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07.08.2009 20:18    |    andyrx andyrx    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: , , ,

nach fast 80 Jahren wieder an Land
Nach fast 80 Jahren wieder an Land

Hallo Motortalker

 

wenn ein Auto fast 80 Jahre in einem See liegt und es dazu noch der Lago Maggiore ist und der Oldtimer auf den legendären Namen Bugatti hört,ist das schon eine Story die ein wenig unsere Phantasie beflügelt...lest dazu hier;)

 

in vom Zoll 1937 im Lago Maggiore versenkter Bugatti und der tragische Tod eines 22jährigen Studenten 81 Jahre später: diese beiden Fakten verbindet eine fast unglaubliche Geschichte.

 

Lange Zeit war es nur ein Mythos, dass das Autowrack, das Sporttaucher Ende der 1960er Jahre im Lago Maggiore vor Ascona entdeckten und das seitdem bevorzugtes Ziel von Tauchern war, ein Bugatti sei. Nun ist es bestätigt: Der Bugatti Brescia aus dem Jahre 1925 wurde am 12. Juli 2009 aus dem Schweizer See geborgen.

 

Umrankt von Algen und Legenden: Der Bugatti steckte mit der linken Hälfte tief im Schlamm fest.

Organisiert hat die Aktion die Fondazione Damiano Tamagni. Der 22jährige Student Damiano Tamagno war im Februar 2008 beim Karneval in Locarno von drei Jugendlichen erschlagen worden – er war zufällig in die Schlägerei geraten. Die Eltern gründeten daraufhin eine Stiftung, die sich der Gewaltpräventation bei Jugendlichen widmet und betroffenen Familien hilft. „Um diesem sinnlosen Tod unseres Sohnes noch irgendwie einen höheren Sinn zu geben“, wie Vater Maurizio Tamagni sagte.

 

Maurizio Tamagnio ist, wie sein Sohn es auch war, begeisterter Sporttaucher, und so kamen er und seine Freunde vom Tauchclub Ascona auf die Idee, den Mythos Bugatti im Lago Maggiore zu bergen und damit auch für die Stiftung zu werben.

 

Besuch unter Wasser: Maurizio Tamagni bei einem Tauchgang am Bugatti.

Neun Monate lang bereiteten rund 20 Taucher in ihrer Freizeit die Aktion vor. In vielen Tauchgängen musste der Wagen in 53 Meter Tiefe vom Schlamm befreit werden, bis die Bergungsaktion starten konnte. Mit einem großen Pneukran hoben Jens Börlin und Lavori Subacquei, Inhaber eines Tessiner Tauchunternehmens und ebenfalls Freunde der Tamagnos, das legendenumrankte Fundstück am 12. Juli 2009 dann aus dem Wasser.

 

Die Tauchergruppe befestigt den Bugatti, damit er von einem Kran herausgezogen werden kann.

Und das unter großer Anteilnahme vieler Schaulustiger, die bei einem Fest mit Musik und Getränken der spektakulären Aktion folgten. Dadurch, dass der Wagen so tief im Schlamm feststeckte, blieb er auf der einen Seite auch teilweise vor Korrosion bewahrt. Selbst Einzelteile wie Ölmanometer, Chrom des Scheinwerfers und Reifen waren noch intakt – in letzteren war sogar noch Luft. Kaum an Land, gab der blaue Bugatti mit der Chassisnummer 2461 einen großen Knall von sich: Nach der Bergung, als der Wagen in der Sonne stand, platzte der hintere linke Reifen.

 

 

 

Derzeit wird versucht, die Geschichte des Wagens zu rekonstruieren. Nach momentanem Wissenstand, so berichtet Stiftungssprecher Heinz Müller, kam der Wagen Ende der 1920er Jahre in die Schweiz, zusammen mit zwei weiteren, die ein Schweizer Importeur gekauft hatte. Zwei wurden von den Kunden abgeholt, für die Chassisnummer 2461 allerdings wurde kein Importzoll bezahlt. Woraufhin die Zollbehörde in Ascona den Wagen 1937 kurzerhand im See versenkte. Bugatti-Experte Hans Matti hat inzwischen anhand der Chassisnummer recherchiert, dass der Wagen am 11. April 1925 in Nancy ausgeliefert worden war.

 

Nach 72 Jahren als Wasserleiche steht der Wagen nun zum Verkauf, der Erlös geht an die Stiftung Damiano Tamagni.

 

hier ein Video dazu:

http://www.youtube.com/watch?...

 

http://www.youtube.com/watch?v=V5lL9d-Nuqc&NR=1

 

Quelle:http://www.meinklassiker.com/.../2208

 

mfg Andy


Kommentare: 31

07.08.2009 20:25    |    emil2267 emil2267

& wo is der ascona :)

 

dolle show & super story is es auf jeden fall !

 

dafür aber eine attraktion & mysthische legende in dem see weniger ?!


07.08.2009 20:43    |    Drahkke Drahkke

Für den Restaurierer, der das gute Stück kauft, dürfte es ein hartes Stück Arbeit werden, den Wagen wieder in einen ansehlichen (und eventuell fahrfähigen) Zustand zu bringen.


07.08.2009 20:49    |    Anni 1964 Anni 1964

Ob sich das noch lohnt? Gibt es denn dafür noch ausreichend Teile?

Und wer kauft sowas in diesem Zustand?:confused:


07.08.2009 21:11    |    Drahkke Drahkke

Teile, die nicht mehr käuflich zu erwerben sind, können bei Fahrzeugen dieser Altersklasse notfalls nachgefertigt werden. Ist alles eine Frage der finanziellen Mittel, die dem Restaurator zur Verfügung stehen.


07.08.2009 22:19    |    andyrx andyrx

ohne eine gehörige Portion Optimismus und Leidenschaft wird das wohl nix mehr mit einer Restaurierung;)

 

da müsste ja fast alles nachgefertigt werden:o

 

Wäre es nun ein Bugatti Atalante oder 57 wäre das was anderes,da würde man sogar aus einer Plakette mit der Fahrgstellnummer noch ein Auto zaubern,aber bei diesem hier wird dies wohl nicht der Fall sein;)

 

mfg Andy


07.08.2009 23:01    |    Michael Gehrt Michael Gehrt

Selbst bei dem Bugatti lohnt das. Alles eine Frage des Einstandspreises.

 

Der Rest ist dann zu 99% Teilenachfertigung.


07.08.2009 23:03    |    meehster meehster

Welche Zustandsnote ist das eigentlich so? 5 oder schon 6?

 

Auf jeden Fall hätte der spätere Besitzer etwas zu erzählen.


07.08.2009 23:19    |    UHU1979 UHU1979

Wenige Vorbesitzer und kaum km auf dem Buckel, dazu unverbastelt und nicht überrestauriert mit authentischer Patina => Klingt doch gut. :)

 

Oder: Endlich Schluss mit der Umweltverschmutzung und illegalen Entsorgung.


07.08.2009 23:24    |    andyrx andyrx

ich denke Tüv sollte kein Problem sein,ging beim letzten Tüv noch ohne Mängel durch....:D:D

 

so oder ähnlich könnte das bei Ebay klingen;)

 

mfg Andy


07.08.2009 23:28    |    emil2267 emil2267

wenn man die ganze geschichte weiterspinnt,könnt man grad noch überlegen,was da unten noch so vor sich rumgammelt :)


07.08.2009 23:29    |    <<eyno>> <<eyno>>

nicht restaurieren, sondern die geschichte schön recherchieren und die kiste so in nem museum ausstellen > das wäre imho das optimale verfahren mit dem wrack.

ich finde gerade wracks mit einer sochen geschichte immer sehr faszinierend und duch eine restauration - die in diesem falle wohl eher ein replika als ein restauriertes original hervorbringen würde - macht man die geschichte irgendwie kaputt...


07.08.2009 23:32    |    Michael Gehrt Michael Gehrt

Ich sag mal Zustand 5- Ist ja noch alles da. Nur in welchem Zustand. :D


07.08.2009 23:37    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Sagt's uns!:

 

Mehrere Bilder hochladen

 

[...] auf der Strecke....;)

 

das mit den Pics nervt mich aktuell ganz erheblich in meinem aktuellen Thema-->Klick sind es nur 4 Pics die ich sortieren wollte....als ich auf ''Sortierung speichern'' klicke ist der gesamte [...]

 

Artikel lesen ...


07.08.2009 23:39    |    andyrx andyrx

nun ja mit dem alles da:confused

 

Ich würde ich mal noch rund 100 Tauchgänge ansetzen und ein Schleppnetz aus Ostfriesland einfliegen lassen:D:D

 

mfg Andy


07.08.2009 23:39    |    Merlin1961 Merlin1961

Ich bin zwar kein Bugatti-Experte aber die Fahrzeuge auf Bild 1 und 4 scheinen für mich völlig unterschiedliche Typen zu sein.

Auf Bild 1 ein langes spitzes Heck und auf Bild 4 ein kurzes flaches Heck mit Reifen, die Kotflügel sind völlig anders geformt... oder brauch ich ne neue Brille?


07.08.2009 23:42    |    andyrx andyrx

@Merlin1961

 

die Information stammt von hier-->http://www.luxusblogger.de/.../...-72-jahre-im-lago-maggiore-2570.html

 

Vor 72 Jahren wurde der Bugatti Brescia aus dem Jahre 1925 im Seebecken von Ascona versenkt. Jetzt wurde er wieder ans Licht der Welt geholt und machte überraschend noch eine sehr gute Figur. Weltweit wurden nur 3.000 Stück gebaut, wovon 160 in der Schweiz landeten. Warum steht der Brescia mit der Chassisnummer 2461 aber nicht in einer Sammlung sondern verbrachte fast das ganze letzte Jahrhundert auf dem Grund des Lago Maggiore? Laut ersten Informationen gehörte der Bugatti einem französischen Architekten, der für einige Jahre in der Schweiz lebte und dort auch das Fahrzeug bewegte, jedoch keinen Einfuhrzoll dafür abführte. Nach seiner Abreise überließ er das Fahrzeug seiner Gastfamilie, die jedoch Angst hatte, nachträglich für den nicht geleisteten Einfuhrzoll belangt zu werden und so kurzerhand entschied, das Fahrzeug im Lago Maggiore zu versenken.

 

 

Der geborgene Bugatti Brescia lässt sich wegen seiner zu starken Schäden zwar nicht mehr restaurieren, dafür soll er aber nun zugunsten der Damiano Tamagni Stiftung versteigert werden. Als größter Interessent gilt die Gemeinde Ascona, die den Bugatti gerne als Teil ihrer Geschichte aufbewahren würde. (Foto: Wikimedia)

 

mfg Andy


07.08.2009 23:56    |    Winkell Winkell

Besser wieder rein in den See damit.


08.08.2009 00:37    |    AX-Turbo AX-Turbo

sowas im See zu versenken meine Güte - Behörden-Trottel, damals wie heute :rolleyes:


08.08.2009 01:40    |    Destructor Destructor

Zitat:

Ich bin zwar kein Bugatti-Experte aber die Fahrzeuge auf Bild 1 und 4 scheinen für mich völlig unterschiedliche Typen zu sein.

 

Auf Bild 1 ein langes spitzes Heck und auf Bild 4 ein kurzes flaches Heck mit Reifen, die Kotflügel sind völlig anders geformt... oder brauch ich ne neue Brille?

das macht nur die perspektive, du kannst die länge des hecks auf bild 4 nicht erkennen


08.08.2009 08:14    |    steini1075 steini1075

ich kenn die geschichte anders.

habe gelesen das aus angst vor dem zoll der wagen vom besitzer im see versenkt wurde und so macht es aus meiner sicht auch mehr sinn.

so hatte die behörde ja nichts mehr davon.

vg vom steini


08.08.2009 09:04    |    Michael Gehrt Michael Gehrt

Jepp war so. Der Wagen wurde von einem Schweizer gekauft und 2-3 Jahre lang genutzt und dann angabegemäß verschenkt an die Gastgeber, wo er wohnte. Die haben den Wagen 1-2 Jahre in einer Scheune versteckt und den Wagen dann aus Angst, die fehlenden Zollgebühren oder Steuern nachzahlen zu müssen im See versenkt.

 

So stands jedenfalls grob in der Motor-Klassik oder Oldtimermarkt????


08.08.2009 11:24    |    deepsilver deepsilver

Ich glaube mit der Restauration würde ich bis zum Tod beschäftigt sein. :D


08.08.2009 11:48    |    andyrx andyrx

@deepsilver

 

könnte auch mit Deinen handwerklichen Talenten zusammenhängen...??:D:D

 

 

 

duck und weg:cool:

 

 

Andy


08.08.2009 12:04    |    Cloudforce Cloudforce

ob der Restaurator dann noch den Zoll nachbezahlen muss? :D


08.08.2009 18:30    |    tino27 tino27

Ist ja schon beeindruckend, dass er beim rausheben nicht durchgebrochen ist. Da scheints ja noch zu gehen.

 

Stell mir aber grad vor, wenn da ein Polo rumstehen würde.

 

Polo zum Bugatti: "Eh Kumpel, du gehörst jetzt zu uns!"

Bugatti: "Schiebt mich wieder rein, schiebt mich wieder rein!"

 

:D


12.08.2009 09:25    |    roboprof roboprof

Wer auf nasse Stories steht, die ist nicht nur interessant, sondern auch noch gruselig:

 

http://www.youtube.com/watch?v=bf59lk-Kx-s

 

Ist zwar nur ein Käfer, der ist aber noch in besserem Zustand ...


26.08.2009 11:13    |    Donnerschlag Donnerschlag

Der Wagen auf Bild 4 hat doch deutlich sichtbar ein Ersatzrad am Heck montiert, wo soll da noch ein 'Boattail' hinpassen?


26.08.2009 11:20    |    der_deppen_daemel der_deppen_daemel

Und die Scheinwerfer sind zu hoch und zu weit auseinander montiert...!


26.08.2009 11:40    |    der_deppen_daemel der_deppen_daemel

Gibt da ja auch ne schöne Geschichte aus Tulsa, Oklahoma (USA):

 

Ein nagelneuer Plymouth Belvedere wurde zum 50. Jubiläum des Staates 1957 in einem "Betontresor" unterirdisch verstaut. Man wollte den Wagen in 50 Jahren im Topzustand wieder ausgraben. Dazu wurden damalige Sachen wie Mode usw. in den Wagen gelegt sowie etwas Benzin, da man davon ausging, dass im Jahr 2007 man nicht mehr mit Benzin fahren würde... Dazu hatte man den Wagen mit einer damalig besonderen Folie (m.E. nur Frischhaltefolie) eingewickelt und dachte, es sei dadurch vor Staub usw. geschützt.

 

Resultat war, dass dieser Betontresor Leck geschlagen hatte. Die Folie hatte sich mit dem Lack verbunden. Der Wagen war verrostet und eigentlich nicht mehr brauchbar...

 

Da gibt es viele schöne Videos darüber...:

 

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=dSziykwjxvw

Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=wTMijp2sqCE

Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=iEP6SIIacms

 

Heben: http://www.youtube.com/watch?v=I9UxL9jqe_s

 

Präsentation: http://www.youtube.com/watch?v=1Y1_jEe7UBc


28.01.2010 11:50    |    andyrx andyrx

immerhin 260.000.- Euro erzielte das Bugatti Wrack--> http://auto.t-online.de/.../index

 

 

mfg Andy


02.02.2010 11:17    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: THE DARK AND FAST SIDE OF MOTORING:

 

70 Jahre auf dem Seegrund - über 1/4 Mill. € wert

 

[...] Auto auch einen Teil der Faszination ausmachen;)

 

die Vorgeschichte ist im übrigen hier zu finden-->http://www.motor-talk.de/.../...-nach-72-jahren-geborgen-t2370171.html

 

mfg Andy

[...]

 

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