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rotherbach

SportsLounge Alles was mich an Autos interessiert.

29.11.2016 20:43    |    Rotherbach    |    Kommentare (0)

Hallo Zusammen,

 

Tadaa ... heute haben wir die 30.000 Hits bei den Kaufberatungen geknackt! Ich freue mich sehr darüber, dass ihr so fleißig zu Besuch kommt.

 

LG Kester

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29.11.2016 12:44    |    Rotherbach    |    Kommentare (0)

Hallo Leser,

 

Wir gehen ja auf die besinnliche Weihnachtszeit zu ... daher wollte ich mal in die Runde fragen - ob euch eine Kaufberatung im speziellen interessieren würde?

 

Wünscht euch doch mal eine Kaufberatung zu einem Modell. Ich schau dann mal, was meine Datenlage dazu hergibt.

 

LG Kester

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27.11.2016 21:25    |    Rotherbach    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Kaufberatung, P9, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Toyota, XP9, XP 9, X P9, XP9 / XP9F, Yaris

Einleitung

 

Die zweite Generation des Yaris kam 2005 auf den Markt, der Verso wurde gestrichen. Das Design wurde modernisiert und stämmiger, wenn gleich die Designidee unverändert war. Der Innenraum wirkt deutlich europäischer und ernster als beim Vorgänger. Im Jahr 2009 wurde ein Facelift durchgeführt und 2011 wurde der Nachfolger präsentiert.

 

Im offiziellen Deutschen Motorenangebot gab es insgesamt vier Benzinmotoren und einen Dieselmotor. Die Basis wurde wieder durch einen 1L Motor gebildet, dieser leistete nun 69 PS, darüber rangierten verschiedene 1.3L Motoren mit 87 bis 101 PS. Das Topmodell war der nur knapp 2 Jahre im Angebot befindliche 1.8 TS mit 133 PS. Offiziell gab es in der Schweiz zusätzlich eine 215 PS starke Kompressorvariante des Yaris. Abgesehen vom 1.8TS konnten die Motoren entweder mit Schaltgetriebe oder Automatikgetriebe kombiniert werden. Ergänzend wurde auch der 1.4L D4D Motor wieder angeboten, er erstarkte allerdings auf 90 PS. Die Fahrleistungen des Yaris sind auch in der zweiten Generation leicht unterdurchschnittlich. Auch der Yaris der 2. Generation gilt als solide und zuverlässig.

 

Der Yaris der zweiten Generation bietet merklich mehr Platz in Innenraum als sein Vorgänger und befindet sich auf Augenhöhe mit seinen Mitbewerbern. Die Sitze sind bequem und langstreckentauglich, im TS fehlt etwas Seitenhalt. Die Verarbeitungsqualität ist gut, die optische Erscheinung wird manchmal als Einfallslos bezeichnet. Der Yaris II ist mit Ausnahme extremer Basismodelle überdurchschnittlich gut ausgestattet. Das Sicherheitsniveau hat sich im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Das Handling des Yaris wurde verbessert, ist dennoch komfortabel. Der Yaris ist nach wie vor sehr leise.

 

Der Yaris der zweiten Generation verkaufte sich nach wie vor gut. Das Preisniveau gebrauchter Yaris ist nach wie vor hoch. Viele Teile für den Yaris sind vergleichsweise teuer, es sind überdurchschnittlich teure Motorenöle vorgeschrieben.

 

Typische Schwachstellen des Toyota Yaris (XP9):

 

Benzinmotoren:

  • Ölverlust am Steuerkettenkasten
  • defekte Wasserpumpen, hauptsächlich am 1.0L
  • defekte Luftmassenmesser 1.33L

 

Dieselmotoren:

  • defekte Zweimassenschwungräder
  • Ölverdünnung
  • defekte Drosselklappen
  • defekte Kurbelwellensensoren

 

Getriebe und Antrieb:

  • 1.3L 87 PS mit MMT Automatikgetriebe: defekte Vakuumpumpe (äußert sich durch absackendes Bremspedal beim Halten), Ausfälle Aktuatoren, Hydraulikölverlust
  • hoher Verschleiß am 6-Gang Getriebe des 1.33L
  • Drucklager der Kupplung (quietschen)
  • hoher Kupplungsverschleiß

 

Sicherheit:

  • defekte Blinkerhebel
  • knackende Lenksäulen (teilweise Inhalt eines Rückrufs)
  • Korrosion hintere Bremsen und Ankerbleche
  • Ausfälle ABS und ESP Sensoren
  • defekte Zündschlösser

 

Komfort:

  • defekte, zu Beginn rappelnde, Klimakompressoren, kann auch unrunden Motorleerlauf verursachen
  •  

    Karosserie & Korrosion:

    [list]

  • lockere Heckschürze
  • quietschendes Auspuffsverschraubungen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2017

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27.11.2016 20:54    |    Rotherbach    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Kaufberatung, P1, P1/P1F, Probleme, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, Toyota, Verso, Yaris

Einleitung

 

Der Toyota Yaris ist der Nachfolger des Toyota Starlet. In Deutschland war er ab 1999 verfügbar und konnte als Kleinwagen und alternativ als Verso bezeichneter Microvan bestellt werden. Der Yaris ist sehr rundlich geraten, hat vergleichsweise große Fensterflächen und sehr kurze Überhänge, dennoch ist der Yaris etwas unübersichtlich. Der Verso wirkt unglücklich vergrößert und unharmonisch, speziell die zu klein wirkenden Räder stechen hervor. 2003 wurde ein Facelift durchgeführt, 2006 wurde die erste Baureihe des Yaris durch die zweite Generation ersetzt.

 

Die Motorenauswahl beim Yaris ist vergleichsweise klein. Sie besteht aus drei Benziners und einem Dieselmotor. An der Basis gibt es einen 1L Motor mit entweder 65 oder 68 PS, darüber bildet ein 1.3L Motor den Mittelbau und als Topmodell steht ein 1.5L Motor mit 105 oder 106 PS zur Verfügung. Die Motoren sind durchaus drehfreudig, aber es fehlt ihnen etwas an Drehmoment und die Getriebe sind typisch für Toyota etwas zu lang übersetzt. Der Dieselmotor war ein zum Zeitpunkt seines Erscheinens sehr moderner 1.4L CommonRail Diesel und leistet 75 PS, auch er ist etwas drehmomentschwach, dafür aber sehr sparsam, für Pendler und Anwohner von Umweltzonen ist die Plakettensituation exakt zu prüfen, da nicht alle die grüne Plakette erhalten, ein Partikelfilter kann allerdings nachgerüstet werden. Abgesehen von den 1.5L Motoren konnten neben einem Schaltgetriebe auch alternativ entweder ein Automatik- oder ein automatisiertes Schaltgetriebe geordert werden. Der Yaris ist sparsam, aber kein Dynamikwunder, die Fahrleistungen des Yaris sind leicht unterdurchschnittlich. Ausnahmen stellen lediglich die in Deutschland sehr raren 1.5L Turbos aus der Schweiz oder die noch selteneren 1.5L Kompressorvarianten von TTE dar. Der Yaris brilliert durch eine hohe Zufriedenheits- und Zuverlässigkeitsquote.

 

Der Yaris bietet vorne akzeptable Platzverhältnisse, der Fond ist ziemlich eng, der Kofferraum ist eher als klein einzustufen. Beim Verso ist der Platz im Fond für einen Microvan klassenüblich, der Kofferraum etwas größer als beim Yaris. Die Sitze sind bequem und langstreckentauglich. Die Verarbeitungsqualität ist ziemlich gut, wenn gleich zwischendurch kleine Macken zu finden sind. Die Ausstattung eines Yaris kann sehr dünn ausfallen, da es sehr günstige und sparsam ausgestattete Basismodelle vorhanden waren. Sofern sie vorhanden ist, ist die Klimaanlage sehr leistungsfähig. Die Sicherheitsausstattung des Yaris ist ordentlich. Er ist für einen Kleinwagen vergleichsweise flexibel und gut gedämmt. Die Fahrwerks- und Lenkungsabstimmung sind komfortorientiert, die Agilität und Fahrspaß bleiben dabei auch beim Topmodell etwas auf der Strecke, dies wird durch die etwas hakelige Schaltung noch verstärkt. Allerdings können Fahrzeuge, die nicht über ESP verfügen bei Lastwechseln in Kurven bei Nässe und Glätte schlagartig übersteuern.

 

Der Yaris verkaufte sich vergleichsweise gut und war zeitweise das sich am besten verkaufende Modell von Toyota in Deutschland. Das Preisniveau ist vergleichsweise hoch, da der Yaris ein sehr gutes Zuverlässigkeitsimage hat. Viele Teile für den Yaris sind vergleichsweise teuer, es sind überdurchschnittlich teure Motorenöle vorgeschrieben, dafür werden die Motoren durch eine Steuerkette gesteuert und verfügen nicht über einen Zahnriemen.

 

Typische Schwachstellen des Toyota Yaris (P1):

 

Benzinmotoren:

  • hoher Ölverbrauch
  • 1.0L: verschlissene, gelängte Steuerketten

 

Dieselmotoren:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen bis 2002

 

Getriebe und Antrieb:

  • defekte Vakuumpumpe des MMT Automatikgetriebes (äußert sich durch absackendes Bremspedal beim Halten)
  • Ausfälle Aktuatoren im MMT Automatikgetriebe
  • MMT Getriebe: Hydraulikölverlust
  • defekte Ausrücklager Schaltgetriebe

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Stabilisatorbuchsen (klappern/klopfen beim überfahren von Bodenwellen)
  • verschlissene Federbeinlagerung Hinterachse
  • korrodierende/brechende Fahrwerksfedern
  • verschlissene Buchsen Hinterachsaufhängung
  • verschlissene Radlager hinten

 

Sicherheit:

  • Korrosion der WErksallufelgen durch schlechte Lackierung
  • Korrosion Bremse Hinterachse
  • Korrosion Ankerbleche Bremse Hinterachse

 

Komfort:

  • defekte Zentralverriegelung
  • Sitzbezüge nicht haltbar
  • Wassereinbruch durch Kofferraumdichtungen

 

Karosserie & Korrosion:

  • sich ablösender Lack an Heckklappen und Stoßstangen
  • angelaufene Scheinwerferabdeckungen
  • Korrosion unter den Einstiegsleisten

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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27.11.2016 19:34    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Astra, Astra G, Bertone, Cabrio, Caravan, Coupe, G, Kaufberatung, Opel, Probleme, Schwachpunkte, Schwachstellen

Einleitung

 

Der Opel Astra G wurde Anfang 1998 präsentiert und löste seinen gleichnamigen Vorgänger ab. Den Astra G gab es als 3- und 5-Türige Kompaktlimousine, als 4-Türige Limousine, als Coupe, Cabrio und Kombi. Der Astra G war kantiger gestaltet als sein sehr stark auf aerodynamische Effizienz hin gestaltete Vorgänger. 2002 wurde der Astra einem Facelift unterzogen und in Deutschland 2005 durch den Astra H ersetzt.

 

Im Astra G wurde eine große Bandbreite an Benzinmotoren eingesetzt, die zum Teil mit Automatikgetrieben kombiniert werden konnten. Es handelt sich hierbei ausschließlich um 4-Zylinder, die zum Teil Turbogeladen sind. Die Leistungsspanne reicht von 65 PS aus 1.2L und endet bei 200 PS aus einem 2L Turbo. Dieselmotoren wurden erheblich weniger angeboten. Die Leistungsspanne reicht hier von 68 PS bis hin zu 125 PS. Die Motoren sind für Ihre Motorleistung stets recht sparsam und ermöglichen dem Astra gute Fahrleistungen.

 

Der Astra bietet ausreichend Platz, ist allerdings etwas kleiner als sein Vorgänger. Die Sitze des Astras sind gut und bequem, auch längere Strecken sind mit dem Astra gut zu fahren. Das niedrige Geräuschniveau und das komfortable Fahrwerk tragen hierzu bei. Hinzu kommt eine angenehm unterstützte und dennoch gut zurückmeldende Lenkung. Die Komfortausstattung des Astras ist leicht überdurchschnittlich im Vergleich zu ähnlich alten Fahrzeugen, das Verarbeitungsniveau ist gut, der Korrosionsschutz sehr gut. Beruhigend ist das hohe Niveau der Sicherheitsausstattung und das gute Sicherheits- und Crashniveau.

 

Das Angebot an Astras ist groß, das Preisniveau ist attraktiv bis niedrig. Selbst gute Fahrzeuge mit niedriger Laufleistung sind nicht teuer. Ersatz- und Verschleißteile sind günstig, Wartung und Service sind günstig. Bei den Dieseln ist auf die Schadstoffeinrichtung zu achten, da nicht alle Fahrzeuge die grüne Plakette erreichen können.

 

Typische Schwachstellen des Opel Astra G:

 

Benzinmotoren:

  • gerissene Abgaskrümmer
  • bis 2001: Spannrollen zerbröseln im Betrieb, penibelst auf Wechselintervall achten
  • defekte Steuergeräte bei 1.6L 75 PS Motor (bis 1999)
  • 2.2L: schwacher Steuerkettenspanner führt zu überspringender Kette (Rasseln, Sirren, schlagen kündigen Schaden an)
  • defekte Lichtmaschinen
  • verstopfte Abgasrückführungsventile
  • Ölverlust an Ölablassschraube

 

Dieselmotoren:

  • Ölverlust bei DTI Motoren
  • 2.2 DTI: defekte Einspritzpumpen
  • hoher Ölverbrauch
  • defekte Lichtmaschinen
  • verstopfte Abgasrückführungsventile
  • Ölverlust an Ölablassschraube
  • Defekte Luftmassenmesser
  • defekte Dieselsteuerungseinheit, nur als Gesamtteil zu tauschen. Kann von wenigen Fachleuten repariert werden.

 

CNG Motoren:

  • verbrannte Ventile
  • Gasflaschen müssen nach 10 Jahren erneuert werden
  • verstopfte Abgasrückführungsventile
  • Ölverlust an Ölablassschraube
  • gerissene Abgaskrümmer
  • bis 2001: Spannrollen zerbröseln im Betrieb, penibelst auf Wechselintervall achten
  • defekte Lichtmaschinen

 

Getriebe und Antrieb:

  • defekte Schaltgetriebe bei 1.8L mit 125 PS
  • hoher Kupplungsverschleiß

 

Fahrwerk:

  • ausgeschlagene Spurstangenköpfe
  • Korrosion und Brüche Fahrwerksfedern

 

Sicherheit:

  • Korrosion, festgammeln der hinteren Bremszangen
  • feuchte Scheinwerfer
  • Airbagfehler
  • Bremsscheiben vorne verschleißen stark
  • knackende Lenksäulen
  • defekte Zündschlösser
  • Ausfall hinterer Scheibenwischermotor
  • abspringende Scheibenwischerarme

 

Komfort:

  • defekte Klimakompressoren
  • undichte Fensterdichtungen
  • Diesel sehr schwache Heizung
  • Wassereinbruch über undichte Stirnwand und Pollenfilter
  • Ausfall Gebläselüfter durch eindringendes Wasser
  • gebrochene Lüftungsklappen
  • defekte Radios, nudeln Batterien leer

 

Karosserie & Korrosion:

  • hintere Radläufe, wenn Fahrzeug nicht am Rückruf teilgenommen hat
  • Korrosion des Hilfsrahmens bei Dieselmotoren
  • bis 2000: Risse in Türblechen bei 3 Türern
  • Türunterkanten bei Coupes und Cabrios

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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27.11.2016 18:41    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: K11, K 11, Kaufberatung, March, Micra, Nissan, Probleme, Schwächen, Schwachstellen

Einleitung

 

Mit der zweiten Generation des Micras erneuerte Nissan seinen erfolgreichen Kleinwagen im Spätsommer 1992. Es ist ein Kleinwagen, er wurde im zeittypischen rundlichen japanischen Design gestaltet, wirkt optisch sehr freundlich und glänzt mit großen Fensterflächen. Da der Micra vergleichsweise lang produziert wurde, erhielt er ein erstes Facelift, bei diesem wurden die Scheinwerfer und die Front massiv modernisiert. Ein weiteres Facelift erfolgte im Herbst 2000, ehe die Baureihe 2003 eingestellt wurde.

 

Im Micra wurden über die Bauzeit vier Benzinmotoren und ein Dieselmotor angeboten. Die Motorenpalette der Benziner reicht von 1L bis 1.4L und 55 bis 82 PS. Die Benziner sind durchweg drehfreudig und mit einer Steuerkette versehen. Der Käufer konnte zwischen einem 5-Gang Schaltgetriebe und einem CVT Getriebe wählen. Der Dieselmotor stammte von Peugeot und leistete 55 PS aus 1.5L, auch dieser Motor kann mit einem Schaltgetriebe oder einem CVT Getriebe kombiniert werden. Durch das niedrige Gewicht des Micras sind die Fahrleistungen und der Verbrauch beeindruckend. Die Zuverlässigkeit des Micras gilt auch im hohen Alter als überaus gut.

 

Der Micra bietet vorne viel Platz und hat gute Sitze, der Kofferraum ist jedoch sehr klein. Mit dem Micra kann man auch längere Strecken fahren. Die Bedienung des Micras ist einfach und durch die großen Fensterflächen ist der Micra sehr übersichtlich. Die Komfortausstattung entspricht in etwa dem Standard zum jeweiligen Modelljahr, kann also in frühen Modellen sehr schmal ausfallen, der Micra verfügt über eine gute Heizung. Die Fahrwerksabstimmung ist im Wesentlichen Sicher, bietet aber ausreichend Rückmeldung um nicht als langweilig eingestuft zu werden. Der Micra ist vergleichsweise Seitenwindempfindlich. Das Sicherheitsniveau befindet sich auf dem Niveau der mittleren 90er Jahre, ESP ist nicht verfügbar. Die Verarbeitung ist auf einem akzeptablen Niveau, frühe Modelle kämpfen mittlerweile mit versagendem Korrosionsschutz.

 

Das Angebot an Micras der Generation K11 ist nach wie vor sehr groß, wenngleich frühe Modelle beginnen auszusterben. Das Preisniveau reicht von niedrig bis normal. Günstige Fahrzeuge mit Rest-TÜV können auch mal für 500€ den Besitzer wechseln. Für ein japanisches Fahrzeug überraschen die niedrigen Ersatzteilpreise. Frühe Modelle haben nur eine Euro1 Einstufung, eine Umschlüsselung oder Nachrüstung ist aktuell recht kompliziert.

 

Typische Schwachstellen des Nissan Micra (K11):

 

Benzinmotoren:

  • 1.3L Motor: rasselnde, rappelnde und reißende Steuerketten
  • defekte Luftmassenmesser oder ausgeschlagene Drosselklappen, schlechter Leerlauf und schlechte Gasannahme
  • Verzeiht überzogene Ölwechselintervalle nicht
  • defekte Zylinderkopfdichtungen bei 55 PS 1.0L Motor
  • defekte Temperatursensoren

 

Dieselmotoren:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Ölverlust an Zylinderkopf
  • Ölverlust an Wellendichtringen Kurbelwelle und Nockenwelle
  • hoher Ölverbrauch durch verschlissene Zylinderlaufbahnen

 

Getriebe und Antrieb:

  • CVT Getriebe ist recht laut, Austausch verschlissener Magnetkupplung sehr teuer, Wartung sehr teuer.
  • verharztes oder korrodiertes Schaltseil
  • Ölverlust am Getriebe

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Stabilisatoren Hinterachse, äußert sich durch schlagende Geräusche
  • verzogene Fahrwerksgeometrie

 

Sicherheit:

  • frühe Modelle ohne ABS neigen zum Überbremsen und schieben dann über die Vorderräder
  • bis 1997: schmelzende Halterungen der Hauptscheinwerferleuchtmittel
  • Korrodierte Sicherungskästen nahe der Batterie durch eindringende Feuchtigkeit und Schmutz
  • großes Lenkungsspiel
  • defekte Gurtaufroller
  • hoher Bremsenverschleiß vorne

 

Komfort:

  • Ausfall Lüftungsregelung, durchgebrannter Regelwiderstand

 

Karosserie & Korrosion:

  • Risse in Bodengruppe um Handbremsseilbefestigung (bis 1994, war Rückruf)
  • Aggregate und Schlossträger vorne
  • Heckklappe
  • Türunterkanten
  • Schwellerendspitzen
  • Ansätze Radläufe/Schweller
  • Bremsleitungen
  • Verstrebungen des Unterbodens
  • Rahmenteile des Unterbodens

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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27.11.2016 17:15    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Daimler Benz, E Klasse, E-Klasse, Kaufberatung, Mercedes, Mercedes Benz, Probleme, S210, S 210, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, W210, W 210

Einleitung

 

Die 124er Baureihen von Mercedes Benz wurde ab Mitte 1995 durch die Baureihe 210 abgelöst. Der 210er wurde als Limousine und Kombi angeboten. Er brach mit der langjährigen Designphilosophie und führte das 4-Augen-Frontdesign ein. Alles in allem wirkte das Design organischer und dynamischer als das der Vorgänger. Eine große Modellpflege wurde 1999 durchgeführt, ehe die Baureihe 2002 eingestellt und durch die Baureihe 211 ersetzt wurde.

 

Die E-Klasse der 210er Baureihe verfügt über eine sehr breite Motorenpalette. Im Angebot finden sich Benziner als 4-Zylinder, 4-Zylinder mit Kompressoraufladung, Reihen-6-Zylinder, V6 und V8 Motoren. Bei den Dieseln findet man 4, 5 und 6 Zylindermotoren mit und ohne Turboaufladung. Die Benzinmotoren bieten alle Aspekte von solider Hausmannskost bis hin zu sportlichen Motoren. Der Käufer konnte zwischen Schaltgetriebe und Automatikgetriebe wählen, erst ab dem 3.2L Motor war das Automatikgetriebe serienmäßig. Einige Motorisierungen konnten auch mit Allradantrieb kombiniert werden. Einige frühe Benziner hatten noch eine Euro1 Einstufung, diese können jedoch problemlos umgeschlüsselt werden. Die E-Klasse der 210er Baureihe markierte bei Mercedes Benz die Einführung der Direkteinspritzung, dennoch gab es noch erprobte freisaugende Wirbelkammerdiesel. Dennoch konnte sich auch Mercedes Benz dem Trend zu leistungsstärkeren direkteinpritzenden Turbodieseln nicht entziehen und führte unter der Bezeichnung CDI verschiedene Common Rail Diesel ein. Die Saugdiesel gelten als solide, leise und lahm, die CDI Motoren und der 290er Turbodiesel zeigen den folgenden Trend zu immer drehmomentstärkeren Dieselmotoren. Auch bei den Dieseln sind in der Basis Schalt- und Automatikgetriebe verfügbar, bei den leistungsstarken 6-Zylinder Turbodieseln war das Automatikgetriebe Serie. Die Diesel gab es nicht als Allradler.

 

Die E-Klasse der 210er Baureihe bietet einen sehr großen Innenraum und einen sehr großen Kofferraum, dieser lässt sich im T-Modell noch vergrößern. Die E-Klasse ist ein Vorbild an Fahr- und Antriebskomfort. Zusätzlich verfügt die E-Klasse über hervorragende und bequeme Sitze und ist ideales Langstreckenfahrzeug. Das Sicherheitsniveau der 210er Baureihe ist ebenfalls hervorragend, bereits 1999 gehörte ESP zur Serienausstattung der E-Klasse. Das Ausstattungsniveau der E-Klasse ist jedoch stark vom Erstkäufer abhängig, da sie ab Werk an der Basis eher unterdurchschnittlich ausgestattet war. Allerdings ist die Fertigungsqualität der E-Klasse und der Korrosionsschutz nicht so vorbildlich geraten, wie die anderen Aspekte der E-Klasse, so kratzten Korrosionsschäden und viele kleine Qualitätsprobleme früh am Image der Baureihe.

 

Das Angebot an 210er E-Klassen ist riesig. Das Preisniveau schwankt sehr stark und ist unter anderem davon abhängig, wie stark die Korrosion bereits zugeschlagen hat. Günstige Fahrzeuge mit Rest-TÜV kann man hingegen schon für rund 1000 Euro bekommen. Es ist jedoch vorherzusagen, dass von den AMG und V8 Modellen ausgehend, auch der 210er seine Young- und Oldtimerkarriere antreten wird. Der Unterhalt einer 210er E-Klasse ist stark von der Motorisierung abhängig, da die größeren Motoren nicht unbedingt Kostverächter sind. Viele Teile können zu guten Preisen im Zubehör erworben werden, diese Teile sind z.T. sehr günstig. Lediglich Teile, die direkt bei Mercedes-Benz gekauft werden müssen, sind teurer. Bei den Dieseln ist wegen Steuern und Plakettensituation genau auf die Schadstoffeinstufung zu achten, Modelle mit Euro 3 Einstufung und gelber Plakette können nachgerüstet werden.

 

Typische Schwachstellen der Mercedes Benz E-Klasse (W210 & S210):

 

Benzinmotoren:

  • defekte Luftmassenmesser, unrunder Motorenlauf, schlechte Gasannahme
  • defekte Leerlaufsteller, Absterben des Motors
  • defekte Kurbelwellensensoren, fehlender Durchzug
  • defekte Lichtmaschinen
  • 2.0-2.3L 4-Zylinder und 2.8/3.2L Reihen-6-Zylinder: brüchig werdender Motorkabelbaum, über Stellgeber eindringendes Motoröl kann zum Steuergerätedefekt führen.
  • E200 Kompressor (163 PS): Ölverlust am Zylinderkopf durch überdehnte Zylinderkopfschrauben
  • V6 Motoren: Verkokung und Verschlammung des Zylinderkopfes, verschlissene Rollenkipphebel, verschlissene Kipphebelwelle, Ölverlust an Zylinderköpfen und Ventildeckeldichtungen
  • 4.2/5.0 AMG V8: Verschleiß und Brüche Gleitschieben der Steuerkette, gelängte Steuerketten, Steuerkettenrisse
  • verschlissene Lambdasonden
  • Reihen-6-Zylinder: Ölverlust am Kettenkasten
  • Ölverlust am Nockenwellenseller

 

Dieselmotoren:

  • defekte Luftmassenmesser, unrunder Motorenlauf, schlechte Gasannahme
  • defekte Kurbelwellensensoren
  • defekte Lichtmaschinen
  • versäumte Wartung kann Motorschaden durch abbrechende Glühkerzen zur Folge haben
  • E220D: versagende Dichtungen der Lucas Dieseleinspritzpumpen
  • 4-/5-Zylinder CDIs: Haarrisse im Zylinderkopf
  • CDIs: Undichtigkeiten der Hochdruckleitungen, defekte Injektoren, defekte Zuheizer, defekte Katalysatoren
  • E290 TD: defekte Zylinderkopfdichtung

 

Getriebe und Antrieb:

  • Ölverlust am Differential
  • AT-Getriebewartung alle 60.000 km dringend empfohlen für ein langes Getriebeleben
  • undichte Steuergerätestecker am Getriebe lassen Getriebeöl in Kabelbaum und Steuergerät eindringen und zerstören diese
  • defekte AT Getriebe zwischen 1995 und Ende 1999 durch sich lösendes Lager

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Querlenkerbuchsen
  • ausgeschlagene Sturzstreben
  • verschlissene Stoßdämpfer
  • verschlissene Traggelenke
  • verschlissene Spurstagenköpfe
  • gebrochene Fahrwerksfedern

 

Sicherheit:

  • ABS/ESP Phantomfehler, teilweise durch defekte Bremslichtschalter verursacht
  • defekte Lenkgetriebe
  • verschlissene Lenkungsdämpfer
  • defekte Lenkhebelzwischenlager
  • Airbagfehler durch feuchte Zündmodule
  • defekte Leuchtmittel
  • defekte Xenonsteuergeräte
  • Korrosion Kontakte Nebelscheinwerfer, hintere Kennzeichenbeleuchtung und Rückleuchten
  • defekte Lenkradschlösser
  • korrodierte/blinde Scheinwerferreflektoren
  • undichte Kraftstoffleitungen

 

Komfort:

  • defekte Steuerrelais für das Schiebedach
  • Pixelfehler im Display
  • Ausgefallene Navigationssysteme
  • Ausfall Fensterheber

 

Karosserie & Korrosion:

  • Türunterkanten
  • Türen unterhalb der Dekoleisten
  • Kanten im Unterboden
  • Batteriefach unter der Sitzbank
  • Federbeindöme
  • Aufnahmen der Federbeinaufnahmen Vorderachse
  • Vorderachsträger verdeckt durch Kunststoff
  • Hinterachsträger verdeckt durch Kunststoff
  • Kanten im Motorraum
  • Kühler- und Schlossträger
  • Heckklappe T-Modell
  • Seitentaschen T-Modell
  • Rund um Griffe und Schlösser
  • Halterungen der Stoßstangen
  • Schweller, in der Regel beginnend um Gummiablaufstopfen
  • Motor-/Aggregateträger
  • Wagenheberaufnahmen
  • Bremsleitungen
  • Kraftstoffleitungen
  • Befestigungen der Querlenker
  • Federteller Vorderachse
  • Längsträger Vorderachse

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2017

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27.11.2016 14:42    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 190, 190D, 190 D, 190E, 190 E, 201, Daimler, Daimler Benz, Kaufberatung, Mercedes Benz, Schwachpunke, typische Probleme, W201, W 201

Einleitung

 

Mit dem Mercedes-Benz 190 reagierte Daimler Benz auf das permanente Wachstum der Fahrzeuge und lancierte ab 1982 mit dem 190er ein Modell in der Mittelklasse, welches direkt gegen den 3er BMW positioniert war. Er war eine klassische Limousine mit 4 Türen und brach mit dem Design vorheriger Fahrzeuge und war deutlich kantiger gestaltet und hatte ein relativ kurzes und keilförmig ansteigendes Heck. Im Jahr 1988 wurde der 190er einer Modellpflege unterzogen und 1993 wurde der 190er durch die C-Klasse ersetzt.

 

Der 190er Mercedes verfügt über eine sehr breite Motorenpalette, bestehend aus 4-Zylinder und 6-Zylinder Benziner zwischen 90 und 235 PS, sowie 4 und 5-Zylinder Dieselmotoren mit Motorleistungen zwischen 72 und 126 PS aus einem 2.5L Turbodiesel. Die 4 Zylinder 8 Ventilmotoren sind solide und laufruhige, aber auch etwas drehfaule Motoren. Die 16 Ventilmotoren hingegen sind sehr drehfreudig und sportlich. Die 6 Zylinder gelten als sehr laufruhig und sind mit turbinenartiger Drehfreude ausgestattet. Die 4 Zylinder Dieselmotoren sind solide, laufen für Wirbelkammerdieselmotoren sehr leise und kultiviert. Die 5-Zylinder sind sowohl mit als auch ohne Turbolader kerniger. Alle Motoren übertragen ihre Kraft auf die Hinterräder und können mit 4- und 5-Gang Schaltgetrieben kombiniert werden, alternativ konnte, abgesehen von einigen wenigen 16 Ventilern, auch ein Automatikgetriebe geordert werden. Motoren und Technik des 190ers gelten als solide und langlebig, die Basismotoren jedoch auch typischerweise als lahm und untermotorisiert.

 

Die Platzverhältnisse im 190er sind eher klein und beengt, speziell im Fond geht es sehr eng zu. Der Kofferraum ist auch vergleichsweise klein. Die Serienausstattung des 190ers war durchgängig eher schlecht. Der Fahrkomfort der Fahrzeuge ist sehr gut, für einen Mercedes war auch die Fahrzeugagilität vergleichsweise hoch. Die Lenkung ist eher indirekt ausgelegt. Bei Nässe und Glätte kann der 190er bei bestimmten Fahrzuständen schlagartig übersteuern. Die Heizung des 190ers ist gut. Die Materialien sind eher schlicht, aber sie sind, wie auch der Rest des Fahrzeuges ordentlich verarbeitet. Für ein Fahrzeug der 80er Jahre ist das Sicherheitsniveau bereits überraschend gut, Fahrzeuge mit Airbags und ABS können durchaus noch als zeitgemäß eingestuft werden.

 

Das Angebot an 190er Mercedes ist vergleichsweise groß. Das Angebot schwankt allerdings stark zwischen verlebten und mängelbehafteten Fahrzeugen und Fahrzeugen in gutem oder gar Liebhaberzustand. Da der 190er vielfach bereits als Liebhaberfahrzeug eingestuft wird, ist das Preisniveau auch für eher schlechte Fahrzeuge vergleichsweise hoch. Fahrzeuge mit niedriger Fahrleistung, guter Ausstattung und Sicherheitsausstattung sind bereits sehr teuer. Die meisten Fahrzeuge können steuerlich auf bessere Abgasnormen aufgerüstet werden, dies ist in einigen Fällen jedoch mit hohen Kosten verbunden. Die Ersatzteilversorgung ist sehr gut, allerdings können spezielle Teile auch sehr teuer werden. Typische Verschleißteile und die meisten Reparaturen sind jedoch eher als günstig einzustufen.

 

Typische Schwachstellen des Mercedes Benz 190 (W201):

 

Benzinmotoren:

  • Verschleiß Hydrostößel
  • Ölverlust an Kettenkasten
  • Ölverlust an Kopfdichtungen
  • 8V 4-Zylinder und 6-Zylinder: Eingelaufene Nockenwellen bis 1989, bei Austausch wurde bei Mercedes Benz in den Kopf ein „S“ eingeschlagen
  • verschlissener Kettenspanner sorgt für Steuerkettenrasseln (v.a. bei Einfachkette bis 1988)
  • gestörte KE-Jettronik
  • defekte Stauscheiben der Luftmengenmesser
  • defekte Hauptrelais Motorsteuerung und Benzinpumpe

 

Dieselmotoren:

  • Ölverlust an Kettenkasten
  • Ölverlust an Kopfdichtungen
  • 2.5 Turbodiesel: defekte Zylinderkopfdichtungen

 

Getriebe und Antrieb:

  • Ölverlust an Getriebe
  • Ölverlust am Differential
  • singende Differentiale

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Hinterachslager
  • verschlissene hintere Spur- und Schubstangen
  • verschlissene Traggelenke Vorderachse

 

Sicherheit:

  • defekte Zündschlösser
  • defekte und gebrochene Seitenwangen der Sitze
  • ausgeblichene Anzeigeinstrumente
  • defekte Scheibenwischerregelung
  • ausgeschlagene Lenkgetriebe, viel Spiel in der Lenkung
  • undichte Lenkungsdämpfer
  • undichte Servolenkung

 

Komfort:

  • undichte Heckscheibendichtung, Feuchtigkeit im Kofferraum
  • Risse im Armaturenbrett
  • zersplitterte Holzeinlagen
  • sich lösende Verkleidungen an B-Säulen und Türoberkanten
  • defekte Klimaanlage oder Klimaschalter
  • undichte Schiebedachdichtung
  • defekte Hubwinkel des Schiebedachs
  • gerissene und verschlissene Sitzbezüge

 

Karosserie & Korrosion:

  • Wagenheberaufnahmen
  • Schweller
  • Reserveradmulde
  • Kofferraumseitentaschen
  • Radläufe hinten
  • hintere Querträger
  • Halteschrauben Kotflügel innenseitig
  • Türunterkanten
  • Türfangbänder
  • Kanten Motorhaube
  • Kanten Heckdeckel
  • Scheinwerfereinfassungen
  • Dämpferbeinaufnahmen und -befestigungen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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26.11.2016 22:20    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: CJ0, CJO, Colt, Kaufberatung, Mitsubishi

Einleitung

 

Der Mitsubishi Colt der Baureihe CJ0 ersetzte den CA0 1996 und stellt im wesentlichen eine Weiterentwicklung des Vorgängers dar. Entsprechend ist auch der CJ0 zwischen Kleinwagen- und Kompaktklasse angesiedelt. Auch der CJ0 ist nur als 3 Türer verfügbar gewesen. Das Design ist ebenfalls rundlich geraten, die Front erhielt jedoch durch leicht gepfeilte Scheinwerfer mehr Profil, die Dachpartie wurde etwas massiver ausgeführt als beim Vorgänger. Im Jahr 2003 wurde der CJ0 eingestellt.

 

Auch in dieser Baureihe setzte Mitsubishi ausschließlich auf Benzinmotoren. Die Motorenpalette wurde jedoch auf einen 1.3 und einen 1.6L Motor eingedampft. Der 1.3L startete mit 75 PS und der 1.6L Motor mit 90 PS. Die Motoren haben jedoch im Vergleich zum Vorgänger an Leichtigkeit verloren. Im Laufe der technischen Pflegemaßnahme im Jahr 2000 wurde die Leistung der Motoren angehoben, die Palette startete nun bei 82 PS und die Topmotorisierung leistete nun 103 PS. Die Leistungssteigerung fällt jedoch kaum ins Gewicht, da sie im nicht abgeänderten noch immer viel zu lang übersetzten Getriebe versackt. Eine 175 PS Topmotorisierung gab es nur ein Japan, offiziell wurde diese in Deutschland nicht angeboten. Die Fahrleistungen des Colts sind in dieser Baureihe als normal bis unterdurchschnittlich einzustufen.

 

Die Platzverhältnisse liegen zwischen der Kleinwagen- und Kompaktklasse, eine Bewertung hängt also von den gewählten Vergleichsfahrzeugen ab. Der Zugang zum Fond ist eng, Bein- und Kopffreiheit im Fond sind eingeschränkt, der Kofferraum ist vergleichsweise klein. Die Lenkung ist sehr angenehm, direkt und rückmeldungsfreudig. Das Fahrwerk wurde deutlich komfortabler abgestimmt als beim Vorgänger. Die Sitze sind bequem und das Ausstattungsniveau typischerweise gut, die Heizung des Colt gilt als sehr gut und stark. Zwar ist die Verarbeitung des Colt OK gewesen, jedoch fällt die Produktion dieser Baureihe auch in die Zeit, in der Mitsubishi große finanzielle Probleme hatte und daher stark schwankende Qualität lieferte.

 

Von der Baureihe CJ0 des Colt gibt es noch ein sehr solides Angebot. Es sind auch viele z.T. gut ausgestattete Sondermodelle verfügbar. Das Preisniveau selbst für sehr gute Fahrzeuge ist sehr niedrig. Bremsen und Standardserviceteile sind sehr günstig, andere Teile können vergleichsweise teuer werden, da es nur wenige Lieferanten im Zubehör gibt. Der Verbrauch des Colts gilt als vergleichsweise hoch, da die Motoren sehr gehemmt und die Getriebe zu lang übersetzt sind.

 

Typische Schwachstellen des Mitsubishi Colt (CJ0):

 

Motoren:

  • Ölverlust am Ventildeckel
  • Ölverlust Kurbelwellendichtring Getriebeseitig
  • defekte Benzinpumpen, defekte Benzinpumpenansteuerung, defekte Verkabelung Benzinpumpen

 

Getriebe und Antrieb:

  • unterdimensionierte und schnell verschleißende Kupplung, erreicht selten 100.000 km
  • verschlissene Getriebesynchronisation
  • Verschlissene Antriebswellen
  • defekte Gelenkmanschetten Antriebswellen
  • verharzte Schaltgestänge, führen zu hakeliger Schaltung (bis 1999)

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Gummilager Hinterachslängsträger

 

Sicherheit:

  • hoher Verschleiß Bremsanlage
  • Bremse Fadingsanfällig
  • sich lösende hintere Stoßdämpfer
  • defekte Scheibenwischermotoren (bis 1998)

 

Komfort:

  • verschleißfreudige und dünne Sitzbezüge
  • defekte Klimakompressoren (Bis 1998)

 

Karosserie & Korrosion:

  • Dach von Innen nach Außen
  • Radläufe hinten
  • Radkästen vorne
  • Längsträger Unterboden
  • Aufpuffanlage
  • Unterhalb des Dachspoilers
  • sich lösender Spoiler
  • Brüche Wellrohr Auspuffanlage
  • besonders verschleißanfällige Unilacke

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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26.11.2016 21:44    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: CA0, CAO, Colt, Kaufberatung, Mitsubishi, Schwächen, Schwachpunkte, typische Probleme

Einleitung

 

Der Mitsubishi Colt der Baureihe CA0 wurde 1992 eingeführt und wurde von Mitsubishi zwischen der Kleinwagen und Kompaktklasse angesiedelt. Ungewöhnlich war, dass es den Colt ausschließlich als Dreitürer gab. Der Colt ist eher rundlich gestaltet und ein typischer Vertreter des 90er Jahre Japan-Bubble-Designs. Die Front wird von breiten Scheinwerfern dominiert, der Aufbau ist sehr zierlich ausgeführt, so dass der Colt ein optisch sehr leichtes und ästhetisches Auto darstellt, dass einen gewissen italienischen Pfiff nicht verhehlen kann. Der Colt wurde bereits 1996 eingestellt, der Nachfolger ist jedoch im Grunde nur eine sehr umfangreiche Überarbeitung.

 

Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es in der CA0 Baureihe keinen Dieselmotor mehr, sondern ausschließlich Benzinmotoren. Die Motorenpalette beginnt bei einem sparsamen 75 PS 1.3L Motor, das Mittelfeld wird durch 90 PS Motoren gebildet, ab 113 PS wird der Colt sportlich und die sportliche Speerspitze stellte der 140 PS starke 1.8 16V GTI dar. Alle Motoren sind drehfreudig und sehr unterhaltsam. In Japan wurde der Colt zeitweise auch mit einem 175 PS Motor angeboten. Aufgrund des geringen Gewichts des Colt, sind die Fahrleistungen des Fronttrieblers in jedem Fall überraschend gut.

 

Nimmt man den Colt als Kleinwagen an, dann sind die Platzverhältnisse vergleichsweise gut, stuft man ihn als Kompaktwagen ein, sind die Platzverhältnisse eher schlecht. Der Zugang zum Fond ist jedoch stets eng und die Kopffreiheit stets etwas eingeschränkt. Der Kofferraum ist eher klein. Die Lenkung ist direkt, die Fahrwerksabstimmung sehr fahraktiv und dynamisch geraten. Das Sicherheitsniveau ist heute unterdurchschnittlich. Die Fahrzeugverarbeitung ist für die 90er Jahre ordentlich, der Korrosionsschutz der Fahrzeuge ist aber heutzutage an ihrem Ende angelangt. Der Colt bot seinerzeit bereits eine ordentliche Komfortausstattung und bot auch schon viele Extras, die zum Start 1992 andere Mittbewerber noch gar nicht boten.

 

Die Anzahl verfügbarer Colts der CA0 Baureihe ist mittlerweile gering. Die sportlichen Versionen und vorallem der 1.8 16V GTI werden bereits von Fans gesucht. Das Preisniveau für Fahrzeuge ist, mit Ausnahme des 1.8 16V GTI, sehr niedrig und überschreitet sehr selten 1500€. Der sehr seltene 1.8 16V GTI kann jedoch auch sehr teuer sein. Es gibt Probleme mit der Versorgung einzelner Teile, speziell Anbauteile und Innenausstattungsvarianten zählen hierzu. Während Bremsen und Standardserviceteile eher günstig sind, können andere Teile relativ teuer werden, da es nicht viele Nachfertigungen gibt.

 

Typische Schwachstellen des Mitsubishi Colt (CA0):

 

Motoren:

  • poröse Zündkabel
  • Ölverlust am Ventildeckel
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Kühlmittelverlust an Schellen
  • brüchige Verteilerkappendichtungen
  • defekte, verharzte Verteiler

 

Getriebe und Antrieb:

  • defekte Gelenkmanschetten Antriebswellen
  • verschlissene Antriebswellen
  • schnell verschleißende Kupplung (Lebensdauer typischerweise unter 100.000 km)
  • verschlissene Synchronisation des Getriebes

 

Fahrwerk:

  • Verschlissene Querlenker vorne
  • Verschlissene Traggelenke vorne
  • verschlissene Spurstangen

 

Sicherheit:

  • defekte und gestörte Wegfahrsperren
  • defekte Gurtaufroller
  • verschlissene Lenksäulen

 

Komfort:

  • defekte Fensterheber

 

Karosserie & Korrosion:

  • Gerissene Auspuffverbindungsflansche hinter dem linken Hinterrad
  • Träger und Versteifungen des Unterbodens
  • Heckabschlussblech
  • Dach (von Innen nach außen)
  • Radläufe
  • Schwelleransätze
  • Kotflügel hinten
  • Wagenheberaufnahmen hinten
  • Unter der Heckklappendichtung

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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