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21.03.2020 15:25    |    jennss    |    Kommentare (936)

Schätzt ihr, ohne Infektion durch die Corona-Pandemie zu kommen?

szenariencoronaszenariencorona

Vorweg: Man kann „der Virus“, wie auch „das Virus“ sagen, beides ist richtig. Ich nehme hier „der“.

 

2020 sollte das große Jahr der Elektromobilität werden. Mit dem Coronavirus konnte man nicht rechnen. Sowas habe ich in meinen 53 Jahren noch nicht erlebt. Vergleichbar ist der vielleicht mit der Pest ca. 1350 oder mit der Spanischen Grippe ca. 1920 (>25 Mio Tote). Im Unterschied zu damals sind die Entwicklung und der Informationsfluss jedoch jetzt schneller. Wir hoffen auf einen Impfstoff noch in diesem Jahr. Sicher ist das aber nicht. Im Spiegel ist in einem Bericht von 3 Szenarien (ohne Impfstoff) geschrieben worden:

https://www.spiegel.de/.../...n-a-ea2e318b-b388-4ccc-8493-318f892381b8

 

Im Moment schotten wir uns alle ab. Dadurch zieht sich die Krise hin. Der Höhepunkt nach dem 3. Szenario, das wir jetzt wohl weitgehend praktizieren, ist erst im Januar 2021 und überstanden haben wir alles wohl im Frühjahr/Sommer 2021. Das alles ist aber schwer vorhersagbar. Würden wir dem Virus freien Lauf lassen, hätten wir vielleicht im Sommer 2020 schon wieder freien Ausgang und alles. Aber die Zahl der Toten läge dann wohl bei mehr als 1 Mio. in Deutschland (?). Bei Szenario 3 kämen wir lt. obiger Seite mit „nur“ 100000 Toten weg. Da man nicht weiß, wer einen milden und wer einen schweren Verlauf haben wird, gibt es eigentlich keine Alternative zum Abschotten. Wenn wir Zeit gewinnen, wird das Gesundheitssystem nicht überlastet und parallel wird geforscht. Bei Szenario 1 hätten wir zu einem Zeitpunkt bis zu 22,5 Mio. Erkrankte gleichzeitig, bei Szenario 2 ca. 7,7 Mio. und bei Szenario 3 nur 450000.

 

Selbst junge Menschen außerhalb der Risikogruppen haben teilweise einen schweren Verlauf. Vermutet wird, dass die direkte Infektion per Einatmen zur Lunge gefährlicher ist als der langsame Weg über Speichel durch den Hals, weil es dem Menschen weniger Zeit gibt Antikörper aufzubauen:

https://www.watson.de/.../...teils-schwer-virologe-hat-vermutung-wieso

 

Ein „gezieltes Abbrennen des Waldes“ (Virus‘) durch kontrollierte Infektionen, um danach Immunität zu erzielen, ist zu riskant. Manch einer würde wider Erwarten sterben. Das wäre dann quasi Mord oder fahrlässige Tötung. Unklar ist auch, wie lange man immun bleibt. Das können Monate oder Jahre sein, vielleicht auch lebenslang. Es könnte dann auch wieder Wellen geben, wobei der Mensch dann aber vielleicht nicht mehr so hart getroffen wird, weil der Körper den Virus schneller erkennt und reagieren kann. Haben wir hier einen Mediziner, der das genauer kennt?

 

Auch, wenn die menschliche Gesundheit natürlich an erster Stelle steht, muss man sich fragen, was von unserem bisherigen Leben, das ja zum großen Teil auf einer florierenden Wirtschaft basiert, noch bleibt? Es scheint, als könnte es danach wie nach einem Krieg einen Wiederaufbau geben.

Besonders schwer haben es wohl einige Bereiche der Selbstständigen. Einfacher ist es, wenn man online arbeiten kann. Aber ohne die Schnittstellen zum direkten Leben geht es auch da nicht.

 

VW dürfte insofern gut daran getan haben, schon viele ID.3 gebaut zu haben: https://www.freenet.de/.../...auf-geheimen-halden_7710220_4717844.html

Jetzt fehlt noch eine solide Software und die kann man zum Teil wohl auch am PC zuhause basteln. Manch andere Firmen, die ihre neuen Autos dieses Jahr vorstellen wollten, werden das wohl nicht können. Hat Opel vom Corsa-e schon viele produziert?

 

Das sicherste Gehalt haben derzeit wohl Beamte, Arbeitslose und Rentner, also Geld vom Staat. Firmen sind ja auch nicht sicher. Vapiano hat bereits Insolvenz angemeldet: https://www.focus.de/.../...iano-ist-zahlungsunfaehig_id_11793661.html

 

Im Unterschied zu damals rettet uns das Internet doch ein bisschen. So richtig isoliert sind wir eigentlich nicht, nur physisch. Wir haben ja uns hier :).

 

Wollte man sich früher Informationen geben, ging es nur mündlich oder durch Papier. Beide Wege boten Möglichkeiten zur Infektion. Das Internet braucht aber natürlich auch eine gewisse physische Pflege, damit alles funktioniert und das geht nicht alles aus der Distanz. Gestern Abend konnte man sich bei PayPal z.B. schlecht einloggen.

 

Hier ist eine animierte Simulation, wie es mit der Corona-Pandemie ablaufen kann: https://www.washingtonpost.com/graphics/2020/world/corona-simulator/ (auf „Browse now“ klicken und dann Cookies abklicken). Im Prinzip passt es zum Spiegel-Text oben.

 

In China soll es jetzt null Neuinfektionen gegeben haben. Eigentlich positiv, aber es gibt noch so viele Menschen, die nicht immun und damit weiterhin angreifbar sind. Ein neues Ausbrechen ist gut möglich, man muss sich vom Ausland abschotten. 14 Tage Inkubationszeit und 5 Tage aktiv auf Oberflächen machen den Virus nur sehr schwer kontrollierbar.

 

Woher kommt der Coronavirus?

Der Pesterreger zählt zu den biologischen Waffen: https://de.wikipedia.org/.../Pest?...

Völlig undenkbar ist es also auch nicht, dass der Coronavirus von Menschen entwickelt wurde.

Oder sind die Viren Aliens? :)

Oder wehrt sich die Erde gegen das CO2? Immerhin fallen viele Flüge aus...

Am Wahrscheinlichsten ist wohl, dass er einfach Zufall ist, also eine Erscheinung der Evolution, wie auch der Mensch überhaupt.

 

So ein Virus setzt uns darauf zurück, die Basics des Lebens zu schätzen zu wissen, die menschliche Nähe z.B.. Wie haltet ihr das im Haus? Meidet ihr auch untereinander Umarmungen etc.? Wir sind zu dritt im Haus und ich wüsste jetzt gar nicht, was wir machen, sobald der erste betroffen ist.

 

Wenn Staat und Privatleute finanziell angeschlagen sind, werden wir alle wohl unseren Lebensstandard zurückschrauben müssen, wie auch immer das dann aussehen mag.

j.

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21.03.2020 15:51    |    Schwarzwald4motion

Der Virus ist ein natürliches Phänomen welches eigentlich eine automatische Dezimierung einer Überbevölkerung reguliert.

Dies werden wir auch hier irgendwann mit Impfstoffen verhindern das hoffe ich so egoistisch wie ich bin, aber der Natur (also die gesamte Flora und Fauna) würde das natürliche Phänomen wohl deutlich mehr helfen.


21.03.2020 16:33    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 21. März 2020 um 15:51:39 Uhr:

Der Virus ist ein natürliches Phänomen welches eigentlich eine automatische Dezimierung einer Überbevölkerung reguliert.

Dies werden wir auch hier irgendwann mit Impfstoffen verhindern das hoffe ich so egoistisch wie ich bin, aber der Natur (also die gesamte Flora und Fauna) würde das natürliche Phänomen wohl deutlich mehr helfen.

Ähm ja,...


21.03.2020 16:51    |    Goify

Ich kopiere einfach mal rein, was ich hier im Forum an anderer Stelle heute schrieb:

 

Wenn die gerade eben begonnene Wirtschaftskrise so weiter geht, wie sie angefangen hat, wird es uns allen bald recht schlecht gehen. Je nachdem, wie die nächsten Wochen sich entwickeln, muss ich über mein Personal nachdenken, weil ich niemanden entlohnen kann, der aufgrund von fehlenden Aufträgen keinen Umsatz generiert (von Gewinn möchte ich mal nicht sprechen).

 

Die ganzen großen Automobilhersteller und deren Zulieferer sind jetzt in Kurzarbeit, aber wird man sie in 4 - 8 Wochen wieder brauchen? Wer bestellt nach der Corona-Krise ein neues Auto, wenn der eigene Job auf Kurzarbeit läuft und welcher Unternehmer bestellt sich neue Leasingwagen, wenn er selbst kurz vor oder bereits in der Insolvenz ist? Alle Betriebe, die jetzt zumachen mussten oder davon abhängig sind, werden zur Hälfte für immer schließen müssen, weil kaum ein Unternehmen Rücklagen hat, um drei Monate Umsatzausfall überbrücken zu können. Mehr als ein halbes Jahr schaffe ich wahrscheinlich auch nicht. Ich fürchte auch, dass uns da keiner helfen kann. Es gibt keine EZB mit Goldreserven oder eine Merkel, die im Geld schwimmt. Außerdem heißt auch immer Geld in den Markt zu drücken, die Preise steigen zu lassen, sodass alles wieder verpufft. Die 1.000 $ in den USA sind an Wahnsinn ja nicht mehr zu überbieten: Die "erfinden" dafür mal eben 327.167.434.000 $, das sind 327 Mrd $, also ein Zehntel des Jahres-Staatshaushalts.

 

Ich sehe da recht düster in die Zukunft für uns alle und Corona ist nicht der Grund, sondern nur der vorgezogene Auslöser, was es ja noch schlimmer macht. Corona allein wäre sicherlich vor 20 Jahren verkraftbar gewesen, aber nicht noch eine Weltwirtschaftskrise.

 

Habt ihr einen ähnlichen Ausblick?


21.03.2020 16:52    |    notting

Zitat:

Das sicherste Gehalt haben derzeit wohl Beamte, Arbeitslose und Rentner, also Geld vom Staat. Firmen sind ja auch nicht sicher. Vapiano hat bereits Insolvenz angemeldet:

Du hast das Kurzarbeitergeld vergessen. Bzw. wenn eine Firma pleite geht, wird das für die Beschäftigten i.d.R. in der Arbeitslosigkeit enden - sofern sie nicht schon einen Wechsel festgezurrt hatten. Aufgrund der aktuellen Lage sind aber schon Bewerbungsgespräche schwierig. Und dann eben noch dazu, dass den Firmen gerne nicht nach Einstellungen zumute sein dürfte. Einerseits von den Finanzen her, andererseits weil die F2F-Einarbeitung evtl. besser geht als im Home-Office.

 

Das erste generelle Problem bzgl. Corona ist ist, dass auch das dt. Gesundheitssystem schon im "Normalbetrieb" extrem an der Auslastungsgrenze ist weil kaputtgespart. Bin mir sehr sicher, dass man unterm Strich jetzt sehr viel Geld sparen könnte, wenn es dem Gesundheitssystem an sich generell besser gehen wurde!

Man hat auch zu lange darauf gesetzt das Problem mit billigeren Fachkräften zu lösen. Die hatten aber schon vor einiger Zeit Angst nicht mehr heimzukommen oder dürfen oder können nun nicht mehr über die Grenze. Z. B. aus dem Elsass kommen viele Leute rüber zum Arbeiten, wurde aber schon länger zum Hochrisiko-Gebiet erklärt und die Leute sollten daheim bleiben. Leute die aus Osteuropa lange Strecken hierher zurücklegen müssen dürfen sich über massiv ausgedünnte bis eingestellte öffentl. Verkehrsmittel "freuen".

Leider haben die EU-Länder sich nicht gegenseitig geholfen als noch Kapazitäten frei waren bzw. in der Hoffnung, dass wenn die Welle in einem EU-Land vorbei ist, dass die wieder Kapazitäten haben.

 

Diejenigen, denen es vorher schon nicht so gut ging, wird's wie immer am stärksten treffen, egal ob man über Menschen oder Firmen bzw. Selbstständige redet. D.h. bei den "Todeszahlen" muss man sich immer vor Augen halten, dass in vielen Fällen schon unabh. von Corona 100%ig sicher war, dass der Tod in absehbarer Zeit eintritt und Corona das "nur" etwas beschleunigt hat. Was Firmen angeht hier eine Meldung vom 12.12.2019: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/nullzins-zombies-101.html

Zitat:

Experten sind alarmiert: In Europa gibt es immer mehr Zombie-Firmen, die nur noch künstlich mithilfe von Neuschulden am Leben gehalten werden. Schuld daran ist die EZB.

BTW: Die Politik scheint die Gunst der Stunde zu nutzen den Überwachungsstaat weiter auszubauen, was bislang durch Demos & Co. erschwert wurde: https://www.heise.de/.../...he-Fussfessel-einsetzen-duerf-4687555.html

 

notting


21.03.2020 16:57    |    GaryK

Naja, angeschossene Unternehmen haben JETZT eine Ausrede, im nächsten Jahr nicht mehr. Ich erwarte durchaus, dass es einige fehlgeleitete Unternehmen ziemlich beuteln wird. Vor allem wenn Unternehmer "weils billiger ist" auf externe Dienstleister setzen, die wiederum die Mitarbeiter ausnehmen, diese Unternehmen werden richtig Spass bekommen.... Siehe um beim Beispiel "Auto" zu bleiben die bestmöglich von den Branchenriesen ausgepressten Zulieferer.

 

Und im Gegenzug werden einige Konzerne, die sich bisher eher als Versorgungswerk der Aktionäre und "alteingesessener Mitarbeiter" betrachten deutlich was auf die Nüstern bekommen. Siehe VW - die haben JETZT eine Entschuldigung, aber die Management-Fehler sowohl in der Richtung wie auch "Unternehmens-Philosophie" ("betrügen statt erfinden") sind weit älter. Mittelständler mit einer breiten Kundenbasis, einem nicht allzuhohen Wasserkopf - die werden IMHO gestärkt aus der Nummer herauskommen. Weil jede Panik irgendwann am Ende ist und dann wird investiert.

 

Wer was kann und eine gesunde Struktur hat, der wird IMHO aus der Nummer gestärkt hevorgehen. Nichts ist so konstant wie der Wandel.


21.03.2020 17:05    |    Meat-Puppets

Zitat:

@Goify schrieb am 21. März 2020 um 16:51:29 Uhr:

Ich kopiere einfach mal rein, was ich hier im Forum an anderer Stelle heute schrieb:

 

Wenn die gerade eben begonnene Wirtschaftskrise so weiter geht, wie sie angefangen hat, wird es uns allen bald recht schlecht gehen. Je nachdem, wie die nächsten Wochen sich entwickeln, muss ich über mein Personal nachdenken, weil ich niemanden entlohnen kann, der aufgrund von fehlenden Aufträgen keinen Umsatz generiert (von Gewinn möchte ich mal nicht sprechen).

 

Die ganzen großen Automobilhersteller und deren Zulieferer sind jetzt in Kurzarbeit, aber wird man sie in 4 - 8 Wochen wieder brauchen? Wer bestellt nach der Corona-Krise ein neues Auto, wenn der eigene Job auf Kurzarbeit läuft und welcher Unternehmer bestellt sich neue Leasingwagen, wenn er selbst kurz vor oder bereits in der Insolvenz ist? Alle Betriebe, die jetzt zumachen mussten oder davon abhängig sind, werden zur Hälfte für immer schließen müssen, weil kaum ein Unternehmen Rücklagen hat, um drei Monate Umsatzausfall überbrücken zu können. Mehr als ein halbes Jahr schaffe ich wahrscheinlich auch nicht. Ich fürchte auch, dass uns da keiner helfen kann. Es gibt keine EZB mit Goldreserven oder eine Merkel, die im Geld schwimmt. Außerdem heißt auch immer Geld in den Markt zu drücken, die Preise steigen zu lassen, sodass alles wieder verpufft. Die 1.000 $ in den USA sind an Wahnsinn ja nicht mehr zu überbieten: Die "erfinden" dafür mal eben 327.167.434.000 $, das sind 327 Mrd $, also ein Zehntel des Jahres-Staatshaushalts.

 

Ich sehe da recht düster in die Zukunft für uns alle und Corona ist nicht der Grund, sondern nur der vorgezogene Auslöser, was es ja noch schlimmer macht. Corona allein wäre sicherlich vor 20 Jahren verkraftbar gewesen, aber nicht noch eine Weltwirtschaftskrise.

 

Habt ihr einen ähnlichen Ausblick?

Mein Ausblick ist gleich: Helikopter-Geld, Minuszinsen, und „Finanzielle Hilfen für den Bürger, den Mittelstand und die Industrie, koste es was es wolle“, etc., werden die Symptome nur kurzfristig lindern. Die Pläne, nicht nur der Autoindustrie, sind für die Tonne. Corona ist der Sargnagel für die weltweite Wirtschaft. Ganze Gesellschaften und Ökonomien werden sich von diesem Schlag nicht mehr nachhaltig erholen. Zusätzlich zu den Problemen im persönlichen Lebensbereich, Angst die älteren Menschen in der Familie durch unbeabsichtigte Ansteckung zu töten, können massive finanzielle Auswirkungen für jeden auftreten. Unsere Gemeinschaftswährung ist schon ein Zombie, Währungsreformen unumgänglich. Möge jeder die Flucht in andere Assets ergreifen solange er noch kann. Nur meine bescheidene Meinung.


21.03.2020 17:41    |    cso-cso

In einem wirtschaftlich geprägten System, die Wirtschaft herunterzufahren, ist m.E. genauso riskant, wie dem Virus freien Lauf zu lassen. Wie viele Menschen werden durch diese Krise finanziell ruiniert und sind damit psychisch am Ende? Bis letztes Jahr betrieb ich noch ein Einzelhandelsgeschäft und konnte es mit gerade noch verkraftbarem Verlust schliessen. Ein Jahr später hätte ich vor dem Ruin gestanden und Hartz IV beantragen müssen.

Ich kann gut reden, denn meine Familie ist nicht befallen, wir haben noch unser Einkommen und ein sicheres Dach über dem Kopf. So muss ich zu der Meinung kommen, dass die Maßnahmen übertrieben und auf lange Sicht schädlicher für unsere Gesellschaft sind, als dem Virus freien Lauf zu lassen.

Aber was ich ungeheuerlich finde ist, dass die Verfehlungen, der von den meisten unserer Gesellschaft gewählten Politikern, wieder uns zu Lasten gelegt wird.

Dass eine Krankheit einen Teil des Volkes dahinrafft, das ist Schicksal. Aber dass die Politik dafür, dass sie den systematischen Abbau des Gesundheitssystems gefördert hat, dem Volk jetzt als Konsequenz ihres Handelns die wirtschaftliche Lebensgrundlage entzieht, ist skandalös ! "Hey Leute, die Politik hat über Jahrzehnte versagt, aber ihr habt uns ja gewählt und seid selber Schuld. Jetzt dürfen wir alles durchsetzen und wenn ihr nicht mitzieht, wenn wir euch nicht den Ast absägen, werdet ihr als Alternative krank und könnt auch nicht arbeiten. Und nebenbei tragt ihr auch noch Verantwortung für eure Mitmenschen, die sterben, weil wir bei der Gesundheitspolitik versagt haben."

Ich gehe davon aus, dass wir noch 2 Wochen durchhalten. Danach wird es so viele irreparable wirtschaftliche Schäden geben, dass wir uns, wenn überhaupt, erst in Jahrzehnten erholt haben werden.


21.03.2020 17:53    |    Goify

Zitat:

@Meat-Puppets schrieb am 21. März 2020 um 17:05:57 Uhr:

Möge jeder die Flucht in andere Assets ergreifen solange er noch kann. Nur meine bescheidene Meinung.

Ich kaufe gerade (mit meinen Kollegen) massiv Immobilien, allerdings weiß ich nicht, ob das die klügste Lösung ist. Edelmetalle hatte ich schon letzten Herbst aufgestockt. Trotzdem weiß keiner, ob sie wertstabil bleiben, jedoch sicherer als Geld sind sie immer, denn Geld kann man auf Null setzen - eine Immobilie oder Silber nicht, das hat immer einen Mindestwert.


21.03.2020 19:12    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 21. März 2020 um 16:52:14 Uhr:

Das erste generelle Problem bzgl. Corona ist ist, dass auch das dt. Gesundheitssystem schon im "Normalbetrieb" extrem an der Auslastungsgrenze ist weil kaputtgespart. Bin mir sehr sicher, dass man unterm Strich jetzt sehr viel Geld sparen könnte, wenn es dem Gesundheitssystem an sich generell besser gehen wurde!

Hier wird gesagt, wir seien viel besser vorbereitet als z.B. Italien: https://www.watson.de/.../...rt-die-hohe-sterblichkeitsrate-in-italien :

 

Zitat:

Während die Sterblichkeit in Südkorea bei 0,8 Prozent liege, komme Italien auf etwa 4 Prozent. Jedoch lägen wir in Deutschland "deutlich niedriger" als Italien - weil wir so gut vorbereitet sind was die Intensiv-Kapazitäten angehe, so Herold.

j.


21.03.2020 19:19    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 21. März 2020 um 19:12:10 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 21. März 2020 um 16:52:14 Uhr:

Das erste generelle Problem bzgl. Corona ist ist, dass auch das dt. Gesundheitssystem schon im "Normalbetrieb" extrem an der Auslastungsgrenze ist weil kaputtgespart. Bin mir sehr sicher, dass man unterm Strich jetzt sehr viel Geld sparen könnte, wenn es dem Gesundheitssystem an sich generell besser gehen wurde!

Hier wird gesagt, wir seien viel besser vorbereitet als z.B. Italien: https://www.watson.de/.../...rt-die-hohe-sterblichkeitsrate-in-italien :

Zitat:

@jennss schrieb am 21. März 2020 um 19:12:10 Uhr:

Zitat:

Während die Sterblichkeit in Südkorea bei 0,8 Prozent liege, komme Italien auf etwa 4 Prozent. Jedoch lägen wir in Deutschland "deutlich niedriger" als Italien - weil wir so gut vorbereitet sind was die Intensiv-Kapazitäten angehe, so Herold.

j.

Nun ja, ich habe auch mal gehört Italien wäre deshalb so hoch, weil dort jeder Tote getestet wird, aber nicht jeder lebende.

Ich denke man muss auch Tote und geheilte vergleichen

Hier noch ein Link zu dem Thema.

Speziell mit vermutlich nicht so gut vergleichbaren Zahlen.

https://www.coronagram.com/


21.03.2020 19:23    |    jennss

Ja, das stimmt: Die Zahl der Infizierten im Vergleich ist trügerisch. Tote und Geheilte Vergleichen passt für einen Zeitpunkt besser. Da sieht es bei z.B. UK, USA und den Niederlanden schlecht aus. Das sicherste Zeichen für die Ausbreitung ist wohl die Zahl der Toten. Bei Recovered können auch viele fehlen, die es ohne Test gehabt haben.

j.


21.03.2020 19:32    |    Goify

In UK und den Niederlanden macht man ja den Versuch mit der Immunität. Da wird man sehen, ob das klappt oder ein Viertel des Landes dahinrafft.


21.03.2020 19:33    |    jennss

Das bedeutet, man lässt den Virus einfach ausbreiten?

Es ist für eine Regierung sauschwer, Entscheidungen zu treffen, weil es um Leben und Tod geht.

j.


21.03.2020 19:38    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 21. März 2020 um 19:23:44 Uhr:

Ja, das stimmt: Die Zahl der Infizierten im Vergleich ist trügerisch. Tote und Geheilte Vergleichen passt für einen Zeitpunkt besser. Da sieht es bei z.B. UK, USA und den Niederlanden schlecht aus. Das sicherste Zeichen für die Ausbreitung ist wohl die Zahl der Toten. Bei Recovered können auch viele fehlen, die es ohne Test gehabt haben.

Hier ein ausführlicher Artikel, was es für mehr oder weniger sinnvolle Kennzahlen dazu gibt bzw. wie man sie lesen muss: https://www.heise.de/.../...allsterblichkeit-False-Number-4679338.html

 

notting


21.03.2020 20:05    |    Goify

Zitat:

@jennss schrieb am 21. März 2020 um 19:33:08 Uhr:

Das bedeutet, man lässt den Virus einfach ausbreiten?

So habe ich es jedenfalls verstanden.


21.03.2020 20:09    |    notting

Zitat:

@Goify schrieb am 21. März 2020 um 19:32:23 Uhr:

In UK und den Niederlanden macht man ja den Versuch mit der Immunität. Da wird man sehen, ob das klappt oder ein Viertel des Landes dahinrafft.

In Schweden offenbar auch: https://www.heise.de/.../...rittene-schwedische-Sonderweg-4686504.html

 

notting


21.03.2020 20:42    |    Lumpi3000

Bin ich der Einzige der diesen Weg für grob fahrlässige Sche... hält? :rolleyes: Ich würd zusehen das ich da weg komme. Irgendein Schlupfloch gibts immer.


21.03.2020 20:49    |    Alexander67

Zitat:

@Lumpi3000 schrieb am 21. März 2020 um 20:42:15 Uhr:

Bin ich der Einzige der diesen Weg für grob fahrlässige Sche... hält? :rolleyes: Ich würd zusehen das ich da weg komme. Irgendein Schlupfloch gibts immer.

Mit Blick auf Italien.....


21.03.2020 20:50    |    Schwarzwald4motion

Es ist ein Riesen unterschied ob ein Land weitläufig am Rande von Nordeuropa liegt oder dichtbesiedelt im Zentrum.

Für Schweden macht das u.U. Sinn aber die Briten haben es schon aufgegeben.

Irgendwann hat jeder seine 70% Durchseuchung, nur das Gesundheitssystem darf bis dahin nicht kollabieren.


21.03.2020 20:59    |    Drahkke

Es ist zu befürchten, daß die Bevölkerung Großbritanniens einen hohen Preis für den Schlingerkurs ihrer Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie zahlen wird.


21.03.2020 21:22    |    Boppin B

Ich denke daß alle Prognosen im Moment eher reine Spekulation sind. Um wenigstens etwas verlässlicher eine Aussage zu treffen wird man nicht umhin kommen einen gewissen Zeitraum abzuwarten (vielleicht 4 oder 6 Wochen) und anhand des bis dahin erlebten Verlaufs eine mögliche Vorhersage zu treffen. Derzeit erscheint es mir eher so daß viele reden wollen, aber wirkliche Vorhersagen kann wohl keiner treffen (kommt mir irgendwie so ein bisschen vor wie damals, kurz bevor die "neuen Märkte" gecrasht sind, da gabe es viele "Spezialisten", von denen hat man danach nie mehr was gehört...). Bis dahin sind als sicherste Maßnahmen die Vorgaben des Krisenstabs einzuhalten. Wenn man freilich sieht wie sich manche Leute verhalten kann man ohnehin nur den Kopf schütteln, gottlob sind die meisten vernünftig (ist aber ein anderes Thema)

 

Wichtiger würde ich erachten, die Leute nicht unnötig zu verunsichern, Respekt vor der Sache und entsprechender Umgang mit Vorsichtsmaßnahmen sind nötig, aber was zur Zeit in puncto "Berichterstattung" abgeht halte ich persönlich für kontraproduktiv! Information ist das eine, eine reißerische Sensationsberichterstattung jedoch das andere. Hinzu kommt die schiere Masse an Informationen, auf keinem Programm läuft was anderes, Printmedien und Hörfunk tun ein übriges. Es nutzt schließlich keinem, wenn hier mehr oder weniger eine Panik geschürt wird. Die Leute müssen informiert, aber nicht erschlagen werden. Das könnte sonst zu einer Art Überflutung führen, welche in ein paar Wochen u.U. dazu führt, daß ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung sich nicht mehr an die Vorgaben hält. Zumindest ist das eine Befürchtung von mir.

 

Um auf die Wirtschaft zurückzukommen: ich bin mir zwar sicher daß es zu unbürokratischen Finanzhilfen seitens des Staates kommt, jedoch wird es sicherlich zwielichte Gestalten geben, welche sich hier bereichern wollen. Desweiteren gibt es genug Firmen, welche schon zu normalen Zeiten gerade so eben überleben können, diese werden eine längere Durststrecke kaum überleben. Andererseits: wie sollte man auch anders verfahren? Eine Richtschnur, wie man bei Katastrophen (was anderes ist es letztlich ja nicht) in einer in der jüngeren Vergangenheit nie dagewesenen Größenordnung vorgeht, gibt es schlichtweg nicht. Meiner Ansicht nach kann man nur auf Leute wie Merkel, Söder und Co vertrauen, daß diese die bestmöglichen Entscheidungen treffen. Momentan ists wohl auch völlig wurst ob fähige Leute schwarz, rot, gelb oder grün sind.

 

Alle müssen an einem Strang ziehen, sonst wird das nichts. Was das ganze letztlich kosten wird ist zum einen derzeit unklar, zum anderen spielt das gegenwärtig nicht die allergrößte Rolle, teuer wirds so oder so.


21.03.2020 21:31    |    Meat-Puppets

Zitat:

@Drahkke schrieb am 21. März 2020 um 20:59:02 Uhr:

Es ist zu befürchten, daß die Bevölkerung Großbritanniens einen hohen Preis für den Schlingerkurs ihrer Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie zahlen wird.

Noch ein katastrophales Beispiel aus nächster Nachbarschaft: Der niederländische Premierminister Mark Rutte hat für die Entscheidung, dem Virus quasi freien Lauf zu lassen um eine „Durch-Immunisierung“ des Volkes zu erreichen, viel Kritik aus der eigenen Heimat bekommen. Der halbwegs klar denkende Mensch ist sich der tödlichen Gefahr für seine älteren und eventuell von Vorerkrankungen geschwächten Mitmenschen voll bewusst. Nur eben diese hoch studierten Politiker angeblich nicht. Man könnte auf den bösen und sehr makabren Gedanken kommen, diese Entscheider nehmen abertausende Tote bewusst in Kauf und haben mit eiskaltem Kalkül gleichzeitig die Entlastung der Rentenkasse im Blick. Es ist zum Schreien. Eine solche Entscheidung politischer Führung ist, mit viel, seeehr viel Wohlwollen ausgedrückt, grob fahrlässig und verantwortungslos.


21.03.2020 21:40    |    jennss

Ist Corona nicht ein bisschen wie ein 3. Weltkrieg, nur gegen einen unbekannten Gegner?

Mich erinnert das etwas an Game of Thrones mit den weißen Wanderern. Da müssen die Menschen auch zusammenhalten, um den ganz anderen Feind zu besiegen.

j.


21.03.2020 22:24    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 21. März 2020 um 20:50:04 Uhr:

Es ist ein Riesen unterschied ob ein Land weitläufig am Rande von Nordeuropa liegt oder dichtbesiedelt im Zentrum.

Das südl. Drittel von Schweden ist auch recht dicht besiedelt, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt.

 

Zitat:

Für Schweden macht das u.U. Sinn aber die Briten haben es schon aufgegeben.

Irgendwann hat jeder seine 70% Durchseuchung, nur das Gesundheitssystem darf bis dahin nicht kollabieren.

... bzw. bis es einen brauchbaren Impfstoff gibt...

 

notting


21.03.2020 22:26    |    notting

Zitat:

@Meat-Puppets schrieb am 21. März 2020 um 21:31:22 Uhr:

Zitat:

@Drahkke schrieb am 21. März 2020 um 20:59:02 Uhr:

Es ist zu befürchten, daß die Bevölkerung Großbritanniens einen hohen Preis für den Schlingerkurs ihrer Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie zahlen wird.

Noch ein katastrophales Beispiel aus nächster Nachbarschaft: Der niederländische Premierminister Mark Rutte hat für die Entscheidung, dem Virus quasi freien Lauf zu lassen um eine „Durch-Immunisierung“ des Volkes zu erreichen, viel Kritik aus der eigenen Heimat bekommen. Der halbwegs klar denkende Mensch ist sich der tödlichen Gefahr für seine älteren und eventuell von Vorerkrankungen geschwächten Mitmenschen voll bewusst. Nur eben diese hoch studierten Politiker angeblich nicht. Man könnte auf den bösen und sehr makabren Gedanken kommen, diese Entscheider nehmen abertausende Tote bewusst in Kauf und haben mit eiskaltem Kalkül gleichzeitig die Entlastung der Rentenkasse im Blick. Es ist zum Schreien. Eine solche Entscheidung politischer Führung ist, mit viel, seeehr viel Wohlwollen ausgedrückt, grob fahrlässig und verantwortungslos.

Bald 2 Wochen alt: https://www.der-postillon.com/2020/03/renten-sind-sicher.html

 

notting


21.03.2020 22:29    |    Schwarzwald4motion

Krieg ist es auf jeden Fall, und der Gegner ist Winzig.


21.03.2020 22:30    |    Drahkke

Zitat:

@jennss schrieb am 21. März 2020 um 21:40:35 Uhr:

Ist Corona nicht ein bisschen wie ein 3. Weltkrieg, nur gegen einen unbekannten Gegner?

Kann man so sehen. Es ist ja auch (fast) die ganze Welt betroffen.


21.03.2020 22:32    |    Brot-Herr

Zitat:

@Lumpi3000 schrieb am 21. März 2020 um 20:42:15 Uhr:

Bin ich der Einzige der diesen Weg für grob fahrlässige Sche... hält? :rolleyes:

Bist Du garantiert nicht. Ich würde es nicht so milde ausdrücken, aber ich denke auch so.


22.03.2020 08:26    |    Platter2

Zitat:

@cso-cso schrieb am 21. März 2020 um 17:41:39 Uhr:

In einem wirtschaftlich geprägten System, die Wirtschaft herunterzufahren, ist m.E. [...] riskant[...]

Ganz klar !

 

Zitat:

@cso-cso schrieb am 21. März 2020 um 17:41:39 Uhr:

Aber was ich ungeheuerlich finde ist, dass die Verfehlungen, der von den meisten unserer Gesellschaft gewählten Politikern, wieder uns zu Lasten gelegt wird.

[...] "Hey Leute, die Politik hat über Jahrzehnte versagt, aber ihr habt uns ja gewählt und seid selber Schuld.[...]"

Aber so ist es! Leider!

 

Volker Pispers parodiert seit 20 Jahren (in einen Video von 2003 sagt er sogar, dass der Text 13 Jahre alt ist) genau den Abbau vom Gesundheitswesen. Und niemand nimmt es ernst oder ändert was daran.

 

bildliches Beispiel: Wenn Jeder seine Grundbedürfnisse (Sicherheit, Gesundheit, Kitas, Schulen, normaler Wohlstand , usw.) aktiv wählen würde, wäre der Bundestag nicht nur von CDU und SPD geprägt (gewesen).

Aber man hat es nicht !

Man wählte CDU, die auf ihren Plakaten damit warb "Wirtschaftswachtum". Wem nutzt das ? Nur der Wirtschaft. Meiner Gesundheit ? Nur indirekt. Direkt geholfen wäre, wenn man die Kassenleistungen nicht reduziert sondern anhebt. quasi "Gesundheitswachstum".

 

Unser Bundestag wäre stärker von alltäglichen Entscheidung geprägt.

 

weiteres Beispiel:

Das natürlichste auf der Welt ist Nachwuchs.

Doch schaut Euch mal an, welche Hürde und Bürokratie man überwinden muss, für eine Grippe, Kita, Nachmittagsbetreuung usw.

Das einzigste was man geschaffen hat ist ein Recht auf einen Kita-Platz. Das wars. In 20 Jahren ....

 

pikate Frage: Habt Ihr nach dem Hebammen-Streik Euer Wählverhahlten geändert ?

 

Also: Jeder ist Mitschuld. Auch ich. Aber die Schuld einem zuzuweisen ist falsch.

 

 

Erst mit Corona stellt man fest, dass man nur 24.000 Notaufnahme-Plätze in Deutschland hat. (Ich kann diese Zahl nicht verifizieren). Aber warum erst jetzt ? Hat man jetzt erst nachgezählt ? Gibt es erst jetzt einen Gedanken ... was wäre bei einer Katastrophe zu tun ? ....

Sicherlich nicht ! Aber jetzt wird deutlich, dass Infrakstruktur, welche nicht offensichtlich ist, kaputtgespart wurde, und alle Kritiker und Vorwarner ignorierte.

 

Wir haben Facebook, Twitter, Instagram, Youtube, usw - das Internet allgemein. Wir können uns über ALLES informieren. Und doch haben wir kaputte (aber auch intakte) Schulen.


22.03.2020 08:48    |    Goify

Mich sorgt unsere Gesundheit immer weniger, wenn ich lese, dass es in Italien zu einem kompletten Runterfahren der Wirtschaft kommt. Die schließen jetzt auch alle anderen Wirtschaftszweige und davon erholt sich eine Wirtschaft über Jahrzehnte nicht mehr. Das sorgt dafür, dass 30 % aller Unternehmen sofort in die Insolvenz fallen.

Hier in Deutschland gibt es ja das tolle Instrument der Kurzarbeit, nur leider funktioniert diese nur für einen Teil der Betriebe, da viele kein Kurzarbeitergeld beantragen können. Die Hürden sind recht hoch und meist geht dies nur für größere Betriebe, die gewerkschaftlich organisiert sind und einem Tarifvertrag angehören und dies in allen Arbeitsverträgen auch enthalten haben. Ich kann dies also nicht beantragen.


22.03.2020 09:04    |    notting

@Platter2: Das Problem mit den Wahlen ist, dass die "Wahlalternativen" mind. eines der im Folgenden genannten Probleme haben:

- So unbekannt sind, dass es effektiv keine Auswirkung hat, wenn man sich informiert und sie wählt. Leider ist uns "demokratisches" System so, dass Stimmen für Parteien, die die Hürde nicht schaffen nicht dafür sorgen, dass ihr Anteil bei allen Abstimmungen als "keine Veränderung" gewertet wird. Dadurch können sich etablierte Parteien über recht hohe Prozentzahlen freuen trotz vieler Stimmen für Parteien die es nicht geschafft haben bzw. Nicht-/Bewusst-Ungültigwähler. Bzw. ich bin mir sicher, dass sich der Nicht-/Bewusst-Ungültigwähler-Anteil stark reduzieren ließe und kleine Parteien eher eine Chance bekommen würden bekannter zu werden oder gar über die Grenze zu kommen, wenn das so wäre wie ich es mir vorstelle.

- Kleinparteien, die im Endeffekt max. Steigbügelhalter für deutl. größere Parteien sein können.

- Sie machen andere Dinge nicht so, wie man es sich wünscht (was im Grunde auch für die großen Parteien gilt).

 

D.h. es ist vor allem in unserer "Demokratie" nicht mögl. so zu wählen, dass alle Dinge so laufen wie man es sich vorstellt, selbst wenn's insg. ein sinnvolles Konzept wäre.

 

notting


22.03.2020 09:12    |    Platter2

Zitat:

@notting schrieb am 22. März 2020 um 09:04:49 Uhr:

@Platter2: Das Problem mit den Wahlen ist, dass die "Wahlalternativen" mind. eines der im Folgenden genannten Probleme haben:

[...]

Deiner Aufzählung stimme ich zu. Wir leben in einen Sog-Effekt:

Ich kenne mich nicht aus. Mein Freund wählt XYZ. XYZ klingt ganz ok. Also wähle ich auch.

 

Das Problem ist schon der 1. Punkt: "Ich kenne mich nicht aus".

 

Und das führt dazu, dass man uns vieles (heimlich) stillegt / stillegen kann, obwohls doch gebraucht wird.

 

Beste Grüße !


22.03.2020 09:32    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Lumpi3000 schrieb am 21. März 2020 um 20:42:15 Uhr:

Bin ich der Einzige der diesen Weg für grob fahrlässige Sche... hält? :rolleyes: Ich würd zusehen das ich da weg komme. Irgendein Schlupfloch gibts immer.

Du beziehst Dich auf Deinen Vorposter? also bist gegen schnell hergestellte Herdenimmunität.

Das Schlupfloch hieß in CN Lockdown, die vergeben schon wieder Aufträge.


22.03.2020 09:43    |    Alexander67

Ich denke das Problem sind weniger die Wahlalternativen.

Das Problem ist, man kann eh nur das geringere Übel wählen.

Nur, was ist das geringere Übel?

Die eine Partei sagt zum Thema a Variante 1 und zum Thema b auch.

Die andere Partei sagt zu beiden Themen Variante 2.

Ich will aber einmal Variante 1 und einmal Variante 2.

Soll ich jetzt Thema a oder b aufgeben?

 

Um es schlimmer zu machen.

Vor der Wahl ist vor der Wahl.

Nach der Wahl ist alles anders.

Dann kommen Koalitionsgespräche wo dann die Parteien ihre Position verwässern oder ganz aufgeben.


22.03.2020 09:51    |    Drahkke

Zitat:

@Goify schrieb am 22. März 2020 um 08:48:10 Uhr:

Mich sorgt unsere Gesundheit immer weniger, wenn ich lese, dass es in Italien zu einem kompletten Runterfahren der Wirtschaft kommt. Die schließen jetzt auch alle anderen Wirtschaftszweige und davon erholt sich eine Wirtschaft über Jahrzehnte nicht mehr. Das sorgt dafür, dass 30 % aller Unternehmen sofort in die Insolvenz fallen.

In einem entvölkerten Nach-Italien wäre die Quote definitiv höher als 30%.

 

Logischerweise wählt man da jetzt das kleinere Übel.


22.03.2020 10:50    |    HellmichHolger

Es wird viele wirtschaftlich ganz böse Treffen. Wenn man seine Raten nicht mehr bezahlen kann, ist ganz schnell Schicht.

Das trifft Alle.

Wie soll einer mit 60% von seinem Einkommen auf lange Zeit alle seine Verpflichtungen bezahlen. Ich glaub nicht das alles ruhen wird.


22.03.2020 11:02    |    notting

Zitat:

@HellmichHolger schrieb am 22. März 2020 um 10:50:25 Uhr:

Es wird viele wirtschaftlich ganz böse Treffen. Wenn man seine Raten nicht mehr bezahlen kann, ist ganz schnell Schicht.

Das trifft Alle.

Wie soll einer mit 60% von seinem Einkommen auf lange Zeit alle seine Verpflichtungen bezahlen. Ich glaub nicht das alles ruhen wird.

Es ist schon was angedacht bzgl. Mietschulden und Kleinunternehmer.

 

Ich hatte mir IIRC mal vor längerer Zeit ausgerechnet, dass ich unterm Strich fast ähnl. viel "verdiene", wenn ich nur noch 60% meines aktuellen Netto-Gehalts bekäme und dafür nicht zur Arbeit fahren muss. Dabei habe ich aber u.a. ignoriert:

- die Pendlerpauschale, die ich dann auch nicht mehr bekomme. Aber darüber kriege ich ohnehin nur einen Bruchteil meiner realen Fahrtkosten.

- bei der Kfz-Versicherung kann ich zwar die km reduzieren und das Auto wird weniger abgenutzt, aber div. Autokosten bleiben unabh. von der Nutzung bzw. die Wartungsintervalle werden nicht mehr so gut ausgereizt bzw. Wenigfahrerei macht den Autos ggf. auch teurere Probleme.

- die 60% werde ich aktuell max. 12 Monate bekommen...

 

Nein, Home-Office ist bei mir nicht wirkl. praktikabel selbst bei 4 Tage Home-Office und 1 Präsenztag pro Woche oder auch umgekehrt -> benutze zuviel größeren Spezialkram den man nur bedingt im Auto transportieren will.

 

notting


22.03.2020 11:07    |    jennss

So manch einer wird sich jetzt für eine frühere Rente entscheiden, wenn er im passenden Alter um die 60 ist, denke ich.

 

Wirtschaftsweiser: Deutschland hält Lockdown nur bis Mai durch

 

j.


22.03.2020 11:38    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 22. März 2020 um 11:07:06 Uhr:

So manch einer wird sich jetzt für eine frühere Rente entscheiden, wenn er im passenden Alter um die 60 ist, denke ich.

 

Wirtschaftsweiser: Deutschland hält Lockdown nur bis Mai durch

Wer Arbeitslosengeld bezieht kann ggf. zwangs-frühverrentet werden mit den entspr. Abzügen bis ans Lebensende!

 

notting


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