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SportsLounge Alles was mich an Autos interessiert.

02.11.2016 22:08    |    Rotherbach    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Fiesta, Fiesta 89, Fiesta-89, Ford, GFJ, Kaufberatung, MK3

Einleitung

 

Bei der dritten Generation des Ford Fiesta, die 1989 auf den Markt gebracht wurde, handelt es sich streng genommen um eine umfangreiche Überarbeitung und Modernisierung des Vormodells. Das Design ist sportlicher und deutlich klarer als beim Vorgänger geraten. 1994 wurde der Fiesta einer Modellpflege unterzogen, diese umfasste jedoch hauptsächlich technische Aspekte. Ab Herbst 1995 bis zu seiner Einstellung im Herbst 1996 wurde die dritte Fiestageneration parallel zu ihrem Nachfolger als günstiges Einstiegsmodell angeboten.

 

In der Hauptsache wurden Benzinmotoren angeboten, die Palette reicht hierbei von einem 1.1L Vergasermotor bis hin zu einem modernen 16V Motor, auch ein Turbomotor war im Angebot. Die Leistungsspanne reicht hierbei von 50 bis 133 PS. Der Charakter der Motoren reicht von solider, braver Hausmannskost bis hin zu einem sportlich ausdrehenden 16V Motor und einem klassischen Turbomotor. Zwar wurden offiziell zwei Dieselmotoren angeboten, in Deutschland war jedoch nur der 60 PS Saugdiesel im offiziellen Angebot. Alle Motoren waren mit einem Schaltgetriebe verfügbar, die 50 und 60 PS Motoren konnten auch mit einem CVT Getriebe geordert werden. Viele der Motoren konnten auf Euro 2 aufgerüstet werden, dennoch ist hier genaues Studium der Papiere notwendig, da es auch Modelle mit nicht aufrüstbarer Abgaseinstufung gibt. Aufgrund des konstruktiven Alters der frühen Motoren ist der Verbrauch nicht der beste und sie wirken speziell mit Katalysator eher zugeknöpft und lahm. Der Dieselmotor erfüllt bestenfalls die Euro1 Norm und erhält daher keine Umweltplakette.

 

Der Fiesta war wie üblich ein guter Erfolg für Ford. Er glänzte mit einer guten Raumökonomie, einer zeitgemäßen Verarbeitung, soliden Motoren und einer Fahrwerksabstimmung, die guten Komfort bei guter Rückmeldung lieferte. Die Lenkung hingegen wirkt sehr nervös. Die Sicherheitsausstattung der meisten Fiestas der dritten Baureihe eher schlecht, zwar wurden ABS und Airbags eingeführt, die Bereitschaft der Käufer hierfür Geld zu investieren war jedoch eher gering.

 

Der Fiesta der dritten Generation ist mittlerweile am Aussterben. Das Preisniveau ist eher niedrig, der Zustand der meisten Fahrzeuge jedoch eher schlecht. Die Preise für Verschleiß- und Ersatzteile ist niedrig, dafür sind spezielle Teile mittlerweile z.T. schwer zu beschaffen. Die Modelle XR2i und RS Turbo beginnen langsam Interesse in der Youngtimerszene zu erzeugen.

 

Typische Schwachstellen des Ford Fiesta MK3 (GFJ):

 

Benzinmotoren:

  • defekte Wasserpumpe
  • Ölverlust
  • verschlissene Keilriemen
  • defekte Lichtmaschinen
  • starkes Ventilklackern durch versäumtes Nachstellen
  • Katmodelle bis 1993: hoher Kraftstoffeintrag in Motoröl, Kipphebelwellenverschleiß
  • defekte Anlasser zwischen 1994 und 1996

 

Dieselmotoren

  • Spannrolle von Kunststoff auf Stahl getauscht?
  • Ölverlust
  • defekte Lichtmaschinen
  • defekte Anlasser zwischen 1994 und 1996

 

Fahrwerk:

  • ausgeschlagene Buchsen Vorderachse

 

Sicherheit:

  • klemmende Lenkradschlösser
  • korrodierte Bremsleitungen
  • poröse, verhärtete Bremsschläuche

 

Komfort:

  • defekte Fensterheber
  • poröse Türdichtungen

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Auspuffanlage
  • Radläufe vorne und hinten
  • Bodengruppe
  • Radkästen
  • Tankstutzen
  • Türen
  • Motorhaube und Heckklappe
  • B-Säule bei 5-Türern

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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02.11.2016 21:29    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 186, Fiat, hässlichstes Auto, Kaufberatung, Multipla, Tipo 186, Tipo-186

Einleitung

 

Beim 1998 präsentierten Fiat Multipla handelt es sich um eines der kontroversesten Autos aller Zeiten. Grundsätzlich handelt es sich um einen Kompaktvan, bei dem bis zu 6 Personen jedoch in nur 2 Reihen sitzen. Das Design bezeichnet eine Vielzahl an Menschen als Hässlich, was sich auch regelmäßig in Spitzenplätzen bei der Wahl zum hässlichsten Auto aller Zeiten wiederspiegelt. 2004 wurde ein Facelift durchgeführt, bei dem speziell die Front drastisch entschärft wurde. Die Produktion des Multipla wurde im Jahr 2010 eingestellt, der Vertrieb in Deutschland bereits 2008 beendet.

 

Die Motorenpalette des Multipla war vergleichsweise schmal. Es wurde durchgängig nur ein 1.6L Benzinmotor mit 103 PS angeboten, parallel hierzu wurde dieser Motor auch in zwei verschiedenen Varianten mit Erdgasangeboten, eine Variante wurde als Bivalent und eine Variante als Monovalent (d.h. nur mit Benzinnottank) ausgeliefert, im Gasbetrieb leistete der Motor lediglich 90 PS. Parallel wurde stets ein 1.9L JTD Dieselmotor angeboten, über die Jahre schwankte dessen Motorleistung zwischen 105 und 120 PS, zu beachten ist, das frühe Modelle nur die Euro2 Norm erfüllen und nur späte Modelle die grüne Plakette erhalten.

 

Trotz seiner polarisierenden Optik konnte sich der Multipla vergleichsweise gut verkaufen. Die Baureihe gilt technisch als solide und die Ausstattung ist stets überdurchschnittlich gut. Das Sicherheitsniveau entspricht dem Durchschnitt der Bauzeit. Das Verarbeitungsniveau war zu beginn akzeptabel, verbesserte sich jedoch merklich mit dem Facelift. Die Fahrwerksabstimmung ist überraschend sportlich und direkt, die Lenkung steht diesem in nichts nach. Das Platzangebot im Innenraum ist großzügig und der Kofferraum geräumig. Zwar ist die Sitzqualität gut, dafür verschleißen die Bezüge jedoch auffallend stark.

 

Der Multipla ist mittlerweile auf dem Gebrauchtwagenmarkt selten geworden. Die Preise sind typischerweise eher niedrig, mit einer positiven Entwicklung ist kaum auszugehen. Die Betriebskosten sind eher niedrig, doch Wartung und Service können durchaus teuer werden.

 

Typische Schwachstellen des Fiat Multipla:

 

Benzinmotor:

  • Zahnriemen empfindlich, kurzes Wartungsintervall beachten
  • defekte Lichtmaschinen

 

Erdgasmotoren

  • Erdgastanks müssen nach 10 Jahren erneuert werden
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • CNG Tank pfeift beim tanken
  • abbrennende Ventile
  • Zahnriemen empfindlich, kurzes Wartungsintervall beachten
  • defekte Lichtmaschinen

 

Dieselmotoren

  • überspringende Zahnriemen
  • Undichtigkeiten des Kraftstoffsystems
  • defekte Lichtmaschinen

 

Getriebe und Antrieb:

  • Getriebedefekte
  • defekte Kupplungsgeberzylinder

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Vorderachsaufhängung

 

Sicherheit:

  • Korrosion Bremsleitungen
  • brüchige Bremsschläuche

 

Komfort:

  • sich lockernde Türdichtungen
  • vibrierender Beifahrersitz
  • überempfindlicher Fehlercomputer

 

Karosserie & Korrosion:

  • schnell korrodierende Auspuffanlagen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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28.10.2016 12:51    |    Rotherbach    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: 199, Fiat, Grande Punto, Kaufberatung, Punto, Punto 199, Punto-199, Punto Evo, Tipo 199

Einleitung

 

Der Fiat Punto der Baureihe 199 wurde 2005 präsentiert und wurde zur Unterscheidung zum parallel weiter angebotenen Modell 188 zuerst als Grande Punto vermarktet. Mit dem ersten Facelift erfolgte die Umbenennung zu Punto Evo, mit dem nächsten Facelift 2012 wurde das Modell dann wieder in Punto umbenannt. Der Punto ist ein sportlich gestyltes Fahrzeug, ist praktisch und vergleichsweise geräumig. Er wird nach wie vor produziert.

 

Durch die mittlerweile lange Bauzeit gibt es eine große Bandbreite an Benzin-, Diesel- und sogar Erdgasmotoren. Im Angebot befinden sich 2-Zylinder Turbomotoren, 4 Zylinder Saugmotoren und 4-Zylinder Turbomotoren. Die Leistungsbandbreite reicht von 65 bis 180 PS im Abarth. Bei den Dieselmotoren sind nur 4-Zylinder Motoren von 1.3 bis 1.9L Hubraum und einem Leistungsspektrum von 75 bis 130 PS im Angebot. Die Fahrleistungen entsprechen den Erwartungen bezüglich der Leistung.

 

Die dritte Puntobaureihe war ein großer Erfolg für Fiat, was zum Teil an der aggressiven Preispolitik und der guten Positionierung der einzelnen Modelle lag. Der Punto vergleichsweise ausgereift und solide. Seine Serienausstattung ist typischerweise überdurchschnittlich, die Cityservolenkungsfunktion sehr beliebt, das Sicherheitsniveau ist sehr gut. Das Verarbeitungsniveau ist leicht überdurchschnittlich. Das Fahrwerk ist sicher und komfortabel mit ausreichender Rückmeldung abgestimmt, wobei frühe Modelle merklich sportlicher abgestimmt sind. Die Fahrwerke der Abarthvarianten spürbar härter und sportlicher.

 

Der Punto ist in großen Stückzahlen zu niedrigen, fairen Preisen im Angebot. Das Preis-Leistungs-Niveau des Puntos ist sehr gut. Der Wertverlust eines Puntos ist vergleichsweise hoch. Die Betriebskosten sind vergleichsweise niedrig, Teile- und Servicekosten leicht unterdurchschnittlich.

 

Typische Schwachstellen des Fiat Grande Punto / Punto Evo / Punto (199):

 

4-Zylinder Saugmotoren:

  • versäumtes Ventileinstellen bei 8V Saugmotoren
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Ölverlust am Zylinderkopf
  • rissige Kurbelwellenentlüftungsschläuche
  • Kühlmittelverluste am Thermostat
  • defekte Zündspulen
  • defekte Kühlmitteltemperatursensoren

 

4-Zylinder Turbomotoren

  • Kühlmittelverluste am Thermostat
  • defekte Zündspulen
  • Krümmerrisse bei Abarth bis 2008
  • Multiairfunktions Ausfälle, vor allem in Verbindung mit schlampigen Ölwechseln (überzogene Intervalle, ungeeignetes Öl)

 

2-Zylinder Turbomotoren

  • Kühlmittelverluste am Thermostat

 

Dieselmotoren:

  • Kühlmittelverluste am Thermostat
  • 1.3 JTD: Verschleiß Turbolader, verkokte Abgasrückführungsventile, ausgeprägte Anfahrschwäche
  • 1.9 JTD: Verschleiß Turbolader, verkokte Abgasrückführungsventile, abbrechende Drallklappen im Ansaugrohr, defekte Ölpumpen, defekte Lichtmaschinen, verschlissene Zweimassenschwungräder

 

Getriebe und Antrieb:

  • Lagerprobleme bei Getrieben von 1.3 JTD, Abarth - macht sich durch vibrieren des Schalthebels bemerkbar
  • Ölverlust am Getriebe

 

Fahrwerk:

  • Vorderachse: verschlissene Domlager, Querlenker, Koppelstangen, Pendelstützen

 

Sicherheit:

  • Ausfall elektrische Servolenkung
  • Federbrüche
  • defekte Lenkgetriebe (knacken beim Lenken im Stillstand)
  • aufgequollene, korrodierte Trommelbremsen und Beläge
  • korrodierte Ankerbleche
  • schlechtes Licht
  • defekte Halterung 3. Bremsleuchte

 

Komfort:

  • hohe Ladekante
  • verschlissene Schlösser
  • Ausfall Beleuchtung Klimaregelung
  • 1.3 JTD: kein Zuheizer im Winter
  • schiefes Handschuhfach
  • hintere Türen bei 5-Türer nicht zu öffnen
  • Vorsichtig beim Öffnen der Heckklappe bei Regen - Gefahr einer ungewollten Dusche und Wassereinbruch in den Kofferraum

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosionsansätze innere Vorderkanten Motorhaube, Heckklappenkanten
  • Korrosion Massenbänder
  • Auspuffanlage
  • unschön aussehende Türgriffe

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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28.10.2016 12:00    |    Rotherbach    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 170, Cinquecento, Fiat, Kaufberatung, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen

Einleitung

 

Der Fiat Cinquecento löste in Deutschland offiziell den 1991 bereits als veraltet geltenden Fiat Panda ab. Der Fiat Panda blieb jedoch weiterhin im Verkauf und überlebte den Cinquecento sogar. Er ist sehr kompakt gebaut und nur als 3 Türer zu bekommen. Der Cinquecento ist einfach gebaut und auf einfache Bedienung, günstige Unterhaltskosten und Praktikabilität hin optimiert. 1998 wurde der Cinquecento in Deutschland durch den Seicento abgelöst.

 

Den Cinquecento gibt es mit zwei Motorisierungen, einem 900ccm Motor mit 40 PS und einem 1.1L Motor mit 55 PS. In verschiedenen anderen europäischen Märkten gab es auch Motoren mit 700ccm und einen alternativen 900ccm Motor, die zwischen 30 und 41 PS leisteten, diese spielen auf dem deutschen Markt jedoch üblicherweise keine Rolle. Die beiden in Deutschland angebotenen Motoren liefern in der Stadt recht muntere Fahrleistungen ab, der 1.1L Motor wirkt sogar vergleichsweise sportlich. Bis 1995 erfüllten die Motoren die Euro 1 Norm, in der Folge die Euro2 oder gar die D3 Norm.

 

Der Cinquecento war ein guter Erfolg für Fiat. Das Fahrzeug bot einen akzeptablen Spagat zwischen Rückmeldung und Komfort, der Cinquecento ist sicher abgestimmt und sehr wendig und benötigt nur kleine Parkplatzlücken. Im Fall des Sporting ist die Fahrwerksabstimmung sehr unterhaltsam. Die Ausstattung ist in den Basismodellen ziemlich spartanisch, bessere Aussattungspakete konnten auch ordentliche Sitze und Klimaanlagen beinhalten. Das Verarbeitungsniveau ist akzeptabel, jedoch nicht gut. Der Korrosionsschutz ist vergleichsweise gut. Das Sicherheitsniveau des

Cinquecento ist gering, selbst mit den später nachgelieferten Airbags.

 

Die Anzahl an verfügbaren Cinquecento ist noch durchaus groß, der Bestand sinkt aber permanent und merklich ab. Wie die meisten Fiat Kleinwagen ist auch beim Cinquecento – vor allem bei den Sporting Varianten – anzunehmen, dass er sich zu einem Young- und Oldtimer entwickeln wird. Das Preisniveau für Fahrzeuge ist aktuell noch niedrig. Das Preisniveau für die meisten Verschleiß- und Ersatzteile ist niedrig, der Verbrauch und Unterhalt sind als günstig zu bewerten.

 

Typische Schwachstellen des Fiat Cinquecento:

 

Motor:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Ölverlust an Zylinderkopf, Ventildeckel, Zündspulenträger, Ölablassschraube
  • Ventilspielkontrolle und Einstellung bei 1.1L Motor versäumt, kann zu abreißenden Ventilen führen
  • 0.9L Motor: verschlissene Hydrostößel
  • 0.9L Motor: verschlissene Kipphebelwelle
  • defekte Lager der Lichtmaschine bei 1.1L

 

Getriebe und Antrieb:

  • Ölverlust an Getriebeeingang
  • verschlissene Synchronringe, v.a. 3. Gang.
  • schwergängige Getriebe

 

Fahrwerk:

  • hoher Verschleiß an Stoßdämpfern
  • Verschleiß Radlager und Radlagerbuchsen
  • verschlissene Schräglenker Hinterachse
  • verschlissene Querlenker Hinterachse

 

Sicherheit:

  • hoher Bremsenverschleiß Vorderachse
  • ungleichmäßig ziehende Handbremse
  • Scheinwerferverstellung defekt (besonders häufig, hydraulische bis 1995)
  • Ausfall Heckscheibenwischer
  • schlechter Sitzkomfort in Basisausstattung
  • undichte Tanks und Kraftstoffanlagen
  • Defekte Scheibenwischermotoren
  • gelöste Kopfstützen
  • verschlissene Lenkköpfe

 

Komfort:

  • defekte Heckklappenschlösser
  • durchgesessene Sitze
  • durchgescheuerte Sitzbezüge

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion Auspuffanlage
  • Windschutzscheibenrahmen
  • hintere Radkästen
  • Reserveradmulde

 

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Aktualisierung 2017

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28.10.2016 11:22    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Cuore, Daihatsu, IV (L501), Kaufberatung, L501, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen

Einleitung

 

Der Daihatsu Cuore der Baureihe L501 wurde im Jahr 1995 in Deutschland auf den Markt gebracht. Es handelt sich um einen sehr kompakten und einfach gestrickten Kleinwagen. Es wurde viel Wert auf einfache Bedienung, günstige Unterhaltskosten und ist auf Praktikabilität hin optimiert. Bereits im Jahr 2000 wurde das Modell durch seinen Nachfolger den L7 ersetzt.

 

Den Cuore gibt es ausschließlich mit einer Motorisierung, einem rund 850 ccm großen 3 Zylinder mit drehfreudigen 42 PS. Er treibt den Cuore zu vergleichsweise munteren und flotten Fahrleistungen an. Der Motor konnte wahlweise mit einem Automatikgetriebe oder einem Schaltgetriebe gekoppelt werden. Bis 1997 erfüllte der Cuore nur die Euro 1 Norm.

 

Der Cuore war für Daihatsu ein ordentlicher Erfolg, da das Fahrzeug günstig eingepreist war, eine hohe Zuverlässigkeit zeigt und sowohl einen niedrigen Verbrauch als auch sonstig niedriger Kosten versprach. Die Komfort und Sicherheitsausstattungen des Cuore sind eher niedrig. Das Fahrwerk ist knackig, etwas hart abgestimmt, die Lenkung ist etwas indirekt. Der Gradeauslauf des Cuore ist verbesserungswürdig. Die Bremse ist als schwach einzustufen. Die Verarbeitung des Fahrzeuges an sich ist akzeptabel, aber nicht herausragend.

 

Die Anzahl an Coures der L501 Baureihe auf dem Markt ist mittlerweile gering und sinkt weiter ab. Es ist nicht anzunehmen, dass der Cuore ein beliebter Young- oder Oldtimer wird. Das Preisniveau selbst für Fahrzeuge in herausragendem Zustand ist sehr gering. Das Preisniveau für Verschleiß- und Ersatzteile ist zwar gering, jedoch in Nuancen höher als bei vergleichbaren Kleinwagen.

 

Typische Schwachstellen des Daihatsu Cuore L501:

 

Motor:

  • poröse Zündkabel und –Stecker
  • defekte Lichtmaschinen
  • erhöhtes Ventilspiel
  • eingelaufene Nockenwellen
  • rissfreudige Zahnriemen bei Modellen bis 1997

 

Getriebe und Antrieb:

  • hoher Kupplungsverschleiß. Achtung! Der Wechsel ist vergleichsweise teuer.

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Hinterachslagerung
  • verschlissene Radlager

 

Sicherheit:

  • undichte Kraftstoffversorgung
  • Verschlissene Schlüssel und Schlösser
  • defekte Rückleuchten und Kabelbäume zu den Rückleuchten

 

Karosserie & Korrosion:

  • Radläufe
  • Auspuffanlage
  • Vorderachsaufhängung
  • Bremsleitungen
  • korrodierte Massenanschlüsse

 

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Aktualisierung 2017

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25.10.2016 19:53    |    Rotherbach    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Aveo, Chevrolet, Daewoo, Kalos, Kaufberatung, KLAS

Einleitung

 

Der Kalos wurde zuerst unter dem Markennamen Daewoo im Jahr 2002 auf den Markt gebracht und wurde 2005 zum Chevrolet Kalos. Der Kalos ist ein einfach konstruierter Kleinwagen. Das zugehörige Stufenheck wurde als Aveo bezeichnet. Der Kalos wird durch große Fensterflächen, eine leicht ansteigende Gürtellinie und ein gefälliges Design gekennzeichnet. Es gibt ihn als Kompakten sowohl als 3- wie als 5-Türer, wobei der 3-Türer etwas dynamischer gestylt ist. Eingestellt wurde der Kalos im Jahr 2011.

 

Beim Kalos gab es ausschließlich Benzinmotoren. Hierbei handelte es sich um einen 1.2L und einen 1.4L großen 4-Zylinder. Kurzzeitig wurde auch eine Kompressorvariante mit dem Namen „Sprint“ vertrieben, diese ist jedoch sehr selten. Die Leistung reicht von 72 PS bis zu 131 PS. Die Motoren laufen recht kultiviert und bieten solide Hausmannskost. Anstelle eines Diesels wurde ab Auslieferung eine Flüssiggasvariante (LPG) angeboten. Neben einem Schaltgetriebe konnte auch ein Automatikgetriebe geordert werden.

 

Der Kalos konnte von Daewoo und Chevrolet durch eine aggressive Preispolitik gut auf dem Markt platziert werden. Der Kalos bietet akzeptable Platzverhältnisse und manierliche Sitze, das Kofferraumvolumen ist kleiner als bei Konkurenzmodellen. Die Fahrwerksabstimmung bis zum Facelift ist zwar sicher und komfortorientiert, jedoch auch unterdämpft, so dass lange Wellen zu einem merklichen Aufschaukeln führen und kurze Stöße vergleichsweise ungefiltert an die Passagiere weitergegeben werden, mit dem Facelift wurde die Fahrwerksabstimmung merklich verbessert, die starke Untersteuerneigung wurde jedoch nicht behoben. Neben sehr nackten Basismodellen, die mit einem sehr niedrigen Preis vermarktet wurden, ist der Kalos ansonsten vergleichsweise gut mit Komfortausstattung versehen. Die Materialien und die Verarbeitung des Kalos entsprechen dem Preisniveau, verschiedene Mängel in der Verarbeitung können jedoch vorkommen. Der Korrosionsschutz des Kalos ist unterdurchschnittlich. Das Sicherheitsniveau des Kalos ist ordentlich, wenn gleich ESP grundsätzlich nicht verfügbar war. Der Kalos wird durch mangelhafte Dämmung vergleichsweise laut.

 

Es gibt auf dem Markt noch eine gute Anzahl an Kalos zu kaufen, der Bestand sinkt allerdings kontinuierlich ab. Der Kalos bietet ein gutes Preis Leistungsverhältnis und ist im allgemeinen sehr günstig zu haben. Verschleiß- und Ersatzteile sind für die Fahrzeugklasse überdurchschnittlich teuer. Es ist anzumerken, dass sich Chevrolet zu Gunsten von Opel vom europäischen Markt zurückgezogen hat.

 

Typische Schwachstellen des Chevrolet Kalos und Aveo:

 

Motor:

  • benötigen vergleichsweise teures Motorenöl
  • verkokte Ventile
  • LPG Anlage nicht optimal auf den Motor angepasst
  • Ölverlust am Übergang Motor zu Getriebe
  • defekte Nocken- und Kurbelwellensensoren
  • Zahnriemen kann vor Erreichen des Wechselintervalls reißen
  • gebrochene Thermostatgehäuse
  • z.T. kurze Lebensdauer der Zündkerzen

 

Getriebe und Antrieb:

  • hohes Drehzahlniveau führt zu höherem Verbrauch und hoher Innenlautstärke
  • Schaltung etwas hakelig

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Fahrwerks- und Achslager der Vorderachse

 

Sicherheit:

  • Defekte Sitzbelegungsmatte oder Verkabelung des Beifahrersitzes
  • undichte Kraftstoffanlage und Kraftstoffleitungen
  • blockierende Handbremsen
  • ABS Fehler
  • poröse und verhärtete Bremsschläuche

 

Komfort:

  • Feuchtigkeitseinbrüche durch mangelhafte Dichtungen
  • vibrierende und sich lösende Außenspiegel

 

Karosserie & Korrosion:

  • Bodengruppe
  • hinterer Achsträger
  • Bremsleitungen
  • Auspuffanlage
  • um den Grill

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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25.10.2016 16:08    |    Rotherbach    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 1er, BMW, Cabrio, Coupe, E81, E82, E87, E87 (Fünftürer), E88, Kaufberatung

Einleitung

 

Mit dem 1er vollzieht BMW den Eintritt in die Kompaktklasse vollständig, nachdem der 3er Compact noch eine etwas halbherzige Ableitung des 3ers für die Kompaktklasse war. Das Design des 1ers wirkt zuerst gewöhnungsbedürftig und gedrungen. Der 5-Türer wurde 2004 eingeführt, mit der Einführung eines 3-Türers geduldete BMW sich bis 2007. Ebenfalls 2007 wurde das Coupe eingeführt, mit dem Cabrio im Jahr 2008 rundete BMW das Angebot ab. Eine Besonderheit stellt das M-Coupe dar, da es zu Teilen auch auf dem BMW M3 basiert. Die Produktion des 1ers wurde in Schritten beendet, das Cabrio und das Coupe wurden erst 2013 eingestellt und durch den 2er BMW ersetzt.

 

Den 1er BMW gab es mit einer breiten Motorenpalette aus Benzinern und Dieseln. Bei den Benzinern beginnt das Angebot mit einem 115 PS starken 116i und endet mit dem turbogeladenen 3L 6-Zylinder mit 340 PS im M-Coupe. Zwar sind alle Motoren prinzipiell drehfreudig und sportlich, dennoch werden vor allem die 116i Modelle eher als untermotorisiert bewertet. Auch bei den Dieseln beginnt das Angebot mit 115 PS und dem 116d, es endet beim 123d mit 204 PS, unabhängig von der Modellbezeichnung haben alle Diesel 2L Hubraum. Auch diese erfüllen grundsätzlich den Wunsch an BMW Motoren bezüglich Drehfreude und Sportlichkeit. Der 1er BMW leitet die Motorenleistung entweder per Schaltgetriebe oder Automatikgetriebe stets an die Hinterachse, nach vielen Jahren eine Ausnahme in der Kompaktklasse.

 

Der 1er BMW war trotz seines hohen Preises sehr erfolgreich und verkaufte sich sehr gut, ein Hauptgrund dürfte die sportliche Abstimmung in Verbindung mit Heckantrieb gewesen sein. Das Fahrzeug ist sportlich abgestimmt, bietet aber noch einen akzeptablen Restkomfort. Die Lenkung ist exakt und unterstützt sportliches Fahren ebenso vorbildlich wie das ergonomische Design des Cockpits und die guten Sitze. Die Verarbeitung ist bis zum Facelift auf akzeptablen Niveau, nach dem Facelift auf einem ordentlichen Niveau, kommt jedoch nicht an ähnlich alte Audis heran. Die Materialauswahl ist zum Teil sehr billig wirkend. Im Gegenzug bietet der 1er BMW ein gutes Sicherheitsniveau. Das Raumangebot und der Kofferraum sind in allen Karosserievarianten unterdurchschnittlich und eher eng, bei Coupe und Cabrio ist der Kofferraum im Grunde nicht der Rede wert.

 

Angebot und Preisniveau des 1er BMWs sind nach wie vor hoch, speziell Dieselmodelle werden teuer gehandelt. Während Verschleißteile im Zubehörhandel zu guten Preisen angeboten werden, sind Teile, die direkt über BMW bezogen werden müssen und Service bei BMW auf einem hohen Niveau angesiedelt.

 

Typische Schwachstellen des BMW 1er (E81, E82, E87, E88):

 

4-Zylinder Benziner:

  • verschlissene Kettenspanner
  • Steuerkettenlängung
  • defekte Zündspulen
  • Ausfall Kurbelwellen- und Nockenwellensensoren
  • einfrierende Ölabscheider
  • defekte Thermostate
  • Ölverlust Ventildeckeldichtung
  • Saugrohreinspritzer: gestörte Valvetronic, verschlissene Exzenterwelle
  • Direkteinspritzer: verschlissene Injektoren, defekte NOx Sensoren, verschlissene DeNOx Katalysatoren
  • Ölverlust an Valvetronic Steuerung und an Vakuumpumpe durch verhärtete O-Ringe
  • 116i (115 PS) ist nicht sehr effizient

 

6-Zylinder Benziner

  • defekte Zündspulen
  • Nockenwellen- und Kurbelwellensensoren
  • Magnetventile VANOS
  • verstopfte Kurbelwellengehäuseentlüftung
  • Störungen Valvetronic
  • Direkteinspritzer: verschlissene Injektoren, defekte NOx Sensoren, verschlissene DeNOx Katalysatoren
  • 35i: defekte Hochdruckeinspritzpumpen

 

4-Zylinder Diesel

  • verschlissene Kettenspanner
  • Steuerkettenlängung
  • Partikelfilter nicht in allen Fällen serienmäßig gewesen.

 

Getriebe und Antrieb:

  • rupfende Kupplungen v.A. bei Dieselmotoren
  • Getriebeölwartung bei 80.000 km empfohlen
  • Verschlissenes Zweimassenschwungrad

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Spurstangen

 

Sicherheit:

  • defekte an der Lenksäule
  • poröse Bremsschläuche
  • hohes Lenkungsspiel
  • Verlust Servoöl

 

Komfort:

  • quietschende Sitze
  • hoher Verschleiß Sitzbezüge

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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25.10.2016 14:06    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 8N, Audi, Audi TT, Coupe, Kaufberatung, Probleme, Roadster, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, TT

Einleitung

 

Der Audi TT war ein vollkommen neues Modell von Audi. Zuerst wurde es ab 1994 in Form von Designstudien vorgestellt, etwas überraschend wurde die Studie beinahe unverändert auf Basis des Golf IV und Audi A3 in die Serie überführt. Das Design ist unverwechselbar und herausstechend. Markteintritt des Audi TT als Coupe war 1998, das Roadster genannte Cabriolet erschien 1999 auf dem Markt. Kurz nach Markteintritt kam es zu einer Unfallserie aufgrund des sehr engen Grenzbereichs, der viele Fahrer überforderte. Im Jahr 2000 wurde entsprechend ein Heckspoiler in die Serie aufgenommen und ESP wurde Serie. Die meisten Änderungen flossen beim TT kontinuierlich in die Serie ein, ein kleines Facelift v.a. an der Optik des Grills erfolgte 2003. Im Jahr 2006 wurde die erste Generation vom Nachfolger abgelöst.

 

Den TT der ersten Generation gibt es ausschließlich mit Benzinmotoren. In erster Linie war er mit dem bekannten 1.8L Turbomotor in verschiedenen Leistungsstufen von 150 bis 240 PS ausgestattet. Alternativ konnte man ab 2003 auch einen 3.2L VR6 Motor ordern. Der Basismotor mit 150 und später 163 PS war stets an den Frontantrieb gekoppelt. Ab 180 PS gab es den quattro Antrieb optional, ab 225 PS war der Allradantrieb Serie. Beim 3.2L VR6 Motor konnte optional ein Doppelkupplungsgetriebe geordert werden. Die Fahrleistungen des Audi TT sind stets sehr gut, die Motoren haben ausreichend Leistung und Drehmoment, das Traktionsniveau ist speziell mit quattro Antrieb hoch.

 

Der Audi TT war ein sehr erfolgreiches und ziemlich teures Fahrzeug. Das Ausstattungsniveau war durchgängig akzeptabel, aber nie herausragend. Die Verarbeitung des TT war sehr gut, die Materialien ab Modelljahr 2000 gut und hochwertig. Das Sicherheitsniveau war ab 2000, beziehungsweise mit nachgerüsteten Sicherheitsfeatures auch früher, gut. Das Fahrwerk ist sehr sportlich abgestimmt, der Grenzbereich liegt außerordentlich hoch und ist sehr eng, daher sind Modelle die ESP besitzen klar vorzuziehen, ohne ESP kann der TT schlagartig übersteuern. Die Lenkung ist feinfühlig. Die Sitzanlage bietet vergleichsweise guten Komfort. Wie bei den meisten Sportcoupes und Roadster ist das allgemeine Platzangebot eher gering, jedoch ausreichend für einen Ein- oder Zweipersonenhaushalt.

 

Das Angebot und das Preisniveau sind nach wie vor relativ hoch. Aufgrund von Design und Anspruch ist die Youngtimer und Oldtimerkarriere des Audi TT quasi vorprogrammiert. Das Angebot an Fahrzeugen ist groß. Günstige Modelle leiden erfahrungsgemäß in der Regel an Wartungsrückständen. Verschleißteile können im Zubehör günstig erworben werden, Karosserieteile, spezielle TT Teile und alles, das direkt bei Audi bezogen werden muss ist tendenziell als teuer einzustufen.

 

Typische Schwachstellen des Audi A8 TT 8N:

 

1.8 Turbo:

  • defekte Luftmassenmesser
  • defekte Zündspulen
  • verkokte Turbolader
  • abgebrannte Ventile (in der Regel Folgeschaden eines defekten Luftmassenmessers)
  • verschlissene Drehmomentstütze führt zu einem klacken beim Lastwechsel
  • defekte Wasserpumpen

 

3.2 VR6:

  • verschlissener Steuerkettenspanner
  • thermische Probleme können zu Zylinderkopfproblemen und defekten Zylinderkopfdichtungen führen
  • defekte Luftmassenmesser
  • defekte Zündspulen
  • defekte Wasserpumpen

 

Getriebe und Antrieb:

  • Softwarefehler kann bei DSG Getriebe zum Absterben des Motors beim Anfahren führen
  • undichte Getriebeöl-/Wasserwärmetauscher können zu einem Defekt des DSG Getriebes führen
  • DSG Getriebewartung und Kupplungswechsel teuer
  • defekte Schaltgetriebe durch brechende Nieten der Getriebeschaltgabel, im besten Falle fehlen Gänge
  • defekte Zweimassenschwungräder bei handgeschalteten 3.2L äußert sich durch rhythmisches Klackern
  • verschlissene Haldexkupplung (Heckachse bei quattro wird nicht angetrieben)
  • verschlissene, jaulende Differentiale

 

Fahrwerk:

  • unterrostete Stabilisatoren

 

Sicherheit:

  • undichte Kraftstofftanks
  • defekte ESP/ABS Steuerung bei Tevessystemen
  • undichte Scheinwerferabdeckungen
  • undichte Rückleuchten
  • defekte Leuchtweitenregelung
  • stark verschleißende Bremsscheiben vorne
  • zu großes Lenkspiel

 

Komfort:

  • Das Cabriodach gilt als Verschleißempfindlich
  • Ausfall LED/LCD Cockpitdisplay
  • defekte elektrische Fensterheber, oft auch die automatische Scheibenabsenkung betroffen
  • undichte Kofferraumdichten, Spoilerbefestigungen, Kennzeichenbeleuchtung führen zu Feuchtigkeit und stehendem Wasser im Kofferraum
  • defekter Schließmechanismus des Daches bei Roadster
  • verhärtete Dachdichtungen bei Roadster
  • Ausfall Klimaanlage

 

Karosserie & Korrosion:

  • Korrosion zwischen Radkasten, Innenkotflügel und A-Säule, versteckt hinter Innenkotflügel
  • Korrosion Dachleisten

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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Aktualisierung 2016

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24.10.2016 21:49    |    Rotherbach    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 4D, A8, Audi, D2, D2/4D, Kaufberatung, Probleme, S8, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen

Einleitung

 

Der Audi A8 ist der Nachfolger des Audi V8 und erschien 1994. Er war als sportlich komfortable Oberklasselimousine mit Allradantrieb und vollständig aus Alluminium gefertigt klar gegen die etablierten Mercedes S-Klasse und BMW 7er positioniert und sollte aus beiden Lagern Käufer erobern, zum einen diejenigen, denen die S-Klasse zu komfortorientiert war und zum anderen diejenigen, denen der BMW zu sportlich abgestimmt war. Der A8 übernimmt Designelemente des Audi 100/C5 und verankert diese in der Oberklasse. Den A8 gab es in zwei Radstandvarianten, allerdings gab es in der Ausführung mit langem Radstand nur eine eingeschränkte Anzahl an Motoren. In den Jahren 1999 und 2001 wurden zwei kleinere Facelifts am A8 durchgeführt. Ende 2002 wurde die erste Generation des Audi A8 abgelöst.

 

Der Audi A8 konnte zuerst nur mit Benzinmotoren bestellt werden, Dieselmotoren wurden ab 1997 nachgereicht. Unter den Benzinern finden sich zwei V6 Motoren, sechs V8 Motoren in zwei Hubraumgrößen und ein 12 Zylinder in sogenannter W-Ausführung. Die V6 Motoren wurden unverändert aus dem Audi 80 und 100 übernommen, der W12 Motor später von VW übernommen. Bei den V6 Benzinern und dem kleinen V8 Motor konnte zwischen Frontantrieb und quattro Antrieb gewählt werden. Alle 4.2L V8 Motoren und der W12 verfügen serienmäßig über Allradantrieb. Während bei den V6 Motoren die Handschaltung Serie war und ein Automatikgetriebe als Option verfügbar war, waren der W12 und die V8 Motoren, mit Ausnahme des Sportmodells S8, stets mit einem Automatikgetriebe gekoppelt. Der Dieselantrieb wurde zuerst mit einem 2.5 TDI eingeführt, dieser war jedoch mit 150 PS zu schwach und wurde kurzzeitige später durch eine 180 PS Version ersetzt. Mit dem 3.3L V8 TDI setzte Audi eine Duftmarke im Segment. Bei den Dieseln ist der Frontantrieb bei den V6 Motoren Standard und quattro eine Option gewesen, beim 3.3L V8 hingegen war der quattro Antrieb stets Serie, ebenso war beim V8 das Automatikgetriebe Serie, dass bei den V6 Motoren als Option verfügbar war. Aufgrund der Alluminiumkarosserie ist das Fahrzeuggewicht vergleichsweise niedrig und der A8 erzielt gute Fahrleistungen und eine gute Effizienz in seiner Klasse.

 

Der A8 war ein vergleichsweise teures Fahrzeug, das Grundausstattungsniveau war in der Oberklasse jedoch überdurchschnittlich verglichen mit den Kernkonkurenten S-Klasse und 7er BMW. Die Verarbeitung des A8 ist herausrangend, die verwendeten Materialien sehr gut und hochwertig. Das Sicherheitsniveau war 1994 sehr gut und wurde permanent aktuell gehalten. Der A8 ist sehr geräumig und bietet viel Platz. Er ist eine sehr gute Reiselimousine. Das Fahrwerk ist für eine Oberklasselimousine knackig, bietet aber einen sehr ordentlichen Restkomfort, so dass er sich beinahe in die Mitte von S-Klasse und 7er BMW setzt. Während die quattro Modelle sehr traktionsstark sind, ist das Traktionsniveau der Fronttriebler eher durchschnittlich.

 

Der A8 war das Modell, mit dem Audi sich in der Oberklasse etablieren konnte, nachdem die Versuche in der Vergangenheit wenig nachhaltig waren. Das Angebot an Fahrzeugen ist ausreichend groß. Die Preise sind für ein Oberklassefahrzeug niedrig, dafür sind jedoch Wartungs- und Teilekosten zum Teil sehr hoch.

 

Typische Schwachstellen des Audi A8 D2/4D:

 

V6 Benziner

  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • defekte Wasserpumpen
  • 30V Motor: Hoher Ölverbrauch, Ölverlust am Nockenwellenversteller
  • Ölverlust an Nockenwellengehäuseentlüftungdeckel, Zylinderkopf, Ventildeckeldichtung
  • defekte Ansaufbrücken und Schläuche durch Öldampf und -nebel
  • defekte Kraftstoffpumpe
  • defekte Lichtmaschinen

 

V8 Benziner

  • defekte Wasserpumpen
  • defekte Kraftstoffpumpe
  • defekte Lichtmaschinen
  • undichtes Kühlmittelrohr zum Öl/Wasserwärmetauscher

 

W12 Benziner

  • defekte Lichtmaschinen
  • defekte Thermostate

 

2.5 TDI Motoren

  • defekte Luftmassenmesser
  • verschlissene Turbolader
  • eingelaufene Nockenwellen
  • verschlissene Einspritzpumpe
  • defekte Wasserpumpen
  • sehr teuer in Wartung
  • keine grüne Plakette möglich
  • defekte Lichtmaschinen

 

3.3 TDI

  • defekte Luftmassenmesser – Achtung! Regeln auch die Getriebeansteuerung, defekte Luftmassenmesser zerstören das Getriebe!
  • eingelaufene Nockenwellen
  • defekter Raildruckgeber
  • Ölverlust an Zylinderkopfdichtungen
  • Ölverlust an Ventildeckeln
  • defekte VTG Verstellung der Turbolader
  • Einlaufende Kurbelwellenlager
  • sehr teuer in Wartung
  • keine grüne Plakette möglich
  • defekte Lichtmaschinen

 

Getriebe und Antrieb:

  • Getriebeölwartung bei AT Getrieben alle 80.000 km durchführen, sonst droht Verschleiß und Getriebedefekt
  • Ölverlust am Getriebe
  • Ölverlust an Differentialen

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Achslager Vorderachse
  • verschlissene Spurstangen Vorderachse
  • Verschlissene Querlenker Vorderachse
  • Verschlissene Traggelenke Vorderachse

 

Sicherheit:

  • defekte Kraftstoffpumpen
  • defekte Scheibenwischermotoren
  • defekte Lenkgetriebe
  • defekte ABS Blöcke
  • Defekte Druckschläuche Servolenkung
  • poröse Bremsschläuche
  • defekte Xenonbrenner
  • hängende/festgehende Bremssättel Hinterachse
  • defekte Plusverteilerdose

 

Komfort:

  • verstopfte Kondenswasserventile der Klimaanlage/Heizung
  • defekte Tempomatensteuergeräte
  • Ausfall Stellmotoren der Lüftung
  • defekte Lüftermotoren
  • defekte Zentralverriegelung
  • defekte elektrische Kopfstützen

 

Karosserie & Korrosion:

  • Karosseriearbeiten sind sehr aufwändig und teuer, sehr gut auf Pfuschreparaturen achten.
  • aufblühender Lack um den Tankdeckel

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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Aktualisierung 2016

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24.10.2016 15:39    |    Rotherbach    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 8P, 8PA, A3, Audi, Cabrio, Kaufberatung, RS3, S3, Sportback

Einleitung

 

Das Modell 8P beerbte den A3 8L im Jahr 2003. Er wurde zuerst als 3-Türer eingeführt. Der 5-Türer wurde erst 2004 eingeführt und erhielt den Namenszusatz „Sportback“. Komplettiert wurde die Baureihe erst 2008 mit der Einführung des A3 Cabriolets. War der Vorgänger noch recht rundlich und etwas zierlich geraten, stellte sich der Nachfolger hier komplett anders dar. Er war stämmig, hatte eine dominante Front und zeigte wesentlich mehr Kontur und weniger fließende Formen. Im Rahmen eines ersten kleinen Facelifts wurde der Audi Singleframegrill auch beim A3 3-Türer analog zum Sportback eingeführt. Im Jahr 2008 erfolgte eine umfangreiche Modellpflegemaßnahme, eine kleine Detailpflegemaßnahme wurde nochmals 2010 durchgeführt. Der 3-Türer wurde Anfang 2012 eingestellt, der 5-Türer im Herbst 2012, das Cabrio blieb noch bis März 2013 im Programm.

 

Im A3 wurde eine große Bandbreite an Motoren eingesetzt. Bei den Benzinern begann das Programm ursprünglich mit einem 102 PS starken 1.6L Saugmotor und reichte bis zu einem 3.2L VR6 Motor mit 250 PS. Mit der konzernweiten Einführung der turboaufgeladenen Direkteinspritzer wurde auch der A3 mit diesen ausgerüstet. Die Bandbreite hierbei reicht von 1.2L bis hin zu einem 2.5L 5 Zylinder im RS3, der in Europa allerdings ausschließlich von Audi eingesetzt wurde. Die Leistungsspanne beträgt hierbei 105 bis 340 PS. Auf nicht ganz so viele Motorisierungen kommt man bei den Dieseln. Bei Einführung wurden noch Pumpe-Düse-TDI Motoren mit 1.9 oder 2.0L und 105 bis 170 PS verbaut, diese wurden durch modernere Common Rail Dieselmotoren mit 1.6 bis 2.0L ersetzt, diese leisteten 90 bis 170 PS. Ein Teil der Motoren konnte mit dem Audi quattro Antrieb kombiniert werden. Bis auf den RS3, der serienmäßig ein Doppelkupplungsgetriebe besaß, wurden alle Motorisierungen mit einem Schaltgetriebe ausgestattet. Bei einem Teil konnte alternativ ein Doppelkupplungsgetriebe mit 6 oder 7 Gängen geordert werden. Beim 2.0 FSI gab es die Option ein klassisches Wandlergetriebe zu ordern. Die 1.6L und 2.0L Common Rail TDI Motoren sind vom VW Abgasskandal betroffen.

 

Trotz seines vergleichsweise hohen Preises und der schmalen Serienausstattung, war der Audi A3 ein sehr erfolgreiches Modell. Vielfach wurden viele Extras von den Käufern geordert. Die Verarbeitung des A3 besitzt ein vorbildhaftes Niveau, die sichtbaren Materialien sind dem Preis nach angemessen ausgewählt. Der Korrosionsschutz ist sehr gut, das gebotene Sicherheitsniveau ist sehr gut und hoch. Das Platzangebot im A3 ist eher bescheiden, der Sportback bietet etwas mehr Raum. Für den Kofferraum gilt vergleichbares. Dafür ist die Sitzqualität sehr gut und der Langstreckenkomfort gut, da das Standardfahrwerk mild sportlich mit ausreichendem Restkomfort hat, Modelle mit Sport- oder S-Line-Fahrwerk hingegen sind sehr hart abgestimmt und nicht jedermanns Geschmack, wobei diese im Laufe der Produktion hin zu mehr Komfort optimiert wurden.

 

Der A3 ist zwar in großen Stückzahlen und großer Auswahl auf dem Markt verfügbar, er ist dennoch nach wie vor sehr gefragt und teuer, vor allem TDI und Sportmodelle zeichnen sich in der Regel durch stolze Preisvorstellungen aus. Einfache Verschleißteile wie z.B. Bremsen kann man mittlerweile günstig im Zubehör bekommen. Teile und Service für die ein Besuch beim Audipartner notwendig ist sind jedoch eher teuer.

 

Typische Schwachstellen des Audi A3 8P:

 

1.6L Benzinmotor:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen

 

1.6/2.0 FSI:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • defekte Zündspulen (v.A. 2.0 FSI)
  • verschlissene DeNOx Katalysatoren
  • Keine Freigabe für E10, kann zu Korrosion an Leitungen und Verschraubungen führen

 

1.2/1.4 TFSI:

  • verschlissene und gelängte Steuerketten
  • hoher Ölverbrauch
  • vereinzelnd Zylinderkopfdichtungsprobleme
  • Verschlissene Nockenwellenversteller

 

1.8/2.0 TFSI

  • hoher Ölverbrauch
  • in den ersten 2 Produktionsjahren vereinzelt gelängte verschlissene Steuerketten bei 2.0 TFSI
  • 1.8/2.0TFSI: verschlissene Steuerkettenspanner zwischen 2009 und 2011, defekte Rückschlagsventile im Nockenwellenversteller
  • vereinzelnd Zylinderkopfdichtungsprobleme

 

2.0 TDI-PD Motoren

  • defekte Ölpumpenantriebe – führen zu Motor und Turbodefekten
  • thermische Probleme können Zylinderkopfrisse erzeugen (170 PS Variante besonders stark betroffen)
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • defekte Pumpe-Düse Elemente
  • verschlissene Zweimassenschwungräder, können im Worst Case das Getriebegehäuse beschädigen

 

1.6 TDI-CR Motoren

  • teilweise von VAG Abgasskandal betroffen, Betroffenheit und Rückruf prüfen
  • verschlissene Injektoren
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • hoher Ölverbrauch
  • verkokte Abgasrückführung

 

2.0 TDI-CR Motoren

  • teilweise von VAG Abgasskandal betroffen, Betroffenheit und Rückruf prüfen
  • defekte, verschlissene Piezoinjektoren
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • hoher Ölverbrauch
  • verschlissene Zweimassenschwungräder, können im Worst Case das Getriebegehäuse beschädigen

 

3.2L VR6:

  • verschlissene Steuerkettenspanner
  • hohe thermische Belastung führt zu Zylinderkopfproblemen und Zylinderkopfdichtungsproblemen

 

Getriebe und Antrieb:

  • Softwarefehler kann bei DSG Fahrzeugen beim Anfahren zum Motorabsterben führen
  • Hoher Kupplungsverschleiß
  • Kupplungswartung bei DSG überdurchschnittlich teuer
  • Häufig defekte 7-Gang-DSG Getriebe (nicht RS3), Steuergerätefehler, verschlissene Kupplungen, verschlissene Mechanik
  • verschlissene Antriebswellen
  • defekte Zweimassenschwungräder bei handgeschalteten 3.2L äußert sich durch rhythmisches Klackern
  • verschlissene Haldexkupplung bei 3.2L (Heckachse bei quattro wird nicht angetrieben)
  • verschlissene, jaulende Differentiale bei 3.2L

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Querlenkerbuchsen
  • korrodierte oder gebrochene Fahrwerkfedern

 

Sicherheit:

  • frühe Modelle mit fehlerhaften Windschutzscheiben ausgeliefert: „Coronaeffekt“.

 

Komfort:

  • defekte Klimaanlagen, defekte Klimakompressoren
  • frühe Modelle lassen sich nur schwer wirklich volltanken
  • defekte Open Sky Dächer

 

Karosserie & Korrosion:

  • sich ablösender Unterbodenschutz
  • an und um 3. Bremsleuchte
  • vordere Kotflügel
  • Kennzeichenbeleuchtung
  • oberhalb der Rückleuchten
  • Massekontakte an Karosserie im Motorraum an Wasserkasten, Längsträger zwischen Scheinwerfer und Batterie
  • Schrauben und Kanten von Türen, Radläufen und Verstärkungen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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