Sat Mar 21 15:25:54 CET 2020
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jennss
Schätzt ihr, ohne Infektion durch die Corona-Pandemie zu kommen?Vorweg: Man kann „der Virus“, wie auch „das Virus“ sagen, beides ist richtig. Ich nehme hier „der“. 2020 sollte das große Jahr der Elektromobilität werden. Mit dem Coronavirus konnte man nicht rechnen. Sowas habe ich in meinen 53 Jahren noch nicht erlebt. Vergleichbar ist der vielleicht mit der Pest ca. 1350 oder mit der Spanischen Grippe ca. 1920 (>25 Mio Tote). Im Unterschied zu damals sind die Entwicklung und der Informationsfluss jedoch jetzt schneller. Wir hoffen auf einen Impfstoff noch in diesem Jahr. Sicher ist das aber nicht. Im Spiegel ist in einem Bericht von 3 Szenarien (ohne Impfstoff) geschrieben worden: Im Moment schotten wir uns alle ab. Dadurch zieht sich die Krise hin. Der Höhepunkt nach dem 3. Szenario, das wir jetzt wohl weitgehend praktizieren, ist erst im Januar 2021 und überstanden haben wir alles wohl im Frühjahr/Sommer 2021. Das alles ist aber schwer vorhersagbar. Würden wir dem Virus freien Lauf lassen, hätten wir vielleicht im Sommer 2020 schon wieder freien Ausgang und alles. Aber die Zahl der Toten läge dann wohl bei mehr als 1 Mio. in Deutschland (?). Bei Szenario 3 kämen wir lt. obiger Seite mit „nur“ 100000 Toten weg. Da man nicht weiß, wer einen milden und wer einen schweren Verlauf haben wird, gibt es eigentlich keine Alternative zum Abschotten. Wenn wir Zeit gewinnen, wird das Gesundheitssystem nicht überlastet und parallel wird geforscht. Bei Szenario 1 hätten wir zu einem Zeitpunkt bis zu 22,5 Mio. Erkrankte gleichzeitig, bei Szenario 2 ca. 7,7 Mio. und bei Szenario 3 nur 450000. Selbst junge Menschen außerhalb der Risikogruppen haben teilweise einen schweren Verlauf. Vermutet wird, dass die direkte Infektion per Einatmen zur Lunge gefährlicher ist als der langsame Weg über Speichel durch den Hals, weil es dem Menschen weniger Zeit gibt Antikörper aufzubauen: Ein „gezieltes Abbrennen des Waldes“ (Virus‘) durch kontrollierte Infektionen, um danach Immunität zu erzielen, ist zu riskant. Manch einer würde wider Erwarten sterben. Das wäre dann quasi Mord oder fahrlässige Tötung. Unklar ist auch, wie lange man immun bleibt. Das können Monate oder Jahre sein, vielleicht auch lebenslang. Es könnte dann auch wieder Wellen geben, wobei der Mensch dann aber vielleicht nicht mehr so hart getroffen wird, weil der Körper den Virus schneller erkennt und reagieren kann. Haben wir hier einen Mediziner, der das genauer kennt? Auch, wenn die menschliche Gesundheit natürlich an erster Stelle steht, muss man sich fragen, was von unserem bisherigen Leben, das ja zum großen Teil auf einer florierenden Wirtschaft basiert, noch bleibt? Es scheint, als könnte es danach wie nach einem Krieg einen Wiederaufbau geben. VW dürfte insofern gut daran getan haben, schon viele ID.3 gebaut zu haben: https://www.freenet.de/.../...auf-geheimen-halden_7710220_4717844.html Das sicherste Gehalt haben derzeit wohl Beamte, Arbeitslose und Rentner, also Geld vom Staat. Firmen sind ja auch nicht sicher. Vapiano hat bereits Insolvenz angemeldet: https://www.focus.de/.../...iano-ist-zahlungsunfaehig_id_11793661.html Im Unterschied zu damals rettet uns das Internet doch ein bisschen. So richtig isoliert sind wir eigentlich nicht, nur physisch. Wir haben ja uns hier 🙂. Wollte man sich früher Informationen geben, ging es nur mündlich oder durch Papier. Beide Wege boten Möglichkeiten zur Infektion. Das Internet braucht aber natürlich auch eine gewisse physische Pflege, damit alles funktioniert und das geht nicht alles aus der Distanz. Gestern Abend konnte man sich bei PayPal z.B. schlecht einloggen. Hier ist eine animierte Simulation, wie es mit der Corona-Pandemie ablaufen kann: https://www.washingtonpost.com/graphics/2020/world/corona-simulator/ (auf „Browse now“ klicken und dann Cookies abklicken). Im Prinzip passt es zum Spiegel-Text oben. In China soll es jetzt null Neuinfektionen gegeben haben. Eigentlich positiv, aber es gibt noch so viele Menschen, die nicht immun und damit weiterhin angreifbar sind. Ein neues Ausbrechen ist gut möglich, man muss sich vom Ausland abschotten. 14 Tage Inkubationszeit und 5 Tage aktiv auf Oberflächen machen den Virus nur sehr schwer kontrollierbar. Woher kommt der Coronavirus? So ein Virus setzt uns darauf zurück, die Basics des Lebens zu schätzen zu wissen, die menschliche Nähe z.B.. Wie haltet ihr das im Haus? Meidet ihr auch untereinander Umarmungen etc.? Wir sind zu dritt im Haus und ich wüsste jetzt gar nicht, was wir machen, sobald der erste betroffen ist. Wenn Staat und Privatleute finanziell angeschlagen sind, werden wir alle wohl unseren Lebensstandard zurückschrauben müssen, wie auch immer das dann aussehen mag. ![]() |
Tue Mar 24 01:52:29 CET 2020 |
andyrx
Die Grippewelle 2017/2018 war mit 25.000 Todesfällen auch nicht ohne —} https://www.aerzteblatt.de/.../...pewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren
Alle 30 Jahre bekommen wir es im Schnitt mit Mutatioen von Influenza Viren zu tun ( Corona gehört zum gleichen Stamm) insofern ist das nichts ungewöhnliches was gerade passiert.
Zum Medienspektakel hat es aber erst Corona geschafft.....und alle drehen am Rad.
Influenza gehört in unseren Breiten ein Stück weit zum Lebensrisiko dazu.....jedoch haben wir fast alle je nach immunsystem Antikörper gegen viele Influenza Viren gebildet .....bei Corona hingegen kaum oder noch nicht.
Es wird also erst ein Ende finden wenn Großteil der Bevölkerung durch Infizierung ( oft symptomlos oder milder Verlauf zu 80% ) Immunitäten bildet.....in dieser Zeit muss man gefährdete Menschen isolieren bzw. schützen.....ein Shutdown wie jetzt ist auch für ein starkes Land wie DE kaum länger als 6 Wochen durch zu halten.
Der gesunde Großteil der Bevölkerung muss da durch und die 5 % der gefährdeten Menschen in ( freiwillige ) Quarantäne....und nicht andersrum 95% aus dem Verkehr nehmen das geht nur vorübergehend.
Opfer werden sich nicht vermeiden lassen sie 2017/2018.....das gehört zu unserem Leben dazu.
Tue Mar 24 02:06:05 CET 2020 |
andyrx
Hier mal ein Statement vom Robert Koch Institut —} https://www.rbb24.de/.../...onavirus-influenza-berlin-brandenburg.html
Vom 27.1.2020 .....völlige Fehleinschätzung und Planlosigkeit .
Tue Mar 24 03:58:19 CET 2020 |
Alexander67
Der Einschätzung und Plan war wohl eher ein:
"AKTUELL nicht UNSER Problem!".
Wie ein Monat das ändern kann.
Aber bis vor ca. einer Woche hatte ich mit diesem 2019er Corona auch keine Probleme.
Dann hatten mich die Zahlen überzeugt.
Weil es dann eben zu viele Fälle in MEINER etwas ERWEITERTEN UMGEBUNG gegeben hat.
(PS: Etwas erweitere Umgebung bedeutet Saarland.)
Was ich nicht verstehe ist, wieso wurde Klopapier gehamstert?
Pasta gibt es noch immer zu kaufen, Klopapier in dem Laden wo ich es immer gekauft habe noch immer nicht wieder.
Abwasser Betreiber melden schon Störungen weil Leute Küchenpapier und Servietten nutzen.
Wenn Abwasser nicht mehr funktioniert, dann haben übrigens auch die Hamsterer ein Problem mit der Scheiße die sich staut.
Die macht da nämlich keinen Unterschied.
Also hört bitte auf Klopapier zu hamstern.
Tue Mar 24 04:59:30 CET 2020 |
Alexander67
So eine Neuigkeit.
https://www.ffh.de/.../coronavirus-auch-ohne-symptome-ansteckend.html
Wenn man an den Italienischen Patienten Nr. 0 denkt, muss es wohl auch Überträger geben, die nicht nur keine Symptome haben, sondern nicht einmal so infiziert waren, dass die Antikörper bilden konnten.
Antikörper Bildung passiert relativ spät im Körpereigenen Abwehrkampf. Das kann man grob vereinfacht so sehen die Kehrmaschine die den Straßengraben immer wieder kehrt und den Forscher, der verzweifelt versucht festzustellen was im Straßengraben liegt. Wenn der Forscher da zu langsam ist, dann kann er nicht feststellen was da ist und daher auch nicht darauf reagieren.
Der Abfall ist dann aber doch kein Problem, weil die Kehrmaschine ja alles weggeräumt hat.
Erst wenn da so viel Abfall ist, dass der Forscher es schaffen kann den zu analysieren, dann kann er auch gezielt gegen einige Bestandteile vorgehen.
Und das ist dann in diesem Vergleich die Bildung von Antikörpern.
Diese ohne Antikörper infizierte leicht Erkrankten laufen eben nichtsahnend durch die Gegend und können andere infizieren. Tauchen auch kaum in Statistiken auf.
Noch mehr Daten die wir nicht haben.
Eine runter gefahrene Wirtschaft ist schlecht.
Ein überlastetes Gesundheitssystem ist schlechter.
In einem Jahr wissen wir viel mehr.
Für den Augenblick müssen wir versuchen mit unvollständigen Informationen das Beste zu machen.
Tue Mar 24 06:16:13 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
Vielleicht weil wir keine Antikörper haben und nicht Impfen können (Sarkasmus off).:facepalm:
Tue Mar 24 06:19:35 CET 2020 |
Goify
Sicherlich wissen wir in einem Jahr mehr, und lernen wie immer daraus nicht.
Tue Mar 24 07:40:56 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
Da kannst Du so nicht sagen, auch wenn oft Zuwenig getan wird.
Aus der Bankenkrise haben wir viel gelernt, das Corona noch nicht seine volle Wirkmächtigkeit entfaltet hat liegt am Wissensstand. Das eine Globalisierung Redundanzen braucht wird gerade auch gelernt.
Warten wir mal ab was die Russen gelernt haben, die Sterben ja weiterhin nur an Lungenentzündung.
Denen glaubt ja eh keiner was, deshalb kann die Bevölkerung nicht adäquat Informiert werden.
Tue Mar 24 08:06:40 CET 2020 |
Goify
Ich toleriere viel Blödsinn auf Motor-Talk, aber hier überschreitest du eine Grenze und damit setze ich dich auf "ignorieren".
Tue Mar 24 08:58:45 CET 2020 |
BenutznameSchonVergeben
Das stimmt einfach nicht! Die wenigen Maßnahmen die nach der 2008er Krise umgesetzt wurden werden bei einem erneuten Crash garnichts bewirken! Von einer Regulierung oder Kontrolle der Großbanken will ich gar nicht erst anfangen, die machen weiterhin was sie wollen...
Tue Mar 24 09:02:32 CET 2020 |
jennss
https://www.der-postillon.com/2020/03/gesundheitssystem.html
🙂
j.
Tue Mar 24 09:11:23 CET 2020 |
Goify
Jennss, der Artikel fasst es wunderbar zusammen.
Tue Mar 24 09:14:13 CET 2020 |
jennss
Woher will man wissen, wer keine Probleme bekommen wird? So klar ist das nämlich nicht. Auch Kinder starben schon an Corona.
Wie schon im Artikel geschrieben könnte die Art der Infektion entscheidend sein.
Und vom Alter her: Ab 70 in Quarantäne oder eher 80? Oder schon ab 50?
j.
Tue Mar 24 09:54:07 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
Wie ich schrieb es gibt noch viel zu tun, aber stell Dir mal vor wir würden in dem Zustand von 2009 die Coronakrise bewältigen wollen. Das war die Vergleichsreferenz zur Aussage:
...und lernen wie immer daraus nichtSoviel auch zum Thema wer Blödsinn schreibt😁
QuelleTue Mar 24 09:56:36 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
War wohl eher ein satirischer Beitrag, auch wenn viel Wahres daran ist.
Tue Mar 24 10:38:05 CET 2020 |
Brot-Herr
der-postillon.com ist eine Satireseite. Allerdings sind sie in letzter Zeit immer näher an der Wahrheit, nur halt zynisch ausgedrückt.
Tue Mar 24 10:42:57 CET 2020 |
Goify
Ich glaube dem Postillon oft mehr als einigen Vertretern des Mainstreams. Dass es so weit gekommen ist, halte ich für erschreckend.
Tue Mar 24 11:27:18 CET 2020 |
jennss
Ja, dieser Artikel zum Gesundheitssystem ist etwas anders als sonst, sarkastischer, ernsthafter.
Ich frage mich, ob es nach der Coronakrise deutlich weniger Raucher geben wird. Immerhin gehören Raucher ja zur Risikogruppe, sind also Kandidaten für einen schwerern Verlauf:
https://www.deutschlandfunk.de/...rch-das-coronavirus.2850.de.html?...
Zum einen sterben sie bei Corona leichter weg und zum anderen werden sicher manche das Rauchen zum Anlass nehmen aufzuhören, um nicht zur Risikogruppe zu gehören.
j.
Tue Mar 24 11:33:40 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
Leider braucht Die Lunge ein
paar Monateum sich zu erholen.
Tue Mar 24 11:34:59 CET 2020 |
Goify
Ach was: https://1.bp.blogspot.com/.../Coronavirus-Raucher.jpg 😁
Tue Mar 24 12:08:14 CET 2020 |
jennss
Vielleicht hat Deutschland weniger Raucher als Italien?
j.
Tue Mar 24 12:12:04 CET 2020 |
Goify
Manche meinen, die Deutschen wären die Winter mit kalter Witterung besser gewöhnt und hätten dadurch eine etwas robustere Grundkonsistenz. Kommt dann noch ein Virus, trifft es Südländer stärker als den nordischen Typ.
Tue Mar 24 12:20:20 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
Tatsächlich 1% mehr
Tue Mar 24 12:49:58 CET 2020 |
jennss
25% Raucher in Deutschland... dachte, es wären inzwischen weniger.
https://www.golem.de/.../...bile-in-der-existenzkrise-2003-147449.html
e.Go hat auch Probleme.
j.
Tue Mar 24 12:57:21 CET 2020 |
Goify
Ich habe mich mit dem Thema nochmal beschäftigt: In Italien sind ja nun 6.000 Menschen gestorben, die man auf Corona-Antikörper getestet hat. Was allerdings nicht getestet wurde, woran sie starben. Es fanden keine Obduktionen statt. Ich bin mir sicher, dass man noch viel mehr Antikörper in den Toten (und jedem Lebenden) finden wird, was aber nicht die Todesursache ist. Also wie kommt man auf die Idee, diese Toten Corona zuzuschreiben? Vielleicht starben sie einfach so oder an der gewöhnlichen Grippe, die ebenfalls oft Corona-Viren enthält.
Das erklärt vielleicht auch, wieso es in Deutschland nicht mal 1/10 so viele "Corona-Tote" gibt.
Das, was Laschet vorgestern sagte, war möglicherweise der größte Blödsinn seiner Beamtenlaufbahn, als er meinte, wir würden uns zu 60 bis 70 % mit Corona infizieren. Denn das löst Panik in uns aus, was immer auf die Gesundheit schlägt und obendrein ist diese Schätzung auch nur eine Meinung weniger Virologen. Was reitet ihn, dann solche Behauptungen zu wiederholen?
Tue Mar 24 13:42:49 CET 2020 |
Toolmaker1
Meine Meinung:
Nach Ostern hat jeder kapiert dass er ein bisschen vorsichtig sein soll und die Geschäfte laufen allesamt wieder an.
Die Risikogruppe, die eh nicht mehr produktiv ist, wird noch mit Einschränkungen leben müssen.
Für alle anderen geht es mit Business as usual weiter.
Der Staat wird mit einigen Corona Opfern sicher besser dastehen als mit kommenden Kriegen wenn die Wirtschaft Weltweit am Boden liegt und man sich wegen solch banalen Dinge wie Lebensmittel mit Waffen auseinander setzen muss.
Tue Mar 24 14:57:55 CET 2020 |
jennss
Kommt das denn nicht hin? Ich hätte jetzt ähnlich geschätzt. Nach den bekannten Szenarien gibt es am Ende nur ganz wenig oder keine Leute, die noch kein Corona hatten. Der Sinn des Abschottens ist im Wesentlichen, das Gesundheitswesen nicht an seine Grenzen zu bringen.
Letztlich gibt es so viele Faktoren, dass man es nicht wirklich vorhersehen kann, aber 60 bis 70% halte ich noch für eher niedrig geschätzt.
j.
Tue Mar 24 14:58:08 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
Die Amis wollten erst den Virus Erschießen, Nun wollen sie sich Theatralisch für die Wirtschaft Opfern geht's noch Absurder?
Tue Mar 24 15:04:35 CET 2020 |
Goify
Ich sag mal so, wenn du Klopapier kaufst und ich eine Waffe kaufe, habe ich auch dein Klopapier. 😉
Die Rentner "wegzumachen" nennt sich sozialverträgliches Frühableben und geistert als Witz durch die Welt, seit das Rentensystem eingeführt wurde. Da kann man drüber lachen, wenn man das als Humor betrachtet.
Tue Mar 24 15:34:20 CET 2020 |
jennss
Amerika ist ein seltsames Land. Auf der einen Seite sehr sozial (mit Behinderten, z.B. gibt es da eine Universität, in der nur mit Gebärdensprache unterrichtet wird), auf der anderen Seite aber gar nicht sozial (Gesundheitswesen). Auf jeden Fall gibt es immer große Worte.
j.
Tue Mar 24 15:46:43 CET 2020 |
andyrx
Die 60-70 % durchseuchung braucht es damit ein Großteil der Menschen Immunität erreicht ....und damit dem Virus die Grundlage entzieht .
Bei rund 80% verläuft die Infizierung fast ohne Symptome .....es ist die Frage wann man die Zügel los lässt damit das Gesundheitssystem das was an schwereren Verläufen anfällt auch bewältigen kann.
Man muss es irgendwann laufen lassen denn sonst zieht sich das über Jahre und das ist unmöglich ....
Tue Mar 24 16:43:07 CET 2020 |
andyrx
Virologen betrachten ihren Teilbereich mit dem Blick auf das pandemische geschehen ....letztendlich sind die Sorgen und Nöte jedes Einzelnen vielschichtiger und kann man nicht so einfach vom Tisch wischen.
Klar ist das es Opfer gibt und klar ist auch dass es unmöglich sein wird jeden einzelnen zu retten.....es ist ein abwägen für die Politiker bzw. Verantwortlichen zwischen Minimierung der Opferzahlen aber auch Erhalt sozialer Strukturen und auch wirtschaftlicher Sachzwänge.....denn eines ist auch klar ,so ein Shutdown ist nicht beliebig lang
Durch zu halten.
Irgendwann muss man die Zügel loslassen und die Durchseuchung fahrt aufnehmen lassen....egal wie man es macht und wann man es macht ....es kostet Menchenleben und Opfer .
Leider bilden sich Fronten weil da die Pragmatiker sind und dort diejenigen die es ethisch nicht vertretbar sehen Opfer in Kauf zu nehmen .
Existenzsorgen bei den Einen ganz oben bei den Sorgen und Verlustängste im Kreis der Familie bzw. Furcht vor eigener Erkrankung bei den anderen ....schade das keiner den anderen versteht und egal welche Entscheidungen von Politik und Exekutive getroffen wird ....am Ende werden sie die Deppen sein weil,entweder Wirtschaft im Eimer oder Opferzahlen ansteigen .
Finde die Politik macht das derzeit ganz ordentlich und doch wird es am Ende niemand recht zufriedenstellen.
Tue Mar 24 18:12:20 CET 2020 |
notting
@andyrx: Es wurden auch schon Konzepte genannt, wo man in Wellen die Einschränkungen auf einem starken Niveau lässt und zwischendrin die "Zügel wieder lockert".
Vorteile:
- Man lässt die Zügel immer nur soweit locker wie das Gesundheitssystem nicht überfordert ist. Bzw. bei der Zügellockerung werden die Leute hoffentl. wieder normaler.
- Ggf. ist das die schnellere Methode immune Leute zu bekommen als mit einem Impfstoff, weil dessen Entwicklung sehr lange dauert. Immungeschwächte Menschen müssen aber permanent isoliert werden bis es ein für sie verträgl. Impfstoff gibt oder eben aufgrund der Immunität der anderen die Wahrscheinlichkeit gering genug ist nix abzubekommen.
notting
Tue Mar 24 18:58:50 CET 2020 |
SUV-Fahrer
Die Steakhouse-Kette Maredo musste auch Insolvenz anmelden. Schade, ich habe dort immer recht gerne gegessen, aber das Konzept wirkte etwas angestaubt, daher verwundert es mich nicht.
Quelle: https://www.wiwo.de/.../25674186.html
Gruß,
SUV-Fahrer
Tue Mar 24 19:15:39 CET 2020 |
andyrx
Maredo war schon lange ein Problemfall mit roten Zahlen seit Jahren.....das war dann jetzt nicht mehr aufzuhalten ähnlich ist es mit Vappioano die auch insolvent sind
Tue Mar 24 19:49:39 CET 2020 |
andyrx
https://www.ebm-netzwerk.de/.../covid-19-wo-ist-die-evidenz
Das ist ein sehr informativer und auch ausgewogener Link zur Corona Problematik
Tue Mar 24 20:48:39 CET 2020 |
notting
https://www.der-postillon.com/2020/03/geburtstermine.html
Um Krankenhäuser zu entlasten: Geburtstermine bundesweit um drei Monate verschoben
;-D
notting
Tue Mar 24 21:23:08 CET 2020 |
Ascender
Ich denke Assets sind das erste was abgestoßen wird, weil jetzt jeder Liquidität braucht. In Krisen fallen die Asset-Preise als erstes.
Wer kauft denn jetzt Gemälde, Häuser oder Oldtimer?
Wer jetzt liquide Mittel hat, ist meiner Meinung nach am ehesten vorbereitet für diese Krise. Derjenige könnte dann, wenn die Kurse am niedrigsten sind, in Aktien investieren. Das habe ich vor, da ich über genug Mittel verfüge. Wichtig hierbei ist das Risiko möglichst breit zu streuen, also in viele Branchen zu investieren. Und am besten hat man einen langen Atem und ist nicht auf das Geld angewiesen.
Als nächstes steigen aber auch die Preise für den Grundbedarf, also Nahrungsmittel, etc.
Aber um auf die Frage aus der Überschrift zurückzukommen:
Ich glaube es wird hier richtig knallen. Anfang des Jahres hatte ich noch angenommen, dass das Corona-Virus nur ein temporärer Effekt ist, der im asiatischen Raum für Aufregung sorgen wird, und dieser damit keine Rezession auslösen kann, da das Hauptmerkmal einer Rezession ein langfristiger Wirtschaftsabschwung ist. Wir hatten das schließlich in ähnlicher Form mit SARS, nur das daraus keine globale Pandemie wurde.
Wenn ich mir unsere Kunden so ansehe (kleine und mittelständische Unternehmen und Unternehmer), stelle ich oft mit Erschrecken fest, dass so gut wie keine Substanz und keine Liquidität besteht. Diese Klientel ist keinsten falls auf eine Krisenzeit vorbereitet. Und das sind genau die, die jetzt massenhaft umkippen werden.
Auch die ganzen Existenzgründer, die jetzt in ihrem ersten oder zweiten Jahr sind, werden jetzt ein Problem haben. Denn die mussten ja erstmal investieren, bevor sie daraus Gewinn erwirtschaften. Sie haben also in der Regel keine Liquidität, und auch keine Substanz von der sie zehren können.
Wie ich in meinem Blog schrieb sind zudem die Staatshilfen nur für bonitäre Kunden gedacht, die nur aufgrund der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten. Alle, die bereits Anzeichen mangelnder Liquidität und Substanz aufwiesen, kommen dafür nicht in Frage. Und sowieso, bis die Mittel bereitstehen, ist es für die ersten ohnehin zu spät.
Bei den Privatkunden sieht es ähnlich aus. Viel zu viele haben sich überschuldet. Vor allem auch mit Baufinanzierungen. Ich kenne auch aus dem privaten Umfeld einige Fälle, wo mit 120% finanziert wurde, weil selbst das Eigenkapital für die Nebenkosten gefehlt hat. Dann gibt es noch die obligatorischen PKW-Finanzierungen/Privatleasingverträge und evtl. noch Konsumkredite (0%-Finanzierungen). Wenn die jetzt alle in Kurzarbeit gehen oder Arbeitslosengeld I beziehen, und plötzlich mit 60% ihres Einkommens auskommen müssen, wird das in vielen Fällen nicht funktionieren.
Ich habe immer wieder gesagt, dass es mich sehr erstaunt, dass es viele Privatpersonen, trotz eines zehnjährigen Wirtschaftbooms nicht schaffen Rücklagen zu bilden und/oder Vermögenswerte aufzubauen.
Und als nächstes sind doch wieder die Banken dran, die bereits an den Niedrigzinsen litten, am Aktienmarkt nicht mehr genug verdient haben, und in Krediten das einzige Mittel gesehen haben noch Geld zu verdienen. Der Konkurrenzdruck in den letzten Jahren war enorm, weshalb eine laissez-faire-Haltung einsetzte.
Hauptsache kurzfristiger Erfolg (der Aktionär muss ja am Ende des Quartals zufrieden sein), und Umsatz, Umsatz, Umsatz. Wollen wir hoffen, dass die verstärkte Eigenkapitalhinterlegung die Banken nicht zum wackeln bringt.
Ich bin sehr froh, dass ich für ein Institut arbeite, dass schon immer sehr konservativ das Risiko betrachtet hat und sehr vorsichtig war in der Vergabe von Darlehen. Dadurch haben wir aber einige Kunden in den letzten Jahren verloren. Ich bin gespannt wie sich jetzt unsere Risikokosten verändern. Mein Chef hat seine Haltung erst Anfang des Jahres vor versammelter Mannschaft verteidigt, dass man jetzt eben genau nicht die Kredite raushauen soll, obwohl wir unser kalkuliertes Risikobudget nicht ausschöpfen.
Je eher die Wirtschaft wieder zurückkommt, desto besser. Aber wenn ich mir anschaue, dass sich alle drei Tage die Anzahl der Infizierten verdoppelt, dann wird uns das noch ein paar Wochen beschäftigen.
Die 2020er fangen schonmal gut an. 🙁
Tue Mar 24 23:20:04 CET 2020 |
the_WarLord
Sollte das die Gelegenheit sein auf ein Haus zu schielen?
Wed Mar 25 05:09:10 CET 2020 |
FeuerzangeBF
Sehr gute Einstiegskurse am Markt! Super! Wie in 2008! Top!
Wed Mar 25 08:35:49 CET 2020 |
Schwarzwald4motion
Dann hoff ich mal ist die Sparkasse 😁