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19.04.2023 13:20    |    Dynamix    |    Kommentare (55)    |   Stichworte: Lappen

Heute war der große Tag, die Stunde der Wahrheit, der Höhepunkt von gut 3 Monaten Pauken, Fahren und Warten. Heute musste ich beweisen das ich in all den Fahrstunden auch was gelernt habe und keine Gefahr für die Allgemeinheit bin ;)

 

Ich war für halb 11 mit meinem Fahrlehrer an der Fahrschule verabredet, von dort aus wollten wir dann zum Startpunkt der Prüfung. So fuhren wir noch ein bisschen durch die Stadt und machten noch einen kleinen Umweg um noch ein bisschen Übung zu haben. Am Startpunkt angekommen, setzten wir uns noch gegenüber in eine Art Wartezimmer, die Fahrlehrervereinigung hat an der Ecke ein kleines Lokal angemietet. Dort habe ich noch ein bisschen mit dem Fahrlehrer gequatscht der mich dann unvermittelt fragte ob ich nicht Fahrlehrer werden wollte :D

 

Ehm, weiß ich nicht :confused: Aber dann kam auch schon der Prüfer. Er hatte sich kurz vorgestellt und ging dann die Personalien durch. Der Prüfer ist gerade mal zwei Wochen älter als ich und liegt auch sonst voll auf meiner Wellenlänge, sympathischer Kerl! :) Danach ging die Prüfung auch schon los. Wir fuhren durch die Stadt, ein bisschen Überland und danach auch direkt auf die Autobahn. In der Stadt waren natürlich zu meinem Glück wieder tonnenweise Radfahrer unterwegs die einem schnell die Prüfung versauen können wenn man Sie an der falschen Stelle oder mit zu wenig Abstand überholt. Da galt es aufzupassen und den richtigen Spagat zwischen Rücksicht und übertriebener Vorsicht zu finden. Auf der Autobahn konnte ich mich dank des Verkehrs die ganze Zeit entspannt rechts halten, davon ab das wir jetzt auch keine Ewigkeit über die Bahn gefahren sind. Geht ja nur darum zu sehen das ich das mit dem Einfädeln uns Ausfädeln gut hinbekomme und das ich genügend Abstand zum Vordermann einhalten kann. Danach ging es wieder Überland, durch die Außenbezirke der Stadt bis zum Platz an dem die Grundfahrübungen durchgezogen werden. Hier kam dann auch einmal mehr oder weniger alles dran was wir intensiv geübt hatten und wo ich noch Bedarf hatte.

 

Los ging es mit dem Stop and Go, hier kippte mir das Bike dann beim dritten Anhalten nach links statt nach rechts, aber entweder hat der Prüfer das nicht gesehen oder es war für Ihn okay. Die Straße ist leider auch nicht die Beste. Jedenfalls musste ich den Part nicht wiederholen. Danach ging es an die Gefahrenbremsung, die war easy wie immer. Dank ABS kann man da ziemlich stumpf in die Eisen gehen und es passiert einem nichts. Nächster Punkt auf der Agenda ist der Schrittslalom, der hat auch gut geklappt. Da gab es nix zu meckern. Weiter ging es dann mit dem Ausweichen ohne Abbremsen, auch das klappte gut. Die vorletzte Grundfahrübung für diese Prüfung war dann der reguläre 7m Slalom. Auch hier gab es nix zu meckern. Zum krönenden Abschluss musste ich dann das Ausweichen mit Abbremsen vorführen. Oh je, hier hatte ich ja gestern schon so meine Bedenken. Aber hilft ja nix, muss man durch! Also auf 50 beschleunigt, 4. Gang, vor dem Hindernis abbremsen und dann ausweichen mit gezogener Kupplung. Hab ich schon mal geschmeidiger hinbekommen, aber der Prüfer war zufrieden. Vom Fahrlehrer gab es vor der Weiterfahrt einen Daumen nach oben, also habe ich mich bis dahin ganz gut angestellt. Danach ging es wieder zurück durch die Stadt zum Startpunkt der Prüfung. Jetzt hieß es nochmal kurz bangen, hatte ich bis hierhin alles richtig gemacht oder hatte ich mir irgendwo einen Klops geleistet?

 

Der Prüfer rief mich zu sich ran und sagte: Bestanden!

 

In dem Moment fiel einiges der Anspannung von mir ab. Die letzten 6 Tage waren echt hart, nicht nur wegen den permanenten Fahrstunden sondern auch weil es privat gerade etwas schwierig ist. Da blieb kaum Zeit mal zu verschnaufen. Aber damit habe ich mir endlich den ersehnten Traum vom Führerschein erfüllt :) Es gab noch kurz eine Diskussion wegen einer Doppellinie welche ich überfahren hatte, aber das war kein Showstopper weil da im Grunde keine Haltepflicht bestand. Wo kein Schild, da auch keine Pflicht. Andernfalls wäre ich wohl dran gewesen. Danach ging es auch schon wieder zurück zur Fahrschule wo wir das Motorrad noch schnell in die Garage brachten. Weil mein Fahrlehrer danach noch eine Fahrstunde hatte, hab ich Ihm noch die 125er zur Fahrschule gebracht. Hier durfte ich dann eine Kasawaki Z125 pilotieren. In Sachen Leistung und Größe schon ein massiver Unterschied zur großen Honda. Wo die Honda im kalten Zustand so gut wie jede Steigung ohne Gas hochfährt muss man die Kawa hier schon mit ein bisschen Gas bei Laune halten damit Sie nicht abstirbt. Der kleine Eintopf wirkt auch ähnlich phlegmatisch wie meine Vespa, da hätte ich schon deutlich mehr erwartet muss ich gestehen. Dafür ist Sie mit Ihrer kleinen Größe ziemlich handlich, dafür von der Sitzposition eher sportlich ausgelegt. Lange würde ich darauf wohl nicht aushalten, da ist die Honda deutlich angenehmer von der Sitzposition.

 

Tja und damit war ich auch schon durch. Ich verabschiedete mich noch von meinem Fahrlehrer, dankte Ihm für die ganze Unterstützung und den guten Unterricht und dann ging es auf der Vespa auch schon wieder nach Hause :) Und damit endet diese Blogreihe auch schon. Einen Dank auch an alle Leser die hier fleißig kommentiert und diskutiert haben :)

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18.04.2023 20:22    |    Dynamix    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Lappen

Heute habe ich meine letzten Fahrstunden vor der Prüfung und wie viele Fahrschulen das so machen, finden in dem Zeitraum gerne die "Fahrten bei Dunkelheit" statt. Wir erinnern uns, drei Stunden Fahrt bei dunklen/dämmrigen Lichtverhältnissen sind Pflicht. Wenn die Stunden so werden wie damals beim Auto, dann werden das die mit Abstand entspanntesten Fahrstunden von allen :)

 

Da hatte ich allerdings die Rechnung ohne meinen Fahrlehrer gemacht, der mit mir noch einmal an den Grundfahrübungen feilen wollte, da er hier noch Potenzial sah. Also nochmal alle Übungen durch! Heute war an dem Tag noch einmal ordentlich was los. Neben einer weiteren Klasse A, hatten wir hier noch eine Mofastunde und einen Schüler für Klasse B, welcher hier die ersten Fahrversuche gemacht hat. Macht die Sache natürlich nicht einfacher wenn man noch auf die anderen achten muss, aber da muss ich durch.

 

Stop and Go

 

Blinken, Schulterblick, anfahren, anhalten und die ersten beiden Male den Fuß links abstellen, die anderen zwei Male den Fuß rechts. Genau in der Reihenfolge! Ein paar mal hab ich mich mittendrin verhaspelt, besonders wenn gerade jemand in der Fahrlinie stand. Aber bei der Prüfung morgen sollte das weniger wuselig sein.

 

Gefahrenbremsung

 

Danach wollte der Fahrlehrer noch einmal die Gefahrenbremsung sehen, aber da hatte ich bisher keine Probleme und das hat Ihm auch gut gefallen. Da gab es nix zu verbessern.

 

Slalom mit Schrittgewschwindigkeit

 

Auch so eine Übung wo es auf viel Fingerspitzengefühl ankommt. Mein Problem ist das ich immer noch einen Ticken zu schnell bin. Laut Lehrbuch sollen es ca. 5 km/h sein, mein Fahrlehrer besteht auf 5 km/h maximal. Heißt 6-7 ist schon wieder zu viel. Und da hab ich mich selbst dabei erwischt eben jene 6-7 km/h zu fahren. Auch ne Sache der Übung und gegen Ende hab ich auch einfach den Aufbau der anderen Motorradfahrschule mitgenutzt, einfach um es stupide bei jedem Durchgang zu üben!

 

Slalom 4x7

 

Hier war mein Fahrlehrer nicht ganz zufrieden, allerdings basierte dies auf einem Missverständnis. Den Part mit "auf die Pylone zufahren" habe ich nicht ganz geschnallt, also bin ich immer schön rechtsbündig, wir haben schließlich ein Rechtsfahrgebot, auf die Pylonen zu und dann durchgefahren. Aber das war eben nicht das was gefragt ist. Ich sollte mittig auf die Pylonen zufahren, also mittig gerade. Klassisches Kommunikationsverständnis! Mit dem zwischendrin war er nämlich top zufrieden. Nachdem ich kapiert hatte welche Fahrlinie er meinte klappte das auch ganz gut.

 

 

 

 

 

Ausweichen ohne Abbremsen

 

Die Übung klappte relativ gut, allerdings meinte mein Fahrlehrer ich gehe da mit "zu viel Körpereinsatz rein". Heißt ich drücke nicht sondern lege. Da würde er gerne sehen das ich die Maschine drücke. Gut, bekommen wir hin.

 

Ausweichen mit Abbremsen

 

Hier kommt sowas wie meine Hassaufgabe. Hier bleibe ich entweder zu lange auf der Bremse oder fahre nicht mit 30 sondern mit knapp 40 durch den Slalom. Blöderweise ist der Bezugspunkt für die Bremsung zugewachsen, heißt man bremst entweder viel zu früh oder zu spät. Naja, gegen Ende klappte es das ein oder andere Mal wie gewünscht.

 

Langer Slalom

 

Auch hier waren wir wieder beim Missverständnis vom normalen Slalom, so konnte ich mich hier rasch verbessern. Hier schaue ich mir aber heute Abend noch an ab welcher Pylone ich drücken statt legen muss, die letzten beiden Pylone sind in einem kürzeren Abstand aufgestellt. Aber ganz ehrlich? Den Abstand zwischen 9m und 7m kann ich da im Eifer des Gefechts nicht erkennen, also schaue ich mir da das Bildchen aus dem "Lehrbuch" an und präge mir ein ab welcher Pylone ich lege. Dann ist es perfekt und so wie der Fahrlehrer das sehen möchte.

 

Und damit war der Tag auch schon durch. Ich werde mir im Laufe des Abends noch meine "Problemübungen" genau einprägen damit ich das auch in der Prüfungssituation drin habe. Und damit verabschiede ich mich für heute :) Wünscht mir Glück für morgen!

 

Quelle: Degener Verlag


17.04.2023 15:11    |    Dynamix    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Lappen

istockistock

Nach der kurzen Wochenendpause ging es heute weiter mit Fahrstunden. Heute standen zum einen die Grundfahrübungen auf dem Programm die wir noch nicht geschafft hatten, sowie das Abfahren von zwei potenziellen Prüfungsstrecken. Wir fuhren heute erst einmal zum Startplatz der Prüfung, heute war ordentlich was los und so war die Straße in der wir dann übermorgen starten relativ gut mit Fahrschulautos zugeparkt. Die erste Strecke waren wir schon einmal letzte Woche gefahren und so kannte ich das meiste auch schon. Hier haben wir einmal alles dabei, Stadtverkehr, Landstraße und ein Stückchen Autobahn. Heute stand ich ein bisschen mit Kupplung und Gas auf Kriegsfuß und hab die Maschine das ein oder andere Mal abgewürgt. Gar nicht so easy da genau den Punkt zu finden wo die Maschine genug Gas bekommt das man Sie möglichst geschmeidig, aber niedertourig anfahren kann. Entweder hat man viel zu wenig Gas und man würgt ab, oder man dreht nur einen Fitzel zu viel am Gas und das Ding geht sofort auf 4000 u/min und höher. Dazu war heute ordentlich was los was natürlich zu entsprechendem Verkehr und auch der ein oder anderen kniffligen Verkehrssituation geführt hat. Tja, so ist der Stadtverkehr bei uns leider nun einmal.

 

Nach dem Autobahnstück, fuhren wir kurz in ein Industriegebiet um den 9m-Kreis zu üben. Der Fahrlehrer stellte in der Mitte eines aufgemalten Kreises ein Hütchen auf und erklärte mir die Übung. Ich sollte ein paar Runden im und ein paar Runden entgegen des Uhrzeigersinns fahren. Dabei immer schon auf den Abstand zur Linie achten. Tempo ist bei dieser Übung keine vorgegeben, hier will der Prüfer eigentlich nur sehen das ich die Maschine in Schräglage drücken kann. Die ersten 1-2 Runden waren noch etwas hakelig, aber dann ging es. Schwierig war eigentlich nur die Linie zu halten, weil der Kreis leider zur Hälfte ausgeblichen war und wenn man im Uhrzeigersinn fuhr, scheinte die Sonne direkt auf den Asphalt wodurch der Streifen nicht mehr wirklich zu erkennen war. Aber das ging nach ein paar Runden.

 

Weiter ging es dann zu unserem anderen Übungsplatz, hier musste ich noch das anfahren mit eingeschlagenem Lenker üben. Auch hier wieder mein Scharmützel mit dem Spiel aus Gas und Bremse und entsprechend einigen Abwürgern. Nee, heute will das nicht so wirklich. Da muss ich wohl im Zweifel einfach mit mehr Kupplung anfahren, dann sollte ich da in der Prüfung keine Probleme haben. Danach ging es weiter zur zweiten Runde. Wir fuhren die zweite Runde und hier wurde es schon was kniffliger. Neben einigen mobilen Blitzern, schickte mich mein Fahrlehrer noch durch ein typisches Wohngebiet mit Tempo 30-Zonen und ganz viel rechts vor links. Dazu einige Fahrschulen die scheinbar die gleiche Idee hatten und wo man dann doppelt aufpassen musste. Hier kamen dann einige hektische Situationen zustande in denen man schnell "schalten" muss. Naja, hoffen wir das der Kelch während meiner Prüfung an mir vorbeizieht.

 

Und damit ging es auch schon zurück zur Fahrschule. Heute stand ganz im Zeichen des Übens und der Prüfungsvorbereitung. Morgen ziehen wir dann noch die Nachtfahrt durch und dann geht es übermorgen auch schon zur Prüfung. Mein Prüfer meinte zum Schluss noch das er eine sehr geringe Durchfallquote bei Zweirädern hat. In 9 Jahren vielleicht 2 Leute und er meinte ich wäre wahrlich nicht sein schlechtester Schüler. Da gehöre ich wohl eher zum oberen Drittel und da hätten schon ganz andere die Prüfung geschafft:)


14.04.2023 16:12    |    Dynamix    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Lappen

top-speedtop-speed

Heute stand die nächste Fahrstunde an. Mein Fahrlehrer hatte mir für heute versprochen Autobahn zu fahren, bis zum erbrechen! Da die Autobahn, auch schon pendlerbedingt, meine zweite Heimat ist und ich das Spielchen ja schon vom Auto kenne kann ich mir denken was kommt:

 

- Viel geradeaus

- Auf Tempolimits achten

- Richtgeschwindigkeit fahren

- In einem freien Abschnitt auch mal richtig am Kabel ziehen

 

 

Bei meinem Autoführerschein hat mein Fahrlehrer mich mal gepusht 160 zu fahren, mal schauen wie schnell wir heute werden. Ich wurde vorgewarnt das ich durchaus mal zeigen soll ob ich das hinbekomme, da er auch Fahrschüler hat die sich nicht schneller als 100 auf dem Motorrad getraut haben, so soll es natürlich nicht sein. Richtgeschwindigkeit will er definitiv sehen und wenn es sich anbietet auch was mehr. Ich muss mich auch echt für die Prüfung wieder dran gewöhnen zu überholen statt mich mit dem Abstandstempomat einfach in die rechte Spur zu lümmeln. Da ist man von den ganzen Assistenten schon verwöhnt muss ich gestehen.

 

Besonders der Part mit dem beschleunigen und überholen dürfte bei DEM Leistungsgewicht der Fahrschulhonda Spaß machen :cool: Bei der Honda muss jedes PS auch nur knapp über 2 kg bewegen, da bewegen wir uns auf dem Terrain von Supersportwagen! In der Fahrstunde gestern hab ich zwar auch schon ein bisschen härter ans Gas gehen dürfen, aber vom Drehzahlpotenzial der Maschine hab ich da kaum was ausgekostet. Das dürfte nicht mal die Hälfte gewesen sein und die Maschine dreht locker bis 12.000! Mal schauen wie es heute wird :)

 

Die Wetterbedingungen könnten heute kaum besser sein. Hatte mir Regen die letzten zwei Tage etwas verhagelt, so wachte ich bei strahlendem Sonnenschein auf. Die Straße sind auch gut abgetrocknet, gestern Abend hatte es bei uns noch einmal gut geschüttet. Die Wettervorhersage versprach auch weniger als 10% Niederschlagswahrscheinlichkeit für den Tag und die Höchsttemperatur sollte heute auf 16°C steigen. Freut euch Leute, der Frühling kommt :cool:

 

An der Fahrschule angekommen wieder das übliche Prozedere. Rein in die Garage, Maschine vorbereiten, zusammen raus und dann ganz normal fahren. Erstmal sind wir in der Stadt geblieben, auch weil mein Prüfer mir den Startpunkt der Prüfung zeigen wollte der mitten in der Stadt liegt. Ist ja immerhin nächste Woche schon soweit! Danach ging es auch schon auf die Autobahn, leider hat sich zwischendrin die Funke verabschiedet. Also bin ich bei passender Gelegenheit runter von der Bahn und rechts ran. Wir haben dann ausgemacht das er vorfährt und ich hinterher. Hat dann für den Rest der Stunden auch gut geklappt. So durfte ich auch mal kurzzeitig gut 150 km/h fahren. Da fängt der Wind natürlich schon ordentlich an zu blasen, aber noch nicht so das ich Angst haben müsste das es einem vom Motorrad zieht. So ein bisschen Angasen macht schon Spaß, aber dauerhaft stupide geradeaus macht dann doch nicht so viel Spaß. Zumindest nicht auf einem Naked-Bike. Wie das bei was vollverkleidetem aussieht, wäre auszutesten.

 

Im Grunde sind wir jetzt den Großteil der Zeit die lokalen Autobahnen rauf und runter gefahren, darunter auch den Abschnitt der in der Prüfung drankommt. Wie gut das der Abschnitt auf dem Weg zur Garage liegt in der die Caprice für gewöhnlich residieren ;) Hier kommen mir meine Fahrerfahrung und Ortskenntnisse sehr entgegen! Zwischendurch machten wir noch einmal eine Pause, auch weil das Fahrschulauto Sprit brauchte. Bei mir waren noch 2/3 drin, da habe ich nicht so viel verballert seit gestern, also habe ich gewartet und mir das rege Treiben an der Tanke angesehen. Bei den Temperaturen und dem Sonnenschein war schon richtig was los, auch auf der Autobahn. Deshalb haben wir auch kaum große Überholmanöver gestartet, dafür waren die Fahrzeugschlangen einfach zu lang. Aber laut meinem Fahrlehrer hab ich das alles sehr gut gemacht, er lobte auch meinen Umgang mit der Maschine! Vor Schräglage hätte ich keine Angst und auch das Gefühl für Gas, Kupplung und Geschwindigkeit passt. Er hätte einige Fahrschüler die sich da gerne mal im Gang vertun und dann entweder extrem untertourig fahren oder mit gefühlt 6000 im 1. Gang. Auch das ich keine Scheu vor Tempo auf dem Motorrad habe gefiel Ihm gut.

 

Wie gesagt, er war zufrieden und auch ich hatte heute meinen Spaß :) Die Leistung der Fahrschulmaschine empfinde ich jetzt nicht als überfordernd und die Art der Leistungsentfaltung ist schön linear und sehr angenehm. Vorhersehbar wäre wohl eine gute Umschreibung :) Machst du Hahn voll auf, geht's ab, machst du Hahn wenig auf, geht es ganz normal vorwärts. Da werde ich keine Schwierigkeiten bekommen. Wo es noch etwas Übung braucht ist beim Schalten. Im Stand suche ich teilweise noch den Leerlauf und manchmal bleibe ich beim hochschalten von 1 auf 2 im Leerlauf hängen obwohl ich voll durchziehe. Ich hab ja noch ein paar Stunden zum üben :)

 

Weiter geht es dann nächste Woche, ich weiß allerdings noch nicht was mich in der nächsten Stunde erwartet. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wären es gutes Wetter und eine schöne Landstraße! Dienstag ist die Nachtfahrt an der Reihe und Mittwoch morgen geht es schon zur Prüfung. Wünscht mir weiter Glück :)


13.04.2023 15:45    |    Dynamix    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Lappen

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Nachdem ich in den letzten Stunden eher gemächlich unterwegs war, stand für heute ein bisschen mehr Action auf dem Plan. Heute sollte es mal raus aus der Stadt, rauf auf die Autobahn und ein bisschen Landstraße gehen. Die Wetterprognose war grundsätzlich stabil, weshalb ich mich schon wie ein Schnitzel auf die Fahrstunde gefreut habe. Leider hatte der da oben irgendwas gegen mich und so fing es auf halbem Weg zur Fahrschule mal wieder an zu regnen. Beim aufstehen war es sonnig, den Vormittag über wenigstens trocken und ausgerechnet jetzt regnet es wieder. Na toll :rolleyes:

 

Aber hilft ja nix, muss ich durch. Dieses Mal durfte ich die Maschine selbst aus der Tiefgarage holen. Da die Maschine kalt war, fuhr die quasi von selbst die Steigungen hoch. Gas geben musste ich da nicht :D Vor der Ausfahrrampe gab es Stau und so musste ich direkt mal lernen mit dem Motorrad an einer Steigung anzufahren. Das hab ich aber so gut gemacht das der Fahrlehrer direkt mal ein Lob hat springen lassen :)

 

Weiter ging es dann durch die Stadt in Richtung Autobahn. Hier war erst einmal noch Piano angesagt, weil der erste Abschnitt auf 60 und später auf 80 limitiert ist. Aber dann durfte ich wenigstens mal 100 fahren und ein Gefühl für höhere Geschwindigkeiten bekommen, mehr als gut 50 waren auf der Vespa ja nie drin. Ich muss gestehen das ich schon bis zur Schädeldecke gegrinst habe als ich mal den Hahn zumindest ein bisschen aufmachen durfte. Herrlich wie mühelos und geschmeidig man hier mit geringem Gaseinsatz vom Fleck kommt :cool: Danach ging es ab auf die Landstraße, leider kam es hier wettertechnisch dann richtig dicke. Hatte sich der Regen auf der Autobahn noch stark zurückgehalten, so kam es dann auf der Landstraße richtig dicke. Entsprechend kam dann auch die Anweisung die Kurven ruhig 10-15 km/h langsamer zu fahren. Wird gemacht! Wir fuhren über die Landstraßen zur nächsten Ortschaft wo wir dann eine kurze Pause einlegten und uns einen Kaffee gönnten, auch in der Hoffnung das der Regen bis dato rum ist. So quatschten wir ein bisschen und schlugen so ein paar Minuten tot. Als wir aus dem Laden raus waren, hatte der Regen aufgehört und die Sonne kam raus. Ach herrlich, so muss es sein! :cool:

 

So ging es dann über die Landstraßen weiter und die Straße trocknete immer mehr ab. Die weitere Strecke führte quasi auf meine Hausstrecke und so wusste ich natürlich wo ich langmusste, insgeheim hatte ich auch gehofft das wir hier langfahren weil die Landstraße ein paar schöne langgezogene Kurven hat und auch mal ein paar Abschnitte wo man 100 fahren darf. Das wurde dann natürlich entsprechend genutzt ;) Wir fuhren dann weiter bis zu einer Außenstelle der Fahrschule, weil mein Fahrlehrer hier noch einen Helm gebunkert hatte. Sein Zweithelm ist leider kaputt gegangen. Zurück ging es dann wieder durch die Außenbezirke, zurück auf die Autobahn. Hier durften es dann auch mal 120 sein und hier konnte ich auch mal ansatzweise von der Leistung der Fahrschulmaschine kosten. Geht schon ganz nett vorwärts und macht vor allem Spaß :) Leider war es auch windig und man merkt den Gegenwind bei 120 doch schon. Nicht brutal, aber doch so das er gegen die Brust drückt. Kennt man ja vom Auto so nicht und war auch mal eine interessante Erfahrung das zu spüren.

 

Nach ein paar km ging es wieder runter von der Autobahn, zurück in die Stadt in Richtung Fahrschule. Gut 3 Stunden waren wir unterwegs gewesen und die Zeit verging wirklich wie im Flug! Ich merke das ich mit jedem Kilometer mehr Vertrauen in die Maschine fasse und ich auch das Gefühl für das Handling bekomme. Auch das Spiel aus Gas und Kupplung klappt immer besser :cool:

 

Auch mein Fahrlehrer war im Großen und Ganzen sehr zufrieden, bis auf ein paar Kleinigkeiten die auch dem trubeligen Stadtverkehr geschuldet sind. Köln ist in der Hinsicht schon so ziemlich die Stufe Endgegner was die Kombination aus schräger Verkehrsführung und unachtsamen Verkehrsteilnehmern aller Couleur angeht. Da muss ich einfach besser auf solche Situationen achten.

 

Morgen geht es dann mit dem Thema Autobahn weiter. Auf dem Plan steht Autobahn rauf und runter "bis ich Sie nicht mehr sehen kann" ;) Ich gehe mal davon aus das ich morgen auch mal 130 aufwärts mit der Maschine fahren kann und auch soll! Da die Wettervorhersage für morgen ganztägig Trockenheit verspricht, wird das Ganze sicherlich spaßig werden :)


12.04.2023 18:23    |    Dynamix    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Lappen

SlalomSlalom

Heute war es soweit und ich durfte die nächsten Fahrstunden abreißen. Leider war mir Petrus alles andere als gesonnen und so durfte ich mit Regen vorlieb nehmen. Natürlich nicht so ideal wenn unter anderem noch einmal Grundfahrübungen auf dem Programm stehen.

 

Wie sagte eine alte Kollegin immer so schön:

 

Zitat:

 

Ist wie ne Tür, musste durch!

Also rauf auf die Vespa und ab zur Fahrschule. Angekommen, holten noch schnell die Maschine aus der Garage um die Ecke. Dieses Mal durfte ich die Maschine selbst zum Übungsplatz bewegen. Der Weg dorthin führt durch die Stadt und ein wenig Überland. Die Fahrschule hatte das Kettenspiel noch einmal einstellen lassen und einen Satz Sturzbügel montieren lassen. Wir gingen noch einmal kurz alle Bedienelemente durch um zu sehen ob das alles sitzt. Da sich die Bedienung nicht wesentlich von der Vespa unterscheidet hatte ich das alles drin :) Danach ging es auch schon los in Richtung Übungsplatz.

 

Das einstellen des Kettenspiels hat der Fahrbarkeit spürbar gut getan, jetzt sind die Lastwechselreaktionen auch nicht mehr so stark wie beim letzten Mal. Ich fuhr erst einmal dem Fahrlehrer hinterher, weil das Funkgerät in einem anderen Fahrzeug an einem anderen Standort war wo wir vorher noch vorbeimussten. Angekommen wurde ich fix verkabelt, die Verbindung getestet und dann durfte ich vorfahren. Leider kamen mittendrin immer mal heftigere Regenschauer dazwischen, entsprechend gut geduscht war ich als wir ankamen.

 

Viel zu meckern gab es auf der Hinfahrt nicht. Gut, war ja nicht viel anders als sonst hinterm Steuer. Angekommen übten wir noch einmal schnell die Übungen vom letzten Mal. Den Anfang machte der Stop and Go, klappte mit der neu gespannten Kette schon geschmeidiger. Danach direkt die Gefahrenbremsung hinterher. Klappte auch super. Danach kam der Slalom in Schrittgeschwindigkeit, auch das klappte schon ganz gut. Glaube das "warmfahren" auf dem Weg hat auch geholfen. Weiter ging es mit dem 7 Meter Slalom, da braucht es bei dem Regen schon etwas Mut aber auch das ging noch. Kniffliger wurde es bei den nächsten Übungen, jetzt kamen nämlich die Ausweichübungen. Log ging es mit dem ausweichen ohne abbremsen. Pylone rechts anfahren, auf 50 beschleunigen, am Punkt dann die Kupplung ziehen und mit etwas Schwung herum. Hmm, da brauchte ich schon ein paar Durchgänge und auch ein bisschen Vertrauen in das Motorrad, gerade bei den vorherrschenden Bedingungen.

 

Als nächstes Stand das gleiche Spiel an, nur mit runterbremsen auf 30 und dann ausweichen. Auch da brauchte es ein paar Anläufe bis alle Handgriffe saßen und die Lenk- und Bremspunkte richtig saßen. Weiter ging es dann dem großen Slalom, hier muss man mit gut 50 km/h durch einen längeren Slalom fahren, welcher zum Ende hin kürzer wird. Ziel ist es die ersten paar Hütchen das Motorrad in die Schräglage zu legen und bei den 7-Meter Stücken am Ende zu drücken. Auch hier brauchte es ein bisschen Übung. Mit dem legen auf dem ersten Stück war mein Fahrlehrer sehr zufrieden, nur der Anfang und das Ende brauchen noch etwas Übung, aber das ist laut Ihm nur eine Kleinigkeit die wir auch noch ausgebügelt bekommen.

 

Damit war das Thema Grundfahrübungen auch schon erledigt. Ich fuhr die Strecke dann wieder zurück und auch hier war es relativ ruhig. Das ein oder andere Mal würge ich Sie noch ab, aber das ist Übungssache und ich denke wenn ich dann bis zur Prüfung nächste Woche jeden Tag fahre habe ich das auch schnell drin. Das Gas ist halt empfindlicher als bei einem Auto und man muss schon sehr behutsam drehen um die Drehzahl zu erwischen die gerade hoch genug ist damit man Sie nicht abwürgt, aber noch so niedrig ist das man nicht mit gefühlt 5000 u/min anfährt und die Kupplung dabei ewig schleifen lässt. Wie gesagt, Übungssache :)

 

So im Großen und Ganzen war der Fahrlehrer zufrieden. Er sagte man merkt das ich durch den Roller schon etwas Erfahrung habe und das ich in die Übungen relativ fix reinkomme. Wir brachten noch schnell die Maschine zurück und quatschten noch eine Runde. Er hat zuhause noch eine SV650 stehen, die er aber jetzt gerne durch etwas anderes ersetzen möchte. Er fragte mich ob ich schon was hätte was ich verneinte. Er meinte er würde mich auf irgendwas nacktem, retro-mäßigem sehen oder einer Harley. Für Supersportler bin ich wohl wirklich nicht der Typ. Wird es halt keine "Blaue" ;)

 

Und mit diesem Fazit fuhr ich dann auch, etwas durchgeweicht, nach Hause. Die Klamotten lasse ich jetzt erst einmal trocknen, weil es morgen schon in die dritte Runde geht. Die Klamotten haben sich bei dem Wetter ganz gut bewährt. Die Jacke blieb dicht, die Hose natürlich nicht ganz. Aber die Thermounterwäsche hat da schlimmeres verhindert. Morgen soll es dann auch schon über die Autobahn und über die Landstraße gehen, wir machen da so eine Kombination die wohl auch schon Teile der Prüfungsstrecke enthalten soll. Ich freu mich schon, dann kann ich auch mal schneller als 60 fahren :cool:


23.03.2023 13:27    |    Dynamix    |    Kommentare (66)    |   Stichworte: Lappen

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Heute war es endlich soweit, nach gut einem Monat Wartezeit stand endlich die erste Fahrstunde an. Weil vor mir noch ein paar andere Fahrschüler dran waren die schon einen Prüfungstermin hatten, musste ich solange warten bis mein Fahrlehrer wieder frei war. Entsprechend saß ich jetzt die letzten Wochen auf heißen Kohlen. Da beeilt man sich mit der Theorie extra und dann dauert es doch noch ewig bis man mit der Praxis dran ist :(

 

Laut Fahrlehrer sollte man für die Praxis bis zur Prüfung einen guten Monat kalkulieren, unter normalen Umständen wohlgemerkt. Das hängt aber auch davon ab wie der TÜV noch Termine hat, wie der Fahrlehrer Zeit hat und wie der Fahrlehrer dich einschätzt. Aber das wird mir dann der Fahrlehrer nach der ersten Stunde hoffentlich sagen :)

 

Für den Tag hab ich mir dann extra einen Tag freigenommen, weil die Fahrstunden vormittags stattfinden sollten. Ich war schon gespannt wie das Ganze wird. Machen wir direkt Grundfahrübungen? Werde ich vorher probeweise durch die Stadt gescheucht? Fragen über Fragen und ich freute mich schon wie ein Schnitzel :)

 

Also hab ich mich morgens in meine komplette Montur gepellt und bin, standesgemäß, mit der Vespa zur Fahrstunde. Dort wartete der Fahrlehrer schon auf mich. Wir sind dann kurz ums Eck zur Garage gefahren. Dabei durfte ich das Fahrschulauto fahren, er wollt wohl wissen wie ich mich so hinterm Steuer mache und ob man mir das Fahrschulauto anvertrauen kann oder ob er mich als Sozia mitnehmen muss. Glücklicherweise hab ich mich schlau genug angestellt und so durfte ich bis zum Übungsgelände im Fahrschulauto hinterher. Gar nicht so einfach mit dem dicken Motorradstiefeln und den steifen Klamotten! Gefühlt bleibt man permanent beim Kuppeln mit der Stiefelspitze am Gestänge der Zusatzpedale hängen.

 

Nach einer knappen halben Stunde waren wir dann in unserer Übungsstraße, etwas außerhalb der Stadt angekommen. Viele werden jetzt wissen wollen was ich überhaupt fahren darf. Mein Fahrschulmotorrad ist eine Honda CB 650 R, eine Art moderner Cafe-Racer. Ha, passt ja zu mir :) 650 ccm, 95 PS, 6 Gänge und 202,5 kg vollgetankt sind doch mal ein Wort! :) Erst einmal gab es eine Einweisung in Sachen Bedienung. Wo sind Blinker, Hupe, Kupplung, Bremse, Abblendlicht, Fernlicht, Traktionskontrolle, Killschalter und so weiter und sofort. Dann wurde das Ganze noch kurz abgeprüft, ohne hinschauen natürlich und dann ging es auch schon mit den Grundfahrübungen los.

 

Los ging es mit dem Stop and Go. Hier sollte ich erst einmal ein Gefühl für die Kupplung bekommen, auch weil das Ganze etwas anders funktioniert als beim Auto. Das hab ich ein paar Mal gemacht, dann klappte das schon ganz ordentlich. Weiter ging es dann auch schon mit der Königsdisziplin, Schrittgeschwindigkeit fahren! Puh, dass ist echt gewöhnungsbedürftig weil man während der Fahrt permanent mit der Fußbremse und der Kupplung etwas "spielen" muss um die geforderten 5 km/h zu halten. Ich fuhr ein paar mal, mit meinem Fahrlehrer laufend daneben um mein Oval herum. Zu allem Überfluss durfte ich das Ganze dann danach auch schon im Slalom machen. Das waren so ein bisschen meine Angstaufgaben weil man ja nicht nur aufs Tempo, sondern auch darauf achten muss nicht umzufallen und die Linie soll man ja auch noch halten. Auch hier hatte ich ein paar Anläufe um reinzukommen und dann ging das auch schon ganz gut. Das ist wirklich etwas das man üben muss um ein Gefühl zu bekommen. Zwischendrin kam dann eine A1 Prüfung rein, welche dann prompt mal die Slalombahn genutzt hat die mein Fahrlehrer für mich aufgebaut hatte. Hier sollte ich eigentlich mit gut 30 km/h um die Pylone rum, aber wir haben dann erst einmal Pause gemacht und dem Prüfling zugesehen, so konnte mir der Fahrlehrer auch noch ein paar Sachen am "lebenden Objekt" zeigen :)

 

Danach war ich an der Reihe. Vor dem Slalom war aber noch die Gefahrenbremsung dran! Unsere Übungsstrecke war eine ovalförmige Straße, ein bisschen wie eine NASCAR-Rennstrecke, nur ohne die Steilkurven :D Also fuhr ich einmal rum, beschleunigte erstmal auf 40 km/h und dann einmal voll in die Eisen. Dank ABS ein Kinderspiel, beim nächsten Mal sollte ich nur noch daran denken die Kupplung zu ziehen ;) Naja, war mein erstes Mal :) Weiter ging es dann mit dem Slalom. Der erste Anlauf war schon ganz okay, aber noch ein bisschen unterhalb der geforderten 30 km/h. Nach dem Slalom ging es wieder auf die Gegengerade und jetzt wieder Gefahrenbremsung, aber dieses Mal mit 50 km/h. Dieses Mal hat alles geklappt, der Fahrlehrer war sichtlich zufrieden. Dann wieder nächste Runde Slalom, hier hatte ich die Linie zwischendrin verhauen und musste eine Pylone auslassen. Dann wieder Gegengerade, wieder Gefahrenbremsung. Joa, dass klappt schon optimal :) Im dritten Anlauf klappte es dann auch mit dem Slalom besser! Man muss die Honda mit etwas mehr Druck um die Ecken wuchten wie die Vespa, die fällt schon fast von alleine um wenn man nur ans lenken denkt. Der Fahrlehrer lobte mich und merkte an das ich keine Angst vor Schräglagen hätte und mich auch traue im geforderten Tempo das Motorrad in die Schräge zu legen. Viele Fahrschüler die das erste Mal auf einem Zweirad sitzen zieren sich da deutlich mehr.

 

Danach waren wir auch schon mit Programm für heute durch. Mein Fahrlehrer war zufrieden und ließ mich sogar in seinem Schlepptau auf dem Motorrad zurückfahren, heißt direkt in die freie Wildbahn. Was direkt auffällt: Man kann die Maschine unheimlich niedertourig fahren. 40 im 6. Gang kann ich bei allen Autos die ich bisher gefahren bin gepflegt vergessen! 30 im 3. sind ja oftmals schon hart an der Grenze zum abwürgen. So kann man, verglichen mit einem Auto, schon echt schaltfaul fahren :cool: Wenn die ganzen dusseligen Ampelphasen in der Stadt nicht wären :rolleyes:

 

Aber es macht tierisch Spaß und es ist ein schönes Gefühl die Maschine mit so wenig Gas bewegen zu können. So richtig schön feinfühlig :) Ebenso aufgefallen ist mir, dass die Honda, wenn Sie einmal ein bisschen Tempo hat, schon echt stabil läuft. Die Vespa fährt selbst bei "Vollgas" noch relativ kippelig. Danach ging es auch schon ans Eingemachte! Mein Fahrlehrer war scheinbar so zufrieden mit mir das er mich direkt zur Prüfung angemeldet hat :cool: Er sagte im Grunde kann ich alles wichtige und das wir mit den Pflichtstunden hinkommen werden. Wenn dann alles gut läuft hab ich in gut 3 Wochen den Lappen in der Tasche :cool:

 

Jetzt muss ich nur noch wieder bis zu den nächsten Fahrstunden warten, weil diese natürlich vor der Prüfung abgefahren werden. Heißt ich ziehe dann Prüfung und Fahrstunden in gut einer Woche durch und wenn ich mich gut anstelle bin ich auch schon durch :) Wünscht mir Glück ;)


23.02.2023 16:09    |    Dynamix    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: Lappen

Jetzt wo wir Torso und äußere Extremitäten abgehakt hätten, fehlten noch Hände und Füße. Legen wir los :)

 

Stiefel

 

Auch das Thema Schuhwerk sollte beim Motorrad nicht außer Acht gelassen werden. Ich sehe genug Biker, die mit einfachen Sneakern durch die Gegend eiern. Kann man machen, ist aber im Falle eines Sturzes gefährlich. Ein guter Motorradstiefel bietet nicht nur einen Abriebschutz den ein Sneaker niemals bieten kann, sondern auch Verstärkungen im Knöchel- und Versenbereich. Idealerweise ist auch ein Schienbeinschützer integriert, damit der Fuß im Falle eines Falls nicht einfach durchknickt. Auch hier gibt es alle möglichen Ausführungen. Vom sportlichen Motorradstiefel mit wenig Komfort, bis zu choppermäßigen Stiefeln mit etwas mehr Komfort. Ich denke hier entscheidet vor allem der Einsatzbereich und ob man vorhat in den Stiefeln auch mal zu laufen. Reine Rennstreckenstiefel bieten in der Hinsicht nicht viel Komfort. Werden aber wohl eher auf Trackdays genutzt und nicht um damit 3h durch die Innenstadt zu rennen.

 

Ein Kandidat sind die Kochmann Nevada. Das sind ein paar Boots im Engineer Stil welche über Verstärkungen im Knöchel und Frontbereich verfügen. Also eigentlich für meine Zwecke ausreichend. Mit gut 150€ nicht zu teuer für ein ordentliches paar Lederstiefel. Man muss bedenken das man auch für normale Straßenstiefel problemlos 200€ und mehr ausgeben kann.

Bei Polo bin ich auf die Urban Lederstiefel von Spirit Motors gestoßen. Wasserdichte Membrane, Verstärkungen für Fersen, Knöchel und Zehen, Verstärkungen fürs Schalten, Reißverschluss für leichtes An- und Ausziehen. Als Bonus sehe ich das man in solchen Schuhen notfalls auch noch ein bisschen laufen kann, wenn es mal sein muss. Mit gut 170€ auch nicht unverschämt teuer, mal davon ab das ich durch die Fahrschule noch 20% auf die Stiefel bekommen würde. Da habe ich für normale Stiefel schon mehr gelöhnt. Wenn Sie passen, werden die auch gekauft. Denke die stellen einen guten Kompromiss aus Sicherheit und Alltagstauglichkeit dar. Außerdem haben solche Stiefel immer noch den Vorteil das man ein paar mm in der Sitzhöhe gewinnt und durch die breite Sohle auch einen stabilen Stand hat ??Und aus Erfahrung kann ich sagen das solche Stiefel auch gerne mal 10-20 Jahre halten, wenn man die Dinger zumindest rudimentär pflegt und nicht mit Gummistiefeln verwechselt.

 

So stiefelte ich auch eines Tages in den nächsten Polo, nur um mit Enttäuschung festzustellen das die Stiefel vorne und hinten nicht passen. Die Stiefel sind zur Wade hin schlank geschnitten, da passe ich nicht rein. Das Problem ist hier der Reißverschluss. Bei normalen Stiefeln hat man hier für gewöhnlich relativ elastisches Leder, ist in dem Falle aber kontraproduktiv. Die Folge: Meine Waden sind zu kräftig für die Stiefel und ich bekomme die Stiefel nicht zu. Also doch eher was in Richtung knöchelhoher Stiefel. Da hatte mein Polo aber auch nix passendes im Angebot. Also musste, mal wieder, das Internet herhalten. Dort habe ich mich dann für den Held Nashville II entschieden. Der sieht gut aus, hat den Knöchelschutz und passen sollte der auch, da er nicht mit meinen Waden in Konflikt gerät. Wanderte also auf meine Einkaufsliste.

 

Handschuhe

 

Auch ein wichtiges Extra an dem man nicht sparen soll. Bei einem Sturz versucht man instinktiv sich mit den Händen abzustützen! Was passiert, wenn man die falschen Handschuhe oder sogar gar keine trägt? Richtig, man raspelt sich schön die Haut am Asphalt weg. Das möchte wohl niemand erleben. Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Modelle. Die einen mit dickerem Material an den typischen Schleifstellen, andere mit eingearbeiteten Protektoren. Auch hier darf der Einsatzzweck wieder entscheiden. Wer viel auf die Rennstrecke und damit in Sachen Tempo oft ans Limit geht sollte auch hier das Beste nehmen, was er bekommen kann. Ich hatte mir für die Vespa zwar schon mal ein paar Handschuhe besorgt, diese haben aber keine Protektoren oder ähnliches. Bei maximal 45 km/h wohl auch nicht oberste Priorität, da ging es mehr darum zwischen Fingern und Asphalt noch eine Schicht zu haben die im Notfall was wegstecken kann. Auch hier habe ich mal ein wenig herumgeschaut. Sowas wie die Vespahandschuhe wäre schon ganz nett, nur eben mit entsprechenden Protektoren. Hier hatte ich jetzt wieder etwas mehr Auswahl.

 

Auch hier bin ich wieder bei Held hängengeblieben. Die Held Hamada in braun hatten es mir ganz angetan. Das Obermaterial besteht aus Kunstfaser, die Abriebflächen sind aus robustem Ziegenleder. Sicherheitstechnisch gibt es einen Knöchelschutz und einen speziell ausgepolsterten Handballenschutz. Preislich lägen wir da bei ca. 85€ UVP. Nicht zu übertrieben, wie ich finde.

Der nächste in der Riege wäre der Held Burt. Der geht optisch in eine ähnliche Richtung und ist für um die 70€ zu haben. Hier besteht das Obermaterial komplett aus Ziegenleder. Auch hier gibt es Schutz für Knöchel und Handkanten. Dazu ist hier ein Visierwischer integriert.

 

Kandidat Nummer 3 sind die Broger California. Die gefielen mir auch gut und bieten vom Material einen Mix aus Rinds- und Känguruleder, sowie einem stützenden Stahlgeflecht. Da macht man sicherlich auch nicht viel falsch. Preislich liegt man hier auch im Bereich um die 70€. Leider zum Zeitpunkt der Recherche überall nur noch in XS und X verfügbar und ich glaube ich habe L oder so :D

 

Als vierten Kandidaten habe ich mir noch die Richa Bobber aufgeschrieben. Die passen sicherlich auch gut zur Jacke und bietet auch ansonsten die wichtigsten Features wie extra Schutz für Handballen, sowie einen Fingerknöchelprotektor der gleichzeitig hinterschäumt ist. Dazu perforiert, was im Sommer sicherlich nicht verkehrt ist. Preislich schlägt der Bobber mit knapp 90€ zu Buche.

Ein sehr ähnlicher Kandidat sind die Richa Custom. Von den Features so ziemlich dasselbe wie der Bobber. Preislich liegt dieser bei knapp 70€, auch hier gibt es dank der Fahrschule wieder 20%. Ich denke hier darf die Passform entscheiden, weil ich bei allen Kandidaten in Sachen Sicherheit keinen großen Abstrich machen muss.

 

Problem allerdings auch hier wieder. Vor Ort hat die Handschuhe keiner in meiner Größe. Kann doch nicht wahr sein, jetzt hab ich schon so viele Alternativen ausgesucht und keine ist verfügbar :rolleyes: Naja, wenigstens konnte ich so noch einmal meine Handschuhgröße bestätigen. Ne halbe Nummer größer als bei den Vespa-Handschuhen passt auch ganz gut.

 

Ihr ahnt es, auch hier musste das Netz wieder herhalten. Auch hier habe ich gesucht und auch hier waren meine Kandidaten nicht mehr in allen Größen verfügbar. Also musste ich mir hier wieder eine Alternative überlegen. Hängen geblieben bin ich dann beim Trilobite Cafe. Die gibt es auch im schicken braun, haben ein abriebfestes Leder, haben die nötigen Protektoren integriert und im Gegensatz zu den anderen Kandidaten ist hier noch einmal eine Aramidschicht ins Futter genäht. Weiß jetzt nicht ob das nötig ist aber haben ist besser als brauchen. Und weil ich die Schuhe auch bestellen musste, hab ich das in einem Abwasch mit den Handschuhen erledigt. Preislich waren die Trilobite auf gut 62€ runtergesetzt und so bin ich bei Handschuhen und Schuhen bei meinem gesteckten Budget von gut 200€ rausgekommen. Passt! :)

 

Die obligatorische Woche später war der Kram dann auch da. Die Handschuhe passen wie angegossen, da wackelt nix! Hätte ich die in der Zwischengröße der Vespa-Handschuhe bestellt wäre es eng geworden. Da war es gut das ich ne halbe Nummer größer bestellt hatte, da ich schon befürchtet hatte das die Protektoren die Sache etwas enger machen. Danach waren die Stiefel dran. Wow, die wirken doch was größer als gedacht. Vor allem haben die Dinger echt ne dicke Sohle. Mit den Dingern gewinne ich locker noch ein paar cm auf dem Bike! Von der Größe hätte ich unter Umständen noch eine Größe kleiner bestellen können, aber wer weiß ob die dann nicht wieder zu eng gewesen wären. Grundsätzlich sitzen Sie gut und man merkt auch das die etwas steifer sind als vergleichbare Straßenschuhe. Auffällig ist auch das der Schaft etwas höher geht als vergleichbare Schuhe. Da sind noch ein paar cm Schuh über den Knöcheln :)

 

Und damit ist meine Grundausstattung komplett :cool:

 

Nierengurt

 

Etwas das man bei keiner ernsthaften Schutzausrüstung vergessen sollte, ist der Nierengurt. Der Nierengurt ist so ein Teil das viele Motorradfahrer vergessen und auch ich muss gestehen das ich diesem Teil Anfangs kaum Bedeutung beigemessen habe. Aber es gibt gute Gründe diesen nicht zu vergessen!

 

Dem Nierengurt werden mehrere Funktionen zugeschrieben. Einer davon ist der Schutz vor Fahrtwind, denn ursprünglich stammt dieser noch aus einer Ära in der Hose und Jacke separat getragen wurden und Motorradkombis noch nicht verbreitet waren. Durch die bessere Isolation vor dem Fahrtwind soll Muskelverspannungen vorgebeugt werden die sonst zu einem verkrampfen führen können. Nicht sehr angenehm wenn man auf seinem Bike tendenziell sportlicher, also gekrümmter sitzt. Weiterhin schützt es die untere Körperregion, welche empfindlich gegenüber Zugluft ist wie beispielsweise die Blase.

Weiterhin stützt er den unteren Rücken ab und entlastet diesen damit spürbar. Dadurch lässt sich Schmerzen und Verspannungen vorbeugen, dazu gibt dies ein gutes Gefühl beim Fahren wenn der Rücken entlastet wird und der Körper ermüdet weniger schnell. Das allein sind schon gute Gründe sich einen Gurt zu kaufen und vom monetären Standpunkt aus gesehen muss man für das Ding nicht mal viel Geld anlegen. Je nach Einsatzzweck kostet so ein Gurt gerade mal 10€, wer es wintertauglich braucht mit integrierter Heizfunktion und so weiter kann auch deutlich mehr anlegen. Aber für die Sommersaison reicht ein relativ dünnes Exemplar.

Da werde ich mich mal im Laden beraten lassen, da die Auswahl hier so riesig ist und die auf den ersten Blick alle das selbe tun.

 

Verbindungsreißverschluss

 

Idealerweise haben Motorradhose und Jacke einen zueinander kompatiblen Reißverschluss. Da aber meine Held Hose keinen Reißverschluss hat, muss es hier ein Adapter tun. Glücklicherweise gibt es hier bei den gängigen Herstellern Lösungen. Held, sowie Richa bieten für Ihre Motorradjacken Verbindungsreißverschlüsse an, die einmal an der Jacke befestigt werden und dann mit dem Gürtel verbunden werden. Dadurch das der Gürtel eh schon in der Schlaufe der Hose steckt, wird das Ganze so relativ stabil gehalten. Dadurch gehen Hose und Jacke eine stabile Verbindung ein und die Hose rutscht auch nicht so schnell :) Kam dann natürlich auf meine Einkaufsliste :cool:

 

So stiefelte ich eines Tages mal wieder zu Polo. Den Jackenverbinder habe ich noch gefunden, aber bei dem Nierengurt brauchte ich dann doch etwas Beratung. Die Dinger gibt es in so vielen Größen, Formen und Preisklassen das ich keine Ahnung habe was für meine Zwecke eigentlich ausreicht. So ließ ich mich vor Ort beraten, probierte 1-2 Gurte an und dann hatten wir schon einen der passte :) Geworden ist es jetzt einer von FLM. Den Verbindungsreißverschluss habe ich dann schon einmal an der Jacke befestigt, dann muss ich hier später nur noch den Gürtel durchziehen und der Spaß hält :) Alle Male unauffälliger als die Hosenträger die andere Biker so tragen.

 

Falls sich jetzt noch jemand gefragt haben sollte, was mit dem Helm ist:

 

Da hatte ich mir letztes Jahr schon einen neuen für die Vespa gekauft. Da der Fahrlehrer den Helm gleich mal 200€ teurer eingeschätzt hat als er ist und meinte der wäre für die Vespa ja schon was übertrieben, scheint mein Caberg zumindest von der Fahrschule schon einmal abgesegnet zu sein :cool: Und da ich damals schon auf einen hohen Sicherheitsstandard geachtet habe und der Duke II beim Schlagtest auch deutlich teurere Konkurrenten geschlagen hat, mache ich hier auch auf dem Motorrad keinen Kompromiss bei der Sicherheit. Maximal beim Komfort was Windschutz und so weiter angeht, aber das werde ich dann später schon feststellen. Für die Fahrstunden wird es definitiv reichen! Sollte sich da im Laufe der Monate herausstellen das ich da doch was Besseres möchte, kann ich da immer noch was neues kaufen. Für die Fahrstunden brauche ich wie gesagt erstmal keinen neuen Helm. Und damit wäre meine erste Motorradausstattung auch schon zusammen :cool:


21.02.2023 15:44    |    Dynamix    |    Kommentare (50)    |   Stichworte: Lappen

PrüfungPrüfung

Einige werden sich vielleicht wundern:

 

Hat der nicht im letzten Artikel geschrieben das er bis März auf den Termin warten muss? Tjoa, davon bin ich auch ausgegangen, bis ich gestern Abend aus Spaß noch einmal ins Portal geschaut habe. Wow, ein Termin für den 21.02? Früh? Relativ in meiner Nähe?! Muss ich haben!

 

Mein Glück war das ich den Termin noch bekommen habe, bevor mir diesen jemand anders wegschnappen könnten. Dadurch habe ich also mal eben 3,5 Wochen Wartezeit gespart. Ein nicht zu unterschätzender Zeitvorteil, auch weil das Wetter jetzt schon warm und trocken genug ist als das man die ersten Stunden fahren könnte. Und selbst wenn nicht, laut Fahrschule fangen die für gewöhnlich immer zum 01.03 an wenn das Wetter passt. Zumindest trocken soll es die nächsten paar Wochen bleiben! Für den Rest kann man sich warm genug anziehen.

Gut genug vorbereitet war ich. Ich hatte alle 1035 Fragen aus dem Programm mindestens 3 mal durchgeackert. Das macht 3105 beantwortete Fragen. Da in den 70 Bögen nicht alle Fragen drankamen, habe ich hier einige Fragen sogar noch öfter gemacht. Alleine die Bögen ergäben 6.300 beantwortete Fragen. Plus noch die nicht beantworteten Fragen die ich dann manuell jeweils 3 mal nachgearbeitet habe. Wenn ich jetzt nicht auf die Theorie vorbereitet bin, wann sonst? Jetzt muss ich mich schon extrem dämlich anstellen oder vor Nervosität alles vergessen was ich mir die letzten 2 Monate reingepaukt habe. Aber ich bin zuversichtlich!

 

Am Vorabend noch einmal alles zusammengesucht was ich brauchen könnte:

 

  • Brief mit Bescheinigung das ich zur Prüfung zugelassen bin? Check!
  • Kontoauszug als Nachweis der Überweisung? Check!
  • Personalausweis? Check!
  • Ausbildungsvertrag der Fahrschule? Check!
  • Nachweis das ich meine Stunden abgesessen habe?
Ist zumindest aus meiner App ersichtlich. Wobei mich nach sowas noch nie jemand gefragt hat.

 

Das sollte hoffentlich ausreichen. Ein kurzer Check im TÜV-Portal bestätigte auch das die Zahlung bereits eingegangen ist. Zumindest das sollte sicher sein. Also heute morgen unheilig früh aufgestanden um die Frau noch rechtzeitig zur Arbeit zu bringen und dann ab zur Prüfung in die nächste Stadt. Wartemarke gezogen, gewartet, gewartet, gewartet bis ich dann schlussendlich dran war. Bei der Kontrolle der Unterlagen meinte der Typ am Schalter dann da würde die Ausbildungsbescheinigung der Fahrschule fehlen. Bitte was?! Ja, da wäre nix online hinterlegt und einen Wisch hätte ich ja auch nicht dabei. Ich hatte nur den Nachweis in der App der Fahrschule das ich alle Stunden abgesessen hatte, aber "damit könne er nix anfangen". Ich könne ja kurz bei der Fahrschule anrufen und das klären. Nein, kann ich nicht. Wir haben 8 Uhr morgens und die Fahrschule macht erst in frühestens 4 Stunden auf du Scherzkeks :rolleyes:

 

Damit war der Tag für mich erst einmal gelaufen. Zuhause angekommen habe ich dann versucht die fehlenden Stunden Schlaf von der Nacht davor nachzuholen, konnte seit 4 Uhr nicht mehr schlafen. Dann kurz vor der Öffnungszeit der Fahrschule wieder aufgestanden und angerufen. Ehm ja, können Sie online an den TÜV übertragen. Ja, ich bitte drum. Joa, wäre damit erledigt. Warum nicht direkt so? Die erforderlichen Stunden habe ich nicht erst seit gestern voll, sondern seit 3 Wochen........

 

Danach wieder in dem Portal des TÜV nach einem neuen Termin gesucht und was sahen meine müden Augen? Termin in gut 1,5 Stunden in gut 50 km Entfernung. Kurz gecheckt ob das machbar ist. War es! Da ich heute zum Glück noch Urlaub habe, schwang ich mich direkt wieder hinters Steuer und fuhr zur Prüfung. Gut 45 Minuten später war ich da. Das Gebäude war gar nicht so leicht zu finden weil das hier keine Prüfstelle ist sondern irgendein unscheinbares Haus in dem der TÜV sich in den Keller eingemietet hat. Dieses Mal hatte man den Nachweis zum Glück bekommen. Also konnte ich die Prüfung doch noch antreten. Also rein in den Prüfungsraum, nochmal kurz den Ausweis kontrolliert und dann wurde mir ein Rechner zugewiesen.

 

Dann noch kurz das Tutorial angeschaut und dann auch schon meine Fragen bekommen. Durch den Vorbesitz Klasse B musste ich nur noch 20 statt der 30 Fragen beantworten. Dafür darf ich statt der 10 Fehlerpunkte auch nur noch 5 haben. Die Fragen habe ich relativ schnell beantworten können. Nach nicht einmal 10 Minuten war ich durch und da war nochmal die Kontrolle dabei ob ich auch alles richtig angekreuzt habe. Jetzt folgte die Stunde der Wahrheit! Ich klickte auf Abgabe und der Computer zeigte mir das Ergebnis an:

 

Bestanden! :cool:

 

Da fiel mir dann doch einiges an Stress von der Schulter. Heißt ich muss keine Theorie mehr pauken, keinen Terminen beim TÜV hinterherrennen, mir keine Gedanken mehr darum machen WO ich die Prüfung mache und vor allem bin ich das Schreckszenario los das die Prüfung erst in 1-2 Monaten stattfindet. Damit hatte ich den theoretischen Teil hinter mir :) Jetzt muss ich nur noch den Wisch in meiner Fahrschule abgeben der bescheinigt das ich bestanden habe. Und damit folgt ab jetzt der spaßige Teil! :cool:

 

Jetzt muss ich mich mal mit meiner Fahrschule bezüglich der weiteren Planung zusammensetzen. Auch weil die Terminfindung für die Praxis die nächste große Herausforderung wird! Aber das muss dann jetzt die Zeit zeigen. Meines Wissens kann ich den Praxistermin nämlich nicht selber buchen.


08.02.2023 12:39    |    Dynamix    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: Lappen

Liebes Tagebuch,

 

es war soweit, meine letzten Theoriestunden standen an. Eigentlich wollte ich diese schon letzte Woche gemacht haben, aber da ist mir eine Dienstreise dazwischen gegrätscht. Aber die paar Tage machen den Kohl nicht fett, ich höre eh in zwei Wochen, frühestens, vom Amt. Heute war verdammt viel los und der kleine Unterrichtsraum platzte aus allen Nähten. Am Ende waren wir bestimmt um die 25 Leute, dass ist eine ganze Schulklasse! :eek: Thematisch ging es heute um die persönlichen Voraussetzungen zum führen eines Fahrzeuges.

 

Hier kommen dann all die Klassiker die zu Unfällen führen. Aus dem Grund wiederholt sich hier auch in Stunde zwei einiges von dem was in Stunde eins durchgekaut wird. Aber fangen wir an. Zuerst ging es um die körperlichen Voraussetzungen. Also die Voraussetzungen die erfüllt sein müssen mit denen man überhaupt erst ein Fahrzeug führen darf. Der Körper sollte beispielsweise in guter Verfassung sein. Mit offenem Bruch fahren ist beispielsweise nicht so smart ;) Drogen, Alkohol oder andere Substanzen welche die Fahrfähigkeit beeinflussen sind natürlich tabu. Dabei ging es darum wie die Substanzen die Fahrfähigkeit beeinflussen. Da sprechen wir dann über Dinge wie eingeschränkte Sicht oder anderweitig getrübte Sinne bis hin zu Halluzinationen oder Wahnvorstellungen, ausgelöst durch Drogen. Es ging aber auch um die Folgen von Alkoholfahrten und die Selbstüberschätzung die oftmals damit einhergeht. Gerade bei Fahranfängern sind die Gesetze hier sehr streng.

 

Aber auch vergleichsweise harmlose Faktoren können die Fahrfähigkeit stark einschränken. Der Klassiker ist Müdigkeit. Hier wurde dann ein ganz witziges Video gezeigt, welches ich euch nicht vorenthalten möchte. Erinnert mich ein bisschen an Extra 3 :D

 

 

 

 

Das Video zeigt aber ganz gut wie Menschen bestimmte Dinge runterspielen, obwohl die richtige Antwort auf der Hand liegt. Danach ging es um das Thema Ablenkungen in Form von Kurznachrichten, prominentestes Beispiel hier natürlich WhattsApp. Hier haben wir mal einen Test gemacht und zwei Probanden für zwei Minuten permanent Nachrichten schreiben lassen. Dabei ging es darum aufzuzeigen wie viele Sekunden von den zwei Minuten der Proband auf das Display und weg von der Straße schaut. Am Ende kam der Proband auf eine Ablenkungsquote von 60 Sekunden, also 50%. Gehen wir in dem Falle mal von einer Geschwindigkeit von, moderaten, 100 km/h auf der Autobahn aus, dann ist der Fahrer innerhalb der 2 Minuten für 1,8 km im absoluten Blindflug unterwegs. Denkt mal drüber nach.........

 

Als Nächstes ging es um menschliche Faktoren wie Ablenkung durch Stress bzw. Emotionen generell. Man muss sich immer bewusst machen welche Auswirkungen Emotionen auf das eigene Fahrverhalten haben. Wer kennt das nicht? Vor einem zieht mal wieder einer mit 50 km/h vom Beschleunigungsstreifen auf die rechte Spur, irgendein Depp bremst einen aus oder man wird beim überholen von jemandem genötigt der meint man selbst wäre zu langsam. All das kann dazu führen das man sich aufregt, was dann zur Folge hat das man selber aggressiver fährt. Aber auch andere Emotionen können Einfluss auf die Fahrweise haben. Trauer, Angst, ja sogar Freude haben Einfluss. Damit hätten wir auch schon die Brücke zu einem Thema aus der zweiten Stunde geschlagen, Gefahrensituationen und wie man darauf reagiert. Beispiel sind da eben der klassische Drängler oder Leute die sich beim überholen verschätzen und einen dann noch schnell schneiden um nicht in den Gegenverkehr zu rauschen. Hier sind wir dann wieder beim Punkt wo man für andere Verkehrsteilnehmer mitdenken soll, die Punkte kommen ja auch gerne in den Prüfungen vor.

 

Als letztes ging es dann um das Thema Selbsteinschätzung. Der Einstieg bildete die Frage wie wohl der typische deutsche Autofahrer charakterisiert werden kann. Interessanterweise kam bei einer Untersuchung heraus das aggressiv in diesem Falle das Wort der Wahl ist mit dem der deutsche Durchschnittsfahrer charakterisiert werden kann. Wenn man sich die ganzen Beispielfragen aus den Bögen mal ansieht, wagt man kaum zu widersprechen. Ansonsten wurden in Stunde zwei noch die Themen Alkohol und Stressfaktoren wiederholt. Es wird schon seinen Grund haben warum das die ersten Themen sind die im Unterricht besprochen werden und warum man das eben in Stunde zwei auch noch einmal durchgeht. Auch wenn die Themen durchaus ernst waren, so war das Ganze durch die Teilnehmer relativ kurzweilig und mit Spaß lernt es sich immer noch am besten :)

 

Und damit sind meine Pflichtstunden komplett abgehakt, jetzt kann ich mich komplett auf das Bögen pauken konzentrieren. Apropos, hier der aktuelle Zwischenstand:

 

60 von 70 Bögen 3x durchgeackert

 

845 von 1035 Fragen schon mal irgendwie in den Bögen durchgearbeitet

 

783 von 1035 Fragen mindestens 3 mal richtig beantwortet


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 16.03.2021 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Wer war´s?

Dynamix Dynamix

Ivar, Ivar!Shelving unit!


Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, aber meine Technikliebe erstreckt sich eigentlich auf alles was Räder hat, also auch Zweiräder, egal ob mit oder ohne Motor :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

La macchina nera: Geschichten um die Wiederauferstehung meiner Vespa ET4 50

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen, eigene Gedanken oder einfach nur anderes Zeug an dem ich irgendwie geschraubt habe :D

 

Enjoy your stay!

 

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