleuellager
  • eingelaufene Kurbelwellenlager
  • Ölverlust am Zylinderkopf
  • Zahnriemenwechsel bei 70.000-80.000 km oder nach 4 Jahren durchführen, Werksintervall gilt als zu lang.
  • defekte Luftmassenmesser
  • undichte Wasserpumpen

 

V6 Benzinmotor:

  • Defekte Kaltstartanreicherung (orgeln beim Kaltstart)
  • undichte Wasserpumpen
  • Undichte Wasserkühler auf der Innenseite
  • Zahnriemenwechsel vergleichsweise teuer
  • defekte Luftmassenmesser
  • undichte Wasserpumpen

 

Dieselmotoren:

  • defekte Luftmassenmesser
  • undichte Wasserpumpen
  • 2.4 JTD: ausreißende Krümmerstehbolzen, verrußte Abgasrückführungsventile, verrußter Ansaugtrakt (schlechte Gasannahme)

 

Getriebe und Antrieb:

  • Ölverlust an Getrieben

 

Fahrwerk:

  • Verschlissene Querlenker Vorderachse
  • verschlissene Spurstangenköpfe Vorderachse
  • verschlissene Traggelenke Vorderachse
  • verschlissene Längszugstreben Hinterachse
  • Kombi/SW: verschlissene, undichte Niveaudämpfer Hinterachse

 

Sicherheit:

  • defekte ABS Sensoren
  • verschlissene Handbremse

 

Komfort:

  • Komfortelektronik kann im Alter Kontaktfehler bekommen, alle Funktionen ausprobieren!
  • defekte Mikroschalter in Schlössern und Türen

 

Karosserie & Korrosion:

  • brechende Kunststoffleisten an Türen
  • Korrosion Dachkante hinten (besonders stark bei Coupe und SW)

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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22.12.2016 20:19    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Atos, Hyundai, Kaufberatung, MX, Probleme, Schwächen, Schwachstellen

Einleitung

 

Beim 1997 von Hyundai eingeführten Atos handelt es sich um einen Minivan in der Kleinstwagenklasse. Sein Design ist eher schlicht, es wird durch zwei große Scheinwerfer, große Fensterflächen und ein sehr steil abfallendes Heck dominiert. Der erste Atos wurde ausschließlich als 5-Türer angeboten. Der erste Atos wurde 2002 durch einen gleichnamigen Nachfolger abgelöst.

 

Im Atos wurde nur ein 1L Benzinmotor mit 55 PS angeboten. Der Motor ist drehfreudig, zuverlässig, lärmt aber schnell und ist nicht der sparsamste Geselle. Die Kraft wird auf die Vorderräder übertragen, diese sind aufgrund der einfachen Fahrwerkskonstruktion und des geringen Gewichts schnell mit der Traktion überfordert.

 

Der Atos bietet überraschend viel Platz im Innenraum, dies wird unter anderem durch die steile Heckklappe ermöglicht. Hierdurch ist der Atos auch ziemlich übersichtlich und kann auch in enge Parklücken eingefädelt werden. Im Atos werden billig wirkende Hartkunststoffe verwendet, diese sind aber ordentlich zusammengebaut, der Korrosionschutz war akzeptabel, ist jedoch mittlerweile deutlich an seine Grenzen gekommen. Die Komfortausstattung kann überraschend umfangreich sein, selbst Klimaanlagen sind häufig in gebrauchten Atos zu finden, bei dieser handelt es sich aber um eine eher klassische Klimaanlage, da sie im Grunde nur die Einstellungen Kalt und aus kennt. Die Sitze zeigen nur einen geringen Sitzkomfort. Das Fahrwerk ist sehr simpel gestrickt, der Atos ist ein starker Untersteuerer, die Abstimmung ist etwas hart und holprig.

 

Das Angebot an Atos der ersten Generation ist mittlerweile eher klein. Das Preisniveau schwankt zwischen quasi verschenkt und unverschämt, wobei auch dies selten einen Preis oberhalb von 2000€ bedeutet. Ersatzteile lassen sich nur selten günstig gebraucht finden, meist ist man auf die wenigen spezialisierten Händler oder Hyundai angewiesen, wodurch die Teilepreise war günstig, aber doch teurer als bei Vergleichsfahrzeugen sind.

 

Typische Schwachstellen des Hyundai Atos:

 

Benzinmotor:

  • defekte Wasserpumpen
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • defekte Zündspulen

 

Getriebe und Antrieb:

  • Ölverlust am Getriebe

 

Fahrwerk:

  • defekte hintere Radlager

 

Sicherheit:

  • defekte, undichte Radbremszylinder
  • defekte Lenkgetriebe

 

Komfort:

  • Ausfall elektrische Fensterheber (defekte Motoren oder Kabelbäume)
  • Ausfall Zentralverriegelung
  • hackelnde Türschlösser

 

Karosserie & Korrosion:

  • Vorderachse, Vorderachsträger
  • Hinterachse
  • Korrosion Auspuffanlage
  • Schnittkanten, Träger und Versteifungen des Unterbodens

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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22.12.2016 19:41    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Civic, EM, EP, ES, EU, Honda, Kaufberatung, MK7, Probleme, Schwächen, Schwachstellen, Type R

Einleitung

Im Jahr 2000 erneuerte Honda sein Erfolgsmodell den Civic und erzeugte Verwunderung, ob der sehr konservativen und zurückhaltenden Optik des Civic, der gewisse Züge eines Vans zeigte. Das Design ist geprägt von großen Scheinwerfern und Fensterflächen. Neben dem 3- und dem 5-Türer waren auch ein Coupe und eine Limousine verfügbar, diese wurden jedoch vergleichsweise selten verkauft. Im Jahr 2003 erfolgte eine Modellpflege und 2005 wurde der Civic ersetzt. Lediglich der Hybride in der Limousine wurde in Deutschland bis 2010 angeboten.

 

Im Civic der Baureihe EP wurden ausschließlich 4-Zylinder Motoren eingesetzt. Bei den Benzinern reichte die Auswahl von einem 1.4L Motor mit 90 PS bis hinzu einem 2L Motor mit 200 PS im Type R. Hierbei ist anzumerken, dass im 3 Türer der Type R angeboten wurde, wogegen im 5 Türer der Sport mit 160 PS die Höchstmarke darstellte. Die Motoren sind alle freisaugend, drehfreudig und sportlich, die kleinen Motoren kämpfen jedoch etwas mit dem Fahrzeuggewicht. Der im Civic erstmals angebotene Diesel leistete 100 PS aus 1.7L und arbeitete nach dem Common Rail Prinzip. Er motorisiert den Civic akzeptabel, allerdings wirkt auch dieser etwas verhalten. Im Coupe wurde ein 1.7L Motor eingesetzt, parallel wurde eine Variante mit 120 und eine mit VTec mit 125 PS angeboten. Die Motoren wirken sportlich und motorisieren das Coupe angemessen. Die Limousine spielte auf dem deutschen Markt im Grunde keine Rolle, lediglich der Hybrid wurde in geringem Maße verkauft.

 

Der Civic bietet Fahrer und Beifahrer gute Platzverhältnisse. Zwar wirken die Materialien im Civic teils etwas einfach, sie sind aber sehr gut verarbeitet und langlebig. Der Civic bietet in den Normalversionen ein komfortables, jedoch agiles Fahrwerk mit hervorragender Lenkung. Im Type R ist das Fahrwerk merklich sportlicher und härter abgestimmt, es kann jedoch noch immer sehr gut im Alltag verwendet werden. Das Sicherheitsniveau des Civic ist angemessen und zufriedenstellend, auch wenn ESP nicht im Angebot war. Der Fahrkomfort wird allerdings etwas geschmälert, da der Motor im Civic unüblich laut werden kann und es Modelle mit sehr geringem Ausstattungsniveau gibt. Eine konstruktive Schwäche und ein merkliches Ärgernis ist es, dass beim öffnen und schließen der Heckklappe unfreiwillig geduscht werden kann.

 

Das Angebot an Civics der EP Baureihe ist vergleichsweise groß, das Preisniveau schwankt von niedrig bis durchschnittlich. Der Type R ist jedoch bereits vergleichsweise teuer und selten. Preise für Teile und Service sind beim Civic leicht überdurchschnittlich teuer.

 

Typische Schwachstellen des Honda Civic (EP):

 

Benzinmotor:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Type R: verschlissene Ansaugkrümmerdichtung, Ausfall VTec Steuerung

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Synchronringe
  • verschlissene Getriebelager v.a. 1.4L
  • 2.0 Sport (160 PS): hoher Kupplungsverschleiß
  • Type R: verschlissenes Differential

 

Sicherheit:

  • defekte Lichtschalter
  • stark verschleißende hintere Bremsanlage
  • verschlissene, wackelige Sitze
  • defekte ABS Sensoren
  • Ausfall elektrische Servolenkung
  • defekte, verschlissene Lenksäule
  • Korrosion Bremsleitungen
  • defekte Scheinwerferhöhenverstellung

 

Komfort:

  • defekte Klimaanlage
  • vibrierende, wackelnde Fenster
  • Wassereinbruch durch versagende Antennenfussdichtung

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrodierende Heckklappenscharniere
  • oberhalb der Chromzierleiste an der Heckklappe
  • Schnittkanten Unterboden
  • Achsträger
  • Motorhaubenscharniere
  • Scheibenrahmen Heckklappe
  • Tankeinfüllstutzen
  • Schürzenträger vorne und hinten

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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21.12.2016 22:23    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: DC2, Honda, Integra, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachstellen, Type R

Einleitung

 

Der Integra war ursprünglich ein für die USA gedachtes Modell. 1998 brachte Honda die Sportversion Type R auch in Deutschland auf den Markt. Der Integra Type R ist ein knackig gezeichnetes Coupe mit Fließheck. Der Integra ist etwas rundlich geraten und hat eine Vieraugenfront, die Rückleuchten bilden beinahe ein Band. Ein Facelift erfolgte nicht, die Produktion wurde 2001 eingestellt.

 

Im Integra Type R wurde lediglich ein Hochdrehzahl-VTEC-Saugmotor eingesetzt. Aus lediglich 1.8L leistete er 190 PS bei 7900/min. Er spricht sportlich und spontan an, die Leistung wird über ein exaktes und präzises Schaltgetriebe an die Vorderachse übertragen. Dort sorgt eine exakte Achsführung und ein Sperrdifferential für Ruhe.

 

Der Integra Type R ist ein Sportcoupe, bietet aber akzeptablen Platz für Fahrer und Beifahrer, auch der Kofferraum ist gut nutzbar. Der Integra ist sehr gut verarbeitet, allerdings sind die Materialien nicht alle wunderschön. Die Karosserie ist sehr verwindungssteif. Das Fahrwerk ist hart und sportlich, es bietet minimalen Restkomfort, eine herausragende Lenkung komplettiert das Package. Aufgrund der Positionierung als Sportmodell war der Integra Type R auf das wesentliche fokussiert, die Serienaustattung war gering, aber hervorragende Sportsitze, ABS und Airbags waren vorhanden.

 

Das Angebot an Integra Type R ist klein, das Preisniveau ist vergleichsweise hoch. Viele Fahrzeuge sind modifiziert oder wurden sehr hart rangenommen. Der Integra Type R ist bereits heute ein Kultfahrzeug und ziemlich sicher ein Oldtimer. Das Preisniveau wird voraussichtlich weiterhin steigen. Teilepreise sind hoch, verlässliche Serviceanbieter sind selten und Teile müssen zum Teil organisiert werden.

 

Typische Schwachstellen des Honda Integra Type R (DC2):

 

Motor:

  • hoher Ölverbrauch
  • Ausfall VTEC, kein Leistungsschub ab 6500/min.
  • Ölverlust an Ölwannendichtung

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Getriebesynchronisation
  • verschlissene Getriebelager
  • verschlissene Antriebswellen
  • defekte Torsionsfedern in Kupplung (rasselt)

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Radlager
  • verschlissene Lagerbuchsen Hinterachse
  • verschlissene Querlenkerbuchsen

 

Sicherheit:

  • brechende Sitzwangen
  • defekte Rückleuchtendichtungen
  • korrodierte Bremsleitungen

 

Komfort:

  • defekter Verdamper Klimaanlage

 

Karosserie & Korrosion:

  • Radkästen hinten
  • Radläufe hinten
  • Schweller
  • Kofferraumabschluss zum Radkasten
  • Ansatz B-Säule zu Schweller
  • Schnittkanten im Motorraum

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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21.12.2016 21:32    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: DAW, DBW, DFW, DNW, Focus, Focus I, Ford, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachstellen, Turnier

Einleitung

 

Ford ersetzte den Ford Escort im Jahr 1998 durch den Focus. Das Fahrzeug wurde als Kompaktlimousine, Limousine und Turnier genannter Kombi angeboten. Im Jahr 2000 wurde der Focus I auch in Nordamerika angeboten. Der Focus folgt der „New Edge“ Designphilosophie von Ford und nutzt sachliche Linien, die durch verschiedene Polynome verbunden werden. Im Jahr 2001 wurde ein Facelift durchgeführt und 2004 wurde der Focus durch seinen gleichnamigen Nachfolger ersetzt, in den USA blieb die erste Generation bis 2007 im Angebot.

 

Im Focus wurde eine große Bandbreite an Motoren angeboten. Bei den Benzinern waren Saugmotoren von 1.4 bis 2L eingesetzt, dazu wurde im Focus RS ein 2L Turbo eingesetzt. Die Leistungsbandbreite reichte von 75 bis 215 PS. Die Motoren sind drehfreudig, allesamt vergleichsweise sportlich und angenehm zu fahren. Die Dieselmotoren haben alle 1.8L Hubraum und sind normale Direkteinspritzer oder arbeiten nach dem Common Rail Prinzip. Alle TDDI Direkteinspritzer gelten als solide, haben aber eine altertümlich wirkende Charakteristik. Bei allen Dieselmotoren kann es Plakettenprobleme geben. Alle Focus sind Fronttriebler, lediglich der 1.6L und 2.0L mit 130 PS konnten mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden. Der 2.0 ST mit 170 PS war mit einem 6-Gang Getriebe ausgestattet, alle anderen Focus verfügen über ein 5-Gang Schaltgetriebe.

 

Der Focus ist für die Kompaktklasse geräumig und bietet gute Sitze. Der Turnier bietet ein vergleichsweise großes Ladevolumen. In Sachen Verarbeitungsqualität stellte der Focus einen großen Sprung nach vorne für Ford dar und war gut gelungen. Das Fahrwerk ist der Glanzpunkt des Focus, es ist dynamisch, agil und gleichzeitig sehr sicher und bietet klassenüblichen Komfort. Das Sicherheitsniveau ist akzeptabel. In Punkto Komfortausstattung war alles zeittypisch notwendige vorhanden, der Markt bietet auch eine gute Anzahl an sehr gut ausgestatteten Fahrzeugen.

 

Das Angebot an Focus der ersten Generation ist sehr groß. Das Preisniveau leicht unterdurchschnittlich, wodurch beim Focus in der Regel ein gutes Preisleistungsverhältnis vorhanden ist, eine Ausnahme stellt der RS dar, der bereits ein hohes Preisniveau zeigt und im Preis anzieht. Verschleißteile sind problemlos und zu guten Preisen verfügbar.

 

Typische Schwachstellen des Ford Focus (I):

 

Benzinmotoren:

  • defekte Zündspulen
  • verschlissene Zündkabel
  • gerissene Thermostatgehäuse
  • defekte Ölstutzendeckel
  • defekte Wasserpumpen
  • defekte Lichtmaschinen
  • defekte Anlasser
  • Undichtigkeit/Druckverlust im Einspritzsystem
  • Ausfall elektronischer Drosselklappensensor
  • 2.0L: verschlissene Zweimassenschwungräder

 

TDDI Dieselmotoren:

  • defekte Kraftstoffsteuermodule
  • verkokte und verharzte Abgasrückführungsventile
  • defekte Nockenwellenpositionssensoren
  • defekte Wasserpumpen
  • defekte Lichtmaschinen
  • defekte Anlasser

 

TDCI Dieselmotoren:

  • defekte Nockenwellenpositionssensoren
  • verschlissene Zweimassenschwungräder
  • verkokte und verharzte Abgasrückführungsventile
  • defekte Lichtmaschinen
  • Kolbenbrüche
  • defekte Zylinderköpfe
  • undichte Hochdruck Rails
  • defekte Hochdruckpumpen
  • defekte Anlasser

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Antriebswellen
  • 1.6L: Verlust von Getriebeöl am Automatikgetriebe

 

Fahrwerk:

  • Koppelstangen Vorder- und Hinterachse
  • Radlager Hinterachse
  • verschlissene Querlenkerbuchsen
  • verschlissene Stabilisatorgestänge
  • Bis 2000: gebrochene Fahrwerksfedern

 

Sicherheit:

  • Undichte Scheinwerfer und Rückleuchten
  • Ölverlust an Verschraubungen und Pumpe der Servolenkung
  • Servoölverlust an Kupplung
  • gelockerte Befestigungsbolzen der Pedale, Pedalerie verliert Funktion
  • Ausfall Tacho durch Undichtigkeit des Gebers
  • Ausfall Instrumententräger durch defekte Lötstellen auf Platine

 

Komfort:

  • Wassereinbruch in den Beifahrerfussraum
  • undichte Windschutzscheibe
  • Wassereinbruch über Rückleuchten bei Turnier
  • Ausfall der Zentralverriegelung, Fehlfunktionen der Stellmotoren
  • Gebläseregelwiderstand defekt
  • defekte Fäden der beheizten Windschutzscheibe
  • Ausfälle elektrische Fensterheber

 

Karosserie & Korrosion:

  • Türfalzen
  • Heckklappe
  • Heckklappenscharniere
  • Motorhaube
  • Achsträger
  • Innenseite der hinteren Seitenschweller
  • Radläufe vorne und hinten
  • Spiegelhalterungen
  • Auspuffendtöpfe
  • ST170: Korrosion der Schweißnähte des Katalysators

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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21.12.2016 20:39    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 1 (G/M), Berlingo, Berlingo I, Citroen, Citroën, G/M, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachstellen

Einleitung

 

Im Jahr 1996 kreierte Citroen mit dem Berlingo eine neue Fahrzeugklasse, den Hochdachkombi, der eine Mischung aus PKW Kombi und Lieferfahrzeug war. Die erste Generation basierte auf dem Citroen ZX und brillierte durch ein einfaches, gradliniges Design mit großen Fensterflächen. Im Jahr 2002 erfolgte eine große technische Modellpflege, 2005 eine kleinere. Während die zweite Generation im Jahr 2008 an den Start geht, wird die erste Generation noch bis Ende 2009 als günstiges Einstiegsmodell angeboten.

 

Der Berlingo wurde sowohl mit Benzin-, Diesel-, Flüssiggas-, Erdgas- als auch elektrischem Antrieb angeboten. Die Benzinmotoren entstammen der Citroen bzw. Peugeotpalette und glänzen eher durch Antriebskomfort und Genügsamkeit, denn durch sportliche Charaktereigenschaften. Die Leistungsspanne reicht von 55 bis 109 PS. Gasantrieb war ausschließlich mit der 75 PS Variante ab Werk bestellbar. Bei den Dieseln fand man neben dem alten Bekannten 1.8L Saugdiesel auch noch einen 1.9L Saugdiesel, diese wurden durch drei moderne Common Rail Diesel mit entweder 1.6 oder 2.0L ergänzt. Die 1.6L HDI Motoren erreichen hierbei sogar die grüne Umweltplakette, alle anderen Diesel erreichen bestenfalls die Euro 3 Einstufung. Alle Berlingos waren mit einem Schaltgetriebe ausgestattet, sehr wenige Basismodelle (in der Regel Importfahrzeuge) waren zu Beginn sogar nur mit einem 4 Gang Getriebe ausgestattet. Die Kraft übertragen Berlingos in der Regel auf die vorderen Räder, für den 1.8L Benziner und den 1.9L Diesel war zeitweise ein Allradantrieb verfügbar. Die Elektroversion war mit Nickel-Cadmium Akkus ausgestattet und konnte bis zu 95 km Reichweite erzielen, eine überarbeitete Version wurde noch 2009 für die französische Post ausgeliefert.

 

Der Berlingo ist ein geräumiges und grundsätzlich ordentliches konstruiertes Fahrzeug. Er bietet viel Nutzraum und eine Vielzahl an durchdachten Ablagen und Staumöglichkeiten. Die Verarbeitung ist akzeptabel, leichte Verarbeitungsschwächen können auftreten. Die verwendeten Materialien wirken oftmals sehr einfach, gelten im Großen und Ganzen aber als robust. Das Fahrwerk ist simpel und auf Sicherheit und Komfort hin ausgelegt, allerdings neigt es bei vollbeladenem Fahrzeug zu leichten Übersteuertendenzen. Die Bremsleistung des Berlingos wird im allgemeinen als unterdurchschnittlich eingestuft. Die Sicherheitsaussstattung eines Berlingos kann gering ausfallen, bei Interesse an einem Berlingo sollte hier genau auf die vorhandene Ausstattung geachtet werden.

 

Die Anzahl an angeboten Berlingos ist sehr groß. Im Angebot befinden sich neben PKW Versionen auch viele Nutzversionen. Diese sind z.T. im Zustand sehr schlecht. Das Preisniveau eines Berlingos ist unter Berücksichtigung des Zustands in der Regel vergleichsweise hoch. Die meisten Teile sind günstig zu erstehen, es gibt jedoch Ausreißer nach oben.

 

Typische Schwachstellen des Citroen Berlingo (I):

 

Benzinmotoren:

  • abscherende Riemenscheiben
  • Ölverlust Kopfdichtung
  • Defekte Lichtmaschinen
  • defekte Servopumpen
  • defekte Zündspulen

 

Dieselmotoren:

  • abscherende Riemenscheiben
  • Ölverlust Kopfdichtung
  • Defekte Lichtmaschinen
  • defekte Servopumpen
  • verkokte, verharzte Abgasrückführungsventile
  • 1.6L HDI: Ausfall Siemensinjektoren, verstopfte/verkokte Ölzuleitung zum Turbolader, defekte Turbolader, zerbröselnde Kunststoffmarkierung an Ölpeilstab

 

Getriebe und Antrieb:

  • gerissene Kupplungsseile
  • Ölverlust am Getriebe
  • verschlissene Schaltgestänge

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Koppelstangen Vorderachse
  • gebrochene Fahrwerksfedern Vorderachse
  • Verschlissene Hinterachsaufhängung

 

Sicherheit:

  • verschlissene Sitzlehnenverstellung
  • Korrosion hintere Bremse, hierdurch festgehen der Bremse
  • Ausfall Kombiinstrument
  • durchgescheuerte Verkabelung des Airbags an der Lenksäule (Airbagfehler)
  • Defekte Servopumpen
  • Rückruf Bremskraftverstärker für Modelle bis 2000 durchführt?
  • Undichte Tanks
  • Modelle bis 2001: verschlissene Lenkgetriebe
  • Defekte Leuchtmittel
  • Defekte Blinkerrelais
  • Verschlissene Bremsanlage

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Auspuffanlage

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2017

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19.12.2016 22:11    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Kaufberatung, Nissan, P11, P11 120, P11-120, P11 144, P11-144, Primera, Probleme, Schwächen, Schwachstellen, Traveller, WP11 120, WP11-120, WP11 144, WP11-144

Einleitung

 

Die zweite Generation des Primeras ersetzte ab 1996 seinen gleichnamigen Vorgänger. Optisch war die zweite Generation eine Evolution des erfolgreichen Vorgängers. Die P11 genannte zweite Generation war jedoch in allen Dimensionen gewachsen. Kurios war, dass bereits im Herbst 1997 mit der Einführung des Kombis eine Modellpflege durchgeführt wurde, bei dem in erster Linie technische Details und die Sicherheit verbessert wurden. Ein wirkliches Facelift wurde 1999 durchgeführt, wobei die Änderungen an der Limousine stärker ausfielen als am Kombi. Im Jahr 2002 wurde die zweite Generation des Primeras eingestellt.

 

Die Motoren wurden mit leichten Änderungen im Grunde vom Vorgänger übernommen. Die drehfreudigen und lebendigen Benzinmotoren leisteten zu Beginn zwischen 90 und 150 PS, wobei ein 1.6L Motor die Basis bildete und ein 2L die Palette von 115 bis 150 PS abdeckte. Ab 1997 stieg die Leistung des Basismodells auf 99 PS, die 115 PS Variante des 2L Motors entfiel. Nach dem Facelift erstarkte der 1.6L sogar auf 106 PS. Neu war ein 1.8L Motor mit 113 PS und der 2L Motor verlor 10 PS in der Spitze. Durchgängig im Angebot war ein 2L Turbodieselmotor mit 90 PS. Dieser spielte jedoch aufgrund seines Leistungsdefizits zu den Benzinern und den Konkurenten kaum eine Rolle auf dem Markt. Alle Motoren lieferten ihre Leistung an die Vorderräder, ab 1997 gab es eine Wandlerautomatik, die jedoch nur mit dem kleinsten 2L Motor kombiniert werden konnte. Die Wandlerautomatik wurde mit dem Facelift durch ein CVT Getriebe ersetzt, das jedoch nur mit dem 140 PS Motor kombiniert werden konnte. Die Fahrleistungen bewegen sich im erwarten Rahmen. Technisch gilt der Primera bis auf Details als zuverlässig.

 

Die zweite Generation des Primeras war merklich gewachsen und bot weiterhin einen großzügigen Innenraum mit bequemen Sitzen und gutem Kofferraumvolumen. Die Ausstattung des Primeras ist in der Regel überdurchschnittlich, die verwendeten Materialien sind jedoch leicht unterdurchschnittlich. Die Motoren ist im Innenraum allerdings durchaus präsent. Das Sicherheitsniveau ist akzeptabel, die Bremsanlage wurde im September 1997 merklich verbessert. Die Fahrwerksabstimmung ist dynamisch, agil mit gutem Komforteindruck, die Lenkung des Primeras unterstützt den guten Fahreindruck. Der Gradeauslauf ist sehr gut, das Fahrwerk bietet eine hohe Fahrstabilität mit vielen Sicherheitsreserven.

 

Die Anzahl angebotener Primeras der zweiten Generation ist noch immer sehr gut. Die Preise bewegen sich auf einem eher niedrigen Niveau. Das Preisniveau für Ersatzteile ist in der Regel überdurchschnittlich hoch.

 

Typische Schwachstellen des Nissan Primera (P11):

 

Benzinmotoren:

  • gelängte Steuerketten
  • hoher Ölverbrauch
  • gerissene Flexrohre (v.a. 2L)
  • defekte Kurbelwellensensoren
  • 1.8L: defekte Ölpumpen

 

Aufgrund der Seltenheit des Dieselmotors, liegen keine Informationen zu seinen Schwächen oder typischen Defekten vor.

 

Getriebe und Antrieb:

  • CVT Getriebe haben vergleichsweise schlechte Fahrleistungen
  • ausgeleierte, unpräzise Schaltung
  • verschlissene Getriebe
  • brechende, abreißende Antriebswellen

 

Fahrwerk:

  • verschlissene obere Querlenker Vorderachse
  • verschlissene Achsschenkellager Vorderachse
  • verhärtete Achslager, verschlissene Buchsen Hinterachse; verursacht quietschen und rappeln

 

Sicherheit:

  • gebrochene oder verschmutzte ABS Ringe
  • korrodierte Werksaluminiumfelgen durch schlechte Lackierung

 

Komfort:

  • quietschende und verschlissene Scheibenwischerlager
  • Feuchtigkeit im Kofferraum durch Wassereinbruch über Befestigungen der Verspoilerung
  • Durch Klimaanlage kann Kondenswasser in den Fußraum tropfen, äußert sich durch muffigen Geruch im Innenraum

 

Karosserie & Korrosion:

  • Unterkante der Heckklappe
  • Motorhaube, um den Grilleinsatz
  • Türunterkanten
  • Schweller
  • Radkästen hinten
  • Wagenheberaufnahmen
  • Windschutzscheibenrahmen
  • Federdöme Vorderachse

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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