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17.11.2016 21:58    |    Rotherbach    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 16V, Citroen, Citroën, Kaufberatung, S, S16, Saxo, Saxo VTS, VTS

Einleitung

 

Der Citroen Saxo war der Nachfolger des AX und basierte auf dem Peugeot 106 und dem AX. Er feierte seine Premiere im Jahr 1996 und zeichnete sich durch ein gradliniges, klares und stellenweise filigranes Design aus. Im Herbst 1999 wurde ein Facelift durchgeführt, die Front wurde den größeren Modellen angepasst und gewann an Ausdruck, dabei verlor der Saxo allerdings etwas an Harmonie. Der Saxo wurde als 3- und als 5-Türer verkauft. Der Saxo wurde zwischen 2002 und 2003 schrittweise durch die Modelle C3 und C2 abgelöst.

 

Der Saxo nutzt die bei Peugeot und Citroen bekannte TU Motorenfamilie. Die TU Motoren gelten als solide und langlebig. Die Palette beginnt mit 1L und endet mit einem runden 1600er Motor. Bei der Motorleistung wird eine Spanne von 50 bis 118 PS abgedeckt. Als Sondermodell wurde von einigen wenigen Händlern auch eine 1.6L Kompressorvariante mit 163 PS angeboten. Neben einem 1.5L Diesel mit 57 PS wurde der Saxo auch als Elektrofahrzeug angeboten. Die Motoren sind allesamt für ihre Laufkultur und Spritzigkeit bekannt, die 16 Ventiler gelten als sehr drehfreudig, aber obenraus auch als etwas rauh, die Motoren sind zudem überraschend sparsam. Für die 1.4L Motoren und den kleinsten 1.6L Motor war neben einem Schaltgetriebe auch ein etwas angegrauter 3-Gang Wandlerautomat verfügbar.

 

Der Saxo ist zwar ein solide konstruiertes Fahrzeug, es mangelt ihm jedoch an Feinschliff in der Verarbeitungs- und Fertigungsqualität. Der Korrosionsschutz ist gut gelungen. Die Serienausstattung fiel bei den Basismodellen zum Teil sehr spartanisch aus, auch um einen niedrigen Einstiegspreis zu ermöglichen. Dennoch konnte man viele Extras in einen Saxo einbauen, die Sicherheitsausstattung und das Sicherheitsniveau sind zwar solide, aber dennoch eher unterdurchschnittlich. Das Platzangebot ist gut, die Innenlautstärke und Fahrzeugdämmung wäre selbst für ein Fahrzeug einer höheren Klasse gut. Die Sitze sind sehr bequem und eher weich. Das Fahrwerk ist sehr gut, komfortabel und im Allgemeinen sicher abgestimmt, bei Nässe oder sehr forsch gefahrenen Kurven kann der Saxo bei Lastwechseln allerdings etwas zickig werden. Die Bremsen sind etwas schlapp. Das sportliche Topmodell mit 118 PS gilt als sehr sportlich, agil und direkt abgestimmt.

 

Die Anzahl der angebotenen Saxo ist noch vergleichsweise groß, nimmt aber merklich ab. Saxos sind in der Regel vergleichsweise günstig, eine Ausnahme stellen nur die 1.6 16V dar, die bereits überdurchschnittlich hohe Preise erzielen können. Wartung und Teilekosten sind eher als günstig einzustufen.

 

Typische Schwachstellen des Citroen Saxo:

 

Benzinmotoren:

  • Ausfall Lichtmaschine
  • Ausfall Anlasser
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Ölverlust an Zylinderkopf
  • Ölverlust an Wellendichtringen Kurbelwelle und Nockenwelle
  • 1.6 16V Motoren: defekte Katalysatoren
  • defekte Kühler

 

Dieselmotor:

  • erhalten keine grüne Plakette, selbst Fahrzeuge mit gelber Plakette sehr selten
  • Ausfall Lichtmaschine
  • Ausfall Anlasser
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Ölverlust an Zylinderkopf
  • Ölverlust an Wellendichtringen Kurbelwelle und Nockenwelle
  • hoher Ölverbrauch durch verschlissene Zylinderlaufbahnen
  • defekte Kühler

 

Getriebe und Antrieb:

  • bis 1999: defekter Sicherungsstift kann zum blockieren des Getriebes führen
  • defekte Manschetten an Antriebswellen
  • 1.6L Motoren: Spritzwasser kann in Getriebe eindringen

 

Fahrwerk:

  • defekte Hinterachslagerung, X-Bein-Syndrom, nicht wirtschaftlich reparabel, schwer vorab zu erkennen
  • verschlissene Traggelenke Vorderachse

 

Sicherheit:

  • hoher Bremsenverschleiß
  • klapprige Sitzgestelle bei 3-Türern, Klappmechanismus defekt
  • undichte Servolenkung an Pumpe, Schläuchen und Lenkgetriebe
  • verstopfte Tankentlüftung
  • undichte Kraftstoffleitungen
  • defekte Scheinwerferhöhenverstellung

 

Komfort:

  • Ausfall Wegfahrsperre, Fahrzeug lahmgelegt
  • durchgesessene Sitze

 

Karosserie & Korrosion:

  • Auspuffanlage wenig haltbar
  • Brüche der Auspuffanlage
  • Träger Motorraum links und rechts, sowie unter der Batterie
  • Träger Hinterachse über dem Tank

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2017

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16.11.2016 22:24    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: BMW, E36/7, E36/7 Roadster, E36/8, Kaufberatung, Z3, Z3 Coupe, Z3 Roadster

Einleitung

 

Der BMW Z3 wurde 1995 auf den Markt gebracht und wurde der breiten Masse durch den James Bond Film Golden Eye bekannt gemacht. Der Z3 ist ein Fahrzeug der Retrodesignwelle, wirkt allerdings nicht so kitschig wie manch ein anderes Modell. Der Z3 wurde vor allem für die USA konzipiert und auch dort produziert. Den Z3 gibt es als Roadster und sehr seltenes Kombicoupe.

 

Im Z3 gibt es eine breite Palette an Benzinmotoren. An der Basis muss dem Roadster ein 1.8L Motor mit 115 PS reichen an der Spitze steht der 325PS starke M. Beim Coupe waren ausschließlich 6-Zylinder lieferbar, die Motorenpalette beginnt mit 2.8L und 193 PS. Alle Benziner sind BMW typisch drehfreudig und sportlich, wenn gleich die 115 PS Basismotorisierung teilweise als zu schwach bezeichnet wird. Für die 6-Zylinder spricht vor allem der sehr gute Klang und die überraschend gute Effizienz. Auch wenn es für die meisten Motorisierungen auch ein Automatikgetriebe gab, ist das Schaltgetriebe mit kurzen und exakten Schaltwegen in der Regel erste Wahl.

 

Dem Z3 fehlt es im Detail häufig an der Verarbeitungsqualität, kleine Mängel finden sich an beinahe jedem Fahrzeug. Das Ausstattungsniveau der Fahrzeuge schwankt sehr stark, da die Serienausstattung über die Jahre hinweg stets unterdurchschnittlich war. Das Cockpit ist etwas eng geschnitten, aber dafür sehr Fahrerorientiert. Überraschend ist der sehr gute Kompromiss zwischen Kompaktheit, Wendigkeit, Agilität und Fahrkomfort, so dass der Z3 auch langstreckentauglich ist. In der Spitze wird allerdings häufiger bemängelt, dass dem Z3 die letzte Spritzigkeit durch das zu sehr auf Sicherheit getrimmte Fahrwerk fehlen würde, als Lösung bietet sich hier die Montage oder der Erwerb des M-Fahrwerks oder gleich eines M-Modells an.

 

Das Angebot an Z3 ist vergleichsweise groß, das Preisniveau ist hoch. Selten zu finden und überdurchschnittlich teuer ist das Z3 Coupe. Sehr gut dastehende Fahrzeuge können schon als Liebhaberfahrzeuge eingestuft werden, die Preise dieser Fahrzeuge sind bereits am Steigen. Während man Verschleißteile für den Betrieb relativ günstig bekommen kann, sind die sonstigen Teile und Servicekosten überdurchschnittlich teuer.

 

Typische Schwachstellen des BMW Z3:

 

4-Zylindermotoren:

  • Zylinderkopfdichtungsdefekte
  • defekte Wasserpumpen
  • defekte Zündspulen
  • Ausfälle Vanossteuerung
  • Ölabschneider kann bei niedrigen Temperaturen einfrieren
  • Ölverlust am Zylinderkopf, Ventildeckel, Ölwanne, Simmerringe Nockenwellen & Kurbelwelle, Kettenkasten
  • Undichtigkeiten Verschlauchung Kühlsystem, Flansch an der Rückseite zur Spritzwand
  • defekte Thermostate
  • defekte Nockenwellensensoren
  • verschlissene Hydrostößel
  • Ausfall Viscolüfter
  • Verschlissene Einspritzventile, hängende Leerlaufregelventile, poröse Faltenbälge
  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • gerissene Kühlerausgleichsbehälter

 

6-Zylindermotoren:

  • M54: defekte Stecker auf Drosselklappengehäuse und am Motorkabelbaum, verkokte Kolbenringe verursachen hohen Ölverbrauch
  • gebrochene oder verstopfte Kurbelwellengehäuseentlüftungen
  • defekte Zündspulen
  • Ausfälle Vanossteuerung
  • 3.2/3.3L: eingelaufene Pleuellager, verschlissene Kolbenringe, Stegbrüche, defekte Ölpumpen, Ölverlust Vanossystem
  • Ölverlust am Zylinderkopf, Ventildeckel, Ölwanne, Simmerringe Nockenwellen & Kurbelwelle, Kettenkasten, Ölfiltergehäuse
  • defekte Wasserpumpen, Kühlmittelverlust bei Modellen mit Kunststoffteilen
  • defekte Thermostate
  • defekte Nockenwellensensoren
  • verschlissene Hydrostößel
  • Verschlissene Einspritzventile, hängende Leerlaufregelventile, poröse Faltenbälge
  • defekte Lichtmaschinen, meist Regler

 

Getriebe und Antrieb:

  • Getriebewartung bei AT Getrieben alle 80.000 km empfohlen
  • Ölverlust am Differential
  • verschlissene Hardyscheiben
  • Verschlissene Getriebesynchronisation
  • SMG Getriebe schalten sehr ruppig

 

Fahrwerk:

  • ausgeschlagene Stützlager
  • ausgeschlagene Traggelenke Vorderachse
  • verschlissene Spurstangen Vorderachse
  • verschlissene Stabilisatoren Vorderachse
  • Korrosion Karosserieaufnahme Stabilisator
  • verschlissene Radführungsgelenke
  • verschlissene Pendelstützen
  • Lagerung v.a. Stütz- und Tonnenlager Hinterachse
  • Federbrüche v.A. Hinterachse

 

Sicherheit:

  • defekte Sitzbelegungsmatte Beifahrerseite
  • undichte Lenkungsmanschetten
  • gebrochene Sitzgestelle
  • undichte Lenkgetriebe
  • ungleich wirkende Handbremsen

 

Komfort:

  • undichte Cabriodächer
  • verschlissene Cabrio- und Fensterdichtungen
  • Ausfall Cabriodach, beginnt zu quietschen, wird dann schwergängig, dann Ausfall
  • Undichtigkeiten dritte Bremsleuchten
  • klebrige Sitze
  • Ausfall elektrische Fensterheber
  • Ausfall Mikroschalter Fahrerseite bei elektrischem Verdeck

 

Karosserie & Korrosion:

  • gebrochene Schweißpunkte, Risse im Kofferraumboden, Differentialbefestigung
  • Korrosion Spiegelsockel, Kofferraumschloss, Kofferraumöffnungshilfe, Querträger im Motorraum, Rückleuchtenträger, Hinterachsaufnahmen, Übergang Radhaus/A-Säule hinter der Verschalung, Wagenheberaufnahme
  • Roter Lack zeigt geringe Langzeitqualität
  • verwindungsfreudige Karosserie

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2017

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16.11.2016 21:27    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 8, 840, 850, 850Ci, 850 Ci, 850CSI, 850 CSI, 8er, BMW, E31, Kaufberatung, M8

Einleitung

 

BMW präsentierte den 8er BMW 1989 und wollte mit Ihm die großen Coupes von Mercedes Benz und Jaguar angreifen. Die Front orientierte sich etwas am BMW M1, die Seitenlinie und das Heck gerieten elegant. Er war als repräsentatives Coupe der Oberklasse und Technologieträger konzipiert. Er war der Nachfolger des 6ers und in allen Punkten gewachsen, dies äußerte sich auch im Umstand, dass der 8er BMW zuerst ausschließlich mit V12 Motoren verfügbar war. Ein V8 Motor wurde erst 1993 nachgereicht. Der 8er BMW wurde nach eher verhaltenen Verkaufszahlen 1999 eingestellt.

 

Ein 8er BMW wurde entweder von einem V12 Motor mit mindestens 5L Hubraum oder einem V8 mit 4 oder 4.4L angetrieben. Der V12 Motor wurde im Laufe der Bauzeit auf 5.4 und 5.6L im 850 CSI vergrößert. Die V8 Motoren sind drehfreudig und durchaus sportlich. Der V12 Motor ist mit Ausnahme des CSI eher komfortorientiert. Der CSI Motor gilt als sportlich und war auch Basis für den McLaren F1. Abgesehen vom CSI, der ausschließlich mit 6-Gang Schaltgetriebe verfügbar war, konnten die Modelle wahlweise mit Automatikgetriebe oder Schaltgetriebe verfügbar. Zudem gab es vom 8er BMW auch zwei Alpinaversionen mit bis zu 416 PS.

 

Der 8er BMW war durch seinen hohen Preis und das schnell veraltet wirkende Design kein großer Erfolg, allerdings hat er mittlerweile Liebhaberstatus erreicht. Der 8er BMW ist gut verarbeitet, der Korrosionsschutz gut, das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist, wie auch das gebotene Komfortniveau gut. Trotz der guten Fahrleistungen ist der 8er kein Sportwagen, sondern ein GT.

 

Das Angebot an 8er BMWs ist eher klein und das Preisniveau ist hoch, schwankt aber trotz vergleichbarer Zustände z.T. sehr stark. Für Alpinamodelle und CSIs mit niedrigen km Ständen werden z.T. über 100.000€ aufgerufen. Ersatzteile für den 8er sind teilweise sehr hoch. Speziell der V12 Motor ist in Wartung, Pflege und Erhalt zum Teil sehr teuer.

 

Typische Schwachstellen des BMW 8er (E31):

 

V8 Motoren:

  • undichte Kraftstoffschläuche im Motorraum, kann Fahrzeugbrand verursachen
  • defekte Katalysatoren
  • undichte Ansaugbrückendichtung, unruhiger Motorenlauf
  • 4.0L: Verschleiß an Kolbenbohrungen; sich lösende Ölpumpenverschraubungen, können zum Motorschaden führen
  • 4.4L: Undichtigkeit an Vanoseinheit
  • Undichte Wasserbehälter

 

V12 Motoren:

  • undichte Kraftstoffschläuche im Motorraum, kann Fahrzeugbrand verursachen
  • undichte Ansaugbrückendichtung, unruhiger Motorenlauf
  • Undichte Wasserbehälter
  • sich lösende Schrauben Nockenwellenlagerblöcke – kann Motorschaden verursachen
  • 5.0L: defekte Zylinderkopfdichtung an den hinteren Zylindern; defekte Drosselklappen; Überhitzung hintere Zylinder

 

Getriebe und Antrieb:

  • AT Getriebewartung bei 80.000 km empfehlenswert
  • AT Getriebe bei V8 Motoren unterdimensioniert, hoher Verschleiß möglich
  • CSI: hoher Kupplungsverschleiß
  • 6-Gang Getriebe: Synchronisation 2.Gang
  • Ölverlust am Differential

 

Fahrwerk:

  • CSI: Hinterachse sehr teuer in Revision
  • Vorderachse verschlissen
  • verschlissene Domlager
  • verschlissene Fahrwerksbuchsen
  • verschlissene Längslenker

 

Sicherheit:

  • Ausfall ABS und DSC Steuereinheit
  • defekte Leuchtweitenstellmotoren
  • Deformation Scheinwerferreflektorenspiegel
  • Bis 1992/93 Störungen des CAN-Bus Systems möglich

 

Komfort:

  • Pixelfehler im Bordcomputer
  • defekte Heizungsventile
  • ratternde Heckrollos
  • Verriegelung der Heckklappe störanfällig
  • Undichtigkeiten an Scheiben, Gummiabrieb der Dichtungen prüfen
  • defekte Werks-CD Wechsler
  • Steuerung des Spiegels auf der Beifahrerseite defekt, muss beim Einlegen des Rückwärtsgangs und Schaltstellung in die Bordsteinposition fahren
  • sich lösender, quietschender Gebläsemotor

 

Karosserie & Korrosion:

Korrosion tritt zwar selten auf, kann jedoch vorkommen.

  • Windschutzscheibenrahmen
  • Schiebedach
  • Türunterkanten hinten
  • Längsträger Unterboden
  • Wagenheberaufnahmen
  • Spritzbereich Vorderräder
  • hintere Dachkanten
  • Domansätze im Motorraum
  • Boden des Batteriekasten

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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12.11.2016 21:56    |    Rotherbach    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: A4, A4 Avant, Audi, Avant, B5, B5/8D, Kaufberatung, Probleme, Quattro, RS4, S4, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, TDI

Einleitung

 

Der Audi A4 der Baureihe B5 wurde 1994 eingeführt und führte in der Mittelklasse die neue Nomenklatur von Audi ein und löste den Audi 80 ab. Das Design des A4 nutzt die Grundelemente des Vorgängers weiter, interpretiert sie jedoch fließender und runder, die Übergänge zwischen den einzelnen Elementen des Fahrzeuges sind harmonischer und wirken mehr aus einem Guss. Im Innenraum fallen die Unterschiede deutlicher aus. Ab 1996 wurde der Kombi unter dem Namen Avant eingeführt und trat umgehend einen Siegeszug in den Vertreter- und Flottenkontingenten an. Im Jahr 2001 wurde die Baureihe B5 durch ihren Nachfolger abgelöst.

 

Der A4 wurde mit verschiedenen Benzin- und Dieselmotoren angeboten. Bei den Benzinern standen Motoren von 1.6L bis 2.8L Hubraum als Reihen-4-Zylinder und V6 Motoren, teilweise mit Turbo- und Biturboaufladung zwischen 101 und 381 PS zur Auswahl. Für Motoren zwischen 125 und 180 PS war der Quattroallradantrieb optional. Die V6 Biturbomotoren waren immer mit dem Allradantrieb gekoppelt. Neben den Schaltgetrieben wurden für einzelne Motoren auch Automatikgetriebe angeboten. Bei den Dieselmotoren war die Auswahl geringer, es gab einen 1.9L 4-Zylinder und einen 2.5L V6 Motor, die schwächste Variante war ein 1.9L Direkteinspritzer mit 75 PS, darüber rangierten die bekannten 1.9L TDIs mit 90 bis 115 PS und als Topmodell war ein 2.5L TDI mit 150 PS verfügbar. Auch bei den Dieseln gab es für die leistungsstärkeren Modelle Optional Allradantrieb und Automatikgetriebe. Bei den Dieselmotoren ist in jedem Fall die Abgaseinstufung zu prüfen.

 

Der A4 war ein großer Erfolg für Audi. Die Verkaufszahlen und Erträge waren sehr gut. Das Verarbeitungsniveau von Karosserie und Innenraum war herausragend, der Korrosionsschutz überdurchschnittlich gut. Das Platzangebot ist ordentlich, im Fond allerdings etwas kleiner als in der Klasse üblich. Der Kofferraum hat ein akzeptables Volumen, ist jedoch speziell in der Limousine eher schlecht zu beladen, da sein Zuschnitt ziemlich klein ist. Der A4 hat eine ordentliche Sicherheitsausstattung und seine Abstimmung ist sportlich mit großen Sicherheitsreserven.

 

Das Angebot von A4 der Baureihe B5 ist nach wie vor groß, in Anbetracht von Alter und km-Leistungen sind die Preise nach wie vor vergleichsweise hoch. Das Topmodell der Baureihe, der RS4 Avant ist bereits ein gesuchter Youngtimer mit steigenden Preisen. Die Ausstattungsniveaus der Fahrzeuge schwanken stark, es gibt Fahrzeuge die kaum über Ausstattung verfügen und Fahrzeuge die auch nach aktuellsten Gesichtspunkten als komfortabel eingestuft würden. Zwar ist der Verbrauch der Fahrzeuge vergleichsweise niedrig, Verschleißteile aus dem Zubehör sind vergleichsweise günstig, Teile die über Audi bezogen werden müssen und Service bei Audi sind jedoch überdurchschnittlich teuer.

 

Typische Schwachstellen des Audi A4 (B5):

 

4-Zylinder Benzinmotoren:

  • defekte Luftmassenmesser
  • defekte Zündspulen
  • Ölverlust an Ölwanne und Ventildeckeln
  • Risse an Abgaskrümmer
  • undichte Flex- und Hosenrohre
  • Verschlauchung der Turbos
  • Verschlissene Turbos
  • Verkokte Turbos

 

6-Zylinder Benzinmotoren:

  • defekte Luftmassenmesser
  • defekte Zündspulen
  • Ölverlust an Ölwanne und Ventildeckeln
  • Risse an Abgaskrümmer
  • undichte Flex- und Hosenrohre
  • defekte Katalysatoren bei 2.6L
  • hoher Ölverbrauch bei 30V Motoren
  • Ölverlust am Nockenwellenversteller
  • Verschlauchung der Turbos
  • Verschlissene Turbos
  • 2.7L Biturbos: verstopfte Kurbelwellengehäuseentlüftung, verschlissene Drosselklappen

 

4-Zylinder Dieselmotoren:

  • defekte Luftmassenmesser
  • Risse an Abgaskrümmer
  • undichte Flex- und Hosenrohre

 

6-Zylinder Dieselmotoren:

  • defekte Luftmassenmesser
  • Risse an Abgaskrümmer
  • undichte Flex- und Hosenrohre
  • verschlissene, verkokte Turbolader
  • eingelaufene Nockenwellen
  • verschlissene Einspritzpumpe
  • defekte Wasserpumpen
  • sehr teuer in Wartung

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Kupplungen bei TDI Motoren

 

Fahrwerk:

  • Verschlissene Kugelgelenke (nur Aluminiumteile, äußert sich durch knarren)
  • verschlissene Querlenkerbuchsen
  • Verschlissene Traggelenke

 

Sicherheit:

  • verschlissene Antriebswellen
  • hohes Lenkspiel
  • aufgequollene Bremsschläuche
  • verschlissene und wackelige Sitzgestelle
  • Ölverlust an Servolenkung
  • defekte Servolenkung
  • Ausfall Scheibenwischer
  • Brüche Fahrwerksfedern
  • defekte Warnblinkschalter
  • undichte Kraftstoffanlage

 

Komfort:

  • undichtigkeiten des Schiebedachs
  • Ausfall elektrische Fensterheber
  • Ausfall elektrische Spiegel
  • Ausfall Wegfahrsperre
  • defekte Türschlösser
  • undichte Scheibenwaschvorratsbehälter

 

Karosserie & Korrosion:

  • Kanten der Motorhaube
  • Türunterkanten
  • Kofferraumdeckel
  • Schlossleiste
  • Türabschlussleisten
  • Dachfalzen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

Aktualisierung 2016

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09.11.2016 22:34    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 1 (986), 986, Boxster, Boxster S, Kaufberatung, Porsche

Einleitung

 

Der Porsche Boxster war das erste Modell von Porsche, das mit wassergekühlten Boxermotoren ausgeliefert wurde und teilte sich viele Bauteile mit dem Porsche 996. Der Boxster ist ein Sportwagen in Roadster- und Mittelmotorbauweise, das Design ist geprägt von seinen prägenden Scheinwerfern, die despektierlich auch als Spiegeleier bezeichnet werden. Der Boxster erhielt im Jahr 2000 und 2002 kleine Modellpflegemaßnahmen, ehe er im Jahr 2004 durch seine Nachfolgebaureihe ersetzt wurde.

 

Der Boxster wurde ausschließlich mit Benzinmotoren in 6-Zylinder Boxerbauweise ausgeliefert. In der Basis wurde der Boxster mit einem 204 PS starken 2.5L Motor ausgeliefert. Im Laufe der Zeit wurde der Motor auf 2.7L und 3.2L vergrößert, die Leistung stieg auf 220 bzw. 252 PS. Vor Einstellung der Baureihe wurde die Leistung der Motoren auf 228 und 260 PS gesteigert, im Sondermodell „50 Jahre 550 Spider“ leistete der Boxster 266 PS. Neben einem Schaltgetriebe wurde auch ein Tiptronic Getriebe angeboten. Alle Boxstermotoren zeichnen sich durch Sportlichkeit, Drehfreude und ihren sehr charakteristischem Motorsound aus. Die Fahrleistungen der 204 PS Variante werden allerdings häufig als enttäuschend beschrieben.

 

Der Boxster war von Start Weg ein großer Erfolg. Mit dem Boxster und dem 996er Porsche leitete Porsche die Boomphase Ende der 90er Jahre ein. Das Verarbeitungsniveau früher Boxster gilt als eher schlecht, auch die Materialauswahl ist dem Fahrzeugpreis nicht angemessen gewesen. Dafür kann der Boxster mit einem guten Platzangebot, vergleichsweise viel Kofferraumvolumen und guten Sitzen punkten. Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich mit ausreichend Sicherheitsreserven, die Lenkung direkt, so dass Fahren mit dem Boxster selbst mit der kleinsten Motorisierung viel Freude bereitet.

 

Das Angebot von Boxstern ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt vergleichsweise groß, das Preisniveau für die Fahrzeuge ist eher niedrig. Das Ausstattungsniveau schwankt unter den Modellen stark, es gibt auch viele Fahrzeuge mit vergleichsweise geringer Ausstattung. Dem Boxster ist eine Youngtimer Karriere vorherzusagen. Das Preisniveau für Ersatzteile und Service ist hoch.

 

Typische Schwachstellen des Posche Boxster 986:

 

Motor:

  • defekte Zylinderlaufbahnen (starke Öl- und Rauchfahne)
  • Öldruckverlust bei sportlicher Fahrweise möglich, Lager- und Nockenwellenschäden als Folge möglich
  • Verschleiß und Brüche der Zwischenwelle
  • Ölverlust am Kurbelwellensimmerring („KWS Syndrom“), sehr teuer instand zu setzen, Haltbarkeit nicht gewährleistet
  • Ölverlust Nockenwellendichtung
  • defekte Öldruckgeber
  • Kolbenkipper
  • hoher Ölverbrauch
  • Risse in Zylinderfüßen bis 2002, führen zu Ölverlust
  • Risse Zylinderköpfe
  • defekte Luftmassenmesser
  • defekte Lambdasonden
  • defekte Zündspulen
  • defekter, undichter Kühlmittelausgleichsbehälter
  • verschlissene Zweimassenschwungräder
  • verschlissene Motorlager

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Synchronisation 2./3. Gang
  • hoher Kupplungsverschleiß
  • Tiptronic: alle 120.000 km Ölwechsel durchführen

 

Fahrwerk:

  • Querlenker und Spurstangen speziell bei geringen km Leistungen verschleißanfällig
  • verschlissene Schubstangen Hinterachse

 

Sicherheit:

  • defekte Zündschlösser

 

Komfort:

  • schäbbig wirkender Softlack
  • Leder bei frühen Modellen von schlechter Qualität
  • Kunststofffenster bis 2002 werden schnell blind
  • Abläufe in Dach- und Dachkasten verstopft, Wasser kann in Fahrzeug und Steuergerätewanne eindringen
  • PCM1 Navigationssysteme technisch veraltet und defektanfällig

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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09.11.2016 21:51    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 944, 944/2, 944/II, 944 Cabrio, 944S, 944 S, 944S2, 944 S2, 944S2 Cabrio, 944 S2 Cabrio, 944 Turbo, 944 Turbo Cabrio, 944 Turbo S, 951, Kaufberatung, Porsche

Einleitung

 

Der Porsche 944 wurde 1981 eingeführt und sollte die Lücke zwischen Porsche 924 und 928 schließen und zusätzlich die Antwort für Porsche in den USA auf die japanischen Sportcoupes darstellen. Im Grunde handelt es sich um einen gelifteten, verbreiteten und leistungsgesteigerten 924er mit einem vom 928er abgeleiteten abgeleiteten Motor. Entsprechend verfügt auch der 944er über Transaxlebauweise, Klappscheinwerfer und die stilbildende große Glaskuppel über dem Kofferraum. Nach Einführung des 944 Turbos im Jahr 1985 erbten auch die Basismotorisierungen die geänderten Armaturen, im Allgemeinen werden diese Fahrzeuge als 944/II bezeichnet. Kurz vor Einstellung der Baureihe im Jahr 1991 erschien 1989 noch ein Cabrio, das in geringen Stückzahlen produziert wurde.

 

Der Porsche 944 wurde ausschließlich mit verschiedenen Benzinmotoren, zum Teil mit Turboaufladung vertrieben. Zu Beginn gab es lediglich einen 2.5L Saugmotor, dieser wurde im Laufe der Zeit mit Katalysatoren versehen und leistete je nach Ausführung zwischen 150 und 163 PS, im 944S leistete der 2.5L Motor mit 16 Ventilen 190 PS. Der auf dem 2.5L Motor basierende Turbo leistete 220 bis 250 PS, mit Werkleistungssteigerung brachten es die Motoren bis auf 300 PS. Ende 1988 wurden die Saugmotoren überarbeitet, die Basis leistete nun 165 PS aus 2.7L und der nun als S2 bezeichnete 16V Motor leistete nun 211 PS aus 3L. Die Motoren sind alle Drehmomentstark, können dennoch gut ausdrehen und sind in der Lage den 944er angemessen und sportlich zu motorisieren, die Turbos erreichen sehr gute Fahrleistungen. Standardmäßig war der 944er mit einem 5 Gang-Schaltgetriebe ausgestattet, einige Motoren konnten mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden. Alle Motoren erreichen gute Abgaswerte, entsprechend können die meisten Modelle mit Werkskatalysator auf Euro 2 aufgerüstet werden.

 

Der 944er Porsche war ein Erfolgsmodell, vielfach wird angenommen, dass er die Firma Porsche in die 90er Jahre rettete. Das Verarbeitungsniveau ist gut, dafür können viele Teile und Materialien ihre Herkunft aus dem VW Regal und ihr Alter nicht verhehlen. Die Abstimmung von Fahrwerk, Getriebe und Lenkung sind sportlich, aber eher in Richtung GT als in Richtung Hardcoresportwagen, so dass viel Restkomfort und damit Alltagstauglichkeit gegeben ist, mit einem 944er sind hohe Reiseschnitte möglich. Das Platzangebot ist großzügig und der Kofferraum für einen Sportwagen sehr groß.

 

Das Angebot an 944er Porsches ist mittlerweile vergleichsweise hoch. Die Preise sind mittlerweile gestiegen, ein Ende der Preissteigerung ist noch nicht zu sehen. Dennoch kann man noch immer Fahrzeuge zu fairen Preisen bekommen, eine Ausnahme sind jedoch die Cabrios und Turbos. Bis auf sehr wenige Ausnahmen z.B. einige Sitzbezüge sind alle Teile über Spezialisten oder Porsche zu bekommen, wobei die Teilekosten bei Porsche überdurchschnittlich teuer sind. Einige Wartungen und Verschleißteile sind vergleichsweise teuer.

 

Typische Schwachstellen des Posche 944:

 

2.5&2.7L Motoren:

  • Zahnriemenwechsel sehr teuer
  • Ölverlust an Zylinderkopf, Kurbelwellensimmerring, Zahnriemengehäuse zum hinteren Ende der Ölwanne
  • abgeknickte Benzinschläuche im Motorraum (Achtung! Kann zu Fahrzeugbrand führen!)
  • falsch montierte Ausgleichsriemen führen zu starken Vibrationen während der Fahrt
  • verschlissene Motorhydrolager führen zu starken Vibrationen im Stand
  • verschlissene Ventilschaftdichtungen
  • Krümmerrisse
  • Brüche bei Edelstahlauspuffanlagen
  • Kühlmittelverlust an Kühlmittelablassschraube
  • Kühlmittelverlust Heizungskühler
  • Kühlmittelverlust Temperaturfühler
  • Zylinderkopfdichtungsdefekt durch Kühlmittelverlust
  • defekte/gestörte Steuergeräte: spontanes Absterben des Motors, anschließend kein Start möglich, geht nach einer Weile dann wieder problemlos
  • Ölverlust an Öldruckgeber
  • Ölverlust an Öl/Wasserwärmetauscher

 

2.5S und 3.0S2 Motoren:

  • Zahnriemenwechsel sehr teuer
  • Verschlissene Gleitschienen
  • gelängte Verbindungskette
  • verschlissene Nockenwellenräder
  • Ölverlust an Zylinderkopf, Kurbelwellensimmerring, Zahnriemengehäuse zum hinteren Ende der Ölwanne
  • abgeknickte Benzinschläuche im Motorraum (Achtung! Kann zu Fahrzeugbrand führen!)
  • falsch montierte Ausgleichsriemen führen zu starken Vibrationen während der Fahrt
  • verschlissene Motorhydrolager führen zu starken Vibrationen im Stand
  • verschlissene Ventilschaftdichtungen
  • Krümmerrisse
  • Brüche bei Edelstahlauspuffanlagen
  • Kühlmittelverlust an Kühlmittelablassschraube
  • Kühlmittelverlust Heizungskühler
  • Kühlmittelverlust Temperaturfühler
  • Zylinderkopfdichtungsdefekt durch Kühlmittelverlust
  • defekte/gestörte Steuergeräte: spontanes Absterben des Motors, anschließend kein Start möglich, geht nach einer Weile dann wieder problemlos
  • Ölverlust an Öldruckgeber
  • Ölverlust an Öl/Wasserwärmetauscher

 

Turbo Motoren:

  • Zahnriemenwechsel sehr teuer
  • Ölverlust an Zylinderkopf, Kurbelwellensimmerring, Zahnriemengehäuse zum hinteren Ende der Ölwanne
  • abgeknickte Benzinschläuche im Motorraum (Achtung! Kann zu Fahrzeugbrand führen!)
  • falsch montierte Ausgleichsriemen führen zu starken Vibrationen während der Fahrt
  • verschlissene Motorhydrolager führen zu starken Vibrationen im Stand
  • verschlissene Ventilschaftdichtungen
  • Krümmerrisse
  • Brüche bei Edelstahlauspuffanlagen
  • Kühlmittelverlust an Kühlmittelablassschraube
  • Kühlmittelverlust Heizungskühler
  • Kühlmittelverlust Temperaturfühler
  • Zylinderkopfdichtungsdefekt durch Kühlmittelverlust
  • Ölverlust an Öldruckgeber
  • Ölverlust an Öl/Wasserwärmetauscher

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Transaxle Schnelllaufwelle, darf weder beim hochdrehen noch abtouren (sowohl ohne eingelegten Gang, als auch im Schiebebetrieb) knallen, krachen, schlagen oder mahlen. Neben leichten defekten kann auch der Wechsel der ganzen Welle notwendig sein.
  • verschlissene Kupplung, speziell bei 924S und Turbo sehr teuer
  • ausgeleierte Schalthebelführung und –arretierung führt zu unpräzisem Schaltgefühl, im Worst Case kann kein Gang gefunden werden
  • verschlissene Getriebeführung äußert sich in schwergängigem Schalthebel
  • Ölverlust am Getriebestumpf
  • teure Kupplung
  • verschlissene Getriebe (mahlen/kreischen)

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Radlager hinten
  • ausgeschlagene Antriebswellen
  • verschlissene Spurstangenköpfe
  • verschlissene Traggelenke
  • verschlissene Stabilisatorbuchsen Hinterachse

 

Sicherheit:

  • korrodiertes Hinterachslager
  • Ausgeschlagene Kreuzgelenke in der Lenkung
  • defekte Tankentlüftung
  • Korrosion und aufgequollene Benzin-/Bremsleitungen hinten (Instandsetzung sehr aufwändig!)
  • defekte Servolenkungspumpe (knattern, schnattern bei voll eingeschlagenem Lenkrad)
  • Verlust Servolenkungsöl an Spurstangen
  • gebrochene Metallhalterung kann großes Spiel im Lenkrad verursachen
  • anschmelzendes Kabel von Batterie zu Anlasser
  • selten: Ausfall Scheinwerfermotoren
  • undichte Rückleuchten
  • Korrosion im Tank

 

Komfort:

  • sich lösende Verklebungen an der hinteren Scheibe
  • undichte Heckklappe
  • verstopfte Abläufe sorgen für stehendes Wasser in den Kofferraumtaschen
  • defektes Targadach. Kann eine Kleinigkeit sein, es ist jedoch auch möglich, dass der komplette Himmel demontiert werden muss.
  • defekter Vorwiderstand der Lüftungsregelung, läuft nur auf höchster Stufe
  • verstopfte Abläufe des Targadaches
  • Einige Sitzbezüge sind nicht mehr zu bekommen

 

Karosserie & Korrosion:

  • poröser oder weicher PU Heckspoiler
  • ausgerissene Türscharniere
  • Bis Modelljahr 1982: Türunterseite und Falze der Motorhaube
  • Radläufe hinten (oben und hinten durch Steinschläge), Batteriebleche, Kotflügelfalzen vorne, um die hintere Achsaufnahme, Scheibenrahmen, Kotflügelspitzen, Türen von Innen, Ansatz B-Säule, Radlauf hinten an Schweller (kann durch Entlüftungsgitter in B-Säule geprüft werden, Instandsetzung wenn Korrosion bereits nach außen durchgedrungen ist sehr aufwändig)

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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09.11.2016 20:37    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Cabrio, Coupe, EL54, Kaufberatung, L54, Paseo, Toyota

Einleitung

 

Nachdem die erste Paseo Generation offiziell nicht in Deutschland angeboten wurde, erschien die zweite Generation, des auf dem Tercel basierenden Paseos, in Deutschland 1995 als Coupe und im Folgejahr als Cabrio. Das Design ist elegant und sportlich geraten, die Front wird von den großen Scheinwerfern dominiert. Bereits im Jahr 1999 wurde der Vertrieb in Deutschland eingestellt.

 

Im Paseo wurde ausschließlich ein 1.5L Benzinmotor mit 90 PS angeboten. Der Motor ist ein angenehmer Begleiter in Punkto Komfort, Alltagstauglichkeit ist drehfreudig, allerdings fehlt ihm die letzte sportliche Punch. Deutsche Modelle waren immer mit einem Schaltgetriebe ausgerüstet, Importfahrzeuge aus den USA können jedoch auch über Automatikgetriebe verfügen. Die Motorleistung wird immer an die Vorderachse übertragen.

 

Der Paseo war in Deutschland eine Randerscheinung, die Verkaufszahlen eher gering verglichen mit Konkurenzmodellen wie dem Opel Tigra oder dem Ford Puma. In der Klasse nahezu konkurenzlos war das Cabrio. Der Paseo ist sowohl als Coupe als auch als Cabrio eher komod und rückenfreundlich abgestimmt, er zeigt sportlich gefahren eine merkliche Seitenneigung und ist eher sicherer Untersteuerer als Kurvenheld, im Gegensatz dazu ist die Lenkung vergleichsweise direkt abgestimmt, die Bremsanlage sehr fadinganfällig. Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist angenehm groß, selbst im Fond können es Erwachsene Menschen für eine kurze Zeit aushalten. Das Verarbeitungsniveau des Paseo ist ziemlich gut, allerdings ist die Materialauswahl billig wirkend und das Design des Innenraums eher trist. Der Korrosionsschutz ist zufriedenstellend, das Ausstattungsniveau für Mitte der 90er Jahre vergleichsweise gut.

 

Aufgrund des stark schwankenden Angebots schwanken auch die Preise für gute Paseos stark. Die meisten Paseos sind überdurchschnittlich gut gepflegt, dennoch sind auch Fahrzeuge in schlechtem Zustand vorhanden. Ersatzteile sind tendenziell etwas teurer, dafür gilt der Paseo als überdurchschnittlich zuverlässig und haltbar. Einzelne Teile gelten mittlerweile als schwer zu organisieren.

 

Typische Schwachstellen des Toyota Paseo (EL54):

 

Motoren:

  • hoher Ölverbrauch
  • Ölverlust Ventildeckeldichtung

 

Fahrwerk:

  • verschlissene, unterdimensionierte Stoßdämpfer hinten
  • verschlissene Domlager hinten

 

Sicherheit:

  • verschlissene Lenksäulenlager
  • verschlissene Kreuzgelenke der Lenkung
  • defekte Servolenkungspumpen

 

Komfort:

  • gebrochene Auspuffhalterungen
  • schnell verschleißende Sitzbezüge
  • Undichtigkeiten an Cabriodichtung

 

Karosserie & Korrosion:

  • Unilacke kreiden stark aus und sehen stark gealtert aus
  • Korrosion Radläufe
  • Korrosion Radkästen
  • Korrosion Schwellerenden
  • Korrosion Wagenheberaufnahmen

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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07.11.2016 22:45    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Ford, Ka, Kaufberatung, MK 1 (RBT), Probleme, RBT, Schwächen, Schwachpunkte, Schwachstellen, SportKa, StreetKa

Einleitung

 

Die erste Generation des Ford Ka wurde von 1996 bis 2008 gebaut und war der erste Vertreter des New Edge Designs von Ford. Innen und außen wirkt der Ka knuffig und konnte sich schnell einen großen Marktanteil in der Kleinwagenklasse sichern. Neben einem Cabrio wurde nur ein 3-Türer angeboten, dieser jedoch war ein vollwertiger 4-Sitzer. Modellpflegen erfolgten beim Ka im Wesentlichen kontinuierlich und waren überwiegend auf die Technik bezogen. Am auffälligsten dürften die Einführung neuer Sitze im Jahr 2000 und eines neuen Armaturenträgers in 2005 gewesen sein. 2008 wurde er durch ein Modell, welches auf dem Fiat 500 basierte ersetzt.

 

Den Ka gab es ausschließlich mit Benzinmotoren. Das Angebot war stets eher klein und eingeschränkt. Die Motorenpalette reichte von 50 bis 69 PS aus 1.3L für den Ka, das Cabrio Streetka und der Sportka waren mit 95 PS aus 1.6L lieferbar. Alle Motoren waren mit einem Schaltgetriebe kombiniert. Die Motoren sind solide und werden je nach Drehzahlniveau auch mal kernig laut.

 

Der Ka war ein ziemlich großer Erfolg für Ford, die Verkaufszahlen überraschend hoch, eine Vielzahl an Sondermodellen hielt das Interesse über die Jahre stets hoch. Das Fahrwerk ist überraschend direkt und sportlich, das Handling befriedigend und die Schaltung sehr knackig. Das Sicherheitsniveau des Kat und die verfügbare Sicherheitsausstattung sind unbefriedigend. Das Platzangebot im Fond ist gering, auch wenn der Ka ein 4-Sitzer ist, gleiches gilt für den eher klein geratenen Kofferraum. Das Verarbeitungsniveau und der Korrosionsschutz des Ka sind im allgemeinen eher unterdurchschnittlich.

 

Der Ka ist gebraucht mittlerweile sehr günstig zu finden. Der Zustand der meisten Fahrzeuge ist jedoch sehr schlecht. Den eher ausgefallenen Sondermodellen, dem SportKa und StreetKa kann man eine Youngtimerkarriere vorhersagen. Ersatzteile sind grundsätzlich günstig, allerdings benötigt man auch regelmäßig welche.

 

Typische Schwachstellen des Ford Ka (RBT):

 

Benzinmotoren:

  • eingelaufene oder gebrochene Nockenwellen bis Ende 1997 (Endura Motoren)
  • Ausfall Leerlaufregelventile bis Anfang 2003 (Endura Motoren)
  • verschlissene Stößelstangen bis Anfang 2003 (Endura Motoren)
  • defekte Drosselklappenpotentiometer bis Anfang 2003 (Endura Motoren)
  • defekte Lambdasonden ab Ende 2002 (Duratec Motoren)
  • gestörte Motorsteuerung ab Ende 2002 (Duratec Motoren)
  • defekte Katalysatoren ab Ende 2002 (Duratec Motoren)
  • defekte Zündspulen ab Ende 2002 (Duratec Motoren)
  • defekte Lichtmaschinen
  • Korrosion Ölwanne

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Schaltgabel (Rückwärtsgang schwer einzulegen)

 

Fahrwerk:

  • verschlissene Domlager
  • Querlagerbuchsen
  • defekte Stabilisatorpendel
  • verschlissene Radlager
  • hoher Stoßdämpferverschleiß
  • Handbremsseil rutscht aus Clips heraus, Ausfall Handbremse

 

Sicherheit:

  • Ausfall Handbremse
  • verschlissenes Kreuzgelenk der Lenksäule führt zu hakeligem und schwergängigem Lenkgefühl
  • defekte Pedalbolzen führen zu Unbedienbarkeit von Gas-, Kupplungs- und Bremspedal.
  • defekte Federplatte an Pedalwelle der Kupplung führt zu scheinbarem Kupplungsausfall
  • Ausfall Lenkstockschalter

 

Komfort:

  • defekte Heizungsventile
  • defekte Schlösser
  • defekte Gebläsewiderstände (geht nur auf höchster Stufe)
  • defekte Türkabelbäume, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung
  • verstopfte Abläufe der Klimaanlage setzen Beifahrerfußraum unter Wasser

 

Karosserie & Korrosion:

  • verstopfte Wasserabläufe des Wasserkastens setzen Fahrzeugelektrik unter Wasser
  • Korrosion am Ka ist quasi überall möglich, schwerpunktmäßig sollten kontrolliert werden:
  • Türen
  • Tankeinfüllstutzen
  • Heckklappe
  • um den Heckwischer
  • Fahrwerksaufhängung
  • Einstiegsleisten unterhalb der Türdichtungen
  • A-Säule unterhalb des Windschutzscheibenrahmens
  • Schweller
  • unter den Befestigungen der Stoßfänger

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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Aktualisierung 2017

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07.11.2016 21:49    |    Rotherbach    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 6Gen, Fiesta, Fiesta 02, Fiesta 06, Ford, Gen6, JD3, JH1, Kaufberatung, MK6, ST

Einleitung

 

Im November des Jahres 2001 brachte Ford die sechste Generation des Fiesta auf den Markt. Der Fiesta war in allen Dimensionen gewachsen und vollständig neu konstruiert worden. Er folgte einer etwas milderen Form des New Edge Designs. Die zentralen Versprechen des Fiesta waren Sicherheit und Raum. Er erhielt 2002 das goldene Lenkrad. Der Fiesta war als 3- und 5-Türer verfügbar, auf einigen Märkten war er auch als Limousine verfügbar. Im Oktober 2005 wurde ein Facelift durchgeführt, im Sommer 2008 wurde er durch die Folgegeneration ersetzt.

 

Der Fiesta wurde mit fünf Benzin- und 2 Dieselmotoren angeboten. Die Basismodelle mit 60 und 70 PS bieten biedere Hausmannskost und erfüllen die Grundbedürfnisse an Mobilität. Die moderneren Motoren zwischen 80 und 150 PS sind sportlich, drehfreudig und können die Fähigkeiten des Fahrwerks auch ausnutzen. Die Dieselmotoren wurden gemeinsam mit Peugeot entwickelt, der kleinere Motor liefert vergleichsweise bescheidene Fahrleistungen, die 90 PS Variante liefert ordentliche Fahrleistungen. Alle Motoren waren mit 5-Ganggetrieben kombiniert, die mittleren Benziner und der Basisdiesel konnten mit verschiedenen Automatikgetrieben kombiniert werden.

 

Der Fiesta war erfolgreich und verkaufte sich gut. Die Fahrleistungen schwanken stark mit den Motorisierungen, ab 80 PS werden sie im Allgemeinen als angemessen eingestuft, der Motor ist bei höheren Drehzahlen präsent. Fahrwerk und Lenkung sind sportlich, die Reserven hoch. Das Handling ist sehr gut, der Fiesta ist agil und wenig, darunter leiden allerdings Sitz und Federungskomfort. Der Fiesta verfügt über gute Platzverhältnisse, ist übersichtlich, durch große Türen leicht zu besteigen und hat eine starke Heizung. Dafür gibt es einige Bedienschwächen wie ausschließlich mit dem Schlüssel zu bedienende Heckklappen und Tankverschlüsse. Das Sicherheitsniveau und die Sicherheitsausstattung sind gut, auch wenn ESP nicht in jedem Modell Serie war.

 

Der Fiesta ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt stark vertreten. Das Preisniveau ist überdurchschnittlich hoch, allerdings gibt es auch eine Vielzahl vergleichsweise schmal ausgestatteter Modelle. Typische Verschleiß-, Ersatzteile und Service am Fiesta sind typischerweise günstig.

 

Typische Schwachstellen des Ford Fiesta (JH1/JD3):

 

Benzinmotoren:

  • Wasser und Scheibenreiniger kann auf Ventildeckel und Zylinderkopf tropfen, Schäden an Zündkerzen, Kabeln und Zündspulen möglich

 

Dieselmotoren:

  • defekte Zylinderkopfdichtungen
  • defekte Abgasrückführungsventile
  • 1.4 TDCI: defekte Kraftstoffleitungen, defekte Injektoren
  • 1.6 TDCI: hoher Ölverbrauch, Verkokender Ansaugtrakt, verkokte Ölzuleitung zu Turbolader, defekte Turbolader, abbrechende Ölmessstäbe, undichte Thermostatgehäuse

 

Getriebe und Antrieb:

  • Getriebeschäden bei 60 PS Variante
  • Durashift Halbautomatikgetriebe: Softwarefehler, Aktuatorausfälle, Steuermoduldefekte (Fahrzeug kuppelt und schaltet nicht korrekt)

 

Sicherheit:

  • gebrochene und korrodierte Fahrwerksfedern
  • hoher Bremsenverschleiß
  • gerissene Handbremsseile
  • Ausfall Zentralinstrument durch Masseprobleme
  • defekte Federplatte am Pedal führt zu scheinbarem Kupplungsausfall

 

Komfort:

  • defekter Umklappmechanismus hintere Sitze bei 3-Türer
  • defekte Pollenfilterdichtung, kann Wassereinbruch ermöglichen
  • Heizungsausfälle bei 60 und 70 PS Motor

 

Karosserie & Korrosion:

  • verstopfte Ablauflöcher der Türen
  • Korrosion Türunterkanten
  • Korrosion Heckklappenkanten
  • Radläufe
  • Auspuff
  • Türfangbänder
  • Döme
  • Träger Unterboden

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

Copyright: Rotherbach, 2016, Artikel darf bei Angabe der Quelle im Rahmen der Copyleft Regeln frei verwendet werden.

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03.11.2016 21:26    |    Rotherbach    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 128, 128AS, 128 AS, 1300, 1500, 5-Speed, Bertone, Fiat, Kaufberatung, X1/9, X19, X1-9

Einleitung

 

Der Fiat X1/9 leitet sich von einer Studie der Carozzeria Bertone, dem Runabout Spider, ab. Er wurde ab 1972 verkauft und bei Bertone gefertigt. Die Technik des X1/9 entstammte der 128er Baureihe. Im Gegensatz zur 128er Baureihe wurde der Motor als Mittelmotor verbaut. Das Design fröhnt der extremen Keilform, ist ein Targa-Sicherheitscabrio und zeichnet sich zudem durch Klappscheinwerfer aus. Das frühe Modelle wird von recht zierlichen Stoßstangen eingefasst, mit dem Facelift 1978 wurden ein neuer Motor, ein 5-Gang Getriebe und sehr massive Stoßstangen eingeführt. Ab 1982 wurde das Fahrzeug als Bertone X1/9 vertrieben und 1988 wurde der X1/9 eingestellt.

 

Der X1/9 wurde über die Jahre mit drei Benzinmotoren aus dem Fiatkonzern ausgestattet. Der Motor wurde als Mittelmotor eingebaut, das Schaltgetriebe lieferte die Motorleistung immer an die Hinterachse. Der 1.3L Motor gilt als drehfreudig und sportlich, verlor jedoch über die Jahre durch verschiedene Detailänderungen vor allem am Vergaser an Biss. Der 1.5L Motor ist ebenfalls drehfreudig, aber durch seinen größeren Hubraum wesentlich ausgeglichener vom Charakter. Zuletzt wurde parallel ab 1985 ein 1.5L Motor mit Katalysator angeboten. Dieser erfüllt die Euro 1 Norm, auch für den 1.5L Vergasermotor gab es zeitweise eine G-Kat-Nachrüstung. Alle Motoren sind zudem vergleichsweise sparsam.

 

Der X1/9 war eine lange Konstante im Fiatprogramm und verkaufte sich entsprechend konstant, es gibt eine Vielzahl an Sondermodellen. Die Motoren sind solide und ausreichend sportlich, die Fahrleistungen waren in den 70er und 80er Jahren angemessen sportlich, heute sind sie eher unterdurchschnittlich. Die Fahrwerksabstimmung sorgt für ein gutes Handling, bietet ausreichend Sicherheitsreserven und genügend Fahrkomfort. Dem Alter entsprechend verfügt der X1/9 über keine nennenswerte Sicherheitsausstattung. Durch das feste Targadach ist der X1/9 uneingeschränkt Schlechtwettergeeignet. Fahrer und Beifahrer sitzen auf bequemen Sitzen mit ausreichend Seitenhalt. Für ein Sportcabrio verfügt der X1/9 über vergleichsweise viel Stauraum.

 

Der X1/9 ist mittlerweile ein vergleichsweise seltenes Fahrzeug. Viele Fahrzeuge sind der Korrosion und verschiedenen Tuningphasen zum Opfer gefallen. Für ein Fahrzeug mit Mittelmotor, herausragendem italienischem Design und entsprechendem Alter ist der X1/9 als günstig und unterbewertet einzustufen. Die meisten Verschleiß- und Technikteile sind, mit Ausnahme einiger spezieller Fahrwerksteile, nach wie vor günstig zu haben, Karosserie- und Innenraumteile, spezielle X1/9- und Sondermodellteile können teuer und schwer aufzutreiben sein. Der X1/9 ist vergleichsweise simpel zu reparieren.

 

Typische Schwachstellen des Fiat X1/9 (182AS):

 

Motoren:

  • 1.3L: defekte Lichtmaschinen
  • versäumtes Einstellen der Ventile kann zu abreißenden Ventilen führen
  • 1.3+1.5L: verdreckte Vergaser, gelockerte Vergaserdeckel, gelockerte Hauptdüse, Probleme einen Fachmann zum Einstellen zu finden.
  • eingelaufene Nockenwellen (selten)
  • selten defekte Zylinderkopfdichtungen
  • Ölverlust an Nockenwellenkastenabdichtung, Benzinpumpenantrieb (nur Vergaser), Simmerringe Nockenwellen und Kurbelwellen, Differentialausgang, hinter der Riemen- und Schwungscheibe der Kurbelwelle, Ölwannendichtung
  • selten gerissene Auspuffkrümmer und gerissene Stehbolzen
  • 1.5 Kat: Brüche Auspuffanlage, defekte Zündsteuerbox (kann im Lüftungsschacht unter Wasser stehen)

 

Getriebe und Antrieb:

  • verschlissene Getriebesynchronisation
  • 5-Gang Getriebe: verschlissene Gangräder (v.a. Rückwärtsgang)

 

Fahrwerk:

  • verschlissene obere Drehlager Vorderachse
  • defekte Radlager
  • verschlissene Kugelköpfe hintere Querlenker

 

Sicherheit:

  • verschmorte Stecker an Zündschloss
  • blinde Reflektoren Schein- und Nebelscheinwerfer
  • Feuchtigkeit und Korrosion im Sicherungskasten bei 1.3L
  • defekte Lichtschalter (ab 1984)
  • gerissene Handbremsseile
  • aufgequollene Bremsleitungen

 

Komfort:

  • undichte Wärmetauscher der Heizung
  • undichte Kühlwasserrohre im Fahrzeugboden
  • gebrochene Scharniere Handschuhdeckel bei 1.5L
  • defeke Klimaanlagen

 

Karosserie & Korrosion:

  • durch den unzureichenden Korrosionsschutz kann Korrosion am ganzen Fahrzeug vorkommen
  • Korrodierte Stecker und Kontakte
  • Korrosion Auspuff
  • Wasserablaufrinne zwischen Scheinwerfer und Kofferraum vorne
  • Scheinwerferschächte
  • seitliche Stehbleche vorderer Kofferraum
  • Boden des Batteriekastens
  • Windschutzscheibenrahmen
  • Übergang von Kotflügel zu A-Säule
  • Radläufe
  • Kantenrost an Hauben, Deckeln und Türen
  • Türböden
  • Türseite zur A-Säule
  • Wannen vor den Sitzen
  • Außenschweller (kann sich in den Innenschweller fortsetzen
  • vordere Spritzwand
  • Schwellerenden und –spitzen
  • Karosserieendspitzen
  • Kofferraumboden (Achtung! Doppelbödig ausgeführt, dazwischen befindet sich eine Dämmmatte)
  • Längsträger Kofferraum und Motorraum, setzt sich in Motorbelüftungsschacht fort
  • Stoßdämpferdöme Hinten
  • B-Säule v.a. um Scharnier und Hebel
  • Rahmenträger um die Querlenker- und Strebenbefestigungen
  • Längsträgeransatz hinter den Vorderrädern
  • Wagenheberaufnahmen
  • vordere Kotflügelspitzen unter Blinker/Seitenbegrenzungsleuchte

 

Bitte beachten: Gebrauchte Fahrzeuge hatten ein Leben vor dir. Daher können sie neben den typischen Mängeln auch ungewöhnliche Mängel, Macken und Fehler haben, die zu ermitteln unmöglich ist. Daher muss man jedes Auto individuell begutachten und darf sich nicht darauf verlassen, dass in einer Kaufberatung wirklich alle Fehler aufgeführt sind. Aus diesem Grund ist eine Kaufberatung ein Hilfsmittel und ersetzt im Zweifel keinen Fachmann und keine ausgiebige Begutachtung. Außerdem bemühe ich mich zwar ein möglichst vollständiges Bild zu geben, kann aber leider nicht gewährleisten, dass ich wirklich jeden Mangel recherchieren konnte.

 

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