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15.04.2012 13:40    |    dodo32    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: BMW, Diverses, Oldtimer, Youngtimer

Hallo Zusammen!

 

FrontFrontAm vergangenen Donnerstag war ich seit einiger Zeit endlich mal wieder beim Forenkollegen Iller-Racing zu Besuch. Man kennt sich bald 16 Jahre – wie die Zeit vergeht....

Ich erinnere mich noch gut, an eine der ersten Begegnungen. Ein silberner M 535i der Baureihe E12 stand damals im Hof eines Bekannten und brabbelte im Leerlauf genüsslich vor sich in. Das Ding blubberte und schmatzte aus den Endrohren, dass es eine Freude war – den Klang hab ich noch heute in den Ohren. Das Highlight: ich durfte eine Runde mitfahren! Seit diesem Tag, hat der E12 einen Platz in den Top 10 der Autos, die ich gerne einmal fahren würde.

 

HeckHeckIller-Racing besitzt das besondere Talent, immer wieder diverse Schätze aus Scheunen, Nachlässen oder sonstigen Quellen „auszugraben“. Seit vielen Jahren ist er spezialisiert auf die Baureihen E9, E12, E21, E 30 und E 28 aus dem Hause BMW.

Fragen zu Ausstattungsvarianten, Motorisierungen, Schwachstellen, Bezugsquellen oder von Ersatzteilen – stets gibt es fach- und sachkundige Auskunft! Für mich freilich nur interessehalber, jedoch wissen auch diverse Insider das Fachwissen rund um die genannten Baureihen zu würdigen.

 

SeiteSeiteEinen dieser Schätze durften meine Lebensgefährtin und ich an besagtem Donnerstag etwas genauer unter die Lupe nehmen. Einen BMW 528i der Baureihe E12!

Es handelt sich um ein Fahrzeug, dass sein aktives Autoleben in Frankreich verbrachte. Nur rund 138.000 Kilometer sind abzulesen und auch der Zustand des Wagens unterstreicht die authentizität dieser Zahl. Freilich hat der Zahn der Zeit eine gewisse Patina hinterlassen, jedoch ist es genau das, was den besonderen Flair dieser Begegnung ausmachte.

 

FensterheberFensterheberDer Wagen wurde 1977 als eines von insgesamt 722.435 Exemplaren an den glücklichen Käufer ausgeliefert. Als Besonderheit lassen sich die elektrischen Fensterheber und die Klimaanlage hervorheben. Zur damaligen Zeit keine Selbstverständlichkeit! Es sollte schließlich noch bis weit in die 90er Jahre hinein dauern, bis sich diese Gimmicks zu einem gewissen Standard etablierten.

 

TriebwerkTriebwerkAls Motorisierung wurde vom Erstbesitzer ein Sechszylinder Einspritzmotor mit 2,8 Liter Hubraum und 177 PS gewählt. Interessant ist auch, dass der Wagen mit einem Viergang Getriebe ausgeliefert wurde. Im höchsten Gang wird der 5er damit bei Bedarf über 200 km/h schnell! Das war damals eine ganze Menge insbesondere im Hinblick auf die barocke Form der Karosserie. Zum Vergleich: ein 2012er Passat TDI mit 140 PS und 400 Kilo Mehrgewicht, ist mit exakt der gleichen Höchstgeschwindigkeit angegeben: 208 km/h.

 

NiceNiceSehr schön anzusehen ist auch die Karosserie des E12. Chrom ziert Scheibenrahmen und Seitenleisten. Auch der linke Außenspiegel sticht ins Auge, insbesondere weil das rechte Pendant nicht vorhanden ist. Auch der Innenraum gibt sich für heutige Verhältnisse eher spartanisch. Lenkrad, Tacho, Drehzahlmesser und ein Schaltknauf. Dazu noch 3 Pedale und während ich mir das so ansehe, denke ich mir im Stillen, was braucht der puristisch veranlagte Autofahrer mehr?

 

VolantVolantIller-Racing sieht das ähnlich und startet erst einmal den Motor. Einige Umdrehungen des Anlasser und der M30 Motor erwacht brummelnd und fauchend zum Leben. Ja, so gefällt das. Das Laufgeräusch signalisiert Kraft und Dynamik, der Auspuff brabbelt seinen Beitrag aus dem Doppelrohr Endtopf unüberhörbar in die Runde der versammelten Werkstattbesucher. Es schnuffelt nach unkatalysierten Abgasen und meine Stimmung hebt sich augenblicklich.

 

BlutsbrüderBlutsbrüderUnter der Motorhaube fällt eine Plakette ins Auge, die das Fahrzeug als ein französisches Modell ausweist. Freilich leistet auch der stetig drehende Lüfter seinen Anteil am unverkennbaren Laufgeräusch dieser BMW Motoren. Meines Wissens wurde der Viskolüfter erst beim Nachfolgemodell E28 verbaut. Ich vermute das, weil auch der vor einiger Zeit inspizierte M 535i dieser Baureihe über ein starres Exemplar verfügte. Wer mehr dazu sagen, nur zu.

 

323i323iEs ist kalt draußen, der Wind pfeift um die Ecke und wir verlagern unsere kleine Zeitreise in die Werkstatthalle. Auf der Hebebühne fällt mir ein 323i der Baureihe E21 ins Auge. Ein 79er Modell mit nur 99.000 Kilometern Laufleistung. Der Wagen wurde im Internet für 4.700 Euro als „gut erhaltenes“ Exemplar angeboten und der jugendliche Käufer schlug bedenkenlos zu.

 

AirborneAirborneLeider musste Iller-Racing den stolzen Eigentümer enttäuschen. Als gelernter Karosseriebauer fällte der Kollege ein vernichtendes Urteil: Rost an den A-Säulen, Durchrostungen am Unterboden, Rahmenträger angefressen und auch die Schweller haben ihre besten Tage hinter sich. Ein Fall für den Verwerter? Mitnichten! Das Fahrzeug wechselte erneut den Besitzer und wird nun von Iller-Racing in mühevoller und zeitraubender Arbeit wieder instandgesetzt.

In mittlerweile über 15 Arbeitsstunden wurden etliche Schweißarbeiten durchgeführt und der 3er befindet sich auf dem Weg der Genesung. Lassen wir uns überraschen, wie das Endergebnis aussieht!

 

CockpitCockpitWir sind am Ende unseres kleinen Rundgangs angekommen und besichtigen noch rasch einen in der Halle abgestellten 535i. Auch ein schöner Wagen aber leider unverkäuflich. Der Besitzer, selbst passionierter BMW Mechaniker, kann sich nicht trennen. Nachvollziehbar, wenn man den 5er näher unter die Lupe nimmt.: Ledersitze, M-Technik Sportlenkrad, Shadow-Line und 218PS – wer würde sich davon schon gerne trennen?

 

1313Wer weiterführende Informationen zu den Fahrzeugen wünscht, kann diese gerne hier im Artikel stellen. Iller-Racing schaut gelegentlich herein und beantwortet diese sicherlich gerne. Vielleicht entstehen ja auch neue Kontakte zu anderen Fahrern klassischer BMW.

 

1414Ich selbst werde mich wohl nicht in die Reihe der Eigentümer der Fahrzeuge mit weiß-blauem Propeller einreihen. Man kann nicht alles haben im Leben, und das muss auch nicht sein. Und so lange es Menschen gibt, die diese wundervollen Automobile am laufen erhalten, hab ich immer wieder meine ganz persönliche Freude, diese bei Kippchen und Kaffee zu bewundern!

 

Grüße

-dodo-

 

15151616DrehzahlmesserDrehzahlmesserPlakettePlakette1919202021212222535i535i:-):-)525i525i


08.04.2012 11:35    |    dodo32    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Diverses

motormotor

Hallo Zusammen!

 

Als ich gestern emsig meinen Kabelbaum verlegt habe, kam ich nebenher etwas ins Grübeln. Genauer gesagt, ich hab mein Nockenwellenrad gesehen und musste schmunzeln. Da war doch was....., aber dazu gleich mehr.

 

Mich würde interessieren, was waren Eure größten Missgeschicke beim Schrauben oder Momente, bei denen Ihr den sprichwörtlichen „Wald vor lauter Bäumen“ nicht gesehen habt.

 

Um ein Beispiel zu liefern, fange ich mal an:

 

Mitte 2011 war am Golf ein neues Nockenwellenrad fällig. Ich hatte mir ein einstellbares eingebildet aber das, was ich hatte, eierte und ich hab 2 Zahnriemen gebraucht bis ich den Fehler eingekreist hatte. Problem erkannt, Problem gebannt – neues Nockenwellenrad bestellt. Soweit so gut. Alles auf OT, Zahnriemen entspannen, Zahnriemen runter, Nockenwellenrad runter und alles mit neuem Riemen und neuem NW-Rad wieder zusammengesteckt.

 

So, hab ich gedacht, nur noch spannen. Also das Spezialwerkzeug angesetzt, im Uhrzeigersinn gedreht und..., verdammt! Die Kurbelwelle hat sich verdreht. Ok, kann passieren. Also nochmal: Spezialwerkzeug ansetzen, im Uhrzeigersinn die Spannrolle gedreht und...., VERDAMMT und EINS! Schon wieder verdreht sich die Kurbelwelle. Gibt’s doch gar nicht..., also nochmal. Das gleiche wieder und wieder und wieder und wieder.... :o

 

Irgendwann, nach gut 40 Minuten, hab ich mir dann ne Kippe angesteckt und mir überlegt: wie Dumm muss einer sein, der nicht einmal den Zahnriemen gespannt bekommt ohne dass sich die Kurbelwelle verdreht...? Das gibt’s doch gar nicht! :mad: Also Kippe aufgeraucht und auf die gloreiche Idee gekommen einfach die KW etwas zu verdrehen um den Missstand auszugleichen. Gedacht, getan und siehe da: es geht immer noch nicht! :o Jetzt war „gutes Rad“ teuer. Zahnriemen einfach spannen, auf die nächste Wiese fahren und anzünden die Scheißkarre? Die Böcke aus dem Keller holen, aufbocken und endgültig zerlegen? Was könnte man noch tun...., aaaah, den Kollegen sony8V anrufen! :)

 

Ich hatte Glück, der Kollege war erreichbar und wir sind die ganze Liste durch. Haste dies gemacht: Ja! Haste jenes gemacht: Ja! Verdreh doch mal die Kurbelwelle...: Hab ich auch schon probiert...

 

Etwas entnervt habe ich das Gespräch dann abgebrochen und gesagt ich melde mich gleich noch einmal, wenn ich alles erneut zerlegt und wieder zusammen habe. So geschehen, 30 Minuten später wieder angerufen und großer Kriegsrat..., gibt’s doch gar nicht!!!!

 

Auf einmal dann die Erleuchtung seitens Sony: „Äähm, dodo...“ ; „Ja sony?“ ; „Du hast doch ein einstellbares Nockenwellenrad...“ ; „Jo, so wie das vorherige auch, nur dass dieses nicht eiern sollte“ ; „..dodo, warum gleichst Du das nicht einfach mit dem Nockenwellenrad aus....?“ ; „...öööhm ja, eigentlich hast Du Recht, ich meld mich gleich noch einmal....“

 

Lange Rede: nach gut 2 Stunden hatte ich dann endlich den Riemen gespannt, ohne dass sich die Kurbelwelle verdreht hat. Das hat mich irgendwie an die Momente erinnert, in denen man seine Sonnenbrille sucht und sie direkt vor sich auf der Nase hat. :D

 

So, nun würden mich mal Eure Erlebnisse interessieren. Dinge die Ihr schon x-mal gemacht habt und auf einmal geht gar nichts mehr....

 

Grüße

-dodo


01.04.2012 17:25    |    dodo32    |    Kommentare (63)    |   Stichworte: Golfiges :-)

Hallo Zusammen!

 

bild-1bild-1Wie einige von Euch wissen, hatten der Kollege Sony und ich meinen Golf vergangenen Oktober auf 4 Böcke gestellt und den Motor ausgebaut. Die Schweller wollte ich mir ansehen, den Motorraum etwas aufhübschen und das sollte es dann auch gewesen sein. Aber es kommt meistens anders, und dann auch noch, als man denkt.

 

bild-2bild-2Voller Tatendrang fing ich an! Ölwanne weg, abschleifen, grundieren, lackieren. Das gleiche mit der Quertraverse und dem vorderen Motorhalter. Rasch noch einen Ölhobel bestellt, Edelstahlschrauben und das ganze auf dem Motorständer wieder zusammengebaut. Die Vergaser wurden bei dieser Gelegenheit auch demontiert um diese in der warmen Wohnung in Ruhe inspizieren zu können. Neue Dichtungen hier und das stilllegen der Choke's dort, habe ich nebenher erledigt und die Vergaser dann trocken und staubfrei im Schrank eingelagert.

 

bild-3bild-3Nun konnte es an den ersten Schweller gehen. Winkelschleifer besorgt, Zopfbürsten, Drahtbürsten, den Heizofen angeworfen und los! Bischen laut, bischen unbequem in der engen Garage, aber es ging ganz gut voran...., bis zum ersten Loch. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Wo ein Loch ist, kann das nächste nicht weit sein hab ich mir gedacht und den linken Kotflügel auch noch demontiert. An der Stirnseite war die Geschichte schon ordentlich angerostet also hab ich alles brav weggeschliffen. Somit offenbarten sich 2 weitere kleine Löcher.

 

bild-4bild-4Da waren sie wieder meine 3 Probleme: Ein Golf mit Löchern, kein Schweißgerät und vor allem keinen Starkstrom. Anruf bei sony 8V: „Houston, wir haben ein Problem!“. Nach einigem hin und her sind wir zu der Erkenntnis gekommen dass die Anschaffung eines Schweißgeräts im jetzigen Stadium durchaus Sinn macht – wer weis wie die andere Seite aussieht. Dass man um Karosserieblech zu verschweißen keinen Starkstrom braucht, habe ich bei dieser Gelegenheit auch gleich noch gelernt. Ich habe mir für ein Komplettset von Güde entschieden. Mit elektronischem Schweißschirm, Handschuhen etc.

 

bild-5bild-5Zum Glück hatte ich Mitte 2011 bei sony einen kleinen Schweißkurs für Einsteiger belegt, also konnten wir via Telefon und Laberblog gemeinsam eine gute Grundeinstellung von Drahtvorschub und Power erreichen. Das erste Blech war rasch gebogen, eingeschweißt und verschliffen. Das kleine Loch weiter vorne habe ich mit einem Ministück Blech zugebrutzelt.

 

bild-6bild-6Dann ging es an die andere Seite...., und dann war schnell klar, dass sich das Gerät gelohnt hatte. Der Golf 2 hat am Unterboden diverse Gummistopfen um die Schweller mit Wachs fluten zu können. Das entfernen des ersten Stopfens offenbarte dass die Braune Pest das Loch nach eigenem ermessen vergrößert hatte.

 

bild-7bild-7Darüber hinaus hab ich noch ein Loch im Beifahrerfußraum gefunden und noch 3 weitere am Schweller. Irgendwann war dann alles wieder im Lot und ich habe das ganze mit Epiform gestrichen und aushärten lassen. Einige Zeit später dem ganzen mit Brantho Korrux eine weitere Schutzschicht verpasst und die Schweller mit der Spraydose wieder beilackiert.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und der Rostfraß ist erst einmal gestoppt.

 

bild-8bild-8Der zeitliche Aufwand war gewaltig also konnte ich erst Ende Januar mit dem Kabelbaum beginnen. Ich habe dann relativ schnell festgestellt, dass es wohl ein frommer Wunsch bleiben würde das ganze im Auto „kurz“ durchzuziehen.

 

bild-9bild-9In der Zwischenzeit war auch ein neuer Gedanke herangereift. Sony und ich haben nach eingehender Diskussion und seiner Zusage mir zu helfen beschlossen, aus dem Auto einen Gruppe H Renner aufzubauen. Zuerst Fahrwerk, Bremse und Innnenraum, später im Jahr dann Käfig und Sitze.

 

10-210-2Also Kabelbaum raus und ins Bastelzimmer geschleppt. Was dann folgte, hat mich an den Rand der Verzweiflung getrieben. Ich konnte den Schaltplan nicht lesen, ganz zu schweigen davon, die elektischen Zusammenhänge zu begreifen. Meine Freundin ist Elektronikerin und konnte mir zum Glück die Grundlagen vermitteln. Die Pläne hat sie mir im Kopierladen auf DIN A 3 vergrößert und dann konnte es losgehen.

 

1010Ich habe jedes einzelne Kabel zurückverfolgt, im Zweifel gekürzt oder erneuert. Insgesamt habe ich gute 40 Meter neues Kabel eingezogen, verlötet, mit Schrumpfschlauch versehen. Zugentlastungen gestrickt und mit der Telefonseelsorge sony einen Batterietrennschalter und eine Relaisschaltung auf die Beine gestellt. Nach ca. 35 Arbeitsstunden war ich mit den Nerven am Ende und der Kabelbaum weitestgehend fertig. Komplettiert wird das ganze im Auto.

 

11-211-2Da ich mir eine Löschanlage eingebildet hatte, waren die nächsten Hausaufgaben vorprogrammiert. Also die warme Stube verlassen und die Rohre verlegen. 3 Düsen in den Motorraum und 3 Düsen vorne in Richtung Füße von Fahrer und Copilot. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Platz für die Gelbatterie fixiert und eine Batteriehalterung beim benachbarten Schlosser in Auftrag gegeben. Diese Halterung wird mit 4 M10er Schrauben am Fahrzeug fixiert und die Batterie selbst wird dann mit einem Bügel in derselben sicher in Position gehalten. Die Rohre werden mit selbstgestrickten Halterungen an eigens eingezogenen Blindnietmuttern verschraubt. Da letztere zum mitdrehen neigten habe ich diese kurzerhand mit dem Schweißgerät festgepunktet. Ich ärger mich mit sowas nur einmal, hab ich mir gedacht....

 

1111Dann stand der vorerst letzte Kraftakt auf der Agenda. Noch 2 Wochen bis zum veranschlagten Termin das Fahrzeug wieder auf die Räder zu stellen! Also Gas rann und die Bitumen Matten rauskratzen. DAS ist mal ne echte Fleißarbeit. Ich hab gedacht ich werde in 100 Jahren nicht fertig und der Termin rückte unaufhaltsam näher.

 

12-212-2Also hab ich die Zähne zusammengebissen und binnen einer Woche jede freie Minute gekratzt, geflext, geflucht, weitergekratzt, gereinigt und etliche male entfettet bis ich endlich grundieren konnte. Kurz mal den Innenraum rausstreichen? Denkste! Schleifen, wieder entfetten und dann geschlagene 5 Stunden streichen. Nach ein paar Tagen Trocknungszeit wieder schleifen, vom Schleifstaub befreien und dann endlich in Altweiß lackieren. Mit Pinsel und Rolle hat der Spass gute 6,5 Stunden gedauert, ich mit den Nerven mal wieder runter aber ich konnte sony einen Blitz sauberen Innenraum präsentieren.

 

1212Am vergangenen Freitag war es dann endlich soweit. 5 Monate waren ins Land gezogen, ich um einige Erfahrungen reicher und meine Wohnung voll mit Teilen.

Bilstein B16, PU Buchsen für das ganze Fahrwerk, Stahlflex Bremsschläuche, neue Querlenker, eine pulverbeschichtete Hinterachse, neue Motorlager und etlicher Kleinkram lag zum Einbau bereit.

 

 

 

 

1313Sony und Tom reisten bereits am Freitag an und nach einer kurzen Lagebesprechung ging es dann auch gegen 18:00 Uhr los.

Tom ist gelernter Mechaniker und begeisterter Motorsportmechaniker. Fahrwerk wechseln am Golf 2? Im Rennbetrieb? 18 Minuten! Die halbe Vorderachse am Seat Ibiza Cupra wechseln? Halbe Stunde!

 

1414Sony kennt auch jede Schraube am Golf 2 beim Vornamen also waren die Voraussetzungen bis Sonntag fertig zu werden auf jeden Fall gut. Aber Ihr wisst ja wie das laufen kann...., nur eine abgerissenen Schraube.....

 

1515Der Samstagvormittag kam und wir waren um 9 Uhr startklar. Ich bin noch rasch zu TROST gefahren um einen 18er Gabelring und 2 Spurstangenköpfe zu holen. Daheim angekommen erwartete man mich bereits. Die beiden hatten das Kunststück fertiggebracht und binnen EINER Stunde die alte Hinterachse demontiert und die neue mitsamt neuen Buchsen montiert.

Eine schlechte Nachricht haben man jedoch, wurde sogleich gemeldet. Die Achse ist krumm..., um gute 2 Zentimeter sei das Ding verzogen. Auweia, hab ich gedacht – das war's dann wohl...

Naja, es war zwar noch nicht der erste April, aber immerhin der 31. März also hat man rasch den Aprilscherz vorgezogen. Nach 5 Minuten die mir wie eine kleine Ewigkeit vorkamen klärte man mich auf: alle ok, nur Spass. Rennfahrergarn und so

 

1616Kurzum: es ist hervorragend gelaufen! Es war eine Freude sony und Tom beim schrauben zuzusehen. Das ging so schnell, dass man den Eindruck hatte die beiden wären gerade dabei für Walter Röhrl persönlich auf der Rallye Montecarlo zu schrauben.

 

1717Tom arbeitet mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. Pfusch gibt es trotz zügigster Arbeitsweise nicht! Jede Schraube wird mehrmals kontrolliert und nach dem endgültigen anziehen mit einem Farbpunkt markiert. Das Fahrwerk wurde freilich im belasteten Zustand angezogen und merkt recht schnell, dieser Mann überlässt nichts dem Zufall.

 

1818Als ehemaliger Modellrennsportler stellte ich rasch fest, dass wir hier die gleiche Wellenlänge haben. Sauber und ordentlich arbeiten!

Beispiel: an jeder Achse wurde der Entlüftungsnippel der Bremse mindestens 10 x auf und zu gemacht, bevor ich den Deckel des Behälters wieder aufschrauben durfte!

 

1919Darüber hinaus war Ich allerdings mehr oder weniger zum Statisten degradiert. Werkzeug holen, Teile heranschaffen, hier was wegschrauben, dort ne Kleinigkeit rannschrauben, aufräumen. Kleinere Problem gab es beim Versuch vorne rechts die Mutter der Antriebswelle zu lösen. Ein bischen Gehirnschmalz und eine verbogene Radschraube später war auch diese Hürde genommen.

 

2020Während sony die hinteren Bremsen montierte wurden vorne bereits die neuen Querlenker präzise eingebaut sowie die von sony überholten Bremsenteile der 256er Bremse bereitgelegt und synchron von den beiden eingebaut. Ein tolles Team!

 

2121Gegen 19:30 waren wir dann soweit den Motor wieder an seinen Abeitsplatz zu verpflanzen. Auch hier ein Bild das man gesehen haben muss: Sony und Tom beim Motoreinbau – da sitzt jeder Handgriff! Gegen 21:30 war dann alles erledigt und wir wurden von Frau dodo nachdrücklich zum Abendessen aufgefordert! Mann muss doch auch mal was essen und nicht nur schrauben..., was soll man da noch sagen?

 

2222Am heutigen Sonntag sind wir auch gegen 8:00 Uhr aus dem Bett gefallen um den Golf noch einmal vorne aufzubocken. Meine Aufgabe war es, noch die Antriebswellen festzuschrauben. Sony kümmerte sich um den Auspuff und Tom kontrollierte akribisch alle gelösten Schraubverbindungen auf festen Sitz.

 

2323Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich in den letzten Monaten sehr viel gelernt habe und ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Selten habe ich in meinem Leben innerhalb so kurzer Zeit, so viele Herausforderungen meistern müssen wie bei diesem Hobby.

 

2424Allerdings muss ich wieder einmal klar und deutlich sagen, dass ich ohne sony's Hilfe nicht so weit gekommen wäre. Viele Telefonate brachten viel Licht in ein für mich fast undurchdringliches Dunkel....

 

2525An dieser Stelle abschließend noch einmal meinen allerherzlichsten Dank an sony und Tom für die herausragende Arbeitsleistung und die vielen wertvollen Tipps an diesem Wochenende – ich bin immer noch sprachlos und freue mich schon auf unser nächstes Treffen in sony's Schmiede! :)

 

-dodo-

 

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Mein Blog hat am 28.09.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Herzlich Willkommen in meinem Blog!

 

Als ich meinen 2er Golf GTI im Jahre 2008 kaufte ahnte ich nicht, wo mich die Reise mit diesem Wagen hinführen würde. Relativ schnell entstand der Wunsch nach 2 Doppelvergasern und damit beginnt auch die Geschichte dieses Blogs.

 

Über das Forum lernte ich sony8V kennen. Viele Telefonate und Treffen später stand dann irgendwann einmal fest: ich hätte gerne ein Rennauto! Auf öffentlichen Straßen kann ich das Auto weder so fahren noch verändern, wie ich mir das vorstelle.

 

Hier findet Ihr die Geschichte meines Golf und wie er vom Youngtimer zum Rennwagen wurde. Überdies Artikel zu meinem E 21, der den Ursprung meiner Leidenschaft bildete. Das wusste ich allerdings erst, als er fertig war. Viel Spaß beim schmökern im Blog!

 

-dodo-

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