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rotherbach

SportsLounge Alles was mich an Autos interessiert.

25.06.2020 19:20    |    Rotherbach    |    Kommentare (54)

Hallo Zusammen,

 

Aufgrund verschiedener Umstände überlege ich aktuell meinen Fuhrpark umzubauen. Zum einen ist mir im Januar jemand auf meinen Volvo aufgefahren und für die Instandsetzung notwendige Teile sind über die mir bekannten Kanäle weltweit nicht aufzutreiben. Dummerweise könnte ein beschädigtes Teil dazu führen, dass die nächste HU ein Problem werden könnte. Dazu kommt auch noch etwas Lust auf ein neues Auto.

 

Fangen wir mal mit dem finanziellen Aspekt an. Bei einem Kauf würde ich eine Grenze von rund 15.000€ ansetzen, allerdings würde ich dies nicht in Stein meißeln, das ist eher der Wohlfühlbereich als das maximal Mögliche. Bei einem Neuwagen wäre bei Leasing oder einer Finanzierung meine Wohlfühlgrenze bei etwa 400€ ansetzen.

 

Fangen wir mal mit meinen Vorstellungen an ...

 

Das Fahrzeug muss mir eine gewisse Grundfreude bereiten. Das fängt damit an, dass ich mir in dem Fahrzeug wohlfühlen möchte. Das umfasst zum Beispiel angenehme Sitze. Sie müssen straff genug sein, aber auch ausreichend Seitenhalt bieten. Das Fahrzeug muss eine Grundsportlichkeit mitbringen, da ich nun einmal aktiv fahre und sowohl Kurven als auch das Beschleunigen genieße. Das Fahrzeug muss allerdings nicht auf dem gleichen - ziemlich hohen Niveau wie mein Clio liegen. Ich brauche also kein Fahrzeug mehr, das man im Grunde nur auf der Rennstrecke richtig ausreizen kann. Es geht also eher Richtung GT als scharfem Kurvenräuber. Das soll aber nicht heißen, dass ich vor jeder Kurve Angst haben möchte oder mir vorkommen möchte als wenn ich auf einem Hochseedampfer wäre. Auch die Leistung muss angemessen sein, ich möchte das Auto nicht grundsätzlich ausquetschen und quälen, weil ich mir sonst lahm vorkomme. Ich möchte an der Ampel nicht vorab vor einem 120 PS DSG TSI kapitulieren müssen, weil es eh keinen Sinn macht, ich möchte vor dem Überholen zwingend in den 2. oder 3. Gang schalten müssen und ich möchte beim Auffahren auf die Autobahn nicht regelmäßig den Begrenzer grüßen. Eine fixe Mindestleistung - geht nicht wirklich, da viele Autos zu unterschiedlich sind. Ich schätze einen grundsätzlich guten Klang des Fahrzeugs, auch die angetriebene Achse ist mir egal, solange das Fahrzeug gut abgestimmt ist. Ein Diesel kommt aus rein persönlichen Gründen nicht in Frage.

 

Was ich grundsätzlich NICHT möchte sind Autos, die an der Karosserie erhebliche Probleme bzgl. Korrosion aufweisen. Damit ist nicht gemeint, dass es Einzelprobleme geben kann. Ich schätze - mittlerweile auch eine ordentliche Teileversorgung. Das heißt nicht - dass ich Teile einfach im Baumarkt finden möchte - aber vor einem absolut leeren Regal zu stehen finde ich auch nicht wirklich schön.

 

Grundausstattung sind also gute Sitze, Lederlenkrad, Klimaanlage und ein Tempomat (so albern es klingt - darauf möchte ich nicht verzichten). Da ich das Alter nicht massiv beschränken möchte, setze ich auch mindestens 2 Airbags voraus. Da mit dem Fahrzeug auch Personen fahren müssen, die an eine gewisse Grundmodernität gewohnt sind, ist auch ABS Pflicht. Ob Schaltung oder Automatik ist nicht unglaublich wichtig - das Getriebe muss in der Hauptsache zum Motor und der Charakteristik passen. Ein Alfa mit Automatik entspricht nicht meiner Vorstellung, ein größerer 6-Zylinder Mercedes hingegen ist gut damit aufgehoben.

 

Dinge die ich schätze, die schön wären, aber nicht zwingend notwendig sind: Navigationssystem (kann auch gut mit mobilen Geräten erledigt werden), Sitzheizung, beheizte Außenspiegel, elektrische Sitze.

 

Welche Ideen könntet Ihr Beitragen? Was fällt euch zu meinen ersten Ideen ein? Und ich bitte von Vorurteilen wie ... Unzuverlässig, hässlich, ist nur xyz usw. abzusehen. Was diese Autos grundsätzlich können und nicht können, wo ihre grundsätzlichen Probleme liegen ist mir üblicherweise bekannt.

 

Anmerkungen vorweg: Es kann durchaus sein, dass ein genanntes Fahrzeug vielleicht nur am unteren Preisrahmen im Budget ist. Da ich keinen Zwang habe ein bestimmtes Fahrzeug kaufen zu müssen, würde ich Autos die meinem Wunsch an Zustand und Erhaltung nicht entsprechen eben stehen lassen. Sollte sich bis zum Saisonwechsel nichts finden - kaufe ich mir halt für ein paar Monate eine Übergangskiste.

 

Hot List

- Alfa Romeo 156 2.5V6/3.2 GTA

- Alfa Romeo GTV 916 mit V6 Motor

- Alfa Romeo Spider 916 mit V6 Motor

- Alfa Romeo 166 V6

- Alfa Romeo GT 3.2

- Audi TT 1.8T Quattro 224 PS

- BMW 330Ci (E46FL), Alpina Variante

- BMW 5er E34: 525i 24V, 535i, 530iV8, 540i, Alpina Varianten

- BMW 7er E32: 730i V8, 735i, 740i

- BMW Z3 Coupe 3.0 oder M

- BMW Z4 Coupe 3.0 oder M

- Corvette C4 >300 PS

- Honda S2000

- Jaguar XJ/XJR X308, X350

- Jaguar XE, bevorzugt XE-S

- Lexus GS300 oder GS430

- Mercedes Benz W126 280 SE oder 300SE

- Mercedes Benz R129 300SL-24, 320SL, 500SL

- Mercedes Benz W/C124 300E, 300E-24, E320E, E400E, E500E

- Peugeot RCZ

- Volvo C70I/Coupe >190 PS

- Volvo V70I T5/R

 

Aussenseiter

- Alfa Romeo 164 V6

- BMW 5er E60 ab 3.0i

- BMW 7er E38: 728i, 730iV8

- BMW Z3 3.0 oder M

- BMW Z4 3.0 oder M

- BMW 135i Coupe

- BMW 3er F30 >250 PS

- Fiat/Abarth 500 >155 PS

- Fiat Coupe 20V Turbo

- Ford Fiesta ST

- Honda Civic 1.5T (aktuelles Modell)

- Honda CRZ

- Honda Legend Coupe

- Honda Prelude VTec/VTI (185 oder 200 PS)

- Jeep Grand Cherokee 5.2/5.9

- Lancia Kappa Coupe 20VT

- Mazda RX7 Turbo Coupe

- MG ZT(-T)

- Mitsubishi 3000GT

- Nissan 300ZX-TT

- Peugeot 406 Coupe V6

- Porsche 968

- Porsche Boxster/Cayman S (295 PS+)

- Renault Megane III GT220

- Saab 9000 / 95

- Subaru SVX

- Toyota Supra MA70

- Toyota Supra A90

- VW Golf IV/V R32

 

I don't like

- Alfa Romeo Brera

- BMW 5er E39

- Mazda MX5

- Mercedes Benz E-Klasse W210

- Opel GT Roadster

- Opel Insignia

- Renault Laguna Coupe

- Saab 95 (letzte und vorletzte Generation)

- VW Phaeton

 

Maserati sind leider wegen der Kombination aus hohen Werkstattkosten, schlechter Werkstattversorgung und einigen Baureihen auch Korrosionsproblemen raus. So ein Biturbo 424v wäre sonst schon ein cooles Auto. Aber - ich möchte auch nicht nach jedem Winter 20% des Autos zusammenfegen müssen.

 

Lasst mal hören, was euch sonst so noch einfällt, dass irgendwie so da rein passt. Was mir vielleicht nicht eingefallen ist. Achja, auch wenn es den ein oder anderen enttäuscht. Mit Audi (!) bin ich bis heute nicht warm geworden. Auch wenn ich die erste Generation A5 optisch sehr gelungen finde - innen fühle ich mich einfach nicht wohl. Ich habe natürlich auch schon beobachtet, dass es bei dem ein oder anderen Auto schlicht und einfach quasi kein Angebot gibt.

 

Übrigens: Auch nicht in Frage kommt ein Auto, wo ich auf der falschen Seite sitze. Das finde ich einfach nur unpraktisch.

 

Beste Grüße,

Kester

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08.03.2017 21:04    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 1 (FC), FC, FCT, Hyundai, Kaufberatung, Matrix, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen

Einleitung

 

Der Matrix ist ein von Hyundai seit dem Jahr 2001 produzierter und vertriebener Kompaktvan. Das Design stammt von Pininfarina und zeigt in der Seitenlinie eine charakteristische Stufe. Front und Heck sind hingegen eher konservativ gestaltet. Im Jahr 2005 wurde eine Modellpflege am Matrix durchgeführt, hierbei wurden Retuschen an Front und Heck durchgeführt, eine zweite Modellpflege wurde 2008 durchgeführt, hierbei wurde die Stufe kaschiert und die Front den aktuellen Modellen angepasst. Im Jahr 2010 wurde die Produktion eingestellt und der Matrix durch den IX20 ersetzt.

 

In Deutschland wurden zwei Benzinmotoren und zwei Dieselmotoren in drei Leistungsstufen angeboten. Die Benziner sind ein 1.6L und ein 1.8L Vierzylindermotor mit 103 und 122 PS aus dem Hyundaiprogramm. Sie gelten als eher träge und teilnahmslose Antriebe, die eher schlechte Fahrleistungen bei höheren Verbräuchen generieren. Ab Werk mit einem Schaltgetriebe kombiniert, konnte optional auch ein Automatikgetriebe geordert werden. Der erste Dieselmotor im Matrix war ein 1.5L Dreizylinder mit Common Rail Einspritzung und Turboaufladung, er leistete 82 PS und ist als untermotorisiert einzustufen, der Motor ist knorrig, laut und stets präsent. Erst die Vierzylindervariante mit variabler Turbinengeometrie liefert aus 102 oder 110 PS ein akzeptables Fahrgefühl, ohne jedoch einen bleibend sportlichen Eindruck zu hinterlassen. Alle Diesel sind ausschließlich mit Schaltgetriebe ausgerüstet. Erst zuletzt wurden die 110 PS Dieselmotoren mit einem offenen Partikelsystem ausgerüstet, diese Fahrzeuge sind allerdings vergleichsweise selten. Die Motorleistung wird ausschließlich auf die Vorderräder übertragen.

 

Das Platzangebot im Matrix ist ordentlich. Der Matrix bietet Platz für 5 Personen und ist vergleichsweise flexibel. Die Sitze sind zwar bequem, aber für große Personen oftmals zu klein. Entsprechend ist der Matrix auf der Langstrecke für große Personen ermüdend und anstrengend. Die Federung des Matrix ist weich und komfortabel, die Rückmeldung von Fahrwerk und Lenkung allerdings gering. Die Bremsleistung ist unterdurchschnittlich, ESP ist im Matrix überhaupt erst ab 2008 verfügbar. Die Komfortausstattung ist überdurchschnittlich gut und nahezu als vollständig zu bezeichnen. Die Verarbeitung und der Korrosionsschutz sind ebenfalls in Ordnung, aber nicht als gut einzustufen.

 

Der Matrix war bei Erscheinen und während seiner Produktion stets ein sehr gutes Angebot und verkaufte sich entsprechend. Das Preisniveau des Matrix ist eher niedrig, das Angebot relativ gut. Der Zustand der meisten Matrix ist aber mittlerweile eher verbraucht. Die Teileversorgung ist aktuell noch gut und problemlos. Bei den Dieselmotoren sind Fahrzeuge mit grünen Plaketten selten.

 

Typische Schwachstellen des Hyundai Matrix (FC):

 

Benzinmotoren:

  • Störungen der Motorsteuerung
  • defekte Zündspulen
  • defekte Anlasser

 

Dieselmotoren:

  • 3-Zylinder: Undichtes Kraftstoffsystem, defekte Hochdruckpumpe, Lagerschäden des Turboladers
  • defekte Anlasser

 

 

Getriebe und Antrieb:

  • Lagerschäden Getriebe
  • hoher Verschleiß Antriebswellen

 

Sicherheit:

  • Ausfall der Wegfahrsperre
  • großes Lenkungsspiel
  • Korrosion Bremsleistungen

 

Komfort:

  • defekte Klimaanlagen

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Schnittkanten Unterboden
  • Korrosion Schnittkanten Motorraum

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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08.03.2017 20:56    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Accord, Aerodeck, CB7, CB 7, CB9, CB 9, Coupe, Honda, Kaufberatung, MK4, MK 4, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen

Einleitung

 

Im Jahr 1989 ersetzt Honda den Accord durch ein neues Modell. Die Limousine war elegant, sachlich und souverän gestaltet. Die Optik zeichnet sich durch große Fensterflächen und flach bauende Breitbandleuchtkörper. Das ebenfalls angebotene Coupe folgt der gleichen Designlinie, führt das Heck aber noch eleganter aus. Dritter im Bunde war ein Aerodeck genannter Kombi, dieser basierte ebenfalls auf der Limousine und wirkt optisch im Heckbereich nicht so harmonisch, da das Kombiheck sehr simpel auf die Limousine aufgesetzt erscheint. Zwischen 1991 und 1992 wurde je nach Karosserie ein kleines Facelift durchgeführt. Die Baureihe wurde zwischen 1993 und 1994 durch den Nachfolger ersetzt.

 

In Deutschland wurde wie üblich bei Honda nur ein Teil der Motoren angeboten. Alle Motoren waren Benziner zwischen 1.8 und 2.2L Hubraum. Sie leisteten zwischen 90 und 150 PS. Je nach Auslegung sind sie komfortabel bis sportlich-drehfreudig. Ab Werk wurden die Motoren in der Regel mit Abgaskatalysator und Euro 1 Norm ausgeliefert, allerdings wurden viele Motoren in der Vergangenheit auf Euro 2 aufgerüstet, falls die dafür notwendigen Teile noch aufgetrieben werden können ist eine Aufrüstung für die meisten Modelle auch heute noch möglich. Die Kraft wird stets auf die vorderen Räder übertragen. Eine Automatikoption war zwar für einige Motoren verfügbar, allerdings wurde diese in Deutschland selten verkaufen, dafür war im Accord stets ein 5-Gang Getriebe installiert. Der Accord gilt auch im Alter und mit hohen Laufleistungen als zuverlässig, sofern sein Wartungszustand nach wie vor gut ist.

 

Der Accord bietet ein vergleichsweise gutes Platzangebot und muss sich vor den meisten Mitbewerbern nicht verstecken. Gleiches gilt für den Kofferraum. Die Sitze sind bequem und langstreckentauglich. Das Fahrwerk ist eher komfortabel, verzichtet allerdings nicht vollständig auf Rückmeldung, leider gilt dies nicht für die wenig rückmeldungsfreudige Lenkung. Der Accord ist überdurchschnittlich gut verarbeitet, sein Ausstattungsniveau ist verglichen mit zeitgenössischen Mitbewerbern überdurchschnittlich. Die Bremsanlage ist zeitgenössisch, die Sicherheitsausstattung ist nach heutigen Maßstäben mangelhaft, es handelt sich beim Accord trotz seiner vergleichsweise modernen optischen Anmutung um einen Youngtimer. Der Korrosionsschutz des Accord war zwar gut, ist aber mittlerweile kritisch zu betrachten.

 

Da der Accord seinerzeit unter den japanischen Fahrzeugen vergleichsweise teuer war, hatte er trotz seiner Qualitäten nie eine sehr große Verbreitung. Entsprechend ist das Angebot heutzutage auch als gering einzustufen. Das Preisniveau spiegelt die Qualitäten des Accord in keinsterweise wider, der Accord bietet auch heute noch ein herausragendes Preisleistungsniveau. Interessenten seien jedoch darauf hingewiesen, dass die Teileversorgung jenseits der Standardverschleißteile problematisch und teuer ist. Für einige Arbeiten empfielt sich zudem ein Experte.

 

Typische Schwachstellen des Honda Accord (CB7/CB9):

 

Benzinmotoren:

  • Ausfall Zündverteiler
  • defekte Benzinpumpen
  • verschlammte Motoren und Zylinderköpfe

 

Getriebe und Antrieb:

  • defekte Antriebswellen

 

Sicherheit:

  • Ausfall Kraftstoffsteuerungsrelais

 

Komfort:

  • Klimaanlagenfunktion, werksseitige Klimagasbefüllung ist nicht mehr verfügbar, Neubefüllung setzt komplette Umrüstung voraus.
  • defekte Zentralverriegelungen
  • undichte Kofferraumdichtungen

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Windschutzscheibenrahmen
  • Korrosion Kotflügel
  • Korrosion Radkästen hinten
  • Korrosion Schweller
  • Korrosion Kofferraumdeckel und –klappen
  • Korrosion Türböden und –Kanten
  • Korrosion Längs- und Querträger Unterboden

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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08.03.2017 20:47    |    Rotherbach    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Daihatsu, Kaufberatung, M2, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, YRV

Einleitung

 

Der YRV ist ein Minivan des japanischen Herstellers Daihatsu und wurde im Jahr 2000 als Nachfolger des Gran Move präsentiert. Er basiert auf dem Sirion. Der YRV ist deutlich sportlicher gestaltet als viele Mitbewerber und zeichnet sich durch eine ansteigende, keilförmige Seitenlinie und große Fensterflächen aus. Die Front wird von großen Scheinwerfern und einem kleinen Grill dominiert. Bereits im Jahr 2005 wurde der YRV durch den Materia ersetzt, ein Facelift wurde nicht durchgeführt.

 

Der YRV war mit drei verschiedenen Benzinmotoren angeboten. Die Basis bildete ein eher untermotorisiert wirkender Dreizylinder mit 58 PS. Der Motor ist zwar kernig und drehfreudig, aber mit der Vankarosserie schlicht überfordert. Der 1.3L Saugbenziner mit 87 PS liefert angemessene Fahrleistungen und konnte optional mit Allradantrieb und Automatik kombiniert werden. Darüber rangierte in Deutschland ein 1.3L Turbo mit 129 PS, dieser war in Deutschland ausschließlich mit Frontantrieb und Automatik verfügbar und lieferte in seiner Klasse herausragende Fahrleistungen.

 

Der YRV bietet ein gutes Raumgefühl, allerdings sind sowohl der Fond als auch der Kofferraum eher klein. Linderung schafft die in höheren Ausstattungen verfügbare verschiebbare Rücksitzbank, allerdings muss man sich dann entweder für Raum im Fond oder für Kofferraum entscheiden. Das Innenraumkonzept überzeugt in Summe mit pfiffigen Ideen und ist überdurchschnittlich variabel. Der Innenraum ist ordentlich verarbeitet, allerdings optisch sehr kunststofflastig und eintönig. Die Sitze sind zwar prinzipiell gut, aber haben eine leicht zu kurze Beinauflage, womit Langstrecken für größere Personen schnell ermüdend werden. Der Korrosionsschutz indes kann im Alter nicht mehr vollständig überzeugen. Der Fahrkomfort bewegt sich auf mittlerem Niveau, da der YRV vergleichsweise laut werden kann. Das Fahrwerk ist vergleichsweise knackig und hart abgestimmt, es zeigt dennoch keine dramatischen Sicherheitsnachteile und verfügt abgesehen von dem damals noch nicht verfügbaren ESP über eine ordentliche Sicherheitsausstattung und standfeste Bremsen. Die Komfortausstattung ist typischerweise überdurchschnittlich, man muss allerdings den Kleinwagenmaßstab der frühen 2000er Jahre anlegen.

 

Der YRV war in Deutschland als Neuwagen bereits kein großer Erfolg. Das Angebot ist daher eher klein, die Preise schwanken zwischen durchschnittlich und leicht überdurchschnittlich. Die Teilekosten sind eher hoch, selbst im Zubehör bewegen sich die Ersatzteilkosten eher im oberen Bereich.

 

Typische Schwachstellen des Daihatsu YRV (M2):

 

Benzinmotoren:

  • defekte, gestörte Drosselklappenpotis
  • verschlissene, defekte Ölabstreifringe – Öl im Luftfilterkasten, hoher Ölverbrauch
  • Ölverlust am Getriebeausgang
  • gestörte variable Ventilsteuerung

 

Getriebe und Antrieb:

  • Ölservice für Automatikgetriebe sollte um 20.000 km verkürzt werden.
  • Hoher Kupplungsverschleiß, Wechsel überdurchschnittlich teuer

 

Fahrwerk:

  • defekte, verschlissene Radlager

 

Sicherheit:

  • defekte Scheinwerferhöhenverstellung
  • wurde der Rückruf für das Lenkrad durchgeführt?

 

Komfort:

  • Ausfall Fensterheber
  • defekte Klimaanlagenkompressoren

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Auspuffanlage
  • Korrosion Radkästen
  • Korrosion Schweller
  • Korrosion Querträger vor Reserveradmulde
  • Korrosion Bodengruppe

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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02.03.2017 21:06    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: D20, D 20, D22, D 22, Eclipse, Kaufberatung, Mitsubishi, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Targa, Turbo

Einleitung

 

1990 brachte Mitsubishi den Eclipse als neues Sportmodell auf den Markt. Einen direkten Vorgänger hat der Eclipse nicht. Er ist ein Sportcoupe, dass der japanischen Kultdesignlinie der späten 80er und frühen 90er Jahre folgt. Daraus resultiert eine dynamische Karosserie mit Rundungen, Kanten, angedeuteten Leuchtenbändern, einem Fließheck, einer Abrisskante und Klappscheinwerfern. Sehr selten ist der Eclipse auch als Umbautarga zu finden. Nach 5 Jahren Produktion wurde der Eclipse durch seinen deutlich runderen Nachfolger ersetzt.

 

In Deutschland bzw. Europa wurde nur ein Teil der möglichen Motoren angeboten. Die Standardmotorisierung war ein 2L 16V Saugmotor mit 150 PS, sehr selten gab es auch einen 195 PS starken Turbomotor, überwiegend handelt es sich bei angebotenen Turbos jedoch um Importfahrzeuge. Der Motor ist eine der Legenden im Mitsubishiprogramm und gilt als sportlich und drehfreudig. Motoren, die noch immer eine Euro1 Einstufung haben, lassen sich aktuell nur noch durch gebrauchte Teile auf Euro2 aufrüsten. Während der Eclipse in Deutschland ausschließlich mit Frontantrieb verfügbar war, konnte er in einigen Ländern auch als Allradler bestellt werden.

 

Der Eclipse bietet für Fahrer und Beifahrer ausreichend Platz mit bequemen Sitzen. Im Fond ist der Platz sehr beengt, dafür ist der Kofferraum für ein Sportcoupe reht geräumig ausgefallen. Das Fahrwerk ist eher komfortabel, denn sportlich, allerdings konnten ab Werk Sportfahrwerke von Eibach oder Koni geordert werden. Die Lenkung ist ebenfalls eher leichtgängig und komfortable, denn sportlich direkt – der Eclipse spielt daher eher die Rolle des GT, denn des harten Sportwagens. Hierzu passt es denn auch, dass der Eclipse in der Regel umfassend ausgestattet ist. Die Verarbeitung bewegt sich auf gutem 90er Jahre Niveau, der Korrosionsschutz ist mittlerweile an seinen Grenzen angelangt.

 

Der Eclipse war zwar ein recht ordentlicher Erfolg, jedoch war er als mittelalter Gebrauchter auch ein sehr gesuchtes Tuningobjekt, so dass der heutige Bestand eher klein ist, sucht man einen Targa oder Allradler verkompliziert sich die Suche zusätzlich. Die Preise für einen Eclipse streuen entsprechend stark, da es keinen wirklichen Markt gibt. Sehr günstige Fahrzeuge zeichnen sich jedoch in der Regel durch verschiedene Mängel aus. Reine Verschleißteile sind durch viele Gleichteile zu zeitgenössischen Galant und Lancer für einen Japaner überraschend günstig, allerdings ist die Verfügbarkeit einiger Teile mittlerweile kritisch.

 

Typische Schwachstellen des Mitsubishi Eclipse (D20/D22):

 

Benzinmotoren:

  • defekte Luftmengen-/Luftmassenmesser
  • verschlissene Hydrostößel
  • defekte Flexrohre
  • hoher Ölverbrauch
  • verharzte/verdreckte Drosselklappen
  • verschlissene/Abscherende Räder der Ausgleichswellen
  • verschlissene Kurbelwellenriemenscheibe
  • Ölverlust Zylinderkopf-, Ventildeckeldichtung, Kurbelwellenabdichtung

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Getriebe
  • Ölverlust
  • defekte Verteilergetriebe
  • Ölverlust Verteilergetriebe

 

Fahrwerk:

  • Lagerung Vorderachse
  • verschlissene Querlenker
  • verschlissene Gelenke Vorderachse

 

Sicherheit:

  • Ausfall Scheinwerfermotoren
  • verschlissene Scheinwerfermechanik

 

Komfort:

  • verschlissene Hauben- und Klappendämpfer
  • undichte Targadächer

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Radläufe
  • Korrosion Schweller
  • Korrosion Dachkanten, z.T. unter Dichtungen
  • Korrosion Nahtversiegelungen im Motorraum
  • Korrosion Unterboden
  • Korrosion Döme
  • Korrosion hintere Radkästen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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02.03.2017 21:00    |    Rotherbach    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 1K, 5 (1K1/2/3), Golf, Golf 5, Golf Plus, Golf V, Jetta, Kaufberatung, Plus, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Volkswagen, VW

Einleitung

 

Volkswagen löste den Golf 4 ab 2003 durch die fünfte Baureihe des Golfs ab. Der Golf 5 setzte die typische Golfdesignlinie leicht modernisiert fort und ist ein typischer Vertreter der Kompaktklasse. Die Kombination sachlicher Linien und rundlicher Elemente wirkte allerdings stellenweise unharmonisch. Neben dem 3- und 5-Türer wurde ab Ende 2004 der Golf Plus als Kompaktvan und ab 2005 die wieder Jetta getaufte Stufenhecklimousine angeboten. Erst 2007 wurde die Kombivariante nachgereicht, ehe der Golf V anstelle einer Modellpflege bereits 2008 durch den Golf 6 ersetzt wurde.

 

Im Golf 5 wurden Benzinmotoren von 75 PS bis 250 PS angeboten, für die Leistung sorgen Motoren von 1.4 bis 3.2L Hubraum. In der Palette finden sich einfache Saugbenziner, Turbobenziner, die zum Teil durch Kompressoren unterstützt wurden und VR6 Motoren. Im Golf 5 setzte VW den Trend zum Benzindirekteinspritzer fort und setzte zum Schluss sogar doppeltaufgeladene Motoren ein. Die Motoren sind in der Regel ein guter Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Fahrfreude, ohne allerdings besonders emotional zu sein, eine Ausnahme hiervon stellt der R32 dar. Bei den Dieseln waren nur Motoren mit 1.9 und 2.0L als 4-Zylinder im Angebot. An der Basis werkelt ein 2L Saugdiesel mit Direkteinspritzung und 75 PS, die Stufe darüber wird durch den erprobten 1.9L TDI mit entweder 90 oder 105 PS abgedeckt, darüber rangiert der 2.0 TDI mit 136 bis 170 PS. Einige ausgewählte Motoren waren mit dem 4Motion genannten Allradantrieb verfügbar. Handschaltung war in den meisten Modellen Serie, optional konnten klassische Wandlerautomatiken und Doppelkupplungsgetriebe geordert werden.

 

Der Golf bietet klassenüblichen Platz im Innenraum und Kofferraum. Der Jetta bietet etwas mehr Kofferraum, ebenso bietet der Variant und Golf Plus entsprechend mehr Raum. Der Innenraum ist routiniert gestaltet und bietet kaum Aufreger. Die Sitze bieten einen ordentlichen Kompromiss aus Straffheit und Komfort. Das Verarbeitungsniveau ist gut, der Korrosionsschutz ist gut. Das Handling des Golf 5 gilt als angenehm, die Fahrwerksabstimmung ist gelungen und komfortabel, GTI und R32 sind sportlicher, aber ab Werk nicht brutal hart abgestimmt. Die Bremsen des Golf 5 werden im Allgemeinen als gut dosierbar und nutzbar bezeichnet. Das Sicherheitsniveau des Golf 5 ist hoch und entspricht auch heute noch dem allgemeinen Standard. Beim Komfort sieht die Sache etwas zwiespältig aus, da dies vor allem davon abhängig ist, ob der Erstkäufer viele Extras geordert hat.

 

Zwar war der Golf 5 nicht so erfolgreich wie sein direkter Vorgänger, dennoch ist das Angebot sehr groß. Das Preisniveau ist überdurchschnittlich hoch. Teilekosten im Zubehör sind günstig, das Angebot an Gebrauchtteilen mittlerweile sehr groß. Teile und Service für die ein Besuch beim Volkswagenhändler notwendig wird, sind überdurchschnittlich teuer. Bei den Dieseln ist grundsätzlich auf die Plaketten und Partikelfiltersituation zu achten.

 

Typische Schwachstellen von Volkswagen Golf 5, Jetta und Golf Plus:

 

Benzinmotoren:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • defekte Zündspulen
  • 1.4/1.6 16V: defekte Katalysatoren, defekte Lambdasonden, verkürzte Wartungsintervalle in einigen Modelljahren beachten, defekte Zylinderköpfe
  • 1.4/1.6/2.0 FSI: defekte Zündspulen, nicht E10 geeignet, defekte DeNOx Kats, defekte NOx Sensoren, defekte Zylinderkopfdichtungen
  • 1.2/1.4 TSI: verschlissene und gelängte Steuerketten, hoher Ölverbrauch, vereinzelnd defekte Zylinderkopfdichtungen, verschlissene Nockenwellensteller
  • 1.4 TSI, Twincharger, zusätzlich: defekte Laderkopplung, defekte Kolben
  • GTI: defekte Drosselklappensteuerung, defekte Ladedruckregelung, defekte Nockenwellenverstellung, selten defekte Zylinderkopfdichtungen
  • R32: gelängte Steuerkette durch defekten Kettenspanner, defekte Zylinderkopfdichtungen, defekte Ölpumpen

 

Dieselmotoren:

  • 2.0 TDI-PD: Zylinderkopfdefekte, defekte Ölpumpen, verschlissene Pumpe-Düse-Elemente, Kühlmittelverlust, defekte Turbos, defekte Zylinderkopfdichtungen
  • 2.0 TDI-CR, 170 PS: defektanfällige Piezoinjektoren, Kühlmittelverlust, defekte Zylinderkopfdichtungen, hoher Ölverbrauch
  • 1.9 TDI: defekte Glühkerzenbrücke, bei hohen km Leistungen eingelaufene Nockenwellen
  • teilweise durch Abgasskandal betroffen

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Zweimassenschwungräder, im Worst Case kann ein Getriebedefekt verursacht werden
  • 6 Gang DSG Getriebe: Softwarefehler kann beim Anfahren zu Motorabsterben führen
  • starker Kupplungsverschleiß v.a. bei 1.4/1.6 16V und 2.0 TDI
  • DSG Getriebe: Kupplungsverschleiß allgemein sehr teuer
  • 7 Gang DSG Getriebe, 1.4L TSI: mechanisch anfällig, verschlissene Kupplungen, verschlissene Mechanik, Steuergerätefehler
  • verschlissene Antriebswellen
  • verschlissene Haldexkupplungen und Differentiale bei R32

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Querlenkerbuchsen
  • verschlissene Radlager

 

Sicherheit:

  • LED Rückleuchten: Defekte einzelner Leuchtelemente, flackern der Leuchten
  • bis 2006: Lenksäulendefekte, knarzen bei vollem Lenkradeinschlagen
  • Steuergeräte können durch verstopfte Abläufe und undichte Pollenfilter unter Wasser gesetzt werden
  • defekte ABS/ESP Steuerblöcke
  • defekte Schlösser
  • defekte Motorhaubenschlösser
  • gebrochene/gerissene Kabelbäume zu den Türen

 

Komfort:

  • defekte Klimaanlagen, meistens Klimakompressor
  • defekte Tür- und Klappendichtungen
  • automatisch abblendende Spiegel laufen bräunlich an
  • defekte Softlacke im Innenraum
  • sich selbstständig öffnende Fenster bei vorhandener Comfortfunktion ohne Betätigung
  • defekte elektrische Fensterheber

 

Karosserie & Korrosion:

  • sich ablösender Korrosionsschutz am Unterboden
  • Korrosion an Schrauben und Falzen des Unterbodens
  • Korrosion an Fahrwerk
  • Korrosion an Heckklappen
  • Korrosion an Kotflügelläufen
  • beschädigte Türen (vorne zum Kotflügel)
  • schwarzer Lack gilt als besonders kratzempfindlich

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2020

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16.02.2017 22:36    |    Rotherbach    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 6E, 6H, 6HS, 6X, Arosa, FSI, GTI, Kaufberatung, Lupo, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Seat, Volkswagen, VW

Einleitung

 

Der Seat Arosa wurde 1997 eingeführt, der VW Lupo erst im Jahr 1998. Der Arosa kann als Nachfolger der Marbellas verstanden werden, wogegen der Lupo kein Vormodell besitzt. Beide Autos stellen Vertreter der Kleinstwagenklasse dar. Arosa und Lupo sind kompakt gestaltet und sind klein bauende Fahrzeuge mit Steilheck. Optisch ist der Unterschied am stärksten an der Front und den Rückleuchten zu erkennen. Beim Lupo dominieren vier runde Scheinwerfer die Optik, beim Arosa ist es eine keilförmig zulaufende Leuchteneinheit. Beide wurden 2000 überarbeitet, beim Lupo fiel die Modellpflege vergleichsweise mild aus, beim Arosa wurde die Front stark modifiziert und zudem wurden Klarglasrückleuchten verbaut. Die Produktion des Arosa wurde 2004 eingestellt, die letzten Lupo wurden 2005 produziert.

 

Im Arosa wurden Benziner von 50 bis 101 PS eingesetzt, allesamt 4-Zylinder. Die gleichen Motoren wurden auch im Lupo eingesetzt, zusätzlich gibt es beim Lupo eine 75 PS Version des 1.4L, die beim Arosa nicht verfügbar war. Diese Motoren sind allesamt ein guter Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Leistungsabgabe. Der Lupo erhielt darüber hinausgehend noch einen 105 PS starken 1.4L FSI Direkteinspritzer und im GTI einen 1.6L Motor mit 125 PS. Diese Motoren sind sehr drehfreudig und motorisieren den Lupo sehr sportlich. Dazu gab es alternativ Dieselmotoren im Angebot. Im Arosa wurden nur ein 60 PS Saugdiesel mit 1.7L und ein 75 PS 1.4L TDI eingesetzt, im Lupo gab es alternativ dazu noch den 3L TDI mit 1.2L. Der 1.4L TDI Motor motorisiert das Auto überraschend gut und sparsam. Arosa und Lupo sind ausschließlich als Fronttriebler verfügbar, serienmäßig sind, mit Ausnahme des 3L TDIs, alle Lupos mit Schaltgetriebe ausgestattet. Mit einer normalen Automatik waren beim Arosa nur die 60 PS Maschine und beim Lupo die 75 PS Maschine kombinierbar.

 

Für den Fahrer und den Beifahrer bieten beide Autos ausreichend Platz. Im Fond ist der Platz als eng zu bezeichnen, der Kofferraum ist für einen kleinen Haushalt ausreichend. Der Innenraum ist gefällig gestaltet, allerdings kunststofflastig. Die Sitze sind bequem und erlauben auch längere Strecken. Die Verarbeitung ist ordentlich, allerdings gilt der Lupo als besser verarbeitet. Der Korrosionsschutz des Fahrzeugs ist gut. Die Fahrwerksabstimmung bietet einen guten Kompromiss aus Komfort und Rückmeldung, der GTI ist hingegen aggressiv sportlich abgestimmt und vergleichsweise hart. Das Sicherheitsniveau ist gut, allerdings ist die Komfortausstattung unterdurchschnittlich, beim Lupo zum Teil sogar als spartanisch zu bezeichnen z.B. sind Basismodelle sogar ohne Servolenkung angeboten worden. Dafür bot der Lupo z.B. im GTI sogar Xenonlicht.

 

Das Angebot an Lupo und Arosa ist sehr groß. Das überwiegende Angebot besteht aus Benzinern, Diesel sind selten und da sie bestenfalls die gelbe Plakette erreichen oftmals unattraktiv. Das Preisniveau orientiert sich stark an Motorisierung und Zustand und schwankt entsprechend zwischen sehr günstig und überraschend teuer – der Arosa wird in der Regel leicht günstiger gehandelt. Die Versorgung mit günstigen Teilen ist exzellent, der Gang zum VW Partner zwar nur selten notwendig, dann aber auch schnell sehr teuer. Als teuer gelten die Wartung des 1.4 TDI im Allgemeinen und der Kupplungswechsel bei allen Motoren.

 

Typische Schwachstellen von Volkswagen Lupo und Seat Arosa:

 

Benzinmotoren:

  • defekte Katalysatoren
  • 1.0/1.4L Motor: „Frostmotor“ – einfrierende Kurbelwellengehäuseentlüftung, es sollte eine Zuheizung nachgerüstet worden sein.
  • 1.4 16V: hoher Ölverbrauch, verkürzte Wartungsintervalle beachten
  • Ölverlust Kurbelwellen, Getriebeausgang
  • 1.4 FSI: nicht E10 geeignet, E10 führt zu Korrosion von Verschraubungen der Hochdruckpumpe
  • GTI: verhärtete Ventilschaftdichtungen

 

Dieselmotoren:

  • defekte Katalysatoren
  • 1.7 SDI: defekte Steuergeräte bis Ende 1999
  • Ölverlust Kurbelwellen, Getriebeausgang

 

Getriebe und Antrieb:

  • gerissene Kupplungsseile
  • Getriebedefekte durch abgerissene Nieten der Schwungmasse
  • defekte AT Getriebe
  • 3L TDI: defekte Gangsteller, Getriebesteuerung und Getriebeschäden

 

Fahrwerk:

  • undichte Stoßdämpfer
  • undichte Bremsschläuche
  • 3L TDI: verschlissene Radlager

 

Sicherheit:

  • hakelige, schnell verschlissene Schlösser
  • ausgehakte und verschlissene Scheibenwischergestänge
  • defekte Bremslichtschalter
  • defekte Bremskraftregelung
  • Wassereinbruch in 3.Bremsleuchte, defekte 3. Bremsleuchte

 

Komfort:

  • defekte elektrische Fensterheber, meist verschlissene Zahnräder
  • versagende Türdichtungen, Wassereinbruch ins Fahrzeug
  • defekte Schiebedächer
  • undichte Faltdächer
  • Ruckende Heckwischer

 

Karosserie & Korrosion:

  • durchhängende Türen
  • Korrosion unterhalb der Seitenfensterdichtungen
  • Korrosion Regenrinne auf dem Dach
  • Korrosion Türfangbänder
  • GTI: unterhalb und um den Spoiler

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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15.02.2017 22:53    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 644, 645, Kaufberatung, Problme, S40, S 40, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Typ V, V, V40, V 40, Volvo

Einleitung

 

Volvo produzierte gemeinsam mit Mitsubishi zwischen 1995 und 2004 den Volvo S40 und V40. Der S40 erschien bereits 1995, der V40 erst zu Beginn des Jahres 1996. Beim S40 handelt es sich um eine klassische Limousine, beim V40 um einen Kombi. Limousine und Kombi sind im Vergleich zu den zeitgleich gebauten Volvomodellen sehr weich und rund gestaltet. Die Limousine wirkt hierbei etwas eleganter als der pragmatischer wirkende Kombi. Im Jahr 2000 wurde eine Modellpflege durchgeführt, hierbei wurden viele Motoren optimiert, die Front gestrafft und mit Klarglasscheinwerfern ausgerüstet. Die Produktion wurde 2004 eingestellt.

 

Im S40 und V40 war der Anteil an Benzinern noch größer als der Anteil an Dieselmotoren. Bei den Benzinern waren 4-Zylindersaugbenziner und 4-Zylinderturbobenziner im Angebot, als Besonderheit erhielt der Volvo S40/V40 auch den ersten modernen Benzindirekteinspritzer von Mitsubishi. Die Diesen stammen von Renault und sind allesamt 4-Zylinder Turbos. Die Benziner haben Hubräume von 1.6 bis 2L und bilden ein Leistungsspektrum von 105 bis 200 PS ab. Speziell die Turbomotoren überzeugen durch gute Fahrleistungen bei guten Verbräuchen. Die Diesel wiesen alle 1.9L Hubraum auf und leisteten zwischen 90 und 115 PS. Sie gelten als komfortable und sparsame Begleiter, allerdings erhalten sie bestenfalls die gelbe Plakette. Die Kraft wird stets auf die Vorderräder übertragen, in der Regel vermittelt ein Schaltgetriebe, allerdings gibt es einzelne Motoren auch mit Automatikgetriebe.

 

Sowohl der S40 als auch der V40 sind recht geräumig und bieten für vier Personen guten Raum. Selbstredend bietet der Kombi etwas mehr praktische Talente und mehr Laderaum. Der Innenraum ist gefällig, aber auch etwas altbacken gestaltet. Die verbauten Materialien sind ordentlich, im Innenraum weisen vor allem Fahrzeuge vor dem Facelift regelmäßig Probleme mit Klappern auf. In Summe ist der S40/V40 ein eher komfortables Fahrzeug, die Komfortausstattung ist gehoben, Lenkung und Fahrwerksabstimmung folgen, mit Ausnahme der T4 Modelle, dieser Philosophie. Die Lenkung wird oft als wenig rückmeldend getadelt. Das Sicherheitsniveau ist für das Einführungsjahr beeindruckend, stellt heutzutage jedoch eher das Grundniveau dar. Die Sitze bieten nicht für jeden ausreichende Einstellmöglichkeiten, so dass nicht alle Fahrer bequem sitzen können. Mit dem Facelift wird die Verarbeitung in Summe verbessert.

 

Das Angebot an gebrauchten S40 und V40 ist groß, wobei fast 80% der Angebote Kombis sind. Das Preisniveau schwankt stark mit dem Zustand, frühe Fahrzeuge in schlechtem Zustand sind sehr günstig, können aber mit hohen Instandsetzungskosten kontern, sehr gute Fahrzeuge sind hingegen nach wie vor teuer. Die Ersatzteilpreise schwanken zwischen moderat und teuer.

 

Typische Schwachstellen des Volvo S40/V40 (V):

 

Benzinmotoren:

  • Ausfall Steuerung variable Nockenwelle
  • Ölverlust
  • 1.8i/GDI: verkokte Ansaugseite, verkokte Ventile, teilweise abbrennende Ventile, teilsweise defekte DeNOx Katalysatoren
  • weiche/gerissene Motorlager
  • T4: verkokte Ventile

 

Dieselmotoren:

  • Ölverlust
  • weiche/gerissene Motorlager
  • defekte Zylinderkopfdichtungen – 90 PS besonders stark betroffen

 

Getriebe und Antrieb:

  • Ölverlust
  • verschlissene Schaltbuchsen
  • verschlissene Zweimassenschwungräder

 

Fahrwerk:

  • Hinterachslagerung
  • Vorderachse: Querlenker, Traggelenke, Domlager, Kugelgelenke, verschlissene Stabilisatoren
  • verschlissene Fahrwerksfedern hinten (sacken ein)

 

Sicherheit:

  • Korrosion Bremsleitungen v.a. im Motorraum
  • poröse Bremsschläuche
  • klemmende Zündschlösser (bis 1997)
  • undichtes Kraftstoffsystem (bis 1999)
  • blendendes Werkstagfahrlicht
  • Ausfall Tankfüllstandgeber
  • Brüche an Bremssätteln können zu Bremsflüssigkeitsverlust führen
  • defekte Servolenkungen
  • schlechtes Fahrlicht
  • hoher Verschleiß Bremsscheiben

 

Komfort:

  • Korrosion Heizungsrohr kann Kabelbaum unter Wasser setzen, Klimaanlage, Heizung und Anzeigeinstrumente können dann ausfallen.
  • Störung der Alarmanlage kann zu regelmäßigen Batterieausfällen führen

 

Karosserie & Korrosion:

  • Kanten Heckklappe
  • Korrosion Tankstutzen
  • Korrosion Schaltgestänge
  • Korrodierte, brechende Türfangbänder

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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14.02.2017 23:03    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Compact, Corolla, E11, E110, G6, Kaufberatung, Liftback, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Toyota

Einleitung

 

Im Jahr 1997 präsentierte Toyota das neue Modell des Markenerfolgs Corolla. Das neue Modell erhielt die Bezeichnung E11 (oder E110). Dieses Modell des Corollas gab es dreitürige Kompaktlimousine, als 5-Türige Fließhecklimousine, als Stufenhecklimousine und Kombi. Optisch am gelungenste ist der Compact genannte 3 Türer, dessen Proportionen und Linien sehr gelungen sind – einziger Aufreger ist die mit ovalen glubschäugigen Scheinwerfern ausgestattete Front. Vom Compact gab es auch ein Sportmodell. Der Liftback genannte 5-Türer bietet zwar merklich mehr Raum, wirkt aber in den Proportionen zum Heck hin verunglückt. Ähnliches gilt für den Kombi, bei dem das Heck eher wie ein Fremdkörper wirkt. Im Jahr 2000 erfolgte ein Facelift, bei dem vor allem die Front geglättet und modernisiert wurde. Im Jahr 2002 wurde die Baureihe E11 zugunsten des E12 eingestellt.

 

In der achten Generation des Corolla wurden noch überwiegend Benzinmotoren eingesetzt, zwar gab es bei Toyota schon einen Hybridantrieb, dieser war für den Corolla jedoch noch kein Thema. Zu Beginn der Baureihe waren zwar sofort ein Dieselmotor, doch dieser war bereits 1997 technisch nicht auf dem neuesten Stand, ein moderner Common Rail Dieselmotor wurde erst im Jahr 2000 nachgereicht. Die Benzinmotoren leisten von 86 bis 110 PS, allesamt sind drehfreudige 16 Ventiler, die gut auf Gasbefehle ansprechen und eine ordentliche Effizienz zeigen. Ab dem Facelift wurden modernere Motoren mit variabler Ventilsteuerung eingesetzt, die sich durchzugsstärker zeigen und über Steuerketten verfügen. Bei den Benzinern gibt es eine breite Auswahl an 5- und 6-Gang Schaltgetrieben, sowie Automatikgetrieben. Die Diesel leisten zwischen 69 und 90 PS, während die beiden Basismotoren eher träge sind und schlapp wirken, zeigt sich der 2.0 D4D leistungsstark mit hohem Drehmoment, für sie waren ausschließlich Schaltgetriebe verfügbar. Die Benziner erfüllen alle mindestens die Euro2 Norm oder besser, bei den Dieseln beginnt es mit Euro2, Euro 4 wird leider niemals ab Werk erfüllt, so dass es Einschränkungen bei der Umweltplakette gibt. Bis auf Details gelten die Motoren des E11 als zuverlässig.

 

Für Fahrer und Beifahrer gibt es angenehm viel Platz, im Fond kommt es stark drauf an, welche Karosserievariante gewählt wird. Im Compact ist es etwas eng, in den anderen Karosserievarianten gibt es vergleichsweise viel Platz, vergleichbares gilt für den Kofferraum. Der Innenraum ist gefällig gestaltet, gut verarbeitet aber auch optisch trotzlos und kunststofflastig. Der Corolla ist ziemlich leise und nervt wenig. Die Bedienung ist einfach, die Komfortausstattung in der Regel gut, allerdings sind Fahrzeuge mit Klimaanlage vor dem Facelift überraschend rar. Die Sicherheitsausstattung des Corollas ist ordentlich, allerdings ist sie mittlerweile veraltet. Das Fahrwerk und die Lenkung sind eher komfortabel und defensiv, sicher abgestimmt und bieten fahrdynamisch eher Hausmannskost, denn Aufregung – allerdings mag der Corolla sehr schlechte Straßen nicht. Die G6 Sportmodelle sind etwas härter und direkter abgestimmt, werden den Wunsch nach hoher Sportlichkeit jedoch auch nur Ansatzweise erfüllen.

 

Der Corolla der 8. Generation war ein sehr erfolgreiches Modell und entsprechend ist – mit Ausnahme der Diesel – das Angebot noch immer sehr groß. Das Preisniveau für den Corolla ist hoch, vor allem wenn eine Klimaanlage verbaut ist und der Zustand sehr gut ist. Bei speziellen Interieurteilen und Zierteilen gibt es leichte Einschränkungen in der Teileverfügbarkeit, technische Teile stellen bisher kein Problem dar. Das Preisniveau für Teile und Service bei Toyota sind hoch, im Zubehör ist nicht alles verfügbar, einige freie Werkstätten führen nur Standardwartungsarbeiten durch.

 

Typische Schwachstellen des Toyota Corolla (E11):

 

Benzinmotoren:

  • VTTI Faceliftbenziner: hoher Ölverbrauch durch Shortblockproblem, verkokte Kolbenringe, verkokte Zylinderköpfe, teilweise defekte Katalysatoren
  • Vorfaceliftbenziner: undichte Kurbelgehäusedichtungen
  • sich lösende Führungen im Ansaugkrümmer
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • defekte Luftmassenmesser
  • Ölverlust Kurbelwellenabdichtung zum Getriebe
  • verschmutzte Drosselklappen

 

Dieselmotoren:

  • 2.0 D4D: hoher Turboverschleiß bei einzelnen Motoren, undichte Hochdruckleitungen
  • defekte Luftmassenmesser

 

Getriebe und Antrieb:

  • 1.4L: Hoher Kupplungsverschleiß

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Radlager

 

Sicherheit:

  • festrostende Wischerarme
  • Ab Facelift schlecht ablesbare Instrumente
  • defekte Hauptbremszylinder
  • defekte Lenksäule
  • verschlissene Servopumpen
  • verschmutzte ABS Sensoren verursachen ABS Fehler – selten ABS Pumpenblöcke
  • schlechte Beleuchtungsanlage
  • defekte Scheinwerferdichtungen – eindringendes Wasser korrodiert Reflektoren und Stecker

 

Komfort:

  • Ausfall Klimakompressor (selten, aber teuer)

 

Karosserie & Korrosion:

  • selten: Korrosion hinterer Trägerrahmen
  • Korrosion Auspuffendtopf

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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05.02.2017 15:13    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Celica, GT4, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, T18, T180, Toyota

Einleitung

 

Ende 1989 ersetzte Toyota die bisher gefertigte Toyota Celica T16 durch den Nachfolger T18. Die T18 ist ein sehr umfangreiches Facelift und wurde als neues Modell vermarktet. Sie ist im Design deutlich verändert und wirkt aerodynamischer, runder und geschliffener. Die Celica der fünften Baureihe filt formal als sehr gelungen. Auch von der T18 Baureihe wurde ein Cabrio angeboten. 1991 wurde ein Facelift durchgeführt, 1993 wurde sie durch ihren gleichnamigen Nachfolger ersetzt.

 

Auch in der 5. Generation der Celica wurden ausschließlich Benzinmotoren angeboten. Der kleinste in Deutschland angebotene Motor war ein 1.6L Motor mit 105 PS, darüber rangierte ein 2L Benziner, der als Sauger 156 PS leistete und als Turbo mitsamt Allrad 204 oder 208 PS leistete. Selten in Deutschland zu finden ist der in den USA und Australien angebotene 2.2L Motor, dieser leistete 136 PS. Die Technik ist generell zuverlässig, sofern das Fahrzeug ausreichend gepflegt und gewartet wurde. Die Motorkraft wird über ein Schaltgetriebe entweder an die Vorderräder oder im Falle des Turbos auf alle vier Räder – ein Automatikgetriebe wurde angeboten, ist jedoch sehr selten in Deutschland verkauft worden. Die Motoren erfüllen ab Werk alle die Euro 1 Norm, aufgerüstete Fahrzeuge sind existent. Es ist unklar, ob Nachrüstungen wegen der Verfügbarkeit von Teilen noch möglich sind.

 

Fahrer und Beifahrer haben in der Celica angenehm viel Platz. Der Platz im Fond ist allerdings eher eng. Das Kofferraumniveau ist überdurchschnittlich groß, die Ladekante ist allerdings sehr hoch. Die Sitze sind sportlich bequem und erlauben auch weitere Strecken. Die Gestaltung ist zwar runder und geschliffener als beim Vorgänger, aber der Grundtenor stammt noch immer aus den 80er Jahren. Die Verarbeitung der Celica ist überdurchschnittlich gut, die verwendeten Materialien wirken jedoch einfach. Der Korrosionsschutz ist ordentlich, aber nicht mehr auf dem aktuellsten Stand, Korrosion kann mittlerweile vorkommen. Die Komfortausstattung der Celica ist typischerweise überdurchschnittlich. Handling und Lenkung der Celica sind für einen leistungsstarken Fronttriebler beeindruckend. Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich komfortabel, die Celica war als eines der ersten Fahrzeuge optional mit einem hydraulischen gesteuerten Fahrwerk verfügbar. Das Sicherheitsniveau entspricht den frühen 90er Jahren, ABS gab es beim 2L Modell als Serienausstattung, den Airbag jedoch erst ab 1992 und auch nicht grundsätzlich als Serienausstattung.

 

Die Anzahl angebotener Fahrzeuge der 5. Generation ist noch relativ gut, das Preisniveau für Fahrzeuge ist in der Regel niedrig, allerdings sind die Laufleistungen für die meisten Fahrzeuge auch recht hoch, der Zustand ist entweder verbraucht oder vergleichsweise gut. Hochpreisige Modelle sind in der Regel Allradmodelle und dort vor allem das Sondermodell Carlos Sainz. Erste Einschränkungen bei der Teileverfügbarkeit sind schon existent, das Niveau für Preise und Service ist hoch.

 

Typische Schwachstellen der Toyota Celica (T18):

 

Benzinmotoren:

  • hoher Ölverbrauch
  • verhärtete Ventilschaftdichtungen
  • Drosselklappensteuerung verschlissen
  • defekte Lichtmaschinen
  • 2.0L: Kühlmittelwechsel alle 2 Jahre vorgeschrieben – wichtig um Verschlüsse der Kühlwege zu verhindern
  • defekte Zylinderkopfdichtungen v.a. bei 2.0L
  • Ölverlust an Ventildeckeldichtung
  • 2.0L/GT4: Zylinderkopfrisse, verkokte Kolbenringe
  • GT4: eingelaufene Kurbelwellenlager, verschlissene Turboladerdichtungen, defekte Ladedruckregelung, defekte Zylinderkopfdichtung, Ölverlust am Getriebeölkühler

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Synchronisation 2. Und 3. Gang
  • Getriebeschäden bei Turbo
  • Verschlissene Differentiale
  • Ölverlust an Differentialen
  • verschlissene Radlager
  • starker Kupplungsverschleiß 2.0L
  • verschlissene Antriebswellen

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Vorderachsaufhängung
  • verschlissene Stabilisatoren

 

Sicherheit:

  • verschlissene Lenkgetriebe
  • Korrodierte Bremsleitungen
  • Ausfall Scheibenwischer
  • Undichtigkeit der Servopumpe
  • Ausfall Hupe, durch korrodierte Kabel
  • Ruckartig auffahrende Scheinwerfer oder vibrierende Scheinwerfer – Verschlissene Motoren und Antriebe
  • defekte Scheinwerferhöhenverstellung

 

Komfort:

  • Wassereinbruch in Kofferraum und Reserveradmulde
  • Ausfall elektrische Spiegel
  • defekte Gasdruckdämpfer Heckklappe
  • defekte elektrische Sitzverstellung
  • defekte Fensterhebermotoren (ruckig oder sehr langsames schließen)

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Schweller
  • Korrosion Radläufe vorne
  • Korrosion Kotflügel vorne
  • Korrosion Schwellerspitzen hinten
  • Korrosion Auspuffanlage
  • Korrosion Radkästen
  • Korrosion Schiebedachrahmen
  • gerissene Türverkleidungen
  • Cabrioverdeckgestänge ausgeleiert – Ersatz sehr teuer

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2017, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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01.02.2017 22:51    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 4 (T16), Celica, GT4, GT Four, GT Turbo, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, ST16, ST 16, ST160, ST 160, ST165, ST 165, T16, T 16, T160, T 160, T165, T 165, Toyota

Einleitung

 

Mit der Baureihe T16 führte Toyota bei der vierten Celica Generation den Frontantrieb ein. Bei Markteinführung 1985 war das Design der Celica sehr modern, sehr glatt, keilförmig und flach. Sie folgte damit der Designidee, der auch andere Sportcoupes der Zeit aufwiesen darunter auch Klappscheinwerfer. Ein Facelift der Celica wurde nicht durchgeführt. Neben dem Coupe wurde kurzzeitig auch ein Cabrio angeboten. Bereits 1989 erfolgte der Modellwechsel auf die Generation T18.

 

Zeittypisch wurden in der Celica ausschließlich Benzinmotoren eingesetzt. Die Basis bildete ein drehfreudiger 1.6L 16V Motor, der eine sportliche Basis bei moderatem Verbrauch bildete. Darüber rangierte ein 2.0L 16V Motor, der mit Katalysator 140 PS und ohne Katalysator 150 PS leistete und damit vielen Konkurenzmotoren merklich überlegen war. Auch er ist drehfreudig und sportlich. Das Topmodell der Celica war der GT-Four mit Allradantrieb und Turboaufladung. Die Technik war sehr modern und bis Mitte/Ende der 90er Jahre konkurenzfähig. Sie gilt bei einhalten der Wartungs- und Pflegevorschriften als Zuverlässig. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 5-Gang Schaltgetriebe, ein Automatikgetriebe war zwar für den 2L Motor lieferbar, ist allerdings extrem selten. Ein Teil der Motoren wurde ohne Katalysator ausgeliefert, eine Nachrüstung ist nicht problemlos möglich. Euro1 Fahrzeuge konnten nachgerüstet werden, die Verfügbarkeit für Teile ist allerdings mittlerweile fraglich.

 

Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist vergleichsweise gut, im Fond ist es sehr eng. Der Kofferraum der Celica ist überdurchschnittlich groß, allerdings ist die Ladekante coupetypisch sehr hoch. Die Sitze sind sportlich bequem und erlauben auch längere Strecken zu fahren. Das Cockpit ist typisch für die 80er Jahre sehr Kunststofflastig aber ordentlich und ohne große Fehler gefertigt. Das Fahrwerk ist sportlich abgestimmt und weist ausreichend Restkomfort auf. Handling und Lenkung sind für einen Fronttriebler tadellos. Die Ausstattung ist für das Alter stets überdurchschnittlich. Der Korrosionsschutz ist jedoch über seinen Zenit, so dass Korrosion mittlerweile das größte Risiko darstellt.

 

Die Anzahl angebotener Celicas der vierten Generation ist mittlerweile gering, allerdings ist das Preisniveau noch immer niedriger als bei vergleichbaren ähnlich alten Fahrzeugen. Einzig die Turboversion wird sehr teuer gehandelt. Der Zustand der Fahrzeuge ist entweder überdurchschnittlich gut oder eher schlecht. Die Kosten für Teile sind überdurchschnittlich hoch, nicht alle Teile sind problemlos verfügbar.

 

Typische Schwachstellen der Toyota Celica (T16):

 

Benzinmotoren:

  • hoher Ölverbrauch
  • defekte Drosselklappen
  • verhärtete Ventilschaftdichtungen
  • defekte Lichtmaschinen
  • Kühlmittelwechsel alle 2 Jahre vorgeschrieben – wichtig um Verschlüsse der Kühlwege zu verhindern
  • defekte Zylinderkopfdichtungen v.a. bei 2.0L
  • 1.6L: Ölverlust unter dem Verteiler
  • brechende Lüfterflügel
  • Ölverlust an Ventildeckeldichtung
  • 2.0L/GT4: Zylinderkopfrisse, verkokte Kolbenringe
  • GT4: eingelaufene Kurbelwellenlager, verschlissene Turboladerdichtungen, defekte Ladedruckregelung, defekte Zylinderkopfdichtung, Ölverlust am Getriebeölkühler

 

Getriebe und Antrieb:

  • defekte Getriebelager
  • defekter 5. Gang
  • verschlissene Synchronringe
  • undichte Kupplungszylinder
  • Verschlissene Differentiale
  • Ölverlust an Differentialen
  • GT4: gebrochene Differentiallager
  • verschlissene Radlager

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Vorderachsaufhängung
  • verschlissene Antriebswellen

 

Sicherheit:

  • verschlissene Lenkgetriebe
  • Korrodierte Bremsleitungen
  • defekte km Zähler
  • Ausfall Scheibenwischer
  • Ausfall Scheinwerferhöhenverstellung im letzten Modelljahr

 

Komfort:

  • Wassereinbruch in Kofferraum und Reserveradmulde
  • Ausfall elektrische Spiegel
  • Defekte Stereoanlagen

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Schweller
  • Korrosion Radläufe
  • Korrosion Radkästen
  • Korrosion Aggregateträger
  • Korrosion Heckblech
  • Korrosion Türinnenkanten
  • Korrosion Döme vorne/hinten
  • Korrosion Windschutzscheibenrahmen
  • Korrosion unter der Kofferraumdichtung
  • Korrosion Nähte der Reserveradwanne
  • Korrosion Schiebedachrahmen
  • Korrosion zwischen vorderem Radlauf und Stoßstange

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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31.01.2017 22:33    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 1, Auris, Auris 1, Auris I, E15, E 15, E150, E 150, I, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Toyota

Einleitung

 

Der Auris ist der offizielle Nachfolger des Corolla, der auf anderen Märkten alternativ oder Parallel zum Auris angeboten wird. Er kam im Dezember 2006 auf den Markt. Nachdem Honda kurz zuvor den Markt mit einem extrem futuristischen Fahrzeug geschockt hatte, war von Toyota ein ähnlicher Schritt zum Neustart in der Kompaktklasse erwartet worden, doch das Ergebnis überraschte in anderer Hinsicht. Der Auris war ein gefälliges, aber auch überraschend konservativ gestaltetes Fahrzeug, das ziemlich unscheinbar im Alltag war. Im Jahr 2010 wurde der Auris geliftet und progressiver gestaltet. Nach weiteren 2 Jahren wurde der Auris im Jahr 2012 durch seinen Nachfolger ersetzt.

 

Im Vergleich mit anderen Herstellern wurden im Auris eher wenige Motoren eingesetzt. Bei den Benzinern handelte es sich um 4-Zylinder Saugmotoren. Sie sind modern, verfügen überwiegend über variable Nockenwellensteuerungen und sind drehfreudig. Der kleinste Motor verfügt knapp über 1.3L, der größte Motor ist ein 1.8L Sauger. Die Leistungsspanne reicht von 97 bis 147 PS. Aufgrund des hoch anliegenden Drehmoments wird den Motoren öfters eine durchzugsschwäche nachgesagt. Ergänzend zum reinen Benzinantrieb wurde ab 2010 auch ein Hybrid angeboten, das aus dem Prius abgeleitete Konzept aus Benzinmotor und Elektroantrieb ermöglicht ein sehr komfortables und effizientes Fahren. Daneben wurden Dieselmotoren nach dem Common Rail Prinzip von 1.4 bis 2.2L Hubraum und einem Leistungsspektrum von 90 bis 177 PS angeboten. In Europa stellte damit ein Diesel die Topmotorisierung im Auris dar, wogegen in Asien auch eine Variante mit 3.5L Hubraum und 280 PS verfügbar war. Die Motorleistung wurde bei jeder Variante auf die Vorderräder übertragen, der Hybride ist mit einem CVT Automatikgetriebe gekoppelt, der 1.4L Diesel und der 1.6L BEnziner konnte mit einem automatisierten Schaltgetriebe kombiniert werden. Vor der Einführung des Multimodegetriebes war der 1.6L mit einem Wandlergetriebe versehen werden. Ansonsten war ein Schaltgetriebe Serie, mit Ausnahme des frühen 1.4L Diesels, stets mit 6-Gängen.

 

Der Auris bietet den klassenüblichen Platz in der Kompaktklasse. Das Verarbeitungsniveau ist sehr gut, die Materialauswahl wirkt einfach und die Gestaltung etwas eintönig. Das Ausstattungsniveau des Auris ist in der Regel hoch, schwach ausgestattete Modelle sind eher selten. Das Sicherheitsniveau des Auris ist sehr gut, die Sicherheitsausstattung ist als stark einzustufen. Das Fahrwerk ist ebenfalls komfortabel und sicher abgestimmt, dies und die gefühllose Lenkung machen den Auris für Fahrdynamiker ungeeignet. Die Sitze sind etwas zu kurz und sind auf längeren Strecken etwas unbequem. Die Beleuchtung des Auris ist eher schlecht, ein Fahrzeug mit Xenonlicht gilt als Pflicht. Grundsätzlich ist der Auris als zuverlässig einzustufen und bis auf Details solide.

 

Das Angebot an Auris ist groß, allerdings bedeutend kleiner als bei Kompakten von VW, Ford und Opel. Das Preisniveau ist durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich. Teile- und Servicekosten für den Auris sind überdurchschnittlich hoch, die Wartungsintervalle unterdurchschnittlich kurz. Probleme mit der Teileversorgung sind bisher unbekannt und in näherer Zukunft nicht zu erwarten. Der gute Ruf bei der Zuverlässigkeit wird die Preise des Auris auch weiterhin stabil halten.

 

Typische Schwachstellen des Toyota Auris (E150):

 

Benzinmotoren:

  • hoher Ölverbrauch
  • undichte Kühlmittelausgleichsbehälter

 

Hybrid:

  • hoher Ölverbrauch möglich
  • durch Fehlbehandlung verschlissene Traktionsakkumulatoren, bei sachgerechter Behandlung stellt Verschleiß üblicherweise kaum ein Problem dar (über Toyota nur als Gesamtteil zu beziehen)
  • hohe Anzahl defekter Starterakkus

 

Dieselmotoren:

  • 2.2L: Ölverdünnung führt zu Beschädigungen der Kolbenringe und Bohrungen, defekte Zylinderkopfdichtungen, Risse im Zylinderkopf, hoher Ölverbrauch, verklemmte/verharzte Abgasrückführungsventile
  • undichte Kühlmittelausgleichsbehälter

 

Getriebe und Antrieb:

  • MMT Automatikgetriebe: defekte Vakuumpumpe (äußert sich durch absackendes Bremspedal beim Halten), Ausfälle Aktuatoren, Hydraulikölverlust, Softwarefehler verhindert Schaltvorgang oder verzögert diesen erheblich
  • 2.2L D: defekte Getriebe
  • verschlissene Turbolader, ab 2007 deutlich seltener auftretend
  • Korrodierte Schaltgestänge (knarzen und schlechte Schaltbarkeit)

 

Fahrwerk:

  • Verschlissene Radlager

 

Sicherheit:

  • Korrosion an Bremsanlage vorne/Beifahrer – meist nur unproblematisches Quietschen, jedoch auch schwerwiegender möglich
  • Ausfälle Servolenkungssteuergerät
  • Ausgeschlagene Buchsen der Lenkung (teilweise Rückrufaktion)
  • wurde der Gaspedalrückruf durchgeführt?
  • defekte Xenonbrenner
  • Wassereinbruch in Scheinwerfer
  • Ausfall Wegfahrsperre
  • hoher Bremsenverschleiß

 

Komfort:

  • langsames Navigationssystem, schlechte Nutzerführung
  • defekte Rückleuchtendichtungen führt zu Wassereinbruch in den Kofferraum
  • Wassereinbruch in Kofferraum durch schlechte Konstruktion von Entlüftung und Abläufen
  • Schlechter Radioempfang
  • vibrierende Rückspiegel

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion unterhalb der Gummianbauteile an Türen
  • Korrosion um Befestigungen von Lagerböcken und Halterungen
  • Korrosion Achsträger
  • Korrosion Querlenkerbefestigungen
  • Korrosion Anlenkung/Aufnahme der Stoßdämpfer
  • Korrosion Hitzeleitbleche und deren Befestigungen

 

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