• Online: 5.776

MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

11.02.2017 23:09    |    dodo32    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: 7 (AU/5G), Golf, VW

 

Lunch BoxLunch BoxHallo Zusammen,

 

wie man unschwer erkennen kann, konnte ich es wieder einmal nicht lassen. :D Dieses mal fiel die Wahl auf eine Tamiya Lunch Box! Das Modell kam 1987 auf den Markt und ist heute als re-release wieder lieferbar. Damals wie heute ein reines „just for fun“ Fahrzeug welches im Maßstab 1:12 gehalten ist und über eine schön detaillierte Kunststoffkarosserie verfügt. Wie bereits im Artikel über den Sand Scorcher erläutert habe ich große Freude daran, letztere optisch ansprechend zu gestalten wenngleich sich der Aufwand bei dieser Karosse, in Grenzen hielt.

 

 

Eigentlich wollte ich den Bausatz ja stehen lassen und erst im Herbst angreifen. Eigentlich. :D Irgendwann sitzt man halt am Abend da und inspiziert den Inhalt des farbig bedruckten Kartons. Es hat keine Woche gedauert und ich konnte es einfach nicht mehr erwarten, das Modell im Betrieb zu bewundern. Also rann an den Speck aber immer schön langsam denn man ist ja beim Hobby und nicht auf der Flucht. Ich habe mir dann auch tatsächlich eine Woche Zeit genommen, um die Box aufzubauen.

 

 

 

GrundiertGrundiertKugellager und Öldruckstoßdämpfer gehören nicht zum Lieferumfang, jedoch liegt ein elektronischer Fahrtenregler bei. Und das bei einem Preis von 100,-- Euro. Das ist fair. Ich konnte es dann doch nicht lassen und habe mir für weitere 10,-- Euro einen Satz Kugellager und ein Fläschchen Silikonöl bestellt. Dämpfer hatte ich noch 4 Stück am Lager da ich diese beim Scorcher nach Augenmaß gekauft und prompt 2 x die falschen mitgenommen hatte. Auch wollte ich es ursprünglich beim Baukastenmotor belassen, aber dazu später mehr.

 

VerpackungVerpackung

 

Der Aufbau des Chassis gestaltete sich problemlos. Als erste Tuningmaßnahme wurde jedoch eine Domstrebe angefertigt, da die Dome sich gegeneinander verbiegen lassen. Bei dem zu erwartenden Gewicht und der Tatsache, dass das Modell Wheelies macht, erschien mir das sinnvoll. Darüber hinaus wurden noch 2 Streben nach hinten gelegt um das Chassis auch in dieser Richtung zu stabilisieren. Regler und Empfänger wurden entgegen der Anleitung weit vorne platziert um ein aufsteigen des Modells bei Vollgas nicht zu unterbinden, aber etwas abzumildern.

 

 

 

StrebenStrebenMan kann die o.g. Wheelie bar auf den Bildern sehen. Sinnvoll, denn sonst kippt sie nach hinten um, wenn man mit Vollgas losfährt. Nun kommt auch der fünfte Stoßdämpfer ins Spiel, der die Antriebseinheit abdämpft. Man muss sich das so vorstellen: die Einheit ist nicht nur so aufgehängt, dass sich die Starrachse hinten dämpfen lässt, sondern auch vorne. Sie kann sich also vorne und hinten vertikal bewegen. Vermutlich hat man das gemacht, dass das Modell nicht schon alleine vom Drehmoment des Motors aufsteigt. Der Stoßdämpfer hat den Vorteil, dass sich das Ganze geschmeidiger fährt denn serienmäßig sind nur zwei recht schwache Federn verbaut von denen mir bereits eine im Fahrbetrieb gebrochen ist.

 

 

GetriebeGetriebeMeine übrigen Öldruckstoßdämpfer passten vorne auf Anhieb. Leider ist das 600er Öl ein wenig zu dick aber ich habe einfach 2 zusätzliche 1 Millimeter Bohrungen in die Kolbenplatten gebohrt. Perfekt! Die Box fällt nun satt in die Federn. Man muss einen Kompromiss finden denn man möchte hart genug sein sie zu dämpfen wenn die Vorderachse wieder aufkommt, aber Bodenwellen etc. sollen auch gut geschluckt werden. Hinten, so dachte ich, reichen die serienmäßigen Dämpferattrappen mit Federn. Aber auch dazu später mehr.

 

 

 

Die Karosserie war freilich wieder die größte Herausforderung. Grundierung hatte ich noch aber keinen gelben Lack. Weil ich zu geizig war mir einen originalen Tamiya Lack zu besorgen habe ich mir im Schnäppchenbaumarkt eine Dose Gelb und Klarlack mitgenommen. Als die Grundierung getrocknet und angeschliffen war, konnte endlich lackiert werden. Dann folgte eine Überraschung! Der Farbton passte perfekt aber nicht nur das, der Lack an sich ließ sich hervorragend verarbeiten! Das Sprühbild der Dose war geradezu perfekt. Kein einziger Läufer und eine spiegelglatte Oberfläche so dass ich auf den Klarlack sogar verzichten konnte. Unglaublich, aber wahr. Die Lackierung ist bis auf 2 kleine Einschlüsse perfekt geworden! Und wieder dachte ich mir: fast zu schade zum fahren. Aber wir bauen hier keine „Shelve Queens“, das Ding muss kesseln. :D

 

 

Eine besondere Freude war es, die Decals aufzubringen. Knifflig, weil die Karosse doch sehr detailliert ist aber beeindruckend, weil die Aufkleber von wirklich exzellenter Qualität sind. Sogar die hinteren Lichter und Blinker ließen sich relativ problemlos aufbringen. Freilich sind wir von Anfängertauglich noch weit weg aber wenn man weiß, was man da macht, einfach klasse. Dann mussten nur noch die getönten Scheiben eingeschraubt werden und die Chromteile befestigt werden. Auf ein übertriebenes Herausarbeiten der Details habe ich verzichtet. Türgriffe, Schloss, seitliche Blinker und die seitlichen Scheibenrahmen mussten reichen. Die vorderen Lüftungsschlitze hätten den sogenannte „Verpfuschungsfaktor“ exponentiell gesteigert da ich dieses mal ja keinen 2 K Klarlack verwendet habe und somit ein entfernen eventueller Fehler den Lack angelöst hätte.

 

 

Dann fehlte eigentlich nur noch ein passender Akku. Da ich keinen Lipo wollte, mussten passende NiMh Zellen gefunden werden. Einen Carson wie für den Scorcher wollte ich in keinem Fall mehr. Kernschrott. Eine Zelle hat nach vielleicht 30 Zyklen den Geist aufgegeben. Das habe ich zu meiner aktiven Zeit nicht mal bei Packs erlebt, die RICHTIG hergenommen wurden. Zuerst wollte ich mir einen NiCd Akku kaufen. Da die aber, wenn ich richtig erinnere, nur bis ca. 1.700 Mah verfügbar sind, habe ich mich dagegen entschieden. Ideal wäre ein 3.500er Nimh gewesen aber woher nehmen? Es gibt keine mehr. Also fiel die Wahl auf einen X-Cell mit 4.500 Mah.

 

 

Nachdem der Akku mit 4,5 Ampere geladen worden war, konnten wir auch schon zur ersten Probefahrt aufbrechen. Und wie zu erwarten war, hatte ich umgehend ein breites Grinsen im Gesicht. Einfach geil, der Gerät. :D Dann wurde der Geradeauslauf eingestellt und ich bin ein wenig vor dem Haus auf und ab gefahren. Danach konnte es endlich in den Garten gehen. Dort wurde schnell klar, dass die hinteren Schraubenfederdämpfer ein hüpfen und springen der Hinterachse zur Folge hatte, dass ich so nicht beibehalten wollte. „Just for fun“, klar, aber die Hüpferei nervt dann doch. Auch die Endgeschwindigkeit mit dem Baukastenmotor war eher „naja“ also bestand Handlungsbedarf.

 

 

Weil ich keinen weiteren „Sport tuned“ Motor kaufen wollte habe ich kurzerhand den vom Scorcher ausgebaut und in die Box eingepflanzt. Etwas aufwändiger gestaltete sich der Einbau der Öldruckdämpfer hinten, die ich mir im Modellbaugeschäft besorgt hatte. Es mussten nicht nur wie vorne die Kolbenplatten gebohrt werden sondern auch Halterungen für oben angefertigt werden, da sie sonst am Motor angestanden wären. Die Federn sind auch einen Tacken zu hart, aber die Anlenkung ist auch ungünstig, also müsste man sie schräger stellen. Auf letzteres habe ich vorerst verzichtet und es konnte eine weitere Probefahrt in Angriff genommen werden.

 

 

Und wieder ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Die Box geht vorwärts, dass es eine Freude ist. Auch das springen mit der Hinterachse hat sich auf ein absolut erträgliches Maß reduziert. Man muss auch immer die Gesamtkonstruktion sehen. So einfach lässt sich das nicht beruhigen und wenn man über Bodenwellen fährt die fast so tief sind wie ein Reifen, muss man die Kirche schon irgendwo im Dorf lassen. Fast vergessen: die Fahrzeit! Ich habe sie nicht gemessen weil ich immer aufgehört habe, bevor ich auch nur einen Leistungsverlust feststellen konnte. Das war meist so nach 30 Minuten. Unglaublich. Der Vortrieb bleibt einfach konstant und der Akku will und will nicht leer werden. 1987 wäre man froh gewesen auf 8 Minuten zu kommen und heute hört man auf, weil man keine Lust mehr hat. :D

 

 

Mein Fazit: tolles Modell! Ein wenig im Garten rumbashen und die hübsche Optik genießen. So gefällt mir das! Mal schauen, vielleicht ziehe ich noch einen Blackfoot zu gegebener Zeit aber ich sollte so langsam mal wieder was an Emil machen. ;)

 

Grüße

-dodo-

 

 

 

DomstrebeDomstrebe

Hat Dir der Artikel gefallen? 10 von 10 fanden den Artikel lesenswert.

12.02.2017 22:29    |    dodo32

https://www.youtube.com/watch?v=jtfvGKi-yJk

 

...in diesem Video welches nicht von mir stammt sieht man ab 0:31 recht schön, was der fünfte Dämpfer bewirken soll. Die Box scheint serienmäßig zu sein


12.02.2017 22:45    |    PIPD black

Nu weiß ich auch endlich, woran mich diese Fahrzeuge erinnern.....an diese Überschlagautos, die dank Stoppie über die Vorderachse sich erheben, übers Dach abrollen, um dann wieder auf den Rädern zu stehen und weiterzufahren.:D

https://m.youtube.com/watch?v=Bd-FsRN3Cik

So in der Art.:p


12.02.2017 22:49    |    dodo32

Lol, Pipd. :D So ähnlich, ja. Nach einem misslungenen Sprungmanöver oder einer heftigen Bodenwelle kann das passieren :D


12.02.2017 22:52    |    PIPD black

Ich hab das Video nochmal ausgetauscht.;)

 

Da sieht man aber den Unterschied der beiden Welten.

Im Modellbau ist es gar nicht so schwer. Aber ein richtiges Auto dazu zu bewegen, ist gar nicht so einfach. Aber das Gehüpfe und Gespringe und der Kontollverlust sind recht nah.:p


12.02.2017 23:00    |    dodo32

Zitat:

das Gehüpfe und Gespringe und der Kontollverlust

liegt daran

 

Zitat:

Da sieht man aber den Unterschied der beiden Welten.

Für das Modell sind bestimmte Bodenwellen / Löcher etc. im Verhältnis gesehen geradezu monströs. Umso mehr beindrucken mich die Fahreigenschaften. Hätte ich nicht gedacht. Und man sollte es kaum glauben: die Kippneigung ist erheblich geringer als beim Scorcher


12.02.2017 23:23    |    PIPD black

Das gleicht er ja dafür mit Abrollern durch Stoppies oder Wheelies aus.:p


13.02.2017 00:17    |    dodo32

Na klar, ist ne just for fun Mühle aber dafür ist sie echt geil konstruiert. Ich hatte selten mit einem Modell so viel Spass :)


13.02.2017 07:48    |    PIPD black

Das glaub ich dir sofort.:)


13.02.2017 09:02    |    der_Derk

Zitat:

Dann folgte eine Überraschung! Der Farbton passte perfekt aber nicht nur das, der Lack an sich ließ sich hervorragend verarbeiten! Das Sprühbild der Dose war geradezu perfekt. Kein einziger Läufer und eine spiegelglatte Oberfläche so dass ich auf den Klarlack sogar verzichten konnte. Unglaublich, aber wahr.

Verdammter Glückspilz! ;)

 

Als ich sowas das letzte Mal probiert habe, hat der Lack desselben Herstellers aus demselben Regal die Grundierung angelöst, und ich hatte 'ne großflächige Raufasertapete...

 

Auf dem Chassis gab es ja auch noch den Midnight Pumpkin. Fand' ich damals besser, heute hätte ich echt ein Problem, mich da zu entscheiden. Schön umgesetzt, es gab ja zwischendurch auch die Varianten mit vorlackierter Karosserie, wenn man sich denn für Blau, Chrom oder Gold erwärmen konnte. Aber die Originalfarbe ist hat doch am schönsten. Das Fahrbild ist auch immer noch lustig, sieht aus wie hart am Rande der Stabilität, ist aber eigentlich ganz gut kontrollierbar. Und 2WD reicht auch...

 

Die XCell-4500er fahre ich auch noch, sind grundsätzlich in Ordnung - haben aber eine fürchterliche Selbstenladungsrate. Vollgeladen zwei Wochen liegen lassen, und sie sind leer. Beim Auto geht's noch, leider hatte der Vorbesitzer meiner MC-22 auch gemeint "viel hilft viel" - mache die Anlage auf, sind auch die 4500er drin - und ebenfalls alle 2 Wochen ungenutzt leer.

 

Bei den Tamiya-Neuauflagen hätte mich Egress oder Avante noch interessiert, hab' aber beide irgendwie verpasst - und schraube jetzt doch erst wieder etwas ohne Baukastenhilfe zusammen.

 

Hatte die Blackfoot-Neuauflage nicht auch leider das neue Chassis des Super Blackfoot / Bush Devil? Sonst bliebe als "echtes" Original nur der Monster Beetle, der auch in der Neuauflage die Längslenker hinten behalten hat. Aber dessen Karosserie hast Du ja schon ;).


13.02.2017 14:26    |    dodo32

Zitat:

Als ich sowas das letzte Mal probiert habe, hat der Lack desselben Herstellers aus demselben Regal die Grundierung angelöst, und ich hatte 'ne großflächige Raufasertapete...

...das darf aber eigentlich auch nicht passieren. Ich nehme zum grundieren immer Tamiya in Grau. Die ist sehr fein und man kann mit allem drüber

 

Zitat:

Das Fahrbild ist auch immer noch lustig, sieht aus wie hart am Rande der Stabilität, ist aber eigentlich ganz gut kontrollierbar. Und 2WD reicht auch...

So ist es. Mit etwas weicheren Federn hinten könnte man das noch leicht vorhandene springen praktisch völlig eliminieren

 

Zitat:

Die XCell-4500er fahre ich auch noch, sind grundsätzlich in Ordnung - haben aber eine fürchterliche Selbstenladungsrate. Vollgeladen zwei Wochen liegen lassen, und sie sind

Gut zu wissen. Ich habe den Pack am ELV hängen und die Erhaltungsladung ist aktiv. Das sollte keine Probleme geben. Nachteil ist nur, dass man eben nicht so viel Schub hat wie wenn man direkt vor dem fahren lädt.

 

Zitat:

Hatte die Blackfoot-Neuauflage nicht auch leider das neue Chassis des Super Blackfoot / Bush Devil?

Nein, der hat noch das Originale. Nach meinem Kenntnisstand gab es dort auch nur Detailverbesserungen also ähnlich dem Scorcher. Ich liebäugle schon damit :D :D


13.02.2017 14:40    |    kastenreiter

Schönes, gut gelungenes Modell

- meinen Respekt hast Du, und auch etwas Neid;)

 

Wenn ich das so sehe, kriege ich große Lust, den Tamiya Subaru Impreza (TB-01-Chassis) vom Schrank zu holen und wieder flott zu machen. Wenn ich doch nur die Zeit dafür hätte (aus diesem Grund steht der da leider schon über 10 Jahre...)


13.02.2017 15:00    |    der_Derk

Zitat:

Nein, der hat noch das Originale. Nach meinem Kenntnisstand gab es dort auch nur Detailverbesserungen also ähnlich dem Scorcher.

Der "Rahmen" ist noch derselbe, aber die Hinterachse wurde beim Bush Devil und allen Nachfolgern von Längslenker (Federn horizontal) auf Querlenker (Federn vertikal, Teile ähnlich wie beim Manta Ray) umgestellt. Vorteil: der Torque Twist legt beim Anfahren nicht mehr das Heck tiefer. Nachteil: Das Kurvenverhalten fand' ich schlechter, die Plastikteile sind Manta-Ray-typisch merkwürdig wabbelig, und die Antriebs-Halbwellen machen einen deutlich schwächeren Eindruck.

 

Aber ich sehe gerade, der 2016er Blackfoot hat noch die alte Hinterachse ;).

Wo wir gerade bei Neuauflagen sind: Dieses Jahr gibt es den Bigwig und Top Force wieder neu...

 

Ja, Lackieren ist bei mir immer das große Chaos. Mit jedem erdenklichen Aufwand geplant, minutiös gereinigte und angeschliffene Flächen, Dosen auf Temperatur gebracht, gefühlt 'ne halbe Stunde geschüttelt, nur Lacke desselben Herstellers gekauft - und das Ergebnis geht fast immer schief. Mal setzt sich 'nen halber Fliegenschwarm in den Lack, mal löst sich alles wieder auf, mal haftet es trotz Anschleifen nicht, mal bricht während des Sprühvorgangs die Düse aus dem Sprühkopf, gefolgt von einem Strahl Farbe... Und ich habe mittlerweile auch so ziemlich jede Farbe und Hersteller durch.

 

Tamiya-Lexanlack geht halbwegs (wenn's halt Lexan ist), und am Besten fand' ich Simprop Superfinish - gibt's nur leider nicht mehr.


13.02.2017 16:44    |    dodo32

Hmmm, irgendwie scheint da etwas an der Vorbereitung nicht zu passen. Wenn es wirklich passen und wenig Erfahrung vorhanden ist, generell Tamiya (!) Grundierung und am besten auch deren Lack. Das Sprühbild letzterer ist recht fein und für diese Zwecke optimal. Die Dose, die ich im Schnäppchenbaumarkt kaufte, war die erste dieser Art die deren ebenbürtig war: http://www.schuller.eu/.../149-Prisma-Color,-Lackspray-GLÄNZEND?... Preis: 3,99 Euro.

 

Zur Vorbereitung: anschleifen mit 1.000er Papier, dann mit Spülmittel reinigen und mit viel Wasser nachspülen da das Zeug auch rückfettet. Im Idealfall mit Silikonentferner nachputzen. Aber nicht darin ersäufen um sicherzustellen, dass sich nichts anlöst. Vor dem grundieren / lackieren allen Staub penibelst mit einem leicht feuchten Tuch entfernen bzw. wegblasen. Die Temperatur zum lacken liegt idealerweise bei ca. 10 - 15 Grad. Am besten im Herbst / Winter / Frühjahr, wenn noch keine Pollen fliegen bzw. die Bauern die Felder noch nicht mähen, sofern man draußen lackiert. Dann kommt die Geduldsprobe: die erste Schicht Lack immer dünn auftragen und ca. 5 - 8 Minuten je nach Außentemperatur warten zur nächsten. Die ersten 3 - 4 Schichten müssen nicht decken. Irgendwann wirst Du feststellen, dass die Farbe anfängt zu verlaufen. Das ist die kritische Phase denn ab jetzt entscheidet sich, wie das Ergebnis wird. Nun lackiere ich deckend aber vorsichtig, dass es keine Läufer gibt. Zwischen den Schichten warten, beobachten. Ich lackiere auch oft irgendwo daneben mit um ein wenig Farbe zu haben, die ich mit dem Finger auf ihre Konsistenz prüfen kann. Das mit den Fliegen ist stark von der Jahreszeit abhängig. Wenn die Farbe noch im Verlauf ist, hole ich diese mit einer Pinzette oder einer Stecknadel raus. Die Löcher verschließen sich dann wieder.

 

Die Farbe muss halten, wenn sie für das Basismaterial geeignet ist. Ich vermute wie gesagt dass das am reinigen liegt. Da fettet irgendwas oder dünstet aus. Oder Du hast so dick aufgetragen, dass die Farbe nicht optimal durchtrocknen kann. Glaub ich fast nicht


13.02.2017 18:51    |    max.tom

Super Teil Dodo:)da bekommt man wieder Lust des alte Equikment wieder Flott zu machen :)müsste nur wieder mal neue ZEllen für Fernsteuerung und Akkus kaufen :)


13.02.2017 18:55    |    dodo32

Tom, einfach machen. Die Zellen kosten im Verhältnis zu früher kein Geld mehr. Alles Lipo und dafür ist das alte Klumpp bezahlbar :D


13.02.2017 19:08    |    max.tom

Des stimmt ,früher war ein Satz Zahnräder für des Getriebe Teuer da der Verschleiß enorm war Zahnrad innen des obereweil des der schnellste gang war :p:cool:


Bild

13.02.2017 19:40    |    stahlwerk

...ich konnte mich für diese RC Modelle bzw diese Art von Modellbau noch nie begeistern weil mir das persönlich zuviel " Gefrickel" ist...dazu hab ich net die Nerven.

 

Ich kaufe lieber hochwertige 1:43 Fertigmodelle und stelle die Fahrzeuge in die heimische Wohnzimmervitrine. Meine Favoriten sind hier Rallye- und Rennfahrzeuge der 70er-90er Jahre.

Ausserdem deutsche Jagdmaschinen sowie deutsche Panzer aus WK II in 1:72 .


13.02.2017 21:24    |    dodo32

Zitat:

weil mir das persönlich zuviel " Gefrickel" ist

:D:D:D:D ...deswegen macht man es ja ;)


13.02.2017 21:40    |    PIPD black

Er nimmt lieber die lebensgroßen Puzzle und nicht son figgelienschen Krams.:D


14.02.2017 10:25    |    Andi2011

Moin,

 

tolles Video, süß der kleine wie er flitzt und fiebt, wie ne kleine Ente:D

 

Es gibt auf MT leider zu wenige Modellbaublogs, von daher war mir der hier sehr willkommen als Frühstückslektüre,danke dir Dodo!

 

Grüße

Andi


14.02.2017 11:02    |    der_Derk

Zitat:

Ich vermute wie gesagt dass das am reinigen liegt. Da fettet irgendwas oder dünstet aus. Oder Du hast so dick aufgetragen, dass die Farbe nicht optimal durchtrocknen kann. Glaub ich fast nicht

Mit den Empfehlungen rennst Du da offene Türen ein ;).

Irgendein Detail gereicht halt immer zum Super-GAU. Ich versuch's halt weiterhin so gut wie ich's kann, und pfusche es danach hin, so gut es geht. Bedeutet aber auch, dass Lackieren immer die halbe Bauzeit verschlingt, egal ob Auto oder Boot. Nuja...


14.02.2017 19:30    |    dodo32

Danke, Andi :D. Dass es hier kaum solche Artikel gibt liegt vermutlich daran, dass es hier kaum Modellbauer gibt. Und die wenigsten haben auch Lust, sich sowas selbst zu bauen.

 

Derk, aus Dir mach mehr auch noch nen Lackierer :D :D


14.02.2017 19:38    |    max.tom

Und des schöne am Modellbau da kannste viele Sachen selber machen wie Laufbuchsen drehen oder so :p


14.02.2017 19:43    |    Andi2011

Wenn man sich so Sendungen wie "die Modellbauer" an sieht, bin ich in der Regel voller Bewunderung für die Typen die da die tollsten Dinge bis ins kleinste Detail nachbauen, echte Künstler.

 

Ich hab früher auch Modellbau betrieben, allerdings nicht so professionell, bin dann irgendwann auf sammeln umgestiegen,von den bekannten guten Herstellern weit jenseits von Bburago ;-)

 

Aus Platzgründen und weil ich die Lust verloren habe, hab ich vor bestimmt zehn Jahren alles verkauft und da ordentlich Geld für bekommen. Bis heute geblieben ist aber die Faszination und die Freude am Modellbau und Modell, auch wenn es sich auf reines zu- und ansehen beschränkt. Modellbau hat aber auch was meditatives.


14.02.2017 22:48    |    HalbesHaehnchen

Toller Wagen!

 

Habe auch einige von den Kisten, bewegt werden die zur Zeit aber nicht mehr weil sie überwiegend defekt sind.

Als ich das Hobby noch ernsthaft betrieben habe, war der Unterhalt für die kleinen Kisten gefühlt teurer als der Unterhalt jetzt für ein richtiges Auto :D

 

So langsam bekomme ich aber wieder Lust weshalb ich auch schon einiges an Reparaturteilen angeschafft habe :D

 

Ich habe meine Modelle immer fertig montiert und lackiert gekauft, die Schrauberei ging dann immer erst nach den ersten Einsätzen los.

 

Hier ein Video von mir, auch nur ne kleine Spaßfahrt :) https://www.youtube.com/watch?v=dnHuHsB7oOk


15.02.2017 17:27    |    dodo32

@Haehnchen: schaut aus und hört sich so an, als ob der ein wenig mager läuft?

 

Andi, vielleicht hast Du ja irgendwann einmal wieder Lust. Die Vintage Modelle von Tamiya sind da ganz gut geeignet weil man auch nicht auf die Idee kommt, damit Rennen zu fahren o.ä. Einfach just for fun :)


15.02.2017 20:33    |    max.tom

Auch ohne Rennen zu fahren machen die Renner einen Heiden Spass:p:):)


16.02.2017 00:32    |    HalbesHaehnchen

Ja Dodo, das ist ein Elend bei den Kisten^^ Am Anfang vom Video lief er zu fett, nach dem Justieren wohl minimal zu mager.

Ist jeden Tag anders....perfekt einstellen tu ich da nichts mehr, sonst ist der Tank leer vor man fahren kann.

Der erste Motor hat so und ohne jegliches warmfahren über 20l lang gehalten bis das Pleuel gebrochen ist (und war ein Billigteil von Force), daher passt das schon. :D

 

https://www.youtube.com/watch?v=N5hWGGdbaUE

 

Da sieht man die Kiste mit dem alten Motor nach langer Standzeit kurz vor dem Motorexitus.


16.02.2017 10:34    |    dodo32

Nur 20 Liter? Ui, das ist wenig. Man muss im Grunde immer vor dem fahren ein wenig nachdrehen. Wichtig ist auch, dass die Kerzen regelmäßig getauscht werden. Wenn der Wendel "körnig" aussieht, ist sie kaputt. Das äußerst sich dann darin dass der Motor zwar läuft, aber nicht mehr so, wie vorher. Ich bin immer eher einen Tacken zu fett gefahren. Zuerst stellt man die Hauptdüse ein, dann die am Schieber. Wenn man so vorgeht, hält der Motor unter normalen Bedingungen ewig. Wenn er obenraus passt, lässt man da Auto im Stand ca. 10 Sekunden tuckern. Dann Vollgas und er muss ohne abzusterben losfahren. Beim beschleunigen darf auch gerne immer eine kleine Wolke aus dem Auspuff kommen


16.02.2017 10:45    |    PIPD black

Zitat:

Beim beschleunigen darf auch gerne immer eine kleine Wolke aus dem Auspuff kommen

Das kenne ich von meinem alten Ohne-DPF-Passat.:D:D:D


16.02.2017 12:57    |    HalbesHaehnchen

Irgendwas zwischen 20 und 25 Liter. Das ist für einen 3ccm Billigmotor schon einiges.

Wenn man da im Netz recherchiert hält so ein Motor selten so lang.

Und der wurde halt auch wirklich Null gepflegt oder geschont (weil ichs mit 13 oder 14 noch nicht besser wusste :D ).

Das Pleuel wurde nie getauscht, ebensowenig die Kerze oder sonst was. Der Sprit war zT irgendwelcher alter, den die Bekanntschaft noch im Keller hatte.

 

Im zweiten Video siehst du die blaue Rauchfahne :D

 

Und das mit dem Einstellen ist mir so schon bekannt, damals, noch als Minderjähriger, wusste ich das zwar auch alles schon, da er so grob eingestellt aber flott lief und nicht die Grätsche gemacht hat passte das schon :D

Heute würde ich wohl auch etwas penibler an die Sache ran gehen.


12.04.2017 11:19    |    anntike

Ich hab den Artikel jetzt bestimmt schon zehnmal gelesen. Und danach jedes Mal wieder nach einem Auto, das mir gefällt, gesucht und nichts gefunden. Aber jetzt hab ich endlich was gefunden. Tamiya Blackfoot (Re-Release). Der Youtube-Kanal gefällt mir übrigens auch super.

Morgen will ich anfangen mit dem zusammenbauen. :-)


12.04.2017 13:43    |    dodo32

Der Blackfoot ist eine gute Wahl! Sehr schönes Modell. Zeig uns doch Bilder wenn er fertig ist :):)


13.04.2017 17:52    |    anntike

Werd ich machen, das wird aber bestimmt noch eine Weile dauern. :D


24.04.2017 23:24    |    anntike

Der Blackfoot ist fertig, zumindest zu 99%. Nur noch die Heckscheibe muss ran, aber dafür muss ich erst Kunststoffkleber kaufen. Die Fahrerfigur lass ich auch weg.

Die Jungfernfahrt hat super geklappt, ich mach die Woche mal ein Video von den Donuts, die gehen richtig geil mit dem, zumindest auf Schotter. Ich bin auch ganz erstaunt, wie weit die (ebenfalls Tamiya) Fernbedienung geht. Zum Testen der Reichweite war der Sportplatz schon mal zu klein. :D

 

Dafür, dass ich eigentlich gar kein Auto wollte, das man selber zusammenbaut, bin ich wirklich sehr zufrieden. Mit der Anleitung kann nicht viel schiefgehen und grad wenn man jetzt nicht die Kapazitäten hat, groß an richtigen Autos zu schrauben, sind solche Modelle soweit eine vielversprechende Alternative, wenn man mal ein bisschen basteln will.

Ich bin aber sehr froh, dass man den Blackfoot nicht unbedingt lackieren muss, darauf hätte ich jetzt nicht so die Lust gehabt.


Bild

27.04.2017 01:51    |    dodo32

:cool::cool: das war aber kein "echter" Bausatz? Sonst hätte man die Karosserie lacken und bekleben müssen. Und auch den Rest zusammen bauen. Aber egal. Danke für das Pic und viel Spaß mit dem Modell! Den hätte ich auch gerne :cool:


27.04.2017 15:29    |    anntike

Was meinst du mit den Rest zusammenbauen? Ich hab's ja selber zusammengebaut und beklebt. Lackieren stand zwar auch in der Anleitung, aber ich fand die Farbe auch so schon super und wenn man eh den halben Wagen zuklebt :D

Ich werd bei Gelegenheit mal bessere Bilder machen, aber da spielt ja grad das Wetter nicht mit. :)


27.04.2017 23:46    |    dodo32

Verstehe :D


03.08.2017 01:30    |    dodo32

Deine Antwort auf "Tamiya Lunch Box 1/12"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 28.09.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Capo's

  • dodo32
  • sony8v

Drüberflieger

  • anonym
  • ewi286
  • papplöffel
  • dodo32
  • SMB
  • Derdoo
  • unununium
  • GolfIIGTI
  • Kutscher-Uli
  • einsatzleiter-horst

Mitwisser (232)

Über mich

Herzlich Willkommen in meinem Blog!

 

Als ich meinen 2er Golf GTI im Jahre 2008 kaufte ahnte ich nicht, wo mich die Reise mit diesem Wagen hinführen würde. Relativ schnell entstand der Wunsch nach 2 Doppelvergasern und damit beginnt auch die Geschichte dieses Blogs.

 

Über das Forum lernte ich sony8V kennen. Viele Telefonate und Treffen später stand dann irgendwann einmal fest: ich hätte gerne ein Rennauto! Auf öffentlichen Straßen kann ich das Auto weder so fahren noch verändern, wie ich mir das vorstelle.

 

Hier findet Ihr die Geschichte meines Golf und wie er vom Youngtimer zum Rennwagen wurde. Überdies Artikel zu meinem E 21, der den Ursprung meiner Leidenschaft bildete. Das wusste ich allerdings erst, als er fertig war. Viel Spaß beim schmökern im Blog!

 

-dodo-

Hobbys :-) => Bild angliggen ;-)

Countdown

Es ist soweit...