Sun Jul 05 23:07:57 CEST 2020
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jennss
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Kommentare (432)
Wenn in den nächsten 5 Jahren alles perfekt für die Elektromobilität läuft, wie könnte im Idealfall 2025 der Stand sein? 20 mögliche Punkte: 1) Lade-Integration für Langstrecken bei allen Marken wie bei Tesla, keine Planung nötig, keine Karte. Im Display Live-Anzeige der Verfügbarkeit. Was meint ihr, welche Punkte sind in 5 Jahren realistisch erreicht? Und welche sind besonders wichtig? Punkte zu Autonomem Fahren habe ich bewusst nicht reingebracht. Obwohl Tesla beides forciert hat, sehe dies als etwas ganz anderes. Ob es wünschenswert ist, ein großes Wasserstoff-Tanknetz zu haben, weiß ich nicht. Macht ja nur Sinn, wenn die Technik wirklich ebenbürtig wird (derzeit sieht es nicht so aus, es ist alles zu teuer: Das Auto, das Fahren und die Infrastruktur) und auch ihre Vorteile ausspielen kann. Btw: Realistisch sehe ich auch, dass einige bisherige Autohersteller sterben könnten. PS: Erkennt ihr im Foto den Windmühlenflügel? 🙂 Ein unglaublich langes Teil. Nur ein bisschen davon ist im Bild sichtbar. ![]() |
Wed Jul 15 05:09:07 CEST 2020 |
158PY
Lieber FWebe, natürlich ist mein Beitrag zu diesem Thema die reine Polemik. Weil die ganze Diskussion eine einzige Polemik ist. Sachliche Ausführungen über die Zukunft haben so ihre Schwierigkeiten. Sie können naturgemäß immer nur das Ergebnis einer wie auch immer gearteten persönlichen (Wunsch) Vorstellung sein, da es eine Wirklichkeit, die sie schildern sollen, ja noch gar nicht gibt.
Was mich persönlich betrifft, fahre ich mehr oder weniger gerne mit Verbrenner Autos durch die Gegend. Aber nicht deshalb, weil sie besser wären, sondern weil ich mir einen Tesla nicht leisten kann. Und ein anderes Modell für mich nicht in Frage kommt, wie mir bestätigt wird, wenn ich mir die Debatten über die verschiedenen Stromanbieter und Ladekabel so ansehe.
Wed Jul 15 11:21:02 CEST 2020 |
fire-fighter
Für mich stellt sich hier nur immer wieder die Frage, wie man bei den Akku-Autos den Brandschutz sicherstellen will. Noch zuckeln nur einige wenige Exemplare herum, daher sind auch nur wenige in Unfälle verwickelt.
Wenn die Verbreitung aber prozentual höher liegt, steigt linear zur Verbreitung das Risiko, dass diese Fahrzeuge in Unfälle verwickelt werden.
Momentan kann keiner sagen, ob bei einem Unfall einzelne Zellen geschädigt wurden. Wenn dies der Fall ist, kann eine solche Schädigung noch bis zu 24h nach dem Unfall einen Fahrzeugbrand hervorrufen. Der Vorschlag der Hersteller zur Sicherstellung, dass dies nicht passiert ist eine Flutung des Fahrzeuges. Quasi soll das Unfallauto in einem Container mit Wasser versenkt werden.
Einzelne Feuerwehren in Deutschland halten hierzu schon Equipment vor, insbesondere die, die mit so einem Fahrzeugbrand bereits zu tun hatten.
Soll das also unsere Ressourcen-Schonende Zukunft sein? Jedes Unfallauto, das eigentlich repariert werden könnte, wird zum Totalschaden, weil es geflutet wurde.
Sorry, solange dieser Punkt nicht zufriedenstellend geklärt wurde, ist das Ganze für mich eine theoretische Spielerei und kein zukunftsträchtiges Verkehrskonzept.
Wed Jul 15 12:34:08 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Ganz deiner Meinung, das kann nicht der Weißheit letzter Schluss sein.
Die Frage ist jedoch eher, liegt das Problem jetzt im BEV begründet, oder in der Leitlinie, wie Retter und Helfer damit umgehen sollen?
Was spräche denn z.B. dagegen, ein verunfalltes, nicht in Flammen aufgegangenes BEV auf einer entsprechenden Stellfläche abzustellen, mit ausreichend Abstand zu anderen Dingen, dann brennt es im schlimmsten Fall aus.
Allgemein stelle ich mir da eine hypothetische Frage:
Nur mal angenommen, zu Beginn der 1900er Jahre hätte sich das BEV durchgesetzt, und man hätte erst vor gut 20 Jahren billiges Öl in schier unendlicher Verfügbarkeit gefunden, und würde nun die Akkumobilität durch Verbrennermobilität ersetzen wollen.
Würde dann nicht analog gefragt: "Ja, so 40 bis 100 Liter Benzin, wenn die das Brennen anfangen, und dann noch heiße Motorteile und Abgasanlagen, wenn dann beim Abtransport aus dem lecken Tank Benzin auf den noch sehr heißen KAT tropft ... wie soll man nur mit diesem Risiko umgehen?"
Meine Auflösung: an die Gefahren flüssiger Kraftstoffe haben wir uns über die Jahrzehnte gewöhnt, und akzeptieren die latente Gefahr, weil sie beherrschbar erscheint, und Mobilität nunmal wichtiger scheint.
Dass Akkus durchgehen können, ist recht neu für die Allgemeinheit, und wenn man eine durchgehende Zelle mal gesehen hat, dann hat man schon ordentlich Respekt davor. Es ist halt eine ungewohnte Situation, eine bisher so unbekannte Gefahr.
Wenn ich aber auf Youtube Filmchen suche, einmal, wie ein BEV in Flammen aufgeht, und eimal, wenn ein Verbrenner in Flammen aufgeht ... irgendwie will ich in keinem der beiden sitzen, oder auch nur näher hinzutreten, als dass es vor mir liegt. Ich erwische mich sogar bei dem Gedanken, dass wenn ein Benziner in Flammen aufgeht, dann innerhalb weniger Minuten nach dem Unfallereignis, also genau dann, wenn ich noch im Wrack eingeklemmt bin, und inständig hoffe, dass die von fern zu hörenden Martinshörner schneller bei mir sind, als die Flammen. Sitze ich im BEV, dann braucht der Akku in aller Regel deutlich länger, bevor er sich entzündet, was meine Chance, vorher rausgeschnitten zu werden, deutlich steigert. Der Karren ist eh Schrott, und wenn man den dann erst einmal abseits abstellt, und paar Tage beobachtet, was soll dann Schlimmes passieren? Er könnte noch in Flammen aufgehen, aber wer würde dadurch geschädigt?
Wenn ich es ganz genau betrachte, ich will eigentlich in gar keinem Crashcar feststecken, eigentlich möchte ich nicht, dass irgend jemand Risiken eingehen muss, um mich (rechtzeitig) irgendwo rausschneiden zu können.
Wed Jul 15 13:50:45 CEST 2020 |
paelzerbu
Wobei man bei den Bränden nicht vergessen sollte, daß Benzin in der Regel relativ kontrolliert verbrennt und auch gut gelöscht werden kann. Das ist auch nach persönlicher Erfahrung (nicht mit einem Auto) bei Lithiumionenakkus eine ganz andere Sache.
Aber wie man es auch wendet, dieser Nachteil ist sicherlich beherrschbar und kein großes Argument gegen Elektromobilität, zumal gerade hier der Fortschritt sichtbar ist.
Wed Jul 15 14:14:03 CEST 2020 |
fire-fighter
Es gibt da einen wichtigen Unterschied zwischen BEV und Verbrenner.
Der Verbrenner hat Sprit an Bord und es könnte an heißen Bauteilen zur Entzündung kommen. Soweit richtig. Allerdings kühlen die heißen Bauteile relativ schnell ab und somit ist die Gefahr gebannt.
Anders beim BEV: Hier ist der Akku selbst das Problem. Schädigungen der Zellen können über mehrere Stunden eine Selbstentzündung und einen damit verbundenen Abbrand des Akkus hervorrufen. Auch ein äußerlich wenig beschädigtes Fahrzeug kann hier ein Risiko darstellen. Hersteller empfehlen die Versenkung, bzw. geben als benötigte Löschmittelmenge etwa 10.000 Liter an. (Ein HLF hat etwa 1600 bis 2000 Liter an Bord...)
Eine Separierung eines verunfallten BEV ist sicher eine Idee, aber wie kommt das Auto auf diese Fläche? Kein Abschlepper wird so ein Fahrzeug über mehrere Kilometer transportieren wollen.
Wenn Du in einem Unfallfahrzeug eingeklemmt bist, und es fängt an zu brennen, hast Du beim herkömmlichen FAhrzeug zumindest die Chance, dass mittels Feuerlöscher durch Passanten/LKW-Fahrer eine Eindämmung soweit möglich ist, bis die Feuerwehr da ist. Ein BEV brennt wesentlich schneller und heißer ab. Da helfen Feuerlöscher gar nichts.
Ein zerschnipseltes Wrak ist Schrott, egal ob BEV oder Verbrenner. Das ist klar. Ein beschädigter Verbrenner wartet auf Reparatur, ein beschädigter BEV, der getaucht wurde, wartet auf die Verschrottung. Hier muß angesetzt werden, damit ein sicheres Konzept die Ressourcen schont und Sicherheit für alle bietet.
Aber dieses Thema wird in den Medien nur sehr dünn betrachtet. Bis etwas passiert...
Wed Jul 15 14:15:26 CEST 2020 |
fire-fighter
Wo siehst Du hier im Brandschutz einen sichtbaren Fortschritt??
Thu Jul 16 15:01:32 CEST 2020 |
Lewellyn
In wenigen Jahren werden die Li-Ion-Akkus sich zu Festkörperakkus weiter evolutioniert haben. Dann werden irgendwann die jetzigen Akkus in den vorhandenen Fahrzeugen wegen überalterung durch die neuen ersetzt und bevor das Ganze wirklich zu einem echten Problem werden kann, ist das schon wieder vorbei.
Kein Grund deswegen die Entwicklung der Elektromobilität zu stoppen.
Fri Jul 17 07:35:35 CEST 2020 |
NeuerBesitzer
Warum ? Was sind die Alternativen und ist dann die Mehrheit dieser ggf. auch bereit mit allen Konsequenzen zu leben ?
Ach ? Ok, dann bin ich lieber ein angeblicher "Ignorant der Wirklichkeit". Sorry, um das zu erkennen brauche ich nicht mal Wissenschaftler, dazu reicht mir simpelste Logik. Wir verbrennen Zeugs welches, die Natur, über Jahrmillionen sicher "eingebunkert" hat binnen, erdgeschichtlich betrachtet, Sekunden und das hat keine Auswirkungen. Ja nee, is klar :-) Als ich Kind war hats im Winter geschneit. Völlig normal. Schnee ist aber seit Jahren hier in der Region eher ein Fremdwort. Die Sommer in meiner Kindheit...naja, Tage mit über dreißig Grad gab es mal war aber eher die Ausnahme, mittlerweile eher Standard. Mittlerweile breiten sich Arten aus die es in unserer Region früher einfach nicht gegeben hätte weil diese aus deutlich wärmeren Gefilden kommt. Usw.
Aber klar, der Mensch kann da absolut nichts dazu :-)
Auch die Stories das bei uns früher mal Tropisches Klima vorherrschte und und und. Ja, nur lag da "Deutschland" auch noch bedeutend "südlicher".
Ja, wenn man einen beschränkten Blick hat. Wenn man diesen aber erweitert sieht es ganz anders aus. Irgendwo wehr immer Wind. Wenn vielleicht nicht an unsere Nordseeküste dann halt an der französischen Atlantikküste, nur weil in Hamburg der Himmel wolkenverhangen ist heißt dies nicht dass er dies in München auch ist usw.
Eher umgekehrt: In einigen Nischen sind andere Technologien noch von Vorteil. Für die große Masse ist E-Mobilität absolut tauglich. Oder kommt jetzt wieder die Geschichte von den 800-1000 km die man jeden tag fahren muss ? Ist eh unproduktiv. Und wenn wir von Subventionierung reden sollte man erstmal die Subventionierung von Kraftstoffen streichen, alle Kosten die das Auto versursacht auch von den Nutzern einfordern und dann reden wir weiter. Zur Effizienz: Nun, wer manche für "Ignoranten der Wirklichkeit" hält, klar. Dem ist ist auch nicht klar dass die Effizienz vom Verbrenner um ein vielfaches schlechter ist als die eines E-Motors und sich da, rein aus physikalischen Gründen, auch nicht mehr viel tun wird. Schließlich ist es in den letzten hundert Jahren schon nicht gelungen.
Warum soll ich dir deinen Weg zu deiner Arbeitsstelle finanzieren ? Weg mit der Pendlerpauschale ! Warum soll ich dir ggf. deine Artzbesuche oder Behandlungskosten subventionieren ? Weg mit der GKV. Jeder muss sich privat versichern. Wer es sich eben nicht leisten kann hat Pech gehabt. Wieso bitte soll ich für die Schulbildung deiner Kinder bezahlen ? Privatschulen oder Schulgeld verlangen. Wer halt die paar hundert Euro monatlich nicht aufbringen kann hat Pech und seine Kinder werden ihr Dasein eben als Tagelöhner fristen. Warum soll ich dir deine Straße subventionieren ? Her mit der Maut. Auf allen Straßen.
Fri Jul 17 09:46:48 CEST 2020 |
Lewellyn
Ich bin immer wieder begeistert, wenn Leute 14 Jahre nach der Abschaffung noch Mineralölsteuer zahlen. Wie macht Ihr das? Rechnet Ihr das selbst aus und überweist dann den Betrag ans Finanzamt?
Fri Jul 17 09:57:23 CEST 2020 |
carchecker75
Warum so Süffisant man kann doch den nett darauf hinweißen das seit 2006 die Mineralölsteuer durch die Energiesteuer abgelöst wurde.
Der Begriff Mineralölsteuer hat sich bei der Mehrheit über die Jahrzehnte so im Sprachgebrauch festgesetzt das man es heute noch in den Medien, wie Presse,TV und Rundfunk verwendet.
Fri Jul 17 10:43:17 CEST 2020 |
Lewellyn
In welchen Medien wird die Energiesteuer heutzutage als Mineralölsteuer bezeichnet?
Die Energiesteuer besteuert eben alle Formen von Heiz- und Bewegungsenergie, auch den Strom im Eauto.
"Wer soll die Mineralölsteuer zahlen, wenn alle elektrisch fahren?" ist so ein gern und häufig genutztes Fakeargument gegen Elektromobilität. Deswegen reagiere ich etwas allergisch auf den Begriff.
Fri Jul 17 13:48:01 CEST 2020 |
carchecker75
Wenn man bei der Google Suche "Mineralölsteuer" eingibt kommen Tausende von Beiträge von 2007 - 2020 in denen von der Mineralölsteuer geschrieben wird.
Gibt man bei bei der Google Suche "Anteil Steuer am Treibstoff" ein kommen auch Tausende von Beiträgen 2007 - 2020 in denen pro Liter von soviel Cent Mineralölsteuer geschrieben wird.
Man findet sogar einen Beitrag des Umweltbundesamtes von vor einigen Jahren, in diesem wird auch von der Mineralölsteuer gesprochen.
Es ist daher kein Wunder das Umgangssprachlich von der Mineralölsteuer gesprochen wird.
Diese wurde 1930 eingeführt, deshalb hat sich der Name Mineralölsteuer so über die Jahrzehnte eingeprägt.
Es ist auch kein Fake Argument gegen die Elektromobilität wenn man fragt wer soll die Energiesteuer/Mineralölsteuer zahlen, wenn ein großteil elektrisch fahren würde.
Der Staat läßt sich die Einnahmen die er auf die Treibstoffkosten bekommt nicht nehmen.
Um weiter die gleichen Einnahmen zu haben, würde der Staat eine neue Steuer auf Strom einführen.
Daher wäre auf absehbare Zeit kostenlos Laden am Discounter,Zuhause usw. auch Geschichte.
Fri Jul 17 13:51:29 CEST 2020 |
FWebe
Du weißt aber schon, dass auch auf Strom die Energiesteuer anfällt, oder?
Wieso gibt es solche Diskussionen eigentlich nicht bei subventionierten Kraftstoffen, wie z.B. Diesel?
Man braucht dafür keine neue Steuer, sondern lediglich eine Erhöhung der schon existierenden Steuer.
Aktuell sind das für Strom 0,0205 €/ kWh, bei Diesel z.B. 0,0475 €/ kWh.
Eine Verdopplung der Stromsteuer würde also schon reichen und bedeutet dann einen Anstieg von ca. 2 Cent pro kWh oder ca. 0,3 € bis 0,4 € pro 100 km.
Mir wäre das ganze natürlich lieber, wenn es abhängig vom CO2-Ausstoß auf Basis fossiler Quellen wäre.
Fri Jul 17 14:14:15 CEST 2020 |
carchecker75
Das auf Strom die Energiesteuer anfällt weiß ich, nur das reicht nicht aus.
Diese Steuer Milliarden vom Treibstoff brauch der Staat daher würde der Strom zum beispiel um 20 Cent pro KWh teurer.
Der Diesel ist streng genommen nicht Subventioniert, aber das wäre jetzt eine andere Diskussion.
Sat Jul 18 11:49:25 CEST 2020 |
Gravitar
Macht euch um Steuern keine Gedanken. Es wird so bleiben, dass die Einnahmen, die am einfachsten zu generieren sind, dem Bürger zur Last fallen und zu häufig nicht zweckgebunden eingesetzt werden. Das war so und wird wohl auch so bleiben. Mir ist einfach der Strom bei eimem Weltmarktpreis vom 3-4Cent/kwh vor Ort zu teuer als das ich auch nur einen Gedanken verschwendin würde, ihn zu meiner bevorzugten Energiequelle zu machen. Bei meinem Fahrstil ist elektrisch fahren auf 100km ähnlich teuer wie fossil fahren, nur das die Fahrzeuge das Doppelte kosten. Kosten sie irgendwann die Hälfte von gleich dimensionierten und gleich nutzbaren Kfz und die Kwh ist für 15Cent zu kriegen, ich wäre dabei......
Gruß
Gravitar
Sat Jul 18 12:13:30 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Oh ja, insbesondere, da Steuern nicht zweckgebunden erhoben werden dürfen, anders als Gebühren und Abgaben.
klick
Angesichts von Weltmarktpreisen von 0,02 bis 2,24€/l auf den Märkten der Welt wäre mir Benzin eine viel zu unabschätzbare primäre Energiequelle.
Und angesichts der unteren Preisgrenze könnte man auch sagen: Angesichts, dass in Großteilen der Welt Benzin deutlich unter 50 ct/l kostet, ist es hierzulande viel zu teuer 😉
Dieser Fahrstil würde mich wirklich interessieren, und die Physik dahinter.
Selbst bei durchschnittlich 50 ct/ kWh bedeutet diese deine Aussage, dass du bei einer Fahrweise, die 15 kWh/ 20 kWh/30 kWh konsumiert, einen Verbrauch von 6,25/8,33/12,5 Litern (Literpreis 1,20) hättest.
Wäre interessant, mit welchem Fahrzeug, damit man das am besten passende BEV gegenüberstellen kann, nicht dass man sonst einen BMW M5 mit einer ZOE vergleicht.
Soso, das Doppelte, Nimm ZOE (mit Kaufakku) und Clio, vom Grundmodell gleich, wähle beim Clio einen leistungsmäßig ähnlichen Motor zur ZOE, nimm Automatik dazu, konfiguriere ihn entsprechend der Serienausstattung der ZOE, und dann zeig mir, wo der nur die Hälfte kostet.
Ähnliches auch gern beim Corsa, welchen als E und als Verbrenner gibt.
Warum schreibst du nicht einfach ganz ehrlich, dass du außer unter Zwang niemals dabei wärst?
Was soll das, unerfüllbare Forderungen aufzustellen? Dann könnte ich auch sagen, dass ich sofort zum Verbrenner zurückkehre, wenn diese zum halben Preis zu bekommen sind, und der Liter Treibstoff nur noch 60 ct kostet.
Sat Jul 18 12:17:10 CEST 2020 |
FWebe
Der Diesel ist subventioniert, nur ist das gerade nicht das Thema.
Da Strom auch im Haushalt verwendet wird, muss die Steuer nicht um 20 Cent ansteigen.
Die 2 Cent fallen ja auf alles an, womit dann auch ein "Steuerausfall" kompensiert wäre.
Sat Jul 18 12:36:37 CEST 2020 |
Rainer0849
"Der Diesel ist subventionier"
Dann zeige mir mal im Subventionsbericht der Bundesregierung, wo dort der Diesel aufgeführt ist.
Sat Jul 18 13:31:02 CEST 2020 |
carchecker75
Nochmal der Staat läßt sich wenn wir davon ausgehen das fast alle elektrisch fahren den Ausfall der Steuern auf Treibstoff nicht entgehen.
Da ist es mit 2 Cent mehr nicht getan um dies zu kompensieren, als erstes wird das kostenlos Laden zuhause vorbei sein und das günstige Laden an der Steckdose.
Hört endlich auf daran zu Glauben auf immer und ewig kostenlos oder günstig Strom zu bekommen.
Ich hab nichts gegen E Autos jedem das Seine nur diese Ideologie, Aufzwingen zum elektrisch fahren muß nicht sein.
Bei dem es paßt kann ein E Auto fahren, wenn nicht laßt die Leute Verbrenner fahren.
Güterverkehr,Baumaschinen ect. geht es auf lange Sicht nicht ohne Verbrenner
Ich persönlich sehe es so das dass E Auto seinen Markt finden wird, aber nicht in der Größenordnung wie von der Politik und E Jüngern gefordert wird.
Keiner weiß wo die Reise hin geht in Sachen Antrieb, wir werden sehen was die Tüftler, Ingenieure so Entwickeln.
Nur bitte keine Verbote zum Bau von Verbrennern usw. und Zwang zum E Auto laßt den Markt entscheiden, was Verbote, Vorgaben und Plan anrichteten sah man in der DDR.
Gibt lieber Gelder für Forschung , Entwicklung usw. frei dort entscheidet sich die Zukunft
Sat Jul 18 15:40:36 CEST 2020 |
Federspanner135853
Ich denke das es alleine auf den Fahrzeugbestand in Deutschland (über 80 Mio. Fahrzeuge) , dem dazu nötigen Ausbau der Lade-Infrastuktur, den steigenden Stromkosten und den Steueranpassungen, zu 100% nicht funktioniert, sondern nur eine unausgereifte Übergangslösung zum EU-Flottenemissionsgesetz für die kommenden 5-10 Jahre sein wird.
Viel interessanter und mit echter Zukunft finde ich das Tema E-FUEL
Bio-Kraftstoff welcher aus Wasser & Sonnenenergie zu 100% klimaneutral und emissionsfrei schon jetzt produziert werden kann (in kleinen Mengen durch Versuchsanlagen). 1 Liter soll aktuell noch 3€ kosten da es sich um kleine Versuchsanlagen handelt, in Industriellen Großanlagen soll es zu Literpreisen wie Benzin herzustellen sein.
E-FUEL kann in allen Verbrennern ob Diesel oder Benziner, betrieben werden und verbrennt als ZERO Emission, aus dem Abgasstrang entweicht Wasserdampf, es könnte also im gesamten Fahrzeugbestand ohne Umrüstung sofort verwendet werden und nicht nur im PKW-Bereich, auch in der Schifffahrt.
Selbst die vorhandene Infrastuktur der Tankstellen ist komplett nutzbar !
Leider erhält E-FUEL in Deutschland (noch) keine Zulassung, da man hier wohl erst mal weiter die E-Mobilitäts Sau durch´s Dorf treiben will ?! Unverständlich aber das wäre im Gegensatz zur E-Mobilität die Lösung aller, wenn sich Politik, Konzerne, Hersteller und die ganze Lobby dazu hinreißen lassen könnten ;-)
Wen es interessiert einfach mal Googeln und ihr hab haufenweise Berichte, Videos, sowie Forschungs- und Testberichte verschiedener Universitäten und privater Unternehmen.
Grüße Lars
Sat Jul 18 15:42:34 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Mit Sicherheit wird er das nicht. Was du aber übersiehst: je weniger Brennstoffe verbraucht werden, desto mehr Strom wird verbraucht (die km, die zurückgelegt werden ändern sich ja nicht wegen des Traktionswechsels), und auch jetzt steckt im Strom schon Energiesteuer drin.
QuelleSo ein kleiner Diesel im Alltag kommt auf 4 Liter pro 100 km. Somit zahlt er 4 mal 47 ct, rund 2€ Energiesteuer auf 100 km.
So eine kleine ZOE, oder so ein kleiner I3 konsumieren im Jahresschnitt rund 15-20 kWh/100 km, also 15-20 mal 2 ct. also zahlen sie pro 100 km heute schon 30 bis 40 ct Energiesteuer.
Für jeden Umsteiger entgehen dem Staat nicht 2€ Energiesteuer, sondern "nur" 1,60-1,70€ 😉 .
Der Anteil der BEV am Stromverbrauch (100% BEV vorausgesetzt) liegt zwischen 15 und 20%. Das ergibt den Faktor 5 auf die zusätzlichen 2ct (2ct von den Autos und 4 mal 2 ct von allen anderen Verbrauchern), sprich die Erhöhung spült pro 100 gefahrenen km dann 30 bis 40 ct direkt vom BEV extra ins Staatssäckel, und 1,20 bis 1,60€ von allen anderen Stromverbrauchern. ... Und schon ist man pari 😉
Ich sage NICHT, dass ich das gut finde.
Wo gibt´s das, oder gab es das ... will auch haben, ich zahle für jede kWh, die ich daheim habe den normalen Tarifpreis.
Dass der Strompreis steigen wird, ist eine Binsenweißheit, dafür braucht es keine E Mobilität. Der Benzinpreis ist seit den 50er Jahren auch von knapp25 ct auf rund 1,30€ gestiegen.
Ersteres hat wohl keiner je geglaubt, letzteres: wie sollte denn ein Preisunterschied an ein und derselben Steckdose meiner Garage begründet werden? Es wäre nicht einmal Kontrollierbar, ob da jetzt ein Wasserboiler, oder ein BEV gerade 11 bis 22 kW zieht.
Momentan kommt es mir eher vor, als sollte den EV Fahrern die Erkenntnis aufgezwungen werden, sie seien auf dem Holzweg.
Ich sprech nur für mich: Ganz mein Reden, allerdings, wer definiert, ob es passt? So viele Scheinargumente, wie kursieren, kann man schon einmal hinterfragen, ob das nun jeweils ein Argument gegen BEV ist, oder eines, welches den eigenen Unwillen verdecken soll.
Ach, gehören die alle neuerdings in die Kategorie PKW???
Nicht irgendwelche Personen fordern irgend etwas, sondern die Sachlage fordert etwas. Was, das können wir alle uns aussuchen:
- deutlich weniger fahren, dann gehts auch mit dem Verbrenner noch lange gut
- Energiequellen fürs Fahren erschließen, deren Grundlage nicht Öl, Gas oder Kohle sind, und deren möglichst effiziente Nutzung
- einfach so weiter machen, wie bisher, dann ist absehbar, wie lange die Massen noch individuelle Mobilität über das Fahrrad hinaus genießen "dürfen"
Das weiß wirklich keiner. Aber wenn diese findigen Menschen etwas hervorbringen, dass ein besserer Kompromiss ist, als das BEV, dann wird diese neue Entwicklung die BEV auch sehr schnell wieder ablösen. Das Non plus Ultra auf ewig sind auch die BEV nicht.
Mit Vernunft und Argumenten, ja sogar vielen Fördermilliarden hat man es seit über 30 Jahren versucht, und? Die ach so sauberen Verbrenner sind nur dank Beschiss auf dem Prüfstand sauber, im Alltag sind sie sogar dreckiger als ihre Vorfahren. Effizienzsteigerungen können nicht mehr viel kommen, das Konzept Hubkolbenmotor hat in seiner Entwicklung sein theoretisches Optimum nahezu erreicht, und jedes Prozentchen Effizienzsteigerung wurde mit mehr oder schädlicheren Emissionen erkauft.
OK, möchtest du es marktradikal? Dann bist du wieder in den 70ern, nur halt mit viel mehr Fahrzeugen as damals, also KATs raus (eh nur eine teure Vorschrift), und all die anderen Ge- und Verbote zur Verbrennertechnik abschaffen, kein AdBlue mehr... traumhaft, wie billig man auf einmal Autos bauen kann ... das bisschen Smogalarm... wen störts schon? Wenn es dich umhaut, bist du halt zu schwach dafür!
Da Hersteller mehr Gewinn mit entwickelter Alttechnik generieren können, als mit neu zu entwickelnder, bleibt alles beim Alten.
Kommst du auch von "Drüben", und hast es selbst erlebt/erfahren, dann willkommen im Club, oder bist du zu jung dafür, oder auf der "richtigen" Seite der Mauer aufgewachsen?
Nein, was die DDR nieder gemacht hat, ist genau das, was auch heute am laufenden Meter passiert:
Vorgaben von oben ohne Maß und Ahnung, und dann eben nicht die Rückmeldung, dass das nicht geht von unten, sondern dann machts eben der spitze Bleistift, was dann zu noch überzogeneren Vorgaben führt.
Erkennst du da vielleicht Ähnlichkeiten?
Noch mehr? Bisher wurden die Forschungsmilliarden gern genommen, aber außer Showcars, Prototypen und Alibi Kleinstserien ist nichts bei rumgekommen ... warum da noch mehr Geld hinterher werfen?
Wenn ein Hersteller sich für die Zukunft aufstellen möchte, dann soll er das tun und so finanzieren, wie jeder Handwerker auch: aus seinem Gewinn... dann bekommen die Aktionäre hat kleinere Dividenden (tun eh nix produktives dafür), und Vorstände halt etwas kleinere Boni (werden dennoch nicht am Hungertuch nagen)
Sat Jul 18 16:26:49 CEST 2020 |
FWebe
Und was ist daran nicht zu verstehen, dass eine Steuererhöhung um 2 Cent dem entgegenwirken kann?
Sat Jul 18 19:36:42 CEST 2020 |
Gravitar
Ich habe gerade einen Volvo XC40 gekauft, dank Rabatten und MWSt. nur 25.000€ derzeit teuer, nach WLTP mit 7l E10 zufrieden. Das XC40 BEV hat mehr Leistung, das interessiert mich aber nicht, brauche ich nicht. Der XC40 BEV verbraucht WLTP 22Kwh/100 km, bei durchschnittlich 40Cent/Kwh also 8,80€ auf 100km. 7l E 10 wären dann bei derzeit 1,189€/l bei uns 8,40€ etwa auf 100km. Das Volvo BEV kostet mit schlechteren Rabatten und Förderung etwa 54.000€, etwas mehr als das Doppelte meines Fahrzeugs. Auf Leistung und Beschleunigung kann ich sehr gut verzichten, ein leistungsähnliches BEV ist nicht zu bekommen. Was ist daran jetzt schwer zu verstehen......?
Gruß
Gravitar
Sat Jul 18 20:21:28 CEST 2020 |
notting
Einerseits finde ich deinen Vergleich total schlecht, weil Haushaltsstrom IMHO eher für 0,30EUR/kWh inkl. umgerechneter Grundgebühr zu haben ist wenn man sich etwas umschaut (selbst wenn man nach eher verbraucherfreundl. Kriterien sucht wie z. B. gem. den Empfehlungen von Stiftung Warentest und Diesel sehr absehbar wieder deutl. teuerer wird (CO2-Steuer!). D.h. da dürfte sich bei der Fahrenergie ein deutlicherer Preisunterschied zu gunsten des BEV ergeben.
Andererseits muss ich dir zustimmen, dass das Problem gerade bei eher nicht so anspruchsvollen Autokäufern ist, dass der Preisunterschied auch wegen der viel stärkeren Motorisierung des (P)HEV/BEV so hoch ist, dass man dadurch viel mit Strom aus dem Stromnetz fahren muss, dass es sich lohnt: https://www.motor-talk.de/.../...ev-bev-fuer-wenigfahrer-t6882812.html
notting
Sat Jul 18 20:45:27 CEST 2020 |
Gravitar
Du hast natürlich Recht, ich würde aber sehr oft nicht Haushaltsstrom nutzen und wäre auf Ladesäulen angewiesen. Dort ist je nach Anbieter, verwendeter Karte und Verfügbarkeit durchaus sehr häufig wesentlich mehr als für den Haushaltsstrom zu entrichten. Bis 80Cent/kwh habe ich schon gesehen, je nach Lokalisation. Gemittelt wird man natürlich einen Anbieter mit Lademöglichkeit in der Nähe zu günstigen Preisen auswählen, da sind teilweise auch Preise unter 30Cent möglich. Gemittelt wären aber 40Cent je nach Einsatzspektrum auch nicht völlig weltfremd zu Grunde gelegt. Man muss sich da auch nicht wegen Nuancen einen Kopf machen, die signifikanten Unterschiede €/km pro BEV oder pro Fossil gibt es allerdings nicht. Noch weniger bei einer Haltedauer von 10 Jahren und 200.000km, meinem Nutzspektrum unter Einbeziehung des Wertverlusts von 54.000€ oder alternativ 25.000€ gerechnet.
Gruß
Gravitar
Sat Jul 18 21:37:57 CEST 2020 |
notting
Hinweis: Alle Preise mit 19% MwSt. da dieser Satz sehr bald wieder gilt. In manchen Fälle ist aktuell der Nettopreis trotz 16% gleich, in manchen Fällen leider der Bruttopreis.
Achso. Falls nur die Erlaubnis des Vermieters bzw. der Eigentümer-Versammlung das Problem beim Laden mit Haushaltsstrom ist, ist das entspr. Gesetz schon sehr konkret in der Mache.
Insb. wenn du öfters mal schnellladen willst/musst, dürften 0,40EUR/kWh durchaus realistisch sein. Aktuell gibt's z. B. Maingau, die innerhalb Deutschlands extrem viele Ladesäulen unterstützen, aber max. 0,35EUR/kWh verlangen (gegen "Grundgebühr" in Form von Haushaltsstrom/-gas was nicht zwangsläufig für dich das günstigste Angebot ist 0,25EUR/kWh), aber wenn du "zu lange" lädst obendrauf 0,10EUR/min(!). Und es stellt sich die Frage "Wie lange noch" auch weil schon ein Business-Tarif mit 0,49EUR/kWh existiert.
Wenn du über AC für 0,29EUR/kWh laden willst, gibt's z. B. die "bevorzugten" Ladesäulen-Betreiber bei Get Charge (Achtung, kann innerhalb Ds auch 0,89EUR/kWh kosten wenn nicht bevorzugt, außerdem haben die wegen Eigentümer-Wechsel gerade massiv IT-Probleme) oder z. B. bei EnBW gegen Grundgebühr (d.h. z. B. Strom-/Gasvertrag, ADAC-Mitgliedschaft & Co. oder eben 5EUR/Monat).
In beiden Fällen kostet DC (AFAIK auch >50kW) 0,39EUR/kWh wenn AC beim gleichen Anbieter 0,29EUR/kWh kostet.
Mehr siehe z. B. https://www.motor-talk.de/.../...r-neue-tarife-2020-juni-t6877282.html
notting
Sun Jul 19 08:59:21 CEST 2020 |
158PY
Wenn ich mir diesen Tarif-Dschungel ansehe, kann es für mich nur eine Form der elektrischen Fortbewegung geben: am Steuer eines Tesla. Modell egal.
Sun Jul 19 09:11:36 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Schnäppchenangebote sollten nicht im allgemeinen Vergleich herangezogen werden. In deinem speziellen Fall hätte ich mich wahrscheinlich genauso entschieden wie du dich, angesichts der Nettodifferenz in deinem Geldbeutel.
Realwerte wären hier sicher hilfreicher zur Beurteilung. Weder glaub ich die 7 Liter, noch die 22 kWh.
Heut morgen an den Tankstellen, die ich passiert habe (E10): Aral/Shell 1,27 bis 1,31; Jet 1,26, Freie Tanke 1,29.
Was die Betrachtung über Nacht völlig verändert, allein die 10 ct verteuern deine 100 km schon auf deutlich über 9€.
Ja, hier besteht der eigentliche Nachholbedarf, oftmals sind die BEV eher die leistungsmäßigen "Topmodelle" nach unten, zur Brot- und Butterklasse fehlt oft ein Angebot.
Dennoch sollte man dann nicht das "Flaggschiff" mit dem "Ruderboot" vergleichen. Aber so ist es eben, wenn es keine adäquaten Optionen gibt. Da haben die meisten Hersteller ordentlich Nachholbedarf. Man ist es eben gewohnt, neue Technik "von oben" einzuführen, um die Entwicklungskosten schnell drin zu haben
Sun Jul 19 09:35:50 CEST 2020 |
notting
*LOL* Das Supercharger-Netz ist recht dünn (ich denke dabei auch an nicht so weit pendelnde Laternenparker). An die Destination-Charger darf du meinst auch nur, wenn du in dem Hotel oder wasweißich Kunde bist.
D.h. unterm Strich, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass du auch mit einem Tesla immer wieder woanders als bei Tesla laden musst, insb. wenn du (gerade) nicht daheim laden kannst.
Außerdem kannst du einen etwas teureren Tarif nehmen z. B. die 0,35EUR/kWh von Maingau, der an möglichst vielen Ladesäulen gilt. Wobei bei Tesla das mit den Gebühren bei "zu lange" parken komplizierter ist als bei Maingau. Tesla gibt wohl zwei Tarife (alle Säulen belegt oder nicht) und man kann sich keinen entspr. Timer stellen, da es keine feste Zeit ist nach der der Tarif gilt (bei Maingau sind das im Voraus definierte Zeiträume, was man sich sogar an einer eher primitiven digitalen Armbanduhr einstellen kann, dass man rechtzeitig erinnert wird).
notting
Sun Jul 19 14:34:48 CEST 2020 |
ballex
Das stimmt nicht, was du da erzählst. Bei Tesla gibt's keine unterschiedlichen Tarif je nach Auslastung - es gibt einen kWh-Preis, der für die gesamte Ladung gilt (und der im Navi angezeigt wird), egal wie hoch die Auslastung ist. Es wird nur sinnigerweise eine Blockiergebühr erhoben, wenn man das Auto stehen lässt obwohl es vollgeladen ist und der Standort ausgelastet ist.
Und der große Vorteil im Vergleich zu anderen Fahrzeugen ist ja, dass man die (sehr ausfallsichere) Tesla-Ladeinfrastruktur + die gesamte weitere öffentliche Ladeinfrastruktur nutzen kann.
Sun Jul 19 14:34:49 CEST 2020 |
Gravitar
Sun Jul 19 15:55:37 CEST 2020 |
Lewellyn
Der Aspekt, kein Öl mehr zu verbrennen, spielt natürlich keine Rolle bei der Entscheidung.
Sich Elektromobilität einfach zu gönnen, wie man sich andere Dinge im Leben gönnt, um eben der Ölindustrie endlich den Stinkefinger zeigen zu können, ist offensichtlich völlig abstrus für die meisten.
Und der Preis an öffentlichen Ladesäulen hängt in erster Linie von der Ladekarte ab, die Ihr dran haltet. Nicht von dem, was der Ladesäulenbetreiber gerne hätte. Das ist wie beim Handyvertrag durch Roaming geregelt.
Bei zahlreichen Ladesäulen ist er auch mal Null. Meine Stromkosten auf den letzten 12.000km sind jedenfalls deutlich unter 100€.
Sun Jul 19 16:08:06 CEST 2020 |
158PY
Aus der Reihe: "ich gönne mir ja sonst nichts"...😉
Sun Jul 19 16:17:16 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Unterm Strich sagst du dann nichts Anderes, als dass ein Basisgolf durchaus mit nem GTI oder VRwasweißich vergleichbar ist (beides Golf), oder ein 316i mit einem 330er? (beides Dreier)?
Viel Leistung (auch wenn man die nicht braucht, oder sogar nicht will) kostet eben Aufpreis. Aber noch einmal: ich halte es für einen Irrweg, BEV von oben im Leistungs- und Preisspektrum einzuführen.
vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich gehe davon aus, dass die WLTP Werte beider Fahrzeuge schlicht geschmeichelt sind. Würde man so fahren, wie im Zyklus, kann man die wahrscheinlich sogar erreichen, aber in der Realität... Da hab ich keinen von beiden besser oder schlechter angesehen.
Fährst du den Verbrenner mal ne Weile 160 km/h, werden die 7 Liter auch bei Weitem nicht ausreichen. Aber das ist ebenso 1 zu 1 für beide Varianten, und hat mit dem Antrieb erst einmal herzlich wenig zu tun.
Sun Jul 19 16:29:53 CEST 2020 |
schahn
Die Einführung der BEV in höheren Leistungs- und damit Preisregionen dürfte einen betriebswirtschaftlichen Grund haben. Höhere Leistung kostet im Endpreis traditionell nun mal mehr, das weiß jeder und das akzeptiert auch jeder Käufer. Auch wenn das beim Verbrenner spätestens seit der Verbreitung des Turboladers kaum noch in dieser Form kostenseitig bedingt ist.
Beim BEV ist es das aber. Man koppelt die teurere Antriebs- und Akkutechnik mit höherer Leistung, und kann damit den Preis entsprechend kalkulieren. Ein BEV mit halber Leistung kostet den Hersteller eben nun mal nicht die Hälfte, sondern momentan wahrscheinlich noch fast genau so viel.
Mfg, Schahn
Sun Jul 19 16:32:58 CEST 2020 |
Federspanner135853
Also wenn ich mir alleine diese ganzen Diskussionen mit den unterschiedlichen Preispolitiken hier anschaue und was der eine gerne zahlen möchte, aber der andere in der Realität zahlen muss, ist das Thema E-Mobilität für mich schon ein graus und ich frage mich was das in Zukunft bringen soll ?
Nehme ich den Volvo XC40 Verbrenner für 25.000€ von @gravitar und stelle den dem 54.000€ E-Pendanten der auch noch 400kg schwerer ist, Preis- und verbrauchstechnisch einmal auf 8 Jahre Lebensdauer wirtschaftlich gegenüber, liegt der Verbrenner doch sehr sehr sehr weit vorne. Da kann die E-Mobilität selbst bei 0,15€ KW/h rechnerisch nicht mit halten.
nach dem ersten rechnerischem Kollaps für das E-Auto aber nicht genug denn ....
Das nächste Thema ist aber dann nach 8 Jahren:
Was ist mit der dann kollabierten Batterie ???
Was kostet dann eine neue Batterie ???
Ein Verbrenner fährt auch nach 8 Jahren weiter, ein E-Auto brauch dann eine neue Batterie die ja sehr wahrscheinlich dann eine weitere hohe Investition von ein Paar Tausend EURO bedeutet und dazu komm auch noch die Altbatterie, was geschieht mit der ? und welche Kosten fallen hier noch rechnerisch für eine Entsorgung an ? denn soweit ich weiß (bitte berichtigt mich wenn ich falsch liege) können diese bisher nicht wideraufbereitet werden, um danach wieder im PKW genutzt zu werden.
Sun Jul 19 17:12:12 CEST 2020 |
notting
Aua, meine Augen... EUR/kWh -> Leistung mal Zeit und nix mit Kelvin!
Such mal bitte nach der Restkapazität entspr. alter E-Autos. Die liegt bei Ende der Mindest-Kapazitätsgarantie meist deutl. höher als die versprochene Mindestkapazität.
Im schlimmsten Fall: Normalerweise endet nach 8 Jahren die Akku-Mindestkapazitätsgarantie (wenn man nicht sehr viel gefahren ist). Die beträgt meist grob 70-80%. D.h. wenn der Akku zu schnell kaputtgeht kriegst du auf Garantie einen neuen. Wenn er gerade so nicht unter die Garantie fällt, kannst du ihn eben mit der vorhandenen Restkapazität weiterfahren.
Normalerweise kann man den Akku auch teilw. austauschen lassen. Kann man wohl auch rausfinden welche Teile vom Akku am kaputtesten sind.
Z. B. Nissan bietet auch wieder aufgefrischte Akku mit nicht 100% Kapazität aber deutl. günstiger als ein komplett neuer Akku an.
Desweiteren gibt's einige Projekte alte nicht aufgefrischte E-Auto-Akkus z. B. zur Netzstabilisierung zu verwenden.
In der EU ist der Hersteller IIRC per Gesetz verpflichtet das komplette Auto gratis zwecks Entsorgung zurückzunehmen.
notting
PS: Bitte nicht plenken.
Sun Jul 19 17:13:54 CEST 2020 |
FWebe
Hach ja, das Märchen wird nie alt, dass die Batterien nach 8 Jahren ausgetauscht werden müssten.
Im schlimmsten Fall deckt sich das mit den Wartungskosten, die ein Verbrenner in der gleichen Zeitspanne zusätzlich erzeugt.
Sun Jul 19 17:26:15 CEST 2020 |
Federspanner135853
Ok, jetzt das was ich gelesen habe
Neue Batterie
An Folgekosten fallen dann ja nach Batterietyp weitere 6.000€ bis zu 20.000€ für eine neue Batterie an.
Die Alternative wäre eine Batterie-Miete, die jedoch mit einer zusätzlichen monatlichen Belastung von ca. 79€ bis 269€ zu buche schlagen würde, welche rechnerisch teurer als der Batteriekauf liegt und auch hier von Anfang an dann auf die monatlichen Betriebskosten zugerechnet werden muss und was die Betriebskosten dann explodieren und unwirtschaftlich darstellt.
AltBatterie
Eine Wiederaufbereitung der alten Batterien gibt es nicht, diese sind nicht mehr in den E-Fahrzeugen zu verwenden (Leistung 70% jedoch Memmoryeffekt) .
Wie und wo sie ihr Dasein fristen werden ist auch ungewiss und ein Recycling rechnet sich überhaupt nicht laut einschlägiger Aussagen verschiedener spezialisierter Betriebe da viel zu teuer.
Und jetzt rechnen wir das mal alles zusammen, angefangen von den wesentlich höheren Anschaffungskosten, über die laufenden (echten nicht geträumten) Betriebswirtschaftlichen Kosten, den Folgekosten und auch vor allem dem Restwert eines E-Autos !
Wer nicht für 12-16 stunden an die Steckdose möchte (was sich ja nur noch überhaupt rechnen würde) , kommt um eine Wallbox (gegen zusätzlichen Kosten) nicht drum herum. Schnellladesäulen gibt es zwar (17.900 in ganz deutschland) jedoch sind die Preise an diesen jetzt schon Betriebswirtschaftlich zu hoch. Inspektionskosten, Reifen, Bremsen, etc. fallen auch beim E-Auto an. Feste einplanen kann man dann noch einen neuen Akku zu durchschnittlich 10.000€ wenn man das Fahrzeug länger als 8 Jahre fahren möchte, oder es verkaufen will, denn wer einen Gebrauchten kauft achtet natürlich darauf das der Akku neu ist ! Andernfalls ist das 8-9 Jahre gebrauchte E-Auto ein wirtschaftlicher Totalschaden für den es ohne einen neuen Akku nur noch den Altmetall-Preis gibt.
Das ist die harte Realität
Sun Jul 19 17:33:35 CEST 2020 |
FWebe
Das ist deine Vorstellung einer Realität aber bestimmt nicht die aktuelle.
Deine Antwort auf "Schöne neue Welt - Was ist realistisch?"