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23.02.2010 19:26    |    andyrx    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: Berlin, Maserati, Steuergeld, Treberhilfe

besagter Maserati ist umstritten
Besagter Maserati ist umstritten

Hallo Motortalker,

 

eine schier unglaubliche Story die ich gerade gelesen habe....die nun gar nicht zu einem gemeinnützigen Verein der aus Steuermitteln finanziert wird passt:eek:

 

Die Berliner Treberhilfe hat ihren umstrittenen Maserati verkauft. Ein Potsdamer Autohändler habe den Luxus- Sportwagen für 30 000 Euro erstanden, sagte Geschäftsführer Harald Ehlert am Dienstag. Zugleich kündigte das Diakonische Werk Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz an, dass Ehlert in der gemeinnützigen Treberhilfe die sozialunternehmerische Verantwortung mit einem Vorstand des Diakonischen Werkes teilen werde. Auch ein Aufsichtsrat für den Verbund Treberhilfe, der sich um Obdachlose und arme Menschen kümmert, werde eingerichtet.

 

Die Diakonie, unter deren Dach die Treberhilfe arbeitet, wolle sicherstellen, dass die soziale Arbeit nicht beschädigt wird, hieß es. Ehlert hatte den Luxuswagen als Dienstauto gefahren und damit öffentliche Kritik auf sich gezogen.

 

Quelle und ganzer Artikel-->http://www.n-tv.de/panorama/Luxuswagen-ist-verkauft-article743720.html

 

 

 

Steuermittel gerade im armen Berlin so zu zur Schau zu stellen ist ist schon mutig:eek::cool:

 

....und gerade in Berlin hat man nun doch jede Menge Autos in Brand gesteckt,muss man dann provokant mit einem Maserati vorfahren...??

 

wie denkt ihr darüber..??

 

mfg Andy


23.02.2010 19:31    |    gurusmi

Genaugenommen hat der gute Mann neben dem Wagen auch einen Chauffeur ;)


23.02.2010 19:33    |    andyrx

Hi,

 

 

stimmt!!

 

 

den Chauffeur hab ich dann auch mal glatt unterschlagen und der ist auf längere Zeit noch weit teurer als der schöne Maserati:o:confused:

 

mfg Andy


23.02.2010 19:34    |    Deacon Palmer

30000€?!

Wieso haben die sich nicht bei mir gemeldet?


23.02.2010 19:46    |    volvo-fahrer

wäre mal eine gute story für die bild...oder wars da schon drin?

für 30t hät ich den auch genomme :) wär ja quasi für einen sozialen zweck :)...aber hät ich des gewusst, hät ich meine zivi-zeit da gemacht :)


23.02.2010 20:04    |    deepTERA

oha, hätte nicht gedacht dass ein Maserati so hässlich ist... oO


23.02.2010 20:11    |    AR147

Für 30.000 hätte ich den auch genommen. Schwachsinn, so billig ging der niemals weg.

 

Der Quattroporte ist für mich das schönste Auto der Welt, immerhin hatte der gute Mann Geschmack, hätte auch einen 08/15 Porsche oder Ferrari fahren können, insofern, ein bisschen Sympathie bleibt. ;)


23.02.2010 20:13    |    bjoern1980

Zitat:

Für 30.000 hätte ich den auch genommen. Schwachsinn, so billig ging der niemals weg.

Und das weißt du woher? Schau dir die Gebrauchtwagenpreise für dieses Modell an, der geht sehr wohl so "billig" weg.


23.02.2010 20:17    |    MP27

Warum sollte der so billig nicht weggehen? Händler-Preis, nicht das neueste Modell, dann passt das schon.;)

 

Ein Problem damit, dass er den Masi fuhr, habe ich nicht. Soll doch jeder das fahren, was er für richtig hält. ;)


23.02.2010 20:20    |    AR147

Meiner Info nach hat der Ehlert ihn 2007 als Neuwagen bzw. Jahreswagen gekauft, damit ist er gerade 3-4 Jahre alt. Für 30.000 bekommst du vielleicht einen 10 Jahre alten, aber keinen der so top neu ist.

 

Die Wartung für einen 10 Jahre alten Maserati kostet wahscheinlich alleine schon 5000 pro Jahr, absolutes Minimum. Da kann der "günstige" Preis auch leicht nach hinten los gehen.


23.02.2010 20:24    |    Bert Benz

Zitat: den Chauffeur hab ich dann auch mal glatt unterschlagen und der ist auf längere Zeit noch weit teurer als der schöne Maserati

 

.... theoretisch ja,

 

praktisch : man nehme einen Arbeitslosen, zahle 100EUR Monatsverdienst, Rest sponsored by dummen Steuerzahlers Hartz4!

 

Diese so genannten Sozialen Wohlfahrtsträger sind für mich das Allerletzte! Und den selbsternannten "Sozialkapitalisten" Harald Ehlert sollte mal jemand die Realitäten des Arbeitsmarktes nahe bringen.

War da nicht auch noch ein "Schulungsobjekt" der Treberhilfe mit Geschäftsführerwohnung in einer Luxusvilla bei Potsdam?

Verdammter Steuergeldschmarotzer!

 

Und wieviele Geschäftsführer von anderen sozialen Einrichtungen schaffen ihre teureren S-Klassen und 7er schnell zurück zum dealer, um vorübergehend etwas Unauffälligeres zu fahren?!


23.02.2010 20:33    |    TuningStylerMen

Hatte mich vor Tagen schon darüber gewundert... Manche Leute haben Ideen :rolleyes:


23.02.2010 20:51    |    MP27

Zitat:

23.02.2010 20:20 | AR147 AR147

 

Meiner Info nach hat der Ehlert ihn 2007 als Neuwagen bzw. Jahreswagen gekauft, damit ist er gerade 3-4 Jahre alt. Für 30.000 bekommst du vielleicht einen 10 Jahre alten, aber keinen der so top neu ist.

 

Die Wartung für einen 10 Jahre alten Maserati kostet wahscheinlich alleine schon 5000 pro Jahr, absolutes Minimum. Da kann der "günstige" Preis auch leicht nach hinten los gehen.

Um die Sache noch mal kurz aufzugreifen: Klick!

 

Genannte 30k waren der Händler-Einkaufs-Preis!


23.02.2010 20:58    |    gurusmi

@MP27:

Verkauf in Frankfurt/Main? Und dann, wenn man sich die obigen Bilder betrachtet auch noch komplett umlackiert? Ich weiß ja nicht.


23.02.2010 21:00    |    andyrx

Hallo,

 

warum dieser selbstgerechte GF der Treberhilfe noch im Amt ist kann ich nicht verstehen,wer so mit Steuergeldern umgeht hat auf dem Posten nix zu suchen:mad:

 

mfg Andy


23.02.2010 21:25    |    Eric E.

wie konnte der so ein Auto anschaffen? Gibts da keine Beschränkungen/Vorschriften?

 

Ich arbeite als Einkäufer bei einer Forschungsgesellschaft, wir sind dem öffentl. Dienst angegliedert. Wir dürfen:

 

- Autos bis 100kW bzw dem kleinsten Diesel anschaffen (als größtes Auto geht ein 520d auf Leasingbasis)

- bei Kauf dafür ca. 23.000 Euro brutto ausgeben (genauen Wert müsste ich mal nachschaun, kaufe ja nicht jeden Tag Autos

 

Wir dürfen nicht:

- Autos mit Standheizung kaufen

- Autos mit Ledersitze oder Wurzelholzzierleisten kaufen (=Luxusausstattung), geht selbst dann nicht, wenn sie serienmäßig drin wären, weil mans da ja indirekt mit zahlen würde.

 

Wir müssen:

- Jeden Fahrzeugkauf/Leasingvertrag vom BMBF genehmigen lassen

- Jede Zusatzausstattung, die über das nackige Basismodell hinausgeht, in ihrer Notwendigkeit begründen

(z.B.: Parkpiepse hinten: "Veringerung bzw. Ausschluss von Parkschäden. Über die Nutzungsdauer des Fahrzeugs erwarten wir eine Amortisation der "Parkpiepse", weil keine Aufwendungen für Lackierarbeiten entstehen"

z.B. Freisprecheinrichtung: "Der Fahrer muss ständig tel. erreichbar sein, beim telefonieren ohne FSE drohen dem Fahrer Bußgeld bzw. Flensburgpunkte"

z.B. Gummi-Fußmatten: "Werterhalt des Fahrzeugs durch gepflegtes Aussehen der serienmäßigen Teppiche"

z.B. Klimaautomatik: "ganzjähriger Einsatz des Fahrzeuges, manuelles Nachregeln von Temperatur und Luft entfällt->Verkehrssicherheit"

 

 

so läuft des bei uns mit euren Steuergeldern ;)

 

Grüße,

Eric


23.02.2010 21:45    |    MP27

Zitat:

23.02.2010 20:58 | gurusmi

@MP27:

 

Verkauf in Frankfurt/Main? Und dann, wenn man sich die obigen Bilder betrachtet auch noch komplett umlackiert? Ich weiß ja nicht.

@gurusmi

Nein nein, das war nur ein Beispielangebot, für welchen Preis und mit welchen Daten man heutzutage derartige Fahrzeuge erstehen kann.;)

 

Grüße


23.02.2010 21:46    |    gurusmi

OK. hätte mich auch gewundert. Wer würde daran noch verdienen. :D


23.02.2010 22:25    |    ROYAL_TIGER

Hier einer für 31'500 Euro:

 

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=vhmkeyo2zcne

 

Gruss ROYAL_TIGER


23.02.2010 22:26    |    gurusmi

@Royal_Tiger:

Ebenso ein Angebot. nur nicht der Wagen des Herrn. ;)


23.02.2010 22:34    |    deepTERA

Zitat:

AR147:

Der Quattroporte ist für mich das schönste Auto der Welt

Wirklich?

Hinten sieht man ja auf dem Bild jetzt nicht aber vor allem die Scheinwerfer-Partie ist doch wohl uuuuuuurhässlich...


23.02.2010 22:37    |    andyrx

wenn der sich einen Audi s4 hingestellt hätte oder einen 335i wäre wohl niemanden was aufgefallen....aber mit so einem extrovertierten Auto als Geschäftsführer eines eingetragenen Vereins E.V. der für sich ''Gemeinnützigkeit'' auf die Fahne schreibt (bzw. muss als E.V.) vorzufahren ist schon pervers und in meinen Augen einfach dumm....zeigt aber auch wie unverfroren mit Steuergeldern umgegangen wird und das da wohl einige Kontrollinstanzen nicht funktionieren oder gar nicht vorhanden sind....oder verfilzt sind:mad::rolleyes:

 

mfg Andy


23.02.2010 23:18    |    stullek

- der Ehlert hatte 2 Fahrer, nicht nur einen :)

 

- er hatte einen sehr guten Deal beim Einkauf gemacht, da ist der "schlechte" Preis beim Verkauf plausibel

 

- ich find das nicht unbedingt unangemessen, ist zwar schon viel Geld welches der Wagen kostet, aber wenn er den Wagen nicht haette wuerde er sich halt das Gehalt erhoehen, jetzt hat er angekuendigt, den Wagen halt privat zu fahren, was steuerlich sicherlich noch schlechter aussehen wird weil er den Privatwagen fuer Dienstreisen nutzt

 

- er begruendet die Groesse des Wagens damit im Fond angenehm arbeiten zu koennen und grosse Strecken im Auto zurueckzulegen, ich hatte irgendwo gelesen, weit ueber 50tkm pro Jahr, da waere die alternative vermutlich A8L oder 7er Lang gewesen, preislich kaum ein Unterschied zum Maserati

 

Man sollte den Typen nich unnoetig schlecht machen nur weil er ein dickes Auto faehrt obwohl er Chef im gemeinnuetzigen Verein ist.

 

Da finde ich die Dienstwagen fuer Mitarbeiter des Bundestages und insbesondere der Regierung inkl. Sicherheitspersonal wesentlich unsinniger, die fahren in der Regel nur kurz von A nach B im Dienstwagen und nicht solche Strecken.

ps: die Bezeichnung "neuer Maserati" in der Ueberschrift ist ja wohl irrefuehrend - ich kann die Treberhilfe nicht leiden aber man muss sie doch nicht ungerechtfertigt schlecht machen


23.02.2010 23:25    |    volvocrasher

Ich finde das gar nicht so schlimm. Denkt mal drüber nach, welche Dienstwagenkategorie andere Verwaltungsleute haben. Ist eben so, soll der Mann mit einem Dacia vorfahren? Bei korrekter Privatversteuerung (die hier nicht vorliegt) wäre das für den Steuerzahler gar keine so große Bürde.

 

Viel schlimmer finde ich, daß der Medienrummel wieder einmal (vgl. Guido W.) vom eigentlichen Problem ablenkt: Warum benötigt man so etwas wie die Treberhilfe, die Diakonie, die Tafeln überhaupt? Ist es nicht ein Armutszeugnis, daß ein so reiches Land wie Deutschland die "Ecken der Grundversorgung" von anderer Stelle abdecken läßt?

 

Ich will hiermit nichts gegen dieses Institutionen als solches sagen, die sinnvolle Weitergabe von Lebensmitteln etc. ist gut und es wäre schlimm, wenn diese einfach vernichtet statt verschenkt werden würden. Aber irgendetwas läuft hier gerade ganz gewaltig schief, wenn Tafeln nicht mehr Ergänzung sondern Grundlage zur Lebensmittelversorgung sind. Ich könnte kotzen wegen der Tatsache, daß es ein Staat nicht schafft, die Kinder von einkommensschwachen Familien vernünftig zu ernähren, während in der gleichen Stadt Beamte staatlich subventionierte Schnitzel für 1,60 fressen können , die Liste ließe sich endlos weiterführen.


23.02.2010 23:37    |    andyrx

Sorry,aber die Betrachtung teile ich nicht...;)

 

der Maserati ist in Abschreibung oder Leasing ein sehr teures und exclusives Auto mit einem sehr hohen Spritverbrauch,wenn der 50TKM per anno fährt wäre ein großer Diesel auch keine Schande gewesen....damit ist man schnell und zügig aber sparsam unterwegs.

 

Ein Maserati ist ein feines Luxusauto ohne jede Prämisse auf Wirtschaftlichkeit zu legen und eine starke automobile Ansage mit seinem Ferrari Motor,Wartungskosten und Ersatzteilkosten sind entsprechend hoch anzusetzen.

 

So ein Auto gönne ich jedem der sein Geld durch Kreativität und Fleiss erarbeitet und das unternehmerische Risiko selbst trägt,hier liegt der Fall aber doch etwas anders.....und somit sollten solche Auswüchse bei einem eingetragenen Verein unterbunden werden,man schädigt das Ansehen des Vereins und erweckt den Eindruck von Masslosigkeit gerade in Zeiten wo es den Komunen und dem Staat nunmal ans Eingemachte geht.

 

Solche Egomanen und Extentriker sollten dann doch besser in der freien Wirtschaft ihr Geld verdienen und nicht in dieser Konstellation,dann können sie mit ihrer Kohle machen was sie wollen:eek:

 

mfg Andy


23.02.2010 23:46    |    stullek

Zum Glueck darf hier jeder seine eigene Meinung haben :)

 

Mit der Wirtschaftlichkeit (Spritverbrauch) hast du leider sogar recht aber sonst find ich den Maserati jetz nich mega exzentrisch und abgehoben, ist ja kein Ferrari oder Lamborghini, da wuerde tatsaechlich jeder Bezug zum Dienst fehlen.

 

A8 kostet 90k, Maserati QP 114k, ist wie ich finde kein mega Unterschied und der Typ hat behauptet, dass er mit seinem Deal beim Einkauf den Wagen billiger bekommen hat als Vergleichsangebote aus Bayern.

 

ps: Subventioniertes Essen fuer Beamte find ich wirklich uebel, nach dem Durchlesen des Berichts hab ich das Beduerfnis den Einrichtungen wenigstens bisschen Geld zu spenden, auf den Staat kann man sich ja leider nicht verlassen bei sowas.

Ich wette sogar wenn man das subventionierte Essen fuer Beamte abschafft kommt danach eine Gehaltserhoehung fuer die Beamten wodurch dann sicherlich selbst nicht betroffene Beamte mehr Geld bekommen werden.

Die sollten mal besser Geld spenden fuer solche Einrichtungen (und bitte nicht an die Treberhilfe, fuer Kinder ist sinnvoller)


24.02.2010 02:53    |    Speedy1st

Zitat:

Zum Glueck darf hier jeder seine eigene Meinung haben :)

 

 

 

Mit der Wirtschaftlichkeit (Spritverbrauch) hast du leider sogar recht aber sonst find ich den Maserati jetz nich mega exzentrisch und abgehoben, ist ja kein Ferrari oder Lamborghini, da wuerde tatsaechlich jeder Bezug zum Dienst fehlen.

 

 

 

A8 kostet 90k, Maserati QP 114k, ist wie ich finde kein mega Unterschied und der Typ hat behauptet, dass er mit seinem Deal beim Einkauf den Wagen billiger bekommen hat als Vergleichsangebote aus Bayern.

Merkst du noch was? Ich hoffe du machst nur nen schlechten Scherz.

 

Wofür braucht man einen Maserati, der sehr wohl exclusiver ist als Mercedes oder BMW.

auch von denen braucht kaum einer, vorallem aber dieser Herr keinen 5er, keine E Klasse. Die noch ne ganze Ecke unter deisem Maserati angesetzt sind.

 

Für ihn reicht auch nen 3er Diesel oder Kompressor C Klasse, komfortabel und die sind schon luxus. Angesichts seiner Position einer Hilfsorganisations sollte er auf jeden Euro achten, da tut es auch ein Golf oder sogar nen Dacia Logan. Meinetwegen nen Passat - da hätte sicher keiner gemeckert.

 

 

 

Aber in dieser Position einen Maserati zu fahren, das is nicht nur verdammt pervers, das ist auch verdammt dumm. Hat er noch Glück, das es so lange gut ging. Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.


24.02.2010 03:36    |    stullek

Vielen Dank schonmal fuer die Sachlichkeit lieber Speedy ;)

 

Versuch es mal so zu sehen: Die Frage sollte nicht lauten ob der Typ Maserati fahren darf oder nicht, sondern ob er vielleicht zuviel verdient, dass er sich davon einen Maserati leisten kann.

 

Wie gesagt, wenn er den Dienstwagen nicht haette wuerde er halt entsprechend mehr Gehalt bekommen, so dass es eigentlich seine Sache ist auf Betrag X vom Gehalt zu verzichten und dafuer den Wagen zu fahren.

 

Naechster Gedanke: Um die besten Leute zu kriegen muss man eben auch das beste bieten, wenn man nun das Gehalt (Lohn + Dienstwagen) kuerzt kriegt man dafuer vielleicht auch schlechtere Leute, die dann weniger hilfreich fuer die Beduerftigen sind.

Ich bin da sicherlich nicht der richtige um das einzuschaetzen aber er hat diesen Job ja nicht weil er ihn sich wie in einer Diktatur gegeben hat sondern weil er vom Vereinsvorstand beauftragt wurde und die entsprechende Erwartungen an seine Leistung haben und ihm dafuer auch entsprechend seine Verguetung genehmigen.

 

Noch ein Punkt, man muss das mal in Relation sehen: Wenn der Typ nun 40k Spenden pro Jahr einsammeln wuerde und davon 20k direkt in seinen Dienstwagen gehen, dann ist das mit 50% natuerlich unverhaeltnismaessig, aber die machen 12 Millionen Euro Umsatz im Jahr, da sind 20k im Jahr fuer den Dienstwagen zwar auch noch viel aber nicht unverschaemt oder pervers.

 

Auf dem Gala-Dinner am Kudamm kriegt er halt mehr Spenden wenn er im Maserati vorfaehrt als im abgeranzten 3er, traurig aber ist leider so.

 

Dazu ist die Treberhilfe ja auch keine 3 Mannbude die an der Kreuzung mit Klingelbeutel steht und Spenden erbettelt sondern da arbeiten 200 Leute, ist deren Gehalt jetzt auch unangemessen, sollten die lieber alle ehrenamtlich arbeiten?

 

Leistung hat seinen Preis ;)

 

Wenn der Typ nicht genug Leistung bringt um das zu rechtfertigen, dann muss man da halt nachverhandeln aber ihn so fertig zu machen is schon unverhaeltnismaessig, er hat ja jetzt nicht so wie der Typ vom DRK 3 Gehaelter bezogen und 3 Dienstwagen (davon 2 Corvettes mit ebenfalls mehr als 400ps) gefahren sondern lediglich einen grossen ;) Beim DRK-Mann muss man sich fast schon fragen wie er allein ueberhaupt 3 Dienstwagen faehrt aber er hat sich ja auch 3 Gehaelter gezahlt, aber anderes Thema :)

 

ps: Treberhilfe ist seit paar Jahren eine gemeinnuetzige GmbH, Gewinne muessen gemeinnuetzig Eingesetzt werden, d.h. Ausgaben fuer den Dienstwagen sind dem Gehalt von dem Typen zuzurechnen und da muss man sich halt fragen ob er 1700 Euro pro Monat zuviel verdient und sich so den Wagen leisten kann oder nicht, genauso muss man sich dann auch Fragen ob seine 2 Fahrer gerechtfertig sind oder nicht, die kosten ja auch Geld und vermutlich mehr als sein Dienstwagen, aber dafuer kann er waehrend der dienstlichen Reisetaetigkeit arbeiten...

 

Man muss ihm eigentlich hoch anrechnen, dass er so zuegig auf den Wagen verzichtet und ihn nun privat kauft, ich haette da lieber auf die Fahrer verzichtet, muss ja der Arbeitgeber dann in Kauf nehmen, dass meine Arbeit unproduktiver wird, aber nein der Typ opfert sein privates Vermoegen um seine Produktivitaet fuer die Beduerftigen hoch zu halten.

 

pps: Ich kann die Treberhilfe trotzdem nicht leiden aber ich finde der Typ wird zu unrecht fertig gemacht.


24.02.2010 04:18    |    7406

Sorry, aber wenn 600 MdBs sich auf Steuerkosten ihre S400 kaufen können, dabei 4 Jahre größte politische Inkopetenz an den Tag legen und den Schulden- und Problemberg ihrer Vorgänger halten oder vergrößern, warum soll dann jemand, der eine wohltätige Organisation erfolgreich und Umsatzstark leitet kein solches Auto fahren?

 

Die Presse und alle die Schimpfen lassen sich hier sehr stark von der armen Klientel und den ach so hohen Steuergeldern blenden. Wenn ein Bänker (der spätestens seit Oktober 2008 jeden Monat ausschließlich Steuergelder als Gehalt ausgezahlt bekommt) einen 7er fährt ist das völlig in Ordnung.

 

Bei dieser Einstellung wundere sich noch jemand, warum Geld noch mehr Geld anzieht.


24.02.2010 09:05    |    sportivo

Ich kapiere einfach nicht, wie jemand so blöd sein kann, und so eine Angriffsfläche bietet.

Maserati... War ja nur eine frage der Zeit, bis sowas die Sicherung bei jemandem durchhaut, und die Sache in der Zeitung landet.

Wieso kann der keinen sagen wir (gut ausgestatteten) weißen Passat fahren? Niemand hätte irgendwas gesagt, und soo eine Zumutung ist die Kiste ja auch nicht.

 

Moralische Aspekte spreche ich gar nicht an...


24.02.2010 09:25    |    andyrx

Hallo,

 

wer die Aussenwirkung eines Maserati so unpassend zur Unternehmensphilosophie einschätzt kann kein sonderlich fähiger Geschäftsführer sein,dann besser ein entsprechend den Leistungen bezogenes attraktives Gehalt und er soll sich den Maserati privat kaufen und niemand hat ein Problem damit.....so riecht das förmlich nach Steuermissbrauch und das zu Recht;)

 

Die Wirkung auf die 200 Mitarbeiter ist ebenso nicht zu unterschätzen,Reichtümer wird dort sicherlich auch keiner verdienen....dient ja einem guten Zweck da müssen alle den Gürtel enger schnallen,so wird dann doch intern argumentiert:eek:

 

mfg Andy


24.02.2010 10:09    |    AR147

Weil ihr alle nur immer auf Kosmetik aus seid.

 

Warum fährt Ulla Schmidt mit ihrer S-Klasse nach Spanien. War euch doch auch nach ein paar Wochen wieder scheiß egal. Unsere ganzen Politiker fahren doch genau dieselben teuren Autos, nur unauffälliger. Ein Maserati beweisst nur Geschmack.

 

Nebenbei bemerkt hat die Unicef noch wesentlich tiefer in den Spendentopf gegriffen, das ist eben die allgemeine Manager Mentalität die heute die Gesellschaft durchwirkt hat. Wenn jemand große Summen hin und her schiebt, will er auch große Teile davon abhaben. Das ist aber eine Argumentation, die man so nicht führen kann, sieht halt nur keiner, oder versteht anscheinend keiner. Ein Ingenieur der mit seiner Erfindung einem Unternehmen Millionen um nicht zu sagen Milliarden Umsatz bringt, verdient trotzdem nur seine 40.000 bis 50.000 im Jahr wenn er Pech hat. Das nennt man wohl Kapitalismus - Ausbeutung der Leistungserbringer.

 

Und der Mann hat deswegen auch Recht, Spendenorganisationen sind ganz normale Unternehmen, und warum sollte er als Manager weniger zulangen als in vergleichbaren Unternehmen? Weil es die Moral verbietet? Dass ich nicht lache, im Kapitalismus ist sich jeder selbst der nächste. Wenn er nicht zugreift, greift der nächste zu, gibt doch tausende die nur darauf warten.

 

Passend dazu auch hier noch http://www.pi-news.net/2010/02/hatun-can-e-v-spendengeld-veruntreut/

(ja ich weiß uuuuh PI news die sind so böse, muss ja keiner drauf klicken)


24.02.2010 13:20    |    andyrx

mag ja alles möglich sein AR147 nur muss man es deshalb nicht auch noch gut finden;)

 

Ein Ingenieur der seiner Firma Millionen einbringt sollte eine leistungsbezogene Vergütung bekommen oder aushandeln,wenn die Firma clever ist wird sie das von sich aus tun um den klugen Kopf im Unternehmen zu halten....ein aus meiner Sicht deshalb unpassender Vergleich;)

 

denn hier geht es um ein steuerfinanziertes Unternehmen und einen eingetragenen Verein,wer was in wie in der freien Wirtschaft macht iss mir Latte.....aber eine Obdachlosen Hilfe E.V braucht keinen Maserati mit Chauffeur soweit reicht mein Gerechtigkeitsempfinden und gesunder Menschenverstand noch;)

 

und das hat nichts mit Neid zu tun,Gier und Abzocke kann ich aber nunmal nicht leiden;)

 

mfg Andy


24.02.2010 13:28    |    stullek

Treberhilfe ist kein e.V. mehr sondern eine gGmbH und darf in dem Sinne handeln wie ein Unternehmer, ob man das nun gut findet oder nicht sei dahingestellt, scheinbar finden es die Gesellschafter gut.

 

Die zahlen ja auch 5.2 Mio Gehaelter an ihre Mitarbeiter, auch sicherlich zu grossen Teilen von Steuergeldern (wovon denn sonst, Spenden duerfen sie dafuer eigentlich nicht verwenden wenn ich das richtig mitbekommen habe).

 

Jetzt muss ich aber eingestehen, dass bei 5.2 Mio Gehalt im Jahr fuer 200 Mitarbeiter nur 26.000 Euro pro Jahr / Mitarbeiter sind, was fuer Berlin sicherlich auch ein gutes Gehalt ist aber da erscheint dann der Maserati mit den 20k pro Jahr wirklich zu teuer, bestimmt wollte er ihn 6 Jahre lang fahren, so dass es nur 10k pro Jahr gekostet haette, das waere wieder ok ;)


24.02.2010 13:35    |    andyrx

moin

 

dann nimm mal schon 200.000 GF Gehalt raus und wird sind bei 25.000.- je Nase durch 12 macht das rund 2000.- Euro brutto im Monat je Mitarbeiter bleiben netto rund 1400.- Euro und das in einer teuren Großstadt.....als Full-Leasing kostet der Wagen im Monat mehr als ein Mitarbeiter das ist mal sicher;)

 

aber ja die Mitarbeiter arbeiten für einen Klicker und einen Knopf weil es ja für eine gute Sache ist und das soziale Engagement im Vordergrund stehen sollte...:rolleyes:

 

solange da massiv Steuergelder im Spiel sind stinkt das aus meiner Sicht zum Himmel:eek:

 

mfg Andy


24.02.2010 13:37    |    gurusmi

Der für mich zentrale Punkt in diesem Falle ist die Maßhaltigkeit. Wir reden hier nicht von Firmen. Wir reden hier von allgemeinnützigen Organisationen, die sich von Spenden finanzieren.

 

Wer möchte nun mit seinen Spenden den Fahrer oder das Auto finanzieren. Man spendet Geld für Bedürftige, aber nicht für einen Chauffeur und ein Automobil der Luxusklasse. Viele Leute arbeiten den Ganzen Tag art. Am Ende vom Monat spenden sie kleinere Beträge, daß anderen Menschen damit geholfen wird. Dieses Geld dann in ein Automobil nebst angestelten zu investieren, statt dieses den Hilfsbedürftigen zukommen zu lassen, grenzt für mich an Veruntreuung und vortäuschen falscher Tatsachen gegenüber den Spendern.


24.02.2010 14:05    |    stullek

1400 Euro netto sind in Berlin kein schlechtes Gehalt, das ist mehr als Mindestlohn in allen Branchen ;)

 

Ich gehe auch nicht davon aus, dass der Typ sich 200k Gehalt auszahlt, alles boese Unterstellung ;)

 

Man muss sich aber mal die Frage stellen, wieso es der gGmbH erlaubt ist in wenigen Jahren eine Million Euro Gewinn zu erwirtschaften und dies zur Stammkapitalerhoehung zu nutzen.

 

Begruendet wird das mit verbesserter Kreditwuerdigkeit fuer Immobilien, d.h. man muss da mal eine Hausnummer groesser denken als ans Broetchenverteilen im Bahnhof, fast schon erstaunlich das er das als Paedagoge hinkriegt, wirkt ja fast wie Finanzjongleur Haerter bei Porsche :D

 

@ gurusmi: Spendengelder werden angeblich zu 100% in Projekte investiert, die gGmbH kriegt das Geld wohl vom Staat fuer die Betreuung der Beduerftigen, quasi eine Kopfpauschale, wuerde der Staat diese Aufgaben selbst erledigen wuerden da auch Kosten entstehen.

Angenommen, die Firma agiert viel effizienter weil sie eben nicht eine Behoerde ist und die gleiche Taetigkeit bei einer Behoerde wuerde doppelt soviel Kosten verursachen (Beamtengehaelter, Buerokratieoverhead etc)...

Der Chef der Behoerde kriegt dann sicherlich auch einen Oberklassewagen, 5er Bmw oder so ist da sicher drin aber weil an anderer Stelle verschwendet wird kommt letztlich noch weniger Hilfe bei den Beduerftigen an.


25.02.2010 16:28    |    gurusmi

Treberhilfe kauft neuen Dienstwagen...

 

http://www.spiegel.de/spam/0,1518,680265,00.html


25.02.2010 17:05    |    andyrx

das nenn ich mal solidarisch,eins werden mit dem Klienten ist ja erstmal nicht verwerflich:D:D

 

mfg Andy


28.02.2010 23:54    |    Trackback

Kommentiert auf: Vorübergehend geschlossen - der Cabrio-Blog:

 

...muss es der Zwölfzylinder sein?

 

[...] weissen Passat TDI vorgefahren...

 

im übrigen kann man bei den Auswüchsen eher hier mal anfangen--> Klick

 

mfg andy

[...]

 

Artikel lesen ...


Deine Antwort auf "sozialer Dienst in Berlin--> fährt neuen Maserati Quattroporte"

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