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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

19.12.2010 23:09    |    dodo32    |    Kommentare (180)    |   Stichworte: Webervergaser

Weber Vergaser - Eure Meinung ist gefragt!

Weber
Weber

Hallo Zusammen!

 

Schön dass Ihr den Weg in meinen ersten Blogartikel gefunden habt! :) Dieser Artikel richtet sich an alle Liebhaber von Weber und Solex Doppelvergasern. Markenübergreifend: 02er BMW, Alfa, Käfer, C-Kadett, Golf GTI und viele mehr - Alle sind herzlich willkommen!

 

Der Sinn und Zweck dieses Artikels ist, sich über Probleme und deren Lösungen auszutauschen, und natürlich Erfahrungsberichte zu posten.

 

Ich werde weiter unten den Anfang machen, um ein Beispiel zu liefern. Freilich steht es jedem frei, was er preisgibt. Wäre super, möglichst detaillierte Beiträge zu lesen. :)

 

Wie kommt man eigentlich auf so eine Idee, einen Blog über Doppelvergaser zu eröffnen? Nun, ich befasse mich seit rund 2 Jahren mit der Materie - das meiste war bislang Theorie. Es ist sehr schwer Gleichgesinnte zu finden, wenn man nicht gerade Slalom fährt oder sich schon seit Jahrzehnten mit dieser Thematik befasst.

 

Über das Golf 1 / 2 Forum habe ich dann Sony8V kennengelernt. Auch Er ist begeisterter Anhänger dieser alten Gemischaufbereitungstechnik und wir werden sicherlich auch von Ihm lesen.

 

So, dann mach ich mal den Anfang:

 

Fahrzeug und Motor:

 

- Golf 2 GTI

 

- 2 Liter 8 Ventil Motor

 

- Nockenwelle: 280°, 11,4mm Ventilhub, 2,5mm Ventilhub im OT

 

- Hartmann Auspuffanlage, Fächerkrümmer mit Hitzeschutzband

 

- Kopf: Kanäle geweitet, geplant, Ventile poliert, schmale Einlassventilsitze, größere Auslassventile

 

- Zündung: Verteiler vom Golf 1 MKB EG (Ur-GTI 1.6 Liter), Unterdruckdose ohne Funktion

 

- großer Dieselkühler

 

- Ölkühler

 

- Hartmann Thermostate (Wasser + Lüfter)

 

Vergaser:

 

- 2 x Weber 45 DCOE aus spanischer Fertigung

 

- bilas Luftsammler mit Luftfilterkasten vom Golf 2 Diesel

 

Bedüsung:

 

- Hauptluftrichter: 36mm

 

- Leerlaufdüse: 50 F8 (aktuell 55F8 - zurückspucken deutlich reduziert)

 

- Hauptdüse: 145 (aktuell 140)

 

- Mischrohr: F16

 

- Vorzerstäuber: 4,5

 

- Beschleunigungspumpendüse: 45

 

- Luftkorrekturdüse: 155

 

- Schwimmernadelventil: 2.00

 

- Starterdüse: 65 F9

 

Die Bedüsung habe ich nach dem Buch von Des Hammill, "Weber + Dellorto Querstromvergaser", ausgewählt. Auch liegt eine Breitbandsonde mit Anzeige bereit, um ein Gefühl für die Gemischaufbereitung zu bekommen.

 

Eine Prüfstandsfahrt war leider Aufgrund eines anderen *Problems* noch nicht möglich. Die Behebung ist in Arbeit. Dennoch war der erste Eindruck sehr gut! Nach dem Synchronisieren und dem vorläufigen Einstellen der Zündung, folgte eine ausgiebige Probefahrt. Probleme: Keine! Im Gegenteil, der Motor hing super am Gas und der Leerlauf war mit der damals noch verbauten 286er Hydronocke phantastisch! (im Vergleich zur K-Jet)

 

Insgesamt bin ich rund 250 Kilometer gefahren, bevor das Saisonkennzeichen das vorläufige Ende der Vergasererprobung einläutete.

 

Nächstes Jahr gehts dann mit den praktischen Erfahrungen weiter! Das soll Euch aber bitte nicht abhalten, Eure Erfahrungen zu posten. ;)


12.07.2012 22:53    |    dodo32

Zitat:

Von Böhm, was ja anscheinend die besten sind, gibt es zwei.

 

Erstens Kapselfeder

Nimm die, hab ich auch. Mit Nullpunkverstellung. :) Funktionieren hervorragend und sind jeden Cent wert. Anschlussmaterial ist auch dabei

 

Zitat:

Wenns dann mal soweit ist, dass es zum Einstellen kommt, ist dann für die CO - Messung der Abgastester einer Werkstatt, mit dem auch die AU gemacht wird, geeignet?

Im Prinzip ja, aber dazu müsste man das Ding in den Kofferraum packen und fahren. Es geht nicht nur darum den CO im Leerlauf bzw. ohne Last zu ermitteln, sondern bei Volllast. Und Volllast heist nicht Vollgas im Leerlauf, sondern unter Last ;). Also solltest Du einen Rollenprüfstand aufsuchen. Alles halb so wild, so lange das kein Rennmotor ist. Mit extrem scharfen Nocken, wird das Bedüsen im Teillastbereich aufwändiger, aber mit Motorsportnocken bekommt man sowieso keine AU, also immer ruhig Blut ;)

 

Zitat:

Was macht es Sinn an den Vergasern zu erneuern?

 

Dichtungen is klar, aber was noch?

Prüfen ob die Schwimmer dicht sind, Drosselklappenwellen bzw. deren Lagerung prüfen auf Spiel, Funktion der Beschleunigungspumpen, Chokeeinrichtung stillegen.


12.07.2012 23:02    |    PS-Schnecke12336

ok, das mit den Uhren hab ich verstanden.

 

ja das mit dem in den Kofferraum packen wird wohl nix, is ja kein bus :-D

Prüfstand weis ich bei mir in der Nähe leider keinen.

Ich habs schon mal geschrieben, dass ich ne Sonde nach dem Fächerkrümmer verbaut hab.

Würde also eine Anzeige für den Co-Wert Sinn machen und kann ich dann quasi auf der Strasse testen?

 

Choke scheint eh schon stillgelegt zu sein. Zumindest gehen keine Züge hin.

Na dann "freu" ich mich mal aufs Zerlegen und reinigen...


12.07.2012 23:06    |    dodo32

Zitat:

Ich habs schon mal geschrieben, dass ich ne Sonde nach dem Fächerkrümmer verbaut hab.

 

Würde also eine Anzeige für den Co-Wert Sinn machen und kann ich dann quasi auf der Strasse testen?

Einen korrekt funktionierende Breitbandlambda mit entsprechender Anzeige funktioniert auch. Voraussgesetzt, es werden wirklich präzise Daten geliefert. (keine Falschluft etc.). Zündung musste freilich auch einstellen und dich mit dem Thema befassen. ;)


12.07.2012 23:11    |    PS-Schnecke12336

alles klar, danke schon mal, ich werde wieder berichten...


12.07.2012 23:13    |    dodo32

Zitat:

alles klar, danke schon mal,

Keine Ursache, dafür ist der Blogartikel da ;)

 

Zitat:

ich werde wieder berichten...

Na das hoffe ich doch! :)


21.07.2012 18:57    |    PS-Schnecke12336

So Freunde der Webermusik,

 

ich hab jetzt Zeit und heute sind genau passend die Böhm Synchrontester eingetroffen.

Also gut, Auto geholt, schön warmgefahren und auf die richtige Betriebstemperatur gebracht.

 

Hab erst mal das Standgas erhöht, so auf ca. 1100 was für meine Nocke ganz ok sein sollte.

Ich finde da läuft er auch ganz schön, nicht so ein Gebockel wie bei 500-600 wo er vorher rumeierte.

Hab dann mal die Uhren an die Vergaser angebracht.

Erst mal stand ich da und dachte mir, oh nö das bringst du nie hin.

Dann habe ich etwas mit den Dämpfungen gespielt und es wurde schon besser.

Daraufhin hab ich mal an der Synchronschraube gedreht um zu sehen was so passiert.

Nach wenigen Versuchen hat sich auch ein brauchbares Ergebnis eingestellt.

 

Allerdings:

 

Zylinder 1 (In Fahrtrichtung rechts der Rechte) spielt nicht so ganz mit den anderen zusammen.

Die Abweichung liegt etwa bei 5 Skalenstrichen.

Die Uhren laufen aber alle synchron, das habe ich getestet.

 

Jetzt die Frage, was ist da los?

Undichtigkeiten an der Brücke konnte ich keine Feststellen. Allerdings wär es mir ganz recht, vor dem Ausbauen der Vergaser zu

wissen was es sein könnte.

 

Nach dem Synchronisieren hab ich mal ne Probefahrt unternommen. Ich mein dass er besser läuft.

 

Nun bin ich auf eure Hilfe angewiesen.

 

Gruß


22.07.2012 23:03    |    PS-Schnecke12336

mag mir keiner helfen?


22.07.2012 23:06    |    dodo32

Hey Touring, der Beitrag wurde mir nicht als neuer angezeigt. Wir hatten dieses Wochenende Treffen, deswegen haben es warscheinlich auch andere überlesen. Ich lese es mir durch, und dann soll Dir auf jeden Fall Antwort zuteil werden :)


22.07.2012 23:08    |    PS-Schnecke12336

das ging fix, ich freu mich auf die antwort


22.07.2012 23:12    |    dodo32

...sooo, schon gelesen. Schön dass Du dich für die Uhren entschieden hast, die sind geil, gell? :D So wie das aussieht, ist das perfekt. Bedenke, dass wir uns über den Nullkomma sprich Komma nach der Null unterhalten. D.h., Du hast eine Abweichung von 0,03 Bar. Das ist minimal und bei mir z.T. auch so. Das wird ja alles warm und verzieht sich. Dein Ergebnis ist mehr als gut! Wenn der ruhig läuft, dann passt das. Vor allem bei der Abweichung. Es könnte freilich sein, dass die Drosselklappe auf dem Zylinder etwas "verbogen" ist bzw. die Synchronizität der Klappen des einzelnen Vergasers zueinander nicht passt, aber das kannst Du durch biegen korrigieren. Ich denke aber nicht, dass das notwändig ist. Das schaut doch super aus! :cool:


22.07.2012 23:37    |    PS-Schnecke12336

schön zu hören, dass ich beim ersten mal gleich so erfolgreich war. Ja die Uhren sind echt gut.

 

Biegen will ich jetzt auch nicht, vor allem ist es ja recht aufwändig beim 8V die Vergaser raus zu machen.

 

Wie soll ich nun weiter vorgehen? Würde die Vergaser gerne mal sauber machen, die Optik gefällt mir gar nicht.

Eine neue Abdichtung kann ja auch nicht schaden, wer weiß wie lange die schon drin sind.

 

Bin auf jeden Fall schon mal zufrieden, dass er gleich besser lief. Zumindest kommt es mir so vor.

 

Was meinst du, Vergaser raus, reinigen und neu abdichten?

Wechselt man dabei die Lager der Welle auch?

 

Hab das Standgas an der Schraube die auf den Synchronhebel drückt eingestellt, das ist richtig oder?

Also die Schraube in der Mitte.


22.07.2012 23:41    |    dodo32

Also wenn die dicht sind und das Ding läuft, erstmal so lassen, wie es ist. Never change a running System. Die Schraube auf dem Bild.., ist für die Synchronisierung. Leerlauf stellste an der Schraube ein, die den Hebel zwischen den Vergasern auf und ab bewegt. Wo wohnst du denn? Schick mir doch mal gerne eine PN...


22.07.2012 23:57    |    PS-Schnecke12336

hast PN


06.08.2012 00:01    |    Trackback

Kommentiert auf: VW Golf 1 & 2:

 

Golf 2 16v Motorschade? Was nun?

 

[...] Du die Grundausstattung. Ein Ölkühler wäre noch empfehlenswert. Als Grundbedüsung kannst Du bedenkenlos folgende wählen: => *klick*. Wichtig ist, dass Du erst einmal mit kleine Hauptlufttrichtern anfängst. Also [...]

 

Artikel lesen ...


15.08.2012 22:27    |    Trackback

Kommentiert auf: VW Golf 1 & 2:

 

weber doppelvergaser 40 dcoe

 

[...] geschieben scharfe und vor allem

was bei der nocke noch wichtig ist ist der hub

 

lies dich mal da ein :

 

http://www.motor-talk.de/.../...hrungen-setup-diskussion-t3030741.html

 

gruß sony8v

[...]

 

Artikel lesen ...


16.08.2012 20:09    |    PS-Schnecke12336

so ich will auch mal wieder berichten.

Habe mittlerweile die Vergaser ausgebaut.

Das alleine ist ein Kapitel für sich. Habe ja den 8V und zwischen Krümer und Vergasern ist fast kein Platz.

Ich dachte mir brechen gleich die Finger ab.

Gut, irgendwie hab ich sie dann doch rausgebracht.

Hab mich dann mit der Reinigung ausgiebig beschäftigt. Dazu auch ein Bild.

Ich denke man sieht gut den Unterschied zwischen sauber und nicht sauber.

Habe alles mit Benzin gemacht.

Ultimativ wäre wahrscheinlich ein Ultraschallbad gewesen. Allerdings möchte ich mir keins kaufen und kenne keinen der eins hat.

 

Jetzt brauch ich mal neue Dichtungen, hab allerdings momentan gar keine Zeit was zu machen.

 

Wie schaut es mit den Lagern aus. Wechseln ja/nein?? Spiel haben sie definitiv keines? Laut Zeichnung ist hinter den Lagern auch noch eine Dichtung, diese sollte aber gewechselt werden oder?

 

Muss ich sonst noch was beachten?

Wie sollte ich die Kanäle innen reinigen? Bremsenreiniger und Druckluft?


16.08.2012 20:15    |    dodo32

...hmmm, wenn Du sowieso dabei bist, würde ich die Lager mitsamt allen Dichtungen auch tauschen. Bremsenreiniger und Druckluft sind ok, wenn alle Dichtungen draussen sind. Bremsenreiniger ist nämlich meist ziemlich agressiv, ausser er ist Acetonfrei...


16.08.2012 20:23    |    PS-Schnecke12336

Alles klar, dann bin ich mal nicht geizig, Schaden wirds ja keiner sein.

Meinst du damit, dass der Bremsenreiniger die Dichtungen angreifen würde? Wenn ja, die Dichtungen sind schon im Müll und keiner Gefahr mehr ausgesetzt.


16.08.2012 20:29    |    dodo32

Zitat:

Meinst du damit, dass der Bremsenreiniger die Dichtungen angreifen würde?

Im Zweifel ja, das Zeug wirkt extrem entfettend und entzieht Kunststoffteilen den Weichmacher. Es gibt von MAKRA einen, der ist Acetonfrei und funktioniert auch super! Aber wenn die Dichtungen sowieso ausgebaut sind, kannst Du auch normalen nehmen :)

Und alles von Grund auf zu erneuern, schadet definitiv nicht. Dann hast Du eine Weile Ruhe und die Teile kosten ja nicht die Welt :)


16.08.2012 20:45    |    PS-Schnecke12336

Zitat:

Und alles von Grund auf zu erneuern, schadet definitiv nicht. Dann hast Du eine Weile Ruhe und die Teile kosten ja nicht die Welt :)

Ja das denke ich auch, vor allem ist der Vergaserausbau auch nicht ganz ohne und ich bereue es nur wenn ich es nicht tue.

Also wird alles neu gemacht.

Noch was anderes: Hab schon oft gelesen, dass viele ne elektrische Benzinpumpe verwenden. Ist das unbedingt notwendig?

Bei mir ist das noch original, also mit Rücklauf und der mechanischen Pumpe...


15.09.2012 18:09    |    PS-Schnecke12336

mal noch ne andere Frage. Ist die Rückholfeder für die Drosselklappen, die im Vergaser verbaut wird, sinnvoll oder eher nicht?

Hab außen auch zwei verbaut.

 

Gruß


19.09.2012 17:10    |    PS-Schnecke12336

Kann mir da keiner helfen?


19.09.2012 17:44    |    dodo32

Ich hab gar nicht gesehen, dass es am 15.09. einen neuen Beitrag von Dir gab. Nun, die Rückholfedern in den Vergasern sind so eine Sache. Mit zunehmendem Alter können diese Brechen. Verkanten die sich und die Klappen bleiben offen, ist das nicht so spannend ;)


19.09.2012 17:52    |    PS-Schnecke12336

also weglassen?

Hatte eins weiter oben auch noch wegen der Benzinpumpe gefragt. So lassen wie es bei mir ist oder eine elektrische verbauen?


19.09.2012 17:57    |    dodo32

Ich weis nicht, wieviel Druck die mechanischen Pumpen aufbauen. Ich hatte erhebliche Probleme, weil ich rund 0,25 Bar anliegen hatte. Ich würde prüfen, wie hoch der Druck ist und dann ggf. mit einem Benzindruckregler arbeite. Was ich auch nicht weis ist, ob die Fördermenge für die Vergaser ausreichend ist. Vielleich kann jemand anders etwas dazu sagen


19.09.2012 18:02    |    PS-Schnecke12336

Also ich kann dazu sagen, dass er mit der jetzigen Pumpe gut gelaufen ist, es gab eigentlich keine Probleme.

Habs eben nur schon ziemlich oft gesehen, dass elektrische verbaut. Deshalb meine Frage.


19.09.2012 18:07    |    dodo32

Ich kann da wie gesagt nur spekulieren weil ich von den mechanischen Pumpen nichts weis. Ich meine, sony hatte da mal etwas erwähnt..., vielleicht schaut er später ja noch rein


19.09.2012 19:25    |    sony8v

servus

 

die mechanischen pumpen gehen auch

 

ein rennkollege fährt die auf einen 1,6l golf 2

 

und wenn er damit schon gelaufen ist passt es

 

wen die mechanische mal versagt dann kannst du eine elektrische verbauen aber mit druck regler so

wie dodo schreibt

 

gruß sony8v


19.09.2012 19:31    |    PS-Schnecke12336

Alles klar, dann bleibt erst mal alles so wie es ist.

 

Vielen Dank.


09.10.2012 21:24    |    Trackback

Kommentiert auf: dodo's Blog:

 

Vergasergestänge für Weber 45 DCOE

 

[...] und noch was schau mal da rein da ist fast alles beschrieben:

 

http://www.motor-talk.de/.../...hrungen-setup-diskussion-t3030741.html

 

;)

[...]

 

Artikel lesen ...


18.01.2013 12:56    |    der-gt

Hey Dodo, toll dass du hier so ausführlich über dein Projekt berichtest.

 

Ich bin momentan selbst dabei einen 2er 8V GTI mit Webern aufzubauen. Habe den Wagen vor einem Quartal mit 45er Spain Webern gekauft.

Leider hat der ehemalige Besitzer wohl damals die Lust verloren und außer den Webern nur eine Gruppe A Supersprint Anlage verbaut ohne Kat VSD und MSD, nur Fächer und ESD.

 

Jetzt habe ich einen zweiten Kopf bekommen der bearbeitet wird und suche die passende Nocke dazu.

Bewegt werden soll der Wagen aber nicht auf der Rennstrecke sondern normal auf der Landstraße und natürlich auch mal im Stadtverkehr.

 

Jetzt wurde mir empfohlen, da die 45er für den 8V doch halt "ordentlich" Dimensioniert sind, schon eine schärfere Nocke zu verbauen.

Am Rumpfmotor möchte ich aktuell allerdings kein weiteres Geld investieren, da dass die Kosten doch schnell Explodieren lässt.

 

Habe gelesen das du eine 280er Welle fährst. Ist das eine Schleicher für mechanischen Ventiltrieb? Habe mechanischen Ventiltrieb und überlege ob ich eine 276er Schrick mit neuen Federn oder eine 280er Schleicher ohne neue Federn anschaffen soll.

 

Danke und schönen Gruß, Moritz


18.01.2013 17:16    |    dodo32

Hallo Moritz,

 

ich kann Dir die Schleicher Welle wärmstens empfehlen. Würde ich von der Gradzahl her der Schrick vorziehen. Wichtig ist auch, dass Du erst einmal mit 36er Hauptlufttrichtern anfängst und dann ggf. 37er probierst oder gleich auf 38 gehst. Ich habe mir einen Satz 37 gekauft und werde in ca. 8 Wochen berichten können, was sich verändert hat.


18.01.2013 17:53    |    der-gt

Hey Dodo, danke für die schnelle Antwort.

 

Habe momentan 36er Lufttrichter verbaut, bzw. nenne ich mal direkt mein komplettes Webersetup:

 

145er Hauptdüse

F11er Hauptmischrohr

180er Luftkorrekturdüse

55F8 Leerlaufdüse

200er Schwimmernadel

36er Hauptlufttrichter

4.5er Venturi

 

Auf 1.8er EV mit mech. Ventiltrieb.

 

Hattest du denn schon mal eine andere Welle zum vergleich zu der Schleicher? Ich frag das deshalb, weil die Schleicher mit Abstand die teuerste ist.

Dann noch die Frage, hast du was am Rumpfmotor gemacht bzgl. Drehzahlfestigkeit oder andersrum gefragt ab wann zieht deiner denn mit der Schleicher drin? Weil der sollte bei mir nicht erst ab 4000 Touren los gehen und dann bei 6500-7000 Ende. Ab 3000-3300 Drehmoment wäre schon toll :)

 

 

Dann nochwas zu dem Weberbuch, das habe ich mir natürlich zum Auto direkt gekauft aber gerade was die Bedüsungen und Werte bezogen auf Hubraum angeht sind da meiner Meinung nach mehrere Fehler enthalten. Du meintest du hast deinen Weber nach dem Buch eingestellt, ich traue mir das auf Grund der Fehler ehrlich gesagt nicht zu. Allerdings wunder ich mich bei mir gerade über die große Luftkorrekturdüse und frage mich was der Verbauer sich dabei gedacht hat.

 

So das ist jetzt viel Text, sorry - aber 8V Weber Leute sind echt rar :-/

 

Gruß Moritz


18.01.2013 18:16    |    dodo32

Zitat:

Hattest du denn schon mal eine andere Welle zum vergleich zu der Schleicher? Ich frag das deshalb, weil die Schleicher mit Abstand die teuerste ist.

Ja, eine 286er dbilas. Das war aber eine Hydrowelle und die musste ich leider aufgrund von Problemen am Ventiltrieb durch eine mechanische ersetzen.

 

Zitat:

Dann noch die Frage, hast du was am Rumpfmotor gemacht bzgl. Drehzahlfestigkeit oder andersrum gefragt ab wann zieht deiner denn mit der Schleicher drin? Weil der sollte bei mir nicht erst ab 4000 Touren los gehen und dann bei 6500-7000 Ende. Ab 3000-3300 Drehmoment wäre schon toll :)

Rumpf ist bei mir Serie. Allerdings habe ich einen 2 Liter als Basis. Das war eine weise Entscheidung und auch der Block, hält bis zu 7.500 Touren aus. Bei deinem Anforderungsprofil kann ich Dir nur wärmstens raten, auch auf 2 Liter zu gehen. Einfacher kommst Du nicht an ein deutliches Leistungsplus. Insbesondere in dem von Dir favorisierten Drehzahlbereich. Zum Vergleich:

 

Mein 2 Liter Motor: => *hier klicken*

 

Der 1.8er von Wintertouring: => *hier klicken*.

 

Die Diagramme sprechen Bände. Beide Motoren haben eine identische Motorleistung aber schau Dir mal die Kurven in Ruhe an. Es war im übrigen beide male der gleiche Prüfstand und der gleiche Mann, der eingestellt hat. Die Bedüsungen stehen jeweils auch dabei. Auch hier ist der Vergleich hochinteressant. Insbesondere der krasse Unterschied bei den Hauptdüsen.

 

Zum Weberbuch: die Angaben sind freilich als Näherungswerte zu verstehen. Bei mir passte es bis auf die Hauptdüsen perfekt. An den Mischrohren herumspielen ist auch so eine Sache für sich. Ist aber bei zahmen Nockenwellen i.d.R. auch nicht erforderlich. Unter zahm verstehe ich das, was wir da so verbaut haben.


18.01.2013 19:04    |    der-gt

Bis jetzt hab ich immer gehört das der 2Liter ne ganze Ecke träger ist.

Kann natürlich an der Einspritzung gelegen haben, wie das mit Weber ist weiß ich nicht.

Ich muss auch ehrlich sagen, das wichtigste für mich ist Ansprechverhalten - weshalb ich mit nem Turbo wohl auch nie mehr als zum Sprint anfangen kann :D

 

Hast du nen 2 Liter Block genommen oder andere Pleuel / KW um auf die 2 Liter zu kommen?

 

Die Hauptdüse beim einser ist aber echt sehr klein gewählt oder mein ich das nur?

 

Fehler im Weberbuch meinte ich z.B. folgendes:

Seite 83 "... Weber-Vergaser, in Reihenfolge von fett nach mager: F6, F9, F11, F12"

Seite 84 "... von fett nach mager: F6, F12, F9, F8, F11, F13, F2, F4, F5, F7, F1, F3"

 

So wie kann auf der einen Seite stehen F9 ist fetter als F11 und F12 und direkt auf der nächsten Seite steht dann das F12 fetter als F9 ist, F9 aber fetter als F11. Das macht für mich keinen Sinn.

 

So jetzt weiß ich natürlich nicht wie es mit Leerlaufkorrekturwerten und den Mischrohrer für die Hauptdüsen steht, allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen dass bei Mischrohr der Wert F8 was anderes bedeutet als beim Leerlaufrohr.

 

Da gehts nämlich weiter auf Seite 87 "... von fett nach mager: F7, F8, F2, F11, F16, F15, F9"

auf der gleichen Seite wird dann allerdings folgendes empfohlen:

"F11 250-325cm^3"

"F15 275-400cm^3"

"F16 350-475cm^3"

"F2 450-575cm^3"

"F8 550-675cm^3"

"F7 ab 675cm^3"

 

Warum F11 beim kleinsten Hubraum obwohl das fetter ist als z.b. ein Motor mit dem fast doppelt Hubraum braucht.

 

Dieses Wertedurcheinander hat mich ehrlich gesagt keinen Deut schlauer gemacht sonder nur verwirrt und ich bin immernoch im unklaren darüber ob ich jetzt passende Werte habe oder nicht :-/


18.01.2013 19:34    |    dodo32

Zitat:

Diese Wertedurcheinander hat mich ehrlich gesagt keinen Deut schlauer gemacht sonder nur verwirrt und ich bin immernoch im klaren darüber ob ich jetzt passende Werte habe oder nicht :-/

Die passenden Werte können auch nur im Fahrversuch oder auf dem Prüfstand ermittelt werden. ;)

 

Zu den Fehlern: ja, in dem Buch sind Fehler, das stimmt. Auf Seite 81 schon in der Überschrift. Allerdings gebe ich zu bedenken, das immer der ganze Text zu lesen ist und auf 83 steht im Bezug auf die Lufteintrittsbohrung: "Für Leistungsgesteigerte Motoren kann die Auswahl der Düsgengrößen wie folgt eingegrenzt werden". Das heist, diese Angaben beziehen sich auf leistungsgesteigerte Motoren. Es kann auch davon ausgegangen werden dass der Autor Erfahrungswerte hat einfließen lassen die ggf. aufgrund der Übersetzung aus dem englischen anders rüberkommen, als sie gemeint waren. Im Zweifel kann man die Lufteintrittsöffnungen ja nachmessen: Also ist eine 55F8 drinn, und ich stecke ein 55F11 rein, muss die Lufteintrittsbohrung der 55F11 größer sein als die bei der 55F8. Warum die Zahlen nicht der Reihe nach erscheinen, weis ich gerade nicht. Steht aber auch irgendwo in dem Buch.

 

Mein Block stammt vom 3er Golf MKB 2E mit 92,8 mm Hub. Das mit "träge" und so kannst Du getrost aus dem Kopf nehmen. Es mag an Saugrohr und Einspritzung liegen. Warscheinlicher ist allerdings dass die Kandidaten das falsche Getriebe drann hatten... ;)

 

Zitat:

Da gehts nämlich weiter auf Seite 87 "... von fett nach mager: F7, F8, F2, F11, F16, F15, F9"

auf der gleichen Seite wird dann allerdings folgendes empfohlen:

"F11 250-325cm^3"

 

"F15 275-400cm^3"

 

"F16 350-475cm^3"

 

"F2 450-575cm^3"

 

"F8 550-675cm^3"

 

"F7 ab 675cm^3"

Warum F11 beim kleinsten Hubraum obwohl das fetter ist als z.b. ein Motor mit dem fast doppelt Hubraum braucht.

Das liegt daran, dass man die Größe der Bohrungen bzw. Mischrohre nicht zwingend am Hubraum festmachen kann. Das muss probiert werden. Der Auto spricht lediglich Empfehlungen aufgrund seiner Erfahrungen aus. Siehe das Beispiel von Wintertouring mit den Hauptdüsen. Erscheint unlogisch, ist aber so und funktioniert. Es gibt x verschiedene Nockenwellen, jeder Kopf ist anders bearbeitet etc.pp


18.01.2013 21:09    |    der-gt

Na ich will die Kompetenz des Autors garnicht in Frage stellen, das Buch hat mir schon sehr weitergeholfen.

Nur dass die Werte immer von fett nach mager angegeben werden aber jedesmal in einer anderen Reihenfolgen stehen, macht aus egal welchem Blickpunkt keinen Sinn.

 

Weil entweder ist F9 fetter als F12 oder andersrum, aber dass hängt nicht vom verwendeten Motor / Setup ab.

 

Und das gerade bei diesem Werten, die von sich aus schon keinen Sinn ergeben (F6,F12 dann F9 das ist ja keine Logische Reihenfolge), dann so "geschludert" wird find ich schon doof.

 

Aber ich will mich jetzt auch garnicht an dem Buch aufhängen. Viel mehr interessiert mich das Thema Nockenwellen.

 

Kannst du mir da noch was zu deinem Leistungsbereich sagen? Klar mit dem 2L Block hast du Grundsätzlich eh mehr Drehmoment, ich muss aber ehrlich sein und sagen das ein Blockwechsel wenn aufgrund von Verschleiß nicht nötig bei mir momentan erst mal keinen Platz hat.

 

Oder hatte der einser GTI auch die 280er Schleicher drin?

 

Hast du auch ein verstellbares Nockenwellenrad verbaut und wie stellt man das richtig ein, brauchen tut man es doch nur wegen dem geplanten Kopf oder nicht?

 

Lieben Gruß, Moritz


18.01.2013 23:15    |    dodo32

Zitat:

Na ich will die Kompetenz des Autors garnicht in Frage stellen, das Buch hat mir schon sehr weitergeholfen.

:)

 

Zitat:

Nur dass die Werte immer von fett nach mager angegeben werden aber jedesmal in einer anderen Reihenfolgen stehen, macht aus egal welchem Blickpunkt keinen Sinn.

Weil entweder ist F9 fetter als F12 oder andersrum, aber dass hängt nicht vom verwendeten Motor / Setup ab.

:o ja, da ist EIN Zahlendreher drinn. Gehst Du auf Seite 113, erklärt sich das von ganz alleine bzw. schon dadurch, dass Dir der Dreher aufgefallen ist. Und wie gesagt, im Zweifel nachmessen.

 

 

Zitat:

Und das gerade bei diesem Werten, die von sich aus schon keinen Sinn ergeben (F6,F12 dann F9 das ist ja keine Logische Reihenfolge), dann so "geschludert" wird find ich schon doof.

Das liegt jedoch nicht am Buch, sondern am Hersteller. ;)

 

Vergiss das einfach alles mal. Wir haben keinen 12 Zylinder der von 6 Doppelvergasern gefüttert wird. Wir haben einen banalen 4 Zylinder 8 Ventiler mit etwas schärferen Nocken. Diese absolute Feinabstimmung bzw. die Möglichkeiten die sich bieten, sind für uns praktisch irrelevant. Gut zu wissen, dass man mit der Lufteintrittsbohrung arbeiten kann, aber erst einmal uninteressant. Meiner hat gespuckt und ich hab einfach eine 55er rein und gut. :)

 

Zitat:

Kannst du mir da noch was zu deinem Leistungsbereich sagen?

Ich muss höflich bitten, den Link bzw. den Blogartikel "dodo auf Leistungsfahrt" zu lesen. Dort steht alles drinn - mit Diagramm ;)

 

Zitat:

Oder hatte der einser GTI auch die 280er Schleicher drin?

So weit ich weis, eine Bilas 296°. Steht in dem anderen Link ;)

 

 

Zitat:

Hast du auch ein verstellbares Nockenwellenrad verbaut und wie stellt man das richtig ein, brauchen tut man es doch nur wegen dem geplanten Kopf oder nicht?

Man benötigt es in erster Linie um exakt auf OT einstellen zu können. Ob der Kopf vorher geplant wurde oder nicht, ist egal. Es macht generell Sinn. Wenn man alle Möglichkeiten ausgereizt hat und / oder weis was man da tut, kann man auch mit dem Nockenwellenrad experimentieren. Aber das geht dann schon ziemlich weit rein in's Thema und damit wären wir wieder beim Prüfstand :)


Deine Antwort auf "Weber Doppelvergaser: Bedüsung, Erfahrungen, Setup, Diskussion"

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Herzlich Willkommen in meinem Blog!

 

Als ich meinen 2er Golf GTI im Jahre 2008 kaufte ahnte ich nicht, wo mich die Reise mit diesem Wagen hinführen würde. Relativ schnell entstand der Wunsch nach 2 Doppelvergasern und damit beginnt auch die Geschichte dieses Blogs.

 

Über das Forum lernte ich sony8V kennen. Viele Telefonate und Treffen später stand dann irgendwann einmal fest: ich hätte gerne ein Rennauto! Auf öffentlichen Straßen kann ich das Auto weder so fahren noch verändern, wie ich mir das vorstelle.

 

Hier findet Ihr die Geschichte meines Golf und wie er vom Youngtimer zum Rennwagen wurde. Überdies Artikel zu meinem E 21, der den Ursprung meiner Leidenschaft bildete. Das wusste ich allerdings erst, als er fertig war. Viel Spaß beim schmökern im Blog!

 

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