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Ein Wolf in der Heide

Ein kleiner Schrauberblog zu Reparaturen, Modifikationen und Erlebnissen mit meinen Fahrzeugen

15.07.2015 21:04    |    niclas1234    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 1.8, 2, 2 (19E), Batterie, Golf, II, Kotflügel, Krümmer, Leer, Motorumbau, RP, Schrotthaufen, VW, Wolf

Hallo Leute und willkommen zurück in meinem Blog,

 

Vorab möchte ich mich für die lange Pause entschuldigen, allerdings war das Ende des Semesters recht stressig und ich musste mich auf die Uni konzentrieren. Nun stehen einige Artikel in den Startlöchern und werden nach und nach auf euch losgelassen.

 

Lange hat es gedauert und bestimmt haben viele gedacht hier passiert nichts mehr, aber es ging nun endlich nach knapp einem Jahr Stillstand am Wolf weiter. Wem die Geschichte fremd ist, den muss ich leider an meine älteren Blogs verweisen. Das letzte Wochenende im Juni war ich nun wieder bei meinem Vater und hatte Zeit um am Golf zu arbeiten. Die grobe Marschrichtung steht fest. Zuerst wird der Wolf komplett ausgeschlachtet und die Teile zwischengelagert. Zum Glück steht hier das leerstehende Haus meiner Großtante zur Verfügung. Verzeiht also auf den Bildern die grauenhaften Tapeten :D

 

Nun nachdem ich am Freitag Abend angereist war durfte es am Samstag morgen los gehen. Meine Freundin wollte übrigens unbedingt mitkommen um meinen Vater und meine Großeltern kennen zu lernen. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass es keinen unpassenderen Zeitpunkt hätte geben können. Ich habe der Dame natürlich vorher bereits gesagt, dass ich ca. 20 von 24 std. unter dem Auto liegen werde. Natürlich hat sie trotzdem geklagt und natürlich hatte ich das in der Form vorher gar nicht angekündigt. Frauen halt :D Leider habe ich aus diesem Grund nicht ganz so viel geschafft wie ich es gerne hätte.

 

Ziel für dieses Wochenende war der Ausbau des Innenraums und die Vorbereitung auf den Ausbau des Motors. Meine Freundin habe ich praktischerweise mit einspannen dürfen. Sie hat die ausgebauten Teile ins Haus geschleppt und akribisch gestapelt. Natürlich nur wenn sie nicht zu schwer waren ;) Ich habe festgestellt, dass ich kaum etwas verlernt habe am Golf. Der Ausbau der Teile ging dermaßen fließend von der Hand, dass ich selber ganz verwundert war. Am Ende ist mir Aufgefallen, dass ich traurigerweise an diesem Auto nahezu jede Schraube schon mal gelöst hatte. Irgendwie war das wieder ein Moment in dem ich mich am liebsten selbst schlagen würde für so viel Doofheit diesen Wagen kaputt zu fahren. Jedenfalls saß jeder Handgriff. Mein Vater hat auch stellenweise mit angepackt, konnte meinem rasanten Tempo aber stellenweise nicht ganz folgen. Es flog zuerst das Gestühl raus. Danach kam der ganze lose Kram wie, Hutablage, Ersatzrad, Verbandskasten, Wagenheber. Nun kam meine Paradedisziplin. Die Innenraumverkleidung. A Säulen, B Säulen, C Säulen, Dachhimmel, Türpappen und Anschnaller. Wenn man hier nicht weiß wo die Schrauben sitzen, bzw. die Clipse, dann kann das schon mal dauern. Ich hatte aber wirklich alles mindestens einmal schon demontiert. Somit leerte sich der Golf in einem schnellen Tempo. Einfache Technik macht mir nun mal den Ausbau leicht. Nur beim Dachhimmel musste ich mir eine Art „Spezialwerkzeug“ selber bauen. Ich hatte kein Werkzeug um die Clipse zu lösen, also habe ich mir ein Blech passend zugesägt. Damit ging das Abziehen relativ problemlos.

 

Was für mich das erste mal Neuland war, war der Ausbau vom Armaturenbrett. Da war ich noch nie bei, aber ein wenig dazulernen kann ich ja auch vertragen. Gut und wichtig zu wissen ist, dass vorne unter der Scheibe Schrauben sitzen. Das konnte ich mir von unserem Schrottcorsa her denken, bei dem es ähnlich war. Das Armaturenbrett hat natürlich verdammt viele Schrauben und es dauert schon ziemlich bis man alle gefunden und gelöst hat. Ich denke hier geht es auch beim zweiten mal deutlich schneller. Lenkrad, Radio Mittelkonsole und Handbremsgriff sind natürlich vorher raus geflogen. An diesem Punkt einmal bitte Mitleid und Hochachtung an meine Freundin die sich Kilometergeld fürs Schleppen verdient hatte (Zur Komplettierung: sie hasst Autos!). Nachdem der Innenraum wie auf den Bildern leer geräumt war, und lediglich noch Kleinkram wie z.b. der Wärmetauscher oder das Gebläse verbaut waren, war an diesem Tag jedoch schon frühzeitig Ende. Die Klausuren standen vor der Tür und es wurde Zeit zum Lernen.

 

Am Sonntag morgen konnte ich noch eine kleine Schrauberstunde einlegen. Dabei hatte ich mich mehr auf die äußeren Bauteile konzentriert. Die Front ist ja bereits vollständig demontiert. Also ging es an der Heckklappe weiter. Hier habe ich die Embleme entfernt, und die Dichtungen abgebaut (Teuer als Ersatzteil). Stoßstange hinten und Rückleuchten durften auch raus. Tankdeckel behalte ich auch besser zur Sicherheit. Eigentlich behalte ich ja alles von dem Wagen bis auf die Karosserie. Ersatzteile sind jetzt schon stellenweise teuer genug geworden und werden mit fortschreitendem Alter bestimmt nicht billiger. Den Auspuff mit Kat habe ich vom Krümmer getrennt und abgenommen. Batterie und Wischergestänge habe ich auch direkt abgebaut. Das Spart mir Arbeit Ende August. Damit war ich für dieses Wochenende leider auch schon fertig. Es ging wieder zurück an den Schreibtisch und für die Reste vom Wolf ins Dunkle der Scheune.

 

Weiter wird es erst in der letzten Augustwoche gehen. Ein Kollege von mir wird mit dem Trecker und Frontlader vorbei kommen und den Motor an den Haken nehmen. Dann werde ich die Gesamte Vorderachse mit Getriebe und Motor zusammen ablassen und auf eine Palette legen. Einige Kleinigkeiten wie Hinterachse und Fahrwerk fehlen dann noch, aber ich denke das sollte sich machen lassen. Ich freue mich schon auf den neuen Golf, muss ich ehrlich sagen und das schafft es den Schmerz über den Verlust vom Wolf etwas zu hemmen. Ja bei Autos kann ich sehr Sentimental werden :D Der neue Golf muss vorerst auch leer geräumt werden um einige Karosseriearbeiten zu beginnen. Ich werde viele Teile vom 1.3er und 1.8er Verkaufen da ich sie doppelt bis dreifach habe. Denke da kann man hier im Forum noch ein paar Golf Freunde mit glücklich machen. Die Karosse vom Wolf soll in dieser Woche auch zum Schrott gebracht werden um mit diesem Kapitel endgültig abzuschließen. Somit wird die Scheune frei für den Calibra Turbo meines Vaters (Ja hier wittert ein Projekt) und ich kann mich voll auf den neuen Golf Konzentrieren. Dieser hat übrigens den einfallsreichen Namen „Black“ bekommen. Einfach schlicht und langweilig, so wie der Wagen beim Kauf ;) ich werde nächstes mal hoffentlich dran denken mehr Bilder zu machen, was ich dieses mal echt versäumt habe. Ich hoffe ihr verzeiht mir den Fauxpas.

 

Hiermit wird auch dieser Artikel geschlossen. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und schaut wieder rein. Wer Fragen hat zu meinen Schraubereien kann sich gerne per Kommentar oder direkt an mich wenden. Ich bin vielleicht kein Schraubergott, aber ein paar Kleinigkeiten kann ich bestimmt erklären :) Meinungen, Kritiken, Anregungen und Lob darf sich gerne in den Kommentaren wiederspiegeln.

 

MFG Niclas :)

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29.11.2014 19:30    |    niclas1234    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo Leute und schön dass ihr wieder da seit.

 

Ich mache heute endlich da weiter wo ich in den letzten Monaten stehen geblieben bin. Es stand die Frage im Raum was aus meinem verunfalltem Wolf wird. Ich muss ehrlich sagen ich habe mich damit nicht leicht getan und viel und lange überlegt. Es stand zuerst die Option im Raum den Golf wieder richten zu lassen. Ich hatte lange an dieser Möglichkeit fest gehalten, aber je länger ich mir darüber den Kopf zerbrochen habe und je mehr Firmen ich Kontaktiert habe, desto mehr wurde mir klar, dass ich diese Aufgabe einfach nicht stemmen kann. Das Richten alleine kostet zwischen 1500 und 2000 €. Dazu kommt das Ausbeulen des Seitenteils hinten rechts mit ca. 50 bis 100 € und das lackieren beider Seitenteile hinten wo ich gar nicht erst nach einem Preis gefragt habe. Wenn man obendrauf noch die komplette Front neu kauft und verbaut sind wir bei Summen wo ich mir einen guten 16V für kaufen könnte. Das Geld habe ich nicht und bin ich bei aller Unvernunft auch nicht bereit zu investieren. Option zwei wäre schon bezahlbarer aber genauso schwierig. Eine rote Karosserie mit 4 Türen kaufen und einfach alles 1 zu 1 umbauen. Probleme hierbei ist es eine gute Karosserie zu finden die Rostfrei und nicht komplett ausgeblichen ist. Zudem bekommt man kaum einzelne Karosserien. Selbst wenn muss ich auch hier meine gesamten Eintragungen auch im neuen Schein eintragen inklusive Motorumbau wenn ich nicht direkt eine RP Karosserie finde. Ich habe es zuerst zwar versucht etwas in annehmbarer Entfernung zu finden aber habe mich auch hier leider ohne Erfolg bemüht. Am Ende war mir auch klar, selbst wenn ich die Karosserie tausche wird es niemals wieder genau das selbe sein.

 

Somit kommen wir nun knapp 5 Monate nach dem Unfall zu meiner Entscheidung, dass ich einen kompletten Neuanfang wage. Die Technik an meinem Golf kenne ich und ich weiß was ich gemacht habe und was gemacht werden muss. Also habe ich mich entschlossen nach einem kompletten Golf zu suchen. Vorzugsweise mit kleinem Motor zum Umbauen. Dabei habe ich es völlig frei gestellt welche Farbe und Ausstattung er hat. Ich habe mir selbst bei 500 € das Maximum gesetzt für mein Vorhaben. Dabei konnte mir die komplette Technik eigentlich egal sein genauso wie die Innenausstattung. Viertürer wäre besser, da sonst einige Teile nicht passen aber ist kein Muss. Da ich unter der Woche in Hannover arbeite aktuell komme ich nur am Wochenende dazu mir Autos anzuschauen. Nach einigen Besichtigungen war klar, dass man für das Geld viele runter gerittene Schrottkisten bekommt, aber selten eine gute Basis. Nach einigen Enttäuschungen habe ich nun endlich am letzten Wochenende das passende Auto gefunden. Bei den Kleinanzeigen war ein 90er Golf 2 mit dem 1,3 L NZ Motor und 4 Gang Getriebe inseriert. Eigentlich zu teuer mit 233 tkm und 750 € VB die der Verkäufer später auf 550 € Festpreis änderte.Kein TÜV und seit einigen Monaten abgemeldet. Was aber interessant war ist die Tatsache,dass der Wagen 2012 neu lackiert wurde. Bei den meisten umlackierten Karren mache ich einen großen Bogen, aber auf den Bildern sah das alles gut gemacht aus. Also habe ich mir die Zeit genommen letzten Samstag hinzufahren.

 

 

Was habe ich dort vorgefunden? Würde es mir wohl um das Auto selber gehen wäre ich umgedreht aber so habe ich einen genauen Blick riskiert. Der schwarze Zweitürer stand in einem optisch wenig ansprechenden Zustand auf einem Abstellplatz und flehte quasi darum gerettet zu werden. Die Reifen waren billige Alufelgen aus dem Zubehör die sich gut an die getönten hinteren Scheiben und die billige Chromantenne aus dem Zubehör anpassten. Vorne stand er sogar auf einem Notrad und sah sehr bemitleidenswert aus. Auf nachfragen hieß es, dass der Unterboden ein wenig Rost hatte was unsachgemäß behoben wurde. Ich habe mir das ganze angeschaut und für akzeptabel empfunden. Soll heißen man kann es noch recht einfach wieder richten. Nun zu der Lackierung: Ich war sehr überrascht. Der Lack sah gut gemacht aus. Ursprünglich war der Wagen wohl mal Türkies. Er wurde auf die originale schwarze GT Farbe umlackiert. Die Kotflügel wurden abgenommen, genau wie die Türen. Die Scheiben waren draußen und es finden sich keine Läufer oder ähnliches. Laut dem Vorbesitzer war der Eigentümer vor ihm wohl Lackierer und hat das selber gemacht. Klingt soweit glaubwürdig nur bleiben dann eine Frage: Warum zur Hölle hat er den Kofferraum und Motorraum nicht mit lackiert? Da ist das gesamte Auto sauber gemacht worden und hier hört der Enthusiasmus auf? Naja gut da dort eh Rostansätze sind und man es nicht alle Tage sieht könnte ich hier selber ausbessern. Also war die nächste Instanz die Karosserie von außen zu begutachten. Also gleich mal kritische Stellen wie Radläufe, Zierleisten, Scheibenrahmen und Tankdeckel abgearbeitet und zu meiner Freude keinen Rost gefunden. Weiter ging es mit den Türen und der Kofferraumklappe. Auch hier kein Rost. Das alles hat mich dann doch sehr positiv gestimmt. Der Innenraum war im Gegensatz dazu leider ziemlich runter gerockt und ist nicht altzu schön. Der Teppich ist komplett fertig, die vorderen Türpappen sind nicht mehr original, es lag viel Dreck rum und zu allem Überfluss fehlt die Abdeckung für den Sicherungskasten. Da muss also eigentlich alles getauscht werden. Die Technik welche mir eigentlich egal ist war dennoch recht ordentlich. Der NZ Motor lief nach 3 Monaten Stand gut und Rund, die Bremsen sind neu und Bremsleitungen sowie der Auspuff wurden gemacht. Zusammengefasst: Er fährt, schaltet, bremst und beleuchtet. Für mich ganz praktisch, da ich ihn dann ohne Trailer auf Kurzzeitkennzeichen überführen kann. Mir fiel bei der Besichtigung noch die eine oder andere Sache ins Auge welche ich so belassen würde. Einmal der originale Heckklappenspoiler welcher auch fachlich richtig durch die Heckscheibe verschraubt wurde, dann die Frontscheibe mit Blaukeil welche sogar frei von Steinschlägen ist und die Domteppiche im Kofferraum welche mir noch fehlen.

 

Also kam es zu der beliebten Preisfrage. Angesichts des Zustandes konnte ich noch den Festpreis von 550 € auf 490 € drücken, womit ich im Budget drin bin. Nach zwei Tagen Bedenkzeit habe ich mich nun letzten endlich zum kauf entschlossen. Das weitere Vorgehen war einfach. An diesem Freitag holte mir ein Bekannter Kurzzeitkennzeichen ab und ich machte mich Abends auf den Weg den Golf abzuholen. Das Prozedere mit Kaufvertrag etc. überspringe ich mal, dass kennen die meisten wohl selber. Wesentlich interessanter war die Fahrt mit der Wanderdühne. Mit 55 PS fühlt man sich doch komisch wenn man ansonsten mit 170 PS durch den Alltag fährt. Trotzdem muss man fairer weise sagen, dass der Wagen sich trotzdem doch ganz akzeptabel vom Fleck bewegt. Nach Monaten Abstinenz musste ich mich erst mal wieder ans Golf fahren gewöhnen. Der Motor ist in der Tat aufdringlich laut und man spürt jede Bodenwelle. Ich glaube beim BMW fahren wird man einfach zu sensibel :D Das was mich auf den 300 km von Hamburg nach Göttingen aber am Meisten gestört hat war das fehlende Radio. Wenn man keine Musik hören kann muss der Motor überzeugen können. Das tut er aber nicht. Zudem scheint das Fahrwerk völlig fertig zu sein, somit ist es ein wunder, dass ich nicht Seekrank geworden bin. Ich bin zwar sehr stolz das der kleine die 300 km so Klaglos überstanden hat, aber ich war doch froh am Ende angekommen zu sein.

 

 

Am nächsten Tag ging es dann daran den Golf mal von Müll zu befreien und einmal Auszusaugen. Ich hätte ihn gerne auch noch gewaschen, aber es macht einfach keinen Sinn da er vorerst auf eine Scheune kommt wo er sowieso wieder einstaubt. Was ist nun mit dem Teil geplant? Ja wie bereits vorangehend gesagt wird in diesen Golf die komplette Technik aus meinem Wolf einbauen und Eintragen lassen. Weil ich den BMW habe und somit zeitlich nicht gestresst bin, werde ich zahlreiche Teile austauschen und reparieren, sowie den Wagen eine Hohlraumversiegelung und eine neue Schicht Unterbodenschutz spendieren. Man könnte schon fast von einer Teilrestauration reden, aber ich möchte erst mal kleine Brötchen backen. Der ganze nachgerüstete ATU Kram fliegt natürlich sofort wieder raus ;)

 

 

Ich bin selber etwas traurig, dass der rote Wolf später weg kommen wird, aber ich glaube er hatte es gut bei mir und (wenn wir mal etwas dramatisch werden wollen) sein Herz wird im neuen Golf weiter schlagen. Ich denke es ist die beste Entscheidung zwischen Vernunft und dem Erhalten eines Traumes. Ich werde in den nächsten Blogs meine Pläne etwas vertiefen und mir einen Plan machen wie ich vorgehen möchte, aber der eigentliche Umbau wird erst im Frühjahr beginnen. Bei der aktuellen Witterung ist nicht viel zu machen.

 

 

Ich freue mich wie immer auf eure Meinungen, Anregungen und Kritiken.

 

Gruß Niclas :)

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05.08.2014 12:18    |    niclas1234    |    Kommentare (93)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo Leute,

 

ja der heutige Block wird sich rein um ein paar Zukunftsgedanken von mir drehen. Doch vorher werfen wir einen Blick auf das Wrack vom Wolf. Ich war letzte Woche bei meinem Vater wo der Wagen in einer Scheune steht. Nachdem der Unfall erstmal grob verdaut ist konnte ich mich nun auch daran machen, mit einem klaren Kopf zu überlegen was mit dem Wagen geschieht. In erster Instanz habe ich die Front demontiert. Bedeutet Motorhaube, Stoßstange, Schlossträger, Kotflügel, Kühlergrill etc pp. Alles nicht mehr zu gebrauchen. Leider hat es auch meine schönen Nebelscheinwerfer dahingerafft. Allerdings sollte sowas aktuell mein kleinstes Problem sein. Ein Blick auf die Holme besagt das, was ich bereits im Unfallbericht angekündigt habe: Totalschaden :( . Die Holme sind beide stark nach rechts verbogen. Der Linke ist so stark getroffen, dass das Domlager halb unter die Kante der Motorhaube gerutscht ist. Ich bekomme ebenfalls den Kühlwasserausgleichsbehälter nicht mehr geöffnet, da dieser Ebenfalls knapp unter der Spritzschutzwand klemmt. Zudem ist auch kein Kühlwasser mehr drauf. Batterie und Wischwasserbehälter kuscheln unterdessen mit dem Holm. Hinten hat der Wagen beim herumschleudern auch noch einen abbekommen, sodass am Seitenteil hinten links eine Delle mit dicken Kratzer zu finden ist.

 

Das sind die schlechten Nachrichten. Kommen wir zu dem erfreulicheren Teil. Die Antriebswelle hat nicht, wie zuerst vermutet, einen Riss. Hierbei hat es sich lediglich um einen Lackabplatzer gehandelt, welchen man bei groben hinschauen für einen Riss halten kann. Hier also alles in Ordnung. Die Räder habe ich in einer Werkstatt mal auf Höhen- oder Seitenschlag Kontrollieren lassen. Ergebnis war, dass alle Räder noch heile sind. Ist natürlich gut im Anbetracht, dass die Felgen und Reifen nicht so ganz billig waren. Zudem sind die Reifen grade mal 1000 km alt. Die Elektrik am Auto funktioniert ebenfalls noch ohne Probleme (ist ja auch nicht viel). Was allerdings viel interessanter war, ist die Frage ob der Motor einen Mucks von sich geben wird. Beim Drehen des Schlüssels waren diese Ängste allerdings vergessen. Eine Umdrehung und der RP spuckte wieder wie gewohnt und sprotzelte vor sich hin als wäre nie etwas gewesen. Beim probehaften schalten stellte ich fest, dass das Schaltgestänge wohl einen abbekommen hat. Trotzdem kam ich noch in jeden Gang rein. Getriebe scheint also ebenfalls noch heile zu sein. Soweit also Technik großteils in Ordnung. Beim vorderen Fahrwerk bin ich noch am rätseln ob das so gehört oder nicht.

 

Am Sonntag bin ich wieder in Richtung Heimat aufgebrochen. Vorher habe ich allerdings noch den Wagen fertig gemacht damit er möglichst wenig Lagerschäden bekommt. Klingt blöd bei einem Wrack aber man muss ja nicht mehr kaputt machen als es eh schon ist. Also den ganzen Karren auf Steine gestellt, damit das Fahrwerk ausfedert, und die Reifen sich nicht kantig stehen. Dann die Batterie abgeklemmt und zuletzt ein großes Stofftuch über dem Wagen ausgebreitet damit er nicht völlig verstaubt auf der Scheune.

 

Soweit zu dem was gemacht wurde. Doch nun muss ich natürlich den Blick in die Zukunft richten und überlegen was ich mit dem Teil mache. Ich habe da schon gut über 10 große Scheine in den Wagen investiert und bin dementsprechend nicht willens gewesen den Wagen am Nürburgring für 100 € verschrotten zu lassen. Und damit stehen wir auch bei den Möglichkeiten die ich habe. Die erste ist natürlich den Wagen so 1 zu 1 verschrotten zu lassen. Mit viel Glück würde ich dann vielleicht 120 € von einem netten Autoverwerter bekommen. Das kann und werde ich nicht machen. Variante zwei ist das Ausschlachten des Wagens. Alle Teile die noch Geld wert sind ausbauen und verkaufen. Würde mir wohl ein wenig Geld in die Kasse spülen, was nicht schaden würde wo der BMW grade seine ersten 610 € in der Werkstatt verschlungen hat. Andersrum steht auch das in keinem Verhältnis zu dem Geleisteten. Wie schon so oft festgestellt wurde, bekommt man niemals das aus dem Auto raus, was man reinsteckt. Oder zu guter Deutsch: Mein Geld ist weg und das werde ich auch nie wieder sehen ;) . Ist ja auch okay, das wusste ich vorher. Aber andersrum steckt in dem Wagen zu viel Arbeit und Geld um den jetzt so wegzugeben.

 

Die Ersten werden sich jetzt schon denken: „ Ach du scheiße, der muss doch endlich mal einen Schlussstrich ziehen können.“ Ja und auch ich habe das Gedacht, aber grade mein Vater war derjenige der mir wieder Mut gemacht hat. Ursprünglich hatte ich noch einen ganz anderen Plan, welchen ich aber erst in nächster zeit in einem anderen Artikel erklären werde. Nun hat mein Vater mir allerdings Folgendes angeboten. Ich darf mir eine neue Karosse besorgen und dort vor Ort alles umbauen, fertig machen , über den TÜV schieben und das Fertige Auto dort stehen lassen.

 

Klingt so bescheuert wie es ist. Was habe ich also vor? Ich suche nach einer Karosse von einem 2er Golf. Vorzugsweise in rot und auf jeden Fall als 4Türer. Wenn ich da was passendes Gefunden habe werde ich alles aus dem Wolf dort hinein bauen. Das wird natürlich mit einer teilweisen Überarbeitung einhergehen. Ob das Sinn macht? Wahrscheinlich nicht. Ich mache das mehr für mich und für mein Gewissen. Manchmal denke ich sogar, dass ich dem Wagen das schuldig bin. Was ein bescheuerter Gedanke! Der BMW soll auf jeden Fall als Altagswagen bleiben. Sollte ich den Golf wieder hergerichtet bekommen wird dieser ein Young/Oldtimer werden. Ob das alles mit dem Ausbildungsgehalt Sinn macht sei mal dahingestellt, aber ich war nie ein Freund davon auf etwas zu warten.

 

Ihr könnt ja ruhig mal schreiben was Ihr dazu denkt. Ich denke, dass nicht viele das hier nachvollziehen können, aber ich bin halt ein Schrauber und werde wohl auch immer einer bleiben. Ich hoffe euch hat der Artikel gefallen und möglicherweise geht es demnächst weiter mit dem zweiten Projekt parallel. Dort beginnt dann der wahre Größenwahn ;) Ihr dürft gespannt sein.

 

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24.07.2014 16:19    |    niclas1234    |    Kommentare (230)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo liebe Motortalker,

 

zum Beginn dieses Artikels reisen wir ein paar Wochen zurück. Es ist der 28te Juni dieses Jahres wir befinden uns in der Eifel. Seit Donnerstag ist bereits das 2te Youngsters @ Green Hell treffen am Nürburgring im Gange. Ich denke wir haben dort ein tolles Treffen auf die Beine gestellt welches dieses Jahr auch gut Besucht wurde. Doch im Mittelpunkt dieses Treffens steht natürlich wie im Namen die berühmte Nürburgring Nordschleife. Ja was habe ich mich darauf gefreut die grüne Hölle wieder zu sehen. Meine zwei Runden vom letzten Jahr im Hinterkopf und den Spaß welchen ich dort hatte habe ich mich vorbereitet. Die Auspuffanlage wurde getauscht gegen eine originale GTI Anlage. Der Fächerkrümmer ist eingetragen worden und zudem noch meine aktuelle Rad/Reifen Kombination. Die Reifen sind eine Woche vor dem Treffen noch neu gekommen. Wir alle wissen wie wichtig gute Reifen sind. Also habe ich 4 Stück nagelneue Vredestein Sportrac 5 in 195/50 R 15 aufziehen lassen. Motoröl und alle anderen Betriebsflüssigkeiten waren natürlich auch aufgefüllt und so konnte es los gehen. Ich erspare euch den Rest vom Treffen und überspringe Donnerstag und Freitag.

 

Es ist also der Samstag des Treffens und wir befinden uns auf dem Parkplatz gegenüber der Zufahrt zur Nordschleife. Ich habe mir ein 4 Runden Ticket gekauft gehabt. 3 Runden sind bereits ohne Probleme gefahren. Doch wie man es erwartet beginnt es stark zu regnen. Da ich am Sonntag früh aufbrechen möchte auf die 600 km Heimfahrt bleiben mir zwei Möglichkeiten. Entweder ich lasse die Runde verfallen da ich in diesem Jahr nicht erneut zum Ring reise, oder ich fahre die letzte Runde bei regen. Und natürlich bin ich nicht vernünftig und entscheide mich zu fahren. Mit den Gedanken wie: „Wenn ich langsam fahre ist das kein Problem“ haben sich noch zwei Leute zu mir ins Auto gesellt und los ging es.

 

Der Anfang der Runde stellte keinerlei Probleme dar. In den Kurven das Tempo raus genommen und auf der Graden Gas geben. Das hat super funktioniert und ich hatte keinerlei Probleme. Wir haben knapp eine Drittel Runde um und erreichen die Kurve zum Kallenhard. Ich sage noch zu meinen Mitfahrern: „Vorsicht bei Nässe ist die Kurve sau gefährlich!“ Also fahre ich mit einem gedrosseltem Tempo von ca. 45- 50 km/h in die Kurve ein. Alles scheint problemlos bis ich bemerke wie mir kurz vor Kurvenausgang das Heck nach links ausbricht. Ich war nicht drauf vorbereitet, dass meinem Fronttriebler das Heck ausbricht.

 

Nun folglich habe ich wohl einen schweren Fehler gemacht. Ich Lenke gegen um mein Heck wieder einzufangen. Das Klappt soweit auch, aber die Erfahrenen werden wissen was passiert. Ehe ich reagieren kann Bricht mein Heck in die andere Richtung (rechts) aus. Natürlich wie vom Gegenpendler gewohnt stärker als zuvor. Ich schaffe es nicht mehr noch rechtzeitig gegen zu lenken. Da ich weder Bremse noch Gas betätigt habe um den Wagen ruhig zu halten erfolgt augenblicklich der Einschlag an der linken äußeren Leitplanke mit knapp unter 50 km/h. Ich schaffe es noch nach dem Aufprall den Wagen auf die Rechte Seite auf den Grünstreifen zu fahren und den Motor abzuschalten. Letzte Reaktion bevor ich mir überhaupt bewusst war was ich dort grade getan hatte, war das Einschalten der Warnblinker. In letzter Instanz habe ich meine beiden Beifahrer noch schnell gefragt ob sie verletzt seien und sie anschließend hinter die Leitplanke geschickt. Einige schaulustige (aber hilfsbereite) Passanten haben anschließend noch einen Notruf bei der Streckensicherung abgesetzt.

 

Nun stand ich dort. Mitten in der Eifel, auf der wohl gefährlichsten Rennstrecke der Welt, welche mir grade eben eindrucksvoll bewiesen hatte, dass ich kein guter Fahrer bin. Und während ich mir so langsam bewusst wurde was ich da grade getan hatte wartete ich auf den kompletten Nervenzusammenbruch, welcher leider noch auf sich warten ließ. Mit dem ersten Blick war bereits klar, dass sich an diesem Auto nichts mehr retten lässt. Die Gesamte Frontpartie war eingedrückt. Der Rahmen ist so stark verzogen, dass sich die Beifahrertür nicht öffnen lässt.

Vom Rest nach dem Unfall mag ich gar nicht mehr altzu viel Erzählen, da es für mich alles wie in einer Trance gewirkt hat. Was mir in dem Moment nicht klar war, was aber später klar wurde, ist dass ich bei dem Aufprall wohl ganz schön einen mitbekommen hatte.

 

Als nächstes traf die Streckensicherung ein und sicherte die Unfallstelle. Zu meinem Glück war die Leitplanke nicht beschädigt und ich musste lediglich den Einsatz der Streckensicherung bezahlen. Das war so das einzige was ich noch im Kopf habe was mir erzählt wurde. Ich musste noch meine Unterschrift unter den Unfallbericht setzten und anschließend war bereits der Abschlepper da, der meinen Wagen in eine Art Leichenhalle brachte. Eine gigantische Halle voller gecrashter Fahrzeuge.....

 

Alles weitere möchte ich auch überspringen. Mein Vater hat mir am Ende des Tages den Arsch gerettet und hat sich einen Trailer geschnappt sich ins Auto gesetzt, ist 5 Stunden Auto gefahren und hat mich samt Golf Wrack abgeholt. Ohne ihn wäre ich dort nicht weggekommen. Danke Papa!

 

Die aktuelle Schadensauflistung:

 

- Karosserie komplett verzogen

- Holm eingedrückt

- Antriebswelle links gerissen

- Gesamte Front zerstört (Motorhaube,Schlossträger, Kotflügel, Stoßstange etc)

- Vorderachse links aus der Karosse gerissen

- Heck hinten links leicht an der Leitplanke gestriffen

 

Gesamtbilanz ist ein lupenreiner Totalschaden welcher auch irreparabel ist.

 

Ich möchte hier zum Ausdruck bringen, dass ich die Verantwortung an diesem Unfall komplett auf mich nehme. Es ist mühselig zu diskutieren welche Faktoren dazu geführt haben, dass ich abgeflogen bin. Am Ende war ich einfach für mich, mein Fahrzeug und dieses Wetter zu schnell in dieser Kurve. Dies ist meine eigene Schuld und ich muss den Schaden zahlen. Da der Wagen komplett selbst gezahlt ist, sind weder Eltern noch sonstige Verwandte in der Pflicht dafür aufzukommen. Die Rechnung von der Nordschleife ist mittlerweile ebenfalls von mir aus eigener Tasche gezahlt wurden. Ich möchte erneut mich entschuldigen bei meinen beiden Beifahrern, welche leider dabei waren. Einer der beiden (NickRS) Hat sich zudem noch das Knie geprellt. Da laut ihm keine weiteren Probleme aufgetreten sind, hoffe ich, dass keiner der beiden irgendwas bleibendes davon getragen hat. Ich für meinen Teil hatte eine Woche mit einem Schleudertrauma zu kämpfen und dessen Begleiterscheinungen (starke Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Druck auf den Ohren, Schwindelgefühle etc. ). Zudem hat der Unfall ein Loch in mein Schrauberherz gerissen welches sich so schnell nicht wieder schließen lassen wird.

 

Ich habe in der Zwischenzeit mir ein Ersatzwagen besorgt, welchen ihr in meinem Fahrzeugprofil einsehen könnt. Eine Vorstellung von dem Wagen gibt es wohl auch noch.Ich weiß aktuell leider nicht wie es weiter geht mit den Resten vom Golf sowie mit diesem Blog. Mit dem Wolf ist auch das Schreibmaterial gestorben. Ich mag noch nicht alles aufgeben was ich erreicht habe. All das Wissen, die Zeit und das Geld, aber vor allem das Herzblut welches ich investiert habe soll nicht vergebens gewesen sein. Ich halte euch wie immer auf dem Laufenden.

 

Bitte verzeiht mir die Rechtschreibfehler, aber für mich ist dieser Artikel schwierig zu schreiben und ich will ihn nicht erneut durchlesen.

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27.05.2014 18:47    |    niclas1234    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo Leute und willkommen zurück beim Wolf.

 

Wer meinem Blog schon länger folgt, der weiß, dass mal eine Überarbeitung der Bremsanlage anstehen sollte. Aus mehreren Gründen wurde diese bis vor einiger Zeit immer wieder verschoben. Einerseits hat das Geld gefehlt, andererseits war es Zeitlich schwierig. Geplant war ein Umbau auf G 60 Anlage. Dafür hatte ich bereits eine komplette Hinterachse aus einem GTI besorgt mit Scheibenbremse und diese komplett zerlegt.

 

Nun geht es endlich weiter an dieser offenen Baustelle, allerdings mit einer kleinen Änderung. Ich werde nicht mehr auf G 60 Anlage umbauen. Das hat zweierlei Gründe: Einmal ist es mir zu teuer und zweitens plane ich nicht mehr meinem Wolf einen anderen Motor zu verbauen. Daher nun die Umplanung. Der Wolf wird stattdessen eine aufgearbeitete GTI Anlage verbaut bekommen. Die Hinterachse und Scheibenbremsen habe ich ja nun bereits liegen, allerdings in einem bedauernswerten Zustand. Hier muss ich nacharbeiten. Erstmal habe ich eine Materialliste angefertigt:

 

- Bremsscheiben 239 mm innenbelüftet vorne

- Bremsscheiben 220 mm voll hinten

- Bremsbeläge hinten + vorne

- Bremsschläuche

- Radlager hinten

- Bremsleitungen hinten

- Führungsbolzen Bremssattel hinten + vorne

- Bremsflüssigkeit

- Ankerbleche hinten + vorne

- Schrauben Hinterachse

- Staubschutzmanschette Bremssättel hinten

 

 

Insgesamt muss ich sagen, dass ich mit wesentlich weniger Geld gerechnet habe als ich das alles mal grob überschlagen habe. Die Kleinteile schlucken leider Unmengen Geld. Hier mal 15 € da mal 30 € weg.... so schnell kanns halt gehen. Bei den Bremsschläuchen habe ich mich entschlossen Stahlflex Leitungen zu verbauen um etwas bessere Bremswerte zu erreichen. Die Bremssättel hinten sollten ursprünglich neu. Dies wurde verworfen. Ich werde stattdessen die alten Aufarbeiten. Leider sind die Manschetten gerissen, sodass ich hier auch ran muss.

 

 

Scheiben und Klötze habe ich bereits besorgt. Wer jetzt an die großen Marken aka. Brembo, Zimmermann oder ATE denkt der hat gefehlt. Meine Scheiben und Beläge kommen von der Marke Jurid. Wem das nichts sagt der kann beruhigt sein. Kannte ich auch nicht. Jurid ist jedenfalls Erstausrüsterqualität und beliefert unter anderem ATE. Somit habe ich hier mal zugeschlagen.

 

 

 

An der Hinterachse brauchte ich einige Schrauben neu. Unter anderem Die Schrauben für die Achsstummel und die Schrauben für die Aufnahme der Hinterachse. Das alles hat natürlich nicht viel gekostet aber die Masse macht es dann doch aus. Ich Dussel habe natürlich alles brav bei VW bestellt. Zudem habe ich dort gleich neue Ankerbleche und Schrauben für vorne gekauft.

 

 

So nun zur Hinterachse. Diese habe ich vor knapp zwei Wochen zur Firma Krause Sandstrahlarbeiten gebracht und dort komplett strahlen und mit Rostschutz grundieren lassen. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Nun muss ich sie nur noch lackieren aber hierfür habe ich bereits das passende Mittel erfragt. Zudem muss in den Hohlraum noch Wachs rein um gleich dem nächsten Rost vorzubeugen. Ich denke die Achse ist somit für die nächsten 20 Jahre fit.

 

 

Weiter habe ich es aktuell noch nicht geschafft. Die Bremssättel hinten werden wohl mal abgeschliffen und neu lackiert in Schwarz. Ausprobiert habe ich das ganze schon mal allerdings noch nicht vollendet. Weiterhin muss ich einen Platz zur Demontage finden und mir mal eine WE frei nehmen um die Anlage umzurüsten.Zudem muss ich in dem Zuge noch die Bremsflüssigkeit wechseln. Ich denke gute 300 € an Material stehen noch aus, weshalb es noch etwas dauern kann mit dem nächsten Artikel von der Bremsanlage.

 

 

 

Wie immer werde ich euch auf dem Laufenden halten und hoffe euch hat der Artikel gefallen.

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17.05.2014 00:05    |    niclas1234    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo Leute,

 

heute gibt es mal wieder einen kurzen Bericht vom Wolf. Nach der großen Reparatur am Kopf und dem Blogspecial wird der heutige Artikel etwas kürzer ausfallen. Ich hoffe ihr habt trotzdem euren Spaß beim Lesen.

 

Nach der großen Reparatur am Kopf hatte ich eigentlich die Hoffnung, dass ich erst mal etwas Ruhe aus dem Motorraum habe um mich dem Rest des Wagens zu widmen. Aber das hat natürlich nicht geklappt. Eines Tages an der Tanke sah ich beim regelmäßigen Kontrollieren des Ölstands, dass getriebeseitig am Kopf Öl war und das ganze Getriebe leicht feucht war. Nach einer Ersten Schocksekunde habe ich dann festgestellt, dass das Getriebe selber nicht Ölfeucht war. Sollte also heißen hier hatte sich Kühlwasser ausgebreitet. Zwei Blicke später war die Diagnose bereits gestellt. Der Öldruckgeber ist undicht und der darunter sitzende Kühlwasserflansch ist undicht geworden. Schnell zu VW rein und die Teile bestellt.

 

 

Heute an diesem Sonnigen Tag habe ich mich dann mal ans tauschen gemacht. Leider durfte ich dabei feststellen, dass man mir den falschen Öldruckgeber bestellt hat. De verbaute hat einen Arbeitsbereich von 0,15 bis 0,45 bar. Der gekaufte hat 0,15 bis 0,35 bar. Hier musste ich also unvermittelter Ding abbrechen und den Alten wieder einbauen. Also dann eine Schüssel unter den Wagen und den Flansch ausgebaut. Ich werde irgendwie nicht warm mit diesen Verdammten Schellen muss ich sagen. Hat wieder mal eine Ewigkeit gedauert die ab zu bekommen. Naja der Rest ist natürlich Standard. Raus, rein fertig! Beim Blick auf den alten Flansch war auch klar warum es dort rausgesuppt hat. Komplett runter die Dichtung.

 

 

 

Nun bewegen wir uns zeitlich ein Stück zurück. Müsste etwa zwei Wochen her sein. Ich habe durch Zufall beim scrollen in der Bucht ein Objekt der Begierde gefunden. Und wie das nunmal so ist. Ach bietest mal ein wenig was drauf, der Preis ist gut. Zack kaum hat man sich versehen ist man dooferweise echt Höchstbietender. War ja nicht zu erahnen wenn man so wenig Geld bietet :D Jedenfalls war ich plötzlich Stolzer Besitzer eines schwarzen Dachhimmels für einen 4 Türer ohne Schiebedach und das auch noch zu einem mehr als guten Preis. Nach einem kurzen Mailwechsel mit dem Verkäufer ging es dann einen schönen Donnerstag Mittag auf in die Nähe von Wolfsburg.

 

 

War zwar eine sehr verregnete Woche aber diesem Tag hatte ich Glück. Kein Regen allerdings auch keine Sonne. Nach ca. 2 Stunden fahrt stand ich beim Verkäufer vor der Tür. Dieser hat mir dann dabei geholfen den Dachhimmel zu demontieren und wieder anzubauen. Das Ganze hat keine Stunde gedauert behaupte ich. Dazu gab es für einen wirklichen Schnäppchenpreis die C Säulen Verkleidung in Schwarz sowie die Abschlussleiste. Als besondere Kleinigkeit dazu dann noch die Innenraumlampe von Hella mit verzögerter Abblendfunktion. Ein wirklich tolles Paket zu unschlagbarem Preis was dem Wolf meiner Meinung nach sehr gut steht. Mir fehlen lediglich noch die schwarzen Sonnenblenden. Das kommt aber bei Zeiten noch.

 

 

Bei einem netten Gespräch hinterher kam es dazu, dass der Verkäufer mir seine Autos gezeigt hat. Als ich dann den schicken Jetta in der Garage erblickt habe wurde mir langsam klar wer hier eigentlich mit mir redet. Und zwar habe ich hier den User Bergteufel aus dem IIer Forum kennen gelernt. Wie klein die Welt doch ist :) Gegen 19 Uhr ging es dann nach Hause (Jetzt hat es übrigens geregnet wie aus Gießkannen). Alles in allem ein gelungener Nachmittag der sich auch für den Wolf gelohnt hat.

 

 

Nächstes mal geht es wohl weiter mit einem Zwischenstand von der Bremsanlage. Ich hoffe ihr hattet euren Spaß beim Lesen und würde mich freuen euch hier wieder begrüßen zu dürfen :)

 

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12.05.2014 19:44    |    niclas1234    |    Kommentare (53)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo liebe Leute und willkommen zu einem Artikel auf den ich mich schon sehr lange gefreut habe :)

 

Vor einigen Wochen habe ich einen Blick auf meinen Kontoauszüge geworfen und siehe da: Die Abbuchung der KFZ Steuer ist drauf. Was heißt das für mich? Es bedeutet ein Jahr lang Autofahren, Ein Jahr lang Teilnehmer am deutschen Straßenverkehr und vor allem ein Jahr lang Wolf fahren! Grund genug für mich einen kleinen Rückblick zu wagen.

 

 

Angefangen hat das alles am 29.04.2013, dem Tag der Anmeldung. Das war ein recht sonniger Montag und ich habe die ersten beiden Schulstunden geschwänzt weil ich unbedingt mein Auto zulassen wollte. In der Hektik habe ich natürlich auch meinen TÜV Bericht vergessen. Der Herr von der Anmeldung hat mir die Aufregung wohl sichtlich angemerkt. Es ist auch ein ganz spezieller Tag für einen jungen Menschen sein erstes Auto zu zulassen. Meine Kennzeichen waren auch kein Zufall allerdings genauso wenig einfallsreich. Meine Initialen und mein Geburtstag und Monat. Nachdem ich dann in gefühlten 5 min (6 km) wieder mit dem Rad zuhause war durfte ich endlich die Kennzeichen an den Wolf bauen. Den Namen Wolf hat der Wagen übrigens erst mit der Eröffnung dieses Blogs bekommen.

 

Was ich niemals erzählt habe war damals der Grund warum der Wolf hier ist. Ich denke wer den Artikel „Der Anfang“ gelesen hat weiß die grobe Geschichte, aber warum wollte ich überhaupt ein Auto? Ich habe auch als Dorfkind eine Busfahrkarte und ein gutes Fahrrad. Warum also ein Auto ans Bein binden und dafür auch noch arbeiten gehen müssen? Tja für mich hätte ich das damals nie getan, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Freundin. Und ja diese Freundin ist dann einen schönen Tages umgezogen. Das kam für uns beide unerwartet. Eigentlich waren es nur 20 km aber leider in einen anderen Landkreis und dort fahren keine Busse hin von mir aus. Das Fahrrad war nur bedingt eine Alternative und da sie ihre Freunde von hier wiedersehen wollte habe ich mich damals entschlossen mir ein Auto ans Bein zu binden. Im Nachhinein eigentlich total bescheuert von mir. Tja ich habe ewige zeit lang das Taxi gespielt für sie und irgendwann, so zwei Monate später, den Laufpass bekommen. Ihr könnt euch sicher vorstellen wie die Emotionen überkochen und ich das Auto verflucht habe, aber mit ruhigerem Gemüt und logischem denken ist natürlich klar, dass der Wagen dafür nichts kann. Also Frau weg Auto da. Hat am Ende also dich was gutes gehabt.Meine nächste Freundin muss jedenfalls mit dem Auto und der dafür notwendigen Zeit klarkommen und nicht umgekehrt.

 

Doch weiter im Text.1 Jahr lang durfte ich nun am Straßenverkehr teilnehmen. Dabei habe ich viele tolle Erfahrungen machen dürfen. Die freundlichen Gesichter wenn man mal mal ein Rentnerpärchen über die Straße lässt, oder den freundlichen LKW Fahrer der einen noch vor lässt obwohl er Vorfahrt hat. Ja man lernt doch relativ schnell dass man mit Freundlichkeit viel weiter kommt im Leben. Ein gutes Beispiel ist bei uns auf der Landstraße eine Brücke im Wald die so schmal ist, dass immer nur ein Fahrzeug drüber passt. Hier hatte ich noch niemals den Fall, dass sich zwei Leute gestritten haben wer zuerst drüber darf. Eher dass beide gerne stehen bleiben wollen und warten. Meistens wird sich dann noch mit einem freundlichen Gruß Bedankt und weiter geht die Fahrt. Diese Freundlichkeit weiß ich sehr zu schätzen da sie einem den Tag viel einfacher macht.

 

Die andere Seite ist leider auch eins stetiger Begleiter. Auf meinen doch schon ganz beachtlichen Autobahnkilometern trifft man schon auf eine Menge Leute die es mit der Höflichkeit nicht so haben. Dass einem so dicht aufgefahren wird, dass man weder Kennzeichen noch Scheinwerfer des Hintermannes sieht ist ja nicht mal was seltenes. Ebenso schaffen es anscheinend viele Autofahrer auch nicht sich im Stau richtig zu verhalten. Den Reißverschluss einfach mal zumachen anstatt noch jemanden rein zu lassen oder andauernd stark beschleunigen und Bremsen anstatt langsam rollen zu lassen. An vielen Stellen wurde mir auch die Vorfahrt genommen wo ich ohne eine schnelle und beherzte Reaktion bestimmt keinen Wolf mehr fahren würde. Die Hupe ist in diesem Jahr fast nie zum Einsatz gekommen. Was nutzt es mir den anderen mit der Hupe zu strafen wenn ich selber dadurch nicht optimal reagieren kann?

 

Bei all den schlauen Sprüchen und Überlegungen muss ich mich natürlich meiner eigenen Schwächen besinnen. Auch ich kann als Fahranfänger nicht ganz Fehlerfrei sein. Schon öfters habe ich mal beim Rückwärts ausparken einen Auto oder Radfahrer übersehen, trotz mehrmaligen umschauens. In solchen Situationen bin ich leider auf die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer angewiesen. Klar arbeitet ein junger Fahrer wie ich an sich selber um besser und vorausschauender zu fahren aber das ist natürlich eine Sache der Erfahrung.

 

Beim Thema Erfahrung sind wir natürlich auch genau richtig. Wie viel Erfahrung kann man in einem Jahr sammeln? Kann man Erfahrung überhaupt an Kilometern fest machen? Wenn es danach geht übertrumpfe ich wohl recht viele Fahranfänger denn ich habe mittlerweile 30 tausend Kilometer hinter mir. Aber es kann nicht nur eine Frage der Strecke sein sondern auch der Situationen die man durchgemacht hat. Auch wenn ich bestimmt schon mehr als manch andere junge Fahrer erlebt habe wäre es unangemessen zu sagen, dass ich ein erfahrener oder guter Fahrer bin.

 

 

Doch in Anbetracht der recht kurzen Zeit die ich meinen Wolf erst habe haben wir schon einiges zusammen erlebt. Ich erinnere mich da gerne an das Abenteuerliche U 25 Treffen am Nürburgring welches im Oktober letzten Jahres stattgefunden hat. Bei einem doch recht ungemütlichen Herbstwetter durfte der Wolf wohl das erste mal in seinem Leben auf die Rennstrecke. Auch hier heißt es Fortsetzung folgt. Wie ihr sehen könnt tickt seitlich schon der Countdown runter. Bin wirklich voller Vorfreude dieses mal bei hoffentlich gutem Sommerwetter auf der Schleife zu fahren. Auch in Erinnerung geblieben ist mir mein Ausflug nach Aachen zum Philips Colour Vision Event. Der Anruf ereilte mich einige Wochen vorher, abends kurz bevor ich zur Arbeit musste. Ich muss ehrlich sagen ich habe damit nicht gerechnet. War mehr so eine Geschichte nach dem Motto: „Versuchen kann man es ja mal“. Hier durfte ich übrigens die Erfahrung machen dass 1000 km an einem Tag doch sehr viel sind für Mensch und Maschine. Ich musste auf dem Rückweg mehrfach anhalten und ein kurzes Schläfchen halten weil ich so müde war.

 

Doch mal die Bestandsaufnahme. Was ist eigentlich in diesem Jahr am Wolf gemacht worden?

 

 

- CD Radio (Becker Traffic Pro) nachgerüstet und über Zündung geschaltet

- Lautsprecher komplett getauscht (vorne/hinten)

- Doppelscheinwerfer und Grill (5 Rippen) nachgerüstet

- Fußmatten neu

- Schaltsack neu

- Sommerreifen auf BBS Felgen

- Beide Keilrimenen neu

- Ölwechsel April 2014

- Kotflügel vorne links getauscht

- Hauptscheinwerfer rechts gewechselt (alter hat Wasser gezogen)

- Heckscheibenwischer flach gelegt

- Endschalldämpfer getauscht (alter hatte Durchrostung)

- Türgriffleisten ausgetauscht (Edelstahl Nachbau)

- Querlenker mit verstärkten Lagerbuchsen (Claus von Essen)

- Koppelstangen und Stabilager aus verstärktem Gummi (Claus von Essen)

- Bilstein B 4 Dämpfer vorne/hinten verbaut

- Eibach Pro Kit Federn verbaut (eingetragen)

- Sachs Domlager vorne/hinten verbaut

- Staubschutzmanschetten der Stoßdämpfer rundum erneuert

- Nebelscheinwerfer Hella original nachgerüstet inklusive Kabelbaum und Relais

- Winterräder auf Rial Viper B 2 (eingetragen)

- Zündkabel getauscht (Maderschaden Dez. 2013)

- Achsträger getauscht und Gewinde im Holm nachgeschweißt

- Schlauch der Kurbelwellenentlüftung erneuert

- Zündkerzen getauscht

- Neue Batterie (Dez. 2013)

- Zylinderkopfdichtung neu

- Ventildeckeldichtung + Stehbolzen neu

- Fächerkrümmer von Friedrich Motorsport + neue Abgaskrümmerdichtungen

- Ansaugkrümmerdichtung + Gummidichtring neu

- Zylinderkopf geplant, neue Ventilschaftdichtungen und gesäubert

- Zahnriemen und Spannrolle + unterer Plastikschutz neu

- Lambdasonde neu

- Kühler + Lüfterschalter neu

 

 

Ich denke ich habe hier noch lange nicht alles aufgezählt was wirklich passiert ist. Andersrum ist aber auch noch genau soviel in Arbeit. Ich plane aktuell in zwei Abschnitten. Einmal vor dem zweiten Ringtreffen und einmal nach dem Ringtreffen. Keine Ahnung wo ich die Mittel dafür hernehmen soll, aber das wusste ich ja bis jetzt auch noch nie.

 

Dinge die vor dem Ringtreffen noch passieren sollen:

 

- Neue Sommerreifen (195/50 R 15)

- Fächerkrümmer eintragen

- geänderte Reifengröße eintragen

- eventuell Endtopf wieder auf original zurück rüsten

- Öldruckschalter getriebeseitig erneuern

- Kühlwasserflansch getriebeseitig austauschen

 

Was nach dem Ringtreffen noch passieren soll:

 

- 239 mm innenbelüftete Scheiben vorne

- GTI Hinterachse verbauen

- Scheibenbremsanlage hinten (220 mm voll)

- Stahlflex Bremsleitungen

- Bremsflüssigkeitswechsel

- Roststellen entfernen

- Schwarze Sonnenblenden

- …

 

 

Es gibt noch so vieles ich glaube so weit sollte ich noch nicht planen. Es kommt sowieso alles anders als ich es plane. Aber die Reise ist noch nicht zu ende.

 

Doch wie geht es denn nun weiter mit dem Wolf? Auch hierzu habe ich ich mir Gedanken machen müssen. Wie einige Leute wissen ändert sich nun meine berufliche Situation relativ bald. Ich werde dualer Student und werde viele Km aus beruflichen gründen fahren müssen. Das möchte ich dem Golf nicht zumuten. Also geht der Trend zum Zweitwagen. Wenn ich mich in der U 25 so umschaue bin ich damit ja nicht gerade alleine. Aber wie und was darüber halte ich mich noch bedeckt. Ich habe festgestellt, dass es bei dem Thema zu unterschiedliche Meinungen gibt und ich das lieber mit mir selber ausmache. Aber trotzdem bleibt der Wolf bei mir, da gibt es keine Frage.

 

Was habe ich in Zukunft mit dem Golf vor? Tja aktuell ist der Golf mit seinem 91er Baujahr 23 Jahre alt. Damit ist er noch 7 Jahre vom H entfernt. Aber eigentlich soll es dort mal hingehen. Auch wenn der Weg noch weit ist, kann ich trotzdem einen schönen einen schönen Youngtimer mein eigen nennen.

 

Schlussendlich kann ich noch meinen Dank an die Motortalk Community richten. Ich habe in diesen einem Jahr viele Leute kennen lernen dürfen. Großteils hier im Forum und auch einige privat. Meine speziellen Danksagungen gehen an das Golf 1&2 Forum wo ich bis jetzt immer meine

Fragen stellen konnte und fast immer eine gute und helfende Antwort bekommen habe. Einen weiteren speziellen Dank sende ich in die U 25 Fraktion mit welcher ich einen regen Kontakt pflege. Ich denke mittlerweile sind wir alle eine lustige und mannstarke Truppe geworden, die sich sehen lassen kann. Also an die älteren Semester unter euch: Der nachwuchs an Autobegeisterten ist vorhanden! Weiter geht es mit Danksagungen an spezielle Personen welche sich besonders abgehoben haben mit ihrer Hilfsbereitschaft. Hier möchte ich mit unserem Forenmitglied Schwarter anfangen. Ohne ihn hätte ich den Tausch der Kopfdichtung wohl nicht so einfach und reibungslos hinbekommen. Wann immer ich eine Frage hatte konnte ich schnell das Handy zücken und einen Anruf tätigen. Bis jetzt gab es immer eine hilfreiche Antwort oder aufbauende Worte wenn ich mal wieder am Rande des Wahnsinns war. Hierfür an dich Keule einmal vielen vielen Dank und ich hoffe wir bleiben auch in Zukunft in Kontakt! Dann an den User PKGeorge welcher mir auf einen meiner Blogartikel hin den kompletten VW Reparaturleitfaden für den RP Motor und die Monojettronic zu gesendet hat. Alles handkopiert! Wer weiß wie dick der Leitfaden ist, kann sich denken was für eine Arbeit dahinter steckt. Auch hier meinen größten Dank. Nun einen Dank an eine Person die dies hier, aus persönlichen Gründen, bestimmt nicht lesen wird, die ich aber nicht vergessen möchte. Es handelt sich um meinen Bekannten Jochen welcher mir damals bei dem Tausch des Achsträgers und Fahrwerks geholfen hat. Wer meinem Blog aufmerksam folgt hat wohl mitbekomme, dass ich kurz davor war den Golf aufzugeben. Auch hier hätte ich ohne eine kompetente Hilfe und tatkräftige Hand wohl keinen Ausweg gefunden. Zuletzt möchte ich mich bei meinem Vater bedanken. Ich bin mir sicher,dass er das hier nicht allzu bald lesen wird aber wenn dann sei dir gesagt: „Papa du bist der Beste“. Auch wenn mich alle für Verrückt erklärt haben hat mein Vater immer zu mir gehalten und gesagt ich soll an mich und den Wolf glauben. Auch wenn es finanziell mal eng war gab es einen Väterlichen Finanzschub. Andere Väter hätten wohl schnell sich abgewendet und mir zu etwas Neuerem geraten. An all diejenigen welche ich hier nicht einzeln aufgelistet habe oder welche nicht in die oberen Gruppen passen seit mir bitte nicht böse, ich habe niemanden von euch vergessen! Ich denke ohne das alles würde es den Wolf nun nicht mehr so und in meinem Besitz geben.

 

 

Auch dieser Blog ist für mich ein sehr wichtiges Werkzeug geworden. Einerseits hilft er mir als Dokumentation meiner Fortschritte. Das ist allerdings wirklich nur eine Kleinigkeit für mich. Vielmehr ist er ein andauernder Quell der Motivation der mich immer weiter machen lässt und eine Möglichkeit meine Freude und Arbeit mit Leuten zu teilen welche daran interessiert sind. Öfters habe ich auch unverhofft Hilfe angeboten bekommen. In welcher Form ist unterschiedlich. Der eine packt mit an, der andere möchte mir materiell helfen. Ich freue mich natürlich über alles und sehe dies immer noch nicht als selbstverständlich an. Auch in Zukunft gilt: Wenn ihr Fragen habt oder ich sonstirgendwie helfen kann, dann meldet euch bei mir. Ich freue mich wenn ich einen Teil der mir entegegen gekommenen Hilfe wieder zurück geben darf.

 

Verzeiht mir die alten Bilder aber dies ist ein Rückblick und bei dem aktuellen Mistwetter gibt es einfach keine schönen neuen Aufnahmen. Ich danke erneut für euer Interesse und beende hiermit den längsten Blogartikel meiner Laufbahn. Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr verewigt euch in einem Kommentar. Allen denen das hier zu persönlich war kann ich erleichternd sagen, dass der nächste Bericht wieder ein harter Faktenbericht von der Schrauberfront wird.

 

Die besten Grüße senden euch Niclas und sein Wolf :)

 

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05.05.2014 20:45    |    niclas1234    |    Kommentare (50)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo Leute und willkommen zurück zu meinem letzten Teil der Artikelreihe „Kampf dem Wartungsstau“

 

Der Wolf war noch nie ganz frei von Problemen doch das was nun kam war nicht zu erwarten. In dieser kleinen Reihe von Artikeln möchte ich euch Schritt für Schritt zeigen wie ich meinen Wolf wieder auf die Räder helfen will.

 

Teil 1: Planung ist das halbe Leben

Teil 2: Der Kopf muss runter!

Teil 3: Arbeiten am offenen Herzen

 

Nachdem ich im letzten Teil einige Arbeiten am Motor durchgeführt habe geht es nun endlich zum wichtigsten Teil: Dem Zusammenbau!

 

Es ist bereits der Donnerstag vor Ostern. Das ich die Motorenschleiferei noch nicht gemeldet hat rufe ich einmal an. Man sagt mir ich könne den Kopf in einer Stunde abholen, also geht es frisch ans Werk. Man muss dazu sagen es war 9 Uhr Morgens und ich bin im Urlaub nicht gerade ein Frühaufsteher. Doch direkt als ich frisch gewaschen aus der Dusche komme klingelt es schon an der Haustür. Der nette Herr von DHL Drückt mir ein großes Paket in die Hand mit dem Absender ATZ Tuning. Ja das war mein Fächerkrümmer. Noch schnell auf den Küchentisch einen Blick rein geworfen zwischen einer Tasse Kaffee und einer Brötchenhälfte und schon ging es ins Auto und los. Mein Vater musste mich regelrecht bremsen, der zu seinem eigenen bedauern mir seinen Calibra Turbo anvertraut hatte.

 

 

Drei Stationen mussten abgearbeitet werden.Zuerst ging es zur Firma Wienstroht um meinen Zylinderkopf abzuholen. Wirklich schöne Arbeit muss ich sagen. Der Kopf wurde um 0,15 mm geplant also war er wohl nicht bzw. kaum verzogen. Ventilschaftdichtungen sind ebenso neu und der ganze Kopf ist gereinigt. Gut eingepackt in den Kofferraum mit dem schönen Teil und weiter ging es. Beim VAG Autohaus Lutteranger habe ich noch den unteren Zahnriemenschutz abgeholt und als letztes ging zur Firma Heil und Sohn. Dort gab es noch etliche Kleinteile wie schrauben etc.

 

 

Damit wieder um einige Euro leichter ging es nach Hause den Fächerkrümmer einpacken und ab in die Werkstatt. Klar war bei dem Blick auf die Uhr bereits, dass der Golf nicht heute fertig werden würde. Ungeachtet dessen habe ich mich frisch ans Werk gemacht.

 

Der Erste wichtige Teil war der Zusammenbau des Zylinderkopfes. Dazu habe ich von oben erst mal alles mit einer dünnen Schicht von frischem Öl bestrichen und dann die Tassenstößel in gleicher Reihenfolge wieder eingesetzt. Nun ging es an die Nockenwelle die ich im OT wieder eingebaut habe. Das Schwierige hierbei ist, dass ja eine Lagerschale fehlt und ich somit nicht komplett symmetrisch anziehen kann. Also mit viel Gefühl und kleinen Schritten gearbeitet. Letztendlich war dann aber auch dies geschafft. Erneut alles großzügig mit Öl eingestrichen damit auch ja nichts schleift am Ende. Weil der Kopf ja mit beiden Krümmern eingesetzt wird habe ich auch den Fächerkrümmer gleich mit angebaut. Und meine größten Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Der Krümmer passt sauber drauf ohne nachbiegen oder ähnlichem. Natürlich sind in dem Zuge die Dichtungen vom Abgaskrümmer gleich neu gekommen. Die Ansaugbrücke durfte als nächstes am Kopf Platz nehmen. Auch hier mit neuer Dichtung und neuem Dichtring. Der Geiz lohnt sich nicht hier noch zu sparen. Alle Auflageflächen habe ich natürlich gewissenhaft mit Bremsenreiniger sauber gemacht und gegebenenfalls mit einem Scharber von Dreck befreit. Als letzte Arbeit vor dem Einbau habe ich noch einmal die Stehbolzen vom Ventildeckel neu gemacht.

 

 

Im letzten Teil ist noch der Kat samt Hosenrohr und Mittelrohr raus geflogen. Jetzt geht es hier weiter. Mit der Flex habe ich das Hosenrohr abgetrennt. Eigentlich sollte nun das Verbindungsstück vom Hosenrohr angebaut werden. Das passt aber nicht so einfach wie ich mir das vorgestellt habe. Der Durchmesser vom Rohr ist zwar gleich aber das Anschlussstück nicht. Also war hier erst einmal Zwangspause verordnet und am nächsten Tag ging es weiter.

 

 

Dies ist dann nun mittlerweile der Karfreitag aber da ich von Ruhe an Feiertagen eh nicht viel halte habe ich mich gleich morgens um 8 Uhr in die Werkstatt bequemt um dem Wolf wieder Leben einzuhauchen. Ein Bekannter hat mir dann bei dem Problem mit dem Fächer geholfen. Er hat die Verbindung direkt an den Kat geschweißt. Wenn mein Vorbesitzer das kann darf ich das auch. Allerdings ging dies wegen der beiden Anschlusstücke nicht von Außen und somit hat er die Schweißnaht innen gesetzt. Ich als unerfahrener empfinde das schon als eine Spitzenleistung das auf so engem Raum Sauber und dicht zu schweißen ohne den Kat zu beschädigen. Damit konnte das ganze auch wieder eingebaut werden.

 

 

Der nächste Schritt war das aufsetzten des Zylinderkopfes. Hier habe ich mir zwei der alten Schrauben genommen und die Köpfe abgeflext. Anschließend einen Schlitz rein gemacht und diese als Führungsbolzen genommen. Es folgt das übliche Prozedere: Bolzen rein, Dichtung sauber aufsetzten, Kopf rein heben. Letzteres ist mit Fächerkrümmer dran garnicht so einfach aber ließ sich am Ende auch machen. Mit einem Magneten die Führungsbolzen raus und die neuen Kopfschrauben rein. Natürlich nach bekanntem Muster in 4 Stufen angezogen. Dann die Monojet wieder angebaut. Auch hier vorher die Auflageflächen einmal sauber gemacht. Anschließend durfte der Ventildeckel wieder Einzug finden. Nun kommt die Aufgabe welche mich seit beginn an nervös macht. Das Aufsetzten des neuen Zahnriemens. Vorher habe ich alle Markierungen nachgezogen. Eigentlich darf hierbei auch garnichts schief gehen. Alle Zahnräder sind gegen einen Fixpunkt markiert und auf dem Riemen selber sind zwei Markierungen um die Vorspannung auf der Seite von der Zwischenwelle zu markieren. Ich muss ehrlich sagen, wir saßen mit zwei Leuten bestimmt eine halbe Stunde am Riemen. Immer wieder ist ein Rad verrutscht oder der Riemen wollte nicht raus etc. etc. Letztendlich hat es dann doch geklappt und das Riemen war an seiner Position. Anschließend die Riemenspannung neu eingestellt und fertig. Riemenschutz oben und unten angebaut.

 

 

Es folgen die ganzen Kleinigkeiten die einem richtig Zeit kosten Riemenscheiben, Keilriemen, Kabelbinder etc. Auch die beiden Kühlwasserflansch durften wieder angebaut werden. Nach und nach wurde aus der Baustelle wieder ein Motor. Was ich sofort gemacht habe bevor ich es vergessen kann (bin manchmal etwas verplant) war das Motoröl. Alles schön aufgefüllt und kontrolliert. Der Auspuff musste auch noch angepasst werden weil das Mittelrohr dank des Fächerkrümmers nun etwas zu lang war. Mit zwei Schrauben wurde dann der Kat mit Brennring an den Adapter vom Krümmer geschraubt. Somit war die Abgasanlage auch wieder komplett. So langsam wurde auch der Ablageplatz immer kleiner. Kerzen gesäubert und reingedreht, Zündkabel drauf alle Wasserschläue dran. Dann war der nächste schritt das Kühlwasser auf zufüllen. Dazu habe ich eine Dose Kühlerreiniger geschüttet damit die Reste vom Öl aus dem Kreislauf kommen. Lambda noch angeklemmt an das zuvor verlängerte Kabel und damit war der Motor soweit auch wieder komplett.

 

 

Endlich war es dann soweit. Der wirklich entscheidende Moment für mich. Eigentlich konnte ich mir ja sagen, dass nichts falsch sein kann und ich in Ruhe den Motor starten kann, aber natürlich hatte ich als Unerfahrener einen gefühlten Puls von 180. Kein wunder wenn man bedenkt, dass ich blauäugig mal wieder mehr als tausend Euro in dem Wagen versenkt habe. Wenn der Motor jetzt nicht anspringt habe ich ein riesen Problem. Nach einer geschätzten halben Stunde über dem Motorraum am beten und kontrollieren habe ich mich dann getraut das Massekabel an die Batterie anzuklemmen. Ab hinter das Steuer Zündung angeschaltet.

 

Mit zitternden Fingern und schweißnasser Stirn den Schlüssel gedreht und..... einmal drehen da war er! Zwar noch kurz etwas am Husten aber dann lief er. Der Wolf lebt wieder! Innerlich ist mir sofort ein Findling vom Herzen gefallen. Keine aufschlagenden Ventile oder über rutschende Zahnriemen (Die Horrorvorstellungen in meinem Kopf). Beim blick auf das laufende Aggregat musste ich mich sogar direkt erstmal selber beglückwünschen. 19 Jahre jung keinerlei Ausbildung aber trotzdem läuft er. Und das sogar verdammt flüssig musste ich feststellen. Keine großen Schwankungen, keine Probleme mit der Gasannahme und er springt sogar mit der ersten Umdrehung an!

 

Nach einer gefühlten viertel Stunde Dauerjubel und einem Bierchen (Alkoholfrei versteht sich) konnte ich mich dann wieder konzentrieren. Das nächste was nun kommt war das Ablassen der Kühlflüssigkeit. Diese war mit dem Reiniger einmal aufgekocht und konnte nun abgelassen werden. Es war übrigens der flüssige Reiniger und nicht das aggressive Pulver für welches das Thermostat raus muss. Dann mit frischem Kühlmittel aufgefüllt und fertig ist der Golf. Eine letzte Ölkontrolle und der Wolf darf von der Bühne und seine erste Fahrt nach gelungener OP machen. Was man sofort mitbekommt ist das blecherne Geräusch vom Fächerkrümmer. Anfangs (500 km) wurde der Wagen natürlich geschont und nur bis maximal 3500 gedreht.

 

 

Nach der ersten Probefahrt gab es noch eine kleine Kontrolle und dann wurde der Wolf nochmal 50 km über die Landstraßen gejagt. Ein super Gefühl. Der Wagen fährt sich angenehm anders. Es wirkt alles agiler und neuer, einfach flüssiger.

 

 

In der Hoffnung, dass es so bleibt und dem Wissen, dass es nicht so sein wird schließe ich hiermit den Artikel und somit auch die Artikelreihe „Kampf dem Wartungsstau“. Ich hoffe ihr hattet Spaß am lesen und ich darf euch zu meinem nächsten Artikel wieder begrüßen. Ich darf schon mal dazu sagen, dass dieser etwas länger wird. Ihr dürft gespannt sein!

 

 

Wie immer würde ich mich sehr drüber freuen wenn sich meine Leser in einem Kommentar verewigen würden :)


28.04.2014 13:44    |    niclas1234    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Herzlich willkommen zurück in meinem kleinen Schrauberreich :)

 

Der Wolf war noch nie ganz frei von Problemen doch das was nun kam war nicht zu erwarten. In dieser kleinen Reihe von Artikeln möchte ich euch Schritt für Schritt zeigen wie ich meinen Wolf wieder auf die Räder helfen will.

 

Teil 1: Planung ist das halbe Leben

Teil 2: Der Kopf muss runter!

 

So im letzten Teil habe ich meinen halben Motor demontiert. Dabei sind einige Mängel dazu gekommen die ich mal kurz aufliste:

 

- Krümmer zweifach gerissen

- Lambdasonde hängt nur noch auf 2 Adern

- Motormasse halb abgerissen

- Schlauch für Warmluftansaugung gerissen

- Unterer Zahnriemenschutz geschmolzen

 

Alles in allem war es ja abzusehen, wenn schon keine Schrauben blöd reißen, dann muss ja was anderes auf mich zukommen. Wir befinden und Mittlerweile an einem schönen Dienstag in der Woche vor Ostern. Der Zeitplan ist eng, denn am Samstag muss der Wagen wieder laufen und mich nach Hause fahren. Dazwischen liegt auch noch der Karfreitag also alles in allem wiedermal nicht die besten Voraussetzungen. An diesem Dienstag hatte auch meine Oma noch Geburtstag (ein runder nicht von den unwichtigen die man sausen lassen darf) also ist nicht viel mit Auto schrauben. Aber für einige Besorgungen muss es reichen. Also erst mal den Kopf gut eingepackt und in Kofferraum und damit nach Göttingen zu der Firma Wienstroht. Mit dieser hatte ich vorweg bereits telefoniert. Das Programm war einfach einmal zur Sicherheit den Kopf planen und die Ventilschaftdichtungen neu machen. Zusätzlich hat man mir noch den Kopf komplett gereinigt und die Ventilkappen neu gemacht. Das sollte aber bis Donnerstag dauern also ab nach Hause und zurück an den Schreibtisch.

 

Wo bekommt man jetzt einen Krümmer her? Erstmal drei Ersatzteilhändler habe ich durch telefoniert die mir aber alle sagten, dass dieses Teil bereits entfallen ist ohne Ersatz. Gut also 4 große Schrottplätze im Umkreis angerufen. Auch nichts. Dann habe ich bei VW angerufen und nach dem Originalteil gefragt. Kaum anders zu erwarten war auch der entfallen und zwar gegen Ende 2013. Da ich aber auf keinen Fall einen kaputten Krümmer wieder einbaue habe ich mich mal in der Bucht umgeschaut. Jetzt mögen mich vielleicht einige der Liebhaber des Originalzustands erschlagen aber ich habe folglich zum Hörer gegriffen und bei der Firma Atz Tuning im Ruhrgebiet angerufen. Und zwar nach einem netten Gespräch mit einem Mitarbeiter habe ich dort einen Fächerkrümmer bestellt. Wenn es halt weit und breit nichts anderes gibt dann halt so. ich habe mich für ein Model der Marke Tezet entschieden. Allerdings nicht der originale Tezet mit Flexrohr, sondern einen aus der Startup Serie. Hierbei handelt sich allerdings nicht um Teil ala TA Technix sondern hinter diesem Krümmer steht die Marke Friedrich Motorsport als Hersteller. Für mich sollte das als Ersatz ausreichen. Bei Friedrich habe ich wenigstens keine Probleme mit der Passgenauigkeit und hoffentlich nicht mit der Qualität. Der Fächer sollte per Expressversand am Donnerstag bis um 12 Uhr ankommen. Damit wäre auch das geklärt.

 

Anschließend wieder ins Auto. Dieses mal zu Heil Autoteile und Lambdasonde, Schlauchschellen, Schrauben und ein Gewebeschlauch für die Warmluftansaugung besorgt. Aufm Rückweg beim Autohaus Lutteranger in Göttingen den unteren Zahnriemenschutz bestellt für Donnerstag und ab nach Hause. Nach diesem Besorgungstag ging es erst am Mittwoch Morgen weiter.

 

 

 

 

 

 

 

Da ich auf die meisten Teile eh warten musste habe ich einige Arbeiten am offenen Motor durchgeführt. Zuerst habe ich die Fläche am Zylinderblock mit einem Scharber von Schmutz gereinigt und anschließend mit Bremseinreiniger sauber gewischt. Vorher alle Löcher für die Kopfschrauben ausgepustet mit Druckluft. Dann die Zylinder von innen gereinigt (Ist ein wenig Öl und Wasser rein gelaufen). Als das fertig war habe ich den Block mit einem Tuch abgedeckt damit er sauber bleibt.

 

Weiter geht es mit dem Kühler. Das waren keine 10 min. um den Alten raus und den Neuen rein zu bauen. Metallwinkel und Luftleitbleche ab und raus mit dem teil. Bei einem Blick hinein lies sich erahnen wie es im Rest des Kühlkreislaufs ausgesehen haben muss oder immer noch tut. Manchmal ist es besser vorsorglich zu tauschen glaube ich. Der Sensor für den Lüfter ist natürlich gleich mit eingeschraubt worden. Damit war der neue Kühler drinnen und ich konnte die Schläuche wieder anklemmen.

 

Als das geschafft war habe ich noch einmal die Motormasse neu gemacht, also an einen neuen Kabelschuh gelötet. Ich bin damit allerdings nicht ganz zufrieden weil ich lieber ein Ring als einen Schuh gehabt hätte und werde deswegen das wohl nochmal machen.

 

Als nächstes habe ich dann noch einmal die Bühne hochgefahren und das alte Öl raus gelassen. Da sollte ja jetzt kein Mist mehr rein fliegen/fallen. Dann schon mal den Ölfilter getauscht und fertig. Das wichtigste an dem Tag war aber eindeutig, dass ich das Wischwasser wieder befüllt habe :D Die ganzen Viecher auf der Scheibe können auf der Bahn ganz schön nerven.

 

 

 

Zum Schluss fiel mir noch ein, dass das Hosenrohr ja noch ab muss damit ich den Fächer anbauen kann. Aber da hatte ich die Rechnung ohne die Werkstatt meines Vorbesitzers gemacht. Neben total vergammelten Schrauben schauten mich mehrere Schweißpunkte an der Verbindung vom Krümmer zum Kat an.... Da hilft alles nichts der Kat muss komplett mit Mittelrohr raus. Nachdem mein Vater tatkräftig mit angepackt hatte und wir mit einem Hammer Überzeugungsarbeit leisten konnten hielt ich dann auch endlich den kat mit Mittelrohr und Hosenrohr in der Hand. Um das trennen der beiden Teile wollte ich mich dann nicht mehr kümmern und habe somit für diesen Mittwoch Feierabend gemacht.

 

 

Damit neigt sich meine Erzählung für diesen Teil auch schon dem Ende zu. Ich hoffe wie immer, dass es euch gefallen hat. Im nächsten Teil wird der ganze Kram endlich wieder zusammen gebaut. Bis dahin stehen ich und die Kommentarfunktion euch zur Verfügung um Fragen zu stellen oder Lob und Kritik los zu lassen.


24.04.2014 01:08    |    niclas1234    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Wiedersehen macht Freude und das gilt auch in diesem Fall oder um es anders zu sagen: „Schön, dass ihr wieder da seid!“

 

Der Wolf war noch nie ganz frei von Problemen doch das was nun kam war nicht zu erwarten. In dieser kleinen Reihe von Artikeln möchte ich euch Schritt für Schritt zeigen wie ich meinen Wolf wieder auf die Räder helfen will.

 

Teil 1: Planung ist das halbe Leben

 

So in Teil 1 habe ich bereits einiges an Vorbereitung geleistet um vernünftig an die Reparatur gehen zu können. Nachdem ich also an Montag vor Ostern alle Teile morgens besorgt hatte in Göttingen ging es gegen Nachmittag auf die Bühne bei Freunden der Familie. Somit war es soweit, der Wolf wird zerlegt.

 

 

Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich ein komisches Gefühl ist sein eigenes Auto zu zerlegen ohne das Wissen ob man ihn je wieder zusammen bekommen wird. Ich habe zwar schon einiges an meinem Auto selber gemacht aber es ging niemals an den Motor selber ran. Doch bei all den Stimmen welche sagten, dass es nicht so schwer ist kann ich ja nicht so blöd sein und das nicht schaffen. Aber wie genau fängt man an?

 

 

 

 

 

Tja also erst mal das Masseband von der Batterie runter. Dann Kühlwasser raus sonst gibt es eine große Sauerei wenn der Kopf runter ist. Wasser an der Wasserpumpe raus und hierbei gleich Kritik an den Ingenieur der sich das ausgedacht hat. Diese verdammten VW Schlauchschellen sind ein verdammt beschissenes Patent. Vor allem wenn man nur mit der Wasserpumpenzange daran gehen kann (kein Spezialwerkzeug). Viel schlimmer ist aber dieser kleine Schlauch von dem Rohr zur Wasserpumpe (ich hoffe ihr versteht was ich meine). Also ich glaube der alleine hat mich 10 bis 15 min gekostet. Ich habe es leider versäumt die Suppe welche mein Auto von sich gegeben hat zu Fotografieren aber ich kann euch soviel sagen: Auf den Ölfilm wären manche Bohrinseln stolz gewesen. Anschließend das Motoröl drinnen gelassen, aus dem einfachen Grund, dass noch Wasserreste oder ähnliches in die Ölkanäle fallen könnten und ich es dann gleich mit raus spülen.

 

 

 

So ab dann geht es an die eigentliche Demontage. Angefangen mit dem Luftschlauch zur Einspritzung ging es weiter mit Kühlwasserflansch, Massekabeln, Zündkabeln, Zündkerzen, Zahnriemenschutz etc. etc. Dann die beiden Keilriemen lockern und abnehmen und die Lichtmaschine am Zylinderkopf abschrauben. Soweit geht das alles wunderbar nach Anleitung. Weiter geht es mit der Einspritzung. Die lässt sich mit 4 Schrauben vom Ansaugkrümmer abschrauben, dabei gibt es aber leider einen kleinen Harken. Eine Mutter ist mit einem Sicherungsring gesperrt. Wenn ihr mal davor sitzt gibt es den Rat vom Profi: Gewalt! Ich habe es anders nicht hinbekommen das Teil zu umgehen. Mit Hammer und Blechmeißel geht das alles (aber bitte mit etwas Gefühl!). Anschließend alle Stecker und Schläuche ab und schon kann man die Einspritzung nach oben weg nehmen. Ich habe die Benzinleitungen dran gelassen, da diese lang genug sind und man die ganze Monojettronic zur Seite weg nehmen kann.

 

Daraufhin kam meine Lieblingsaufgabe. Die Klammern von Abgaskrümmer zu Hosenrohr runter nehmen. Mit dem wieder aufsetzten hatte ich mich ja bereits vertraut gemacht. Ich muss sagen mit einer langen, dünnen Brechstange gehen diese jedoch sehr einfach wieder ab. Damit hatte ich soweit alles vom Kopf abmontiert um ihn auszubauen.

 

Nun kam die große Aufgabe für mich: der Zahnriemen. Hier ist das wichtigste für mich dass ich von vornherein nichts verstelle.Doch erstmal muss der untere Zahnriemenschutz runter. Doch leider war dies nicht so einfach wie gedacht. Obwohl alle Schrauben draußen waren wollte der Schutz nicht runter. Als wir das Teil mit etwas Gewalt abgehebelt hatten, habe ich festgestellt warum der nicht ab wollte. Der Riemen hat an diesem Plastikteil geschliffen welches sich daraufhin in seiner vollen Geschmeidigkeit an den Motorblock geklebt hat. Anbei nochmal ein Bild des Elends. Den Schutz muss ich natürlich neu besorgen. Nun aber zum Zahnriemen: Ich habe alle 3 Räder (Nockenwellenrad, Kurbelwelle und Zwischenwelle) mit einem wasserfesten Stift gegen einen festen Punkt am Motor markiert. Dann zwei Markierungen auf dem alten Riemen um die Vorspannung auf den neuen Riemen zu übertragen und schon darf der alte Riemen runter.

 

Ab jetzt geht es an die Eingeweide des Motors (Man bin ich aufgeregt). Ventildeckel runter und schon liegt sie vor mir die Nockenwelle und lächelt mich an. Und sofort der erste Moment der Verwunderung. Wo ist die 5te Lagerschale hin? Laut Reparaturhandbuch sollte der wagen doch 5 Lagerschalen an der Nockenwelle haben. Da allerdings auch keine Gewinde oder ähnliches zu sehen sind muss das ja so stimmen. Mal schnell ein Kollegen angerufen und der hat mir dann bestätigt,dass sein RP auch keine 5 Lagerschalen hat. Das deckt sich auch mit den Berichten aus dem Netz. Nun war ich richtig froh, dass mein Vater den 400 NM Hazet Drehmomentschlüssel mitgebracht hat. Zusammen mit der SW 12 Vielzahnnuss waren die Zylinderkopfschrauben ohne Widerstand geöffnet. Natürlich habe ich dabei die Reihenfolge beachtet damit sich der Kopf nicht verzieht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend waren mal kurz 3 Leute von Nöten um den Kopf hinaus zu hieven. Würde zwar auch alleine gehen aber so ist es bequemer. Einer hält die Einspritzung hoch und zwei heben den Kopf raus. Da war er nun mein Zylinderkopf. Ich war selber überrascht, dass ich an meinem Auto mal etwas ausgebaut habe ohne, dass eine einzige Schraube abgerissen ist.

 

 

 

 

 

 

Für den Kopf hatte ich vorab bereits mit einer Motorenschleiferei in Göttingen telefoniert. Diese werden mir den Kopf planen ,die Ventilschaftdichtungen neu machen und den Kopf säubern. Dafür musste ich nun noch die beiden Krümmer Abbauen und die Nocke sowie die Stößel raus nehmen. Auch hierbei gab es keinerlei Probleme mit abgerissenen Schrauben was ich gerade beim Abgaskrümmer für ein Wunder halte. Zudem hatte ich vorher bereits neue Stehbolzen und Muttern gekauft. Wahrscheinlich ist genau deshalb auch alles heile geblieben (Aber wehe ich hätte die nicht neu gekauft!). Die Lagerschalen der Nocke haben etwas geklemmt aber mit einen paar (super) sanften Stupsern mit dem Gummihammer ließen auch die sich abnehmen.

 

Eine Herbe Ernüchterung war anschließend der Blick auf den Krümmer. Dieser war sowohl von oben als auch von unten gerissen. Hier ist nichts mehr zu retten und ich muss mich um Ersatz kümmern.

 

 

 

 

 

 

 

Damit war auch das Tagesziel erreicht. Der Kopf ist runter und fertig zum planen und das alles ohne Materialschäden. Was mich im übrigen sehr enttäuscht hat, war dass man an der alten Kopfdichtung keine Schäden sehen konnte. Das soll zwar öfters vorkommen, aber es wäre ja schön gewesen zu sehen wofür man arbeitet.

 

So das war es auch wieder für dieses mal. Ich hoffe euch hat der Artikel gefallen. Bei Fragen, Anregungen, Lob oder auch Kritik steht euch die Kommentarfunktion gerne zur Verfügung :D

 

 

 


18.04.2014 23:00    |    niclas1234    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Guten Abend und ein herzliches Hallo an alle die sich mal wieder in meinen Blog verirrt haben :)

 

Der Wolf war noch nie ganz frei von Problemen doch das was nun kam war nicht zu erwarten. In dieser kleinen Reihe von Artikeln möchte ich euch Schritt für Schritt zeigen wie ich meinen Wolf wieder auf die Räder helfen will.

 

Die Ausgangslage: Der Motor wird zu warm und die Zylinderkopfdichtung ist durch. Nach reichlich hin und her überlegen und Kostenvoranschlägen einholen habe ich festgestellt, dass ich mir eine Werkstatt nicht leisten kann und will. Der Golf sollte eigentlich nurnoch bis zum Ausbildungsbeginn im September laufen und dann durch etwas besser motorisiertes und jüngeres abgelöst werden. Doch jetzt habe ich das Geld für ein neues Auto noch nicht zusammen und den Wolf gebe ich auch nicht so einfach aus. Da die Werkstatt wegfällt und der Wagen noch zu gut ist werde ich also selber Hand anlegen.

 

Erster Schritt war natürlich das einlesen in die Materie. Nach dem wälzen meines Handbuches vom Herrn Etzold war mir klar, dass dieses Buch doch teilweise nicht das Gelbe vom Ei ist und ich damit allein nicht weiterkomme. Also weiter das Netz gequält und zig Threats zu dem Thema durchgelesen. Dann noch einige klärende Telefonate mit einem Kollegen aus dem Forum gehabt und los kann es gehen.

 

Nächster Schritt war die Besorgung der Ersatzteile. Erstmal die Frage was ich brauche. Also einmal die Zylinderkopfdichtung selber. Dann natürlich die Ventildeckeldichtung auch gleich neu wenn der schon mal runter ist. Da das Öl neu muss gleich den Filter dazu. Bei 200 tkm ist auch langsam mal der 3te Zahnriemen dran. Spannrolle ist natürlich auch dabei. Zylinderkopfschrauben macht man natürlich auch gleich neu wenn der Kopf unten ist. Da ich die Ansaugkrümmerdichtung schon länger im verdacht habe Nebenluft zu saugen kommt die auch mit neu. Also angerufen beim örtlichen Teilehändler und direkt abgeholt.

 

Nun die Planung der Geschichte. Da ich eh meinen Vater besuchen werde kann ich die Reparatur auch direkt dort machen. Mein Vater hat mir dann auch bei einem Bekannten einen Platz auf einer Bühne besorgt. Das klingt soweit alles gut geplant. Als ich dann bei meinem Vater war (Den Wolf natürlich nur mit Strich 100 auf der Bahn gefahren) noch einmal 5 L frisches 10 W 40 besorgt. Dazu Kühlmittel und Abgaskrümmerdichtungen.

 

Doch bevor ich das alles durchziehe ist die Frage warum die Kopfdichtung denn überhaupt das Zeitliche gesegnet hat. Dass der Motor zu warm wird ist klar und damit könnte die Dichtung den Hitzetod erlegen sein (Altersschwäche ist auch möglich aber ich halte es für unwahrscheinlich). Also habe ich mal logisch gedacht und mich gefragt warum der ganze Ofen zu warm wird. Gleich mal angeschmissen und im Standgas warmlaufen lassen. Damit war der Täter auch schon gefunden. Obwohl der Motor bulle warm wird geht der Lüfter nicht an. Der Fehler war schnell gefunden. Der Temperaturschalter für den Lüfter ist kaputt.

 

Ein Telefonat und der neue Schalter ist bestellt mit dem neuen Kühler gleich dazu (man weiß ja nie bei Öl im Kühlwasser). So damit war schon bereits mehr Geld weg als mir lieb ist. Aber was tut man nicht alles für sein vierrädriges Schmuckstück.

 

So das war es für dieses mal. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und ihr seid dabei wenn der nächste Artikel meiner Reihe draußen ist :) Euch allen frohe Ostern!

 

Part 2: Der Kopf muss runter!


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Mein Blog hat am 03.09.2014 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Schrauben leicht gemacht

Dies ist mein kleiner Blog, in dem ich lesewilligen Besuchern von meines Erlebnissen im Automobilbereich berichte. Angefangen zu Schrauben habe ich aus finanzieller Not mit 18 Jahren an meinem Golf 2. Mitlerweile bin ich 24 und bin dem Basteln treu geblieben. Von Ölwechsel bis Motorschaden gibt es nur wenige Dinge die ich noch nicht ausprobiert habe. Neben einer nicht zu leugnenden Leidenschaft für Umbauten am Fahrzeug, hege ich noch ein großes Interesse an Motorsport und Autocross. Dies dürfte sich in einigen Blogartikeln sicherlich wiederspiegeln. :p

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