Tue Nov 30 18:39:22 CET 2021
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jennss
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Kommentare (616)
In der Energiewende kommt den Speichertechnologien eine Schlüsselrolle zu, weil regenerative Energien von der Natur abhängig sind und statt Energie bei Bedarf zu produzieren, wie Kohle- oder Atomkraftwerke, sie nur Energie aus der Natur ziehen, wann es sie gerade gibt. Viele denken beim Speichern zuerst nur an Batterien. Diese sind kompakt und effizient, aber es gibt noch mehr. Energie lässt sich z.B. als Potentialenergie (erhöhte Lage), wie auch als kinetische Energie (Bewegung) speichern, aber auch in Wärme und flüssigen oder gasförmigen Stoffen. Kinetische Energiespeicher wie z.B. Schwungräder (u.a. in Formel 1-Technik) sind für die Energiewende wahrscheinlich weniger von Bedeutung, denn die Bewegung hat über die Zeit Verluste, die bei Energiespeicherung in erhöhter Lage nicht auftreten. Im Prinzip ist auch ein E-Auto, d.h. nicht die Batterie selbst, sondern die Bewegung, ein kinetischer Speicher, denn beim Bremsen gibt es Energie zurück 🙂. Wie schnell Energie aus dem Speicher abgerufen werden kann, ist ein wichtiger Punkt für den jeweiligen Einsatzort/-zweck. Die Speicherverluste sind auch unterschiedlich. Für die Energiewende interessant sind hauptsächlich:
Für kürzere Speicherdauern gäbe es noch:
Toll erklärt sind hier verschiedene Speichertechnologien: Eine weitere Übersicht (vom Bundesministerium) zu Speichertechnologien: Je nach Einsatzgebiet stehen also verschiedene Speichertechnologien zur Verfügung. Insgesamt lässt sich sagen, dass es doch eine Menge Möglichkeiten zur Energiespeicherung gibt und die sind wichtig für regenerative Energien wie Wind- und Solarenergie. Welche Speichervariante zu wählen ist, hängt davon ab, wie lange Energie zu speichern sein soll bzw. wie schnell sie abrufbar sein muss und welche Möglichkeiten der gewünschte Speicherort bietet. Ich bin gespannt, wie es weitergeht auf dem Weg, Atom- und Kohlestrom komplett abzubauen. ![]() |
Sun Dec 12 12:21:19 CET 2021 |
Alexander67
Angeblich ja.
Sogar einige.
Hier ein schnell gesuchtes System welches behauptet das sogar in einem Schritt zu können.
https://www.oeko-therm-systems.at/.../daikin-altherma-3-h-ht.php
Sun Dec 12 12:48:00 CET 2021 |
Alexander67
Also als Anforderungen Schieflastfähigkeit und mehrere Tage überbrücken.
Nochmals. Ich würde hier einen Akku und Leistungselektronik nutzen. Der Akku puffert, die Leistungselektronik kümmert sich um die Verteilung der benötigten Ströme auf den 3 Leitungen der Phase.
Mehrtägiger Stromausfall kann teilweise durch den Akku angefangen werden und teilweise auch durch Photovoltaik.
Das ist natürlich nicht nur im Winter unzuverlässig.
Was unklar ist, ist der Leistungsbedarf in den zu Überbrückenden Zeiträumen.
Jedenfalls eine Kraft-Wärme-Kopplung hinzu
Evtl. Brennstoffzelle oder eben Verbrennungsmotor mit Generator.
Die Wärme geht in die Heizung.
Je nach Auslegung auch noch eine Wärmeverschwendungsfunktion hinzu.
Jedenfalls alles kein wirkliches technisches Problem.
Sun Dec 12 12:56:50 CET 2021 |
mz4
Es gibt ja auch schon seit 30 Jahren den 1L Motor.
Es gibt Öl Brenner die nur 1/4 so viel Öl verrbauchen als die modernsten Ölkessel und dabei 40 Jahre alte erfindungen sind.
Es gibt Heizsysteme die in deutschland nicht erlaubt, verboten oder sonst was sind nur weil Lobbyisten vieles unter Kontrolle haben.
War und ist bei der E Mobilität nicht anders.
Man kann es nicht für immer zurück halten.
Aber was wäre wenn es ein Heizsystem gibt das 40-60% sparsamer ist als eine Wärmepumpe im stinkigen/stickigen zwangsbelüfteten Plastikhaus und dabei die Dämmung keine Rolle dabei spielt..
Es keine Heizkörper oder Fussbodenheizungen dafür benötigt werden es aber unter verschluss gehalten wird um wieder Fehleranfällige und Wartungsbedürftige Kompressoren usw.. zu Fördern damit man Jahrzente folgeaufträge hat.
An eine Wärmepumpe für einen Altbau der nicht hermetisch abgedichtet und isoliert ist + günstig funktioniert glaube ich noch lange nicht.
Die Versprechen sind immer groß wie schon seit 10 Jahren beinahe 1x im Monat ein neuer Wunderakku gepriesen wurde der alles Revolutionieren wird usw.. usw..
Sich damit zu beschäftigen macht Müde...
Sun Dec 12 13:02:40 CET 2021 |
mz4
Genau das ist aus heutiger Sicht die Königslösung.
Wer das umsetzen kann hat aktuell gewonnen 🙂
ein Motor im sinne eines BHKW wo die Wärme komplett genutzt werden kann und der Rest in einen Akku geht der das Haus puffert. mit Solarenergie als option.
Mein Post war ursprünglich nur dazu gedacht darauf hin zu weisen das viele denken Sie kaufen sich ein 250€ Benzinaggregat oder ein 1000€ dieselaggregat was 400V und 5-6kw leisten kann und denken damit sind sie für einen blackout vorbereitet.
Damit kann man vielleicht Kühlschränke und Gefriertruhen am leben halten... vielleicht noch die Ölheizung irgendwie ans laufen bekommen aber dann ist erst mal ebbe.
Sobald Geräte mehr als einem Phase brauchen und es nicht nur ein 400V 300W Ständerbohrmaschinenmotor ist wird es halt eng.
@Solar
Ich bin mal gespannt wann die neuankündigung der Karlsruher mit der Solarzelle die 29-30% Wirkungsgrad kommt. angeblich wird das Licht was schon durch die Zelle durch ist zurück geworfen und doppelt verwendet usw..
Bin gespannt.
Sun Dec 12 18:39:49 CET 2021 |
Acidrain2001
Haben wir, funktioniert problemlos. Altbau gedämmt, aber ohne Zwangslüftung und nicht hermetisch abgedichtet. Wärmepumpe mit FBH, funktioniert super!
Sun Dec 12 21:35:34 CET 2021 |
Gravitar
Hatte auch Fußbodenheizung in meinem ersten Neubau Anno 2008. Zusammen mit einer Solewärmepumpe von Stiebel und 2x75m Tiefenbohrung. Hat ein Heidengeld gekostet und ständig genervt. COP Leistungszahl nur unwesentlich besser als bei der jetzigen Luftwärmepumpe im Neubau Anno 2015, im Winter ständig die Soleleitung dick vereist, weil die Erdwärme nicht mehr ausreichte, das Ganze über 0°C zu erwärmen. Dazu eine Regelung zum Vergessen. War einem Di Abend zu kalt im Haus und man hat die Regelung um 2°C erhöht, so war es Do Abend schön warm. Das ganze professionell ausgerechnet. Später mit der trägen Regelung konfrontiert sagte der Heizungsbauer, das sei bei Wärmepumpen so, die 50Tonnen Esstrich-Bodenplatte sei halt nicht so fix zu erwärmen mit 6-10kw....
Im nächsten Haus selbst in die Hand genommen mit Wandheizung und Begleitheizung, schon bekommt man bei gleicher Dämmung und Vorlauftemperatur in 30min Zusatzwärme in das Zimmer. Also reißt euch nicht den ganzen Boden auf, Begleitheizung im Bad für warme Füße, sonst Wandheizung und ggf. auch Begleitheizung. An der Sitzgruppe eine großflächige Konvektionsheizung oder einen Designheizkörper mit großer Fläche, fertig.....
Gruß
Gravitar
Mon Dec 13 06:33:55 CET 2021 |
tomate67
Ein "Danke" gibt es hier ja leider nicht, aber das hat mich bei der Planung der Haussanierung deutlich weiter gebracht.
Man liest immer von Fussbodenheizung, in meinem Altbau von 1977 habe ich die nur in vier Räumen(ca 10% der Bodenfläche). Wenn das ganze auch mit Wandflächen Heizkörpern funktioniert, ist alles in Ordnung.
Auch der Hinweis zur Luft-Wasser WP und Wasser-Wasser WP hilft mir weiter. Hier im Norden wird es seltenst extrem kalt unter -5°. Für die wenigen Tage kann ich dann mit einem Kaminofen zuheizen.
Mon Dec 13 06:41:07 CET 2021 |
mozartschwarz
Du brauchst halt was das mit den niedrigen Vorlauftemps auskommt. Riesige Heizkörper gehen sicherlich auch.
70er Jahre Haus dürfte kein großes Prob sein. Kann man, so gemauert, ja auch schon leicht dämmen. Fachwerk ist da komplizierter. Taupunkt im Gebälk ist schlecht.
Mon Dec 13 08:52:49 CET 2021 |
Acidrain2001
Ja, irgendeine Art von Flächenheizung ist auf jeden Fall das Beste. Wenn FBH nicht geht, gehen natürlich auch Wandflächen o.Ä.
Nachtrag zu oben: wir haben eine Grundwasserswärmepumpe, d.h. mit Brunnen (12m tief) im Garten zur Entnahme vom Wasser zum Betrieb der WP. Da braucht man auch keinen Heizstab im Winter, haben wir auch nicht verbaut.
Mon Dec 13 08:52:57 CET 2021 |
mz4
Wir sind hier vom BJ Anfang 60 und FBH gibt es nirgens.
Ist die Frage was es bringt.
Wenn ich hier die Fassade und das Dach dämmen (wollte) wären das locker 150000€..
150000€ da kann ich viel Öl verbrennen.
Wenn es dann noch die Heizung betrifft also Heizkörper gehen nicht mehr und man müsste das auch noch umrüsten reichen weitere 50000€ bei weitem nicht aus.
somit muss man mit 200000-250000€ rechnen.
Das rechnet sich NIE und nimmer auch nicht wenn ich 110 werden sollte *trän*
Mon Dec 13 08:55:04 CET 2021 |
mz4
Da wo wir wohnen wäre 75M noch arg optimistisch.. eher 150M..
Aber ne Tiefenbohrung macht heut wenig Sinn. zumindest bei uns.
Mon Dec 13 08:56:59 CET 2021 |
mz4
Wenn ich mir die Beiträge von Konrad Fischer anschaue 🙄
und die Fassaden der "neubauten" die in den letzten 15-20 Jahren gebaut wurden..
So nach 6-8 Jahre sehen die richtig schlecht aus.
Mon Dec 13 09:13:53 CET 2021 |
Alexander67
Es gibt Kamine und Kaminöfen die sind an eine Heizung angeschlossen. Man sitzt dann also im Wohnzimmer vor dem Ofen und macht gleichzeitig die Wärme die zum Heizen der anderen Räume und für Warmwasser genutzt werden kann.
Siehe zum Beispiel.
https://www.ofen.de/.../kaminofen-als-zentralheizung-nutzen
https://www.sanier.de/kamin-und-ofen/ofen-als-zentralheizung
Mon Dec 13 12:57:12 CET 2021 |
Alexander67
Das hier ist zwar ein Jahr alt.
Aber es zeigt wie EE schon teilweise gebremst wird.
https://youtu.be/jLfhSj4f_m8
Mon Dec 13 15:17:51 CET 2021 |
tomate67
Das Problem ist bekannt und benannt...... aber die Diskussionspartner erinnern mich an Kalkhofes Mattscheibe 😁
Mon Dec 13 15:47:48 CET 2021 |
Alexander67
LOL
Mon Dec 13 21:59:34 CET 2021 |
mozartschwarz
Schicke Sache für ländlichere Regionen. In der Stadt geht dann aber die Diskussion wegen Feinstaub los. Dann noch das "Lagerproblem" für den Brennstoff.
Mon Dec 13 22:08:15 CET 2021 |
Alexander67
In Mehrfamilienhäusern wird es vermutlich eh mit der Abrechnung schwierig.
Dann müsste man ja den Wärmestrom des Kaminofen zur Heizung irgendwie messen.
Sonst heizt einer auf einmal das ganze Haus.
Ich sehe das daher eher im Einfamilienhaus oder evtl. auch noch mehrere Generationen.
Mon Dec 13 22:26:00 CET 2021 |
mozartschwarz
Bei Etagenheizungen, die in Altbauwohnblocks völlig gängig sind, kein Problem. Eher die Menge der benötigten Schornsteine ist Eins. Früher hingen ja viele Öfen an einem Schornstein, ist heute verboten, soweit ich weiß.
Tue Dec 14 07:51:53 CET 2021 |
mz4
Das Problem an den Wasserführenden Öfen ist das der Großteil der Wärmeenergie auch ins Wasser abgeleitet werden muss (nicht kann).
z.B. 10KW ofen der 7KW ins wasser und 3KW in den raum gibt. (nur mal hypotetisch)
die Wasserleistung muss man dann erst mal abnehmen, und es muss auch von den Leitungen möglich sein, ein Speicher muss da sein, was bei Brennwertheizungen oft noch fehlt.
+ die Probleme des mit Holz heizens, Staub & Geruch beim nachlegen, Dreck beim asche entsorgen usw.. usw..
Tue Dec 14 07:54:58 CET 2021 |
mz4
Nein 3 Brennstoffgleiche Öfen an einem Zug sind erlaubt.
Aber der Ofen muss für mehrfachbelegung geeignet sein. (Datenblatt)
Achtung Scheitholz und Pellets sind 2 Brennstoffe 🙄
Allerdings liegt es im ermessen des Bezirksschornsteinfegers ob er den "mischbetrieb" erlaubt.
Bei uns zum Glück kein Problem.
Tue Dec 14 09:14:49 CET 2021 |
mozartschwarz
Danke. .
So ein Ofen ist halt eine nette Ergänzung zu meinem Gasheizkessel... Ich denk schon länger drüber nach, brauch dann aber einen Aussenkamin. Innen hab ich nur einen Zug, an dem hängt der Kessel.
Tue Dec 14 09:56:47 CET 2021 |
mz4
Ja ich hab damit auch gespielt..
aber da ich keinen Externen Pufferspeicher habe müsste ich die ganze Heizanlage umkrempeln..
Ich hab zwar 3 Kaminzüge wobei einer vom Ölkessel belegt ist der zweite mit 3 Holz und Pelletöfen (wobei einer nicht genutzt wird und unweit vom Ölkessel steht (Rückwand) könnte ich den unteren schon zum Wassergeführten Holzfeuern her nehmen wobei da vermutlich eher die bequemen Pellets zum Einsatz kommen würden.
Durch den dritten Zug fahren Netzwerkkabel und die von der PV... sprich der ist "stillgelegt"... (bzw. wäre vielleicht noch nutzbar wenn man ein Doppelwandiges Edelstahlrohr dazu einzieht)
Aber irgendwie sehe ich auch kein Sinn darin immer "Brennstoff" zu bevorraten..
Das macht beim Grill ja noch Sinn aber Palettenweise die Pellets stehen zu haben hab ich auch keine Lust.
eine Komplettsanierung wegen Wärmepumpe wäre aber auch wiederum unwirtschaftlich sprich da muss erst was gemacht werden bevor es "verboten" wird...
Aber jetzt sind wir weit OT 😉
Tue Dec 14 10:39:59 CET 2021 |
Alexander67
Holz ist auch ein Solarenergiespeicher.
So in gewisser Weise.
Und man muss zum gelegtlichen zu heizen nicht viel Holz bevorraten.
Man sollte natürlich ein gut kontrolliertes Feuer mögen.
Dann kommt man von draußen rein, den Kaminofen an und genießt diese besondere Wärme während der Wärmespeicher aufgeladen wird.
Tue Dec 14 10:57:43 CET 2021 |
Alexander67
China will wohl eine große Batterie ans Netz bringen.
https://efahrer.chip.de/.../...ter-strom-speicher-geht-ans-netz_105679
Wed Dec 15 22:53:13 CET 2021 |
pcAndre
Morgen...!
Ich glaube, diese Frage wird uns bald extrinsisch beantwortet! 😉
Die EU bastelt mal wieder an einem Gesetz.
https://www.spiegel.de/.../...n-a-00b1dfb9-8c9f-4d0e-ba89-65b09ad825f7
Meine Eltern muss ich dahin drängen, ihr altes Haus in den kommenden Jahren zu verkaufen. Investieren lohnt in meiner Heimat (Thüringen) nicht...! Schade eigentlich.
MfG André
Wed Dec 15 23:00:20 CET 2021 |
jennss
Sehr guter Link, danke! Passt hier genau, interessante Speichertechnik.
j.
Thu Dec 16 01:12:08 CET 2021 |
Alexander67
Nicht übertreiben.
Die Umsetzung mit Förderungen und weiterem ist noch unklar.
PS Link vergessen.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-energiesparen-101.html
PS2
Ein weiterer Auszug.
Thu Dec 16 09:06:55 CET 2021 |
PS-Schnecke52374
... und was ist nach den 4 Stunden? Das Ding muss danach auch 4 Stunden lang mit 200 MW beaufschlagt werden, damit es wieder voll ist (oder 8 Stunden mit 100, oder mehr als einen halben Tag mit 50, oder mehr als 1,5 Tage mit 25 MW)
Ist also auch nach 1 Stunde leer, und kann nur den Tropfen auf dem heißen Stein beisteuern angesichts von
63.527.397 kW(63 GW), die durchschnittlich 24/7 verbraucht werden.
Und auch der weltweit größte Speicher ist in weniger als 1,5h ratzeputz leer, und dann?
Fri Dec 17 13:03:17 CET 2021 |
Alexander67
Diese riesigen Akku Speicher sollen bisher "nur eher kurzfristige Schwankungen" ausgleichen und nicht das ganze Land mit Strom versorgen.
Siehe Auszug.
Und klar ist ja auch dass Speicher ganz allgemein wichtig sind für eine Energiewende zu EE.
Deswegen ja dieses Thema.
Wie bekommen wir Solarstrom vom Tag in die Nacht und wie vom Sommer in den Winter?
Was machen wir bei 14 Tagen Windstille? Am besten auch noch Nachts im Winter!
Natürlich können wir größere und mehr Akkus bauen bis da der Strombedarf für ein halbes Jahr rein passt.
Aber kann das die Lösung sein?
Genau das ist hier das Thema.
Hier etwas was ich heute gefunden habe.
https://www.stromauskunft.de/.../
700 Milliarden Kilowattstunden sind 700 Millionen MWh sind 700t GWh sind 700TWh.
Eine Zahl die ich für zu hoch halte.
Natürlich sind 800MWh ein nichts im Vergleich.
Wenn man 800 MWh mit 700 Millionen MWh vergleicht dann sieht man wie wenig es ist.
Aber es geht ja erst einmal nur um 70% Ökostrom.
7*7 ist 49 und dann rechnen wir mal mit einem Ökostrom Bedarf von "nur" 500 Milliarden Kilowattstunden.
Davon die Hälfte macht wiederum 250 Milliarden Kilowattstunden. Bzw 250 Millionen Megawattstunden.
Benötigen wir also 312500 Solcher Speicherkraftwerke?
Ich denke nein.
Wenn es funktionieren soll dann werden wir im Sommer "zu viel Strom" haben.
PTG und H2 Erzeugung werden mit deutschem Ökostrom nur im Sommer erzeugt werden können.
Und womöglich auch nur in 2 Schichten pro Tag.
Womöglich sogar nur eine.
Und wir werden im Sommer deutlich über "15 Gigawatt Elektrolysekapazität zur Produktion von Wasserstoff" zu Verfügung haben. Wenn wir die EE Kapazitäten, insbesondere die Photovoltaik, entsprechend ausbauen.
Und das muss ja das erste Ziel bei der Energiewende sein.
Fri Dec 17 14:47:12 CET 2021 |
PS-Schnecke52374
Mehr als kurzfristig können sie ja auch nicht, haben wir ja festgestellt.
Frage: wie stellst du dir vor, dass die ihre Aufgabe erfüllen sollen, letztlich bestehen die zu überbrückenden Schwankungen nicht im Bereich von 1 bis maximal 2 Stunden, sprich, wenn die Akkufarm leer ist, dann steht aber kein entsprechender Überschuss zur Verfügung, um sie rechtzeitig vor dem nächsten Einbruch wieder zu befüllen.
Ich hab ja keine Ahnung, aber ich denke, dass viele, kleine, dezentrale Speicher da deutlich besser wären. Anstatt hunderte MWh zentral vorzuhalten, die aber aufs Netz betrachtet nur ein Tropfen im Ozean sind, und das auch nur über sehr kurze Zeit, fände ich es deutlich zielführender, wenn jeder Hausanschluss mit einem Pufferakku in einer Größenordnung des durchschnittlichen Tagesbedarfs eben jenes Anschlusses ausgerüstet wird, dann ist es für den Verbraucher an diesem Anschluss vollkommen egal, wenn der Netzbetreiber wegen Strommangellage den Anschluss für bis zu 24 Stunden vom Netz abkoppelt. Da aber 24 Stunden Lastabwurf am Stück dann doch recht unwahrscheinlich sind, sollte es nicht lange dauern, und nicht übermäßig Leistung aus dem Netz erfordern, die kleinen Akkus wieder zu befüllen. In den Jahreszeiten, wo es erfahrungsgemäß zu zeitweiligen Überproduktionen und zu Lastspitzen zu anderen Zeitpunkten des Tages kommt, wäre es sowohl für die Netzbetreiber, als auch die Stromlieferanten arg geschickt, in den Spitzenzeiten mit hoher Leistung in die Anschlussakkus zu laden (die Spitze kappen und ausnutzen), und in erzeugungsarmen Stunden den fehlenden Anteil aus dem Akku an den Verbraucher frei zu geben.
Für Großindustrie keine Lösung, ich weis.
Ja, aber für die Anwendungssituation
geeigneteund
ausreichendeSpeicher.
Jedenfalls garantiert nicht mit Speichern, die darauf ausgelegt sind, dass sie nach 1 bis 2 Stunden geleert sind. Für die Tag/Nacht Verschiebung braucht es schon Speicher, die dann auch etwa 8 bis 10 Stunden ihre Leistung abgeben können. Und für die Sommer/Winter Verschiebung braucht es Speicher, die ihre Leistung über Wochen, oder gar Monate abgeben können.
Genau das ist die Frage. Da als Antwort dann mit Großakkus zu kommen ist aber am Thema vorbei geantwortet.
Zur Glättung im Bereich weniger Stunden ja, aber sicher nicht für längere Zeiträume.
Wie überdimensioniert möchtest du dann die Erzeugungsseite auslegen? Wenn du mit PtG oder H2 als Langzeitspeicher arbeiten möchtest, dann hat das in sich schon viele Vorteile. Chemisch gebunden kann man Energie sehr platzsparend und verlustarm über Monate hinweg speichern, das ist die smarte Seite des Gedankens.
Und jetzt die "unsmarte" Seite:
Für die ganze Kette von Strom im Sommer zu H2 (max. 70% Wirungsgrad), dann in den Speicher (Verdichtung und Transport verbrauchen 20% des einzulagernden Energieinhaltes), dann wieder aus dem Speicher raus (kostet keine Energie) und dann wieder zu Strom (wieder 70% Wirkungsgrad) Insgesamt Leitungsverluste (zwischen Erzeugern und H2 Synthese, sowie H2 Verstromung zum Verbraucher) von 2 bis 5% sind realistisch. Bedeuten letztlich, dass du im Idealfall im Winter auf 38,5% des ursprünglich erzeugten Stroms zurückgreifen kannst, die restlichen 61,5% sind in der Speicherkette verpufft. Im Vergleich: ein Pumpspeicherkraftwerk erreicht 80%, das ist eine ganz andere Hausnummer.
Wenn du aber nur knapp 40% zurück bekommst, dann musst du die 2,5 fache Menge Strom aus Überkapazität zum Umwandeln haben, wie du im Winter dann ausspeichern musst. Ist das ein realistisch erreichbares Szenario?
Außerdem: wenn man schon aus den Überschüssen H2 erzeugt hat, wird man es wohl sinnvollerweise erst einmal verwenden, um die Bedarfe der Industrie danach zu decken, um nicht für die Industrie H2 aus Erdgas zu reformieren, und jede Menge CO2 zu produzieren.
Dann rechne mal (großzügig):
Diese Überkapazität wirst du etwa 4 Monate lang haben(Mitte Mai bis Mitte September), aber nur tags über.
Lass uns vernachlässigen, dass der Überschuss nicht von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang anliegt, und mit 12 Stunden täglich rechnen.
Dann hast du 123 Tage lang tags über 15 GW Überschuss. Das lässt auf einen Überschuss von 22.140 GWh hoffen. Die über die Wandlungskette bieten dir dann im Winter 8.856 GWh aus den speichern entnehmbare Elektroenergie.
Die von dir zitierte Studie veranschlagt einen Jahresbedarf von 700.000 GWh. (auch hier der Einfachheit halber davon ausgehend, dass diese Energie gleichmäßig übers Jahr verbraucht wird, nicht im Winter mehr als im Sommer), dann ist das ein Bedarf von 58.333 GWh pro Monat, oder knapp 30.166 GWh in 14 Tagen, oder 14.583 GWh in einer Woche, oder 7.291 GWh am Tag oder (gleichmäßiger Verbrauch angenommen) 303 GWh pro Stunde. Dann reicht dein Speicherergebnis von 8.856 GWh gerade einmal für etwas mehr als einen Tag.
Bei abzudeckenden Dunkelflauten von bis zu 1 bis 2 Wochen könnte das verdammt knapp werden, würd ich mal sagen.
Fri Dec 17 20:22:25 CET 2021 |
mz4
Erkenne den Plan!
Die Menschen oder eher Personen auf diesem Planeten müssen weniger werden!
3x drüber nach denken und in 3-9 Jahren auf wiedervorlage legen...
Fri Dec 17 20:40:31 CET 2021 |
tomate67
Oder sie müssen weniger verbrauchen..... besonders wir in Europa und USA ..... aber sag das mal der Ökogeneration(Ich bin mehr Öko als die 😉 ).
Fri Dec 17 23:02:52 CET 2021 |
Alexander67
Corona hat eben bisher nicht so gut funktioniert.
Aber mal sehen, evtl. wird es ja noch.
Wenn nicht eben EE und Speicher als Plan B.
Ich fürchte das ist Plan X.
Oder Z?
Fri Dec 17 23:12:21 CET 2021 |
Alexander67
Etwas zu Natrium Akkus gefunden.
Die wären günstiger in der Herstellung.
Allerdings teurer.
Sat Dec 18 01:14:25 CET 2021 |
mozartschwarz
Schöne Zusammenfassung. Alexander mag aber lieber nicht drauf eingehen und lieber in alten Mustern verharren. Recht typisches Verhalten.. Ein Karussell
Sun Dec 19 16:03:35 CET 2021 |
Schwarzwald4motion
Zeigt aber mal wieder das mit den geringsten Aufwand schlicht die Energieentnahme in Zukunft besser terminiert gehört; Das dürfte mittelfristig der beste Hebel sein um auch nur ansatzweise in Richtung Energiewende fahrt aufzunehmen.
Und ja ich weiß es wird gerne von jedem ignoriert oder als no go gebrandmarkt dabei macht das ist Schwerindustrie zum Teil heute schon.
Jetzt müssen wir bloß mal sehen wie schlussendlich mittelfristig definiert wird.
Sun Dec 19 16:52:42 CET 2021 |
Alexander67
Wird eben eine etwas längere Antwort.
Auf die hier herausgezogene Frage kann ich aber schon mal eine grob geschätzte Antwort geben.
Wenn im Winter ca. 30% des Stroms aus Photovoltaik kommen und die Photovoltaik im Sommer 5* mehr Strom liefert dann hat man im Sommer aus der Photovoltaik 150% des Winter Strombedarfs. Wasser und Windkraft sollte man im Sommer auch nicht verschwenden. Müllheizkraftwerke kann man zwar etwas runter fahren aber ganz abschalten will man die bestimmt nicht.
Da kann also im Schnitt doppelt so viel Strom erzeugt werden als im Sommer benötigt wird.
Strom ohne Verbrauchskosten wie Kohle oder Herstellung und Entsorgung von atomaren Brennstäben.
In der Produktion ist der Strom also sehr günstig.
Sobald die Anlagen installiert sind.
Übrigens sehe ich den Wirkungsgrad beim weg über Chemische Energiespeicher wie H2 oder Methan nicht sooo schlecht. Die Karlsruher sagen ja die hätten schon 75% bei der Erzeugung von Methan erreicht.
Im Winter wird daraus wieder Strom und die Abwägung wird zum Heizen genutzt. Macht geschätzt wieder 80%.
Über die 30% und den Faktor 5 kann man streiten.
Das ist ja auch von der weiteren technischen Entwicklung abhängig.
In den Niederlanden gibt es dieses Projekt mit dem Windkraftwerk welches ohne bewegliche Teile funktioniert und die Verdunstung des Wassers als Klimaanlage nutzt.
Und das alles in ein Gebäude integriert.
Wohnen und/oder beliebige Büroarbeiten im Kraftwerk.
In China dieses Projekt die ein Gebäude mit Akkus kombiniert und die Abwärme zum Heizen nutzt.
Auch hier wohnen und/oder beliebige Büroarbeiten im Kraftwerk.
Jetzt jedenfalls erst einmal die EE Stromerzeugung voran treiben und auch die Speicherung ausbauen.
Spätestens wenn Kohle und Atomstrom nur noch im Winter benötigt werden ist es Zeit im Sommer H2 und Methan zu erzeugen der im Winter verbraucht wird.
Zur Strom und Wärme Erzeugung per KWK.
Sun Dec 19 17:46:21 CET 2021 |
PS-Schnecke52374
Hab ich Verständnis für.
Stopp! wir haben nicht 6 Monate Sommer und 6 Monate Winter.
Im Winter muss man damit rechnen, dass, wie aktuell die letzte Woche so gut wie nichts aus der PV kommt, ganz gewiss aber keine 30% des Bedarfs.
Ebenso kannst du nicht für den ganzen Sommer von dem fünffachen Ertrag durchgängig ausgehen.
Frühling und Herbst blendest du vollkommen aus, obwohl das die maximal möglichen Sonnenscheinstunden pro Tag deutlich kürzer als im Sommer sind, die Dunkelstunden entsprechend länger, sprich ein Teil des am Tage Eingespeicherten wird gleich in der folgenden Nacht benötigt, du kannst Strom aber nur einmal verbrauchen.
Aber selbst dann, wenn man davon ausginge, und das wäre extrem optistisch geschätzt, zu Gunsten deines Szenarios, und sagt, dass der Sommerverbrauch nur halb so hoch ist, wie der im Winter (weil ja nicht geheizt werden muss), dann entspräche der Winterertrag PV schon 60% des Sommerbedarfs, und wenn man deine Verfünffachung annimmt, hätte man dreimal so viel Erzeugung, wie benötigt wird.
Das klingt ja schon einmal gut. Nur wie ich dir vorgerechnet hab, sind davon nur 40% im Winter in Form von Strom verfügbar. Also nur 80% des Sommerbedarfes kannst du in den Winter retten.
Jetzt ist doch aber der Winterbedarf doppelt so hoch wie im Sommer, sprich die 80% Sommerbedarf decken nur 40% des Winterbedarfs.
Jetzt noch die 30% aus der PV, die du angesagt hast, dann hast du den Bedarf im Winter zu 70% abgedeckt.
Woher kommen die fehlenden 30%?
Was aber an deinem Zahlenspiel auffällt:
Ich fragte danach, wie überdimensioniert die Erzeugerseite ausgelegt werden soll, ich fragte nicht nach PV, sondern allgemein Erzeugerseite, also alle EE.
Da wäre eine Antwort entweder in % des durchschnittlichen Verbrauchs oder in % der aktuellen Kapazitäten oder auch eine Angabe in TW peak erforderlich.
Sprich, du hast überhaupt nicht geantwortet.
Reicht nicht, siehe Oben. 😉
Die Primärenergie ist kostenlos, ab dann fängt das Handaufhalten an.
Wenn du schon auf dem Weg BIS zum Methan bei nur noch 75% bist, dann bräuchtest du schon eine Overunity Denn du willst mehr Energie aus dem Methan holen, als chemisch gebunden drinnen steckt.
Tatsächlich hast du aber auch bei der Rückverstromung des Methan Verluste, also weniger als 100% Wirkungsgrad. Je nachdem, wie du es tust (Zumeist Gasturbine) kommst du über 60 bis maximal 70% nicht hinaus (Carnot lässt grüßen)
du musst eben die Wirkungsgrade des Weges zum Methan und die des Weges vom Methan zu Strom multiplizieren. und damit kommst du selbst bei 75% für Richtung Methan und 80% für die Rückverstromung auf maximal 60% der Energie, die du ursprünglich reingesteckt hast. Übrigens, ein mieser Taschenspielertrick an dieser Stelle auf KWK zu verweisen, da ja das Verbrauchsszenario nur den Bedarf an Elektroenergie beinhaltet, nicht den nach Wärmeenergie. Alle diese Betrachtungen beziehen sich also nur auf den Strom.
Wasser in einem Windkrafterk ohne bewegliche Teile?
Das interessiert mich, gib uns bitte mal nen Link dazu.
Einziger Schönheitsfehler: die meiste "Abwärme" fällt beim Laden der Batterie an, nicht bei der Entladung und im Sommer braucht man so gut wie nie Heizung.
Substanzlose Parole. Die könnte man vor 30 Jahren plärren.
Heute muss man schon konkret werden:
Also: wieviel PV zubauen, wieviel Wind, wieviel Wasserkraft, wieviel Müllverbrennung, wieviel (bitte benennen). Und: Was für Speicher, wo aufbauen, wie groß. 2030 ist nicht mehr so lange hin, als dass man immer noch Heißluftblasen produzieren könnte.
Wenn man im Sommer also soweit ist, dass man gerade so sicher den Bedarf ohne fossile oder atomare Energien decken kann, dann kann man plötzlich aus dem Nichts noch einen nicht gerade kleinen Teil davon für den Winter wegspeichern?
Du, eine kWh kannst du nur einmal "verbrauchen", entweder, um den Bedarf im Sommer zu decken, oder um sie für den Winter aufzuheben, beides gleichzeitig geht nicht.
Aber vielleicht hast dich nur unglücklich ausgedrückt, dann versuchs nochmal.
Sun Dec 19 19:16:50 CET 2021 |
Alexander67
Klar, die extreme kommen nur in je 2 Monaten vor.
Fakt ist dass Photovoltaik auch im Winter Strom liefert.
Wenn man also Photovoltaik installiert bis diese 30% auch im Winter erreicht werden dann werden diese auch erreicht.
Ob wir so viel installieren werden oder installieren müssen ist natürlich unklar.
Hatte ich aber auch angedeutet.
Deine Antwort auf "Speichertechnologien in der Schlüsselrolle"