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28.10.2013 19:58    |    dodo32    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: 3er, BMW, E21, Webervergaser

Gaser auf dem OP TischGaser auf dem OP TischDie ersten Schritte am BMW sind erledigt. Ich habe mir als erstes Käfig und Vergaser vorgenommen. Da sich bei letzteren so einige Überraschungen auftaten hab ich mir gedacht, wir beleuchten das Thema Vergaser im folgenden ein wenig näher. Im Netz findet sich zwar einiges aber das meiste geht nicht wirklich in die Tiefe und daher denke ich, dass dieser Artikel ein wenig Licht ins Dunkel bringen könnte. Ich werde nachfolgend beschreiben wie ich die Vergaser begutachtet, und was ich dann im einzelnen unternommen habe, um zu einem voraussichtlich optimalen Ergebnis zu kommen.

 

 

Weber schmutzigWeber schmutzigEs wird hier also weniger um das Auto an sich gehen, als um die Gemischaufbereitung. Dieses Thema können wir leider nur anreißen, denn über Vergaser und Gemischbildung wurden schon ganze Bücher geschrieben. Das heißt wir beschränken uns auf Venturis, Vorzerstäuber, Beschleunigungspumpe, Schwimmernadelventile und Schwimmer. Der Rest sprengt hier den Rahmen und die Funktion des Leerlauf- und Übergangssystems ist beim Rennmotor auch nicht zwingend das Thema des Tages. Bitte seht Euch die Bilder genau an, ich habe diese beschriftet!

 

 

Weber überholtWeber überholtAber eins nach dem anderen. Der demontierte Käfig zeigte doch einigen Flugrost und an den Anschraubpunkten war er recht stark angegriffen. Auch das Polstermaterial war verschlissen, an vielen Stellen klebte Panzertape und die schwarze Lackierung war auch nicht die beste. Also hab ich zur Flex gegriffen und alle Rohre mit einer Zopfbürste vom alten Lack und Rost befreit. Das war richtig Arbeit! Danach wurden die Rohre entfettet und mit Rostschutzgrundierung lackiert. Dann noch einen Hauch Grundierfüller darüber, Nass angeschliffen und schließlich weiß lackiert.

 

 

KäfigKäfigDie Wäscheleine im Garten hat sich wie man den Bildern entnehmen kann, wieder einmal bestens bewährt. Das Problem an diesen Frischluftlackierung besteht darin, dass man extrem abhängig ist vom Wetter. Windet es zu stark, brauch man die doppelte Menge an Farbe. Ist es zu kalt, kann es Läufer geben. Also eine Frage der Logistik und Planung. Die lackierten Teile müssen schließlich über Nacht trocken aufgehängt werden. Als dann alles fertig war habe ich dem ganzen mit einer speziellen Politur von Rot-Weiss den letzten Schliff verpasst. Die Kosten beliefen sich auf rund 60,-- Euro. Ein Schnäppchen. Hätte ich das von einem Lackierer so machen lassen hätte das sicher 500,-- Euro gekostet.

 

 

KäfigKäfigDann waren die Vergaser an der Reihe. Da diese offensichtlich seit 10 Jahren ihren Platz nicht verlassen hatten, waren sie freilich recht schmutzig. Das Gasgestänge war ausgeschlagen und ein Vergaser an einem Flansch mit nur einer Schraube befestigt: wahrscheinlich Falschluft! Auch der einzelne Gaszug findet nicht wirklich meinen Beifall aber dazu später mehr. Also erst einmal alles demontieren und in Ruhe sichten. Schnell war klar, dass das was größeres wird also Deckel wieder drauf, Nitroverdünnung besorgt, und erst einmal den Dreck mit einem Pinsel entfernt und mit Druckluft trocken geblasen. Man tut gut daran diese Arbeit recht penibel durchzuführen um sicherzustellen, dass kein Dreck in die Vergaser hineingedrückt wird.

 

 

Den OP hatte ich mit einem weißen Tuch vorbereitet. Es gibt doch einige recht kleine Teile und man tut sich einfach leichter diese wiederzufinden, wenn man einen Kontrast schafft. Wichtig ist auch, nicht alle Vergaser auf einmal wahllos zu zerlegen. Einen nach dem anderen! Sonst hat man nachher zu viele Teile und weiß nicht mehr welchem Vergaser diese zuzuordnen sind. Dies kann einem bei der Fehlersuche schnell graue Haare wachsen lassen.

 

Mit und ohne VenturisMit und ohne VenturisTrichter AltTrichter Alt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bestandsaufnahme offenbarte dann folgendes:

 

- alle Drosselklappenlager ausgeschlagen. (radiales und axiales Spiel => Falschluft)

- 2 Klappen öffneten nicht ganz, 2 andere zu weit also schlossen sie, 2 waren ok

- alle Schwimmerstände unterschiedlich

- alle Hübe der Steuerstößel der Beschleunigerpumpen unterschiedlich

- 4 x 150er Hauptdüsen, 1 x 140er Hauptdüse, 1 x 145er Hauptdüse

- 2 x 40er Deckel, 1 x 45er Deckel

- Trichter stark angerostet innen und außen

- Kugelkopf an einem Anlenkhebel locker

- keine Wartungsdeckel vorhanden

 

 

PumpendüsePumpendüseEtwas verdutzt war ich darüber, wie die Kunststoffschwimmer in den 40er Deckel passten? Nun, man hatte schlicht eine Unterlegscheibe zusätzlich unter das Schwimmernadelventil gesetzt – clevere Idee. Man muss wissen, dass die Deckel unterschiedliche Höhen zur Aufnahme der Schwimmerachse haben. Daher passen die Messingschwimmer nicht in die 45er, und die Kunststoffschwimmer nicht in die 40er. Auch ist mir umgehend aufgefallen, dass die Kunststoffschwimmer von sehr guter Qualität waren! Es handelt sich wohl um originale Teile aus italienischer Produktion. Wer einmal welche aus spanischer Fertigung gesehen hat weiß recht schnell, was ich meine. Darüber hinaus ist mir positiv aufgefallen, dass die Bohrungen in den Drosselklappenwellen über Ansenkungen verfügen. Dadurch kann man Senkschrauben verwenden und verengt den Ansaugweg nicht unnötig.

 

 

ÜbergangsbohrungenÜbergangsbohrungenDann habe ich mir die Bestückung ein wenig genauer angesehen. 250er Schwimmernadelventile, 5.0er Vorzerstäuber und 40er Hauptlufttrichter. Das erschien mir dann doch ein bischen zu großzügig. Der GTI Motor hat rund 500ccm pro Zylinder. Der BMW hingegen nur 416ccm. Der GTI war mit 200er Schwimmernadelventilen, 4.5er Vorzerstäubern und 37er Hauptlufttrichtern versehen. Die Literatur empfiehlt 200er Ventile und 4.5er Vorzerstäuber für bis zu 500 Kubik pro Zylinder. Bei den Hauptlufttrichtern besteht ein gewisser Spielraum, denn nicht jeder Motor hat die gleiche Nockenwelle und kann dementsprechend hoch drehen. Ich stelle mir eine Höchstdrehzahl am BMW Motor von 7.200 bis 7.500 Touren vor. Die maximale Leistung sollte bei ca. 7.200 anliegen.

 

 

BeschleunigungspumpenventilBeschleunigungspumpenventilWenn wir uns jetzt überlegen, dass der GTI Motor über eine noch recht zahme Nocke verfügte und mit den 37ern gute 6.200 Touren drehte, dann können wir uns bildlich vorstellen, dass der BMW Motor mit rund 90ccm weniger pro Zylinder mit 40ern sicher zu groß bestückt war. Meine Theorie deckt sich mit den Aussagen meiner Clubkollegen. Der Motor wolle über 8.000 Touren weiter drehen. Nun kann man sagen: ist doch toll! Ich sage: nein, das ist nicht toll, wenn der Motor nur dreht und das Drehmoment immer weiter abfällt und somit der Motor keine Leistung mehr produziert. Warum ist das so? Dazu müssen wir uns das Hauptdüsensystem etwas genauer ansehen.

 

 

VenturisVenturisVorzerstäuber und Hauptlufttrichter sind beides Venturi-Rohre. Das heißt vereinfacht erklärt, dass die maximale Luftgeschwindigkeit und der höchste Unterdruck am kleinsten Innendurchmesser des Venturis erzeugt wird. Freilich abhängig von der Drehzahl, also der angesaugten Luftmenge. Genau an diesem Punkt, wird der Kraftstoff bzw. eine Kraftstoff / Luft Emulsion die in den Mischrohren gebildet wird, der durchströmenden Luft beigemischt. Durch den entstehenden Unterdruck, wird Kraftstoff bzw. Emulsion aus den Vorzerstäubern „,mitgerissen“.

 

 

 

VorzerstäuberVorzerstäuberUnd hier liegt der Knackpunkt dieser ganzen Geschichte. Im Idealfall wird ein Teil Kraftstoff mit 14,7 Teilen Luft vermischt. Wir sprechen dann von Lambda Eins. Das würde bedeuten, dass jedes Kohlenwasserstoffmolekül die exakte Menge an Sauerstoffmolekülen erwischt, um vollständig zu Wasserdampf und Kohlendioxid zu verbrennen. Um diesem Umstand möglichst vollumfänglich Rechnung zu tragen wird bereits im Vergaser selbst, also in den Mischrohren, eine Emulsion aus Kraftstoff und Luft gebildet die dann wiederum zu den Vorzerstäubern geleitet wird. Man kann sich das im Grunde wie Mineralwasser vorstellen

 

 

 

 

 

 

VorzerstäuberVorzerstäuberDa dies in der Praxis nur äußerst schwierig zu erreichen ist bzw. bei einem Vergaser dauerhaft gänzlich unmöglich, findet sich immer ein weiterer Stoff im Abgas: das Kohlenmonoxid! Also Kohlenwasserstoffmoleküle, die nur ein Sauerstoffatom erwischen konnten und somit nicht verbrannt werden können. Der CO Gehalt im Abgas erlaubt also einen direkten Rückschluss darauf, ob der Motor zu fett, zu mager oder mit maximaler Leistung läuft. Die meisten Motoren werden ihre maximale Leistung um die 4 – 5% CO bei Volllast erreichen.

 

 

SchwimmerSchwimmerZurück zum Venturi und dem Vorzerstäuber. Sind diese zu groß, wirkt sich das ungünstig auf die Vermengung der angesaugten Luft mit dem vom Vorzerstäuber zur Verfügung gestellten Kraftstoff aus. Das heißt also die Zylinderfüllung verschlechtert sich, das Drehmoment sinkt, und wir müssen immer noch höher drehen, um in den Bereich zu gelangen, in dem der Motor seine maximale Leistung entwickelt. Im ungünstigsten Fall ist das Band in dem der Motor Leistung entwickelt sehr weit oben und sehr schmal, dann hat man jedoch ein Getriebeproblem und müsste die Schaltsprünge in den Gängen 3, 4 und 5 so kurz gestalten, dass sich der Motor stets in diesem Bereich aufhalten kann.

 

 

AnschlagAnschlagDa das aber in unserem Fall Unsinn ist wird man i.d.R. danach trachten, die Luftgeschwindigkeit im Venturi so zu gestalten, dass dem Motor je nach Einsatzweck über ein breiteres Drehzahlspektrum stets die optimale Menge an zündfähigem Gemisch zur Verfügung gestellt wird. Fazit: wir fangen mit den kleinstmöglichen Vorzerstäubern und Venturis an und arbeiten uns dann nach oben. Wenn man sich die Leistungsdiagramme vom GTI ansieht stellt man rasch fest, dass nur 1mm größere Hauptlufttrichter das gesamte Drehmomentband erheblich verschoben haben.

 

 

SchwimmerSchwimmerBei den Schwimmernadelventilen ist wichtig, dass sie genügend Kraftstoff in die Schwimmerkammern nachströmen lassen aber auch nicht zu viel, denn sonst hebt sich der Schwimmerstand zu schnell und der Motor kann (auch dauerhaft) zu fett laufen. Das heißt auch, dass er sich nicht präzise Bedüsen lässt und zwar in einem gewissen Drehzahlspektrum läuft, aber eben nicht optimal über den gesamten Bereich. Damit wären wir beim nächsten Thema: den Schwimmern!

 

 

 

 

SchwimmerSchwimmerDiese sollten möglichst spielfrei aufgehängt, und die Abschalthöhe sowie der untere Hebelweg präzise eingestellt werden. Ich habe mir dazu 2 Lehren gefertigt. Ein alter Edding wurde mit einem Stück von einem Aufkleber beklebt um auf einen Außendurchmesser von exakt 15mm zu kommen. Ein Aluwinkel wurde so bearbeitet, dass die Höhe exakt 7,5mm beträgt. Die Abschalthöhe wird mit dem Aluwinkel eingestellt und zwar so, dass die Messingzunge am Schwimmer gerade so die federnd gelagerte Kugel des Ventils berührt. Das gleiche gilt für den Weg nach unten. An jedem Schwimmer befinden sich 2 dieser Messingzungen und diese müssen präzise gebogen werden so dass Abschalthöhe, als auch Hebelweg, bei jedem Vergaser identisch ist. Das ist zwar eine kleine Geduldsprobe, aber wenn man sich etwas Zeit nimmt, lässt sich auch diese Arbeit zur eigenen Zufriedenheit erledigen.

 

 

SchwimmernadelventilSchwimmernadelventilDann wären noch die Beschleunigungspumpen bzw. die Düsen erwähnenswert. Wir haben weiter oben gelernt, dass im System ein Unterdruck entsteht und somit Kraftstoff aus den Vorzerstäubern mitgerissen wird. Nun kann es aber sein, dass der Fahrer einen plötzlichen und starken Beschleunigungswunsch aus einer niedrigen Drehzahl oder aus geschlossenen Drosselklappen heraus wünscht. Der Fahrer tritt das Pedal, die Klappen öffnen sich und der Unterdruck im System bricht schlagartig zusammen. Auch bei hohen Drehzahlen dauert es einen Moment bis das Hauptdüsensystem seine Arbeit aufnehmen kann. Ohne Beschleunigungspumpen bzw. dessen Düsen, würde der Motor das schlagartige öffnen der Klappen mit einem signifikanten Beschleunigungsloch parieren.

 

 

InnenlebenInnenlebenDaher haben die Weber Ingenieure eine clevere Konstruktion ersonnen. Beim öffnen der Drosselklappen bewegt sich ein Steuerstößel der reinen Kraftstoff aus den Schwimmerkammern ansaugt. Die Menge, die an die Beschleunigungspumpendüsen weitergeleitet wird, wird über die sogenannten Einlassventile der Pumpen bestimmt, die sich am Vergaserboden befinden. Das System lässt sich also recht feinfühlig einstellen. Im Netz ist häufig von saufenden Webern zu lesen. Und wenn man mit der gesamten Bedüsung nicht völlig daneben liegt, dann ist genau dieses System das Geheimnis des immer wieder kolportierten exorbitanten Verbrauchs. Weber Vergaser bzw. die Pumpen sind NICHT BEDINUNGSTOLERANT!

 

 

TrichterTrichterDas heißt, jedwedes ruckartige pumpen mit dem Gasfuß fördert stetig reinen Kraftstoff in den Ansaugtrakt! Das kann so weit gehen, dass es Ölfilm an den Zylindern abwäscht. Also Vorsicht und nicht „pumpen“ nur weil sich das Ansauggeräusch ja so toll anhört. Die Pumpen arbeiten im übrigen nicht, wenn die Klappen langsam geöffnet werden. Dann reicht der über die Übergangsbohrungen zugeteilte Kraftstoff aus, um bis zum einsetzen der Hauptdüsenfunktion, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Merke: unser Gasfuß ist das Steuergerät!

 

 

 

KugellagerKugellagerDas bringt uns zum nächsten Punkt, dem Vergasergestänge bzw. den Vergaserfedern. Ein sehr leichtgängiges Gaspedal hat den Nachteil, dass man unbewusst „pumpt“. Auch weiß man in den seltensten Fällen wie sich ein Druck auf das Pedal vorne an den Klappen auswirkt. Also tut man gut daran, den Pedaldruck verhältnismäßig stramm einzustellen. Fester drauftreten kann man bei Bedarf immer. Es ist nur wichtig dass man bedingt durch Bodenwellen, Vibrationen etc. nicht dauernd unbewusst das Pedal tritt. Manch einer mag hier schmunzeln. Wem schon einmal die Federn am Gestänge gebrochen sind der weiß auf einmal, wie sensibel die Vergaser auf kleinste Bewegungen reagieren und lacht spätestens dann nicht mehr.

 

 

Gestänge defektGestänge defektIch nutze bekanntlich das Sytec-Gestänge. Da mir hier schon Federn gebrochen sind, habe ich einen Kabelbinder angebracht anstelle des Stifts so dass die Federn nicht zu stark vorgespannt werden. Das hat den Nachteil, dass es wieder zu leichtgängig ist. Daher haben 2 Vergaser von 3 die originalen Federn eingebaut. Diese habe ich durch neue ersetzt. Mir wurde gesagt, dass diese brechen können und nicht auszudenken was passiert, wenn sich die Drosselklappen aufgrund einer verklemmten Feder nicht mehr schließen. Das ist auch ein Grund dafür, warum ich einen elektronischen Drehzahlbegrenzer eingebaut habe.

 

 

UnterdruckUnterdruckDas Gestänge ist aus Aluminium gefertigt und mit Bronzeringen ausgebuchst. Obwohl es nicht wirklich alt ist, war es übel ausgeschlagen. Also habe ich mir Kugellager besorgt und mir die Aufnahmebohrungen aufreiben lassen. Auch fertigte mir der Kollege einen dickeren, auf das Zehntel genau passenden, Verbindungsstift an. Siehe Bilder, ist selbsterklärend. Ich habe beim Zusammenbau noch einige Unterlegscheiben mit 0,10 bzw. 0,20 mm eingelegt um fast 100% spielfrei zu sein.

 

 

 

Beschl.pumpendüseBeschl.pumpendüseIn diesem Kontext sei auch noch die Synchronisation angesprochen. Da die Vergaser recht nahe zusammen liegen, werden diese zukünftig über die bei Weber üblichen Synchronhebel verbunden und nicht separat über ein Gestänge angelenkt. Umso weniger Umlenkungen, umso besser. Da ich meine spanischen Weber nutzen werde hab ich an jeder Klappe eine Bohrung, an der ich den Unterdruck abnehmen kann. In diese Bohrungen werden Aufnahmeröhrchen geschraubt über die man die Synchronuhren anschließen kann.

 

 

 

GaserlisGaserlisLast but not least habe ich mir noch neue Ansaugtrichter besorgt. Wunderschöne, aus Aluminium gefertigte Exemplare zieren nun die Gemischfabriken. Das besondere an den Trichtern ist, dass sie extrem sauber gefertigt sind, die Lufteinströmkante Tulpenförmig ist, und sie nach unten konisch zulaufen. Die ursprünglichen Trichter waren aus meiner Sicht suboptimal, da sie abgewinkelt sind. Dies hatte den Hintergrund, dass es z.Bsp. beim 02er BMW ein Platzproblem gibt da der Motor der Länge nach eingebaut ist und man sonst am Bremskraftverstärker anschlagen würde.

 

 

 

KugellagerKugellagerFreilich könnte man auch mit der Länge der Ansaugtrichter spielen. Dies ist jedoch nur bei absoluten Hochleistungstriebwerken notwendig und erfordert entsprechend Zeit auf einem Prüfstand. Die VOR dem Venturi schwingende Luftsäule ist meiner bescheidenen Meinung nach auch nicht so hoch zu bewerten, wie die NACH dem Venturi. Zumindest wenn wir uns im Hobbybereich aufhalten und nicht bei der Formel 1. Ok, auf der Suche nach dem letzten Quentchen Leistung müsste man das machen. Dann geht das Spiel mit den Venturis allerdings auch wieder los. Da bewegt man sich dann schnell in einem Bereich, in dem es richtig teuer wird. Es müssen dann eben Venturis und Trichter in Abhängigkeit voneinander probiert werden. Also bei 2 Trichtergrößen und 2 verschiedenen Venturis, sind das schon 8 Leistungsfahrten und 8 mal alles tauschen! Vom anpassen der Bedüsung und Zündung ganz zu schweigen. Viel Spass beim begleichen der anschließenden Rechnung :D:D:D:D

 

So, genug geschrieben. Beim nächsten mal dann mehr zu den Fortschritten am Fahrzeug selbst. Und wenn Fragen sind, einfach im Kommentar stellen.

 

Euer

-dodo-

 

MischrohrMischrohrKonische TrichterKonische TrichterKäfigKäfigAufnahme Beschl.pumpendüseAufnahme Beschl.pumpendüseKäfig grundiertKäfig grundiertKäfig grundiertKäfig grundiertWeber VergaserWeber VergaserKäfigKäfigKäfigKäfigVorzerstäuberVorzerstäuber


15.09.2013 14:46    |    dodo32    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: 3er, Autorennen, BMW, Classica Trophy, Diverses, Histocup, Salzburgring, Webervergaser

Bosch Race 2013Bosch Race 2013Hallo Zusammen,

 

am vergangenen Wochenende fand der letzte Lauf zur Classica Trophy 2013 am Salzburgring statt. Insgesamt komme ich somit auf 4 Läufe. Vom vorletzten Rennen am Slovakiaring gab es keinen Blogartikel. Hintergrund waren die enormen Außentemperaturen von bis zu 42,5 Grad im Schatten! Außer zum fahren und für die obligatorischen Toilettengänge, habe ich mich nicht unter dem Pavillon heraus getraut. 8 Liter Wasser am Tag sprechen für sich. Es war mir einfach zu heiß um zu photographieren und zu filmen. Auch die Onboardaufnahmen sind nicht gelungen denn man sammelte sehr viel Gummi von der Strecke auf welches die Unwucht der Räder enorm verstärkte und die daraus resultierenden Vibrationen die Kamera überforderten.

 

 

Golf 2 GTIGolf 2 GTIWir reisten bereits Freitag mit insgesamt 7 Rennautos an. Somit war der AC-Babenhausen in fast allen Klassen vertreten: BMW 320 Gruppe 5 Spezialtourenwagen ab 2,5 Liter, BMW 320 Gruppe 2 STW bis 2,5 Liter, Opel Ascona B STW bis 2,5 Liter, 2 x BMW 325i E30 Youngtimer bis 2,5 Liter, BMW 318is E36 Youngtimer bis 2,5 Liter und last but not least mein Golf in der Classica Trophy. Letztere war mit über 40 Startern recht gut besetzt. Das zeugt von der hohen Attraktivität dieser Klasse die es auch Neulingen ermöglicht, eine Rennstrecke zu befahren ohne sich dem Druck eines reinrassigen Rennens auszusetzen. Dass man dennoch gut daran tut wenigstens die Reifen aufzuwärmen, mussten 3 Teilnehmer spüren die ihre Autos jeweils in Runde 1 ins Abseits beförderten.

 

 

BMW Gruppe 5BMW Gruppe 5Damit sind wir auch schon mitten im Thema. Auch die Clubkollegen bestätigten: so viele Rennabbrüche habe es noch nicht gegeben. 3 meiner Läufe wurden vorzeitig beendet. Einem Kollegen platzte das Differential: Öl auf der Strecke. Ein anderer drehte sich hinaus und musste geborgen werden. Und so ging es munter weiter. Gelb hier, Rot da und bevor man so richtig loslegen konnte, war schon wieder alles vorbei. Schade, denn ich kann jeden Kilometer Erfahrung gebrauchen. :(

 

 

 

CSL BMWCSL BMWDass ich in dieser Saison viel gelernt habe, ist nicht zuletzt meinem Mechaniker Tom zu verdanken. Der Kollege kontrolliert vor und nach jedem Lauf penibel Luftdruck sowie Reifentemperatur, und notiert diese Werte auch auf. Ebenso Tankinhalt und Stellung des Spoilers. So haben wir ein vernünftiges Setup gefunden, mit dem ich recht gut klar komme. Auch die Bremse ist mittlerweile so, wie ich mir das vorstelle. Problem war stets gewesen dass sich das ganze so anfühlte als würde man in einen Kaugummi treten. X-mal entlüftet, HBZ getauscht, LAB getauscht – alles nichts gebracht. Kein Druckpunkt vorhanden und ein aus meiner Sicht inakzeptabler „Leerweg“ bis von vorne die Meldung kam: „Hallo, wir bremsen jetzt“

 

 

FahrerlagerFahrerlagerAlso Umbau auf die große 280mm Bremse vom G60, Sandtler GT Scheiben und Ferodo DS 3000 Beläge. Dies hatte zur Folge, dass ich am Slovakiaring meine erste Bremsspur hinlegte und unmittelbar danach das Lenkrad beim leichten anbremsen flatterte. Irgendwie tat ich mir aufgrund der vielen Kurven auch schwer, den Hinweis von Ferodo den Bremsdruck mit diesen Belägen zu reduzieren richtig einzuschätzen. Da kommt eine Kurve also bremsen! Dachte ich...

Wieder daheim habe ich die Scheiben auf einer speziellen Maschine abdrehen lassen und war natürlich entsprechend gespannt...

 

 

Opel Ascona BOpel Ascona BAlso Salzburgring, zweite Runde, mit 180 km/h am 200er Schild vorbeigeflitzt, das 150er: „Reicht das?, weis nicht, also brems ich lieber mal“ => Quiiiiiiiek => lösen und rum um die Schikane! Hmmm...

Nein, so wird das nichts hab ich mir gedacht. Als wir dann endlich zum fahren gekommen sind habe ich mich zusammengerissen und bin NICHT voll draufgelatscht. Und siehe da...: es f-u-n-k-t-i-o-n-i-e-r-t! :D Soll bedeuten, dass sich die Bremse nun sehr feinfühlig dosieren lässt. Allerdings ist Vorsicht geboten denn der Übergang zwischen Haft- und Gleitreibung ist nun relativ fließend. Jedoch kommt mir das entgegen und man sieht im Video recht schön, dass beim anbremsen auf die Schikane nach Start / Ziel durchaus noch Luft ist. Ein weiterer Vorteil dieser Konstellation ist, dass durch den geringeren Pedaldruck das Heck nicht mehr tanzt wie ein Lämmerschwanz. Das nervt einfach und wenn es das nicht tut, fährt sich die Fuhre wesentlich angenehmer.

 

 

BMW E21BMW E21Im letzten Lauf konnten wir bis auf eine Gelbphase von 3 Runden in der Nockstein, fast ungehindert durchfahren. In 2012 bin ich im Schnitt eine 2:12 gefahren, schnellste war 2:08. Dieses Jahr habe ich auf Anhieb eine 1:58 zustande gebracht. Bestzeit: 1:55. Einerseits bin ich sehr zufrieden andererseits muss man sich vor Augen halten, dass mein Clubkollege im 147 PS BMW E36 locker 1:48 fährt! Selbst wenn wir 3 Sekunden abziehen, weil dieser Vollslicks fährt, bleiben immer noch 8! Eine ganze Menge! Nun, wo ist die Zeit versteckt? Ganz klar vorne die Memphis: hier lasse ich geschätzte 3 Sekunden liegen weil ich beim einfahren zu stark verzögere. Hier helfen nur '“Cochones“. Fahrerlagerkurve sagen wir 1,5 – 2 Sekunden. Schikane Start / Ziel: 2 Sekunden + Nockstein 1,5 macht dann in Summe rund 8 Sekunden die ich dem Auto locker noch zutraue. Darüber hinaus wird es wahrscheinlich von der Motorleistung her eng. Wobei ich vermute, dass der Clubkollege Klaus sicherlich auch 10 Sekunden findet.

 

 

Ascona BAscona BZusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieses Jahr sehr viel Spaß gemacht hat. Selten hat mich im Leben etwas so gefordert, wie dieses Hobby. Und selten hatte ich auf Dauer so viel Spaß, wie mit diesem Fahrzeug. Alle getroffenen Maßnahmen wirkten sich unmittelbar auf das Fahrverhalten aus und der Wagen fährt einfach klasse! Man könnte ggf. den Sturz vorne noch um 1 Grad reduzieren denn ich neige dazu, bedingt auch durch die direkte Lenkung, manchmal zu stark einzuschlagen was die Fuhre dann entsprechend bremst. Da muss man aber auch erst einmal drauf kommen im Eifer des Gefechts. Siehe oben: wo sind die Sekunden versteckt? Also habe ich wieder reichlich Hausaufgaben und ich freue mich schon heute auf den ersten Lauf 2014, der vermutlich in Zeltweg stattfinden wird.

 

Beste Grüße

-dodo-

 

BMW E36 318isBMW E36 318isHerschl MotorsportHerschl MotorsportBMW E 30 325iBMW E 30 325i:-D:-DSTWSTWFord SierraFord SierraFahrerlagerFahrerlagerGolf 1 GTIGolf 1 GTIBMW 320 Gruppe 5BMW 320 Gruppe 5E 30 M3E 30 M3Formel HistoricFormel HistoricBMW E21BMW E21BMW E21BMW E21KäferKäferBMW 318isBMW 318isLancia Delta IntegraleLancia Delta IntegraleClassica TrophyClassica TrophyClassica TrophyClassica TrophyClassica TrophyClassica TrophyBMW 320 Gruppe 2BMW 320 Gruppe 2NSU TTNSU TTBMW S14BMW S14BMW 320 Gruppe 5BMW 320 Gruppe 5Ascona BAscona BMorgengrauenMorgengrauenMorgengrauenMorgengrauenMorgengrauenMorgengrauenE30 M3E30 M3Opel OmegaOpel OmegaE 36E 36CobraCobraCobraCobraCSL BMWCSL BMWBMW 02BMW 02Ferrari DinoFerrari DinoBMW E36BMW E36Parc fermeParc fermeMöst RacingMöst RacingFord EscortFord EscortRennenRennen


24.02.2013 20:48    |    dodo32    |    Kommentare (56)    |   Stichworte: Gillet Krümmer, Renngolf, Webervergaser

VerbreiterungVerbreiterungHallo Zusammen!

 

Es ist wieder einmal an der Zeit, einen Zwischenstand zu vermelden. Dieses Jahr etwas früher, denn das erste Rennen ist in knapp 50 Tagen und bis dahin muss alles fertig sein. Vergangenen Freitag reiste sony erneut an um Motor, Getriebe und Stabilisatoren einzubauen. Aber schön der Reihe nach....

 

 

 

 

 

VerbreiterungVerbreiterungIch hatte mir vorgenommen Haube und Kotflügel durch GFK zu ersetzen. Sony hatte im Herbst 2012 einen Satz Lexmaul Verbreiterungen mit im Gepäck und die konnte ich gut gebrauchen, denn GFK lässt sich bekanntlich schlecht ziehen. Die Anpassungsarbeiten gestalteten sich als echte Fleißarbeit! Der vordere Stoßfänger musste an die Verbreiterungen angepasst werden und dann stand noch die Frage im Raum, wie verbindet man Spoiler, Verbreiterungen, Frontblech und Kotflügel?

 

 

 

 

Gruppe AGruppe AAls alles angepasst und die Befestigungspunkte gewählt waren, konnte es mit der Motorhaube weiter gehen. Letztere war relativ günstig also musste im Bereich in dem sich normalerweise die Lüftungsschlitze befinden, nachgearbeitet bzw. gespachtelt werden. Auch das anpassen und festlegen der Aufnahmepunkte für die Haubenhalter war eine kleine Herausforderung. Es soll ja trotz Rennauto alles halbwegs passabel aussehen. Aus Carbonwinkeln wurden noch 3 Auflagen gebastelt, so dass die Haube im hinteren Bereich nicht durchängen kann.

 

 

 

LüfterLüfterZwischenzeitlich war auch die Schrick Aluölwanne eingetroffen. Hintergrund dieser Anschaffung war nicht die Tatsache dass ich zwingend mein Geld loswerden muss, sondern diese bekloppte Stahlwanne war einfach nicht dicht zu bekommen. Die Aluwanne hat breite und vor allem plane Auflageflächen, also hoffe ich dass jetzt endgültig Ruhe ist. Die Montage gestaltete sich eher unspektakulär also habe ich auf Bilder verzichtet. Wie ein Schrickwanne aussieht wissen die meisten ja.

 

 

 

LüfterLüfterDer originale Heizungskasten war mir schon längere Zeit ein Dorn im Auge. Erstens wiegt das anständig und zweitens wird die Luft praktisch aus dem Motorraum angesaugt denn die Spritzwand wurde ja vor einiger Zeit aufgrund der Vergaser ausgeschnitten. Im Falle eines Brandes, würde man also den Rauch bzw. das Feuer in den Innenraum hineinsaugen - nicht gut. Ich habe eine kleine Ewigkeit überlegt, wie man ein neues Gebläse schaffen könnte. Der entscheidende Tipp kam wie so oft von einem Forenkollegen: Anarchie99 schlug einen Heckscheibenlüfter vom BMW E36 Cabrio vor.

 

 

ZEZEDie Besonderheit an diesem Lüfter ist die integrierte Heizung. Also bei Ebay gestöbert, Lüfter gefunden: gekauft. Der Lüfter kam und wurde freilich umgehend getestet mit negativem Ergebnis: Heizspirale defekt. Da an eine Reparatur nicht zu denken war musste eine andere Lösung erarbeitet werden. Ich hatte kurze Zeit vorher einen dieser billigen Heizer für den Zigarettenanzünder gekauft. Der hat doch auch ein Heizelement..., hab ich mir gedacht. Also rasch zerlegt und in mühevoller Arbeit in den BMW Lüfter integriert. Bischen Sekundenkleber, bischen Füllpulver und fertig war die Laube.

 

 

neue Schalterneue SchalterDas ganze wurde dann an die originale Aufnahme angepasst, die die Luft zu den Schlitzen im Armaturenbrett leitet. Die Förderleistung ist in etwa mit Stufe 1 des originalen Gebläses zu vergleichen. Dennoch wurde noch ein großer Computerlüfter oben in das Armaturenbrett bündig eingelassen. Sicher, ist sicher. Um ein beschlagen sicher zu vermeiden, habe ich zusätlich noch von Sonax ein Spray gekauft. Dieses wird aufgesprüht und auspoliert. Also ähnlich wie Rain-ex, nur von innen.

 

 

kabelbaum-neu-004kabelbaum-neu-004Zum Einbau musste freilich das Armaturenbrett raus und was sieht man dann? Richtig, den Kabelbaum. Dieses Gewurstel ist mir schon längere Zeit ein Dorn im Auge also habe ich kurzerhand beschlossen, mir einen eigenen Kabelbaum mit eigener ZE zu bauen. Der Aufwand war beträchtlich zumal ich auf Warnblinker und Abblendlicht nicht verzichten wollte. Ich erspare Euch die Details, seht Euch einfach die Bilder an. Mir gefällt das Ergebnis recht gut denn es ist wesentlich übersichtlicher und auf das wesentliche zurück geschnitten. Wenn man sich den Berg Kabel auf den Bildern ansieht weis man, was ich meine.

 

 

LenkungLenkungDes Dramas dritter Akt war meine Einbildung, den 4-2-1 Krümmer durch einen 4-1 zu ersetzen. Bei Ebay war ausser den sündhaft teuren Tezet nichts aufzutreiben also habe ich einen Ashley bestellt. Und was soll ich sagen..., das Ding ist einfach Scheiße. Passt nicht richtig, zu dünne Rohre und vor allem habe ich relativ schnell festgestellt, dass der Abgang zu weit nach oben steht. Unter "relativ schnell" ist zu verstehen, dass ich eine Hälfte eines Kompensators habe anschweißen lassen und dann habe ich das Unheil bemerkt.

 

 

VerschlussVerschlussLange Rede: ich bin durch Zufall an einen nagelneuen Gillet Krümmer gekommen! Leute, das Ding ist geil. Passte saugend auf die Stehbolzen. Vorher musste freilich noch gewickelt werden. Das habe ich dieses mal mit befeuchtetem Band gemacht und das funktioniert wesentlich besser als trocken wickeln. Für die Rohre habe ich im oberen Bereich auf ein Band von "Cool it" zurück gegriffen. Teuer, aber qualitativ sehr hochwertig!

 

 

 

 

Kabelbaum altKabelbaum altDann war da noch das bekannte Problem der Montage. Um den alten Krümmer auszubauen, habe ich satte 2 Stunden gebraucht. Ich musste einen Schraubendreher auf 2 Stehbolzen schweißen um den Krümmer herunter zu bekommen. Also was tun? Ich habe mir spezielle Muttern mit Innenvielzahn besorgt und einen passenden Steckschlüssel. Letzteren habe ich mit der Flex und einer 40er Fächerscheibe seiner Ecken beraubt. Bischen noch am Saugrohr abgenommen und siehe da...: ich kam axial gerade so vorbei. Ich bin wirklich ausserordentlich froh, dass sich das so hat lösen lassen denn 2 Stunden um einen Krümmer eines Golf 2 zu demontieren ist schon mehr als grenzwertig...

 

 

 

Haube und Kotflügel lackiertHaube und Kotflügel lackiertIm laufe der vergangenen Woche habe ich noch rasch 2 Hitzebleche angefertigt die leicht schräg montiert sind, so dass eventuell austretender Kraftstoff abfließen kann und nicht sofort auf den Krümmer läuft. Klar, wenn ein Schwimmer hängen bleibt kann es auch vorne herauskommen aber für's erste ist das eine kleine weitere Verbesserung. Ich denke auch, dass die Bleche gerade beim warten im Vorstart ein übermäßiges aufheizen der Vergaser verringern sollten. Wo wir gerade bei den Vergasern sind..., ich habe die 36er Hauptlufttrichter gegen 37er getauscht und längere Ansaugtrompeten montiert. Diese kann ich verwenden, weil ich diese Saison ohne Luftfilter fahren werde.

 

 

Gillet FächerGillet FächerAm Freitag kam also sony8V angereist und wir haben angefangen alles wieder zusammen zu setzen. Zuerst montierte sony mein neues Lenkgetriebe mit kürzerer Übersetzung. Das heist zwar höhere Lenkkräfte, dafür werde ich mit hoher Warscheinlichkeit aber auch nicht mehr am Lenkrad umgreifen müssen. Das war in Monza schon grenzwertig, vor allem weil ich damit nicht gerechnet hatte.

 

 

 

 

Gillet FächerGillet FächerIch hatte zwar einen G60 Stabi besorgt gehabt, aber da mir das Teil nicht wirklich gefallen hat, habe ich mir einen Stabisatz von H+R gekauft. Der vordere hat 23mm Durchmesser und der hintere 25mm. Zum Einbau musste die Vorderachse abgesenkt werden. Wir hatten Glück: keine Schrauben abgerissen! Man muss sich stets vor Augen halten wie alt das Auto ist und man weis eben nicht, wie lange die Schrauben nicht mehr geöffnet wurden. Dann konnten wir endlich den neuen Stabi einbauen. Ganz einfach war es nicht, aber mit ein bischen tüfteln gelang es uns dann doch das ganze ohne größeren Stress einzubauen.

 

 

Bleche VergaserBleche VergaserAm Samstag war dann Motor und Getriebe drann. Es ist im übrigen ein AUG geworden mit Peloquin Sperre. Bilder habe ich keine, denn dazu hätte ich das neue Getriebe zerlegen müssen. Eine neue Kupplung habe ich auch besorgt. Nach langem hin und her habe ich mich für eine Helix entschieden mit Dämpfung. Das Belagmaterial soll irgend etwas zwischen einem reinen Sinterbelag und organisch sein. Ist mir auch egal: Hauptsache sie löst sich nicht wie die Sachs in Rauch auf. :D

 

 

Helix KupplungHelix KupplungDann blieben noch Auspuff und Stabi hinten. Auch diese beiden Teile bereiteten keine größeren Schwierigkeiten. Insbesondere der Auspuff ist ein Traum! Passte perfekt, keinerlei Nacharbeit notwändig. Da der Krümmer auch von hoher Qualität ist und kerzengerade in den Mitteltunnel ragt, klappert nichts, scheppert nichts - schon fast langweilig. Aber besser so, als ewig herumdoktern bis es passt.

 

 

 

LenkungLenkungSo, das war es erst einmal. Sobald der Rest fertig ist und der Motor läuft, geht es noch einmal auf den Prüfstand. Achse muss auch noch vermessen werden und dann sollte eigentlich alles passen. Der nächste Bericht ist dann dem fertigen Ergebnis gewidmet.

 

Abschließend gilt mein Dank wie immer sony, der mich stets mit Rat und Tat unterstützt!

 

Beste Grüße

 

 

 

Stabilisator H+RStabilisator H+RStabiStabiGillet FächerGillet FächerGillet FächerGillet FächerVerbreiterungVerbreiterungZEZEGrundierte TeileGrundierte TeileGillet FächerGillet Fächerdefekte Heizspiraledefekte HeizspiraleGillet FächerGillet FächerGFK HaubeGFK HaubeGillet FächerGillet FächerFrontblecheFrontblecheMotorständerMotorständerHeizluefterHeizluefterVerbreiterungVerbreiterungFächer GilletFächer GilletvornevorneGillet FächerGillet FächerGillet FächerGillet FächerKabelbaumKabelbaumVerbreiterungVerbreiterungkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumHartmann und PowersprintHartmann und PowersprintGillet FächerGillet FächerkabelbaumkabelbaumGillet FächerGillet Fächerkabelbaum altkabelbaum altkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumkabelbaumAshley und GilletAshley und GilletluefterluefterluefterluefterLüfterLüfterLüfterLüfterKleber und FüllpulverKleber und FüllpulverLüfterLüfterLenkungLenkungVorderachseVorderachseVergaser BlecheVergaser Blechei02658i02658Gruppe AGruppe AGillet FächerGillet FächerGillet FächerGillet FächerKanäleKanäleLüfterLüfterKanäleKanäleKanäleKanäleGillet FächerGillet FächerRindviecher :-DRindviecher :-D


13.10.2012 19:49    |    dodo32    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Golf 1 GTI, Leistungsfahrt, Webervergaser

leistungsfahrt-wintertouringleistungsfahrt-wintertouring

 

 

 

 

=> *hier* geht es direkt zum Beitrag des Eigentümers. :)

 

 

 

Hallo Zusammen!

 

Wie einige von Euch wissen hatte ich vor einiger Zeit einen Blogartikel eröffnet, der sich mit dem Thema Webervergaser befasst. Die Beteiligung war stets klein, aber fein. Im Netz ist es generell so, dass man viele kommen sieht und auch viele gehen. Einer ist geblieben,...: Wintertouring! Über Google habe er nach eigenem Bekunden in den Artikel gefunden und hat dann dort auch entsprechende Fragen gestellt. Der erste Kontakt war also geknüpft und nach der einen oder anderen PN, wurde ein telefonischer Kontakt hergestellt.

 

 

 

 

 

Golf 1 GTIGolf 1 GTIVorbereitung ist alles, also hat der Kollege die Vergaser penibel gereinigt und inklusive Saugrohr wieder sauber und ordentlich zusammen gebaut. Besonders gefreut hat mich, dass er meinem Rat das Buch von Des Hamill zu beschaffen, nachgekommen ist. Darüber hinaus kaufte er die Böhm Synchrouhren, die ich auch habe. Vor gut einer Woche vereinbarte ich dann einen Termin beim Spezialisten um die Vergaser einstellen zu lassen, und eine Leistungsfahrt durchzuführen.

 

 

 

 

Golf 1 GTIGolf 1 GTIGestern hat sich Wintertouring in den Golf gesetzt und ist rund 160 Kilometer zum Prüfstand angereist. Da alles tiptop von Ihm vorbereitet war, konnte es auch gleich losgehen. Seht Euch das Video an – das sagt mehr als tausend Worte. Und SOUND aufdrehen! Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: 148 PS bei 6.484 u/min.: Herzlichen Glückwunsch! Ein tolles Ergebnis! :)

 

 

 

 

 

 

WeberWeberDieses Ereignis zeigt mal wieder, dass viele Legenden die sich um Webervergaser auf einem GTI Motor drehen, völliger Nonsens sind bzw. von Leuten kolportiert wurden, die sich nie mit der Materie befasst haben. Dumm für die, die es dann daraufhin gelassen haben. :(

 

 

 

 

 

 

 

 

WeberWeberIch wünsche Wintertouring auf jeden Fall allzeit gute Fahrt und viel Spass mit den Weberlis! :cool:

Er wird sich im übrigen noch mit technischen Details melden, sobald er Zeit hat.

 

Beste Grüße

-dodo-

 

 

 

 

 

 

WeberWeber

fast fertigfast fertig


04.03.2011 17:40    |    dodo32    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Webervergaser

Hallo liebe Freunde der gepflegten Vergasertechnik :D

 

Weil mir der originale Gaszug nicht wirklich zugesagt hat, habe ich mir nach Rücksprache mit Sony8V das Sytec Gestänge besorgt. Der erste Eindruck ist hervorragend! Spielfreie Uniballgelenke, hochwertige Verarbeitung und 2 kräftige Federn um die Drosselklappen zuverlässig zu schließen. Das ganze wird über 2 Züge angelenkt, die in einem kleinen blauen Alublock arretiert werden, der wiederum seinerseits am Gaspedal befestigt wird.

 

Vergangenes Jahr hatte ich mir aus Karosserieblech einen Bügel zurechtgebogen gehabt, um dort eine Feder zum zurückholen der Drosselklappen anbringen zu können. Diese Lösung hat zwar funktioniert, aber so wirklich prickelnd sieht's nicht aus und das Gaspedal ging für meinen Geschmack auch zu leicht.

Wenn man bedenkt wie schnell die Beschleunigungspumpen ansprechen, dann wünscht man sich dass das etwas "zäher" anspricht.

 

Ich hab das von Hand einige male ausprobiert. Mann muss die Klappen wirklich äußerst vorsichtig und langsam öffnen, sonst legen die Pumpen los und es kommt ein Kraftstoffstrahl von guten 30 - 40cm Länge heraus. :eek: Man kann sich bildlich vorstellen wie das aussieht, wenn man dauernd versehentlich mit dem Gaspedal "pumpt" nur weil praktisch kein Widerstand zu spüren ist.

 

Hat noch jemand so ein Gestänge von Sytec? Erfahrungsberichte? Andere Lösungen? Lese wie immer gerne Eure Beiträge!

 

Grüße

-dodo-


19.02.2011 19:07    |    dodo32    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Webervergaser

Welche Dichtflansche?

dichtflanschedichtflansche

Hallo Zusammen,

 

ich hatte bei mir die Kunststoffbrieden mit O-Ring eingebaut gehabt. Das ging auch eine Weile gut. Ich hatte allerdings versäumt die Ringe mit einer Raupe Silikon einzukleben.

 

Das Ende vom Lied war, dass durch das anfänglich dauerhafte zurückspucken der Vergaser, ein Ring rausgedrück wurde. Ärgerlich. Zumal ich keinen Querstromkopf habe und die Vergaser zur Spritzwand hin montiert sind. :mad:

 

Neulich habe ich dann in der Bucht Flansche aus Vollmaterial ohne O-Ring entdeckt. Diese sind aus Bakelit gefertigt und wurden wohl "damals" verwendet. Siehe Bild.

 

Meine Frage nun, was verwendet Ihr? Was haltet Ihr von den Bakelitflanschen? Erfahrungswerte und Pic's sind ausdrücklich erwünscht.

 

Grüße

-dodo-


18.01.2011 19:16    |    dodo32    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Webervergaser

ZündungZündung

Hallo Zusammen,

 

ich hatte es im Weberartikel bereits angekündigt, dass ich einen Blogartikel über mögliche Zündanlagen für Fahrzeuge die mit Weber Vergasern ausgestattet sind erstellen werde.

 

Eigentlich sollte dieser erst erscheinen, nachdem ich selbst einschlägige Erfahrung hätte sammeln können. Allerdings tauchen insbesondere im Bezug auf die VW 827er 16V Motoren Fragen auf, die häufig nur unzulänglich beantwortet werden und mich auch interessieren.

 

Dieser Artikel soll die Möglichkeit bieten, sich über dieses Thema intensiv auszutauschen. In den meisten Foren und auch hier, reißen die Threads irgendwann ab, ohne dass einige Interessante Aspekte detailliert beleuchtet wurden. Schade eigentlich.

 

Ich habe mit meinem TSZ-H Zündverteiler mit mechanischer Fliehkraftverstellung grundsätzlich kein Problem, jedoch kommt man sicher auch hier irgendwann an eine Grenze. Gibt es hier Leute die einen solchen Verteiler schon modifiziert haben? Wenn ja warum und wie?

 

Mich würde freuen wenn sich Leute finden die hier möglichst detailliert schildern, wie sie die Zündthematik angegangen sind und was dabei herausgekommen ist. Sprich, programmierbare Zündsteuergeräte, modifizierte Zündsteuergeräte vom 16V KR Motor usw.

 

Wie im Weberartikel gilt auch hier, gerne markenübergreifend.

 

Fragen und eine angeregte Diskussion rund um das Thema sind ausdrücklich erwünscht!

 

Beste Grüße

-dodo-


19.12.2010 23:09    |    dodo32    |    Kommentare (180)    |   Stichworte: Webervergaser

Weber Vergaser - Eure Meinung ist gefragt!

Hallo Zusammen!

 

Schön dass Ihr den Weg in meinen ersten Blogartikel gefunden habt! :) Dieser Artikel richtet sich an alle Liebhaber von Weber und Solex Doppelvergasern. Markenübergreifend: 02er BMW, Alfa, Käfer, C-Kadett, Golf GTI und viele mehr - Alle sind herzlich willkommen!

 

Der Sinn und Zweck dieses Artikels ist, sich über Probleme und deren Lösungen auszutauschen, und natürlich Erfahrungsberichte zu posten.

 

Ich werde weiter unten den Anfang machen, um ein Beispiel zu liefern. Freilich steht es jedem frei, was er preisgibt. Wäre super, möglichst detaillierte Beiträge zu lesen. :)

 

Wie kommt man eigentlich auf so eine Idee, einen Blog über Doppelvergaser zu eröffnen? Nun, ich befasse mich seit rund 2 Jahren mit der Materie - das meiste war bislang Theorie. Es ist sehr schwer Gleichgesinnte zu finden, wenn man nicht gerade Slalom fährt oder sich schon seit Jahrzehnten mit dieser Thematik befasst.

 

Über das Golf 1 / 2 Forum habe ich dann Sony8V kennengelernt. Auch Er ist begeisterter Anhänger dieser alten Gemischaufbereitungstechnik und wir werden sicherlich auch von Ihm lesen.

 

So, dann mach ich mal den Anfang:

 

Fahrzeug und Motor:

 

- Golf 2 GTI

 

- 2 Liter 8 Ventil Motor

 

- Nockenwelle: 280°, 11,4mm Ventilhub, 2,5mm Ventilhub im OT

 

- Hartmann Auspuffanlage, Fächerkrümmer mit Hitzeschutzband

 

- Kopf: Kanäle geweitet, geplant, Ventile poliert, schmale Einlassventilsitze, größere Auslassventile

 

- Zündung: Verteiler vom Golf 1 MKB EG (Ur-GTI 1.6 Liter), Unterdruckdose ohne Funktion

 

- großer Dieselkühler

 

- Ölkühler

 

- Hartmann Thermostate (Wasser + Lüfter)

 

Vergaser:

 

- 2 x Weber 45 DCOE aus spanischer Fertigung

 

- bilas Luftsammler mit Luftfilterkasten vom Golf 2 Diesel

 

Bedüsung:

 

- Hauptluftrichter: 36mm

 

- Leerlaufdüse: 50 F8 (aktuell 55F8 - zurückspucken deutlich reduziert)

 

- Hauptdüse: 145 (aktuell 140)

 

- Mischrohr: F16

 

- Vorzerstäuber: 4,5

 

- Beschleunigungspumpendüse: 45

 

- Luftkorrekturdüse: 155

 

- Schwimmernadelventil: 2.00

 

- Starterdüse: 65 F9

 

Die Bedüsung habe ich nach dem Buch von Des Hammill, "Weber + Dellorto Querstromvergaser", ausgewählt. Auch liegt eine Breitbandsonde mit Anzeige bereit, um ein Gefühl für die Gemischaufbereitung zu bekommen.

 

Eine Prüfstandsfahrt war leider Aufgrund eines anderen *Problems* noch nicht möglich. Die Behebung ist in Arbeit. Dennoch war der erste Eindruck sehr gut! Nach dem Synchronisieren und dem vorläufigen Einstellen der Zündung, folgte eine ausgiebige Probefahrt. Probleme: Keine! Im Gegenteil, der Motor hing super am Gas und der Leerlauf war mit der damals noch verbauten 286er Hydronocke phantastisch! (im Vergleich zur K-Jet)

 

Insgesamt bin ich rund 250 Kilometer gefahren, bevor das Saisonkennzeichen das vorläufige Ende der Vergasererprobung einläutete.

 

Nächstes Jahr gehts dann mit den praktischen Erfahrungen weiter! Das soll Euch aber bitte nicht abhalten, Eure Erfahrungen zu posten. ;)


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Mein Blog hat am 28.09.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Über mich

Herzlich Willkommen in meinem Blog!

 

Als ich meinen 2er Golf GTI im Jahre 2008 kaufte ahnte ich nicht, wo mich die Reise mit diesem Wagen hinführen würde. Relativ schnell entstand der Wunsch nach 2 Doppelvergasern und damit beginnt auch die Geschichte dieses Blogs.

 

Über das Forum lernte ich sony8V kennen. Viele Telefonate und Treffen später stand dann irgendwann einmal fest: ich hätte gerne ein Rennauto! Auf öffentlichen Straßen kann ich das Auto weder so fahren noch verändern, wie ich mir das vorstelle.

 

Hier findet Ihr die Geschichte meines Golf und wie er vom Youngtimer zum Rennwagen wurde. Überdies Artikel zu meinem E 21, der den Ursprung meiner Leidenschaft bildete. Das wusste ich allerdings erst, als er fertig war. Viel Spaß beim schmökern im Blog!

 

-dodo-

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